l*v- ' i ^>y A j V* *fr f ^^- ru li D m LD o CD ; D i m ! D WISSENSCHAFTLICHE ERGEBNISSE DER DEUTSCHEN ZENTRAL-AFRIKA EXPEDITION 1907-1908 UNTER FUHRUNG ADOLF FRIEDRICHS, HERZOGS ZU MECKLENBURG. BAND IV ZOOLOGIE II HERAUSGEGEBEN VON DR. H. SCHUBOTZ, BERLIN. MIT XI TAFELN. LEIPZIG. KLINKHARDT & BIERMANN. 1913. Bemerkung des Herausgebers. Der anfangs veranschlagte Uml'ang des zoologischen Teils des \\Vrkes hat sich als nicht ansivichend er\vk-xcn, denn noch eine Anzahl, zum Teil umfanu- rcicliL-r Bearbeitungen harrt ihrer VollenduiiL;. Es ist deshalb beschlossen worden, : /.iiolo^isclK'ii 'l\-il in drc-i anstatt in zwei Bande zu zerlegen, von denen (k-r x.wc-itc- hicr vorliegt. Das im \'or\vort des i. Bandes in Aussicht gestellte SchluB- \\nrt (k-s Herausgebers \\ird daher am Ende des 3. Bandes -v-vl>un \\vnk-n. Inhaltsverzeichnis. Bemerkung des Herausgebers Seite I F. BORCHMANX, Hamburg, Lagriiden, Alleculiden undMeloiden (Canthariden). Mil i Tafel i - 18 A. JACOBI, Dresden, Homoptera. Mit i Abbildung und 2 Tafeln 19 41 J. WEISE, Petersdorf i. R., Coccinellidae 43 E- ENSLIN, Fiirth i. B., Teiithredinidae. Mit i Abbildung und i Tafel 53 H. GEBIEN, Hamburg, Coleoptera, Tenebrionidae 57- G. ULMER, Hamburg, Trichopteren. Mit 50 Abbildungen 81 126 J. WEISE, Petersdorf i. R., Chrysomelidae 127 164 FR. NIEDEN, Berlin, Amphibia. Mit i Tafel 165 196 R. STERNFELD, Berlin, Reptilia. Mit 5 Abbilduugen und 4 Tafeln 197 280 H. KARNY, Elbogen, Thysanoptera 281282 G. BORNER, St. Julien-Metz, Collembolen 283 284 G. ULMER, Hamburg, SuBwasser-Bryozoen 285 290 A. VON SCHULTHESS-RECHBERG, Zurich, Vespidae 291296 C. GRAF ATTEMS, Wien, Myriopoden. Mit 43 Abbildungen und 2 Tafeln 297 324 E. STRAND, Berlin, Arachnida I -474 \V. WELTNER, Berlin, Spongilliden 475 50M8 Lagriiden, Alleculiden und Meloiden (Canthariden), Bearbeitet von F. Borchmann, Hamburg. Lagriidae. Die Ausbeute an Lagriiden ist eine verhaltnismaBig recht groI3e in Anbetracht des Umstandes, daB die Vertreter clieser Familie mit Ausnahme weniger Arten iiberall recht selten zu sein scheinen. Auffallend und von mir schon bei der Bearbeitung der SjOSTEDTschen Ausbeute vom Kilimandscharogebiete hervor- gehoben, ist das Vorkommen west- und siidafrikanischer Arten in dem von der Expedition beriihrten Gebiete. Von den 35 erbeuteten Arten sind 9 bisher nicht beschrieben und 10 aus dieser Gegend bis jetzt noch nicht bekannt. Im folgenden seien zunachst die aufgefundenen Arten aufgezahlt und dann die neuen Arten beschrieben. Lagria Fabr. I. Fliigeldecken mit mehr oder weniger deutlichen Langsrippen, fein quer- gerunzelt. Lagria collina Kolbe. i cf. Westl. vom Albert-See, Route Mawambi-Avakubi am Aruwimi 20. IV. 08. Die Art ist von Nordkamerun beschrieben und war von dieser Gegend noch nicht bekannt. Lagria pubens Fairm. i d*. Siidwestl. vom Albert-Nyansa, Duki-Flufi 19. VIILgi. Von STUHWANN gesammelt. Bis jetzt nur aus Westafrika bekannt. Lagria auricollis Borchm. i 9. Westl. vom Ruwenzori, N-Beni (Urwald) II. 08. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. Lagria Bennigseni Borchm. - Kx.; 5 >cherbcn-clbc v<-n der Insel K \vidsch\\i ini Ki\vu-See XI. 07, -aminelt von (iK.xri'K; i Slick mil sch\var/cii Fliigeldecken \vestl. voin AlU-r - Ma\vainl)i am Ituri IV. 08; i Stiick -any. selnvar/, \\cstl. vom Ruwenzoii. Kurt I'.cni I. 08. 1 >ie Art unterscheidet MC!I von der I'oli^enden (lurch schmalere Au^i-n. Schliitcn vind \\c\\ -trirkcrr Ri]>]).-ii. Lagria opaca Kolbe. 4 Stiickc. \\\-stl. Albert-Nyan>a, Iturifiihiv 2(>. \'III.(i und F>uki (vSiniLMAXX) ; nordl. voin Albert-Hduard-See, Ruwenzori-FuB, \\'estseite II. 08; Insel K \vidscli\vi (Kiwusee) IX. 07; Steppe siidl. \oin Albert-Eduard-See XII. 07. Lagria plicatula Borchm. 6 vStiickc. Nordl. vom Albert-Hduard-See, Rmvenzori, \\ r estseite, 3000 m, II. 08. Die Tiere tragen die Bemerkunsj;: vSrhr haufig in der Krica-Region uin 3000 in. SCHUBOTZ. B. Fein quergerunzelt. r. Fiihler nicht aulfalli- -i-hildet. Fliigeldecken stark metallisch. Lagria viridipennis F. Vide Ex. von den verschiedensten Orten. Diese iiberaus haufige Art isl durch ganz Atrika verbreitet. var. mauritanica Reiche. 12 Ex. Lagria metallina Fairm. 15 Ex. N Albert-Eduard-See, Su-ppe l>ei Kasindi I. 08; See-Ebene -udl. \-oni Al!>ert-F.duard-See XII. 07; \'id< n ia-N\ ansa, Bukoba (Gu- imwii-s); S\\" Albert-Nyans;.. rndussuina 1050 in. <>. \'III. ()i (Sri'HL- XX); \\'estl. \-oin Ruui-nzori. Kori Ueiii I. 08. Bislu-r nur von \\ r est- afrika bekannt. ^clieint die Art auch in dioer Cic-ciid recht hiiufig 7.u sein. 3 Lagria aeneipennis Fahr. 7 Ex. Zentralafrika, Ruanda, Bugoie-Urwald II. XI. 08 (v. STKG- MANN); Bugoie-Urwald 2500 m. XI. 07; Galago-See XI. 07; Vulkangebiet nordostl. vom Kiwu-See X. 07 (v. WiESE). Eine siidafrikanische Art, aus dieser Gegend bisher nicht bekannt. Lagria villosa F. 1 6 Ex. dieser iiberaus haufigen, durch ganz Afrika verbreiteten vSpecies. Lagria sobrina m. 6 Ex. vom Kikuju V. und Uhehe, Iringa-Umgegend. Lagria mashuna Per. i etwas verkiimmertes 9, SW Albert-Nyansa, Buessa, 12. VIII. 91 (SfUHivMANN). Der Autor beschrieb die Art von S-Rhodesia. Sie 1st von dieser nordlichen Gegend noch nicht bekannt. Fliigeldecken schwach oder gar nicht metallisch, hinter dem Schildchen nicht stark eingedriickt. a) Mit je drei dunklen Langsstreifen. Lagria sexvittata Gestro. i 9. Westl. vom Ruwenzori, Beni (Urwald) II. 08. Bekannt von der Kiistengegend. b) Mit gelbem oder weiBem Tomentfleck an der Schulter. Lagria scapulata Fairm. 1 9. Westl. vom Ruwenzori, Beni (Urwald) II. 08. Auch diese Art ist bisher nur von Westafrika bekannt. c) Fliigeldecken einfarbig. Lagria cuprina Thorns. 10 Ex. von den verschiedensten Ortlichkeiten. Die Art ist aus ganz Mittelafrika bekannt und sehr haufig. Lagria varicolor nov. spec. 2 9, SW vom Albert-See, Mboga III. 08 und 90 km westl. vom Albert- Eduard-See, 1600 m (Urwald), gesammelt von GRAUER. Lagria pulverulenta Gerst. 19. Zentralafrika, Ruanda, Bugoie-Urwald II.- -XI. 08 (v. STEGMANN). GERST ACKER beschrieb die Art von Sansibar ; sie ist aber auch in Usambara sehr haufig. 4 Lagria dissimilis Fairm. I o". i - N AlU-rt-Kdiiard-Sei-. Ru-N>-si.rur. 2600 m, 9. VI. 91 (S'iTHL- MANN). Nur aus \Vestalrika bekannt. Lagria undussumana Kolbe. i v. Westl. voni Rmvenzori. XW-Ik-ni (Unvald) I. 08. Lagria hirsuta Kolbe. i \ : . S\\ vom Albert Sec-, Mboga III. 08. Die Tic-re sind in schlechtein Zustande und stark rotlich t^efarbt. Sie seheinen unaiisgefarbt. Flu-eltlecken schwach oder gar nicht metallisch. hinter deni .^childchen stark niedergedriickt. Lagria Graueri Borchmann. 4 Kx. Nordl. voni Albert-Eduard-vSee, Ruwenzori, Westseite, 1800 in, II. 08; Ki\vu-See, Insel Kwidschwi IX. 07. Lagria pilosivestis Kolbe. 4 Kx. Westl. vom Ruwenzori, N-Beni (Urwald) I. und II. 08; S\V vom Albert-See, Mboga III. 08. Prof. KOLBE beschrieb die Art von SO-Kamerun. Sic- \var bisher \-on dieser Gegend nicht bekannt. 2.. Fiihler nach auBen stark verdickt oder mit geziihnten (jliedern. Lagria clavicornis nov. spec. 2. cf. von NW-Ruanda, Vulkangebiet XI. 07. Lagria antennalis Borchm. I SUk-ke. Westl. vom Albert-See, Mawambi am Ituri IV. 08; Route Mawambi-Avakubi am Arinviini 20. IV. 08; westl. vom Ruwenzori, NW-Ik-ni (T'rxvald) I. 08; I-'ort Ik-ni I. 08. Bekannt vom Kilimandscharo. Lagria insignicollis nov. spec. i *, i 9. C. Fliigeldecken mit Langsrunzel n. Lagria inflata nov. spec. Zmtralafrika, Ruanda, Ilu-ou-Urwald. II. -XI. 08. (V. STK(JMANN). Lagria nov. spec. i Y nordl. vom Albert-Eduard-See, Ruwenzori, \\'esisi-ite, II. 08. Subg. Microlagria Seidl. Microlagria Poupillieri Reich. i stark beschadigtes Ex. Westl. vom Ruwenzori, N-Beni, Urwald II. 08. Bisher nur von Algier bekannt. Adynata Fahr. Adynata nov. spec. i sehr defektes Tier. Nordl. vom Albert-Eduard-See, Ruwenzori, West- seite, 1800 m, II. 08. Porrolagria Kolbe. Porrolagria denticollis Borchm. i 9. Nordl. vom Albert-Eduard-See, Ruwenzori-FuB 8. Westseite, II. 08. Porrolagria nov. spec. i o 71 . Westl. vom Ruwenzori, NW-Beni (Urwald) I. 08. Lagriostira Kolbe. Lagriostira infernalis Kolbe. 1 9- Westl. vom Ruwenzori, N-Beni (Urwald) II. 08. Die Art ist nur vom unteren Kongo bekannt. Lagriostira fulva Borchm. 2 Ex. Westl. vom Albert-See, Route Mawambi-Avakubi am Aruwimi, 20. IV. 08; Kiwu-See, Insel Kwidschwi XI. 07 (GRAUER). Ich beschrieb die Art aus Engl. Uganda. Nemostira Fairm. Nemostira nov. spec. i 9. Zentralafrika, Kiwu-See, Insel Kwidschwi XI. 07 (GRAUER). Neue Arten. Lagria sobrina nov. spec. Tafel I, Abb. 5. Lange S l / 2 9 mm, Schulterbreite 3 mm. Die Art ahnelt einer kleinen L. villosa F., mit der sie in Farbung, Form, Behaarung und Skulptur eng ver- wandt ist. Der Halsschild ist so lang wie breit, nicht breiter als der Kopf mit den Augen; die Seiten sind fast gerade, Vorderecken abgerundet, Hinterecken etwas vortretend, Scheibe sehr grob punktiert, weniger gewolbt als bei villosa, ohne den charakteristischen Eindruck. Die Fuhler sind langer und kraftiger, Kndglied beini ~* so lang wie die 3, beini V wie die 2 vorhergehenden Glieder xuMinnneii. Fliigeldecken \\eiiiger gewolbt, hinter dein Schildcheii i'lach quer eingedriickt. sehr -.rob punktiert, quer gerunzelt, einzeln zugespitzt. S])itzen et\vas vorgezogeii. Epipleuren maBig breit. allmahlich veren-t, skulptiert \vie die Fliigeldecken. Unterseite glanzend. 1'cin und s])arsam punktiert, Seiten des Hinterleibes unebeii. Abdomhialfort^at /. kurx, breit, bivit gcrandet. Beine niittel. Schenkel mal.'tig verdickt, Spitze der Hinterschenkel kauni dm Ilinterraiid de> ;. Hintcrleibsringes erreichend, Schicnen gel>ogen; Metatarsus dcr HinterfiH'e kauni so lang \vie die t'ol-enden ("ilieder zusannnen. 4 ", 2V aus Kikuyu V. ; Uhehe, Iringa-Umgegend (1C. XIC.MANX). Lagria varicolor nov. spec. Tafel I, Abb. 7. I'iceo-nigra \-el nigra, cyanescenti-aut viridi-niicans, elytris fusceseentibus \'el jiurjiureis, prothoracc capiteque interduni viridcscentibus, rude rugoso- punetatis, fronte ineaquali; elytris ampliatis, \-entricosis; sat longe albido pilosa ; oculis -;d i-inu-exis, tennis, fortiter emarginatis; antennis modice incrassatis, artienlo ;. (|iiain 4. longiore, 6. (aut 7.) - - 10. transversis, articulo ultimo leviter aivuato. "" articulis /,, ( j 2 praecedentibus junctis aequali; prothorace leiv (|iia- drato. ' panlo longiore, 9 breviore, angulis paulo proniineiitibus; elytris tenuiter et erelire pnnctatis. le\'iter rugosis, pone scutello leviter ini])ressis; ])edibus tenuibn>, tibiis areuatis; metatarso ])edum posticorum artieulis dnobus sequen- tibus junetis aequali. Long. 9 10 mm; lat. ad hum. 3 1 / 2 4mm. ( 'ledrungcn. Pliigeldecken in beiden (iesehlechtern stark gewolbt und beini ( 4 ' naeh liinlen bauehig erweitert ; maJiig glanzend; dunkelbraun bis schwarz. ol't mil 1)laucm oder griinlichem Erzschimmer, Fliigeldecken braunlich oder pur])iirrot, IlaKsc-hild mid Kopf zuweilen mil griineni Scheme, Beine \vie die T'ntersi-ite -rtiirbt ; ziemlich lang, undicht \\eil.llich behaart. Kopf etwas eckig. grob, runzlig jtunkticrt; ( )berli])])e und Clypeus sj)arliclier und feiner ])iinktiert . te schu'adi, letzter kriiftig ausgerandet, Clyi>eu> \-on der Stirn durch einen tii-t'en. geraden l ; .indnu-k getrennt, Stirn stark und grobrunzlig punktiert, mil i-iiu-m ImfciM-nlV'irmi^.'ii l-'.indruck. Letztes (ilied der Kiel'erta^ter grol.'>, dreieekig. Au-cn /irmlu-li si;irk gi-W(")lbt , sehmal, \-orn stark ausgerandet; I'iihler brim " die halbi- K"ir])i-rl;in-c, beim '.' die Sehultern erreichend, beini "" etwas ge^'i-1. naeh aul.'.cn \'erdiekt. ;. C,li,-.l liin-er aK das 4., vom 6. ( "*) oder ~. (< 4 >) ab (|iier, Knd-lii-d l)eim " \\ iil/.nil'iinnig, et\va^ -ebogen. >o Ian- \\ie die ;, bi-im '.' \\ii- <\\c "ili.T-.-hi-ndi-n (ilicdi-r /.n-.ammen. Ilalsseliild so breit \vie der Ko]>t" mit den Au-en. !a-1 (juadral isch, lieim "" etwas liinger. bc-im V et\\as kiir/.er als breit, miil.'.i- -ew(")ll)t. -rob punklierl, x-or dem I linterrande mil i-inem breiten. flachen erehldrucke, Vorderrand -eradi- und selir U in. Ilmlerrand in del Mitte et\\as ein-(/.. U en und sliirkrr g-r:iinli-1 . X'order- und Hintereeken el was 7 Schildchen meist mit clem Halsschilde gleichfarbig, rundlich, fein und dicht punktiert. Fliigeldecken etwa doppelt so breit wie der Halsschild, Schultern eckig, grob punktiert, zwischen den Punkten gerunzelt, hinter dem Schildchen leicht quer eingedriickt, Seiten vor dem Apex etwas eingebuchtet, einzeln zu- gespitzt; Epipleuren ahnlich skulptiert, breit, allmahlich verengt. Unterseite stark glanzend, wie die Beine lang weiBlich behaart, Seiten der Hinterleibsringe uneben, letzter Ring meist rot gerandet; Abdominalfortsatz kurz und breit, breit gerandet. Beine diinn, Spitzen der Hinterschenkel den Hinterrand des 3. Hinterleibsringes erreichend, Schenkel wenig verdickt, beim ,/ alle Schienen zweimal gebogen, am starksten die vorderen, die Vorderschenkel in der Mitte der Innenseite mit einem starken Ausschnitte, der beim Q schwach ist oder fehlt. FiiBe mit gelber, biirstenartig behaarter Sohle. Metatarsus der HinterfiiBe so lang wie die folgenden Glieder zusammen. 5 c + ) und 2 a* von Deutsch-Ostafrika; Uhehe, Iringa-Umgegend (B. NiG- MANN), Umbugwe, Nyunda; SW vom Albert-See, Mboga III. 08 und Zentralafrika westl. vom Albert-Eduard-See, 1600 m (GRAUER gesammelt). Die Art gehort in die Verwandtschaft der Lagria apicata Har., von der sie durch die Farbung und die Bildung der Fiihler und Beine abweicht. Lagria clavicornis nov. spec. Tafel I, Abb. n. Cyanea, viridi-ae-nescente, elytris viridi-aeneis, antennis articulis I. 5. cya- neis, 6. ii. nigris; supra modice, subtus valde nitida; convexa; albido-pilosa ; f route protharaceque rude punctatis, inaequali; oculis renif ormibus ; antennis medium corporis fere attingentibus, valde incrassatis, leviter compressis, articulis 7. 10. valde incrassatis, transversis, articulis 3. et 4. aequilongis; prothorace leviter transverso; elytris valde punctatis, transversinr rugosis; metatarso pedum posticorum eadem longitudine ac articulis 2. et 3. junctis. Long. 7 8V 2 mm; lat. ad hum. 2 l / 2 3 mm. Gestreckt, Fliigeldecken im letzten Drittel schwach erweitert, maBig gewolbt, ol)en maioig, unten stark glanzend; dunkel stahlblau mit grunlichem Schimmer, Fliigeldecken metallisch griin, Fiihler mit Ausnahme der 4 5 stahlblauen Grund- glieder schwarz; der ganze Kafer lang, abstehend, weiI31ich behaart. Der Kopf ist rundlich und mit Ausnahme der Oberlippe sehr grob punktiert; Oberlippe kurz, fein und dicht punktiert, vorn schwach ausgerandet, stark glanzend, fein punktiert, lang beborstet, Cl>peus von der Stirn durch eine tiefe, gerade Quer- furche getrennt, stark und grob punktiert und beborstet; Stirn mit einem huf- eisenformigen Eindruck, Schlafen langer als ein Auge, sanft gerundet; Endglied der Kiefertaster breit dreieckig; Augen schmal, nierenformig, Abstand auf der Stirn mindestens 3mal so gro!3 wie ein Augendurchmesser ; Fiihler kaum halb so lang wie der Korper, kraftig, nach auBen stark verdickt, ein wenig flach, die ersten 4 5 Glieder glanzend, mit langen weiBen Borsten, die iibrigen stumpf, 8 init kurzen sclnvarzen Borstchen, 2. Glied kauni lialb so Ian- \\ie das i., 3. and 4. Glied gleich lang, /. 10. stark verbreitert, viel breiter als lang, Innen- te etxva- zahnartig \-ortretend, F.ndglied am Grunde etvvas schnuik-r als die vorhergehenden Glieder, etwas gebogen, nach dem Ende etwas schmaler, -tumpf /ugespitzt. so lang wie die 4 vorhergehenden zusammen. Halsschild hall so lire-it wie die Fliigeldecken. vierecki-. etwas breiter als lang, Seiten jerade, vor den Hinterecken schxvach ausgerandet, Yorder- uiul Hinter- eckeii fast rechtxvinklig. alle vier Seitcn ungeraudet. Scheibe an den Seiten niit je 2 undeiitlichen Eindriicken . sehr grob ]>unktiert. .Schildchen drei- eckiu, S])itze etwas gerundet. grob punktiert. Fliigeldecken grob, stark nnd etwas i|uerrunzlig punktiert; Schultern rechtxvinklig, hinter dem Schildchen ein flacher Quereindruck, S])it/.en zusammen abgerundet; Epipleuren ziemlich breit, allmahlich verschmalert, grob punktiert, querrunzlig. Unterseite glanzender, fein jiunktiert. Abdominalfortsatz kurz, breit, sehr schmal gerandet. Seiten des Abdomens uneben. Beine mittel, sehlank, Hinterschenkel den Hinterrand des 2. Hinterleibsringes iiberragend. Schenkel schwaeh verdickt, Vorderschenkel ^tark, an der Vordeiseite mit einer starken I.angsgrube ; \'ordcrschienen am Grunde stark gebogen, mit einer stumpfen, zalmartigen Erhohung am Hinter- rande. Mittel- und Hinterschienen fast gerade, alle am Hinterrande und an der Snitze fuchsrot behaart, FuBsohlen braungelb beborstet, Metatarsus der Hinterfiil.le so lang wie die folgenden Glieder zusammen. ; ^ von N\V-Ruanda, Vulkangebiet Nov. 1907 und Umbugwe (in meiner vSammlung). Die Art steht der Ln^rin riridi Dennis F. sehr nahe, unterscheidet sich aber durch die geringere ( v .ro!.ie, die auffalleiid gebildeten Fiihler, deren 6. 10. Glied sehr viel kiir/er und breiter sind, und deren Endglied viel grol3er und dicker ist. Audi die Bildung der \"orderbeine ist sehr verschieden. Lagria insignicollis nov. spec. T.ilrl I, AM), s und 9 Ruto-brunnea, ca]>ite prolhoracequc, antennis petlibusque. temoribus basi- obscurioribusj nitida, convexa; albido villosa; capite prothoraceqne rude et eonl'ertim punctatis. illo inae(|uali ; antennis <, modice, "" \-alde incrassatis, articulo ;. hand longiore (|uam 4., articulis 6. 10. transversis, dentatis, articulo ultimo acuminate, i-adem lougitudine ac duobus praecedentibus juuctis; j)rotho- e le\-it er transx er-o, apicem x'ersus ampliato; elj'-tris r? minus, rm\ ;;/. Long. 10- 12 nun ; ] ; ,| . ;1( 1 hum. ; 4 mm. Gestrecl ' nat-h hinten sfhxxarh. '.' stark erweiteit. miil.iig -e\\olbt ; rot- braini < >bersei: KopU-s, des Halsschildes. die Fiihler und die Heine el was dunklei ; obeii ^eh\\ adi , unlcn -lark -lanzeiid, mil langen u'eil.'.en Haaren miil.'ig stark besetzt. Kopf rundlich, grob und clicht punktiert, Oberlippe klein, vorn nicht sichtbar ausgerandet, viel feiner punktiert als die Stirn, mit steifen Borstcn Clypeus kurz, punktiert wie die Stirn, von der Stirn durch eine tiefe, gerade Furche getrennt; Schlafen langer als ein Auge, sanft gerundet; Oberkiefer sehr kraftig, zweispitzig; Augen schmal, vorn stark ausgerandet, Abstand auf der Stirn gleich 3 Augendurchmessern von oben gesehen a", beim 9 gleich 4; Fiihler kraftig, die Schultern etwas iiberragend, nach auBeii beim 9 wenig, beim o* stark verdickt. o 71 die ersten 5 Glieder heller, I. Glied aufgetrieben, 2. sehr klein, 3. 5. gleichlang, dreieckig, kaum langer als breit, 6. 10. Glied stark verbreitert, breiter als lang, das 6. am breitesten, alle etwas zahnartig vortretend, Endglied schmaler, so lang wie die 2 vorhergehenden zusammen, etwas gebogen, zugespitzt. 9 Fiihler allmahlich verdickt, Glieder kiirzer werdend, 10. Glied kiirzer als breit, 3. Glied wenig langer als das 4., Endglied wie beim o". Halsschild etwas breiter als lang, am breitesten nahe dem Vorderrande, breiter als der Kopf mit den Augen, am Grunde halb so breit wie die Fliigeldecken, nach hinten stark verschmalert, Seiten fast gerade, Vorderecken ein wenig gerundet, Hinterwinkel nicht vortretend, stumpfwinklig, Hinterrand fast gerade, schwach erhaben ge- randet, Scheibe uneben, beiderseits in der hinteren Halfte mit einem schwachen Ouereindrucke, grob und sehr dicht punktiert, lang behaart. Schildchen klein, dreieckig, grob punktiert. Fliigeldecken mit gut entwickelten Schultern, Spitzen zusammen abgerundet, querrunzelig, in den Runzeln grob und dicht punktiert, Punkte breiter als die Runzeln; Epipleuren vorn breit, allmahlich verschmalert, ebenso skulptiert wie die Fliigeldecken. Unterfliigel entwickelt. Unterseite sehr fein punktiert; Seiten des Abdomens mit Eindriicken, beim 9 das 4. und 5. Seg- ment stark punktiert, Abdominalfortsatz doppelt so breit wie lang, zugespitzt, breit gerandet. Beine kraftig; a* Vorder- und Mittelschenkel kraftig, Ober- schenkel der Hinterbeine sehr schwach verdickt, Vorderschienen stark, Mittel- schienen maflig, Hinterschienen nicht gebogen, Spitze des Hinterschenkels fast den Hinterrand des 4. Hinterleibsringes erreichend. Metatarsus der Hinterfiifie so lang wie die iibrigen Glieder zusammen. Beim 9 sind die Beine schwacher und kiirzer, die Schienen weniger gebogen. i c? und i 9 von Deutsch-Ostafrika. Die Art ahnelt der Lagria juscipcnnis Fahr., unterscheidet sich aber von ihr und alien ahnlichen Arten durch den nach vorn stark erweiterten Halsschild und die erweiterten Fiihler. Lagria inflata nov. spec. Tafel I, Abb. 6. Nigra, elytris leviter aenescentibus; nitida; parva, valde convexa, ampliata, gibbosa; fronte rude etcreberrimepunctata, inaequale ; oculis angustis, valde emar- ginatis; antennis filiformibus, medium corporis attingentibus, articulo 3. haud lon- giore quam 4., art. ultimo 2 praecedentibus junctis aequale, arcuato, obtuse acumi- 10 nato; prothorace fere quadrate, lateraliter parum arcuato, dorso rude punctato et nil nte --cutellum transversim late im])resso, angulis, posticis prominentibus; >eutello -at ma-no, trian-ulare; elytris acuminatis, humeris plicatis, dorso pone .tellum transversim impress, ruck- loii-itudinaliter nigOSO, inter rugas i)unctis maunis; pedibus tenuibus, femoribus vix inrras^atis. libiis fere rcctis; metatarso pedum postieorum i-adem lon-itudine ac articulis tarsi seqiientibus junctis. I. "ii-. i| loimii; hit. ad hum. 4111111. Kurx. breit. -L-lir stark buckeli- gewolbt und stark nach hinten ervveitert ; oben mal.'ig, unten starker glanzend ; pechschwarz, letztes Hiiiterleibssegmcnt rotl>raun. I-'lii^-hk-cki-n init schxvaclK-ni l-'.r/.schiinnuT ; s])iirlich mit ziemlich lan-i-n. ali^tclu-iuk-u, \\\-il.>lichen Hiirchen besetzt. Kopf rundlich; Oberlippe _Jaii/A-nd, sparsain ]>unktiert, kur/., breit, vorn schwach ausgerandet; Clypeus \-i(.-l starker und ur<>l)cr ])unktiert, vorn tief ausgerandet, von der vStirn durch rinc -eraik'. tick- (Jucrfurche getrennt; vStirn sehr grob und ziemlich dicht punk- tii-rt. mil hufeisenformigem ICindrucke; Schlafen langer als ein Auge von oben ->-lk-n bu-it, santt -x-rundet; letztes Glied der Kiefertaster klein, verhaltnis- inal.'piL; schnial ; Augen sehr -(.-lnnal. \-orn stark ausgerandet, Stirnal)stand fast } Augendurchmesset \ - on oben gesehen; Fiihler fadenformig \'on hall>er K(irper- lange. nach aul.'en \\eni- und gleichmaBig verdickt, alle Glieder mit Ausnahme des j. liinger als breit. ;. so lang \vie das 4. Glied. Kndglied so lang wie die 2 vorher- -i-heiiden Glieder /usammen, gebogen, wenig verengt, stumpf zugespitzt, so dick \vie da> \'orheri;ehende Glied. Ilalsschild so breit wie der Kopf mit den Augen, etwas kiir/.er aK Ian-. Vorderrand gerade, Hinterrand in der Mitte etwas ein- gezogen, Seiten vor der Mitte schwach gerundet, \'or den Hinterecken schwach ein-e/m-n. X'orderwinkel etwas, Hinterwinkel starker vortretend, Hinterrand leisu-nartig, Scheibe -rob punktiert und gerunzelt, vor dem Hinterrande quer, llach. breit ein-ednickt. Schildchen ziemlich groB, dreieckig, fein punktiert und -i-run/.elt. Pliigeldecken am Grunde dop|)elt so breit wie der Halsschild, baiu'lii- aufgetrieben, S])itzen einzeln zugespitzt, etwas vorge/.ogen, vSchultern rk -elaltc-t, st umpi \\inklig, I )ecken hinter dem Schildchen stark quer ein- iriickl. grob laii-^ruii/li-, in den Runzeln groBe Puiikte; die Nahtrander sind gen die Spit/e hin verbrcitert, der rechte Rand faBt in eine Liingsfurche des linken Randes. I',])i])leiiren breit, allnialilich verengt. -rob punktiert. Unter- llu-i-1 \<.rhaii(k'ii. Tnterseite /iemlicli -e\\r,ll)i; Abdomen stark -Hin/A-nd, sc'ln tein und zeiStreul ])imktiert, Seiten selir uiu-ben, Abdominaltort sat /. SO breil wie lang. Spitze abgerundet, breii gerandet, Mitte dachformig erhaben. I'.eine dunn, S]il/e der iliiiti-rsclicnkel nieht den Hinterrand des ;. Hinterleibsse-nu nts er- veii h-nd ; Sdieiikel kauiu verdickt. Sehieiirn last geradej l ; nl.'.e mit biirstenartiger Sohle; Metatarsus der Hintcilul.lc >o Ian- \\ ie dii- lol-enden ('dieder /.usammen. \'ou Ruanda, H\ignii- fr\\;dd II. XI. n,oS (v. STBGMANN >S. (i.). I)i- Art -ti-ht d- exa K.-hr versehiedene Skulptur l)e.U-ut<-iid ab. II Alleculidae. Die Ausbeute von Alleculiden betragt 14 Individuen in 5 Arten, die sich auf } Gattungen verteilen. Die Tiere fiihren niit wenigen Ausnahmen eine sehr verborgene Lebensweise und werden daher nicht oft rein zufallig erbeutet. Neue Arten sind nicht gef angen worden. 2 Arten waren bisher nur vom Westen bekannt. Ectenostoma Fahr. Ectenostoma aereonitens Quedenf. (Cistela). i Ex. Kongo-Staat, Panga am Aruwimi V. 08. Ectenostoma nigripes Kolbe. 3 Ex. Deutsch-Ostafrika, Ugogo, Unyamwesi, noo 1200 m (Dr. MAR- SCHALL); Victoria-Nyansa, Bukoba (GuDOWius); W. vom Albert-See, Ma- wambi am Ituri IV. 08. Synallecula Kolbe. Synallecula serricornis Kolbe. i Ex. vom Nordufer des Kiwu-Sees, Kissenje IX. 07. Das Tier war bis jetzt nur von Pangani bekannt. Allecula Fabr. Allecula flavicornis Kolbe. i Ex. Kiwu-See, SO-Ufer VIII. 07. Der Autor beschrieb die Art von Chinchoxo, Westafrika. Allecula cinnamomea Quedenf. 8 Ex. SW Albert-Nyansa. ? Undussuma (STUHLMANN); N Albert- Eduard-See, Kirewia 16. VI. 91 (STUHLMANN). Die Art war bis jetzt nur vom Quango bekannt. Cantharidae (Meloidae). Die Canthariden (Meloiden) sind verhaltnismafiig mit 120 Individuen in 22 Arten, die sich auf 7 Gattungen verteilen, recht schwach vertreten, zumal wenn man in Betracht zieht, daB diese Schmarotzerfamilie gerade in Afrika in einer auBerordentlichen Fiille von Arten vertreten ist. Die echten Meloiden sind durch i Gattung mit i Art vertreten. 12 Meloinae. Meloe Linne. Meloe monticola Kolbe. i_> Kx. Xordlich vom Ki\vu-See, Sabinjo 3000 m (Bambuswald) XI. 07; XAV-Ruanda, Vulkangebiet XI. 07; N-Ruanda, Karisimbi-FuB, 2700 m (Unvald) XI. 07; Mulera XI. 07; Ki\vu-See, Insel Kwidschwi XI. 07 (GKATKR). Ruanda, Bugoie-Urwald II. XI. 07 (v. STEGMANN). Horiinae. Synhoria Kolbe. Synhoria Fischer! Kolbe. I cf. i V- Victoria-Nyansa, Bukoba (EGGEL); Ki\vu-See, II. XI. 08 (v. STEGMANN). Die Art ist weitverbreitet. Synhoria nitida Gahan. Diese interessante Art wird am Ruwenzori konstatiert. In meiner Sammlung befindet sich ein vStiick aus Marienberg bei Bukoba. Lyttinae. Zonabris Gemm. u. Harold. Diese Gattung erreicht in Afrika ihre hochste Entwicklung und ist demgemai^ in der Ausbeute mit 6 Arten, von denen dicincta Bertol. eine interessante Varietat zei.qt. ;^ut vertreten. Zonabris dicincta Bertol. io Ex. Victoria-Nyansa, Bukoba (GuDOWirs); \V. Victoria-Nyansa, Bukoba 100 300 m, IV. 07 (Dr. MARSCHALI,); Zentralafrika, Ruanda, Bugoie-Urwald (v. STEGMANN); Kiwu-See, Nordufer, Kissenje IX. 07; Mulera XI. 07; Zentralafrika (GRAUER). Die Art ist durch ganz Mittel- afrika bis Siidafrika verbreitet. Zonabris Graueri nov. var. Kim- si-hr inU-ressante Varietat zeigt an der Schulter auf jeder Flugeldecke men ^ut (.'iitwickelten gelben. qiK-rgestellten Fleck, der bei I Ex. halbmondformig nacli innrii ^c-kriimmt 1st. F.ri j I',x. ist dt-r Schulterfleck der linken Fltigeldecke .-ilt, und das l ; .\iMii])lar mil dm halbmondfdnnigen I'k-ckcMi l)esitzt noch kk-iiK-n I-'k-ck unterhalb dc-r SrhulU-r aui' deni Si-iti-nrandt-. 3 Ex. \vahr- sc-lu-inlich voin Kiwu-St-r, -e-sainmclt \-on GUATI-.U. Aul.'i-r durdi dk- iK-schric-ln-iu-n v^diulti-rlk-i-ki- untt-rsclu-idft sich die \'arietat nur noch durch die schr lin-itc hintcrr Hindi-. Irh IK-IH-HIH- dii- X'arietat nach ihrcin I-'.ntdccki-r. 13 Zonabris versutus Per. 4 Ex. Victoria -Nyansa, Bukoba (GUDOWIUS); Ugogo-Unyamwesi iioo 1200 m, I. 07 (Dr. MARSCHAlvL); Kiwu-See (GRAUER.) Bisher nur von Siidafrika bekannt. Zonabris hybrida Mars. 9 Ex. Victoria-Nyansa, Bukoba; Kiwu-See, Kissenje II. XI. 08 (v. STEGMANN); Kiwu-See, Siidost-Ufer VIII. 07; Ruanda, Bugoie- Urwald II. XI. 08 (v. STEGMANN). Zonabris amplectens Gerst. 5 Ex. Victoria-Nyansa, Bukoba, SW. vom Albert-See, Mboga III. 08; nordl. vom Albert-Eduard-See, Ruwenzori-FuB, Westseite II. 08. Bei i Ex. ist der sonst kirschrote Grund der Fliigeldeckenzeichnung fast ganz schwarz. Diese Art ist auBerst nahe verwandt mit bihumerosa Mars., wenn nicht identisch. Nach der Beschreibung unterscheidet sich MARSEULS Art von der vorliegenden nur durch die 3 schwarzen Grundglieder der Fiihler und den ebenen Halsschild. Zuweilen hangt nach der Abbildung der dunkle Schulterfleck der bihumerosa mit der folgenden dunklen Querbinde zusammen. Zonabris Marschalli nov. spec. Tafel I, Abb. i. L,ange 9 13 mm. Gestreckt, gewolbt, maflig glanzend; schwarz; Oberseite seidenartig gelb behaart, Kopf und Halsschild und die Nahe des Schildchens mit verstreuten, langen schwarzen Haaren zwischen der gelben Grundbehaarung, Unterseite und Beine lang, anliegend, gelblich behaart. Kopf breiter als lang, Mundteile stark vortretend; Oberlippe quer, vorn ausgerandet, grob und weit- lauf ig punktiert, gelb beborstet, am Grunde in der Mitte mit einem Langseindruck ; Clypeus quer, etwas gewolbt, ebenso punktiert wie die Oberlippe, von der Stirn durch eine feine, scharfe Linie getrennt; Stirn grob und nicht dicht punktiert, in der Mitte mit einer glatten Stelle. Letztes Glied der Kiefertaster lang, schmal, iiber doppelt so lang wie das vorhergehende Glied, vorn abgestutzt. Augen sehr groB, stark gewolbt, sehr schwach ausgerandet; Schlafen halb so lang wie ein Auge; Fiihler kaum so lang wie Kopf und Halsschild zusammen, Form gewohnlich, schwarz, die ersten 5 Glieder glanzend, 3. Glied iV 2 mal so lang wie das 4., End- glied i l / 2 mal so lang wie dick, eckig gebogen, stumpf zugespitzt. Halsschild so lang wie breit, so breit wie der Kopf mit den Augen, dichter und feiner punk- tiert als der Kopf, Seiten sehr wenig eingezogen, im vorderen Drittel stark ver- engt, mit einem breiten, flachen Quereindrucke, Scheibe in der Mitte mit einer tiefen, punktartigen Grube, vor der Mitte des aufgebogenen Hinterrandes eine breite dreieckige Grube. Schildchen breit, rund, dicht punktiert, stark behaart. Fliigeldecken nicht ganz doppelt so breit wie der Halsschild, 2 1 / z mal so lang wie M breit. Schultern deutlich, Decken nach hinteii sehwach erweitert, einzeln abge- rundet. >chwar/.. neben dem Sehildehen cine schrii- nach der Xaht gerichtcte. nach dem Ende etwas verdickte und schwach gebogeiie gelbe Langsbinde von etwa l / 3 der Flugeldeckciilange, in der Mittc ncbcn der Nalit cin etwas gebogener Ouerfleck, dahinter etwa^ \or en dem Schildchen, et\\as vor dem i. Fleck neben der Xaht ein 2. rundlichei . neben dem 2. Nahtfleck eine dreieckige Makel. die oft mit dem Nahtfleck eine ge/.almte llinde bildet. Der schwarze C.rnnd dicht und fein querrunzelig. die -vlben Zeiclmun-en weitliiufiger ])unktiert. I'nterseite stark glanzend, fein und etwas querrissig punktiert. Beine wie ge- wohnlich; Vorderschienen oline gelben Tomentfleck, Dome der Hinterschienen diinn, gleichlang, \vie die Klauen rotlich. Metatarsus der Hinterfiii^e so lang wie die 2 folgenden Glieder zusammen. 6 Kx. von Deutsch-Ostafrika, Ugogo Unyamwesi, noo 1200 m, ge- sammelt von Dr. MAKSCHAU,, nach dem ich die Art genannt habe. I >ie neiie Art geh(">rt in die Yenvandtschaft der holoscricea Klug, unter- scheidet sich aber durch die viel schwachere Pubeszenz, die Farbe der Fiihler und die abweichende FHigeldeckenrandzeichnuiii;. Zonabris rufitarsis Mars. 1 Ex. N-Tanganjika, Russisi, Westufer V. 08 (GRAUER). Zonabris bipartita Mars. 4 Ex. vS. Victoria-Nyansa (vS'n*HLMA.\N) ; Khvu-See, Insel Kwidschwi XI. 07 (GKAri.k). Die Art ist im Siiden und Westen weit verbreitet. Ceroctis Mars. Ceroctis serricornis Gerst. 2 Ex. Ugogo-Unyamwesi, noo 1200 m (Dr. MARSCHALL). Ceroctis trifurca Gerst. i Ex. vom Victoria-Nyansa, Bukoba (GUDOWIUS). Ceroctis madibirensis nov. spec. Tafel I, Abb. u. Liin-e i.\ nun. Geslreckt, miil.'.i- -ewolbt, Kopf stark, Halsschild und Fliigel- deiken weni- ^lan/i'iid ; Knpt" ^ehuarz, Ilalsschild lang, goldgell) behaart, mit fin/elnen lan.^en M-huar/.eii Haaren unlermischt, Fliigeldecken kurz, nicht dicht -eliuar/., rnter^eiti- dii-lil, lang goldgelb, I'.eine kurz, dicht schwarz be- haart; I-'liigeldecken schwarz mil ml -en der -elber Zeichnung: i. Halfte der 15 Fliigeldecken gelb. Die dahinterliegende schwarze Querbinde sendet einen sich am Ende querverbreiternden Ast hinein, so daB quer iiber cler Naht c-in herzformiger Fleck entsteht. Am Anfang des hinteren Drittels 1st eine vorn und hinten je i mal ausgesclmittene, ziemlich schmale, fast gerade, etwas schrii- nach hinten gerichtete gelbe, die Naht nicht beriihrende Binde, dicht an der vSpitze ein rundlicher Fleck. Die Naht selbst ist in dem dunklen Teil der Decke fein rotgelb gesaumt. Kopf rundlich, grob, zerstreut punktiert, Stirn in der Mitte mit einem 'glanzenden, glatten Flecke; Schlafen kiirzer als ein Auge lang; Oberlippe kurz, rechteckig, Ecken abgerundet, stark glanzend, zerstreut punktiert, vorn nicht ausgerandet. Clypeus am Vorderrande gelb, gewolbt, Skulptur wie die der Oberlippe, von der Stirn durch eine scharfe, etwas gebogene Linie getrennt. Letztes Glied der Kiefertaster schmal, etwas zusammengedriickt ; Fiihler wie gewohnlich; Augen groB, stark gewolbt, vorn maBig ausgerandet. Halsschilcl so breit wie der Kopf mit den Augen, etwas quer, etwas vor der Mitte am breitesten, im vorderenDrittel verengt; Hinterrand fein gerandet und aufgebogen, vor dem- selben eine ziemlich tiefe Quergrube, Oberflache dicht und maBig stark punktiert, mit feiner, erhabener Mittellinie, in der Mitte derselben eine kleine glanzende Grube, Scheibe im verengten Teile quer eingedriickt. Schildchen rund, ziemlich fein punktiert. Fliigeldecken nicht ganz doppelt so breit wie der Halsschild, mit 3 deutlichen Langsadern, auf dem dunklen Teile sehr dicht und ma Big fein querrunzlig, auf der gelben Zeichnung sehr viel weitlaufiger und grdber runzlig punktiert, Spitzen einzeln abgerundet. Unterseite fein, etwas querrissig punk- tiert; Hinterbrust stark gewolbt. Beine kurz, kraftig, dicht punktiert. Dome der Hinterschienen gleichlang, innerer Dorn diinn und sehr spitz, auBerer breiter und stumpfer. Dome und Klauen rotlich. Metatarsus der HinterfiiBe langer als die folgenden beiden Glieder zusammen. i Ex. von Madibira 1908 (von Herrn N. ERTL erhalten). Die Art unterscheidet sich durch ihre charakteristische Zeichnung, ihre auf- fallende Skulptur und die schwarze Behaarung leicht von ihren Verwandten. Decatoma Cast. Von dieser Gattung liegen 2 neue Arten in je i Ex. vor. Weil sich in meiner Sammlung ein 2. Ex. der einen Art befindet, will ich dieselbe beschreiben. Decatoma Cast. nov. spec. i Ex. Ugogo-Unyamwesi, 11001200 m I. 07. Dr. MARSCHALL. Decatoma caligifer nov. spec. Tafel I, Abb. 2. Lange n I2mm. Gestreckt, gewolbt, maBig glanzend; Fliigeldecken mittellang, nicht sehr dicht, anliegend, Kopf, Halsschild und Unterseite mit den i6 Beinen lang gelblich behaart, Kopf mil ein/.elnen schwarzen Haaren; schwarz, Fliigeldeckeii init einer gelben Langsbinde neben der Xaht bis iiber die Mitte, das Ende quer verbreitert, dahinter ein rundlicher Fleck, der die Naht nicht beriihrt, Seitenrand bis zur Mitte schmal gelb, dahinter, etwas vor dem Xahtfleck <-in ruiullich dreieckiger Fleck, die 5 Grundglieder der Fiihler glanzend schwarz, die iibrigen 6 gelbrot. Kopf rundlich, grob und dicht punktiert, Stirn in der Mitte mit einer glanzenden Erhabenheit. Oberlippe quer, Ecken rundlich, vorn sclnvach ausgerandet, schwacher punktiert als die Stirn, lang beborstet; Clypeus dicht punktiert, lang beborstet, von der vStirn durch eine feine Linie deutlich getrennt; Schlafen viel klirzer als ein Auge lang; letztes Glied der Kiefertaster schmal, vorn abgestutzt. Fiihler kiirzer als Kopf und Halsschild zusammen, gewohnlich. 3. Glied langer als das 4., Endglied groft, sehr dick, etwas gebogen, numpf zugespitzt; Augen sehr groB, stark gewolbt, wenig ausgerandet. Hals- schild etwas schmaler als der Kopf mit den Augen, so lang wie breit, Seiten bis /u 2 /3 fast gerade, letztes Drittel nach vorn stark verengt, Hinterrand aufgebogen, Scheibe stark und dicht punktiert, vor dem Hinterrande eine flache, breite (.rube, in der Mittellinie eine strichformige Vertiefung, davor ein schwacher glanzender Kiel. Schildchen rund, fein punktiert, fein behaart. Fliigeldecken nicht doppelt so breit wie der Halsschild, nach hinten wenig erweitert, Spitzen einzeln abgerundet, Decken mit drei deutlichen Langsrippen, dicht, etwas quer- runzlig, die gelben Flecke grober und sparsamer jjunktiert. Unterseite glanzender, fein, dicht und etwas querrissig punktiert. Beine mittel, ohne Tomentfleck an den Vorderschenkeln, dicht punktiert, dicht gelb behaart, vSchienen leicht ge- bogen, i. Glied der Hintertarsen am Grunde rot, kiirzer als die zwei folgendeu ( ilieder zusammen; Dome an den Hinterschienen diinn, gleichlang; Klauen rotlich. i Ex. Ugogo-Unyamwesi, noo 1200 m (Dr. MARSCHALL). i Ex. in meiner Sammlung aus Uhehe 1904. (Erhalten von Herrn Kreisschul- inspektor N. ERTL in Miinchen.) Die Art erinnert sehr an Ceroctis trifnrca Gerst. Coryna Billberg. Coryna dorsalis Gerst. \'iele Kx. vom X'ictoria-Nyansa, Bukoba; westl. vom Ruwenzori, Fort Beni I. 08. Coryna apicicornis Guer. 6 Ex. S\V vom Albert-See, Kirk-Falls III. 08; nc'irdl. voin Albert -ICduard- See, Steppi- l>ei Knsindi I. 08; Ste])]e siidl. vom Albert-Eduard-See XII. 07. 1 >ii--< Art. dir von Alu-vsinien hr^rhrieben wurde, unlerscheidel sich von der vorhergelu-ndi-n inir durch die vollstiindig schwarzen Fliigeldecken. Es gibt aber alU- QbergangSStuferJ /.wiseheii beiden Arten. I )aher inn!.' die jiingere von beiden, ri;aneii untersclieidet nicht von dem der simhclu. Die- I'iiliK-r sincl t-bi-n falls zusammengedriickt. Der Halsschild ist cbentall> ^o lanu \\ it.- 1 Mi-it. iK-r I.iinge nach in der Mitte gerinnt und zicinlich diclit und grob punktiert. Die Rinne endet vorn in einem flachen Quereindrucke und hinten in einer dreieckigen ( irube. Im (irunde der Langsrinne Kelindet ^ich ein feiner erhabeiier Kiel, der der snahela ebenso uie der vonU-re juereindruck fehlt. Die Fliigeldecken sind \veit gn")ber run/elig gek()rnt. Beim "" ist das I. Glied der VorderfiiCe weit schvvacher erweitert. l-'nddorne der Hinter- tibien fast von gleicher I,a'nge, auBerer Dorn loffelartig verbreitert und zugespitzt. I \\\. Deutsch-Ostafrika, Ugogo-Unyamwesi, noo 1200 m (Dr. MAR- SCHALL); Victoria-Nyansa Bukoba (GuDOWius) und aus meiner Samm- lun. Tiere von Madibira. (Erhalten von Herrn Kreisschulinspektor X. ERTL in Miinchen.) Paroenas Kolbe. Paroenas limbata Kolbe. i typisches Stuck und 2 griinmetallische Individuen ohne Fliigeldecken- rand von Ugogo-Unyamwesi, noo 1200 m I. 07 (Dr. MARSCHALL,). Zonitodema Peringuey. Zonitodema Fahraei Pering. i Individuum von Ugogo-Unyamwesi, noo 1200 m (Dr. MAKSCHAU.). Die Art ist aus Siidafrika beschrieben. I Ex. in meiner Sammlung aus Kigonsera. Figurenerklarung. Tafel I. 1. /onahris Marschalli Fliigeldecke. 7. Lagria varicolor 2. Decatoma cali^ifer ,. 8. insignicollis \ }. Coryna apicii nrni\ Guer. var. dclcti- 9. .. ,, Vorderbein. fascia Fliigeldeck 10. .^tricolor 4. Lagria clavicorni* 1'uhlci. 11. ,, clavicomis *). ,, nna Inilik-r. 12. Ceroctis nuidibircnsis Fliigeldecke. 6. in/lata. F. Borchmann, Taf. I. Canthariden (Meloiden) und Lagriiden. 6. 3. 10. 12. Borchmann gez. Homoptera. Von Professor A. Jacobi, Dresden. Unsere Kenntnis von der Homopterenfauna des tropischen Innerafrika liegt noch ganz in den ersten Anfangen. Was wir davon wissen, beschrankte sich bis vor kurzem auf die Randgebiete und zwar hatte STAL das bis 1866 von Siidafrika und einigen Punkten der West- und Ostkiiste - - Senegambien, Sierra leone, Kamerun, Sansibar gesammelte Material in seiner wie immer weit- blickenden und fur alle Zeiten grundlegenden Art verarbeitet (1866). Andrer- seits wurden Reiseausbeuten aus Nordostafrika von LETHIERRY (1881, 1883), DK CARIJNI (1895), JACOBI (1903) und MELICHAR (1904) untersucht, und der letztere veroffentlichte 1905 ein nicht unbedeutendes Material aus dem Norden des deutschen Schutzgebietes in einer Abhandlung, die leider wegen vieler falscher Bestimmungen nur mit Vorsicht benutzt werden kann. Aus dem Inneren des Kontinents waren dagegen fast nur die groBen, leicht kenntlichen und ohne peinliche Vergleiche zu beschreibenden Singzikaden und Fulgorinen bekannt, iiber die KARSCH, DISTANT und EDM. SCHMIDT wertvolle Unter- lagen gegeben haben. Bine alle Familien umfassende faunistische Erforschung des weiter im Innern gelegenen aquatorialen Afrika ist dagegen erst fur zwei Teilgebiete angebahnt, fur das Kilimandscharo - Merugebiet durch Y. SjOSTEDTs Sammeltatigkeit, fiir den zentralafrikanischen Graben und den ostlichen Rand des Kongobeckens durch die Naturforscher der Ex- pedition des Herzogs ADOLF FRIEDRICH VON MECKLENBURG; beide Aus- beuten sind mir zur Bearbeitung anvertraut worden. Wir sind dadurch in die L/age versetzt, einmal die Zusammensetzung der Zikadenfauna zweier groBer mittelafrikanischer Gebirgsstocke im groBen und ganzen zu iibersehen, das anderemal in deren Beziehungen zu den bekannten Faunengebieten des dunkeln Erdteils einen gewissen Einblick zu tun. Es kommt dem zustatten, daB die zusammenfassende Behandlung der siidafrikanischen Homopteren durch DISTANT in seinen ,,Insecta transvaalensia" soeben (1910) zum AbschluB gekommen ist. Mit Bedauern muB ich dabei feststellen, daB die mit groBen Mitteln unter- nommene englische Ruwenzoriexpedition nur ein iiberaus diirftiges Ergebnis an Homopteren gebracht hat, das zu der Zahl der beteiligten Sammler in schroffem 20 Gegensatz steht: auBer fiinf weitverbreiteten. groBen Arten sind zwei neue Cercopiden die ganze Ausbeute! \Yas nun das hier zu besprechende Material angeht, so tragt es init den \2 von der Expedition gelieferten Arten auch nur das (Vpriige gelegentlichen, nicht planmaBigen Sammelns. doeh isi dies fur ein iiumer den Ort wechselndes Unternehmen kein schlechtes F.r^rbnis, zuinal eine \veitere Anzahl von kleinen Formen auBer Betracht bleiben rn.ul.iK-, \\eil die Konservierung in Alkohol die /.arten Tiere fiir genaue Untersuchung ungeeignet gemacht hatte. Dazu kanu-u jedoch als Ergiinznng 8 Arten aus di-mselben f'.ebiete, aber von andern Samm- k-rn herriihrend, die schon vorher im Berliner zoolo^isehen Museum aut'bewahrt \\areii und mir ebenfalls zur Verfiiguug ge>K-llt wurden. Das gesanite Material von 50 Arten stammt demnach aus einem Gebiete, das ungefahr die obersten ij uellgewasser des Nils und die nordostlichste Ecke des Kongo- staats l>edeckt. Es gehort also zum ostlichen Fliigel des ,,tropisch-afrika- nischen Faunengebiets", wie es KOLBE*) begrenzt, und wohl meistenteils zur tropisch-afrikanischen Waldfauna. Eine scharfere Heraushebung der Faunen- elenu-nte naeh ihrer Zugehorigkeit zu mehr westafrikanischen oder ostafrika- nischen (rru])]>en ist nicht gut zu bewerkstelligen, weil einerseits das Material doch aus einem im Yerhaltnis zur Artenzahl sehr ausgedehnten Gebiete her- riihrt, \veil anderseits wegen der schon beklagten Liickenhaftigkeit unseres \\'issens von der Homopterenverbreitung in der athiopischen Tropenzoue sich nur vage Vergleichspunkte ergeben. Immerhin sei der Versuch zu einer un- gefahren Gliederung gemacht. 1. Arten von weiter Verbreitung in den altweltlichen Tropen: Pooplu'his costalis (Walk.); Krisna strigicollis (Spin.)- - 2 sp. 2. Arten von allgerneiner \ r erbreitung im athiopischen Gebiete (das nicht immer nachgewiesene Vorkommen im Kongobecken vorausgesetzt) : /'/ a t\- pleura clara (Am. et vServ.); Zanna clavaticeps (Karsch); Ptycln* fluve- scens (F.); Ptyelus grossus (F.). - 4 sp. 3. Arten von allgerneiner tropisch-afrikanischer Verbreitung: Ugada limbata (F.); '/.anna tcnebrosa (F.); Phromnia pallida (Ol.); 7V///- goniella nigrinervis (Stal). - 4 sp. 4. Arten des tropischen West- und Innerafrika: I'lutv f>lcnra nidkdga Dist. ; Metaphaena basilactea (Karsch); Malfcytia coe- lestis Jac. (narh d> r ( lattungsverbreitung hierher geln'irig); Locrix nnicnla/d (F.); Gloria /lii^oti (Sign.); Srpiillia initrrayi (Sign.); 'I'itnria labonU>cnii (Sign.); Xiph&poeus pluuitasma (Sign.). - 8 S]>. 5. Arten, die vom zentralafrikanischenGrabengebiete bis nach dem deutsdien Ostafrika reichen: Oxyrrhachis i:i>>linln^ Melich. ; Centrotus alticornis Jac. 2 sp. *) KOI.UI:, H. I ii, KiitsU-hunn der zoogeographischen Rricln- .mf dim tinent Afrika. --.irw. W.ji-li. (N. F.), v. i, S. 16 des S.-A. 21 6. Ost- mid siidafrikanische Arten (Abgrenzung nach KOLBE S. 14): Platy pleura hirtipennis (Germ.); Paropioxys gloriosus Karsch; Elasmosccl:^ cimicoides Spin.; Oliarus frontalis Melich.; Locris neumanni Jac.; Locris ochroptera Jac.; Poop/tilus terrenus (Walk.); Centruchus fuscipennis (Germ.). - - 8 sp. 7. Nur aus Slid- mid Westafrika sicher bekannt, well andere Angaben vielleicht auf die sehr ahnliche Tettigoniella spectra (!!!) Dist. zu beziehen sind: Kolla a Ibid a (Walk.). I sp. 8. Arten von vorlaufig isoliertem Vorkommen, und zwar samtlich aus dem Grabengebiet : Panka silvestris Jac.*); Dictyophora lacustris Jac.; Tomaspis graueri Jac.; Pisidice coruscans Jac.; Hemipoophilus antaeus Jac.; Lepyronia aethiops Dist.; Odoinas inyops Jac.; Petalocephala raniceps Jac.; Leptocentrus limbipennis Jac.; Centrotus subnodosus Jac.; Anchon schubotzi Jac.; Kolla semipellucida Jac.; Pscudobalbillus protrudens Jac.; Jassus centroafricanus Jac.; Jassus limus Jac.; Nephoris chalybaea Jac.; Ozias pedestris Jac. 17 sp. Von dieser Artengruppe sind noch folgende dem Ruwenzori eigen- tiimlich: Pisidice coruscans Jac.; Lepyronia aethiops Jac.; Odomas myops Jac.; Lepto- centrus limbipennis Jac.; Anchon schubotzi Jac.; dazu der bereits bekannte Ptyelus niveus Dist. - 6 sp. Fiir eine faunistische Charakterisierung unseres Gebiets konnen nur die Gruppen 4, 5 und 6 in Betracht kommen. Zunachst ergibt sich daraus, da6 die unter 4. aufgezahlten 8 Arten, die bisher nur aus Westafrika bekannt waren, betrachtlich weiter nach Osten reichen, namlich jedenfalls iiber ganz Inner- afrika bis zum Rande des groBen Urwaldgebiets verbreitet sind; das Graben- gebiet diirfte ihre Ostgrenze sein, weil selbst haufige Formen unter ihnen, wie Locris maculata (F.) und Ptyelus bigoti (Sign.) weiterhin aus Ostafrika nicht bekannt sind. Andrerseits treffen sich diese Arten mit denen von Gruppe 5 und 6, die wir nur aus dem tropischen Ost- und Siidafrika kennen (der Ost- streifen des Kontinents diirfte auch fur die Homopteren, soweit es sich bis jetzt iibersehen laBt, eine tiergeographische Einheit bilden). Somit ist das Seen- gebiet mit einer Mischung von typisch west- und ostafrikanischen Formen besiedelt (Gruppe 4 6 zusammen 18 Arten), gegen welche die Arten mit weiter Verbreitung in Afrika (Gruppe 2 und 3) mit 8 Arten in den Hinter- grund treten. Die Gruppe 8, die mit ihren 18 Vertretern dem erstgenannten Verbande die Wage halt, muB vorlaufig auBer Betracht bleiben, weil die Mog- lichkeit ihrer weiteren Verbreitung, zumal nach Westen, recht gut besteht. Ob sich KOLBES (1901, S. 17) Feststellung, daB die Sonderung eines west- und eines ostafrikanischen Faunengebietes nicht mehr angangig sei, auch fur die Zikaden halten laBt, muB demnach vorlaufig noch dahingestellt bleiben. Im nachfolgenden systematischen Teile werden 50 Arten und i Unterart *) AuBerdem ist die Gattung'nur noch mit je einer Art in Westafrika und Ceylon vertreten. 22 behandeh, \vovmi i~ n. s]>. und i n. ssp., deren Typen sich sanitlich im Ber- liner zoologiselu-n Musri;m befinden. Herrn Dr. SCHrimTZ und seineni zeit- \\L-ili-en YertrcU-r in der Herausgabe des zoologischen Reisewerkes, Herrn ] >r. I'. . danke ich hiermit fiir die vertrauensvolle Obertragung dieser kk-iiu-n rnU-r>uclmn.u r . 1 u-r Sit/.tu-r. < '.r^. Nat.-Fr. I'.crlin, p. }<><>; S|'>Mi DTa Kilini.-I-ixp., H.-IU.. 1 ,il. i, I-'itr. - MmiZii htishiKicitld (Walk.). Minim f>\-t;>niit'ii Jar. i<>i" il>. p. joi ; SjOSTEDT, Tab. i. Fij-. ;. /'""/)////'5 costalis Walk. ''lulti^ ti-nt'HHs Jar. ion; /ool. Jalirb. Syst., v. \>i, ]>. 7/''. (^nrdiii nUnlatera (Walk.). I'liilin-iim I'tisiclarus Jac. KM" in: Sh''Min[s '/.,>]. Kilini.-!\xp., Ilniimj)!., p. i i ), Fii;. C. nlia fieragrans (Stal.). riuliifini-* : Jac ipio ib. j). 11;. Fi^. I). "\\-rr hack is gibbnliis Melich. nli iii In* ttniiiiilii^ Jac. i<>U4 Sit/brr. < 'rt-^. Xat.-I ; r. Berlin, p. 17, iur I' Coloborrhis (ierm. isma Mi-lii-har no; \\'ii-n. Ivnt. Xi-it., v. J_), p. 293. 1'ist.int i;in Insi-ci.i fransvaal., p. j^j. Coloborrhis corticina (rerin. in tii Mrlirhar n/d^, ib. ]>. j,l,l Inli , histant [910, ib. p. 232, Tab. 22, Fitf. 17. Fam. Cicadidae. i. Sadaka radiata (Karsch). nl>i-n>r Annvinii: Avaktibi*), IV. (i "). I 'if Bestimmung v;e>cliali naeh Yergleich mit dem Typus ini Berliner Museum. 2. Platypleura circumscripta Jac. l>l " f - ' - Sitz. Gea. Xat.-l-'r. p. 299; [910, \Vi.ss. l-'.r.u. scluM-d. /."I I ; .\]H .| Kiiiinaiidjar.., Homoptera, I'.d. i. i-'i-. i, i a. at'rika" (C.KAfi-u c. r "). \Vnnullidi ans lare entstammen. '' In 'I' 1 Rechtachreibung -Icr < >rtsnaiin-n l>in icli >tri-ui; dn Kaitc: ,,l>as Arbcit.sv'-l'i'-l d.-r -'.id. i--], MI. lii' in der lautlichcii \\'u-d,-r^ab.'. 23 3. Platypleura clara (Am. et Serv.) Oxypleura polydorus Walker 1850 List Horn., v. i, 32. Katojo nordlich des Kagera, 24. VI. 07 (IQ*); Tanganyika: Kasanga (JACOBIS Slg.). 4. Platypleura makaga Dist. Ituri, zwischen Avakubi und Bumili, IV (i 9)- Das Stiick weicht von DISTANT s ebenfalls nur nach einem Exemplare ent- worfener Diagnose in folgendem ab: Statt der beiden verloschenen Linien auf dem Pronotutn ist eine kraftige schwarze Binde vorhanden, wahrend die Zeich- nung des Mesonotums sich auf zwei schwarze Schlingen am Vorderrande und die beiden Punkte vor dem Schildkreuz beschrankt; vor dem grofien hellen Fleck am Apikalrande der Deckfliigel steht noch ein halb so groJSer. 5. Platypleura hirtipennis (Germ.). SW voni Albert-See IV.; SW-Ruanda: Rugegewald VIII.; Kiwu-See: Kissenji, Kwidschwi (6 Ex.). 6. Pycna hecuba Dist. SW vom Albert-Edward-See, Urwald, 1600 m (GRAUER c.); NW-Ufer des Tanganyika, Urwald, 1900 2200 m (GRAUER c., 2 99). Der Schnabel reicht bis zum letzten Sternit. 7. Ugada limbata (F.) W vom Ruwenzori, Urwald, I.; W vom Albert-See, IV. (i a 71 , i 9) Die Unterscheidung der nahe verwandten Arten Ugada limbata (F.) und U. grandicollis (Germ.) = = Platypleura confusa Karsch hat DISTANT*) auf den Grad der Winkelbildung in den Seitenecken des Pronotums gestiitzt; dies ist aber eine ganz schwankende Eigenschaft, mit der man nichts anfangen kann. Es ware vielleicht hier wie in manchen anderen Fallen besser gewesen, wenn DISTANT sich mehr an KARSCHS wohlerwogene Angaben in seiner Monographic der afrikanischen Singzikaden**) gehalten hatte, wo S. 94 das notige gesagt ist. Allerdings mutf auch hierzu berichtigt werden, dafi die unter d erwahnten drei apikalen Flecken doch nicht selten die peripherische Ader erreichen und dafi meitie Exemplare ebenfalls einen schwarzen Rand des Pronotums haben, den KARSCH im letzten Absatze der Art abspricht. *) 1906. Syn. Cat. Cicad., p. 21. **) 1890. Berl. Ent. Zeitschr., v. 35, p. 85130; Tab. 34- 24 8. Panka silvestris n. sp. (Taf. II, Fig. 2, ja.) Aus Alkohol: Grundfarbe urspriinglich \vohl schcrbengelb; Pronotuni mil AiiMiahme einer Mittelbinde und des Hintcrramles lK-lll>raun; Costalrand der I >eckfliigel. U"M>nders vom Stigma an nach hinten. Spitzen der Schienen und die T.ir^-ii hell karniinrot; Basis der Fliigel und Apex ihrer Anallappen hell grau- braun. ": Subgenitalplatte loffelfonnig aus^ehohlt . distal Mark verschmalert, lang behaart ; Genitalsegment niit 2 seitlichen keulenartigen Fort sat /.en, die den Dorsal- (liirn iiberragen ; Penis am Apex jederseits mil 3 krummen Dornen be\vaffnet. i iprivula kurz-zungenformig, nach innen gekriimint und etwas s])itz zu- laufend. Long. e. tegni. ca. 17 nun, lvxj>. tegin. ca. _;5 nun. Oberer Ituri, zwischen Iruinu und Mawainbi, I'rxvald I\'. (i ""). 1*^ ist merkwiirdig, daB DISTANI' 1>ei der Gattungsdiagnose \~on I'anku erkliirt*), iiber die mannlichen Oenitnlnierkmale nichts mitteilen zu konnen, \\iihrend er doeh auf der folgenden vSeite /'. niricnini Dist. nach einem Mannchen beschreibt. Fani. Fulgoridae. 9. Zanna tenebrosa (F.). N'irdlich voni Albert-Edward-See, Ru\venzori-FuC II.; Beni am Sein- liki II.; Tan:^anjika-See (C.KAri'R c.): .\ Ex. und 2 wahrscheinlich zu- gehcirige Nymphen. 10. Zanna clavaticeps (Karsch). Alltert-Ivluard-See: Kasindi XII.; Beni am Semliki I.; Kiwu-vSee: Insel Kwidsehwi (5 I ; ,x.). ].. SCIIMIIM \\eist daraul' hin, dal,' /. clnraticcps (Karsch) nur vier role Linien liini;^ des Kopffortsatzes hal>e, /. titrrilit (Gerst.) aber deren sechs**). I>ann niiil.'ten heide Arten in demselben Gebiete wohnen, denn das oben ge- nannte Sliiek \ om Ki\vu-See hat vier vStreifen. \\'ie schon friiher betont \vurdi ***), hall.- ieh beide Arten fiir identisch. ii. Zanna intricata (Walk). (Tat. II. 1-iK. J.) \\'estlich VIMII Albrrl-See, Ma\\anil)i am Itun I\ T . (i V). 1 n K.pli'i,rN :i i/ dieser Art ist gegen X.pitnctnta (>1. (Taf. II, Fig. 3 a) j \ini. Nat. Hist. (;) v. i',, p. '*) I nt /'it.sthr. Sti-ttin, ]>. 1X7 Ainu. i /.!. Jahrl.. Sy.st. v. 1^, j>. 7 25 - schlanker, knotiger uncl gegen den Apex bin diinner, die vSpitze mehr aufgebogen und die Flache des abgestutzten Endes schmaler. 12, Metaphaena basilactea (Karsch). Ruwenzori-Fufi, Westseite II. (i o). 13. Malfeytia coelestis n. sp. Aht/ft'yd'u Jacobii vStraiid 1811 Entom. Rundschau, v. 28, p. 86; Fig.: 110111. nud.*) Stirn mit Clipeus, Scheitel, Pronotum, Brustseiten und die hinteren ge- bogenen Leisten des Mesonotums heller oder dunkler erzgriin; Augen und Fiihler hell ockergelb; Meso- und Metanotum, Schnabel, Brust und Beine braunschwarz. Deckfliigel in der Basalhalfte erzgriin mit hellen, spangriinen Flecken, deren drei von rechteckiger Form im Costalfelde, die anderen runden zu etwa sechs im Corium und zu zweien im Clavus stehen; Apikalhalfte triibe ockergelb. Fliigel in der Basalhalfte zart himmelblau mit dunkelbraunen Adern und etwa sieben grofieren und kleineren Flecken, ebenfalls dunkelbraun; Apikalhalfte gelb- braun; Anallappen mit breitem, graubraunem Saum. Hinterleib oben in der Basalhalfte blutrot, apikal hellgelb .mit blutroten Flecken in der Mitte uncl seitlich; Afterrohr schwarzlich ; Ventralseite schwarz, die Segmente hinten scharf gelb gesaumt. Im Bau ist keine Abweichung von der Gattungsdiagnose bei E. SCHMIDT**) vorhanden. *) Herr E. STRAND hat auf Grund eines Holzschnitts diese Art vor mir ini Uruck vcr- offentlicht und giitigerweise nach mir beiiannt. Obwohl ich mich von Eifersucht in der n. sp.- Erzeugung ziemlich frei wei(3, muB ich mich doch gegeii sein Verfahren wenden. Die 1894 von der deutschen zoologischen Gesellschaft gegebenen Regeln fiir die wissenschaftliche Benennung der Tiere lassen in 2 nur solche Namen gelten, die ,,in Begleitung einer in Worten oder Ab- bilduugen bestehenden und nicht miBzudeuteuden (von mir gesperrt) Kennzeichnung im Druck veroffentlicht wurden". Herr S. hat seiner Veroffentlichung keine Kennzeichnuug in Worten beigegeben, konnte es auch nicht, weil er das einzig existierende Stiick nie gesehen hat; daB aber die mangels einer Beschreibung gelieferte Abbildung alles andere denn unzweideutig ist, erhellt aus der Vorgeschichte des Falls. Wie mir namlich Herr S. seinerzeit brieflich mitteilte, hat weder er noch Herr E. SCHMIDT (NB. der Autor von Malfeytia) ermitteln konnen, zu welcher Gattung die im Bilde dargestellte Fulgoride gehore, und ich konnte es ebensovvenig, bis ich spater das Original ans L,icht brachte. Es ist also nicht richtig, wenn Herr S. a. a. O. sagt, daB Herr SCHMIDT und ich die Art fiir unbekannt erklart hatten, vielmehr muBten wir sogar iiber die notwendigste Vorbedingung zur Bestimmung, namlich iiber die generische Zugehorig- keit, im Unklaren bleiben, weil die Figur unzureichend war (von den drei Merkmalen, die Malfeytia von Metaphaena E. Schmidt unterscheiden, sind zwei iiberhaupt nur an der Unterseite vorhanden, also an der Figur nicht sichtbar). Wenn demnach eine Abbildung nicht einmal die Gattung des dargestellten Tieres verrat, wie soil sie dann eine ,, nicht miBzuverstehende Kenn- zeichnung" der Art geben? Ich kann demnach uicht umhin, die oben angefiihrte Bedingung fiir unerfiillt, den Namen Malfeytia jacobii Strand fiir ein Nomen nudum zu erklareu. <>!> freilich rneine Vernunftgriinde auf die Fanatiker der ,,Logik" in Prioritatsfragen Eindruck niachcn werden, dariiber denke ich skeptisch. **) 1905. Ent. Zeitschr. Stettin, p. 366. 26 - 1. 1 mg. cor]>. 22 mm, Exp. tegm. 45,5 mm. \V-Alhert-Xyansa: Ssonga X. 1891 (F. STTHLMANN c., i V). Von der Gattung Malfeytiii K. Schmidt waren bisher nur zwei Arten, und diese ebeiifalls nur nach einzigen Stiicken bckannt, M. flavopunctata E. Schmidt und Miilfcvtia nunitciri (sic) Hist., wahrend die Arten des nahe verwandten t'.emis Mt'tcip/utciui K. Schmidt haufiger gefangen werden. 14. Paropioxys gloriosus Karsch. Kiwu-See, Insel Kwidschwi (GRAUER c., I Kx.). 15. Elasmoscelis cimicoides Spin. Rn\\en/.ori-Fnl/>, \Vestseite II. (i Imago, 2 Nymphen). 1 6. Oliarus frontalis Mel. ^ .M,li(liiin liistant i.)<>; Ann. Xat. Hist. (;), v. 19, 281*). Ruzizi, \V-Ufer V. (GRAUER c., i y). 17. Dictyophora lacustris n. sp. (Taf. II, Fig. i.) zigc- Kxeni])lar ist durch Alkohol vollig entfarbt. I-'ortsat/ (K's v Scheitels i 3 / 4 mal so lang vvie der Teil zwischen den Augen, ein spitz\vinkligfs Dreieck bildend, etwas aufgebogen; ein Mittelkiel ist zwischen (K-n An-ui sc-harf sichtbar, dagegen apikal verstrichen; vStirn vom Clipeus bis etwas vor den Augen nahezu parallelseitig, dann einen dreieckigen Fortsatz bildend, der erheblich breiter ist als der Scheitelfortsatz, Kiele zwischen den \u-i>e c. noch e e t-in/ureilirii. In der Kdpl'bildnng ahnelt die Art der Dictyophord ninltireticuldtn Muls. n. Rev, jedoeh sind die- Adern der Deckflii-el selu>n \\vit niiher an der Basis ) Ml I n 1IAI-- li.it i in nii'l ]>.itn n.>.h das aus lu-rirhtigender Ab- sicbt riit.st.iiidcin- Syiinnyin IMSTANT.S hinzu. **) 1866. Hi-in. Afr. v. 4, p. 158. - 27 atifgelost; hierin wircl sie meines Wissens nur von Plegmatoptera prasina Spin.*) aus Brasilien iibertroffen, bei cler jedoch das Netzwerk auBerdem viel dichter ist. 1 8. Phromnia pallida (OL). Kiwu-See: Insel Kwidschwi XI. (i Ex.). Fam. Cercopidae. 19. Tomaspis graueri n. sp. (Taf. II, Fig. 8.) Kopf, Brust, Pro- und Mesonotum dunkelbraun; Stirn, Kiel des Clipeus und vorderes Drittel des Pronotums elfenbeinweiB ; Endglied des Schnabels schwarz. Hinterleib und Beine lackrot, Tarsen gelb. Deckfliigel braun; inner- halb der Clavusnaht eine gelbliche Langsbinde, die vor der Clavusspitze endigt; im Corium drei in ein schiefes Dreieck gestellte Flecke, wovon die beiden inneren blaBgelb, der auBere orangerot. Fliigel rauchgrau. (Das einzige Stiick war in Alkohol aufbewahrt, doch scheinen, nach ahnlich gezeichneten Arten zu schlieBen, die Farben kaum gelitten zu haben.) Der Korperbau ist wie bei T. dichroma Karsch. a*: Die inneren Kopulationsorgane, die ich bei Locris Stal als Gonapo- physen gedeutet habe**), sind kraftig, an der Spitze gegabelt, der auBere Ast klauenformig gebogen, wahrend der innere mit cler zahnartigen Spitze auf warts gekriimmt ist; an der Basis jedes Organs ist noch einHocker. DieSeitenplatten**) sind gleich hinter der Basis stark verschmalert und apikal fein zugespitzt, sowie stark nach innen und oben gebogen; der verschmalerte Teil liegt in der Ruhe- lage nach vorn iiber den Gonapophysen und dem Penis, welcher in zwei diinne Faden auslauft. Long. corp. 8,5 mm; Exp. tegm. 27 mm. Tanganjika, NW-Ufer, 19002500 m (GRAUER c., id"). Unterschiede dieser Art von der ahnlichen T. dichroma Karsch geben die Farbe des Pronotums und der Beine, die drei Flecken im Corium sowie die auBeren mannlichen Genitalien, deren Bau hinsichtlich letzterer Spezies ich an anderer Stelle schildern werde. Pisidice n. g. Cercopinarum. Stirn stark gewolbt und im Verhaltnis zur Lange sehr breit, apikal iiber clem Clipeus mit einem schwachen Langseindruck ; oberer Stirn rand und die Rander der Jochstiicke wulstig erhaben, die Scheitelflache nach den Ocellen hin stark vertieft, letztere auf kleinen Sockeln sitzend. Typus der Gattung ist: *) D. multireticulata Jac. (1904 Sitz. Ges. Nat.-Fr. Berlin, p. 163) nee. Mills, et Key. **) 1910 Wiss. Ergebn. schwed. Kilim.-Exp. p. 112; Sitzber. Naturf.-Fr., p. 303304. 28 2o, Pisidice coruscans n. sp. (T;tf. II. Fiu. Kopi, Bru>t. rronotum. Schildchen. Vorderschenkd, Mittelschenkel und I I;nterlcil> schwa r/.. auf Schcitel und Proiiotuin blauer bis violetter Metall- ulan/. ; Hintcrschenkel, Schienen und weihliches Genitalsegment erd1)raun. Kvkt'lu-el triibe ockergelb. Innenhalfte bis iiber die Mitte hinaus schwarzlich liberlaufrii, an der liasis init stahlblauem Glanze. Fliigel hellgrau mit dunkleren Adeiii. \'i)ii gedrungener Korperform. vStirn die Jochstiicke deutlich iiberragend, ihr Ba^alrand. \iia]))])li\>cii in der Basalhalfte sehr dick, \-on oben gesehen unregel- ri-chteckig, die Flache -elu'ihlt, besonders apikal, Apikalrand schief , die hintere AuLienecke abgerundet, die Innenecke in einen dorsal '.riimmten Zahn \-erliingert. Seitenplatten an der Basis schmal, allmahlicli in diinne. gekriimmte iMlamente iibergehend. \'ii-toria Xvansa: Sesse-Inseln (R. KOCH c., I "*); westlich vom Ruwen- /"ii: P.eni am Semliki II. (i "") ; Kiwu-See: Insel Kwidsclnvi XI. (2 Ivx. und jACOBIs SI-., r "); Tanganjika (5 Kx., GRAUKR c.). 23. Locris ochroptera Jac. (Taf. II, I'ijj. 5, ;a 1>.) \'MII 'It'll Typcil. die icll liarli /\Vei Kxelllplaieil alls drill Xordell VO11 Deutscll- ()-iatrika. wahr^ lu-inlieh vom Victoria Nyansa, beschrieb*), weichen die vor- ) 1904 Sitzl.-r. Xat.-I'r. Berlin, p. 16, Fig. 3. 29 liegenden Stiicke sowie zwei von Uganda durch starkeren Wuchs etwas ab: Lat. Pron. 4,2 mm, Long. c. tegm. 11,5 mm. AuBerdem ist das groBe helle Basalfeld des Deckfliigels statt orangerot hochstens rotlichweiB, gewohnlich aber elfenbeinfarben, und zwar bei trocken konservierten Stiicken. Da a! der Bau keinerlei Abweichungen darbietet, glaube ich an keine artliche Ver- schiedenheit. cf: Gonapophysen apikal verbreitert, loffelartig ausgehohlt, der Apex innen in zwei Zahne von verschiedener GroBe verlangert. Seitenplatten mit ziemlich dicker Basis, die ventral etwas abgeflacht und - wie viele Teile des Genitalsegments - - borstig behaart ist; die Filamente ziemlich kurz und wenig gekriimmt. Ostlich vom Kiwu-See: Bugoie-Urwald ; siidlich vom Albert-Edward- See: Rutschurru-Ebene (Steppe) XII. (4 Ex.). - - Uganda: Bugoma, Kabula muliro VI. VII. (C. C. GODWEY, Eigentum des ,, Entomological Research Committee"). 24. Ptyelus flavescens (F.). Victoria Nyansa: Sesse-Inseln (R. KOCH c.: 26 Ex. von STALS var. a). 25. Ptyelus grossus (F.). Albert-Edward-See: Kasindi XII. (3 Ex.); Ruwenzori-FuB, Westseite II. (2 Nymphen). a. n. subsp. insularis. Die dunkle Zeichnung des Pronotums, die dessen Basalhalfte vollig aus- fiillt und vorn eine zackenartige Begrenzung hat, sowie die Deckfliigel blaB- graubraun; letztere mit mehr oder weniger dichter elfenbeinweiBer Sprenke- lung und nur dem hinteren, groBeren Costalfleck von gleicher Farbe. Der Scheitel ist durchgangig kiirzer als bei der Mehrzahl der normalen Indi- viduen von Deutsch-Ostafrika und Kamerun. Gelegentlich ist der vordere Costalfleck durch eine Gruppe kleiner Makeln angedeutet, die dann gewohnlich den Costalrand nicht erreichen. Victoria Nyansa: Sesse-Inseln (R. KOCH c.: 29 Ex.). 26. Poophilus terrenus (Walk.). Westlich vom Ruwenzori, Beni am Semliki, Urwald I. (3 Bx.). 27. Poophilus costalis (Walk.). Edward-See: Kassenje III. (3 Ex.), Usumbura am Tanganyika XI.- (v. STRGMANN u. STEIN c., r Ex.). 30 Hemipoophilus n. g. Aphrophorinarum. Kopfbildung \vie bei Poop/iilus Stal, aber ohne Ocellen, ebenso Prono- tum, Schildchen und Deckfliigel, die Aderung der letzteren weniger deutlich; Fliigel halbverkiimmert, schmal, Anallappen klein, Queradern vor- handen. Eine init grolBer Wahrscheinlichkeit clurch Aufgabe des Flugvermogens an-- rof>/iilns entstandene Gattung. Die sehr nahe Verwandtschaft bekundet -icli in der Kopfbildung: UmriB, Abflachung der basalen Stirnhalfte, Lange ik-s Clipeus; auch sind die fiir die meisten Poop/rilnsartcn so bezeichnenck'ii dtiiikeln Fleckchen am Scheitel-Stirnrande und der gerade Innenrand der Deck- fliigel vertreten. Was den Verlust der Nebenaugen und das Verstreichen des Geaders im Deckfliigel belangt, so sind dies Umbildungen, die ofters mit dem \\ Vgfall der Fliigel Hand in Hand gehen; vgl. die Morphologic der Uhpinae und mancher ungefliigelter Jassinae. Typus der Gattung ist: 28. Hemipoophilus antaeus n. sp. (Taf. II, Fig. 9.) Scheitel und Pronotum dunkelbraun mit verloschener gelblicher Sprenke- lung; Rand der Jochstiicke und der Stirnbasis ockergelb, auf letzterem drei schwarzbraune Flecke. Gesicht schwarz; ein Fleck auf der Stirnflache, zwei groBere an deren Seiten und auf den Clipeusseiten sowie die \Vangen unter den Augen ockergelb; Brust, Hinterleib und Beine schwarzbraun. Seiten der Mittelbrust, ein Fleck auf den Vorderschenkeln, Apex der Voider- und Mittel- schenkel sowie dei hintere Dorn der Hinterschienen und die Hintertarsen ocker- gelb. vSchildchen schwarz mit gelber Spitze. Deckfliigel blai.) ockergelb mit dunkelbraun gewolkter Basis; hinter der Mitte eine breite schrage Binde von ^t-luvarzer Farbe. Fliigel rauchgrau. Long. c. tegm. 7,5 mm. Nordlich Albert-Edward-See, Na Nssororo, 2000 m, VI. (STUHLMANN c., i V). Im Habitus und auch in der Zeichnung erinnert die Art sehr an den etwas kk-inercn Poophilus latiusculus (Stal). 29. Clovia bigoti (Sign.). ia Schuutedftn I, all. -main] K,IM Ann. S'>.-. I-int. I'.i-li,'., v j \, ]>. .(7. Ru \vc-n /(.ri-Fuf?,, Westseiti'. I'ruald I. II. (2 Kx.). Die Zc-ichniin- o in. TT. (i Ex.). 33 Die Einreihung dieser Gattung ist nicht leicht. Sie weicht von Ulopa Fall, durch die nicht gewolbte, groflenteils sogar eingedriickte Stirn ab, von den Paropini, insbesondere Megophthalmus Curt., durch die fehlenden Neben- augen und die eigentiimliche Scheitelbildung, besonders die nicht aufgebogenen Rander; von beiden unterscheidet sie auch die ansehnliche, wenn auch nur zwei Kanten einnehmende Beborstung der Hinterschienen. Indessen glaube ich am besten zu tun, wenn ich Odonias M. vorlaufig zu den Ulopinac stelle. Unterfam. Ledrinae. 33. Tituria laboulbenii (Sign.). NW- Ruanda, Bugoie-Urwald, 2500 m, XI. (i 9). Die Deckfliigel sind hellgriin, wahrend SiGNORET*) und STAI,**) sie auf Grund desselben typischen Exemplares als kastanienbraun beschreiben; letztere Abweichung kann leicht durch mangelhaftes Trocknen entstanden sein. 34. Petalocephala raniceps n. sp. (Taf. Ill, Fig. 18.) Griinlichgelb ; die Basalhalfte der Deckfliigel, Brust und Unterseite des Bauches sowie Huften und Schenkel bleichgelb; Geader im Apikalteile der Deckfliigel, Spitzen der Tibien und die Tarsen hell spangriin. Kopf ein wenig langer und etwas schmaler als das Pronotum, an der brei- testen Stelle hinter den Augen i 3 / 3 nial so breit wie lang, vorn elliptisch be- grenzt, die Scheitelflache langs der kaum gekielten Mittellinie bis dicht vor die etwas aufgebogenen Spitze eben, nach den Seiten zu sanft abschiissig; Ocellen von der Mittellinie etwa so weit entfernt wie vom Hinterrande des Scheitels. Gesicht mit deutlichem Mittelkiel, zu dessen Seiten, und zwar be- sonders vor den Augen, erheblich vertieft. Pronotum ziemlich gewolbt, zumal an der Basis, Vorderrand stark gebogen, Hinterrand schwach gebuchtet, Seiten- rander nach vorn deutlich konvergent. Schildchen etwas breiter als lang, die Basal winkel etwas nach vorn ausgeschweift. Deckfliigel steil dachformig ge- stellt, breit, nicht ganz dreimal so lang wie in der Mitte breit; Apex innen fast gerade abgeschragt. Long. c. tegm. 15,5 mm, Lat. bas. pron. 4,5 mm. Beni am Semliki, Urwald I. (i 9). Von P. platyops Jac. durch wesentlich breitere Korperform, namentlich der Deckfliigel, verschieden; ferner ist der Scheitel viel kiirzer, das Pronotum vorn mehr, hinten weniger bogig begrenzt und die Oberflache durch feinere Punktierung glanzender. P. wahlbergi Stal unterscheidet sich durch den kurzen, halbrunden Scheitel und die geringere GroBe. *) 1858. Thorns. Arch, ent., v. 2, p. 341. **) 1866. Hemipt. Afr., v. 4, p. 103. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 34 Unterfam. Membracinae. 35. Oxyrrhachis gibbulus Mel. Oberer Tturi I. (i Kx.). 36. Leptocentrus limbipennis n. sp. (Taf. Ill, Fijr. u.) Korper und Beine pechschwarz, mit einigem dlanze und kurzem, ab- stehendem Flaumhaar von blatfgelber Farbe; Deckfliigel weingelb, die innerste Basis schwarz, ein die Aui3enhalfte bis auf 3 / 4 ihrer Lange einnehmendes Feld kastanienbraun und z\var mit zunehmender Tiefe des Farbentones von innen nach auBen. Fliigel rauchgrau mit dunklerem Geader. Pronotum grob punktiert; Metopidium fast senkrecht, in der Mitte etwas gewolbt und mit deutlichem, auf den Fortsatz iibergehendem Mittelkiel; Homer kurz wagerecht, etwas nach hinten gekriimmt, schlank, dreikantig, aber auf der oberen Fassettenflache noch ein kraftiger Kiel. Fortsatz so lang wie der Hinterleib, hinter der Schildchenspitze etwas nach unten gebuchtet, die Spitze ebenfalls nach unten geneigt in Anschmiegung an den Innenrand der Deck- fliigel; selten ist er bis gegen die Spitze hin gerade; an der Basis ist oben eine knopfartige Anschwellung, bald stark ausgebildet, bald verflacht mit alien f'bergangen bis zu volligem Verschwinden. Schildchen, wenn unverletzt, dem Abdomen aufliegend, Spitze etwas aufgebogen und in wechselnder Ausdehnung c-ingekerbt. Schnabel die Hinterhiiften erreichend. Long. c. tegm. 10 mm. Ruwenzori, Westseite, 2000 m, II. 7 Ex. und eine wahrscheinlich zugehorige Larve. Eins war fiir sich in Alkohol aiifbewahrt mit der Fundortsangabe ,,Kwidjwi, K. ORAUKR XI. 07", doch nuichte ich einen Irrtum in der Herkunftsbezeichnung nicht fiir ausgeschlossen halten, da es auffallig ware, wenn diese von einem isolierten Bergkegel in zieni- licher Hohe gelieferte Art auch mehr als zwei Breitengrade siidlicher im Tief- lande vorkjime. 37. Xiphopoeus phantasma (Sign.). Ka^senje III. (i 1 >u- lU-timinuni; stiitzt sich auf Yergleich mit den Ty]K'n der SlGXORET- Sammlung. die mir Herr Kollege HANIU.IKSCII freundlicherwcise ge- lii-hen hat. 38. Centruchus fuscipennis (Germ.). S\V-.\lU-rt-Siv. 1'iKlussurna. 1050 in, VIII. (i Ivx., STrnuiANN c.). 35 39- Centrotus alticornis Jac. (Fig. A, ac.) Ks liegt nur ein sehr frisches Stiick vor, das an den Seiten des Metopidiums und der Brust, hinter den Hornern, auf dem Schildchen und unter dem Fort- satze einen dicken, schmutzigweiBen Filz tragt. Auf den Deckfliigeln 1st vor der Mitte eine unterbrochene, wenig deutliche, hinter ihr eine deutliche hyaline Ouerbinde (von ersterer sind Spuren auch bei dem einen typischen Exemplare in meiner Sammlung zu sehen ) . Vom Korperbau des Typus (Fig. A, a) weicht das vor- liegende Stiick (Fig. A b c) nicht unerheblich durch fol- gende Besonderheiten ab : der Mittelkiel des Metopidiums 1st sehr scharf; die Horner viel kiirzer und plumper, von vorn gesehen mehr wager edit gestellt, die Spitzen etwas nach unten gekehrt und die obere Fassettenflache schief Fig. A. Centrotus alticornis Jac. nach vorn geneigt, die hintere Kante etwas gezahnelt; die basale Anschwel- lung des Fortsatzes ist sehr hoch und bildet einen rechten Winkel. So bedeutend diese Abweichungen erscheinen mogen, wage ich doch keine art- liche Trennung darauf zu griinden, weil gerade in bezug auf Gestalt, Lange und Stellung der Pronotumhorner die Variationsweite vieler Species unter den Centrotinen recht gro!3 ist - - z. B. bei Centruchus fuscipennis (Germ.) und Leptocentrus taurus (F.) - - und die drei bisher bekannten Stiicke der Art iiber die Veranderlichkeit noch keine geniigende Auskunft geben. Ruwenzori, Westseite, 2500 m, II. (i Ex.). 40. Centrotus subnodosus n. sp. (Taf. Ill, Fig. 13.) Braunschwarz, matt, mit kurzen gelben Harchen bekleidet; auf den Wangen, Brustseiten und Basalwinkeln des Schildchens ein dicker weiBer bis goldgelber Filz. Deckfliigel dunkel ockergelb mit schwarzer Basis; letztere und die Adern im frischen Alter mit zerstreuten, abstehenden Borstchen besetzt. Im Bau mit Centrotus cornutus (L.) nahe verwandt; die Unterschiede sind: Scheitel hinter den Ocellen der Breite nach deutlich eingedriickt; auf dem Metopidium hinter dem Vorderrande eine flache dreieckige Grube, iiber welcher der Mittelkiel beginnt; Horner schlanker, teilweise auch langer, was jedoch variiert, ihre obere Fassettenflache nicht wagerecht, sondern etwas nach vorn 3* 36 - geneigt, die vordere Kante stumpfer; Fortsatz mehr gewellt, der Anfang vom Schildchen vk-1 welter abstehend und die untere Yerdickung erheblich starker, knotenformig. Auch mit C. fLi^cllifer Sign, besteht einige Ahnlichkeit, aber die Seiten- horner von C. subnodosiis sind viel grofler und iiberragen oben das Metopidium betrachtlich ; aul.'.erdeni sind die Deckfliigel anders gefarbt. I."iig. c. tegm. 8 mm. Zur Abteilung a a STALS (1866, p. 94) gehorend. Ruwenzori-Futf, \Vestseite II.; Kiwu-See, SO-Ufer, VIII. (2 Ex.). 41. Anchon schubotzi n. sp. (Taf. Ill, Fig. 14, 1411.) Mattschwarz ; Beine hell gelbbraun; Deckfliigel schwarzbraun, am Innen- rande hinter der Clavusspitze ein hyaliner Fleck. An den Flanken und der Schildchenbasis sind Spuren einer filzigeii Behaarung zu sehen (aus Alkohol!). Kopf und Pronotum \vie bei A. nodicornis (Germ.), nur das letztere hdher und grober punktiert; Horner sehr lang und zierlich, zusammengedriickt, Vorder- und Hinterkante fein gesagt, Apex blattartig verbreitert mit aufgebogenein Jiinterem Fliigel. Fortsatz etwas iiber die Spitzen der Deckfliigel hinausragend, sehr weit vom Korper abstehend, das Knie mit einem schief nach oben ge- richteten Zahne bewaffnet, der hintere Ast fast S-formig gebogen, oberhalb zu einer scharfen Schneide zusammengedriickt, im ganzen Verlaufe beidersc-its ein Liingskiel, Ober- und Unterkante fein gezahnelt. V Long. c. tegm. 9,5 mm. Ruwenzori-Fufi, Westseite II. (T Ex.). Dem Zoologen der herzoglichen Expedition, Herrn Dr. SCHUBOTZ, sei diese ausgezeiclmete Art gewidnut. Unterfam. Jassinae. 42. Tettigoniella nigrinervis (Stal.). Beni am Scmliki (Urwald) I.; Rmvenzori, \\\-stseite, 2500 m, II.; Kiwu- S(.-i-: Kissciiji, Kwidschwi IX. (7 Kx.). 43. Kolla albida (Walk.). rMimlmr;i am Tanganjika XI. XII. (i Ex.). 44. Kolla semipellucida n. sp. Obersi-its M.li\\;ir/lnaun ; ant" drin Schcitc-l cine feine, helle I/angslinie; Gesicht, Hru-l und I'.riiu- -c'11)lich\veil.', S:iml)asis mil dunkcln Querlinien; Deckfliigel dunkelbraun, Mittc di-s Coriums und dii- . \pikalhalfte heller; ein 37 Costalraum hinter der Mitte, zwei Langsbinden im Clavus, eine vveitere in der Basalhalfte des Coriums, mehrere rundliche Flecke neben der Clavusspitze und vor dem Apex des Coriums hyalin. FHigel graubraun mit dunkeln Adern. Abdomen schwarzbraun mit hellen Segmentrandern (aus Alkohol!). Kopf stumpf kegelformig; Ocellen doppelt so weit voneinander wie von den Augen, vom hinteren Scheitelrande weit entfernt; Stirn maBig gewolbt. Pronotum in der Mitte und an den Seiten fast gleichlang, Hinterrand flach- winklig eingeschnitten. Long. c. tegm. 5,5 mm. Vulkan Karissimbi, 2800 m. XI. (i o 71 ). 45. Krisna strigicollis (Spin.). Siva reticulata Melichar 1904. Wien. Ent. Zeit., v. 24, p. 300. Von den Beschreibungen SlGNORBTs*) und DISTANTS**) nur abweichend durch rote Farbung der Vorder- und Mittelschienen und des Endes der Hinter- schienen, sowie samtlicher Tarsen. Allerdings ist nach DISTANT 1. c diese weit- verbreitete Art von recht veranderlicher Zeichnung. Beni am Semliki, TJrwald I. (i Ex., ,,K6derfang an Vogelleichen"); olme nahere Fundortsbezeichnung (GRAUER c., i Ex.). Pseudobalbillus n. g. Acocephalinorum. Scheitel vor den Augen parallelseitig verlangert, vorn stumpfwinklig ge- rundet, Vorderrand als eine glatte Leiste ausgebildet, die nach auBen hin etwas breiter wird; Fiihlergruben ganz nach oben geriickt auf jene leistenartige Grenze zwischen Scheitel und Stirn, neben die Augen; Ocellen sehr klein, aber deutlich, ebendaselbst in der Nahe der Fiihlergruben; Gesicht ganz plattgedriickt, Stirn ausgehohlt. Auch die Vorder- und Mittelschienen mit kraftigem Borstenbesatz. Deckfliigel mit einfacher Reihe von Apikalzellen. In der eigentiimlichen Scheitelform viel Ahnlichkeit mit Balbillus Dist.***) zeigend, weicht die Gattung doch in mehreren Charakteren sehr ab, insbesondere in der Stellung der Fiihlergruben, Abplattung des Gesichts und dem Fehlen der anteapikalen Zelle im Deckfliigel (von Herrn DISTANT freundlichst be- statigt). Typus: 46. Pseudobalbillus protrudens n. sp. (Taf. Ill, Fig. 19, 193.) Scheitel sandgelb, am Vorderrande 6 etwas verwischte braune Flecke, da- hinter jederseits ein groBer ockergelber Halbkreis; Gesicht kastanienbraun, *) 1880. Ann. Soc. Ent. Fr., p. 197. **) 1907. Fauna Br. Ind., Horn., v. 4, p. 297. ***) 1907. Fauna Brit. Ind., Homopt., v. 4, p. 287. - 38 Stirnbasis gelblich. Pronotum und Schildchen grauweifl, ersteres von vorn nach hinten mit zwei einander abwechselnden Querreihen von orangegelben und braunen Fleckchen gezeichnet, Schildchen mit schwarzbraunen Signaturen. Beine wei!31ich, Schienen schwarz geringelt. Deckfliigel halbdurchscheinend, gelblich mit schwarzbrauner, langs des Costalrandes verwischter Marmorierung, an deren Stelle dort eine Reihe schwarzlicher Querstrichel ; in den Zwischen- raumen der Langsadern eine Anzahl grol-'er, runder, blaulichweiBer Flecken. Hinterleib rotlichbraun, unten mit hellen Hinterrandern der Segmente (aus Spiritus!). Scheitel in der Mittellinie so lang wie zwischen den Augen breit, die Flache in der Mitte etwas eingedriickt; Stirn sehr glatt und glanzend, die Flache in der Mitte quer eingedriickt, in der Hohe der Fiihlergruben fast so breit wie lang, die Seitenrander gradlinig. Pronotum wenig kiirzer als der Kopf, quer, mai3ig gewolbt, Yorderrand stark gebogen, Hinterrand gerade. Deckfliigel mit vier Apikalzellen und unbedeutendem Anhang. Im Fliigel entsendet der I. Radius einen gebogenen Gabelast zur Costa; beider Vereinigung bildet wieder eine Gabel, deren Aste in die Umfangader miinden. cf : Gonapophysen 2 1 / 2 mal so lang wie an der Basis breit, zusammen nach der Spitze lanzettlich verschmalert; Aufienrander an der Basis beborstet. Long. c. tegm. 4,6 mm. Banalia am Aruwimi V. (T o<). 47. Jassus centroafricanus n. sp. Pechschwarz; Vorderrand, Seitenrander und Mittelkiel des Scheitels, Seiten- rander der Stirn von der Basis bis zu den Fiihlergruben, Spitze des Clipeus, Vorder- und Mittelbeine mit Ausnahme der Hiiften und I'nterseite der Schenkel ockergelb. Deckfliigel schwarz mit zerstreuten, wenig auffallenden gelbc-n Knotchen auf den Adern; hinter der Mitte am Costalrande ein grower hyaliner Fleck. Fliigel schwarzgrau (aus Alkohol!). Scheitel hinten fast nur halb so breit wie der Querdurchmesser eines Auges, fast doppelt so lang wie hinten breit; Stirn ohne Mittelkiel, Clipeus apikal ver- breitert. Pronotum nur oberflachlich gekornelt, glanzend. 9: Das letzte Bauchsternit seheint der ganzen Breite nach stumpfwinklig ;iusgesehnit1eii zu sein. L'ng. c. ti--ni. 7.5 nun. Kiwu-Si-e: Insrl Kuidschui XI. (( v ,k.\n-:R c., J I\x.). \\T\\andt mit /as^ns unhci (Sign.) und daher in Sl'.\NC.]:i'K''.s*) Aliteilung D cinzureihen, aber duivli die Sflu-itelbildlin-, i-bc-iuTi- < JlKTl'liielu' des Pronotuilis und Zi-ielnuin- der I K-ckt'liigi-l \-(.Tseliir(U-n. *) [87* Ofv. K. \Vt.-.\ka.l. Fcrli., i>. 22. 39 48. Jassus limus n. sp. (Taf. Ill, Fig. 17, 1 7 a.) vSchwarz; eine Grenzlinie zwischen Scheitel und Stirn, Schnabel, Vorder- und Mittelbeine und die Hinterrander der Abdominalsegmente gelblichweiJ/i; am AuI3en- und Innenrande der Deckfliigel vor dem Apex ein bindenahnlicher hyaliner Fleck. Fliigel graubraun. Scheitel fast doppelt so breit wie der Ouerdurchmesser eines Auges, nach vorn wenig verbreitert, vorn stumpfwinklig, nach vorn abschiissig und vor der Spitze etwas vertieft, die Flache mit feinen Langs- und Schriigrissen ; Ocellen auf die Seite vor die Augen geriickt, auf einem kleinen spitz-dreieckigen Felde; Stirn glatt, Clipeus apikal verbreitert. Pronotum querrunzlig, mit scharfem Mittelkiel. Vorder- und Mitteltibien zweiseitig stark beborstet (aus Alkohol!). 9: Long. c. tegm. 6,5 mm. Siidlich vom Albert-Edward-See: Rutschurru-Ebene II. (i Ex.). Die Stellung der Ocellen ist ungewohnlich, aber meines Erachtens vorlaufig nicht zur generischen Trennung von Jassus F. hinreichend, weil sich bei ge- wissen Arten dieser Gattung, z. B. bei /. tergipictus Jac., Ubergange nachweisen lassen. Nephoris n. g. Jassinorum. Kopfbildung wie bei Athysanus Burm., Ocellen fehlen. Deckfliigel stark verkiirzt, ohne jede Aderung; Fliigel fehlen. Abdominaltergite stark chiti- nisiert. An der AuBenseite der Hinterschienen zwei Reihen langer, starker Dornen, diese im iibrigen wie die Vorder- und Mittelbeine mit feinen Borsten besetzt. Obwohl eine echte Jassine und sicher mit Athysanus nahe verwandt, muB die Abtrennung schon seit stammesgeschichtlich langer Zeit bestehen, worauf der Verlust von Nebenaugen, Fliigeln und Geader der Deckfliigel, so wie die Panzerung des Hinterleibsriickens hindeuten. Typus: 49. Nephoris chalybaea n. sp. (Taf. Ill, Fig. 15, 1 5 a.) Schwarz mit blauem, violettem und griinlichem Glanze wie oxydierter Stahl; Hinterschienen mehr rostbraun. Die ganze Oberseite mit anliegenden gelblichen Flaumharchen besetzt. Scheitel mit feinen Langs-, Pronotum und Schildchen mit feinen Ouemmzeln. Deckfliigel grob punktiert bis runzlig. Scheitel abgerundet stumpfwinklig; Stirnflache fast eben, etwas matt; Clipeus iiber die unteren Wangenrander hinausragend ; Schnabel kurz, die Mittelhiiften kaum erreichend. Schildchen doppelt so breit wie lang. Deckfliigel kaum das i. Abdominaltergit bedeckcnd, hinten schwach bogig-gestutzt (aus Alkohol!). 40 9: Letztes Bauchsternit sehr lang, in der Mitte ein ganz schmaler, parallel- seitiger Einschnitt, der Hinterrand beiderseits daneben mit rundlicher Aus- ladung. Long. c. tegm. .j,5 mm. Mohasi-See in Kissaka VIII. (i Ex., ,,K6derfang toter Yogel"). Ozias n. g. incertae sedis. Scheitel in der Mitte \vulstig gewolbt, mit gleichmaBig gerundetem Uber- gange in die Stirn, obere Stirnnaht undeutlich; Ocellen auf dem Ubergange, deutlich, voneinander ebensoweit entfernt wie von den Netzaugen; Stirn wenig gewolbt; Ziigel sehr lang, bis zur Fiihlergrube ausgedehnt; Clipeus den unteren \V;'ngenrand betrachtlich iiberragend, Schnabel bis zu den Hinterhiiften reichend. Deckfliigel sehr kurz, mit deutlichen Resten der Langsadern; Fliigel fehlen. Vorder- nnd Mittelbeine sehr fein behaart, an drei Kanten der Plintersohienen zerstreut stehende mittellange Borsten. Teh bin ini Zweifel, ob diese Cattung, die ich leider ebenfalls nur nach einem Stiick beschreiben kann, zu den Ulopinae oder Jassinae gehort. Nach der Kopl- bildung mit dem nicht winklig begrenzten Scheitel paBt sie nicht recht in die Tribus Jassini der letzteren Unterfamilie, dnrch den gleichmaBigen Ubergang z\vischen Scheitel und vStirn sowie durch die nicht unbedeutende Bewehrung der Hinterschienen entfernt sie sich von den Ulopinen, mit denen sie jedoch eine gewisse auBeiliche Ahnlichkeit hat. Ich wage daher iiber die systematische Zugehr>rigkeit vorderhand keine Entscheidung zu fallen. Typus: 50. Ozias pedestris n. sp. (Taf. Ill, Fig. 1 6, if> a .) Lederbraun; ein groBer Fleck zwischen jedem Auge und der Stirn, der Winkel der Ziigel zwischen Stirn und Clipeus und die Spitze des letzteren, die Urustseiten, ein basaler Fleck und apikaler Ring der Vorderschenkel, die Apices der Schienen und Tarsen an den Vorder- und Mittelbeinen schwarz. Pronotum mit / \\x-i breiten schwarzen Flecken hinter den Augen. Deckfliigel mit sell war z- lichem Orunde zwischen den Aderresten und einigen weiBen Punkten am Hinter- rande. Abdomen oben mit einer Mittelbinde aus rundlichen braunen Flecken und zwei breiteren Seitenbinden; vSternite mit Ausnahme des Hinterrandes in) ganzcn dunkelbraun, auf jedem Pleurit ein dunkles Fleckchen (aus Alkohol!). Fiihlergruben senkrecht gestellt, so daB der scharfe Innenrand, von oben -elien, etwas iiber den Scheitelrand vorsteht und eine Ecke vortauscht: Clipeus bis zum unteren \\'an-i-nrande gleich breit, dann etwas verschmalert, Apex -twas eingekerbt. I'ronot.um vorn bogig, hinten fast gerade, Flache fast eben. Schildchen etwas breiter als lang. I kvkfliim'l mil di-m Hinterrande des ersten Abdominaltergits abschiu-idi-iid, hinten gerade gestutzt, Apikalwinkel abgerundet, Wissenscli.ErgebnissederDeutsch 7,rntrnl AiVik;i K.\|>. 1907 08, Ji. \\ i'-'l KliiiMiardt ABiermann, . .pzig Wissenscli. ErgebnissederDeutsch '/.cntral Atnk;i Kxp. b)()7 08, Tafe Jacobi, Homoptera. Suturahvinkel fast rechtwinklig. Korperoberflache mit ganz kurzen, in feinen zerstreuten Griibchen stehenden Harchen besetzt. o 71 Long. corp. 3 mm. Mohasi-See in Kissaka VIII. (i Ex., ,,K6derfang toter Vogel"). Figurenerklarung. Tafel II. Fig. i. Dictyophora laciistris Jac. (a Kopf von der Seite). ,, 2. Panka silvestris Jac. (a mannliche Genitalanhange}. ,, 3. Zanna intncata (Walk.). Kopffortsatz (a derselbe von Z. punctata (Ol.)). ,, 4. Locris neumanni Jac. Mannliche Genitalanhange von oben. A After, Go Gonaphysen, P Penis, Spl Seitenplatten. ,, 5. L. ochroptera Jac. (a Kopf im Profil, b mannliche Genitalanhange). 6. Plsidice comscans Jac. Kopf und Pronotum. 7. Lepyronia aethtops Dist. ,, 8. Tomaspis graueri Jac. Mannliche Genitalanhange. ,, 9. Hemipoophilus antaeus Jac. ,, 10. Odomas myops Jac. (a Gesicht, b Kopf im Profil). Tafel III. Fig. 12. Leptocentrus limbipennis Jac. ,, 13. Centrotus subnodosus Jac. ,, 14. Anchon schubotzi Jac. (a von vorn). ,, 15. Nephoris chalybaea Jac. (a Gesicht). ,, 16. Ozias pedestris Jac. (a Gesicht). ,, 17. Jassus limus Jac. (a Kopf im Profil). ,, 18. Petalocephala raniceps Jac. ,, 19. Pseudobalbillus protrudens Jac. (a Kopf im Profil). Coccinellidae. Yon J, Weise. Solanophila Weise. i. Solanophila karisimbica. Breviter obovata, postice angustata, sat convexa, nigra, dense brevissimeque cinereo-pubescens, an tennis (articulo primo clavaque exceptis) flavis, elytris ferrugineis, singulo maculis n magnis nigris, 2, 3, 3, 2, i collocatis. - -Long. 8 mm. N- Ruanda : Vulkan Karisimbi, 2500 m. Vom Ansehen der Epilachna annulata Kolbe, aber die Fliigeldecken an der Basis starker heraustretend, hinter der Schulter am breitesten, winkelig, nach hinten fast geradlinig, zuletzt schneller und mehr gerimdet verengt. Die schvvarzen Makeln der Fliigeldecken sind groB, so dai3 nur ein schmales Netz von der rost- roten Grundf arbe iibrig bleibt. Makel 9 ist die groCte von alien ; neben der Naht und am Seitenrande liegen je 5 Makeln (die letzte ist beiden gemeinsam), in der Mitte 2. Die Seitenmakeln sind quer und die 3 mittelsten von ihnen am Innen- rande durch eine feine Linie verbunden, die den Seiten parallel lauft. Von den Bauchlinien ist nur die innere Halfte des Bogens vorhanden, die etwas iiber die Mitte des ersten Segmentes hinausreicht. -& 2. Solanophila gibbosa Crotch. NW-Beni (Urwald); Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi. 3. Solanophila lupina Muls. NW-Beni; Awakubi. 4. Solanophila Paykulli Muls. Ugogo-Unyamwesi. 5. Solanophila subsignata var. punctaria Ws. Awakubi. 44 6. Solanophila kaffaensis Ws. SW vom Albert-See: Mboga. 7. Solanophila ip-guttata Ws. \Ve>tlich vom Ruvvenzori: Fort Beni, westlich vom Albert-See: Ma- \\ambi am Ituri. 8. Solanophila guttifera Ws. Insel Kwidschwi im Kiwii-See. 9. Solanophila leucosticta. Obovata, postice valde angustata et subacuminata, convexa, dense sub- tiliterque griseo-pubescens, quasi pruinosa, nigra, antennis articulis intermediis flavis, elytris fuscis vel brunneis, creberrime subtilissimeque et minus dense, sat fortiter punctatis, singulo guttis septem flavo-albidis, 2, 2, 2, I collocatis. - Long. 6, 8 7 mm. Insel Kwidschwi im Kiwu-See; Westseite des Ruwenzori, 1800 m. Thorax kurz, mehr als doppelt so breit wie lang, viel schmaler als die Fliigel- decken. Letztere sind annahernd lang herzformig, treten an der Basis in schwachem Bogen heraus und sind an der breitesten Stelle, etwas hinter der Schulterbeule, stark gerundet, sodann nach hinten gleichmatfig, nur im letzten Drittel etwas starker und mehr gerundet-verengt und endigen in eine gemeinschaftliche stumpfe Spitze. Ihre gelblichweiCen Tropfen sind in 3 Querreihen angeordnet, \-on denen die erste, an der Basis, durchaus geradlinig, jede der beiden folgenden Reihen leicht gebogen ist, weil der innere Tropfen jeder Decke weiter vorgeriickt ist als der au/3ere. Der siebente Tropfen steht von der Naht und dem Seitenrande etwas weiter ab als die vorhergehenden. Der erste Tropfen liegt nahe am Schild- chen, der zweite an der Auftenseite der Schulterbeule, so da!3 sein Innenrand nur wenig iiber den hochsten Teil der Beule hinwegreicht; die folgenden beiden liegen in gerader Reihe dahinter. Die Bauchlinien bilden einen breiten, stumpf Y-tonnigi-n Bngen l>is iiber die Mitte des ersten Ringes. I )ie Stiicke vom Ruwenzori haben einfarbig schwarze Beine; bei den Kxem- ])laren von der Insel Kwidschwi sind die Yorderschenkel bis in die Xahe der Spit /i- rostrot. 10. Solanophila elliptica. Hlliptica. ronvexa, nifo-testacea, dense subtilissimeque cinereo-pubescens, sat nitida, prdilius nigris, rarius omcoloribus, elytris ])arum dense subtiliter pum-tati--, init-r^titiis ])iiiR-tulatis; nigris, singulo maculis quinque fulvis, 2, 2, I. - Long. 5,50 nun. \\YMlieh \-oni Rnuen/.ori : N-Beni (I'rwald). Hnrcli (irril.'ie, K("rperuinriU und I'orm der Bauchlinien mit Bcnnigseni Ws. am nachsten verwandt, oberseits feiner punktiert. die Fliigeldecken ganz ab- 45 weichend gefarbt und mit einem deutlich abgesetzten, schrag, aber nicht in einer Flucht mit cler Scheibe abfallenden Seitenrande versehen. Auf der schwarzen Scheibe jeder Fliigeldecke liegen 5 groBe gelblichrote Makeln, von denen die 4 ersten zwei gerade Querreihen bilden. Die erste Reihe liegt hinter der Schulter- beule. Makel I ist quer und lauft, wenig schrag von vorn nach hinten und innen, bis neben die Naht; 2 ist kleiner, oval, etwas langer als breit und befmdet sich hinter der Schulterbeule nach auBen. Ahnlich ist Makel 3, unmittelbar hinter der Mitte dicht an der Naht, 4 ist gerundet, zuweilen eine Spur breiter als lang und bleibt von 3 und vom AuBenrande der Scheibe ungef ahr gleich weit entfernt ; 5, vor der Spitze, ist quer oval. Die Bauchlinien laufen im Bogen bis an den Hinterrand des ersten Segmentes und an diesem fort ein Stuck nach auBen. ii. Solanophila tetrastigma. Breviter obovata, postice angustata, sat convexa, fusca, cinereo-pubescens, antennarum articulis 2 7 fulvis, elytris creberrime subtiliterque ruguloso- punctatis et crebre fortius punctatis, singulo guttis duabus albidis, prima hu- merali, secunda ante apicem. Long. 6 7 mm. N-Ruanda: Vulkan Karisimbi, 2500 m. In der Korperform der karisimbica ahnlich, aber kleiner, schmaler gebaut, braunlichschwarz, die grauen Harchen auf Kopf, Thorax und Schildchen sind fein und maBig lang, die auf den heller oder dunkler rotlichbraunen, matten Fliigeldecken auBerst kurz. Der Kopf ist nicht dicht, der Thorax sehr dicht punktuliert und zwischen der Behaarung glanzend, die Fliigeldecken sind dicht und nicht besonders stark punktiert, in den Zwischenraumen auBerst dicht mit sehr feinen Punkten und Runzeln besetzt, ausgenommen auf der ersten weiBlichen Makel, welche die Schulterbeule umfaBt, und fein punktiert und glanzend ist. Die zweite Makel liegt am Anfange des letzten Viertels iiber dem abgesetzten Seitenrande und glanzt weniger. Das Prosternum ist breiter und flacher als in den verwandten Arten, fast eben, hinten abgestutzt; die Bauch- linien bilden einen bis hinter die Mitte des ersten Segmentes reichenden Bogen, der hinten sehr flach ist und auBen erlischt. 12. Solanophila discreta Ws. Westlich vom Ruwenzori: NW-Beni. 13. Solanophila tetracycla Gerst. Westseite des Ruwenzori. 14. Solanophila vulcanica. Ovalis, convexa, nigra, dense brevissimeque cinereo-pubescens, nitidula, palpis (apice infuscato) antennisque articulis 2 8 flavescentibus, elytris singulo maculis duabus fulvis (1,1). Long. 4mm. 46 X-Ruanda: Ynlkan Karisimbi, 2500111. Oval, -t-wolbt. schwarz. die Taster, mit Ausnahme der Spitze, und das /weite bis achte I'uhk-r-lic-d -.-lblieh. z\\ei Makeln auf jeder Fliigeldecke gelblich- rot. Die erste derselben ist <|iier. schief gestellt, sie zieht sich von der hochsten Stelle der Schulterbeule nach innen und hinten bis neben die Xaht dicht vor der Mitte. Die zweite ist oval, langer als breit, lauft in der Richtung der Naht und beginnt dicht hinter der Mitte. Die Fliigeldecken sind an der Basis nur wenig 1 Teller als der Thorax, erweitern sich leicht bis zur Mitte und verengen sich ahnlich. iin letzten Drittel starker, nach hinten, wo sie gemeinschaftlich schmal abgerundet sind. Ihre Scheibe ist mit verhaltnismaBig groCen, aber flachen 1'unkten \-ei^ehen und in den Zwischenraumen dicht punktiert. Die Bauchlinien l)ilert-See bei Mboga und am Ruwenzori gefangen. Die Flecke der I^liigddecken sind von normaler Grofie, al>er braun und nicht scharf begrenzt, 5+6+7 dagegen zu einer breiten, meinschaftlichen, verwaschenen braunen Querbinde vereint. 17. Solanophila 2O-punctata Muls. X-Ruanda: Karisimbi, 2700111. Epilachna Redtenbacher. i. Epilachna annulata Kolbe. Ruanda: Karisimbi und Bugoye-Trwald ; Ruwenzori Westseite. 2. Epilachna connectens. <>l>ov;ila. atra, deii^i- --ubtilit er<|iie -riseo-pul >esiviis, subopaca, antennis -. ba-i ri ,ipi < ni-ri^. i-lytris fortiler puiu-lalis et crebre punctulatis, o anmilis tribu^ irn--nlaribus rut'esci-nl ilu-. Long. 6 7,5mm. 47 * Nordliches Ruanda: Vulkan Karisimbi. Var. a. Elytris in singulo annulis quatuor rufescentibus. Der folgenden Art sehr ahnlich, durchschnittlich kleiner, auf den Fliigel- decken etwas starker punktiert und abweichend blaB rostrot gezeichnet. Diese Zeichnung besteht aus je 3 unregelmaBigen Ringen, von denen die beiden ersten quer, kurz und sehr breit, von der auBeren Grenze der Scheibe bis neben die Naht ausgedehnt sind, wahrend der vor der Spitze liegende dritte Ring gerundet ist. Der erste ist nierenformig und verlangert sich am Vorderrande, innen von der Schulterbeule, in eine Spitze bis zur Basis; der Schulterhocker wird nicht wie bei scutellaris eingeschlossen, sondern liegt ganz, oder wenigstens mit der auBeren Halfte auBer dem Ringe. Der zweite Ring, in der Mitte, hat gewohnlich die Form einer liegenden 8 und ist in der Abanderung a in 2 Ringe aufgelost. Von den Bauchlinien ist nur ein kleines Stuck nahe den Hinterhiiften angedeutet, der ganze auBere Teil fehlt wie bei der vorigen und folgenden Art. 3. Epilachna scutellaris Kolbe. Karisimbi und Bugoye-Urwald, Ruwenzori, Bambuswald nordlich vom Kiwu-See bei Ssabinio, 3000 m. 4. Epilachna biplagiata Kolbe. Westseite des Ruwenzori, Insel Kwidschwi im Kiwu-See. 5. Epilachna tetragramma. Late ovalis, sat convexa, nigra, dense subtilissimeque cinereo-pubescens, antennarum articulis intermediis fulvis, labro flavo-albido, elytris minus dense subtiliter punctatis et crebre punctulatis, atris, singulo maculis duabus parvis rufis, callo humerali et lineis abdominalibus deletis. Long. 8 8,5 mm. Nordlich vom Albert-See, Westseite des Ruwenzori. GroBe und Korperform der annulata Kolbe, die Fliigeldecken ebenfalls ohne deutliche Schulterbeule, an der breitesten Stelle in etwas schwacherem Bogeii abgerundet und werklich breiter gerandet, auf der Scheibe deutlicher punktiert, jede mit 2 kleinen gesattigt roten Makeln, eine in J /4 Lange, hinter der Schulterbeule, schmal oval, schrag von vorn nach hinten und auBen gelagert, die zweite in 2 / 3 Lange, gerundet, der Naht unbedeutend naher als dem Seiten- rande. 6. Epilachna quadripartita. Late ovalis, convexa, nigra, dense subtilissimeque cinereo-pubescens, an- tenn'is articulis intermediis, labro palpisque basi fulvis, elytris minus dense punctatis, nigris, subopacis, singulo maculis duabus angulatis rufis, callo humerali subdeleto, lineis abdominalibus tenuibus, late curvatis. Long. 67 mm. NW-Beni, Urwald; westlich vom Ruwenzori. Der vorigen ahnlich, kleiner, hinten breiter abgerundel, die Bauchlinien fein, aber deutlich, einen wtiten Bogen bildend, der bis zur Mitte des ersten SegmenU-s reicht, auf den Fliigeldecken etwas starker punktiert, init je 2 groBeren, cvkigen roten Make-In. Die erste liegt an derselben Stelle, hinter dem erloschenen Schulterhockcr, wie in tctru^ruinma, und bildet ein Rechteck, welches schrag von vorn nach hinten und auBen lauft und am schragen Innenrande mehr oder uvnigc-r tief ausgebuchtet ist. Zuweilen wird daneben noch ein punktforniiger Fleck nahe dem AuBenrande sichtbar. Die zweite Makel befindet sich dicht hinter der Mitte, ist groBer als die erste, etwas langer als breit, vorn gerundet, hinten abgestutzt und jederseits in cine Spitze ausgezogen. Die auLJere Spitze ist zuweilen als kleine Makel abget remit. 7. Epilachna Kasebergi Ws. Ruwenzori. 8. Epilachna bissepternnotata Muls. Liegt von Bukoba und die Yar. albomaculata Kolbe vom Ruwenzori vor. 9. Epilachna apicalis Ws. Insel K \\idsch\vi. Ruwenzori. 10. Epilachna Ertli Ws. Siidwestlich vom Albert-vSee: M^boga und Kirk Falls; Beni I'rwald. 11. Epilachna rudis Ws. Karisimbi. 12. Epilachna humerosa Ws. NW-Ruanda: Bugoye-rrwald, 2500111; \\ T estseite des Ruwenzori. 13. Epilachna hirta Thunb. In Farbe und Zeichnung wenig variierend. lUikoba, Ugogo, Karisimbi, Bugoye-Urwald, ncirdlich vom Albert- Ivluard-vSee in der Sk-ppi- bei Kasindi und siidlich in der See-Ebene, Mboga. 14. Epilachna fulvosignata Reiche. \-Din AllK-rt-lCdwanl-vSi-e- ln'i Kasindi, Arnuinii, Albert-See: nnd ^iidlich davon Mboga, Ma\\aml)i am Ituri, Ruwenzori und NW-Beni. !'.- sind verhaltnismaSig \\enige Stiicke der echten fulvosignata, mit ein- I'arbig schwarzer I'ntersc-ite. \x-rtreten, die nu-ist.-n ^elK'iren zur westat'rikanischen 49 Form Chenoni Muls. AuBerdem wurde die Abanderung raptor Crotch gesammelt, bei welcher die schwarzen Flecke der Fliigeldecken sich so ausgedehnt und ver- bunden haben, daB nur noch 5 rotgelbe Makeln (2, 2, i) auf jeder Decke iibrig- bleiben. Hiervon liegen zwei auffallige Farbenabanderungen vor. Ab. beniensis: Die roten Makeln 1+2 bilden eine Querbinde, mit welcher hinten Makel 3 zusammenhangt, wahrend 4 stark verkleinert ist oder fehlt. Der Thorax hat an den Seiten einen schwafzlichen Saum, der sich haufig iiber die ganze Scheibe ausdehnt. Diese Aberration erinnert in der Zeichnung an Ep. Moseri Ws., die Fliigeldecken sind aber kraftiger punktiert und treten hinter der Basis starker nach aufien, so daB der abgesetzte Seitenrand nahe der Schulter- beule viel breiter ist. Ab. sessensis: Die roten Makeln 3 und 4 fehlen, i und 2 bilden eine gemein- schaftliche Querbinde. Diese Abanderung erhielt ich auch durch STAUDINGER von den Sesse-Inseln. 15. Epilachna chrysomelina F. Insel Kwidschwi im Kiwu-See; die ab. reticulata Ol. liegt von Awakubi und anderen Orten in der Umgebung des Albert- und Albert-Edward- Sees vor. 1 6. Epilachna similis Thunb. und deren ab. vitticollis Ws. wurden bei Mawambi, westlich vom Albert- See und in der See-Ebene siidlich des Albert-Edward-Sees gefangen; die Var. 4-fasciata Ws. am Karisimbi, Ruwenzori und im Bugoie-Urwald. Adonia Mulsant. i. Adonia variegata Goeze var. orientalis Ws. Kissenje am Nordufer des Kiwu-Sees. Adalia Mulsant. 1. Adalia bipunctata L. NW-Beni, westlich vom Ruwenzori. 2. Adalia sexareata Ws. Bambuswald am Sabinjo, nordlich vom Kiwu-See. In Ruanda, Bugoie-Urwald wurde auch ein Exemplar der ab. confluens Ws. gefangen, bei dem alle drei Makeln der Fliigeldecken der Lange nach vereint sind. Die Fliigeldecken sind weiBlich gelb, ein Nahtsaum und eine hinten ab- gekiirzte Langsbinde von der Basis iiber die Schulterbeule schwarz. Diese Binde ist innen auf der Schulter und nahe der Mitte leicht erweitert. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 50 Lioadalia Crotch. i. Lioadalia intermedia Crotch. S\V-Ruanda: Rugege-Wald. Stictoleis Crotch. i. Stictoleis pardalina Gerst. Ruanda: Mohasi-See. Cydonia Mulsant. i. Cydonia lunata F. Bukoba, Karisimbi. var. sulphurea 01. Kissenji am Kiwu-See, Undussuma, Mboga, Aruwimi, Beni Alesia Mulsant. i. Alesia striata F. Kagera, Albert-Edward-See, Ugogo, Albert-See: Bataibo am Duki, Ituri-Fahre. 2. Alesia kibonotensis Ws. und ab. inornata Ws. Albert-See : Undussuma. 3. Alesia inclusa Muls. Ruwenzori. 4. Alesia amoenula Gerst. Ituri-Fahre. 5. Alesia comma Thunb. Ki\vu-Scf, Karisimbi, Bugoie. Chilomenes Chevrolat. i. Chilomenes dorsalis Ol. Ruwenzori. Elpidia Weise. i. Elpidia tetrasticta Fairm. Ruanda: Rugege-Wald. Leis Mulsant. i. Leis 22-signata Muls. Ituri-Fahre, Aruwimi. Chilocorus Leach. 1. Chilocorus distigma Klug. Muansa. 2. Chilocorus Schiodtei Muls. Fort Beni, westlich vom Ruwenzori. Exochomus Redtenbacher. i. Exochomus flavipes Thunb. NW-Beni. 2. Exochomus fulvimanus. Oblongo-rotundatus, convexiusculus, subtus niger, pedibus anticis, prosterno, capite prothoraceque dense punctulato fulvis, labro scutelloque nigris, elytris crebre punctulatis, sericeo-micantibus, saturate coeruleis, apice fulvis. - - Long. 4 mm. Victoria-See: Bussisi (STUHLMANN). An der eigenen Farbenverteilung leicht kenntlich. Gerundet, langer als breit, maBig gewolbt. Kopf klein, halboval, Stirn sparsam punktuliert. Thorax quer, nach vorn stark verengt, an den Seiten nur maBig gerundet, Hinterecken stump fwinkelig, Vorderecken spitzwinkelig, beide gerundet, die Scheibe ziem- lich gleichmaBig dicht und sehr fein, doch deutlich punktiert. Fliigeldecken ge- sattigt blau, das letzte Viertel rotgelb, vorn gradlinig begrenzt, der Riicken fettig oder seidenartig glanzend, dicht punktuliert; die Punkte in der aufieren Halfte starker wie in der inneren. Boschalis Weise. i. Boschalis karisimbica. Hemisphaerica, rufo-testacea, subtilissime griseo-pubescens, elytris dilutio- ribus, capite, prothorace (basi extrema excepta), limbo marginali elytrorum pedibusque nigris, sutura leviter infuscata, clypeo vix emarginato, subtruncato, prothorace subtiliter punctulato, elytris sat crebre extrorsum fortiter punctatis, dorso glabris, lateribus haud marginatis. Long, vix 3 mm. N- Ruanda: Vulkan Karisimbi, 2500111. GroBer als marginalis Ws., auf den Fliigeldecken starker als diese punktiert (die Punkte iiehmen nach auBen an Starke zu) und bis an die feine und undeut- liche Kante des Seitenrandes gleichmafiig abfallend, an der Naht leicht an- gedunkelt, mit einem schwarzen, innen nicht scharf begrenzten Seitensaume, 4* 52 der vorn et\va ' '.. der Breite einnimmt, hinter der Mitte leicht verengt ist und sich in der Spitze mit dein der andereii Decke verbindet. Bei />'. KSdmlxiricti fallen die Flu^eldecken iihnlich zu den Seiten ab, diese habcn aber eine scharfe, innen durch eine Rinne begrenzte Xante, wahrend nnir^nitilis einen deutlich abgesetzten. schrag abfallenden Seitenrand besitzt Rodolia Mulsant. i. Rodolia cinctipennis. Subhemisphaerica, rufo-testacea, subtilissime cinereo-pubescens, nitidula, capite, prothorace (antice fulvo-marginato), scutello, limbo suturali et laterali elytrorum, pro- et mesosterno pedibusque nigris; prothorace obsolete punctulato, elytris subtilissime punctatis, unguiculis appendiculatis. Long. 4 nun. Westlieh voni Ruvvenzori: N-Beni (Urwald). Den kleinsten Exemplaren von iccryac Jans, in der GroBe ahnlich, durch die sclnvarze Zeichnung der Fliigeldecken kenntlich. Diese besteht aus eineni Xaht- und einein breiteren Seitensaume, vvelcher vorn den breit abgesel/ten Seitenrand einnimmt und hinter der Mitte nur unbedeutend \-erschmalert ist. Auch die Basis ist fein schwarz gesaumt. Kopf und Thorax sind schwarz, der Mund und die Fiihlerkeule rotbraun, Maxillartaster und Mandibeln pechschvvarz, ein schmaler Streifen am Vorderrande des Thorax, welcher sich in den Yorder- ecken erweitert und noch ein Stiick am Seitenrande aufwarts zieht, rt")tlich gelbbraun. Der Thorax ist dicht, auCerst fein und verloschen ])unktiert, die I ; liigeldecken etwas kraftiger. Aulis Mulsant. i. Aulis ruwensorica. Oblonga, convexa, fusca, subtilissime cinereo-pubescens, parum nitida, lateribns prothoracis et prosterni, maculis quatuor in elytro singulo, epij^leuris et limbo laterali abdominis fulvis. - Long. 5 mm. \\V^tseite des Ruwenzori, 2500111. Au^i'/eii-lniet durch die sehr zarte Behaarung der Oberseite und den rot- ueUii-n Tlmrax. an dein nur ein Liin-sst reifen. der un-efiihr das milllere Drittel cinnininil. si-h\\ ;ir/.lieh bleibt. Die- rotgelben, \\enig srharf uni-reii/.ti-n 4 Makeln di-r I'lii-eldei-ken halu-n dieselbe I.a-e wie in .1. (t>iiic.\it- bc-idi-u inneren uebeii (U-r Xaht sind rund ; die eiMt. lie-1 dicht hinter dn Basis, die andere unmittelbar hinler der .Mitte. Die beiden Seitenniakeln bilden je eine kleine, M-hmale (Juerbinde, die erste bel'inetd sich et\\a-- \-order Mitte uud i>1 aueh diirch i-ineii feinen Sauin alii dein abgesetzten Seitenrande naeli \-orn bis unter die Sehnlterbeule \-i-rl;in-ert, die- z\veite Hegt vor der S]>it/.e. Tenthredinidae von der Deutschen Zentralafrika-Expedition 1907 1908. Bearbeitet von Dr. E. Enslin-Furth i. B. Mit i Tafel und i Textfigur. Gen. Hyioloma Latr. Hylotoma massajae Grib. Ein Parchen, welches dieser von GRIBODO aus Abessinien beschriebenen Art anzugehoren scheint; mit Sicherheit laBt sich dies allerdings nicht entscheiden, da Gribodos Beschreibung iiberaus diirftig ist und z. B. nicht einmal dieFarbung der Fliigel angibt. Bet den vorliegenden Exemplaren zeigen der schwarze Kopf und Thorax sehr geringen Metallglanz. Der Kopf ist hinter den Augen schwach verengert, der Scheitel gut doppelt so breit als lang, nicht iiber die Ocellen emporsteigend. Die Furche zwischen den Fuhlern ist schmal, tief, mit scharfen Seiten-Kielen. Die Fliigel sind schwarzlich getriibt. Im Vorderfliigel trifft der Basalnerv den Ursprung des Cubitus und der Arealnerv die Mitte der Discoidal- zelle; der 3. Cubitalquernerv ist sanft gebogen. Das i. Riickensegment ist schwarz, der iibrige Hinterleib, beim 9 auch die Sagescheide, gelb. Die Farbung der Beine entspricht GRIBODOS Angaben. Fundort: Nordlich vom Albert-Edward-See, Ruwenzori-Westseite. 2500 m. 2. 08. Die Art ist seit GRIBODO (1879) nicht wieder gefunden worden. Gen. Sjostedtia Knw. Sjostedtia aethiopica n. sp. Taf. IV, Fig. i. V. Kopf samt den Fuhlern, der ganze Thorax und alle Beine schwarz. Fliigel schwarzlich getriibt, Geader und Stigma schwarz. Hinterleib gelb, die Sagescheide schwarz. Korper eiformig, Kopf und Thorax grau behaart; Kopf hinter den Augen kaum verengt. Clipeus abgestutzt. Fiihler so lang wie Kopf und Thorax zu- sammen, kurz schwach behaart, das 3. Glied mit einem scharfen Langskiel. Innere Augenrander" parallel. i ^Stirne ohne deutliche Gruben oder Furchen. Im Vorderfliigel die Miindung des Basalnervs deutlich vom Cubitusursprung ent- 54 rnt. 1 >ie /ueite Cul>ital/.elk sehr lang, die dritte kauin langer als hoch, da- F.nde erueitert. der 3. Cubitalquernerv schwach gebogen. Der Arealnerv liegt uvit hinter der Mitte dor Piscoidalzelle. Siigescheide sehr dick, muschel- f<>rmi;j,. I.an.ue des Vorderfliigels : 10 mm. Korperlange : 7111111 (dor Hinterkil> ist durch die Alkoholaufbewahrung etwas gesehrumpft). Fundnrt: X-Tdlich \-oni Albert-Edward-See, Ruwenzori-FuB, \Yestseite. _'. 08. I 'a- al'rikanische Oenus Sjostedtia wurde erst 1907 von K< i\, >\\ anf (irund er die Gattung Sjostedtia sehr gut begriindet durch die 4 Cubitalzellen, deren 2. die beiden riicklaufenden Nerven aufnimmt, durch die gestielte lanzett- h'irmige Zelle und die einfachen, niclit mit eineni Supraapicalsporn versehenen Hintertibien. Gen. Dulophanes Knw. Dulophanes flavipes n. sp. Taf. IV, Fig. 2. \ Korper scliwarz. Beine groi3enteils hellgelb; scliwar/ sind an den 4 vorderen Beinen die Hiiften, Trochantercn und v^chenkel mit Ausnahme der Spit/e, terner cine feine Liingslinie an der Hinterseite der vordersten Schienen nnd dit- Tarsen vom z. Glied an ; an den Hinterbeinen sind nur schwarz die Hiiften, die Basis der Schenkel und die Tarsen vom 3. Glied an. Fliigel leicht grau getriibt, ('.t-ader nnd Stigma schwarzbrunn. K("rpi-r -estreckt, glatt, braunlich behaart. Clipeus vorn breit gerundet. Koj^f hinter den Augen verengt. Augen groB, die Mandibelbasis beriihrend. Fiihler diinn, faden- formig kurz schwarz behaart, h'inger als K<>pf nnd Thorax zusammen. 1 'as ;. Fiihlerglied et\va so lang wie die 4 let /.ten ' Vorderfliigel vn l>iil, ipes. /.nsammen, l-uhler LIgbedeiig. Slime mit .; Griiln-lien. Seln-itel kur/., gut ; mal SO lnvit als lang. Im X'order- !lu-el der i. Cuhil aliu-rv x'orhanden mid nur teilueise obliteriert. 1 >ie 2. Cul>ilal/elle mit Ilnrnpunkt ; der Radial<|Uen)er\ lie-1 hinter der Mitte der Klauen /weispalt i-. I.iinge 5 55 Fundort: Norcllich vom Albert -Edward -See, Ruwenzori-Westseite. 2500 m. 2. 08. Das Genus Dulophanes Knw., von dem bisher nur eine einzige Art D. mono Knw. bekannt war, 1st das einzige Hoplocampiden-Genus Afrikas. AulBer der \ orerwahnten neuen Spezies besitze ich zurzeit noch einige andere zu dieser Gattung gehorige Arten aus Afrika. Die Untersuchung aller dieser Tiere ergibt, daB das Verhalten des I. Cubitalquernerven ein sehr wechselndes ist. KONOW stellte die Gattungsdiagnose nach einem einzelnen r^ auf und hielt das Fehlen des i . Cubitalnervs fiir charakteristisch ; in Wirklichkeit ist derselbe oft allerdings nicht vorhanden, oft aber auch nur obliteriert und ofters fast ganz ausgebildet. Es kann dieses Merkmal also nicht fiir die Unterscheidung herangezogen werden. Als Gattungsmerkmale fiir Dulophanes miissen vielmehr neben der Konvergenz des Basalnerven mit dem i riicklaufenden Nerven und neben den mehr als 9 gliederigen Fiihlern vor allem die offene, eines Quernerven entbehrende lanzett- formige Zelle und die zweispaltigen Klauen dienen; von Phyllotoma Fall ist Dulophanes aufierdem durch das Fehlen des Wangenanhanges verschieden. Gen. Athalia Leach. 1. Athalia nigripes n. sp. 9. Kopf samt den Fiihlern schwarz, kurz grau behaart. Thorax schwarz. Beine ganz schwarz. Fliigel gleichmaBig schwarzlich getriibt, die Basis der Hinterfliigel etwas heller. Hinterleib gelb, das i. Riickensegment und die Spitze der Sagescheide schwarz. Kopf und Mesonotum glanzend, kaum punktiert. Thorax schwarzlich be- haart. Clipeus vorne gerundet. Fiihler ugliederig. Das 3. Fiihlerglied i%mal so lang als das 4. Im Vorderfliigel ist die Entfernung des Arealnerven vom Basalnerven etwa gleich der Lange des i. Cubitalquernervs. Lange 6 mm. Fundort: Nordlich vom Kiwu-See Sabinjo. 3000 m (Bambuswildnis) 11.07. Die neue Art unterscheidet sich von alien anderen afrikanischen durch die ganz schwarzen Beine. 2. Athalia melanopoda n. sp. Taf. IV, Fig. 3. 9. Kopf samt den Fiihlern schwarz. Thorax schwarz, Beine schwarz. Fliigel gleichmaflig schwarz getriibt. Hinterleib gelb, das i. Riickensegment und die Spitze der Sagescheide schwarz. Kopf und Mesonotum glanzend, kaum punktiert. Kopf grau, der Oberkopf jedoch und der Thorax schwarzlich behaart. Fiihler ugliederig, das 3. Fiihlerglied etwas kiirzer als die beiden folgenden zusammen. Clipeus in seiner Mitte vorne tief ausgeschnitten. Im Vorderfliigel ist die Entfernung des Arealnerven von Basalnerven viel kiirzer als der i. Cubital- quernerv und etwa gleich der Lange des 2. Cubitalquernerven. Lange 7 mm. 56 Fundort: NYirdlich vom Ki\vu-See vSabinjo. 3000 m (Bambus\vildnis) ii. 07. Diesc Art hilclet das Gegensttick zu der vorigc-n und unterscheidet sich von ihr vor allein chirch die andere Form des Clipeus, auf.terdem durch grofiere Lange dcs >. Fuhlertiliedes und andere Lage des Arealnerven im Vorderfliigel. 3. Athalia hirnantopus Kl. V. Fundort: N'ordlich vom Albert-Edward-See. Ruvvenzori-Westseite. j^oo in. 2. 08. .1. hiian(of>ns ist die haufigste Athalia- Art Afrikas und pflegt fast in keiner Ausbeute zu fehlen, da sie eine ausgedehnte Verbreitung aufweist; sie ist vom Cap bis nach Kritrea hinauf gefunden worden. \ r on den 7 Tenthrediniden, welche die Expedition erbeutet hat, gehoren ; schon bekannten Arten zu. Die iibrigen 4 Exemi>lare verteilen sich auf 4 neue Si>ezies. Z\vei von diesen zahlen zu der Gattung Athalia, die durch ganz Europa, Asicn und Afrika verbreitet ist. Speziell in Afrika ist dieses Genus gut ent- \\ickclt, so dal.i \vir jetzt schon 22 Arten \on dorther kennen, also mehr als aus Kuropa und Asien zusammen. Die restlichen zwei Arten gehoren den spezifisch al'rikanischen Gattungen Sjostedtia und Dulophanes an, welche beide bisher nur in einer resp. zwei Arten bekannt waren. Trotz der geringen Zahl stellen also lit- von der Expedition mitgebrachten Blattwespen eine nicht unwesentliclie Hereicherung unserer ja noch sehr diirftigen Kenntnisse iiber die Tenthrfdiniden- Fauna des tropischen Afrikas dar. E. Enslin, Tenthredinidae. Taf. IV. 2. Athaiia melanopoda Dulophanes ftavipes. Sjostedtin aethiopica. Qg. Scheiderer gez. Coleoptera, Tenebrionidae. Von Hans Gebien, Hamburg. Das mir freundlichst zur Bearbeitung iibergebene Material an Tenebrioniden enthalt auBer einer Anzahl neuer Arten auch besonders viel schon bekannte. Diese sind es in erster Linie, die es gestatten, ein Urteil iiber die geographische Ver- breitung der Tiere abzugeben. Im groBen und ganzen ist die Tenebrionidenfauna der bereisten Gebiete rein westafrikanisch. Im folgenden ist bei den betreffenden Arten stets ihre Verbreitung in groBen Ziigen, soweit sie mir bekannt, angegeben. Einige Gattungen : Zophosis, Psammodes, Pogonobasis sind nur ostafrikanisch und kommen im Westen nur im inneren Kongostaat, Angola vor, wahrend sie an der Guineakiiste, Kamerun, Gabun, Franz. Kongo keine Vertreter haben. Die mit- gebrachten Tiere dieser Gattungen sind fast alle am Victoria-Nyansa und im wirk- lichen Deutsch-Ostafrika gefunden. Bisher nur aus Westafrika bekannt sind die folgenden aufgefundenen Arten (fur sie gilt der betr. Fundort fast stets als der ost- lichste bisher bekannte) : Opatrinus servus, 0. ovalis; Selinus calcaripes, Gonocepha- lum longulum, Platydema brevispinum, Uloma Sjoestedti, U. laesicollis, Menephilus bifasciatus, Amenophis iphthimoides , Taraxides punctatus, Pristophiluspassaloides, Chiroscelis digitata, Ch. bifenestrella, Prioscelis serrata, Pycnocerus Westermanni, Pycn. v. exaratus, Nesioticus flavopictus, Paramarygnms jenioralis, P. subglobosus, Megacantha dentata, Hoplonyx var. ruficrus, Gonocnemis carinata, G. strigipennis, Strongylium cribratissimum, Sir. rapax, Str. viridulum, Str. cyanipes. - - XJber ganz Ost- und Westafrika und zum Teil noch weiter verbreitet sind die folgenden Arten: Himatismusvillosus, H.plebejus, Gonocephaluni simplex, Opatropis hispida, Ceropria Romandi, Peltoides senegalensis , Toxicum taurus, Derosphaerus globi- collis. Mesomorphus villiger ist in den Tropen der ganzen alten Welt von Afrika bis nach Australien verbreitet, und Eutochia pulla hat eine ahnliche \ r erbreitung, geht aber im Osten iiber Indien nicht hinaus. Von den als Kosmopoliten bekannten Tenebrioniden sind von der Expedition Tribolium ferrugineum und Alphitobius diaperinus mitgebracht worden. Die Liste der mir iibersandten Tiere ist die folgende. (Von alien neuen Arten befinden sich Typen resp. Cotypen auch in meiner Sammlung.) i. Zophosis funerea Gerst. 3 Kxeniplare Kiwu-See: Kissenji II. XI. 1908 (v. STEGMANN); Yic-toria-Xyansa: Bukoba (GrDOWIUS); Bussisi 4. X. 1890 (STUHLMANN). 1 >ie Tieiv \\ eielK-n hahituell und in der GroBe etwas von den Kiistentieren ah. doch findeii sicli keiiie Unterschiede, die eine artliche Trennung rechtfertigen. 2. Zophosis spec. dub. i Kxemplar. Victoria-Nyansa: Bukoba 3. Himatismus villosus Haag. i Kxeinplar. Deutsch-Ostafrika : Ugogo-Unyamvvesi, noo 1200111. (J)r. MAKSCHALL). Die Art ist in ganz Mittel- und Nordafrika, auch in Svrien, Kk-inasien verbreitet und haufig. 4. Himatismus plebejus Fahrs. i Exemplar. N-Tanganjika: Russisi Westufer V. 1908 (GRAUER). Siid- afrika, Deutsch-Ostafrika, Mozambique, Kongo, Madagaskar. 5. Rhytidonota metallica n. sp. hr schlank, zierlich, Oberseite, besonders die Fliigeldecken, metallisch, sch\vach glanzend. Kopf fein und dicht, aber nicht gedrangt, sehr deutlich punktiert, die Augen hinten scharf stumpfwinklig in den Hinterkopf iibergehend. 1 >ie Augenfalten sind sehr feine, scharfe Kielchen, die auf die Innenseite des Caul bus fiihren. Der Clypeus ist seitlich voin Canthus durch einen kurzen, aber /iemlieh scharfeii Langseindruck abgesetzt, sein Vorderrand gleichmafiig gerundct. das mittlere Zahnchen sehr fein, spitz. Die Fiihler iiberragen dir Mitu- ik-s Halsschildrandes um ein geringes, Glied 3 ist i ' ._, mal so lang wie das \-icrte, die vorlet/ten (rlieder sind s+ark quer, das zehnte doppelt so breit wie laiiu;. has Mrntum ist flach, sein Vorderrand mit deutlichem Ausschnitt, die < >!(. -rt'l;i( -lu- mil scliarfen, etwas ungleichen Kornchen bedeckt. Die Kehle ist icik-r-t-iiv M-harl' und lief eingeschnitten. Die Mitte flacher, ein mittlerer Langs- riiiflruck Milt. Ilalssi-hild so breit wie lang, die Seiten stark gerundct, die S]>il/r dua-. lircilci als die I'.asis, die -n'U.'.te I'.reite des Halsschildes liegl in der .MitU-. I >k ( )berl'liiehe ist iiul.ierst fein. gk-ichiniil.'iig, zienilich dicht punktiert. I >ic M-itlii-hc Raiidun- M \ olNlandig, \-or den stnni|)t"en, in der Randlinie scliarfen Ilinieruinkeln nirhl -i-M-li\vi-ift, auch die T.asis deutlich und zieinlich dick ^erandet. 1 Me 1 ; 1 ii _ e 1 d e e k e n sind kaiini nierklicli breiter al> der Halsschild, die N.dit i-t \-orn nicht, hinten nianehnial etwas \eilielt. Die Decken sind deutlich x.u-i-^pii/i . jede Flu-eldeeke hinten deutlic'h ab;;eset/t und die auBerste Spitze der Naht lein ein-cschnitten. Die I'.asis ist vollstiindig gerandet, die 59 Schultern nicht knopfartig abgesetzt, sondern ebenso fein gerandet wie die Basis. Die Oberflache ist bei schwacher VergroBerung vollstandig glatt; bei starker VergroBerung (Binocular 65fach) zeigt sich aber der ganze Grand wie auch bei R. marginata, polita, gracillima sehr fein lederartig gerunzelt und mit groBeren, weitlaufigeren Punkten bedeckt. Prosternum von den Hiiften an wagerecht mit senkrechtem Absturz. Die Randlmie der Hiiften hort vorne auf und reicht nicht zwischen die Hiiften; Mesosternum breit und tief aber nicht sehr scharf eingedriickt. Vorderschienen beim O 1 innen schwach gekriimmt. An den Hinter- tarsen ist Glied i so lang wie 2 und 3 zusammen. Lange : 10 K n % mm. 4 Exemplare. S-Victoria-Nyansa- Bussisi 4. X. 1890 (STUHLMANN). Die Art gehort in die Verwandtschaft von R. polita, gracilis, marginata, gracillima. Yon alien unterscheidet sie sich durch die stark metallische Oberseite, die aber nicht cleri hohen Glanz wie bei der viel groBeren R. polita zeigt; diese hat auch ungerandete Fliigeldeckenbasis. R. gracilis hat seitlich ungerandeten Halsschild. R. marginata ist viel plumper und hat einen queren Thorax, auch tritt die Randlinie der Vorderhiiften auf das Prosternum und die Clypealeindriicke sind rund. 6. Adesmia nigrogemmata Fairm. 2 Kxemplare. Deutsch-Ostafrika: Ugogo-Uiwamwesi, noo 1200 m (MARSCHALL) , Victoria-Nyansa : Bukoba (GuDOWiuS). 7. Adesmia tuberculifera Kolbe. 3 Exemplare. Ostafrika: 50 km ostlich von Kasongo, Urwald I. 1909 (GRAUER). Beide Arten nur aus Ostafrika bekannt. 8. Peristeptus marginalis Geb. 2 Exemplare. Zentralafrika : N-Tanganjika-See (GRAUER); Deutsch- Ostafrika: Bukoba 31. X. 1890 (STUHLMANN). 9. Pogonobasis seriepilosus Geb. 3 Exemplare. Zentralafrika: Kiwu-See, Insel Kwidschwi XI. 1907 (GRAUER); Ostafrika: 50 km ostlich von Kasongo, Urwald I. 1909 (GRAUER). Aus dem siidl. Kongostaat beschrieben. 10. Pogonobasis spec. dub. 2 abgeriebene Exemplare, die vielleicht der vorigen Art angehoren. \'ic- toria-Nyansa: Bukoba 16. I. 1890 (STUHLMANN); S- Victoria-Nyansa: Bussisi 4. X. 1890 (STUHLMANN). 6o ii. Physophrynus Burdoi Fairm. i Kxemplar. Detitsch-Ostafrika : Ugogo-Unyamwesi, noo 1200 m i M. \RSCHAI.L). Nur aus Deutsch-Ostafrika bekannt. 12. Psammodes pilosiusculus nov. sp. 1 Hmkelbraun, mehr oder weniger glanzend, Fliigeldecken oft mit erdigem T. .iiK-nt bedeckt. Der Kopf ist sehr grob, dicht und tief punktiert, viel grober als der Thorax, der Seitenrand des Kopfes ist von den Augen an nach vornc nahezu geradlinig verengt, ohne deutlichen Einschnitt vor dem Clypeus. Die Fiihler sind verhaltiiisina'J.>ig schlank, sie iiberragen den Hinterrand des Hals- schildes, ihre mittleren Glieder sind in der Anlage zylindrisch, aber deutlich et- \vas flachgedriickt, alle Glieder stark, kurz beborstet. Halsschild kaum breiter als lang. seitlich kraftig gerundet, in der Mitte am breitesten, die Seitenrand- kante dcutlich, besonders ist aber die Oberseite von den Pleuren durch einen glatten glanzenden Streifen abgesetzt, da die grobe Punktur der Unterseite nicht bis an die Randkante reicht; die Hinterwinkel sind ganz breit verrundet, lii- Vordenvinkel nicht oder kaum merklich lappenformig vorgezogen. Die < )bcrfliiclu- i>t sehr dicht gedrangt, stellenweise schwach zusammenflieBend punktiert, die Basis ganz ungerandet; eine glanzende, oft unterbrochene Mittel- linic isi meist vorhanden, auf der vScheibe befinden sich ein paar sclnvache. ru'.idliche Kindriicke. Jedes Griibchen oder jeder Punkt der Obevflache tr:i-t eine aiiliegende, nicht sehr lange Borste. Die Fliigeldecken sind oval, die Sriu-n vollkommen gerundet, die Scheibe ist meist etwas flach gedriickt, zmveilen aber auch sehr stark der Quere nach gevvolbt, Liin^sri])pen fehlen \-ollig, oiler -iml so schwach ausgepragt, da!3 sie kaum bemerkbar sind, die Seitenrandrippe ist nu-isl -an/, erloschen, der umgeschlagene Rand ist mit feinen Kcirnchen nicht sehr dicht besetzt, die a'uBere I ; .])i])leuralkante ist iiberall scharf. daneben nach vornc i^t ein fast schlitzlTirmiger langer F.inschnitt, der ganz am Vorderrand der Mittelbrust am meisten vertieft ist. Die Epipleuren sind mit einer unordent- lichcn Reihe ziemlich grober Punkte versehen. Die ganze Oberflache der P'liigel- ilecken ist mit ziemlicli dicht stehenden, aber nicht gedrangten, kurzen Borsten brdeckl, dii- auf di-r Sc-lieibe nu-hr oder weniger anliegen, am Absturz dagc'-ni aufgerichtel >ind. ]>n- X'orderbrust ist nach \-orn vorgezogen, wagerecht und verdeckt das Mi-ntum, ihr Vorderrand ist beborstet, sii- ist /.wisclien den Hiiften langsgi-wolbt, am I-jidi- -an/, \-errundet abstiirzend; sehr grobe Punkte, die aber uichl -c-h , : inui Melu-n. lassi-n den Seitensauni I'rei, nebeii den Hiiften be- I'nuleii sji-li nni-c I.an-vrun/eln. Der Hinterleib ist i-twas -l-in/.i-nd, mit feinen, \\ritl;iutiv;i-ii, veil K-iM-na 1 1 i-ni Til nkl en besetzt. Dii- liei nr ^ind schlank, Schenkel nnd Schiriii-n -flu -iMl.uinl dirht ]>unktiert und beboi>tet. I ie X'orderschienen -inil aul.-ii-n sch art" der -an/.ni I.iin^i- nach gekanti-1, der AuUeinvinkel springt /.ahnfornn- naeh ani.i.-n vor und ist, \vie -ruohnlich, nach hinten gevvendet, 6i die Enddornen groB, der innere 2 /s so lang wie der auBere. An den Hintertarsen ist das erste Glied langer als das Krallenglied ohne Kralle. o*. Mit Tomentfleck auf den ersten 3 Abdominalsegmenten, der auf dem zweiten Ring am groBten ist, die Spitze des zarten Penis ist scharf und ziemlich lang eingespalten. 9. Das erste Abdominalsegment allein ist mit Toment bedeckt. Die weib- lichen Sexualorgane ohne Styli. Die VerschluBplatte am Bnde 3lappig, der Mittellappen mit starken, langen I,angsriefen, die bis zur Spitze reichen. I,ange : 14 19 mm. Zentralafrika : Kiwu-See, Insel Kwidschwi XI. 1907 (GRAUER); SO- Albert-Ed ward-See : Kawingo i. Mpororo 8. IV. 1891 (STUHI.MANN). Bine Anzahl Exemplare auBer den beiden in meiner Sammlung (dabei Type cf und 9) und in der Sammlung des Herrn ERTL, Miinchen, von Ukerewe 1904 und 1905. Diese Art steht dem ostafrikanischen Psammodes vagecostatus Fairm. (der wahrscheinlich mit Amiantus castanopterus Haag identisch ist) sehr nahe, unter- scheidet sich aber durch geringere GroBe, viel schlankere Gestalt, langere Fiihler und Beine, ungerippte Fltigeldecken, die nicht zipflig vorgezogenen Vorderwinkel des Halsschildes usw. 13. Phrynocolus undatocostatus Kolbe? 6 Bxemplare. Westlich vom Ruwenzori: Fort Beni I. 1908; N-Albert- Bdward-See: Steppe b. Kasindi I. 1908; Victoria-Nyansa : Bukoba (GuDO- wius). KOLBES Beschreibung paBt auf mehrere der oft sehr ahnlichen Arten, so da 1.5 ich nicht sicher bin, ob ich die gesammelten Tiere richtig identifiziere. 14. Opatrinus servus Muls. 2 Exemplare. Zentralafrika : Kiwu-See, Insel Kwidschwi XI. 1907 (GRAUER); Im Guinea- und Kongogebiet weit verbreitet. 15. Opatrinus ovalis Muls. 8 Bxemplare. Westlich vom Ruwenzori: Fort Beni I. 1908; siidwestlich vom Albert-See: Mboga III. 1908; nordwestlich vom Albert-See: Karewia 22' N. 6. VI. 1891 (STUHLMANN). Wie die vorige verbreitet aber hiiufiger. 1 6. Selinus calcaripes Geb. i Exemplar. Westlich vom Albert-See: Route Mawambi Awakubi a. Aruwimi 20. IV. 1908. Ferner i Exemplar in meiner Sammlung von Brit. Uganda: Sesse-Insel (R. KOCH). Die Originaltiere stammen aus Kamerun. 62 17. Selinus interioris n. sp. Klein, schwurz. schwach glanzend, ziemlich oval, doch die vSeiten in der Mitte ant" cine kurze Strecke parallel. Der Kopf ist dicht und deutlich, ebenso fein wie der Halsschild punktiert, ein mittlerer Liingskiel fehlt; er ist bei den An^eii am breitcsteii. der Canthus ist ebenso breit wie die Augen. Fiihler kurz und dick >chwarz. drittes Glied nicht ganz i^mal so lang \vie das vierte, das hinfte ist so Ian- \\ie breit, die folgenden allmahlich imnier niehr quer, das vor- let/.tc doppelt so breit wie lang, das letzte so breit \vie lang, die Fiihler reichcn etwas iiber die Mitte des Halsschildes hinaus. Der Unterkopf ist dicht und stark rauh ])iinktiert, seitlich sogar deutlich quer gerunzelt. Halsschild in der Form variabel. mcist an der Basis i 2 / 3 i 3 /4rnal so breit wie in der Mittellime lang, die Seiten in den hinteren zwei Dritteln vollkommen parallel, das erste Drittel -lark nach vorn verengt, die Vorderwinkel sind deutlich und ziemlich schari, ca. 110 -i -MI,!, die Hinterecken ca. 70 75 groB, der basale Ausschnitt nicht >chr tie! und nicht deutlich eingedruckt, die basale Randlinie ist fein aber voll- -tandiL;. Nebeii dem Seitenrand verlauft ein deutlicher, aber nicht sehr tiefer I.angseindruck. Die Oberflache ist sehr deutlich und dicht punktiert, eine mittlere Lan^slinie fehlt, oder ist kaum angedeutet; der umgeschlagene Rand ist glatt oder kaum <|uer gerunzelt. Die Flugeldecken sind von der Breite des Hals- >childes. aber im hinteren Drittel uni ein geringes breiter, sie sind sehr tief i)iink- tiert -estreit't, die Punkte der Streifen sind verhaltnismafiig fein, etwa wie bei dem gemeinen 5. trivialis, die der Zwisehenraunie aber sehr deutlich und so -lark wie die des Halsschildes. Die Zwisehenraunie sind stark konvex, aber nicht -eri]i])t, auch die seitlichen nicht, die S])itze ist in beiden ( leschlechtern i-infach. Das vortretende Prosternum fiillt gerundet senkrecht ab, seine S])it/.e ist vollstandi- gerandet. Die Unterseite ist glanzend, fein punktiert. das Anal- ment i-1 ungerandet. Die Vorderschienen sind beim "* dicker und ha ben innen \-or der S]>itze einen sehr schwachen, nach oben nicht zahnartig begrenzten, l)ogi-en Ausschnitt, die Erweiterung der Vordertarsen ist nicht sehr deutlich. Die Mittel- und Hinterbeine und das Abdomen der Mannehen sind ohne Aus- zeiclinung. Liinge: 9 lo 1 /^ mm. Mir lie-en e) von Brit. Uganda: In-eln (R. KOCH) in meiiu-r Sammlung. ferner Victoria-Xyaiisa. (C.i-ixiwirs); \\'-\"ic1oria-Xyansa: Kafuro im Karague, 1-jide XI. M. Ant'. III. i.Sii (Si i III.MANN); S-\\'-Albert-X>aiisa r I 'ndu^suma !>der W- Victoria? l'.ukob;i (Sii'lll^MAXN); Zentralat'rika : K.iwu- v See, Insel Kuid^cliui IX. und XI. i(>(7 (C.K \ri.K); /enl ralat'rika Tan-anjika: Usum- bura XI. --XII. Irlie-enden Tine >ind in (ir(")l.!e und Form des Halsschildes etwas i-hiedi-n. dni-h -laulie icli niehl, da I.! verschicdcuc Arteii \-orliegc-n. 1 ir Art ^elu'irt mi' s/;;//>//V//'cs deb. zu den kleiiu-n, unansehnlichen und hat wie die^e die kaum auvm-xcicluu-leii \'orderschieneii der Mannehen. Sic- unter- - 6 3 - scheidet sich von ihr durch die bedeutendere Gr6J3e, ungerandetes Analsegment, andere Korperform, feine Punkte der Streifen usw. 1 8. Mesomorphus Varendorffi Reitt. 2 Exemplare. W-Victoria-Nyansa : Kafuro in Karague 29. III. 1891 (STUHLMANN); W-Victoria-Nyansa : Kesimbili a. Kagera 27. VI. 1907. Diese Art liegt mir in meiner Sammlung auch vom Kongo, Natal, Caffra- i rien vor. 19. Mesomorphus villiger Blanch. i Exemplar. Zentralafrika Tanganjika: Usumbura XI. XII. 1907 (v. STEGMANN). Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Art liegt im indo- malayischen Archipel, wo sie auf keiner Insel zu fehlen scheint; sie kommt von Australien iiber Asien bis zum Kongo vor, ist auch auf Madagaskar heimisch, doch scheint sie in Afrika nirgends sehr haufig zu sein. In Siid- asien gehort sie zu den gemeinsten Kafern. 20. Gonocephalurn simplex F. Die gemeinste Opatrine des tropischen und siidlichen Afrika. 39 Exem- plare. W-Victoria-Nyansa: Kesimbili a. Kagera 27. VI. 1907; Steppe siid- lich Albert-Edward-See XII. 1907 ; Zentralafrika : Kiwu-See, Insel Kwidschwi IX. 1907; See-Ebene siidlich Albert-Edward-See XII. 1907; Ruanda: Mohasi-See VII. 1907; Kiwu-See: Kissenji II. XI. 1908 (Y. STEGMANN); Victoria-Nyansa : Bukoba (GUDOWIUS); Kiwu-See, siidostliches Ufer VIII. 1907; Albert-See: Kassenge III. 1908; SW-Ruanda 1800 m, Rugege-Wald 20. VIII. 1907; westlich vom Ruwenzori: Fort Beni I. 1908; Zentralafrika: Ruanda, Bugoie-Urwald II. XI. 1908 (v. STEGMANN); N-Tanganjika, Russisi Westufer V. 1908 (GRAUER); NW- Albert-Ed ward-See, Steppe bei Kasindi I. 1908; NW- Albert-See : Karewia o 22' n. 6. VI. 1891 (STUHL- MANN). 21. Gonocephalurn longulum n. sp. Korper langgestreckt, flach, oben und unten mit abstehender, rostbrauner Beborstung. Ko-pf ziemlich dicht mit aufstehenden Granem bedeckt; Seiten- rand vor den Augen von dem Durchmesser derselben, iiber den Fiihlern ohne Ausbuchtung; der Clypeus wenig tief, stump fwinklig ausgeschnitten. Mentum lang oval, mit feinem L,angskiel. Fiihler die Mitte des Halsschildes iiberragend, Glied 3 beinahe doppelt so lang wie 4. Die Seitenrander des 'Halsschildes entweder in den letzten 3 / 5 ganz parallel oder nach hinten sehr schwach verengt, nach vorn deutlich und ziemlich stark; die Vorderwinkel stark vorgezogen, so dai3 meist der nach vorn verlangert gedachte Seitenrand des Halsschildes vorn 64 vor die- Yorderlinie des Kopk-s fallt. wahreiid sic bei alien anderen Arten dieselbe fortsetzt. Dei Yorderrand fast genau halbkreisformig ausgeschnitten, Hinter- \vinkel M-harf recht winklig. der Hand jederseits ist ct\va in ' - der ganzen Breite abur-et/.t und anfgebogen. die Mittelpartie weiiig gewolbt. Die gauze Oberflache ist mit anfstehender Behaarung und seharfen, gleichmal.'ig verteilten, ziemlich diehteii Kornern beert-See: Route Mawambi-Awakubi am Arnwimi I\'. ia (Gi'ix >\virs). l ; .linii;ilK an Mi'hl- und BroU'orratc- -i-1)iinden und daher \\ic- Tribolium Kosmopolit. 35. Toxicum taurus F. j.| I-'.xi-inplar.-. \\'.-^tlirh Albert -S*.-r : Routi- Mawambi-Awakubi am Aru- wimi IV. K)"*; S\\' von Albert-Sr, : Kirk-I'iille III. 1908; n(">rdlic-h vom - 6 7 - Albert-Edward-See- Ruwenzori FuB, Westseite II. 1908; Zentralafrika Kiwu-See: Insel Kwidschwi XI. 1907 (GRAUER); westlich vom Ruwenzori : Fort Beni I. 1908. Bine im ganzen tropischen Afrika iiberall gemeine Art. 36. Menephilus gagatus Geb. 8 Exemplare. Zentralafrika: Tanganjika-See (GRAUER; NW-Tanganjika- See: Urwalcl 1900 2200 m VI. 1908 (GRAUER); Zentralafrika, nordlich vom Kiwu-See: Rutschuru-Ebene XI. 1908 (GRAUER); Zentralafrika: Kiwu-See Insel Kwidschwi XI. 1907 (GRAUER); NW-Ruanda: Bugoye-Urwald 2500 m. Diese Art ist bisher nur aus Deutsch-Ostafrika bekannt, dort aber im Innern iiberall haufig. 37. Menephilus bifasciatus Quedenf. i Exemplar. Westlich vom Albert-See: Mawambi am Ituri IV. 1908. Vom Kongogebiet beschrieben. 38. Menephilus n. sp. Vulkangebiet nordostlich Kiwu-See X. 1907 (WlESE). L,eider ist diese interessante Art nur in einem Exemplar mitgebracht worden, so daB auf eine Beschreibung verzichtet werden muB. 39. Menephilus trifasciatus n. sp. Ziemlich robust, scrmarz, oben matt, die Unterseite glanzend. Der Hals- schild und seine Pleuren und die Kehle rot, 3 breite Binden auf den Fliigeldecken gelbrot. Der Kopf ist kurz und breit, die Augen stehen aus der Wolbung des Kopfes wenig heraus, sie haben innen eine kurze, tiefe Furche, der Kopf ist hinter ihnen nicht plotzlich verengt, sondern geht allmahlich in den Hals iiber. Der Canthus hat die Breite der Augen, die Winkel des Clypeus sind breit verrundet und sein Vorderrand ist in sehr flachem Bogen ausgeschnitten. Die Querfurche des Kopfes bildet einen Kreisbogen, sie ist in der Mitte undeutlich und wenig scharf, der Vorderkopf vor der Furche ist fein und sehr dicht punktiert, der Hinterkopf ist zwischen den Augen durch sehr dichte Punktierung verworren gerunzelt. Die Fiihler iiberragen die Mitte des Halsschildes, die ersten 6 Glieder sind stark glanzend, die letzten 5 verbreiterten Glieder deutlich matt. Der Unterkopf ist am Submentum grob, dicht, runzelig punktiert, der dahinterliegende Teil jedoch fast glatt. Das Mentum hat jederseits der erhohten Mitte eine tiefe Grube. Der Halsschild ist rot, der Rand ringsum schmal schwarzbraun ; er ist ca. i 2 / 5 mal so breit wie lang, die groBte Breite ist in oder hinter der Mitte, die Seiten sind maBig stark gebogen, vor den Hinterwinkeln kurz ausgeschweift, so daB diese recht- oder spitz winklig sind, die Vorderwinkel ragen etwas lappen- artig vor, der ganze Seitenrancl ist abgesetzt und runzlig punktiert oder granuliert, ebenso ist die Basis nicht durch eine eingeschnittene Linie abgesetzt, sondern 5* 68 iiK-hr dureh eine rauh skulptierte Furche. Die Oberflache ist ft- in und nicht sehf dicht punktiert. DieFliigeldeckerj sind etwas brciter als der Thorax. Es sind drei sehr breite, rotgelbe Binden vorhanden, welche die Naht nicht erreichen und seitlich den Seitenrand sehr schmal freilassen, die letzte Binde nimmt die Spit/.e -elbst cin ; <>dcr init anderen \Vorten: auf den Fliigeldecken sind schwarz gefarbt: die Xaht. ein schnialer Basalrand, fine breitere Binde vor der Mitte und cine schnuilere im letzten Drittel. Die Oberflache ist gereiht punktiert, nnr die erste Reihe neben der Xaht ist streifi- \-ertieft, die Zwischenraume sind dicht und fein, aber deutlich punktiert. Das Prosternum ist iiber die Hiiften hinaus verlangert, nur schwach gesenkt, niit zwei sehr tiefen Langsfurchen und feiner Punktierung; die Propleuren sind dicht und stark punktiert, nach hinten langsrun/lig. der schmale abgesetzte Seitenrand ist glatt. Abdomen sehr fein punktiert, sehr glanzend, Analsegment dick und deutlich gerandet. Mittel- und Hintertibien auf der Riickseite gefurcht. Yorderschieneii innen ohne Aus- zeiclnuing. Lange: 12,5 mm. _> I'".xemplare. Zentralafrika : Kiwu-See: Insel Kwidschwi XI. 1907 (GRAi'KR); Zentralafrika \vestlich vom Albert-Edward-See, 1600 m II. 1908 (GRAUER). Diese Art ist durch Farbung und Zeichnung sofort von alien Gattungs- genossen zu unterscheiden. 40. Tenebrio nitidulus n. sp. Kt\va von der Gestalt des T. picipcs oder T. gmneensis, sell war/, seiden- oder fettglanzend. Kopf sehr lang, so lang wie am Canthus breit, Au.m.-n klein wie bei guineensis, Canthus weiter nach aui3en tretend als die Augen. Die Ober- flache fein und sehr dicht, hinten etwas grober und weitlaufiger punktiert, der Clyj)eus in sanftem Bogen ausgeschnitten, seine Seitenlappen \ errundet. Fiihler dick, sie erreichen die Basis des Halsschildes nicht, das dritte Glied ist nur \vi-nig llinger als das vierte, dieses und das fiinfte kauni Itreiter als lanj;. reit wie lang, das lel/le et\\a so lang wie breit. Halssehild I ' > mal so 1>reit wie lang. hinter der .Mitte am breitf-ti-n, (|ueriiber bis an den Rand gewnlbt, und /war seitlich am stiirksten, SO da I.! die Si-iten -erade/u oiedergedriickt erscheinen. 1 >ie Hinter\\ inkel sind kurx. verrundel ri'i'litecki- , die ebenl'alls niedergedriickten \'orderecken nicht gan/. rechtwinklig, ^oiuk-rn et\\as kleiiu-r. 1 >ie Ilinterc-c-ken sind dick. \\ as mil der ^tarken \\"<")ll.un- der Scitenrandpart ie /usanimenliiiiii;! , und stehen s () \\eit nach hinten \\ ie die Mitte des Hint errandes ; nni- nieder^edriickt . Die Punktierung der ' )bertlaehe i-1 dieht und t'ein, \on der Sliirke derjenigcn des Kopl'cs und der Pliigeldeckenzwischenraume. Da- Sehildchen isi etwa halbkreisformig, seitlich nnuewinkelt. diehter und leniei punktii-rl als die Fliigeldecken. Die Flu-el- 69 dec ken sind etwas sclimaler und starker gewolbt als 1>d T. guincensis, nur mit feinen Punktreihen, deren erste kaum grobere Punkte zeigen als die Zwischen- raume; der 3., 5., 7. Zwischenraum, meistens auch der 4., 6. und 8. haben eine Reihe weitlaufig gestellter, grober Punkte. Das Prosternum ist sehr dicht und nicht sehr fein punktiert, die Seiten etwas langsrunzlig punktiert, der Pro- sternalfortsatz ragt liber die Hiiften und den Hinterrand der Vorderbrust hinaus, er ist schwach niedergedriickt und hat zwei nicht immer deutliche Langsfurchen. Das Abdomen glanzt, es ist unbehaart, sehr fein und weitlaufig punktiert, das Analsegment fein, vollstandig gerandet. Die Vorderschienen sind, namentlich innen, gekrummt, die Innenseite der Mittel- und Hinterschienen ohne Tuberkel- reihe, an den HinterfuBen ist das I. Glied dem letzten an I/ange gleich. Der sehr kleine Penis zeigt wie bei T. guineensis eine scharfe, einfach zulaufende Spitze und ist ohne jede Auszeichnung. Lange: 14 17 /^ mi Ti- Einige Exemplare von Uganda: Sesse-Inseln (darunter Type a* und Q), von Ukerewe und Victoria-Nyansa : Marienberg in meiner Sammlung, ferner in der Sammlung des Herrn J. N. Ertl, Miinchen (Insel Ukerewe; Deutsch-Ostaf rika : Urundi), aufierdem ein Exemplar von der Expedition mitgebracht : W- Victoria-Nyansa : Kesimbili am Kagera 27. VI. 1907. Die Art hat als nachsten Verwandten den in Westafrika sehr haufigen T. guineensis Jurh., mit dem sie in alien Hauptmerkmalen ubereinstimmt, sie ist aber im allgemeinen kleiner, schmaler, glanzend, der Halsschild in der Wolbung usw. ganz anders, ferner sind die Vorderschienen deutlich gekrummt, die Mittel- und Hinterschienen ohne borstentragende Graneln an der Innenseite. Diese Merkmale unterscheiden sie auch von einer noch unbeschriebenen Art aus Erythrea, die auBerdem aber auch sehr dicke Fiihler und eine andere Unterseite hat. 41. Amenophis iphthimoides Quedenf. 2 Exemplare. Westlich vom Ruwenzori: NW-Beni, Urwald I. 1908; und Fort Beni I. 1908. In Westafrika weit verbreitet und haufig; auch im Niam-Niamgebiet zu Hause. 42. Taraxides punctatus F. 19 Exemplare. Westlich vom Albert-See : Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi 20. IV. 1908; Mawambi am Ituri IV. 1908; westlich vom Ru- wenzori: NW-Beni, Urwald I. 1908; wahrend der Bootfahrt auf dem Ituri zwischen Awakubi und Bomili IV. 1908; Victoria-Nyansa: Bukoba (Gu- DOWIUS). Eines der Tiere ist kraftig metallisch und erinnert dadurch stark an aenei- pennis Kolbe, der aber clurch anderen Habitus von unserer Art geschieden ist. Sie ist westafrikanisch und kommt, wie es scheint, in den siidlichen Teilen (Kongo) haufiger vor als in den nordlichen. 7" 43- Derosphaerus globicollis Thorns. i Hxeinplar. \\Vstlich vom Ruwenzori: X\V-Beni, Urwald I. 1908. Im -aiix.en tropisehen Afrika, auch auf Madagaskar. 44. Derosphaerus n. sp. i Exemplar, von demselben Fundort wie die vorigc Art. 45. Eccoptostoma n. g. n. sp. I >ie Veroffentlichung dieser Gattung ist noch nicht erfolgt, es gehoren zu ihr aiil.ler einigen neuen Arten : 'I'drdxiilcs ruficrus Fairm. und Nyctobales levigatus '.i-xtro. Die hier vorliegende Art ist leider nur in einem Exemplar mitgebracht \\orden und \\ird darum nicht beschrieben. S\V- Albert-See: Mboga III. 1908. 46. Anaedus expansicollis n. sp. Das Vorkommen einer Anaedusart in Afrika ist zunachst iiberraschend, den n alle bisher bekannten Arten sind Amerikaner. Eine genaue Untersuchung der Art aber gibt kein einziges Merkmal, das eine generische Trennung recht- fertigen wiirde. Die Mundteile, \velche bei den Heterotarsiden gute Gattungs- kriterien bieten, sind so iibereinstimmend gebaut, daO die imten angegebenen I'nterschiede hochstens als artliche bezeichnet werden konnen. Die Gattung .liKicdiis findet sich ebenfalls in Siidasien, den Sundainseln, eine oder die andere Art 1^1 von Fairmaire alsLyprops beschrieben worden. Die Verbreitung der Gat- tung ist also eine ahnliche wie bei Strongylium, Platydenm, Ulonia, nur gehen die An i-n der alten Welt nicht so vveit nach Norden wie bei diesen Gattungeu. Viel breiter und kiirzer als A. punctatissimns, glanzend schwarz oder schwarz- braun, flach. Augen grob facettiert, groi3, Canthus kiirzer als das Auge hinter ilnn, der X'orderkopf, also die Partie vom Canthus l)is zum Clypeusrand aul3erst sehinal, so daB der Kopf vorn fast mit dem Canthus abschneidet, Clypeus ge- \vulsii-t. die luirche hinter ihni nicht deutlich begrenzt, tief, dicht und ziemlich I) punktiert, zwischen den Augen ein glanzender gewolbter, nicht punktiertei I-'leek. 1 >er I linterkopf wie der Vorderkopf punktiert. Der Zwischenraum zwischen den Au-en so breit oder etwas schmaler als der Querdurchmesser der Augen. I-'iililer schlank. die Basis cles Halsschildes erreichend, die Glieder zylindrisch, allt ct\\as liinger als dick, das 3. Glied etwas kiirzer als das vierte, die beiden \-orK-tx.ten (rlieder konisch, so breit wie lang. Mentuni an der >Spitze I ' '., mal MI l>reit wie an IH- siidlich vom Albert-Ed\vard-Siv XII. 1907. Vom Srnt."^,i1 l)is /.urn C.al.un \rrbreitet, nach dem aiifgefundenen Exemplar also aiifli \\c-it im Iniu-ni. tj c! 56. Pycnocerus sulcatus F. var. exaratus Har. 1 Exemplar. Ostafrika, 50 km ostlich vom Kasongo-Urwald I. 1909 (GRAUER). Der ostlichste Fundort dieser sonst westafrikanischen, be- sonders im Kongogebiet verbreiteten Art. 57. Pycnocerus (Catarnerus) Revoili Frm. var. laevis Geb. 2 Exemplare. Deutsch-Ostafrika : Ugogo-Unyamwesi n 1200 m (Dr. MARSCHALL). Bisher nur in Deutsch-Ostafrika gefunden. 58. Eupezus brevicollis Har. 2 Exemplare. Westlich vom Albert-See: Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi 20. IV. 1908. Ebenfalls eine Art des Kongobeckens, von der KOLBE aber auch (,, Ostafrika" p. 247) Bugundi siidlich vom Albert-See angibt. 59. Nesioticus flavopictus Westw. 3 Exemplare. Westlich vom Ruwenzori: NW-Beni-Urwald I. 1908. Eine in Westafrika, besonders an der Guineakiiste haufige Art. 60. Paramarygmus femoralis Jrnh. 1 Exemplar dieser westafrikanischen Art (vom Gabun, Kongo, Kamerun). Westlich vom Albert-See: Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi 20. IV. 1908. 61. Paramarygmus subglobosus Kolbe. 2 Exemplare. Westlich vom Ruwenzori: NW-Beni-Urwald I. 1908. Ebenfalls westafrikanisch, besonders in Kamerun zu Hause, dort gemein. 62. Paramarygmus n. sp. Steppe siidlich vom Albert-Edward-See XII. 1907. 63. Paramarygmus n. sp. Siidlich vom Viktoria-Nyansa?, Muansa (STUHLMANN). Beide Arten liegen leider nur in je einem Exemplar vor uiid werden darum nicht beschrieben. 64. Megacantha dentata F. 2 Exemplare. Westlich vom Ruwenzori: NW-Beni-Urwald I. 1908. An der Guineakiiste iiberall haufig, aber auch im Kongostaat nirgends selten. 65. Hoplonyx evanescens Geb. var ruficrus n. var. Diese neue Varietat unterscheidet sich von der Stammform durch die Far- bung der Beine. Bei ihr sind die Schenkel rot bis auf die Knie, die Tibien da- gegen schwarz. Die Abdominalsegmente 2, 3, 4 sind seitlich deutlich und scharf l. I ie \Vrbreitnng der Yurie-tat seheint cine \veit als dii- der Slanimt'orm. die- inir in zahlreichen Kxemplaren a her nur aus Kamerun vorlie-t. 1 >u- Varietal 1st in meiner Sammlnni; vertreten aus Kamerun, Mun- dnme am Mungo; Muk<>iije-Farm (Rniinr.); Goldkiiste: Akropang. Das einzige \-on der I'.xpedition mitgebrachte Tier stammt aus dem Gebiet \vestlich vom Ruwen/ori: lieni II. 1908. 66. Hoplonyx n. sp. i Kxemplar. Albert-See: Kassenje III. i<)<>.\ 67. Hoplonyx n. sp. All>crt-Kd\\ard-See: Ruwenzori-Westseite II. icjoS. l-'.lienl'alls nur in I Kxemplar mitiiebracht und darum zur Beschreibung vorlaufig nicht geeignet. 68. Hoplonyx parvicollis Geb. 6 Exeni])lare. V S\V. vom Albert-vSee: ^Iboga III. 1908; Yictoria-Nyansa Bukoba (GuDOWicis). Die Art \\urde nach Kxemplaren \-orn Victoria-See beschrieben. 69. Gonocnemis carinata Kraatz. 3 Exemplare. Nordlich vom Albert-Edward-See: Ruwenzori: \\'estseite J5oo in. Yon KRAATZ nach Kameruner Tieren beschrieben. Mit der Gattung Gonocnetnis ist Acastits Pering. identisch. Acastus scgnis dieses Antors unterscheidet sich von vorliegender Art fast nur durch die vor den Hinterwinkeln nicht geschweiften Halsschildseiten. 70. Gonocnemis strigipennis Thorns. 1 Hxemplar. \Vestlich vom Albert-See: Mawambi am Ituri IV . [908. I >u--es Tier ist /.\\eil'ellos dieselbe Art, die KKAATX als ^r. strigipc-miis aus Kamerun auffaBt; mir liegen einige Stiicke aus seiner Sammlung vor. Ob sie abi-r \virklieh mit THOMSONS Art zusammenfiillt, la'J3t sich nicht mit Sicher- heit sam'ii, da mir die Type nicht vorliegt. Die sehr diirl'tige lieschreibung paBt auf nnsere Tiere. 71. Strongylium cribratissimum Thorns. 2 l ; .xi-ni])lar> . Nordlieh vom Albert-l ; .d\vard-See : Ru\venzori-Ful.'. \\'estseil- II. [908. Him- ziemlich \-ariable \\estatrikaniselie Art. 1 )ie beidrn vorlir-enden Stiicke sind naekl , \\;il)iriid die typische Form anf den jjiin/.enden l^lii-t-ldecken sehr I'eine Iliirehen /.ei-t. leh glaubte, aul die>es Merkmal und aul' m-rin^e Skulpturunterschiede rim- neue Art griinden /n mii'-M'ii. /unial lU-liaanini; ln.-i den al'rikaniselien Arti-n gaux \'ereinzelt da- 77 steht. Aber ein etwas groBeres Material zeigt doch, daB diese Kriterien nicht stichhaltig sind. Mir liegt die Art vor von Kamerun (I y olodorf und Edea), vom Gabun und vom Kongo. 72. Strongylium clavigerum n. sp. Ziemlich kurz und gedrungen. Stark glanzend, Kopf und Halsschild griin- bronze, Fliigeldecken cyanblau, vSchildchen und Beine ebenfalls griinbronze, die Unterseite schwarzlichgrim, die Fiihler blauschwarz. Augen groB, die Stirn zwischen ihnen von halber Clypeusbreite (9), der Canthus so breit wie die Augen. Vor den Augen erne gebogene, scharf eingeschnittene Ouerfurche, die seitlich ibs zum Canthus reicht, die Oberflache maBig dicht und fein, hinten grober punktiert, zwischen den Augen und auf dem Clypeus ist ein Griibchen vorhanden. Die Fiihler kurz, die Basis des Halsschildes kaum erreichend, sehr stark ge- keult, Glied 3 noch fast zylindrisch, so lang wie das vierte, dieses dreieckig, so breit wie lang, die folgenden immer starker quer werdend, die vorletzten fast 3 mal so breit wie lang, das elfte noch etwa doppelt so breit wie lang, die Keule ganz flachgedriickt. Halsschild etwa so breit wie lang oder schwach quer, seitlich nur vorn bis zur Mitte cleutlich gerandet, hinten fehlt die Randlinie oder ist sehr undeutlich. Die Seiten maBig stark gerundet, vor den Hinter- winkeln deutlich ausgeschweift, die Hinterwinkel, von oben gesehen, dadurch etwas spitz nach auBen ragend, die Basis dick gerandet, der Rand in der Mitte breiter, ebenso ist der Vorderrand in der Mitte breiter und dort ist die Rand- linie etwas feiner, die Vorderwinkel sind breit verrundet. Die Oberflache ist punktiert wie der Hinterkopf, ziemlich grob, tief, aber nicht sehr dicht, die Zwischenraume viel groBer als die Punkte selbst, die Pleuren des Thorax weit- laufiger und grober punktiert als die Oberflache. Fliigeldecken seitlich nicht ganz parallel, sondern deutlich nach hinten erweitert, dort etwa doppelt so breit wie der Halsschild, die Naht in der Langsrichtung ziemlich stark gebogen, da der Absturz mit dem letzten Drittel beginnt. Oberflache punktiert gestreift. Die Punkte der Streifen vorn grober, aber nicht griibchenformig, viel kleiner im Durchmesser als die Breite der Zwischenraume; diese auch vorn kraftig gewolbt, besonders aber an den Seiten und hinten, sie sind sehr fein und weit- laufig punktiert. Die Epipleuren sind glatt, hinter der Mitte am schmalsten, an der Spitze geschwunden. Prosternum tiefer liegend als die Vorder- hatten, sattelformig eingedriickt, hinten wenig stark niedergebogen 'und am Ende mehr oder weniger verflacht. Das Abdomen sehr fein und wenig dicht punktiert, auBerst fein langsstrigos. Beine kurz und robust. Die mittleren an Lange die hinteren nicht iibertreffend. An den Hintertarsen ist das letzte Glied so lang wie die ersten 3 zusammen, Glied I etwas kiirzer als 2 und 3 zu- sammen. Die Tarse ist kiirzer als die Schiene. Lange: 15 17 mm. 2 9- Westlich vom Albert-See: Route Mawambi Awakubi am Aru- wimi 20. IV. 1908. I >u- Art 1st durch die- sehr stark gekeulten Fiihler sehr ausgezeichnet. Mir liegen noch 5 unbeschriebene Arten aus Westafrika vor, die mit der vorliegenden Art ciiu- besonderc Gruppe bilden. Von diesen unterscheidet sie sich durch die stark -cstrcil"U-n Fliigeldeckeii und die Farbung der Beine und den zwei- farbigen Koqx-i. 73. Strongylium Stuhlmanni Kolbe. 1 Kxemplar. Kiwu-See: Insel Kidschwi IX. 1907. Vom Victoria-See be- schrieben. 74. Strongylium rapax Thorns. 2 Exemplare. Westlich vom Ruwenzori: NW-Beni-Urwald I. 1908; westlich vom Albert-See: Mawambi am Ituri IV. 1908. Diese \-ariable Art ist in Westafrika vveitverbreitet und haufig. Da mir die Typen vorgelegen haben, kann ich die Synonymic \vie folgt klarstellen: Sir. rafiax. Thorns. (= htilitlmnnm Kolbe == brevicollc Makl. - paraUelmn Makl.). 75. Strongylium viridulum Makl. 2 Exemplare. Westlich vom Albert-See: Route Mawambi Awakubi am Anuvimi IV. 1908; Mawambi am Ituri IV. 1908. Diese Art wurde bisher nur in Westafrika, besonders in Kamerun, ge- funden. 76. Strongylium cyanipes F. 3 Exemplare. Siid \\rstlich vom Albert-See: Mboga III. 1908; wiihrend der Bootsfahrt zwischen Awakubi und Bomili IV. 1908. Ebenfalls rein \\rstafrikanisch, doch scheint diese ungemein variable Art viel weiter nach dem Siiden zu gehen als die vorige, da sie sich im Kongogebiet nicht Iten findet. 77. Strongylium n. sp. i Kxemplar. \\\-stlich vom Albert-See: Mawambi am Ituri IV. 1908. 78. Strongylium n. sp. j I ; .xi'iii])larc-, duvon eines ohne Kojit und Ualsschild, von demselben Fundort wir vorlu-rgehende Art. 79. Strongylium n. sp. i I ; .M-m]>lar. Ostlicli \-om Ruwenzori: Fort Beni I. 1908. Wir in friiheren I ; ;ilK-n mul.'> ich auch l>ei diesen 3 Arten darauf verzichten, cine HI-IK- Art nadi. nur rincm I-'.xemplar aufzustellen. /-?r\ 79 80. Praogena flavolimbata Mokl. 3 Exemplare. Westlich vom Ruwenzori: Beni I. 1908; Zentralaf rika : Kiwu-See: Insel Kwidschwi XI. 1907 (GRAUER); See-Ebene siidlich Albert-Edward-See XII. 1907. Die Verbreitung dieser Art hat sich erst durch die Funde der neueren Zeit feststellen lassen. Mir liegt die Art vor von Deutsch-Ostafrika (verschiedene Fundorte), Tanganjika-See, Kongogebiet, Old Calabar, Kl.-Popo, Kamerun, Deutsch-Siidwestafrika. 81. Praogena splendens Makl. Westlich vom Victoria-Nyansa : Bukoba 13. VI. 1907 (MARSCHAU,). 82. Praogena n. sp. i Exemplar. SW- Albert-See : ? Undussuma (STUHI.MANN). Das vorliegende Tier aus der Gruppe femorata Thorns, ist wegen seines defekten Zustandes zur Beschreibung nicht geeignet. Trichopteren von Aquatorial-Afrika. Von Georg Ulmer, Hamburg. Mit 50 Figuren. AuBer dem Material, das durch die Expedition des Herzogs ADOLF FRIED- RICH zu MECKLENBURG zusammengebracht wurde, sind fiir die folgende Dar- stellung noch einige weitere Sammlungen benutzt worden. Herr Prof. Dr. R. HEYMONS sandte mir samtliche im Zoologischen Museum zu Berlin be- findlichen afrikanischen Trichopteren, Herr Prof. G. SEVERIN (Musee Royale d'Histoire Naturelle, Briissel) zahllose Exemplare aus Belgisch-Kongo, Herr Dr. SCHOUTEDEN (Musee du Congo Beige, Tervueren) weitere Stiicke aus dem- selben Gebiete; auch aus dem Museum d'Histoire Naturelle in Paris (durch Herrn R. DU BUYSSON), ferner aus dem Riksmuseum zu Stockholm (durch Herrn Prof. Dr. YNGVE SjOSTEDT) und durch Herrn Dr. LE Roi (Bonn) von der Sudan-Expedition des Prof. KOENIG 1910 erhielt ich noch Material*). So ist es mir moglich gewesen, eine Ubersicht iiber die Fauna Aquatorial-Afrikas zu geben; doch glaube ich, daB auch jetzt noch nur ein Bruchteil der gesamten Fauna bekannt ist; die weiter unten aufgezahlten 50 Arten waren doch gar zu diirftig fiir das gewaltige Gebiet. Die Expedition des Herzogs zu MECKLENBURG brachte auBer Imagines auch eine Anzahl Larven mit, und gerade diese letzteren sind ein um so wertvollerer Bestandteil der Sammlungen als bisher noch keine Trichopterenlarven aus dem Aquatorialgebiete Afrikas beschrieben worden sind**). Die weiter unten folgenden Mitteilungen iiber die Dipseudopsis-'La.rve, wie auch iiber die so wenig be- kannten Macronematinen-Larven usw. diirften von Interesse sein. Die neuen Arten schlieBen sich eng an die bekannten an und geben keine Veranlassung, einen erneuten Vergleich mit anderen Faunen anzustellen; ich verweise nur noch auf meine Bemerkungen iiber die Trichopteren-Fauna Mada- gaskars (und benachbarter Inseln) und iiber ihre Beziehungen zum afrikanischen *) Dies letztere befindet sich im Besitze des Museums A. KOENIG in Bonn. **) Die friiher von mir (Zeitschr. wiss. Insekt.-Biol. I, 1905, p. 125) erwahnte Hydroptiliden- Larve, die DR. STUHLMANN in Ostafrika (Mbusini, Usegua, FluB Rucagura, 27. VII. 1888) sammelte, gehort wohl in die Verwandtschaft von Agraylea; das Exemplar ist im Hamburger Museum vor- handen. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 6 82 I ; e-tlande (in Y< >I-:I,T/KM\V , Reise. in Ostafrika in den Jahren 1903 1905. II. 1909. p. 362 363' unedeutend langer als die folgenden; die iibrigen Glieder dick, kaum langer als breit. Maxillartaster mit zwei kurzen Grundgliedern; die drei folgenden Glieder langer, unter sich gleich. Augen recht grofi; Ocellen fehlend; die beiden hinteren Kopf \varzen stumpf eiformig. Yorder- fliigel (Fig. i) ziemlich breit, lanzett- formig, zugespitzt; Sektor radii mit nur einer Gabel ; Media doppelt ge- gabelt, Gabel 3 vorhanden; Cubit us ungegabelt. Hinterfliigel (Fig. i) sehr schmal und s])itz, am Costalraud mit deutlichem \ T orsprung am Knde des Drittels; vSektor radii ungegabelt. Media \vie im Vorderflugel. also mit C.uU-1 ;; im ganzen ist eine Ahnlichkeit mit Oxycthini*) unverkennbar, doch i-l im X'orderfliigel von Oxycthiru der oli^rr Ast dc-r Mi-dia ungvgabelt. dage-c-n der untt-n.- -r-alti-ll, und im Hinterfliigel ist die Media nur einmal gcgabelt. I'lii-cl -i-lir dichl U-haart; die aufreehten Hiiivlu-n niclit zalilreich sichtliar; Ran(h\iinii-rn (U-r am ICndc oft aufgebogenen Hinterfliigel drei- bis viermal so Ian- \vie die I-'lii-elbreite. - Genitalanhan-e des ^ s. \v. u. Catoxyethira fasciata n. sp. K'ipt' und I'.ru^l dunkclbrann ; I'iihler. Taster und Heine gelb < >der braunlich- m-lb. \'rder!lii-el l>raungrau, mit /.\\ei \veil.!liclu'ii .s--hmaleii (Juerbiudcn, die' den \"nrder!'lu-el in drei etwa -leiclie Al)Si-]mil te teilen. Hinterfliigel einfarbi- -ran; die Randuimpern -ehu iir/.licligrau. Geiiitalanhiinge des " (Fig. 2, 3) nur in (lurch Lau-eii aut-ehellli-n I'ra]araten deutlirh; Penis anscheinend olme ge- *) Allrll /I! . si, h \'i-r\v;illiltsrll;lft. wundene Chitingrate, ohne Erweiterungen vor dem Ende; charakteristisch*) fiir die Art sind zwei sehr lange, spitze Chitingraten, die lateral (Fig. 2) stark S-formig gebogen sind, ventral und dorsal (Fig. 4) eine schwachere Biegung zeigen; die GenitalfiiBe sind stab- chenf6rmig,kurz,schwach nach auBen gebogen, am Ende lang behaart (in der Ventralansicht, Fig. 3, seitlich vom Penis sicht- bar); in der Fig. 2 sind sie durch die Pressung des Deckglases ebenf alls beicle sichtbar, fast gerade, et- was nach innen gebogen. Korperlange: I l / 2 bis Fig. 2. Catoxyethira fasciata. Fig. 3. Catoxyethira fasciata. i 3 / 4 mm; Lange des Vor- derfliigels: 2 mm; Fliigelspannung also etwa 4 4 l / 2 mm. Material: Recht zahlreiche 0*0* und 99 im Museum Briissel vom Belg. Kongo, Kinchassa, leg. WAELBROEK, mit folgenden Daten aus dem JahreiSgg: 24., 25. Marz; 3., 16., 21., 24. April; 19., 20., 24., 26., 28. Mai; 29. Juli; 10. Okt. 2. Gattung Hydroptila Dalm. Hydroptila cruciata n. sp. Das in Alkohol konservierte Material ist ganz farblos oder schwach gelblich. Von den Genitalanhangen des Q* sind zwei wie die Backen einer Kneifzange sich kreuzende, stark gebogene Chitin- stabe sehr charakteristisch; dieseStabe entspringen nahe den Korperseiten und divergieren betrachtlich, bis sie sich kreuzen; an der Kreuzungsstelle sind sie am breitesten (Fig. 4b); danach weichen sie auseinander und nahern sich zum zweiten Male, mit ihren Spitzen sich deckend; hinter der Kreuzungs- stelle sind diese Sta.be schraubig ge- dreht ; ihre Krummung ist medial, ihre Spitze lateral gerichtet ; die Genitalfiii3e (Fig. 4 a) sind lang und schlank, fast gerade, nur am Ende hakenformig nach auBen gebogen (Fig. 4 a, links); vor dem Ende tragen sie einige Borsten; der *) Auch bei nicht aufgehellten Objekten zu erkennen. CO- Fig. 4. Hydroptila cruciata. 8 4 Penis 1st sehr diinn und entbehrt der Titillatorengraten ; aui3er den genannten Teilen ist noch ein starker Haken (wohl nur einer) erkennbar (Fig. 4a, rechts). K.'irpt-rlange: i 2 2 mm; Lange des Yorderfliigels : 2 mm; Fliigelspannung also et\va 4 ' j mm. Material: 4 " "" und 5 99, Deutsch-Ostafrika, Langenburg, ,,Lampenfang unter Baumen nahe des See-Ufers nach einem regnerischen Abend", Dr. FOLLE- BORN k-g. 24., 25. XI. 1899; Museum Berlin. Fam. Philopotamidae Wallengr. 1. Gattung Wormaldia McLach. i. Wormaldia togoana Ulm. I" i \IF.R, Not. Leyden Mus. 29. 1907. p. 42. f. 61 63. Fundort: Togo.. Neues Material: 299, Togo, Bismarckburg, 16. IX. 1893, L. CONRADT leg., resp. 6. IX. 1893, L. CONRADT leg., beide im Museum Berlin. 2. Wormaldia fallax n. sp. Diese Art ahnelt so sehr der Wormaldia togoana Ulm. (vgl. vorher), daB ich mir nochmals die Typen der letzteren erbitten mul.fte, um mich der Unter- schiede zu vergewissern. Die Farbung der (in Alkohol konservierten) Exemplare ist genau die gleiche wie bei W . togoana, doch ist die dort dunkelbraune dreieckige Kopfpartie hier bei W . fallax nicht dunkler gefarbt. Maxillartaster mit sehr kurzem Basalgliede ; zweites Glied sehr lang, die distale Ecke mit einem starren Borstelbiischel ; drittes Glied nur so lang oder kaum langer w*ie zweites; viertes Glied halb so lang wie das dritte, f unites ungefahr so lang wie das dritte, aber viel diinner. Krallen des Vorderbeines (cf) ^rol.ier als die \\':'Hiniliini /alia*. der anderen Beine, unter sich aber gk-ich. I in Vorderfliigel (Fig. 5) ist die Discoidalzelle an der Basis stumpfer, die Medianzelle ist breiter als bei genannU-r \\'<>riii/diti-A.Tt- ) im Hinterfliigel (I-'i'-i. 5) i>i die I '^coidalzelle breiter als bei dieser. die Gabel i ist nie gestielt. Der lau-c Chitinstab (sicher nicht der Penis) unU-r den Genitalfiifien ist lateral (Fig. 6) sclilankrr und mehr zugespitzt als bei der II'. togoana; der darunter bcfindliche dreiecki^ Zahn (I'ig. 6, 7) ist grofier; die GenitalfuBe enden (lateral - 85 gesehen, Fig. 6) mit einer plattenformigen, lang ovalen Erweiterung ; sie haben in dieser Ansicht keinen Endzahn; ventral gesehen (Fig. 7) sind sie am Ende zu- Fig. 6. Wormaldia fallax. Fig. 7. Wormaldia fallax. gespitzt, nach innen gebogen, an der Innenflache ausgehohlt; lateral (Fig. 6), manchmal auch dorsal oder ventral (Fig. 8 a), sieht man ein Paar von starken gelben, lateral gebogenen Chitingraten iiber den GenitalfiiBen und zwischen ihnen (Fig. 6, 8 a) einen geraden schwarzlichen Chitindorn, wahrend bei W. togoana sich an dieser Stelle zwei sich kreuzende Chitindornen finden (ventral sichtbar, Fig. 8b). Korperlange 4% mm; I^ange des Vor- derfliigels: 5 1 /, mm; Fliigelspannung also Fi - 8 - Wormaldia fallax; b. Wormaldia ^ ' - togoana. etwa 12 13 mm. I Material: 3 oV, Lolodorf, Kamerun, Prof. ZIEMANN leg., X. 1906, resp. I. 1907, J. Nr. 538/07; Museum Berlin. Bemerkung: Es scheint mir, als ob diese 2 Arten nicht ganz in die Gattung Wormaldia hineinpassen ; das zeigt schon die Nervatur und ferner auch die Bildung der Maxillartaster, besonders bei der neuen Art. 3. Wormaldia rufiventris Ulrn. ULMER, Sjostedts Kilimandjaro-Meru-Exped. Abt. 13. I. 1908. p. 9. f. 26. Fundort: Mem. 2. Gattung Chimarrha Leach. Chimarrha minima Ulm. ULMER, Not. Leyden Mus. 29. 1907. p. 43. f. 64. Fundort: Togo. 86 Fam. Polycentropidae Ulm. 1. Gattung Nyctiophylax Brau. Nyctiophylax occidentalis Ulm. I'l MI K, X.ool. Anzeig. 28. 1904. ]>. 355. f. 2 5. Fundort: Kongo. Neues Material: Zalilreiche Exemplare von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. \V.\i;i. IIKMF.CK , im Museum Briissel, mit Hydropsychodes liiiuiuutu Walk, uncl Jioioinus trupicus Ulm. immer zusammen: Aus dem Jahre 1899: 21. Febr., 22. Febr., 25. Febr., 26. Febr., 28. Febr., I. Marz, 3. Marz, 5. Marz, 6. Marz, 8. Marz, ii. Marz, 12. Marz, 14. Marz, 18. Marz, 23. Marz, 24. Marz, 26. Marz, 27. Marz, 28. Marz, 31. Marz, 3. April, 5. April, S.April, 9. April, 10. April 14. April, 18. April, 20. April, 21. April, 22. April, 23. April, 24. April, 28. April, 29. April, 2. Mai, 3. Mai, 5. Mai, 18. Mai, 19. Mai, 20. Mai, 22. Mai. 23. Mai, 24. Mai, 26. Mai, 27. Mai, 28. Mai, 31. Mai, i. Juli, 29. Juli, I. Okt., 4. Okt., 10. Okt., 12. Okt., 15. Okt., 20. Okt., 23. Okt., 31. Okt. Ferner im Museum Berlin z. T. zahlreiche Exemplare aus Kamerun, Lolodorf, Leutn. JACOB leg., Jr. Nr. 1600/07. 2. Gattung Dipseudopsis Walk. 1. Dipseudopsis africana Ulm. fiMi K, Strtt. 7-tg. 66. 1905. p. 09, t. 2, f. 77, 78; DMI R, Ann. II of ins., \Vien 20. 190;. p. 95, f. 7?; I'l.Ml k, Not. I.eyden Mas. 29. 1907. p. 36; ULMER, Genera, 1907. t. 39. f. 6. Fundorte: Gabun, Kamerun, Togo. Neues Material: r \ Togo, Bismarekburg, Okt. 1891, R. BITTNKK leg., im Museum Berlin; dort auch i tf, Kamerun, Nssanukung, A. I>ii;nr, leg. und ferncr i ", Kamerun, Bibundi, 14. 10. 1904, TKSSMANN leg. 2. Dipseudopsis fasciata Brau. I!l-:\i I R, \'<-rh. Zool. hot. Ges. \ViVn. 2$. [875. \>. '"/, t. -|. f. >; I'l Ml K, Ann. Ilofins., \Vk'ii. 2". 1905. ]>. ',-, t'. 72; I'l.MI-lK, Sji'isli-iHs Kilini;i!iclj;iro-Mi-rii-l ; .\])i-il. [908, A1>1. [3. i. ]). ID. Fundorte: ,Si-iu-;j,al. vSudan, Kongo. Abr^iuii-n. Niger, Deutsch-Ostafrika. \cucs Material: Aus ck-ni Museum Berlin*) folgende "" und a. .;. /. \'I. H)(KJ. RK;C.].M:ACII leg.; Kamerun int., .Mao Rei. -. S. VI. [909, Ri<'.' .I.NKACII leg., KaniiTuu int., Mao Godi. 9. !.;. VI. 1909 RlGGENBACH K-g. ; Kami-run, <). VII. [903, v. KNoliLOCII leg.; Kamerun. Ngoko- Station, 9. IV. 10,02, HOSI:.MAXN leg.; Deutsch-Ostafrika, *) Hii-r .iiu-h - " von Sudafrika (Old Livingstone, SEINER K-.u. IX. 1906); d.-r l-iKlsjiorn 1st wie 1'i-i il.-n iquatorialen l-.M-ni])];in-n. BO il.-il.i ea ^i<-li ni<-ht tun /'. , ;/.^rs \\'alk. hamk-ln kann. Nord-Nyassa, Langenburg, 1898, FCLLEBORN leg. ; Langenburg, 24. und 25. Nov. 1899, ,,Lampenfang unter Baumen nahe des See-Ufers nach einem regnerischen Abend", resp. Langenburg, Nacht zum 27. I. 1900, resp. Langenburg, 23. XII. 1897 bis 29. III. 1898, Dr. FulvLEBORN leg.; Deutsch-Ostafrika, Schirati, K. SCHAUER leg.; Siidkamerun, v. d. MARWITZ leg., Jr. Nr. 710/1910. - - Aus dem Museum Paris folgende a* und Q: Mo9ambique, Prov. de Gorongoza, G. VASSE leg. 1907, resp. Vallee du Pungoue guengere, G. VASSE leg. 1907; Rives du Moyen Chari, Demraou-Bousso, Mission Chari-Tchacl, Juni 1904, Dr. J. DECORSE leg., resp. N. E. de Fort Archambault, Mara, Goulfei, Mission Chari-Tchad, Sept. 1904, Dr. J. DECORSE leg., resp. Fort Ar- chambault, Januar und Juni 1904 Dr., J. DECORSE leg. ; lie du Congo, confluent de 1'Oubangoui, Mission Chari-Tchad, August 1904, Dr. J. DECORSE leg. ; Congo beige, Rive de 1'Ouelle, 950 m, Mission du Bourg de Bozas. 1903; Brazzaville, Congo, G. M. BEL leg. 1907. - Ferner von der Expedition des Prof. KOENIG durch DR. LE Roi gesammelt folgende, z. T. zahlreiche o*d" und 99: Nr. i, Nr. 6 und Nr. 13. Bahr el Djebel, 5. III. 1910 resp. 8. III. 1910; Nr. 2. Bahr el Ghasal, 2. 3. III. 1910; Nr. 8. Bahr el Abiad. 20. II. 1910; Nr. 4. Dabba Ibrahim Sharak, Bahr el Abiad. 19. II. 1910; Nr. 10. Schilluk-Insel 5, Bahr el Abiad. 18. II. 1910. Bemerkung: Der fur die Art charak- teristische Sporn (Fig. gb) variiert, wie bekannt, (vgl. auch ULMER, Ann. Hof- mus. Wien. XX. 1905. p. 95, f. 72) etwas in seiner Gestalt; das .schmalere Ende ist spitzer oder stumpfer, doch ist die dickere Basis stets mindestens dreimal so lang wie das schmale Ende (Fig. gb). Vielleicht bilden deshalb 3 oV von Kete Kratschi, Togo (MiSCHLiCH leg., im Museum Berlin) und i tf von Kete Kratschi, Togo (Graf ZECH leg. 21. III. 1898, im Museum Berlin) eine neue Art; bei ihnen ist die dickere Basis des Sporns kaum zweimal so lang wie das schmale Ende (Fig. 9 a); doch ist wohl noch weiteres Material abzuwarten, ehe die Frage entschieden werden kann. 3. Dipseudopsis simplex Ulm. ULMER, Not. L/eyden Mus. 28. 1906. p. 85, f. 87, 88; Ann. Hofms. Wien. 20. 1905. p. 95, f. 72 d. Fig. 9 a. Dipseudopsis fasciata von Togo, b. vom Sudan. 88 Fundorte: \\Vstafrika (Bas-Ogue), Ostafrika. (Audi im Orange- und Transvaalgebiet der Kapkolonie.) 4. Dipseudopsis scissa Ulm. I'I.MI K, Ann. Hofmus. Wien. 20. 1905. p. 94, f. 71. Fundort: Kongo. 5. Dipseudopsis lata Ulm. l"i \n K, Revue Zoolog. Afric. I. 1911. p. 253, f. i. Fundort: Belg. Kongo. 6. Dipseudopsis bidens n. sp. Eine der grofiten Arten; in der Farbung der D. africana Ulm. ahnlich, durch den Bau des apicalen Innensporns der Hintertibie (a*) aber sofort zu unterscheiden. Kopf und Pronotum rotlichgelb bis dunkelrotlichbraun, immer gleichartig gefarbt; Mesonotum braun bis dunkelbraun, manchmal kaum dunkler als das Pronotum; laterale Partie des Mesonotum nicht heller als die mittlere; Metanotum etwas heller als Mesono- tum; Hinterleib heller oder dunkler gelbbraun; Unter- flache des Korpers braungelb, die Brust, nebst den Hiiften, mandimal etwas dunkler. Fiihler dunkelrot- braun bis braunschwarz, nur das Basalglied immer heller, rotbraun. Taster braunlichgelb bis dunkelbraun; ,,Russel" deutlich; Behaarung auf Kopf und Brust sehr sparlich, goldiggelb. Beine wie das Abdomen gefarbt, Hiiften manchmal etwas dunkler; der subapicale Innen- sporn der Hintertibie des a" (Fig. 10) ist etwas langer als der AuBensporn, schwach gebogen an der Basis, im iibrigen gerade, stabchenformig; sein Ende ist (ahn- lich wie bei D. stcllata Me Lch.)*) in zwei Klauen ge- Fi. 10. Dipseudopsis bidens. spalten; die Klauen ragen gar nicht vor, sondern sind abwarts gerichtet; die obere Klaue ist lang, halbkreis- formignach unten und auBen gebogen; die untere Klaue ist sdir kurz, spitz zahn- {(irniig, n;u h unten und am Ende schwach nach innen gebogen. - - Membran der Vor(K.-rflugd dunkd^raumitbraunlichemTone, mit hyalinen, manchmal nicht sehr deutliclu-n. Makcln urn die Anastomose herum am Thyridium und am Arculus; Postcostalraum nicht oder nur selten wenig heller als die vorhergehenden lyangs- raume; Behaarun- spiirlich, auf den dunklen Partien 1)raun, auf den hellen gelblich, im basalen Teile des Fliigels silber- oder goldigglanzende schuppenartige *) Vgl. Ul.Mi.k, Not. I., v-l.-ii Mus. 1,2. n,\o. p. .|g, f. i b. . 8 9 Harchen; Adern etwas dunkler als die Membran, Randwimpern dunkelbraun. Hinterfliigel heller als der Vorderfliigel, einfarbig. Im Vorderfliigel ist Gabel i lang gestielt, der Stiel 2 4mal so lang wie die Gabel; Gabel 3 ist kurz gestielt; im Hinterfliigel ist Gabel 2 sitzend. - Die Genitalanhange des Q* bieten keine Besonderheiten. - 9 unbekannt. Korperlange: n 12 mm; Lange des Vorderf liigels : 17 17 1 / 2 mm; Fliigel- spannung also etwa 36 37 mm. Material: 3 oV im Museum Berlin: Deutsch-Ostafrika, Amani 6. i. 1908, resp. 10. 1. 1907, resp. 13. 2. 1907, VOSSELER leg. ; ferner i o* (in Spiritus), Deutsch- Ostafrika, Monga bei Amani, 12. 7. 1905. Prof. VOSSELER leg., Jr. Nr. 938/06, in demselben Museum. Die Farbung dieses Exemplares ist etwas verblaBt. 3. Gattung Protodipseudopsis Ulm. i. Protodipseudopsis Sjoestedti Ulm. ULMER, Not. Leyden Mus. 31. 1909. p. 132, f. 7 9. Fundort: Kamerun. Neues Material: i cf, S.-O-Kamerun, Lolodorf, L,. CONRADT leg. und i cf, Kamerun, Bibundi, 16. 30. X. 1904, G. TESSMANN leg., beide im Museum Berlin; dort ferner 4, meist nicht gut erhaltene Exemplare, z. T. 99 (Mittelbeine erweitert, Fiihler anscheinend diinner als beim cf), Westafrika, Uelleburg, VI. VIII. 1908, TESSMANN leg. ; diese Exemplare sind teilweise nicht so stark auf den Vorderfliigeln gezeichnet wie obige Kameruner o* und wie die Type, da manchmal einige oder gar alle hyalinen Makeln nur schwach ausgepragt sind ; am haufigsten vorhanden ist die apicale Makel; einige Stiicke scheinen kurze An- hange an den ersten Maxillen (also rudimentare ,,Riisser') zu besitzen; ferner I o* aus dem Museum Stockholm, Kingoyi, Kongo; dies letztere, in Alkohol konservierte, Exemplar zeigt sehr deutlich riisselformige Anhange, die aber nur so lang wie das erste Glied der Maxillartaster sind. 2. Protodipseudopsis decolorata n. sp. Von der vorigen Art hauptsachlich durch dickere Fiihler und durch die gestielte Endgabel 2 des Hinterfliigels (d*, 9) unterschieden. Korper mattschwarz, hintere Kopfwarzen und Brust braun; Fiihler schwarz- braun, die drei oder vier ersten Glieder rotlich; die Fiihler sind in beiden Ge- schlechtern betrachtlich dicker als bei Protodipsendopsis Sjoestedti, beim 9 schon so dick wie beim Q* dieser letzteren Art, beim Q* noch bedeutend kraf tiger; die Fiihler sind nicht drehrund (wie beim 9 von P- Sjoestedti), sondern platt, von oben nach unten stark zusammengedriickt (wie das auch beim o* von P. Sjoe- stedti manchmal der Fall ist); Maxillartaster rotlich, fiinftes Glied kiirzer als die iibrigen zusammen; Labialtaster schwarz, nur das Endglied braun. Beine gelbbraun, die Vorderhiiften wie die Basis und der Apex der Vorderschenkel 90 ii. Protodipseudopsis decolorata. dunkel. Membran beider Flu-el dunkelgraubraun. an den vorliegenden Kx- emplaren naekt. glim/end; keine hyaline Makeln, nur die zweite und dritte <-. I{nt. Hi-li;. .41;. IOD;. ]>. 35, I". 23, J.}. Fundort: Belg. Kongo. NCUCS Material: Zahlreiehe Ivxeni])lare (mit H\'-<>f>svc/i<>(tcs diniiiiudi \\'alk. und .\'\'ctinf>/i\'/(t\ i.. j.s. l-'ebr., i. Miir/. .;. Mar/., 5. Mar/, f>. Miir/, S. Marz, dar/., ii. Miir/, u. Miir/. i.\. Mar/. iS. Miir/. _'.;. Miir/. j_(. Miirz, 26. Marz, 27. M.I i/ 28. Miir/. 31. Marz, 3. April, 5. April. S. April. i. April, to. April, 14. April, i> A]>ril, 17. April, IN. A]nil. 20. April. 21. April, 22. April, 23. April, 24. April, 28. April. 29. April, 2. Mai. ;. Mai. 4. Mai. 5. Mai, HI. Mai, 20. Mai, 22. Mai, *) Plu-r ,,Die Trii-hi'|itrn n .Irs Strlhinjj vi >n /.'< );.'(i(s vi;l. Bernsteins". I'.i nn-i kiiiivcn in nifiiu-r Arlicit 23. Mai, 24. Mai, 26. Mai, 27. Mai, 28. Mai, 31. Mai, i. Juli, i. Okt., 4. Okt., 10. Okt., 12. Okt., 15. Okt., 20. Okt., 23. Okt., 31. Okt. Da die friihere Figur der Genitalanhange (1. c.) nach nicht guten Exemplareii schlecht gezeichnet ist, gebe ich hier neue (Fig. 12, 13, 14) nach besserem, mit Kalilauge aufgeweichtem Material vom Kongo. Diese Art unterscheidet sich von den anderen Arten der Gattung schon durch den Besitz von blattformigen Basal- anhangen der GenitalfiiBe; lateral (Fig. 13) sieht man die Appendices praeanales auf V Fig. 12. Ecnomus tropicus, Kinchassa. Fig. 13. Ecnomus tropicus, Kinchassa. einem starken Vorsprung des IX. Tergits sitzend; sie sind schlank, stabchen- formig, distalwarts etwas verschmalert, schwach aufwarts gebogen; in Dorsal- ansicht (Fig. 12) erschieneii die Appen- dices stumpf , etwas nach innen gekriimmt, am Ende mit langen einwarts gerichteten diinnen Stacheln besetzt; die Genitalfiii3e sind langer als die Appendices, schmal, das erste Glied kiirzer als das zweite; dieses ist am Ende stumpf, etwas nach oben und innen umgebogen (Fig. 12, 13, 14). Das erste Glied tragt nahe der Basis einen groBen blattformigen, schwach aus- gehohlten Anhang, der in Lateralansicht (Fig. 13) am Ende abgestutzt, in Dorsal- ansicht (Fig. 12) und Ventralansicht (Fig. 14) zugespitzt ist. Der Penis scheint aus zwei nebeneinander liegenden (Fig. 12), nach unten (Fig. 13) gebogenen spitzen Staben zu bestehen. Fig. 14. Ecnoimis tropicus, Kinchassa. 2. Ecnomus deceptor McLach. MAC LACHLAN, Rev. and Syn. Trich. Europ. Fauna, I. Add. Sppl. 1884. p. 55, t. VI. Material: Im Museum Berlin: zahlreiche Exemplare (a 1 9,) aus Deutsch- Ostafrika, Langenburg, 24. 25. XI. 1899, Dr. FULLEBORN leg., ,,Lampenfang 9 2 unter Baumen. nahe des See-Ufers, nach einem regnerischen Abend"; Kamerun, Lolodorf, Leutn. JACOB leg., Jr. Nr. 1600/07; Kamerun, Lolodorf, Prof. ZlE- MANN leg., X. 1906; Deutsch-Ost-Afrika, Kiwu-See, Expedition des Herzogs ADOLF FKIKDRICH zu MECKLENBURG, IX. 1907, Jr. Nr. 362/08; Siidkamerun, v. i>. MARWITZ leg., Jr. Nr.7io/i9io (nur 99); Kamerun, Tschad-See, Garua, ,,bei I.ampenlicht" 13. IV. 1909, RIGGENBACH leg. Diese Art \var bisher aus Afrika noch nicht bekannt; ihre friiheren Fundorte sind Belgien und Portugal; zum Vergleich mit Ecnom. tropicus gebe ich hier die Fig. 15. Ecnomus deceptor. Fig. 1 6. Ecnomus dea'f>t<-. Beschreibung und Abbildung der Genitalanhange nach dem Alkoholmaterial aus Langenburg. In Lateralansicht (Fig. 15, 16) sieht man die groBen breit- ohrformigen, am Ende mit Dornchen besetzten Appendices praeanales und die langeren, schlankeren GenitalfiiBe, deren Endhalfte schwach S-formig nach unten gebogen ist, sich distal- warts verschmalert und stumpf abgerundet ist; im mi- kroskopischen, durch Natronlauge aufgehellten Pra- parate (Fig. 16) erscheinen an der Ventralkante der GenitalfiiBe zwei kurze Zahne; auBerdem sieht man /wei Paare von dorsalwarts gebogenen starken Chitin- graten ; das obere Paar gehort vielleicht zu den Appen- dices praeanales und endigt mit einer Borste; das untere Paar gehort zum Penis; in Dorsalansicht sieht man (Alkohol-Exemplar, Fig. 17) die Appendices praeanales als keulenformige Anhange und zwischen ihnen einen spitzkegelformigen Fort- --atx., der vk'lleicht aus zwei nebeneinanderliegenden Teilen bestcht und dem vorlicr -cnannten oberen Paar von Chitingriiten c-ntspricht. 17. Ecnomus deceptor. 93 Fam. Hydropsychidae Curt. 1. Subfam. Hydropsychinae Ulm. 1. Gattung Hydropsyche Pict. I. Hydropsyche propinqua Ulm. ULMER, Not. Leyden Mus. 29. 1907. p. 21, f. 32, 33. Fundort: Nordkamerun. Bemerkung: Ein a", das dieser Art sehr nahe steht, ist im Berliner Museum aus Deutsch-Ostafrika vorhanden (Langenburg, Nordnyassa, FULLEBORN leg. 1898); in demselben Museum noch ein o 71 aus Amani, Deutsch-Ostafrika, Dr. VOSSELER leg. 3. 2. 1908. Beide Exemplare nicht gut genug erhalten. 2. Gattung Hydropsychodes Ulm. i. Hydropsychodes diminuta Walk. WALKER, Cat. Neur. Brit. Mus. 1852. p. 115; ULMER, Ann. Soc. Ent. Belg. 49. 1905. p. 35; ULMER, Sjostedts Kilimandjaro-Meru-Exped. 1908. Abt. 13. i. p. 9. Fundorte: Sierra Leone, Belg. Kongo, Deutsch-Ostafrika. Neues Material: Sehr zahlreiche Exemplare (mit Nyetiophylax occidentalis Ulm. und Ecnomus tropicus Ulm. zusammen) von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. WAELBROECK, im Museum Briissel, aus dem Jahre 1899: 20. Febr., 21. Febr., 22. Febr., 25. Febr., 26. Febr., 28. Febr., i. Marz, 3. Marz, 5. Marz, 6. Marz, 8. Marz, 9. Marz, n. Marz, 12. Marz, 14. Marz, 18. Marz, 20. Marz, 23. Marz, 24. Marz, 26. Marz, 27. Marz, 28. Marz, 31. Marz, i. April, 3. April, 5. April, 8. April, 9. April, 10. April, 14. April, 15. April, 16. April, 17. April, 18. April, 20. April, 21. April, 22. April, 23. April, 24. April, 28. April, 29. April, 2. Mai, 3. Mai, 4. Mai, 5. Mai, 18. Mai, 19. Mai, 20. Mai, 22. Mai, 23. Mai 24. Mai, 26. Mai, 27. Mai, 28. Mai, 31. Mai, i. Juli, 10. Juli, 29. Juli, i. Okt., 4. Okt., 9. Okt., 10. Okt., 12. Okt., 15. Okt., 20. Okt., 21. Okt.. 23. Okt., 31. Okt. Die Haupt- massen dieser Art fanden sich im Marz (3. Marz), April (20., 22., 23. April) und Mai (2. Mai, 19. Mai, 20. Mai, 23. Mai, 26. Mai, 27. Mai, 28. Mai). - - Ferner im Museum. Berlin 3 Stiicke (Q) Kamerun, Tschad-See b. Tepe a. Benue, 21. VII. 1909, RiGGENBACH leg., resp. Genderogberg. 22. II. 1909, RiGGENBACH leg., resp. Tschad-See, Gauropulji, 16. III. 1700, RIGGENBACH leg. und zahlreiche Exemplare aus Kamerun, Lolodorf, Leutn. JACOB leg., Jr. Nr. 1600/07; endlich einige Stiicke aus Deutsch-Ostafrika, Langenburg, Nyassa-Gebiet, 17. 8. 1899, resp. 24. und 25. Nov. 1899, ,,Lampenfang unter Baumen nahe des See-Ufers nach einem regnerischen Abend", Dr. FULLEBORN leg. 2. Hydropsychodes albomaculata Ulm. ULMER, Ann. Soc. Ent. Belg. 49. 1905. p. 34, f. 22. Fundort: Belg. Kongo. 94 Neues Material: Yereinzelte Exemplare (mit der vorigen Art zusammen) von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. WAELBROECK, aus dem JahreiSgg: 25. Febr., i. Marz, 6. Marz, 26. Marz, 31. Marz, 24. April, 20. Mai, 31. Mai, 10. Juli, n. Okt., und aus 1900: 26. Jan. 3. Hydropsychodes sexfasciata Ulm. UI.MKK. Arkiv f. Zoologi i. 1904. p. 421, f. 10 12. Fundort: Kamerun. Neues Material: i Exemplar, 9, Kamerun, Ossidinge, 3. X. 1904, ,,bei der I.umpe gefangen", Dr. MANSFELD leg., Jr. Nr. 300/05, im Museum Berlin; I Exemplar, 9, Expedition des Herzogs zu MECKLENBURR, Ba- 2 nalya am Aruwimi, V. 1908, Jr. Xr. 362/08, Museum Berlin. Von dem ersten Exemplare gebe ich eine neue Abbildung (Fig. 18) der Fliigel, da meine urspriingliche unvollstandig war. Die weiBe Fleckenzeichnung des Vorderflii- gels war richtig dargestellt, wenn Fig. 1 8. Hydropsychodes sexfasciata. auch individuell etwas verschie- den; auBer den 6 Querbinden zeigen die Vorderfliigel auch noch mehrere zerstreute winzige weiBe Punkte; der Hinterniigel besitzt eine weiBliche Quermakel (iiicht ganz so deutlich wie im Vorderfliigel) in der apicalen Partie, von dem Ende der Subcosta ( -f- Ra- dius) bis zur vierten Apicalader reichend. Wie vermutet, fehlt im Hinterfliigel (label i. Die Mittelbeine des 9 sind erweitert. 2. Subfam. Macronematinae Ulm. 1. Gattung Aethaloptera Brau. i. Aethaloptera dispar Brau. BAUER, Verh. Zool. hot. Ges. 25.1875. p. 72, t. 4, f. 4 40; ULM KK. Ann. S..,-. Km. Belg. 49- 1905. p. 25; rj.MF.k, Cat. Coll. Sclys. VI. 2. 1907. p. 18, .3. Fundorte: Senegal, Belg. Kongo. Neues Material: Zum Teil zahlreiche Exemplare von Kinchassa (Belg. K'.n-o), h-. \\".\i-.Jj:kMi.;cK, im Museum Briissel: 1899: I. Marx. 5. Marz, 6. Marz, u.Miir/. 15. Miir/, ji.Miir/. I.April, i.;. April, 16. April, 20. April, 21. April, 22. .\]>ril. 23. A]>ril, 29. April, ;. Mai, 4. Mai. 12. Mai, i.;. Mai, KJ. Mai, 21. Mai, 23. Mai, 2j. Mai. 29. Mai. i<>. Juli, 29. Juli, 30. Juli, 12. Okt., 15. Okt.. 19. Okt., 20. Okt., 25. ( >kt. IniiiK-r mit Protomacroncma hvcilinuni Tim. /.usammen; dii- gn")l.'.tf Indi\-idiK-n/.alil fund sich am 23. April, sonst mehr vc-reinzelt. Die 95 Farbung verschieden, wie friiher von mir angegeben; doch kamen farblose und griinliche Exemplare gleichzeitig vor, so dai3 eine Verschiedenheit nach den Fundzeiten nicht zu konstatieren ist. - - Im Museum Berlin*) : i tf, Kamerun, Japoma, SCHAFER leg.; i 9, Kamerun int., Garua, 12. 19. IV. 1909, RlGGEN- BACH leg.; i 9, Albert-Edward-See, Kavingo i Mpororo, 10. IV. 1891, STUHL- MANN leg. ; i d* , Siidkamerun, V. D. MARWITZ leg. Jr. Nr. 710/1910. - - Im Museum Paris: i a", Moyen Chari, Fort Archambault, Mission Chari-Tchad, Dr. J. DE- CORSE, Juni 1904; 499, Rives du Moyen Chari, Fort Archambault, Mission- Chari-Tchad, Dr. J. DECORSE, April resp. Juni 1904. - - Im Museum Tervueren aus Belg. Kongo 3 (o*Q) : Bolobo, 12. I. 1906, WAELBROECK leg., resp. Boma, 9. IX. 1910, ,,bei elektrischem Licht". Ferner zahlreiche Exemplare (o*9) von der Expedition des Prof. KOENIG, gesammelt von Dr. LE Roi am Bahr el Djebel, Nr. 14 und Nr. 15. 4. III. 1910, Nr. 16 und 17. 5. III. 1910, Nr. 18. 8. III. 1910 (Notiz: ,,Fliigel beim lebenden Tier griinlich") und am Bahr el Abiad, Dabba Ibrahim Sharak, Nr. 20 und 21. 19. II. 1910, resp. Schilluk Insel, 5 (Bahr el Abiad) Nr. 19. 18. II. 1910. 2. Aethaloptera sexpunctata Kol. (?) KOLENATI, Genera et Spec. Trich. II. 1859. p. 266, t. Ill, f. 28; BRAUER, Verb. Zool. bot. Ges. 1 8. 1868. p. 263; ULMER, Stett. Ztg. 66. 1905. p. 50, t. I, f. 40; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 19. 20 Exemplare (99) des Museums Berlin aus Kamerun unterscheiden sich von der A. dispar Brau. durch sehr schmale Vorderfliigel und durch die im Hinterfliigel gestielte Gabel2; sie sind klein (Korperlange: 4 6mm, Fliigel- spannung 15 18 mm), mit braunlichem Korper, mit farblosen, fast hyalinen, ejiwas getriibten Fliigeln, auf den Vorderfliigeln meist mit 5 7 dunklen Punkten. - Ware nicht KOLENATIS Angabe der Heimat (Ostindien) vorhanden, so wiirde ich diese afrikanischen Stiicke unbedenklich hinzuzahlen. Material: 20 99, Kamerun, Tschad-See, Mao Godi, 9. 7. 1909 resp. 10. 21. VI. 1909, RiGGENBACH leg.; Kamerun, Tschad-See, Djurum 8. 6. 1909, RiGGEN- BACH leg.; Kamerun, Mao Rei, 7. 8. VI. 1909, RIGGENBACH leg.; Kamerun, Rei Buba 3. 7. VI. 1909, RIGGENBACH leg. 2. Gattung Polymorphanisus Walk, i. Polymorphanisus bipunctatus Brau. BRAUER, Verb. Zool. bot. Ges. 25. 1875. p. 73; ULMER, Arkiv f. Zoologi, i. 1904. p. 413, f. i 3; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 20, f. 4, 6, 7,' 8, 9. Fundorte: Ogowe, Gabun, Benue, Niger, Belg. Kongo, Kamerun, blauer Nil. (Auch in Natal.) Neues Material: Wenige Exemplare von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. WAELBROECK, im Museum Briissel, 1899: 20. April, 23. April, 15. Mai, 12. Okt., *) Hier aucb i g* Siidafrika, Old Livingstone, IX. 1906, SEINER leg. 9 6 29. Okt. Ferner im Museum Berlin: 19 Kamerun int., Benue bei Garua 31. VII. li- _'. VIII. 1909. Ric.c.i-xi'.ACii leg.; i 9. Kamerun, Tschad-See, Kinada a. Benue. 20. 7. 1909, RiGGENBACH leg.; I 9 Deutsch-Ostafrika, Lindi a. Tenda.nuru. I. IX. 1909. JANENSCH leg.; I Q Kamerun, Bung bzw. Njok im r.aholioland (Strecke Edea-Jaunde) , Dr. SCHAFER leg.; i 9 vSiidkamerun, v. (1. MARWITZ leg. Jr. Xr. 710/1910. - - Ferner im Museum Paris 2 99, Soudan- F-yptien. Prov. de Sennar, Ch. ALLUAUD leg. 1907 und I a 1 Brazzaville, Kongo, Mission Chan-Tchad, Dr. J. DECORSE leg., Juli 1904. Ferner im Museum Tervueren folgende 9 und o* von Belg. Kongo: Bangala, 19. 20. X. 1905, WAELBROECK leg.; resp. Basoko, 15. X. 1905, WAELBROECK leg., resp. Kasai, 25. I. 1906, WAELBROECK leg., resp. Boma, ,,bei elektrischem Licht", 10. IX. 1910, resp. Boma, 3. IX. 1908, A. KOLLER leg., resp. Poste de bois en aval d'Irebu, ,,le soir avec lamp acetylene", 26. V. 1909. 2. Polymorphanisus similis n. sp. Diese Art ist dem javanischen P. ocularis Ulm. (Not. Leyden Mus. 28. 1906. p. 60, f. 65) sehr ahnlich. Wie dort ist die Farbung des Korpers bleichgelb (das Hinterleibsende etwas angedunkelt), Harchen auf Kopf und Brust sind weiBlich, Fiihler bleich, an den Artikulationen der basalen Partie schmal braunlich geringelt; Brust ohne dunkle Zeichnung, Beine ganz bleich, Spornzahl 2, 3, 3. Fliigel wenig glanzend, etwas irisierend (die Hinterfliigel deutlicher irisierend), ganz gleich- mafiig hyalin getriibt, mit sehr zarter, seidenartig weiCer, nicht dichter Behaarung und zwei dunkel- braunen Makeln (je eine am Ende der Discoidal- und der Medianzelle). Die Unterschiede liegen in Polyrn^anisus similis. f olgendem : Die Augen des cf sind zwar sehr gro, aber sie stoflen weder auf der Dorsal- noch auf der Ventralflache zusammen. Die Fliigel sind etwas langer als bei genannter Art; im Vorderfliigel ist die Medianzelle nicht weiter basal warts ge- stellt als die Discoidalzelle; die beiden dunklen Punktmakeln stchen deshalb auch geraiU' untereinander und die Ana- stomose ist im ganzen gerade ; Discoidal- zellc- und Medianzelle sind llinger; im Hinterfliigel reicht die Apicalzelle VI viel weiter liasahviirts. DasIX.Tergit ragt (wie bei P. ocular is) stark vor und bildet fine last quadratische Platte, 20. ]'<'lyninrf>hanisi^ s; W //(s. 97 deren Hinterecken stark abgerundet sind (Fig. 20); der Penis endigt mit einer herzformigen Erweiterung (Fig. 20, dorsal), die auf der Dorsalflache ausgehohlt ist; die Riickenschuppe des X. Segments (Fig. 20) ist in zwei seitliche starke Stabe gespalten, die, lateral gesehen, mit kurzer Spitze endigen (Fig. 19); die GenitalfiiBe (Fig. 19, 20) besitzen ein ziemlich breites Basalglied und ein ebenso langes, aber diinneres, stumpf endigendes Apicalglied. - - 9 unbekannt. Korperlange: 10 mm; L,ange des Vorderfliigels : 14 mm; Fliigelspannung : 30 mm. Material: i a*, Nordkamerun, Johann-Albrechtshohe, L. CONRADT leg. 16. 5. 96; im Museum Berlin. 3. Polymorphanisus angustipennis n. sp. Wegen der griinlich-hyalinen schlanken Fliigel ahnelt diese Art gewissen*) Exemplaren der Aethaloptera dispar Brau.; hinsichtlich der Bildung der Augen zeigt sie dieselbe Eigentiimlichkeit wie Polymorphanisus ocularis Ulm. von Java. Korper bleichgelb, die Unterflache der Brust teil- weise griinlich, das Hinterleibsende etwas dunkler; Behaarung auf Kopf und Brust weiB; Fiihler bleich, braunliche Artikulationsringe nur angedeutet; Taster fehlend; die Augen (a*) sind sehr groB und beriihren sich auf der Ventralflache desKopfes; die Dorsalflache des Kopfes (Fig. 21) ist in der Mittelpartie sehr tief ein- gesenkt. Beine bleich, an den Randern und besonders die Tarsen griinlich. Fliigel ganz gleichmaJBig hell- griinlich-hyalin, die Adern schwach, hier und da etwas dunkler griinlich. Vorderfliigel lang und schmal, am Pi g> 2I- Apex elliptisch, Hinterfliigel iiber i^mal so breit Polymorphanisus angustipennis. wie die Vorderfliigel. Im Vorderfliigel ist die Discoidal- zelle langlich, die Medianzelle langer und breiter, weiter basalwarts reichend als die Discoidalzelle, die Anastomose im ganzen gerade; Gabel i ist langer als ihr Stiel, Gabel 2, 3, 4 sind sitzend, Gabel 5 ist klein; im Hinterfliigel fehlt Gabel I, die Apicalzelle VI reicht bis zurMitte des (dort am breitesten) Subradialraumes ; alle Apicalzellen sitzend, nur Gabel 5 gestielt, kurz, am Apicalrand schmaler als in der Mitte. Fliigel nackt, Randwimpern weiBlich, nur die Hinterfliigel schwach irisierend. - Die letzten beiden Hinterleibssegmente und die Genitalanhange griinlich; das Tergit des IX. Segments ist nicht sichtbar; die iibrigen Teile wie bei voriger Art, die Erweiterung des Penis nicht ganz so breit, das Basalglied der Genital- fiiBe (lateral) schmaler. - 9 unbekannt. Korperlange : 10 mm ; Lange des Vorderfliigels : 13 mm ; Fliigelspannung 27 mm. Material: i cf, Kamerun int., Mao Godi, 9. 13. VI. 1909, RIGGENBACH leg.; Museum Berlin. *) Exemplaren namlich, denen die dunklen Punkte der Vorderfliigel fehlen. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 3. Gattung Phanostoma Brau. Phanostoma senegalense Brau. BRAL'ER, Verb. Zool. bot. Ges. 25. 1875. P- 7 1 . t. 4, f- 5 S c ; ULMER, Ann. Soc. Ent. Belg. 49. 1905. p. 26, f. 12; ULMER, Catal. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 32, f. 24. Fundorte: Belg. Kongo, Senegal. Neues Material: Wenige Exemplare von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. \VAELBROECK, im Museum Briissel, 1899: 20. April, 22. April, 23. April, 23. Mai, 27. Mai, 27. Juli. - - Im Museum Berlin i f , Togo, Kete Kratji IX. X. 1900, MISCHLICH leg. - - Im Museum Paris 2 a*cf, Rives du Moj T en Chari, Demraou- Bousso, Mission Chari-Tchad, Juni 1904, Dr. J. DECORSE leg., resp. N. E. de Fort Archambault, Mara-Goulfez, Sept. 1904. Im Museum Tervueren aus Belg. Kongo I o*, En amont Lisala, 4. Juli 1909, ,,a bord le soir". 4. Gattung Protomacronema Ulm. Protomacronema hyalinum Ulm. ULMER, Zool. Anzeig. 28. 1904. p. 354, f. i; ULMER, Ann. Soc. Ent. Belg. 49. 1905. p. 27, f. 13; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 35, f. 26, 27, t. i, f. i. Fundorte: Belg. Kongo, Franz. Kongo. Neues Material: Zahlreiche Exemplare (o*9) von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. WAELBROECK, im Museum Briissel mit folgenden Daten aus dem Jahre 1899: 22. Febr., 28. Febr., i. Marz, 3. Marz, 9. Marz, 10. Marz, 15. Marz, 21. Marz, i. April, 3. April, 4. April, 6. April, 8. April, 13. April, 14. April, 15. April, 17. April, 18. April, 20. April, 21. April, 22. April, 29. April, 30. April, 3. Mai, 4. Mai, 5. Mai, 8. Mai, 12. Mai, 14. Mai, 16. Mai, 20. Mai, 26. Mai, 27. Mai, 28. Mai, 29. Mai, 30. Mai, 10. Juli, 20. Juli, 29. Juli, 30. Juli, 4. Okt, n. Okt., 12. Okt., 20. Okt., 25. Okt., 31. Okt.; aus dem Jahre 1900: 17. Jan., 20. Jan. Die Haupt- masse des Materials stammt also aus dem April; in diesem Monat ist auch die Zahl der gefundenen Exemplare am gro!3ten; ahnliche Mengen wie im April trcten nur noch im Marz (einmal am 15. Marz) und im Juli (29. und 30. Juli) auf, wahrend in den iibrigen Monaten die Art numerisch viel geringer vertreten ist. Iin Museum Paris: i rf, Kongo, Brazzaville, Mission Chari-Tschad, Juli 1904, Dr. J. Decorse leg. Im Museum Tervueren 14 Exemplare (o^9) von Beli;. Kongo: Boma, 9. IX. 1910, ,,bei elektrischem Licht", resp. Ikelemba, 3. I. 1906, WAELBROECK leg., resp. H c . Lornela: Baringa, 4. X. 1905, WAEL- ]!i>j-:cK leg. Die Art findet sich nur im \\Vsten des Gebietes, wo sie einen Hauptbestand- tcil (k-r Trichopteren-Fauna ausmacht. An Mc-n.ne der Individuen \vird sie ln'u li-tciiN iKcli von Hydropsychodes diniiniitci \\"alk. iil)ertroffen. 2. Protomacronema pubescens Ulm. ULMER, Arkiv f. /..ol-.^i, i. 1904^.417, .4 8; Ul.MEK, Catal. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 36 f. 28 30. 99 - Fundorte: Kamerun, Belg. Kongo. Neues Material: Einige Exemplare (d*9) von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. WAELBROECK, im Museum Briissel aus dem Jahre 1899: 3. April, 14. April, 15. April 16. April, 20. April, 21. April, 29. April, 30. April, I. Mai, 4. Mai, 6. Mai, 8. Mai, 10. Mai, 12. Mai, 16. Mai, 17. Mai, 25. Mai, 26. Mai, 28. Mai, 10. Juli, 29. Juli, 12. Okt. Diese Art wurde stets nur vereinzelt gefangen, meist nur i 2 Stiicke am Tage; wenig mehr (etwa 5 6 Stuck) am 16. April, 4. Mai und 10. Juli. Sie kam immer mit dem Protomacr. hyalinum zusammen vor und ist wie diese auf den Westen beschrankt. Im Museum Paris i Q", He du Congo, confluent de 1'Oubangoni, Mission Chari-Tchad, Dr. J. DECORSE leg., August 1904. 3. Protomacronema splendens Ulm. ULMER, Stett. Ztg. 66. 1905. p. 65, t. 3, f. 106; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 37, f. 31, t. i, .3; ULMER, Genera. 1907. t. 39, f. 5. Fundort: Gabun. 5. Gattung Leptonema Guer. Leptonema occidentale Ulm. ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. i. 1907. p. 57, f. 86; ULMER, ibid. VI. 2. 1907. p. 59, f. 63. Fundort: Kamerun Neues Material: i 9, Kamerun, Bang, Manenguba-Gebirge, 700 m, SCHAFER leg., im Museum Berlin. 6. Gattung Macronema Pict. i. Macronema capense Walk. WALKER, Catal. Neur. Brit. Mus. 1852. p. 77; ULMER, Not. Leyden Mus. 28. 1906. p. 74, f. 75; ULMER, Catal. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 104, f. 108, t. 5, f. 32 36. a) Var. capense Walk. WALKER, 1. c. ; ULMER, 1. c. ; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 106, f. 108, t. 5, f. 32. Fundort: Port Natal; schwach gezeichnete Exemplare auch von Kamerun. b) Var. signatum Walk. W T ALKER, Catal. Neur. Brit. Mus. 1852. p. 77; MAC LACHLAN, Trans. Ent. Soc. London (3) 5. 1866. p. 264; ULMER, Not. Leyden Mus. 28. 1906. p. 65; ULMER, Catal. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 106, t. 5, f. 34. Synon. M. sansibaricum Kolbe, Neuropt. Ostafrika 1897, p. 39. Fundorte: Fernando-Po, Kamerun, Togo, Sansibar. Neues Material: i d*, Kamerun, Baie, 26. XI. 1908, RIGGENBACH leg., im Museum Berlin; ebendort i a", Kamerun, Longji, H. PASCHEN leg., Jr. Nr. 398/05 und noch 2oV, Kamerun, Bibundi, G. TESSMANN leg., 14. X. 1904 resp. 16. 30. X. 1904. 7* c) Yar. Sivcstcdti Vim. 100 UI.MI K, Arkiv f. /oologi I. 1904. p. 419, .9; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. j. 1907. p. 106 t. 5. f. 33. Fundort: Kamerun. Neues Material: i cf, i ( *>, Kamerun, Bibundi, G. TESSMAXX leg., i. 15. XII. 1904, im Museum Berlin. d) Var. pitlc/icrriniiiw \\*alk. \\".\I.KER, Cat. Xeuropt. Brit. Mus. 1852. p. 77; M.u I.AI m.AN, Trans. Ent. Soc. London (3) 5. 1866. p. 264; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 106, t. 5. f. 35. Fundort: Sierra Leone. e) Var. inscriptuiii Walk. WALKER, Cat. Neuropt. Brit. Mus. 1852. p. 77., ULMER, Ann. Soc. Entom. Belg. 49, 1905. p. 31. f. 32; ULMER, Not. I.eydeii Mus. 28.1906. p. 65 ; ULMER, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 106. t. 5 f. 36. t Fundorte: Angola, Deutsch-Ostafrika, Sierra Leone. Neues Material: 16 \> im Museum Berlin: Togo, Bismarckburg, L. Cox- RADT leg., 2. XI. 1893 resp. 9. IX. 1893, resp. 21. X. 1893, resp. 30. X. bis 9. XI. 1893; Togo, Kete Kratji, Graf ZECH leg. n. IX. 1896; Kamerun, Kribi, 6. III. 1904, HOSH.MAXX leg.; Kamerun, Japoma, SCHAFER leg., Kamerun 9. VII. 1903. v. KXOBLOCH leg.; Kamerun, Bibundi, G. TESSMAXX leg., 16. 30. X. 1904, Deutsch-Ostafrika, Tendaguru, Lindi, JAXENSCH leg. IV. VI. 1909; Kamerun, Longji, H. PASCHEX 1 leg., Jr. Nr. 893/07. - - 4 o*9 im Museum Paris: Moc.am- bique, Vallee du Pungoue guengere, G. VASSE leg. 1906; resp. Mogambique, X'allee du Revoue, Envir. d'Andrada, G. VASSE leg., April Mai 1905. - i (f im Museum Stockholm, aus Deutsch-Ostafrika. 2. Macronema alienum Ulm. i'i MI K, Cat. Coll. Selys. VI. 2. 1907. p. 107, f. 109, no, t. 6, f. 39. Fundort: Sudan. 3. Macronema distinctum n. sp. 1 >iese Art sieht clem Mucroncuid /ciicstrciliini Albcla (aus dem indischen ('n-l)iete) schr ahnlich; die Hauptunterschiede liegen in der Nervatur und in if Augi-n tivti-n \-ic-l Murkt/r vor als bei genannter Art; sie sind mehr gewolbt und dc-r /.\\i-clu-n ilnu-n lic;jrnt. - Genitalanhange des o* ahnlich wie bei dieser; das Endglied der GenitalfiiBe verhaltnismaBig kiirzer; der Penis 1st am Ende stark verdickt und zeigt dort einen tielen Querspalt, so daB em dorsaler mid ein ventraler Lappen entsteht. Korperlange: 6 /mm; Fliigelspannung : 22mm. Material: 4 0*0", Span. Guinea, Uelleburg, Benitogebiet, I. 14. II. 07, G. TESSMANN leg., resp. Westafrika, Uelleburg, VI. VIII. 08, G. TESSMAXX leg., alle im Museum Berlin. Fam. Leptoceridae Steph. Subfam. Leptocerinae Ulm. 1. Gattung Leptocerus Leach. 1. Leptocerus niveicornis Ulm. ULMER, Not. Leyden Mus. 28. 1906. p. 38, f. 45 46. Fundort: Goldkiiste. 2. Leptocerus trivittatus Ulm. T'LMER, Ann. Soc. Knt. Belg. 49. 1905. p. 22, f. 6, 7. Fundort: Belg. Kongo. Neues Material: Mehrere o*9, Kamerun, Lolodorf, Leutn. JACOB leg., Jr. Xr. 1600/07, HT1 Museum Berlin. Da ich liber die Zugehorigkeit dieser in Alkohol konservierten Exemplare im Zweifel war, sandte mir Herr Prof. G. SEVERIN nochmals die Type; ich sehe jetzt, daB meine Figuren nicht ganz richtig waren, und daB anhaftende Fremd- korper mir das Objekt getriibt hatten; es folgen deshalb hier einige neue Figuren; Fig. 23 (nach der Type) zeigt besonders den GenitalfuB richtiger; er besteht aus3Asten (s. w.u.); der Penis endigt stumpf, ohneSpitzen; meine clama- lige Fig. 6 ist richtig, soweit die 2 langen Chitinstabe und die daruntc-r liegenden sich kreuzenden Chitin- graten in Betracht kommen; doch ist die ,,mediane Riickenplatte" ge- spalten, vvenn auch nicht so weit klaffend wie in I"ig. 25; von den GenitalfiiBen sieht man den in der Fig. 6 (1905) gezeichneten Hauptast . ;. / pto rus trivittatus. deutlich, undeutliclier auch die bei- 103 den anderen, und zwar den unteren breiten etwas auBerhalb des Hauptastes liegend (Fig. 25). - - IX. Tergit dorsal (Fig. 25) etwas langer als breit, bis etwa zur Mitte in zwei Seitenlappen gespalten; darunter ragen bei der Type (ge- trocknet) zwei lange diinne Chitinstabe her- vor, die etwas abwarts geneigt sind (vgl. Fig. 6, 1905, Fig. 23); bei den Alkoholexem- plaren sind diese Stabe in je 2 diinne Chitin- graten aufgelost (Fig. 25); lateral (Fig. 24) ist auch bei den neuen Exemplaren nur eine Fig. 24. Leptocerus trivittatus. Fig. 25. Leptocerus trivittatus. Grate sichtbar; zur Riickenschuppe des X. Segments gehoren die 2 ,,sich kreuzen- den Chitingraten" der Type (vgl. Fig. 6, 1905); sie erscheinen bei dem neuen Material in Dorsalansicht (Fig. 25) sehr kurz wegen ihrer starken Kriimmung nach unten, in Later alansicht (Fig. 24) sind sie lang wie der Penis; in Dorsalansicht sehe ich neben diesen Chitin- graten, weiter nach auBen und vielleicht etwas hoher, noch je eine andere, kiirzere; der GenitalfuB ist mit breiter Basis dem IX. Sternit aufgesetzt, der Hauptast ist stark nach innen gebogen, fast gekniet (Fig. 25, 26), distalwarts allmahlich verschmalert, mit langer scharfer Spitze en- digend, vor der sich eine geringe Anschwellung findet (Fig. 25, 26); lateral (Fig. 23, 24) ist dieser Haupast nach unten oder oben gebogen ; der ventrale Ast ist nur halb so lang, breit, flach, am Ende abgestumpft, in Ventralansicht nach unten oder oben gebogen; der sehr diinne Innenast endigt mit einer eckigen, einige Borsten tragenden Erwei- terung (Fig. 25, 26) und ist nach innen gebogen; in Fig. 24 ist er durch den Hauptast verdeckt, in Fig. 23 als S-formiger diinner Anhang sichtbar; der Penis ist zylindrisch, stumpf, stark nach unten gekriimmt. (Fig. 23, 24.) 3. Leptocerus ramosus n. sp. Dem Leptocerus niveicornis Ulm. nahe stehend (vgl. ULMER, Not. I,eyden Mus. 28. 1906. p. 38, f. 44 46). Fig. 26. Leptocerus trivittatus. 104 Fig. 27. Leptocems ramosus. Kopf braun, Brust gelbbraun, beide oben mit schneeweifienHaaren bedeckt*), Abdomen und Unterflache der Brust hellgelbbraun. Fiihler schwarzbraun, sclmeeweiB geringelt; an der Fiihlerbasis sind die weiCen Partien groBer als die dunklen, weiter apical warts haben diese beiden Farbungen etwa gleiche Aus- dehnung auf den einzelnen Gliedern**). Maxillartaster braun bis dunkelbraun, schwarzbraun behaart ; das zweite Glied das langste, das dritte be- deutend langer als das vierte. Labialtaster schwiirzlichbraun ; Be- haarung des Kopfes vor und unter den Augen dunkelbraun. Beine mit dunkelgelben Huften und Schenkeln; Schie- nen und Tarsen dun- kelbraun bis schwarz- braun ; die vier letzten Tarsalglieder sind an ihrer Basis gelb oder weiB behaart. Fltigel breit, kurz, der Apicalrand derVorderfliigel schief abgeschnit- ten; Membran grau; Vorderfliigel mit clichter gelbbrauner Behaarung, die bei auffallendem Lichte dunkelbraun erscheint. Hinterfliigel glan- zend, irisierend, mit sparlicher, dunkelbrauner Behaarung; Randwimpern beider Fliigel braun, bei Aufsicht dunkelbraun; Adern des Vorder- fliigels kaum hervortretend, die des Hinterfliigels deutlicher, dunkelbraun; im Yorderfliigel sind alle Apicalzellen, mit Ausnahme der ersten, sit- zend; r? mit Gabel i, 5, 9 mit Gabel i, 3, 5; Gabel 3 des 9 spitz; im Hinterfliigel trifft die Ouerader der Anastomose den oberen Sektor der .\i>icalzelle IV (wie bei L. niveicornis), wahrend bei den anderen Leptoccrus-Arten diese Querader die .Media vor der Teilung trifft. - Die Genital- anhange des < ' (Fig. 27, 28, 29) haben eine gewisse Ahnlichkeit mit denen des L. madagassicus Him. (Not. Leyden Mus. 29. 1907. p. 12, f. 17, 18); die Appen- dices praeanales telik-n der Type (sie scheinen durch eine Verletzung des Hinter- *) Auch die Fliigelbasis ist in den auBereu Basalzcllen schneeweiB behaart; bei geschlossenen Fliigeln ist die \vui(3e Behaanmg sehr auffallig. **) Die Fiihler sind nicht xunz crlialten, so daB nicht sicher ist, ob das letzte Stuck rein weiC ist. Fig. 28. Leptocems ramosus. 105 Fig. 29. Leptocerus ramosus. leibes verloren gegangen zu sein); der Penis ragt sehr weit vor (Fig. 27, 28, 29); er ist lang stabformig, hinter der Mitte etwas verdickt, abwarts gebogen, am Ende abgerundet; an der Ventralnache (Fig. 27) tragt er hinter der Verbreiterung eine kleine haarbesetzte Warze; die GenitalfiiI3e sind machtig entwickelt und stehen auf dem stark vorgezogenen IX. Sternit; der Hauptkorper der Genitalfiii3e bildet eine dorsoventral gestellte, auBen schiisselartig vertiefte Platte (Fig. 27, lateral) und besitzt auBer einem kurzen Zahn noch drei langere stabchenformige Fortsatze; der am weitesten dorsal reichende Fortsatz ist der langste; er setzt sich auBen an den Hauptkorper an, ist zuerst aufwarts und dann im Bogen nach hinten gerichtet; der mittlere, aber noch weit dorsal stehende Fortsatz ist nur etwa halb so lang, gerade nach hinten gerichtet; der untere Fortsatz ist so lang wie der mittlere, etwas nach unten geneigt ; zwischen den beiden letzten Fortsatzen bef indet sich der kurze Zahn auf dem Analrande des Haupt- korpers; der mittlere Fortsatz ist, wie die dorsale (Fig. 28) und ventrale Ansicht (Fig. 29) erkennen lassen, einfach die Fortsetzung des breiten Hauptkorpers und liegt in dessen Langsrichtung, wahrend die beiden anderen seitlich vorragen. Das VIII. Sternit ist in einen spitz dreieckigen Zahn verlangert (Fig. 29). Korperlange: 5 1 / 2 mm; Lange des Vorderfliigels : 8mm; Fliigelspannung also etwa 17 18 mm; 9 etwas kleiner. Material: i d", i 9; ersteres SO-Kamerun, Lolodorf, L. CONRADT leg., letzteres Kamerun, L. CONRADT leg., beide im Museum Berlin. 4. Leptocerus pulcher n. sp. Das mir vorliegende Exemplar ist zwar nicht ganz vollstandig, da der rechte Vorderfliigel fehlt und der linke etwas verletzt ist, aber die eigenartige Fliigel- farbung und ferner die Genitalanhange kennzeichnen die Art so gut, da!3 eine Verwechslung wohl nicht moglich sein wird. Kopf so dicht behaart, claB die Grundfarbe nicht gut erkannt werden kann ; vorn zwischen den Fiihlern ist die Behaarung schneeweiB, hinten, wo auch die Grundfarbe dunkler zu sein scheint, schwarz; Pronotum ebenfalls schwarz be- haart; Mesonotum dunkelbraun, glanzend; Metanotum braun, die Rander der Chitinteile gelblich; Hinterleib schwarzlichbraun, die Seitenlinie hell, schwach griinlich. Fiihler braunschwarz, die Basis (etwa Vs ^es Fiihlers) deutlich weiB geringelt; Taster dunkelbraun, init schwarzn Haaren; an den Maxillartastern ist das zweite Glied das langste, das dritte fast ebensolang, viel langer als das vierte Glied. Beine braunlich, die Schienen und Tarsen braunschwarz, die Basis der Tarsalglieder hell, an den Vorderbeinen weiB geringelt. Vorderfliigel lang io6 und schmal, die Membran dunkelgrau, die Behaarung, bis auf drei schneeweiBe, silberig glanzende Makeln, schwarz; die schwarzen Haare bilden am Costalrand und auf dem Cubitus (in der Fliigelmitte) je einen schmalen Streifen; der schwarze Cubitusstreif wird an seiner Basis von einem schneeweiBen elliptischen Haar- punkt begrenzt (ahnlich wie bei Parasetodcs respersella Raml).); der zweite weiBe Haarpunkt liegt am Pterostigma und setzt sich undeutlich mit einigen Harchen bis zum Cubitus (apicales Ende des genannten schwarzen Streifs) fort; in den Apicalzellen liegt endlich ein schwach gebogener silberweiBer Haarstreifen, der in der Zelle III beginnt, diese und die Zelle II schief durchschneidet und am Apicalrand in Zelle I endigt; die Adern sind fein, recht stark verdeckt, die Randwimpern schwarz. Hinter- fliigel breit und faltbar, nicht irisierend, mit dunkel- grauer Membran, schwarzlichbrauner feiner Behaarung und ebensolcher, ziemlich langer Bewimperung; Adern fein, aber besser sichtbar als im Vorderfliigel. Im Vor- derfliigel ist die Discoidalzelle lang, etwas gekriimmt; Gabel I etwas langer als ihr Stiel; Apicalzelle IV un- Fig. 30. Leptocerus pulcher. gefahr so lang wie ihrStiel; die anderen Zellen erreichen die Anastomose; im Hinterfliigel ist Gabel I kiirzer als ihr Stiel, Zelle IV etwas langer als der Stiel. - - Beim c 71 ragen von den Genital- anhangen die Appendices praeanales am weitesten vor (Fig. 30, 31); sie sind dunkelbraun, lang und schmal, in Dorsalansicht (Fig. 30) schmal blattformig, Fit;. 31. /.//'/-<(/. />nl< In r. schwach S-lVirmi.^ gcbogen, distalwarts allmahlich verschmalert, das Ende ab- gerundet, nahe beieinander liegend; in Lateralansicht (Fig. 31, 32) sind sie gleich- nial.li- scliinal, nu-lir stal)chenformig, das Ende etwas schraiibig gedreht, so daB die hellere Unterflache nach auBen gekehrt ist; ihre Behaarung ist lang; die Riickenschuppe des X. Segments ist anscheinend nicht gespalten (wenn doch, dann sind die beiden Halften eng aneinander gelegt), dorsal lang dreieckig, lateral (Fig. 31) aus breitercr Basis in eine lan-r Spitze ausgezogen, der Dorsal- 107 Fig- 33- rand vor der Mitte konvex; der Penis ragt nicht sehr weit vor; er ist stumpf und dick, das Ende verbreitert (dorsal, Fig. 33); auf ihm liegen zwei etwas nach auBen gebogene lange, spitze Chitingraten (Fig. 33); die GenitalfuBe sind ziemlich kurz, stab- formig, das Basalglied ist, lateral gesehen (Fig. 31), gleichbreit, in der Mitte etwas gebogen, in schiefer I/ateralansicht (Fig. 33) keulenformig verdickt; das Endglied ist haken- oder klauen- formig (Fig. 31, 32), viel kiirzer als das Basalglied; das letzte Sternit ist schwarzlich und endigt mit zwei ebenfalls schwarzen, gabelformig auseinander weichenden Chitinstaben, die in L/a- teralansicht (Fig. 31) nach oben gekriimmt sind und spitz en- digen, in schiefer Lateralansicht aber gerade verlaufen und Leptocerus pidcher. stumpf abgerundet endigen (Fig. 32). Korperlange: 6 mm; Lange des Vorderfliigels : etwa 9% mm; Fliigelspannung also etwa 20 mm. Material: i cf, Kamerun, Bate, 26. n. 1908, RIGGENBACH leg., im Museum Berlin. 5. Leptocerus curvatus n. sp. Eine helle Art, die in der Farbung und GroBe Ahnlichkeit mit Leptocerus dissimilis Steph. und L. riparius Albda besitzt, in der Bildung des X. Tergits (d*) aber mehr an L. cinereus Curt. usw. erinnert. Kopf und Brust braunlichrot, mit weiBlichen Haaren; Hinterleib dunkelgelb oder hellgelbbraun. Fiihler hellbraun, im basalen Teile mit feinen schwarzlichen Artikulationsringen und nicht sehr deutlichen breiteren weiBen Ringen, so dai3 das proximale Drittel jedes dieser Glieder hell ist; Taster dunkelbraun, mit grauweiBer Behaarung. Beine mit braunen Hiiften, die Schenkel und Schienen gelb; Vordertarsen dunkel, hell geringelt; Sporne der Vordertibie winzig. Vorder- fliigel schmal; Membran hellgrau, schwach braunlich; Behaarung nicht gleich- maBig; braunliche (bei auffallendem Lichte hell kupferig glanzende) Haare bilden den Grund; weiBliche, in kleinen Punktgruppen angeordnete Haare sincl besonders in den Apicalzellen und im Costalraum hauf ig ; ohne LupenvergroBerung erscheint der Fliigel mehr einf arbig, das Pterostigma dunkler ; Membran purpurn irisierend; Adern weniger dunkler als die Membran. Hinterfliigel breit, faltbar, fast haylin, stark irisierend, mit gelber Aderung, Behaarung und Bewimperung. Im Vorderfliigel ist die Thyridiumzelle kiirzer als die Discoidalzelle; die beiden ersten Oueradern der Anastomose stehen nahe zusammen, die dritte weit basal- warts von ihnen ; Gabel I und Apicalzelle IV sind gestielt ; im Hinterfliigel sind diese Zellen ebenfalls gestielt wie auch Gabel 5. - - Beim rf (Fig. 34, 35) sind die Genitalanhange ziemlich weit vorragend; die Appendices praeanales sind sehr lang und diinn stabchenformig, dorsal (Fig. 34) gerade, lateral (Fig. 35) etwas ab warts gebogen; sie sind nahe beieinander eingelenkt; die Riickenschuppe io8 des X. Segments (Fig. 34, 35) ragt noch weiter vor, sie ist in zwei lange, spitze Chitinstiibe gespalten, die sich am Ende kreuzen (bei der Type liegt der linke Stab iiber dem rechten); der Penis (Fig. 35) ist am Ende verdickt, ab warts gebogen; die Genitalfiifie sincl kiirzer als das X. Tergit, an der Basis dick, aber _;k-ich stark verschmalert, dicke, nach innen (Fig. 34) und unten (Fig. 35) ge- bogene Stabe bildend, die spitz endigen; an der Basis tragen sie eine rundliche Fig. 34. /.( f>tci fits Fig. 35. Lcptocerns Krweiterung, die nach innen (Fig. 34) und unten (Fig. 35) gerichtet ist; der innere Ast (Fig. 34) ist fast gerade, wenig nach innen gebogen, schmal stabchenformig, halb so lang wie der Hauptast; das IX. Sternit ist in der Mitte des Hinterrandes breit dreieckig vorgezogen (Fig. 35). Korperlange : 5 mm ; Lange des Vorderfliigels : 6 1 / 2 mm ; Fliigelspannung also c-twa 14 15 mm. Material: i ^, Rives du Moyen Chari, Demraou-Bousso, Mission Chaii- Tchad, Dr. -J. DECORSE, Juni 1904; im Museum Paris. 6. Leptocerus fissus n. sp. Die vorliegenden Exemplare sind in Alkohol konserviert; ihre Farben sind daher et\vas verblal.it; getrocknete oder lebende Stiicke werden wahrscheinlich iU-in Leptocerus cnrvatus n. sp. ahnlich, a1>er vielleicht etwas dunkler sein. Kopf und Brust braun bis cliinkelbraiin, Hinterlcib heller. Fiihler braun, an den Artikulationen fein schwarz geringelt; etwa 2mal so lang wie der Vorderfliigel. M.ixillarta-h -r ^t-lltbriiunlich ; das erste und vierte Gliecl kurz, das zweite und dritte langer, unter sicli -leich lang, das fiinfte Glied mindestens so lang wie t' und Brust hell (weLQlichgrau), an den Tastern etwas dunkler. Beiiu- gelbbraunlich; Spornzahl 2, 2, 2, die Sporne der Vorder- tibic schr kur/.. X'ordc-rfliigel gel1)lich, mil dunklem Pterosti.^inafleck und braunen Adern; Hinterfliigel hyalin; im Vorderfliigel des 9 ist die additionelle Apicalgabel vorhanden. Die Genitalanhange des cf (Fig. 36, 37) sind recht kompliziert gebaut. Die Appendices praeanales sind lateral (Fig. 36) wie dorsal (Fig. 37) schmal stabchenformig, uberall behaart, am Ende nicht verdickt^ das IX. Tergit bildet einen stumpf dreieckigen, nicht gespaltenen*) Vorsprung (Fig. 37) ; die Riickenschuppe des X. Segments ist in 4 einander etwa parallele Stabe gespalten ; die beiden mittleren Stabe bilden stark chitinisierte S-formige Chitingraten, die mit ihren Enden konvergieren (Fig. 37, vgl. auch Fig. 36) ; die seitlichen Stabe sind viel schwacher chitinisiert, im ganzen nach innen (und unten) gebogen, am Ende**) verdickt, uberall behaart (Fig. 37); der Penis (Fig. 36) ist kraftig, am Ende noch dicker und stumpf, stark ab warts gekriimmt; die GenitalfiiBe sind groB; der Hauptteil ist in L,ateralansicht (Fig. 36) handformig in drei Stiicke Fig. 36. Leptocerus fissus. Fig. 37. Leptocerus fissus. geteilt; der obere Fortsatz ist dorsal und oral gebogen, spitz, der mittlere Fortsatz ist in dieser Ansicht gerade nach hinten gestreckt, sehr lang, der untere Fortsatz ist am kiirzesten, mehr hockerf ormig ; in Dorsalansicht (Fig. 37) verschwindet der untere Fortsatz; der mittlere ist viel langer als das breite Basalstiick, nach innen gebogen und endigt spitz. In dieser (wie auch in der Ventral-) Ansicht erkennt man auch noch einen Innenast der Genitalful3e ; er ist lang und schmal- stabchenformig, vor der Spitze verbreitert, an der Spitze behaart. Korperlange: 6mm; Lange des Vorderfliigels : 7mm; Fliigelspannung also etwa 16 mm. Material : 2 o* o 71 , i 9, im Museum Berlin aus Deutsch-Ostafrika, L,angenburg, ,,Lampenfang unter Baumen nahe des See-Ufers, nach einem regnerischen Abend" Dr. FULLEBORN leg., 24., 25. XI. 1899. *) Doch hat er eine mediane Naht. **) Dies Ende ist lateral (Fig. 36) von den GenitalfiiBeu verdeckt. 2. Gattung Pseudoleptocerus Dim. Pseudoleptocerus squamosus Ulm. I'i MI K, Ann. Soc. Entom. Belg. 49. 1905. p. 21, f. 5; ULMER, Notes Leyden Mus. 29. 1907. p. 11, f. 13 16; ULMER, Genera 1907. t. 37, f. 5. Fundorte: Belg. Kongo, Nordkamerun. Neues Material: i < + > von Kinchassa (Belg. Kongo), leg. WAELBROECK im Museum Briissel, 20. April 1899. 3. Gattung Triaenodes McLach. i. Triaenodes africana Ulm. ULMKK, Not. Leyden Mus. 29. 1907. p. 14, f. 19 21. Fundort: Niger. Neues Material: i ?, Kamerun, Bibundi, G. TESSMAXX leg., 16. 30. X. 1904. 2. Triaenodes elegantula Ulm. i i.MER, Sjostedts Kilimandjaro-Meru-Exped. 1908. Abt. 13. i. p. 6, f. 18, 19. Fundort: Usambara. Neues Material: i o", Deutsch-Ostafrika, Mkalama, 29. V. 1905, v. d. MAR- WITZ leg., im Museum Berlin. Die Behaarung der Yorderfliigel ist bei diesem Exemplare etwas gleichma'Biger (hell graugelb) als bei der Type. 3. Triaenodes hastata Ulm. ULMER, Sjostedts Kilimandjaro-Meru-Exped. 1908. Abt. 13. i. p. 7, f. 20, 21. Fundort: Kilimanclscharo. 4. Triaenodes serrata n. sp. Das Kxnnplar, das mir vorliegt, ist in Alkohol konserviert; die Farben -md deshalb vielleicht etwas blasser als beim lebenden Tiere. Der ganze Korper ist gell), nur der Hinterleib weiB; Fiihler gelb mit schvvarzen s< limak-n Artikulationsringen; Taster und Beine gelb; Spornzahl i, 2, 2; die dn-i cr>tc-n (ilieder der Maxillartaster sind unter sich etwa gleich, das dritte nur \\nii- liingcr als das /,\veite, das vierte kiirzer als das zweite, das fiinfte Glied aK das drittr. I'liigt-l hellgelblich, am I-'.ink- der Apicalzellen vielleicht s dunklcr; .\\-r\-a1ur normal; im Hinterfliigel ist die dritte Apicalzelle spitz, alu-r nirlit -i-siidt. Beim ^ sind die (k-nitalanhange (Fig. 38) braun; die A]>jH-ndu vx pracanaK-v sind sc-hr lang stabrlu-n I'i irini;^, lateral sehwach S-f6rmigge- scliwun-i'ii, dorv.-d gerade; die Riu-ki'iisclni] >]><. dcs X. Segments ist in zwei schmak wcni- chil ini^in -u- Sliicke gesjialti-n; jcde dirstT Halften tragt auf seiner Ill oberen Flache nahe dem Ende eine starke, im Bogen nach unten ge- kriimmte Chitingrate, die im letzten Drittel ihrer Unterkante vier oder fiinf dornartige Zahne besitzt; der Penis ist zylindrisch, nach unten ge- bogen, stumpf endigend; seine pro- ximale Halfte scheint von einer chitinig-hautigen Scheide umschlos- sen zu sein, die an ihrem Ende steil abfallt; die GenitalfuBe sind breit, kurz, innen ausgehohlt, am Ende mit zwei dreieckigen zahnartigen Vor- spriingen versehen, die wie ein drit- ter, weiter proximal auf der Ober- Fig. 38. Triaenodes serrata. kante stehender Zahn, nach oben gerichtet sind; an seiner Basis tragt dieser Hauptteil der GenitalfiiBe einen schlanken Innenast, dessen konkave Kriim- mung nach unten gekehrt ist und dessen breiteres Ende in zwei divergierende Fortsatze auslauft ; die Appendices praeanales, der obere Fortsatz des Innenastes der GenitalfiiBe und der mittlere Vorsprung der GenitalfiiBe tragen lange Haare. Korperlange : 7 mm ; Lange des Vorderfliigels : 7 % mm ; Fliigelspannung also etwa 16 mm. Material: i Q*, Nr. 12, Schilluk-Insel 5 (Bahr el Abiad) 18. II. 1910, Ex- pedition des Prof. KOENIG, gesammelt von Dr. le Roi. 5. Gattung Adicella McLach. Adicella syriaca Ulm. ULMER, Not. I/eyden Mus. 29. 1907. p. 52, f. 71, 72. Fundort: Ostafrika (auch in Syrien). 6. Gattung Oecetis McLach. Oecetis virgata Ulm. ULMEK, Sjostedts Kilimandjaro-Meru-Exped. 1908. Abt. 13. i. p. 8, f. 23 25. Fundort: Usambara. 7. Gattung Setodes Ramb. Setodes gracilis n. sp. Diese Art gehort zu jener Gruppe, welche durch besonclers schmale Fliigel und durch eine Furche iiber Gabel 5 (Hinterfliigel) ausgezeichnet ist; sie hat Ahnlichkeit mit der etwas groBeren Setodes interrupta Fabr. 112 Kopf, Pro- und Mesonotum schwarz, schwarz behaart; Metanotum und Hinterleib heller, braunlich oder dunkelgrau mit rotlichem Tone; Fiihler schwarz- lich, apical mehr braunlich, in der basalen Partie breit weiB geringelt (jedes dieser Glieder an der Basis weiB, am Apex dunkel); vor jedem Auge am Vorder- knpfe c-in Biischel weiBer Haare; Maxillartaster dunkelbraun bis schwarzbraun, weiBlich behaart. Beine hellbraunlich (Hinterbeine manchmal dunkelgelb) mit silberigem Schimmer; Hiiften (und Unterseite der Brust) dunkelbraun. Vorder- fliigel (Fig. 39) sehr lang und schmal, spitz; Membran dunkelgraubraun, mit schvvarzer dichter Behaarung und schneeweiBen (silberweiBen) Zeichnungen; es finden sich zerstreute weiBe Harchen nahe der Basis, einen nicht scharf umgrenzten Fleck bildend; deutlich sind zwei weiBe Haarflecke am Costalrande, die den Fliigel in drei ungefahr gleiche Abschnitte teilen; von diesen beiden Makeln ist die apicale am scharfsten ausgepragt; sie beginnt an der Costa breit und verschmalert sich dreieckig bis etwa zum Fliigelpunkt; die basale Makel beginnt schmaler, ist manchmal unterbrochen und erreicht etwa den Cubitus Fig. 39. Setodes gracilix. oder die erste Analader; zerstreute Silberharchen finden sich ferner am Arculus und in den Apicalzellen, manchmal auch je ein kleiner Silberpunkt am Ende der ersten beiden und der letzten beiden Sektoren, auf die Randwimpern iiber- ^hend; diese im iibrigen schwarzlich; Adern undeutlich, nur nach Entfernung ])endices praeanales vortausclu-nd; das Basalstiick ist am distalen Rande gerade abgeschnitten ; es setzt sich mit einer tiefen Langs- furche in die dorsale Partie, die mindestens doppelt so lang und innen tief aus- gehohlt ist, fort; dieses Endstiick ist in Dorsalansicht (Fig. 41) schraubenforrnig nach innen gedreht, etwas S-formig geschwungen und endigt rundlich; an der Innenkante (Fig. 41) ist es mit Borsten, aufien mit Haaren besetzt; das abgestutzte Basalstiick tragt am Rande sehr lange Borsten ; zwischen den GenitalfuBen ragt ein Paar sehr starker spitzer Chitingraten hervor (Fig. 40, 41), die nach unten und schwach nach aufien gebogen sind; sie gehoren Fig. 40. Setodes gracilis. Fig. 41. Setodes gracilis. zur Riickenschuppe des X. Tergits, wie das die Dorsalansicht (Fig. 41) zeigt; als Appendices praeanales betrachte ich zwei stabformige, kurze Fortsatze, die spitz endigen und vor ihrem Ende anscheinend je eine sehr lange Borste (feinste Chitingrate) tragen (Fig. 40, 41). Korperlange : 4 mm ; L,ange des Vorderfliigels : 5 6 mm ; Fliigelspannung also ii 13 mm. Material : i o* , 2 99 im Museum Paris, mit den Fundortnotizen : Bas Chari, Foldje, Mission Chari-Tchad, Dr. J. DECORSE, Sept. 1904, resp. Rives du Moyen Chari, Demaraou-Bousso, Mission Chari-Tchad, Dr. J. DECORSE, Juni 1904, resp. Mozambique, Vallee du Revoue, Envir. d'Andrada, G. VASSE, Dez. 1905; ferner 4 99 im Museum Berlin, Tchadsee, Mao Godi, 10. 21. VI. 1909, RiGGEN- BACH leg., resp. Kamerun int., Duma, 16. 21. VI. 1909, RiGGENBACH leg. Fam. Calamoceratidae Ulm. Gattung Anisocentropus McLach. Anisocentropus usambarensis Ulm. ULMER, Sjostedts Kilimandjaro-Meru-Exped. 1908. Abt. 13. i. p. 5, f. 14 17. Fundorte: Usambara, Engl. Ostafrika. Neues Material: 40" im Museum Berlin, Spanisch Guinea, Alen Benito- gebiet resp. Makomo, Campogebiet, i. 15. IX. 1906. G. TESSMANN leg., Nr. 5, Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 114 6, 7, 8. Die Genitalorgane und Xervatur stimmen gut mit den typischen Exemplaren iiberein, die Farbung ist im ganzen heller: Kopf und Brust sind gelbbraun, hellgelb behaart; Fiihler hellgelb (die letzten zwei Drittel weiBlich- gelb), ungeringelt oder mit sehr undeutlichen braunen Ringelungen; Taster und Beine auch etwas heller; Fliigelspannung : 26mm. Fam. Sericostomatidae McLach. Gattung Crunoeciella Ulm. Crunoeciella Sjoestedti Ulm. ULMER, Sjostedts Kilimandjaro-Meru-Exped. 1908. Abt. 13. i. p. 2, f. i 6. Fundorte: Kilimandscharo, Meru. Neues Material: 20 Exemplare (9 cf, n 9) vom Gr. Kamerunberg, Musake, 4. X. 1910. 1800 2200 m; HINTZ leg., im Museum Berlin; ferner i 9 aus Spa- nisch Guinea, Uelleburg, im Museum Berlin, G. TESSMAXX leg. Die sehr gut praparierten Stiicke dieser Sammlung ermoglichen eine Er- ganzung meiner friiheren Beschreibung : Kopf und Brust sind auch oben heller, braungelb. Das erste Fiihlerglied ist hochstens doppelt so lang wie der Kopf, beim a 1 auch mit schwarzen Haar- schiippchen aui3er den Haaren. Im Vorderfliigel (a*) ist das distale (rund- liche) Ende der Thyridiumzelle stets nackt; die glatte Behaarung des 9 hat in den Apicalzellen einen kupferigen Schein; im Hinterfliigel des 9 manchmal auch schwarze Haar- schiippchen, und zwar im Costal- und Postcostal- raum und (weniger) auf den folgenden Adern. Gabel i im Hinterfliigel ist zwar schmal an der Basis, aber nicht spitz oder gar gestielt . - Von den Genitalanhangen des o* gebe ich noch ein- mal eine Figur, da an der groBeren Zahl von Exemplaren die Verhaltnisse besser erkannt \ver- den konnen. Als Unterschiede gegen meine friilK-- ren Beobachtungen*) hebe ich hervor: der innere Fortsatz der GenitalfiiBe ist schlanker und erwei- tert sich nach dem Ende hin nur wenig; es ist tatsachlich doch ein zweiter kiir/.i-:\-r I ; .nd;^1 vorhunden; er ist gut von unten und hinten (Fig. 42), manchmal *) Hc-rr I'rof. Si' i i i'i hat inir eines der Q^ fur nieine vSannnlung iibcrlasseu; leidcr sind die Genitalanhange ilii-^-- Stiicko niclit sehr giinstig fiir die Betrachtung, da die GenitalfiiBe aufgerichtet und mil dm I.iidcn naho /\i^aiiiiiienliegcn und ilir Ilaarr niiteinandi-r vrrklcbt sind; ich kann den /\\<-itcn I-'.ndast dcr GenitalfuOe deshalb niclit selirn ; die beidcn friiher nicht .m-nannten ventraleu M i In- sind auch liier vnrliaiuk-n. }J. Criiiinrc'irlla Sjoestedti. auch von oben her sichtbar, stabchenformig, kiirzer und blasser als der Haupt- ast, noch mehr nach innen gerichtet, von den starren Borsten des Basalgliedes oft verdeckt; die Basis der GenitalfuBe tragt noch je einen stabchenformigen Innenast; diese beiden Stabe sind dicht nebeneinander gestellt, divergieren aber distal warts gabelformig; am besten sind sie in Ventralansicht erkennbar (Fig. 42). II. Larven. i. Agapetus sp. (Fam. Rhyacophilidae.) Imagines dieser Gattung sind aus Aquatorialafrika noch nicht bekannt; die weiter unten genannten Larven und Puppen gehoren aber sicher zu dieser Gattung. Die Larven sind denen von A. fuscipes Curt, ganz gleich; so sind auch die Chitinschildchen des Meso- und Metanotum deutlich, dunkelbraun; die Beinkrallen tragen aber Basaldorne, die denen von Glossosoma auch etwas ahnlich sehen; besonders am Vor- derbeine (Fig. 43) ist der Vorsprung deutlich zu erkennen, und der davon abgesetzte Dorn ist dolchformig, allerdings nicht in der Mitte verbreitert wie bei Glossosoma. Die Nach- Fig 43 Agapetus. schieberklaue hat einen dicken Riickendorn und basalwarts davon einen schwacheren. Die Mandibeln der Puppe tragen einen langeren und einen kiirzeren Zahn. - - Gehause genau wie bei genannter Agapetus-Art, ebenso auch die GroBe. Material: Einige Larven und unreife Puppen aus Deutsch-Ostafrika, SW- Ruanda, Rukarara-Bach, ca. 1800 m, SCHUBOTZ leg. 20. 8. 1907, Expedition des Herzogs ADOLF FRIEDRICH zu MECKLENBURG, Museum Berlin, Jr. NT. 362/08. 2. Catoxyethira sp. (Fam. Hydroptilidae.) Die Larven ahneln auBerordentlich den Stactobia-Larven*) ; die Gehause sind im Prinzip ahnlich geformt wie die Molanna-Gehause. Da die Larven den- jenigen von St. eatoniella Me Lach. genau gleich sind, eriibrigt sich eine eingehendere Beschreibung ; es sei nur hervorgehoben, daB alle Chitinteile schwarz, dai3 alle Thoracal- nota chitinisiert sind, und da!3 sich auf den Abdominalstrikturen hinter dem I. bis 6. Seg- ment jederseits ein dunkler querer schmaler Chitinstreif findet. Der Wohnraum des Ge- hauses (Fig. 44) ist auf der Dorsalseite ge- wolbt und in der Mitte der Lange nach Fig. 44. Catoxyethii'a. *) Vgl. auch die von mir aus SW-Australien beschriebene Hydroptiliden-Larve (Die Fauna Siidwest-Australiens, Bd. II. Jena 1908. p. 38, f. 18 22). 8* lib schvvach gekielt, auf der Yentralseite flach; er besteht aus Gespinst und feinsten Sandkornchen; clurch die fliigelartige Verbreiterung, die ganz aus einer gespon- nenen Membran besteht, erhalt das Gehause breit elliptischen oder ovalen UmriJ3 ; an beiden Enden sind die Fliigelhalften durch eine Kerbe voneinander getrennt; bei jugendlichen Gehausen sind die Fliigel noch sehr schmal. Lange der Larve _>.5 mm, Breite: 0,5mm; Lange des Gehauses: 3,5mm, Breite (mit den Flii- -eln): 2 2,3mm, bei jungen Larven nur 1,2 mm. Material: 8 Larven, Belg. Kongo, aus einem Zuflufi des Butagu, Ruwenzori West. 1800 m. Febr. 1908, SCHUBOTZ leg., Expedition des Herzogs ADOLF FRII nivicH zu MECKLENBURG, Jr. Nr. 362/08, Museum Berlin. 3. Chimarrha sp. (A). (Fam. Philopotamidae.) An 3 Philopotamiden-Larven finde ich die von FR. MCLLER (Entomol. Nachr., herausgegeben von Karsch, 13. 1.887 P- 2 ^9 290) fur eine brasilianische Art beschriebene unsymmetrische Gestaltung des Stirnrandes; die Zugehorigkeit der Larven zu dieser Gattung erscheint mir um so sicherer, als aui3er der verwandten \Vnrmaldia (W . togoana in Westafrika) keine weitere Gattung der genannten Familie aus Afrika bekannt ist. Die Organisation der Larven entspricht ganz den bisher bekannten Larven der Familie; die Hiifte des Vorderbeines hat, im Gegensatz zu der Dolophilus-~L,arve. (vgl. Ulmer, Fauna S\V-Austr. II. p. 37. f. 17) nur einen Fortsatz, der eine lange schwarze Borste tragt. Lange: et\va lomm; Breite: 1,5 mm. Matereal: 3 Larven, Deutsch-Ostafrika, SW-Ruanda, Rukarara-Bach, ca. 1800 m, Expedition des Herzogs ADOLF FRIEDRICH zu MECKLENBURG, SCHUBOTZ leg., 20. VIII. 1907, Museum Berlin, Jr. Nr. 362/08. 4. Chimarrha sp. (B). (Fam. Philopotamidae.) 2 Larven aus Kamerun, Genderogebirge (Waldbach, 1500 m), RIGGENBACH leg., 26. II. 1909, Jr. Nr. 1040/09, Museum Berlin, gleiclien vollig den vorigen. 5. Polycentropus sp. (Fam. Polycentropidae.) Die Larve zeigt die charakteristische Polycentropinen-Gestalt und ist als zu diescr Subfamilie gehorend besonders kenntlich durch die Beine und die Xach- schicber. Die Chitinteile sind hell, Kopf und Pronotum gelb, ohne Punktzeichnung, iilmlk-h 7.\\\-\ iin gk-iclR-n Mate-rial \-orlian(k-ncn Chimarrha-I^a.rvGD.. K.'.rpcrliin^c: etwa 10 mm. Material: i Larvi-, Kamerun, (Tcndcro-rliir^r (\\'al(ll>ach 1500111), Ric.c.i'.v- I'.ACH k--., jf>. II. K)0(), Jr. Xr. 1040/09 im Museum Ik-rlin. Bemerkun^: Aus Togo (Bismarckburg, L. C<>NK.\HT k--.. Museum Berlin) sail ich i-iii'- I- i-o (U-ick-r ohne Abdomen) dii-si-r ('.attung, \veshalb ich die Larve hierher u-chiK-; fur Nyctiophyla* isl sie zu grol.l; al^er auch Hyalopsyc/ic ki unite in I-'ra-i- koinnien. 6. Dipseudopsis sp. (Fam. Polycentropidae.) Bine Larve von etwa 46 mm L,ange und 6 mm Breite kann nur dieser Gattung angehoren, da sie die einzige afrikanische Polycentropiden Gattung mit groBen Arten 1st. Der Kopf ist sehr lang und schmal, mehr als doppelt so lang wie breit, dunkelbraun, mit undeutlichen schwarzen Punkten auf den Pleuren und auf dem Clypeus ; auf dem letzteren bilden die Punkte etwa in der Mitte eine Ellipse, deren kurze Achse oral-anal liegt; Augen auf groBen blassen Makeln. Pronotum chitinisiert, etwas heller als der Kopf, ebenfalls mit undeutlichen schwarzen Punkten; Hinterrand und Seitenrander schwarz, die Hinterecken jedoch nicht schwarz gesaumt; die iibrigen Brust- segmente weich und wie der Hinterleib fleischigrot, mit weiBlichen Linien an den Seiten. Beine braun, an den Gelenken schwarz gerandet; Beinlange kaum ver- Fig. 45. Dipseudopsis. Fig. 46. Dipseudopsis. schieden, Vorderbeine etwas ku'rzer, Hinterbeine etwas langer als die Mittelbeine. Die Beine sind sehr kurz, sehr sparlich behaart, die Krallen sehr kurz und stark gekriimmt (Fig. 45 a, 46) ; das Stiitzplattchen der Vorderbeine ist in einen oral gerichteten schmalen Fortsatz verlangert (Fig. 45 a) ; die kurze Hiifte tragt einen sehr langen oral gerichteten, gebogenen Chitindorn, dessen konvexe Seite dem Korper zugekehrt ist (Fig. 45 a) ; neben diesem groBen Chitindorn steht noch ein kiirzerer stumpfer Chitinzapfen, der eine lange schwarze Borste tragt (Fig. 45 a); die Hiiften der iibrigen Beinpaare ohne solche Dornen und Zapfen. Basaldorne der Beinkrallen (Fig. 46) abstehend, mit dicker Basis und abgesetzter Spitze*); am Vorderbeine ist die abgesetzte Spitze langer als das Basalstiick, borstenformig; an den anderen Beinen ist diese Spitze kiirzer, zapf enf ormig ; die Tibien-Endsporne der beiden hinteren Beinpaare sind wirklich spornformig (kurz, gelb) ; nur am Vor- derbeine ist ein gelber Sporn (lang) und eine noch langere schwarze Borste vor- handen. Die Nachschieber (Fig. 45 b) sind kurz und dick, das Endglied steht *) Vgl. auch Agapetus, p. 115. n8 recht\\inkli- x.uni vorhergehendeii, die Klaue 1st kurz und kraftig, stark hakig gebogeii. <>hne Ziihne und Dornchen; Behaarung der Nachschieber sehr sparlich, am Knit- eine lunge schwarze Borste. Seitenlinie und Kiemen fehlend; 5 Anal- kieinen vorlianden. Die Mundteile sind prominent; das Labrum ist wie bei den Polycentropinae chitinisiert, querelliptisch, kurz, mit seichtem Yorderrand- Au^schnitt; Mandibeln kraftig, mit 2 Riickenborsten, die linke mit Innenbiirste; Maxilleii und Labiuni wie bei den Polyccntropinae. Yon den bisher bekannten Polycentropidae-I^arven, die samtlich der Gattung Plcctrocncmiii und ihren nahen Yenvandten angehoren*), unterscheidet sich die Dipseudopsis-L,a.rve hauptsachlich durch den langen Kopf, durch die kurz bekrallten, sparlich behaarten Beine mit ihren eigentiimlichen Hiiftfortsatzen und durch die kurzbekrallten Nachschieber. Auch die Larve der Gattung Di- pseiidopsis \veist also wie die Imago dieser Gattung darauf hin, daC vvir in der Polycentropiden-Familie es mit zwei veischiedenen Gruppen zu tun haben. Ich schlage deshalb vor, diese Familie zu trennen in zwei Unterfamilien, die Poly- ccntropinuc (Ulm.) und die Dipseudopsinac (n. subfam.); zur letzteren gehoren die Gattungen Dipsendopsis \Yalk., Protodipseudopsis Ulm. und wahrscheinlich Nesopsyche ^\Ic Lach. ; zu den Polycentropinae sind alle iibrigen Gattungen der Familie zu rechnen; die Stellung von Hyalopsyche mit den eigentiimlichen Tastern und dem in eine Legerohre verlangerten Hinterleib des Q bleibt so lange unklar, bis das a" dieser Gattung (und eventuell auch die Metamorphose) entdeckt \vird. Material: i groCe I v arve (s. o.) von Deutsch-Ostai f rika, Rukarara-Bach, ca. 1800 m Ho'he, SW-Ruanda, SCHUBOTZ leg. 20. 8. 1907, Expedition des Herzogs ADOLF FRIEDRICH zu MECKLENBURG, Museum Berlin, Jr. Xr. 362/08. - Mit (k-nselben Daten noch 2 kleinere Larven (Lange etwa 20 mm), die entweder zu derselben Art oder doch zu derselben Gattung gehoren ; von einem dieser letzteren ICxemplare sind die Zeichnungen angefertigt. 7. Psychomyia sp. (Fam. Psychomyidae.) 3 Larven zeigen den fur die Psychomyiden charakteristischen langgestreckten Labiallobus; da ich \'on dieser Familie bisher nur die obige Gattung**) in Afrika vi-rlreten -ah. recline ich die Larve hierher. Unterschiede im Ban gegen die genauer bekannten 7"/o(/rv-Larven sehe ich, ohne die Larven ?A\ zerschneiden, niclil. Ko]il" und Pronotum sind dunkelbraun bis sclnvarzbraun, mit einigeii kauin ^iclill)an-n blassen Punkten; Ueine liellbrannlicli. Material: ;I,ar\\-n, Deutsch-Ostafrika. Rukarara-Bach, ca. 1800 m hoch, S\V-Ruanda. SCHUBOTZ k-g. 2O. 8. 1907, Expedition des Herzogs ADOLF FRII-DKICH /r MECKLENBURG, Mu-eiim Berlin, Jr. Nr. 362/08. *) \.> -M-i .ilur .nil . 1909. ]). 7 1 i , t.(ii, f. 7 12). **l I '. i- M.it'-ri.il ist /.nr I'.i^.'lir.-ibiini; ni.-ht ;nisn-iolirn< >u : FKII-:IKICH /r MECKLF.XBURG, Museum Berlin, Jr. Xr. 362/08. Bemerkung: Him- \\ahrscheinlich venvandte Larve, aber in deutlich vier- kantigem (nach hinu-n stark verschmalertem) Pflanzenkocher sah ich noch aus Kanierun, Bach bei Bare, J. \V. RIC.C.I-NBACH leg. 26. XI. 1908, Jr. Xr. 340/09, Museum Berlin. Figuren-Erklarung. Fig. i. Catoxyethira fasciata n. sp.; Fliigel des ( 2. Catoxyethira /ascidta n. sp.; Genitalanhange des tilii cruciatu n. sp.; a Genitalanhange des cf, schief lateral; 6 die zangenartigen Anhange, starker vergroBert. 5. \Yormaldia fallax n. sp.; Fliigel des cf. 6. Wonnaldia fallax n. sp. ; Genitalanhange des cf 1 , lateral. 7. \Yormaldia fallax n. sp.; Genitalanhange des cf", ventral. 8. a Wonnaldia fullux n. sp. ; dorsale Anhange, ventral: 6 Wonnaldia togoana Ulm; dorsale Anhange, dorsal. 9. Dipseudopsis fasciata Brau.; Apicalsporn der rechten Hintertibie des \ dorsal; a Material von Togo; b Material vom vSudan, typische Form. ,, 10. Dipseudopsis bidcns n. sp.; Apicalsporne der rechten Hintertibie des cf, dorsal. ,, n. Protodipseudopsis decolor ata n. sp., Hinterfliigel des c 12. Ecnomiis tropicus Ulm.; Genitalanhange des o*, dorsal. ,. i.;. Hummus tropicus Ulm.; Genitalanhange des o 7 *, lateral. ,. 14. Iicnoanuis tropicus Ulm.; Genitalanhange des a*, ventral. .. 15. Renowns dcccptor McLach. ; Genitalanhange des a 1 , lateral. [6. /.'( iinniiis Acceptor McLach.; Genitalanhange des Q*, lateral, nach aut- :j,ehelltem mikroskopischen Priiparat. ,, 17. r.iiiioiius Acceptor McLach.; Genitalanhange des c* ("line GenitalfuBe), dorsal. ., is. Hydropsychodes scxfasciata Ulm.; l-'lu-el des cf- [9. Polynwrphanisus shnilis n. sp.; ((.nilal.uihiinge des o" 1 , lateral. ,, 20. Polymorphanisus ^inn'lis n. sp. ; Genitalanhange des cf. dorsnl. ,, 21. Polymorphanisus nn^Hstipcnnis n. sp.; Kopt" dc^ "", dorsal. ,, 22. MacroncHift distincltun n. sp., Fliigel des cf j ;. /.,//<( f'/'/fs tn.'ittiitn* Ulm. (Ty]K-); Gi'iiitalaiihange des a 1 , lateral. 125 Fig. 24. Leptocerus trivittatus Ulm.; Genitalanhange des d", lateral. ,, 25. Leptocerus trivittatus Ulm.; Genitalanhange des a", dorsal. ,, '26. Leptocerus trivittatus Ulm.; rechter GenitalfuB, ventral. ,, 27. Leptocerus ramosus n. sp.; Genitalanhange des a 1 , lateral. ,, 28. Leptocerus ramosus n. sp.; Genitalanhange des a", dorsal. ,, 29. Leptocerus ramosus n. sp.; linker GenitalfuB und Penis, ventral. ,, 30. Leptocerus pulcher n. sp.; Appendices praeanales, Q", dorsal. ,, 31. Leptocerus pulcher n. sp.; Genitalanhange des o* , lateral. ,, 32. Leptocerus pulcher n. sp.; Genitalanhange der rechten Korperseite schief lateral. ,, 33. Leptocerus pulcher n. sp. ; Penis, dorsal. 34. Leptocerus curvatus n. sp.; Genitalanhange des o*, dorsal. 35. Leptocerus curvatus n. sp.; Genitalanhange des o*, lateral. ,, 36. Leptocerus 'fissus n. sp.; Genitalanhange des a 1 , lateral. ,, 37. Leptocerus fissus n. sp.; Genitalanhange des o*, dorsal (der GenitalfuB der linken Korperseite ist nicht mitgezeichnet). 38. Triaenodes serrata n. sp.; Genitalanhange des a*, lateral. 39. Setodes gracilis n. sp.; Fliigel des Q. ,, 40. Setodes gracilis n. sp.; Genitalanhange des o", lateral. ,, 41. Setodes gracilis n. sp.; Genitalanhange des a*, dorsal. ,, 42. Crunoeciella Sjoestedti Ulm.; GenitalfuB der linken Korperseite und stabchenformige Ventalanhange. ,, 43. Agapetus sp., Larve; Kralle des Vorderbeins. 44. Catoxyethira fasciata n. sp.; Larvengehause; a dorsal, b Ouerschnitt (beide stark vergroBert). ,, 45. Dipseudopsis sp., Larve; a Vorderbein; b Nachschieber. ,, 46. Dipseudopsis sp., Larve; a Kralle des Vorderbeins; b Kralle des Mittel- beins. ,, 47. Macronema sp. (A.), Larve; a Vorderbein; b Nachschieber. ,, 48. Aethalopterat sp. Larve; a Kopf und Prothorax, lateral; b Kopf, dorsal. ,, 49. Aethalopteral sp., Larve; a Mandibem; b Vorderbein. ,, 50. Aethalopteral sp., Larve; a Kralle des Vorderbeins; b Kralle des Mittel- beins. Chrysomelidae. Von J. Weise. Nach dem mitgebrachten Materiale aus den Familien der Chrysomeliden und Coccinelliden gehoren die Gegenden, die den Ostrand des groflen Grabens bilden, von Ruanda bis Unjoro, oder vom Kiwu-See nordlich bis zum Albert-See noch der westafrikanischen Fauna an, denn es sind nur vereinzelte ostafrika- nische Tiere dort gefunden worden, wahrend das Gros der Arten mit denen der Kiistenlander von Guinea iibereinstimmt, oder doch nahe verwandt ist. Natiirlich beherbergen diese ausgedehnten Hochlander mit vulkanischen Riesen- bergen bis zu 5000 m Hohe auch eine gro!3e indigene Insektenwelt, von der wir, dank der unermudlichen Tatigkeit und der Umsicht des Zoologen der Expedition, Herrn Dr. H. SCHUBOTZ, schon ein hiibsches Bild gewinnen. Bradylema Ws. i. Bradylema ruandana. 9 Subtus nigra, capite lateribusque prosterni flavis, supra flava, antennis (articulo primo excepto) nigris, prothorace transverse, medio valde coarctato, disco subtiliter punctato, basi impressionibusque binis longitudinalibus obsole- tissimis laevibus, elytris antice sat fortiter, postice subtilius striato-punctatis, interstitiis uniseriatim punctulatis. - - Long. 10,5 mm. SW- Ruanda: Rugege-Wald. 1800 m. Die Art gehort in die erste Gruppe, bei der nur das erste Fiihlerglied hell gefarbt ist, und unterscheidet sich von den bis jetzt dazu gestellten 7 Arten durch die einfarbig schwarzen Beine, an denen die Mittel- und Hinterschenkel des 9 nur schwach verdickt sind, sowie durch die glanzend schwarze Unterseite, auf welcher nur der Kopf und die Seiten der Vorderbrust eine der Oberseite ahnliche, blai3 braunlichgelbe Farbe haben. Der Thorax ist etwas breiter als lang, hat vor der Basis einen seichten Quereindruck mit einem Mittelgriibchen und ist fein punktiert, ausgenommen ein vorn schwach vertiefter Langsstreifen jederseits von der Mittellinie und der Querstreifen an der Basis, die glatt sind. 128 Lema Fabr. 1. Lema analis. Sat elongata, nigra, antennis articulis 4 primis, capite (ore excepto), pro- thorace, scutello, prosterno segmentisque 2 vel 3 ultimis abdominalibus rufis; fronte sublaevi, prothoracemedio valde coaractato, disco bi- vel triseriatim punctato, ante basin transversim sulcato, elytris obsolete coeruleo- vel aeneo- indutis, antice seriatiim-, postice striatim-punctatis. Long 9 n mm. \\Ystlich vom Rinvenzori, XWBeni (Ur\vald) 3 ( + >; Route Mawambi- A \\akubi am Aruwimi I a*- Kopf, Thorax und Schildchen lebhaft ziegelrot, glanzend, der Mund und die 7 langen und starken Endglieder der Fiihler schwarz. Stirn fast glatt, die Hockerchen vorn sparsam punktiert und behaart, hinten schlecht begrenzt und durch ein Griibchen getrennt. Thorax langer als breit, nahe der Mitte stark eingeengt, davor allmahlich und schwach erweitert, die vordere Borsten- pore auf einer stumpfen Beule eingestochen ; die Scheibe gewolbt, vor der Basis mit einer starken Querfurche, eine zweite ist davor, in etwa l / 3 der Lange, jeder- seits angedeutet. Der Raum iiber den Vorderecken ist zerstreut punktiert, wiihrend'sich in der Mitte 2 bis 3 nicht regelmafiige Langsreihen von Punkten befinden. Fliigeldecken schwarz, mit einem leichten blaulichen oder griinlichen Anfluge, in regelmaBigen Reihen punktiert. Diese Reihen sind beim ^ mafiig stark und gehen hinter der Mitte in Streifen iiber, die Zwischenstreifen sind auI3erst dicht und fein punktiert, fettig glanzend, vor der Mitte eben, dahinter leicht gewolbt; bei dem o* sind die Zwischenstreifen glanzender, kaum bemerkbar punktiert und auch vorn gewolbt. Unterseite und Beine schwarz, das Pro- sternum (beim 9 auch das Mesosterum) nebst den Vorderhiiiten und die letzten 2 (V) ( >der 3 (^) Bauchsegmente rot. 2. Lema lucida. Subtus cum ore et antennis nigra, ano rufo, supra rufa, nitidissima, fronte ]rothoraceque sublaevibus, hoc medio constricto et ante basin transversim sulcato, elytris convexiusculis subtiliter striato-punctatis, interstitiis in apice extreino convexis. Long. 9 10 nun. X\\' von Beni (Urwald). Ma^: M-^inento ]rimo abdominali basi carina brevi instructo. I'.iviter '^el)aut und viel glan/.euder als L. annata I'\, (lurch einfarbig schwarze I ; iihU r unil die teiiu- Skulj)tur der lebhaft gelblichroten Oberseite ausgezeichnet. I '-r Muud und ein selnnaK-r Sauni am Vorderrande des K(i])lsehildes sind schwarz, die Slunli.uker weni- -e\\<'.11>t, durch eine vorn abgckiirzte Mittellinie getrennt, iu-l>^l drni liaise L;latt und fast kahl. I-'iihler bis zur Kinscliniirung hinter der Si-hulter ni(htiid, (Uied i und 2 \i\tt, glanzend, die folgenden dicht behaart, malt, vom 5. ('.lieiK- all verdickt, jedes der (ilieder 7 bis TO \\vnig liinger als 129 breit. Der Thorax erscheint glatt, 1st aber unter starker VergroBerung zart gewirkt und maBig dicht auBerst fein punktiert, iiber den Vorderecken und neben der Mittellinie mit wenig starkeren Punkten. Vor der Basis liegt eine breite Ouerfurche, welche an den Seiten in eine Grube iibergeht, deren oberer Rand eine sehr stumpfe Langsleiste bildet. Die Fliigeldecken sind gereiht punk- tiert, mit einem unbedeutenden Ouereindrucke hinter der Basis. In den inneren Reihen stehen die Punkte maBig dicht, die auBeren sind etwas dichter und starker punktiert, die Zwis chenstreifen breit, eben, auBerst fein einreihig punk- tiert, die zwei inneren und auBeren dicht vor der Spitze gewolbt. 3. Lema Weisei Jac. Ruwenzori, Westseite; Fort Beni; NW vonBeni (Urwald); westlich vom Albert-See bei Mboga und Mawambi am Ituri. Das a* dieser Art hat einen sehr kurzen Langskiel an der Basis des ersten B auchsegmentes . 4. Lema Bennigseni Ws. Ruwenzori, Westseite. I Exemplar, bei dem die Fliigeldecken normal punktiert, die Punkte an der Mittellinie und die Seitenrunzeln des Thorax aber sehr verloschen sind. 5. Lema pubescens Lac. Bukoba. i Exemplar, dessen Zwischenstreifen auf den Fliigeldecken eben, deutlich gerunzelt sind. 6. Lema azurea Lac. NW von Beni (Urwald). Bei diesen Stiicken ist die Stirn zwischen den Augenrinnen, der Hals und der Thorax rot gefarbt. Crioceris Geoffr. i. Crioceris nitida. Rufa, nitidissima, antennis ab articulo quinto, femorum apice, tibiis tarsis- que nigris, prothorace parce punctulato, elytris subtiliter punctatis, punctis latera et apicem versus subtilioribus. Long. 9,5 mm. Mawambi am Ituri. Der Cr. caffra Lac. nahe verwandt, etwas groBer, oberseits durchweg feiner punktiert und glanzender, an den Fiihlern die ersten 4 Glieder glanzend, rot, der Thorax hat eine feine weitlaufige Punktreihe in der Mittellinie und eine dichtere, unregelma'Big verdoppelte oder verdreifachte jederseits davon, auBerdem liegen Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 9 130 noch einige Punkte an den Seiten. Die Punkte der Fliigeldecken sind fein, auf der inneren Halfte vor der Mitte am starksten, nach auBen und hinten feiner, dicht vor der Spitze werden sie plotzlich etwas groBer, liegen hier aber nicht in Streifen \\ie bei caffra. 2. Crioceris nigrita. Subcylindrica, nigra, nitida, sul>tus dense griseo-pubescens, prosterno margine basali apiceque elytrorum obscure luteis; prothorace subcylindrico, ante basin obsolete constricto, disco medio longitudinaliter punctulato, elytris striato-punctatis. Long. 5,5 mm. Am Albert-See bei Kassenje. Durch die Korperform und Farbe von den iibrigen Arten sehr verschieden, annahernd zylindrisch, jedoch nur ma'Big gewolbt, gliinzend schwarz, die Mittel- und Hinterbrust (ausgenommen im mittleren Teile) nebst dem Bauche dicht und sehr kurz weiBlich behaart, der Basalrand des Prosternum und ein verwaschen be- grenzter, uunregelma'Biger Fleck in der Spitze der Fliigeldecken braunlichgelb. Stirn dicht punktiert, sparsam weiBlich behaart, fast eben, ohne Augenrinnen, aber mit einer kraftigen Mittelrinne. Ftihler bis zur Schulter reichend, die vier ersten (ilieder kurz, sparsam behaart, et\vas glanzend, die folgenden langer und viel dicker, dicht behaart, 6 bis 10 quer. Thorax etwas langer als breit, zylindrisch, vor der Basis schwach eingeschniirt, iiber den Yorderecken und an der Mittel- linie fein punktiert, die Punkte an letzterer bilden eine unregelma'Bige drei- oder vierfache Reihe. Schildchen kaum langer als breit, hinten abgerundet. Fliigeldecken doppelt so breit \vie der Thorax, ziemlich kraftig in regelrna'Bigen Reihen punktiert, die Zwischenstreifen schmal, unbedeutend gewolbt. Antonaria Jac. i. Antonaria longicollis. "*. Klongata, fusca, opaca, sat dense flavo-griseo pilosa, elytris pedibusque >ordide testaceo-rufis, prothorace subcylindrico, elytris postice attenuatis, crebre punctatis, macula ])arva suturali ante medium, fascia angusta pone medium vittaque l>re\'i apicali densius pubescentibus, tibiis posticis curvatis, dense ciliatis. I.'ng. io mm. N\V von Beni (Unvald). Mit Ant. nnirina Westvv. am niichsten venvamlt, aber viel schlanker gebaut. Fiihler kur/., C.lied 2 bis 4 diinn. 3 so lang als die kurzen Glieder 2 und 4 zu- i. M'hwar/, die folgenden (ilieder sehr breit, quer, schwarzlich rotbraun. Ian-. M h\\;ir/lieh, und \vie der ganze Korper gelblich \veiB behaart. Die siml Ian-, anliegend, nur am inneren Augenrande aufgerichtet, in der Mittellinie ge-eiieinander geneigt. Thorax zylindrisch, langer als breit, nach vnrn miil.'.i- \t-ren-t uud an der Spitze so breit \vie der .Scheitel, ziemlich dicht punktiert, schwarzlich, ein schmaler Saum am Hinter- und Seitenrande, sowie die Unterseite verschossen gelblichbraun ; die Harchen laufen ebenfalls in der Mitte zusammen. Schildchen schwarzlich, greis behaart. Fliigeldecken gerad- linig heraustretend und in den Schultern etwas breiter als der Thorax, sodann nach hinten allmahlich verengt und an der Spitze schmal einzeln abgerundet, verschossen braunlichrot, mafiig dicht punktiert; diese Punkte werden aber von der gelblich-greisen Behaarung verdeckt, welche sich an drei Stellen verdichtet, namlich neben der Naht, dicht vor der Mitte, zu einer kleinen runden Makel und im letzten Viertel zu einer schmalen Langsbinde, vor dieser endlich zu einer schmalen gemeinschaftlichen Ouerbinde. Hinterbrust und Bauch sind schwarzlich, Beine rotlichbraun, der Riicken der Schenkel, wenigstens nahe der Spitze, nebst den Tarsen angedunkelt. Die Hinterschenkel sind beim a* einfach, stark verdickt, und die Hinterschienen gebogen, am Innenrande zottig- bewimpert. Clytra Laich. Clytra scutellaris. Subcylindrica, nigra, subtus cinereo-pubescens, antennis articulis 2 et 3 plus minusve rufescentibus, prothorace crebre subtilissimeque punctulato, scutello evidenter punctate, griseo-pubescente, elytris stramineis, apice iiigro-marginatis, creberrime subtiliter punctatis, punctis hinc inde subseriatis. - - Long. 9,5 mm. NW von Beni (Urwald). Den kleinsten Exemplaren von Cl. ingens Lef.*) mit einfarbig strohgelben Fliigeldecken recht ahnlich, der Thorax aber dicht und aulBerst fein punktiert, bei oberflachlicher Betrachtung glatt erscheinend, das Schildchen dreieckig, hinten fast zugespitzt und nicht breit abgerundet, starker und deutlicher als der Thorax punktiert, fein grau behaart, die Punkte der Fliigeldecken viel feiner wie bei ingens und stellenweise gereiht. Kopfschild und Scheitel glanzend, zer- streut und fein punktiert, der Raum zwischen den Augen vertieft, dicht runzelig punktiert, grau behaart, mit einer Mittelrinne. Thorax vor der Basis am breitesten von hier nach hinten wenig, nach vorn starker gerundet verengt, die Seiten mit einer breiten Rhine, die sich am Vorder- und Hinterrande noch ein Stuck nach innen zieht; auf der Scheibe liegt jederseits hinter der Mitte ein Quereindruck. Die Fliigeldecken sind strohgelb mit schwarz gesaumter Spitze, dicht und fein, nicht tief punktiert. Diapromorpha Lac. i. Diapromorpha trifasciata Ol. var. juno Ws. Kiwu-See: Kissenji. *) CL procera Jac. ist keine Varietat von ingens Lef., wie Gen. Ins. Vol. 49, p. 27 (1906) angegeben ist, sondern ein Synonym. 9* 132 Peploptera Lac. i. Peploptera bistrinotata. Subcylindrica, postice parum angustata, nigra, antennis basi, tibiis tarsisque fulvis, prothorace elj'trisque flavescentibus, illo subtilissime punctate, maculis duabus antice convergentibus nigris, elytris dense hinc inde subseriatim punctatis, singulo maculis tribus (2,1) nigris. Long. 6 6,8 mm. \Vestlich vom Victoria-See: Kadjuga Vussissi in Karagwe (SxriiL- MANN). In der Zeichnung der Oberseite von den iibrigen Arten abweichend. Der Thorax hat zwei schwarze Quermakeln an der Basis, die sich an der Innenseite in eine nach vorn und innen gerichtete Spitze verlangern. Auf jeder Fliigeldecke liegen drei schwarze Makeln. Die erste, auf der Schulterbeule, ist langlich, die zweite, zwischen dem Schulterhocker und der Naht, liegt hinter der Basis und ist gestreckt oder gerundet, die dritte, hinter der zweiten, doch etwas mehr nach innen geriickt, bildet einen dicken Strich parallel der Naht, welcher in l / 3 Lange oder etwas dahinter beginnt und in 2 /3 Lange endet. Melitonoma Lac. i. Melitonoma sobrina Lac. var. Westlich vom Victoria-See: Kadjuga Vussissi (STUHLMANN). i Exemplar, bei dem die erste schwarze Querbinde der Fliigeldecken, die aus 2 Makeln zusammengesetzt ist, iiber dem Seitenrande mit der zweiten verbunden ist. Gynandrophthalma Lac. i. Gynandrophthalma basalis Jac. Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi. i Exemplar; zwei andere wurden nordlich vom Albert-Edward-See in der Steppe bei Kasindi gefangen. vSie stimmen in der gestreckten Korperform und der Gr613e mit der typischen Form iiberein, sind aber auf dem Thorax hinter dem Vorderrande ebenfalls deutlich punktiert, die Fliigeldecken sind schwarz (ungefahr das letzte Achtel gelb) mit etwas kleineren Punkten wie in basalis. Die ahnlich gefarbte ostafrika- nischc- scittcllata Ws. ist bedeutend breiter gebaut, oben fast glatt und besitzt ein viel grotieres vSchildchen. 2. Gynandrophthalma placida Lac. var. puncticollis. Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi. i Exemplar. Der Thorax ist grol.Uenteils glatt, auf einem in der Mitte verengten Quer- streifen an der liasis, l:u-\-i, maculis duabus rotundatis nigris, elytris striato-punctatis, sutura t'usrijsque binis (prima basali, secunda pone medium) nigris, prosterno basi profundc- emarginato, apice processu labiali brevi instructo. - - Long. 4 mm. Rmvi-n/.ori; Mbnga; Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi. 3 cf I>reiter gebaut als der vorige, unterseits schwarz, die schlanken Fiihler schwarzlich, ihre ersten 5 Glieder rostrot. Oberseite gelblichrot, glanzend, der 135 Thorax gesattigter rot, fast glatt und spiegelblank, mit 2 runden schwarzen Makeln, welche unter sich ungefahr ebenso weit entfernt sind wie jede einzelne vom Seitenrande. Die Punkte der Fliigeldecken sind nur von maBiger Starke, an der Basis erloschen, auf dem Abfalle zur Spitze abgeschwacht. Von den schwarzen Querbinden nimmt die vordere ungefahr das erste, die andere das dritte Viertel der Lange em, beide erweitern sich an der Naht etwas und sind an dieser bei 2 Exemplaren vollig verbunden, beim dritten Stuck nicht ganz. Die zweite ist an der Naht auch nach hinten verlangert, so daB der rote Spitzenteil makelformig erscheint. Das Prosternum ist hinten in tiefem Bogen ausgerandet und endet jederseits in eine dicke Spitze; der vordere Fortsatz ist maBig lang, breit abgerundet. Beim cf hat das letzte Bauchsegment eine weite, glatte Ver- tiefung in der Mitte, die einen breiten Streifen von der Basis bis zum Hinterrande einnimmt. Letzterer ist in der Mitte leicht ausgerandet. Macrocoma Chap. i. Macrocoma eriophora Chap. Karagwe; Ukami. Colasposoma Lap. i. Colasposoma aemulum Lef. Ruwenzori; Mawambi am Ituri. 2. Colasposoma subcostatum Gerst. Steppe siidlich vom Albert-Edward-See; Fort Beni; Route Mawambi- Awakubi am Aruwimi. 3. Colasposoma iturianum. Ovale, subtus nigrum, cupreo-micans, supra viridi-aeneum, nitidum, an- tennis nigris, articulis quinque primis apice rufis, prothorace transverse, convexo, disco medio parum dense, latera versus crebrius et fortius punctate, elytris fortiter punctatis, apice punctato-striatis. Long. 4,5 mm. Mawambi und Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi. Dem C. sansibaricum Har. in der Korperform und Farbe sehr ahnlich, kleiner oberseits einfarbig grim und viel starker und weniger dicht punktiert, der Thorax mehr gewolbt, an den Seiten gleichmaBig gerundet und nach vorn kaum starker als nach hinten verengt; in dem Raume iiber den Vorderecken, der bei sansibaricum besonders schwach und sparsam punktiert ist, dicht und kraftig punktiert. Die Schenkel sind verdickt, aber alle ohne Zahn. - 136 Liniscus Lef. i. Liniscus ruandicus. Oblongus. subtus aeneo-niger, pedibus, labrum et antennis testaceo rufis, his apkv leviter infuscatis, supra niger, subaurichalceo-niicans, prothorace sat dense sul)tiliter punctato, elytris prothorace latioribus, interne striato-punctatis, i-xterne et in apice punctato-striatis. Long. 4 mm. Ruanda : Mohasi-See. GroMer. namentlich breiter gebaut wie die iibrigen Arten, die Fliigeldecken in den Schultern breiter als der Thorax, weniger parallel, an den Seiten leicht gerundet, hinter der Basis sclnvach quer eingedriickt, innen mit 4 Punktreiheii, \\eiter nach auI3en und an der Spitze punktiert gestreift, die Zwischenstreifen zerstreut und auCerst fein punktiert. Eurydemus Chap. 1. Eurydemus geniculatus Jac. Undussuma (STUHLMAXN). Syagrus Chap. i. Syagrus morio Har. \Vestlich vom Ruwenzori: Beni; Mboga. Corynodes Hope. i. Corynodes coerulescens Fairm. Zahlreich von der Insel Kwidscluvi ini Ki\vu-See; bei Mawambi am Ituri und von der Route Mawambi-Awakubi; endlich auf der Bootfahrt zwischen Awakubi und Bomili. 2. Corynodes senegalensis Ol. Ki\vu-See, am Nordufer bei Niragongo und Kissenji. Bukoba (Gr- DOWIUS). 3. Corynodes Raffrayi Lef. esi (Dr. MARSHALL). Pseudomela Baly. i. Pseudomela Murrayi Baly. M:i\v;uiil.i ;mi Ilnri nnd aut" der Route Mavvambi-Auakubi am Arinvimi 2. Pseudomela nigripennis Jac. Ruweii/ori; I ; ort Beni. 137 Ceralces Cerst. i. Ceralces longulus. Oblongo-ovalis, subtus niger, supra laete ferrugineus, nitidus, prothorace transverse, minus dense subtiliter punctate, utrinque foveolato, lateribus parum rotundatis, elytris minus dense punctatis. Long. 6 7,5 mm. Victoria-See: Bukoba (GuDOWius); Kafuro in Karagwe; Kirere in Mpororo (STUHLMANN). Den kleiiieren Stiicken des C. ferrugineus Gerst. ahnlich, aber viel schlanker gebaut, der Thorax an den Seiten unbedeutend gerundet, auf der Scheibe jeder- seits mit einer deutlichen weiten Grube. Der Mund, die Fiihler, Beine und Unter- seite schwarz, die einfachen Klauen und einzelne Stellen auf der Mandibelflache rostrot, die Oberlippe nebst den iibrigen Teilen der Oberseite glanzend und lebhaft rostrot. Der Thorax und die Fliigeldecken sind nicht dicht und ziemlich fein punktiert (die Punkte auf den Fliigeldecken wenig starker wie auf dem Thorax); der Innenrand der Epipleuren sehr kurz bewimpert. Plagiodera Redtenb. 1. Plagiodera thoracica F. Beni; Route Mawambi-Awakubi. Ru Nssororo uncl Albert-See (STUHL- MANN). 2. Plagiodera subparallela Ws. Mawambi am Ituri. Phaedonia Ws. i. Phaedonia impolita Vogel. Albert-See: Undussuma; Ssonga (STUHLMANN). Chrysomela L. i. Chrysomela superba Thunb. Bukoba. 2. Chrysomela ruandana. Breviter ovalis, convexa, nitida, aeneo-viridis, subtus plus minusve coerulea, antennis piceis, basi inferne rufescentibus, capite prothoraceque crebre sub- tilissimeque punctulatis, fere laevibus, hoc latera versus punctis nonnullis fortio- ribus impresso, elytris viridi-aurichalceis, parum dense punctulatis, seriebus novem punctorum majorum per paria approximatis, punctis serierum satparvis, remotis, haud profunde impressis, cupreo-cinctis. Long. 6 mm. NW-Ruanda (Vulkangebiet). Mit Chr. metallica Deg. verwandt, kleiner, weniger gewolbt, lebhafter gefarbt und durchgangig viel f einer punktiert. Die dichte Punktierung von Kopf und Thorax ist nur unter starker Vergrofierung zu bemerken; die Punkte in den 138 Reihen der Fliigeldecken sind ziemlich klein und nicht tief, weitlaufig in unregel- miiBigen Abstanden hinter einander gestcllt, erscheinen aber groBer, weil sie in einem kupferroten Kreise eingestochen sind. 3. Chrysomela guttipennis. Alata. breviter ovalis, convexa, ferrugineo-rufa, subopaca, antennis fuscis, basi fulvis. mandibulis pedibusque nigris, femoribus medio rufescentibus, c-lytris nigris, vix aeneo-indutis, creberrime subtilissimeque ruguloso-punctulatis et subtiliter striato-punctatis, singulo guttis septem fulvis, 2, 3, 2 oblique digestis. Long. 8,5 mm. Westlieh vom Ruwenzori: Beni (Urwald). Im K(")r])erbau den groBten Stiicken der Chrys. Clarki Baly ahnlich, ge- sattigt rostrot. Fiihler kurz und schwach, die 4 ersten Glieder rotgelb, die folgenden geschwarzt. vStirn fast eben, sparsam punktuliert, eine Mittelrinne und die bogenformige Grenze des Kopfschildes angedeutet. Thorax dreimal so breit als lang, die Seiten bis vor die Mitte ziemlich parallel, dann gerundet verengt, auf der Scheibe auBerst zart gewirkt und punktuliert, fast matt, mit zwei unregel- maBig verdoppelten Punktreihen, eine an der Innenseite, die andere auf der AuBenseite des sehr schmalen und niedrigen Seitenwulstes liber der Randlinie. An den Seiten ist ein Saum, der sich am Vorderrande bis hinter jedes Auge ver- langert, schwarzlich. Fliigeldecken schwarz, mit einem geringen metallisch- griinlichen Anfluge, auBerst dicht, fein runzelig punktuliert, mit qU regel- maBigen, ziemlich feinen, paarig genaherten Punktreihen und je 7 rotgelben Tropfen: 4 iiber dem Seitenrande und 3 innen. Diese Tropfen bilden 3 schrage Querreihen, die von vorn nach innen und hinten laufen. Unterseite dunkel rostrot, Beine schwarz. Mitte der Schenkel rot. 4. Chrysomela opulenta Reiche. Ruanda: Mohasi-See ; Steppe siidlich vom Albert-Edward-See. Undus- (STTHUIANN). Melasoma Stephens. i. Melasoma laticollis. Bu-viU-r o\-alis, sat convexa, subtus fulva, antennis apicem versus infuscatis, aenea, nitida, ore, clv])eo limboque prothoracis (parce fortiter punctato et in nu-dii) angustato) fulvis, prothorace valde transverse, subtiliter canaliculato, laU'rilms sulijiarallc-lis juxta angulos anticos rotundatim convergentibus, elytris aurichalceo-ni^ris, subtiliter obsoleteque punctatis, processu metasternali inter c-oxas interiiu-ilias tubc-rculiformi, unguiculis basi valde dentatim dilatatis. Long. 55,5 mm. Ruwenzori. 139 Mit M. lutescens Thunb. durch die Form des Metasternalfortsatzes am nachsten verwandt, viel kleiner als diese, vorn breiter gebaut und auf den Fliigel- decken feiner und flacher pvmktiert. Durch den kurzen und breiten, nur nahe den Vorderecken verengten Thorax und die an der Basis in einen groi3en Zahn erweiterten Klauen von den iibrigen Arten abweichend. 2. Melasoma elegans. Subovalis, parum convexa, fulva, nitida, antennis extrorsum infuscatis, f route minus crebre punctulata, prothorace transverse, medio subtilissime-, latera versus densius et fortius punctate, elytris subparallelis, aeneis, crebre et suturam versus densius fortiterque punctatis, lineis nonnullis subelevatis instructis; processu metasternali evidenter marginato, tarsis articulo ultimo subtus in apice utrinque dentato-producto. Long. 6 mm. Westlich vom Ruwenzori: Beni (Urwald). 3. Melasoma fasciata. Ovalis, convexiuscula, laete ferruginea, antennis ab articulo sexto infuscatis, prothorace sat crebre-, medio et in lateribus minus dense subtiliterque punctate, elytris crebre sat fortiter punctatis (punctis juxta suturam biseriatis), flaves- centibus, maculis undecim subcoeruleo-nigris : 2 et 2 (fasciatim confluentibus), I, Y 2 collocatis, ornatis; processu metasternali evidenter marginato, tarsis articulo ultimo edentate. Long. 4,7 6 mm. Beni (Urwald). Albert-See. Kenntlich an der kraftigen Punktierung und der Zeichnung der Fliigel- decken, die auf beiden Decken zusammen aus II blaulich schwarzen Makeln besteht. Von diesen ist Makel I und 2, an der Basis, und 3 und 4, unmittelbar vor der Mitte, der Quere nach verbunden, Makel 5 frei, rund, hinter der Mitte. Der gemeinschaftliche Fleck liegt in der Spitze und ist sehr klein; das vierte Tarsenglied ist einfach. 4. Melasoma nubila. Ovalis, modice convexa, fulva, antennarum articulis 5 ultimis fuscis, fronte supra antennas, prothorace (limbo laterali excepto), scutello elytrisque nigris, aurichalceo-splendentibus ; fronte et prothorace dense subtiliter-, elytrisque fortius punctatis, epipleuris antice fulvescentibus, processu metasternali evidenter marginato, articulo ultimo tarsorum simplice. Long. 5 mm. Westlich vom Ruwenzori: Beni (Urwald). Oides Weber. i. Oides humeralis Gahan. Beni (Urwald); Mawambi am Ituri. I 4 2. Oides typographica Rits. ab. laetifica Ws. Beni; Mboga, Route Ma\vanibi-A\vakubi. Auch von Herrn STTHLMANN in Undussuma gefangen. 3. Oides ruwensorica. Breviter ovalis, nigra, sat nitida, prothorace parce et obselete punctate, elytris albidis. sat dense punctatis, apice subsingulatim rotundatis. Lon-. 7 mm. \Vestseite des Ru wen /.ori, 2000 m. In der Fiirbung am meisten an 0. flarificnnis \Ys. erinnernd, aber viel kleiner, die Fliigeldecken einfarbig \veii31ich, an der Nahtecke schwach einzeln abgerundet. Pachytoma Clark. i. Pachytoma gigantea 111. Bukoba; Ruanda; Kiwu-See: Kissenje. Audi am Albert-Edward-See und Albert-See von STTHUIAXX gefangen. 2. Pachytoma obscura Gahan. Rmvenzori; Mboga; Route Mawambi-Awakubi am Armvimi. Nirinoides Jac. i. Nirinoides Staudingeri Jac. .\\Y-Beni (Tnvald). Der Pdc/iytonui gigantea 111. sehr ahnlich, aber die.Oberseite gelblich behaart und der Thorax mit 4 sclnvar/.en Makeln: i, 3. Das o* hat keine Grube vor dein Anus; der Penis verschmalert sich nahe der Spitze sehr \venig und 1st an let/.terer breit abgestutzt und sanft ausgerandet. Cerochroa Gerst. i. Cerochroa maculicollis Baly. Ma\vambi am Ituri. Belona Ws. i. Belona Petersi Bert. I'.eni (Truald); M;i\\ ambi ; auch am Rmven/.ori von S'fUIli.MANN erbelilel . l>ie \-orlie-i-nden ; Piirclien liaben einfarbig rotgelbe Fuhler, die Miinnchen diigegcn nil-lit die ganze I '.asall .rule der Flugeldecken gelb gefiirbt, sondern nur den \orderen Teil der Lei^le. \\elrlie die Xahtgrilbf seitlich MI Idacantha Chap, i. Idacantha multicolor. Nigra, nitida, antennis fuscis, basi verticeque fulvis, elytris creberrime subruguloso-punctatis, parum nitidis, obscure aeneis, coeruleis vel cyaneo-nigris, singulo maculis quatuor magnis dilutis, prima baseos flava, secunda et tertia juxta medium quartaque maxima ante apicem rufis. Long. 7 9 mm. Ruwenzori, 2500 m, auch von STUHLMANN, und im Bugoie-Urwalde von v. STEGMANN aufgefunden. Mas: prothorace tuberculo parvo ante scutellum, saepe rufescente instructo. Var. a. Maculis intermediis vel maculis tribus posterioribus plus minusve connexis. Der Id. maculosa Ws. am ahnlichsten gezeichnet, aber die Fliigeldecken kahl mit dunkler Nahtecke, Thorax und Pygidium schwarz. Die gelbe Basalmakel der Fliigeldecken beginnt neben dem Schildchen, reicht auBen bis in die Nahe der hochsten Stelle der Schulterbeule und ist hinten abgerundet, ofter noch durch einen feinen Basalsaum mit einem kurzen rotlichen Langsstriche unterhalb des Schulterhockers verbunden. Von den folgenden roten Makeln ist die erste neben der Naht, quer, die zweite, am AuBenrande, langlich, die dritte, vor der Spitze, groBer als die beiden vorigen zusammen, auBen und hinten abgerundet, an der Naht in eine kurze Spitze vorgezogen. Diese Spitze verlangert sich oft, bis sie die davor liegende Nahtmakel erreicht, und letztere dehnt sich seitwarts aus und flieBt in der hinteren Halfte mit der AuBenmakel zusammen (Var. a). Der Thorax ist sparsam und verloschen punktiert, glanzend schwarz, mit einem weiten Quereindrucke, welcher beim Q in der Mitte nach hinten erweitert und bis an das Schildchen ausgedehnt ist; beim cf liegt vor dem Schildchen ein niedriger, oft gelb oder rotlich gefarbter Querhocker, der aus einer Querleiste und einer kurzen Langsleiste dahinter besteht. 2. Idacantha Passed Fairm. var. suturalis Jac. Kiwu-See bei Kissenji, Ruwenzori, 2000 m. Dies ist die hellste Form einer Varietatenreihe, die in Usambara und dem groBten Teile von Deutsch-Ostafrika zu fehlen scheint. Die Fliigeldecken sind gelb, ein feiner, vorn abgekiirzter Seiten- und Nahtsaum schwarz. Nimmt die dunkle Nebenfarbe zu, so erweitern sich beide Saume in ungefahr 2 / 3 der Lange zu einer Querbinde, die am Vorderrande, naher den Seiten als der Naht, stets in einen strichformigen Ast bis in oder vor die Mitte ausgezogen ist. Zuletzt sind die Fliigeldecken schwarz, ein mehr oder weniger groBer Raum an der Basis und die Nahtecke braunlichgelb. 3. Idacantha subsudanica Ws. Ruwenzori (STUHLMANN). Laetana Baly. i. Laetana divisa Gerst. i (Dr. MARSCHAI,L). 2. Laetana Thomsoni Jac. Xordufer des Tanganjika bei Usumbura (v. STEGMAXN). _> "" von 10 mm I.iinge, verhaltnismaUig schlank gebaut und mit einem auffiillig breiten Quereindrucke auf dem Thorax, diirften sich von den breiter gL-bauten Stiicken aus Togo und Sierra Leone unterscheiden, namentlich da bei diesen der tiefe Quereindruck des Thorax in der Mitte unterbrochen ist. Ich bezeichne daher die zentralafrikanische Form als Yar. clongata. JACOBV hat das 9 der Art (Stett. Zeit. 1903, 1x317) als violaceif>cnnis beschrieben. Rhaphidopalpa Rosenh. i. Rhaphidopalpa africana Ws. Kassenje am Albert-See. r V, bei dem das Pygidium auffallig kurz und breit, an der Spitze schwach ausgerandet ist. Kin iihnliches Stiick besitze ich vom Benue. Copa Ws. i. Copa delata Er. \Yestlich vom Ruwenzori: Beni. 2. Copa orientalis Ws. Albert-Edward-See: Steppe bei Kasindi. Leptaulaca Ws. i. Leptaulaca fissicollis Thorns. Kiwu und Albert-Edward-See; Kassenje am Albert-See; Awakubi am . \rmvimi. 2. Leptaulaca basalis Ws. Sii'losiufi-r des Kiwu-Sees. 3. Leptaulaca longula. Suln-longata, convi-xiuscula, nigra, prosterno elytrisque flavescentibus, antennis oigro-fuscis, rapile (ore rxcepto) prothoraceque sublaevibus, fulvis, i-l\-tris snbtiliti-r punctatis. Long. 6mm. Siidostufer de^ Kiwu-Sees. 143 Gestreckt und ziemlich parallel, Unterseite und Beine schwarz, die Vorder- brust blaBgelb, Fiihler schwarzbraun, bei frischen Stiicken nur die Spitze jedes Gliedes schwarzlich. Kopf und Thorax gelblichrot, der Mund schwarz, Fliigeldecken blaBgelb, an der Basis fein schwarz gerandet und der vordere, breite Teil der Epipleuren schwarzlich. Die Fiihler reichen bis an das letzte Drittel der Fliigeldecken, Stirn, Thorax und Schildchen fast glatt und glanzend wie die ziemlich dicht, fein und flach punktierten Fliigeldecken. Es liegen nur 2 d* vor, bei denen das letzte Bauchsegment dunkelbraun gefarbt ist. 4. Leptaulaca pusilla. Convexiuscula, subtus nigra, femorum apice, tibiis tarsisque plus minus ve flavescentibus, antennis fuscis flavo-variegatis, capite fusco-nigro, vertice rufo- brunneo, prothorace supra angulos anticos parce punctulato elytrisque pallide flavis, his subtiliter punctatis, scutello piceo. Long. 3 4 mm. Siidostufer des Kiwu-Sees; Rugege-Wald. Die Fiihler des a* sind fast so lang als der Korper, die des 9 etwas kiirzer, die einzelnen Glieder an der Basis gelblich, an der Spitze angedunkelt bis schwarz. Beine schwarz, die Spitze der Schenkel (an den Vorderschenkeln zuweilen die ganze Unterseite), Schienen und Tarsen braunlich gelb, stellenweise leicht an- gedunkelt. Mellesia Ws. i. Mellesia gularis. Sat elongata, testaceo-flava, capite antico, antennis, scutello, tibiis (basi excepta) tarsisque nigris, gula flava, elytris dense subruguloso punctatis vertice- que aeneo-viridibus. Long. 6,5 7 mm. Ruwenzori. Auch nordlich vom Albert-Edward-See von STUHLMANN gefangen. Der Mell. elegans Ws. sehr ahnlich, durch den dunklen Kopf und das schwarze Schildchen sofort zu unterscheiden, namentlich aber in der Geschlechtsauszeich- nung so abweichend, daB ich die Art nur vorlaufig bei Mellesia unterbringe. Der Kopf ist schwarz, iiber den Stirnhockern metallisch griin, zuweilen mit blauem Schimmer, Taster rotbraun, Kehle gelb. Nasenkiel schmal und scharf, Stirnhocker gerundet, glatt, die Stirn dariiber einzeln punktiert. Thorax fast um die Halfte breiter als lang, Vorder- und Hinterrand ziemlich geradlinig, die Seiten leicht gerundet und nach vorn weniger als nach hinten verengt, die Scheibe schwach kissenartig gewolbt, sparsam, iiber den Vorderecken dichter punktiert, jederseits in der Mitte mit einer runden, maBig tiefen Grube. Fliigeldecken dicht und etwas runzelig punktiert, auf dem Abfalle zur Spitze feiner und weit- laufiger; Epipleuren breit, nach hinten allmahlich verengt und bis nahe an die Nahtecke deutlich und innen durch einen tiefen Eindruck abgesetzt. Pro- 144 sternum zwischen den Hiiften als feine Leiste sichtbar, vordere Gelenkhohlen of fen. Schienen mit kurzem Enddorn, erstes Tarsenglied der Mittelbeine etwas langer als der Metatarsus; dieser 1st wenig langer wie die zwei folgenden Glieder zusamiiK-n. Klauen gespalten. Beim o 1 hat das letzte Bauchsegment am Hinter- rande jederseits einen kurzen Einschnitt und einen konkaven Mittelzipfel, das V in der Mitte des Hinterrandes einen seichu-n \vinkeligen Ausschnitt, vor dem ein kurzes dreieckiges Griibchen liegt, dessen Seiten hockerartig verdickt sind. Gastrida Chap, i. Gastrida abdominalis Chap. Steppe siidlich vom Albert-Edward-See. Galerucella Crotch. i. Galerucella triloba F. Albert-See: Andebali in \Yambutti. 2. Galerucella funesta Jac. Ruanda: Karissimbi, 2500111. Ornitognathus Thorns. 1. Ornitognathus generosus Thorns. Beni; Mawambi am Ituri; A \vakubi am Aruwimi. Bonesia Baly. i. Bonesia Murrayi Baly. Beni (Urwald). 2. Bonesia quinquepunctata Klug. Westseite des Ruwenzori, 2000 2500 m ; Ssonga am Albert-See (STUHL- MAXX). 3. Bonesia Schubotzi. Xi-ra, nitida, pectoris medio cinereo-pubescente, capite, prothorace scutello- que sublaevibus, elytris flavo-albidis, crebre subruguloso-punctatis. Lous:. 7,5 10 mm. Kiwu-See: Ischangi, Kissenji, Insel \Vau. Von (lt-n briden bis jetzt bekannten Bonesia- (Act/ioncd) Artcn (lurch die beim "* kaiiin -cxa-tc-n Inilik-r, einen etwas langeren Thorax, die dicht und etwas run/di-t- I'linktit-rung der Fliigeldecken und die Korperfarbe total verscliieden. Der KTirpiT 1st tk-i sclnvarx, nur die Fliigeldecki-n sind gelblichweiB. Fiihler halb so lanx aK di-r K(")rpi-r odc-r wt-nig liingc-r, Glied 2 und 3 klein, beim r? etwa 145 von gleicher GroBe, beim 9 Glied 3 doppelt so lang als 2; die folgenden Glieder sind lang, nach der Spitze hin leicht, Glied 6 und 7 starker erweitert. Der Thorax ist kaum doppelt so breit als lang und hat einen tief abgesetzten, aufgebogenen Seitenrand. Die Unterseite ist sparsam, auf einem Streifen in der Mitte der Mittel- und Hinterbrust sehr dicht. grau behaart. Diese auffallende Art erlaube ich mir, dem Zoologen der Expedition, Herrn Dr. SCHUBOTZ, zu widmen, der mit groBem Geschick sich auch der Coleopteren angenommen und so eine ausgezeichnete Beute mitgebracht hat. Sardoides Jac. i. Sardoides vulcanica. Elongata, nigra, capite, prothorace scutelloque metallico-violaceo-, vel coeruleo-micantibus, elytris luteis, alutaceis, obsolete punctatis, leviter aeneo- viridi-splendentibus. Long. 7,5 9 mm. Ruanda: Vulkan Karissimbi, 2500 m; Sabinjo (Bambuswald) 3000 m; Rugege-Wald. Einer sehr schlanken Platyxantha mit langen Fiihlern und Beinen ahnlich, aber die vorderen Hiiftgruben offen: Sehr lang gestreckt, maBig gewolbt, schwarz, Brust und Bauch selten mit der Spur eines violetten oder blauen Metallschimmers", der auf dem Kopfe, Thorax und Schildchen starker auftritt und hier deutlich zu bemerken ist; Fliigeldecken gelblichbraun, leicht metallisch griin iiberflogen. Fiililer schlank, weit iiber die Mitte der Fliigeldecken reichend, Glied 2 sehr klein, die iibrigen lang. Stirnhocker oben geradlinig begrenzt und durch eine tiefe Mittelrinne geschieden, die Stirn dariiber glatt. Thorax breiter als lang, in den Vorderecken am breitesten, nach hinten allmahlich verengt, oben schwach queriiber gewolbt, fast glatt, mit einem in der Mitte abgeschwachten oder fast unterbrochenen weiten und tiefen Quereindrucke. Fliigeldecken in den Schultern doppelt so breit als die Thoraxbasis, dahinter ziemlich parallel, im letzten Viertel verengt und hinten schmal abgerundet, deutlich gewirkt und verloschen punktiert. Beine schlank, Schienen ohne Enddorn, Klauen mit Basalzahn. Der Metatarsus ist wenigstens so lang wie die folgenden Glieder zusammen. Diacantha Chevr. Harold, i. Diacantha Stuhlmanni Ws. Ruwenzori, Beni, Mboga, Mawambi am Ituri. 9 Exemplare, davon 3 zur ab. congrua Ws. gehorig, aber alles Weibchen, so daB das cf bis heute noch unbekannt ist. 2. Diacantha duplicata Gerst. und ab. aperta Har. Ruwenzori, Mboga. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. IO r 4 6 3. Diacantha hypomelaena Thorns. Beni, Mawambi, und auf der Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi. 4. Diacantha incerta Ws. Mawambi und Route Mawambi-Awakubi. , Kxemplare, darunter auch ein o*. Dieses hat einen ziemlick groBen, rundeii Xahthockcr, welcher dicker und etwas li<")licr als der von D. l>idcntata F. ist. Sonach unterscheidet sich auch das c/ 1 leicht von dein der ubereinstimmend .^ei'arbten D. Jacobvi \Vs., bei welclier der Xahthocker langgestreckt und nur eine Yerdickung der Nahtkante ist. 5. Diacantha Jacobyi Ws. i o", Route Mawambi- Awakubi. 6. Diacantha Kraatzi Ws. Mboga. 7. Diacantha insignipennis Thorns. Mboga. 8. Diacantha flavonigra Thorns. Beni; Route Mawambi-Awakubi; Bootfahrt zwischen Awakubi und Bomili am Aruwimi. 9. Diacantha mimula Ws. Karissimbi, Bugoie-Urwald. 10. Diacantha apicata. Testaceo-rufa, nitida, antennis albidis, elytris (apice excepto) nigris, pone basin transversim impressis. Long. 5 6mm. Ruwenzori, Beni. Mas: elytris pone medium fovea suturali rufescente impressis. Femina: segmento ultimo abdominis utrinque brevissime inciso. Di-r \-origen ahnlich, die Fiihler gell)lichweil,i und die Spitze der Fliigeldecken (uii-rl'iilir das letzte vSechstel, am Seitenrande zuweilen weiter nach vorn ver- litn-i-rt ) -rll)liehrot. wie der gr(")/3te Teil des Korpers. Das a* hat eine vorn schmale, nach liinten \x-rbreiterte Nahtgrube, auf die sich die rote Farbe der Spitze aus- dehnt ; das Q am Ilintcrrande des letzten Bauchsegmentes jederseits einen sehr kur/en Kinsdmitt, durch den der Rand in drei gleiche Teile geteilt wird. Der mittlciv 'l\-il i>t flach ausgeschweift. ii. Diacantha fenestrata. Chap. Kin '.' aus di-r I''.l)i-iu- am Siidufer des Albert-Ivdward-vSees konnte zu dieser Art -eh("iR-M. 1 K-r Thorax hal drei schwar/.e Langsflecke (je einen am Seitenrande und einen in der Mitte); aber der Hiiiterrand der schwarzen Basalbinde auf den Fliigeldecken ist nicht ganz geradlinig, sondern in der Mitte jeder Decke kurz winkelig erweitert. Asbeccsta Har. i. Asbecesta robusta. Suboblonga, testaceo-rufa, nitida, elytris aeneis vel coeruleo-aeneis, sat crebre punctatis, abdomine iiigro aut coeruleo-nigro. Long. 6 7 mm. Ebene siidlich vom Albert-Edward-See; Beni. Die bis jetzt bekannte groBte Art, die metallisch grime oder blaue Fliigel- decken besitzt und von den ahnlichen Spezies mit dunklem Bauche durch ein- farbig gelblichrote Fiihler und Beine zu unterscheiden ist. Die Fiihler sind ver- haltnismaBig schlank. & 2. Asbecesta costalis. Subovalis, dilute testaceo-flava, nitida, el} 7 tris brunneo-rufis vel piceis, obscure coeruleo-micantibus, parum nitidis, creberrime subruguloso-punctatis, singulo costis quinque obtusis. Long. 5 mm. Ruwenzori. Die Fliigeldecken sind weinrot bis pechschwarz, mit schwachem blaulichem Schimmer, fettig glanzend, auBerst dicht und maBig fein, leicht runzelig punktiert; jede hat fiinf erhohte Langsstreifen, von denen die beiden ersten, neben der Naht, breit und ziemlich niedrig, die folgenden drei etwas schmaler, holier und deutlicher rippenformig sind. Die vier ersten liegen in ungefahr gleichem Abstande neben einander, die fiinfte befindet sich dicht neben der vierten und begrenzt den breiten, vertieften Seitenstreifen. 3. Asbecesta ruwensorica. Subelongata, flava, antennarum articulis 6 ultimis nigris, tibiis apicem versus tarsisque inftiscatis, vertice elytrisque nigro-aeneis, his dense punctatis, pone basin impressis. Long. 4 mm. Westseite des Ruwenzori, 2000 m. Schlanker gebaut, aber sonst der Asb. breviuscula Ws. in GroBe, Farbe und Fiihlerbau ahnlich, jedoch leicht davon zu trennen, da die Fliigeldecken hinter der Basis quer eingedriickt sind und deshalb eine kraftige Basalbeule besitzen. Megalognatha. i. Megalognatha ruandana. Subcylindrica, nigra, ventre fulvo, elytris nigris, aeneo-cupreo tinctis, oleo micantibus, macula communi ante apicem fulvescente, antennis articulis sexto et septimo triangulariter dilatatis (o 71 ), prothorace subquadrato, inaequaliter 10* r 4 8 obsolete punctate, foveolis tribus impresso, elytris creberrime et sat subtiliter ruguloso-punctatis, femoribus intermediis dense griseo-ciliatis. Long. 9,5 bis 10 mm. Ruanda: Vulkan Karissimbi; Sabinjo, Bambuswald, 3000 m. Var. a. Immatura, brunneo-ferruginea, macula subapicali elytrorum ventre- que flavescentibus. Diese Art ist leicht an den Mittelschenkeln zu erkennen, die mit einer dichten Reihe nach hinten gerichteter langer, \veil31icher Harchen befranzt sind, auch die Vorderhiiften und die auBerste Basis der Vorderschenkel sind lang behaart. Beim o* ist die AuBenseite (bei vorgestrecktem Fiihler) des sechsten und siebenten Fiihlergliedes dreieckig erweitert, die Spitze dieser Erweiterung kahl. Luperodes Motsch. i. Luperodes albidipennis. Ovalis, convexus, niger, prosterno testaceo-flavo, capite (ore excepto) prothoraceque fulvis, elytris albidis, sat crebre subtiliter punctatis. Long. 4,55,5 mm. Ruwenzori, 2000 2500 m; hier auch von STUHLMANN gefangen; Bugoie- Wald (v. STEGMANN). Mas: antennis omnino nigris, elytris ])one scutellum longitudinaliter im- pressis. Femina: articulo primo antennarum fulvo. Ahnlich gebaut wie Monol. pectoralis Jac., etwas groBer, schwarz, die ganze Yorderbrust hell braunlichgelb, Kopf und Thorax rotgelb, Fliigeldecken weiBlich. Kopfschild groB, dreieckig, langer als unten breit, schwach der Ouere nach gewolbt. Erstes Fiihlerglied sehr lang, Glied 2 kufz, 3 viel langer, beide zusammen fast so lang als Glied I oder 4, 5 langer als 4, die folgenden dem fiinften ahnlich. Thorax quer, an den Seiten schwach gerundet, die Scheibe mit einem sehr ver- loschenen Griibchen jederseits, ziemlich dicht und sehr fein punktiert. Schildchen schwarz. Fliigeldecken viel breiter als der Thorax, an den Seiten fast parallel, hinten gerundet abgestutzt, ziemlich dicht und fein, doch starker wie der Thorax punktiert, gleichmaBig gewolbt (Q), oder mit einem kurzen Langseindrucke hinter dem vSchildchen, der die Naht emporhebt und am Ende nach auBen biegt. Metatarsus fast doppelt so lang als die folgenden Glieder zusammen. 2. Luperodes quaternus Fairm. Tanganjika: Usumbura (v. STEGMAXX). Apophylia Chevr., Thorns, i. Apophylia nigricollis All. X\V von Beni (T'rwald). 149 2. Apophylia marginipennis. Elongata, flavo-testacea, dense subtilissimeque griseo pubescens, subopaca, ore, antennis (articulis 3 primis exceptis), fronte supra antennas, maculis tribus parvis prothoracis, scutello pectoreque nigris, femoribus macula media fusca, tibiis tarsisque interdum leviter infuscatis, elytris saturate aeneo-viridibus, confertim granuloso-punctatis, extus aureo-cupreo limbatis. - - Long. 5,5 6 mm. NW von Beni (Urwald); Mawambi am Ituri. Wenig langer und breiter als Ap. similis Ws. vom Kilimandjaro, aber der Bauch einfarbig blaB braunlichgelb, der Mund schwarz und die Fliigeldecken mit einem ziemlich breiten goldig-kupfernen Seitensaume, der sich nach innen bis an die stumpfe Kante ausdehnt, die vom Schulterhocker nach hinten lauft und wenig von der Nahtecke entfernt endet. Die drei schwarzen Makeln des Thorax sind klein und sehr verloschen, gerundet, die beiden am Seitenrande reichen nicht auf die Unterseite. Eastcourtiana Jac. i. Eastcourtiana litura Gerst. var. Ruanda: Mohasi-See. Aenidea Baly. i. Aenidea juno. Oblonga, convexa, aenea, nitidissima, antennis tibiis tarsisque piceo-nigris, pectore ventreque dilute rubris, prothorace parce punctulato, transversim im- presso, elytris obsolete punctatis, pone basin transversim impressis. - - Long. 6mm. Westlich vom Albert-See: Ituri-Fahre (STUHLMANN). Mas: oculis elevatis, clypeo maximo valde concavo. Lang eiformig, das a* schlanker gebaut, ziemlich parallel, und durch die auffallig heraustretenden Augen an einen Chaloenus erinnernd. Die Stirnhocker sind quer dreieckig, durch die Mittelrinne getrennt und oben von einer gemein- schaftlichen bogenformigen Rinne begrenzt. Der Clypeus des a* ist sehr groB und bildet eine tiefe Grube, in die vom Vorderrande her jederseits ein rotliches Haarbiischel hineinragt. Hemixantha Jac. i. Hemixantha rugulipennis. Sat elongata, convexiuscula, subtus testacea, lateribus pectoris, femorum apice, tibiis tarsisque fuscis, supra brunneo-testacea, parum nitida, antennis articulis 2 4 infuscatis; prothorace sat dense punctulato, elytris creberrime subruguloso-punctatis, lineis nonnullis subelevatis, ante apicem transversim impressis - Long. 10,5 mm. Ruwenzori. Gesattigter, rotlichbraun gefarbt, viel starker punktiert und matter als die ahnliche H. usambarica \\'s., die Fiihler nur in den Gliedern 2 bis 4 angedunkelt. Ziemlich schlank, fast parallel, unten rotlich gelbbraun, oben dunkler, die Seiteiistiicke der Mittel- und Hinterbrust, die Spitze der Schenkel nebst Schienen und Tarseii schwarzlich, das Schildchen schuarz. Stirn liber den Hockern wenig diclit und etwas runzelig punktiert, der Scheitel glatt. Thorax breiter als lang, an den Seiten gerundet, ziemlich dicht und fein punktiert, mit einzelnen kleinen glatten Stcllen. Flugeldecken vor der Spitze leicht eingeschnurt, sodann ziemlich ^chmal einzeln abgerundet, auf der Scheibe dicht runzelig punktiert, jede mit 5 bis 6 schmalen, leicht erhohten und etwas crenulierten Langslinien; ein Stiick vnr der Spitze \veit (jiier eingedriickt. 2. Hemixantha nitida. Oblonga, sat convexa, testaceo-flava, nitida, prothorace elytrisque interdum rufis, his subtilissime alutaceis et minus crebre obsoleteque punc'tulatis, antice scutelloque nigris. - - Long. 8 mm. X\V von Beni (Urwald). Der H. lifiiscintu und tcnniiuila Jac. ahnlich, aber bedeutend groCer, hell rotlich gelbbraun. Thorax und Flugeldecken ausgeharteter Stiicke rot, glanzend, das Schildchen und weiiigstens das Basaldrittel der Flugeldecken schwarz; Spit/e der vSchienen und die Tarsen gebriiunt, Fiihler gelblich. Der Thorax ist mehr oder weniger dicht und sehr fein punktiert, die Flugeldecken sind aul3erst zart quer gestrichelt und nicht dicht, verloschen punktiert. Platyxantha Baly. i. Platyxantha carinata. . Subtus nigra, \ - ix aeneo-micans, supra aeneo-violacea, vel obscure aenea, nitidula, an tennis pedibusque fulvis, tibiis tarsisque saepe leviter infus- catis; fronte prothoraceque sublaevibus, hoc medio profunde transversim ini- presso, -upra angulos anticos parce punctulato, elytris octo-costatis, sulcis subseriatim punctatis. Long. / 8 mm. Rmvenzori, 2000 2500 in. \\\-ni- .sclilanker, namentlich vorn schmaler gebaut als PI. culcurntu (".erst.; die 8 Langsrippen jeder I-'liigeldecke sind scharf ausgepriigt , schmal, ziemlich hnrh. glalt, kauin so breit als die trennenden I'urchen. welehe sehr unregelmafiig in j bi^ ; Reihen ])unktiert sind. \\urdcn nur 4 \\"eibchen gel'angeii. 2. Platyxantha ( Haplotes) ruwensorica. Augusta. Mil)]iarallela. nigro-coerulea \x-l cyanea, supra alutacea, nitidula, elx'tris sat nbsnK-te punriati^. interdum \-iridi-aeneis. Long. 6 7 mm. Ruwenzori. Selir schlank gebaut und nur maBig gewolbt, schwarzlich blau oder violett, metallisch, Kopf und Thorax oft lebhafter als die Fliigeldecken gefarbt, letztere zuweilen dunkel metallisch griin. Der Kopf ist auBerst zart, die iibrigen Teile der Oberseite deutlicher gewirkt, fettig glanzend. Fiihler des cf so lang als der Korper und die mittleren Glieder leiciit gebogen, die des Q etwas kiirzer; schwarz, die beiden ersten Glieder violett oder griinlich glanzend, die folgenden matt, gelblichgrau behaart. Thorax viereckig, wenig breiter als lang, schmaler wie der Kopf in den groBen vorquellenden Augen, nach hinten leicht verengt, iiber den Vorderecken verloschen punktiert, hinter der Mitte mit einem aus zwei Gruben bestehenden Ouereindrucke. Fliigeldecken in den Schultern viel breiter als der Thorax, dahinter ziemlich parallel oder sehr sanft erweitert, am Ende schwach einzeln abgerundet, auf der Scheibe ziemlich verloschen punktiert, in der inneren Halfte mit einigen undeutlichen vertieften Langslinien. Beine schlank, Schienen ohne Enddorn, Metatarsus langer als die folgenden Glieder zusammen. Das letzte Bauchsegment des a* hat jederseits einen Einschnitt vom Hinterrande aus. Bei f rischen Stiicken sind die Fiihler, Schienen und Tarsen dunkel gelbbraun. 3. Platyxantha (Haplotes) lukungensis Jac. 3 Exemplare, westlich vom Albert-See bei Bataibo am Duki von STUHL- MANN gefangen, diirften zu dieser Art gehoren, die bedeutend kleiner als die vorige ist. Aulamorphus Jac. i. Aulamorphus ducis. Dilute flavus, nitidus, ore (plus minusve), antennis (basi excepta), maculis tribus verticis et quinque prothoracis (4, i), scutello, fasciis duabus, prima basali, secunda pone medium elytrorum, pectore pedibusque nigris; prothorace parce elytrisque minus dense punctatis. - Long. 6 mm. Ruwenzori, Beni. Var. a. Omnino niger, elytrorum apice rufescente. Wenig schlanker als A. Hollisi Jac., oberseits sparsamer und feiner punktiert, viel glanzender, die Stirnhocker groBer, mehr gerundet, die Fliigeldecken endlich mit einer deutlichen Basalbeule, die hinten durch einen Ouereindruck begrenzt wird. Die dritte Art, A. pictus Jac., weicht wohl sicher durch die starke und dichte Punktierung der Fliigeldecken ab. Von den 5 schwarzen Makeln des Thorax liegt eine kleine, gerundete vor dem Schildchen, eine groBe, aus zwei Schenkeln bestehende jederseits davor und eine sehr kleine am Seitenrande, dicht hinter der vorderen Borstenpore. Die Fliigeldecken haben zwei schwarze Querbinden, an der Basis und hinter der Mitte. Die erstere ist breit, reicht hinten bis in den oben erwahnten Quereindruck und verlangert sich auBen bis zur Mitte ; sie laBt einen schmalen Saum am Seiten- 152 rande frei. Die zweite ist kleiner, in der Mitte etwas eingeschniirt, so daB sie aus 2 Make-In entstanden sein muB, und erreicht weder Naht noch Seitenrand. Bei der dunkelsten Form ist der Korper fast einfarbig schwarz, nur ein ver- loschener Querstreifen in der Spitze der Fliigeldecken duster rotbraun. Monolepta Chevr. i. Monolepta duplicata Sahib. X\V von Beni (Urwald). 2. Monolepta apicalis Sahib. Rmvenzori. 3. Monolepta deleta Ws. var. kibonotensis Ws. Ruanda: Rugege-Wald, 1800 m. 4. Monolepta cruciata Guer. Ki\vu-See; Ruanda: Bugoie-Wald (v. STEGMANN). 5. Monolepta sternalis Ws. Steppe siidlich vom Albert-Edward-See. 6. Monolepta ludicra Ws. Ruanda: Rugege-Wald. 7. Monolepta virens. Klongata, subparallela, convexa, viridi-aenea, subtus sat dense et brevissime albido-pubescens, antennis nigris, articulis tribus -primis aeneis, vertice pro- thoraceque aurichalceo micantibus, nitidissimis, elytris crebre subtiliter punc- tatis, ti1>iis ]osticis longissime calcaratis. - - Long. 4,3 5 mm. Rmvenzori, 2500 m. Im K ("ir] lerbau einem Lupcrus ahnlich. Glied 2 und 3 der Fiihler sind kurz, ; uni die Halfte langer als 2 und iK-bsi (k-m ersten Gliede dunkel metallisch ^riin, kalil. (ilic-d 4 ist viel langer als die 1>eiden vorigen Glieder zusammen, dicker, schwar/, dicht und kurx. behaart, almlich sind die folgenden Glieder. Sclu-iU'l und der Thorax haben einen goldigen vSchimmer und starkeren Glanz die Flii-He1 rachlet , eineii blaulichen . \nflu- und sind dicht und /.ii-inlieh t'ein ])iinktier1. Die Hintersehii-nen sind durch einen auffallig Ian-en, n'dlielien Knddnrn l)e\\ehrt. und der Metatarsus ist ungefahr do])]ielt so lang aN die drei ICnd-liedi-r /.usamnu-n. 153 - 8. Monolepta (Candezea) haematura Fairm. Karissimbi. 9. Monolepta (Candezea) basalis Har. Ruwenzori; Kiwu-See (v. STEGMANN). Physoma Chap. i. Physoma tripartita Thorns, ab. Dohrni Har. Fort Beni; Mawambi und Route Mawambi-Awakubi. Physonychis Chap. 1. Physonychis elongata. o* Elongata, subparallela, minus convexa, testaceo-rufa, fronte supra tuber- culos angustos, antennis (basi excepta) scutelloque nigris, elytris aeneo-viridibus, latera versus subcoeruleis, supra marginem lateralem valde plicatis, dorso sat crebre punctatis, apice impresso sublaevibus, antennis articulis octavo et ultimo deformibus. Long. 9 mm. Ruwenzori. Der Ph. plicipennis Ws. sehr ahnlich, jedoch gestreckter und durch die schmalen Stirnhocker, welche zwei dicke, fast parallele Langsleisten bilden, und die Einrichtung der Fiihler des Q* verschieden. An diesen sind die vier letzten Glieder verbreitert, oben konvex, unten konkav, Glied 8 ist doppelt so lang als breit, der AuBenrand bildet einen leichten konvexen Bogen, der Innenrand ist von Va der Lange bis zur Spitze in tiefem Bogen ausgerandet, Glied 9 ist viel kiirzer als 8, annahernd rechteckig, 10 kiirzer als 9, quadratisch, n etwas langer als 8, oder langer als die beiden vorhergehenden zusammen, die obere Halfte schief. 2. Physonchis clavicornis. d* Sat elongata, minus convexa, testacea, antennis articulis 4 ultimis dilatatis, fuscis, tuberculis frontalibus latis, fronte supra tuberculos creberrime rugoso- punctata, nigra, prothorace dense punctate, scutello elytrisque obscure brunneo- rufis, aeneo-cupreo indutis, his densissime ruguloso punctatis, subopacis, supra marginem lateralem longitudinaliter impressis, leviter bicostatis. - - Long. 7 mm. Ruwenzori. Der Ph. subopaca und violaceipennis Baly ahnlich gefarbt, von beiden durch die Vertiefungen der Fliigeldecken sofort zu unterscheiden. Dieselben bestehen aus einem gebogenen Quereindrucke neben der Naht vor der Spitze und einer breiten Langsvertiefung iiber dem Seitenrande, welche auJBen von einer dicken, innen von einer schwachen Langsleiste begrenzt wird, aul3erdem verlangert sich die schwache Basalbeule jeder Fliigeldecke in eine feine, sehr niedrige Langs- 154 leiste. An den Fiihlern ist das zweite Glied kurz, dreieckig, aber fast so breit \vie die Spitze des ersten Gliedes, die folgenden sind schlank, Glied 3 nur doppelt so lang als 2. 4 bis 7 langer, 8 wenig kiirzer als 7, aber nach der Spitze mehr verbreitert, 9 und 10 jedes so lang als 8, doch dicker, das Kndglied gerundet rhombisch. etwas langer als vor der Mitte breit. Diese 4 Endglieder sind unten leicht konkav. Philopona Ws. i. Philopona ferruginea. 9. Oblongo-ovalis, ferruginea, supra nitidissima, sublaevis, prothorace ante basin transversitn sat fortiter impresso, elytris ante apicem plicatis, deinde interne rotundatim dilatatis. Kong. 5, } mm. Ruwenzori (STUHUIAXN). In der Korperform und Farbe der Ph. tibutlis \Ys. ahnlich, durch den glatten, vor der Basis tief quer eingedriickten Thorax und die eigentiimliche Bildung der Fliigeldeckenspitze sehr abweichend. Vor letzterer liegt ein gemeinschaftlicher ticfer Quereindruck, der hinten zu einer Kante ansteigt. Bis an diese Kante reichen die Fugen der Naht, dahinter erweitert sich innen jede Decke bogen- formig in einen einfach gerandeten Lappen, von denen der eine iiber den der anderen Fliigeldecke gelegt ist. 2. Philopona vernicata Gerst. Fort Beni. Phygasia Baly. i. Phygasia rubripennis. Oblongo-ovalis, modice convexa, lutea, elytris purpureo-ferrugineis, alutaceis, n])acis, fronte prothoraceque sublaevfbus, nitidis, hoc ante basin sulco transverse utrinque plica terminate impresso. Long. 7 7,5 mm. Rugege-\\'ald. l', -< hr klein, die Glieder vom fiinften ab sind eine v Spur langer als tlas dritte oder vii-rle Glied. Thorax breiter als lang, fast glatt, mal.5ig (|ueriiber gewolbt, \'or der IJa^i^ mil einer starken (juert'urche, die an Lien von einer tiet'en und kurzen Liingsfurelie be-ren/1 \vird, deren Aul.lenrand eine scharfe Kante bildet. Fliigel- deeken iiul.'.er^l diehl und /art -e\\irkt, unter starker \'ergr(")l.lerung mit sehr verloschenen. dunkel durchscheinenden Piinktchen bedeckt. Vordere Gelenk- lumlen of fen. Ilintersehirnen mit m:il.)igem Ivnddorn, Metatarsus fast so lang als die folgenden Gliedc-r /usammen, die Klauen haben einen Basalzahn. 155 2. Phygasia carinata. Oblongo-ovalis, testaceo-rufa, elytris brunneo-rufis, leviter violaceo-cupreo micantibus, obsolete alutaceis, opacis, singulo septem-carinatis ; f route pro- thoraceque sublaevibus, nitidis, hoc ante basin sulco transverse utrinque plica terminato impresso. Long. 5 7 mm. Ruwenzori. Der Phygasia costata Ws.*) sehr ahnlich. Etwas kleiner, duiikler gefarbt wie die vorhergehende Art, an den 7 Langsrippen jeder Fliigeldecke leicht zu erkennen. Diese Rippen sind schmal, scharf und hoch, werden durch breitere tiefe Zwischenstreifen getrennt und verschwinden nahe der Spitze vollig. Die 4. und 7. Rippe entspringen aus gemeinsamer Basis auf der v Schulterbeule, die eingeschlossenen Rippen 5 und 6 beginnen erst in Y 4 d er Lange. Beim kleineren ^ ist das erste Tarsenglied an den 4 Vorderbeinen stark erweitert und so breit wie das 3. Glied. Haltica Geoffr. i. Haltica pyritosa Er. Kiwu-See; Karissimbi; Bugoie-Urwald; Ruwenzori ; hier auch vonSTUHL- MANN gefangen. 2. Haltica madagascariensis All. Mawambi am Ituri. Undussuma (STUHLMANN). 3. Haltica lucida All. Bugoie-Urwald. Sebaethe Baly. i. Sebaethe obscurotestacea Thorns. Ruwenzori. 2. Sebaethe elongata Ws. Bukoba. Jamesonia Jac. i. Jamesonia antennalis. Oblonga, testacea, antennis ab articulo quinto fuscis, articulis 4 7 dilatatis, triangularibus, capitenigro, nitido, prothorace fulvo, obsolete punctulato, scutello elytrisque brunneo-rufis, apicem versus dilutioribus, dorso crebre et subtiliter sublineatim punctatis, femoribus posticis interdum piceis. Long. 3 mm. *) Diese Art gehort nebst den beiden oben beschriebenen wegen der venvorrenen Punktierung der Fliigeldecken nicht zu Lypnea, bei welcher die Fliigeldecken punktiert gestreift sein miissen. - 156 - Awakubi am Artnvimi, 2 Exemplare an einem als Koder benutzten toten Vogel. Yar. a. Immatura, prothorace scutello elytrisque testaceo-flavis. Toteninsel bei Bukoba. iHirch die Fiihlerbildung ausgezeichnet. Glied 2 und 3 sind normal, sehr klein, die folgenden vier ervveitert, gleichsei'tig-dreieckig, die Spitze verrundet, das 8. Glied kleiner, die 3 Endglieder zylindrisch, langer als breit. Longitarsus Latr. i. Longitarsus karissimbicus. Apterus, oblongo-ovalis, convexus, pallide ferrugineus, nitidus, antennis articulis tertio et quarto tenuibus, tuberculis frontalibus bene discretis, pro- thorace minus dense elytrisque densius et fortius punctatis, tibiis posticis calcari mediocri armatis. Long. 1,5 1,8 mm. Xordliches Ruanda: Vulkan Karissimbi, 2400 m. Yon der Gr<">l.'>e des europaischen L. imiriis Foudr., aber mehr gewolbt und in den Schultern viel schmaler gebaut, durch cine verhaltnismaftig starke Punk- tierung der Fliigeldecken ausgezeichnet. Hell rotlich gelbbraun, glanzend; Fiihler bis \veit iiber die Mitte der Fliigeldecken reichend, Glied I ma'Big lang und dick, 2 kiirzer, wenig langer als breit, 3 und 4 unter sich gleich, jedes etwas kiirzer und diinner als 2, die folgenden sind langer, 5 und 6 werden allmahlich dicker, die- 5 Kndglieder von gleicher Starke, jedes dicker als 6. Stirnhockerchen deutlich umgrenzt, Thorax breiter als lang, an den Seiten fast parallel, queriiber gewolbt, ungleichmafiig, an einigen Stellen dichter wie an anderen punktiert. Fliigel- decken vorn so breit als die Thoraxbasis, an den vSeiten maioiger gerundet, hinten sclimal, sclnvach einzeln abgerundet, auf der Scheibe bis hinten hin gleichmaBig twas dichter und starker als der Thorax punktiert. 2. Longitarsus ruandensis. oblongo-ovalis, convexus, pallide brunneiis, nitidissimus, sub- laevis, tuberculis frontalibus bene discretis, elytris apice truncatis. Long. i .7 mm. Ynlkan Karissimbi, 2^00 m. I >er \-ori--en Art ahnlich gebaut, aber oberseits fast Spiegelglatt, nur auf den Bliigddecken '-ind bei einem Sliicke an der Naht vor der Mitte einige Piinkt- clu-n /.u bemerki-n; die 1'iililer sind \\vnig kiirzer, jedoch diinner, nur die letzten T Glic-der leichl \erbreiti-rt. die Flii-eldt-cken endlich hinten abgestutzt, mit undrieii l-'.cken. I >i(.- Epipleuren enden an der hinteren AuBenecke, der Spitzen- rand isl einl'adi. 157 Paradibolia Baly. i. Paradibolia robusta. Elliptica, convexa, nigra, supra obscure coeruleo-aenea, nitida, ventre postice flavescente, prothorace densissime punctulato, elytris subtilissime striato- punctatis, interstitiis punctulatis. Long. 4,5 mm. NW von Beni (Urwald). Die zweite afrikanische Art dieser Gattung, denn nach der Beschreibung mui3 Dibolia abdominalis Jac. (Trans. 1903, p. .)) aus dem Kaplande hierher gehoren. Elliptisch, gewolbt, schwarz, der Bauch, mil Ausnahme des groBten Teiles vom ersten Segmente, gelbbraun, die Oberseite dunkel metallisch griin, blaulich schimmernd, glanzend. Die Stirn bildet ein schmales Dreieck zwischen den oben fast zusammenstoBenden, nach unten divergierenden Augen, und hat zwei gerundete Hockerchen iiber der Fiihlerbasis. Der Thorax ist auBerst dicht und fein punktiert. Unter starker VergroBerung bemerkt man, daB diese Punk- tierung aus wenig dicht gestellten groBeren Punkten und dichten feineren Punkten in den Zwischenraumen besteht. Diese Punkte sind durch zarte schrage Risse miteinander verbunden. Die Fliigeldecken haben sehr feine Punktreihen und nicht dicht stehende feinere Punkte in den Zwischenstreifen. Der Enddorn der Hinterschienen ist breit und ziemlich lang, an der Spitze in leichter Aus- randung abgestutzt, der breite Hinterrand aber nicht gezahnelt wie bei den indischen Arten. Toxaria Ws. i. Toxaria Schubotzi. Late ovalis, convexa, fulva, nitida, scutello, pectore abdomineque nigris, elytris coeruleo-nigris, sat crebre et subtiliter, hinc inde seriatim punctatis, pone humerum transversim impressis. Long. 6 mm. Siidwestlich vom Albert-vSee: Mboga. Doppelt so groi3 als T. indica F., sehr breit eiformig, hoch gewolbt, glanzend. Kopf nebst Mundteilen und Fiihlern, Thorax, Seiten der Vorderbrust und Beine gelblichrot, Prosternum schwarzlich, vSchildchen, Mittel- und Hinterbrust nebst dem Bauche schwarz, die Fliigeldecken blaulich schwarz. Fiihler schlank, faderi- formig, bis zur Mitte der Fliigeldecken reichend. Kopfschild kurz, dreieckig mit der Spitze bis zwischen die Fiihlerwurzem verlangert und mit den schwach umgrenzten Stirnhockern ziemlich verbunden. Die Stirn dariiber glatt. Thorax: nicht ganz doppelt so breit als lang, an den Seiten gerundet und nach vom etwas mehr wie nach hinten verengt, oben leicht kissenartig gewolbt, glatt, mit einer weiten, punktierten, querovalen Grube in der Mitte, jederseits iiber dem Seiten- rande. Fliigeldecken in den Schultern breiter als der Thorax, dahinter allmahlich erweitert, im letzten Drittel schneller verengt und hinten breit abgerundet, auf der Scheibe ziemlich dicht und fein punktiert. Diese Punkte sind in der vorderen 158 Halite und auBen nicht regelmaBig gereiht; die erste Punktreihe nahe dem Schild- chen, sowie einige auBerst kurze Reihen in dem Quereindrucke hinter der Schulter, sind vertieft und haben starke Punkte. Nisotra Baly. i. Nisotra dilecta Dalm. Awakubi am Aruuimi. T'ndussnina (STTJHLMANN). 2. Nisotra suahelorum Ws. N\V von Beni (Urwalcl). I'ndussrma (STrm.MAXx). 3. Nisotra aruwimiana. Ovata. sat convexa, nigra, antennis articulis 4 primis rufescentibus, supra nigro-coerulea, nitida, prothorace parce latera versus parum densius punctulato, a]ice utrinque profunde longituclinaliter sulcato, basi utrinque linea brevi im- presso, elytris minus regulariter et subgeminatim striato-punctatis. Long. ;,o 3,8 mm. Bootfahrt zwischen Awakubi und Bomili am Aruwimi. Aul.lc-r der Farbung durch die Vertiefungen des Thorax und die Punktierung der Fliigeldecken ausgezeichnet. Auf dem Thorax liegt jederseits eine tiefe Liingsfurche mil flaclu-ni Innen- und hohem scharfem AuBenrande, welche am X'orderrande beginnt, nach hinten schmaler und flacher wircl und \-on dem kurzen r.-i^alslriclK- nur durch eine schmale und leichte Wolbung getrennt ist. Die 1'unkte der Fliigeldecken sind ziemlich groi3, aber nicht besonders tief und stehen miiliig diclit in unregelmaBigen Doppelreihen. Aspidomorpha Boh. i. Aspidomorpha chlorotica 01. Bukoba. NW-Beni (Urwald); All>ert-See; Route Mawambi- Awakubi. 2. Aspidomorpha aruwimiensis Gorh. Awakubi am Aruwimi. 3. Aspidomorpha bimaculata F. Siidwc-stlich vom Albert-See bei Mbn-a; liicr und am Ruwenzori auch die ab. cordi^cra Spaeth. 4. Aspidomorpha Schubotzi. Subrotundata, modice convexa, t"la\-o-testacea, nitidula, antennis articulis tribus ultimis fuscis, subtus ])lus iiiimiM-e nigra, elytris subtiliter striato-punctatis, sutura, limbo laterali dorsi (|)ostice abbreviate) et protecti, in basi et pone 159 medium connexis, nigris, protecto macula maxima flavo-albida. - Long. 10,5 bis 11,5 mm. Mboga. Der A. biguttata F. am ahnlichsten, aber durch die schwarze Zeichnung der Fliigeldecken sofort zu unterscheiden. Die Scheibe ist blaBgelb; mit einer schwachen braunlichroten Beimischung, die dicke Nahtkante, die auf der hochsten Stelle, hinter dem Schildchen, etwas verbreitert ist, sowie ein etwas breiterer Saum am AuBenrande der Scheibe und des Seitendaches schwarz. Der innere dieser Saume, iiber dem Dache, endet in ungef ahr 3 / 4 Lange und tritt hier durch einen Ouerast mit dem AuBensaume in Verbindung, vorn ist er etwas erweitert, ebenfalls mit dem AuBensaume verbunden und bedeckt den Schulterhocker. Das Seitendach ist an der breitesten Stelle, etwas vor der Mitte, mindestens so breit als die Scheibe; von seiner gelblichweiBen Grundfarbe bleiben 2 Makeln iibrig, eine groBe, lang ovale, im vorderen Teile bis 3 / 4 der Lange, und eine kleine, schmal bindenformige, vor clem schwarzen Hinterraiide. Die letztere geht vorn allmahlich in die dunklere Farbe der Scheibe iiber, wahrend sie in biguttata durch einen schwarzen Saum davon getrennt wird. 5. Aspidomorpha strigosa Gorh. Ruwenzori, Beni, Awakubi. 6. Aspidomorpha quadrimaculata Ol. Beni, Mboga. 7. Aspidomorpha togata Thorns. 4 Exemplare vom Ruwenzori stimmen mit den Stucken aus Kamerun und Gabun iiberein, sie unterscheiden sich von der sehr ahnlichen fenestrata Ol. durch den niedrigeren Hocker der Fliigeldecken. Die beiden schwarzen Seitenaste auf dem Dache der Fliigeldecken haben das Bestreben, sich auszudehnen, die vordere nahe dem Rande nach hinten zu, die hintere nach vorn. Es wurden nun auch je 2 Stiicke am Ruwenzori und bei Mboga gefangen, bei denen sie sich langs des Seitenrandes vollig verbunden haben. Auf den Fliigeldecken ist nun ein Saum an der Seite der Scheibe und das Dach schwarz, mit zwei weiBlichen Makeln, eine groBe, lang ovale oder nierenformige vorn und eine sehr kleine hinten. Letztere ist sehr kurz und breit, stark quer und liegt vor dem schwarzen Hinter- rande. Diese dunkle Form mag den Namen ab. ruwensorica fiihren. Sie laBt sich von der tauschend ahrnlichen galamensis Boh. durch die kleine helle Spitzenmakel vor dem schwarzen Hinterrande der Fliigeldecken und deren hoheren Nahthocker unterscheiden. Endlich wurde ein groBes Stuck vom Ruwenzori mitgebracht, bei dem beide dunkle Randaste fehlen. 8. Aspidomorpha Schonherri Boh. Ruwenzori, Beni, Mawambi am Ituri. i6o Den Exemplaren fehlt der hintere Randast auf den Fliigeldecken ganzlich, der vordere 1st mehr oder weniger vorhanden. 9. Aspidomorpha madagascarica Boh. Ruwenzori, Fort Beni. 10. Aspidomorpha tortuosa Boh. Mboga. 3 Exemplare mit schwarzem Basalaste auf dem Seitendache der Fliigel- decken. ii. Aspidomorpha dissentanea Boh. Ruwenzori, Beni, Mawambi-Awakubi. 12. Aspidomorpha ingens Duviv. Route Mawambi-Awakubi. 13. Aspidomorpha mutata Boh. Beni; Mawambi am Ituri. 14. Aspidomorpha confinis Klug. Mboga; Mawambi. 15. Aspidomorpha striata Ws. Mawambi. i Exemplar, bei dem die vier letzten Fiihlerglieder tief schwarz sind, Glied 7 ist dunkler als die vorhergehenden Glieder, duster rotbraun. 1 6. Aspidomorpha nigromaculata Herbst. X\\" von Beni; .Mawambi; Steppe siidlich vom Albert-Edward-See. 17. Aspidomorpha chlorina Boh. Ruwenzori. Die beiden vorliegenden Stiicke haben auffallig fcin und flach punktierte Fliigeldecken und an den Fiihlern fiinf schwarze Endglieder. 1 8. Aspidomorpha firma. Elliptica, valde convexa, testacea, nitida. anteunis articulis ((uatuor ultimis, capite, prosii-nio pectore<|iie nigris, abdomiue rufo-brunneo, elytris fortiter minus iv-ulariter substriato-punctatis, antice obtuse gibbosis, dorso bruneo- testaceo utnu<|Ue pone medium ramulum in protect um cmittente. ii mm. Deutscli-( )stal'rika: Route Mit Asp. potens Ws. am niichsten verwandt, kleiner, merklich dunkler gefarbt, regelmaBiger elliptisch, well der Vorderrand des Thorax einen gleich- maBigen Bogen bildet, der mit dem Spitzenbogen der Fliigeldecken ziemlich iibereinstimmt. Der Kopf ist schwarz, die Fliigeldecken steigen hinter dem Schildchen zu einem starken und breiten aber niedrigen und stumpfen Hocker auf und sind deutlich starker, viel unregelmaBiger punktiert, da die Reihen aus kurzen Stricken bestehen, die durch niedrige Querrunzeln getrennt sind. Das Seitendach hat einen schmalen aufgebogenen Rand. 19. Aspidomorpha (Conchyloctenia) Mouffleti Boh. Fort Beni. 20. Aspidomorpha (Conchyloctenia) signatipennis Boh. Mboga. 21. Aspidomorpha (Conchyloctenia) vicaria Har. Beni, Ruwenzori, Mawambi. Laccoptera Boh. i. Laccoptera Murrayi Boh. Beni; Mawambi und Route Mawambi- Awakubi am Aruwimi. 2. Laccoptera intricata Klug. Beni; Mawambi. Chirida Chap. 1. Chirida nigrosepta Fairm. Mboga. Das einzige Exemplar unterscheidet sich von typischen Stiicken in folgenden Punkten: das Schildchen ist einfarbig schwarz, die schrage schwarze Querbinde in der Mitte der Fliigeldecken und der AuBensaum der Scheibe sind einfach, erstere also nicht nach hinten, letzterer nicht nach vorn erweitert, endlich ist die Mittel- und Hinterbrust schwarz. Da aber die GroBe, Korperform und Skulptur der Oberseite keinen wesentlichen Unterschied aufweist, nehme ich an, daB die Art so weit variiert. 2. Chirida Kraatzi Wagener. Mboga. 3 Exemplare, wahrscheinlich nicht gut konserviert, weil sie dunkler als normal gefarbt sind. Der schwarze Naht- und Dorsalsaum der Fliigeldecken ist schmal. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. l * l62 3. Chirida aequinoctialis Ol. Rmvenzori, I 4. Chirida Aubei Boh. Beni; Ma\vambi am Ituri. 5. Chirida Baumanni Spaeth. Khvu-See: Insel K \\idsclnvi und am Xordufer bei Kissenji; Ruwenzori; X\V von Beni (Unvald). Cassida L i. Cassida cinctidorsum. Breviter ovalis, convexa, testacea vel flava, nitida, antennis articulis 2 vel ; ultimis. maculis sex (4, 2) prothoracis, limbo angusto suturali et dorsali ely- trorum, postpectore, abdomine pedibusque nigris, femoribus basin versus plus minusve testaceo-rufis, prothorace transversim elliptico, sublaevi, elytris pro- thorace parum latioribus, subtiliter striato-punctatis, humeris prominulis. I.ong. 6 7 mm. Ruwenzori. Yar. a. Klytris dorso nigro utrinque ramulos duos concolores in protectum emittente, elytro singulo maculis duabus maximis flavis signato. In die Gruppe der C. 2o-maculata gehorig, durch die GroBe etwa mit C. Panli \V-. iibereinstimmend, aber der Thorax ahnlich \vie in zo-inncuhita gebaut ; in tier I-'arbe und Zeichnung erinnert die Art an Chiridu aequinoctialis Ol. \*on den 6 schwarzen Makeln des Thorax stehen 2 an der Basis neben dem Schildchen und 4 im Bogen da\ - or am X'orderrande der Scheibe. Der schwarze Xahtsaum der Fliigeldecken reicht bis zur Spitze und ist ahnlich schmal wie der Sc-itriisaum der Scheibe. Letzterer zieht sich an der Basis oft bis in die Schultcr- ecke nach aul.'en und hat innen einen kurzen schwarzen Strich neben sich, der ant' ilen Seluilterhocker reicht. I"nterseits ist die Hinterbrust und der Bauch nebst den Beinen schuar/., die Schenkel sind oft in der Basalhalfte rot, bei einem Stiii-k >ind die \'orderbeine gnil.Uenteils n'Jtlich. In der Yar. a sind die Siiume der Fliigeldecken verbreitert, dicht vor der Mitte dureli cine -eineinseliattliehe seli\\ar/,e Ouerbinde vereint und in 2 breite Aste (an di-r Ila^-is und hinti'r der Mitte) bis an den Rand des Seitendaches ver- Cryptonychus Gyll. i. Cryptonychus Kolbei. Fulvo-flavus, nitidus, elytris subnitidis, capite cum antennis, vitta media lata ])n)iliora( is, srutelln el\ t rornni<|ue dimidio aj)icali nigris, subtus niger, 1 63 pro- et mesosterno (macula utriiique excepto) mediaque basi metasterni testaceis, pedibus nigris, femoribus tibiisque anticis (genubus exceptis) fulvis; processu frontal! eloiigata, angusto, apice truncato utrinque angulatim dilatato, subtus carinato, supra sulcato, punctulato; prothorace subquadrato, basi dilatato, disco utrinque parce punctate; elytris subparallelis, quadricostatis, costis prima et tertia validioribus, integris, secunda medio interrupta, quarta obsoleta, antice deficiente. Long. 15,5 mm. NW von Beni (Urwald). Ausgezeichnet durch den einfarbig schwarzen Kopf und den schlanken Stirnfortsatz, der ungefahr dreimal so lang als breit, vorn abgestutzt und jeder- seits in einen dreieckigen spitzen Zahn erweitert ist. Die Oberseite des Fortsatzes ist zerstreut und fein punktiert und mit einer Mittelrinne verseheii, die nahe der Spitze fein und flach beginnt, bis zur Fiihlerwurzel allmahlich etwas ver- breitert und vertieft ist und dariiber in eine breitere und tiefere Stirnfurche iibergeht, welche am Anfange des Scheitels endet. Die Rinne des Fortsatzes hat niedrige und stumpfe wulstartige Rander und im Grunde eine unregelmaBige Reihe starkerer Punkte. - Von dieser Art, welche dem Cr. Leonardi Gest. am nachsten stehen muJ3, wurde nur I 9 gefangen, bei dem das letzte Bauchsegment in der Mitte des Hinter- randes weit und flach vertieft ist. 2. Cryptonychus dubius Baly ab. unicolor Kolbe. Route Mawambi-Awakubi am Aruwimi. Dactylispa Ws. i. Dactylispa rufiventris Kraatz. Ruwenzori, Beni, Mboga. Der nach vorn gerichtete Dorn am Vorderrande des Thorax ist verkummert, der senkrechte maBig stark. 2. Dactylispa contribulis Ws. Mboga. * Hispa L i. Hispa (Chrysispa) acanthina Reiche. Ruwenzori. Platypria Guer. i. Platypria usambarica Ws. Mboga. ir Amphibia. Von Dr. Fr. Nieden, Berlin. Hierzu Tafel V. Die vorliegende Abhandlung _bringt die Bearbeitung der von der Deutschen Zentralafrika-Expedition gesammelten Amphibien, mit EinschluB des reich- haltigen Materials, das Herr RUDOLF GRAUER im AnschluB an die Expedition teils innerhalb desselben Gebietes, teils weiter westlich im Kongourwald ge- sammelt hat. Beide Sammlungen enthalten zusammen fast 400 Tiere, die samtlich zu den Amphibia ecaudata gehoren und sich auf 20 Arten verteilen. (Nicht mit- gerechnet ist dabei die mit etwa 150 Exemplaren vertretene Gattung Rappia, deren Bearbeitung wegen der damit verbundenen Schwierigkeiten zuriickgestellt werden muBte.) Als neu fiir die Wissenschaft erwiesen sich 5 Arten, die uiiten als Phryno- batrachus acutirostris und Phryn. graueri, Arthroleptis adolfi-friderici, Arthr. schubotzi und Arthr. rouxi beschrieben werden. Mehrere andere in der Sammlung vertretene Frosche waren bisher nur aus entfernter liegenden Gegenden bekannt. - Uber die Amphibienfauna des von der Deutschen Zentralafrika-Expedition durchf orschten Gebietes besafien wir bisher iiberhaupt nur sehr geringe Kenntnisse. Aus der siidlichen Halfte desselben lagen nur einige Funde aus der Umgegend von Bukoba vor, ferner hatte STUHL,MANN von seiner Reise mit Emin Pascha durch den Osten des hier in Frage kommenden Gebietes bis zum oberen Ituri hinauf einige Amphibien mitgebracht. - - Von den weiter im Norden am Ruwenzori lebenden Froschen haben wir in neuester Zeit durch Arbeiten G. A. BOULENGERS und PERACCAS Kenntnis erhalten. Durch das von der Deutschen Zentralafrika- Expedition gesammelte Material sind aber zum erstenmal fiir eine groBere Anzahl von Fundorten im zentralafrikanischen Grabengebiet die dort vorkommenden Amphibien festgestellt worden, wenn es auch noch weiterer Forschungen be- diirfen wird, um die Fauna dieses Gebietes vollstandig kennen zu lernen. Bevor ich aber auf die faunistischen Ergebnisse der Expedition naher ein- gehe, will ich erst eine "Cbersicht iiber die gesammelten Arten, systematise!! geordnet, folgen lassen. i66 I. Phaneroglossa. A. Firmisternia, Familie Ranidae. Rana oxyrhyncha Sund. Herr Dr. SCHUBOTZ sammelte I a* am 20, VI. 1907 bei Kifumbiro am Kagera. 2 o* (Samm.-Xr. 403 und 406) und i 9 (Samm.-Xr. 455) in Mpororo. 3 dV und 2 99 zwischen Beni und Mboga. Rana mascareniensis D. u. B. Von Herrn Dr. SCHUBOTZ \\urden gefangen: i 9 mil scharf ausgepragten dunklen Riickenflecken im VI. 1907 bei Bukoba. i junges ^ von graugriiner Grundfarbe mil zahlreichen kleinen dunklen Riickenflecken bei Kifumbiro am Kagera. Am Mohasi-See im ganzen 12 Tiere, die teihveise untereinander erhebliche Farbungsunterschiede zeigen. - - Ein ganz junges Exemplar hat die bei dieser Art gewohnliche helle Farbung und bietet nichts besonderes. Die iibrigen Stiicke, 40*0* und 7 99, unter letzteren 2 kleine Frosche, haben eine sehr dunkle griin- lichschwarze Grundfarbe, von der sich daher die Riickenflecke nur wenig ab- heben. Die Unterseite ist bei den 0*0* weiO, bei den meisten 99 schmutziggrau, nur bei i 9 ist die Unterseite lebhaft gelb ; ebenso gef arbt sind bei diesem Tier die auflerste Riickenfalte jederseits, so'wie der vom Auge zum Vorderarm ziehende Driisenwulst. Auch tritt bei diesem Frosch der griinliche Ton der Grundfarbe starker hervor als bei den anderen dunklen Tieren. Schwachere Spuren einer Gelbfarbung zeigen sich auch bei einem der beiden jungen Exemplare von demselben Fundort an den gleichen Stellen wie bei dem alteren 9- Bei Kissenji am Kiwusee im VII. 1907 i 9. Am Mulera (Bolero) see im XI. 1907 i r? und 19 Bei hellbrauner Grund- farbe zeigt das rf sehr scharfe, lang rechteckige Riickenflecke, beim 9 sind die- selben nur (lurch schmale Pigmenttupfen angedeutet. In Ruasa am Ful3 der \'ulkane in 2500111 Hohe i junges "* und 3 99- AuCerdem liegt mir noch ein Exemplar ohne genaueren Fundort vor. Herr (".RAUER sammelte: i 9 auf der Inscl Kvvidschwi im Ki\vu-See. I ' und ' i jun-i- ',V im Urwald nordwestlich vom Tanganjikasee. Rana nutti Blgr. ( = Rana delalandi D. u. B. ?) mr \-or: 2 groBe ie Miinnchen mit starker Faltenbildung in der Haut besitzen fast durchweg gro!3e Daumenschwielen, standen also in der Fortpflanzungsperiode, als sie ge- t'aiigen wurden. AuBerdem erhalt ihre Haut durch zahlreiche kleine spitze Papillen eine eigentiimliche rauhe Beschaffenheit, wie sie in ganz ahnlicher \\'eise v(jn den in der Fortpflanzungsperiode stehenden Mannchen von Raiui ilclnhindi I), u. B. (= A', aii^ulcnsis Boc.) beschrieben worden ist. Soldi eine rauhe Haut findet sich aber auch bei Mannchen, auf deren Haut keine Falten 7.11 erkennen \\aren. Dal., dieser Papillenbesatz der Haut iibrigens nicht nur i miinnlichen Tieren \-orkommt, beweist ein in der Sammlung des Berliner Museums ln't'indliches in copula gefangeiies Paar von Froschen Art von < >. NKTMANN bei Kifinika in I )eutschostafrika gesammelt - bei \\elrhem bi-ide Tiere einen solchen Pa])illenbesatz der Haut sehr deutlich aus-c]>r;'i-t ;iut'\\'.-isen. Da die Hautfalten durchweg bei Miinnchen auftreten, die durch die- -en aim ten Merkmale als in der Fortpflanzungsperiode gefangen gekennzeichnel sind. i-rsi-heint es mir nicht uinvahrsclieinlich, dal.i die Aus- l)ildun- der Ilauttallni ebenl'alls mit dii-ser I'eriode zusammenhangt. Die starkere I ; altcn -erade immi-r bei miinnlichen Exemplaren liittt es mir ferner auch zweifelhaft erscheinen, dafi die durch glattere Haut gekennzeichneten Stiicke einer ancleren Art angehoren sollten, zumal beicle Tiere nebeneinander zu derselben Zeit gefunden werden. Gehoren aber die Mannchen mit gefaltelter Haut und die Weibchen mit glatter Haut zu ein und derselben Form, so erhebt sich auch dieFrage, ob die als R. nuttiBlgr. beschriebene Form von deralteren R. de- lalandi D. u. B. als besondere Art unterschieden werden kann. Die Beschreibung der ersteren Art pafit genau auf die mir vorliegenden glatten Weibchen, auch kann ich clieselben nicht von einem von BOULENGER selbst als R. nutti be- stimmten Frosch unterscheiden, der aus der, teilweise durch BOULENGER be- stimmten, Sammlung des Herrn Forschungsreisenden Dr. med. P. KREFFT in Braunschweig in den Besitz des Zoologischen Museums i-n Berlin iibergegangen ist. Andererseits stimmen die Mannchen durch den Besitz zahlreicher Riicken- falten mit der als R. delalandi D. u. B. beschriebenen Art uberein. Eine Unter- scheidung dieser beiden Arten diirfte sich meiner Ansicht nach nur dann durch- fiihren lassen, wenn die Hautfalten bei Rana delalandi D. u. B. starker ausgebildet und vielleicht auch dauernd und bei beiden Geschlechtern vorhanden sind. Hieriiber kann ich kein Urteil abgeben, da mir fast gar kein Vergleichs- material von der letzteren Art zur Verfiigung steht. Hinweisen mochte ich aber darauf, daB SMITH in den Illustr. Zool. South Africa i8_;9 zu Taf. 77 von den siidafrikanischen Exemplaren von R. delalandi D. u. B. bemerkt: ,,Skin generally smooth with short longitudinal plicae on the back and sides disposed in several rows most distinct in the anterior and middle part of the former, in some specimens these plicae are scarcely if at all visible." Die von mir durch Sperrdruck hervorgehobenen Worte lassen auf ein Variieren der Tiere in bezug auf das genannte Merkmal schliefien. Falls es sich bei den Froschen mit un- deutlichen Falten nur um weniger gut erhaltene Tiere handelt, wiirde aber ein solches Undeutlichwerden der Hautcharaktere nicht fiir eine sehr starke Auspragung derselben sprechen. Andererseits scheint mir aber auch aus einer der Abbildungen von R. nutti, die BouivENGER in den Transactions Zool. Soc. London Vol XIX, Part. Ill, 1909, Taf. VIII, Fig. i und 2 veroffentlicht hat, hervorzugehen, dai3 bei dieser Art aufier den Dorsclateralfalten doch manchmal noch weitere Hautfalten auf- treten. L. c. sind 2 Weibchen von R. nutti abgebildet, von denen das obere (Fig. i) mit einem hellen Medianstreifen auf dem Riicken hier in Frage kommt. AuGer den beiden Dorsolateralfalten sind bei diesem Tier einerseits zahlreiche kurze Hautfalten auf den Flanken angegeben, wenigstens entspricht die Art der Darstellung dieser von mir als Falten gedeuteten Gebilde der Art und Weise, wie die Dorsolateralfalten wiedergegeben sind. Das gleiche gilt auch von den beiden Langsfaltenziigen, von denen ich je einen jederseits unmittelbar neben dem hellen Medianstreifen deutlich zu erkennen glaube, und die den Eindruc^ machen, als ob sie aus einer Anzahl aneinandergereihter kiirzerer Hautfalten zusammengesetzt seien. 170 Jedenfalls scheint inir die Frage, oh Rana nutti Blgr. und Rana ddalandi D. u. B. sicher unterscheidbare Arten darstellen, noch einer genauen Nach- priifung an groBerem Material zu bediirfen. Rana bravana Ptrs. Hcrr Dr. SCHVHOTZ sammelte: i " (n. \--)\) ini lUiddmvdd. i groBeres -^ (n. 387) und i kleineres "" iin Mohasi-See. Herr GRATKK fing i cT am Xordostufer des Tanganjikasees. Das Exemplar aus dem Bnddmvald und der von Herrn GRAUER geiangene Frosch weichen in der Farbung nicht erheblich von den von PETERS beschriebeneii Tieren ab. Die beiden Stiicke aus dem Mohasisee sehen dagegen matter und auch dunkler aus und sind auch untereinander in der Farbung verschieden, \vie es in ahnlicher \Veise auch bei R. mascarcniensis vom gleichen Fundort der Fall \\ar. Den auffallend dunklen Tieren der letzteren Art gleicht das groBere der beiden vorliegenden Mannchen von R. brarana in hohem MaBe in der Farbung. Bei direkt scrnvarzlicher Grundtarbe erscheinen die beiden, vom Auge nach hinten veriaufenden, normalerwcise hellen Langsstreifen schmutzig graubraun. Die gleiche Farbung zeigen die bei diesem Tier sehr wenig hervortretenden sonst lu-llen Flecke an den Flanken und auf der Hinterseite der Oberschenkel. Etwas heller ist die vom Xasenloch bis zum Mundwinkel reichende Partie des rings um die Oberlippe laufenden hellen Streifens. Die Unterseite ist schwarzlichgrau. Das andere Mannchen ist auf hellerem braunlichern Grunde fein schwarz punktiert. Die beiden L,angsstreifen sind erheblich heller, weiBlich grau. Glied- ma!3en und Kopfseiten sind braun, l T nterseite weiB, auf der Kehle schwach braun marmoriert. TORNIER hat in seiner Kriechtierfauna Deutsch-Ostafrikas die Vermutung ausgesprochen, Rana brarana Ptrs. konnte mit R. clcgans Blgr. identisch sein, wogegen mir aber die bei letzterer Art noch starker verbreiterten Zehenspitzen und namentlich die groBeren Sclnvimmhaute von R. elcgans zu sprechen scheinen. - GroBer ist schon die Ahnlichkeit zwischen Rtum bravana Ptrs. und A', gula- incnsis D. u. B., welche beiden Formen BotJLENGER fiir ein und dieselbe Art halt. (L.c. Transact. Zool. Soc. London). Soviel sich aus der kurzen Original- beschreibling der letztgenannten Art entnehmen liiBt, stimmen diese beiden Formen allerdings im Aussehen in hohem MaBe iiberein. Zweifelhaft scheint mir /u M'in, <>!> die Ausdehnung der Schwimmhaut eine Vereinigung der beiden Arten /.uliil.'.t. P>ei A', ^ii/iiiiicnsis soil die v Sch\\ immhaut sehr kurz sein. Di'MiCRiL und P>II:KMN maelien /,\\'ar keine genaiu-n An^abeii hieriiber, sondern geben nur an, dal' bei A', ^ildincnsis die Schwimmhaut noch kiirzer sei als bei R. malabarica 1. u. P>. , von der es l>ei ilinen auch schon heil.it. ,,palmure des pieds courte". Die letztere Art ist anl Tat'. N(>. IM-. i der Herpctol. gener. von Dr.MF.KiL und 171 BIBRON abgebildet; leider laBt die Abbildung die GroBe der Schwimmhaut nicht genau erkennen, doch scheint die Schwimmhaut nicht grower, eher kleiner zu sein als bei Rana bravana Ptrs., letztere Art wiirde dann also nicht mit der durch eine kleinere Schwimmhaut gekennzeichneten R. galamensis identisch sein konnen. Jedenfalls ist die Schwimmhaut bei R. bravana nicht kurz zu nennen; PETERS beschreibt sie als ,,halb"; sie reicht an samtlichen Zehen mindestens bis zum Ende des I. Gliedes (vom MittelfuB an gerechnet) an der AuBenseite der 2. und 3. Zehe, an beiden Seiten der 4. und an der Innenseite der 5. Zehe laBt sich aber ein deutlicher Hautsaum bis zum Ende des 2. Zehengliedes verfolgen. In neuerer Zeit hat auch WERNER (Sitzungsber. Akad. Wiss., Wien CXVT, Abt. I, 1907) sich zur Frage der systematischen Stellung von R. bravana geauBert. Er halt ebenfalls R. bravana und R. galamensis nicht fur identisch, ebensowenig die erstere Form und die von ihm im Sudan gesammelten Frosche, die er zu R. galamensis stellt. Beziiglich der letzteren (der Sudantiere) stimme ich mit WERNER durchaus iiberein. Nach der Abbildung, die er von einem dieser Tiere gibt, sind diese Exemplare aus dem Sudan viel gedrungener als R. bravana, so- wohl in der ganzen Korpergestalt, als auch beziiglich der Extremitaten, die bei R. bravana im Verhaltnis dazu schlank erscheinen. Auch reicht bei dem von WERNER beschriebenen Froschen die Schwimmhaut weiter als bei R. bravana. Aus diesem Grunde erscheint es mir allerdings auch wieder zweifelhaft, ob die aus dem Sudan stammenden Frosche WERNERS wirklich mit der echten von DUMERIL und BIBRON beschriebenen Rana galamensis iibereinstimmen. Auch in einigen anderen Merkmalen entsprechen WERNERS Exemplare nicht vollig der Beschreibung von R. galamensis D. u. B., wie er selber hervorhebt; allerdings glaubt WERNER diese Abweichungen durch Ungenauigkeiten in der Beschreibung der alteren Arten erklaren zu diirfen. - - Ein abschlieBendes Urteil iiber die Stellung dieser 5 Formen - - Rana galamensis D. u. B., Rana bravana Ptrs. und der von WERNER im Sudan gesammelten Frosche zueinander wird sich nur nach Vergleich eines groBereri Materials von verschiedenen Fundorten fallen lassen. Phrynobatrachus natalensis Smith. i Exemplar wurde am 20. VI. 1907 von Dr. SCHUBOTZ bei Kifumbiro am Kagera gefangen. Phrynobatrachus krefftii Blgr. Diese Art war bisher nur aus Amani in Deutsch-Ostafrika bekannt, wo sie erst in den letzten Jahren von Herrn Forschungsreisenden Dr. med. KREFFT aus Braunschweig gesammelt und danach von G. A. BOULENGER unter obigem Namen beschrieben wurde. Gelegentlich der zusammenfassenden Bearbeitung der Sammlung des genannten Herrn lagen auch mir mehrere Originalexemplare dieses Frosches vor, an der Hand von welchen ich die vollige Ubereinstimmung der zentralafrikanischen und der in Amani gefangenen Exemplare feststellen konnte. 172 Die iiberaus wechselnde Farbung der mir jetzt vorliegenden Tiere laBt auf ein bei diesem Frosch sehr stark entwickeltes Farbwechselvermogen schlieCen. Helle, griinliche und graue Farbungen in verschiedenen Abtonungen und ohne scharfe Grenze ineinander iibergehend iibenviegen, doch sind auch schwarzliche his braunliche vStiicke in griMerer Zahl vertreten; bei solchen Tiereii ist dann haufig eine feine helle Mittellinie auf dem Riicken vorhanden. Nicht selten sind auch Exemplarc, bei denen der Riicken einfarbig sch \varzlichgrun aussieht und scharf gegen die hellen \veiBlichgrauen Flanken abgesetzt ist, bei so gefarbten Tieren beobachtete ich regelmatfig auch vollig einfarbige, ebenfalls \veil.ttiche Kopfseiten. ohne die in der Regel bei diesem Frosch hier vorhandenen dunklen tjuerbinden. Bei anderen Stiicken, die aber nicht die scharf gegeneinander ab- gesetzte Riicken- und Flankenfarbung aufwiesen, war der ganze Yorderkopf einschliel31ich der vorderen Halfte der Kopfseiten bedeutend heller als der iibrige Korper. gewohnlich sehr hell griinlichgrau geiarbt. Die hintere Begrenzung dieser hellen Partie bildete das dunkle Ouerband zwischen den Augen, dessen V< irderrand gewohnlich, wie auch BOULENGER angibt, von einem hellen Saum be- gleitet ist. Die von mir bei Besprechung der von Herrn Dr. KREFFT gesammel- ten Exeni])lare (vSitzungsber. Ges. naturf. Fr. Berlin 1910, H. 10) envahnten Fait en auf dem Riicken heben sich fast immer schon durch ihre dunklere Pig- mentierung ab, auch \\enn sie als Falten infolge schlechter Konservierung der Tiere nicht mehr deutlich erhalten sind. Den 1. c. ebenfalls beschriebenen Papillen- besatz auf der Unterseite des FuBes beobachtete ich auch bei den vorliegenden Kxemplaren; besonders deutlich fand ich ihn bei den Mannchen ausgebildet. Ich vermute daher, da!3 dieser Papillenbesatz bei der Copulation eine Rolle spielt und sc-in deutliches Auftreten diirfte dann mit der Fortpflanzungsperiode in Beziehung stehcn. Aus Zentralafrika liegen mir \-or: 2 von Herrn Dr. SCHUBOTZ im XI. 1907 im Rugegewald in 2500 m H()he -ammelte Exemplare. In (U-mselbcMi \\'ald erbeutete Herr GRAri-'.u im XII. 1907 in 2100 m Hohe 83 Tiere, darunter 9 jiingere Fnische. 4 altere, 9 jiingere ICxemj^are wurden im Bugoievvald \-on Dr. SCHUBOTZ gefangen. (8 \\x-itere Tiere von dem gleichen Inmdorte verdankt das Berliner Zoolo-. Museum Herrn Hauptmann v. Sri. ..MANX-STi'ix.) 4Sliic-ki- wurden im Trwald hinter den Randbergen des nordvvestlichen Tanganjikaufers von Herrn GRATICR gefangen. I iiltere und <) jiingi-re Tiere erbeutete derselbe Sammler 90 km westlich vom Siidende des Albc-rt-I^hvard-Sees. 12 ICxc'iiijilare, darunter 3 jiingere I'n'ische, wurden im II. 1908 von I>r. SCHniMi/ am Ruwenzori in 1800 m Hohe gesammelt. Phrynobatrachus acutirostris n. sp. Taf. Y. Fig. i a c. Zunge mil einer kegelformigen Papille. Korper schlank, Schnauze spitz, etwa I 1 / 2 mal so lang als cler horizontale Augendurchmesser, deutlich liber den Unterkiefer vorspringend. Canthus rostralis sehr deutlich und scharf. Ziigel- region sehr schwach vertieft. Nasenloch ein klein wenig naher der Schnauzen- spitze als dem Auge. Interorbitalraum betrachtlich breiter als das obere Augenlid (in Fig. i etwas zu breit gezeichnet). Trommelfell deutlich, breiter als die Halfte des Augendurchmessers. Finger und Zehen schlank, ihre Spitzen zu groBen Haftscheiben verbreitert. Erster Finger betrachtlich kiirzer als der zweite. Gelenkhocker an Fingern und Zehen gut entwickelt. Innerer Metatarsalhocker etwas zusammengedriickt, auBerer Metatarsalhocker und Tarsalhocker verhaltnismaBig schwach entwickelt. Bei nach vorne an den Korper angelegtem Hinterbein reicht das Tibiotarsal- gelenk bis zum Nasenloch. Haut auf dem Riickeii vollig glatt. auf den Rumpf- seiten schwach gekornelt. Allen 5 mir vorliegenden Exemplaren ist der scharfe Gegensatz zwischen der Farbuiig der Oberseite und derjenigen der Flaiiken eigen, letztere sind bei alien Tieren ebenso wie die Kopfseiten schwarzbraun. Die Oberseite ist bei dem Typexemplar (s. unten) Yorherrschend gelblichgrau, schwach ins Braunliche spielend, wahrend bei den anderen Stiicken ein nach den Seiten zu sich etwas aufhellendes Braun iiberwiegt. Die Grenze zwischen der dunkleren Seitenfarbung und dem helleren Riicken ist bei den zuletzt erwahnten, im ganzen dunkler aus- sehenden Tieren noch durch eine feine helle Linie etwas mehr hervorgehoben ; sie verlauft von der Schnauzenspitze langs des Canthus rostralis, iiber den freien Rand des oberen Augenlides hinweg, oberhalb des Trommelfells und dann schrag absteigend bis etwa zur Mitte zwischen Vorder- und HintergliedmaBen, wo auch die dunkle Seitenfarbung endet. Die GliedmaBen zeigen auf der Riickenfarbung entsprechendem Grunde deutliche dunkle Querbinden. Unterseite gelblich oder braunlich. Als Typexemplar betrachte ich ein im Rugegewald von Dr. SCHUBOTZ gesammeltes 9- Die MaBe desselben sind: Lange von der Schnauzenspitze bis zum After 46 mm GroBte Kopfbreite 16 ,, Lange der VordergliedmaBe bis zur Spitze des 3. Fingers . .30 Lange der ganzen HintergliedmaBe bis zur Spitze der 4. Zehe 87 ,, Lange des HinterfuBes bis zur Spitze der 4. Zehe 39 4 weitere Exemplare dieses Frosches wurden von Herrn GRAUER 90 km westlich vom Siidende des Albert-Edward-Sees gefangen; das groBte darunter be- findliche Tier, ebenf alls ein Q, liegt den Abbildungen Fig. i a c auf Taf. V zugrunde. Diese auch durch ihre GroBe ausgezeichnete Art ist an der langen, scharf- randigen Schnauze und der eigenartigen Farbung leicht zu erkennen. 174 Phrynobatrachus graueri n. sp. Taf. V. Fig. 2 a u. b. Arthrokptis grant NlKPEN, Sitzungsber. Ges. naturf. Fr., Berlin 1910, Nr. 10, p. 441. In einer vorlaufigen Mitteilung 1. c. liber cinige der neuen Arten aus der Sammlung der Deutschen Zentralafrika-Expedition habe ich einen kleinen Frosch als Arthrolcptis graueri beschrieben. Bei der Abfassung jener Notiz lag mir nur das eine dort aufgefiihrte Exemplar vor; spater fand ich noch einige Stiicke desselben Tieres und wurde beim \ T ergleich derselben mit dem unter obigem Xamen beschriebenen Stiick darauf aufmerksam, daI3 bei alien Tieren ein sehr schinaler Zipfel der Schwimmhaut zwischen die Metatarsen der 4. und 5. Zehe eingreift. \Yegen dieses wenn auch nur schwachen Ubergreifens der Schwimmhaut auf den Mittelfufi konnen die in Rede stehenden Tiere nicht zu Arthroleptis gestellt werden, die fest verbundene- Metatarsen besitzt, sondern sie gehoren zur Gattung Phrynobatrachus, die bis auf das genannte Merkmal mit Arthroleptis im Bait iibereinstimmt. - - Die Art Arthrol. graueri ist also einzuziehen; an ihre Stelk- tritt die nachstehend ausfiihrlicher beschriebene Form Phrynobatrachus, graueri. Zunge mit einer kegelformigen Papille. Korper maBig gedrungen, Kopf i-t\\a so lang \vie breit. Schnauze mit stumpfer Spitze, etwas langer als der Augendurchmesser. Canthus rostralis deutlich. Nasenloch gleichweit von der Schnauzenspitze und vom vorderen Augenrand entfernt. Interorbitalraum be- trachtlich breiter als das obere Augenlid. Trommelfell undeutlich sichtbar, stark Y 2 so g r ft w i e der horizontale Augendurchmesser. Finger und Zehen schlank, beide an den Spitzen zu deutlichen kleinen Seheiben verbreitert. Erster Finger erheblich kiirzer als der zweite. Schwimm- haut an den Fiitfen nur schwach entwickelt, tief ausgeschnitten, als schmaler Hautsaum bis zum Ende des I. Zehengliedes reichend. Gelenkhocker an Fingern und Zehen deutlich ausgebildet. Ein langlicher innerer Metatarsalhocker und je ein sehr kleiner rundlicher auCerer ]\Ietatarsalhocker und Tarsalhocker vor- lianden. Das Tibiotarsalgelenk reicht bei nach vorne an den Korper angelegtem Hinterbein zwischen Auge und Schnauzenspitze. Haut glatt, vom hinteren Augen- rand zieht jederseits eine schwache median warts leicht konvexe Falte bis hinter die Schultc-r. Mit Ausnahme fines ICxemplars, das eine ausgesprochen griinliche Farbung, be- sit/.t, sind alk-Stiii-kc- briiunlich in verschiedenen Abstufungen. Die Riickenpartien ersclu'iiH-n dim-h \vc-g lieller als der iiltrige K(irper, ein Tier ist auf der Oberseite ii. I-'.in/.elne l-'.xfinplare lassen zwischen den Augen ein dunkles Quer- i-rki'iini-n. Unterseite gelblich mit schwacher braunlicher Marmorierung. Fundort: Ru^i'-'i-wald, I Exemplar wurde von Dr. vSCHUBOTZ daselbst im \ III. \nj ^i-samnu-lt, 6 weitere Tiere, darunter 2 junge Frosche wurden von Herrn (ik \ri-.R MaI3e des Typexemplars Museums-Nr. 21 782: Lange von der Schnauzenspitze bis zum After 22 mm GroBte Kopfbreite 7,5 ,, Lange der VordergliedmaBe bis zur Spitze des 3. Fingers . .15 ,, Lange der ganzen HintergliedmaI3e bis zur Spitze der 4. Zehe 40 ,, Lange des Hinterful3es bis zur Spitze der 4. Zehe 18 ,, Die Art ist zu Ehren des Sammlers, Herrn RUDOLF GRAUER aus Troppau, benannt ; charakteristisch fur dieselbe ist die geringe Entwicklung der Schwimm- haut. Arthroleptis scheffleri Nieden. Arthroleptis scheffleri: NIEDEN, Sitzungsber. Ges. naturf. Fr., Berlin 1910, Nr. 10, p. 438. Dieser kleine Frosch wurde kiirzlich von mir nach grofierem, meist aus Kibwezi in Britisch-Ostafrika stammenden, Material aus dem Berliner Zoo- logischen Museum beschrieben. Mit diesen Tieren stimmen die beiden Hxemplare vollig iiberein, die Herr Dr. SCHUBOTZ am 3. VII. 1907 beim Rufuaposten in Mpororo gesammelt hat. - Farbung bei beiden Tieren braun, das eine Stiick zeigt eine feine helle Mittellinie auf dem Riicken. Arthroleptis adolfi-friderici n. sp. Taf. V. Fig. 4 a c. Arthroleptis adolfi-friderici: NlEDEN, Sitzungsber. Ges. naturf. Fr., Berlin 1910, Nr. 10, p. 440 (vorlaufige Mitteilung). Zunge mit einer kegelformigen Papille. Korper gedrungen, Kopf ebenso lang wie breit. Schnauze stumpf zugespitzt, fast i l / 2 mal so lang als der horizontale Augendurchmesser. Canthus rostralis stumpf. Ziigelregion etwas vertieft. Nasenloch ungefahr gleichweit vom Auge und von der Schnauzenspitze entfernt. Interorbitalraum breiter als ein oberes Augenlid. Trommelfell deutlich, halb so breit wie das Auge. Spitzen der Finger wenig, die der Zehen etwas mehr verbreitert. Erster Finger nicht ganz so lang wie der zweite. Zehen mit nur einer Spur von Schwimm- haut. Ein stumpfer, gerundeter, innerer Metatarsalhocker vorhanden, kiirzer als die innerste Zehe. Kein auBerer Metatarsal- und kein Tarsaltuberkel. Das Tibiotarsalgelenk reicht bei nach vorne an den Korper angelegtem Hinterbein bis zwischen Auge und Schnauzenspitze. Haut glatt. Als Typexemplar habe ich ein weibliches Tier genommen, das Herr GRAUER im Rugegewald gesammelt hat, und welches den Abbildungen Fig. 4 a c auf Taf. V zugrunde liegt. Die Oberseite desselben einschlieJSlich der Gliedmafien ist auf olivengrunem Grunde braun marmoriert, am starksten in der hinteren Riickenhalfte und auf den Flanken. Die Kopfseiten sind braunlichgrau. Vom hinteren Augenrand zieht ein dunkler Streifen oberhalb des Trommelfells fast bis zur Vorderarmwurzel. Die Unterseite ist weiBlich. I 7 6 Die Mai.'-e dieses Exemplares sincl: Lange von der vSchnauzenspitze bis zuin After 41 5 mm r.ri>I.-!te Kopfbreite 14,5 ,, Lange der Yordergliedmal.V bis zur Spitze des 3. Fingers . . 26 I, Tinge des ganzen Hinterbeins bis zur Spitze der 4. Zehe . . 76 ,, Lange des Hinterful3es bis zur Spitze der 4. Zehe 33 Ebenfalls im Rugegewald sammelte Dr. SCHUBOTZ ein kleines Exemplar v noch etwas an GroBe. Die griinliche Farbung der Oberseite zeigt sich bei diesem Tier nur noch auf der Oberseite des Kopfes. Die Unterseite ist gelblich. I m Unvald der Insel Kwidschwi im Kiwusee sammelte ferner Herr Dr. Sen 1 "] 1 .! nz einen leider nicht besonders gut erhaltenen Frosch, den ich ebenfalls zu dieser Art glaube stellen zu diirfen. Ein kleines Exemplar von nur K> mm Lange, das aber trotz seiner geringen Gr6J3e sclion ziemlich groite Eier enthielt, erbeutete Dr. SCHUBOTZ noch am _'_'. IV. 1908 bei A \vakubi am Armvimi im Kongostaat. Die vorliegende Art steht der Arthroleptis vnriabilis Mtsch. nahe, unter- sclieidet sich aber von derselben namentlich durch den kiirzeren, nicht so stark zusammengedriickten und wcniger stark vorspringenden I\k'tatarsalh6cker. An Grof3e iibertrifft die hier neu beschriebene Form alle bisher bekannt gewordenen ArtL-n dur (lattung Artliroleptis. Ich habe mir erlaubt, diese stattliche Form zu Ehren des Leiters der Deutschen Zentralafrika-Expedition Arthroleptis ndulfi- fridcrici zu ncnneii. Im Anschlul/) an die Beschreibung der von der Deutschen Zentralafrika- Expedition gesammelten Exemplare von Arthroleptis adolfi-fridcrici mochte ich hier noch auf einige Frosche zu sprechen kommen, die ich unter anderem noch unbearbeitetem Material des Berliner Zoologischen Museums vorfand. Dieselben stammen teils aus dem Osten. teils aus dem Siiden Deutsch-Ostafrikas. Mit den eben beschriebenen Tieren stimmen sie in alien wesentlichen morphologischen Mi-rkmalen iiberein. beim ersten Anblick machen sie aber teihveise einen etwas abweichenden ICindruck, da die meisten von ihnen 1.-i geringerer (irol^e schlan- kt.-r sind wenigstens als die beiden oben beschriebenen grol.len \\\-ibchen. Letztere \\rrdi-n ihn- \-ollere Korperfonn allerdings zum grol-ieii Tc-il (h-n in ihnen enthal- triK-n l ; .iiTii \-i-rdanki-n. (U'lx-n -r\\ olmlich grol.le Zahl ja sehr oft, und \vie es -an/, natiirlich ist. die KnrpiTforin der \veiblichen I-'n'ische iK-i-influl-'it. Konservie- rnng in reichlich starkem . \lkohol hat andeu-rsi-its dazu beigetragen, den K)r]n-r der noch /.\\ brspivrlu-ndrn Tieiv i-in-cfallrn und zusainnirn geschrnmpft erscheiiu-n zu lassen. 177 Von Froschen, die aus clem ostlichen Deutsch-Ostafrika stammen, rechne ich zu der vorliegenden Art: 2 in Tanga von Herrn MARTIENSSEN fiir das Berliner Zoologische Museum gesammelte Exemplare von brauner Farbung, das eine mit einer feinen hellen Mittellinie auf dem Riicken; Ferner ein junges von Herrn Prof . Dr. VOSSELER in Amani gefangenes Stiick. (Diese 3 Tiere sind alle stark geschrumpft.) Von dem letztgenannten Fundort liegt mir rioch ein besser erhaltenes, allerdings in Formalin konserviertes Exemplar vor, das Herr Prof. Dr. AWERINZEW aus St. Petersburg daselbst gesammelt hat, ebenfalls ein trachtiges 9 mit voller Korperform. Die Farbung desselben ist griinlichgrau, die seitlichen Riicken- partien sind schwarzlichbraun pigmentiert, gleichfarbige grofie, nicht sehr scharf begrenzte Flecke auf der Riickenmitte lassen in ihrer Anordnung Anklange an das bei vielen Arthroleptis- Arten auftretende mehrfach eingebuchtete Riicken- band erkennen. Die oben erwahnten Frosche dieser Art aus dem Siiden Deutsch-Ost- afrikas stammen samtlich aus Rugwe am Rikwasee, wo sie am 26. 27. X. 1899 von Herrn Forschungsreisenden Dr. FCLLEBORN gefangen wurden. Ein kleines Tier von 25,5 mm Lange von der Schnauzenspitze bis zum After zeigt dieselbe grimliche Grundfarbe mit braunlicher Marmorierung, wie ich sie oben fiir das Typexemplar aus dem Rugegewald beschrieben habe. Ein noch kleineres Frosch- chen von nur 18 mm Lange lafit auf griinlichem Grunde wieder Spuren eines braunen eingebuchteten Langsbandes auf dem Riicken erkennen. - - 4 weitere Tiere haben eine sehr helle gelbliche Grundfarbe; zwei derselben sind dabei nur sehr fein, kaum merklich, braun punktiert, die beiden anderen Stticke sind starker braunlich pigmentiert. Einer der beiden letzteren Frosche und die beiden helleren Tiere besitzen auBerdem eine feine braune Mittellinie langs des Riickens. Die Unterseite ist bei alien Exemplaren gelblich. Der dunkle Streifen vom Auge oberhalb des Trommelfells zur Vorderarmwurzel ist ebenfalls vor- handen. Derselbe laBt sich auch vor dem Auge bis iiber das Nasenloch hinaus verfolgen, wo er sich von den bei diesen helleren Froschen nicht ganz so dunklen Kopfseiten starker abhebt als bei den zentralafrikanischen Exemplaren. Ich habe alle diese Frosche zu Arthroleptis adolfi-friderici gestellt, der sie jedenfalls sehr nahe stehen. Wenn erst einmal mehr Material von diesen Tieren vorliegt, wird sich ein genaueres Urteil iiber dieselben fallen lassen. Arthroleptis schubotzi n. sp. Taf. V. Fig. 3. Arthroleptis schubotzi: NIEDEN, Sitzungsber. Ges. naturf. Fr., Berlin 1910. Nr. 10, p. 440 (vorlaufige Mitteilung). Zunge ohne kegelformige Papille. Korper schlank. Kopf ebenso breit wie lang. Schnauze mit stumpier Spitze, so lang wie der horizontale Augendurch- Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 1 7 8 - Canthus rostralis deutlich. Xasenloch gleichweit vom Auge mid von itzen z.u kleinen aber deutlichen Haft- ^cheiben verbreitert. Erster Finger deutlich kiirzer als der zweite. Xur ein kk-iner knopfformiger innerer Metatarsaltuberkel vorhanden. HintergliedmaBe kurz; das Tarsometatarsalgelenk reicht bei nach vorne an den Korper an- Hinterbein bis zum Yorderrand des Auges. Haut fast glatt, nur mit einzeliien sehr flachen Driisenwarzen besetzt. Farbung auf der Oberseite griinlichgrau, Kopfseiten sell warzlich. Riicken- mitte mit dem fiir Arthroleptis-Axten charakteristischen mehrfach eingeschniirten dunkleii Mittelband. GliedmaBcn ohne Querbinden, undeutlich gesprenkelt. Kehle auf braunem Grunde \veil3 gefleckt, Brust und Bauch auf \veiI31ichgrauem Grunde mit feineni dunklem Xetzwerk. Mai3e des einzigen vorliegenden Exemplars (Mus.-Xr. 21 774): Lange \'on der Schnauzenspitze bis zum After 20 mm Grofite Koi)fbreite 6 I.ange der VordergliedmaBe bis zur Spitze des 3. Fingers . . 12 Lange des ganzen Hinterbeins bis zur Spitze der 4. Zehe . .25 ,, Lange des HinterfuBes bis zur Spitze der 4. Zehe u ,, Yon Herrn GRATKR in Usumbura gesanimelt. Diese zu Ehren des Zoologen der Deutschen Zentralafrika-Expedition-, IK-rrn Dr. SCHUBOTZ, benannte Art, steht der Arthrol. xcnochirus Blgr. nahe, hat aber kiirzere Schnauze, breiteren Interorbitalraum und starker verbreiterte Zehenspitzen. Arthroleptis rouxi n. sp. Taf. V. Fig. 5 a u. b. Zunge mit einer kegelformigen Papille. Kopf ungefahr so breit wie king. Schnauze stumpf zugespitzt, so lang wie der Augendurchmesser. Canthus rostralis undeutlich. Nasenloch ungefahr in der Mitte zwischen Auge und Schnauzenspitze. Interorbitalraum breiter als das obere Augenlid. Trommelfell nur undeutlich sichtbar. Sj)itzen der Finger und Zehen zu schwachen Haftscheiben verbreitert. l ; .r-ti-r Finger bedeutend kiirzer als der /.weite. Zehen niiil.iig lang, zur Hiilfte mit Schwimmhaut versehen; dieselbe reicht ebenso weit wie bei Arthroleptis og(n'iiM\ Ulgr. (Ann. Mus. Civ. di Stor. Nat. Geneva Ser. 33, Vol. II (XIJI) 1906, Tat., I, Fig. XH) AuWer c'inem ovalen inneren Metatarsaltuberkel sind ein kleiner rnnrk-r iiul.'erer Metatarsaltuberkel und ein kleiner Tarsaltuberkel am Innenrand (K-- Tarsus \-orhaiuk-n. Der letztgenannteTuberkel ist mit dem inneren Metatarsal- tuberkel (lurch cine feine Hautfalte verbunden, ihre Entfernung voneinander ist etwas kk-iner als die der bcidcn Metatarsaltuberkel voneinander. Das Tibio- tarsalgelenk reicht bei nach vorn an den Korper angelegtem Hinterbein bis zum Auge. - - Haut auf dem Riicken mit je einer kurzen Driisenfalte hinter jedem Auge und in Langsreihen angeordneten kleinen Warzen. Unterseite glatt. Farbung dunkelbraun, die Riickenwarzen etwas heller braunlich hervor- tretend. Gliedmafien mit dunklen Ouerbinden. Unterseite auf Kehle und Brust braunlich, auf Bauch und HintergliedmaBen gelblich. Eine feine helle Riicken- linie vorhanden. Ein einziges Exemplar wurde am 22. VI. 1907 von Herrn Dr. SCHUBOTZ im NW-Budduwald gefangen. Lange von der Schnauzenspitze bis zum After 16 mm GroBte Kopfbreite 6 ,, Lange der Vordergliedmafie bis zur Spitze des 3. Fingers . . 9 ,, Lange des ganzen Hinterbeins bis zur Spitze der 4. Zehe . .24 ,, Lange des Hinterful3es bis zur Spitze der 4. Zehe 10,5 mm Diese Form hat sehr viel Ahnlichkeit mit Arthr. ogoensis Blgr., unterscheidet sich aber von ihr durch den geringeren Abstand des Tarsaltuberkels vom inneren Metatarsaltuberkel. Ich habe mir erlaubt, diese Art zu Ehren des Herpetologen am Naturhistorischen Museum in Basel, Herrn Dr. J . Roux Arthroleptis rouxi zu nennen. Hylambates rufus Reichen. 2 Exemplare wurden am 22. VI. 1907 von Dr. SCHUBOTZ im SW-Budduwald gesammelt. - - Das eine Tier ist graugriin mit schwach sichtbarem braunlichem Riickenfleck und Querbinde zwischen den Augen, also der von WERNER als var. boulengeri beschriebenen Form gleichend; das andere Exemplar ist einfarbig blaulich, Ellbogen, Kniee, Fersen, Oberlippe, eine feine Linie langs des AuBen- randes der GliedmaBen und ein kurzer Strich iiber dem After sind weiB. 2 0*0* und 2 99 von blaulicher bis griinlicher Grundfarbe, teilweise mit braunlichem Anflug und I ganz junges Stuck von nur 14 mm Lange fing Dr. SCHUBOTZ im VIII. 1907 im Rugegewald in 2000 m Hohe. Bei einem *b ist der helle Fleck unter dem Auge sehr scharf ausgepragt, bei den anderen Tieren nur schwach angedeutet. i im VIII. 1907 unmittelbar bei Kissenji am Kiwusee von Dr. SCHUBOTZ erbeutetes o* hat bei hellbrauner Grundfarbe der Oberseite einen breiten schwarzlichbraunen Riickenstreifen, der hinter den Augen etwas verschmalert ist und an seinem vorderen Ende mit 2 Zipfeln bis auf die oberen Augenlider reicht. Die gleiche Farbe zeigen je ein Fleck vor, unter und hinter dem Auge, eine Anzahl kleinerer Flecke auf den Flanken und die stark hervortretenden Querbinden auf den GliedmaBen. Unter dem Auge ein deutlicher weiBer Fleck. i kleines Tier von einfarbig griinlicher Grundfarbe fing Dr. SCHUBOTZ im XI. 1907 beim Dorf des Mtualen Gahama am Karissimbi in 2400 m Hohe in Bambuswald mit Waldwiesen. 12* i8o i groBeres 9 von 52 mm I,ange von der Sclmauzenspitze bis zum After und von braunlicher Grundfarbung mit griinlichem Anflug wurde am 28. III. 1908 von Dr. SCHUBOTZ im Unvald zwischen Beni und Mboga gesammelt. Herr GRAUER fing endlich noch ein 9 von etwas geringerer GrdBe als das letztgenannte Tier oo km westlich vom Siidende des Albert-Edward-Sees. Auf braunlicher Grundfarbe treten bei demselben eine unregelmaBige Zeichnung auf dem Riicken, Flecke an den Kopfseiten und Querbinden auf den GliedmaBen deutlich dunkel hervor. Die vorstehend aufgefiihrten Exemplare habe ich zu Hylambates rufus Reichen. gestellt, da sie mit demselben in der GroBe der Schwimmhaut iiberein- stimmen. Diese Art nimmt eine Mittelstellung ein innerhalb einer Formenreihe, die von Hyl. aubryi A. Dum. iiber Hyl. rufus Reichen. zu Hyl. palmatus Ptrs. fiihrt. Diese Formen sollen sich durch die GrdBe ihrer Schwimmhaute unter- scheiden, die bei Hyl. aubryi am kleinsten sein soil, fiir Hyl. rufus in mittlerer Ausdehnung beschrieben worden ist und bei Hyl. palmatus sehr groB sein und teihveise bis zu den Haftscheiben an den Finger- und Zehenspitzen reichen soil. In einer vor einigen Jahren im Arch. f. Naturgesch. 75. Jahrg., I. Bd., 3. H. erschienenen kleinen Arbeit habe ich diese Unterschiede an der Hand mehrerer, teilweise nach den Originalen im Kgl. Zoologischen Museum zu Berlin ange- fertigter Zeichnungen zu veranschaulichen gesucht. Ungefahr gleichzeitig ver- offentlichte L. G. ANDERSSON im 62. Jahrgang der Jahrb. des Nass. Vereins f. Naturkunde in Wiesbaden eine Abhandlung iiber dasselbe Thema, in der er aber die Ansicht vertritt, daB die oben genannten Arten - - nebst einigen weiteren unter besonderem Namen beschriebenen Formen, die hier aber nicht weiter in Betracht kommen - - nicht als verschiedene Arten betrachtet werden konnten, sondern ineinander iibergingen. ANDERSSON faBt daher diese Formen zu einer einzigen Art zusammen, die er mit dem Namen der am langsten bekannten Art Hyl. aubryi A. Dum. nennt. Innerhalb dieser Art wiirden sich auch nach ANDERS- SONS Ansicht noch einzelne ineinander iibergehende Formen unterscheiden lassen. ANDERSSON stiitzt seine Ansicht ausschlieBlich auf den Bau der HinterfiiBe der genannten Hylambates-Formen, an denen die Unterschiede in der GroBe der Schwimmhaut allerdings klein und durch Ubergange infolge der Ausbildung von Hautsaumen an manchen Zehengliedern verbunden sind. Andererseits er- scht-int inir doch eine Unterscheidung mehrerer Formen mindestens als Varie- taten, oder unter einer ahnlichen Bezeichnung, durchaus berechtigt, wenn man die GroBe der Schwimmhaute an den VorderfiiBen beriicksichtigt. Hier sind die Unterschiede meiner Ansicht nach doch groBer und deutlicher, wie z. B. ein Blick auf Fig. la c in meiner Arbeit 1. c. zeigt. Bei Hyl. finlniatus Ptrs. reicht die Schwimmhaut mindestens mit einem Hautsaum bis zu den Haftscheiben; bei Hyl. rufus Reich, reicht sie selbst in ihrer groBten Ausdehnung zwischen den auBeren P A ingern knapp bis zum Ende des I. Gliedes; bei Hyl. aubryi A. Dum. endlich ist sie nur schwach an der Basis der Finger entwickelt. Ubergange zwischen diesen Typen habe ich nicht wahrgenommen. Gut erhaltene Exemplare der Gattung Hylambates konnte ich bei der Durchsicht des reichhaltigen Materials von diesen Tieren im Berliner Zoologischen Museum ohne groBere Schwierigkeiten mit einer der beschriebenen Arten identifizieren. Schwierigkeiten machten allerdings solche Tiere, deren Erhaltungszustand zu wiinschen iibrig lieB, namentlich wenn sie in zu starkem Alkohol konserviert worden waren und daher mehr oder weniger stark geschrumpft waren. Soldi vveiche, zarte Hautpartien, wie es die Schwimmhaute sind, werden dabei in erster Linie in Mitleidenschaft gezogen; sie ziehen sich zusammen und nehmen in ihrer Ausdehnung eine Mittelstellung zwischen den fiir zwei verschiedene Arten be- schriebenen SchwimmhautgroBen ein. Sind die fiir zwei Arten angegebenen Unterschiede in der GroBe der Schwimmhaut gering, so kann die Schwimmhaut vom groBeren T}^pus bis auf das MaB des kleineren zuriickgehen, wodurch natiirlich der Unterschied zwischen beiden Formen verwischt wird. Tiere mit solchen Schrumpfungserscheinungen an den Schwimmhauten habe ich stets zu der Form gestellt, die mit einer etwas groBereii Schwimmhaut beschrieben worden ist. Die Schrumpfungserscheinungen traten iibrigens bei dem mir vorliegenden Material an verschiedenen Stellen desselben Tieres nicht gleichstark auf. Nicht selten fand ich Frosche, bei denen z. B. die HinterfiiBe erheblich durch den Alkohol in ihrem Aussehen beeinfluBt waren, wahrend die VorderfiiBe sehr gut in ihrer natiirlichen Form erhalten waren, oder umgekehrt. Bei der Bestimmung von solchen Stiicken waren natiirlich fiir mich nur die besser erhaltenen Korperteile ausschlaggebend. Soweit das mir vorliegende Material ein Urteil gestattet, scheint iibrigens die Mittelform Hyl. rufus Reichen. entschiedeii am haufigsten zu sein; besonders gilt dies von Ostafrika, von wo ich nur einige Exemplare, die dem Hyl. aubryi A. Dum. im engeren Shine entsprachen, gesehen habe. Cassina senegalensis D. u. B. i 9 wurde von Dr. SCHUBOTZ in Ruasa am FuB der Vulkane in 2500 m Hohe gefangen. Rappia. Diese Gattung ist in den Sammlungen der Deutschen Zentralafrika-Expedition mit einer groBen Anzahl von Exemplaren vertreten. Auf die Aufnahme eines genauen Verzeichnisses der Arten derselben in die vorliegende Arbeit muBte ich leider verzichten, da die Bearbeitung dieser schwierigen Gruppe zuviel Zeit er- fordert hatte, zumal auch der allergroBte Teil des Vergleichsmaterials erst einer Bestimmung bedurft hatte. 182 Familie Dendrobatidae. Cardioglossa leucomystax Blgr. var. nigromaculata Nieden. Tuf. V. Fig. 6 u. 7. r Exemplar wurde iin T'rwald 90 km westlich \-oni Sudende des Albert- Edward-Sees von Hcrrn Gk.\rKK gesammelt. In den Mittl. Zool. Mus. Berlin ujoS. Bel. Ill, H. 4 habe ich aus Kamerun j Exemplare eines auffallend schwarz and weiG gel'iirbten Frosches beschrieben, der zur Gattung CanHo-flossa gehort und den ich als var. nigromaculata zu der von Bnru-:.\v,i-K in Mus. Soc. Esp. de Hist. Nat. I, 2a 4a 1903 beschriebcnen Card. /V,.Y;;/v.s7c/.Y gcstellt habe. Enter dem .Material und 7 auf Tafel \' Abbildungen von riiK'in der Kaineruner Frosche und dem vStiick aus Zentralafrika nebeneinander- ellt. In alien morphologischen Merkmalen stimmen beide Tiere iiberein, da> Fxeniplar aus Zenlralafrika erscheint nur schhuiker als das Kameruner Tier, \veil bei let/.tcTein der Knrper durch den stark gefullten Darin und in ziem- licher Menge vorhandene I-'ier aufgetrieben ist. In den ('.rundx.u-t.-ii der Zeichnung stimmen beide Tiere iiberein; das Exem- plar aus Kamerun erscheint lebhafter gefiirl)t, da die dunklen Fartien sich bei ihm von einer helleren \veiUlichgrauen Grundfarbe abheben, \viihrend diese bei dem Frosch vom Albert -IC<1 ward-See dunkler, mehr schiefergrau ist. Ferner felilen dem letzteren Stiick die kleineren Flecke, die bei den westafrikanischen Tieren innerhalb der hellen Grundfarbe auftreten und daher die Zeichnung noch auffallender erscheinen lassen. Gemeinsam sind den Tieren aus Kamerun und Zentralafrika eine Reihe -roller dunkler Flecke auf dem Riicken, die dunkle I'iirl)img der Kopfseiten. die sich auch iiber die Vorderarmwurzel hinaus auf die I-'lanken fortsetzt, ein schwar/.er Meek jederseits in der \Veichengegend und die dunklen nuerbiiiden auf den GliedmaBen. \'erschiedeii ist blol! die Ausdehnung der dunklen Fartien, die- bei den Kameruner Fxemplaren erheblich gntl.ier sind, SO dal.l /,. 15. die Riicken t'lecke teilweise nur durch sclnnale helle Streifen von- einandrr getrennt sind, ti-ilu'eise auch miteinander verschmel/.en. Die brideii uiir von Joh:inn-Albn-chtshilu- in Kamerun v<>rlic-eudi-u Tieu- /.ei-eii libri-eus hh-riu auch unleivinander deutliche Verschiedenheiten. Ein in I>anienda in XordkaiiH-run L;esammeltes Exemplar des Berliner Zoologischeii Museums sieht wii-der erheblieh amlers aus, der Riicken ist einfarbi- schwarz und durch je einen bn-iti-n lu-lli-n Sin-ifeii von den wieder dunklen I'lanken getrennt. JedenfalN x.ei-en dieM- Cay^*Og/OSSa-Exemplare cine erhebliche X'ariabilitiit in der Farbung. \\'eni--tm> iiK'ichte ich diese so \-erschiedcn gemusterten Stucke nicht als ver- schiedene I ; m men belrachlm. solaii.^e erst so wenige ICxemplare iiberhaupt da\on bekannt -r\\ordrii siud. 1*3 Familie Engystomatidae. Als einzigen Vertreter dieser Familie enthalt die vorliegende Sammlung I Exemplar von Hemisus rnarmoratus Ptrs. das Herr GRAUER im I. 1908 50 km ostlich vom Kasongourwald gesammelt hat, also in dem Gebiet zwischen clem Lualaba, an dem Kasongo liegt und clem nord- lichen Tanganjikasee. In dieser Gegend ist, soviel ich aus der Ljteratur ersehen kann, bisher kein Hemisus gefunden wordeii, dagegen sind aus den weiter westlich und ostlich gelegenen Gebieten Arten dieser Gattung verzeichnet worden. In Cabaceira und Boror in Portugiesisch-Ostafrika hat PETERS 3 von ihm als Hemisus marmo- ratus beschriebene Tiere gesammelt; zu derselben Art hat BOCAGE die in seiner Herpet. d' Angola 1895 von dort aufgefuhrten Stiicke gestellt. Den Tieren aus diesen beiden Gebieten ist die kurze und verhaltnismaBig stumpfe Schnauze gemeinsam, durch die sie sich uiiter anderem sowohl von dem siidafrikanischen Hemisus guttatus Rapp als auch von dem nordostafrikanischen Hemisus suda- nense Steind. unterscheiden. AuBer den 3 von PETERS beschriebenen Tieren von Hemisus marmoratus liegen mir noch eine Anzahl /fewz'sws-Exemplare von verschiedenen Fundorten in Portugiesisch-, Deutsch- und Britisch-Ostafrika vor, ferner ein von Barnim-Hartmann im Sennar gesammeltes Stuck, das als Hemisus sudanense Steind. bezeichnet ist und jedenfalls das von PETERS (in Reise nach Mossambik, Amphibia, p. 175) erwahnte Exemplar aus dieser Gegend ist, da das Berliner Zoologische Museum iiberhaupt kein zweites Stuck dieser Art von dort besitzt. Dieses Tier hat allerdings eine lange, spitze Schnauze, bei der die Entfernung der vorderen Augenwinkel von der Schnauzenspitze ebenso grolo ist wie die Entfernung der vorderen Winkel beider Augen voneinander. Bei den Typexemplaren von Hemisus marmoratus Ptrs. und ebenso bei samtlichen mir vorliegenden Stiicken von den verschiedenen Fundorten in den 3 genannten ostafrikanischen Gegenden ist die Entfernung der vorderen Winkel beider Augen voneinander betrachtlich groBer als der Abstand des vorderen Augenwinkels von der Schnauzenspitze. Bei einzelnen von diesen Tieren erscheint die Schnauze allerdings spitzer als bei anderen Exemplaren und der Unterschied zwischen den beiden angegebenen Massen kleiner, doch wird durch diese individuellen Variationen niemals das GroBenverhaltnis der beiden Mafie an sich geandert. Der Erhaltungszustand spielt natiirlich auch eine Rolle dabei ; bei geschrumpften Tieren erscheint die Schnauze leicht spitzer und langer als bei Stiicken mit voller Korperform. Die Trennung von Hemisus marmoratus Ptrs. von Hemisus sudanense Steind. auf Grund der bei ersterer Form kiirzeren und stumpferen Schnauze erscheint mir daher durchaus berechtigt; dagegen scheint mir die Unterscheidung dieser 184 beiden ArU-n und noch einer \veiteren Form, des Hcnu'sus t ait an us Ptrs. , nach dein Langenverhaltnis zwischen i. und 2. Finger nicht dnrchfiihrbar zu sein. Bci Hemisus marmoratus Ptrs. soil namlich der erste Finger ein ganz wenig kiirzer sein als der zweite, bei Jlt'inisits sinfancusc Steind. und H '. (attaints Ptrs. soil er dagegen den zweiten Finger an Liinge iibertreffen. Bei einem solchen Yergleich der Fingerlangen hangt das Resultat aber sehr von der Stellung der Finger zu- einander ab, namentlich wenn es sich. wie im vorliegenden Falle, um sehr geringe T'nterschiede handelt. Bei genauer Nachpriifung der angegebenen Merkmale konnte ich nun feststellen, daB bei eincr bestimmtcn Stellung der Finger namlich \venn die beiden ersten Finger allein aneinandergedriickt werden und mit der Richtung der beiden anderen Finger einen groBeren \\ T inkel bilden - da 14 also bei dieser Lage der inneren Finger der erste Finger den zweiten regel- maBig an Lange iiberragt, wenn auch oft nur sehr wenig. Werden dann anderer- seits alle 4 Finger nebeneinander in eine Richtung gelegt, durch Andriicken der inneren Finger an die auBeren, so erscheint der erste Finger nicht mehr liinger als der zweite, manchmal sogar ein wenig kiirzer; auch hierbei kommen augen- scheinlich individuelle Yerschiedenheiten vor. Die geschilderten Beobachtungen iiber die wechselnde relative Fingerlange bei verschiedener Fingerstellung gelten ebenso fur die drei der Beschreibung von Hemisus marmoratus Ptrs. zugrunde liegenden Tiere wie fiir das Typexemplar von Hemisus taitanus Ptrs., wie auch schlieJ.ilich fiir alle von mir nachgepriiften ostafrikanischen Exemplare dieser Gattung. Auch bei dem oben erwahnten Stiick von Hemisus sudanense Steind. iibertrifft der erste Finger bei Parallelstellung samtlicher Finger den zweiten nicht an Lange. Sollte Hemisus sudanense Steind. in dieser Beziehung auch variieren, al>er in der Regel wenigstens einen in alien Stellungen langeren ersten Finger besitzen, woriiber ich aus Mangel an Material kein Urteil abgeben kann, dann wiirde dem Unterschied in der Fingerlange auch noch eine gewisse Bedeutung als Unterscheidungsmerkmal zwischen der letztge- nannten Art und Hemisus marmoratus Ptrs. zukommen, andernfalls bleiben wir auf die Verschiedenheiten in der Schnauzenform als Unterscheidungsmerk- mal angewiesen. Hemisus taitanus Ptrs. halte ich fiir identisch mit Hemisus marmoratus Ptrs. Der Unterschied in der Fingerlange liiI3t sich, wie oben erwahnt, nicht aufrecht erhaltc-n. I )k- Schnauze ist bei dem Typexemplar von Hemisus taitanus ebenso ausgesprochen kurz und stumpf wie bei H . marmoratus. Peters selber bezeichnet auffallenderweise die Schnauze von Hemisus taitanus als ,, nicht langer als bei H. i^ntUitns Rapp. dieser hat aber gerade eine viel langere Schnauze als H. marmoratus und //. taitanus Ptrs. Nach der Abbildung von H. guttatus im Arch. Naturg. iit-n\c In der Farbung besteht auch kein wesentlicher Unterschied zwischen H. marmoratus und H. taitanus Ptrs. Letzterer hat eine dunklere Grundfarbe, von der sich die dunkle Marmorierung, die der anderen Art den Namen gegeben hat, nicht so scharf abhebt. Spuren derselben lassen sich aber in Gestalt der von PETERS erwahnten ,,unregelmaJ3igen, schwarzen, zum Teil zusammenfliei3enden, Flecke" erkennen. Meiner Ansicht nach liegt kein Grund vor, Hemisus taitanus Ptrs. als besondere Art aufrecht zu erhalten. B. Arcifera. Familie Bufonidae. Bufo regularis Reuss. Diese in ganz Afrika sehr gewohnliche Art ist in den Sammlungen der Deutschen Zentralafrika-Expedition durch zahlreiche Exemplare vertreten. Herr Dr. SCHUBOTZ sammelte am 15. VI. 1907 ein junges Exemplar bei Bukoba.T Ferner I Q* und 2 99 (n. 408, 420 und 424) in Bwanja, zwischen Bukoba und Kifumbiro am Kagera. An letzterem Orte wurde ein groBes 9 (n. 438) gefangen. Herr GRAUER erbeutete 3 groBe Tiere (2 0*0* und i 9) in Karagwe. I groBes 9 am Kagera. 14 Exemplare, darunter 4 junge Tiere in Ussui und Ruanda (ohne nahere Fundortsangabe) . Dr. SCHUBOTZ fing 2 Tiere (i a" und i 9) im Rugegewald in 2000 m Hohe. i 9 stammt vom Siidwestufer des Kiwusees. i a* (n. 645) wurde von Dr, SCHUBOTZ auf der Insel Kwidschwi im Kiwu- see erbeutet. Ferner liegen mir 2 von Dr. SCHUBOTZ gesammelte oV (n. 844 und 859) vor von der Insel Schangusi, eine der kleineren Inseln im Kiwusee. Unmittelbar bei Kissenji am Kiwusee erbeutete Dr. SCHUBOTZ im VIII. 1907 ein mannliches Exemplar. In Ruasa am Ful3 der Vulkane wurden je i d* und 9 in 2500 m Hohe von ihm gesammelt. Beim Dorf des Mtualen Gahama am Karissimbi sammelte er in 2400 m Hohe im Bambuswald mit Waldwiesen ein mittelgroBes cf und ein ganz junges Tier. i groBes o* sammelte Herr GRAUER am Niragongovulkan. AuBerdem wurden im Vulkangebiet nordostlich vom Kiwusee je ein o* und 9 von Herrn v. RAVEN gefangen. Herr GRAUER erbeutete i 9, 4 groBe und 2 kleinere cfo* im Urwald 90 km westlich vom Siidende des Albert-Edward-Sees. 1 86 3 "* "* \vurden \-on Dr. SCHUBOTZ am 28. III. 1908 im Urwald zwischen Beni und Mboga gesammelt. 3 junge " ~* ling derselbe schlieBlidh noch am i. V. 1905 in Bomili am Aru- \vimi im Kongostaat. i groBes o 7 * liegt mir leider ohne Fundortsangabe vor. \'oii Herrn GR ATI-IK \vurden schlieBlich noch gesammelt i grofies 9 von 86 mm Lange und ein stark halb so groBes r? in Usumbura. i ganz j tinges Tier von 26,5 mm Lange am westlichen Russissiufer am X<>rd \\vstnfer des Tanganyika. i groBeres V und 4 kleinere C T /" mi I. 1908 in Uvira. Ferner besitzt das Kgl. Zoologische Museum in Berlin noch i "* und i 9 dieser Art aus dem Bugoiewald, die dort von Herrn Hauptmann von STI-C.MANX- STF.IX gesammelt \vorden sind. Bufo latifrons Blgr. Diese der vorigen Art sehr nahestehende Krote liegt mir nur in 2 Exem- plaren vor. i jiingeres, \-on der Schnauzenspitze bis zum After 36 mm langes Tier wurde von Herrn GRAUHR 90 km \vc-stlich vom Siidende des Albert-Edward-Sees gefangen. Dieses Stiick laBt die fiir diese Art charakteristischen spitz kegel- f(")rmigen Drtisenxvarzen und die Reihe von Einzelwarzen hinter dem Mundwinkel fk'utlich erkeniK-ii. Ein noch jiingeres, 22 mm langes Exemplar wurde von Dr. SCHUBOTZ im rnvald zwischen Mawambi und Awakubi im IV. 1908 gesammelt. II. Aglossa. Familie Dactylethridae. Xenopus laevis Daud. Herr Dr. SCHTIIOT/ sammelte i jiingeres Exem])lar am 15. VI. 1907 bci Bukoba. Feriu-r t> -iltere Tiere, deren GroBe zwischen 49 und 62 mm schwaiikt, 4 jiingi-n- Stiicke und I Larve am 20. VI. 1907 bei Kifumbiro am Kagera. I einzelnes Ivxemplar, n. 409, stammt aus Mj)ororo. I in XI. i<)(>7 crbeutete Dr. SCHUBOTX 2 Tiere von dunkclbrauner Farbe im Bolerosee. ,,Die Tiere werden von den Eingeborenen in Reusen gefangen und gi 11." Am i. XII. 1907 uunk'ii 11 I\xeni])lare und i Larve im Lohangosee in N\\'-Ruanda crbt-utet. - Nacli Angabe von Dr. SCHUBOTZ leben die Xcnof>ns 187 dort in betrachtlicher Tiefe: ,,Diese Exemplare warden aus ca. 10 m Tiefe mittels Dynamit heraufgeholt. Von den Eingeborenen werden die Tiere in Reusen gefangen mid gegessen." Am 3. XII. 1907 wurden im Bolerosee ebenfalls mit Dynamit in 6 10 m Tiefe 14 Exemplare gefangen. - Diese Tiere waren, wie Dr. SCHUBOTZ angibt, ,,im Leben erheblich heller als die Exemplare aus dem Lohangosee, der 100 m tiefer liegt uncl mit dem Bolerosee durch einen Wasserfall verbunden ist". Die Spiritusexemplare variieren aber sehr in der Farbung, wie es iibrigens auch bei den Tieren von den anderen Fundorten der Fall ist. Das groBte Sttick aus dem Bolerosee ist sehr dunkel, direkt schwarzlich, die iibrigen Tiere zeigen allmahliche Ubergange von schwarzlichbrauner Farbung bis zu hellbraungrauen Exemplaren. Einzelne der dunklereri Stiicke weisen auch einen deutlichen Bronzeschimmer auf. Die Unterseite ist bei alien diesen Tieren allerdings weniger stark gefleckt, als bei den Xcnopus aus dem Lohangosee. Im Vulkangebiet nordostlich vom Kiwusee sammelte Herr v. RAVEN ii Exemplare, die fast alle sehr dunkel, schwarzlichgrau aussehen, so daB auch die gewohnlich auf dem Riicken sichtbaren dunklen Flecke kaum hervortreten. Nur bei einigen etwas heller grau gefarbten Tieren sind dieselben deutlich sichtbar. Die Unterseite ist bei diesen Exemplaren stark gefleckt. Bei 4 hellbraungrauen Exemplaren ist leider keine Fundortsangabe vorhanden, Von Herrn GRAUER wurden gesammelt: 7 Exemplare in Ussui und Ruanda. - - Das groBte Exemplar von 46 mm Lange von der Schnauzenspitze bis zum After zeigt auf hellbraungrauem Grunde zahlreiche kleine dunkle Flecke, die gelbliche Unterseite ist auch hier stark gefleckt auBer auf der Bauchmitte. - Ein kleineres Stiick mit ebenfalls stark gefleckter Unterseite ist oben einfarbig schwarzbraun. - - Ein Exemplar ist oben schiefergrau mit nicht sehr deutlichen dunklen Flecken. Auf seiner Unterseite sind nur die Kehle und die HintergliedmaBen schwach gefleckt. Das gleiche gilt beziiglich der Unterseite von 2 groBeren, oben einfarbig graubraun aus- sehenden Tieren, wahrend 2 kleinere Stiicke mit ebensolcher Oberseite unten einfarbig gelblich sind. Am westlichen Russissiufer am Nordwestufer des Tangairjikasees fing Herr GRAUER 4 groBe und i kleines Exemplar, alle mit stark gefleckter Unterseite. 1 1 kleinere Tiere erbeutete derselbe im Urwald 90 km westlich vom Siid- ende des Albert-Edward-Sees. - Unterseite bei alien diesen Tieren nur wenig gefleckt; Oberseite braun in verschiedenen Tonungen, nur bei 3 Exem- plaren treten schwache dunkle Flecke hervor. i88 Familie Pipidae. Hymenochirus boettgeri (Trnr.). i Exemplar \vurde zvvischen Beni und Mboga am 28. III. 1908 von Herrn Dr. SCHUBOTZ gefangen. Xachdem wir die einzelnen in den Sammlungen der Deutschen Zentralafrika- Kxpedition enthaltenen Amphibienarten kennen gelernt haben, konnen wir nun- mehr noch etwas genauer auf die faunistischen Beziehungen zwischen der Fauna des zentralafrikanischen Grabens und derjenigen der benachbarten Gebiete eingehen. Von den obigen 20 Arten gehort entschieden der groJBte Teil dem ostafrika- nischen Faunengebiet an; zu diesem recline ich auBer den nur aus Ostafrika im engeren Sinne bekannt gewordenen Formen auch noch solche Arten, die teihveise bis Siidafrika und andererseits bis in den Nordwesten dieses Erdteils verbreitet sind, die aber dem Urwaldgebiet des tropischen Afrika fehlen. Die dem letzteren Faunengebiet eigene Amphibienfauna ist in den vorliegenden Sammlungen nur mit 3 Arten vertreten; auCerdem sind noch einige beiden Ge- bieten gemeinsame, iiberhaupt in Afrika weitverbreitete Formen zu verzeichnen. Der leichteren Ubersicht halber habe ich die oben aufgefiihrten Arten in nebenstehender Tabelle noch einmal systematise!! und nach Fundorten ge- ordnet zusammengestellt. Zunachst sind die Ortlichkeiten, dem Marsche der Kxpedition folgend, aufgezahlt, an denen Mitglieder der eigentlichen Zentralafrika- Expedition gesammelt haben, und an manchen von denen auch Herr GRAUER tatig gewesen ist. Zuletzt sind die weiter siidlich gelegenen Fundorte genannt, die Herr GRAUER alleine besucht hat. \\ T ie die Tabelle zeigt, verteilen sich die einzelnen Arten sehr ungleich auf das ganze Gebiet. Die einzige von einer grol3eren Anzahl von Fundstellen vor- liegende Form ist Bufo regularis Reuss, diese in ganz Afrika verbreitete und iiberall haufige Krote, die auch in den kleinsten Sammlungen von irgendeiner Stelle des tropischen Afrika selten fehlt. Infolgedessen ist aber auch diese Art zur Grundlage fur faunistische Vergleiche verschiedener Gebiete wenig geeignet. - Zu den weitverbreiteten und gar nicht seltenen Arten gehort ferner R(ini i i Kiwusee i i Bugoiewald M S I 1 Rugegewald fO in oo > tx M U1 M Ussui-Ruanda Tj- H-* t\ Karagwe <*O Mohasisee N W M Mpororo ro M 0) fO i i Kifumbiro a. Kagera w M h- 1 io/>ns laevis Daud. sind wir auf die ostafrikanischen Formen im oben angegebenen weitesten Sinne des \\ T ortes zu sprechen gekommen. Zu diesen gehoren fast alle wenigstens der schon langer bekannten, in der Tabelle S. 189 aufgefiihrten Arten, die hier noch nicht besprochen worden sind. Cber einige \-m ilmen laBt sich allerdings kein sicheres Urteil fallen, da ihre systematischen Beziehungen zu sehr ahnlichen, unter anderen Namen beschriebenen P'ormen noch nicht vollig aufgeklart sind. Ebenso laJBt sich die Verbreitung der in dieser Arbeit neu beschriebenen Arten noch nicht genauer beurteilen, da erst einzelne Exemplare oder doch erst solche von wenigen Fundorten vorliegen. Moglicher- weise gehen einzelne von ihnen noch weiter nach \Vesten in das Waldgebiet hinein, als wie sie bis jetzt gef linden worden sind. Durch weitere Forschungen wird Yu-lK-ic lit fur manche dieser Arten ein erheblich gr<">l.5eivs Verbreitungsgebiet festgestellt werden, wie es z. B. jetzt schon durch die Saimnluni;<.'ii der Deutsclu-n Zentralafrika-Kxpedition fur 2 erst in neuester Zeit beschriebene Tiere der Fall war, ftir Arthrolc[>ti* relief fieri Nieden und riirynolxitrdc/ins hrcfftii Blgr. Der erstere Frosch wurde von mir nach IC.\em])laren aus dem Berliner Zoologischen 193 Museum beschrieben, die in ihrer groBen Mehrzahl in Kibwezi in Britisch- Ostafrika gesammelt waren; ferner lag mir dieselbe Art von Nairobi und Taita in derselben Gegend, aber auch aus Deutsch-Ostafrika von Zanzibar, Mpapua uncl vom Tendaguruberg bei Lindi ganz im Siiden des Schutzgebietes vor. Die Zentralafrika-Expedition fand nun diesen kleinen Frosch in Mpororo wieder, wahrscheinlich wird er sich auch in den zwischen den einzelnen Fundorten ge- legenen Gebieten nachweisen lassen, am ehesten vielleicht im nordlichen Deutsch- Ostafrika und in Uganda. - - Noch auffallender und interessanter liegen die Ver- haltnisse bei der zweiten Form, Pliryiiobatrachiis krcfftii Blgr. Bisher war dieser Frosch nur aus Amani in Deutsch-Ostafrika bekannt, wo er von Herrn Forschungs- reisenden Dr. med. P. KREFFT aus Braunschweig gesammelt wurde. AuBer einigen Exemplaren aus der Sammlung dieses Herrn, die mir zur Ansicht vor- gelegen haben, waren mir bisher keine weiteren Stiicke dieser Art zu Gesicht gekommen - - auch in der reichhaltigen Sammlung ostafrikanischer Amphibien im Kgl. Zoologischen Museum in Berlin fand sich kein Exemplar mehr vor bis ich unter dem von der Deutschen Zentralafrika-Expedition gefangenen Material diesen Frosch wieder reichlich vertreten fand. Nach der groBen Anzahl der gesammelteii Tiere zu urteilen, muB diese Art in Zentralafrika sehr haufig ; ein, denn keine andere Form ist in soldi groBer Stiickzahl - - iiber 100 Exemplare - erbeutet worden. Mit dem ostlichen Verbreitungsbezirk bei Amani haben die von der Zentral- afrika-Expedition festgestellten Fundorte dieses Frosches den Charakter des bewaldeten Berglandes gemeinsam. Es kommen in Betracht der Rugegewald mit seiner nordlichen Fortsetzung, dem Bugoiewald, der Ruwenzori und der Urwald westlich des Siidendes des Albert-Edward-Sees, sowie der Urwald hinter den Randbergen des nordw r estlichen Tanganjikaufers. Da von. mehreren dieser Fundorte der weitverbreitete Hylambates rufus Reichen. nachgewiesen ist, er- scheint mir auch die Moglichkeit einer noch weiter nach Westen reichen- den Verbreitung von Phrynobatrachus krefftii Blgr. nicht ausgeschlossen. Augenscheinlich ist diese etwas laubfroschartige, jedenfalls eine kletternde Lebensweise fiihrende Form, wofiir nicht nur die Haftscheiben an den Zehen- spitzen sprechen, sondern woriiber auch direkte Beobachtungen von Herrn Dr. KREPFT vorliegen, ein Waldbewohner und sein gleichzeitiges Vorkommen im ostafrikanischen Waldgebiet Usambaras und im zentralafrikanischen Urwald weist wieder auf einen einstmals vorhanden gewesenen Zusammenhang der beiden Gebiete hin. Weiteren Forschungen muB es vorbehalten bleiben, die noch vorhandenen Liicken in unserer Kenntnis der Amphibienfauna des zentralafrikanischen Grabengebiets auszufiillen. Immerhin diirfen wir dasselbe jetzt dank der Tatigkeit der Deutschen Zentralafrika-Expedition zu den wenigen besser bekannten Ge- bieten Ostafrikas rechnen, aus denen uiis nicht nur Funde weniger Tiere von einzelnen Fundstellen vorliegen. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. J 3 Benutzte Literatur. II, AM>K., Ilhotr. Zoology South Africa. Rcptilia. London i.\;,s- -1849. In \n Kli., A. M. C. u. BlBRON, G., Erpetologie Generale. Paris 1X41. Tome VIII, Batraciens, v. KMT. \V.. Ni-iu- Batraclm-r. Arch. Xaturgesch. 184.', p. jSo 291, Taf. VI. NG1 K, G. A., Cat. Hatr. Sal. London iSSj. I'l 11 Ks, \\'.. Reise nach Mossambiquc. Xoologie III. Aniphibien. Berlin iSSj. BOCAGE, 1!. IT, Ilerpetnlogie d'Angola et du Congo Lisbonne 1*95. I'.mi ! Nt.i K. (',. 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Ak. \\"iss. \\'ien, Mathem. naturw. Klasse, Bd. CXVI, Abt. I, Dez. 1907. pp. 1104, 4 Taf. Nil I'l N, I-'K., 1 lie Amiihibienfauna von Kamerun. Mittl. Zool. Museum. Berlin 1908. III. Bd., 4. II., pp. 41,1518. Si MI T.I >!'/, II., Vorlanfiger Bericht iiber die Reise und die zoologischeii Ergebnisse der lientschen Zentralafrika-Expedition 1907 08. Sit/.ungsber. Ges. naturf. Fr. Berlin 1909. Nr. 7, pp. 383410. Bon i NGER, G. A., XooloMJcal Results of the Rnwen/ori Ivxpedition 1905 06. Part. III. Pisces, B.itrarhia and Rej)tilia. London Transact. Xool. vSoc. XIX. K,iO9. pp. 237 252, pis. VIII u. IX. Pi KAI ' \, M. G., Spcdi/ionc al Ruwen/ori di S. A. R. il Principe L. Aniadeo di Savoia. Kelazioni seieiitifiche. \'ol. I. Rettili eI KSSMN, i.. (',., I'bcr einige der Hylambates-Formen Kameruns. Jahrb. Nass. \\-reinsXaturkde. \\"iesl>aden \<><>. '>_. Jahrg., pp. 103 110. Xn M N, l-'k., I ber \\estafrikanische Ilylambatesarten nebst Beschreibung einer lu-uen Art. Arch. Naturgeseh. 75. Jahrg., I. Bd., 3. H., 1909, pp. 361 366. Xene westafrikanische I-'rosi'lie. Sit/ungsber. Ges. naturf. Fr. Berlin 1910. Xr. 10, pp. 43(1 --441. Ver/.cichnis l UKV ge/riehnet. Tafel V. i. PhrynobatracJvus (icnti roan's n. sp. :i) r, ; m /.r-- Tier \-on olx/n. 1>) Ko])f (li-sM-ll)rn \ - on (k-r Si-ilr. c) Krrhti-r Hintrrl'ul.' (k-sM-llK-n von untcn. 195 Fig. 2. Pkrynobatrachus graueri n. sp. a) Ganzes Tier von oben. b) Rechter HinterfuB von unten. Fig. 3. Arthroleptis schiibotzi n. sp. Fig. 4. Arthroleptis adolfi-fridcrici n. sp. a) Ganzes Tier von oben (Typexemplar). b) Kopf desselben von der Seite. c) Rechter HinterfuB desselben von unten. Fig. 5. Arthroleptis rouxi n. sp. a) Ganzes Tier von oben (Typexemplar). b) Rechter HinterfuB desselben (stark vergroBert). Fig. 6. Cardioglossa leucomystax Blgr. var. nigromaculata Nieden. - - Exemplar von Johann-Albrechtshohe in Kamerun. Fig. 7. Dieselbe Art und Varietat. - - Exemplar aus dem Urwald 90 km westlich vom Siidende des Albert-Edwardsees. 13* F. Nieden, Amphibia. Taf. V. P. Flanderky gez. Reptilia. Von Dr. Richard Sternfeld, Berlin. Hierzu Tafel VI bis IX. Die Reptilienfauna des zentralafrikanischen Grabens und der angrenzenden Gebiete war bisher noch nicht im Zusammenhange bearbeitet worden, und unsere Kenntnisse setzten sich zusammen aus der Bearbeitung einzelner, kleinerer Sammlungen, die, so wertvoll sie im einzelnen auch sein mochten, doch immer nur ein sehr liickenhaftes Bild ergeben konnten. Audi die Ergebnisse der Deutschen Zentralafrika-Expedition wiirde allein nicht ausreichen, diesem Mangel abzuhelfen, da sie von vornherein ihr Augenmerk auf einige besondere Gruppen der Kchsen richtete und andere naturgemaB vernachlassigen muBte. Aber im Berliner Museum hat/ten sich im Lauf der letzten Jahre mehrere Sen- dungen aus jenen Gebieten angehauft, wozu schlieBlich noch die Sammlungen des Herrn RUDOLF GRAUER kamen, die an Quantitat und Oualitat hinter denen der Zentralafrika-Expedition kaum zuriickstehen und sie gleichzeitig vorziiglich erganzen, da der Sammler erheblich weiter nach Siiden gegangen ist. Zur weiteren Erganzung wurden sodann die noch unbearbeiteten Sendungen aus den benach- barten Gebieten von Britisch- und Deutsch-Ostafrika herangezogen, insbesondere die Ausbeute der Herren Dr. BERGER, SCHEFFLER, HUEBNER und ROHRBECK. So kam ein Material zusammen, das an Reichhaltigkeit nichts zu wiinschen iibrig laBt, da es mehr als 700 Individuen und an Arten 6 Schildkroten, 35 Schlangen und 45 Echsen enthalt, das es ermoglicht, eine einigermaBen vollstandige Rep- tilienfauna des zentralafrikanischen Grabens und seiner Umgebung zusammen- zustellen und deren Beziehungen zu der Fauna Ost- und besonders Westafrikas zu klaren. Dabei ergibt sich ganz allgemein die Tatsache, daB die ostafrikanischen Steppenformen im auBersten Falle den Graben erreichen, ohne ihn jemals zu iiberschreiten, wahrend immer mehr spezifisch westafrikanische Urwaldformen ostwarts von dem Hauptkomplex des innerafrikanischen Urwaldes angetroffen werden, und wenn sie auch in der Regel nicht, wie etwa Bitis gabonica, von Liberia bis Usambara gehen, so sind sie doch am Victoria Njansa noch zu finden. Die Ansicht, daB der groBe afrikanische Urwald von Osten nach Westen zuriick- gewichen sei und dabei Reste seiner Fauna in inselartigen Enklaven zuriick- 198 iassen habe. erfiihrt damit einc weitere Bestatigung. Da die Steppenformen ihrerscits nach West en hin den (iraben unmittelbar nicht iiberschreiten, gleich- \vnhl aber z. T. in \\Vstufrika gleichfalls vorkommcn, so mul3 offenbar auch fiir sic em Verbindungsweg bestehen, der jedenfalls auf prochen werden kann. Den Stand unserer augenblicklichen Kenntnis von der Reptilienfauna des ei-entlichen Zwischenseengebietes moge die folgende Liste veranschaulichen. Sie uinfaJ3t samtliche l)isher gefundenen Reptilien aus jeneni Gebiete, das im \Vcsten \'oin zentralafrikanischen Graben in seiner ganzen Ausdehnung vom Albert-See bis zum Tanganyika, im Osten von dem Westufer des Victoria-Sees begrenzt wird. Spezifisch westafrikanische Arten sind durch ein vorgesetztes f, Arten, die bisher nur im Zwischenseengebiete gefunden \vorden sind, durch eiuen * gekt-nnzeichnet. Die Reptilienfauna des Zwischenseengebietes. Crocodilia. Stcniofluicnis siituatus Smith. ' ; "dilns nilnticn* I,. .. ni-ricans Donnd. I\-lonicJu*ii '^ildita Schoe])ff. Chelonia. jdnixys lmmcmi r.ell. Sauna. belKana Gray. *Gonatodes quattuorseriatus Sternf. 'ii J<> />(irn<,>ki (^ray. 199 Lygodactylus picturatus Ptrs. Agama colonorum Daud. atricollis Smith. Chamaesaura tenuior Gthr. Chamaesaura annectens Blgr. Varanus niloticus L. *Lacerta vauereselli Torn. jacksoni Blgr. * Adolf us fridericianus Sternf. (Algiroides) africanus Blgr. Nucras boulengeri Neum. Holaspis guentheri Gray. Gerrhosaums nigrolineatus Hall. "fMabuia maculilabris Gray. ,, megalura Ptrs. varia Ptrs. striata Ptrs. "\Lygosoma fernandi Burton. ,, blochmanni Torn. ,, meleagris Blgr. graueri Sternf. aloysii-sabaudiae Perac. ,, sundevalli Smith. "\Feylinia currori Gray. Chamaeleon gracilis Hall. dilepis Leach. ,, bitaeniatus Fisch. ,, laevigatus Gray. ,, adolfi-friderici Sternf. xenorhinus Blgr. johnstoni Blgr. Rhampholeon spectrum Buchh. boulengeri Steind. Ophidia. *Typhlops adol/i Sternf. punctatus Leach. graueri Sternf. Glauconia emini Blgr. latirostris Sternf. * * Glauconia conjuncta Jan. Python sebae Gmel. Tropidonotus olivaceus Ptrs. Boodon lineatus D. & B. t ,, olivaceus Dum. Lycophidium capense Smith. ,, jacksoni Blgr. \Mehelya poensis Smith. \Hormonotus modestus D. & B. Chlorophis emini Gthr. schubotzi Sternf. ,, hoplogaster Gthr. irregularis Leach. ,, heterolepidotus Gthr. ,, neglectus Ptrs. Philothatnnus semivariegatus Smith. ^Gastropyxis smaragdinus Schleg. ~\Hapsidophris lineatus Fisch. Thrasops jacksoni Gthr. Prosynma ambigua Boc. Homalosoma lutrix L. Dasypeltis scabra L. Leptodira hotamboeia Laur. Rhamphiophis oxyrhynchus Reinh. ~f Ps ammo phis sibilans L. Dispholidus typus Smith. *Miodon graueri Sternf. Elapechis guentheri Boc. Naja nigricollis Reinh. f melanoleuca Hall. "\Dendraspis jamesoni Traill. angusticeps Smith. Causus rhouibcatits Licht. resimus Ptrs. t ,, lichtensteini Jan. Bitis arietans Merr. t ,, nasicornis Shaw. * Athens nitschei Torn. Atractaspis conradsi Sternf. ,, irregularis Reinh. rostrata Gthr. 200 Chelonia. Testudinidae. Cinixys homeana Bell. Bori.l M.I-K. C.it. Clu-1. I'.rit. Mus., i s.Sg p. 143. - Sn r.i Mu K , Synops. rezent. Schild- kr. p. 510. I Ex. Mavambi, SCHUBOTZ. Kopf und Gliedmal.len eines sehr groBen Exemplares (Kopflange 4 cm). Eventuell der nahe venvandten, lusher ebenso wie homcunu inir in Westafrika gefundenen, C. crosa angehorig. i Ex. ? Fuiidort, Herzog ADOLF FRIEDRICH. Ein halbenvachsenes Tier. Das Plastron ragt vorn ganz \venig iiber den Panzerrand hinaus. Ein langes, schmak-s Xnchale vorhanden. Cinixys belliana Gray. BCH'LKN'.i K , Cat. ClK-1. lirit. Mus., i."^<,p. 143. SlEBENROCK, Synops. rc/cnt. Schildkr. p. 510. i Ex. Uvira-Kasonga, GRAUER. Ziemlich schlecht erhaltenes, halbwiichsiges Tier. Plastron schwarz gefleckt. i Kx. Kd])t nebst Panzer, Xordende des Tanganyika, GRAvERT. Gerade Panzerlange 18 cm. Der Panzer ist schmutzig gelbgrau gefarbt. ohne jede Zeichmmg. Aucli der Kopf ist einf(")rmig griinlichgrau. Es handelt sich also \vohl nm einen Albino. I Ex. (Pan/A-r). Kib\ve/,i, SCHEFFI,ER. Gerade Liin-e 17,5 cm. Jede Platte des Riickenschildes schwarz mit gelbem Zentrum und gelben Riindern. 5 l ; lar. Pelomedusidae. Sternothaerus sinuatus Smith. 1 I N'.l R, C at, *. lid. I'.rit. Mus., isxc, p. i< ; . 4 . TORNIl R, Kric-dith. 1 >. < >. Al'r., iS. ; ,- p. ( . SIEI K, Synops. rezent. S.-hil,lkr. p. -- r Ex. Albert Sec- (bei Ka^^enje), SCHUBOTZ. Kopl nnd Pan/, r. Kopt' it;,nini lang und 55111111 breit. (ierade Panzer- lange JS em. ; Knplr, 'r.iii-an\ ika-See, Gu.\ri-;i<. 2OI Sternothaerus nigricans Donnd. BOULENGER, Cat. Chel. Brit. Mus., 1889 p. 195. - - TORNIEK, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 4. - - SlEBENROCK, Synops. rezent. Schildkr. p. 557. i Ex. Usumbura, STEGMANN und STEIN. Gerade Panzerlange 9,5 cm. Das Exemplar gehort der Subspezies casta- neus an. Pelomedusa galeata Schoepff. BOULENGER, Cat. Chel. Brit. Mus., 1889 p. 197. - - SIEBENROCK, Synops. rezent. Schildkr. p. 561. - - LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 2. I Ex. juv. Tiimpel in einem Euphorbiengebiisch in der Rutschurru- ebene (Steppe bei Kikamero), SCHUBOTZ. 1 Ex. Rutiala, BERGER. Humeralia getrennt, das linke kleiner als das rechte. 5 Ex. juv. ? Fundort, GRAUER. Riickenpanzer sehr rauh, an der Unterseite des Randes gelbgefleckt. Plastron am Rande gleichfalls gelbgefleckt. 2 Ex. juv. Insel Ukerewe, CONRADS. Marginalia gelbgefleckt. Plastron gelb mit schwarzen Randern. i Ex. Mittlere Rufu, SCHILLINGS. Hellbraun. Riickenfirste stufenformig nach hinten abfallend. Hinterrand stark gezackt. Sauria. Lacertilia. Geckonidae. Gonatodes africanus Wern. WERNER, (Gymnodactylus a.) Verh. Ges. Wien, 1895 p. 190. - - BOULENGER, Ann. nat. Hist., s. 6 v. 16 p. 173. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 10. -- LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 3 ; K. Svenska Vetensk. Akad. Handl. v. 47 nr. 6 p. 9. 7 Ex. D. O. Afrika (? Kilima Njaro), ROHRBECK. Die Riickentuberkeln variieren ziemlich stark. Bald sind sie gro!3 und flach, bald sehr klein und kegelformig zugespitzt. Stets nehmen sie von vorn nach hinten an GroJBe zu, um auf der Schwanzwurzel wieder zu verschwinden. Bei einigen Exemplaren sind sie in 10 14 L/angsreihen, bei anderen eher in Querreihen angeordnet. Die Bauchschuppen sind durchschnittlich eineinhalb- bis zweimal so grofl wie die Riickentuberkeln. Die Zahl der oberen Labialen betragt regelmaBig sieben, die der unteren meist sechs. Scheitel und Hinterkopf sind lediglich von feinen Kornerschuppen bedeckt, die auf der Schnauze am groBten sind. Von Praanalporen ist bei keinem der Tiere etwas zu bemerken, doch mag das mit dem Geschlecht - - es sind samtlich Weibchen - - zusammen- hangen. Die Grundfarbe der Oberseite ist ein helles Rotlichbraun, das aber nur 2O2 auf dem Hinterkopfe, in einem Riickenstreifen und auf den GliedmaBen frei hervortritt. Der groBte Teil des Riickens wird von tief schwarzbraunen, halb- mondformigen Flecken eingenommen , die sich dem hellen Riickenstreifen paarig angliedern. Ahnliche Zeichnungen rufen auf den Beinen und dem Schwanze mehr oder \veniger deutliche Querbinden hervor. Die Unterseite ist gelblichweiB, ungefleckt bis auf die Kehle, die bei mehreren Exemplaren in schwacher Aus- pragung jene dunklen -formigen Streifen zeigt, wie sie Lygodaclylus picturatus in einigen seiner Formen besitzt. Die Kopfrumpflange des groBten Exemplars betragt 50 mm, die Schwanzlange 68 mm. Die sechs groBten Individuen sind trachtig, und z\var mit nur zwei sehr groBen Eiern, von denen das auf der rechten Seite etwa in der Mitte des Korpers, das auf der linken weiter hinten liegt, so daB die wenig geraumige Leibeshohle moglichst ]>raktisch ausgenutzt ist. Gonatodes quattuorseriatus nov. spec. (Tat. VI. Fig. i). i Ex. /* Kissenje (in der Nahe der Negerhiitten), SCHUBOTZ. 5 vSupralabialia, 5 Sublabialia, 8 Praeanalporen; halberwachsen. i Ex. r? Uvira, GRAUER. 6 Supralabialia, 5 6 Sublabialia, 7 Praeanalporen; erwachsen. i Ex. c + j Kiwu-See, KANDT. 5 Supralabialia, 5 Sublabialia; halberwachsen. 1 Ex. V Khvu-See, KANDT. 6 Supralabialia, 6 Sublabialia; Jung. 2 Kx. Rugegewald, 2100 m, GRAUER. 5 Supralabialia, 5 6 Sublabialia, 8 Praeanalporen; erwachsen. 5 6 ,, 8 ,, 3 Ex. 9V Gleicher Fundort, GRAUER. 5 Supralabialia, 5 Sublabialia; erwachsen. ^5 D " > > 5 6 6 ,, halberwachsen. Nachdem WERNER Gymnodactylus africanus aus Deutsch-Ostafrika be- ^chrieben, den BOULENGER dann als einen echten Gonatodes erkannte, konnte man auf weitere Uberraschungen in dieser Hinsicht gefaBt sein. Jetzt liegt mir eine von africiuius durchaus verschiedene neue Art der Gattung in neun Exem- ]il;in-n von drei verschiedenen Fundstellen Innerafrikas vor. Spezialbeschreibung: Schnauze ziemlich kurz, wc-nig langer als an der \\'ur/.el breit. 5 6 Supra- und 5 6 Sublabialia. Rostrale groB, an der Ober- seite deutlich -i-kerbt. Symphysiak- st-hr ^roB, von den zwei ersten Sublabialen und drei Kinnschildern i-in-eM-hlnssen. Kopf- und Riickenbeschuppung ziemlich grob granuliir. Tubi-rkcln maCig groB, flach, fingernagelformig, lediglich vier Langsrc-ilK-n bilreitert. Halberwachsen. i Ex. V D. O. Afrika ( ? Kilima-Ndjaro), ROHRBECK. 5 I.aimlK-n unter der Innen-, 8 unter der Mittelzehe. Sonst ganz wie das \'-ri-c Exemplar. Oberseite graubraun mit imregeliniiUigen, schwarzbratnien I ; leeken an! Riicken und Seliwanz. Erwachsen. i Ex. juv. Rutiala, BERGER. ^i-hwaeh gekielt, was wohl mit der grofien Jugend des Tieres I >ie I-;irlun- eiitspricht der r.eschreibung, die WERNER von n dieser Art -ibt. !'.- -lelu-n aut dem Riieken eine Anzahl rotbrauner Onerl'lerken, die von weil.llielien Tnl.erkeln eingefafit sind. 205 i Ex. juv. Lado, BERGER. i ,, ,, Kibwezi, SCHEFFLER. Beide gleichen yollig dem zuerst beschriebenen Exemplar. Lygodactylus picturatus Ptrs. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. i 1885 p. 161. -- TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 115. LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 4. WERNER, Erg. Forschungsr. Sudan, 1908 p. 11. - - STERNFELD, S. B. Ges. naturf. Freunde, 1911 p. 245. i Ex. a* Kiwu-See, KANDT. Riicken gelblich, sehr lebhaft gefleckt. Labialia schwarz gefleckt. An der Kehle drei schwarze Winkelstreifen. i Ex. a* Usumbura, GRAUER. Winkelstreifen teilweise miteinander verschmolzen. i Ex. 9 Usumbura, GRAUER. Kehlstreifen nur sehr schwach ausgepragt. i Ex. o* Kibwezi, SCHEFFLER. t)ber den Riicken hin ziehen sich drei gelbe Streifen, von denen sich der mittelste auf dem Hinterkopfe gabelt, wahrend die beiden auBeren vor den Augen durch eine Ouerkommissur verbunden sind. Die Grundfarbe des Riickens ist tiefschwarz. Kehle und Unterkiefer sind gleichmafiig schwarz, mit Aus- nahme der Unterlippenschilder. i Ex. 9 Kibwezi, SCHEFFLER. Die weibliche Form zu der eben beschriebenen. Die Grundfarbe ist heller, braun, die Kehle grauschwarz gezeichnet. i Ex. o* Kibwezi, HUEBNER. Bei diesem Tiere, einem halberwachsenen Exemplar, sind die gelben Langs- streifen zu breiten Bandern geworden, so dai3 nun die Zwischenraume als zwei schwarzbraune Langsstreifen hervortreten. An den Seiten sind Augenflecken bemerkbar. Die Kehlzeichnung ist dunkler als beim Weibchen. 4 Ex. Brit. Ostafrika, HOFFMANN. Ein cf und drei QQ. Die schwarzen und gelben Binden reichen nach hinten kaum iiber die Schulter hinaus. Der Rumpf ist fast einfarbig gelblichgrau, doch sind schwache Augenflecken zu erkennen. Die Kehle des Mannchens ist tief- schwarz, die Unterseite der Schenkel und die hintere Partie des Bauches orange- gelb gefarbt. Bei den Weibchen ist die Kehle schwarzgrau gezeichnet, deutliche Parallel winkel sind aber nicht vorhanden. "Ober diesen Gecko sowie iiber Pachydactylus boulengeri sandte vor kurzem Herr J. ZAPF (Landshut, Bayern) einige interessante, biologische Mitteilungen an das Berliner Museum, die ich an dieser Stelle wiedergeben mochte. Der genannte Herr schreibt iiber L. 'picturatus: ,,Ich kenne keinen Nachtgecko, der eben so munter am Tage ist und sich so gern in der Sonne tummelt. Die Mannchen sind tagsiiber gleichmaBig dunkel gefarbt; erst abends wird der Kopf wieder 206 schon gelb. Die Zeichnung und Farbe des Tieres hat am meisten init jener des Anolis sagrac Ahnlichkeit, el was \veniger mil der des Anolis cristatellus. Oft sind die Mannchen prachtig rostbraun, wie es eben nur die genannten Anolis sind." Aus diesen Angaben scheint mir hervorzugehen, daB die Lygodactylus-Axtea. eben nicht Nachtgeckonen, sondern Taggeckonen sind, worauf ja auch die runde Pupille hindeutet, und daB die verschiedenen ,,Farbenvarietaten" zum groBen Teil auf Farbwechsel beruhen. Von Pachydactylus boulengcri wird <.-t\va folgendes erwlihnt: ,,Unter zehn Tieren befand sich nur eines mit tadellosem Schwanze. Alle sind ungemein rasch, geradezu unglaublich flink aber ist das Tier mit unverletztem Schwanze. P. b. erwies sich als der streitsiichtigste unter alien gehaltenen Geckonen; er ist zwar friedfertig gegen andere Tiere, aber zwei Mannchen zusammen zu halten, ist selbst im groBten Terrarium unmoglich. Beide Tiere sind dann stets mit Wunden bedeckt, die allerclings sehr rasch heilen. Die knurrenden Laute lassen sie nur in Gesellschaft von ihresgleichen horen. An einem Dezemberabende horte ich aus meinem Terrarium ein sonderbares Knurren. Als ich nachsah, saB ein P. b. -Weibchen gekriimmt am Boden und verzehrte ein soeben zur Welt gebrachtes Junges. Am Deckel des Terrariums fand sich noch ein J tinges, das ich in Spiritus setzte. P. b. ist also lebendig gebarend." Lygodactylus fischeri Blgr. BOULENGEK, Proc. zool. Soc. London, 1890 p. 80. - MAISI nil , (/.. conradti) S. B. Ges. naturf. Freunde, 1892 p. 109. - - LC.\NBKR(. , (L. ronradti) Erg. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 4. Var. scheffleri nov. var. 2 Ex. Kibwezi, SCHEFPLER. Diese beiden Tiere, zwei Mannchen, weichen in Farbung und Beschuppung nicht unerheblich von dem Typ ab, aber ich mochte doch vorlaufig auf die Auf- stellung einer neuen Art verzichten und lieber fischeri, conradti und scheffleri als gleichwertige Varietaten ansehen. Die neue Form kennzeichnet sich durch die geringe Zahl der Labialen, 5 6 obere und 5 6 untere, durch nur 6 Analporen (10 bei fischeri) und durch die Farbung. Die Grundfarbe ist hell olivengrau. Die Labialia sind samtlich rotbraun gefleckt. Auf Kopf und Nacken stehen feine, schwarze Linien und PunkU-, ein schmaler, schwarzer Streifen geht vom Nasenloch durch Auge nach hinten und cmli-t iibi-r der Ohroffnung. Am Halse, vor den Vorderbeinen, lic-gt c-in -roJ.Vr, tief schwarzer I ; krk, hinter (k-ni ein kk-iiu-ivr auf der v Schulter folgt. Auf der Oberseiu- des Scliwanzes stehen gelbliche, konvergierende Mond- flcckr. I'.'m n'jtlichgraues, undeutliches Band lauft jederseits vom Nacken bis zur Scbwanzwurzel. 1 >ie I'literscite ist rein weiB; lu'ichstens stehen einige braune PiinktclK-n auf dm Kiiiiiseliildcrn. I ; .xcini)lai\- unti-rscliL-iden sich wcnig. Has kleinere hat jederseits vor 207 den Hinterbeinen zwei kleine, schwarze Flecke, auch der Schulterfleck ist deut- licher. Die Lange betragt 24 -f- 27 mm. Agamidae. Agama colonorum Daud. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. i 1885 p. 356. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1896 p. 29. - - BOULENGER, Ann. Mus. Geneva, 1898 p. 717. - - TORNIER, Zool. Jahrb. Syst. 2. 22 1905 p. 371. WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 97. Roux, Reptilien & Amphi- bien in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 95. PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 2. i Ex. 9 Dufile, BERGER. Graubraun mit hellen und dunklen Abzeichen auf Kopf und Riicken. An der Kehle dunkle Streifen. i Ex. a* Kibwezi, SCHEFFLER. Riicken dunkelbraun mit hellen Flecken und Querbandern. Kopf und Riickenfirste hell gelblich. Kehle rotlich, Bauch dunkelblau. Lange 90 + 152 mm. 1 Ex. 9 Kibwezi, HUEBNER. Farbung ahnlich wie bei dem Weibchen von Dufile. 4 Ex. Kibwezi, SCHEFFLER. Sammtlich ganz junge Tiere. Graubraun mit lebhaften weiBen Flecken und XX-formigen, schwarzen Abzeichen auf dem Riicken. Kehle schwach gestreift. 2 Ex. Kibwezi, HUEBNER. Braunrote Grundfarbe, sonst ganz wie die vorigen. 2 Ex. Brit. Ostafrika, HOFFMANN. Ganz ahnlich den vorigen, bei beiden, besonders bei dem groJBeren, tritt ein braunroter, oben schwarz gesaumter Fleck in der Schultergegend hervor. Agama mossambica Ptrs. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. i, 1885 p. 353. TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 28. i Ex. cf Nguru, ROHRBECK. Dieses Exemplar stelle ich ebenso wie das folgende nur mit Bedenken zu A. mossambica, da die Korperbeschuppung auf A. atra hinweist. Parallel zur Riickenfirste ziehen namlich zwei Reihen erheblich vergroBerter Schuppen, so daJ3 die Homogenitat der Riickenbeschuppung gestort wird. Die iibrigen Merk- male, die Kielung der Kopf- und Bauchschuppen, der sehr deutliche Riicken- kamm und die bedeutende Schwanzlange stimmen jedoch besser zu mossambica. Die Farbung ist oberseits dunkel graubraun, unterseits gelblichgrau ; die Kehle tiefblau. Die Lange betragt 75 + 140 mm (auBerste Schwanzspitze fehlt). A. atra ist erheblich kurzschwanziger. i Ex. o* D. O. A. (? Kilima Njaro), ROHRBECK. Ganz ahnlich dem eben beschriebenen Exemplar, sowohl in Beschuppung wie Farbung. 208 Agama atricollis. BOULLM-i.K, Cat. Liz. Brit. Mus., v. i, 1885 p. 358. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p 29. -- ROUX, Amphibien & Reptilien in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 96. -- PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. i. i Ex. c'' Steppe westlich vom Kagera, SCHUBOTZ. 140 Schuppenreihen, Kehle dunkelblau genetzt. i Ex. cf Usumbura, GRAWERT. Sehr groBes Tier; Gesamtlange 32 cm, Schwanz 19,5 cm. 120 Schuppen- reihen. Kehle, Brust mid Bauch hellblau genetzt. i Ex. 9 Uvira Kasongo, GRAUER. 125 Schuppenreihen, Kehle und Brust hellblau genetzt. Das Tier ist (trachtig, Fangzeit Dezember!). Die drei bisher erwahnten Exemplare erscheinen durch die hellgelbe Farbung der vergroCerten Korperschuppen dicht gelb gepunktet. 1 Ex. a 1 Kissenje, GRAUER. Ein kaum halb erwachsenes Exemplar, bei dem trotz Konservierung in Formol die Jugendzeichnung noch deutlich erkennbar ist. 120 Schuppenreihen, Bauchschuppen sehr deutlich gekielt. Brust und Bauch dunkel gesprenkelt. 2 Ex. oV Unmittelbare Umgebung von Kissenje, SCHUBOTZ. Das groBere (Lange 12 -f- 18 cm) hat 116 vSchuppenreihen, das kleinere, etwa halberwachsene, nur 82(!). Bei beiden sind die Bauchschuppen deutlich gekielt. Farbung des ganzen Korpers dunkelblau, Schwanz eiiifarbig hell olivengelb. 1 Ex. 9 Gleicher Fundort, SCHUBOTZ. 100 Schuppenreihen, Bauchschuppen gekielt, Farbung heller als bei den Mannchen. Unterseite gelblichweifl, nur an der Kehle blau genetzt. Trachtig (Fangzeit August!). 5 Ex. dV Kissenje, STEGMANN und STEIX. 91 no Schuppenreihen. Farbung ahnlich wie bei den eben beschriebenen. Bei den beiden groCten fallen die Backenauftreibungen durch ihre helle Farbung auf. Bauchschuppen stets mehr oder weniger deutlich gekielt. 3 Ex. Kissenje, STEGMANN und STEIN. Ganz junge Tiere. Unterseite hell mit kleinen dunklen Punkten. Bauch- schuppen gekielt. 2 Ex. Insel Kvvidjwi im Ki\vu-See, SCHUBOTZ. Beide noch recht jun^en Tien.- zeigen die charakteristische, hiibsche Jugend- fiirbung. Auf dein -ruubraunen Riicken treten /.ahlreiehe blaulichgraue Ocellen und dir fi-niarti-x-n, seh\varzl)rauiun, XX-tV)rmigen Abzeiclu-u hervor. Die UntersciU- ist hell, 1)is auf die dunkel ^-sprenkelti- Kelile. Die Bauchschuppen sind auch bei diesen l)eiden gekii'lt. i J\x. ' iMindort ?, GRAUKR. 105 Schuppenreihen, Bauchschuppen glatt. Kiirperliinge 14 cm, Schwanz 15,5 cm (verstiimmelt). 209 Zonuridae. Chamaesaura tenuior Gthr. GONTHER, Ann. nat. Hist. s. 6 v. 15, 1895 p. 524. -- TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 37. PEPACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 2. 1 Ex. 9 Urwald hinter den Randbergen am Nordwestufer des Tanga- nyika-Sees (1900 2500 m), GRAUER. Schuppen des Korpers in 24 Langs- und 38 Querreihen. Vordere Gliedmaflen sehr klein, knapp V 2 cm lang, Hinterbeine erheblich kraf tiger, aber nicht doppelt so lang (7 mm), krallenlos wie die vorderen. X)ber den Rucken bin zieht sich ein vier (3 + T) Schuppen breites, dunkelbraunes Band bis zur Schwanzspitze. Die beiden nachsten Schuppenreihen sind etwas heller, von der Schwanzwurzel an lichtgelb gefarbt, und bilden so zwei scharf begrenzte Langsstreifen. Dann folgen wieder vier dunklere Reihen. Die ganze Unterseite ist einformig lichtgelb. Die Gesamtlange des Exemplars betragt 51 cm, wovon gut drei Viertel auf den Schwanz kommen, der iibrigens beim Fange in mehrere Stiicke zerbrochen ist. Das Tier ist mit zahlreichen, noch sehr unentwickelten Embryonen trachtig (Fangzeit Juni Oder Juli). Varanidae. Varanus niloticus L. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 2 1885 p. 317. -- NEUMANN, Zool. Jahrb. Syst., v. 22 1905 p. 373. - - WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 21. - - LONNBERG, K. Svenska Vetensk. Akad. Handl., v. 47 nr. 6 p. 13. 2 Ex. Insel Ukerewe im Victoria-Njansa, CONRADS. 130 und 145 Schuppenreihen rings um den Korper, 68 und 74 Querreihen am Bauche zwischen den beiden Beinpaaren. Ganz junge, typisch gezeichnete Tiere. Lange 12 + 16 und 115 +17 cm. Die beiden wurden unmittelbar am See gefangen, ein drittes, groBeres Exemplar wurde im Wasser gesehen, konnte aber nicht erreicht werden. 2 Haute groBer Exemplare vom gleichen Fundort, CONRADS. i Ex. Usumbura, GRAUER. 128 Schuppenreihen rings um den Korper, 69 Querreihen am Bauche. Ahnlich, aber etwas weniger lebhaft gezeichnet als die beiden anderen. Lange 18 -f 29 cm. 3 Haute, Fundort ?, wahrscheinlich Kiwu-See, Herzog ADOLF FRIEDRICH. Amphisbaenidae. Geocalamus acutus nov. spec. i Ex. Voi (Brit. Ostafrika), SCHAUER. Schuppen in 213 Quer- und 42 Langsreihen, 21 Querringe auf dem Schwanze. Lange 145 + 21,5 mm. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 14 210 i Ex. Deutsch Ostafrika, HUEBNER. Mus. Xr. 21 941. Schuppen in 213 Quer- und 38 Langsreihen, 23 Querringe auf dem Schwanze Lange 153 + 19 mm. Die neue Art steht Geocalainns inodcstus GTXTHER nahe, unterscheidet sich aber von dieser durch folgende Merkmale: Schnauze stark zusammengedriickt, spitzkegelformig, stark iiberhangend. Drei obere, aber nur zwei untere Labialia, von denen das zweite auBerordentlich breit und lang ist. Nur zwei Temporalia, das obere etwa doppelt so grofi wie das untere. Die Zahl der Schuppenquerringe bleibt mit 213 erheblich hinter ik-r von G. inodcstits (238 241) zuriick, auch der Schwanz ist kiirzer als bei dieser Art. Dagegen stimmt die Beschuppung der Oberseite des Kopfes, die der Pektoral- und der Analgegend sowie die Zahl der Analporen (4) nahezu oder vollig bei beiden Formen iiberein. Von den Schuppenlangsreihen liegen 18 20 iiber und 20 22 unter der sehr schwach ausgepragten-Seitenfurche. Das Auge ist eben erkennbar. Die Farbung der Oberseite ist em lichtes Violettbraun, auf dem Schwanze etwas dunkler. Der Kopf, der anschlieBende Teil des Nackens und die ganze Unterseite sind einformig gelblichweiB. Lacertidae. Lacerta vauereselli Torn (Taf. VI. Fig. 2). TORNIER, Zool Anz., v. 25 1902 p. 701. Seit TORNIER ein halbenvachsenes Mannchen dieser offenbar sehr seltenen und auf ein verhaltnismaf3ig kleines Gebiet beschrankten Art beschrieben hatte, war kein Exemplar wieder zu uns gekommen. Jetzt liegen nicht weniger als sieben Individuen verschiedenen Alters und Geschlechts vor, so da!3 die Origin al- beschreibung wesentlich erganzt werden kann. i. a* Von Waldwiesen unterbrochener Bambuswald am Ful3e des Karis- simbi, SCHUBOTZ. 40 Schuppenreihen rings um den Korper, 19 Querreihen an der Unterseite. Sieben bis acht Femoralporen jederseits. Das Halsband besteht aus neun vSchuppen, von denen die fiinf mittleren sehr gro!3, die beiden auBeren sehr klein sind. Frontale erheblich kiirzer als die Parietalia. Die Oberlippenschilder sind durch drei bis vier Schiippchen von der Ohroffnung getrennt, doch ist der Hinterkopf nicht langer als bei dem Typexemplar. - Der Raum zwischen den vSupraciliaren und den Supraocularen ist zu mehr als drei Vierteln durch eine Reihe feiiu-r Kornchen ausgefiillt. Fiinf Oberlippenschilder vor und ein bis /.wri hinU-r dem Suboeulare. Fiinf bis sechs Unterlippenschilder (rechts sind das vierte und fiini'u- \x-rschmolzen). 22 Schiippchen vom dritten Kinnschild bis zum Halsbande. Zwischen dem unteren Praeoculare und dem Frenale ist noch ein kleines Schildchcn eingeschoben. Sechs Supraciliaria. Temporalschuppen 211 maBig groB, sehr schwach gekielt, vier stoBen ans Parietale. Ein Tympanicum ist kaum erkennbar. Dorsalschuppen groB, scharf gekielt, nach auBen an GroBe abnehmend. Die Ventralia, auch die der mittleren Reihe, sind in der vorderen Korperhalfte viel breiter als lang. Die Schuppen an der Oberseite der Tibia sind erheblich kleiner als die Riickenschuppen (die gegenteilige Behauptung in der Originalbeschreibung beruht offenbar auf einem Versehen). Farbung: Scheitel schon rotbraun mit wenigen, kleinen, schwarzbraunen Flecken. Vom Nacken bis zur Schwanzwurzel zieht sich ein hell olivenbraunes, fiinf bis sechs, in der Mitte nur vier Schuppen breites Band, in dessen Mitte eine unterbrochene Langsreihe brauner Punktflecken steht. Ein dunkelbraunes Band zieht an den Seiten entlang, vom Nasale und ersten Labiale an bis zum Schwanze. Dieses Band ist durch einen schwarzbraunen Saum von dem Riickenstreifen getrennt und umschlieBt zwei Reihen lichter, dunkel gerandeter Ocellen, die in der Achselhohle beginnen. Ein undeutlicher heller Streifen geht von den Wangen aus iiber das Ohr nach hinten, wo er an den Halsseiten verschwindet. Unterseite von Rumpf und Schwanz blaugriin, die auBeren Bauchschuppen dunkelgriin. Kehle und Hals weiBlich-rosa. Besonders auffallend wirkt, bei diesem wie bei den anderen Exemplaren, die licht gelbbraune Farbung der Schnauzenspitze, die sich lebhaft von dem satten Braun der Kopfseiten abhebt, wahrend sie nach hinten allmahlich in das dunklere Braun des Scheitels iibergeht. 2. o* Urwald auf der Insel Kwidjwi im Kiwu-See, SCHUBOTZ. 50 Schuppenreihen rings um den Korper, 19 Querreihen an der Unterseite. Neun bis zehn Femoralporen jederseits. Das Halsband besteht lediglich aus sechs groBen Schuppen, die anschlieBenden auBeren unterscheiden sich kaum noch von den gewohnlichen Halsschuppen. Frontale so lang wie die Parietalia. Sieben bis acht Oberlippenschilder, davon vier vor dem Suboculare. Fiinf bis sechs Unterlippenschilder. Hintere Schlafenschuppen deutlich gekielt. Die hinteren zwei Drittel der Supraciliarrinne mit Kornchen gefiillt; jederseits sechs Supraciliaren. 23 Schuppchenreihen vor dem Halsbande. Farbung: Ahnlich wie bei dem vorigen, aber weniger lebhaft. Das helle Riickenband ist neun bis elf Schuppen breit, die von ihm eingeschlossene Flecken- reihe erleidet keine groBere Unterbrechung. Die hellen Augenflecken an der Seite sind nur in der Achselhohle deutlich, dagegen tritt der weiBliche Streifen, der sich vom Suboculare iiber das Ohr zur Schulter zieht, sehr deutlich hervor. Unterseite hell graublau, die Schuppen an der Unterflache der GliedmaBen dunkel gefleckt. 3. 9 Rugege-Wald (2100 m), GRAUER, 43 Schuppenreihen rings um den Korper, 22 Querreihen an der Unterseite. Neun bis zehn Femoralporen jederseits. Das Halsband besteht aus zehn Schup- pen, von denen die sechs mittleren besonders groB sind. Frontale reichlich so lang wie die Parietalia. Rechts acht, links neun Oberlippenschilder davon vier bzw. fiinf vor dem Suboculare. Sieben Unterlippenschilder Schlafenschuppen 14* 212 klein, fiinf stoBen ans Parietale, vollig glatt. Mehrere etwas vergroBerte Schuppen am vorderen, oberen Rancle der Ohroffnung. Supraciliarrinne zur Halfte bis z\vei Dritteln mit Kornchen gefiillt; sechs Supraciliaren. 24 Schiippchenquer- reihen vor dem Halsbande. Der regenerierte Schwanz ist an der Unterseite ungekielt, Farbung: Sehr ahnlich dem vorigen, aber Riickenband schmaler, sieben bis neun Schuppen breit, vollig ungefleckt. Unterseite rotlichgelb, ungefleckt. Das Exemplar ist mit drei Eiern hochtrachtig (Fangzeit Dezember). 4. 9 Rugege-Wald (2100 m), GRAUER. 45 Schuppen rings um den Korper, 21 Querreihen an der Unterseite. Neun bis zehn Femoralporen jederseits. Das Halsband besteht aus neun Schuppen, von denen sechs besonders groB sind. Frontale so lang wie die Parietalia, mit einer kleinen Crista in der Mitte. Neun Oberlippenschilder, wovon fiinf vor dem Suboculare liegen. Sechs bis sieben Unterlippenschilder. Schlafenschuppen ziemlich groB, vollig glatt, drei bis vier stoBen ans Parietale. Ein Tympanicum ist nicht erkennbar. Supraciliarrinne zu etwa drei Fiinfteln mit Kornchen gefiillt, fiinf Supraciliaren. 23 Schiippchenquerreihen vor dem Halsbande. Farbung: Sehr ahnlich der vorigen. Riickenband acht bis neun Schuppen breit, mit wenigen, sehr schwach ausgepragten, braunen Flecken. Auf dem Schwanze werden diese Abzeichen deutlicher, verschwinden aber wiederum nach dessen Spitze zu. Unterseite rotlichweiB, am Bauche graublau. Das Exemplar ist trachtig wie das vorhergeheiide, enthalt aber nur zwei Eier. 5. 9 Rugege-Wald (2100 m), GRAUER. 47 Schuppenreihen rings um den Korper, 22 Querreihen an der Unterseite. Acht Femoralporen jederseits. Das Halsband besteht aus neun Schuppen, von denen die fiinf mittleren besonders groB sind. Frontale so lang wie die Parietalia. Sieben Oberlippenschilder, wovon vier vor dem Suboculare liegen. Sechs Unter- lippenschilder. Schlafenschilder klein, deutlich gekielt, vier bis fiinf stoBen ans Parietale. Ein Tympanicum ist nicht erkennbar. Supraciliarrinne nur in der hinteren Halfte mit Kornchen gefiillt, sechs Supraciliaren. Das erste Supra- oculare der rechten Seite ist in drei Teile gespalten. 23 Schiippchenquerreihen vor dem Halsbande. Farbung: Riickenband acht bis elf Schuppen breit, auf Hals und Vorder- k<">rpc-r sdion bronzegriin gefarbt und sparlich dunkelbraun gefleckt. Weiter hinten und auf dem Schwanze ohne alle Abzeichen. Unterseite von Kopf und blafigriinlich, Bauch graublau. Audi (lu-si-s Tier ist trachtig, und /war mit drei Eiern. 1 1. " Iruinu-Mavambi Urwald, SCHUBOTZ. 42 Sclni])])i-n rings um den Korper, 18 Querreihen an der I'ntcrseite. Acht lpon-n jcik-rM-its. Das Halsband besteht aus neun Schuppen, von denen die fiinf mittleren besonders groB sind; die auBersten sind gekielt. Kopf groB 213 und besonders breit. Frontal e etwas kiirzer als die Parietalia. Interparietale in drei Teilchen gespalten. Acht Oberlippenschilder, wovon vier vor dem Sub- oculare liegen. Sieben oder acht Unterlippenschilder. Schlafenschilder groB, die meisten vollig glatt, drei groBere und ein sehr kleines stoBen an das Parietale. Em Tympanicum ist vorhanden. Die Supraciliarrinne ist fast ihrer ganzen Lange nach mit Kornchen gefiillt; fiinf oder sechs Supraciliaren. Links zwei iibereinanderliegende, vordere Frenalia, rechts normal. 20 Schuppchenquer- reihen vor dem Halsbande. Farbung: Ein auffallend prachtiges Exemplar, offenbar im Hochzeitskleide (Fangzeit April; Schwanzwurzel sehr stark geschwollen). Scheitel hell gelbbraim. Riickenband isabellgelb, auf dem Nacken sieben Schuppen breit, in der Korper- mitte nur vier, nach dem Schwanze zu wieder verbreitert. In der Mitte des Bandes zieht sich vom Nacken zur Schwanzwurzel eine Reihe von etwa 25 tief- braunen Flecken hin. Vor den Hinterbeinen treten seitliche Reihen hinzu, die sich gemeinsam auf dem Schwanze fortsetzen. Die Seitenbander sind hell rot- braun, am Kopfe sowie nach dem Riickenbande zu schwarzbraun gesaumt, an den Seiten des Korpers von einer Doppelreihe weiBlicher, tiefschwarz umrandeter Ocellen durchbrochen, die am Halsbande beginnen und vor den Hinterschenkeln endigen, dagegen fehlt der helle Langsstreif am Halse. Die GliedmaBen sind oben wie unten auf graubraunem oder blaugrauem Grunde dunkelbraun gefleckt. Dunkle Flecken stehen auch auf den Lippenschildern und vereinzelt am Unter- kiefer. Die Grundfarbe der ganzen Unterseite ist ein lichtes Blaugrau. Hinter dem linken Ohre ist an der Halsseite eine tiefe Grube, offenbar das letzte An- zeichen einer schweren, aber gut verheilten Verletzung, die vielleicht dem Bisse eines Nebenbuhlers zuzuschreiben ist. 7. cf juv. Bugoie-Urwald, SCHUBOTZ. 45 Schuppen rings um den Korper, 22 Querreihen an der Unterseite. Zehn Femoralporen jederseits. Das Halsband besteht aus acht Schuppen, von denen die sechs mittleren sehr groB sind. Der Kopf ist kurz, das Schadeldach noch etwas aufgetrieben, das Parietalauge auch hier ebensowenig angedeutet wie bei den Erwachsenen. Beiderseits sieben Oberlippenschilder, wovon vier vor dem Suboculare liegen. Fiinf Unterlippenschilder. Schlafenschilder sehr verschieden an GroBe, die hinteren, kleinsten schwach gekielt. Drei groBe Schuppen stoBen ans Parietale. Ein Tympanicum ist vorhanden. Supraciliarrinne zu knapp zwei Dritteln mit Kornchen gefiillt, sechs Supraciliaren. 25 Schiippchen- reihen quer vor dem Halsbande; das dritte Kinnschilderpaar ist noch vollig getrennt. Farbung: Der Gesamtton ist erheblich dunkler als bei den erwachsenen Exemplaren. Der Scheitel ist kastanienbraun, das Riickenband rotbraun, auf dem Halse etwa dreizehn(!), in der Korpermitte nur sieben Schuppen breit. Es enthalt zwei, auf dem Halse sogar drei Reihen schwarzer Flecken. Die Seiten- bander sind tief schwarzbraun, der helle Streifen, der sich vom Suboculare um 214 den unteren Rand der Ohroffnung herum bis zur Schulter zieht, tritt auffallend lebhaft hervor und bildet an seinem Ende eine knopfformigc Verbreiterung, die erste Ozelle. Auch die nachstfolgenden Augenflecken in der Achselhohle ver- raten durch ihre langgestreckte Form ihre Herkunft als Reste eines aufgelosten Liingsstreifens, eine Urzeichnung, von der, \vie gewohnlich, das erwachsene Mannchen sich am weitesten entfernt. Die Unterseite ist tief graublau, an Brust und Bauch dunkel gefleckt, die Kinnschilder rosa angehaucht. Die folgende Tabelle gibt die wichtigsten KorpermaBe samtlicher Indivi- duen an. 1 Gesamtlange Kopf Kopf und Rumpf Schwanz Vorderbein Hinter- bein Ge- schlecht I 155 mm 14 mm 53mm 102 mm 22 mm 30 mm o" 2 44 + ? n,5 44 ? j t 19 27 cf 2 146 + ? 13,5 61 85 + ? 24 .. 32 9 4 165 12 55 no 22 30 9 5 17 13 57 ... 113 22 32 9 6 I47 + ? 13,5 5i 96+? 21 29 M . 10 7 .. 82 + ? 21 29.5 ., 9 6 173 M 9 - 63 no 19 28 9 / 8 I9I + ? 21 j, 15 76 II5 + ? 27,5 4 d" i <>3 + ? 15 9-5 65 .. 98 + ? 22 3i 9 9 158 + ? 15 9 68 90 + ? 22 3i 9 10 64 7 3>j . 25 39 9 ,. 14 0*juv Typ I/5 + ? 19 12 70 105 + ? 26 37 _i Wie BOULEXGER bereits angibt, gehort L. jacksoni in die Muralis-Gruppe der Gattung Lacerta, uncl zwar steht sie der echten L. mnralis auiBerst nahe. vSie unterscheidet sich von dieser im Habitus durch den sehr kraftigen, ge- drungenen Korper sowie durch die geringere Lange der GliedmaBen und des Schwanzes, der erheblich hinter der doppelten Korperlange zuriickbleibt, wahrend er sie bei mnralis bekanntlich oft noch iibertrifft. Adolfus nov. gen. Kopfschilder normal. Nasenloch zwischen zwei Nasalia, vom ersten Labiale deutlich getrennt. Unteres Augenlid beschuppt. Halsband deutlich ausgebildet. Riickenschuppen grofi, iibereinandergreifend, stark gekielt. Bauchschuppen schwach iibergreifend, glatt. Finger deutlich zusammengedruckt, unterseits glatt oder leicht tuberkular gekielt. Femoralporen vorhanden. Schwanz lang zylindrisch. Die Gattung steht unmittelbar neben Algiroides Bibron, von der sie sich \\vsentlich nur durch die Lage der Nasenoffnung unterscheidet. BOULENGER hat (P. Zool. Soc. London, 1906 p. 570) eine kleine Echse aus Britisch-Ostafrika unter dem Namen Algiroides africanus beschrieben und abgebildet. Diese Art -(.hurt, \vie die Abbildung deutlich zeigt, ebenfalls der neuen Gattung an und steht der hier neu zu beschreibenden Form sehr nahe. Adolfus fridericianus nov. spec. (Fig. i u. 2). i Ex. Awakubi (am oberen Aruwimi), SCHUBOTZ. Kopf schwach niedergedriickt. vSchnauze maBig lang, stumpf zugespitzt. Rostrale ziemlich klein, nicht in Beriihrung mit dem Nasenloch. Zwei Nasalia 221 umschlieBen das Nasenloch und trennen es vollstandig von dem ersten Supra- labiale; das obere stoBt hinter dem Rostrale mit seinem Partner auf der Gegen- seite zusammen. Frontale groB, erheblich langer als sein Abbtand von der Schnauzenspitze. Vier Supraocularia und sechs Supraciliaria, getrennt durch eine vollstandige Reihe verhaltnismaBig groBer Kornerschuppen. Occipitale klein, in Beriihrung mit dem langen, schmalen Interparietale. Zwei hinter- einanderliegende Frenalia, zwei kleine Praeocularia, das untere iiber dem fiinftenSupralabiale. Neun obere Lippenschilder, wovon fiinf vor dem groBen Sub- oculare liegen. Schlafenschuppen klein, schwach ge- kielt, vier oder fiinf in Kontakt mit dem Parietale. . Fig. i. Adolf us fndencianus.*^ Ein Tympanicum ist deutlich erkennbar. Die Zahl der Sublabialia betragt sechs. Von den fiinf Paaren von Kinnschildern stoBen die ersten drei zusammen. Von dem Punkte der Trennung an bis zum Halsband "~ a - b Fig. 2 a. Algiroides moreoticus. zahlt man 25 Reihen kleiner, glatter Schuppen, die in Fig.2b. Adolfusfrideridanus. Hohe des hinteren Randes der Ohroffnung eine sehr deutliche Gularfalte erkennen lassen. Das Halsband selbst ist leicht gezackt und besteht aus neun Schuppen, die nach der Mitte zu allmahlich an GroBe zunehmen. Die Schuppen liegen in 19 Langsreihen. Sie sind samtlich sehr kraftig gekielt und nehmen nach den Seiten zu sehr schnell an GroBe ab, so daB etwa drei Seitenschuppen von ihneii den auBeren Bauchschuppen ent- sprechen, obwohl diese kaum so lang sind wie eine einzelne Schuppe der Riickenmitte. Die Bauchschuppen bilden 20 Quer- und 6 Langsreihen. Die Schuppen der beiden inneren Langsreihen sind wenig breiter als lang, die der nach auBen angrenzenden mindestens doppelt so lang wie breit, die auBersten verhaltnismaBig klein und im vorderen Teil des Korpers nur unvollkommen ausgebildet. Die Praeanalplatte ist sehr groB und wird seitlich von mehreren mittelgroBen Schuppen begrenzt, wahrend sie vorn an eine Platte stoBt, die halb so groB ist wie sie selbst. Die Schwanzschuppen sind scharf gekielt, und zwar bilden die Kiele annahernd parallele Langsleisten von der Schwanzwurzel bis zur Spitze an der Ober- wie an der Unterseite. Das Hinterbein reicht nach vorn gelegt mit der Spitze der vierten Zehe eben iiber das Halsband hinaus. Auf jedem Oberschenkel sind 15 Femoralporen zu erkennen. Farbung: Oberseite des Kopfes bronzegriin, bis auf das gelblichbraune Rostrale. Die grime Farbe zieht sich weiter vom Hinterkopf an als breites, ungeflecktes Band bis zur Schwanzwurzel hin, seitlich begrenzt durch dunkel- braune Seitenzonen, die von der Nasenspitze bis zu den Hinterbeinen reichen. Oberlippenschilder weiB. Ein heller Streif geht vom Ohr bis iiber die Schulter hinaus und setzt sich an den Seiten als eine Reihe von fiinf bis sechs blaulich- weiBen Flecken fort. Der Schwanz ist dunkelbraun, nur die Spitzen der Schuppen sind hell gesaumt. Die Unterseite von Kopf und Hals ist blaulich, mit einem 222 leichten Stich ins Rotliche, der Bauch blauviolett (im Leben vielleicht erheblich anders gefarbt). Das Tierchen scheint noch nicht halbenvachsen zu sein. Die Gesamtlange betragt 68,5 mm. Davon kommen auf den Kopf 7 mm, auf Kopf und Rumpf 26,5, auf den Schwanz demnach 42 mm. Die Lange des Vorderbeins betragt n, die des Hinterbeins 15 mm. Die Art unterscheidet sich von africanus leicht durch die geringere Zahl der Riickenschuppenreihen (19 statt 24 27) und durch das Vorhandensein einer deutlichen Gularfalte, womit eine Vermehrung der Gularschuppenreihen von 19 auf 25 Hand in Hand geht. Audi die Farbung zeigt verschiedene Ab- \veichungen, dagegen sind die Abweichungen in den Verhaltnissen der Korper- maBe wohl vorwiegend auf die Jugend des Exemplares zuriickzufiihren. Nucras boulengeri Neumann. NEUMANN, Ann., nat. Hist., s. 7 v. 5 p. 56. i Ex. o 71 Victoria Njansa, FISCHER. 51 Schuppenreihen rings um den Korper, Bauchschuppen in 8 Langs- und 34 Querreihen. 12 Femoralporen jederseits. Kopfbeschuppung genau der Typ- beschreibung entsprechend. Kopflange 14,5 mm, Kopf und Rumpf 63 mm, Schwanz regeneriert. Nucras tesselata Gray. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 52. - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 39. - - LONNBERG, Ergebn. sclnved. Exped. Kiliniandjaro, 1907 p. 6. i Ex. 9 Kilima-Ndjaro, FORSTER. 55 Schuppen rings um den Korper, Bauchschuppen in 8 Langs- und 31 Quer- reihen. 12 13 Femoralporen jederseits. Das Tier erinnert teilweise sehr an N. boulengeri, deren Kennzeichen hierdurch etwas problematisch werden. So fehlen die Supraciliarkornchen und die Riickenschuppen sind langlich oval, aber das Occipitale ist auBerordentlich lang, der HinterfuB erheblich langer als der Kopf und das Tympanicum bei weitem nicht halb so gro!3 vvie die Ohr- offnung. Die Farbung ist die typische schwarzbraune, langsgestreifte Jugend- farbung von tesselata. Kopflange n mm, Kopf rum pflange 49,5 mm, Schwanz verstummelt. BOULENGER gibt fur die Zahl der Schuppenreihen an: ,,40 48 across the middle of the body." Diese Zahl gilt jedenfalls nur fur die Riickenschuppen, und da noch acht Bauchreihen hinzukommen, liige eine Abweichung alsdann nicht vor. A.JVWM.S hlnl>i, die STEINDACHNER 1882 (Sitz. Ber. Ak. Wien p. 83) be- schrieben hat, ist /war, wie BOULENGER im Catalogue of Lizards angibt, eine Nucras, nicht aber N. tesselata, sondern zweifellos artlich verschieden. Der Kopf ist fast so hoch wie breit, der Rumpf kiirzer, so dafi die nach vorn gelegten 223 HinterfiiBe bis zum Ellenbogen reichen, und vor allem 1st die Zahl der Riicken- schuppen ganz erheblich holier, namlich 58, wozu noch 8 Bauchreihen kommen. Die Art muB also als Nucras holubi Steind. bezeichnet werden. Latastia longicaudata Riipp. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 55. - TORNIER, Zool. Jahrb. Syst., v. 22 1905 p. 376. LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 6. - - WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 22. 4 Ex. 0*0* Kibwezi, SCHEFFLER. 1. Riickenschuppen in 56 Reihen, Bauchschuppen in 6 Langs- und 30 Quer- reihen. 9 Femoralporen. Gesamtlange 30 cm, Schwanz 22 cm. Riicken fast einfarbig braun, schwarze Zeichnung nur angedeutet. 2. Riickenschuppen in 69 Reihen (!), Bauchschuppen in 6 Langs- und 28 Querreihen. 10 Femoralporen. Gesamtlange 24,5 cm, Korper 7,5 cm, Schwanz regeneriert. Schwarze Zeichnung auf dem Riicken deutlich, in Langsbinden angeordnet. Zahlreiche schwarzbraune, senkrechte Binden an den Seiten. 3. Riickenschuppen in 69 Reihen (!), Bauchschuppen in 6 Langs- und 27 Querreihen. 9 Femoralporen. Gesamtlange 32 cm, Schwanz 23,5 cm. Farbung und Zeichnung wie bei Nr. 2. 4. Riickenschuppen in 58 Reihen, Bauchschuppen in 6 Langs- und 30 Quer- reihen. 9 Femoralporen. Gesamtlange 24 cm, Korper 8,5 cm, Schwanz regeneriert. Grundfarbung heller als bei den anderen. Riicken mit zahlreichen gewellten, braunschwarzen Querbinden gezeichnet. Eremias spekii Gthr. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 84. --TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1896 p. 39; Zool. Jahrb. Syst., v. 22 1905 p. 377. STEJNEGER, P. U. S. Nat. Mus., 1893 p. 718. - WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 23. 2 Ex. 99 Kibwezi, HUEBNER. 1. 72 Schuppen rings um den Korper, 29 Querreihen an der Unterseite. 16 Femoralporen. 10 Schuppen bilden das Halsband. Das untere Augenlid zeigt oberhalb der Mitte eine wagerechte Reihe erheblich vergroBerter, durchscheinen- der Schuppen. Die hellen Riickenstreifen sind schwach ausgepragt, die Grund- farbung ein helles Rotlichbraun. 2. 69 Schuppen rings um den Korper, 26 Querreihen an der Unterseite. 13 14 Femoralporen. n Schuppen bilden das Halsband. Augenlid wie bei Nr. i. Grundfarbe dunkel braunrot. Die hellen Streifen sind kaum angedeutet. Beide Tiere sind hochtrachtig. Der Magen des einen enthalt mehrere Exemplare einer groBen Ameisenart, bei dem anderen fanden sich auBerdem Spinnen. 3 Ex. oV Kibwezi, HUEBNER. 3. 74 Schuppen rings um den Korper, 26 Querreihen an der Unterseite. 224 18 Femoralporen. 10 Schuppen bilden das Halsband. Augenlid wie bei Nr. I. Grundfarbe schwarzbraun, die hellen Langsstreifen eben angedeutet. Die auBere, weiBe Fleckenreihe etwas deutlicher, besonders am Halse. 4. 70 Schuppen rings um den Korper, 26 Querreihen an der Unterseite. 15 Femoralporen. 10 Schuppen bilden das Halsband. Augenlid wie bei Nr. I. Grundfarbe auf Riicken, Kopf und Schwanz rotlichbraun, an den Seiten schwarz- braun. Die hellen Streifen treten auf dem Riicken sehr deutlich hervor, und noch scharfer markiert sich die seitliche Fleckenreihe. Unter dieser liegen am oberen Rande der Bauchschilder vier bis fiinf groBe, himmelblaue Flecke. 5. 72 Schuppen rings um den Korper, 27 Querreihen an der Bauchseite. 1 6 Femoralporen. 8 Schuppen bilden das Halsband. Augenlid wie bei Nr. i. Grundfarbe von Kopf, Riicken und Schwanz graubraun, an den Seiten braun- schwarz. Der mittlere Riickenstreif ist besonders in seinem vorderen, gegabelten Teile wenig deutlich. Die beiden auBeren Streifen, die seitlichen Fleckenreihen und die himmelblauen Schmuckflecken treten sehr lebhaft hervor. 3 Ex. o*d" Kibwezi, SCHEFFLER. 6. 70 Schuppen rings um den Korper, 27 Querreihen an der Unterseite. 17 18 Femoralporen. n Schuppen bilden das Halsband. Augenlid wie bei Nr. i. Farbung ahnlich wie bei Nr. 5, aber die blauen Flecken treten weniger hervor. Der mittlere Riickenstreif gabelt sich zwischen den Schultern. 7. 80 Schuppen rings um den Korper, 26 Querreihen an der Unterseite. 1 6 17 Femoralporen. II Schuppen bilden das Halsband. Die obere Halfte des Augenlides wird von einer Reihe hoher, schmaler, halb durchsichtiger Schuppen gebildet. Farbung und Zeichnung wie bei Nr. 6, nur etwas heller. 8. 71 Schuppenreihen rings um den Korper, 2;(?) Querreihen an der Unterseite. 16 17 Femoralporen. n Schuppen bilden das Halsband. Augenlid wie bei Nr. i. Farbung wie bei Nr. 6 und 7, aber der mittlere Riickenstreif gabelt sich bereits in der hinteren Korperhalfte. Die Lange des groBten Mannchens betragt 17 cm, wovon der Schwanz 12 cm beansprucht. Die Weibchen sincl erheblich kurzschwanziger sic messen 52+95 und 53 + 83 mm. Das eine der Weibchen (Nr. i) zeigt eine sehr eigenartige Kopf form, indem die Schnauze etwas verkiirzt und die Frontalpartie sattelartig gesenkt ist. Audi erscheint die Schnauzenspitze breiter und die Nasalia sind starker aufgetrieben als gewohnlich. Es diirfte sich clabei wohl nur um eine extreme, leicht patho- logische Variation handeln. Gerrhosauridae. Gerrhosaurus flavigularis var. nigrolineatus Hall. Bon i v.i R, Cat I,i/. lirit. Mus., v. ;, p. 122. - TOKNII K, /.col. Jahrb. Syst., v. 13 1900 ]>. ;. 581. I/'>NM'.i K(. , Krjjebn. soluvc-il. I ; ,\i>rcl. Kiliinandjaro, 1907 p. 6. - Wl.KNHK, Kryrbn /mil. !'< irM'huni;srcisr Sudan, 1908 p. 25. 225 1 Ex. cf Landana in Loango (nordl. von der Kongomiindung), SCHUBOTZ. Riickenschuppen in 25 Langs- und 58 Querreihen. Bauchschuppen in 8 Langs- und 35 Querreihen (von den Vorderbeinen bis zur Praeanalregion ge- rechnet). 15 Femoralporen. Farbung oberseits olivenbraun mit zwei scharf aus- gepragten, seitlichen Langsstreifen und drei weniger deutlichen dazwischen. Alle ftinf Streifen setzen sich auf dem Schwanze fort, wo sie allmahlich ver- schwinden. Kopflange 27 mm, Kopf und Rumpf 145 mm, Schwanz (Spitze regeneriert) 250 mm. Vorderbein 33, Hinterbein 63 mm. Bei einem Vergleiche mit den von BOULENGER im Catalogue of Lizards gegebenen MaBen fallt es auf, daB das vorliegende Tier bei groBerer Rumpf lange (145 : 132 mm) kiirzere Gliedmai3en hat (33 und 63 mm : 35 und 65 mm). Am rechten HinterfuBe fehlen die dritte und vierte Zehe infolge einer iibrigens gut geheilten Verletzung. Die iibrig gebliebenen Zehen sind erheblich kraftiger entwickelt als die des linken FuBes. Scincidae. Mabuia maculilabris Gray. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 164. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1896 p. 42. - WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 25. - - ROUX, Reptilien & Amphi- bien in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 96. - PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,Il Ruwenzori", 1910 p. 4. Diese in Ostafrika bisher nur vereinzelt angetroffene Art ist in einer groBen Anzahl von Individuen vertreten, die von einer Reihe verschiedener Fundstellen stammen und eine sehr erhebliche Variabilitat erkennen lassen. Ich gebe zunachst eine Beschreibung der einzelnen Exemplaie. 2 Ex. Urwald Kindu, GRAUER. 1. o* Schuppen in 31 Reihen, fiinf bis sechs-, ausnahmsweise siebenkielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale weit voneinander getrennt. Links nur drei Labialen vor dem Suboculare. Oberseite dunkel olivenbraun mit vereinzelten schwarzen Flecken, die auf der Schwanz wurzel starker auf- treten. GelblichweiBe Flecken auf den oberen Labialen, an den Kopfseiten sowie an den Seiten von Hals und Rumpf, wo sie sparlicher werden. Unterseite rein weiB. 2. a* Schuppen in 31 Reihen, sechs bis sieben, selten achtkielig. Supra- nasalia deutlich getrennt, ebenso Frontale und Frontonasale. Oberseite dunkel olivenbraun, die dunkle Riickenfleckung tritt deutlicher hervor als bei Nr. i und setzt sich auf dem Schwanze fort. Ober- und Unterlippenschilder sind gelblichweiB gefleckt und schwarz gesaumt. Zahlreiche scharf hervortretende, teilweise schwarz gesaumte, gelblichweiBe Flecken an den Seiten des Kopfes, des Halses, des Rumpfes, vereinzelt auch auf dem Riicken. Gelbliche und schwarze Striche und Punkte bilden Langsreihen auf dem nichtregenerierten Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 1 5 226 Teile des Schwanzes. Unterseite gelblichweiB, an der Kehle und am Schwanze schwarzbraun gesprenkelt. I Ex. 300 km westlich vom Tanganyika, GRAUER. 3. c 1 Schuppen in 32 Reihen, fiinf- bis sechskielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale in Kontakt. Farbung ganz ahnlich wie bei dem vorigen Exemplar, nur die weiBe Fleckung weniger lebhaft. Unterseite rein gelblichweiB. 1 Ex. Uvira, GRAUER. 4. cf Schuppen in 34 Reihen, fiinf- bis sechs-, ausnahmsweise siebenkielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale voneinander getrennt. Oberseite dunkel olivenbraun; die dunklen Riickenflecken nur angedeutet. Labialia gelblichweiB gefleckt und schwarz gerandert. Zahlreiche gelblichweiBe Flecken stehen an den Seiten des Halses, verschwinden aber gleich hinter den Vorderbeinen. Unterseite gelblichweiB, an der Kehle und am Schwanze sparlich dunkelbraun gesprenkelt. 2 Ex. Kissenje am Kiwu-See, STEGMANN und STEIN. 5. 9 Schuppen in 34 Reihen, meistens sieben-, selten achtkielig. Supra- nasalia eben getrennt. Frontale und Frontonasale durch ein eingeschobenes Schildchen verbunden. Oberseite braun mit mehreren Langsreihen schwarzer Flecken. Kopf und Nacken fleckenfrei. Wei Be Fleckung nur an Hinterkopf und Hals, sehr sparlich. Ein dunkles Seitenband deutlich ausgepragt. Unter- seite gelblichweiB, Schwanz etwas dunkler. 6. 9 Schuppen in 32 Reihen, in der Regel fiinf-, ausnahmsweise sechskielig. Supranasalia eben getrennt. Frontale und Frontonasale in Kontakt. Farbung ahnlich wie bei dem vorigen Exemplar, aber die schwarze Fleckung noch inten- siver und auch auf den Nacken ausgedehnt. 1 Ex. Kissenje am Kiwu-See, GRAUER. 7. 9 Schuppen in 32 Reihen, meistens siebenkielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale getrennt. Oberseite hellbraun mit mehreren Reihen dunkelbrauner Flecken auf Riicken und Seiten. Oberlippenschilder fast rein weiB, stellenweise schmal schwarz gesaumt. Die hellen Flecken treten an Kopf, Hals und Riicken nur schwach hervor. Seitenband deutlich. Unterseite rein gelblichweiB. Trachtig. 2 Ex. Kiwu-See, KANDT. 8. juv. Frontonasale und Frontale in Kontakt. Farbung braun. Ein weiBer Streif von den oberen Labialen zur Schulter. Seitenband erkennbar. 9. juv. (Mus. Nr. 17 696) ganz ahnlich dem vorigen. Beide Exemplare sind noch ganz klein und einige Merkmale daher nicht sicher zu konstatieren. i Ex. Insel Kwidjwi im Kiwu-See, SCHUBOTZ. 10. o 1 Schuppen in 34 Reihen, durchweg fiinfkielig. Die drei mittleren Kiele sind erheblich starker entwickelt als die auBeren. Supranasalia 227 eben noch in Kontakt. Frontale und Frontonasale getrennt. Oberseite hell olivengrau, mit je zwei Doppelreihen dunkelbrauner Langsflecken auf dem Riicken und an den Seiten, nach hinten bis zur Schwanzwurzel reichend. Lippen- schilder fast rein weiB, an einigen Stellen leicht schwarz gesaumt. Eine Anzahl wenig hervortretender heller Punkte stehen an den Seiten von Kopf und Hals, vereinzelt auch auf dem Riicken. Unterseite rein gelblichweiB. i Ex. Kiwu-See, KANDT. 11. cf (Mus. Nr. ii 697) Schuppen in 32 Reihen, meistens siebenkielig. Die drei Mittelkiele verstarkt wie bei Nr. 10. Supranasalia eben getrennt. Frontale und Frontonasale getrennt. Farbung fast genau wie bei dem vorigen Exemplar. i Ex. Insel Wau im Kiwu-See, SCHUBOTZ. 12. o* Schuppen in 30 Reihen, meistens fiinf-, seltener sechs- oder rnehr- kielig. Supranasalia eben in Kontakt. Frontale und Frontonasale getrennt. Oberseite gelblichbraun mit starkem Bronzeschimmer. Ein dunkelbraunes, un- scharf begrenztes, drei bis vier Schuppen breites Band zieht von der Nacken- mitte bis zum Schwanze hin, wo es durch eine schwarze Umrandung scharfer eingefaBt wird. I,ippenschilder rein gelblichweiB, ungefleckt. Sparliche helle Punktflecken an Schlafen und Halsseiten. Unterseite gelblich, ungefleckt. In den Achselhohlen dieses Exemplares sitzen zahlreiche, winzige, gelbrote Zecken. 4 Ex. Fort Beni, SCHUBOTZ. 13. a* Schuppen in 32 Reihen, fiinf- bis sechskielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale getrennt. Oberseite hellbraun mit schwachem Bronze- schimmer. Labialia weiB gefleckt und schmal schwarz gesaumt. Zahlreiche Langsreihen kleiner, weiBlicher Flecken an den Seiten von Kopf, Hals und Korper sowie auf dem Riicken, nach hinten zu allmahlich verschwindend. Langs- reihen unregelmaBiger, dunkelbrauner Flecken stehen auf dem Riicken und der Schwanzwurzel. Auf dem Nacken sind die lichten Punkte sparlich, auf dem Scheitel fehlen sie ganz, doch sind hier die Schuppennahte von dunklen Flecken begleitet. Zahlreiche schwarzbraune Fleckchen stehen an der Kehle; sonst ist die Unterseite rein gelblichweiB. 14. o* Schuppen in 34 Reihen, fiinf- bis sechskielig. Supranasalia eben getrennt. Frontale und Frontonasale getrennt. Grundfarbung und Zeichnung ahnlich wie bei Nr. 13, doch sind die weiBen Fleckchen weniger zahlreich. 15. d* Schuppen in 32 Reihen, fiinf- bis sechskielig. Supranasalia eben in Kontakt. Frontale und Frontonasale getrennt. Oberseite dunkelbraun. Labialia weiBlich gefleckt, kaum merklich dunkel gesaumt. Zahlreiche weiBe, stellen- weise schwarz gesaumte Flecken an den Schlafen, am Halse und auf dem ganzen Korper bis zur Schwanzwurzel hin; auf dem Nacken nur vereinzelt. Kopfschilder undeutlich dunkel gefleckt. Unterseite rein weiB, vollig ungefleckt. 16. Q Schuppen in 32 Reihen, meistens sechskielig. Supranasalia eben ge- trennt. Frontale und Frontonasale getrennt. Oberseite hellbraun mit starkem 15* 228 Bronzeschimmer. Labialia weiBlich gefleckt und dunkel gesaumt. Die hellen Flecken sind nicht sehr zahlreich, aber auf dem ganzen Korper verbreitet. Kleine braune Flecken auf den Kopfschildern. Unterseite rein \veil3 bis auf einzelne braune Fleckchen am Unterkiefer und an der Kehle. Das Exemplar ist trachtig (Fangzeit Januar). i Ex. Kassenje am Albert-See, SCHUBOTZ. 17. o* Schuppen in 32 Reihen, sechs- bis siebenkielig. Supranasalia eben ge- trennt. Frontale und Frontonasale beriihren sich. Oberseite braun, auf dem Scheitel und besonders auf der Schnauze heller. Labialia an den Nahten dunkel gefleckt, sonst rein gelblichweiB. Etwa zehn Reihen gelblichweiBer, vorn und seitlich dunkel gesaumter Flecken ziehen sich an den Seiten des Korpers und iiber den Riicken hin. Scheitel und Nacken sind fleckenfrei, auch der Schwanz zeigt nur Spuren heller Langsstriche. Unterseite fast rein weiB; wenige braune Fleckchen an der Kehle. 6 Ex. Mawambi SCHUBOTZ. 1 8. Q* Schuppen in 32 Reihen, meistens sieben-, seltener sechs- oder acht- kielig. Supranasalia getrennt. Frontale und Frontonasale getrennt. Oberseite dunkelbraun. Rostrale und Labialia gelblich gefleckt und stellenweise schwarz gesaumt. Zahlreiche gelblichweiBe Fleckchen an den Kopfseiten (auch vor dem Auge), an den Seiten des Halses und des Korpers, sparlicher auf dem Riicken. Scheitel und Nacken ungefleckt. Zwei Langsreihen schwarzer, wenig deutlicher Flecken ziehen von den Schultern an iiber den Riicken und den Schwanz hin. Unterseite gelblichweiB; wenige, braunliche Punkte an der Kehle, Langsreihen graublauer Punkte an der Unterseite des Schwanzes. 19. ( ' Schuppen in 32 Reihen, meistens sieben-, selten sechs-, acht- oder neunkielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale beriihren sich in einem Punkte. Oberseite hell olivenbraun. Labialia gelblichweiB gefleckt und dunkel gesaumt. Mehrere Langsreihen weiBlicher, schwarz eingefaBter Fleckchen an den Seiten von Hals und Rumpf. Die w r eiBen Flecken fehlen voll- standig auf dem ganzen Riicken in einer etwa sechs Schuppen breiten Zone. Dagegen stehen auf dem hinteren Teile des Rumpfes und auf der Schwanzwurzel im-hrere Langsreihen schwarzer Strichflecken. Unterseite gelblichweiB. Kehle stark dunkel gefleckt, sparliche dunkle Punkte am Schwanze. Der Schwanz ist kurz vor seinem Ende gegabelt. Das eine Stiick miBt 1,5, das andere 3,5 cm. Die Kiirze des Schwanzes wiirde darauf schlieBen lassen, dal.i In-idc Knden regeneriert sind, doch kann der langere Ast auch wohl die ur- s].niii-lichc S])itze sein. 20. o" Srlnippen in 32 Reihen, fast samtlich sieben-, selten achtkielig. Supranasalia eben getrennt. Frontale und Frontonasale stoBen deutlich zu- sammen. OberM-ite dunkel olivenbraun. Kopf an den Seiten sehr dunkel, so daB die hellen Striehe und Flecke auf den Oberlippenschildern, an den Schlafen und auf den Frenalen sich lebhaft abheben. Korperzeichnung wie bei dem 22Q vorigen Exemplar, nur sind die weiBcn Flecken weniger zahlreich. Unterseite gelblichweiB. Die Kehle ist so stark geflcckt, daB die dunkle Farbung erheblich iiberwiegt. Audi der vSchwanz ist in seinem nichtregenerierten Teile auffallend lebhaft gefleckt. Es diirfte sich hier um Hochzeitsfarbung handeln (Fangzeit 20. April). 21. 9 Schuppen in 32 Reihen, regelmaBig fiinf-, selten sechskielig. Supra- nasalia getrennt. Frontale und Frontonasale beriihren sich sehr deutlich. Ober- seite gelbbraun. Labialia gelblichweiB gefleckt und tiefschwarz gesaumt. Spar- liche helle Piinktchen an den Seiten der Schnauze, des Hinterkopfes, des Halses und des Rumpfes, sehr wenige auf dem Riicken. Mehrere Reihen schwarzer Flecken ziehen von den Schultern an iiber Riicken und Schwanz hin. Dicht stehende, schwarze Flecken bilden an den Seiten von den Schlafen bis zu den Hinterbeinen eine dunkle Zone. Dunkle Punkte an den Nahten der Kopfschilder. Unterseite rein gelblichweiB; nur am Schwanze ein paar graue Punkte. 22. 9 Schuppen in 32 Reihen, meistens sieben-, seltener mehrkielig. Supra- nasalia getrennt. Frontale und Frontonasale stoBen sehr deutlich zusammen. Oberseite gelbbraun. Labialia gelblichweiB gefleckt und dunkel gesaumt. Frenalia, Schlafen und Halsseiten klein weiB gefleckt. Sparliche, kleine helle Flecken auf Rumpf und Riicken. Zeichnung sonst wie bei Nr. 18, nur die dunklen Seitenflecken stehen nicht so dicht und bilden daher kein deutliches Band. Kehle und Schwanzunterseite sparlich gefleckt. 23. 9 Schuppen in 32 Reihen, regelmaBig siebenkielig. Supranasalia stoBen zusammen. Frontale und Frontonasale beriihren sich sehr deutlich. Oberseite gelbbraun. Labialia undeutlich gefleckt und schwach dunkel gesaumt. Spar- liche, sehr kleine helle Flecken an den Seiten von Kopf und Hals, Rumpf fast, Riicken vollig ohne helle Punkte. Schwarze Zeichnung ahnlich wie bei Nr. 19. Unterseite, auch von Kehle und Schwanz, rein gelblichweiB. 2 Ex. Zwischen Mawambi und Awakubi, SCHUBOTZ. 24. o* Schuppen in 32 Reihen, durchweg siebenkielig. Supranasalia breit voneinander getrennt. Frontale und Frontonasale eben getrennt. Oberseite olivenbraun. Rostrale und Labialia sehr lebhaft gefleckt. Zahlreiche weiBe, oft zusammenflieBende Flecken an den Seiten von Kopf, Hals und Rumpf, wenige auf dem mittleren Teile des Riickens. Ein breiter, weiBer Streifen zieht vom Mundwinkel zur Schulter. Langsreihen undeutlicher, schwarzer Flecken auf Riicken und Schwanz. Unterseite gelblichweiB, Kehle und Schwanz dunkel gefleckt. 25. 9 Schuppen in 32 Reihen, sechs- bis siebenkielig. Supranasalia eben ge- trennt. Frontale und Frontonasale eben in Beriihrung miteinander. Oberseite olivenbraun. Nur die hinteren Oberlippenschilder deutlich gefleckt. Einige weiBliche Flecken am Kopf und am Halse, keine auf Rumpf und Riicken. Ein breiter, dunkler Seitenstreif, der sich von den Schlafen zum Hinterbein zieht, ist deutlich bemerkbar. Langsreihen schwarzer Flecken auf Riicken und Schwanz. 230 Unterseite rein gelblichweiB, nur am Schwanze wenige graublaue Punkte. Das Tier, nur wenige Tage spater gefangen als jene von Mawambi (23. April), ist merkwiirdigerweise hochtrachtig. 6 Ex. Awakubi, SCHUBOTZ. 26. a* Schuppen in 32 Reihen, sechs- bis siebenkielig. Supranasalia ge- trennt. Frontale und Frontonasale in Kontakt. Oberseite olivenbraun. Rostrale und Labialia gelblich gefleckt. Mehrere Reihen weiBlicher Fleckchen an den Seiten von Kopf, Hals und Korper. Scheitel und Riicken vollig fleckenfrei. Unterseite rein gelblichweiB, nur an Kehle und Schwanz wenige braunliche Punkte. 27. o 71 Schuppen in 32 Reihen, meistens sieben-, selten sechs- oder achtkielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale in Kontakt. Farbung und Zeichnung ahnlich wie bei dem vorhergehenden Exemplar, nur ist der Grundton etwas dunkler, das Rostrale und die vordersten Labialen sind unge- fleckt, und die hellen Flecken sind an den Seiten des Rumpfes viel spar- licher als bei jenem. Unterseite gelblich; an der Kehle ziemlich lebhaft braun gefleckt. 28. a* Schuppen in 32 Reihen, fiinf- bis sechskielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale in Kontakt. Farbung und Zeichnung ganz ahnlich wie bei dem vorigen Exemplar, doch ist der Grundton etwas heller und ein dunkles Seitenband ist angedeutet. 29. 9 Schuppen in 30 Reihr-n, regelmaBig siebenkielig. Supranasalia eben in Kontakt. Frontale und Frontonasale in Kontakt. Oberseite gelbbraun. Labialia schwach gefleckt. Die hellen Flecken an den Seiten von Kopf, Hals und Brust sehr klein und meistens wenig deutlich. Auf Riicken und Schwanz stehen mehrere Langsreihen dunkelbrauner Flecken, auch die Kopfschilder sind an den Nahten lebhaft braun gefleckt. Ein dunkles Seitenband ist ziemlich schwach ausgepragt. Unterseite gelblichweiB; wenige dunkle Punkte an Unter- kiefer, Kehle und Schwanz. 30. 9 Schuppen in 32 Reihen, fiinf- bis siebenkielig. Supranasalia in Kontakt. Frontale und Frontonasale ebein in Kontakt. Farbung ahnlich wie bei dem vorhergehenden. Exemplar, aber die dunkle Fleckung auf Kopf und Riicken ist weniger lebhaft, und die Seitenbander treten etwas dcutlicher hervor. Auch dieses Exemplar befindet sich kurz vor der Eiablage. (Fangzeit Anfang Mai!) 31. juv. Schuppen in 33 Reihen, durchweg fiinfkielig. Supranasalia in Kon- takt. Frontale und Frontonasale in Kontakt. Oberseite hell gelbbraun. Vordere Labialen ungefleckt; von den hinteren, oberen Labialen zieht sich ein weiBer Streifcn zum Vorderbeine hin. Helle Fleckung kaum angedeutet. Mehrere Langs- rrihen schwarzbrauner Flecken ziehen von den Schultern an iiber Riicken und Schwanz hin. Die dnnklcn Seitenbander treten deutlich hervor. Unterseite rein gelblichweiB; nur am Schwanze wenige braune Punkte. 231 i Ex. Nguru, ROHRBECK. 32. o* Schuppen in 32 Reihen, sechs- bis siebenkielig. Supranasalia breit voneinander getrennt. Frontale und Frontonasale so breit in Kontakt, daB eine formliche Naht entsteht. Der hintere Teil des Interparietale mit dem Parietalauge ist abgetrennt. Oberseite rotlichbraun mit starkem Bronzeschimmer auf dem Riicken. Vordere Labialia dunkel gesaumt, aber nicht hell gefleckt. Wenige weiBliche Flecken an den Seiten von Kopf, Hals und Schulterpartie. Ein etwa vier Schuppeii breiter, nach oben und unten scharf abgesetzter, schon rotbrauner Seitenstreifen tritt lebhaft hervor. Braune Flecken an den Nahten der Kopfschilder und mehrere L,angsreihen auf dem Riicken, wenig deutlich. Unterseite gelblichweiB, an Kehle und Schwanz braun gefleckt. i Ex. Dufile (Lado), BERGER. 33. Q* Schuppen in 32 Reihen, durchweg fiinfkielig. Die beiden auBeren Kiele und der Mittelkiel sind schwach entwickelt, wahrend der zweite und vierte um so kraftiger hervortreten. Supranasalia getrennt. Frontale und Fronto- nasale sehr breit voneinander getrennt. Oberseite olivenbraun. Labialia schwach hell gefleckt und schmal dunkel gesaumt. Ein gelblicher Streif zieht von den Oberlippenschildern zum Vorderbeine. Die helle Fleckung ist an den Seiten des Hinterkopfes, des Halses und der vorderen Rumpfpartie deutlich, auf dem Riicken sparlich und nur angedeutet. Dunkle Fleckung nur auf der Schwanz- wurzel. Unterseite rein weiBlichgelb. Nr. Fundort Gesamt- lange Kopf Kopf- Rumpf- lange Schwanz Vorder- bein Hinter- bein Ge- schlecht i Kindu 252 mm 21 mm 90 mm + 162 ? mm 26,5 mm 38 mm 0* 2 238 21,5 90 148 + ? 30 40 0* 3 300 km westl. v. Tanganyika ? 14,5 ,. 70 ,, ? 22 28 d* 4 Uvira 254 21 92 I56 + ? 27,5 i, 39 o" $ Kissenje 213 ,, 15,5 81 132 + ? 22,5 3i,5 ,, 9 6 176 13 59 ,, "7 17 26 9 7 )> 221 IS ,, 78 H3 + ? 21 30 9 8 Kiwu-See 64 7,5 26 38 8 ii juv. 9 >> 63 7 27 36 ,, 8 ii . juv. 10 Insel Kwidjwi 227 )( 16 73 154 23 3i (/ 1 1 Kiwu-See 183 16,5 75 ,, 108 + ? 21,5 29,5 ,, 0* 12 Insel Wau 190 18 77 "3 + ? i> 26 37 dj 13 Fort Beni 229 i8,5 ,, 89 140 + ? 25,5 36,5 o" H !) ? 17,5 80 ? 26 35 tf IS 162 18 80 82 + ? 26 35 d* 16 ) ? IS ,, 74 i, ? 21 28,5 9 17 Kassenje 251 ,, 20 88 163 + ? 25,5 ,, 37 tf 232 Xr. Fundort Gesamt- lange Kopf Kopf- Rumpf- lange Schwanz \'order- bein Hinter- bein Ge- schlecht 18 Mawambi 241 20 88 I53 + ? 28 40 cf 19 224 19 *4 I40 + ? 26,5 37 cf 20 >> 204 19 84 I20 + ? 28,5 39 tf 2 I n jo6 17 .. 84 I22 + ? 23,5 34 9 22 -35 ,. 17 85 ,, 150 23 .13 9 23 y t 230 16 83 H7 + ? ,, 23,5 ,, 34-5 9 -4 Mawambi- A \vakubi 202 19,5 ,, 90 ,, II2 + ? 28,5 4i a" 25 II 212 16,5 83 I29 + ? 23 32 9 26 Awakubi 266 19,5 ii 88 178 -0,5 ,, 38,5 d 1 27 198 18,5 80 n8 + ? 26,5 ., 36 cf 28 M 183 16 76 107 + ? ,, 24,5 33,5 a* 29 ? M 16,5 81 ? 2^ 34 ,, 9 ? J 7 ii 86 ? 25,5 36 9 31 ii HI 12,5 55 86 + ? 17 24 ,, juv. 32 Nguru 168 17,5 ,, 75 ,, 93 + ? 23 30 tf 33 Duffle 206 15 66 140 + ? 19,5 30 0* Die Tabelle laBt deutlich die normalen sexuellen Charaktere erkennen. Die Mannchen sind durchweg groi3kopfiger und haben in der Regel kraftigere und langere Hinterbeine als die Weibchen, die sie auch an GroBe etwas iibertreffen. Der Schwanz ist beim Mannchen etwas langer, beim Weibchen etwas kiirzer als die doppelte Kopf rumpflange ; bei den Jungen ist seine Lange erheblich geringer. Schwanzverstiimmelimgen sind iiberaus haufig und regenerieren so vorziiglich, daB man manchmal das Regenerat nicht auf den ersten Blick erkennt. Doppel- schwanze fanden sich in zwei Fallen. Ein Vergleich des mir vorliegenden Materials mit zahlreichen Exemplaren aus Westafrika, die der Originalbeschreibung vollig entsprechen, zeigte alsbald, daB wir es hier mit einer Form zu tun haben, die in der KorpergroBe, der Zahl der Schuppenkiele und mehr oder weniger erheblich auch in Farbung und Zeich- nung so weit von jenen abweicht, daB ihr der Rang einer neuen Subspezies zuerkannt werden muB, die ich als Mabuia maculilabris subsp. major bezeichm-n mcichte. Die Kennzeichen der neuen Unterart sind kurz gefaBt folgende: Die GroBe westafrikanischer Stiicke betragt nach BouLENGivR hochstens 227 mm, wovon Kopl" und Rumpf 75 mm in Anspruch nehmen Etwa das gleiche MaB gibt MOLLER fiir Kanu-runer und \Vi.KNER fiir Exemplare aus dem Sudan an. Ein ausnahmsweise .^roU-s MiinnclK-n aus Kamerun (im Berliner Museum) miBt ohne 233 Schwanz 82 mm. Dieses extreme Mai3 wird jedoch bei ,, major" in der Halite aller Falle noch iibertroffen; das HochstmaB betragt 92 mm, was bei unbe- schadigtem Schwanze einer Gesamtlange von etwa 280 mm entspricht. Weiter- hin kommt die Normalzahl von fiinf Schuppenkielen fast niemals vor, vielmehr sind sechs bis sieben Kiele die Regel, aber rein siebenkielige Individuen durchaus keine Seltenheit, und selbst acht und neun Kiele sind zu finden. In der Farbung herrschen statt der licht gelbbraunen dunkelbraune, olivenbraune oder braun- griinliche Tone vor. Das sonst so charakteristische dunkle Seitenband ist hochstens schwach ausgepragt und fehlt meistens ganz. Dafiir tritt die weiBe Fleckenzeichnung an den Seiten von Kopf und Hals sehr lebhaft hervor und breitet sich im auBersten Falle iiber den ganzen Riicken aus. Innerhalb der Subspezies major selbst ist die Variabilitat wiederum sehr groB, denn tatsachlich stimmen nicht zwei Individuen vollig miteinander iiberein. Zum mindesten fiinf Gruppen lassen sich als selbstandige Varietaten mit Sicher- heit unterscheiden. I. Var. kwidjwiensis (Nr. 10 und n.) Schuppenkiele auffallend heteromorph, die drei mittleren sehr kraftig, die auBeren sehr schwach. GliedmaBen unverhaltnismaBig kurz, Schwanz sehr lang. Farbung der Oberseite mehr grau als braun, sehr lebhaft dunkel, sehr schwach hell gefleckt. Oberlippenschilder fast rein weiB. Kehle nicht gefleckt. Zwei Exemplare. Das eine stammt von der Insel Kwidjwi, bei dem anderen ist als Fundort ,,Kiwu-See" angegeben, doch gehoren die Exemplare, bei denen als Fundort ausdriicklich Kissenje angegeben ist, einer anderen Form an. 2. Var. wauensis. (Nr. 12.) GliedmaBen, besonders die Hinterbeine auBerordentlich lang. Oberseite dunkel gelbbraun mit sehr kraftigem Bronzeton. Ein maBig breites, dunkelbraunes Band verlauft in der Riickenmitte und endet auf dem Schwanze erst an der Regenerationsstelle, geht also vielleicht bis zur Spitze. Lippenschilder und Unterseite vollig ungefleckt. WeiBe Fleckung an Hals und Rumpf sehr sparlich. Die geringe Zahl der Schuppenreihen (30) ist vielleicht individuell. Nur ein Exemplar; Fundort Insel Wau. Ob die beiden Inseiformen nur zufallig an GroBe unter dem Durchschnitt stehen, ist bei der geringen Zahl der Individuen nicht festzustellen ; die Tatsache, daB es sich um Mannchen handelt, spricht eher fur das Gegenteil. 3. Var. schubotzi (Taf. VI. Fig. 3). (Nr. 13 17.) Oberseite heller oder dunkler braun, oft mit schwachem Bronze- schimmer. Die weiBe Fleckenzeichnung dehnt sich von den Halsseiten iiber den ganzen Rumpf aus. In der vorderen Korperhalfte sind die einzelnen Punkte vorn 234 und seitlich breit schwarz gesaumt. Die dunkle Zeichnung auf dem Riicken ist in der Regel nur schwach ausgepragt. Lippenschilder undeutlich gefleckt und dunkel gesaumt. Haufig einige dunkle Punkte an Unterkiefer und Kehle. Die fiinf Exemplare stammen aus dem nordlichen Teile des zentralafrika- nischen Grabens, von Fort Beni und Kassenje. Nr. 17 (Kassenje) gehort viel- leicht einer besonderen Form an (siehe Spezialbeschreibung). 4. Var. graueri (Taf. VI. Fig. 4). (Xr. i 9 und 18 31.) Oberseite beim Mannchen olivenbraun, beim \\Yibchen rein braun oder gelbbraun mit schwachem Bronzeton. Die weii3e Fleckung ist wenigstens bei den Mannchen gut ausgepragt, aber fast vollig auf die vSeiten von Kopf, Hals und Korper beschrankt. Die dunkle Riickenzeichnung tritt dagegen in vielen Fallen, besonders bei den Weibchen stark hervor. Bei diesen ist auch die dunkle Seitenzone manchmal deutlich erkennbar. Die Lippen- schilder sind regelmaCig sehr lebhaft gefleckt und dunkel gesaumt. Die Kehle ist bei den Mannchen stets dunkel gefleckt, oft auch bei den Weibchen. Bei beiden Geschlechtern treten dunkle Fleckchen an der Schwanzunterseite auf. Zu dieser Varietat recline ich samtliche Exemplare aus dem Kongostaate, sowohl die von GRAUER zwischen Tanganyika und Lualaba gesammelten, wie die zahlreichen Stiicke, die SCHUBOTZ vom Aruwimi-Ituri mitbrachte. Auch die fiinf Tiere von Kissenje und dem Kiwu-See stelle ich hierher. Auf eine weitere Gliederung dieser groBen Gruppe will ich vorlaufig verzichten und begniige mich, darauf hinzuweisen, daB bei samtlichen Exemplaren vom Kiwu-See und bei fast alien vom Aruwimi-Ituri Frontale und Frontonasale sich beriihren, wahrend bei den iibrigen, wie auch bei den drei anderen Varietaten fast stets das Gegen- teil der Fall ist. Diese Tatsache ist schwerlich rein zufalliger Natur, aber das vorliegende Material, so reichhaltig es auch ist, scheint mir in diesem Falle noch nicht auszureichen. 5. Var. rohrbecki. (Nr. 32.) Rumpf kurz und dick, Hinterbeine sehr kurz. Oberseite scharf in drei Zonen geteilt. Die mittlere nimmt die ganze Riickenbreite ein, ist hell rollidibraun und hat sehr starken Bronzeton, der zwischen den Schultern be- ginnl und bis zur vSchwanzwurzel reicht. Scharf abgesetzt davon sind zwei schnuilere, lebhaft rotbraune Seitenzonen, die unten unmittelbar an das weit hinaufreichende WeiB der Bauchseite stoBen. WeiBe Fleckenzeichnung nur am Ko])k- fk-ullicli, l.raune Riickenfleckung maBig hervortretend. Lippenschilder (luiikt-1 m-iuiiiil, nic-lit lu-11 gefleckt. I.i- t-iiu- I-.\i-ni])lar -tainint von N-uru in D. O. Afrika. Das Museum iKvit/.t norli eine Rrilu- \\x-iterer \-on LANGENBURr, am Nyassa-See. Das lel/.tr Kxt-niplar der Sammlung gehiirt gleichfalls einer selbstandigen Form an. 335 6. Var. bergeri. (Nr. 33.) Schuppen fiinfkielig. Der Mittelkiel und die beiden auBeren schwach, der zweite und vierte Kiel stark entwickelt. Oberseite olivenbraun. Helle Fleckung auf den Labialen sowie an den Seiten von Kopf, Hals und Rumpf deutlich, sparlich auf dem Riicken. Dunkle Flecken nur iiber der Schwanzwurzel. Unterseite ungefleckt. Ein Exemplar von DuFlLE. Diese Varietat gehort offenbar nicht in den Formenkreis der Subspezies major, wenn das Tier vielleicht auch noch nicht erwachsen ist. Sein Fundort liegt dem Verbreitungsgebiet der Var. schubotzi sehr nahe, aber es gibt kaum einen groBeren Gegensatz als das vorliegende Exemplar und etwa das von Kassenje. Eine bestimmte Fortpflanzungszeit scheint fiir M. maculilabris ebenso wie fiir ihre Verwandten, in diesen Gegenden wenigstens, nicht zu existieren. Trach- tige Weibchen wurden gefangen im Januar (Fort Beni), Ende April (zwischen Mawambi und Awakubi) und Anfang Mai (Awakubi). Mabuia diesneri Sternf. STERNFELD, Sitz. Ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin 1911 p. 248. 2 Ex. oV Brit. Ostafrika, HOFFMANN. Schuppen in 28 und 30 Reihen, rein dreikielig. Vier Labialia vor dem Suboculare. Zwei bis drei sehr kleine, stumpfe L,obula am Vorderrande der Ohroffnung. Kopfbeschuppung sonst ganz wie beim Typexemplar. i Ex. 9 Kibwezi, SCHEFFLER. Schuppen in 28 Reihen, dreikielig, doch treten sehr schwache Nebenkiele manchmal auf. Fiinf Labialia vor dem Suboculare. Sonst vollig normal. In der Farbung stimmen beide mit dem Typ fast vollig iiberein, nur sind die Tone beim Weibchen ein wenig matter. Zwei Langsreihen schwarzer Flecken vom Nacken bis zur Schwanzwurzel sind ebenso bei alien vorhanden. Die Korper- maBe betragen bei dem groBeren Mannchen: Kopf 17,5, Kopf- Rumpf 87, Schwanz 207, Vorderbein 25,5, Hinterbein 35 mm. Beim Weibchen: Kopf 20, Kopf- Rumpf 103, Schwanz 143 (regeneriert), Vorderbein 27,5, Hinterbein 36 mm. Der enorm lange Schwanz bildet ein wichtiges Kennzeichen mehr zur Unter- scheidung von M. wingati, deren Schwanzlange nach WERNER bei 85 mm Kopf- rumpflange nur 105 mm betragt. Die sexuellen Unterschiede sind, wie die Zahlen ja zeigen, nicht sehr bedeutend. Mabuia megalura Ptrs. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 195. TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 43. - L,ONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 7. - - Roux, Reptilien & Amphibien in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 96. -- PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,Il Ruwenzori", 1910 p. 4. i Ex. 9 Mohasi-See, SCHUBOTZ. Schuppen in 26 Reihen; vollig glatt. Oberseite gelbbraun. Zwei dunkle 236 Langsstreifen von der Schulter zur Schwanzwurzel, wo sie plotzlich abbrechen. An ihre Stelle tritt ein einzelner Langsstreif auf dem Schwanze. Mehrere weniger deutliche Parallelstreifen auf Riicken und Schwanz. Ein schmaler, weifier, oben und unten dunkel gesaumter Langsstreif von der Oberlippe iiber das Yorder- bein weg an der Seite entlang, undeutlich auf dem Schwanze fortgesetzt. Unter- ^iu- dunkel gestreift. Kopfrumpflange 66 mm, Schwanz 170 mm. Triichtiges Weibchen mit halbentwickelten Embryonen (Fangzeit Juli). I Ex. c 1 Xyawarongo (Ruanda) 1600 m, SCHUBOTX. Schuppen in 26 Reihen; ganz schwache Kiele bemerkbar. Oberseite rotlich- braun, die schwarze Langsstreif ung kaum angedeutet. Keine deutliche dunkle Seitenzone. Unterseite rein weii3. Kopfrunipflange 49 mm, Schwanz 120 mm. i Ex. "" Rugegewald (\Yest-Ruanda), ca. 2000 m, SCHUBOTZ. Schuppen in 27 Reihen; vollig glatt. Riicken graugelb, Schwanz rotlichgelb. Zeichnung wie bei dem Exemplar vom Mohasi-See, doch sind die schwarzen Streifen schwacher. Die dunkle Seitenzone tritt sehr deutlich hervor und tragt schwachen Bronzeschimmer. Unterseite schwach dunkel gestreift. Kopfrumpf- lange 54 mm, Schwanz 113111111 (regeneriert). i Ex. V Kissenje am Kiwu-See, GRAUER. Schuppen in 25 Reihen; Kiele angedeutet. Farbung wie bei dem von Nvawarongo. Kopfrunipflange 43mm, Schwanz versttimmelt. 5 Ex. Siidostufer des Kiwu-Sees, SCHUBOTZ. Schuppen in 26 Reihen; vollig glatt. Oberseite gelbbraun, Schwanz rotlichbraun. Die beiden Mittelstreifen auf dem Riicken tiefschwarz, die iibrigen und die Schwanzstreifen sehr schwach. Unterseite fast rein weiB. Kopfrunipf- lange 55 mm, Schwanz 101 mm (regeneriert). Q Schuppen in 27 Reihen ; vollig glatt. Frontonasale und Frontale get remit. Farlnmg ahnlich wie bei dem vorigen, aber die Riickenstreifen sind etwas schwacher und die Unterseite ist schwach gestreift. Kopfrunipflange 69 mm, Schwanz 85 mm (regeneriert). Das Tier enthalt kleine Eier von etwa 2 3 mm Durchmesser (Fangzeit August). V Schuppcn in 26 Reihen; v(")llig glatt. Farbung der Oberseite ein sattes r.iaun. Zwei sehr breite, tiefschwarze Langsstreifen vom Nacken bis zur Schwaii/wur/el sowie mehrere schwachere Parallelstreifen dazu. Die clunkel- l.rauiu- Si-it en/one und der weiJ3e Langsstreif treten M-hr lebhaft hervor. I'liU-iM-ite, br-ondcrs an dc-r Kehle, kriiftig schwar/.-rau gestreift. Kopfrumpf- liinge 71 nun, Schwanx \i-rstiiinnielt. Triichtii; mil halbreifen Embryonen i I ; aii-/.i-it An-u^t). juv. Silin])]n-n in 26 Reihen. Farbung wie bei dem vorigen, aber Unter- te ri-in wi-il.i Kopfrumpflange 33111111, vSchwanz 65111111. juv. vSehup]>i-ii in 27 Reihen. F;irbnn;j, \\ic- \-orher. Kopfrumpflange 25 mm Schwan/.lanv;r } 1 .5 nun. 237 Sexuelle Unterschiede in Korperform oder Farbung sind nicht zu bemerken. Bei den Jungen ist die Schwanzlange erheblich geringer als bei den Erwachsenen. Wahrend im Juli und August gefangene Weibchen halbreife Embryonen enthielten, fanden sich bei einem weiteren, im August gesammelten Exemplar noch ganz unreife Eier; von einer bestimmten Fortpflanzungszeit kann also auch hier nicht gesprochen werden. Mabuia varia Ptrs. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 202. LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 8. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 43. i Ex. cf Elgejo-Hochland (nordl. v. Ravine), BERGER. Schuppen in 32 Reihen, von denen nur die neun bis zehn mittleren gekielt sind. Die Seitenschuppen vollig glatt. Das nach vorn gelegte Hinterbein reicht mit der langsten Zehe nicht ganz bis zur Handwurzel. Farbung oberseits tief- braun, mit einem breiten mittleren und zwei schmaleren seitlichen Langsstreifen auf dem Riicken. Ein weiBer Streif von der Oberlippe zum Oberschenkel. Die hellen Riickenstreifen sind tiefschwarz gesaumt. Seiten hell und dunkel gefleckt. Unterseite griinlichweifi. i Ex. 9 Guaso Ngesho, BERGER. Schuppen in 32 Reihen; nur die sieben mittleren deutlich gekielt. Farbung wie bei dem Mannchen, nur sind die hellen Streif en von schwarzen Flecken- reihen gesaumt. Hochtrachtig mit vollig geburtsreifen Embryonen (Fangzeit u. November). TORNIER fand halbreife Embryonen bei im Januar gefangenen Exemplaren. 1 Ex. o* Nairobi, THOMAS. Schuppen in 32 Reihen, auch an den Seiten gekielt. Mittlerer Riickenstreif von braunen Flecken gesaumt. Mabuia striata Ptrs. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 204. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 44. - - LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 8. - WERNER, Ergebn. zool. Porschungsreise Sudan, i9o8, p. 32. Rund fiinfzig Exemplare dieser Art wurden gesammelt. Sie stammen samtlich aus dem Gebiete ostlich vom innerafrikanischen Graben, wahrend Mabuia maculilabris ihrerseits weder am Victoria-See, noch in Mpororo, wo striata un- gemein haufig ist, gefunden wurde. Die Gebiete der beiden Arten beriihren sich hier nur am Kiwu-See. 2 Ex. Nordostlich vom Victoria-See, BERGER. o* Schuppen in 36 Reihen, scharf dreikielig. Das Suboculare beriihrt den lyippenrand zwischen dem 6. und 7. Labiale. Scheitel und Riickenband lebhaft schwarz gefleckt. Helle Bander zwei Schuppen breit. Der Kontakt zwischen Suboculare und Lippenrand entsteht nach meiner Ansicht nicht, wie TORNIER meint, durch Verschmelzung des siebenten Labiale 238 mit clem Suboculare, sondern dadurch, daB dieses Schild keilformig nach unten vordringend die Lippenschilder, und zwar gewohnlich das sechste und siebente, auseinander drangt. Bei dem mir vorliegenden Material ist das aber eine seltene Ausnahme; fast stets ist das Suboculare ganz breit vom Lippenrande getrennt, ohne sich iiberhaupt merklich nach unten zu verjiingen. c" 1 Schuppen in 34 Reihen; haufig fiinfkielig. Frontonasale und Frontale breit getrennt. Scheitel und Riickenband undeutlich dunkel gefleckt. Kopfrunipflange 84 mm, Schwanz 86 mm (regeneriert). i Ex. Entebbe, GRAUER. juv. Schuppen in 34 Reihen; dreikielig. Riickenband dunkel gefleckt. Helle Streifen nicht ganz z\vei Schuppen breit. 17 Ex. Unmittelbare Nahe von Bukoba, SCHUBOTZ. Die Kopfbeschuppung variiert wenig. Einmal sind Frontonasale und Frontale nicht ganz in Kontakt. Das Suboculare beriihrt den Lippenrand niemals, auch nicht annahernd. Die Zahl der Schuppenlangsreihen betragt zweimal 34, neunmal 36, dreimal 37, zweimal 38 und einmal 39. In zehn Fallen sind die Schuppen rein oder fast rein dreikielig, sonst kommen auch fiinfkielige vor, doch iiberwiegt die Fiinfzahl nur einmal. Die Grundfarbung ist schwarzbraun oder olivenbraun, in seltenen Fallen mehr rotbraun, wobei dann die sonst weiB- lichen oder griinlichweiBen Langsstreifen dunkelgelb sind. Das dunkle Riicken- band ist mehr oder weniger lebhaft braun oder schwarz gefleckt, seltener ge- streift, ganz ausnahmsweise einfarbig. Die Unterseite ist weiBlich oder gelblich. Bei den meisten Mannchen ist die Kehle dunkelbraun gefleckt, bei der Mehrzahl der Weibchen und bei einigen Mannchen ist sie rein weiB. Xur drei mannliche Exemplare haben noch ihren urspriinglichen Schwanz, dc-r knapp um die Halfte langer ist als Kopf und Rumpf (76 -f 109, 73 + 106, 60 + 89 mm). Die Kopfrunipflange der groBten Mannchen schwankt zwischen 79 und 8 1 mm, die der groBten Weibchen zwischen 83 und 89 mm; sonstige -^xuelle Unterschiede sind kaum bemerkbar. Von den sechs Weibchen enthalten fiinf Embryonen, die noch ziemlich unreif sind, das sechste, gleichzeitig das :j,roBte Exemplar jedoch solche, die ganz kurz vor der Geburt stehen (Fangzeit C5. Juni). 22 Ex. Mpororo, SCHUBOTZ. Im allgemeinen gilt hier dasselbe wie fur die bei Bukoba gefangenen. Die Zahl der Schuppenreihen und der Kiele ist durchsclmittlich etwas holier. ; 1 R ilu'ii finden sich nur einmal, 35 zweimal, 36 kommen in sechs Fallen vor, uuliR-nd /. \vi-imal 37, achtmal 38, dreimal 39 und in einem Falle 40 auftreten. Kc-im- 1 Ju-ikic-lung haben zehn Exemplare, und zwar hauptsachlich jiingere Tic-re-, vic-r /ri-rn durchweg fiinf Kic-le, und bei den iibrigen kommen iiberzahlige Kic-lc in nu'lir odrr minder starker Auspragung vor. (k-nau dir Il-ilt'U- dc-r Exemplare sind Mannchen, die sich in der Farbung nicistens durch etwas helleren (.rundton und schwachere P A leckung von den 239 - Weibchen unterscheiden. Dunkle Kehlflecken finden sich nicht mehr vor. Die drei Exemplare, deren Schwanz noch intakt ist, samtlich Mannchen, messen 82 + 115, 79 + in und 64 + 92 mm. Die Kopfrumpflange der groBten Mann- chen schwankt zwischen 82 und 85, die der groBten Weibchen zwischen 86 und 90 mm. Die erwachsenen Weibchen sind samtlich trachtig, bis auf eines, das die Geburt eben hinter sich hat. Von den anderen enthalt eines ganz kleine Eier, wahrend die iibrigen schon sehr entwickelte, wenn auch noch lange nicht geburtsreife Embryonen tragen. Also drei verschiedene Stadien der Trachtig- keit am gleichen Orte und zu gleicher Zeit (3. Juli). Besonders bemerkenswert sind drei auffallend hell, griinlichweiB, gefarbte Mannchen. Die dunkle Farbe ist so stark verblaBt, gleichsam ausgewaschen, dai3 die hellen Riickenbander sich kaum noch abheben. Es scheint sich hier um einen unvollkommenen Albinismus zu handeln. 1 Ex. o* Mohasi-See, SCHUBOTZ. Schuppen in 36 Reihen, fast rein dreikielig. 3 Ex. Insel Kwidjwi im Kiwu-See, SCHUBOTZ. Samtlich mittelgroBe Weibchen. Schuppen in 36 37 Reihen, durchweg dreikielig. Alle drei sind trachtig. Bei einem sind die Embryonen geburtsreif, bei den beiden anderen noch sehr weit zuriick (Fangzeit August). 2 Ex. Kissenje am Kiwu-See, SCHUBOTZ. 9 Schuppen in 35 Reihen, 3 (5)kielig. Riicken undeutlich schwarz gestreift, hell punktiert; gelbliche Punkte auch an den Seiten. Kehle dunkel gewolkt. Trachtig mit geburtsreifen Embryonen (Fangzeit August). 9 Schuppen in 36 Reihen. Die Kielung ist sehr eigenartig; es sind namlich die drei Mittelkiele normal entwickelt und seitlich von ihnen steht je ein Paar ganz kleiner, kurzer Kiele, so daB im ganzen sieben vorhanden sind, eine Zahl, die bei der normalerweise dreikieligen striata wohl noch nicht beobachtet wurde. Farbung wie bei dem vorigen, aber der Scheitel hell olivengriin und die Kehle rein weiB. GroBtes vorhandenes Exemplar; Korperlange 91 mm, Schwanz regeneriert. Trachtig mit noch ganz unreifen Embryonen (Fangzeit August), i Ex. Kiwu-See, KANDT. Ein eben geborenes junges Tier, i Ex. d* Nairobi, THOMAS. Dieses Exemplar gehort offenbar einer Form an, die sich von alien bisher erwahnten unterscheidet. Die Zahl der Schuppenreihen betragt 41, ist also ungewohnlich hoch. Drei Kiele sind durchweg vorhanden. Der Riicken ist dunkelbraun, schwach langsgestreift, die Seiten heller braun, undeutlich dunkel gefleckt. Die hellen Riickenstreifen sind sehr schmal, kaum mehr als eine Schuppe breit (wenn auch auf zwei Reihen verteilt), nach innen zu durch einen schwarzen Saum scharf begrenzt. Die Kehle ist dunkel gewolkt. MittelgroBes Tier von 70 mm Kopfrumpflange; Schwanz verstummelt. 240 Mabuia brevicollis Wiegrn. BOL'LENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 169. TORNIKR, Zool. Jahrb. Syst., v. 13 1900 p. ;;; : v. 16 1902 p. 583; v. 22 1905 p. 385. - \VHRNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 26. i Ex. cf Kibwezi, SCHEFFLER. Schuppen in 32 Reihen, durchweg dreikielig, doch ist der Mittelkiel nur schwach. Die Sohlen sind rauh, aber nicht dornig, die Subdigitallamellen sind deutlich gekielt. Sechs Oberlippenschilder liegen vor dem Suboculare. Die Farbung der Oberseite ist gelbbraun, die einzelnen Schuppen aber an beiden Seiten dunkelbraun, so daB Langsstreifen entstehen. An den Seiten des Korpers stehen viele weiBliche Strichflecken. Die Unterseite ist gelblichgrau, die Kehle undeutlich gefleckt. Ein sehr stattliches Exemplar von 134 mm Kopfrumpflange. Der Kopf bis zur Ohrciffnung mi!3t 27, das Vorderbein 37, das Hinterbein 47 mm. Der Schwanz ist leider verstiimmelt. i Ex. o Kibwezi, SCHEFFLER. Schuppen in 31 Reihen, gekielt wie bei dem vorigen Exemplar. Subdigital- lamellen deutlich gekielt. Sechs Oberlippenschilder vor dem Suboculare; das sechste konnte auch als ein zweites Suboculare angesehen werden. Farbung ahnlich wie bei dem vorigen, doch sind an .den Halsseiten noch senkrechte, schwarzgraue Binden, Reste der Jugendzeichnung bemerkbar. Kehle ungefleckt. Lange 70 -j- 100 mm. i Ex. juv. Brit. Ostafrika, HOFFMANN. Schuppen in 32 Reihen, schwach gekielt, Mittelkiel kaum bemerkbar. Fiinf Oberlippenschilder vor dem Suboculare. Sohlen dornig. Oberseiten schwarz- braun mit Querreihen gelblichweiBer Flecken. Unterseite gelb. Kopfrumpf- lange 57mm; Schwanz verstiimmelt. Lygosoma graueri nov. spec. (Fig. 3). Der groBte Teil des von GRAUER und SCHUBOTZ gesammelten Material- an Lygosomen gehort einer kleinen Art an, die der von TORNIEK be- M-lirii-bt-iH-n L. blochnuuini und BOULENGERS L. meleagris nahesteht, und zwar in der \Veise, daI3 die vierzehige L. nu'lcii^ris zwischen der dreizehiv;en /.. blochmanni und der neuen P'orm die Mitte halt. Die Charaktere der neuen Ait sind iol-riKk-: S linan/A- sehr kur/. und stumpf, kaum langer als das Auge. Nasenloch in einein un-eti-ilteii Xa>ale. Praefrontalia ziemlich klein. Frontale in Beriihrung mil den beiden ersleii von vier vSupraocularen. Sieben Supraciliaren. Unteres . \u-i-nliil nalie/.u -leii-hniiil.SiL; beschui)i)t, halbdurchsichtig. Sechs Ober- und lis bis xit-lu -11 rnierlippenM-liilder. Ein Paar groBe Nuchalia. Korperschuppen in 22. selteiier 23 dder 2j I.iin-sreihen; \-(>lli^ v;latt. Ohroffnung sehr klein, 241 punktformig. GliedmaBen kurz und schwach. Hand 4 5fingerig, FuB stets fiinfzehig, 9 u L,amellen unter der vierten, der langsten Zehe. Die Kopfrumpf- lange des groBten Exemplars betragt 72 mm, wovon 10 mm auf den Kopf entf alien. Die Schwanzlange be- tragt beim Mannohen i 3 / 4 i 4 / 5 , beim Weibchen i l / z 1 2 / 3 der Kopfruinpflange, doch ist der Schwanz nur selten tadellos erhalten. , a Die Farbung erwachsener Exemplare ist auf dem Fig- 3- Lygosoma graueri Kopfe und einem etwa sechs Schuppen breiten Riicken- n) subsp ' 9 uatt r d W tat * b) subsp. quinquedigitata bande rotbraun, mehr oder weniger dicht von schwarzen rechte Hand ( vergrm ) m Punkten, Langsstrichen und Wellenlinien durchsetzt, wo- bei die dunkle Farbung sogar iiberwiegen kann. Der ganze iibrige Korper, auch die Unterseite, ist tiefschwarz, fast jede einzelne Schuppe aber weiB gefleckt oder gesaumt. Die weiBen Flecken sind am Bauch groBer als an den Seiten. Ein unregelmaBig begrenzter, etwa fingerbreiter, orangegelber oder orangeroter Giirtel unterbricht in der Gegend des Beckengiirtels die Grundfarbung. Diese halb albinotische Zone umfaBt auch die Hinterbeine und die Schwanzwurzel, wahrend der iibrige Teil des Schwanzes die gleiche Farbung wie der Rumpf aufweist. Jiingere Tiere sind ahnlich gefarbt, doch tritt das Schwarz stark zuriick, die Bauchseite hellt sich vollig auf und die gelbrote Beckenzone ist undeutlich. Nach dem verschiedenen Grade der Finger- und Zehenverkiimmerung lassen sich zwei Subspezies unterscheiden. Subspecies quinquedigitata (Taf. VI. Fig. 5). Hand stets deutlich fiinffingerig. Daume mit deutlicher Kralle und ober- seits von etwa i x /2 2 Schuppenquerringen gedeckt. Erste Zehe stets gut ent- wickelt, bekrallt and von 2 2 1 / 2 Schuppenringen gedeckt. Sonst mit den Charakteren der Art. 5 Ex. (i a", 499) Bambusurwald und Waldwiesen am FuBe des Karis- simbi, SCHUBOTZ. Sq = 22 --23. Die drei groBeren Weibchen sind trachtig (Fangzeit November). Die Art ist eierlegend, wie mehrere Individuen mit legereifen, beschalten Eiern beweisen. i Ex. 9 Gahama am FuBe des Karissimbi; Bambusurwald und Wald- wiesen in 2400 m Hohe, SCHUBOTZ. Sq = 24. Das Exemplar ist auffallend hell gefarbt, neigt zum Albinismus. 1 Ex. Galago-See (FuB des Karissimbi), SCHUBOTZ. Sq = - 22. 2 Ex. juv. Nyragongo, in ca. 3000 m Hohe, SCHUBOTZ. 4 Ex. (2 cftf, 2 99) Bugoie-Wald, STEGMANN und STEIN. Sq = 22 24. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 1 6 Subspecies quattuordigitata. Hand niemals deutlich fiinffingerig. Daume in der Regel vollig zuriick- gebildet und nur noch durch eine vergroBerte Schuppe angedeutet; im besten Falle ein ganz kurzes, von I Schuppe bedecktes, niemals bekralltes Spitzchen. Erste Zehe sehr klein, aber doch noch deutlich erkennbar, in der Regel von 2 Schuppenquerringen bedeckt, seltener nur von i und dann gewohnlich un- bekrallt. GliedmaBen schwacher als bei der vorigen Form. i Ex. cT* Rugegewald, auf niedergebrannter \Yaldbl6I3e, SCHUBOTZ. Sq = 24. Halberwachsen. i Ex. d* Bugoie-Wald, STEGMANN und STEIN. Sq = 22. 28 Ex. (3cV, i699, 9Juv.), Rugegewald, 2100 m Hohe. GRAUER. Sq = 22 24. Die folgende Tabelle veranschaulicht die wichtigsten korperlichen Ver- haltnisse einer groCeren Anzahl von Individuen beider Formen. Subspecies Sq Gesamt- lange Kopf Kopf u. Rumpf Rumpf Vorder- bein Hinter- bein Ge- schlecht quinquedigitata 24 ? 10 mm 75 mm 56 mm 10 mm 14 mm 9 i> 23 ? 9,5 70 ; 3 9,5 ,, 13,5 ,, 9 22 ? 9 .. 70 S3 10 13,5 9 22 126 mm 7 ,, 47 34 ,, 6,5 ,, 10 9 22 159 ,, 9 56 4i,S 8,5 ,, ",5 M 0* quattuordigitata 24 ? 10 72 54 ,, 9 12 9 22 149 + ? 9 70 50 9 M 12,5 ,, 9 II 23 I.V+? ,, 10 67 45 9 ,, 13 ,, 9 II 22 161 10 62 44 X ,. ", 5 9 1 1 22 M" 9 60 44 8 ii 9 II 24 I5I+? ,, 8,5 58 41,5 7 io,5 >, 9 II 22 131 ,, 52 38 6,5 10 9 > 22 UI 8 So 37 6,5 9,5 9 M 22 i M 10 63 46 ,, 8 13 M 0* II 24 125 8 47 34 6 9 >, II 22 III+? 7 44 .^ ( ,- 9 I >k- Kopflange ist bis zur Ohroffnung. die Rumpflange von Vorderbein zu Hintc-rl.cin gerechnet. Dieser letzte Abstand sclnvankt sehr erheblich, namlich /wisclu-n der 3 a / 2 u d 4 1 / 2 fachen Lange der HintergliedmaBen. Die beiden Subspezies unterscheiden sich darin nicht wesentlich, \venn man beriicksichtigt, daC quinquedigitata etvvas langere Hinterbeine hat; lang- vvie kurzrumpfige Exemplan konnncn bei beiden Formen vor. 243 Der Grund fiir diese merkwiirdig groBe Variabilitat diirfte in der eigentum- lichen Bewegungsart dieser kurzbeinigen Echsen zu suchen sein. Bei Sauriern mit kraftigen GliedmaBen, die bei der Fortbewegung in lebhafte Tatigkeit treten, finden sich so groBe Schwankungen niemals, wohl aber in der Rumpflange fuB- loser Echsen sowie in der Korper- und Schwanzlange der Schlangen und lang- schwanzigen Lazertilier, offenbar da ein Plus oder Minus hier von nur geringer biologischer Bedeutung und somit der natiirlichen Kontrolle der Selektion weniger unterworfen ist. Trotz ihres verhaltnismaBig kurzen Rumpfes kriechen nun die hier in Betracht kommenden Lygosomen bei schnellerer Bewegung stets mit angelegten Beinen, so daB ihr L,auf vollkommen dem der Schlangen und der fuBlosen Echsen entspricht. Auch die Variabilitat der Finger und Zehen ist sehr betrachtlich. Es zeigt sich das am einfachsten beim Zahlen der Schuppenquerringe auf der Oberseite der einzelnen Zehen. Die Zahlen betragen von innen nach auBen an der Hand von quinquedigitata iV 2 2, 2% 3. 3% 4 1 /2. 3 1 A 4%. 2 Vz- An der Hand von quattuordigitata (i), 2 1 / 2 3, 4. 3% 4, 2 2%. Am FuBe der ersten Form 2 2V 2) 3, 4 4%. 4 l /2 5, 2y 2 -3, an dem der zweiten (i) 2, 2% 3, 3 4. 4 5, 2 2%. Die Klammern bedeuten, daB der betreffende Finger oder Zeh krallenlos ist. Da in der Regel nicht ein einzelnes Glied, sondern Hand und FuB als Ganzes variieren, so entfernen sich die Extreme ziemlich weit voneinander. Lygosoma blochmanni Torn. TORNIER, Zool. Jahrb. Syst., 1904 p. 174. i Ex.o* Insel Kwidjwi im Kiwu-See, SCHUBOTZ. Sq = 22. Riicken gelbbraun mit schwarzlicher Zeichnung. Kehle schwarz, Bauch hell mit braunen Punkten. Kopfrumpflange 50 mm; Schwanz vefstummelt. 4 Ex. 99 Urwald auf Kwidjwi, SCHUBOTZ. Sq = 22 23. Oberseite rotlichbraun, Unterseite, auch die Kehle, hell. Das groBte miBt von der Schnauze zum After 48 mm. Zwei Exemplare sind trachtig, die Eier aber in sehr verschiedenen Stadien der Entwicklung (Fangzeit September). I Ex. juv. Kwidjwi, GRAUER. Der ausfiihrlichen Beschreibung TORNIERS sind nur wenige Punkte hinzii- zufiigen. Die Schnauze ist sehr kurz, wie bei der vorhergehenden Art, kaum langer als das Auge. Das Ohr ist sehr klein, punktformig. Innen- und AuBen- finger sowie Innen- und AuBenzehe sind verloren gegangen, aber wahrend die beiden Finger noch in Gestalt einer etwas vergroBerten Schuppe als Rudiment zu erkennen sind, ist das bei den Zehen nicht mehr moglich. Die iibrig gebliebenen Finger und Zehen machen durchaus keinen rudimentaren Eindruck; die beiden auBeren Zehen sind etwa gleichlang und langer als der innere, von den Fingern ist der mittlere am langsten. Die Art scheint auf die Insel Kwidjwi beschrankt zu sein. 16* 244 Lygosoma kilimensis Steijn. STEIJNEGER, Proc. U. S. Nat. Mus., v. 14 1891 p. 405. - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 46. - - LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 9. i Ex. d* D. O. Afrika ( ? Kilima-Njaro), ROHRBECK. Sq = 22. Hellbraun oberseits mit drei dunklen Langslinien an den Seiten. Unterseite rein weiB. Kopfrumpflange 64, Rumpflange 46, Kopf 9, Vorder- bein 9, Hinterbein 14,5 mm. Durch die rein \veiBe Bauchfarbung ist diese Art schon auf den ersten Blick leicht von den vorhergehenden zu unterscheiden. Die drei bunt gefarbten Jungen, die TORNIER vom Kagera angibt, erwiesen sich als L. graueri quinque- digitata. Von dieser Art und ihren nachsten Verwandten unterscheidet sich L. kilimensis vor allem durch die viel groBere, wagerecht liegende, von kleinen Spitzchen umrahmte Ohroffnung, durch die langere Schnauze, die langeren Hinterbeine, an denen wieder die 3. und 4. Zehe besonders lang sind sowie schliefilich durch bedeutendere GroBe. L. thomasi Torn, ist wohl kaum artlich verschieden. Lygosoma aloysii sabaudiae Peracca. PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 5. i Ex. a" Fort Beni, SCHUBOTZ. Sq = = 22. Das Exemplar stimmt mit PERACCAS Beschreibung ganz vorziiglich iiberein. Es hat 22 Schuppenreihen, die Schnauze ist langer als bei den anderen Formen mit Ausnahme von kilimensis, das untere Augenlid zeigt in der Mitte eine ver- groBerte, durchscheinende Platte. Der VorderfuB hat 4 Zehen und ein winziges Daumenrudiment, das auch PERACCA schon bemerkte. Die Finger sind ziemlich lang; die Zahl der Schuppenquerringe betragt (i), 4^, 6, 5%, 3. An dem fiinf- zehigen, verhaltnismaBig kraftigen Hinterbeine sind die 3. und 4. Zehe erheblich langer als die anderen; die Zahlen betragen hier 2, 4, 5V 2 , 6y 2 , 3 l / 2 . Die vierte Zehe tragt an der Unterseite 14 Lamellen. Die Kopfrumpflange betragt 45, die Kopflange 8, die des Vorderbeins 8 und die des Hinterbeins 13 mm. Die Farbung ist auf der Oberseite gelbbraun, jede Schuppe mit dunklerem Zentrum, so daB Langsstreifung entsteht. Ein dunkles Band an beiden Seiten des Nackens. Labialia tiefbraun gefleckt, Unterseite weiB. Nach der Form der Ohroffnung steht diese Art L. kilimensis naher als den anderen. Das Ohr bildet einen sehr schmalen, wagerecht liegenden Spalt mit zackigen Randern. Eine Bestimmungstabelle dieser Lygosomengruppe Aquatorialafrikas gibt demnach folgendes Bild: I. Ohr auBerst kk-in, i)iinktf6rmig. A. Samtliche GliedmaBen dreizehig L. blochmanni Torn. B. Saint lie-he GliedmaBen vierzehig, Nasale geteilt L. mdeagris Blgr. 245 C. Hinterbeine fiinfzehig, Nasale ungeteilt. 1. Supranasale unpaar. Daumen vollig rudimentar, krallenlos . . L. graueri subsp. quattuordigitata Sternf. Daumen klein, Kralle vorhanden . . . . L. graueri subsp. quinquedigitata Sternf. 2. Zwei Supranasalia. L. kutuensis Lonnb. II. Ohrof fnung ein fast wagerechter, von vorspringen- den Zackchen gesaumter Spalt. A. Samtliche GliedmaBen fiinfzehig L. kilimensis Stejn. B. Vorderbeine vierzehig (Daumen rudimentar) . L. aloysii-sabaudiae Peracca. Lygosoma sundevalli Smith. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 307. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 45. 4 Ex. (i cf, 3 99), zwischen Uvira und Kabambare, GRAUER. Die Farbung aller ist dunkel graubraun, mit Langsreihen dunkler Flecke auf dem Riicken. Die Unterseite gelblichweiB bis auf ein paar braune Piinktchen am Unterkiefer. i Ex. d* Kassenje am Albert-See, SCHUBOTZ. Farbung hell rotlichbraun, mit zahlreichen, dunkelbraunen Strichflecken auf -dem Riicken. Unterseite weii3, nur am Schwanze braunlich gefleckt. i Ex. o* Usumbura, Hauptmann v. GRAWERT. Ganz ahnlich dem Exemplare von Kassenje. i Ex. juv. Morogoro, REUSS. Grundfarbung dunkel violettbraun, schwarze Flecke fast kreisrund. Unter- seite rein weiB. i Ex. juv. Insel Ukerewe im Victoria-Nj ansa, CONRADS. Riicken rotlichbraun, dunkel punktiert. I Ex. juv. Lado, BERGER. Ahnlich dem vorigen. Schwanzspitze wenige Millimeter lang gegabelt. 1 Ex. a* Brit. Ostafrika, HOFFMARN. Riicken rotlichbraun, mit zahlreichen, ovalen, schwarzen Flecken. Kehle und Bauchseiten braun gesprenkelt. 3 Ex. (2 oV, i 9) Brit. Ostafrika, HOFFMANN. Olivenbraun oberseits. Mehr oder weniger deutliche weiBe L,angsstrichelung an den Seiten von Rumpf und Schwanz. Unterseite ungefleckt. 2 Ex. 99 Kibwezi, SCHEFFLER. Supranasale nicht vollig vom Nasale getrennt (Var. modestum). Farbung wie vorher. 246 i Ex. y Kibwezi, HUEBNER. Ein ungewohnlich groCes Exemplar (13,40111 Kopfrumpflange). Beschup- pung normal; Farbung olivenbraun. I Ex. o" Gondokoro, BERGER. Stark beschadigt. Farbung vvie vorher. Ftindort Sq Kopf Kopf- Rumpf- lange Rumpf Yorder- bein HinU-r- bein ' '.e- schlecht Bemer- kungen Kassenje 2? 14,5 in m 107 nim 75 mm 13 mm 20 nun cT Riicken duu- kel gefleckt T'viru-Kabambare 26 14 105 78 ",S >, 19 9 do. 27 H 100 72 12 19 o" do. Brit. Ostafrika 25 U 96 72 ,, ii,5 17 o" do. Uvira-Kabambare 26 13 92 66 ",5 18,5 ,,' 9 do. Usunibura 28 12 81 59 ,, ", 5 ,, 18 0* do. Uvira-Kabambare 28 ii.S ,, 77 ,, 52 10,5 18 9 do. Morogoro jr. 10 58 40,5 9 H juv. do. I'kerewe 28 6,5 33 23 ,, 6,5 9 i, juV. do. Lado 28 7 3i ,, 20,5 ,, 6,5 ,, 9 juv. do. Hrit. Ostafrika 26 15,5 134 102 14 23 d* Riickeu ein- farbig ii 25 '4,5 ,, i 18 87 ,, 10,5 19,5 -. cf do. ii 24 13,5 -- 1 10 84 ,, 10,5 "' 9 do.. Kib\\i//.i ^5 i > 88 64 "o 1*0 ( + > do. n 26 12 87 65 ,. 10,5 '7 9 do. Hrit. Ostafrika 24 10,5 7i 51 9 14,5 0* do. Gondokoro 25 13 90 66 i i '7.5 M 0* do. Wie die Tabelle ergibt, besteht zwischen den einfarbigen und den gefleckten Exemplaren ein kleiner Unterschied in der Zahl der Schuppenreihen, der nicht ganz zufallig sein kann. Das einzige gefleckte Exemplar aus Brit. -Ostafrika hat jedoch auch nur 25 Schuppenreihen; es scheint sich dalier eher um eine geographische als um eine Farbenvarietat oder Subspezies zu handeln. Ein be- s( )i!d< -n-r Wert ist aber auf diese minimalen vSchwankungen wohl ebensowenig zu k-iji-n, wie auf die vollige oder unvollstandige Abtrennung des Supranasale voin Nas;ik-. Die Scluvankungen in den korperlichen Verhaltnissen sind recht brtrachtlich ; die Sclnvanzlan^e \\urde nicht beriicksichtigt, da der Schwanz nur au^n:i]uns\v(.-ise unbeschadigt erhalten ist. Ablepharus wahlbergi Smith. I'."' I i v.i H , C .it. l.i/. I '.lit. MUM., v. ? p. j --,(>. TOR Ml K , Kriivhtli. I). ' >. Air., i S<>; p. |'. n. M-li\M-i|. l.\|n-d. Kilimuiidjam, \? p. <>. I Kx. Kibwezi, HuiciiXiCR. Sq - -''>. OlH-r-M-itr hellbraun mit unterbrocheiu-n, dunklen Langslinien. 247 Eine breite, tiefbraune Seitenzone von der Schnauzenspitze bis zum Schwanze, auf dem sie sich allmahlich verliert. L,ange 42 -f- 65 mm. 2 Ex. juv. Kibwezi, SCHEFFLER. Rhiptoglossa. Chamaeleontidae. Chamaleon gracilis Hall. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 448. - - WERNER, Zool. Jahrb. Syst., v. 15 1902 p. 336. - - LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 9. -- WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 39; Chamaeleontiae in ,,Das Tierreich", 1911 p. 12. i Ex. o* Kifumu (N. O. Ufer des Victoria Njansa), SCHAUER. Fergensporn vorhanden. Lange 124 +130 mm. In der linken Achselhohle sitzt eine riesige Zecke. I Ex. 9 Hoima (Uganda), BERGER. i Ex. 9 Kassenje am Albert-See, SCHUBOTZ. Lange 120 -f 130 mm. Ein triftiger Grund, Ch. gracilis von der folgenden Art zu trennen, liegt meines Erachtens nicht vor. Chamaelon dilepis Leach. BOULENGER, Cat. Liz. Brit. Mus., v. 3 p. 450 T. 39 Fig. 6. -- TORNIER, Kriechth. D. O. Afr,, 1897 p. 47 T. 3; Zool. Jahrb. Syst., 1900 p. 606. - - WERNER, Zool. Jahrb. Syst., 1902 p. 338. - LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 10. - - WERNER, Chamaeleontidae in ,,Das Tierreich", 1911 p. 13. - - STERNFELD, S. B. Ges. naturf. Freunde, 1911 p. 249. Ein sehr reichhaltiges Material erlaubt es, samtliche Ubergange von Formen, die kaum von Ch. gracilis zu unterscheiden sind, bis zu solchen mit sehr groBen, breit zusammenstoBenden Kopflappen zu beobachten. Ch. dilepis roperi schlieBt sich nach beiden Richtungen an, denn es kommt sowohl ein fast volliges Schwin- den der Kopflappen vor, und zwar am gleichen Fundorte mit Exemplaren, die noch ganz deutlich als typische roperi erkennbar sind, wie ein Anwachsen jener hautigen Anhangsel zum GroBenmaximum bei gleichzeitig volliger Trennung. Ch. dilepis roperi Blgr. 37 Ex. (14 oV, 1799, 6 juv.), Kibwezi, SCHEFFLER. Fast alle Exemplare sind halberwachsene oder noch ziemlich junge Tiere. Die Kopflappen sind vielfach auBerst klein, in manchen Fallen nur angedeutet. 13 Ex. (6 oV, 7 99), Kibwezi, HUEBNER. Auch dies sind meist jiingere Exemplare, doch befinden sich auch einige erwachsene darunter. Das groBte Weibchen miBt 150 + 132 mm. 4 Ex. oV Brit. Ostafrika, HOFFMAN^. MittelgroBe, trachtige Tiere. Kopflappen klein, in der fur roperi charak- 2 4 8 teristischen Form. Das groBte miBt 121 + 87 (!) mm. Bei den drei anderen 1st ck-r Sch \vanz nicht so auffallend kurz, aber stets kiirzer als der Korper. 2 Ex. Voi (Brit. Ostafrika), SCHAUER. i ,, juv. Insel Ukerewe im Victoria Njansa, COXRADS. 1 ,, 9 Moschi. MAUCK. 3 99 Kilima Xjaro, FORSTER. Ch. dilepis quilensis Boc. 2 Ex. 99 Kiwu-See, STEGMAXX und STEIN. 2 ,, 99 Westliches Russisiufer (Nordwestufer des Tanganyika), GRAUER. Das groBte Exemplar miBt ohne Schwanz 125 mm. Alle vier stellen nicht die reine qiiilcnsis-'Form dar, sondern neigen mehr oder weniger zu der typischen dilepis. Ch. dilepis dilepis Leach. 2 Ex. (Q* und 9) Nguru, Laubwald in 200 300 m Hohe, ROHRBECK. Die Kopflappen sind sehr groB, von sechs bis sieben Reihen polygonaler Schuppen bedeckt, zvvischen denen nur ganz vereinzelt kleinere Korner liegen. Das Mannchen miBt 128 + 140, das Weibchen 121 + 125 mm. 5 Ex. o"o", Usumbura (Tanganyika-Ufer), GRAUER. Kopflappen mittelgroB, von vier bis fiinf Schuppenreihen bedeckt. Die Lappen stoBen auch nur fur wenige Millimeter am Hinterkopfe zusammen. Das groBte Exemplar hat eine Lange von 120 + 125 mm. i Ex. a" Kilimatinde, CLAUS. Steht zwischen roperi und dilepis. Die Lappen sind sehr groB, von fiinf bis sechs Reihen groBer, polygonaler Schuppen bedeckt, stoBen aber weder an der \Vurzel noch weiterhin zusammen, entfernen sich vielmehr schnell von- einander. Chamaeleon bitaeniatus Fisch. FISCHER, Jahrb. Hamb. Anst. 1884 p. 23 T. 2 F. 7. - - BOULENGER, Ann. nat. Hist. 1892 v. 9 p. 72.- TMRNIER, Kriechth. I). (). Afr. 1806 p. 50. - WERNER (i), Zool. Jahrb. Syst. 1902 v. 15 p. 345; (2) Chamaelcontidac (in ,,Das Tierreich") 1911 p. 14. -- GCxini R, (Ch. ellioti) Ann. Hist. 1895 v. 15 p. 524 T. 21 F. A. TMKMI K, (Ch. hit. ,-llii>li) 1. c. p. 55. - \\'i KM K, clesgl. 1. c. i p. 346. - Rui'x, (lesgl. Rept. & Anipli. in Ann. Soc. zool. Suisse 1910 p. 98. - - PERAO \, (L'h. . 15. - LuNNKl.Ri; , (Ch. Int. n. var.) l-iryc-lin. si-lnvi-d. Fxpcd. Kilimandjaro, 1907 p. u. Bei (Inn groBen Interesse, daB die noch strittigen Fragen der Hitncniatus- Grupj>e bieten, hatte ToRNiiCR seinerzeit Herrn Dr. Scnrr.nT/ ganz besonders 249 auf diese Chamaeleoniden aufmerksam gemacht, aber auch andere, insbesondere Herr GRAUER , haben sehr eifrig gerade diese Formen gesammelt, so daJ3 mir aus dem Gebiete zwischen dem Victoria Njansa und dem Westr ande des zentral- afrikanischen Grabens ein ganz hervorragendes Material zur Verfiigung steht. Das bereits bestimmte Material des Museums stammt dagegen vorwiegend aus dem Gebiete zwischen Kenia und Kilima-Njaro, erganzt sich also mit dem neuen in hochst erwiinschter Weise und gewahrt einen Uberblick iiber den ganzen Formenkreis, wie er bisher noch nicht moglich gewesen ist. Die neu vorliegenden Exemplare verteilen sich nach den Fundorten wie folgt: 2 Ex. o* Insel Ukerewe im Viktoria-Njansa, CONRADS. 2 ,, o* + 9 Toteninsel bei Bukoba, SCHUBOTZ. 2 ,, 9 Bukoba, SCHUBOTZ. 1 ,, o* Entebbe, GRAUER. 2 a* + 9 Kifumbiro (am Kagera), SCHUBOTZ. i a* Njansa (Ruanda), SCHUBOTZ. i ,, 9 Mohasi See, SCHUBOTZ. 14 ,, 7 o*, 39, 4 juv., Rugegewald, 2100 m, GRAUER. 18 ,, 9 a 71 , 8-9, i juv., Usui und Ruanda, GRAUER. 1 ,, o* ostlicher Grabenrand, 2500 m, 20 km ostlich von Kissenje, SCHUBOTZ. 2 ,, d* + 9 Bugoie-Urwald, 2500 m, 15 km von Nyundo, SCHUBOTZ. 8 ,, 4 o*, 4 9 Bugoie-Urwald, STEGMANN und STEIN. 3 ,, i a", 2 9 Urwald in 1900 2500 m Hohe am Nordwestufer des Tanganyika, GRAUER. 6 ,, 2 a*, 4 9 Kissenje, SCHUBOTZ. 10 ,, 2 o*. 8 9 Kissenje, STEGMANN und STEIN. i a* Vulkangebiet nordostl. vom Kiwu-See, Oberlt. WlESE. 3 2 o*, i 9 Ninagongo, 2700 m, SCHUBOTZ. 8 ,, 4 o* , 3 9, i juv. Ninagongo, 3000 m, SCHUBOTZ. 8 ,, 4 cf , 4 9 Ninagongo, 3000 m, GRAUER. 1 ,, 9 Mikeno, 2500 m, GRAUER. 11 ,, 6 cf , 3 9, 2 juv. Dorf bei. Gahama am Karissimbi. Bambus- urwald und Waldwiesen in 2400 m Hohe, SCHUBOTZ. 2 ,, a* + 9 Ssabinjo, Bambusurwald in 3000 m Hohe, SCHUBOTZ. 3 i d", 2 9 Ruasa, am FuBe der Vulkane in 2500 m Hohe, SCHUBOTZ. 3 ,, i d* , 2 9 Fort Beni, SCHUBOTZ. 3 ,, i a*, 2 9 Ruwenzori, hochstammiger Urwald in 2500 m Hohe, SCHUBOTZ. i ,, juv. Ruwenzori, Westseite, 2500 m, SCHUBOTZ. i ,,9 Ituri (bei Irumu), Herzog ADOLF FRIEDRICH. i a* Urwald zwischen Irumu und Mawambi, SCHUBOTZ. I o* Kiringa (Uganda), BERGER. 250 I Ex. 9 Guaso Ngisho, am Nzoja River, BERGER. i ,, c* Solee See, auf den Bergen am Leikipia Plateau, BERGER. i ,, 9 Siidlich vom Kenia, nordlich von Eisebo, im Busch, BERGER. 1 ,, cf Sirgoi, siidlich von Ravine, BERGER. 2 ,, o" + 9 ( ? Kilima Njaro), ROHRBECK. 4 ,, 2 d", 2 9, ? Fundort, ? GRAUER. Fiinf verschiedene Arten sind bisher aufgestellt und hinsichtlich ihres Formenvvertes sehr verschieden beurteilt worden. Nachdem J. G. FISCHER 1884 Ch. bitaeniatus beschrieben, lieB STEINDACHNER 1891 Ch. Jwhnelii und leikipiensis folgen, aber schon im folgenden Jahre erklarte BouL,ENGER, er halte beide nur fiir vollig erwachsene Mannchen der Fischerschen Art. Wiederum wenige Jahre spater erkannte TORNIER eine fortlaufende, von dem inzwischen neu aufgestellten Ch. ellioti zu Ch. hohneli aufsteigende phyletische Entwick- lungsreihe, wahrend er gleichzeitig die Ansicht BOULENGERS widerlegte. Seine Ausfiihrungen schienen iiberzeugend, und WERNER, der 1902 die Chamaeleoniden eingehend bearbeitete, stellte sich vollkommen auf den Standpunkt des Berliner Herpetologen, den er auch heute noch vertritt. Wenn gleichwohl ein so er- fahrener Kenner wie BouLENGER eine abweichende Stellung einnimmt, wenn er 1906 eine fiinfte Form, Ch. rudis, als neue Art beschreibt und diese Kenn- zeichnung noch 1909 nachdriicklichst aufrecht erhalt, so konnte dies nur ge- schehen, weil ihm diese Form nicht in TORNIERS Reihe zu passen schien. Darin hat der Londoner Zoologe vollkommen recht. Es gibt aber noch eine zweite Reihe, die gleichfalls von ellioti ausgeht, und Ch. rudis ist nichts anderes als ein extremes Glied dieser zweiten Formenkette. Die allgemeinen Kennzeichen dieser neuen Gruppe bilden die rauhe, grobkornige Beschaffenheit der Haut sowie eine starke Verkiirzung von Kopf und Rumpf. Riickenkamm, Kehlbauchkamm und Korperbeschuppung machen jene fortschreitende Differenzierung durch, die TORNIER bereits fiir die Parallelreihe geschildert hat, dagegen bleibt der Helm auf der primitivsten Stufe stehen, und ein Nasenhorn ist niemals angelegt. Das bisher noch fehlende Glied zwischen ellioti und rudis liegt mir in einer groBeren Anzahl von Exemplaren vor, und ich gebe zunachst eine Charakterisierung dieser Form. Chamaeleon bitaeniatus graueri nov. subspec. (Taf. VII. Fig. i). Kopf kurz und breit, Schnauze steil abgestutzt. Rumpf kurz und gleichsam zusammengekriimmt. Beschuppung sehr grobkornig, doch tritt in der Regel nur die obere Reihe von Plattenschuppen deutlich hervor, und selbst diese kann vollig fchlcn. Helm flach, Parietalgegend zu beiden Seiten der niedrigen Crista .-t\\;i- -i-srl i \volU-M. Temporalkrista kriiftig. Der Riickenkamm besteht aus grup])i-n\vc-isi- zusammengestellten Spitzen, \vobei vor einer groBeren zwei oder drri kU-iiii-u- Spitzon zu ziihlen sind, im extremsten Falle verschwinden die kU-im-n S]. it /A n fast \ -ollst iindig, so daC alsdann der Kamm nur noch aus Einzel- 251 dornen besteht. Der Kehlkamm 1st kurz, mehr oder weniger differenziert, indem mittelgroBe und ganz kleine Spitzchen abwechseln, eine ahnliche Form der Aus- bildung, wie sie bei leikipiensis vorkommt. Der Bauchkamm ist schwach, haufig in seinem hinteren Teile nur angedeutet. Alle Zacken des Kehlbauchkammes sind im Ouerschnitt rundlich, mit den Spitzen etwas nach hinten gerichtet und dunkel gefarbt, nicht seitlich zusammengedriickt wie die gleichmaBigen, schnee- weiBen Zacken von ellioti. Die Farbung ist sehr variabel, schmutzigbraun, hell rotlichbraun, lichtgelb, grauweiB oder graublau. Eine konstante Zeichnung ist nicht vorhanden; helle und dunkle Flecken und Querbinden kommen vor. Ziemlich oft zeigt sich auch ein lebhaft gelber Fleck iiber dem Mundwinkel. Ch. bitaeniatus graueri ist ein Gebirgstier. Von den Inseln des Victoria Njansa, vom unteren und mittleren Laufe des Kagera, wo iiberall ellioti zahl- reich gefunden wurde, hat die Expedition kein Exemplar mitgebracht. Erst in Hohenlagen iiber 2000 m, am Oberlaufe des Kagera, im Rugegewalde, wo ellioti die tiefer gelegenen Gegenden bewohnt und zahlreiche Zwischenformen vor- kommen, taucht es auf. Bei Kissenje am Kiwu-See (1500 m) fand sich nur ellioti, ebenso wie an anderen tiefer gelegenen Ortschaften (Fort Beni, Irumu, Mavambi). Am Ruwenzori, wo ellioti nur bis zu 2000 m aufsteigt, rudis aber in Hohe von mehr als 3000 m erbeutet wurde, findet graueri sich ganz der Er- wartung gemaB bei 2500 m. In der gleichen Region traf SCHUBOTZ es im Bugoiewalde an und noch hoher, bis zu 3000 m, er sowohl wie GRAUER am Ninagongo. Wie schon erwahnt, sind Ubergange zwischen graueri und ellioti nichts Seltenes, Ubergange sowohl beziiglich des ganzen Habitus wie der Einzelheiten der Beschuppung, insbesondere der Ausbildung des Riicken- und Kehlbauch- kammes. Die Umwandlung der Kamme vollzieht sich genau so wie TORNIER es fur die von ihm aufgestellte Entwicklungsreihe eingehend geschildert hat. Der Kehlkamm steht bei graueri ungefahr auf der Stufe wie bei leikipiensis (rudis schlieBt sich darin an hohneli an), der Riickenkamm geht in seiner Ent- wicklung, bei einzelnen Exemplaren wenigstens, weiter als in der Parallelreihe iiberhaupt, da dort auch bei den extremsten Formen die vorderen, kleinen Schuppen nie schwinden. DaB eine haufige Form wie graueri bisher noch nicht beschrieben wurde, liegt wohl daran, daB sie gelegentlich mit Ch. bitaeniatus bitaeniatus verwechselt worden ist. L,egt man namlich erhebliches Gewicht auf das Verhaltnis der Helm- hohe zur Lange der Mundspalte, so fallen diese beiden Formen zusammen, nicht weil sie ubereinstimmen, sondern weil bitaeniatus hohen Helm und lange Mundspalte, graueri aber flachen Helm und kurze Mundspalte hat, was sich natiirlich gegenseitig aufhebt. Ch. bitaeniatus graueri schlieBt die Liicke, die zwischen ellioti und rudis bisher noch vorhanden war, in der vollkommensten Weise, und wir haben nun zunachst die dreigliedrige, phyletisch und offenbar auch rein ortlich aufsteigende Reihe ellioti graueri rudis. In diese Abteilung 252 gehort jedoch noch eine vierte Unterart. Ch. bit. rudis erreicht z\var in der Kammbildung das Extrem, nicht aber in der Beschuppung. Das ist nun bei zwei Kxemplaren der Fall, die ROHRBECK gesammelt hat und bei denen leider der Fundort fehlt (\vahrscheinlich Kilima-Njaro). Beide Tiere, Mannchen und \Yeibchen, stehen in der Ausbildung der Tuberkeln und Plattenschuppen etwa auf der Hohe \vie hohneli, in der Bildung des Kehlbauchkamms und im ganzen Habitus stimmen sie jedoch nahezu mil graueri iiberein. Ein junges Exemplar der gleichen Form befand sich schon im Museum unter Nr. 15 409 (als Ch. bit. bitaeniatus bestimmt); es ist von KOLB am Kenia gesammelt. Die beiden Exem- plare ROHRBECKS sind in Formol konserviert und wohl daher tief blauschwarz, das junge Tier hat auf dunklem Grunde weiBliche Querbinden, und auch die meisten der groBen Plattenschuppen sind hell gefarbt. Ich will diese Subspezies Chamaeleon bitaeniatus schubotzi (Taf. VII. Fig. 2, Taf. IX. Fig. 6). benennen. \\"as die zweite Reihe anbelangt, so hat TORNIER die Entwicklung ellioti bitaeniatus Icikipiensis hohneli bereits so eingehend geschildert, daB ich mich auf einige erganzende Bemerkungen beschranken kann. Die hoheren Formen der Gruppe scheinen auf Britisch-Ostafrika beschrankt zu sein, so daB die herzog- liche Ausbeute kein Stiick von ihnen enthalt. Dagegen hat Herr Dr. BERGER neben zwei Exemplaren von bitaeniatus (Guasa Ngisho und Solee-See) und einem \Veibchen von Iwhncli (siidlich von Kenia) ein Exemplar einer neuen Unterart mitgebracht, die insofern interessant ist, als sie die Entwicklungsreihe um ein weiteres Glied liber hohneli hinaus verlangert. Chamaeleon bitaeniatus bergeri nov. subspec. (Taf. IX. Fig. 5). i Ex. Q* Sirgoi, siidlich von Ravine, BERGER. Die Parietalkrista, unmittelbar hinter den Augen fast senkrecht ansteigend, biegt dann scharf in fast wagerechte Richtung um. Der Helm selbst ist sehr hoch, mit groBen Plattenschuppen bedeckt, zwischen denen nur wenige kleinere Platz finden. Temporal- und Augenkristen sind sehr kraftig entwickelt, ins- besondere die Schuppen iiber den Augen knopfformig verdickt und hell gefarbt. Auf der Schnauzenspitze erhebt sich ein im Querschnitt fast kreisrundes, knospen- fonniges, beschupptes Horn, das den halben Augendurchmesser an Hohe iiber- trifft. Der obere Teil der Schnauze hinter dem Home ist stark vertieft. Auf dem Rumpfe stehen zahlreiche, stark vortretende Tuberkeln und zwei Reihen groBer Plattenschuppen. Ebenso sind GliedmaBen und Schwanz dicht mit grol.V-n Tuberkeln besetzt, von denen auch mehrere Reihen jederseits am Unter- kiefer Parallelziige zum Kehlkamm bilden, eine Erscheinung, die bei hohneli erst angcdeutet ist. Der Riickc-nkamm ist sehr gleichmaBig in Dreiergruppen angeordnet, in denen jedesmal die erste Schuppe sehr klein, die letzte sehr groB ist; alle aber sind auBerst scharf zugespitzt. Der Kehlkamm, in dem sich bei o e? "~t "53 hohneli meistens noch kleinere Spitzen zeigen, ist jetzt ganz honiogen geworden und besteht nur noch aus langen, scharfen, dicht zusammenstehenden Zahnen. Der Bauchkamm ist nur an der Brust gut entwickelt. Die Farbung ist tief- schwarzbraun. Nur das Nasenhorn, die Augenkristen, der Riickenkamm und ein Fleck in der Kreuzgegend sind gelblich oder gelblichrot gefarbt. Die Zahne des Kehlkammes sind tiefschwarz. Das Exemplar ist offenbar noch nicht er- wachsen; es miBt 128 mm, wovon genau die Halfte auf den Schwanz kommt. In samtlichen Charakteren iiber das Extrem von hohneli hinausgehend, bildet Ch. bitaeniatus bergeri so das Endglied der phyletischen Reihe ellioti bitaeniatus leikipiensis hohneli bergeri und schlieBt sich unmittelbar an hohneli an. -Eme Ubersicht der nunmehr beschriebenen acht verschiedenen Subspezies gewahrt demnach folgendes Bild: 1. Reihe. Ch. bitaeniatus ellioti Gthr. (Taf. IX. Fig. i). Korper schlank, Kopf gestreckt, Schnauze langer als der Augendurchmesser Helm flach, Parietalcrista kraftig. Beschuppung nahezu homogen, doch ist eine Reihe schwach vergroBerter Plattenschuppen, als Fortsetzung der Tem- poralcrista, in der Regel erkennbar. Riickenkamm aus annahernd gleichartigen, nach hinten an GroBe abnehmenden Spitzen gebildet. Kehlbauchkamm aus mittelgroBen, seitlich zusammengedruckten, gelben oder weiBen Zacken be- stehend, die am Unterkiefer am langsten, an der Kehle am kiirzesten sind. Deutsch-Ostafrika, zwischen Viktoria-Njansa und Tanganyika, zentralafrika- nischer Graben, Uganda. Zwischen 1000 und 2000 m, selten bis 2500 m. (Ubergangsform ellioti graueri. Beginnen der Verkiirzung von Kopf und Rumpf. Rauhere Beschuppung. Auftreten kleiner Spitzen im Riicken- und im Kehlkamme, der anfangt zu dunkeln.) Ch. bitaeniatus graueri Sternf. (Taf. VII. Fig. i). Kopf kurz und breit, Schnauze hochstens so lang wie der Augendurchmesser, stark abgestutzt. Helm flach, Parietalcrista niedrig, Hinterhauptsgegend etwas geschwollen. Beschuppung des Rumpfes sehr rauh, doch ohne Auftreten groBerer Tuberkeln. Hochstens die obere Reihe von Plattenschuppen tritt deutlich hervor. Riickenkamm in Gruppen zu drei, vier oder fiinf Schuppen geordnet, wobei die GroBe der Spitzen in jeder Gruppe von vorn nach hinten zunimmt. Im extremsten Falle Schwund der vorderen, kleinen Spitzen, so daB der Kamm nur noch aus verhaltnismaBig wenigen Einzeldornen besteht. Kehlkamm maBig entwickelt, durch Auftreten kleinerer Schuppen mehr oder weniger differenziert, seine Farbe in Ubereinstimmung mit der des Korpers. Bauchkamm schwach. Hauptsachlich im Gebiete des zentralafrikanischen Grabens; Westufer des Tanganyika, Vulkangebiet nordlich vom Kiwu-See, Rugege- und Bugoiewald, Ruwenzori. Nicht unter 2000, am Nynagongo bis 3000 m. - 254 Ch. bitaeniatus rudis Blgr. Habitus wie bei graueri. Plattenschuppen etwas starker entwickelt, sonst auch in der Beschuppung gleich der vorigen Form. Im Kehlkamme sind die kleinen vSpitzen vollig geschwunden, die iibrigen aber um so starker entvvickelt und erreichen beim Mannchen die halbe Lange des Augendurchmessers. Ruwenzori, Uganda. Bis iiber 3000 m. Ch. bitaeniatus schubotzi Sternf. (Taf. VII. Fig. 2). Habitus wie bei graueri. Rumpf, GliedmaBen und Schwanz dicht mit stark vortretenden Tuberkelschuppen bedeckt. Zwei Reihen groBer Plattenschuppen jederseits, die der unteren Reihe kaum kleiner als die der oberen. Kehlbauch- kamm wie bei graueri. Kenia, Kilima Ndjaro. 2. Reihe. Ch. bitaeniatus ellioti Gthr. (Taf. IX. Fig. i). (Ubergangsform ellioti bitaeniatus. Starkeres Hervortreten von kleinen Tuberkelschuppen auf dem Rumpf e. Auftreten einer zweiten, unteren Langs- reihe von Plattenschuppen. Beginnen der Differenzierung des Ruckenkammes in kleine und groBe Spitzen.) Ch. bitaeniatus bitaeniatus Fisch. (Taf. IX. Fig. 2). Habitus wie bei ellioti. Helm hinten erhoht, so daB die Parietalcrista in einem Winkel von etwa 30 ansteigt. Der ganze Rumpf ist mit Tuberkelschuppen dicht bedeckt, und diese dringen auch auf GliedmaBen und Schwanz vor. Zwei Reihen groBer, hell gefarbter Plattenschuppen jederseits. Im Riickenkamme wechseln ziemlich regelmaBig kleine und groBe Spitzen miteinander ab. Kehl- und Bauchkamm sind nur schwach entwickelt und bestehen aus fast gleich- artigen, kurzen, kegelformigen Schuppen, von etwa der Farbe des Rumpfes. SudlichesBritisch-Ostafrika, Kilima-Ndjaro, ? Somaliland.Nicht unter 2000111. (Ubergangsf or m bitaeniatus Icikipicnsis. Weitere Zunahme der Tuberkel- ^huppen. Beginn der Gruppenbiklung im Riickenkamme und der Differen- zierung im Kehlkamme. Erstes Auftreten einer schwachen Aufwolbung auf der Schnauzenspitze.) Ch. bitaeniatus leikipiensis Stndchr. (Taf. IX. Fig. 3). Habitus wie vorher. Helm starker erhoht und zum Teil von Plattenschuppen bedeckt, die groBer sind als die Schlafenschuppen. Rumpf, Beine und Schwanz ->ind von /ii-mlich stark vortretenden Tuberkeln iibersat. Plattenschuppen wie l'c-i bitaeniatus. Riickcnkamni mehr oder weniger regelmaBig in Gruppen ge- rt Hinder als die ganze Schnauze, etwa doppelt so lang wie bei tennis. Das abgebildete Paar stannnt \s p. 50. - K")i.\, Rrptilieii u- Ain]ihil>ieii in Ann. v Soc. zool. Suisse, 1910 p. 99. 5 \ : .\. Kissenje, GRAUER. : 165, = 99, Sq = : 15. .i 15 269 V = 158 Sc = 96 + ? Sq = = 15 165 106 15 158 15 Bei vier Exemplaren betragt die Zahl der Temporalschilder i + i, bei dem fiinften 1+2. Das groBte Stuck mifit 95 cm. Mehrere haben Kroten (Bufo regular is] im Magen. i Ex. Kiwu-See, KANDT. .V = : 169, Sc = = 105, Sq = ; 15. Die Zahl der Temporalschilder betragt 1+2. I Ex. Albert-Edward-See, SCHUBOTZ. V = 174, Sc = 105, Sq = 15. Temporalschilder i -f- i. Dieses Exemplar wurde vom Boote aus im See schwimmend vom Sammler mit der Flinte erlegt. Chlorophis schubotzi nov. spec. (Fig. 4). i Ex. Bwanja bei Bukoba, SCHUBOTZ. Rostrale erheblich breiter als tief; von oben gerade noch sichtbar. Inter- nasalia etwas langer als die Praefrontalia. Frontale i 2 / 3 mal so lang wie breit, langer als sein Abstand vom Schnauzenende, etwas kiirzer jedoch als die Parietal- schilder. Loreale 2 2 1 / 2 ma l so lang wie tief. Ein Praeoculare, in Beriihrung oder fast in Beriihrung mit dem Frontale. Zwei Postocularen. Temporalschilder I + i. Nur sieben obere Lippenschilder, wovon das Fig. 4. dritte, vierte und fiinfte ans Atige grenzen. Vier untere Chlorophis schubotzi %. Labialen beriihren die beiden vorderen Rinnenschilder, die etwa ebenso lang sind wie das hintere Paar. Die Bauchschilder sind vollig abgerundet, ungekielt wie bei Chi. emini; ihre Zahl ist 182, die der Schwanzschilderpaare 114, die der Schuppenlangsreihen 15. Das Anale ist geteilt. Die Farbung der Oberseite ist einfarbig grim, die der Bauchseite hell weiBlich- griin. Die Lange des Tieres (ob erwachsen?) betragt 56,5 cm, wovon 18,5, also etwa ein Drittel auf den Schwanz kommen. Die Art bildet gewissermaBen das ostafrikanische Gegenstiick zu der unlangst von mir aus dem Kameruner Hinterlande beschriebenen Chi. gracilis (s. Mitt. Zool. Mus. Berlin, V. Bd., i. Heft, S. 64, 1910), der es hinsicht- lich der geringen Zahl der oberen Labialen, der hohen Ziffer der Bauch- und Schwanzschilder sowie in ihrem schlanken, zierlichen Habitus nahe steht. Sie unterscheidet sich von jener Art jedoch vor allem durch das Fehlen von Bauchkielen, durch das langere Loreale, das langere Frontale und weniger tiefes Rostrale. Auch stoBen bei Chi. gracilis fiinf untere Labialen an die Rinnenschilder. 2 7 Chlorophis heterolepidotus Gthr. BOi l.iM.i-K, C.it. Snakes Brit. Mus., v. 2 p. 95. --TORNIKR, Kriechth. D. (). Afr., 1897 p. 69. i Kx. Ki\vu-See, STEGMAXX und STEIN. V = 185, Sc = 125, Sq = 15. Ein durchaus typisches Exemplar, das sich schon durch seinen sclilanken Habitus auf den ersten Blick von Chi. irregularis deutlich unterscheidet. Schlafen- schilder I -f I. Neun obere Labialen, von denen das vierte, fiinfte und sechste ans Auge stoBen. Praeoculare vom Frontale breit getrennt. Farbung gleich- formig griin oberseits, ohne weiBe Flecken. Die Lange betragt 76 cm, wovon der Schwanz reichlich ein Drittel fiir sich in Anspruch nimmt. Chlorophis irregularis Leach. Bon i M.KR, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 2 p. 96. -- ToR.MER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 70. \Vi KM;R, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 49. - - PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 8. i Ex. Usumbura, GRAUER. V = 166, Sc = 131, Sq = 15. i Ex. Kissenje, STEGMANN und STEIN. V = : 158, Sc : 106, Sq = : 15- I Ex. Bwanja bei Bukoba, SCHUBOTZ. V = 167, Sc = 96, Sq - 15. Die beiden ersten Exemplare sincl vollig normal in der Kopfbeschuppung, das dritte dagegen, ein ganz junges Tier, hat zwei hintere Temporalschilder. Alle haben neun Labialen, von denen das vierte, fiinfte und sechste das Auge beriihren. Bei dem Jungen sind die Praeocularen vom Frontale durch einen schmalen Zwischenraum getrennt, bei den beiden anderen stoBen sie vollig zu- sammen. Die charakteristischen milchweiBen Fleckchen an den Halsschuppen sind bei alien vorhanden. Philothamnus semivariegatus Smith. BOULEM.LK, Cat. Snakes l!rit. Mus., v. 2 p. 99. -- TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 70. WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 51. -- STERNFELD, Mitt. zool. Mus. lu-rlin, 1908 p. 243; S. B. naturf. Freunde, 1911 p. 250. i Ex. Ukerewe, CONRADS. = 203, Sc 129, Sq = = 15. Temporalschilder 2 -f- 2. Oberseite einfarbig griin, ohne schwarze Quer- binck-n, nur die Haut zwischen den Schuppen ist schwarz. Hapsidophris lineatus Fisch. R, Cat. Snaki-s Brit. Mus., v. 2 p. 104; Ann. Mus. Geneva, v. 1909 v. p. 304. i Kx. T'nvald Kindu, (TKATI-R. = 176, g : 107, S| : 15. Kin voUi- i\],. l^xrinplar dieser prachtigen Baumschlange, die bisher nur einmal in Ostafrika gefunden wurde. Schlafenschilder 2 -f 2, I Prae- und 2 Postocularen, 8 obere Labialia. Homalosoma lutrix L. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 2 p. 274. -- TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 P- 72. i Ex. Urwald hinter den Randbergen am Nordwestufer des Tanganyika- Sees, 1800 2500 m, GRAUER. V = : 133, Sc ---- 27, Sq = = 15. Das Exemplar, ein trachtiges Weibcheii (Fangzeit Juni oder Juli) hat jederseits nur ein Postoculare. Ein L,oreale ist nur an der rechten Seite vorhanden. i Ex. Gleicher Fundort, GRAUER. V = 135, Sc = 37, Sq = 15. Loreale beiderseits vorhanden, aber links so klein, daB das Nasale mit dem Praeoculare noch zusammenstoiBt. Rechts sind zwei Postocularia vorhanden, links nur eins. Einige der vorderen Subcaudalschilder sind ungeteilt. i Ex. Gleicher Fundort, GRAUER. V = = 122, Sc = 39, Sq = 15. Kopfbeschuppung genau wie bei dem eben geschilderten Exemplar. Ober- seite des Korpers einfarbig olivenbraun, Unterseite gelblichweiB. H. lutrix var. atriventris. nov. var. 1 Ex. Kissenje, SCHUBOTZ. V = 149, Sc = = 23, Sq = = 15. lyoreale beiderseits vorhanden, das Nasale vom Praeoculare vollig getrennt. Ein Postoculare jederseits. Schlafenschilder links i + i, rechts 1+2. Frontale so lang wie die Parietalen, die Suturen zwischen den Praefrontalia und den Internasalia annahernd gleichlang. Die Oberseite des Tieres ist dunkel grau- braun, die Schuppenrander heller gefarbt, eine schwarzbraune Linie lauft iiber das Riickgrat bin. Die ganze Unterseite ist tie! grauschwarz. Die eigenartige Farbung im Verein mit verschiedenen Abweichungen in der Beschuppung diirfte die Aufstellung einer Varietat wohl rechtfertigen. Im Magen des Exemplars fanden sich mehrere Eier. * Rhachiodontinae. Dasypeltis scabra L. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 2 p. 353. --TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 78. -WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 51.-- STERNFELD, Mitt. zool. Mus. Berlin, 1908 p. 240, 243. -- ROUX, Reptilien & Amphibien in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 99. - PERACCA, Rettili ed amfibii in !! Ruwenzori", 1910 p. 9. -- STERNFELD, S. B. naturf. Freunde, 191 i p. 250. 2 Ex. Kiwu-See, KANDT. = 231, Sc = 43 + ?, Sq= 23. 213 73 23 272 Die Grundfarbung der beiden Tiere ist ein lichtes Graugelb, erscheint aber weit dunkler infolge einer intensiven, schwarzbraunen Bestaubung. Auf dem Riicken stehen groBe, dunkelbraune, rhombische Querflecke, an den Seiten dunkle Zickzackbinden (Var. B, BOULENGER). i Ex. Knvu-See, STEGMANN und STEIN. V = = .-jo, Sc ---- 55, Sq == 25. Einfarbig rotbraun. Die dunklen Flecken auf dem Riicken sind nur ganz schwach angedeutet (Var. C, BOULENGER). i Ex. Kissenje, STEGMANN und STEIN. V = = 216, Sc = = 64, Sq = = 23. Grundfarbe gelblichbraun. Die dunklen Querflecken auf dem Riicken ziemlich klein und von weiBlichen Spritzflecken umsaumt (Var. E, BOULENGER). D. scabra var. atra nov. var. 3 Ex. Urwald hinter den Randbergen am Nordwestufer des Tanganyika- Sees, GRAUER. V = = 228, Sc == 61, Sq = = 23. 218 ,, 65 23 206 63 23 Alle drei Exemplare sind gleichmafiig tiefschwarz am ganzen Korper. Die Beschuppung des Kopfes ist sehr unregelmaBig \vie ja bei dieser Schlange die Ab- weichungen iiberhaupt die Regel bilden. Mehrfach kommen Verschmelzungen von Labialen vor, ein Exemplar hat beiderseits nur sechs. Von den Ternporalia sind stets nur die beiden ersten gut ausgebildet, die zweite Reihe unterscheidet sich nicht mehr nennenswert von normalen Schuppen. Auffallend ist, daB alle drei beiderseits nur ein Postoculare besitzen. Das obere ist mit dem Supraoculare ver- schmolzen. Das groBte Stiick mil3t 83 cm, wovon der Schwanz 11,5 cm wegnimmt. Die verschiedentlich unternommenen \'ersuche, einzelne der zahllosen Ab- vveichungen in Beschuppung, Farbung, AugengroBe usw. zur Aufstellung selb- standiger Arten zu verwenden, diirften schwerlich auf die Dauer erfolgreich sein. So befimk-n sich z. B. im Berliner Museum diverse Exemplare, die der Augen- groBe nach zu D. macrops Boulenger zu rechnen \varen und doch in der Farbung mit anderen, kleinaugigeren vollig iibereinstimmen. Opistoglypha. Leptodira hotamboeia Laur. Bon I Ca1 Snakes llrit. Mus.. v. 3 p. 89. - TOKMI K, Krii'dith. I . ( >. Afr., 1897 p. 83. Vl I-M i ] I'lirscliiuij-sn-isi- Sudan, 1908 p. 5^. - - STl-.KMMl', Mitt. /.ool. Mus. \$. Um \. Urjitilirii \ .\ni]>liil)ii'ii in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 99. - SI I KM III. S H. naturf. l-irundr, IpIJ p. .'50. i Kx. rsumbura, (iRAri-k. V : 172, Sc 42, Sq - 21 (!). 273 i Ex. Kiwu-See, STEGMANN und STEIN. V- 174, Sc = 43 , Sq = 2i(!). Temporalschilder i + 2, 8 Labialia. Riickenschuppen sehr deutlich gekielt. Schlafenbinde deutlich, sonstige Zeichnung fehlt. Das Tier ist ungewohnlich groB. Es miBt 76 cm, wovon 10 auf den Schwanz entfallen. (BouLENGER gibt 6 1 cm als HochstmaB an.) i Ex. Kassenje am Albert-See, SCHUBOTZ. V : = 174, Sc = = 36, Sq = = 19. Temporalschilder i + 2, 8 Labialia. Riickenschuppen auBerst schwach ge- kielt. Schlafenbinde sehr deutlich. Querreihen kleiner, weiBer Punktflecken auf dem Riicken. Im Magen fand sich ein im Verhaltnis zur GroBe der Schlange riesiger Frosch (anscheinend Pyxicephalus adspersus). I Ex. Gondokoro, BERGER. V = 172, Sc = 42, Sq = 19. Temporalschilder 1+2 (das obere sehr klein), 8 Labialia. Riickenschuppen sehr schwach gekielt. Schlafenbinde deutlich, weiBe Punktflecken einzeln zer- streut. Die Schnauze dieses Exemplars ist ganz ungewohnlich kurz, nicht langer als das Auge. Die Internasalia sind dementsprechend kaum halb so lang wie die Praefrontalia und das Loreale holier als lang. i Ex. Insel Ukerewe im Victoria-Njansa, CONRADS. V = 168, Sc = 36 + ?, Sq = = 19. Ein noch nicht halb erwachsenes Tier, mit scharf ausgepragter Schlafenbinde und sehr lebhafter, weiBer Fleckenzeichnung. Temporalschilder 1+2. Riicken- schuppen schwach gekielt. Im Magen Reste von Bufo regular is. Psammophis subtaeniatus Ptrs. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 160. TORNIER, Kriechth. D. O. Air., 1897 p. 82. - - STERNFELD, Mitt. zool. Mus. Berlin, 1908 p. 241, 244; S. B. naturf. Freunde, 1911 p. 250. 1 Ex. Insel Ukerewe im Victoria-Njansa, CONRADS. V = 152, Sc = 77 + ?, Sq = = 17 (erwachsen). Durchaus normal in Farbung und Beschuppung. Acht Labialia (4. und 5. am. Auge), Temporalia 2+3. 2 Ex. Gleicher Fundort, CONRADS, V = 176, Sc = 82, Sq = = 17; Jung. 177 >i 81 17 Auch diese beiden sind in Farbung und Pholidose normal, aber ganz auf- fallend kurzschnauzig. Das Frontale ist etwa i y 2 mal so lang wie sein Abstand vom Schnauzenende, das Auge so lang wie sein Abstand vom Nasenloch. Die Erscheinung diirfte mit der Jugend der beiden Tiere, die iibrigens offenbar Geschwister sind, zusammenhangen (vgl. Boodon lincatus). Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 1 8 Psammophis biseriatus Ptrs. BOt'LENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 168. - - TORNIER, Kriechth. U. O. Afr., p. 82. STERNFELD, Mitt. zool. Mus. Berlin, 1908 p. 241. -- WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 56. i Ex. Brit. Ostafrika, HOFFMANN. V = 152, Sc = = in, Sq = : 15, T = 2+2 und 2+3. Anale geteilt. Praeoculare halb geteilt. Neun Oberlippenschilder, das fiinfte und sechste stoBen ans Auge. Farbung normal bis auf den vollig ungefleckten Scheitel. Lange 80 cm, wovon 29,3 cm auf den Schwanz kommen. Dispholidus typus Smith. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 187. - - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., p. 82. STERNFELD Mitt. zool. Mus. Berlin, 1908 p. 244. -- WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 58. - PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Rmvenzori", 1910 p. 9. I Ex. Guasa Ngisho, BERGER. V : 188, Sc : = 91 + ?, Sq = = 19. Haut eines gleichmaBig braun gefarbten, etwa i > ., m langen Exemplars. Sieben Oberlippenschilder, das dritte und vierte stoBen ans Auge. Loreale fast doppelt so lang wie hoch. Zwei Praeocularen, das untere sehr klein. i Ex. Insel Ukerewe im Yictoria-Njansa, CONRADS. Hellbraun gefarbter Kopf. Acht Oberlippenschilder, das dritte und vierte stoBen ans Auge. Nur ein Praeoculare. Aparallactus concolor Fisch. Bon. i M,l K, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 257. - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 79. -- LOXNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 16. STERNFELD, Mitt. zool. Mus. Berlin, 1908 p. 241. - WERNER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 60. i Ex. Brit. Ostafrika, HOFFMANN. V = 148, Sc = 63, Sq = 15- Junges Tier. Beschuppung durchaus normal. Ein heller Fleck auf dem iiMi-n, oberen Labiale. I in Magen fand sich ein fast fingerlanger Skolo- pender, der an Dicke kaum hinter der vSchlange selbst zuriicksteht. Proteroglypha. Naja nigricollis Rhdt. BOl I-:, Cat. Snakt > I'.rit. Mus., v. 3 p. 37*. ToKMER, Kriorhth. I>. ( ). Afr., p. 84. - \Vl i l,n. y.ool. l'(.r>i-lnuiv;>ri isc Sudan, KiS p. in. Si! KM I I \>. Mitt. zool. Mus. Berlin, S. I'., uaturf. l ; ri-\iii(lc. 101 i j>. j; i. i Ex. Sir] )].. am N..i(luiVr (k-s Albert-Edward-Sees, vSCHUBOTZ. : 201, : 59, S<| : 19 (auch auf dem Xacken!). Das I /. inj.lar, cm nodi sc-hr junges Tier, ist auf der Oberseite einl'arbig olivi-n^rau. I de ganze rnt(.-i>fit(.-. mit Ausnahnu- eiiu-s lu-11 gelblichweLSen Ringes am H.iNc. 1-1 'i.-lVlmar/. ;^rl';irl)t. I >as Sclnvarz dringt auch auf die Seiten des mi'l HaKr- \-or. 275 N. nigricollis var. pallida. i Ex. Brit. Ostafrika, HOFFMANN. V = = 230, Sc ==63, Sq = = 27! (29 auf dem Nacken). Junges Exemplar. Gelbbraun mit breitem, tiefschwarzem Halsringe und einem kleinen, schwarzen Fleck unter dem Auge. Im Magen Bufo regularis. Naja melanoleuca Hall. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 376. - - LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 16. - - PERACTA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 9. i Ex. Uvira-Kasongo, GRAUER. V = 243, Sc = ?, Sq = 19 (27 auf dem Nacken). Kopf und Haut eines mittelgroBen, schlecht erhaltenen Exemplars, stark von einer roten Zeckenart besetzt. i Ex. Kiwu-See, STEGMANN und STEIN. V = 210, Sc = = 71, Sq = 19 (27 auf dem Nacken). Kopf und Haut eines iiber 2 m langen Tieres. Farbung auffallend hell; Vorderkorper gelblichbraun, zahlreiche Ouerreihen groJ3er, weiBer Punkte auf dem ganzen Riicken. i Ex. Insel Ukerewe im Victoria-Nj ansa, CONRADS. Kopf und Hals eines nahezu erwachsenen Exemplars mit sehr lebhafter Zeichnung. Obere und untere Labialen breit schwarz gerandet. Auf dem Halse eine ovale, gelbbraune ,,Brillenzeichnung" mit dunklem Zentrum. Dendraspis jamesoni Traill. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 436. - - Roux , Reptilien & Amphibian in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 99. - - PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 9. i Ex. Kiwu-See, KANDT. V = = 219, Sc == 98 + ?, Sq = = 15. Von der Farbung ist nicht mehr viel zu sehen, da das Exemplar in Formol konserviert wurde, doch bemerkt man am Schwanze noch die charakteristischen, schwarzen Schuppensaume. Die Art wurde bisher in Ostafrika nur vereinzelt an wenigen Punkten ge- funden. Aus Deutsch-Ostafrika wircl sie durch Roux von Bukoba angegeben. Weitere Fundorte sind Kavirondo und der Ruwenzori. Dendraspis angusticeps Smith. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 P- 437- - LONNBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kilimandjaro, 1907 p. 17. -- STERNFELD, Mitt. zool. Mus. Berlin, 1908 p. 241, 244. T Ex. Insel Ukerewe im Victoria-Nj ansa, CONRADS. Kopf eines sehr grofien Exemplars. Beschuppung normal. Temporal- schilder 2 + 3, 8 obere Labialen (das 4. am Auge), 3 Prae- und 4 Postocularia. Farbung dunkel olivengriin. 28 Schuppenreihen auf dem Nacken. 18* - 2 7 6 - Viperidae. Causus rhombeatus Licht. BOULENGER, Cat. Siiakes Brit. Mns., v. 3 p. 467. - ToRMHR, Kriechth. D. O. Afr., 1897 - LOXXBERG, Ergebn. schwed. Exped. Kiliinandjaro, 1907 p. 17. STERNFELD, Mitt. zool. Mus. Berlin, 1908 p. 245. I Ex. Insel Ukerewe im Yictoria-Njansa, CONRADS. V : 148, Sc = = 18, Sq = = 20. Das noch sehr junge Tier ist auf der Oberseite blaugrau gefarbt, ohne Ab- zeichen auf dem Scheitel. Auf dem Riicken stehen braune, etwas gewinkelte, von weiBen Spritzflecken gesaumte Querflecken. Im Magen fand sich ein Frosch. C. rhombeatus var. taeniata nov. var. i Ex. Fundort ?, SCHUBOTZ. V : 140, Sc ==22, Sq = : 19. Das Exemplar zeichnet sich bei im allgemeinen normaler Beschuppung (die drei letzten Subcaudalen sind ungeteilt) durch eine sehr eigenartige Farbung aus. Die groBen, rhombischen Flecken des Riickens sind narnlich durch ein dunkel- braunes, scharf begrenztes, 7 Schuppen breites Band miteinander verbunden. Dieser Streifen setzt sich, nach hinten zu allmahlich schmaler werdend, in einer feinen Linie bis zur Schwanzspitze fort. Ein schmalerer, dunkler Streifen ver- lauft auch jederseits auf den auBeren Schuppenreihen. Sonst vollig typisch. Causus resimus Ptrs. BOULEM.i-k, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 468. - TORNIER, Kriechth. D. O. Afr., 1897 p. 86. -- \YERXER, Ergebn. zool. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 62. PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 9. i Ex. Kilim, BERGER. V : 138, Sc : = 23, Sq = = 21. Schnauze stark aufgeworfen. Temporalschilder 2+3. Sechs obere Labialia. Auge von einem aus fiinf Schuppen gebildeten Ringe umgeben. Korperschuppen sehr schwach gekielt. Die Faibe war nach Angabe des Sammlers im L,eben smaragdgrun; zahlreiche schwarze Punkte, Flecken und Querbinden stehen auf dem Riicken. Das Exemi)lar hat die fiir diese Art sehr stattliche Lange von 55 cm, wovon der Schwanz 5 cm wegnimmt. Causus lichtensteini Jan. snak.s lirit. Mus., v. 3 p. 470. - - PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", igio p. 9. i Ex, KnU-bbe (Uganda), GRAUER. 143, Sc = = 16, Sq = = 15. In Fiirhun- \\k- P,cschui)]>un^ durchaus typisch. (Der Fundort wurde von mir, gcstiit/t ant das vnrlir^-iKU- l ; ,xi'in]jlar, l)t-rcits in Mitt. zool. Mus. 1908 er- 277 wahnt.) Sonst wurde die Art aus Ostafrika bisher nur durch PERACCA von zwei Fundstellen am Ruwenzori angegeben. Bitis arietans Merr. BOULENGER, Cat. Snakes Brit. Mus., v. 3 p. 493, TORNIER, Kriechth. D. O. Air., 1897, p. 86. WERNER, Ergebn. Forschungsreise Sudan, 1908 p. 63. ROUX, Reptilien u. Amphibien in Ann. Soc. zool. Suisse, 1910 p. 99. PERACCA, Rettili ed amfibii in ,, II Ruwenzori", 1910 p. 9. 2 Ex. Insel Ukerewe im Victoria-Nj ansa, CONRADS. V = = 141, Sc = 35, Sq = 35; Jung. 138 35 33 halb erwachsen. Beide zeigen weder in Beschuppung noch Farbung irgendwelche besonderen Eigentiimlichkeiten . Atheris nitschei Torn. TORNIER, Zool. Jahrb. Syst., 1902 v. 15 p. 589. - - BOULENGER, (A. woosnami) Ann. nat. Hist., 1906 s. 7 v. 18 p. 37; Transact, zool. Soc. London, 1909 p. 243. PERACCA, Rettili ed amfibii in ,,11 Ruwenzori", 1910 p. 10. I Ex. cf Urwald hinter den Randbergen am Nordwestufer des Tanganyika- Sees, GRAUER. V = 148, Sc = 48, Sq = = 25. Die schwarze Zeichnung des Riickens bildet ein fast ummterbrochenes Langsband, doch iiberwiegt in der Mitte dieses Streifens die grime Grundfarbe. i Ex. 9 Gleicher Fundort, GRAUER. V= 156, Sc = 44, Sq = 32(!). Die schwarze Zeichnung bildet hier lediglich eine aufgeloste Fleckenreihe. i Ex. 9 Gleicher Fundort, GRAUER. V = 150, Sc = 41, Sq -- -- 27. Ein groBes, prachtvoll gezeichnetes Exemplar. Uber den Riicken zieht sich ein breites, nur selten von Griin durchbrochenes, tiefschwarzes Zickzackband. Eine Reihe groBer, schwarzer Flecken hebt sich lebhaft von dem tiefen Smaragd- griin der Seiten ab, eine weitere Reihe kleinerer Abzeichen folgt der auBersten Schuppenreihe. Auf dem Hinterkopfe liegt, mit der Spitze nach vorn gerichtet, ein tiefschwarzes, groBes, lateinisches A. i Ex.9 Bugoie-Urwald, STEGMANN und STEIN. V = 157, Sc = 43, Sq = 31. Das Gegenstiick zu dem vorigen. Die Grundfarbe iiberwiegt vollstandig, ein ausgepragtes, dunkles Riickenband ist nicht vorhanden. Die Lange des groBten Weibchens betragt 60 cm (Schwanz 8 cm), die des Mannchens 51 cm (Schwanz 9 cm!). Die von BOULENGER unter dem Namen Atheris woosnami beschriebene Baumviper vom Mount Ruwenzori (s. Ann. nat. Hist. ser. 7, v. 18, p. 37, 1906) ist zweifellos mit Atheris nitschei identisch. Da TORNIERS Beschreibung bereits 1902 erschienen ist, so gebiihrt seiner Benennung die Prioritat. 278 Atractaspis conradsi Sternf. STERNFELD, S. B. uaturf. Freunde, 1908 p. 94. ROUX, Reptilien & Amphibien in Ann. zool. Suisse, 1910 p. 99. i Ex. Ki\vu-See, STEGMANN und STEIN. = 223, Sc = = 23, Sq = 23. Das Exemplar stimmt mit der Originalbeschreibung sowie mit der Nach- beschreibung von Roux sehr gut iiberein. Die Nahte zwischen den Internasalen und den Praefrontalen sind annahernd gleichlang. Das Symphysiale ist von den vorderen Rinnenschildern eben noch getrennt, das dritte untere Labiale enorm groC. Anale und Subcaudalia (bis auf das letzte) sind geteilt. Die Gesamtlange betragt 46 cm, die des Schwanzes 28 mm. Im Magen fanden sich zwei mittelgroBe Mause. Uber die Nahrung der Wiihlvipern ist bisher wenig bekannt geworden. Erklarung der Tafeln. Tafel VI nach Zeichnungen, Tafel VII nach Photographien von Herrn Kunstmaler P. FLAN- DERKY, Tafel VIII uud IX nach Zeichnungen des Verfassers. Tafel VI. Fig. i. Gonatodes quattuorseriatus n. sp. ,, 2. Lacerta vauereselli Torn, (c?) Mabuia maculibaris var. schubotzi n. var. *J 4- graueri 5. Lugosoma graueri fsubsp. quinquedigitata ) n. sp. Tafel VII. 1. Chamaeleon bitaeniatus graueri n. subsp. 2. ,, schubotzi n. subsp. 3. johnstoni af finis n. subsp. 4. Rhampoleon boulengeri Stndchr. Tafel VIII. Linkc- Rcilx : F'.nt \vicklung des Riickenkammes in der Chamaeleon bitaeniatus- Gruppe. F'i-. i. Ruckenkainin von Cham. bit. cllioti. und bitaeniatus. ,, ,, leikipiensis, hohndi und graueri. ,,4. ,, hohneli, bergeri, graueri, schubotzi und rudis. -5. graueri (extremste Form). 279 Rechte Reihe: Entwicklung des Kehlkammes in der Chamaeleon bitaeniatus- Gruppe. Fig. i. Kehlkamm von Cham. bit. ellioti. 2. ,, }) bitaeniatus und graueri. ,> 3- ,, graueri, schubotzi und leikipiensis. 4- ,) ,, hohneli und rudis. 5- >> bergeri. Tafel IX. Fig. i. Chamaeleon bitaeniatus ellioti Gthr. 2. bitaeniatus Fisch. ,,3. leikipiensis Stnchr. 4. hohneli Stnchr. 5- bergeri Sternf. 6. ,, schubotzi Sternf. Tafel VI. Wissensch. Ergebnisse der Deutsch. Zentral-Afrika-Exp. 1907/08. Bd. IV. Sternfeld, Reptilia. Verlag von Klinkhardt Biermann, Leipzig. Tafel VII. Wissensch. Ergebnisse der Deutsch. Zenlral-Afrika-Exp. 1907/08. Bd. IV. 1. \ b vSternfeld, Reptilia. Verlag von Klinkhardt & Biermann, Leipzig. SlrnilVid, \\'iss<-n.si-li. Krcjchnissc .l.-r IViiisdi '/.riili-jil AlVik;. Kxn. Klinkhardl r.ir SlmilVld, Wissensch.. ErgebnissederDeutsch '/..Mitral AiVik.-i K\r>. Tul.-IIX. Klinkhardt iBiermartn, : Thysanoptera, Von H. Karny, Elbogen. In der Expeditions- Ausbeute befancl sich ein einziges Exemplar aus dieser Gruppe, welches aber als Vertreter eines neuen Genus angesehen werck-n niul,'. Ich nenne es Hydatothrips mihi, nov. gen. Kopf doppelt so breit als lang, am Hinterhaupt mit deutlich netzformiger Struktur. Maxillartaster dreigliedrig. Prothorax etwas langer als der Kopf, ohne besonders starke Borsten, am Vorclerrand und an den Seiten mit deut- licher netzformiger Struktur. Fliigel vorhanden; die vorderen am Grunde breit, sodann verschmalert, nur mit einer einzigen Langsader, welche der ganzen Lange nach gleichmaBig mit zahlreichen Borsten besetzt ist; Vorder- und Hinterrand mit Fransen besetzt. Hinterfliigel schmal, nur am Grunde mit rechtwinkelig nach hinten vorspringender Schuppe, mit einer deutlichen Langsader, am Vorder- und Hinterrande mit Fransen versehen. Zwischen den Fransen stehen am Hinterrande der Vorderfliigel und am Vorderrande der Hinterfliigel zahlreiche feine Wimpern (zwischen je zwei Fransen jedesmal drei bis vier). Die neue Gattung steht zwischen Sericothrips und Heliothrips; mit letzterer Gattung stimmt sie im Vorhandensein netzformiger vStrukturen iiberein, mit ersterer in Form und Geader der Fliigel. Das einzige vorliegende Exemplar wurde im Plankton des Bolero-Sees entdeckt (daher der Name), wohin es aber wohl nur zufallig (durch den Wind) gelangt sein kann. Hydatothrips adolfi-friderici mihi, nov. spec. Korperfarbe braun, die Beine und die beiden ersten Fiihlerglieder heller. [Die iibrigen Fiihlerglieder unbekannt.] Kopf kurz und breit; sein Mundkegel ungefahr ebenso lang, wie der gauze iibrige Kopfteil, mit dreigliedrigem Maxillartaster. Das erste Tasterglied ist groBer und breiter Fig. I. A'o/'/ '""/ 1'i'nt/K.ini.v.von Hyi/ttt:>- thrips adolfi-fridirici. Eliua ><>() ;i'<-'it. Hintersehenkel o.i.S nun lang. 0,055111111 breit; Hintersehienen (ohne Tarsus) 0.25111111 lang, 0,0; mm breit. Fliigel Hinge 0,85 mm; Breite der Vorderfliigel an der Basi-^ (beim Ivmk- pe) 0,07 mm; Breite der Vorderfiigel beim Ende 0,03 mm ; I'jreite der Hinterfliigel in der Mitte 0,03 mm. Hinterleib 0,75 mm lang. 0,35 lllin 1> rt 'it; Lange der Legerohre 0,25 mm. Gesamtlange 1,3 mm. leh liabe mir erlaubt, die interessante neue Art nach dem ICxpeditions- leiter .!(/('// l-ricdrich Herzog zu Mecklenburg, zu benennen. Oberflachen - Plankton. Bolero-See, i. XII. 07. (Expedition Her/ng i'kii.i)Ricii -/A- MECKLENBURG). Collembolen aus Zentralafrika. Von Dr. Carl Borner, St. Julien-Metz. Mit drei Figuren. Die kleine, von Herrn Dr. SCHUBOTZ heimgebrachte Collembolenausbeute der zentralaf rikanischen Expedition des Herzogs ADOLF FRIEDRICH zu MECKLEN- BURG umfai3t 4 Collembolen von 4 verschiedenen Fundorten, unter ihnen eine interessante neue Art der Gattung Dicranocentrus Schott. i. Pseudachorutes niloticus Wahlgren? Fundort: Am Ful3 des Karissimbi, in ca. 2410 m Hohe. i Exemplar, gefunden im November 1907. Das vorliegende, fast i mm breite und 2 mm lange, bis auf den farblosen Mundkegel und die blaBvioletten Beine, Fiihlerspitze und Bauchseite dunkel- o o Fig. i. Fig. 2. Fig. 3- blauviolette Exemplar gehort moglicherweise zu Pseudachorutes niloticus Wahl- gren. Unterschiede bietet insbesondere das Postantennalorgan (Fig. i) mit seinen n kreisformig angeordneten Tuberkeln. Der Maxillenkopf zeigt eben- falls kleine Unterschiede gegeniiber der von Walilgren fur niloticus veroffent- lichten Figur (Fig. 2). Die Dentes sind nur mit 6 Haaren ausgestattet, wahrend sich bei niloticus nach Wahlgren 7 Haare vorfinden. Sonst ergibt ein Vergleich der Diagnose Wahlgrens mit dem Exemplar vom Karissimbi keine bemerkenswerten Unterschiede. Ich unterlasse es deshalb , fiir dasselbe einen neuen Namen einzufiihren . 2. Pseudosira (Mesira) annulicornis C. B. Diese zuerst vom Nyassa-See und von Maramba beschriebene Art liegt in einem der var. striata C. B.^zuzurechnenden Exemplar vom gleichen Fundort wie der unbenannte Pseudachorutes vor. 284 3. Lepidocyrtus lanuginosus ( Gmel.) Tbg.? 1 >u- am _'5. April 1908 an einem Yn-elkoder bei Avakubi erbeutete Exem- plar zeigt grofie Ahnlichkcit mil dem weitverbreiteten Lepidocyrtus Idint^iiiosns (Gniclin) der Xordhemisphare. Moglicherweise gehort es zu der von der Insel Pemba bekannteii var. ccrattucnus C. B., die von dem typischen liinn^niosns durcli relativ gro!3e Mucrones nnterschieden ist. Die Lange der Fiihlerglieder \\vicht allcrdings nicht nnerhcblich ab. indeni das 3. Glied et\va von der Lange dcs i. Gliedes mid kleiner als das 2. ist, doch mul3 der systematische \Vert dieses Merkmaks einst \\eikn unentschieden bleiben. 4. Dicranocentrus linnaniemii spec. nov. Fundort: Galago-SeeinNordw.-Ruanda.i Exemplar, gesammeltimNov. 1907. 1 >icse dem hochverdienten Collembolenforscher Finlands WALTER M. LIN- NAM KM i (Axels. >n) gewidmete Art ist durch ihre grol.te Ahnlichkeit mit Hclcro- niunis nit-rH/csi't'iis C. B. sehr bemerkensxvert. Durch ihre 6-glicdrigen Antennen und bedorntcn I )(.-ntes gibt sic sicli indessen unzweifelhaft als Vertreter der (rattling Dicrttnoccnirns Sch<")tt Y.\\ erkennen. \'on den bciden bisher bekannt gewurdeneii Arten dieser ( rattling unter- -clK-i(K-1 sit-h die IK-IK- Art insbesondere durch das I.angenverhaltnis der Fiihler- i;lieder. l ; .s vcrhalu-n sicli die Antennenglieder I VI \vie 1:5: 1:5: TJ'-: 17; da> 3. (;iic-d ist mithin kiir/er als das 6., \viihrend bei Dicrnn. ^nicilis Schott so\\ohl \vie bei Dunui. silvestrii Ab^alun das 6. Fiihlerglied \veit kiirzer als da>- =,. bk-ibt. \\'ie bei D. si/,',^/rii sind auch liier die beiden ersten Prinuirglieder der Aiitenne \~iel dicker als die beiden let/ten geringelten Glieder; das vor- letzte ('.lied zeit^t in der Mitte etwa 8 10, das letzte liber 20 Ringelchen. Die G< -aintliin-e der I ; iihk-r iibc-rtrifft die Liin-e di-r Kopfdiagonale nicht ganz urn da-- Dn-ifac-lu-. I >as Hauptlangenverhaltms eri;ibt die Zahlen (>: o: 3 2 /e : 3 : 22 /e : 2 4 /e : >VR: 4 4 /: l4 ': ^/e- I '' c ' Tibiotarsen sind nn-e-liedert. Die Klauen /ei-c-n i + I vvinzi.ne Lateralzahne, i Paar Proximalzahne nnd i \veitereii /aim in der Mitie .k-r Klaueiu'entralkante. Der Empodialanhang ist schlank zugespitzt ; am i. Bcinpaar erreicht er nicht ganz die halbe Klauendiagonale. Die tibio- tai>alni Taslhaare sind am 1-jicle nicht merklich verbreitert nnd etwa -'., so Ian- \\ie flic- Klanendia-onale. Die Fnrca bietet anUer der sehr zierlichen Be- 'li>rnnn;j, keine l)esonderi-n Kennzeichen. Die Behaarnn- isl nuil^ig dicht nnd anlliilli-; ant' dem Kopf stehi-n Keiilenborsten, iihnliche kr;it'tii;e Borsten am \"md< nandr drs MesdiKiiunis nnd am K<">rpcrhintcrcnrperseiten voin Metanotnm bis/mil 2. Alxlominalse-niciit ; dnnkeh'iolel t ist dasMesonotnni anuSeiten- und\ T or- ilerraii'l -i-laibi Die I,;in-e desTieres bet ragt, ohne Antennen gemessen, 2111111. StiBwasser-Bryozoen von Aquatorial Afrika. Von Georg Ulmer, Hamburg Mit vier Figuren. In dem ,,Vorlaufigen Bericht iiber die Reise und die zoologischen Ergeb- nisse der Deutschen Zentralafrika-Expedition 1907 1908 (S. B. Ges. Naturf. Fr. Berlin 1909, No. 7, p. 383 410) weist Dr. H. SCHUBOTZ schon auf seine Bryozoen- Funde hin. Auf S. 391 heiBt es beziiglich der Fauna cles Mohasi-Sees: . . . ,,Trotz iippigen Pflanzenwuchses . . . bedurfte es eifrigen Suchens, bis ich . . . einige Bryozoen fand" und auf S. 403 iiber den Albert-See: ,,Die Seeufer sincl bei Kassenje frei von Schilf und nur mit sparlichen Binsen bestanden. An letzteren fand ich ziemlich zahlreich Bryozoen und zwar eine Plumatella repens ahnliche Form." Aus dem Material obengenannter, unter Leitung des Herzogs ADOLF FRIED - RICH zu MECKLENBURG ausgefiihrten Expedition erhielt Verf. vier Glaser mit Bryozoen. Diese gehoren fast samtlich der Gattung Plumatella Lam. an, nur ein Fund (Mohasi-See) erwies sich als zur Gattung Lophopodella Roussel. ge- horig. Die Bestimmung des an sich nicht unbetrachtlichen Materials war sehr er- schwert durch den Umstand, daB nicht ein einziger Schwimmring-Statoblast ge- funden wurde; nur eine einzige Plumatella-Kolome zeigte 2 oder 3 sitzende Statoblasten. Das Fehlen der Statoblasten ist um so merkwiirdiger, als Kolo- nien von ahnlicher Grofie bei uns schon eine sehr reiche Entwicklung jener Dauerkeime aufweisen. Ich gebe im folgenden ein Literaturverzeichnis und eine Ubersicht iiber die bisher aus dem Gebiete bekannten Arten; die neuen Funde fiige ich in die Liste ein. Neue Arten enthalt die Sammlung nicht. 286 Literatur iiber afrikanische Bryozoen. 1. 1. UN, K., Die deutschen SiiBwasser-Bryozoen. Abhandl. Xaturw. Yer. Hamburg (Teil I, . Toil II, 1892: p. 65. 2. .' K, M., Beitrag /.ur Kciintnis der gcographischen Yerbreitung der Bryozoengattung Plu- .'<7/d in Afrika. /,,]. An/.. Xr. 450, 1893, P- 3^5 386. Ml i-v-Ai K. M, Moo.stierc. In 1 >eutsdi-< >st-Afrika, Bd. IV, 1895, p. i 7. 4. Ml l-^M K. M., \Veiterer Beilrag znr Keimtnis der geographischen Verbreitung der Siiliwasser- brypzoeniMttung 1'lumate.lla. Zool. An/.. Xr. 531, 1897, p. 173 174. - MOORE, J. K. S., The Tanganyika Problem. London 1903, p. 295. --ill I. Cli., On a new Fre.sh-water Polyzoon from Rhodesia, Lof>h<>pr. \\". A. NNINGTON, 1904 1905. Report on the Polyzoa. -- Proc. Zool. Soc., London 1907, p. 250 to . I. "i TI \>, K., Les Bryozoaires d'eau douce. -- Annal. Biol. lacustre, III, 1908, p. 141 181. l.i AS, A new Fn >hwater Polyzoon from S. Africa. --Annal. Mag. Xat. Hist. (8), 2, 1908, p. J'>4 J73. (Lophopus capensis n. sp. ; nach K. LOPPENS, Referat in Annal. Biol. lacustre. Ill, 1909, p. 430, eine LophopoJclla.) 10. ANNA.M'.M.I-:, X., Freshwater Sponges, Hydroids and Polyzoa. (The Fauna of British India, iiu-luding Ceylon and Burma). London 1911. - Bryozoa, p. 161 238, 245 247; Fig. 30 47 49; t. Ill V. (Darin die Beschrcibung von I'luinatella emarginata Allm., p. 220, t. 3, f. 2, t. 4, f. i, i a; PI. tanganyikae Rouss., p. 225, f. 44; Lophopodclla carteri Hyatt, p. 232, t. 3, f. 4, 43, f. 46.) Die afrikanischen I-Jryo/ot-n gehoren samtlich zu den Ectoprocta, bei ck-ncii die- Afteroffnung aul-ierhalb des Tentakelkranzes liegt. 1. Ordnung: Phylactolaemata. 1. Fam. Fredericellidae. Gattung Fredericella Gerv. Fredericella sultana Blbch. var. Cunningtoni Roussel. F : undor(c: Tanganjika-See, bei Kibanga und Mshale (Rf)t\ssELET, 1907, p. 254); die typisclu- I'onn auch in A->]teii (Alexandria, V STT'HLMANN le-.. KKAKPI.LIN 1892, p. 65), Airier (Loi'Pi-:NS 1908, p. 157), Natal (F.qiiefa Ri\'er, KlkK.MANX Kjoi*), RnrSSKI.KT !<)<)-, ]). J.SI). 2. Fam. Plumatellidac. 1. Subfam. Plumatellinae. Gattung Plumatella Lam. Mi [SSNEF I.SM; (]>. ;,S(>) unleisuelitr Muschelschalen (('.attiiiig Acllicria) .iu> Atrika (Mu-ruin I'.erlin) und t'and daraut" sit/ende Statoblasleii der C.attung 1 li ROUSSELl I p. 251, als Rohivn d< - k aili-rt ii-rcs l.ininnn i-n',it<>f>/n'lli nwalint m Journ. Roy. Mur. Soc. lyoi, p. 232. 287 Plumatella; so konnte cliese nachgewiesen werden fiir das Nildelta, den oberen Nil, den weiBen Nil, den Niger und den Senegal; 1897 (p. 174) fand er auf den Schalen einer Vivipara und einer Cleopatra ebenfalls diese Statoblasten an Material aus dem Senegal und dem weiBen Nil. Die Gattung ist also ini Westen wie im Osten (vgl. auch die Lokalitateii der Arten weiter unten) des aquatorialen Afrikas vveitverbreitet. i. Plumatella repens L. Fundorte: Tiimpel und trockenes Bachbett bei Bibisande in Ugogo- Unyamwesi zwischen Tabora und dem Victoria-See (STUHLMANN leg., KRAEPELIN 1892, p. 65, MEISSNER 1895, p. 4); Victoria-See bei Towalio (Dez. 1890, STUHLMANN leg., KRAEPELIN 1892, p. 65, MEISSNER 1895, p. 4); Victoria-See bei der Insel Ssosswe (15. Marz 1892, STUHLMANN leg., MEISSNER 1895, p. 4); Tanganjika-See bei Maswa (RoussEUET 1907, P- 253). 2. Plumatella Tanganyikae Roussel. Fundorte: Tanganjika-vSee bei Kalambo, Chamkaluki und Kassanga (RousSELET 1907, p. 253, t. 14, f. i 4; LOPPENS 1908, p. 161, f. 5). 3. Plumatella emarginata Allm. Fundorte: Tiimpel und trockenes Bachbett bei Bibisande in Ugogo- Unyamwesi zwischen Tabora und dem Victoria-See (STUHLMANN leg., KRAEPELIN 1892, p. 65, MEISSNER 1895, p. 4); Victoria-See bei Towalio (Dez. 1890, STUHLMANN leg., KRAEPELIN 1892, p. 65, MEISSNER 1895, p. 4); Victoria-See bei Ngome (im Plankton, 10. Marz 1892, STUHLMANN leg., MEISSNER 1895, p. 4); Victoria-See, bei der Insel Ssosswe (15. Marz 1892, STUHLMANN leg., MEISSNER 1895, p. 4); Albert-Edward-See, bei Vitshumbi (10. Mai 1891, STUHL- MANN leg., MEISSNER 1895, p. 5); Albert-See, bei Kassenge (STUHL- MANN leg., MEISSNER 1895, p. 5). JXeues Material: Typische Exemplare, wie sie aus Europa bekannt sind, fanden sich zahlreich im L,ohango-See (3. Dez. 1907, SCHUBOTZ leg.), meist auf Nym- phaeabYattern. Die Kolonien (von denen Fig. i ein Stuck wiedergibt) haben sich auf der Oberseite wie der Unterseite der Blatter angesiedelt, seltener sind sie Fig. i. Plumatella emarginata .\llni., diinnen Zweigen von Wasserpflanzen an- Kolonie, em,' //,////<. ca. " ,. 288 geheftet; in ersterem Falle bilden sie flachliegende, lang hinkriechende Rohren mit nur kurzen, aufstrebenden Endsprossen, im letzteren ragen die Rohren stark verzweigt lang in das Wasser vor. Die Verzwei- gung ist lockerer (Fig. I) oder dichter, manchmal decken sich die Rohren nnd kreuzen sich, dabei aber ininier flach auf den Blattern liegend, in verschieden- sten Richtungen. Chitinrohren siiid dickwandig, braun bis schwarzlichbraun, nicht inkrustiert; die Miindungs- krgel sind hyalin, abgemndet. Der Kiel ist iiberall sdir deutlich. Statoblasten fanden sich nicht. Hierher recline ich auch ziemlich umfangreiches Material aus deni Albert-Edward-See (bei Kasindi, Miirz 1908, Ir. Xr. 362/08) und aus clem Albert-See (bei Kassenje, Marz 1908, ScHUBOTZ leg.). Die meist kleinen Kolonien machen einen ganz anderen Ein- druck als die des Lohango-Sees. Sie sind farblos oder schwach gebraunt, die Miindungszone stets hyalin; die Chitinrohren sind sehr diinnwandig nnd stark mit (weil.'en nnd dazwischen eingestreuten wenigen dunk- len) Sandkornchen inkrustiert. Die Kolonien liegen dem Substrate (Stengeln und Blattern von Binsen) dicht ant. nur die SproBenden sind ganz wenig er- hoben; die Verzweigungen sind sehr zahlreich, die (K-^halb dicht gedrangt. so dal,' das v Substrat manchmal unter ihnen nicht nu-lir sichtbar ist*). Der Kiel ist nicht so deutlich wie bei dem anderen Material. Eine Anzahl von Kolonien auf den Stengeln ist noch ganz jugendlich und zeigt die charakteristischen ,,l''lnl>cllui" und ,,/Mg'rt//.s"-I '. '' ,. ' Kassenje. '>. Hill, !>i(i/ii-K<>\ui^i\ auf Nymphaeablattetn, dii- irh iiu August i Xi>y in H.iiiiinir^ .saiiiiin lu- ; aiii-h dii-M-.s Mali-rial ist f arblos, wenn auch nichi stark inkrustiert. **) \'gl. KRAEPELIN I, 1887, I 1 - "4, n?, < IN, I. 86 289 Eier sincl von nierenformiger oder langovaler Gestalt uiul liegen sowohl unter den Bryozoen wie auf ihnen, manchmal zerstreut (Fig. 2), manchmal in zu- sammenhangender Schicht eine kittartige Laichmasse bildend. Leider sind die Eier noch nicht so weit entwickelt, daJS wenigstens die Familienzugehorigkeit erkannt werden konnte. Auch getrennt von den Bryozoen finden sich ahnliche plattenartige Kittlaiche an den Stengeln, manchmal in mehreren Schichten iibereinander. 2. Subfam. Lophopodinae. Gattung Lophopodella Roussel. Lophopodella Carteri Hyatt. Fundort: Tiimpel und trockenes Bachbett bei Bibisande in Ugogo -Unyam wesi zwischen Ta- bora und dem Victoria-See (STUHL,MANN leg., KRAEPEUN 1892, p. 65, MEISSNER 1895, p. 4, ROUSSELET 1904, p. 53, LOPPENS 1908, p. 166). Neues Material: 2 kleine Kolonien, um einen sehr diinnen Pflanzenstengel herumgewachsen, Mohasi-See, Juli 1907, SCHUBOTZ leg. - - Die beiden Kolonien, die eine etwa I cm lang (Fig. 4), die andere etwas langer, sind gelblich-hyalin gefarbt; die Polypide sind zu- riickgezogen; die Oberflache ist unregelmaBig, in kleinen stumpfen Kegeln vorspringend; Statoblasten fanden sich nicht. ANNANDALE (p. 233, f. 46 B.) bildet eine ganz ahnliche Kolonie aus Indien (Bombay Presidency, Igatpuri Lake) ab. Interessant ist, daB auch diese Bryozoe, wie Cristatella, Lophopus und Pectinatclla, einer Ortsbewegung fahig ist (ANNAN- DALE p. 234). Fig. 4. Lophopodella Carteri Hyatt. Kolonie mit einge- zogenen Polypiden. ca. 5 / r 2. Ordnung: Qytnnolaemata. 1. Fam. Victorellidae. Gattung Victorella Kent. Victorella symbiotica Roussel. Fundort: Tanganjika-See bei Chamkaluki und Mshale (ROUSSELET 1907, p. 256, t. 15, f. 7, 8). Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. Iy 2QO 2. Fam. Arachnidiidae. Gattung Arachnidium Hincks. Arachnidium Ray-Lankasteri Moore. Fundorte: Tanganjika-See (MOORE 1903, p. 295); Tanganjika-See bei M shale (RoussELET 1907, p. 255: }) Arachnoidia Ray-Lankasteri"). Vespidae. Von Dr. A. v. Schulthess Rechberg, Zurich. A. Vespinae. I. Belonogaster Saussure. 1. B. junceus Fab. R. DU BUYSSON, Ann. Soc. ent France 1909 LXXVIII p. 220 Vorkommen: Bukoba (W. Victoria-Nyanza) VI. 1907 3 d", * 9- - sindi (N. Albert-Eduard-See) XII. 1907 3 9. - - Haute Ituri I. 1908, i 9. Verbreitet besonders in West-, aber auch in Ostafrika. 2. B. saevus Saussure. R. DU BUYSSON 1. c. p. 242. Vorkommen: Haute Ituri I. 1908, i 9- Sonst besonders in West-, aber auch in Ost-Aquatorial-Afrika. 3. B. griseus Fab. R. DU BUYSSON 1. c. p. 247. Vorkommen: Bukoba (W. Victoria-Nyanza) VI. 1907, 19.-- Fufi des Ruwenzori Westseite; nordlich vom Albert-Eduard-See II. 1908, 3 o*. Verbreitet durch ganz Aquatorial- und Siidafrika. II. Icaria Saussure. 4. I. cincta Fab. DALLA TORRE Cat Hymenopt IX Vespidae 1894 p. 118. Vorkommen: Ful3 des Ruwenzori Westseite II. 1908, i 9- Verbreitet durch ganz Aquatorial- und Siidafrika. III. Polistes Latreille. 5. P. marginalis Fab. DALLA TORRE 1. c. p. 131. Vorkommen: Avakubi 22. IV. 1908, i 9. Verbreitet durch ganz Afrika. 19* IV. Polybia Lep. 6. P. melaina Meade-Waldo. Ml API .-WAI i'", Ann. Mag. nat. hist. 1911 Ser. 8 Vol. VII p. no. Vorkommen: Rugege-Wald, 1800111, 20. Aug. 1909, 7 9. Ful3 des Kuwenzori Westseite II. 1908, 6 < 4 >. Riuvenzori. B. Eumenidinae. V. Eumenes Latreille. 7. E. maxillosus de Geer. DAI. I. A TOKKI 1. r. p. 26 etc. SCHULTHESS, s<>r. t-nt. xxv. igio p. 17. Vurkommen: Bukoba am Victoria-Nyanza VI. 1907, 2 9; Mawambi am Ituri IV. 1908, i Q. \\-rl >reitct durch ganz Afrika. 8. E. hottentotus Saussure (= dyscheroides Gribodo). i>\i i. A TORRE 1. c. p. 25. St lll'LTHESS, Soc. eilt XX\'. 1910 p. 17. Vorkommen: Mawambi am Ituri IV. 1908, i 9- Soust : .^tidliches Ost- und Westafrika, Kapkolonie. 9. E. aterrimus Schulthefl. cut. XX\'. ]<;!() p. 18. X'orkommen: FuJ3 des Ruwenzori, Westseite II. 1908, i o*. Soii-t : Aquatorial-, Ost- und Westafrika. VI. Synagris Latreille. 10. S. cornula L. DAI. i. A TORRI-; 1. c. p. 35. \\M. (> T. j K. 3. \'"rkonimen: Mawambi am oberen Ituri IV. 1908, I a 1 . Slus halben 5. Fuhlergliedes. Thorax etwas langer als iiber den Fliigel- schuppen breit. Pronotum scharf gerandet, seitlich in scharfe, schrag nach vorn ucrichtete Dome auslaufend. Fliigelschuppen matt, vorn und hinten mit ein- /.elnen groben Pnnkten. in der Mitte punktlos. Schildchen maflig gewolbt; Hinterschildchen etwas prominent, das Mittelsegment nach hinten iiberragend, durch eine scharfe Kante in eine obere, horizontale und eine vertikale Partie :^eteilt. dorsal in der Medianlinie mit scharfem, mehr oder weniger vorspringen- dem (irate \-ersehen. Horizontale Partie des Hinterschildchens grobrunzlig punktiert, hintere Partie desselben sowie die Hinterflache (Konkavitat) des Mittelsegmentes matt, sehr fein und regelmai3ig punktiert. Letztere ziemlich tief aiisgehohlt, ringsum von scharfer Kante umgeben; diese unterhalb der nicht als Dorn vorspringenden Seitenecke eine hohe, mehrfach unterbrochene Lamelle bildend (Abbildung). Seiten des Mittelsegmentes, oberhalb der seitlichen Kante iinLterst dicht und grobrunzlig punktiert, unterhalb derselben mit sehr sparlichen Punkten besetzt. Mesopleuren dicht punktiert. Abdomen mit feinem schwarzem Toment bcdeekt ; i. Tergit nur am Hinterrande und auf den Seiten, die iibrigen beinahe iiberall zerstreut, ziemlich grob punktiert. I. Segment (in der Projek- tion) mitten beinahe 3 / 5 mal so lang als breit, Seiten parallel, dann plotzlich in den schwachgebogenen Yorderrand iibergehend. 2. Segment etwas langer a!s breit. vSternite grob und zerstreut punktiert. 2. mit tiefer Delle an der Basis, die seitlich von scharfem Rande eingefafit ist und nach hinten allmahlich aus- laufend sich bis zum Hinterrande des Sternits erstreckt. Inne- rer S]>orn der Hinterschienen in eine scharfe Spitze auslaufend. ^ Kopfschild schwarz, so hoch als breit, Unterrand kiirzer als beim 9,Runzelung viel weniger grob. Fiihler etwas schlanker, samtliche Glieder langer als breit; Fiihlerhaken konisch, leicht gebogen, die Mitte des 10. Fiihlergliedes erreichend; die Hnt- fernung der hinteren Nebenaugen voneinanderbedeutend kleiner als von Nebenauge zu Netzauge. Im iibrigen wie das 9- Yorkoinmcn: Oberlauf des Ituri I. 1909, I 9- : Xyassa-See, Langeiiburg, Mirambe, I o", I 9 (Fiilleborn IX. 1898, XI. iS()<0 (Mns. Ik-rlin). VIII. Odynerus Latreille. i'. (). (Ijnnntus) 14-maculatus nov. spec. 'juoad -Inutnram ad stir])em (). Dantici pertincns. ;i niniii medianum et abdomen maculis albis ornata; alae parum intumaiar. Cl\-])eii^ ae(|iu- altus ac latus, apice leviter emarginatus. Postscutel- lum le\iter serralnni. ' <.'. I.OHL;. imp |l's<|Ue ad mar-, po.sl . segin. 2. abd.) I() II Mm.; Long, alae 10 Mm. 295 Fig. 4. Od. i4-maculatus Q 2 r. 9. Kopf so breit wie der Thorax, von vorn geseht-n brdter als hoch, sclir dicht und ziemlich grobrunzlig punktiert. Kopfschild dreieckig, ziemlich zer- streut, seicht punktiert, im basalen Drittel am breitesten, am Unterrande wenig tief, dreieckig ausgerandet. Entfernung der Spitz- chen neben der Ausrandung voneinander nur wenig groBer als die L,ange des 4. Fiihlergliedes. Fiihlerglieder vom 7. an breiter als lang. Hinter den Ocellen eine gro!3e, mit braunen Borstenhaaren dicht besetzte Grube, die nach aui3en die hinteren Nebenaugen iiberragt. Thorax bedeutend langer als breit, nach vorn und hinten nur wenig ver- schmalert, iiberall gleichmaBig, sehr dicht punk- tiert. Pronotum scharf gerandet, Seitenecken abgerundet. Fliigelschuppen auBerst fein punk- tiert, ohne grobere Punkte. Schildchen horizontal, flach, ohne Langsrinne. Dorsalflache des Hinterschildchens kurz, wie das Scutellum punktiert; Hinter- flache senkrecht abfallend, matt; Kante gleichmaBig gewolbt, schwach und gleichma'Big gezahnelt. Obere Flache des Mittelsegmentes neben dem Hinterschildchen in der schwarz gefarbten Partie wie der Thorax punktiert, der weiBe Fleck vollig punkt- los, stark glanzend; konkave Partie diagonal ziemlich grob gerunzelt, ringsum von scharf em, aber nicht vorspringen- dem Rande umgeben ; Seitenecken mehr oder weniger aus- gesprochen, niemals einen scharfen Dorn bildend. Abdomen kraftig, nach vorn nicht verschmalert, sehr zerstreut und seicht punktiert; I. Tergit nach vorn senkrecht abfallend, am Hinterrande etwas mehr als doppelt so breit als in der Medianlinie lang; Sternite etwas dichter punktiert, als die Tergite; das 2. ziemlich gleichmaBig gegen die Basis hin etwas starker gewolbt. Vorderschenkel stark gebogen, abgeflacht. Das ganze Tier sparlich grau behaart, schwarz. Kopfschild, Kiefer, Unterseite des Fiihlerschaftes und der Basis der Geisel, vorderer Augensaum bis in den Grund der Ausrandung hinein, hinterer Augensaum, Vorderrand des Pronotums, Fliigel- schuppen und innere Seite der Vorderschenkel braun. Kopfschild an der Basis mit schwarzern. herzformigem und daneben je einem weiBen Fleck. WeiBsind: zwei groBe Flecke oben auf den Seiten des Mittelsegmentes, eine schmale, vom Endrande des Tergits um ihre eigene Breite abstehende Binde des i. Tergits, die seitlich so stark nach vorne verbreitert ist, daB die weiBe Farbe bis auf die vordere Flache des Tergits iibergreift, eine ebensolche, seitlich sehr stark verbreiterte, mitten sehr breit unterbrochene Binde des 2. Tergits, seitliche Flecke (Bindenansatze) auf Tergit 36. Die Flecke auf dem 6. Tergit fehlen hie und da. Fig. 5. Odynerus 14-maculatus Q 2f)6 Beim ^ ist der Kopfschild fiinfeckig, in derMitte am breitesten, gleich hoch \vie hrcit, am Unterrande leicht ausgerandet, weiB. WeiB sind auBerdem : die AuBenseite der Kiefer, die Lippe, die Unterseite des Ftihler- schaftes und die Vorderseite der \'orderschienen. Letztes Tergit sclnvarz. Kiihlerhaken kurz und derb, zylindrisch, ge- rade. Letztes Sternit am Hinterrande mit einem dichten Saum steifer Borsten besetzt. Yorkommen: Avakubi am Aruwimi, \vestl. Albert- See 29. IV. 08, i V- Aul.'cixK-m: Ostafrika: Bukoba am Yictoria-Nyanza (Marshall), X'Doro ;im (Bou>-ssou, X. 1898); \Yestafrika: Old Calabar (Stefanelli), Kamerun \ anakun-. (A. Hichl), Johann-Albreclits-Hohe (Conradt, XII. i8()5), S])anisch (Tessmann, XI. 1907). (Mus. Berlin, c. m.) Fig. f>. i )(lyiH-ru> i ; iiiai-ulatus Q* Myriopoden. Von Dr. Carl Graf Attems. Die wahrend der zentralafrikanischeii Expedition unter der Fiihrung S. H. des Herzogs ADOLF FRIEDRICH VON MECKLENBURG von Dr. SCHUBOTZ gesam- melten Myriopoden bringen unsere Kenntnisse von der afrikanischen Myriopoden- fauna wieder um einen guten Schritt weiter. Wie liickenhaft diese Kenntnisse noch sind, sieht man am besten daraus, daB auch diese Forschungsreise, die doch in die Nahe schon begangener Gebiete fiihrte, in ihrer Diplopodenaus- beute ungefahr zur Halfte noch unbekannte Arten enthielt. So lange die Ver- haltnisse so liegen, konnen wir uns auf nahere faunistische Betrachtungen wohl nicht einlassen, sondern miissen uns begniigen, die Bausteine fur eine spatere Fauna des tropischen Afrika zu sammeln. Die durch die wenigen schon be- kannten, in der Aufsammlung enthaltenen Arten gegebenen Beriihrungspunkte mit den Faunen anderer Gebiete weisen auf Uganda und Kilimandjaro bin. Ich gebe zunachst ein Verzeichnis aller von der Expedition mitgebrachter Arten, und beschreibe dann die neuen sowie ein paar noch nicht geniigend ge- kannte Arten. i. Alipes crotalus Gerst. Ebene des unteren Semliki. III. 08. 2. Cormocephalus Biittneri Krpl. Ebene des unteren Semliki. III. 08. - - Mboga. III. 08. - - Urwald auf Kwidjwi im Kiwu-See. IX. 07. 3. Trachycormocephalus afer (Mein.). Ebene des unteren Semliki. III. 08. - - Kissenje. Kiwu-See. 5. IX. 07. - Insel Kwidjwi im Kiwu-See. IX. 07. 4. Ethmostigmeus trigonopodus (Leach). Beni. I. 08. Kassenje. Albert-See. III. 08. Steppe siidl. vom Albert-Edward-See. XII. 07. 298 5. Lamnonyx punctifrons (Newp.) Rugege-Wald. S\V- Ruanda; Vulkangebiet NO vom Ki\vu-See. X. 07. - Xiragongo. N vom Kivvu-See, 3900 m. 4. X. 07. - - Urwald am Kiwu-See. IX. 07. - Urwald N\V von Beni. I. 08. - Insel K \vidj\vi im Kiwu-See. IX. 07. 6. Strongylosoma Cagnii Silv. Mboga. III. 08. --Mawambi Haute Ituri. IV. 08. - - Awakubi. 29. IV. 08. 7. Eviulisoma Cavallii Silv. Rugege-Wald. SW- Ruanda. Urwald am Kiwu-See. IX. 07. 8. Cordyloporus cervinus n. sp. Urwald am Kiwu-See. IX. 07. 9. Mesodesmus dentatus (Silv.) Rugege-Wald. SW-Ruanda. 20. VIII. 08. 10. Scolopopleura n. gen. spinosa n. sp. Awakubi. 29. IV. 08. ii. Sisyrodesmus n. gen. girafficeps n. sp. Karissimbi. 2400 m. XI. 07. 12. Cryptodesmus Mecklenburgii n. sp. SO-Ufer des Kiwu-See. VIII. 07. Urwald am Kiwu-See. IX. 07. - Karissimbi. IX. 07. - - Irumu Mawambi-Urwald. IV. 08. - - Ruwenzori-West, 2500 m. II.oS. 13. Metaphorikus Krapelini Att. Niragongo. 5. X. 07. Kissenje, N-Ufer des Kiwu-See. IX. 07. Kassenge, Albert-See. III. 08. 14. Oxydesmus deinus Att. M:i\\;mibi. Haute Ituri. IV. 08. - - Haute Ituri. Kongo-Gebiet. I. 08. 15. Oxydesmus deinus lugubris Brolem. Hauti' Ituri. I. 08. Irumu Mawambi, Urwald am Ituri. IV. 08. 1 6. Oxydesmus occidentalis tuberculosus n. subsp. Urwald XW von Ik-ni. I. 08. - Awakubi am Aruwimi. 29. IV. 08. 299 17. Spirostreptus virgator Silv. SO-Ufer des Kiwu-See. VIII. 07. Kissenje. N-Ufer des Kiwu-See. VIII. 07. Haute Ituri, Kongo-Gebiet. I. 08. 18. Odontopyge Kandti Carl. Rugege-Wald. 20. VIII. 07. - - Insel Kwidjwi im Kiwu-See. IX. 07. - Bugoie-Urwald. XI. 07. (Bisher bekannt von W-Ruanda.) 19. Odontopyge scaphula n. sp. Rugege-Wald, 1800 m. 20. VIII. 08. 20. Odontopyge punctulata n. sp. Rugege-Wald; SO-Ufer des Kiwu-See. VIII. 07. 21. Odontopyge (Plethocrossus) Schubotzi n. sp. Kissenje. Kiwu-See. IX. 07. 22. Haplothysanus astragalus n. sp. Beni. I. 08. 23. Haplothysanus malleolus n. sp. Insel Kwidjwi im Kiwu-See. IX. 07. 24. Prionopetalum megalacanthum n. sp. Kasindi, N vom Albert-Edward-See. I. 08. Beni. I. 08. 25. Prionopetalum xerophila (Carl). Niansa, 1500 m. Ruanda. 10. VIII. 07. (Bisher bekannt von Zentral- und O-Ruanda und vom Kilimandjaro, Meru, Usambara.) 26. Allantogonus n. gen. vermicularis (Carl). SO-Ufer des Kiwu-See. VIII. 07. Rugege-Wald. 27. Syndesmogenus gracilis Att. Rugege-Wald. SW-Ruanda, 1800 m. 20. VIII. 07. (Bisher bekannt vom Kilimandjaro.) Cordyloporus cervinus n. sp. Textfig. I. II. Taf. I. Fig. 5- 6 - Farbe: Riicken rotlichbraun. Die Kiele gelblich, beide Farben allmahlich ineinander iibergehend. Beine gelb; Antennen an der Basis gelblich, endwarts allmahlich immer mehr rotlichbraun werdend. 300 & Lange: 17 mm. Breite: Prozonit 1,7 mm; Metazonit 2,5 mm. Kopfschild vorn zerstreut behaart. Scheitel nackt. Antennen sehr lang und schlank, bis zum 5. Segment reichend, das Ende leicht verdickt. Halsschild so breit wie der folgende Metazonit, seitlich stark verschmalert; der Vorderrand und Seitenrand bilden einen groBen Bogen, das Hintereck ist etwas abgestumpft. Die Flache des Halsschildes ist so wie die der Metazoniten dicht, aber flach granuliert. Vom 4. Segment an haben die Metazoniten eine Quer- furche. Der Riicken ist maBig gewolbt. Die Kiele sind iiber der Mitte der Seiten angesetzt, von initt- lerer Breite und fast horizontal. Der Seitenrand des 2., 3., 4. und 6. ist durch eine Bucht zweizackig, Seiten- rand des 8., ii. und 13. Segments dreizackig. Alle Zahne spitz. Die porentragenden Kiele haben an Stelle des mittleren Zahnes die Porenbeule; diese ist Fi-. I. "* S. und . uni iin breiten Bogen in den Srilniraml liber/.ugehen. Am Be- 303 ginn des Seitenrandes steht ein winziges Zahnchen mit einer Borste. Die Kiele sind breit, seitlich zugescharft. Das Saftloch liegt ganz nahe dem Seitenrande in der Mitte einer sehr schwach ausgepragten, ganz plattgedriickten Beule. (Fig. III.) Das Hintereck der Kiele iiber- ragt den Hinterrand des Metazoniten vom 5. Seg- ment an allmahlich immer starker, und diese Vor- ragung , die anf anglich ganz stumpf ist, wird schlieBHch zu einem sehr Fig. III. a* 1 1- und 12. Segment. Hinterende. Tf Fig. V. ii. Segment, Profil. Fig. IV. langen, spitzen Zacken (Fig. IV). Beim 9 sind die Kiele relativ etwas schmaler. Eine sehr auffallige Bilclung haben die Metazoniten sowohl beim als beim 9. Der Hinterrand unterhalb der Kiele ist mit einer Reihe von ca. 14 starken Stif ten, deren GroBe ven- tralwarts allmahlich zu- nimmt, besetzt. Der Rest des Ventralrandes unter- halb dieser Stifte tragt ange Borsten. (Fig. V.) Ventralplatten ziem- lich schmal langborstig, ohne Fortsatze. Analsegment ver- schmalert, etwa wie bei Strongylosoma; seitlich vor dem Ende jederseits eine groBe Borsten- warze. Analschuppe bogig, mit 2 mittelgroBen Borstenwarzen. Beine sehr lang, oberseits reichlich beborstet ; das Endglied ringsum dicht behaart. Kugel- borsten, Fortsatze usw. finden sich nicht. Gonopoden (Fig. VI) : Die Hiiften (c) han- gen auf einer kurzen Strecke zusammen und sind recht kurz und dick. Hiifthornchen normal. Femur (F) kurz und breit, ungefahr scheiben- formig; innen dicht behaart. Auf der Aboralseite entspringt der hier riesig entwickelte Femoralfortsatz (F/). Wir unterscheiden an ihm einen, nahe der Basis entspringenden, schlanken, S-formig gekrummten -C Fig. VI. 304 Ast (s), 2 groBere (/>) und i kleinere, lateral gerichtete Platte und einen sehr groBen, hoch aufragenden Endteil, dessen Ende eingeklappt und gedreht 1st. Auf der Opalseite geht der Femur direkt ohne deutliche Abgrenzung in den relativ kleinen Tibialabschnitt liber, der auBen einen groBeren Lappen (/) mit ab- gerundeten Enden tragt und sich in den kraftigen, am Ende hakigen Tibial- fortsatz ( T/) mit der Samenrinne fortsetzt. Ein Tarsus ist nicht erkennbar. Fundort: Awakubi, Kongo-Gebiet. 25. IV. 08. Sisyrodesmus n. gen. (Cryptodesmidae). 19 Rumpfsegmente. Stirn mit 2 eigentiimlichen dicken Zapfen. Kopf vom Halsschild nur teil- vveise bedeckt. Habitus wie bei Cryptodesmus. Kiele ziemlich groB und flach; der Seitenrand mit stumpfen Lappen; von den Kerben dazwischen ziehen in der von Cryptodesmus her bekannten Weise belle Streifen, dorsalwarts konvergierend. Die ganze Oberflache des Meta- zoniten mit \vinzigen Kornchen und Harchen bedeckt und mit 3 Querreihen groBerer Tuberkel. Poren auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15 18. Gonopoden: Hiiften groB, kugelig, wie aufgeblasen, beide durch eine breite Briicke miteinander verbunden. Femur sehr kurz, tragt einen langen Fort- satz(?). Eine Sonderung in Tibia und Tarsus ist nicht mit Sicherheit erkenn- bar. Die Samenrinne verlauft auf einem langen, schlanken Fortsatz auf der Medialseite. Sisyrodesmus girafficeps n. sp. Tafel I. Fig. 7. Textfig. VII X. Farbe erdbraun. Lange 7 mm, Breite des Prozoniten 0,55 mm, des Metazoniten i mm. Stirn mit 2 eigentiimlichen, sehr auf fallen- den, runden Stumpfen, die so wie der ganze K<>]>t dicht und fein behaart sind. Antennen lang, keulig, fein behaart. Dazwischen vom 4. (/lied an meh- rere sehr lange Borsten. Halsschild sehr groB, ahnlich wie bei Crypto- desmus, bedeckt aber den Kopf nur zum Teil. Vorderrand bogig, ohne Unterbrechung in den .Seitenrand iibergehend, Hintereck abgerundet (Taf. I Fig. 7). Metazoniten mit \ ( hierreihen von runden Fig. \ II. rfii.u. t2. Segment. x - Tuberkeln und mit c-iner dichten, sehr feinen C.rainilicning bedeckt, die an den Kanleii der Kii-le als feine Sagezahnchen ; in jeder der dadurch gebildeten Kerben stehl ein winziges Haar- 305 spitzchen; doch sieht man diese Harchen erst bei starkerer VergroBerung (Fig. VII, VIII). Kiele ziemlich breit, der Seitenrand mit 3 4 runden Lappen, je nachdem ob es porenlose oder porentragende Kiele sind. Von den Kerben zwischen den Lappen geht ein heller, durchscheineiider Strich nach ein warts. Das Hintereck der Kiele beginnt auf dem 15. Segment etwas zackig nach hinten zu treten, auf dem 16. Segment 1st das noch mehr der Fall und auf dem 17. und 1 8. Segment bildet es einen langen, aber etwas stumpfen Zahn. Schwanzchen dick, konisch, mit den bekannten Borstenwarzen; es iiberragt weit die Spitzen des 18. Segments. Ventralplatten ziemlich schmal, imgefahr quadratisch, sparlich beborstet, ohne Besonderheiten. Beine nicht lang, schwach beborstet, nur das Endglied reichlicher. Fig. VIII. Seiten- rand des II. Segm. Fig. IX. Fig. X. Gonopoden (Fig. IX, X) : Die Offnung fur die Gonopoden ist sehr gro!3 und nimmt fast die ganze Ventralflache des Prozoniten mit ein. Hiiften der- Gonopoden kurz und breit, kugelig, lateral mit kleinen runden Tuberkeln. Beide hangen durch eine breite Chitinbriicke zusammen; die an- einanderstoBenden Halften bilden einen am Ende mit Wiirzchen besetzten medianen Kiel (m). Femur sehr kurz. Die Beborstung relativ nicht sehr reich- lich. Ein schlanker, am Ende gebogener Ast (Ff), der hoch aufragt, diirfte als Femoralfortsatz zu deuten sein. Bei der Sparlichkeit des Materials laBt sich das vorlaufig nicht mit Sicherheit entscheiden. Medial ragt ein dem genannten, als Femoralfortsatz gedeutetem, Ast ahn- licher Fortsatz, der Tibialfortsatz (Tf), mit der Samenrinne auf. Als Tarsus (Ta) deute ich die breite Platte lateral von den schlanken Asten Ff und Tf, die zu einer Mulde zusammengebogen ist, deren Rander medial in 2 Zip f el auslaufen. Fundort: Karissimbi, 2400 m. XI. 07. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 20 306 Cryptodesmus Mecklenburgii n. sp. Tafel I. Fig. 3. 4. Textfig. XI XII. Farbe dunkel erdbraun. Liinge 21 mm. Breite: Prozonit 3 mm, Metazonit 10 mm. Kopt ^an/ vom Halsschild bedeckt, fein kornig-rauh und fein und zerstreut behaart. Antennen kurz, keulig, ohne Seitenlappen. Yorderrand des Halsschildes in gleichmaBigem Bogen in den Seit'enrand iibergehend, Hinterecken spitzzackig vortretend. Yorderrand der Kiele leicht konvex, fein gesaumt, seitlich mit dem ersten derSeitenrandzahnchen endigend. Seitenrand mit 5 kleinen Zahnchen, die Ec.kzahiic.lien mitgezahlt, die durch kleine Kerben, in denen die bekannten radialen Furchen beginnen, gebildet werden. Hintereck sehr spitz und recht langzackig. Hinterrand gelappt durch Kerben, von denen auch die schon er- \vahnten radialen Furchen ausgehen (Fig. XI). Auf alien diesen Randzahnchen winzige feine Harchen, ebenso wie auf den Tuberkeln des Riickens. Prozoniten ungemein fein chagriniert. Metazoniten 4 Querreihen polygonaler Felder; die Furchen, xi. o* 10. u. ii. Segm. welche diese Felder begrenzen, recht tief; von der hint ersten Reihe und von den aufiersten Feldern der 4 Reihen ziehen die radialen Furchen zum Rand. Saftlocher auf dem 5., 7., 9., 10., 12, 13., 15. 19. Segment, sehr \\eit vom Seitenrand entfernt und ein gutes Stuck vor der Mitte gelegen. Schvvanzchen dick, konisch, mit mehreren langeren, schlanken Borstenwarzen jederseits. Die S])it/en der Hintereckszacken des 19. Seg- ments erreichen die vSpitze des Schwanzchens nicht (Fig. XII). Analschuppe bogig mit 2. kleinen Borsten \\arzen. Klappen fein rauh, e \va wie Sandpapicr, der Randwulst glatt. \'entral])latten krcii/.formig eingedriickt, tein liehaart, ohne besondere Fortsatze. In Fig. XII. ( f* den Seiii-n oberlialb der Heine keine \\'arzen o. dgl. Beine auf der T'nterseite tein uml reielilirli behaart. rnclu'n recht grofi. K-imir \-iin der Aboralseit c- gesehen, als breiter, stark beborsteter I,a]>pc-n vor- 1.1 ;end. An der ('.fi-ii/e /wischen 1'eiiiur und Tibia ist der Kopulationsfui3 stark 307 eingeschniirt. An clem auf diese Einschniirung folgenden Endabschnitt kann man keine Teilung in Tibia und Tarsus erkennen. Im ganzen ist dieser End- abschnitt fast rund. Nahe dem Medialrand verlauft geradlinig die vSamenrinne. Am Ende stehen auf der Oralseite 2 diinne, stark gefranste Lamellen, die zu- sammen mit einer glattrandigen Lamelle auf der Aboralseite, die einen zahn- artigen Lappen tragt, eine tiefe Mulde einschliel3en. Fundort: SO-Ufer des Kiwu-See. VII. 07. Karissimbi. IX. 07. Urwald am Kiwu-See. IX. 07. - Irumu, Mawambi-Urwald. IV. 08. - Ruwenzori-West, 2500 m. II. 08. Die Gonopoden dieser Art ahneln im Prinzip sehr denen von C. Gabonicus und C. Scllae, von denen sie sich aber durch die starken Lappen und Fransen des Endteils sehr merklich unterscheiden. To. Oxydesmus deinus Att. Dunkelkastanienbraun mit einem gelben Langs- band, das auf dem Halsschilde beginnt und bis auf das 19. Segment reicht. Dieses Langsband ist auf dem hinteren Teil jedes Metazoniten mehr oder we- nigererloschen. Dieses Langs- band und die viel geringere GroBe des Zahnes d an der Basis des Tarsus des Gono- poden sind die Merkmale, welche die Stammform von der subsp. lugubris Brol. un- terscheiden. Fig. XIV. XIV ' Oyd. deinus lugubris Brol. Vgl. Fig. XIII, Fig. XIII. Oxyd. deinus Att. Oxydesmus occidentalis nov. subsp. tuberosus. Textfig. XV. XVI. Schwarzbraun; ein schmaler Saum urn die Kiele kaum merklich etwas in das Dunkelrotbraune aufgehellt. Unterseite der Beine dunkelrotbraun. a* Breite: Prozonit 7 mm, Metazonit 13 mm. Kopf dicht granuliert, Scheitelfurche tief. Neben den Antennenwurzeln innen einige gelbe Harchen. Antennen lang und schlank, das 3. Segment iiber- ragend. Halsschild breiter als das folgende Segment, seitlich zugespitzt, mit fast geradem Hinterrand und starker geschwungenem Vorderrand des Seitenlappens. Auf dem Seitenlappen ein schrager Wulst, der vom Hintereck schrag nach vorn zieht. Ein gleicher Wulst findet sich auf den folgenden 3 Segmenten. Flache 20* to8 H -childe- lein uiul flach ^ranuliert. init j Querreihen von Tuberkeln, a die- der hintersten Reihe ijroj/. mid derb sind. I'ni/.oniu-n dicht, fein mattiert. Metazoniten dicht, fein und abgeflaclit nuliert, init .; Muerreiheii reeht -rol.lcr Tuberkeln. Die vorderen 2 Reihen -ni in der Mediane rine rt\\u> -roUere Liicke als zxvischen den anderen Tu- berkeln. in der ;. Reihe stelien die Tuberkeln in gleichen Abstanden. Diese Tuberkelreihen M.-t/en sieh init I 2 Tuberkeln auch noch auf die Kiele fort. Die Kiele sind breit. Der Yorderrand geht in \veitem Bogen in den Seiten- rand iiber. Der Hinterrand ist ganz gerade und zieht, je weiter kaudahvarts. nni so niehr sehrii- nach hinten, \vodurch ein immer stiirkerer Zacken im Hinter- i-ntstelit. \'i^r dem Hintereck ist der vSeitenrand ganz selnvach \\elli-. Das Saftloch ist klein und liegt \veit vom Seitenrand entfernt, etwas iiaher zum Hinter- als zum Vorderrand. l{s ist median wiirts im Halbkreis von einem * flachen \\ T ulst umgeben, der sich dann bis zum Hintereck weiter zieht. Auf den poreiilosen Kielen, mit Aus- nahine der schon erwahnten ersten 4, ist dieser Wulst gerade mid nur schwach angedeutet. UnterseitederMetazoniteii, Ven- tralplatten, Analsegment und Beine genau \vie bei der Stammform be- schrieben. (I ; i-. X\ r , XVI) unterscheiden sich von denen der Stamm- lorni dadureh, da I.' der Dorn d hier relativ langer ist und bis in das Kndblatt de-. Tar-u hineinreieht. \\iihrend der in der Krummung des Tarsus stehende X;ii-ki-ii (/) hii-r niehr abgestumpft ist. Fundort : I'rwald bei Beni, Awakubi am Annvimi. XV. Fig. XVI. Die ( l Odontopyge punctulata n. sp. Textfig. XVII. XX. I'. ill. < M-l)\v;ir/.braun bis sdi\\ arx. \-ordere Hiilt'te des Clypeus dunkel-rot- lir;i\m, P.riiu- .rib. I'.lrllr |,5 nun; 55 57 RlllllplW-- Illell te. I.abrall.urhl /ii-mlieli lief, sritlich allmiihlieh N'erlaufend (nichl halbkreis- Supralabralgriibchen (rin unpaares nu-diaiu-s!). Cly])eus glatt, vSehritrl Srhrilc-llun In uii-riiirin seicht, I nl en >kularfurche nichl deutlich ^'litb.ii ; ini A'l-niwinkel spit/., so writ hereinreicheild \vie die Anlenneii- 309 Fig. XVII. basis. Antennen lang und schlank, zuriickgelegt das 5. Segment iiber- ragend. Seitenlappen des Halsschildes beim cf eckig, mit 2 schragen, vollstandigen, 2 abgekiirzten Furchen und dem unvollstandig durch cine Furche begrenzten, schmalen Randwulst. Beim 9 1st der Seitenlappen viel mehr verschmalert und das Vordereck abgerundet. Prozoniten mit feinen, punktierten Ringfurchen, die etwas iiber die Mitte reichen, der Rest spiegelglatt. Metazoniten dicht und sehr fein eingestochen punktiert, im iibrigen spiegelglatt und glanzend. Die feinen L,angsfurchen der Metazoniten enden iiberall weit unterhalb des Saftloches. Quernaht vollstandig, vor dem Saftloch nicht merklich ausgebogen. Saftloch vom 6. bis vorletzten Segment. Fransensaum (Fig. XVII) : DerEndrandjeder Franse ist in der Mitte rund eingebuchtet und tragt jederseits von der Bucht mehrere Spitzen ; dadurch entstehen mit 3 5 Spitzen besetzte Vorragun- gen, die von runden Buchten getrennt sind. Ventralplatten glatt. Analsegment: Vorsprung des Dorsalteils kurz, rasch sich verschmalernd, aber am Encle recht spitz. Klappen recht flach, der Rand nur schmal gesaumt, nicht dickwulstig, unmittelbar an den anderenstoBend, am oberen Ende ein spitzer Dorn, unten nichts. Die vSchuppe winklig, dick, wie aufgeblasen, mit etwas vortretender Spitze. Die 2 Tarsalpolster reichen bis zum viertletzten Beinpaar. Das drittletzte Beinglied ist ungewohn- lich lang. Gonopoden : Das Ende des vorderen Gonopoden (Fig. XVIII) tragt einen langen, basalwarts gerich- teten, bis kurz vor der Spitze gleich breit bleiben- den Dorn. Das Inneneck ist in einen keilformigen Lappen (b) von dunkler Farbe ausgezogen, mit spitzem distalen und abgerundetem basalen Eck. Das mediale Blatt (;;/) bildet in der distalen Ha'lfte des Innenrandes einen zweilappigen Vorsprung, das Lateralblatt (/) endet mit breit abgerundetem Lappen. Hinterer Gonopode (Fig. XIX, XX) : Femur ohne Dorn. Tibialteil mit Einschniirung beginnend. Tibialdorn sehr groB, schwach sichelformig gebogen, distal gerichtet, nahe seiner Basis ein winziges Seitenzahnchen. Tibialfortsatz in dem vom Tarsus gebildeteii Kahn liegend, einfach, das Ende im Kreis ein- Fig. XVIII. 3io ,11 1. in -rol.'., l.ivit. blattartig. cine Art Hiille fiir den Tibialfortsa.tz bildend, olme besondere dunkle Zahne oder deigleichen. Fundort: Rugege-Wald, SW- Ruanda. 20. VIII. 08. - -SO-Ufer des Khvu-See. VIII. 07. Fig. XIX. Fig. XX. Odontopyge scaphula n. sp. Textfig. XXI. XXIII. Sch \\arzbraun. Der Hinterrand der Metazoniten breit goldgelb durch- M-heinend. Beine braungelb. Breite 3 mm. 47 Rumpfsegmente. Labralbucht zicmlich tief. 6 Supralabralgrii1)chen. Clvpeus glatt, Scheitel -piegelgliinzend. Interokularfurche und Scheitelfurche ungemein seicht und fein. Innerer Augemvinkel so \veit hereinreichend \vie die Antennenwurzel. IlaNschild seitlich allmahlich \-erschmiilert und geradc abgestutzt, mit abgcrundeten I ; .rkm. z kriiftige Bogenfnrchen. von denen die seitliche den Rand \\nlst begrenzt. I'ro/dniten und Metazoniten dorsal U-in und seicht runzelig, dabei aber i -liinzrnd. Liingsfurchen der Metazoniten iiberall bis nalie an das Saft- loch la-ran reichend, \orn noch ziemlicli weitschichtig und etwas derber, nach hinten alhniihlicli imnier t'einer und seichter \verdend. Saftlocher vom 6. bis tni Sc-mcnl, ea. in der Mitte der Meta/oniten gelegen. Quernaht voll- i ' Rin-t'uri-lu-n der Pro/.oniten lU'hnien dorsal ungel'ahr die vordere II.ilH'- dcr I'lo/oniti-n ein. \-entral reiehen sie fast bis zur Ouernaht. I ; ian- n-auni (Fig. XXI): !'.> sind ; I'.asallinien vorhanden. Jede l-'ranse hat in der Mitte cine runde I^inbuehtung und seillich davon ist der Rand in feine S|.;' blitzt. \"( ntralplatlen glatt. Fig. XXI. Analsegment : Dorsalteil in einen seitlich zusammengedriickten, aber oben nicht zugescharften Fortsatz ausgezogen, der fast bis zu den Analklappen- dornen reicht, wie bei 0. Kandti. Klappen wenig gewolbt, am Rande etwas zusammengedriickt , aber ohne dicken Wulst, die Rander unmittelbar aneiiiander schlieBend, mil 3 Borsten, am oberen Ende ein spitzer, kleiner Dorn, unten nichts. Schuppe dreieckig, groi3, dick, mit etwas vorstehender Spitze. Die 2 Tarsalpolster verlieren sich erst nahe dem Hinterende. Gonopoden: Am Ende des vorderen Gonopoden (Fig. XXII) ist kein herabgebogener Dorn vorhandeii, sondern sowohl der mediale als der laterale Rand enden mit endwarts gerichteten kurzen Zacken; zwischen beiden eine schalen formige Vorwolbung. Fig. XXII. Hinterer Gonopode (Fig. XXIII): Femur ohne Dorn, Tibialdorn (Td) klein, winkelig gebogen. Tibialfortsatz einfach ,recht lang. Tarsus (Ta) groB, kahnformig. Fundort: Rugege-Wald. SW-Ruanda, 1800 m. 20. VIII. 08. Ubersicht iiber die Arten der Gattung Odontopyge s. str. Att, subg. Odontopyge. i. a) Vorderer Gonopode am Ende mit langem, spitzen, basal gerichteten Zahn 2. a) Vorderer Gonopode lateral mit einem groBen Dorn 3 3. a) Tibialfortsatz mit einer Reihe winziger Spitzchen . Aloysiae Sabaudiae Silv. 3. b) Tibialfortsatz ganz^ohne Seitenspitzchen . 4 4. a) Analklappenrand dorsal bedornt . . . Kilimandjarona Att. 4. b) Analklappenrand dorsal unbedornt . . Sennae Silv. 312 2. bj \ "rderer Gonopode lateral ohne Dorn ... 5 T. a) Tarsus (k-s hinteren Gonopoden schmal. Tibialdorn \vin/.ig Iniyoiii Silv. 5. 1)) Tarsus des hinteren Gonopoden breit, \\enig>t t/n> in der basalen Halite. Tibial- dorn /iemlich grol.' 6 1 1. a) AmrEnde des vorderen Gonopoden, medial vom herabgebogeiien Dorn. ragt ein -roller Zacken \'or 7 i) Metazoniten dorsal eingestochen punk- tiert. im iibrigen spiegelglatt und glan- /.end. Tarsus des hinteren Gonopoden breit, kalmlorinig, am ICnde rasch zv- i;espitzt pioictulcitit n. sp. 7. b) Metazoniten dorsal nicht eingestochen punktiert, sehr fein dicht und kurz ge- striehelt. Tarsus des hinteren Gonopoden in der Endhalfte merklich schmaler intermedia Carl. o. 1>) Das Ende des vorderen Gonopoden innen, medial vom herabgebogenenDorn, einfach abgerundet, ohne Zacken dispcrsa (Carl.) i. 1>) Vorderer Gonopode ohne langen basal gerichteten Zaeken am Ende 8 8. a) Tibialdorn des hinteren Gonopoden sehr lang tercbrum vSilv. citcrnii vSilv. - s . 1)) Tibialdorn sehr kurz 9 i). a) Quergeringelt, indem die Prozoniten viel heller als die Metazoniten sind. Am Ende des vorderen Gonopoden innen ein end- warts gerichtetes sjiitzes Zahnchen . . Kandti Carl. <). b) ICinfarbig, am ICnde des vorderen Gono- poden innen kein spitzes Zahnchen . . 10 io. a) Das Kndblatt des Tarsus des hinteren f'.onnpnden ist kurz und breit, kalm- tonnig. 47 vSegmente scaphula n. sj). i". b) Da^ ] ; .ndblatt des Tarsus des hinteren f'.onopoden ist sehr lang und relativ bmal. 56 61 Segmente Sevcrini Silv. 313 Fig. XXIV. Odontopyge (Plethocrossus) Schubotzi n. sp. Tafel II. Pig. 12. 13. Textfig. XXIV. XXVI. Farbe: Prozoniten rotbraun; Metazoniten gelbbraun, beide Farben aber etwas ineinander iibergehend, daher keine auffallende Querringelung. Breite 2 mm. Korper schlank. 59 Rumpfsegmente. Labralbucht sehr seicht. 4 Supralabralgriibchen. Clypeus vorn dicht ein- gestochen punktiert, Scheitel ganz glatt. Augen sehr weit voneinander ent- fernt, innen nicht so weit hereinreichend wie die An- tennenbasis. Halsschild mit 2. sehr kraftigen seitlichen Furchen. Die fein punktierten Ringfurchen der Prozoniten nehmeii dorsal ca. die Halfte, ventral 2 /s des Prozoniten ein. Der Rest des Prozoniten glatt. Metazoniten dorsal mit dichtgedraiigten, feinen, kurzen Langsstricheln und Piinktchen. Die Langsfurchen der Metazoniten reichen auf dem vorderen Korperdrittel nur bis zum Saftloch hinauf, wobei die obersten hinten etwas abgekiirzt sind. Dann tritt I abgekiirzte, spater mehrere, und hinten ca. 7 vollstandige Langsfurchen dorsal vom Saftloch auf. Saftloch vom 6. bis vorletzten Segment. Fransensaum (Fig. XXIV) beinahe gerad- linig begrenzt, indem der Endrand der Fransen nicht in Spitzchen zerschlitzt ist. 4 Basallinien. Ventralplatten glatt. Analsegment: Hinterrand des Ringteiles sehr stumpfwinklig. Rand der Analklappen eingesenkt, mit einer Rille neben dem feinen Randsaum. Lateral von der Rille ein niedriger und seitlich gegen die Flache nicht scharf ab- gesetzter Wulst. Sowohl am oberen als am unteren Ende der Analklappe ein sehr kleines, spitzes Dornchen. In der vorderen Korperhalfte 2 kleine Tar- salpolster, die sich ungefahr in der Mitte ver- lieren. Gonopoden: Am lateralen Blatte des vorderen Gonopoden (Fig. XXV) wird durch einen Einschnitt der gewohnliche runde Lappen gebildet; das laterale Blatt setzt sich aber bis zur Spitze des, im ganzen genommen, kahnfor- migen Endes des Gonopoden fort und verlauft nicht bald hinter dem vor- springenden runden Lappen in die Flache wie sonst meist. Das mediale Blatt Fig. XXV. lint mir einen kurzen breiteii Zaeken. Kin herabgebogener Dorn des Endes ;t. Hinterer Gonopode (Taf. II Fig. 12, 13, Fi-. XXVI). Femur ohne Dorn. Tibialdorn i / ,!) sehr klein. Tibialfortsatz (77) rclativ karz, kriiftig, mit 2 kraftigen \Yiderhaken. Tarsus sehr grofi, breit, blattartig, keine der Kanten mit ausgesprochenei Sagezahndung. Fundort; Kisscnje, Kiwu-See. IX. 07. Diese Art ahnelt am meisten deni PL Pctigaxi, von dem sie sich in folgendem unter- scheidet. Schubotzi hat 59 Rumpfsegmente. Pc- tigaxi 64 68. Bei Schubotzi ist der Tibialdorn sehr klein, bei Petigaxi viel groCer. Die 2 \Yiderhaken des Tibialfortsatzes stehen bei Schubotzi \veit voneinander ent- fernt. Der 2. nahe der Spitze. Bei Fig. xxvi. stehen sie nahe beieinander. Haplothysanus astragalus n. sp. Tafel II. Fig. 9. Textfig. XXVII. XXVIII. Fiirbe dunkel-olivenbraiin, vorderer Teil des Prozoniten gelb; auch sonst iiK'hrtadi in unrcgclinaUigc r \Veise gelb aufgehdlt oder marmoriert. Beine gelbbraun. Riic km ohm- S]uir einer medianen Langsbinde. " lin-ite ;,,5 nun. 66 Rumpfsegmente. I.abralbudit /iL-mlich tief; 6 Supralabralgriibchen. Clypeus dicht ein- tochen punktit-rt, sonst gan/ glatt. Interokularfurche ungt-mdn fcin, aber X'orderrandes iK.ili eine -<-hr km/'- seichte. Prozoniten und Meta/oniten dorsal ungemein fein liingsrissig. Die l\-in punktierh-n Ringl'urelu-n der I'ro/.oniten reidien bis et\\as iiber dieHalfte; die lei -^ind l.-iiir I.ri^tdien. dn sehr eharakteristisdies Merkmal. Die Liings- fnrdieii d-r MH;i/.Miiilrn reiehrn bis nahe /nm Sat'tloeli hinaut". sind dann als n/. kur/r Striche an der (jiuTiiaht bis /nm Saftlodi und als kleine Piinktchen neli i-iiu- kh'ine Streeke ueit dcrsal \'om Sat'tloeli fortgesetzt. vSaftlodi vom 315 6. bis vorletzten Segment, an der Grenze vom i. und 2. Drittel oder noch etwas welter vorn. Ventralplatten glatt. Fransensaum (Fig. XXVII) : Bemerkenswert die auBerordentlich scharf hervortretenden Grenzen zwischen den Fransen. Sie enden nicht immer ganz regelmaBig in einer Spitze des Endrandes, sondern manchmal in einer Bucht zwischen 2 Spitzen. Die Spitzen sind manchmal zweiteilig. Eine Langsstreifung im Innern ist nicht sichtbar. Analsegment : Riickenteil kurz und abgestumpft ausgezogen. Klappen stark gewolbt, der schmale Randwulst plotzlich sich erhebend. Beide Wiilste unmittel- bar aneinander stoBend; am oberen Ende ein spitzes Dornchen , auf dem Randwulst 3 feine Borstchen , aber ohne Fig. XXVII. Fig. XXVIII. groBere Warzen. Schuppe stumpfwinklig. Die 2 Tarsalpolster reichen bis nahe zum Hinterende. Gonopoden: Vordere Gonopoden (Fig. XXVIII) sehr einf ach gestaltet, am Ende ohne herabgebogenen Lappen oder Zahn. Das laterale Blatt bildet am Ende einen kleinen runden Lappen. Am AuBen- rande springt in der distalen Halfte ein niedriger, breiter, stumpfer Zacken vor. Femur des hinteren Gonopoden (Taf. I Fig. 9) mit dickem, starkem Dorn mit kleinen Seitenzacken. Tibialfortsatz des Tarsus etwas iiberragend, ganz einfach, ohne Seitenlappen oder -zacken, am Ende hakig. Tarsus breit, kahn- formig, am Ende rasch verjiingt und vierspitzig. Fundort: Beni. I. 08. Haplothysanus malleolus n. sp. Tafel II. Fig. 14. 15. Textfig. XXIX. XXX. Farbe schwarz, ein breiter Hintersaum der Metazoniten hell durchscheinend. Vordere Halfte des Clypeus und Beine braungelb. cf Breite 2,6 mm. 52 Rumpfsegmente. Labralbucht maBig tief, seitlich allmahlich verstreichend; 6 Supralabral- griibchen. Clypeus glatt. Scheitel spiegelnd. Innerer Augenwinkel so weit herein reichend wie die Antennenbasis. Interokularfurche und Scheitelfurche ungemein seicht. Antennen lang und schlank. 316 - Fi-. XXIX. Halsschild seitlich breitlappig, der Ranchvulst schmal und nicht scharf ab- zt, cine Bogenfurche. Riieken sehr glatt und glanzend. Die sehr seichten I.angsfurchen der Meta- .iten reiclieii nicht bis y.un\ Saftloch hinauf. Saftloch voin (>. bis vorletzten Segment, vorn merklich, hinten kaum vor der Mitte gelegen, die vollstandige Ouernaht vor ihm nur ganz unmerklich ausgebogen. Fransensaum (Fig. XXIX): Dicht und fein langsgestreift, in dieser Streifung verlieren sich die Grenzen der ein/.elnen Fransen. Der End- rand ist geradlinig, ohne Spitzchenbildung. Analsegment: Dorsal mit spitzeni, kornig runzeligem , bis zum Klappendom reichendem Voi'sprung. Klappen gut gewolbt, kornig runzelig; der Rand \vulst scharf ab- ,t/t, mit ', grol.'en borstentragenden Warzen ; am oberen Ende ein kra'ftiger, >jiit/A-r, gebogener Dorn ; unten ein ahnlicher, abwarts gebogener spitzer kk-iner Dorn. Tarsalpolster reichen bis nahe zum Hinterende. Das Ende des vorderen Gonopoden ig. XXX) tragt einen langen, abwarts geschlageiien, M-hlanken, leicht S-formig gekriimmten Dorn. An 1 - der AoSenseite steht, nahe dem Ende, ein kra'ftiger, >eluvarzer Zacken (Z). Dei Rand des medialen Blattes nach auCen eingeklappt; das Ende des lateralen ist ziemlich spitzzackig. Femur de< liinteren Gonopoden (Taf. II Fig. 14, 15) mit x.weimal herumgewundenem langem Dorn (Fd), Tibialdnrn (I'd] klein. Tiljialfortsatz relativ kurz und kriiftig. Ur tragt auf der Hohlseite eine Reihe sehr kriiftigi-r, spitzer Zahne und \ or dem luide 2 lange teiidoine, so da 1.5 das Ende dreizackig erscheint. Der Tar-u-- iM breit, kahnlTirmig; an der AuCenseite der Kriimimmg (bei ;;;) \vird ein zaekiger Absatz ge- 1 Mr i-im- Kante ist in unregelmiil.'.iger \\'eise geziilmelt und gezackt. Fundort : Insel K\\idj\\i im Ki \vu-See. IX. 07. I-ij-. XXX. Ubersicht iiber die Arten der Gattung Haplothysanus. Tibiall'ort^atz (k-s hinU-R'ii ( IOIK tpoden mit I oder iiii-hreren Sriteii/.alnieii ........... 2 l) 'I'.ir-iis (k^ liinterc-n ( % .ono]ioden sehr breil (un-i lain >o lang \\ii- oder langer als der 317 Tibialfortsatz), eine Kante sagezahnig; Ti- bialfortsatz mit mehreren vSeitendornen . . 3 3. a) Analklappenrand eingesenkt, daneben eine Rille, ohne groI3e Borstenwarzen, am oberen Ende nur ein kleines Hockerchen. In der hinteren Korperhalfte sind die Metazoniten auch dorsal scharf langsgefurcht. Das Ende des vorderen Gonopoden ohne langen herabgebogenen Zahn. 60 66 Rumpf- "segmente dorsosulcala (Carl.) 3. b) Die Randwiilste der Analklappen schlieBen unmittelbar aneinander, mit 3 groBen Borstenwarzen, am oberen und unteren Ende je ein spitzer Dorn. Das Ende des vorderen Gonopoden mit langem, basal ge- richtetem Dorn. Metazoniten dorsal ganz glatt. 52 Segmente malleolus n. sp. 2. b) Tarsus des hinteren Gonopoden entweder breit und viel ktirzer als der lange Tibialfortsatz oder lang und schlank, keine seiner Kanten sage- zahnig. Tibialfortsatz nur mit I Seitendorn. . 4 _]. a) Analklappenrand eingesenkt, mit einer Rille neben dem feinen Randsaum. Tarsus des hinteren Gonopoden nur etwa halb so lang wie der Tibialfortsatz spiralis (Carl.) 4. b) Analklappen -randwiilste unmittelbar an- einander schlieBend. Tarsus des hinteren Gonopoden so lang wie der Tibialfortsatz socialis (Carl.) i. b) Tibialfortsatz ganz ohne Seitendornen 5 5. a) Vordere Gonopoden au!3en mit langem, schlankem Dorn 6 6. a) Ende des vorderen Gonopoden mit langem, basal gerichtetem Dorn. Ouernaht glatt; Rucken dunkel ohne Langsbinde .... leviceps Att. 6. b) Ende des vorderen Gonopoden ohne Dorn. Quernaht punktiert. Rucken mit braun- gelber L,angsbinde dorsalis (.Carl.) 5- b) Vordere Gonopoden au!3en ohne langen schlanken Dorn, hochstens mit winzigen Zahnchen (Emini) 7 7. a) Femoraldorn keulig. Tibialdorn recht groB. Tarsalpolster nur auf dem drittletzten Glied Pococki (Carl.) 7. 1>) Femoraldorn zugespitzt ; Tibialdorn sehr klein ocler lehlend. 2 Tarsalpolster ... 8 N Supralabralgriibchen. Ein sehr kleiner Tibialdorn \-orhaii(k'ii. Aulienrand der vor- deien Gonopoden gerade. 58 Segmente . polybothrus Att. b) '' Snpralaliral-nibclien. Rein Tibialdorn. Aul.'ienraud der vorderen Gonopoden mit stumpfwinkligem Yorsprung oder \vinzigen Zahnchen. 64 66 Segmente 9 9. a) 1 >as K.ixk- des Tarsus des hintcren Gono- lioden \\ird von einer breiten, abgerundeten, liohk-n Lamelle gebildet. Alle Ringfurchen der I'rozoniten fein. Tibialfortsatz an der Spitze mit einem kleinen \Viderhaken . . Emini Carl. <). 1)) I >er Tarsus des hinteren Gonopoden endet mit einem mehrzackigen, im Querschnitt runden Fortsatz. Die 2 letzten Ringfurchen ik-r Prozoniten sind kleine Leisten. Tibial- fortsatz ohne Widerhaken am Ende . . . astragalus n. sp. Prionopetalum megalacanthum n. sp. Tafel II. Fig. 10. u. Textfig. XXXI XXXIII. Pru/cmiU'ii duiikelrotbraun, mit einem breiten gelben bis rotbraunen Fleck in rallnu-h1 schnial und selir tief. 6 Supralabralgriibchen. Clypeus sehr tt. . \u-cn '^rol.l, dn-ieckig. Innen\vinkel fast ein wenig stumpf, et\vas \veniger \\i-it hereinreichend als dii- AntuiiK-ubasis. vSclu-itt-lfurche fein und sehr seicht. Interokularfurche kaum >iclitl>ar. Hal diild M-illich bu'illa])])i- ; das X'ordeurk breit abgerundet ; 2 krafti-r nlnnlu-n, von drum dir ;iul.'n.-re den Raiuhvulst begrenzt. X'ordrn- Il-ill'u- ik-v rrii/i.iiiu-n mit feiueii, regelmiil.'iigrn Ringt'uivlK-n. Ji'u-ki-n in ik-r vonk-n-n K<'>r]HTli;i]i1r srlir -latl und glanzend. in der hinU'ivn orperhalfte allmiililic-h sehr -rirht und iViu run/A-lig \verdend. Die Liin.^s- ! t.i/inilen sind sehr I'ein und seicht und reichen iibi'rall nicht /inn S.iltloeh hinauf. (Juernahl \-.)llM;iii(lii;. VOI er laterale Dorn des vorderen Gono- poden steht ungefiihr in der Mitte des Seitenrandes und gerade quer ab . mcgalacanthuni n. sp. 3. b) Der laterale Dorn des vorderen Gono- l>oden steht nahe dem Ende und ist sehra'g basahvarts gerichtet .... xerophila Carl. (=- serratum Att.) 2. b ) I >er Plattenast des hinteren Gonopoden-Tar- MIS ist /\\eilappig oder mehrzahnig ... 4 4. a) Riicken bis zu den Saftlochern herab gleichmaBig dunkel; am Ende des vorderen Gonopoden stehen medial auBer der subapikalen Platte 2 Zak- kc-n ............... suavis Gerst. 4. b) Ruckenmitteschmutziggelb;amEnde des vorderen Gonopoden medial 3 Zacken aufier der subapikalen Platte lcriccf>s Att. i. 1)) Yonlerer GonojuKle lateral ohne Dorn ..... 5 5. a) Der Plattenast des Tarsus des hinteren ( lonoixxlen hat, \vie bei suavis, nur riiu-n stnmpfen vSeitenzahn in der basalen Iliilfte .......... urbicohi 1.) 1 >rr l'latlnia>t des Tarsus des hinte- ren ('.oiMi]M)(k-n hat 3 s]>it/e Ziihiu- ant dcni Si-it i-nraud ......... /W. niit -rlniki-rin Absatz. Tarsus des hintrrrii < '.OIK >po< h-n niit Leisten. die kleim- (Jnrrripprii tra.^cn. so (hi 1.5 sir im Profil gesagt aiissrhrn. Fiansrii am Hinterrand der Meta- /onitni inimrr rinl'ach .......... Harmomastix Att. 6. b) Tibialtnrts.it/ drr hintcren Gonopoden ohiK- -rk-iiki.m.-ii Alatx; Tarsus derselben ohne vSage- k-i>tni. I ; ransrii dr> Mrta/onitrii-Hinterrandes niri-t in S])il/rn -rtrilt .......... Odontopygc Hrdt. Att. Tilialfi'rt--at/. ^an/. einlacli, ohne Xeben- dorne ................. swbg. Odontuf>\^c Att. 1)) Til'iali'ori^at/ niit i 2 Xc-bendornen . . snl^. PlctJiocrossus Att. Allantogonus vermicularis (Carl). M,l,,nt,,]iy^c vermicularis Carl. Rev IK- Suisse zool. XVII. p. jl4 s - Tafel I. Fig. Textlig. XXXIV. XXXV. Parbe .ndbbraun, undeutlich dunkdbraun quergeringelt. Die sclnvarzru Au-ni >trchrn >ehar!' \'on der lichtgelbbrauneii Kopffarbe ab. ' I'.rritr _' nun. Kc'.riier ungemein schlank. 62 Rumpfsegmente. I.abralbucht so tirf, da I.', die Spitze der darin stehenden Zalme un-rl';ihr in riiu-r Linir niit drn Seitrnteilen der Oberlii)pe liegt. ^littelzahn sehr krafti-, die seitliehen \-iel kleiner. \'orderer Tcil des Clypeus niit einigen seiclitni Kritzeln, im iibri-i-n ist drr Kopfschild sehr cjhitt. 5 Supralabral-nibchen, von deiien da> mittk-rr in drr Midianlinie liogt. Interoknlar- und Scheitelfurche tein, a!>er sehr drntlicli. DiMah-s I : .ndr drr Sti/>itcx niithnchilrii mil eiiirr brboi^trteii kleinen I'n.liilu-raii/.. Barkrn des "* untrii niit rinrr kurzen, dickrn, braun -rl'arl)trn \\uKti-rn X'orra^un-. I >ir . \u-rn lir.^rn so \veil voneinander enttrrnt, dal.l ihr Iniu-nuinkel nn-rt'iihr in rinrr Link- niit deni Anl.lenrand drr Antrnnnivair/rl lieiit ; drr / \\iselirnranin z\visrlu-n drn Aiiiirii ist un-rt'alii x.\\rinial so -ro|,l \\ir 'iirtdurrhnirsMT rinr- An-r<. Antrnnrii srhr Ian-. HaKM-hild si-itlirh l.rritla]>]ii-. abrr nirht im niindrstni naeh \'orn vor- 111 drr \'ordrrrand .^rht in \\ritrin I'.o-rii in dm Sritrnrand iilu-r. lirl" herabreicht, dal.'. i-r, von ir srhr reiielmal.li-t'ii L;in-sfurelirii liti-ii rnrlirn dorsal norli ein Stuck iibcr das Saftloch hinaus; auf mitte \\erden sie /.u -anz kurzen Stricheln an der Quernaht. Im 323 Fig. XXXIV. iibrigen sind die Ringe glatt und glanzend. Ouernaht ringsum scharf. Saftloch sehr klein und schwer zu sehcn, ungefahr in der Mitte zwischen Quernaht und Hinterrand gelegen, vom 6. Segment an. Das ganze Analsegment ist dicht punktiert. Dorsalrand in der Mitte kaum ein wenig flachbogig vorgezogen. Klappen gut gewolbt, mit deutlichem, wenn auch nicht hohem Randwulst. Beide Randwiilste schliei3en unmittelbar aneinander. Lateral ist der Randwulst an 3 Stellen etwas verbreitert und auf jeder Verbreiterung steht eine winzige Borste. Diese Verbreiterungen sind das Homologon der manchmal auf dem Randwulst stehenden Borstenwarzen ; hier stehen letztere neben dem Rande mit ihm verschmelzend. Am oberen Ende hat die Klappe die schwache Andeutung eines Hockerchens, aber auch nicht mehr, am unteren Ende nichts. Analschuppe stumpfwinklig. Ventralplatten glatt. 2 Tarsalpolster auf den vorderen Segmenten vorhanden. Fransensaum (Fig. XXXIV) : Auf der Ventralseite wechseln runde Ein- I, buchtungen mit runden Vorragungen ab, in deren Mitte sich die Grenzen der Fransen befinden. Weiter dorsal ver- flachen sich die Buchten und schliefi- lich wird der Endrand ganz getadlinig. Gonopoden: Das Ende des vorderen Gonopoden (Fig. XXXV) ist als dicker breiter Lappen basal herabgeklappt. Medial steht ein groBer auf der Schneide mit einem runden Lappen versehener Haken (a) quer ab. Lateral steht ein viel kleinerer Haken (b). Das Lateralblatt bildet wie gewohnlich einen stumpfen Lap pen. Femur des hinteren Gonopoden (Taf . I Fig. 8) mit relativ kurzem, hakigem Dorn (Fd). Tibia mit kleinem Tibialdorn (Td) und sehr langem, diinnem, auf- gerolltem Tibialfortsatz. Der Tarsus ist anfangs breit und dann in eine lange, mehrfach gekriimmte Wurst ausgezogen, an der man stellenweise eine Art Ouerringelung bemerken kann. Fundort : SO-Ufer des Kiwu-See. VIII. 07. - - Rugege-Wald SW- Ruanda. tvd F i g xxxv. 21' -4 Tafel I. . 2: .W( M<n Yorn. IMU. ; |: ('r\'f>tn()])(i(k\ YOU Yorn, 6. ., \ on innen. ~: Sisyrodesmus ^irafficcfis n. sp. X'. l-'iv;. >: Alliinto(ius \'cnnicithiris (Carl.). Hinterer Gonopode. Tafel II. . <): Haplothysanus astragalus n. sp. Hinterer . 10, ii: Pnonopetalum megalacanthum n. sp. Hinterer . i_', i ;: (hinntopyge (Plethocrossus) Schubotzi n. sp. 12. Hinterer Gonopode, i ;. Knde des Tibialfortsatzes. I ; i-. 14, 15: H(iplot/i\'S(iniis malleolus n. sp. 14. Yorderer imd hinterer Gonopode, 15. Tibio-Tarsalteil der hinteren (kniojxxlen, starker Dr. Carl Graf Attems, Myriopoden. Taf. I. a 7 Dr. Carl Graf Attems, Myriopoden. Taf. II. 10 Arachnida. i. Von Embrik Strand (Berlin, Konigl. Zoologisches Museum). Das niir zur Bearbeitung freundlichst anvertraute Arachnidenmaterial der Deutschen Zentralafrikanischen Expedition ist von grofitem wissenschaftlichen Wert; es stammt aus bisher unerforschten Gegenden, ist sowohl an Arten wie Individuen, auch kleineren Formen, sehr reich, genau etikettiert und gut konser- viert. Herr Dr. SCHUBOTZ hat sich durch Zusammenbringen dieses Materiales um die Arachnologie sehr verdient gemacht. Hier erscheint die Bearbeitung nur eines Teiles des Materiales, namlich Scorpiones, Pedipalpi und der bei weitem groBte Teil der Araneae; die behandelten Familien letzterer sind vollstandig bis auf die Clubionidae. - - Allgemeines, ins- besondere Zoogeographisches, behalte ich mir vor zu bringen, wenn das ganze Material aufgearbeitet worden ist. August 1912. Scorpiones. Fam. Buthidae. Gen. Uroplectes Ptrs. Uroplectes occidentalis Sim. Bin 9 von: Irumu-Mawambi, Urwald, April 1908. Sowohl in West- als Ostafrika weit verbreitete Art, die aufierdem auf den Sundainseln (Celebes, Sumatra, Java, Borneo) und in Cochinchina vorkommt. 326 Pedipalpi. Amblypygi. Gen. Phrynichus Karsch. I'hrynichus reniformis (L.) 1758. rnikum \-on: Albert-See,- Kassenje, III. 1908. Drei Kxemplare von: S.\\". voni Albert-See, Kirk Falls, III. K)o,\ Mehieiv Kxemplare von der Ebene am unteren Semliki, III. 1908. Ferner liegen /\vei envachsene und viele ganz junge Exemplare von A\va- kuli (22. l\' . 1908) vor. Das eine der beiden erwachsenen Exemplare konnte fiir /'//. Inicillifer Oerst. gehalten \verden, \veil Palpenfemur ein \\enig mehr als \ inal. et\\ a 4* A, nial so lang \vie Cephalothorax ist, auch erscheint der proximale der drei auf der Yorderflache des Grunddrittels desselben Gliedes sich befindlichen I >ornen mehr zylindrisch als gewohnlich bei rcuifonnis, und er ist 3 4mal liinger als die iibrigen ebenda vorhandenen Uornen. vSonst stimmt das Exemplar am beaten init ran forniis iiberein. Fam. Uloboridae. Gen. Dinopis Mac Leay. Dinopis longipalpulus Strand n. sp. Fin \-on der Insel Kwidschwi (Ki\vu-See), IX. 1907. Mit Diiin/iis cv/iiuJricns Poc. 1898 [in: Ann. Mag. Nat. Hist. (7) II, p. 204] \er\\andt, \\eirhl aber \ Abdomen erseheint in Fliissigkeit einfarbig grau mit einem seluvarxen I.an--\\iscli vor den Spinmvar/.en und schwarzem Epigaster, Abdominalriicken /ci-t \-or und hinler der Mitte Andeutung kleiner Hik'ker, Abdomen erseheint im I'rotil an der Spit/.e (jiier- (ganz sehwaeh sehriig-) geschnitten. mit beidc-n !'. kt-n e1\\a^ ab-lehend, >< > da 1.5 die Spit/.e breiter als die vorhergehende Partie Abdomen^ ersi-heint. I'erner \\eieh(.-n die 1 )imensionen ab : K(")rperliinge i;mm; Cephalni horax |,;mm lang, ;._' mm breit ; Abdomen bis j mm breit. I I ; emur [3,5, I'atella Tibia i;. Metatarsus 17,5, Tarsus 5,5111111; . i" , u.5 ; I 1 ,5 ; | mm ; III b/.\\. <>; (; 7 ; 2 mm ; I\' bz\v. N..5 ; <); /; 1 .5 nun. : I 53,5; II ;> s , HI j; ; I\' _>(> mm ; also: I, II, III. I \". Pal] ten : I-Vmoral- glit-d 5, Patellat-lied i.;. Til >ialglied 2.(>. Tarsus i,;mm lang, zusamnu-n also o: Korpn-iol.'n- -eringer. P.eine kiir/.i-r, Palpen liinger als bei /'. (-\lnniru us. Von drii am ni'u listen \-i-r\\andten Art en wiire die vorliegende im miinn- liellen C.i-M-hleeht ill I'nl-eilder \\'eisc' /.ll imterscheideii : 32? A. Femur I weniger als doppelt so lang wie Cephalo- thorax; Palpus viel kiirzer als Cephalothorax . . . cornigcra Gerst. B. Femur I etwa 3 mal so lang wie Cephalothorax; Palpus langer als Cephalothorax. a) Cephalothorax weniger als halb so lang wie der Palpus und kiirzer als das Femoralglied . . . longipalpulus Strand b) Cephalothorax so lang oder langer als das Femo- ralglied der Palpen. 1. Cephalothorax so lang wie das Femoral- glied der Palpen bubo Brit. Cap. 2. Cephalothorax so lang wie Femoral- + Pa- tellar- -f- Tibialglied der Palpen cylindricus Poc. Dinopis bubalus Sim.? (ruandanicus Strand n. prov.). Ein 9 subad. von: N.O. -Ruanda, Bugoye-Urwald, XI. 1907. Mit D. bubalus Sim. vom Kilimandjaro verwandt, weicht aber von der Beschreibung dieser Art durch folgendes ab: Korperlange nur 12 13 mm (weil unreif?); Cephalothorax auch mitten, aber auBerst fein und sparlich, granuliert, randwarts mit groBeren und dichter stehenden Granuli, die vorderen S. A. sind etwa 2 mal groBer als die M. A. (die Angabe ..minores" in der Beschreibung von bubalus ist vielleicht Lapsus calami?), die Frontalhorner sind nicht kleiner als bei D. bicornigera (nach der Abbildung letzterer zu urteilen), Abdominal- riicken erscheint nicht quergefaltet (das ist wahrscheinlich nur bei alteren Weib- chen der Fall), eine schwache Andeutung einer schwarzen Langslinie in der basalen Halfte des Abdominalriickens ist vorhanden, ,,fasciculis nigris parvis, seriatim ordinatis" sind auch in der Basalhalfte des Riickens vorhanden, wenn auch weniger zahlreich, schwarze Langslinien an den Femoren sind hochstens nur ganz schwach angedeutet. Das Bauchfeld zeigt in der Mitte vier ganz kleine weiBe, ein Rektangulum bildende Punktflecke, in der vorderen Halfte linden sich beiderseits zwei weitere, groBere, ebensolche. Quer iiber die Riicken- hocker und dann wellig gekriimmt zieht eine weiBliche, vorn dunkler aiigelegte Linie schrag nach uiiten und hinten bis zu den Spinnwarzen hin. Sollte diese Art nicht mit bubalus identisch sein, moge sie den Namen ruandanicus in. bekommen. Fam. Dictynidae. Amphigyriodes bifoveata Strand n. g. n. sp. i 9 ad. + i o* subad. von: S.W.-Ruanda, 1800 m, Rugege-Wald, 20. VIII. 1907. Gen. Amphigyriodes Strand n. g. Von Amphigyrum Tullgr. 1910 abweichend durch folgendes: Lippenteil un- verkennbar langer als breit; am unteren Falzrande finden sich 5 Zahne, die apical- 328 uiirts an < ii'oi.'.e allma'hlich abnehmeii und von denen \ycm-steiis die proxiinalen ivcht kriifti- be/eichnet \verden konnen. auch ein sechstes. ganz rudimentares Zahnehen ist vorhandcn, die Beine sind ziemlich Ian- und \\eni- kriiftig; die vonk-rcn M. A. sind von den S. A. welter als unter sich entfernt, die- Maxillen / ^clnvach inklinat. Von Ainttnrnln'its abweichend durch niehr Zalme am unteren Fal/randc. einreihiges Calamistrum unvollstiindig geteiltes Cribellum us\v. Type und ein/i-c Art : Amphitfyriodes bifoveata Strand n. sp. Korperlan-e 10 mm. Cephalothorax 4.1 mm Ian-, ,',,2111111 breit. Beiiu : I Femur 5.'). Patella Tibia 6.5, Metatarsus Tarsus ().Smm; II b/.\v. 4,5; 3; 5.() mm; III l>/.\\. ;,N; 4.,;; 5 mm; I\' b/;\v. 4/>; 5; () mm. Totallange: I i8, mm. Also: I, IV, II, III. L\-])haloth(rax und Extremitaten hell rotlichbraun, die Endglieder der ISi-im- dunkler als die i)roximalen (ilieder, am hellsten sind das Femoral-, Patellar- nnd Tibial-lic-il (k-r I'alpen. Augen in linienschmalen, schwarzen Ringen, die \-onK-ren M. A. und beiderseitigen S. A. in je einem gemeinsamen seh\\ar/A-n I'leek. Mandibeln dunkelrot. I >as nieht aus-e/.eichnet erhaltene Abdomen erscheint graubraunlieh, diciit mit kk-inen grauweifilichen Punkten und Meekchen, die meistens reclit un- deutlieh sind, iibi-rstreut. Bauchfeld jederseits von einer geraden, grauweUSlichen r.indi- begren/.t und in der Mitte mit zwei schmaleren, undeutliehen, hellen I.. 111-^1 rirlu-n, die \-on den vSeitenbinden weiter als unter sich entfernt sind. Spinnwarzeu braun mit \\eil.ler Spitze. ICpigyne erseheint in I'liissigkeit als ein hell rotlichbraunes. (|uer-rlli|)>.-n- t'(irmi-r- I-'rld. das sd breit \\ ie die Kntferming der Coxen III unter sich ( i , ; mm) und nur etwa hull) so Ian- 1st und in der hinteivn Halfte jederseits einen runden. srh \\arxen, mitten ein wenig helleren Fleck zeigt. \velche Flecke unter sich um \\eni-rr al- ihren Radius c-ntfernt sind. Trockeii -esehen erscheint I\])i^yne als ein der I.an-e. aber kaum der (Juere nach -e\\olbter (Juerwulst . (lessen vordeiv Halite matt und teihveise tein (|iiergestreift erseheint und (lessen hintere Halite (Abdachung) /.\\ei C.rubeii (obi-e schwar/e Flecke!) einschlie!.!t. die fast vollig n je einem ge\v(")lbten. glutten, stark -lan/.eiiden I locker, der hinten inneii hue M-hart'e (in-n/.e in den Rand iibergeht. erl'iillt \\erden. I 'ie hinl. ic . \u-enreilie -an/ sehuaeh ])rocur\-a. fast -evade; die . \u-eii etwa -Inch -rol.i, die M. A. unter sich um reichlich ihren I Hirchmesser, \-on den S. A. um noch ein \\eni- weiter ent ternt. 1 >ie \-ordeic Au-emvihe ist i;an/. sell \vach proeu: In.-en und so viel kiir/er als die' /.\\eite. da 1.1 /.\\ei die vordcrcn S. A. alll.'.cii lail-ieicnde Parallelen die hlllterell S. A. iunell nur -all/, \\elli- schlieidc'll uiirdni; die M.A. erscheinen in Flussi-kcit ein xvcni- kleiner, unter sich um kaum x.\\.-i hriltel ilires Durchmessers, \-on den S. A. um reichlich den ganxen Durchmessei entl'eint; letztere \-om ClvpeiiM-aiide um mehr als ihren Durcli- 329 messer entfernt. Das Felcl der M. A. ist vorn schmaler als hinten und nicht ganz so lang wie hinten breit. Ob das in demselben Glase sich befindliche unreife a* wirklich mit obigem 9 konspezifisch ist, bleibt etwas fraglich. Farbung und Zeichnung nur insofern nennenswert abweichend, als Abdomen oben etwa 7 graulichweiOe, recurva ge- bogene oder gebrochene, mitten z. T. unterbrochene Querlinien zeigt, die aber vielleicht in der Tat auch beim 9, das ebenda etwas beschadigt ist, vorhanden sind. - - Cephalothorax etwa 3, Abdomen 4,5 mm lang. Patella + Tibia I 4,5 mm, IV 4,1 mm. Fam. Eresidae. Gen. Stegodyphus Sim. Stegodyphus mimosarum Pav. 1883. 1883. Stegodyphus mimosarum Pavesi, Ann. Mus. Civ. Geneva XX, p. 81 84. 1889. Stegodyphus gregarius O. P. Cambridge, Proc. Zoolog. Soc. London, p. 4244. tab. II, f. 45. 1897. Stegodyphus Hildebrandti (Karsch), Pavesi, Ar. Somali e Galla, p. 32 (non Karsch!). 1898. Stegodyphus gregarius O. P. Cbr., Pocock, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) I, p. 312. 1907. [Stegodyphus gregarius, O. P. Cbr.] Strand, Societas Entomologica 22, p. 65: Vergleich mit St. tibifer Strand. 1907. [Stegodyphus gregarius O. P. Cbr.] Strand, Zoolog. Jahrb. Syst. 25, p. 559 bis 562: Vergleich mit St. dumicola Poc. 1908. {Stegodyphus gregarius O. P. Cbr.] Strand, Nyt mag. for Naturvid. (Kri- stiania) 4.6, p. 8 9: Vergleich mit var. simplicifrons Sim. 1908. Stegodyphus gregarius O. P. Cbr., Purcell in L. SCHUL,TZE, Forschungs- reise im westlichen und zentralen Siidafrika I, p. 219. 1910. Stegodyphus Hildebrandti (Karsch), TuLLGREN, Sjostedts Kilimandjaro- Meru-Expedit. 20 : 6, p. 95 97, *ab. I, f. 5 a f (non KARSCH!). Es liegen zahlreiche weibliche Exemplare vor von: N. Albert-Edward-See, Steppe bei Kasindi, Jan. 1908. - - Ein cf ebenda. - -Mehrere unreife 99 von : Steppe, S. Albert-Edward-See, Dez. 1907. Diese Art wird haufig, so auch von TuLLGREN 1. c. St. Hildebrandti Karsch genannt, ich habe aber Griincle, mit Sicherheit annehmen zu konnen, da 3 Hilde- brandti und mimosarum (gregarius) verschieden sind. Bei Hildebrandti sind, nach der Beschreibung zu urteilen, die Langenverhaltnisse der Beine abweichend, die Mandibeln werden als einfarbig beschrieben, ohne Erwahnung der bei mimo- sarum so auffallenden verschiedenen Behaarung der beiden Halften der Man- dibeln, die Beine sollen ,,scheckig geringelt" sein, was durchaus nicht fiir mimo- sarum, sondern eher fiir dumicola Poc. sprechen wiirde, Abdomen ist mit Langs- reihen schwar/.er Pnnktilecke. die ausdriicklich als ,,nicht . . . verbunden" be- -chnebeii werdcn, \ ersehen, die vorderen M. A. sincl hier bei weitem iiicht um ihren doppelteii Purchmesser unter sich entfernt und die hinteren M. A. sincl nicht ..um a aber die Type von Hildchrnndti inir nicht zuganglich ist, so kann ich diese Franc naeh den Verwandtschaftsverhaltnissen Hildcbnuidti mimusunun mit volligcr Bestininitheit nicht beantworten. Fam. Sicariidae. Gen. Scytodes Latr. Scytodes leprosula Strand n. sp. Kin Q von der Insel Kwidschwi (Ki\vu-vSee), vSept. 1907. Korperlangc (> mm. Cephalothorax 3 mm lang. Beine: I Femur 5, Patella Tibia 3.5. Metatarsus -f Tarsus 6,5 mm; II bzvv. 4; 4,3; 5 mm; III bzw 3; ;._>;4 mm; IV bzw. 4, 2; 4,5; 5 mm. Totallange: I 17; II 13, 3; III 10,2; I Vi 3,7 mm. Cei)halothorax sch \varz mit hell braunlichgelben Flecken, die eine recht \-er- \\orrciu- Zeichmmg bilden, jedoch flieJ3en die vSeitenflecke mehr oder weniger /n finer /nsainmenhangenden, recht unregelmaBigen Binde zusammen. die sich \-oii dcr hinteren Abdachung bis zu der Basis der Mandibehi erstreckt und als ans i-twa 5 Flecken zusammengesetzt zu sein scheint und etwa (lurch die Mitte dn St.-iti.-n \-erliiuft; zwischeu dieser Binde und clem Seitenrande fin den sich rt\\a 5 nieistens helle Flecke, die nicht zusammenfliefien. vSeitenrand mit tiet- iwarzer, hinten erweiterter, unregelmaBiger Binde. Langs der Mitte des I'.rnMU-ik-- i-ine feine helle Ijnie. Beiderseits der feinen schwarzen Mittellangs- link- di-s Ko])iteiles liegen vorn z\vei groBere helle Langsflecke, in der Mitte und (k-r Mittellinie noch naher zwei schmalere ebensolche und hinter diesem ji-dfi-ril^ z \\i-i schriig nach nnten und vorn hinziehende schmale parallele Langs- bimk-n. In tk-r \-orderen Halfte der hinteren Abdachung finden sich jeders(.-it>- (k-r Mittrll-in-slinie drei \venig deutliche helle Flecke. Hinter den \-ordei -n rim- gi-lbe Querbinde. Cl\]>rus tiei'sclnvarz. Pal]>en ,u*-'lb, das Femoral- am ICnde nnti-n schwarz, das Patellarglied am luide jelerseits mit sclnvar- /.i-iii Mc-ek. Tibialglii-d mit gelben und schwarzen Lan^sbiiuk-n, Tarsalglied gelb mil sc-h\varzi-ni UnMilrin-. Mandibehi gelb. vorn mit sch \varzer Liin-sbiiuk-. aul.U-n mit clu-ns,, m-t;irlitt.-ni Fleck. Beine gelb, die Glieder (ausgenommen Meta- laix-n und Tar-i-n) scharl' 1 iel'sch\\ ar/ -c/.i-ii-hiu-t , nnd z\\ar: (.'oxi-n in der I'.nd- hiilt'tr untt-n nnd an den Si-iti-n mit schwarzem Halbring, Trochanteix-n schwarz iin-i-lt. I'\-moivn mit o -S schwarzen Ringen. Patellen am iCnde ](<' ,\\arz -el'iirbt. Tibii-n mit 6 7 schwar/.en Ringen, die Mctatarsen braniu-n. nndi-nt liclu-n Rin-cn. Sternum t icfschwarz. \'orn mit hell- i'etn \-iereekigi-m I-'k-ck und i-incm langlichcn hellen I-'k-ck in der Milti-. Li]>pen- 331 teil schwarz mit weii31ichem Endrand, Maxillen schwarz mil hellem Basalvvisch und blassem Innenraiid. Abdomen grauweiBlich mit schwarzen, hochst unregelmaBig gelegenen Flecken, die wahrscheinlich zum Teil kiinstlich sind; in der vorderen Halfte der Seiten und des Riickens ein hochst unregelmaBiges schwarzes Eeld, das sich auch nach unten erstreckt und reichlich die Vorderhalfte des Bauches einnimmt; die hintere Abdachung des Riickens mit kleinen schwarzen, zer- streuten Flecken. Epigaster schwarz. Das schwarze Bauchfeld zeigt in der vorderen Halfte zwei gelbliche, nach hinten stark konvergierende und hinten durch einen kurzen Querast verbundene schmale lyangsstreifen. Epig}'ne. Die braunen Chitinplatten hinter dem Epigaster erscheinen in Fliissigkeit als zwei nach hinten und ein wenig nach auBen gerichtete, also nach hinten divergierende, etwa schmal ellipsenformige Langsflecke, die vorn unter sich um mehr als ihre Lange entfernt sind und daselbst, in Fliissigkeit gesehen, einen hellen Ouerfleck zwischen sich zeigen, der, trockeii gesehen, als eine tiefe Ouerfurche (oder wenn man will: Ouergrube) erscheint; unten vorn sieht man zwei ganz seichte und feine Querfurchen. Cephalothorax ist hinten ein wenig iiberhangend, hoch und stark gewolbt (die groBte ITohe betragt 2 mm). Fam. Dysderidae. Gen. Ariadna Aud. Ariadna pectinella Strand n. sp*. Ein 9 von: SW. vom Albert-See, Mboga, Marz, 1908 Kdrperlange 10 mm. Cephalothorax ohne Mandibeln 4 mm laiig, langer als Patella -!- Tibia IV (3,2 mm), 2,5 mm breit, der Kopfteil vorn 1,75 mm breit. Von der Beschreibung von Ariadna meruensis Tullgr. (in Sjostedts Kili- mandjaro- Expedition 20 : 6, p. 101 102) u. a. durch folgendes abweichend: Cephalothorax dunkel rotlichbraun, mit schwarzer Randlinie, dunkler als die Beine II III, aber etwa gleich den Tibien, Metatarsen und Taisen der Beine I, Abdomen zeigt jederseits einen deutlichen weilBen Langsstrich und auBerdem verschiedeiie helle Flecke und Striche, die aber so unregelmaBig gelegen sind, dafi sie vielleicht als kiinstlicher Natur betrachtet werden miissen; am Vorder- ende findet sich jederseits ein heller Fleck und in der Mitte der hinteren Ab- dachung ein ebensolcher, die symmetrisch gelegen sind. Clypeus ist kaum so hoch wie der Durchmesser der grofiten Augen. Die Reihe der hinteren Augen erscheint, von vorn gesehen, ganz schwach nach oben konvex gebogen. Die M. A. und hinteren S. A. bilden eine ganz schwach recurva gebogene Reihe; die M. A. sind um etwas mehr als ihren Durchmesser von den S. A. entfernt. Bestacheluno. Patellen unbewehrt (ob immer ?). Tibia I unten vorn o, I, i, i, 332 unten hinten I, I, I, I, vorn I, I, I (kleine), hinten keine Stacheln; II unten hinten i. i. i, unten vorn i an der Spitze, vorn i, I, I oder nur mitten I, hinten keine; III nnten hinten i. i. unten vorn i an der Spitze, vorn und hinten je I, i ; IV hat nur nnten an der Spitze 2 ganz schwache Stacheln. Metatarsen I nnten II unten 2. 2, 2, 2, vorn i, i; III mit mehreren kraftigen; IV unten mitten i. gegen die Spitze i oder i, i Stacheln (am Endrande 2 oder 3 Stacheln). Metatarsus IV am Knde unten dicht bebiirstet; ein deutlicher Kamm wircl aus Stachelu -el)ildet. Femoren I III vorn. nahe der Spitze, je i Staehel ; IV oben, nahe der Basis, i Staehel. - Lange der Beine: I Femur 3, Patella + Tibia 3,5, Metal. u>u- Tarsus 2,7 mm; II bz\v. 2,8; 3; 2,6 mm; III bzw. 2; 2,3; 2,3 mm; IV bzw. 2,6; 3,2; 2.(> mm. Also I 9,2; II 8,4; III 6,6; IV 8.4 mm oder: I. II IV. III. I Hirch PrkCEUvsBestimmungstabellein L.SCHULTZEs ,,Ergebnisse einer For- schunusivise in Siidafrika" (DenkschriftenGesellschaft Jena, Bd.XIII, p. 231 2) komnit man bis zur J. />ili>icata-Gruppe, wovon die Art sieh aber dadurch unter- scheidct. dal,5 die Tibia I nur einerseits bestachelt is1 . Ariadna ruwenzorica Strand n. sp. Kin nicht ganz reifes 9 vou nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori- Ful.l. \\'estseite, Febr. 1908. \'on der vorigen Art abvveichend u. a. (lurch das Vorhandensein eines St;ichels an den Patellen III. Xaeh PrkCKLLs Bestimmungstabelle 1. e. kann man auf A. hottentota Pure. kommcn, indem tolgeude Charaktere zutreffend sind : Metatarsen I II unten mil blol,; eiuer Reihe Stacheln jederseits, wohl aber tragt II unten innen einen uber/.ahli-eii Staehel, der Kopf 1st hinter den Augen erheblich schmaler als Tibia I lang (b/.\\. 1,5 und 1,9 mm), Cephalothorax so lang \vie Tibia + ] ._, Meta- tar-u- de-. I. I'aarex. .1. huttcntotn kann vorliegende Art jedoch nicht sein, dcnn naeh Pi 'RC lU.L ist letzteres Merkmal bei jungen Exemplaren \-on hottcnlotn nicht /.ulret't'end, fc-nu-r \veicht die Fiirbung ab us\v. Dal.', vorlicgendes ICxcni])lar nichl -an/ reit ist, dat'iir s]iriclit u. a., da 1.5 Abdomen von eiuer losen, abzustrei- teiidi-n Haul um-ebcn ist. Ceplialolhorax auf dem Kopfteile und Mandibelu duukelbrauu, auf dcm I'.nisiti-ili- lu-ller; die drei Augi-ngruppcn in ji- eiiu-m schmalen. imu-n an den S. A. erweiterten M-h\var/.en Ring; Seitenrand nicht sclnvarz. Clypeusrand grau- lidi. I'niei^eile des Ce] >halo1 h< >ra\ und ICxt n-mitateii braunlich-ell), die Beine I an den Tibien. Mi-1 at arsen, Tarsen und Knde der Femorcii sclnvarz, let zl ere oben mil Andeuluim /weii-r dunkk-rt-r I.aii-slinien. Audi die I'aljten apical\\;ir1s Abdomen sclnvarz, der P.anch und die Seitc-n \-orn i;rau. die Spinn- uar/.en briiunlich-elb. I'i- I ; einoreii I III mil eiiu-m Staehel am Knde vorn. Patellen III vorn Tibii-ii I unleii >, vorn, uinveit dc'iu luide. i; II unten hinten 333 i, i, i, unten vorn am Ende, i, vorn in tier Endhalfte i, i; III unten gar keine oder nur i an der Spitze, vorn mid hinten je i, i; IV unbewehrt. Metatarsen I unten 2, 2, 2, 2, II unten vorn 2, i, i, unten hinten i, i, i, III unten i, 2, hinten i in der Endhalfte, vorn oder fast oben i, i, i, IV hat unten vorn i und ebenda am Ende i, sowie einen Kamm von 4 Stacheln. Hintere Augenreihe gerade; die M. A. kleiner, unter sich linienschmal ge- trennt, von den S. A. um mehr als ihren Durchmesser entfernt. Die vorderen S. A. unter sich um ihren 2Y 2 fachen Durchmesser, vom Clypeusrande um reich- lich ihren einfachen Durchmesser entfernt. Korperlange 9 mm. Fam. Drassidae. Gen. Xerophaeus Pure. Xerophaeus ruandanus Strand n. sp. Ein < ' von SW-Ruanda, 1800 in, Rugege-Wald, 20. Aug. 1907. Am unteren Falzrande ein kleiner, von der Einlenkung weit entfernter, am Anfang des letzten Drittels der Klaue stehender Zahn; am obereii Rande drei Zahne, von denen der mittlere sehr viel groBer und der innere etwas groBer als der Zahn des unteren Randes ist, wahrend der auBere so gro!3 wie der Zahn des unteren Randes ist. - Cephalothorax mit kraftiger Mittelritze. Bestachelung. Femoren I vorn im Enddrittel i, i, II oben mitten i, vorn in der Endhalfte i, i, III oben i, i, i, vorn und hinten je i, i, IV oben i, i, i, vorn i, i oder i, i, i, hinten, am Ende, i Stachel. Patellen I II unbewehrt, III vorn und hinten je i, IV hinten i Stachel. Tibia I unten vorn i, i, i oder 0,0, i; II unten vorn o, i, i; III unten 2, 2, 2, vorn und hinten je i, i, i, oben an der Basis i; IV wie III, aber unten bisweilen mit i oder i, i iiberzahligen Stacheln. Metatarsus I unten an der Basis 2 oder 3; II gleich I; III unten an der Basis 2, vorn i, 2, hinten i, i (oder wenn man will: vorn und hinten je 1,1, oben i), alle in der Basalhalfte, an der Spitze ein Verticillus von mehreren Stacheln; IV mit zahlreichen Stacheln bewehrt. - - Palpen. Femoralglied oben in der Endhalfte i, 2 Stacheln. Hintere Augenreihe ganz schwach procurva (cine die M. A. hinten tangierende Gerade wiirde die S. A. im Zentrum schneiden) ; die M. A. sind erheblich kleiner, fast halbkreisformig (hinten auBen. schrag abgeschnitten), glasartig gelblichweiB schimmernd, unter sich um ihren groBten Durchmesser, von den S. A. um wenig weiter entfernt. Vordere Augenreihe kiirzer als die zweite (zwei die vorderen S. A. auBen tangierende Parallelen wiirden die hinteren S. A. im Zentrum schneiden) und procurva gebogen, so daB eine die M. A. unten tangierende Gerade die S. A. im Zentrum schneiden wiirde; die M. A. bei weitem die gro'Bten, unter sich um ihren Radius entfernt, die S. A. beruhrend. Die beiderreihigen M. A. sind unter sich urn erheblich weiter als die beiderreihigen S. A. entfernt. 334 - l ; ci(i dei M. A. 1st. weil die vorderen M. A. erheblich grower als die hinteren >ind. v<>rn breiter als hinten und kanni langer als vorn breit. Cepludothorax und Kxtremitaten rotlich-braungelb, Augenfeld sclnviirz- lich. die Tibien. Metalarseii uiul Tarsen am starksten gerotet. vSternuni mil schwarzer Randlinie. Lippenteil mit sch \\arzem Seitenrand. Abdomen grau, die Hornplatte des Kiiekeiis ist \vie Cephalothorax get'iirbt. 2 mm lang und an der Basis fast so breit. I ) al]>en. Patellarglied last kugelfonilig, aber kaum breiter als die Spitzc de- Femoralgliedes. Das Tibialglied erscheint, von oben gesehen, am Inneiirande kaum nu-lir als halb so Ian- wie das Patellarglied, in der Mitte ist es ein wcnig lander, aber auch da ist die Lange des Tibialgliedes kaum mehr als halb so grol.l \vie die Hivite desselbeii. Der Fortsatz des Tibialgliedes kommt langs der AuJien- >citc des Tarsalgliedes, dem cr dicht anliegt, in Dorsalansicht sehr deutlich zum und erscheint so gerade, iiberall gleich breit, am Knde stump f und er- sirli bis zum An fang des letzten Drittels des Tarsalgliedes, das Ende des Bulbusiiberragend, \\iihrend ei, vonaulSen gesehen, in seiner Basalhalfte nach oben -rlr-\aeh kon\ r ex gebogeii erscheint und \'on der Basis Sis zur Mitte an Breite allmahlich abnimmt, in der ebenfalls nach vorn und aul.terdem ein \venig nach unteii gericlitelen luidhalfte aber parallelseitig, schmal stielartig und am Knde -tunijt! -ernndet erscheint. Lamina tarsalis ist sehr stark nach oben konvex ^ekriimmt und ihre v S]^itze schrag nach unten und vorn gerichtet. K(")r|)'-rl;inge o, mm. Cephalothorax 4,2 mm lang, so lang \vie Patella Til.ia IV. Xerophanis kiwuensis Strand n. sp. Kin ' von der Insel \Yau (Ki\vu-See). Sept. K)*);. Der vorigen Art fast zum Verwechseln ahnlich. d. h. \venn man die Kopu- lationsorgane nicht beachten wiirde. Dn- I'-irbun- ist dieselbe, jedoch Abdomen heller, mehr graugelblich, die I\:nidlinie de- Sternum ist \\eniger dunkel. Die (ir(")Ue ist dieselbe, jedoch die Beine ein \\eiiig kiirzer (Patella -f Tibia IV 4. Ce])halothora\ \.\ mm lang). Die Augenstellung \\eicht dadurch ab. dal.' die' hintere Au^enreihe ein \\eiii:; deiitlielier proeurx'a erscheint: cine die S. A. hinteii tangien-nde (ierade wiirde die M. A. vorn nur \\eiiig schnc-iden und letztere sind unter sich nur um ihren 'i Radiu^- dilfernt; die \-orderen M. A. un'd S. A. ersclu-im-n unter sich '\\;ti -i-hr -elnnal, aber doch un\-erkennbar -etrennt. Sternum ist iiberhaupt \\eni- schiniiler und vorn deutliclu-r \-ersclimalert. so dal.! man diesi- An mit \-iellei-.-ht mehr Recht der (iattun- .S< Wo/>//eh\varzer Haare und ein kleiner Biischel ebensolcher finden sieh an der Innenseite. Yon auOen gesehen erscheint der Bulbus langlich-bohnen- formig, ' 3 so fang \vie Lamina tarsalis, am Ende schrag und ein wenig konkav . Kin Q von Kwidschwi (Kiwu), Sept. 1907. Yon niciner Mallinella nnn -11/11/11 Strd. 1906 (im ,,Archiv f. Naturgeschichte" 74, i<|oS, I, p. 90 91) weicht die Art durch folgendes ab: Die vorderen M. A. lirinen in l-'liissj-keil unter sich urn etwa a / a ihres I )urchmessers, von den \. t-1 \\ a in ilirem gan/.en Durchniesser enti'ernt, die beiderreihigen S. A. nn1-i -irh urn ihren Radius enti'ernt. Clypeus fast doppelt so hoch wie d.i- inillkiv Augenfeld lang i->t ; die Femoreu III habeii \irn nur I , o, I Stacheln, die Tibien I M-lu-inen vorn unbeuehrt. zu sein. III- 1\' vorn nur I, I zu habeii; nur S mm, Abdonu-n } 4,5 nun lang mid ', mm breit. Kpigync bildet eine ebeiisolelie -e\\<)lbte ( Jiu-rerh(")huiig wii 1 bei niacitlata Strd., die aber 1,2 0.7 inin -rol.! isl mid liinteii drei <|iier_;estellte, elli])senf(")rmige (irubeii linlen nur von deni sehinal k-i^lenfi'.nniL; erliohlen Rand begren/.t werden mid von denen (lie lieideii si-iilit-lu-n die gn">I.Ueii und tiefsten sind ; miter 337 sich sind sie ganz schmal getrennt und die mittlere Grube 1st hinten nur un- deutlich begrenzt. Der Rand des Clypeus ist nicht gezahnt; Cephalothorax ist an der hinteren Abdachung und an einer breiten, nach vorn verschmalerten und bis zu den Palpen reichenden Seitenrandbinde rot; Beine braun, gegen die Basis heller; Abdomen schwarz, oben mit einer weiBlichen Fleckenlangsreihe, und zwar drei kleinen Flecken vor der Mitte, einem dreieckigen Querfleck in der Mitte und einer von kurz hinter der Mitte bis zu den Spinnwarzen sich er- streckenden Langsbinde, an den Seiten hinten eine helle Schragbinde und der Bauch mit vier hellen Langsbinden, die nur teilweise Spalte und Spinnwarzen erreichen. Ein unreifes fragliches Exemplar ebenda. Mallinella notipyga Strand n. sp. Ein Parchen von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori, Westseite, 1800 m, Febr. 1908 (Typen!); ein 9 ebenda, Ruwenzori-Fui3, Westseite, Febr. 1908. 9 ist mit der vorhergehenden Art nahe verwandt, aber der Cephalothorax ist einfarbig braunlichschwarz, die Extremitaten orangegelblich, nur die Meta- tarsen und Tarsen gebraunt, Sternum braungelb, Lippenteil schwarz, Maxillen gelblichweiB, Abdomen schwarz, mit einer aus drei gelblichwei!3en Flecken be- stehenden Langsreihe an der hinteren Abdachung und an den Seiten zwei breiten gelblichweiBen Schragbinden ; der Bauch ebenso hell gefarbt mit dunklen Langsstrichen und Andeutung eines dritten ebensolchen in der Mitte. Epi- gaster und Spinnwarzen gelblich. Korperlange 6,5 mm. Cephalothorax 3 mm laiig, langer als Patella + Tibia IV (2,6 mm) oder Metatarsus IV (2,3 mm) oder Patella -f Tibia I (2,4 mm). Die hintere Augenreihe so stark procurva, dai3 eine die M. A. vorn tangierende Gerade von den S. A. deutlich entfernt sein wiirde; die M. A. kleiner, miter sich um ihren knappen Durchmesser, von den S. A. um etwa dreimal so weit ent- fernt. Vordere Augenreihe soviel kiirzer als die zweite, daB zwei die vorcleren S. A. auBen tangierenden Parallelen die hinteren S. A. innen kaum beriihren wiirden, die M. A. erheblich groBer, unter sich um kaum ihren Radius, von den S. A. um reichlich ihren Durchmesser entfernt; die Reihe ist so stark procurva, daB eine die M. A. unten tangierende Gerade von den S. A. weit entfernt bleiben wiirde. Die beiderreihigen S. A. gleich groB und unter sich um ihren kiirzeren Durchmesser entfernt. Das Feld der M. A. langer als breit und anscheinend hinten ein klein wenig breiter als vorn. Epigyne erscheint in Fliissigkeit als ein braungelbes, vorn und an den Seiten unbestimmt begrenztes Feld, dessen Hinterrand durch einen schmalen tief- schwarzen Strich bezeichnet ist, von dessen Mitte zwei breitere, apikal warts verschmalerte, stark nach vorn divergierende, nach vorn und auBen gerichtete schwarze Streifen entspringen. Trocken gesehen erscheint Epigyne wie bei der vorigen Art als eine schwach gewolbte, quergestrichelte, fein granulierte Quer- erhohung, die vor dem Hinterrande abfallt, gerunzelt und gekornelt ist und da- Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 22 - 338 - - eine rundliche. nicht tiefe Quergrube zeigt, die hinten von einer erhohtcn, procurva gebogenen Querleiste begrenzt wird; eine deutliche u ). / \\ischc-n den bciden anderen wie bei der vorigen Art ist nicht vorhanden. ' ist wie las V gefiirbt und gezeichnet und von ungefahr derselben Grol.ie rperlan.Lie (> nun. Cephalothorax 3,2 mm lang, Abdomen kaum 3 mm lang). - 1 >ie Palpen eiulen mit einer aus den beiden letzten Gliedern bestehenden kolos- -alen An.schwellung: Tibial- + Tarsalglied 2 mm lang oder langer als Femoral- I'atellarglied und i mm breit. \'on oben gesehen erscheint letzteres fast so breit \\ie lang, das Tibialglied kaum so lang \vie das Patellarglied und viel breiter als lang und /.war nach auBen zu am starksten verbreitet, am Ende breiter als an der Basis und somit etwa trapezformig erscheinend, die auI3ere Ecke ist dick /ahnformig ausgezogen, nach unten und vorn gerichtet und erscheint, \\eiin man das Glied von oben und aufien ansieht, als von letzterem etwas ab- -tehend. Der voluminiise, fast bis zur Spitze der Lamina tarsalis reichende Bulbns wird innen von einer kraftigen, seinem Rande dicht anliegenden, nur an der Basis etwas abstehenden Spina umringt. Beim 9-Exemplare vom Ruwenzori-FuB erscheinen die beiden Gruben der Kpigyne weniger scharf markiert und dazwischen findet sich eine kleine, etwas gliin /.ende Quererhohung. Gen. Cydrelichus Poc. 1900. Cydrclichus tripunctatus (Tullgr.) 1910. Kin ' vom Albert-See, Kassenje, Marz 1908. Korperlange 6 mm. Weicht \-on Tru.GRENs Beschreibung und Abbil- dimg (in Sjnstedts Kilimandjaro-Expedition 20 : 6, p. 116 117, t. II, f. ;il>) u. a. dadurch ab, daM Abdomen oben aui.icr den drei hellen Flecken noch z\\i-i \\eitt-re, kleinere, kurz hinter der Mitte des Riickens und zwar seit warts geriickte l-'lecke hat. I >as Feld derM. A. soil bei tripunctatus (beini ( 4 wenigstens) vorn ..fast i,5inal so breit wie lang" sein, wahrend es hier, wie es mir scheint, nicht fast", sondern ,,reichlich" so groW ist. Bulbus weicht insofern ab, als der 1'ortsat/. von der Spitze desselben, von aul.len gesehen, kurz und l gi-rundel erscheint, nicht in cine scharf e Spit/.e ausgezogen wie in Fig. ;ib links 1. c. dar-estelh. I 'i<- Gal lung C\'iircliclius wiire \\ohl am best.-u als T'ntergattung von ('vilrcLi aufzufassen. Gen. Cydrela Th. Lvdrcla hiun^uis Si rand n. sp. I-'in unreil'es ' \on S\\'. \-orn Albert -See, Route Irnnni Mawambi (Ur- wald), Aj.ril [908. I. Reilie -iud nnter sich um ihren I'^fachen, \-on den Au-en ilu- um ihren .int;icln-ii I >nri-hine^ser t-nlfernl; letztere sind \-icl kleiner und nnter si c -h um ilnvn I )nrchnie^ i -r entl'ernt. Die hinteren M. A. unter sich 339 um ihren Durchmesser entfernt, mit den Augen II. Reihe ein Viereck bildend, das vorn schmaler als hinten und auBerst wenig langer als hinten breit ist. Hintere Augenreihe ganz schwach recurva gebogen. Cephalothorax braun mit schwarzer Seitenrandlinie, die vorderen M. A. in einem schwarzen Fleck, Mandibeln und Lippenteil hellbraun. Sternum, Coxen und Bauch hellgelb, letzterer mit einem von den Seiten sich hinunterstreckenden dunklen Streifen jederseits vor den Spinnwarzen. Beine olivenfarbig braun- lichgelb, stellenweise ein wenig dunkler. Abdomen oben und an den Seiten schwarz, schwach violettlich schimmernd, oben mit folgenden gelblichweiBen Flecken: ein groBerer, quergestellter an der Basis des Riickens, zwei in Querreihe und zwar schrag gestellte, unter sich um ihren langsten Durchmesser entfernte Flecke in der Mitte des Riickens, zwei kleinere, naher beisammen stehende in der Mitte zwischen diesen und den Spinn- warzen, iiber letzteren ein groBerer und scharfer markierter Langsfleck. Das dunkle Seitenfeld ist unten mitten rundlich und tief ausgerandet, und schlieBt weiter hinten drei unter sich und mit dem Bauchfelde zusammenhangende gelbe Schragflecke ein. Die Patellen und Tibien der Beine III und IV sind oben mit kraftigen, aber nicht langen, fast gerade abstehenden Stacheln besetzt, die auf den Tibien zwei Langsreihen von je drei Stacheln bilden, wahrend sie auf den Patellen bloB eine regelma'Bige Langsreihe (am AuBenrande) bilden, sonst aber ziemlic'h unregel- ma'Big angeordnet sind, an der Spitze mit einem groBeren einzelnen Stachel, die Metatarsen III IV mit ebenso langen, aber schwacheren abstehenden Stacheln, die an der Spitze einen dichten Verticillus bilden, aber keinen eigent- lichen Kamm (Pecten), insofern als alle Stacheln unter sich entfernt bleiben. Dimensionen (NB. das Exemplar ist unreif!) 5,5 mm. Cephalothorax 2,3 mm lang, 1,3 mm breit, die groBte Breite ist deutlich hinter der Mitte und zwischen dieser und den Hinterecken ist der Cephalothoraxrand geradlinig schrag abgeschnitten, weshalb der Rand an der breitesten Stelle fast winklig erscheint. Patella + Tibia I 1,5 mm, IV 1,9 mm, Metatarsus IV ebenfalls 1,9 mm. Metatarsus + Tarsus I 1,8 mm. Am Ende des etwas verdickten letzten Palpengliedes zwei kraftige, schwach gebogene, unter sich entfernte, ungezahnte Krallen. Fam. Hersiliidae. Gen. Hersilia Aud. Hersilia brevimamillata Strand n. sp. Ein 9 von SW. vom Albert-Edward-See, Kirk-Falls, Marz 1908. Von Hersilia Hildebrandti Karsch abweichend durch folgendes: Die oberen Spinnwarzen (nur einerseits erhalten!) sind nur 4 mm lang (scheinen komplett zu sein!) und die Leibeslange mit EinschluB dieser betragt nur 10 mm. Cephalo- 22* 340 th< 6 inni Ian-. Abdomen 4 4,5 mm lang, also langer als bei Hildebrandti ireibung dieser siehe in ,,Zeitschrift f. d. ges. Naturwissensch.", Bd.LI (1878), ; i2- t. S. f. 2 2c). Beine: I Femur 5,2, die iibrigen Glieder zusammen :;im; II bzw. 5; 11.5 mm; III bzw. 2,2; 4 mm; IV bz\v. 4,5; Patella -f Tibia 4.5, Metatarsen + Tarsen 6.4 mm. Also: I 17,2; II 16,5; III 6,2; IV 15,4 mm, ..der: I. II. IV. Ill; die Beine somit bedeutend kiirzer als bei Hildebrandti bei et\\a iibereinstimmender KorpergroBe. Der Cephalothoraxriicken erscheint in Fliiigkeit nicht rot, sondern braunlichgelb mit dunklerem Mittelwisch und Strahknstrichen und einer undeutlich braunen, zu dem Seitenrande parallel verlaiifenden Seitenbinde und mit schvvarzer Seitenrandlinie. Clypeus ist hell- m-lli. von den vorderen Augen zieht jederseits des Kopfes eine schmale dunkel- l.raune Binde zuerst schrag nach unten und hinten und dann nach hinten, parallel mit dem Seitenrande, bis zum Anfang der hinteren Abdachung. Nur die Tarsen und die Spitze des letzten Metatarsengliedes sind im Grunde dunkler als die iibrigen Glieder. Auch die Femoren sind dunkler geringelt, aber aller- dings sind diese Ringe unten unterbrochen. Der SpieI3fleck des Abdomen ist -rauschwarz und zu seinen Seiten liegen nur drei schwarze Punkte (wohl aber je ein vierter Punkt weiter hinten), von denen der mittlere der groftte ist und unbedeutend weiter von Nr. I als von Nr. 3 entfernt. Der Bauch ist entschieden heller als der Rticken des Abdomen. Von Hcrsilia sericea Poc. abweichend (vgl. die Beschreibung in Ann. Mag. Nat. Hist. (7) II, p. 214) durch u. a. folgendes: Die Mandibeln sind braunlichgrau mit sch \varzer vSpitze, das distale Segment der Spinnwarzen ist hellgelb, das ])ro\imale braunlichgelb mit Andeutung zweier dunklerer Ringe, Cephalothorax i-t liin-er als Patella 4- Tibia + x /a Metatarsus III und als der distale Meta- tarsus II. das mittlere Augenfeld ist vorn und hinten gleich breit, die vorderen M. A. (troeken -esehen) ein \venig kleiner als die hinteren und unter sich um reiehlich ihren Durchmesser, die hinteren dagegen um kaum oder wenigstens nil lit mehr als ihren vollen Durchmesser unter sich entfernt (iiber die Stacheln lal.tt sieh nichts .Sicheres sagen, da sie zum groLk-n Teil abgerieben sind, jedoch -ibt es deren sowohl weifie als selnvarze); das distale Segment der oberen Spinn- warzen kiir/x-r als Til>ia I\', Liinge der Beine gi-ringer. Kpigyne seheint von der- jfin-en \-on triced (\'gl. 1. C. tab. VIII, t. <)) dadureh abzmveichen, daU das Mittelteld hinten mitten leieht ans-c-randet ist, die dasselbe begren/.enden v^eiten- iurchen breiler und e> x.eigt i-ine seielite Mittellangseinsenkung. In Fliissig- ^vie ;j-\vi)hnlii-h bei den afrikanisehen Ilersilien, \veiiig von der Kpigyne dentlich /u erkennen. \'<>n unten und hinten gesehen zeigt sie zwei kurze, schwarzbraune, ]>aralleK- Lan-sstriche, die vorn I'eiii x.ugespil/t sind nnd um melir aK ilii- I.an-r unter sieh entfernt sind und vorn nicht mit den weiter \<>rn, an der liori/ont alen Flaehe der Kpigyne sii-h l>elindenden kur/.eii schwarzen Itrichen, du hid. im Ge-en^at/ /u scn'cca. nach vorn koiu-ergiereii, verbunden i'.id.'in die-c weiter iit die I'.'-hauptuu- Ti'i.i.c.uiCNs, daU die ,,Chelicereu nicht so gebaut" wie von mir an- fli.n sei, sich h(")chstens nur auf meine Beschreibung des x.uerst erwiilmlrn /.diin-v an rk-r I ; .inlciikunu, stiitzen konnte. Aber abgesehen davon, daU der Ban di-r Clu'lii < Ten, wovon Tru.r.u KN spricht. nicht dasselbe ist wie der Ban des einen an di' hcnck-n Zalnu-N. den ich allein beschrieben hatte, so kann ich nach emeutei ' 'nt.-t-uchung niclits anderes finden, als da!.') meine Beschreibung des wi-ni-stt-n.s auf das \-orliegende ICxemplar paltt; der Tnterschicd hen .ta-t rri-htuMiklig al)stehend" (TriJ.GKICN) und ,,wenig al)Stehend" ND) isi ubrigen> nuhl so -ro!.!. \\'as 'rn.i.c.KiCN des weiteren iiber ,,clie !i.i!'tx\-i.rh;iltnis M - dieser Art" sagt , ist recht unklar; mit ..dieser Art" 21 o nun; II bz\v. 10; 10,5; 16,5 mm; III bzw. 8,5; 8,5; 13 mm; IV bzw. 10,5; 11.5; i/~.5 mm - Totullange: I 46,5; II 37; III 30; IV 39,5 mm. I >a.s '.' ist \\ie gelegt zu haben scheint, hat Abdomen fast die Form des Maiinchens; d^r Riicken ist in der vorderen Halfte zwischen den beiden hellen Langslinien ein wenig heller und rotlicher gefarbt. Fam. Theridiidae. Gen. Argyrodes Sim. Agyrodes mcus Strand 1907 v. poecilior vStrand n. var. I-'.in Q von S\V von All^ert-See, Mboga, III. 1908. \'dcs metis Strand (in : Afrikanische Spinnen olo^. Jalirbiii-lier. System. Abt. 25, p. 574 5/6]) dadureh abweichend. da I.I die- Gruudt'arl)e des Abdomen nicht griinlich. sondern braunlich graugelb mit warzen und silbri-ni I-lecken ist; die Gruben der Epigyne, die nicht sekret- erl'iillt Mnd, ^\]\(\ sowolil im trocknen als feuchten Zustande unter sich um mehr als ihren 1 MirehmesM-r i-iitlernt, da aber die Gruben meiner Type sekreterfiilH \varcn .Hiu-ii sj r \\ahrseheinlieh etwas -n'U.'.er als sie in der Tat \\aren, la I. 1 , diesei ' 'nlerschied keine weitere I-5edrutung haben wird; das Augen- teld iM nic-lit M.-hwar/. blol.', 1'i'iiu- sehwarze Rin-e um dii- Augen. die nur um die S. A. ZUSammenfliefien; Siernum nur -ebriiunt; Beine braun, hellgelb sind : 345 Coxen, Trochantereii, ein basaler und ein subapicaler Ring an den Femoren (letzterer ist am 3. Paar nur angedeutet), ein Apikalring an den Tibien und Basal- ring an den Metatarsen, ferner sind die Tarsen I und IV gelblich. Palpen gelb mil dunklerer Spitze; die sich vor den Spinnwarzen vereinigenden schwarzen Seitenbinden cles Abdomen sind an der Bauchseite um die Halfte verschmalert, der vor dem oberen Knde dieser Binde sich befindende schwarze Fleck ist klein und rund (iibrigens nicht an beiden Seiten gleich groJ3), der Langsfleck oberhalb der Spinnwarzen erreicht nicht die Mitte der hinteren Abdachung, beriihrt aber die oberen Spinnwarzen, der Apikalfleck des Abdomen ziemlich groJ3. Ferner sind die Dimensionen et'was geringer: Cephalothorax ca. 1,8 mm lang. Abdomen 2 mm lang, 3 mm hoch, 1,8 mm breit. Femur I 4,4, Patella + Tibia 4,4, Metatar- sus + Tarsus 4,5 + 1,6 mm; II bzw. 2,4; 2,4; 3,2 mm; III bzw. 1,5; 1,2; 1,7 mm; IV bzw. 2,5; 2,1; 2,7 mm. Also I 14,9; II 8; III 4,4; IV 7,3 mm. Gen. Euryopis Menge. Euryopis bifascigera Strand n. sp. Ein 9 von Haute Ituri I 1908 (Type!), und eins von SW von Albert-See, Mboga, III 1908. Cephalothorax braungelb, die Augen schmal schwarz umringt, Seitenrand- linie schwarz, Beine rot, Palpen braungelb mit schwarzlicher Spitze. Abdomen hellbraun, unten braungelblich ; der Riicken mit einer 0,8 mm breiten braun- gelblichen, am Seitenrande stumpf endenden geraden Querbinde in oder kurz vor der Mitte des Riickens und eine ahnliche, aber kiirzere und mit der helleii Farbung der Abdominalbasis zusammenflieBende Binde findet sich am Vorder- rande. Hinter der Ruckenmitte ist Andeutung einer dritten Binde vorhanden. Epigyne erscheint in Fliissigkeit als ein braungelbliches, abgerundetes Querfeld, das einen dunkelbraunen dreieckigen, vorn scharf zugespitzten, hinten quergeschnittenen, an den beiden Seitenecken etwas abgerundeten Fleck ein- schlieBt, dessen nach vorn gerichtete Spitze am dunkelsten gefarbt ist. Trocken gesehen erscheint Epigyne als ein kleiner Hiigel, der eine herzformige Quer- grube am Ende tragt, die so ziemlich der in Fliissigkeit erscheinenden drei- eckigen Figur entspricht (die Vorderspitze des Dreiecks scheint abgeschnitten und die Hinterseite mitten ausgerandet!), aber (obimmer?) von einem rotbraun- lichen Sekret erfiillt wird. Korperform wie bei E. acuminata Luc.; die Hinterspitze des Abdomen erscheint aber noch etwas scharfer abgesetzt. Die hintere Augenreihe ist so stark recurva gebogen, daB eine die M. A. hinten tangierende Gerade die S. A. vorn nicht tangieren wiirde; die M. A. unter sich und von den S. A. um ihren Durchmesser entfernt. Die vordere Augenreihe gerade; die M. A. unter sich um ihren Durchmesser, vom Clypeus- rande um reichlich ihren doppelten Durchmesser, von den kleineren S. A. um weniger als den Radius entfernt. 346 4,5111111. Breite des Abdomen ; nun. Patella Tibia IV 2 mm. trsus IV 2,5 mm. Das Kxemplar von Mboga ist dunkler gefarbt und von der Vorderrandbinde eU-s Abdomen ist kauin etvvas zu erkennen, dagegen ist die postmediane Binde dnrcli zwci Flecke angedeiitet. Gen. Theridium Walck. Theridium ruwenzoricola Strand n. sp. Kin V von nordlich von Albert-Edward-See, Ruwenzori FuB. \Yestseite II. 1908. Cephalothorax und Extremitaten hellgelb, ersterer mit orangerotlicher MitU-llangsbinde, die auf dem Brustteile etvva so breit \vie das Augenfeld ist, vorn aber verschmalert und hinter den Augen undeutlich ist. Augen in schmalen schwarzen. nur um die S. A. zusammenflieBenden Ringen. Die Tibien I und IV mit rotem Kndring, die Metatarsen I .mit braunem Endring. Sternum und Mund- teile hellgelb. Abdomen oben und an den Seiten graubraunlich mit groi3eren mid kleineren, lebhaft glanzenden silber\veil3en Flecken bestreut, so da!3 die Grundfarbe nur noch als ein grobmaschiges Netzwerk zum Vorschein kommt. Kine durch das Fehlen der Silberflecken gebildete schmale Riickenlangsbinde ist nur in der Mitte des Riickens angedeutet. Bauch hellgraugelblich und un- ^el'leckt. die Spitze des Riickenhockers braungelb und ungefleckt. Epigaster \vie der Bauch, die Lungendeckel braun. Spinmvarzen braungelb. Abdomen einen konischen, hinten senkrechten, nach vorn schrag abfallenden, in rine x.iemlich scharfe Spitze endenden Hocker bildend, der so hoch vvie die -an/.e Lange des Tieres und also erheblich hoher als Abdomen allein lang ist; im Profil erscheint aber Abdomen dennoch nicht drei-, sondern viereckig, indem orn etwas iiberhangend ist und die Riicken- und Basalseite einen deutlichen \\'inkel bilden. I >ii- Iv])igyne zeigt in Fliissigkeit vorn z\vei dunkelbraune, langlichrunde, unter sieh um ihren kiirzeren Durchmesser entfernte Sameiitaschen, zxvischen den Hinterendcn dieser einen kleinen dunklen Punktfleck und dahinter x.wei rote, runde. unter sich um ilireii Durchmesser entfernte Flecke. Letztere erscheinen Irocken gesehen als die Spit/.e zweier subparalleler, nach hinten gerichteter nnd Icicht konvergierender, etwas fingerahnlicher Fortsiitze. K")ntrrl:in-i- \ mm. Abdomen 4,5 mm hoch, .; mm breit. Patella Tibia I |. I\' ; ..' nun. Theridium usitum Strand n. sp. Kin '.' lu'irdlirli \-on Albert-Edward-See, Ruwenzori \\Vstseite 2500 in, 1 1. i'><><\ Cephalothorax brann^rll) mit M-hwarzcr, unbestimmt begrenzter Seitenrand- ant (li-m P.rnsttrile nnd mil s t -hwarzer, scharf markierter Mittellangsbinde auf clem Kopfteile, welche die Mittelgrube, aber nicht ganz die Augen erreicht und kaum so breit wie die Reihe der hinteren M. A. ist. Mandibeln wie Cephalothorax, Sternum braun mit schwarzer Randlinie, Maxillen und Lippenteil angebraunt. Beine braungelb, Femoren mit zwei undeutlich dunkleren Ringen in der End- halfte, Tibien mit einem medianen und einem apikalen dunklen Ring, von denen letzterer rein schwarz ist. Metatarsen mit schwarzlichem Endring und Andeu- tung braunlichen Mittelrings. Patellen mit schwarzem Endring' des Tibialgiiedes. Abdomen ist oben und in der oberen Halfte der Seiten schwarz, aber so dicht mit graulichen und weiBlichen Punkten und Strichen gezeichnet, daB eine etwa netzformige Zeichnung dadurch zustande kommt. Vorn und in der vorderen Halfte der Seiten wird das Riickenfeld von einer weiBen Binde begrenzt und durch dasselbe zieht eine weiBe, nach hinten sich verschmalernde und an der hinteren Abdachung fast linienschmal erscheinende, vorn die weiBe Grenzbinde nicht ganz erreichende Langsbinde, die jederseits 4 5 stumpf zahnformige Erwei- terungen bildet und mit diesen an der Basis eine Breite von 0,9 mm, ein wenig weiter hinten von 1,1 mm hat und in ihrer vorderen Halfte so dunkel ausgefiillt ist, daB sie eigentlich nur durch die weiBe Grundlinie markiert wird. Die untere Halfte der Seiten und der Bauch graugelblich mit weiBlichen Punkten, letzterer mit je einer tiefschwarzen Querbinde vor den Spinnwarzen und hinter der Spalte und dazwischen einem weiBen Wisch. Epigaster schwarzlich. Die braungelben Spinnwarzen ringsum von einem tiefschwarzen Ring umgeben. Epigyne bildet eine ziemlich tiefe runde Grube, die ein wenig breiter als lang ist. In Fliissigkeit erscheint die Grube als ein hellgrauliches, breiter als langes, vorn quergeschnittenes, sonst gerundetes Feld, das hinten und an den Seiten von einer braunen, hinten verdickten Linie begrenzt wird und in den beiden Vorderecken je einen kleinen braunen Fleck zeigt. Abdomen fast kugelformig, iiber die Spinnwarzen senkrecht oder ein wenig iiberhangend. Korperlange 4,5 mm. Abdomen fast 3 mm lang. Patella + Tibia I 3, IV 2,2 mm. Metatarsus I 2,7 mm lang. Theridium sabinjonis Strand n. sp. Ein y von nordl. vom Kiwu-See, Sabinjo 3000 m (Bambuswald) Nov. 1907. Cephalothorax und Extremitaten hellgelb; ersterer mit drei schwarzen, scharf markierten Langslinien auf dem Kopfteile, und zwar je einer von den hinteren S. A. und dem Zwischenraum der hinteren M. A., welche Linien nach hinten konvergieren und in der Mittelgrube sich vereinigen urn einen bis zur Mitte der hinteren Abdachung reichenden Langsfleck zu bilden, ferner ist der Seitenrand des Brustteiles durch eine schwarze Linie bezeichnet und die Augen sind von je einer schwarzen Linie umgeben. Tibien I am Ende mit schwarzem, einmal unterbrochenem Ring. Clypeus mit einem dunklen Mittelfleck. 348 Abdomen "hen uiul in der oberen Halfte der Seiten weiB, letztere mit nach unu-n /u allniahlich deutlicher werdender dunkler Retikulierung und mit feinen -i un-elblieheii Schriiglinien, die sich z. T. mit schwarzlichen Linien in dem Riicken- le verbinden. von deiien eine antimediane, schwach recurva gebogene Quer- linie und zwei post mediane, viel starker recurva gebogene oder sogar \vinklig -ebrocheiie und durch eine Langslinie verbundene Querlinie am deutlichsten sind. I'Yrner triigt die Riickenflache jederseits zwei Reihen schwarzer Punkte. Bauch- seite graulich. Abdomen fast kugelformig, sowohl vorn als hinten etwas iiberhangend, ..ben vorn mitten ein wenig vorstehend und dahinter ganz schwach abgeflacht. Kpi-yne erscheint in Fliissigkeit als eine undeutliche braungrauliche Figur, die aus /.\vei neben einander gelegenen kreisformigen Ringen vorn und einem diesen hinten anliegeiiden, abgerundet viereckigen, breiter als langen Fleck hinten, welcher Fleck wenig mehr als halb so lang wie die beiden Ringe zusammen ist. Trocken gesehen erscheint Epigyne als eine nicht tiefe Grube, die hinten von einer senkrecht gestellten , hohen , plattenformigen , hinten leicht konvexen \\"and begrenzt wird, die dem obigen ,, Fleck" entspricht und im Profil ziem- lich auffallend ist. Korperlange (Mandibeln - - Spinnwarzen) ca. 3,3 mm, bzw. (Mandibeln bis Hinterende des Abdomen) 4,5 mm. Abdomen 3 mm hoch und breit. Gen. Asagena Sund. Asagena tristis Tullgren v. ruwenzorica Strand n. \-ar. Xwei 9Q und ein o* von westl. von Ruwenzori, NW Beni (Urwald) Jan. 1908. Trocken gesehen erscheint Epigyne als eine schwache Langserhohung, lie der (Juere nach ein wenig gewolbt und gestreift ist und am Hinterrande eine seiehte Quergrube hat, die hinten von einem leistenformigen Rand begrenzt wird und vorn ohne scharfe Grenze in die mit scharf markierten konzentrischeii i-M-hreib\mg seiner .Isabella Iris/ is (in SjOSTEDTs Kilimandjaro- Meru l-'.xpedition 20 : o, ]>. 141 142, pi. Ill, f. 50 a b), jedoch kann ich, ohne I'niparat \ on der I^])ig\-ne zu machen, die Rece])tacula nicht so erkennen, wie i sie beschreil)t ; hier zeigt das (k'nitallVld in Fliissigkeit gesehen vorn x.\\ei lan^ eit'onni^e. schrag-quergestellte, nach hinten di\ -ergierende, unter sich urn ihren kiir/.ereii I >urchiiu-ssi-r entt'ernte undeutlich hellere Flecke, die je einen schwar/en I-'led: .-inM-hlieLien. Sonsi \\.-idii das 9 xoii -eiiannter Beschreibung (lurch l-'ol-c-ndes ab: Die inoieii vjnd, insbi-soiidrre I\", nitlichgelb aii-el'lo-en. der rotliche Ring der Tibien isi mi alien 1'aaren -leich deutlich, die Metatarsen sind, mit Ausnahme der Spit.- ' ebeiiso hell rotlieh wit- die Tibialrin-e. Abdominalriicken tragt in >rderen Hall'te /wei s ( hmale weLSliche Querbinden und in der hinteren einen 349 ebensolchen Langsstrich, der von drei ganz kurzen Querstrichen geschnitten wird. Clypeus ist fast dreimal so hoch wie der Durchmesser der vorderen M. A. Ferner ist die GroBe ein wenig bedeutender: Cephalathorax 3,6 mm lang, Ab- domen 5 mm lang; Beine: I Femur 4,5, Patella + Tibia 5, Metatarsus + Tarsus 6 mm; IV bzw. 4,5; 4,8; 5 mm. Also I 15,5; IV 14,3 mm. Das a* weicht von TuLLGRKNs Beschreibung 1. c dadurch ab, daB die Beine an Patellen, Tibien (aus- genommen einen breiten schwarzen Endring), Metatarsen und Tarsen rotgelblich sind ; die Riickenflache des Abdomen zeigt einen hellen, mehrfach unterbrochenen Mittellangsstreifen in und hinter der Mitte und an den Seiten ist die Riicken- flache von einem ahnlichen Streifen begrenzt. Die vorderen M. A. sind um mehr als ihren dreifachen Durchmesser vom Clypeusrande entfernt und ein wenig kleiner ls die S. A. - Der Palpus weicht, nach den Abbildungen 1. c. zu beurteilen, hauptsachlich dadurch ab, daB die Tibia am Ende bei weitem nicht so breit, wie lang ist (bei tristis scheint sie sogar breiter als lang zu sein) und sie ist min- destens 3 / 4 so lang wie das Tarsalglied sowie am Ende mehr quergeschnitten ohne ausgezogene Ecken,.der ganze Kolben ist ein wenig schmaler als bei tristis in spec, nach den Figuren zu urteilen, aber der Bau des Bulbus scheint der gleiche zu sein. - - Cephalathorax 3 m lang, Abdomen ein wenig kiirzer. Beine : I. Femur 4, Patella + Tibia 3,8, Metatarsus + Tarsus 4,8 mm; IV bzw. 3,5; 3,5; 4 mm. Also: I 12,6, IV ii mm. Gen. Lithyphantes Th. Lithyphantes kiwuensis Strand n. sp. Ein Parchen vom Kiwu-See, Nordufer, Niragongo 3000 m. 5. Oktober 1907 (T3 r pen!). Viele 99 von N. Ruanda, Vulkan Karissimbi, November 1907, 3000 3400 m. Zwei 99 von SW Ruanda, Rugege Wald, 1800 m. 20. Aug. 1907. 9 Cephalothorax rotbraun, die Mandibeln ebenso, aber noch dunkler und so sind auch Maxillen, Lippenteil und Sternum gefarbt, letzteres mit undeutlich dunklerer Randlinie. Extremitaten rot, in der Endhalfte rotbraun. - - Abdomen matt schwarz, etwas braunlich oder graulich angeflogen, mit folgenden weiB- lichen Zeichnungen: eine Riickenlangsbinde, die an der Basis als ein 2 mm lang und kaum * ., mm breiter Langsstrich anfangt, dann folgen zwei kleine Langs- flecke und dann an der hinteren Abdachung 3 beiderseits zugespitzte Quer- flecke und zwischen Nr. i und 2 dieser liegt noch ein kleiner runder Fleck ; ober- halb der Spinnwarzen 3 4 feine helle Querlinien. Die Seiten des Riickenfeldes werden je von einer Reihe von 5 hellen, meistens dreieckigen Flecken begrenzt. Die groBen Muskelpunkte des Riickens sind heller umrandet. Die Seiten des Abdomen werden unten von einem unbestimmt hellen Langsstreif begrenzt und das braunschwarze Bauchfeld hat am Seitenrande je einen schmalen hellen Langsstreif. Vor den Spinnwarzen sind i 3 undeutliche helle Punkte angedeutet. vSpinnwarzen braungelb, Epigaster hellgrau. 350 Epigyne bildet ein braunlichgelbes, vor fast gerade quergeschnittenes. hinten undetes, leicht erhohtes, fast flaches, \venigstens hinten fast glattes Feld, das breiter als lang und so breit \vie die unteren Spinnwarzen zusammen 1st und vi >r der Mitte eine scharf abgegrenzte leisten- oder briickenformige Quererhohun- gt, die mitten am sehmalsteii ist, sowie ganz sclnvach procurva gekriimmt ; vor derelben er^eheint das (lenitalfeld ganz seicht ausgehohlt, also keine eigentliche <',rube bildend. Die hinter der Briicke gelegene Partie zeigt Andeutung eines mittk-ren I.iingskiek-s und der Hinterrand ist mitten fast unmerklich ausgerandet. In Fliissigkeit zeigt Epigyne dasselbe Bild ; die hintere Partie derselben erinnert dabei an (.-in Cribellum und zeigt hinten eine feine schwarze Randlinie. I >ie hintere Augenreihe ganz schwach procurva; die Augen scheinen gleich und z\var /.ieinlich groI3 zu sein und die M. A. unter sich um fast ihren Quer-* durclnnesser, von den S. A. um 2 1 ->mal so \veit entfernt. Die vordere Reihe ^erade oder ganz schwach procurva; die M. A. erheblich kleiner, unter sich um ihren Durchmesser, von den S. A. um den anderthalben Durchmesser entfernt. 1 >as Feld der M. A. ist ein \venig langer als breit und vorn reichlich so breit wie hinten. Die S. A. sind unter sich fast linienschmal getrennt. Clypeus unverkenn- bar li(")her als das mittlere Augenfeld lang. (Also nach der Augenstellung keiu !/. lypischer Lit/iy/>/Kintes.) Beine ganzlich unbestachelt, aber fein und lang abstehend behaart. Korperliinge 8 9 mm. Cephalothorax 4 mm lang, 2,8 mm breit. Beine: I Femur 3, Patella -\ Tibia 3,7, Metatarsus - l Tarsus 4 mm; IV bz\v. 3; 3, 6; ;,6 mm. Also: I 10,7; IV 10,2 mm. I las "" ist gefarbt und gezeichnet wie das 9, jedoch ist das Epigaster dunkel- braun , hinten mit einer an die weibliche Epigyne dieser Art erinnernde Figur. I >k- r,ri")l.'e ist geringer: Korperlange 5 mm, Cephalothorax 2,5 mm lang. Beine: I Femur 2,5, Patella + Tibia 2,6, Metatarsus -f Tarsus 3 mm; II bzw. 2,3; ,.2 mm. Also I 8 i; IV 8,1 mm. Palpen : Femoralglied 1,8, Patellar -j- Ti!>ial- Tarsalglied 2,2 mm, zusammen also 4 mm. also viel langer als der Cephalothorax und schon dadurch von z. B. /,. /itivkullianns abweichend. Die Kopulationsorgane umfangreich und zvvar reichlich i mm hoch (von aui.len ge- -flu-n). I in Profil (von aul.'en) erscheint das Patellarglied oben do]>pelt so lang wit- an der Spit/.i- breit, das Tibialglied deutlich liinger als das Patellarglied und dreieeki-. indein es an der Basis erheblich schmaler als die S])itze des Patellar- v i^t. -e-c-n die S]>it/.e aber sich stark und z\var beider->eits gleich stark . am I-jide lavt . |Uer-e^chnit ten und daselbst etxva so breit \vie die ganze I. an-, des C.liedes; (k-r Apikalrand ist (aul.'.en) mit einer fast kaniiniihiilichen kriit'ti-. i langer, ^ekriimmter Borsten besetzt. Bulbus zeigt (von aul.'en hen) ein etwa die nntere Iliilt'te desselbeii einnehnu-ndes. nach unten kon\-ex breites Parae\ mbium, dessrii beidc S])it/.en nach oben gi-richtet la-i ^leieh hoeli dii] iorragi'11 und x.\\ar bildet die distale Spitze einen iM-lien Zalm. l ; .ine vom Rande des Tibial^liedes entspringende sehr kraftige, gekriimmte Stachelborste uberragt die Spitze des Paracymbiuins urn em Betrachtliches. Die im Profil schmal und abgerundet erscheinende Spitze der Lamina tarsalis iiberragt nur um etwa die halbe Lange des Patellargliedes den Bulbus. Gen. Latrodectus Walck. Latrodectus geometricus L,. C. Koch 1841. P^in 9 vom Albert-See, Kassenje, Marz 1908. Ich habe mich in meiner Bearbeitung der Spinnen der Deutschen Siidpolar- Expedition der Ansicht O. CAMBRIDGE, daB die siidafrikanische, L. geometricus nahestehende Form mit letzterer doch nicht spezifisch identisch ist, angeschlossen, hauptsachlich weil der eine der wichtigsten Charaktere des L. geometricus, nam- lich daB die vorderen M. A. viel groBer als ihre S. A, sein sollen, bei der siid- afrikanischen Form nicht zutrifft, und ich war daher auch geneigt, mit O. CAM- BRIDGE anzunehmen, daB geometricus in Afrika iiberhaupt nicht vorkommt. L/etzteres ist doch der Fall, denn bei vorliegendem Exemplar sind tatsachlich die vorderen M. A. viel groBer als ihre S. A. und auch sonstige Merkmale stimmen mit geometricus iiberein. Das schlieBt aber natiirlich nicht aus, daB im extra- tropischen vSiidafrika eine besonders nahestehende Form (L. concinnus O. Cbr. [Synon}^m dazu ist wahrscheinlich L. indistinctus O. Cbr.]) vorkommt, moge man nun diese als gute Art oder als Rasse von L. geometricus auffassen. Fam. Argiopidae. Gen. Gonatium Menge. Gonatium crassiventre Strand 11. sp. 2 99 vom Norden von Albert-Edward-See, Kasindi, Januar 1908. Feld der M. A. hinten ein wenig breiter als vorn: zwei die vorderen M. A. auBen tangierende Geraden wiirdeii die hinteren M. A. im Zentrum schneiden, und es ist reichlich so lang wie hinten breit. Vordere Augenreihe ganz schwach recurva; die M. A. kleiner, unter sich und von den S. A. um kaum ihren Ra- dius, vom Clypeusrande um mehr als ihren doppelten Durchmesser entfernt. Die beiderreihigen S. A. unter sich ganz schmal, fast linienschmal getrennt er- scheinend, aber auf einer kleinen gememsamen Erhohung. Die hintere Augen- reihe gerade, die Augen etwa gleich groB, die mittleren unter sich um ihren Ra- dius, von den S. A. um ein klein wenig weiter entfernt. (Alles in Fliissigkeit ge- sehen.) - - Stirn abgerundet. Sternum subtriangular, so oder fast so breit wie lang, vorn gerade quer- geschnitten mit scharfen, fast rechtwinkligen Ecken, hinten zwischen den um ihre Breite entfernten hinteren Coxen verlangert und zwar endet diese Spitze zwischen den Hinterrandern genannter Coxen und hier abgestutzt und auf- warts gebogen. Lippenteil mit hohem Vorderranclwulst. 352 Die vorderen Tarsen sehr wenig kiirzer als die Metatarsen , auch an den Hinterbcincn ist der I'nterschied nicht grofl. Mandibeln ohne besondere Auszeichnungen, senkrecht, innen von der Basis an apikahvarts divergierend, \-orn \venig gewolbt, Klaue kraftig und ziemlich -lark -eknimmt . am vorderen Falzrande 4 ziemlich kraftige Zahne, am hinteren Ratide 2 oder /, viel kleinere ebensolche. Das im I'mkreis et\va krcisformige AV)domen ist etwas flachgedriickt und x.ei^t obeii mitten hinten eine seichte Langseinsenkung, wodurch in Draufsicht dieSpinmv ar/en /Aim Yorschein kommen ; das Tier erinnert anEnryopis acuminatn (Luc.). Abdomen ist ziemlich dicht und lang behaart, nicht scutat. Das Tier steht jedenfalls Goiuitinin sehr nahe; daM die vorderen Augen unter sich etua gleich \veit entfernt sind und Clypeus kaum so breit wie das mittlere Au^enl'eld lang ist, ist kaum geniigender Grund, die Art einer anderen Gattung zuzuweisen. Ce])halothorax und Kxtremitaten hell braunlichgelb, Augen linienschmal schwarz umringt, die vorderen M. A. und die beiderreihigen vS. A. in je einem ^chwarzen Fleck gelegen. Abdomen schwarz, oben ganz leicht graugriinlich, t'ettartig schimmernd, unten ein wenig heller. Spinnwarzen hellgrau. Die kleine, in Fliissigkeit hellbraunlich erscheinende Epigyne erinnert an die unsrer einheimischen Oedothorax-Arten, oder Gonntiuui corallipcs Cbr. (vgl. BOSENBERG, Spinnen Deutschlands, t. 14. f. 212 u. t. 15, f. 227 235); die beiden dnnklen Langslinien begrenzen ein Keld, das breiter als lang und fast rechteckig ist (die Linien di\-ergieren ganz schwach nach hinten; an der AuBenseite des Yorderendes jeder I/lnie, damit zusammenhangend, ist eine schvvarzliche Samen- lie. die reichlich so breit wie lang ist; von diesen erstreckt sich je ein undeut- licher briiunlicher Schatten nach vorn, wahrend je ein ahnlicher, aber kleinerer Schatten sich von den vSamentaschen seitwarts erstreckt. Im Profil erscheint Ivpigyne als ein nii-driger, abgerundeter, wenig auffallender Ouerhocker. K'"irperliinge et\va ; mm. Abdomen ca. 2 mm breit. Gen. Linyphia Latr. Linyphia africanibia Strand n. sp. l-'.in '.- \-oii X.- Ruanda, Karago-See. Nov. 1907. ICpig>'iie isl von der tvpisehen Li>i\'f>lii(i-Van}\ und stimmt gut init B<")Si.x Abbilclung Tal. \", I-'ig. 63 E in ,,Di<- Spinnen Deutschlands" \-on der Kpigvne der f.iiivplu'd tritiii^nliiris Cl., jedoch ist der Ausschnitt im Hinterrande de^ Genitalhiigels seichter und schnuiler und ersclieint in Fliissigkeit nur unbe- itcnd breiler :iK (K-r Xagi-1, der deutlich \veiter nach hinti-n als die Seiten- partien \\ie el\\a^ abweicheiideii Habitus ab. I lie neue Art hat braunschwarzen Cephalothorax mit einem helleren, die Aii-^en nicht erreichenden Mittellangsstreifen auf dem Kopfriicken. Mandibeln und Maxillen teilueise heller, Li])penteil und Sternum schwarz. Coxen, Trochan- icren und Femoren hellgelb, die iibrigen C.lieder geschwarzt. alx-r mit gelbeii kin-en und zwar je einer an der Basis und Mitte der Tibien, an der Basis der Meiatarsen und undent un-s\veise in der Mitte derselben, an beiden Enden der Tar-en. Abdi.nieii ^diwarz, die Bauchseite jederseits von einer helleren, geraden, ru am deiitlielisten ausgepriigten I y angsbinde begrenzt, welche die Spinn- wnr7.cn nicht erreicht ; /wischcn letzteren und der betreffenden Binde ist ein weiBlicher PunkttU -ck nnd die hinti-ri- Halfte der Seiten des Abdomen zeigen oben 355 in Langsreihe 2 oder 3 undeutliche helle Flecke. Die unteren Spinnwarzen grau- gelblich und die hintere Halfte des Bauchfeldes ein wenig heller als die vordere. Abdomen i mm lang, Cephalothorax (abgetrennt!) ebenfalls i mm lang. Gen. Pachygnatha Sund. Pachygnatha kiwuana Strand n. sp. Ein a* vom Kiwu-See, SO-Ufer, Aug. 1907. Augenstellung in Fliissigkeit gesehen. Feld der M. A. vorn ein wenig schmaler als hinten und nicht ganz so lang wie hinten breit. Die vordere Augenreihe ge- rade; die M. A. unter sich fast um ihren Durchmesser, von den S. A. um viel weiter entfernt. Die hinteren M. A. bedeutend groBer als die vorderen und unter sich um reichlich ihren Durchmesser entfernt. Die hintere Augenreihe so stark recurva gebogen, daB eine die M. A. hinten tangierende Gerade die S. A. kaum schneiden wiirde. Mit Pachygnatha africana Strand nahe verwandt, aber u. a. durch die Be- wehrung der Mandibeln zu unterscheiden. Diese sind nicht viel kiirzer als Cephalothorax (bzw. 1,3 und ca. 2 mm), divergierend und geformt wie bei den Tetragnathen. Die Klaue erscheint von unten gesehen in oder kurz innerhalb der Mitte knieformig gebogen, von unten innen und vorn gesehen erscheint die konvexe Seite dieser Kriimmung fast rechtwinklig. An der Spitze der Mandibeln, oberhalb und nahe an der Klaueneinlenkung ist ein kraftiger, stumpfer, nach vorn und unten gerichteter Zahn und etwas hoher und weiter nach auBen sitzend ist ein ganz kleines Zahnchen. Nahe der Mitte des oberen Falzrandes, etwas hoher sitzend, ist ein kraftiger spitzer Zahn, der langer als der groBe stumpfe Zahn an der Spitze der Mandibel ist; in der Mitte zwischen diesem spitzen Zahn und der Klaueneinlenkung ist ein ahnlicher, aber kleinerer Zahn und endlich findet sich ein ganz kleines Zahnchen am inneren Ende des Falzrandes. Am unteren Falzrande ist an der Klaueneinlenkung ein ganz kleines Zahnchen, gegeniiber dem groBten Zahn des mittleren Falzrandes findet sich ein ebensolcher Zahn, und am inneren Ende des Falzrandes stehen ziemlich nahe beisammen zwei kleine Zahne. Von der aus dem Kilimandjarogebiet beschriebenen Pachygnatha Palm- quisti Tullgren sowie von P. africana Strand unterscheiden sich die Palpen am leichtesten dadurch, daB das Tibialglied reichlich doppelt so lang wie das Patellarglied ist, wenn man die sich unter dem Tarsalgliede verlangernde Spitze des Tibialgliedes mit in Betracht zieht; auBen oben zeigt die Spitze des Tibial- gliedes einen kleinen nach oben und vorn gerichteten Zahn. Cephalothorax und Mandibeln dunkelrotlich braungelb, ersterer stelleii- weise dunkler, Riickengrube schwarz erscheinend. Abdomen heller und dunkler grau mit weiBlichen Zeichnungen; ein Folium wird von zwei hellgraulichen , hinten weiBlich gesprenkelten Langsbinden begrenzt, die vorn mitten nicht zu- sammenstoBen und hinten unterbrochen sind, es ist am Seitenrande am dunkel- sten und zeigt langs der Mitte der hinteren Halfte zwei undeutliche Langsreihen 23* 356 - I'unktflecke. von denen der vordere, in der Mitte des Riickens gelegene. iitliehste 1st. Das Bauchfeld ein wenig heller als die Seiten. Sternum braun- . Maxilkn dunkler, Lippenteil schwarzlich. Korperliinge 3,5 nun, Abdomen ca. i,8mm, Patella -r Tibia I 3,5, IV 2,3 mm. Metatarsus I 2,4. Tarsus I 1.4111111. Palpen : Femoralglfed 1,2, die ubrigen Glieder y.usamnien 2 mm. Pachygnatha ruanda vStrand n. sp. Ein 9 von S\V- Ruanda 1800 m, Rugege- \Vakl, 20. Aug. 1907. Dii- Zugehorigkeit zur vorigen Art diirfte nicht ausgeschlossen sein. Cephalothorax braungelb, langs der Mitte und des Seitenrandes ein wtMiig dunkk-r, Augeii schmal schwarz umrandet. Sternum blal.! braunlichgelb, dunkler umraiidet. Li])]>enteil und Maxillen braun. Extremitaten einfarbig hellgelb. Abdiniieii 1st otfenbar entfarbt; es erscheint jetzt hellgrau, langs der Seiten oberhalb der Mitte mit \veil.ilichen vSchuppen besprenkelt. und solche lassen sich auch auf der Bauchseite erkennen. I >ie I\i)igyiie. \\'elche die bekannte, \veit uach hinten geriickte Lage der Pachygnathenepigynen einnimmt, bilclet eine leicht recurva gebogeue Quer- ^]>alte. die in Alkohol weifilich, fein selnvarz umrandet erscheint, und in einem hellbraunlichen, dreieckigen, fast so langen \vie breiten, vorn zugespitzten l-Vld gelegen ist, clessen Breite etwa gleich der der Spinnwarzen ist. Mandibeln kiirzer als Cephalathorax (bz\v. 1,3 und 2 mm), stark divergie- rend. inneii und vorn gewolbt. Am unteren Falzrande 4 Zahne und z\var einer un \veil der Klaueneinlenkung, drei ein wenig groBere and unter sich gleich \veit entt'ernte Zahne gegeniiber der iuneren Halfte der Klaue; letztere zeigt an der Basis nnten einen beulenformigen Hocker. Am oberen (vorderen) Falzrande >ind drei Zahne und zwar zwei gleichgroCe gegeniiber den drei des unteren Randes und eiuer, der ein wenig kleiner ist, in der Mitte zwischen dem auBeren der beiden -rw;ihnteii Zahne und der Klaueneinlenkung. Augenstellung in Fliissigkeit gesehen. Vordere Reihe gerade; die M. A. uuter sii-h um iliren Durchmesser, von den S. A. um etwa doppelt so weit ent- ti-rnl. erlirbli(.-h kleiner als die hinteren M. A. Das Feld der M. A. ist hinten vii-l bR-iter als vorn, da!.! /.wei die vorderen M. A. auBen tangierende Geraden die liinten-n M. A. etwa im Zentrum schneiden wiirden. Die hintere Reihe unter i um kanm ihren I )urehmesser entfernt und mit den S. A. eine so stark re- curva -cbogi-ue Reihe bildi-nd, dal. eine die M. A. hinten taugiereiide (ierade A. im /cut rum schneiden wiirde. Kup.-il;in-e 5 h mm. Patella I Tibia I 3,5. IV 2,5 mm. Gen. Tetragnatha Latr. Ictrajjnatha mawamhina Strand n. sp. Kin V von \\Vstlirli vom Albert-See, Mawambi a. Ituri, A]>ril 1908. Kin- vom Karago-See, N\\' Ruanda, No\ . 1907. 357 Mil Tetragnatha nitidiuscula Sim. 1907 nahe verwandt, aber die Mandibeln ohne Kralle sind kiirzer als Cephalothorax, der apikale, unmittelbar an der Klaueneinlenkung sitzende Zahn des oberen Falzrandes ist ganz klein, schwer zu sehen, wahrend der subapicale viel groBer ist, am unteren Falzrande finden sich nahe der Klaueneinlenkung 3 kraftige Zahne, die groBer als die folgenden dieses Raiides sind und von denen der mittlere ein wenig groBer als die beiden anderen ist, dann folgt ein groBerer Zwischenraum, dann ein kleiner Zahn, wieder ein fast ebenso groBer Zwischenraum wie der vorige und dann eine un- unterbrochene Serie von etwa 7 nach innen an GroBe allmahlich abnehmenden Zahnen. Die Klaue ist, abgesehen von der nicht weit von der Basis sich befin- denden knieformigen Knickung nur schwach gebogen; an der AuBenseite dieser Knickung sitzt ein nach vorn und leicht nach unten gerichteter, kurzer, breit dreieckiger, aber am Ende ziemlich cliimi zugespitzter Zahn ; ferner ist unten in der Basalhalfte ein Zahnchen aiigedeutet und ein noch undeutlicheres ebensolches laBt sich unten mitten erkennen. Cephalothoraxriicken ist undeutlich heller und dunkler gezeichnet und zwar sind zwei nach vorn ganz leicht divergierende dunkle L.angsbinden, auf dem Brustteile sind auBerdem von der Mittelgrube entspringende Schragbinden vor- handen, so wie Seitenrandbinden. Ob aber diese Zeichnungen immer erkennbar sind, ist fraglich und daher ist die Tatsache, daB der Cephalothorax von nitidius- cula nach SIMONS Beschreibung zu urteilen einfarbig sein soil, von keiner groBen Bedeutung. L,ippenteil dunkelbraun, Sternum dunkelgraulich, Maxillen fast weiBlich. Abdomen ist vorn breit quergeschnitten, nimmt nach hinten bis zur Mitte ganz schwach und allmahlich an Lange ab, ist dann bis kurz vor der Spitze parallel, das Ende selbst abgerundet dreieckig zugespitzt von obeii gesehen, wahrend es im Profil als ein nach hinten und ganz leicht nach obeii gerichteter kegelformiger Fortsatz die Spinnwarzen iiberragt. Abdomen ist im Grunde braunlichgrau, oben und an den Seiten aber so dicht mit feinen silbrigen und schwach goldig schimmernden Schuppen bedeckt, daB die Grundfarbe nur noch als ein feines Netzwerk zum Vorschein kommt, und auBerdem einen schmalen, vorn ganz leicht erweiterten sonst liiiienformigen, bis zur Riickenspitze sich er- streckenden Mittellangsstrich bildet. Von der Mitte dieses entspringt jederseits und erstreckt sich nach hinten, subparallel zum Mittellangsstrich. je eine dunkle, unregelmaBige, stellenweise gebrochene Linie, die etwa drei dunklere Punkte einschlieBt. Das Bauchfeld erscheint als eine parallelseitige, auch iiber Epi- gaster sich erstreckende Langsbinde ohne die helle Beschuppung, aber jederseits von einem deutlicheren silbrigen Strich begrenzt. Beine bestachelt. Korperlange mit Mandibeln 12 mm, Cephalothorax ohne Mandibem 3 mm lang, letztere ohne Klaue 2,3 mm lang. Cephalothorax 1,6 mm lang. Beine I: Femur 7,5, Patella + Tibia 9, Metatarsus + Tarsus 10 mm; IV bzw. 6; 5; 6 mm. Also I 26,5, IV 17 mm. \\'o au> obigcm nicht das Gegenteil hervorgeht, stimmt die Beschreibung , nitidnismlit mit unserer Art. Tetragnatha nitens (And.) 1825 27. i V von \vestl. voni Albert-See. Mawanibi a. Ituri, April 11)07. Tetragnatha kiwuana Strand n. sp. i ' von der Insel Kwidschwi (Kiwu-See), Sept. 1907. Cephalothorax clunkel braungelb. am Seiten- und Hinterrande mit undeut- licher und unregelmaBiger hellerer Binde bzw. Flecke (cliese Zeichnungen sind moglicherweise ,,kiinstlicher ' Natur), Augen schwarzlich. Mandibeln und Kx- trfinitaten heller braungelb, ebenso Sternum, Coxen und Maxillen. Lippenteil dunkler. Abdomen im Grunde dunkelgrasgriin , oben und an den Seiten mit tfim-n -raulichen vSchiippchen bekleidet, zwischen denen die Grundfarbe als fin feines Netzwerk zum Vorschein kommt. Bauchseite ohne deutliche Zeich- nung, jedoch sind jederseits der dunklenSpinnwarzen zweikleine, scharf markierte \\fil.>e Flecke. Vordere Augenreihe so stark recurva gebogen, daf3 eine die M. A. oben tan- ^u-u-nde Gerade die S. A. unten beriihren wiirde; die M. A. unter sich und voni Clypeusrande um etwa ihren Durchmesser entfernt und mit den hinteren M. A. fin Trapez bildend, das vorn so viel schmaler als hinten ist, daB zwei die vorderen M. A. autfen tangierende Geraden die hinteren M. A. im Zentrum schneiden wiirden. Alle M. A. unter sich etwa gleich grofl. Hintere Reihe so stark recurva, dal.) fiiR- die M. A. hinten tangierende Gerade die S. A. vorn kaum schneiden wiink-; S (Type!) - - i 9 ebenda, Ruwenzori Full - - 2 9 westl. vom Ru- wenzori, Fort Beni, Januar 1908. Aii-ensU-Hung in Fliissigkeit gesehen. Das mittlere Augenfeld scheint ein \\eiii:; liinger als breit zu scin, vorn schmaler als hinten und die vorderen M. A. kk-inc-r als die- hinteren. Die S. A. sich beriihrend. Die hinteren M. A. unter sich uni jedenfalls nieht mehr als ihren Durchmesser, die vorderen sind unter sich um wenigcr als ihren Durchmesser entfernt. Auch trocken erscheinen die vor- dcrcn .M. A. kleiner als die hinteren. Am unteren Falzrande 4, am oberen 3 et\vas -tarkcre Zalme. Epigyne bildet cine Grube, die in Fliissigkeit als ein vorn gerundetes. hinU-n quergeschnittenes, erheblich breiter als langes, vorn und hinten durch eine -chmale. scharf markierte Linie begrenztes Querfeld, das ein kleines, undeut- lich helleres, ebenfalls durch eine feine schwarze Linie begrenztes Mittellangsfeld einschliei.'it, das hinten aus einem viereckigen, do])])elt so breiten wie langen Feld besteht, von dem ein etwa doppelt so langes wie breites, in der Mitte der Grube leicht verschmalertes Langsfeld sich bis zum \ T orderrande erstreckt. Trocken gesehen erscheint das beschriebene Mittelfeld als eine sehr tiefe Mittel- langsgrube, deren Seitenwand mitten, an der schmalsten Stelle derselben, einen kleiiK-n H<)cker bildet. Die groBe Grube erscheint auch trocken seitlich unbe- stimmt begrenzt und liegt an der hinteren Abdachimg des gleichmaBig schwach 4r\\i")11)tL-n Genitalhiigels. Der Ty])us der Farbung und Zeichnung ist der gewohnliche der Lcncuuge- Arti 11. Cephalothorax, Mandibeln und Extremitaten briiunlichgelb, Augen schmal -cli\\ar/. umringt, die Patellen und folgenden Glieder an der v S|)itze dunkler umrandet. Sternum und Mundteile braungelb, Li])penteil scluviir/lich. Ab obcii und an den Seiten so dicht mil Silberschiippchen bekleidet, dal.) lu-llgraiu- ( ! nndt'arbe nur als eine grobmaschige Relikulicrung und als fol- Hinden erhalti-n bleibt : cin Herzstreifen, der zwischen den Scliult.-rn ganz is1 uml dasrlbM \-on einem ebeiisnlchen Ouerstreit'eii, der l>eiderseits in ciiu-ni "-chuai/.rn I'unkti'leck einK-1 m-srlmitu-n \\inl, hinter den Schultern -irli pli'it/lich i-luas i-rwi-ili-rt und daselbst von eiiu-r recur\'a gc-hn^i-nen ebensol- n ijiu-rltindc- m-sehnitti-n \\ird, die sich heiderseits nach hinten ]>aralk'l mil dc-in Ih-r/.-ii, it.-n |nris r i/i und /.war als cine zuerst goldigi-. dann hinten (.-rwciti-rte und !.i-i -rh\\ar/<- Hindi-. Audi die I-'orlsi-t/ung von ik-ni Her/slreifeii. dii- linien- iMial i-ndrt, ist dunkrl. Dii- hrideii erwiihnteii sritlichen Hinden enden hinten -tuni|>! und li-icht I'lrekt'tirmig erweitert. Die gDldigliraunni Seiten (k-s AlxloiiR'ii -iii'l oU-n uiid unti-n \-ei. alticola ni., die also im Mate-rial von mehr Lokalitaten als die Hauptform vorliegt und hauptsach- lii-li c-inc- (iebirgsform sein diirfte. Leucautfe kibonotensis Tullgren iqio. \'on iiordl. vom Albert-l-'.d ward-See, Ruwenzori \\'estseite. 1800111, Februar lu--t rin ' \-or, (lessen Kopulationsorgane so gut mit der Abbildung der- obiter Art stimmen. da!3 ich es damit identifizieren m(">chte. I v eider ist die Originalbeschreibung hcichst ungeniigend. Cephalothorax und Extremitaten gelblich. let/tere am Ivndi- gan/ schwach ;in^edunki-lt uml dii-S]>itze derTibien undeiitlich dunkler umrandet. Mandibeln an d-r Spit/e braunlieli. Augen schmal schwarz geringt. Abdominalriicken eintarl)!- liellurau. heider^eit i- von einem silbrig beschu])])teii Liings^t reifen IH-- n/t ; die Seiteii -uldliriiunlich angi-flogen. Bauchfeld wie die Seiten, abei nicht -oldi-. beidersc-its \'on eiiu-r Reihe Silbersehiippclien begrenzt. Kc")rperl;in-e 5 nun. Cepholat horax. 2. Abdomen ; mm lang. Beine: I Fe- mur i. I'.itella Tibia 7. Metatarsi!-- Tarsus <) mm; I\' b/.\v. 5,5; j; 4 mm. Also: I 22, IV in.5 nun. - 363 Ein weiteres Exemplar liegt von der Insel Kwidschwi (Kiwu-See) September 1907 vor. Leucauge meruensis Tullgren var. karagonis vStrand n. var. Zwei W von Nord- Ruanda, Karago-See, Nov. 1907. Weicht von den vorigen Arten durch den scharf hervortretenden schwarzen Herzstreifen und durch die, in Fliissigkeit gesehen, nach hinten erweiterte Epi- gyne ab. --Am unteren Falzrande sind inneii 3 kleine Zahne, dann, nahe der Ein- lenkung cine Carina, deren innere Ecke einen scharf en dreieckigen Zahn bildet, wahrend die distale Partie derselben einen oder zwei Zahne andeutet. Am oberen (vorderen) Falzrande 3 Zahne. In Fliissigkeit erscheint Clypeus etwa doppelt so hoch wie der Durchmesser der vorderen Augen, in der Tat ist er aber nicht wenig niedriger. Epigyne erscheint in Fliissigkeit als ein kleines schwarzes, hinten querge- schnittenes, vorn gerundetes, seitlich gerade begrenztes, breiter als langes Feld, das etwa so breit wie der Lippenteil ist und von einem braunlichgelben Langs- band geteilt wird, das nach hinten sich schwach erweitert und hinten fast l /<> der groBten Breite des Feldes einnimmt. Trocken gesehen erscheint Epigyne als eine Grube von der beschriebenen Form und nur in der vorderen Halfte mit einem Langsseptum versehen, das, wie in Fliissigkeit gesehen, heller ge- farbt, verhaltnismaBig breit und abgeflacht ist; in den hinteren Ecken ist die Grube seichter (durch Sekret ausgefiillt ?), so da!3 sie nicht wie in Fliissigkeit deutlich nach hinten erweitert erscheint; das Septum ist so hoch wie der Seiten- rand. - - Die Epigyne hat jedenfalls sehr viel Ahnlichkeit mit der von L. meru- ensis (1. supra cit.) und es diirfte ein Exemplar dieser Art sein, bei dem die vor- deren Seitenpartien der Epigyne etwa durch Sekret verdunkelt worden sind. Femoren I tragen wie bei meruensis vorn 3 Stacheln, hinten nahe der Spitze 2 Stacheln. Audi die GroBe stimmt ziemlich gut mit genannter Art : Cephalo- thorax 2 mm, Abdomen 3,5 mm lang. Der Herzstreifen ist reichlich so breit wie die Patellen I und verschmalert sich erst auf der hinteren Abdachung; auf der Vorderspitze des Riickens und kurz hinter derselben wird er von je einer gleichbreiten, leicht recurva gebogenen, an beiden Endeii zugespitzten Querbinde von fast 1,5 mm Lange geschnitten und kurz hinter der Mitte zweigt er sich jederseits zweimal schmaler ab und zwar werden die beiden letzteren dieser Zweige nach hinten durch je einen schmalen braunlichen Streifen auf der hinteren Abdachung fortgesetzt. Die Umgebung des Herzstreifens ist silberglanzend ohne oder fast ohne dunklere Retikulierung; langs der Mitte der Seiten verlauft ein goldgelbes Band, das unten durch eine schmale silberfarbige Binde von dem olivenbraunen Ventral- feld, das auBerdem noch einen kleinen Teil der Seiten einnimmt, getrennt wird; dasBauchfeld wird beiderseits von einem schmalen, hinten unterbrochenenSilber- streifen begrenzt. Cephalothorax und Extremitaten einfarbig braunlichgelb, 364 die Spit/A- der clistalen Glieder jedoch mit dunklerer Randlinie. Sternum hinten leicht angebriiunt. Ich fiihre vorlaufig diese Form als Varietal von L. nicrncnsis auf, ohne die Mo-lichkcit. dal.i sie eine gute Art ist, bestreiten zu wollen. Leucaujje Levanderi Kulcz. 1901. lun /* von nordlich vom Albert-Edward-See, Ruwenzori Futf, \Yest- -eite. Februar 1908. l.eucauge tellervo .Strand n. sp. Kin nnreifes ^ von S\V-Ruanda 1800 in. Rugege-\\'ald 20. Aug. 1907. Lange des Kxemplares 4 5 mm. Erinnert etwas an Lenc. Lr>\uidcri Kulcz. Cephalothorax und Extremitaten hell graulichgelb, ersterer mit schmaler -chwarzer Randbinde auf dem Brustteile und breiter dunkler Medianlangsbinde cbciida. Sternum, Lippenteil, Maxillen und Mandibelklaue schwarz oder braun- -i-hwarz. Alle Glieder der Extremitaten sind an der Spitze unten schmal schwarz umrandet. die Metatarsen und Tarsen an der Spitze mit zusammenhangendem sclnnalcn , schwarzen Ring. Riickenhalfte des Abdomen lebhaft silberweiB -liin/.end. vorn fein dunkler retikuliert und mit graueni, die Spitze der Riicken- flache crreichendem Herzstreifen, der so breit wie die Femoren I ist, zwischen den als solchen nur zur Not erkennbaren Schulterhockern erstreckt sich ein >ehmaler, fast gerader grauer Querstreifen, in dessen Mitte der Herzstreifen ^inen Ursprung nimmt, in der ^litte zwischen diesem Querstreifen und der Riiekenmitte verlauft ein ebensolcher, recurva gebogener, dessen Enden sich nach hinten, parallel zum Herzstreifen umbiegen; endlich \vird letzterer in der Mitte von einem kiirzeren Querstreifen geschnitten, der sich rasch nach hinten umbiegt und mit dem Herzstreifen eine bis zur Riickenspitze sich erstreckende, im Innereii stellenweise hellere dunkle Binde l)ildet, die am hinteren Ende in /.uei sehwarzen Liingsflecken endet. Bauchhalfte des Abdomen ist schwarz, der Seiti-n mit graulichem Langsstreifen, das Bauchfeld wird jederseits von ei >ilber\vt-il.'en, hinten einmal unterbrochenen Streifen begrenzt. AbdniiH-n erseheint von oben und etwas von hinten -esehen fast cylindrisch, das liinteir Knde jedoch /n^es])itzt. \\enn auch rundlich; im 1'rolil erseheint ei vorn und hinten iiberhiingend, \viihrend die Riickenseite nur unbedentend gebogen 1^1. Aul.'.er y.\\ Schulterh(")ckern scheinl Andeiitung /n noch ein paar as mittkre Augenfeld 1st langer als breit und vorn ein wenig schmaler als hinten. Vordere Augenreihe so deutlich recurva, da!3 eine die M. A. oben tan- -u-ivnde (Vrade die S. A. oben beriihren \viirde. Leucauge undulata (Vins.) 1863 (?). Kin Q von westl. voni Ruwenzori, Fort Beni, Jan. 1908. I >as Exemplar ist leicler am Abdomen etwas beschadigt, ich kann aber >oweit keine wesentlichen Abweichungen von L. undulata (Vins.) finden. Der kleine I'nterschied, der sich an der Epigyne erkennen lattt, diirfte sich durch die . \nnahine, sie sei ein wenig gedriickt worden, erklaren, ebenso wie die ge- ringere Lange des Schwanzes offensichtlich auf einen Druck zuriickzufiihren isi. Epigyne erscheint, trocken gesehen, als eine glatte, glanzende, ganz -eichte, unbestimmt begrenzte Quereinsenkung an der hinteren Abdachung des Genitalhugels, die Andeutung eines schmalen Langsseptum zeigt. In Fliissig- keit gesehen weist die Grube zwei runde schwarzliche, unter sich um ihren I )urchmesser entfernte Samentaschen auf. Leucauge obscurella Strand n. sp. Kin r])crlange 5,5 mm. Abdomen 4 mm lang und 2, ) mm breit. Patella Tibia I 3,3, IV 1,7 mm. Cephalothorax schwarzlichbraun mit noch dunklcrcr Mittelgrubc, vStrahlen- furchen und Rand des Brustteiles; Augen schmal schwarz umrandet. Mandibehi wie der Cephalothorax, die Spitze und ein Ouerstreifen an der Vorderseite M-liuar/.. I,i|)]K-nleil und Maxillen schwarz mit hellem \'orderrand bzw. Innen- rand. Stcmnni schwarz. \-orn ein wenig heller. Beine dunkel-braungelb mil braunen Kin-en und /war je zwci an den iH-nioren und Tibien und eiiu-m am Ivnde al])en mit hellgelbem Femoral- und I'atdlarglied, die iibrigen Gliedi-r Mud braun. Abdomen schwarx, mit grauweiUcn, mehr oder wenigi-r -ilberui-il. 1 , .'.vjuvnkelten I''li-rki'ii , und x.war: Riickc-nl'eld vorn jederseits mit einein nach hinten bis xAir Mitte reicheinU-n, hinteii i-rwc-iterten und gebogeiH'ii eifen, welehe vStreifen vorn nicht x.usammenstol.'en. zwisclu-n den vSchul- n < in sehinaler Langsstrich. /wischen den Hinterenden der Seitenlangsstriche sind zwei groI3e, dreieckige, unter sich um ihren Durchmesser entfernte Flecke und zwischen diesen und der Abdominalspitze sind zwei nahe beisammen ge- legene, aus je 4 Flecken gebildete Querreihen. Ferner zeigt die Abdominal- spitze jederseits einen und hinten (zwischen derselben und den Spimiwarzen) vier kleine weiBliche Flecke. Jederseits der Spinnwarzen ein gelblicher P v leck und das Bauchfeld wird jederseits von einem schmalen undeutlichen hellen Strich begrenzt. Abdomen, von der Seite gesehen, trapezformig, an beiden Enden iiber- hangend und sowohl das Schulterfeld wie, und zwar noch deutlicher, die Hinter- spitze etwas vorstehend; letztere bildet einen kurzen, breit abgestumpften Kegel. Die groBte Breite des Abdomen ist in oder kurz hinter der Mitte. Gen. Nephila Leach. Nephila Lucasi Sim. 1887. Ein 9 von Awakubi, 22. Juli 1908. Eins von SW. vom Albert-See, Route Irumu Mawambi (Urwald), April 1908. Ein unreifes 9 von SW. vom Albert-See, Mboga, Marz 1908. Viel- leicht gehort auch ein ganz junges 9 von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori-FuB, Westseite, Febr. 1908, dieser Art an. Eine besonders in West-Afrika verbreitete Art. Nephila pilipes Lucas 1858. Ein 9 vom Kiwu-See, Nordufer, Kissenji, Sept. 1907 Gen. Cyrtophora Sim. Cyrtophora citricola (Forsk.) 1775. Exemplare dieser im ganzen tropischen Afrika haufigenArt von: Ruvven- zori, Westseite, 2500 3000 m Hohe, Febr. 1908; nordl. vom Albert-Ed- ward-See, Ruwenzori, Westseite, 2500 m, Febr. 1908; Albert-See, Kas- senje, Marz 1908. Cyrtophora gabonensis (Luc.) 1858. (Epeira angolensis Br. Cap. 1868. Epeira cMnchoxensis Karsch 1879.) Ein 9 von stidwestl. vom Albert-See, Route Irumu Mawambi (Urwald), April 1908. Durch Vergleich mit den (getrockneten) Typen von chinchoxensis ist die Identitat sicher festgestellt. Zur Erganzung der Originalbeschreibung einige Notizen : Korperlange 17 rnm. Cephalothorax 8 mm lang, 6,5 mm breit. Abdomen ii mm lang. zwischen der Spitze der vorderen Seitenhocker 10 mm breit. Beine: I Femur 8, Patella + Tibia 9,5, Metatarsus -f Tarsus 8 mm; II bzw. 7,7; 9,3; 8 mm; III bzw. 5,5; 5,7; 5 mm; IV bzw. 8; 9,5; 8 mm. Also: I = = IV, II, III (25,5, 25.. 16,2 mm). 368 e bildet einen et\va i mm langen, bauchwarts gesehen dreieckigen, i kurz hinter cler Basis bis zur leicht abgestumpften Spitze verschmaler- tcr. olbten, behaarten, graulichen Zap fen, dessen Spitze bauchwarts ge- kriimmt ist. Abdomen zeigt oben keine andere Zeichnung als zwei kleine weii31iche, in i >iK-m-ihe angeordnete Flecke nahe dem Yorderrande und vor diesen sind z\vei \\x-itere angedeutet, unten erscheint die vordere Halfte des Bauches gelblich, ('IK- hinU-re schwarz, aber mit gelblichem Mittelfeld und einer schmalen gelben I.angsbimle jederseits. Die untere Halfte der Seiten schwarz mit je einer gelb- liclien Schragbinde. Die Beine sind braun wie der Korper, jedoch in der Basal- halfte der Femoren gelblich und mit einem ebensolchen Ring an den Meta- tarsc-n I. II und IV. Coxen, Sternum und Mundteile olivengelblich, letztere jcdoch am Knde weil.!. Die Ecken des Kopfteiles erscheinen in Draufsicht ivchtwinklig und der Zwischenraum der Mittel- und Seitenaugen ganz gerad- linig begrenzt; letztere sind unter sich unverkennbar getrennt. Der Kopfteil ist nu-drig und abgeflacht; der Riicken des Abdomen flach oder fast ausgehohlt mit feiner, eingedriickter MittellangsHnie und vier sehr tiefen Muskelpunkten vorn ; die sechs Seitenhocker und der Apikalhocker treten in Draufsicht scharf hervor. Gen. Argiope Aud. Argiope Pechueli Karsch 1879. Ein 9 von Siidwest vom Albert-See, Mboga, Marz 1908. Ein nicht ganz reifes 9 von nordl. \-orn Albert-Edward-See, Ruwenzori-FuB, West- M-ite, Febr. 1903. Dal.', diese Form gute Art ist, habe ich schon nachgewiesen in : Jahresh. d. \ T er. f. vaterl. Xaturk. \\'iirtteml)erg 1906, p. 53 54, und in: Revue Suisse de Zool. 16 ( KioS), ]>. 361. Argiope sp. I'nreifes, unhestimml)ares Exemplar von vSiidwest \-oni Alltcrt-v^ce, Route Irumu Mawambi (Urwald), April 1908. I ; .in i-benfalls unbestimmbarc-s I'"xem])lar von Haute Ituri, Jan. H)o8. Argiope trifasciata (Forsk.) 1775. i ; .in Q \-oin Albert-See, Ka>srnje, Marz 1908. Diirfte dieser Art angi-h(")ren ; es ist aber ungewohnlich klein : Korperlange 10 nun, O-phalothorax 4 nun Ian-, die- Farbung recht hell, auf dem Abdomen dunklf Querzeichnungen kauin zu crkennen, die dunklen Ringe der Beine \-t-r\visclii, di,. Mriatarsrii sind braungelb mit je einem undeutlich dunk- Kin- am F.inK- und in dt-r ^litte, die Tarsen ebenfalls braungelb, nur in ' 369 Gen. Larinia Sim. Larinia punctipedana Strand n. sp. Ein 9 von der Insel Kwidschwi im Kiwu-See, Sept. 1907. Die ziemlich ungeniigend beschriebene Larinia albotaeniata Sim. (in : Sitzungs- ber. Ak. Wiss. Wien, math.-nat. Kl., CXV, Abt. i [1906], p. 1164) scheint nahe verwandt zu sein, aber sich zu unterscheiden u. a. dadurch, daB die Stacheln der Tibien nicht oder kaum, wohl aber die der Metatarsen langer als der Durch- messer des betreffenden Gliedes sind, von der Spitze der Femoren an sind alle Glieder, mit Ausnahme des letzten Tarsengliedes, oben, die Femoren I II auBer- clem unten, fein schwarz punktiert, Sternum ist weiB, mit am Seitenrande einer Reihe von je drei dunklen Flecken usw. - Unter den von TuivLGREN in SjO- STEDTs Kilimandjaro-Expedition (1910) abgebildeten Epigvnen von Larinia- Arten hac die von L. bifida Tullgr. mit der unsrigen viel Ahnlichkeit, aber letztere weicht dadurch ab, daJ3 sie in Fliissigkeit, von unten und hinten gesehen (so ist wahrscheinlich auch genannte Abbildung [1. c. t. 4, f. 103] zu verstehen, leider wird dariiber nichts angegeben), die beiden augenahnlichen Figuren als ganz breit ellipsenformig, reichlich so lang wie breit und unter sich um das Doppelte ihres Durchmessers entfernt zeigt; die von diesen Figuren nach hinten sich erstreckenden dunklen Linien treten scharf hervor und sind am hinteren Ende unter sich um den Radius der Augenflecke entfernt. Etwas vor den letzteren und unter sich weniger entfernt als diese finden sich zwei schwarze verloschene Flecke. Trocken gesehen erscheint Epigyne als ein runder, senkrechter Hocker, der aus einem vorderen, sehr an den Corpus der Epigynen der Argiope-Arten er- innerndeii Hockerfortsatz, hinter dem sich jederseits ein kleiner, senkrechter, stumpf hakenformiger, abgerundeter, nach innen leicht gekrummter Fortsatz sich findet; alle drei stehen so nahe beisammen, da!3 das Ganze, fliichtig an- gesehen, als ein Hocker erscheint. Farbung hell olivengraugelblich, die distale Halfte der Extremitaten ganz leicht gebraunt. Cephalothorax mit schwarzer Mittelritze und von dieser er- streckt sich eine schmale schwarzliche, mit Ausnahme des hinteren Endes schmal langsgeteilte Binde bis zu den hinteren M. A.; zwischen Kopf- und Brustteil ein dunkler Schragstreifen. Der Seitenrand des Brustteiles fast unmerklich an- gedunkelt. Sternum und Beine siehe oben; Maxillen weiBlich mit dunklerer Basis, Lippenteil dunkel mit schmaler weii3er Spitze. Abdomen zeigt oben eine weifiliche, parallelseitige, ca. 0,6 mm breite, durchlaufende, verloschene Mittel- langsbinde und Andeutung einer jederseits das Riickenfeld begrenzenden hellen Seitenlangsbinde scheint vorhanden zu sein. Die Seiten des Abdomen grau- weiBlich, sehr fein dunkel retikuliert. Das Riickenfeld hat zwei nach hinten leicht konvergierende Langsreihen schwarzer Punkte, die hinten am deutlichsten sind. Bauchseite dunkel, langs der Mitte vorn mit unbestimmt begrenztem, fein dunkel retikuliertem Langsstreifen. Spinnwarzen braun. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 24 In Flussigkeit erscheinen die hinteren M. A. unter sich urn 2 / 3 ihres Radius eiitfernt und das Feld der M. A. ist vorn soviel breiter, daB zwei die hinteren M. A. auBen tangierenden Geraden die viel groBeren vorderen M. A. innen nur ganz wenig schneiden wiirden. Korperlange 7 mm. Abdomen 5,5 mm lang, ca. 3 mm breit in der Mitte, vorn zugespitzt. Ein von derselben Lokalitat vorliegendes * mochte ich mit obigem < + > ver- einigen, we. mi auch die Zeichnung etwas abweichend ist. - Die Palpenorgane erinnern sehr an die von Larinia trifida Tullgr. (in SjOSTEDTs Kilimandjaro- Meru-Expedition, t. 4, f. 104 ab), aber, von auBen gesehen, tritt der von der Mitte der Unterseite des Bulbus entspringende, nach vorn gerichtete und an der Spitze nach oben gekriimmte Fortsatz viel starker hervor, ist etwa vogel- schnabelformig und endet anscheinend in nur eine Spitze, die von der basalen breiten Partie des Fortsatzes ziemlich scharf abgesetzt ist. Die beiden von der Spitze des Patellargliedes entspringenden Stachelborsten divergieren ziemlich stark. Von vorn (von der Spitze des Gliedes gesehen) zeigt der genannte Fort- satz doch zwei, obendrein unter sich ziemlich weit entfernte und divergierende Spitzen (wie die Fig. 103 c 1. c. von Larinia bifida Tullgr.). Von L bifida weicht aber die Art ab clurch geringere GroGe (Korperlange 3,5 mm, Lange des Cephalo- thorax ca. 1,5 mm; Patella + Tibia I 2,j, IV 2 mm), andere Zeichnung us\v. Cephalothorax und Extremitaten graugelblich, letztere unpunktiert, auf Cenhalothorax mit ganz schwachem braunlichen Anflug, Seitenrand des Brust- teiles schwarz, langs der Riickenmitte bis zu den Augen eine dunkle Linie, Augen- linien schmal schwarz umringt. Sternum mit feiner dunkler Randlinie. Ab- domen hellgrau, fein und undeutlich heller gesprenkelt, die ganze Riickenflache (lurch ein dunkler graues, nach hinten an Breite allmahlich und schr sclnvach al)iK-hmendes uncl hinter der Mitte jederseits am Seitenrande mit 3 4 kleinen M-li\varzen Punkten versehenes Feld bedeckt; langs der Mitte mit zwei \\eiB- lichen, in je etwa vier aufgeteilten, parallelen Langsstrichen, welche zusammen cine Hindi- andeuten und deren beiden mitten gelegenen Abscissen nach hinten -an/, si-hwacli di\'ergieren. Bauchfeld in der Breite etwa des Epigasters schwar/., in der vorderen Halfte einen weiBlichen, liinger als breiten, viereckigen Fleck i-insclilieU-nd und vor den v S])innwarzen eingeschniirt ; letztere schmal schwar/ uinrin-1. I >a^ dunkle Kpigaster mit einem hellen I''leck in der Mitte. Sollte dies ' nicht mit obigem V kons])e/ifisch sein, moge diese Form den N'anu-n cllircntris in. bekommen. Gen. Aranea L. Aranca rufipalpis (Luc.) nS^S (semiannulata Karseh). I >ii-e im ^an/en tro])isehen At'rika vorkoinniende Art habe ich schon in net lie-ondiren Arbeit heliandelt: STRAND: Exotisch-Araneologisches IV. Zur Kenntnis der Aranea rufipalpis (Luc.). In: Jahrb. d. nass. Ver. f. Naturk. 61 (1908), p. 287 sq. Es liegen Exemplare weiblichen Geschlechts vor von : nordl. vom Albert- Edward-See, Ruwenzori-FuB, Westseite, Febr. 1908; Kiwu-See, Nordufer, Kissenji, Sept. 1907; westl. von Ruwenzori, Fort Beni, Jan. 1908; Haute Ituri, Jan. 1908; Steppe siidl. vom Albert-Edward-See, Dez. 1907; Siidwest vom Albert-See, Mboga, Marz 1908; Urwald, nordwestl. Beni, Jan. 1908; Siidwest vom Albert-See, Route Irumu Mawambi (Urwald), April 1908 (var. fuscinotum Strand; i 9)- [Aranea hirta (C. L. Koch) 1845. Epeira hirta C. L. Koch, Die Arachniden XI, p. 6971, t. 377, f. 888 9. Auf Grund der mir vorliegenden, leider getrockneten T}^pe einige Be- merkungen, da die Art ziemlich unbekannt geblieben zu sein scheint: Lokalitatsbezeichnung : Cap (KREBS). - - Mandibeln an der Spitze schwarz. Extremitaten im Grunde braunlichgelb, die dunklere Ringelung ist an der Ober- seite kaum zu erkennen, unten sind die Patellen, Tibien, Metatarsen und Tarsen am Ende geschwarzt. - - Das Feld der M. A. ist vorn breiter als hinten und jeden- falls nicht langer als vorn breit; die vorderen Mittelaugen ein wenig grofier als die hinteren, die unter sich um ihren Durchmesser entfernt sind. Der Hugel der Mittelaugen wenig vorstehend. Die hintere Augenreihe ist schwach recurva, die vordere gerade. Die Seitenaugen sind ganz schmal unter sich getrennt. - Mandibeln 3 mm oder kaum so lang wie die Patellen I. - - Cephalothorax 7 mm lang, 6 mm breit, vorn 3 mm breit. Beine: I Femur 7, Patella + Tibia 8,5, Meta- tarsus -|- Tarsus 8,2mm; II bzw. 6; 8; 7,5mm; III bzw. 5; 4,5; 4,5mm; IV bzw. 7; 7; 6,5 mm. Also: I 23.7; II 21.5; III 14; IV 20.5 mm oder I, II, IV, III. Wie schon in KoCHs Beschreibung angedeutet, bildet Epig} 7 ne einen nach hinten gerichteten zungenformigen Fortsatz, der 1,2 mm lang ist, nach hinten an Breite nur ganz wenig abnimmt, am Ende stumpf dreieckig gerundet ist, oben behaart, aber mit glattem, glanzendem, unbehaartem, braunem, erhohtem Seitenrande, der am Ende etwas starker erhoht und clicker ist.] [Aranea haematomera (Gerst.) 1873. Epeira haematomera Gerstacker, Baron CARL CLAUS v. d. DECKENS Reiseii in Ost-Afrika III, 2. Gliedertiere, p. 491 492, t. 18, f. 9. Die getrocknete und am Abdomen stark verschrumpfte Type liegt mir vor. Leider ist das Exemplar auch unreif, weshalb die Kennzeichnung der Art not- wendigerweise so unvollstandig werden mui3, daB die Wiedererkennuiig nur an der Hand von Material von genau der typischen Lokalitat (vSee Jipe) moglich sein diirfte. Einige Punkte in der Originalbeschreibung kann ich trotz des nicht ausgezeichneten Erhaltungszustand des Typenexemplars doch erganzen: Das mittlere Augenfeld vorn erheblich breiter als hinten und langer als breit, die vorderen Mittelaugen groBer, unter sich um iVg ihres Durchmessers 24* entiernt. die hinteren M. A. unter sich uni kaum ihren Radius entfernt. Die ..-ii.ium.-n unter sich deutlich entfernt. Die hintere Augenreihe schwach re- curva, die vordere gerade. Cephalothorax 7 mm lang, 6 mm breit, vorn mm breit. Beine: I Femur 6,8, Patella - Tibia 8,5, Metatarsus -f Tarsus wenigstens 5 mm (abgebrochej.; !); II bzvv. 6,5; 8; Metatarsus -j Tarsus 7,5 mm; III bz\v. 5; 5.5; 5 mm; IV bzvv. 6,5; 7,5; 6,8 mm. Also; I 20.3; II 22; III 15.5; IV 20.8 mm.] | Aranea Kersteni (Gerst.) 1873. Ef>cira Kcrstem Gerstacker, Baron CARL CLArs v. d. DECKENS Reisen in ( M-A!'nka 111. 2. Gliedertiere, p. 492 493. \"on der Type dieser Art sind nunmehr bloB einige Bruchstiicke iibrig, si> daB eine Nachuntersuchung nur noch in betreff der Augen moglich ist. I >as Feld der Mittelaugen ist vorn breiter als hinten und etwa so lang wie vorn breit. Die vorderen Mittelaugen sind groBer als die hinteren und unter sich um i ' ., ihres Durchmessers entfernt. Die hinteren Mittelaugen sind unter sich um - .5 ihres Durchmessers entfernt. Die Seitenaugen sind unter sich deutlich ge- trennt, das vordere scheint ein wenig groBer zu sein. Ein erhaltenes Bein, \\alirscheinlich des 4. Paares, miBt: Femur 4, Patella -f- Tibia 4,5, Metatar- sus -4- Tarsus 4,6 mm, am 3. Paar ist Femur und Patella -f- Tibia je ca. 3 mm lang.] [Aranea melanopa (Gerst.) 1873. l-'.fycint melanopa Gerstackei, Baron CARL, CLAUS v. d. DECKENS Reisen in >-t-Al'rika III, 2. Gliedertiere, p. 493 494. Audi diese Type ist trocken und Abdomen daher stark geschrumpft und eingekriimmt, so daft die Untersuchung der in der Originalbeschreibung iiber- haupt nicht erwahnten Kpigyne erschwert wird. Die sezeigt einen ganz ahn- lielien (soweit erkennbar!) zungenformigen Fortsatz wie Aranea hirta (C. L. K.), so da I.! insofern die Identitat beider Formen nicht ganz ausgeschlossen sein konnte. Audi hier ist das mittlere Augeiifeld vorn breiter als hinten, aber kaum so lang wie vorn breit; die vorderen Mittelaugen sind groBer und unter -idi nm ihren i 1 2 fachen Durchmesser entfernt, wahrend die hinteren Mittel- anv;en uuter sic-h um \venigst ens nicht mehr als ihren einfachen Durchmesser i-ntierni --iud. 1 >ie Seitenaugen unter sich linienschmal getrennt. - I/ange der I'.. me I: Femur 5. I'alella Tibia <>, Metatarsus j Tarsus 5 mm; IV bzw. 5; 5, 5 m in. | Arancii pciiicillipcs (Karseli) iS/t). I-'.in von Haute Ituri. Jan. i<)<>8. Mit dc-ii Tvpen vernlidu-n. Die Art hat mit Aranea rnfit>ulf)is (Luc.) nichts /u tun n 1'ncov.K in: I 'roc. Zool. Soe. London i8()(), i>. 849, der allerdin-s mit I ; i a-e/.eidieii, als Synonym von ntfij?al[>is auffiihrt). .-573 Aranea kiwuana Strand n. sp. Kin V vom Kiwu-See, SO-Ufer, Aug. 1907. Korperlange n mm. Cephalothorax 5,5 mm lang, 4 mm breit. Abdomen 7 mm lang, 5,5 mm breit. Beine: I Femur 6, Patella + Tibia 7,5, Metatarsus -f Tarsus 7,5 mm, also zusammen 21 mm. Cephalothorax braungelb mil schwarzem Clypeus und Augenfeld, brauner Seitenrandbinde und dunkelbraunem Feld auf dem Kopfriicken. Mandibeln schwarzlich, vorn in der Basalhalfte heller. Lippenteil schwarz mil schmalem weiBem Vorderrand, Sternum dunkel mit hellerem Mittellangsstrich. Beine braungelb, die Femoren I- - II mit einem, III IV mit zwei dunklen Ringen, von denen die des IV. Paares breit und teilweise zusammengeflossen sind, Patellen mit zwei etwas unvollstandigen dunklen Ringen, die Tibien mit je zwei vollstandigen ebensolcheii, Metatarsen schwarz mit zwei oder drei hellen Ringen, Tarsen schwarz mit einem hellen Ring. Palpen braungelb mit schwarzem Ende und zwei schma- len schwarzen Ringen. Abdominalriicken mit einem breiten hellgelben Quer- feld vorn, das vorn mitten sich keilformig nach vorn und unten verlangert; jederseits dieser Verlangerung ist ein tiefschwarzer Fleck vorhanden. Sonst ist Abdomen oben und an den Seiten dunkelbraun bis schwarzlich, oben mit einer vom gelben Querfeld entspringenden, verkiirzten gelben Langsbinde und mit zwei nach hinten leicht konvergierenden hellen Wellenlangslinien ; Unterseite schwarz mit graulichem Epigaster und zwei in Querreihe angeordneten weiB- lichen, unter sich um ihren groBten Durchmesser entfernten Ouerflecken in der Mitte. Feld der M. A. vorn breiter als hinten uud die vorderen M. A. erheblich grciBer als die hinteren; letztere erscheinen in Fliissigkeit unter sich um kaum ihren Durchmesser entfernt. Die vorderen M. A. erscheinen dabei unter sich um fast ihren Durchmesser, vom Clypeusrande um unbedeutend weniger entfernt. Epigyiie besteht aus einem senkrechten Corpus, der einen ca. 1,5 mm langen, lang zungenformigen oder bandformigen, nach hinten und schrag bauch warts gerichteten Scapus entsendet, der von unten und vorn gesehen an der Basis nicht vom Corpus abgesetzt zu sein scheint, dann parallelseitig mit fein auf- geworfenem Seitenrand und der Ouere nach leicht gewolbter, mit kleinen Hockern und kraftigeii Haaren bewachsener Unterseite versehen erscheint; am Ende abgerundet zugespitzt und loffelartig ausgehohlt. Im Profil gesehen ent- springt der Scapus vom Vorderrande der Unterseite des Corpus und letzterer zeigt an der Hinterseite eine mit zwei kleinen Hockern versehene Erweiterung, die jedoch Scapus nicht beriihrt; letzterer im Profil leicht S-formig gekriimmt erscheinend. Aranea cereolella Strand var setaceola Strand n. var. Ein 9 von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori-FuB, Westseite, Febr. 1908. 374 K'.rperlange 6 nun. Abdomen 4 mm Ian-, 5,5 mm breit. Patella Tibia IV 2 - : mm. Tin Profil erscheint Epigyne als ein diinner, stabformiger Fortsatz, der /iK-rst schriig nach unten und hinten, dann plotzlich gebrochen und senkrecht nach unten gerichtet ist ; in der Tat kommt namlich so nur der Nagel zum Yor- -chein. SonM besteht Kpigvne aus einer quergestellten, ellipsenformigen Grube, die dopprlt so breit \\ie lung ist und von deren Yorderrand der Nagel entspringt. I >ie Breite der Kpigyneiigrube ist gleich der des Lippenteils. 1'Yld der M. A. vorn viel breiter als hinten und die vorderen M. A. bei \veitem grotfer als die hinteren. \"(ui meiner in ..Beitrage zur Spinnenfauna Madagaskars" (Nyt mag. f. natur- vid. 4<>. p. 55) gegebenen Beschreibung dadurch abweichend, daB der Nagel der I-'pigyne. von unten und vorn gesehen, in der Endhalfte ein klein \venig breiter als in der Basalhiiltte ist. P'arbung des Abdominalriickens abweichend, indem drei helle Langsbinden sich als solche hier weniger deutlich erkennen lassen : die seitlichen sind \viederholt unterbrochen, vorn unter sich um die Breite des Cephalothorax, oberhalb der Spinnwarzen um ihre \-iel^fache Breite unter sich entternt. die mittlere bildet vorn eine dreieckig-keilformige, vorn zugespitzte und bis auf die Basalflache des Abdomen sich erstreckende Figur, die sich im I ; olium so \veit verbreitet, da!3 dies dadurch fast ganz ausgefiillt \vird oder man kann es so beschreiben, daB die eigentlich schmale Mittellangsbinde \'on drei hellen breiten Querbinden geschnitten vvird, von denen die beiden hinteren noch die dunkle Umrandung des Foliums durchbrechen und mit den Langs- binden /.nsammenflieJ3en ; die vSeiteiibinden erstrecken sich nicht nach unten bis /u den .Seiten der Spimnvarzen und biegen nicht nach vorn um; die Seiten sind \-ielmehr einfarbig schwarz und eine das Bauchfeld begrenzende helle Binde j,il1 i-s auch nicht. Der Kopfteil und die Mandibeln sind schwarzbraun, der I'.riistteil hell-braunlichgelb mit dunklerem vSeitenrand. Auch in der Be- -lachelung sind anscheinend einige Abweichungen von der 1. c. gegebenen Be- -ehreibung \-orhanden; die Stacheln sind hier schwach, claher in der Behaarung nicht immer leieht zn unterseheiden und \vohl nur teihveise erhalten. I'i-- n,ni])tforin kommt ant' Xossibe \'or. Aranca artifex Tullgr. KJIO. i '. X. Ruanda, Karago-See, Nov. KJO/. 2 9Q Karissimbi-Urwald, 2500 m . ni"edentendere Grofie. 375 andere Farbung und Zeichnung usw. Epigyne weicht dadurch ab, daii der Nagel kiirzer 1st und zwar erscheint er, von unten gesehen, fast als ein gleich- zeitiges Dreieck, das am Rande vom Corpus scharf abgesetzt ist und daselbst, in Fliissigkeit gesehen, durch je einen kleinen dunkelbraunen, quergestellten Keilfleck begrenzt wird. - Sonst weicht diese Form ab durch hellere Farbung; Cephalothorax ist braunlichgelb ohne dunklere Seitenbinden, die Mandibeln sind ebenso hell, Sternum ist an den Seitenpartien dunkel, aber nicht rein schwarz, und das ist auch mit dem Mittelfeld des Bauches der Fall. Riicken und Seiten des Abdomen sind graubraunlich mit einer verworrenen Zeichnung von feinen helleren und dunkleren Piinktchen und Strichen, fliichtig angesehen fast ein- f arbig erscheinend ; die bei artifex vorhandene Riickenzeichnung ist durch einen dunkleren Langskeilfleck vorn, ein helleres Querfeld zwischen den Schultern und von diesem nach hinten sich erstreckende helle, dunkler umrandete Langsstreifen angedeutet. Korperlange 7 mm. Abdomen 5 mm lang und 4,5 mm breit. Patella -f- Tibia I 3,7 mm. Von Aranea nautica weicht diese Form ab u. a. durch das Vorhandensein von, allerdings recht stumpfen, Schulterhockern, geringere Grdfie usw. Im Profil erscheint der Nagel der Epigyne gerade (bei nautica gekriimmt), zwischen Corpus und Nagel laBt sich hinten ein Winkel erkennen, der bei nautica nicht vorhanden ist usw r . Von der Beschreibung von Aranea submodesta Strand (in Revue Suisse de Zoologie 16, p. 402 406 [1908], abweichend u. a. durch das Vorhandensein von vier Zahnen am vorderen Falzrande und ebenso am hinteren, wo allerdings der innere sehr klein ist, eine ein Folium begrenzende Wellenlinie auf dem Ab- dominalriicken ist zwar angedeutet, tritt aber durchaus nicht ,, scharf" hervor, eine hellere Mittellangsbinde laBt sich zwar zur Not erkennen, ist aber jeden- falls viel breiter als die vorderen Patellen, die Muskelpunkte des Riickens sind klein und undeutlich, die weiBen Bauchflecke sind unter sich um das Doppelte ihrer Breite entfernt, Patella + Tibia I 3,5, IV 3 mm (was allerdings verhalt- nismaBig dasselbe wie bei submodesta ist). - - Eventuell moge diese Form karis- simbica m. heiBen. Aranea alberti Strand n. sp. Ein 9 von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori-Westseite, 2500 m, Febr. 1908. Ahnelt den beiden vorhergehenden Arten sehr, aber der Nagel der Epigyne erscheint langer als bei submodesta var. und Riickenhocker fehlen, die Zeichnung weicht ab usw. Von artifex abweichend u. a. dadurch, daB der Kopfteil in Drauf- sicht vorn breiter erscheint, die Farbung heller und die Zeichnungen etwas ab- weichend sind, die Beine erscheinen sowohl langer als kraf tiger usw. Korperlange 6mm. Cephalothorax 3mm lang; Patella + Tibia 1-4, IV iin lang. Beine III: Femur 2, Patella -f Tibia 2, Metatarsus f- Tarsus 2,2 mm. Alidomen 4 mm lang. 3,5 mm breit. Die hinteren M. A. sind mindestens so groi3 wie die vorderen und unter sich um ihren Durchmesser entfernt. Die vorderen M. A. erscheinen unter sich um ihren anderthalben, in Fliissigkeit gesehen sogar um ihren doppelten Durch- nu-sser. vom Clypeusrande um (in Fliissigkeit gesehen) fast ihren Durchmesser (.ntiernt. Feld der M. A. vorn wenig breiter als hinten und et\va so lang wie vorn breit. Vordere Augenreihe gerade, hintere so stark recurva, daC eine die S. A. vorn tangierende Gerade die M. A. hinten kaum beriihren wiirde. Am vorderen Falzrande vier kraftige Zahne, von denen Nr. 2 von innen. der groflte ist, am hinteren Rande drei kraftige und ein rudimentarer Zahn. Cephalothorax blafi-braunlichgelb mit breiten schwarzen Seitenrandbinden, so da!3 auf Kopf- wie Brustteil nur eine Mittellangsbinde von der Breite des Angenfeldes iibrig bleibt. Die Augen in schmalen schwarzen Ringen, von denen nur die der beiderreihigen S. A. zusammenhangend sind. Augenfeld nicht dunkel. Mandibeln hell-braunlichgelb mit dunkler vSpitze. Maxillen und L/ippen- teil schwarzlich mit weiClicher Spitze. Sternum braungelblich, am Rande un- regelmafiig geschwarzt. Beine braunlichgelb, die Femoren am Ende mit un- bestimmt markiertem dunklem Ring, die Patellen und Tibien I II fast ein- tarbig, III IV mit einem dunklen Endringe, alle Metatarsen und . Tarsen mit schmalem dunklen Endring. Abdomen braungraulich mit verloschenen helleren und dunkleren Punktflecken und Andeutung folgender Zeichnungen: eine hellere, nach hinten verschmalerte und teilweise aufgeteilte, dunkle Flecke ein- schlieBende Langsbinde ; ein Folium wird angedeutet durch je eine von den Schultern sich nach hinten erstreckende, aus etwa 6 7 dunklen, hinten heller angelegten Querflecken gebildete Fleckenreihe ; der dunkle Teil dieser Flecke nimmt nach hinten allmahlich ab, der helle Teil zu. An den Seiten eine tief- schwarze, etwa kommaformige, hinten verbreiterte Langsbinde, die weder Spinnwarzen noch Vorderrand erreicht. Bauch tiefschwarz, mit zwei schmalen weiBen Langsbinden, welche nach auBen konvex gebogen sind, an beiden Enden unter sich um etwa die Breite des Spinnwarzenfeldes (vorn reichlich. hinten kaum so breit) getrennt sind. Epigaster dunkelbraun mit zwei hellen Liings- slreiten. Der Epigynenfortsatz erscheint in Draufsicht graubraunlich, \oni an Basis sclmial schwarz begren/t, der basale Teil an den Seiten schwarx., der mit hellgraulichem Rand und dunklerer Aush<)hlung. I >i-r \.iui-l der I*.])igyne erscheint im Profil ganx gerade und gerade nach hinti-n gc-riehu-t. an der Basis so 1>reit, daB die Lange nur etwa doppelt so grol.. u ^ di--< Breite ist, dann plotzlich verschmalert bis zur Mitte, dann ganz schwach und allmahlich bis /.ur 1>reit gerundeten Spitze sich wieder verbreiternd ; die bauchabwarts gerichtete St-ilL- i-rsdu-int nur in der Basalhalfte deutlich behaart. In Mraufsirht (.-rsclu-iiit der Xagel etwa do])pelt so lang wie breit, erst von der 377 Mitte an deutlich, wenn auch schwach, apikalwarts verschmalert und am Ende breit gerundet. Abdomen ohne Schulterhocker. Aranea edwardiana Strand n. sp. Bin 9 von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori-FuB, Westseite, Febr. 1908. Korperlange 78 mm. Cephalothorax 3 mm lang. Abdomen 6 mm lang, 5,5 mm breit. Patella -f Tibia I 4 mm, IV 3 mm. Cephalothorax und Extremitaten hellbraun, ersterer mit dunkleren Seiten- randbinden und Augenfeld, letztere mit uncleutlich dunklerem Apikalring an alien Femoren, Tibien und Metatarsen; die Paare III IV haben auch in der Mitte der Tibien und Metatarsen einen, allerdings nur angedeuteten, schmalen dunklen Ring. Mandibeln an der Spitze dunkel-rotbraun. Lippenteil und Maxillen schwarz mit hellerer Spitze; Sternum einfarbig schwarz. Abdomen grauschwarzlich, uiideutlich heller punktiert, zwischen den Schultern eine an beiden Enden zugespitzte grauliche Querbincle, dann folgt ein sehr charakte- ristisches Folium: einfarbig schwarz, vorn und beiderseits durch einen weiBen, scharf markierten regelmaBigen Strich begrenzt, der vorn, wo das Folium 3 mm breit ist, als ein leicht recurva gebogener Querstrich erscheint, der sich an beiden Enden plotzlich nach hinten umbiegt und die nach hinten schwach konver- gierenden, fast gerade verlaufenden Seitenrandbinden des Folium bildet; letzteres erreicht als eine etwas stumpfe Spitze die Spinnwarzen, die weiBen Randbindeii sind aber hinten undeutlich. Die Seitenpartien des Riickenfeldes sind undeut- lich heller quergebandert. Die vordere Abdachung des Abdomen zeigt an der Basis ein undeutliches, graugelbliches Querband. Der Bauch mit tiefschwarzem Mittelfeld, das in den vorderen zwei Dritteln seiner Lange subquadratisch ist und beiderseits von einem ganz schmalen graulichen Langsstriche, der sich am Hinterende in einen kleinen reinweiBen Fleck erweitert, begrenzt wird ; das hin- tere Drittel des Bauchfeldes ist ein wenig schmaler und nicht scharf markiert hell begrenzt. Abdomen ist hoch, oben vorn jedoch leicht abgeflacht und mit Schul- terhockern angedeutet, die groBte Breite vor der Mitte, an beiden Enden iiber- hangend und die Spinnwarzen daher von oben nicht sichtbar. Feld der M. A. vorn breiter als hinten und kaum so lang wie vorn breit. Vordere Augenreihe ganz leicht recurva, die M. A. von den S. A. fast unmerk- lich weiter als unter sich entfernt. Vordere M. A. groBer als die hinteren; in beiden Fallen sind die M. A. unter sich (in Flussigkeit gesehen) urn etwa ihren anderthalben Durchmesser entfernt. Aranea sp. (carabella Strand). Ein 9 subad. von nordl. vom Albert-Ed ward-See, Ruwenzori-FuB, West- seite, Febr. 1908. Da das Exemplar leider unreif ist, so ist eine sichere Bestimmung zurzeit - 378 - kaum moglich und ich muB mich mit der Andetitung begniigen, daB das Tier ufalls an die folgende Art erinnert. Cephalothorax und Extremitaten sind hell-braunlichgelb. letztere mit undeutlichen braunlichen Ringen an Ti- bien. Mitatarseii und Tarsen. Augen schmal tiefschwarz umringt. Sternum dunkel. Abdomen im Grunde grau, und zwar das Folium im Inneren etwas (lunkler'als .lie Umgcbung; begrenzt wird es jederseits von einer von den Sclml- tern bi^ /u (k-n Spinnwarzen sich erstrcckenden tiefschwarzen, innen geraden, aul.len \velleiirandigen Binde, welch e Binden vom Anfang an nach hinten all- mahlich konvergieren und scharf hervortreten. Seiten der Abdomen mit schwarz- lichein. ringsum hellgrau begrenztem Feld. Mittelfeld des Ranches einfarbig >cli \\arx. ohne helle Flecke. Die unreife Epigyne erscheint als ein kurzer weifler Zapfeii. der an die der vorigen Art erinnert. Korperlange 5 mm. Eventuell moge diese Art den Xamen carabdin m. bekommen. Aranea cereola (Sim.) 1885 (Th. 1900). Kin V vom Ki\vu-See, SO-Ufer, Aug. 1907. Korperlange / mm. Cephalothorax 3,5 mm lang. Abdomen 4 mm lang, 3,5 mm breit. Patella + Tibia I 3,8, IV 3 mm. Epigyne ahnelt sehr der von Aranea eresifrons Poc. (angeblich - - strupi- fcrn Sim.) (vgl. Taf. 41, f. 3!) in Proc. Zool. Soc. London 1898), aber der Nagel i>t an der Basis plotzlich abgesetzt (sein basaler Seitenrand bildet also mit dem Yorderrand der Epigynengrube einen rechten Winkel), wahrend er am Ende und tief loffelformig ausgehohlt ist: die groBte Breite der apikalen ist mehr als halb so groB wie die Lange des Nagels. Von eresifrons ferner k-ieht zu unterscheiden durch die rotgefarbten Mandibeln und das Vorhanden- sein eines I'oliums usw. Yon der Beschreibung von Aranea strnpi/cra Sim. (in Ann. v Soc. ent. I'rance [6] 5, p. 368) abweichend durch den einfarbig roten Ci-phalothorax und Mandibclu, Abdomen zeigt vorn eine breite schwarze Quer- bindi-. obeii abc-r keine selnvar/en Binden, wohl aber zwei feine schwarze, von di-n Sehultern nach hinten konvergierende, wellenformige, je fiinfmal nach auBen kon\ ex gebogi-m- Liingslinien, welche ein Folium begrenzen, das nur unbedeutend dunkler als die rmgebung ist und nur \venig deutliche Zeichnungen fiihrt: eine undeutlieli -rauliche, sich jederseits 2 3mal verastelnde Her/.linie, beiderseits dieser drei Muski-ljiunkte, von denen der mittlere der gniBte ist und von dem 'inibeish-henden weiter als die iibrigen Punkte unter sich entfernt ist, in der hinteren Hiilt'te 3 4 undentliche clunkle Querlinien. Bauch schwiirzlich mit xui'i \\.il.len I ; lecken. Sternum ist dunkelbraun. Die I > al])en am Ende nieht schwarz, die Tar^en der Reine nur an der aul/.ersteii Spitze schwarz, die. I'atellen mid Tibien kaum mit Andeutunsj, dunkler l-'udringe, alle Stacheln im. nieht M-h\\ar/. I ; etnoren I obi-n mit einer Reihe \-on fiinf oder sechs innen mit i, i. 2 Staeheln, an Ben ist nur i Stachel am Knde vorhanden. \'on der I'r>-ehreibun- von 1 >. ccrc<>ln Sim. (ebenda) nur abweichend durch die 379 hellgrauliche Farbung, die angegebenen Zeichnungen des Abdominalriickens und das Vorhandensein von nur zwei hellen Flecken statt Binclen auf der Bauch- seite. Aranea mbogaensis Strand n. sp. Bin 9 von SW. vom Albert-See, Mboga, Marz 1908; ebenda ein unreifes, vielleicht zugehoriges d*. Korperlange 7,5 mm. Cephalothorax 3,5 mm lang. Abdomen 5 mm lang, 5,5 mm breit. Patella + Tibia I 4,3, IV 3,5 mm. Charakteristisch durch den tiefschwarzen Kopfteil und ebensolche Ringe an den Extremitaten. Brustteil hellgelb, das Schwarze des Kopfteiles reicht als eine Spitze bis zur Riickengrube. Clypeus ein wenig heller als Kopfriicken. Mandibeln gelb, an der Spitze insbesondere innen dunkelbraun. Extremitaten im Grunde hellgelb, alle Femoren und Tibien mit schwarzem Endring, die Pa- tellen angebraurit, nur am IV. Paar an der Spitze schwarz, die Tarsen des III. Paa- res schwarz. Palpen hellgelb mit gebrauntem Endglied. Abdomen hellgrau, Vorderhalfte der Ruckenflache von einem hellgelben Feld eingenommen, das vorn von einer schwarzen, mitten zweimal durch je einen weiflen Schragstrich unterbrochenen Querbinde begrenzt wird, wahrend nach hinten zu sich ein schwarzes, nach hinten an Breite rasch abnehmendes, die hintere Abdachung kaum erreichendes, an den Seiten tief wellig begrenztes (4 5mal ausgebuch- tetes) Folium erstreckt. Auch die Bauchseite ist gelb bis auf ein subquadra- tisches, hinten zwei weiBliche Flecke einschlieBendes Mittelfeld, das vom Epi- gaster wie Spinnwarzen deutlich entfernt ist. Letztere schwarz mit grauweifl- licher Spitze. Sternum leicht angebraunt. Maxillen hellbraunlich mit noch hellerer Spitze. Epigyne ist, trotzdem sie ohne Zweifel reif ist, einfarbig hellgelb bis auf die schwarze Riickenseite des Corpus. Letzterer ist ein kurzer, senkrecht ge- stellter, abgerundeter Zapfen, der im Profil breiter als hoch und hinten an der Spitze eine rechtwinklige Ecke zu bilden scheint. Der Nagel ist etwa doppelt so lang wie der Corpus, schrag nach hinten und unten gerichtet, bandformig, im Profil fast unmerklich S-formig gebogen, an der Unterseite behaart, von der Basis bis zur Spitze an Breite ganz allmahlich abnehmend, die Seiten also gerade erscheinend und die Spitze recht schmal; letztere tief ausgehohlt mit hohem, nach vorn allmahlich niedriger werdendem Rand. Abdomen reichlich so breit wie lang, in Draufsicht vorn fast gerade ab- 'geschnitten, hinten kurz zugespitzt erscheinend; eine schwache Andeutung von Schulterhockern vorhanden. Spinnwarzen von oben nicht sichtbar. Die vorderen M. A. grofier als die hinteren und, ebenso wie diese, unter sich (in Fliissigkeit gesehen) urn den Durchmesser entfernt, das mittlere Augen- feld also vorn breiter als hinten. Die vordere Augenreihe ist unten leicht re- curva. 380 Kin mi -elbeii Ciluse sich befinclliches. vielleicht dieser Art angehoriges o" i>t 4 mm lang; Abdomen 1st grauschwarzlich, das Riickenfeld von einer Reihe \\ei l.'l icher Flecke ringsum nmgeben und schliefit eine weiBliche, sich mitten und hinten x.u je einer nbgekiirzten Querbinde erweiternde Mittellangsfigur ein, Bam .-h^eite xdiwiirzlich mit den zwei weiBen Flecken, Mandibeln schwarz. Kopf- teil nur vorn schwarz. nnr die Femoren mit scharf markierten schwarzen End- ringen. Aranca restiaria Tullgr. 1910. Kin Q von \V.-Yictoria-Nyansa, Bukoba, 13. bis 15. Juni 1907. \'on AniHca nantica abweichend u. a. durch langeren und schmaleren Nagel der Kpigyne. Korperlange 8 mm. Cephalothorax 3,7 mm lang. Abdomen 5,5 mm lang, 5,7 mm breit. Beine I: Patella -4- Tibia I 5, IV 4 mm. Aranea eresifrons Poc. 1898. Kin nnreifes 9 vom Urwald auf Kvvidscluvi (Ki\vu-See), Sept. 1908. Aranea haematocnemis Poc. 1899. Ein ^ vom Rmvenzori, Westseite, 2000 m, Febr. 1908. 4 W Insel Kvvidschvvi (Kiwu-See), Sept. 1907. Ein weiteres, \-iel dnnk- leres <-J Exemplar ebenda. Kin V von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori Westseite, 1800 m, Febr. 1908. Kpigyne hat jedenfalls die gr6I3te Ahnlichkeit mit derjenigen \-on Amncn hdCHitttt'ciiams Poc. 1899, nach der Beschreibnng dieser soil aber der Corpus (U-r IC])igyne am l'',nde hinten einen zweihockerigen Fortsatz haben. \\iihrend man hier in der Tat drei Hocker erkennen kann . zwei kleine seitliche und einen M;irken.-n, nach hinten und oben gerichteten in der ^litte. In gewisser Richtung rln-n kommen aber nur zwei Hocker zum \'orschein und die Abbildung POCOCKS (in Proc. Zoo). Soc. London 1899, t. 50, f. 8c) scheint mir eben ein -oli hex p,ild y.u gt-bt-n, indem der eiiu- seitliche Hocker verdeckt wird. Ich haiti- dalu-r obigc- Heslimmung dennoch fiir richtig. Nach SIMON (in Ann. Mu>. Ci\ic. (U-iKiva \_\\ }, |>. 290) ware Aranca saiiguipcs Th. mit haematocnemis Poc. identisch. \\'i< M-hdii \-oii pncnCK hervorgehoben, ist diese Arl sehr variirrend, was aiu-h -lie vorlii'-i-ndeii IvM-miilan- b<.-\vc-isen. Indem man im AnschluB an PoCoCK die dunklr. la-i i-int'arl>ig schwarzbraiinliche Form als die ,,princi])ale" br- 1 radii d. knniiU- man t-t\va lolgt-nde \*ariet!iten unterscheiden : I. Alxluminalriii'ken \-orn -dl> gi-/eiclmet ; ..the- yi-llow taking the form . . . ot a median t'ii-ld poinh-d in 1'nml and bdn'nd, broadest across the shoulder ion, breaking np into ^pots all round its margin and interrupted along the middle line 1>\ an irregular black stripe" f. antcpicta m. 2. Das Gelb des Abdominalruckens erscheint als ,,a sharply defined median stripe, broadest in front and constricted in the middle and at the posterior end" f. constrictifascia m. 3. Das Gelb des Abdominalruckeiis erscheint als ,,a transverse recurved stripe behind the large sigilla, the extremities of which extend backward as an indistinct yellow stripe on each side circumscribing a median jet-black area which occupies the position of the folium" f. recurvata m. 4. ..Abdomen testaceous with jet-black folium and bright yellow median con- stricted stripe in front of it" (vielleicht iiur bei jungen Individuen) f. nigrifoliala m. 5. Die gauze Oberseite des Korpers und der Extremitateii braungelblich ; die GroBe gering (Korperlange 13 mm, Cephalothorax 6 mm), das Tier dennoch reif f. monotonia in. 6. Abdomen im Grunde braungelblich, in der vorderen Halfte mit einem schwar- zen Lanzettlangsfleck in der Mitte und mit zwei nach hinteii konvergieren- den Reihen dunkler Schragflecke, die ein etwas verloschenes und wenig regel- maBiges Folium bilden f. lanceolatella m. /. Abdominalriicken dunkel mit einer hellgelben, sehr scharf markierten, mitten i mm breiten, nach beiden Bnden allmahlich und schwach verschmalerteii Mittellangsbinde, welche zwar die gauze Riickenflache durchzieht, aber sich nicht an der hinteren Abdachung fortsetzt f . decoratella m. 8. Ahnelt f. monotonia, ist aber grower (Korperlange etwa 20 mm), Abdomen zeigt Andeutung einer ahnlichen Zeichnung wie f. lanceolatella und die Beine sind undeutlich dunkel geringelt f. indistinctefiicta m. Aranea striata (Bosbg. et Lenz). Ein c^ von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori-FuB, Westseite, Febr. 1908. Korperlange etwa n mm. Cenhalothorax 6,5 mm lang, 5 mm breit. Patella + Tibia I 7,5, IV 6 mm lang. Von der Originalkennzeichnung von Aranea striata (Bosbg. et Lenz) dadurch abweichend, daB der Hinterleib in oder kurz vor der Mitte am breitesten ist, Schulterhocker sind kaum angecleutet, Abdominalriicken zeigt nicht bloB eine helle Querlinie zwischen den Schultern, sondern auBerdem noch 4 5 weitere ebensolche, die nach hinten an Lange ganz allmahlich abnehmen und ein wenig deutlich markiertes Folium der Quere nach durchschneiden ; in diesem laBt sich noch eine Mittellangslinie sowie beiderseits dieser eine Reihe schwarzer Flecke erkennen; ,,der freistehende Haken" der AuBenseite der Kopulationsorgane hat hinten am diinnen Ende drei kleine spitze Zahnfortsatze (von denen der eine allerdings viel kleiner ist und leicht iibersehen werden kann), ist weniger ge- kriimmt als BOSENBERGS Figur ihn darstellt und endet am anderen Ende in eine einzige, entfernt schnabelformige, seitlich zusammengedriickte Spitze, die 382 allerdings, in einer gewissen Richtung gesehen, als durch einen Querausschnitt a k-il >en. vorn zwei schwarze, dreieckige, unter sieh durch den mittleren Riickenhocker getrennte Flecke, etwa in der ]\Iitte des Riickens zwei tiefschwarze, unter sich um ihren dreifachen Durchmesser entfernte tiefe Muskel]ninkte, die hinten durch eine E-formig gekriimmte schwarze Ouerlinie begrenzt werden, dann wciter hinten ein schwarzes, vorn seicht zweimal ausgerandetes Querfeld ; /wisclu-n li-tzterem und den Spinnwarzen ist eine Doppelreihe heller Flecke an- leutet. I K-r Bauch, einschlie^lich Spinnwarzen, schwarzlich, und so sind auch dav StiTiium, die- Coxen und Femoren. Beine sonst olivengelblich, die Spit/r di-r Mrlatarsi-ii und die Tar-vn undeutlich dunkler geringelt. Pal])en hellgelb- IK-II. drr volumiii(")si- ] ; .udkoll)L-u graulich mit helleren Flecken. . \lidoininalriic-kc-n zri-t \orii drei in (Jucrreihe angeordnete kleine stumpl'e H'K-ki-r, \on dciieii der mitlk-re der gnil.lle ist. Fcnier lassen sich vorn win/.i-e II'" !:. T( lu-n rrkeiiiu-n. Am Hint errande der Riickent'lache sind Ouertalteii. alter kenie .-i-nitliehen Hcaki-r \ orlianden. 1 '' I ; 'M der M. A. hinlen soviel brc'iler als vorn. dal.l x.\\ei die vordeivu M. A. aiil.'.en laii-ieiendr Gcraden die hinteren M. A. innen kaum beriihren. aber niehl schneideii wiirden. Die \-ordereii .M. A. kleiner als die linteren. unter sieh inn ihren I 1 .J'aelien. \ on den hinteren M. A. um ihren eiu- "iii Uvpeusrande fast um ihren dopjn-llen I >urchmesser entfernt. Ob diese Art schon beiiannt 1st, liiBt sich nach dem unreifen Exemplar nicht mit Sicherheit entscheiden. Vorlaufig moge sie den obigen Namen tragen. Von derselben I y okalitat, aber von 2500 m Hohe, liegt ein unreifes 9 vor, das mit obigem o" konspezifisch sein diirfte. In der Farbung weicht es vom o* durch das Vorhandensein von zwei weiBen groBen Bauchflecken ab und die Femoien I II sind schon hellrot, III IV da- gegen schwarz. Die Seiten des Abdomen sind olivengraulich, ein nach hinten verschmalertes Folium ist braungelblich, heller gelblich umrandet, vorn eine Ouerreihe von drei schwarzen Flecken, die an der Vorderseite der Riickenhocker gelegen sind, hinter letzteren aber emeu hellen Ouerstrich, zwei helle Schrag- striche und zwei ebensolche helle Punktflecke einschlieBend. Von den drei Hockern am Vorderrande des Abdominalriickens sind die seitlichen sowohl breiter als hoher als der mittlere und en den in zwei Spitzen, wahrend der mittlere einen einfachen Kegelfortsatz bildet. Unmittelbar vor dieser Hockerreihe ist eine aus ganz kleinen Hockerchen gebildete, ebenfalls recurva gebogene Ouerreihe. In der Mitte zwischen den grofien Hockern und den Spinnwarzen stehen in Querreihe zwei kleine, kurz kegelformige Hockerchen. Korperlange (NB. das Tier ist unreif !) 6 mm. Abdomen ist ein wenig breiter als lang. Caerostris Schubotzi Strand n. sp. Zwei 99 vom Kiwu-See, Nordufer, Niragongo, 3000 m, 5. Okt. 1907. Unter sich ein wenig abweichend; das groBte Exemplar weicht von der Beschreibung der aus Inhambane stammenden Caerostris rugosa Karsch 1878 durch folgendes ab: Die beschriebene bogenformige Erhohung befindet sich ent- schieden vor der Mitte des Riickens, in der hinteren Halite des Riickens fiiiden sich 2 3 Erhabenheiten, die in der Beschreibung von C. rugosa zwar nicht erwahnt sind, jedoch an der Abbildung dieser Art erkennbar sind. Die ganze Bauchseite ist schwarz mit zwei in Querreihen angeordneteii, unter sich um das Doppelte ihres groBten Durchmessers entfernten, weiBlichen Querflecken und braunlichen Trochantern und Coxen. Cephalothorax im Grunde rot mit schwarzem mittlerem Augenfeld und dunkler Spitze der Riickenhocker. Man- dibeln rot mit schwarzer Spitze und einem schwarzen Querfleck vorn in der Mitte. Die Beine im Grunde rotlich, die Femoren sind aber tiefschwarz mit blaulichem Schimmer, nur an der auBersten Spitze rotlich, die Trochanteren und Coxen braunlichschwarz, die Patellen und Tibien unten in der Endhalfte geschwarzt, die Metatarsen mitten und am Encle schwarz gefleckt, die Tarsen mit schwarzem Ring in der Mitte. Die Palpen sind nur an der Unterseite des Femoralgliedes und Oberseite des Tarsalgliedes etwas geschwarzt. Korperlange 13 mm. Abdomen 10 mm lang und 12 mm breit. Beine I: Femur 5, Patella + Tibia 7, Metatarsus + Tarsus 6,5mm; II bzw. 5; 6,5 6,3 mm; III bzw. 4; 3,5; 3,8 mm; IV bzw. 5; 5,8; 5,5 mm. Also: I 18,5; II 17,8; III u. ; IV i''. ; nun. Also: I, II. IV. III. - - Da das andere vorliegende. eben- falls rciie F.xeinplar noch kleiner ist. so diirfte diese Art die GroBe der Caerostris * nicht erreichen. Durch die- von P<>C<>CK igo2 in: Ann. mag. Nat. Hist. (/) 10. p. 328, ge- -ebcne Bestimmungstabelle kommt man et\va auf ('. nlhescois, die aber in der Tat recht verschieden ist. Die Hinterseite der Femoren I\ r sind mit langen. kraftigen, lanzettformigen, an der Basis zum Teil lang stielformigen Schuppenhaaren bekleidet, die unter Mch kaum verschieden sind, an der Spitze dunkler gefarbt und nicht in genauen angeordnet sind. --ne von dem ausgepragten Caerostris-'r\\ni*. Der Hinterrand der Grube ist m/rade. nicht eingesclmitten, eine diinne scharfe Leiste bildend; subparallel zur Seitcmvand der Grube schlieOt dieselbe jederseits einen Langshocker ein ; die hornahnlichen Fortsatze bertihren sich ganz oder fast ganz an der Basis und sind knrz. robust, subvertikal, am Ende jedoch ziemlich stark divergierend und /.wischen den Hornern finden sich einige lange kraftige Haare. Die Breite k-r FpigyiK- gr<)i3er als die Lange (bzvv. 1,5 und 1,2 mm) und sie erscheint in Fliissigkeit einfarbig sclnvarz. Vgl. iibrigens folgende Art! (Das -rol.'te der beiden Kxemplare ist als die Type gewahlt.) Caerostris insularis Strand n. sp. 2 . Abdominalscutum ist sell \varz, mit einer Mittellangsreihe hell- -elber. seharf markierter Punktflecke und ebensolchen Flecken auf dem Rande. Kin weiteres Kxemplar liegt vor von Fort Beni, Jan. 1908. Bei diesem snul die vonkreii Seitendornen nach unten gerichtct, was wahrscheinlich durch Zufull (Druck oder ahnliches) verursacht ist, und Abdomen zeigt keine helle I.an-sbinde. \\ohl aber jederseits am Seitenrande eine etwa 1,5 mm breite braun- Binde. Ich nenne diese Farbenvarietat benina m. Qasteracantha Hildebrandti Karsch 1878 (proba O. Cbr. 1879). Drei l ; .xem])lare vom Albert-See, Kassenje, Marz 1908. Eins von westl. vom Ruwenzori, Fort Beni, Jan. 1908. Eins von X. Albert-Edward-See, Steppe bei Kasindi. Jan. 1908. Gasteracantha Nordviei Strand n. sp. Unikum von Siidwest vom Albert-See, Mboga, Marz 1908. Hat viel Ahnlichkeit mit G. Simoni Cbr. vom Cap York (vgl. Proc. Zool. Soc. London 1879, p. 289, t. 27, f. 18), Abdomen ist aber vorn mitten nicht aus- uerandet, die vSigillen sind schwarz, die Beine ungeringelt usw. Der von oben sichtbare Teil des Cephalothorax ist olivenbraunlich, dicht und lang weiB anliegend behaart. Clypeus ein wenig heller, Augen schmal sehwarz umringt. Der Brustteil hell-braunlichgelb und so sind auch die Beine, nur die auBerste Spitze der Metatarsen und Tarsen dunkel. Mandibeln dunkel- brann, die Klaue an der Basis heller. Lippenteil schwarzlich, Maxillen grau- lich mit noch hellerer Spitze. Sternum braun, undeutlich heller gefleckt am Rande. Abdominalscutum gelblichweiB, Vorder- und Hinterrand sowie ein sehmaler Langsstrich hellgrau, die Sigillen und Dornen schwarz, Bauchseite Mhuarzlich, ziemlich dicht, aber verloschen gelblich gefleckt. Abdomen ohne Dornen 4,5 mm lang und 6 mm breit, von Form wie bei G. Siumiii O. Cbr. (vgl. fig. cit.), jedoch der Vorderrand mitten ganz gerade, der Hinterrand zwischen der Hinterseite der Cornua fast eine ganz gerade Linie bildend, die winzigen Afterdornen sind unter sich und von der Basis der Cornua Ljeieh weit entfernt, letztere sind schrag nach oben und aul.k'n gerichtet und an der Spitze ein wenig nach hinten geneigt, erscheinen ierner an der Basis ein \\eni- rf)buster als an geiiannter Figur dargestellt. Auch die- Sigillen wie bei "1 K '- Aethrodiscus transversalis vStrand n. sp. In hrautsicht ist von der ganzen Spinne fast nur das Abdominalscutum zn >elu-n. Dieses ist 16,5 mm lang, in der Mittellinie 10.5 mm king, der Lan^e und Oiu-re nach schwach und unregelmaBig gewolbt; in der vorderen Halfte jedersi-il> mit einer 6 . 4111111 grofien, schrag quergestellten, beulenformigen ICrholiung. die eigentlich aus zwei kleineren ebensolchen zusammengesetzt ist; rim- iihnliche kleinere solche Beule auf dem Seitenrande. die Seitenecken des Scutum bildend; am Vorderrande neun. in di-r Mitte vier, am Seitenrande hinter der Mitte jederseits zwei kriiftige Sigillen, am Hinterrande in der Mitte vier -huaeh markierte Sigillen; di r Vorderrand in der Mitte mit einer 3 mm breiteu, M-iehten runden Ausrandung. die jederseits von einem kleinen HTickerchen be- j,irn/.t \\ird und in ihrer Mitte zeigt der Rand noch eineii feinen s]>altenformigen ICinschnitt ; dit- Seileii])artien des Vorderrandes zeigen je zwei kleine stumpt'e II-K-ki ichen und hinter den Seitenecken ist jederseits ein Hockerchen an-edeutet ; iniierlialb des Vordcr- und Hinterrandes lafit sich eine seichte lunsenkung er- kenneii ; die Spinnwarzcii an der Unterseite, von der Spitze des Abdomen un- be1er eiitfenit. Epigyne erscheint in I ; li n ;d- ein in ^elblicher rmgebunv; -ele;j,enes, briiunliches. subtrapez- tr.rmi-es (jueiield, d;is vorn breiter als hinten ist, am Seitenrande dunklej braun nzt i-t und am Hintenande /.\\ei dunkle Samentaschen zeigt; z \\ischen lies,. n und der Rima -enitalis ist das Kcld graulich mit zwei schwarzen Punkteu. thorax und I-'.\t reniitaten n'Hlich braungelb; Abdominalscutuin 'in mit helleren F.euk-n und nitlichen, zum Teil heller umrandeten Sigillen ; Unterseite des Abdomen mehr rotlichbraun, die vSeiteneckenbeulen so hell wie oben. Gen. Acantharachne Tullgr. Acantharachne psyche Strand n. sp. Ein 9 von Awakubi, 22. April 1908. Die einem Psychideiisack ahnelnde Spinne gehort jedenfalls zur Gruppe Glyptocranieae und steht der Gattung Acantharachne Tullgr. nahe; die Be- wehrung und Form des Cephalothorax sind der Hauptsache nach gleich, der Hiigel der M. A. ist aber holier, erscheint im Profil etwa wie bei Cladomelea longipes Cambr., also subvertikal auf der Riickenseite des Cephalothorax an- gebracht, hinten wie seitlich scharf abgesetzt, oben abgeflacht und nach vorn geneigt, so dai3 also die hinteren M. A. hoher als die vorderen sitzen, die vorderen M. A. sind zwar groBer als die hinteren, aber das Feld dennoch kaum breiter vorn als hinten, wohl aber reichlich so breit wie lang. Auch die sich beriihrenden S. A. sitzen an einem deutlichen Hiigel, was iibrigens wohl auch bei Aeantharachne der Fall ist. Clypeus ist iiicht hoher als das mittlere Augenfeld lang ist und iiicht oder kaum gewolbt, wenn auch unten leicht vorstehend. Am vorderen Falzrande drei kraftige Zahne, am hinteren ist nur einer, aber aufierdem scheint ein erhohtes Kornchen sich daneben zu befinden. Sternum subtriangular, reich- lich so lang wie breit, die Spitze zwischen die Coxen IV kurz eingeschoben. Beine unbestachelt, aber ziemlich dicht mit feiner, gerade abstehender, charakte- ristischer Behaarung bekleidet; sie sind mafiig lang und mai3ig dick, die Femoren I II oben mitten gewolbt, Tibien I II schwach nach unten konvex gekriimmt, auch die Metatarsen I II leicht gekriimmt, aber in umgekehrter Richtung. Abdomen turmformig erhoht, also viel hoher als lang, mit Hockern und Fort- satzen bewehrt. Die oberen Krallen etwa gleich lang und geformt, nur an der Basis gezahnt. Beine I und II etwa gleich lang und nicht viel langer als IV. Wesentliche generische Unterschiede von Acantharachne cornuta Tullgr. 1910 scheinen nicht vorhanden zu sein, ob diese Gattung aber iieben Ordgarius be- stehen kann, diirfte fraglich sein. Laiige (Augenhiigel Spinnwarzen) 9,5 mm, des Cephalothorax etwa 4mm. Hohe des Abdomen 10 mm, Lange der Dorsalseite desselben n mm, gro!3te Breite desselben 8 mm. Der mittlere Fortsatz des Cephalothoraxriickens ist ein vertikaler, gerader oder fast gerader, diinner, scharf zugespitzter, ca. 1,5 mm langer Stachel, der in der Basalhalfte weiB, in der Endhalfte dunkel ist. Vor diesem tragt der Riicken einen kleinen Zahnhocker und hinter dem Mittelstachel finden sich ebenso wie bei Acantharachne cornuta Tullgr. zwei kleine, nebeneinander stehende Zahn- hocker. Der kegelformige, nach oben und leicht nach hinten gerichtete Hinter- leib tragt an der Dorsalseite, da, wo er am breitesten ist, zwei unter sich weit getrennte, senkrecht auf die Langsachse der Kegel gerichtete, in zwei Spitzen 39 his 2 mm lange Hockerfortsatze uncl 1st sonst mit vielen kleineren, -tumpf zahntormigen oder knotenformigen Hockern versehen, die an uncl um (lit- Spitze der Ke-el am dichtesten stehen und am groBten sind; in der Mitte :-chen den Spinnwar/.en und der Spitze der Abdominalkegel stehen neben- einandcr zwei solche Hocker, die groBer als die umgebenden sind. Abdomen ist gelb gefarbt, dunkler retikuliert und fein punktiert; auf der 1 >oi>al>eiu- \ or den beiden groBen Fortsatzen sind vier schwarze Flecke, die ein Trape/ bilden. das hinten breiter als vorn und breiter als lang ist und an den Seiteii unter den gc-nannten Fortsatzen findet sich je ein ebensolcher Fleck. Spinmvarzen schwarz umringt, oberhalb derselben ein viereckiger hellgelber Fleck. Cephalothorax schwarz, stellenweise braun. Beine, Coxen und Trochan- u-rcn schwarz, Femoren hellgelb mit schmalem Ring an der Basis und breitem am F.nde; Patellen geschwarzt, Tibien hellgelb mit schwarzen Flecken und Kndring. Metatarsen an der Basis gelb, sonst ebenso wie die Tarsen rotlich- braun. Fam. Thomisidae. Unbestimmbare Thomiside. Ein sich hautendes unreifes cf einer auch gattungsweise fraglichen Thomiside von der Tnsel Kwidschwi (Kiwu-See), Sept. 1907. Alle Femoren oben mit zwei schmalen schwarzen Langsbinden und mit einer weiteren, undeutlichen, eben- solchen hinten. Gen. Thomisops Karsch. Thomisops crassiceps Strand n. sp. iCin 9 von Haute Ituri, Jan. 1908. Cephalothorax braunlichgelb mit winzig kleinen schneeweiBen Kornchen und mit dunkler braunen Zeichnungen, und zwar eine unter dem Oberrande di-r hinti-ivn Abdachung entspringende Riickenlangsbinde, die etwa so breit wie da-- mittlen- Augenfeld ist, sich \-orn aber in drei schmale Binden spaltet, von denen die mittleu- durch eine feine Langslinie undeutlich und zwar nur weise meii reichlich 6 mm. I'.'-viaehelung. Femoren II IV scheinen giinzlich unbestachelt /.u sein. I haben \\enigsli-ns oben i-inen kurzen Stachel. An den Patellen ist entweder uar kein Slaeliel /.u sehen oder nur ein ganz kurzer oben nahe der Basis. Tibien I haben mil en in der Apikalhalfte vorn i, i, i, i kraftige Stacheln und i viel kleineren am proximalen ICnde dii-sc-r Reihe, unten hinten ebenda I, I kriit'tige und I \'iel kk-inereii Stadu-1; II ebenda 2, 2 kraftige vStacheln, III IV scheinen unbewelirt /.u M-in. Metal ar- ( 11 I II unten 2, 2, 2, 2, 2 kraftige Stacheln, III IV scheinen nnlx-ladielt /n s(.-in. Cephalothorax und Extremitaten hell-braunlichgelb, ersterer mit zwei 393 schmalen, braunen, scharf markierten, parallelen Langsbinden von den hinteren S. A. bis zum Aiifang der hinteren Abdachung. An den Seiten des Kopfes je ein dunkler Schragstrich, der sich in der unteren Halfte gabelt, von den vorderen S. A. bis zum Rande des Kopfteiles. Die Hocker weiB, die auBerste Spitze jedoch rot, zwischen denselben ein weiBlicher Streifen, der jedoch durch einen dunkel- braunen Strich durch die hinteren M. A. geteilt wird. Von den Hockern je eine weiBe, innen schmal schwarz angelegte Schraglinie nach unten und innen bis zum Clypeusrande, der ebenfalls durch eine schmale dunkle Binde bezeichnet wird; das Gesicht.ist somit unten und an den Seiten vollstandig dunkel eingefaBt, wahrend die dunkle Einfassung oben an den Hockern undeutlich ist. Der Seiten- rand des Cephalothorax ist weiBlich. Mandibeln vom mit einem, die Basis nicht ganz erreichenden, weiBen, in der Mitte innen dunkel angelegten Langs- streifen. Unterseite des Cephalothorax blaB-gelblich, einfarbig. - - Am I. Bein- paare tragen die Femoren vorn nahe der Basis einen run den dunklen Fleck, sonst ist ihre Vorderseite weiBlich, *die Patellen haben einen schmalen uncleut- lichen und unterbrochenen dunklen Apikalring, die Tibien oben nahe der Basis mit einem oder mehreren kleinen dunklen Flecken und kurz auBerhalb der Mitte oben mit einem dunklen, innen weiBlich angelegten Halbring und einen ebensolchen dunklen Halbring tragen die Metatarsen; die Basis aller Stacheln dunkel. Am II. Paar sind die Metatarsen wie am I., die Tibien ebenso wie am I., wenn auch weniger deutlich gefleckt. Abdomen oben weifl, fein graulich retikuliert, am Rande mit grauen, auf die Randlinie senkrecht gestellten, kurzen, schmalen Strichen, langs der Mitte tritt im Mittelfelde des Riickens eine schwarze Linie hervor und zwischen den beiden Hockern, die Spitze dieser jedoch kaum erreichend, verlauft eine recht deutliche dunkle Querbinde; an der hinteren Abdachung ziehen feine graue, subparallel verlaufende Langslinien bis zur starker grau retikulierten, aber im Grund ebenfalls weiBen Unterseite. Epigyne erscheint in Fliissigkeit als ein etwa gleichseitig dreieckiges, an den Ecken abgestumpftes, braungelbes Feld unmittelbar vor der Spalte, das etwa so breit wie der Lippenteil ist und mitten zwei runde, tiefschwarze, sich be- riihrende und in Ouerreihe gestellte Flecke einschlieBt, die vom Seitenrande des Feldes urn kaum ihren Radius, vom Hinterr ancle des Feldes jedoch urn 2 / 3 des Durchmessers entfernt sind, wahrend die Entfernung von der Vorderspitze des Feldes mehr als den ganzen Durchmesser betragt. Trocken gesehen zeigt Epigyne zwei kleine schwarze, gerunzelte, rundliche, undeutliche Erhohungen, die den obigen schwarzen Flecken entsprechen, am Hinterrande Andeutung je einer kleinen, glatten Ouerschwiele haben und hinten von einer kleinen, rund- lichen, seichten Grube begrenzt werden. Lange der Beine: I Femur 3,2, Patella + Tibia 3,8, Metatarsus + Tarsus 2,9 mm; IV bzw. 1,8; 2,2; 2 mm. Also: I 9, 9; IV 6 mm. 394 Thomisus litoris Strand n. sp. Kin V suhad. vom Kiwu-See, SO-Ufer, Aug. 1907. Kpiijyne 1st angedeutet durch eine, in Fliissigkeit gesehen, entfernt huf- nfornii'^e. uach hinten offene, vorn sich unbestimmt erweiternde. hochst un- deutliche grauliche I ; igur; \veiin trocken, scheint daselbst eine ganz seichte runcl- lichc Einsenkung vorhanden zu sein, die am Hinterrande jederseits eine kleine (irubc(r) einschlicl3t. Aui3erdem zeigt das Genitalfeld jederseits die bei Tlio- nnsiis ge\v(")hnlichen 2- ,; dunklen Flecke. I )cr Art ehanikteristisch ist das Yorhandensein von vier dunklen Quer- bindcn auf dem Riicken des Abdomen, \-on denen eine \vie 1>ei der vorigen Art zwischcn den beiden Hockern sich erstreckt, wahrend vor dieser zwei \vohl mit- unter zusammenfliel3ende Binden und hinter derselben eine (schmalere) Binde verliiuft ; an der hinteren Abdachung ist Andeutung weiterer Binden vorhanden. Yon dunklen Muskelpunkten sind nur zwei am Vorderrande der zwischen den Hockern verlaufenden Binden deutlich vorhanden. An den Seiten ist Abdomen -trichelt wie bei der vorigen Art. Der Bauch mit einem hellgraulichen, dunkler retikulierten Mittellangsfeld, das zwei parallele Langsreihen von je vier dunklen Punkten einschlietit. Die Grundfarbe des Abdomen ist sonst schmutzig gelblich. Ce])halothorax und Extremitaten braunlichgelb, ersterer an den Seiten des Kopfteiles sowie in den Strahlenfurchen des Brustteiles undeutlich dunkler, liings der Mitte des Kopfteiles eine weiBe Ijnie, die sich hinten, am Ende des Ko])fteiles, zu einem weiOen Wisch erweitert. Die Augenhocker und der hintere Teil des iibrigen Augenfeldes weiB, vorn ist letzteres braun, aber mit \veii3em Ring um die vorderen M. A. und weii^er Begrenzungslinie, die nicht bis zum Clypeusrande reicht, wohl aber das Augenfeld vorn und an den Seiten ein- schliefit ; letzteres wird von der Fortsetzung der weil3en Riickenlangslinie un- (K'Utlich geteilt. Mandibeln vorn mit wei!3er schriiger Querbinde, die sich an der Aul.'.eiiseitc bis zur Spitze der Mandibel fortsetzt. Der Brustteil mit rein \veil3er itenrandbinde. Bestachelung. I'emoren I oben vorn eine vSchriigreihe von 4 Stacheln. alle I ; emoren oben mitten mit I Stachel, von denen derjenige am I\'. Paar besser als eine liorste zu bezeichnen ware. Alle Patellen haben oben nahe der Basis einen kleinen -ekriimmten Stachel, an der Spitze ist jedenfalls am IV. Paar ein noch kleiiu-n-r Stachel \-orhanden. Tibien I in der Endhall'te unten \-orn I, I, I, ebenda unirn hinten i, oben in der Basalhalfte I, I senkrecht abstehcnde diinne In-Ill, II ebi-nda unU-n vorn I Stachel, hinten gar keine, oben wie I. Meta- M -n 1 II niiU-n \-orn eine Reihe \'on 5 oder h, unten hinten eine \on 4 oder 5 'heln; III I Y ohm- ueitere Bewehrung als ein von elwa 5 Stachelborsten luldeiev l';i, i,-n an der S])it/.e uiiten. - Ji'di-rseits der Riicken t'liiche des Kopl- ti-iles ist ,-in, I.;in-srcilu- \-on >, diinnen, aber langen vStacheln. auf dem Cly]>eus- rande sind | i-ben-oU-he und in der Milte des (.esichts I c-bensolcher Stachel. Au-en-tellun-. l-'.ine die- vorderen M. A. oben tangicrendc Gerade \viirde 395 die S. A. unten kaum tangieren und jedenfalls nicht schneiden, die M. A. unter sich urn 2 1 / 2 ihres Durchmessers, von den S. A. urn erheblich weiter entfernt; diese sind von cler Spitze des Hockers (von vorn gesehen) weniger als von den M. A. entfernt. Die hintere Augenreihe recurva, so daB eine die M. A. hinten tangierende Gerade die S. A. nicht beriihren wiirde; die M. A. sind unter sich ein wenig weiter als von den S. A. entfernt. Korperlange (NB. das Tier ist unreif!) 5 mm. Cephalothorax 2 mm lang. GroBte Lange und Breite des Abdomen 3 mm. Patella + Tibia I 2,3 mm lang. Wegen des unreif en Zustandes desExemplares sind die Artrechteetwasfraglich. Gen. Xysticus C. L. K. Xysticus beni Strand n. sp. Ein unreifes a" 1 von westl. vom Ruwenzori, Fort Beni, Jan. 1908. Korperlange (NB. unreifes Exemplar!) 4,5mm. Patella + Tibia I 2mm. Die Farbung des Tieres stimmt ziemlich gut mit C. L. KOCHS Abbildung des ,, Xysticus Lanio, foem. var." (in: Die Arachniden, Fig. 1012) iiberein, aber die hellen Querbinden des Abdomen, schwarzen Ringe der beiden hinteren Bein- paare usw. weichen ab. Cephalothorax schwarz mit weiBer Seitenrandbinde auf dem Brustteile und braunlichgelber hinterer Abdachung, von welcher jederseits in der Mitte eine ebenso gefarbte Seitenlangsbinde anzufangen scheint, sich aber sofort ver- schmalert und in Flecken auf lost, ohne den Kopfteil ganz zu erreichen. Ferner fangt von der hinteren Abdachung an eine helle Mittellangsbinde, die sich ver- dunkelt und zuerst in zwei und dann in vier schmale, auf der Mitte des Kopf- teiles endende Aste auflost. Diese Zeichnungen sind (von der Randbinde ab- gesehen) so undeutlich, daB Cephalothorax, fliichtig angesehen, fast einfarbig schwarz erscheint. Clypeus und Mandibeln undeutlich heller gesprenkelt. Lippen- teil und Maxillen schwarz, Sternum mitten heller gesprenkelt. Beine I schwarz mit braungelben Metatarsen und Tarsen, II wie I, jedoch die Femoren in der Basalhalfte undeutlich heller gesprenkelt und oben mit einem undeutlich helleren L,angsstreif en ; III IV braungelb mit schwarzem Halbring oben am Ende der Femoren, schwarzen Patellen und sonst einigen schwarzen Flecken, die Tibien und Patellen oben weiB langsgestrichelt. Palpen heller und dunkler geringelt und gefleckt, das (unreife!) Endglied gelb. Abdomen oben schwarzbraun mit weiBer, mitten breit unterbrochener und an den Seiten in Flecken aufgeloster weiBer Querlinie (oder -binde) kurz vor der Mitte, zwischen dieser und dem Vorderrande seitlich 2 3 weiBe Langsstriche und am Vorderrande weiBe Flecke. Zwischen der Riickenmitte und den Spinn- warzen verlaufen 6 7 weiBe Ouerlinien, von denen die hinteren vorn von einer braungelben Binde begrenzt werden bzw. in braungelbem Felde liegen. An den Seiten der Riickenflache je zwei oder drei in Flecken aufgeloste weiBe Langs- striche. Bauch graulich braungelb, dunkler gefleckt. 39 Tibien I II unten mit 2.2.2 kraftigen Stacheln, Metatarsen I unten vorn 1. 1. I.I, unten hinten i . i, vorn und hiiiten je i . I ; II wie I, aber vorn i . I . i Stacheln. Tibien und Metatarsen III IV mit vvenigen kraftigen Stacheln. Feiimren II IV tragen oben mitten einen kraftigen Stachel, I ist jedenfalls vorn bestachelt. Gen. Synaema Sim. Synaema scalare Strand n. sp. Kin unreifes < ' von SO. Mpororo, 15. Juli 1907. Cephalothorax rotlich-braungelb mit dunkel rotlichbraurien Seitenbinden, die- auf dem Brustteile eine von der Grundfarbe gebildete Randbinde iibrig lassen, die 1 3 so breit \vie die dunkle Seitenbinde ist, der vSeitenrand selbst ist linien- -ehmal schwarz. Ferner bildet die Grundfarbe eine Riickenbinde, die auf dem Kopfteile so breit wie das Augenfeld ist, auf dem Brustteile sich aber allmahlieh nach hinten verschmalert und auf dem . Kopfteile eine schmale dunkle Mittel- liingsbinde einschliefit, die in der Mitte etwa so breit wie der Durchmesser der vorderen S. A. ist, an beiden Enden aber ganz wenig erweitert erscheint. Alle Augen in weiBen Ringen; die der S. A. fliefien zusammen. Mandibeln und Ex- tremitaten wie die Grundfarbe des Cephalothorax; letztere unten, insbesondere an den Femoren, dicht schwarzlich punktiert. Sternum heller gelb, mit schmaler dunkler Seitenrandbinde. Abdomen braunlichgelb mit grauweiBlichen, schuppenahnlichen Flecken, zwi>elien denen die Grundfarbe als ein undeutliches Netzwerk zum Vorschein koinmt. Auf dem Abdominalrueken finden sich zwischen kurz vor der Mitte desselben und der Mitte der hinteren Abdachung fiinf rotlich dunkelbraune sehmale Querbinden, von denen die erstc in der Mitte unterbrochen ist und von den Enden je eine breitere, helle Flecke einschlieBende, ebenso gefarbte I.iingsbinde nach vorn entsendet; auch die zweite Binde ist mitten unterbrochen und an beiden Enden nach vorn erweitert, die drei folgenden Binden sind gleich- breit und nehmen nach hinten an Lange allmahlich ab. Die Seiten des Abdomen iragen in der unteren Halfte je drei oder vicr schmale, ebenso gefarbte L,angs- binden. welehe \-on den Sinnnwarzen entfernt enden. Auf dem Bauche ein braniH--, die Spinnwarzen nicht ganz erreichendes, hinten abgerundet endendes I. ni-sbaiid, das in der Mittr heller ist und am hinteren Knde zwei helle runde l-'leek.- einsehliei.'.l. 1 >as Kpi-asler sehliel.it eine braune. X-tVirmige iMgur ein. Ni-lien den Spinnwarzen zwei dunkle Lim^sl'leeke. 1 ; > HIM! -n I II ..l)eii i.i i Stacheln, III IV oben 0.1.3 (vielleicht bis- U'-ilen i.i.i), I hat aul.ierdem vorn eine Reihe von j Stacheln. Alle Pali-lien oben aii beiden Knden mit einer vStachelborsU-. Tibien I II unten 2.2.2Sta- elu-ln ; Metatarsen I-- II unten 2, 2, 2, von denen die apikalen etwas holier sit/en. Tibien III jedenfalls unten i Slachel, I\' an der Spit/.e unli'ii mit Stachelborsten. Mdalarsen III I\" -an/, spiirlieli l)e^taehelt. 397 Korperlange (NB. das Exemplar 1st unreif !) 4,5 mm. Patella + Tibia I 1,8 mm. Abdomen 3,1 mm lang, 2,3 mm breit. Anm. Fiir Regillus cinemscens Strand nee. Dol. (Zoolog. Jahrb. 24, 1907, p. 428) schlage ich hiermit den neuen Namen R. javanicola m. vor. Gen. Thanatus C. L. K. Thanatus Schubotzi Strand n. sp. Ein 9 von der Insel Kwidschwi, Kiwu-See, Sept. 1907. Cephalothorax braun, undeutlich heller marmoriert mit gelblicher Rand- binde auf dem Brustteile, einem undeutlich helleren Langsstreif durch die Seiten und einer blassen, parallelseitigen Mittellangsbinde, die so breit wie das Augen- feld ist, und eine braune L,angsbinde einschliefit, die vorn fast die ganze Breite der hellen Binde ausfiillt, sich nach hinten aber allmahlich verschmalert, so daft sie am Hinterrande der Riickenflache kaum 1 / 4 so breit wie die helle Binde ist. In der Mitte des Augenfeldes ein heller Langsfleck. Mandibeln braunlichgelb mit dunklerer Basis. Sternum braunlichgelb mit dunkelbraunem Seitenrand- streif und dunklen Punkten. Lippenteil dunkel, Maxillen und Coxen hell, letztere am Ende unten dunkler gerandet. Femoren, Patellen und Tibien braun, un- deutlich heller punktiert, die Femoren oben und beiderseits mit hellerem Langs- streifen, die Patellen und Tibien mit breitem ebensolchen an der Oberseite; Metatarsen und Tarsen, insbesondere die der beiden hinteren Paare, heller. Die Farbung des Abdomen ist offenbar nicht gut erhalten; es erscheint hellgraulich, oben mit einem schwarzen, scharf markierten, nach beiden Enden zugespitzten, bis zur Mitte reichenden SpieBfleck, der in der Mitte so breit wie die Reihe der hinteren M. A. ist, iiberhaupt keinen Zahn bildet und sich als eine feine Linie bis fast zu den Spinnwarzen fortsetzt. Hinter der Mitte hat der Riicken wahrscheinlich eine dunkle Zeichnung jederseits gehabt. Der Bauch scheint hellgraulich mit zwei dunklen, subparallelen Randbinden und vielleicht zwei schmaleren undeutlichen Binden in der Mitte zu sein. Epigaster so dicht schwarz gefleckt, dai3 die blaflgrauliche Grundfarbe fast nur noch als eine an beiden Enden zugespitzte Mittellangsbinde und zwei Flecken jederseits zum Vorschein kommt. In der Mitte des Genitalfeldes finden sich, in Querreihe angeordnet, zwei schwarze, ovale, schrag quergestellte, nach vorn rasch divergierende Samentaschen, die unter sich urn etwa ihren vierfachen Durchmesser entfernt sind und von denen zwei braune, nach hinten leicht kon- vergierende, aber hinten nicht zusammenstol3ende Kanale sich bis zur Spalte erstrecken und mit den Samentaschen eine trapezformige oder fast dreieckige Figur bilden, die kaum so lang wie vorn breit ist. .Die hinteren M. A. sind unter sich und von den S. A. gleich weit entfernt; diese Reihe ist so stark recurva gebogen, daB eine die M. A. hinten tangierende Gerade die S. A. kaum beriihren wiirde. Korperlange 5mm. Patella -f Tibia IV 2,5mm. Metatarsus -r Tarsus IV 2,2mm. Fam. Clubionidae. Gen. Selenops Latr. Selenops vigilans Poc. 1898. Kin v von der Steppe siidl. vom Albert-Edward-See, Dez. 1907. Mehrere aus Bukoba, 15. Juni 1907. Ein 9 von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruweiizori-FuB, \Yestseite, Febr. 1908. Originalbeschreibung in Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2. p. 349, Fig. 2. Selenops browni Marx 1893. Yon westl. vom Rmvenzori, X\Y-Beni (Ur\vald), Jan. 1908, liegt ein y vor. das jedenfalls der aus Congo beschriebenen Sclcnups brownii Marx sehr iiahe -teht, aber grol.V-r ist: Cephalothorax 5,5 mm lang, 6,3 mm breit; Abdomen 6,5 mm lang, 5 mm breit (wie bei 5. brownii}. Beine: I Femur 6, Patella + Tibia 8, Metatarsus 4,3, Tarsus 2 mm; II bz\v. 8; 8,5; 5; 2 mm; III bz\v. 7,5; 7,5; 4,7; 2 mm; IY bzw. 7,5; 7,8; 5,5; 2mm. Also: I 20,3, II 23,5, III 21,7, IV 22,8mm oder II, IY. Ill, I. I >ie Femoren zeigen Andeutung dunklerer Ringelung, die schwarzen Ringe um die Augen flieBen nicht zusammen. Epigyne weicht von der von MARX ge- ^ebenen Figur insofern ab, als die Mittelgrube so lang wie breit und hinten mitten nicht ausgerandet ist und die hintere Grube breiter, und zwar nicht doppelt so lang wie breit ist. Ein V von Siidwest vom Albert-See, Route Irumu Mawambi (Urwald), April 1908, ist ein wenig kleiner (Korperlange 12 mm, Cephalothorax 5 mm lang), und die Beine sind starker geringelt: an I II tragen sowohl die Tibien .iK die Metatarsen zwei scharf markierte dunkle Ringe und die Femoren der- M/lhen Paare haben, auBer zahlreichen kleinen dunklen Flecken oben und an den Seiten noch zwei groBe, fast zusammenhangende Flecke an der Unterseite. Icli glaube, daB diese Art mit der von MARX in Proc. Zool. Soc. London 10 (iN<>3). p. 589 590, t. I,XX, f. 53 beschriebenen Art 5. broicnii identisch ist. Dal/, diese Art, wie SlMON vermutet, ein Synonym von S'. ti until at a Sim. sei, ist mir nicht \\ahrscheinlich. Selenops liltoricola Strand n. sp. Kin V vom Kiwn-See, Nordufer, Kissenji, Se])t. 1007. Cei)halothorax rotbraunlich, auf dem Kopt'teile am dunkelsten, am Seiten- rande \\em-n der schwar/en BehaaruniL; dunkler erscheinend, die An^en liinten mil ]< eiiicin M-h\\;ir/en I'leck. Mandilteln wie der Kopfteil getarbt, Maxillen mid I,ippen1eil lu-llbraun mit weiBlichem ICndrand. Sternum >j,ell>, braun um- randet. Beine braun-elb. Til.it-n unten mit subapikalcin dunklen \Yisch, auch lellen unten aii-ediinkel t . Die Metatarsen und Tarsen I II braun, diejenigen III I\" heller braun. Abdonu'ii oben ^raugelblich mit vier -n")l.eren dunklen ^ice-ken und /.ahlreichen kltitn-r.ii; die hinteren der vier Flecke liegen vielleicht 399 in eiiier dunkleren Querbinde; hinter clieser und der schwarzlichen Hinterrand- binde diirfte in alien Fallen eine helle Querbinde vorhanden sein. Palpen rot- lich braungelb mit dunklerem Endglied. Bauch einfarbig graugelblich. (NB. das Exemplar ist offenbar etwas abgerieben ! ) Epigyne erscheint in Fliissigkeit als ein brauiies, 1,2 mm langes und breites, scharf markiertes Feld, das etwa abgerundet rhombisch ist und beiderseits der Mitte einen abgerundet schwarzlichen Fleck zeigt, welche Flecke unter sich um etwa ihren Durchmesser entfernt sind. Im hintereii Drittel zeigt das Feld einen tiefen, subtriangularen, schmal schwarz umrandeten Einschnitt, wodurch hinten zwei dreieckig-zahnformige Fortsatze gebildet werden, die im trockenen Zustande scharf hervortreten. Dabei erscheinen die erwahnten schwarzen Flecke als Gruben, die von eineni schwarzen Sekret ( ?) fast ganzlich gefullt sind; zwischen und vor denselben laBt sich ein feines Langsseptum undeutlich er- kennen. Die vier mittleren Augen sind unter sich gleich groB und bilden eine schwach recurva gebogene Reihe; die mittleren unter sich um ihren Durchmesser, von den seitlicheii und vom Clypeusrande um etwa ihren Radius entfernt. Korperlange 15 mm. Cephalothorax 6 mm lang. Patella -f- Tibia I 7,5, IV 6,8 mm lang. Selenops silvicolella Strand n. sp. Ein Parchen von Karissimbi, Urwald, 2500 m, Nov. 1908. Q. Korperlange 8,5 mm. Cephalothorax 4 mm lang. Patella -f Tibia I 4,6, IV 4,5 mm. Die vier Augen der inneren Reihe bilden eine so stark recurva gebogene Reihe, daB eine die M. A. oben tangierende Gerade die erheblich groBeren V S. A. dieser Reihe unten nur wenig schneiden wiirde; die M. A. sind unter sich um etwa ihren Durchmesser, von den S. A. um weniger als denselben entfernt. Tibien I haben unten vorn 6, unten hinten 7 Stacheln, die Metatarsen I unten 2, 2, 2 Stacheln. Cephalothorax und Extremitaten hell-braunlichgelb, ersterer mit tief- schwarzer, innen zackig begrenzter Seitenrandbinde und schwarzen Augen- flecken, Clypeus mit schwarzer Randlinie. Mandibeln mit schwarzem Apikal- und Basalfleck vorn. Die Femoren I II unten in der Basalhalfte mit schwar- zem Doppelfleck, die Tibien an der Basis vorn mit schwarzem Fleck; auBerdem sind die Extremitaten mit unregelmaBigen, kleinen, dunklen Flecken oder unvoll- standigen Ringen versehen. Die ganze Unterseite des Cephalothorax gelblich, nur der Lippenteil gebraunt. Riicken des Abdomen graugelblich, hinten dunkler, die Seiten schwarz. Bauch und Unterseite der Spinnwarzen hellgrau. die unteren Spinnwarzen an der Aul3enseite schwarz. Epigyne ist auffallend groB, entfernt quadratisch mit abgerundeten Ecken und mitten eingeschnittener Hinterseite, vor der Mitte ein klein wenig breiter 400 al> hinter der Mitte, ca. I..; mm lang und hreit. Die vordere Halfte ist hell- l)raun. a- Tarsalglied ist erheblich langer als die beiden \ orhergehenden zusammen und erscheint, \-on oben und vorn gesehen, aulJen gerade langsgeschnitten, innen dagegen, besonders gegen die Basis zu. stark gewolbt. Gen. Torania Sim. Torania occidentalis (Sim.) 1887 i '.' S\V. \-orn Albert-See, Route Irumu Mawambi (Trwald), April 1908. S\V. \-oni Albert-See, Kirk Falls, Miirz 1908. \"l bis zu ij mm lang. \"on Mbo-a. Miirx. 10,08, liegt ein TVama-Mannchen vor, das \\ahrschei- lic-li d.-ivrll.rii An angeh")rt. Die Palpenorgane haben die groi.He Ahnlichkeit init deiu-n von '/'uniuui .-(irnihi Poc. (vgl. Proc. Zool. Soc. Loud. 1899, t. I, VI II. H. ;oli. ;<><), lu-i let/terer soil aber Tibia aul.ien ,,a pair of strong subequal ex- t.-nial -]>urv ' liabcn. was iiiNofern nicht stimmt. als die hier vorhaiulenen Fort- !ii' hi als ^subequal" bezeichnet werden konnen, indem der obere viel liiii'^n uixl aiidrr- -fkniniint ist als der untere und in eine scharfe S])it/.e endet, salirciid der nntriv I-'ort^at/. am Ivnde stumpf ist. - Von ruridtd iibrigens ab- "ii'l u. a. durch schwarzes Sternum und bedeutenderi- GroBe : K<")rper- 11. Ct-|ilialotliorax io mm lang. Beine I: Femur 14. Patella -f- Tibia 401 19, Metatarsus + Tarsus 19 mm, zusammen also 52 mm. - - Sollte dies d" eim-r anderen Art angehoren, moge diese den Namen mbogensis bekommen. Gen. Olios Walck. Olios albertius Strand n. sp. Bin 9 von SW. vom Albert-See, Mboga, Marz 1908. Cephalothorax und Extremitaten hellrot bis braungelb, die Metatarsen und Tarsen dunkler erscheinend, hauptsachlich wegen der grauschwarzen Scopula. Mandibeln schwarz, braunlich angeflogen. Sternum und Coxen gelb, Lippen- teil schwarz mit hellem Vorderrand, Maxillen hellrot mit gelblichem Innenrand. Abdomen oben und an den Seiten braun, dicht und wenig regelmafiig heller punktiert und gesprenkelt (wenn das Exemplar nicht abgerieben ware, wiirde die braune Farbung wahrscheinlich reiner sein), mit dunklerem, schwarzlich umrandetem, bis zur Riickenmitte reichendem, vorn 1,8 mm breitem, keine deutlichen Zahne bildendem Herzstreifen, der sich hinter der Mitte als ein anfangs etwas fleckformiger feiner Strich bis zu den Spinnwarzen fortsetzt. Der Bauch erscheint jetzt graugelblich (weil abgerieben?), seitwarts mit einigen dunkleren Flecken. Epigyne gro!3, 2,5 mm lang und breit, hinten quergeschnitten, vorn gerundet, in Fliissigkeit rotbraun erscheinend, mit einem von kurz vor der Mitte bis zum Hinterrande sich erstreckenden, langer als breiten, vorn ausgerandeten Mittel- feld; die Ausrandung des Vorderendes dieses Feldes wird durch einen helleren Flecken ausgefiillt. - Trocken gesehen zeigt Epigyne eine ziemlich tiefe, runde, reichlich so breite Grube in der Mitte des Genitalfeldes ; diese Grube wird beider- seits von einem erhohten, glatten glanzenden Rand begrenzt, der hinten mitten niedriger und matt ist, und sie zeigt im Grunde eine feine eingedriickte Mittel- langslinie, die sich nach hinten fortsetzt und kurz vor dem Hinterrande in eine kleinere, seichtere, breiter als lange Einsenkung endet, die durch einen kleinen Ouerhocker von der Spalte getrennt wird. Die vordere Augenreihe ist gerade oder fast unmerklich recurva gebogen; die M. A. ein klein wenig groBer als die S. A. und von diesen wie unter sich um ihren Durchmesser entfernt. Alle Tibien haben unten 2, 2 Stacheln. Korperlange 19 20 mm. Cephalothorax 7,5 mm lang und 7 mm breit. Ab- domen 12 mm lang und 9 mm breit. Beine: I Femur 7, Patella + Tibia 9, Meta- tarsus + Tarsus 9 mm; IV bzw. 7; 7,5; 8 mm. Also: I 25, IV 22,5 mm. Olios ruwenzoricus Strand n. sp. Ein 9 von nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori-FuI3, Westseite, Febr. 1908. Korperlange 16 mm. Cephalothorax 6,5 mm lang, 5,7 mm breit. Abdomen ii mm lang, 6,5 mm breit. Beine: I Femur 6,5, Patella + Tibia 8, Metatarsus + Tarsus 7,5 mm; IV bzw. 6,5; 7,5; 7 mm, also: I 22, IV 21 mm. Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 26 402 Scheint init Oli us :n/n Sim. (in Rev. d. Sparass. 1880, p. 304- 305) sehr nahe verwamlt zu sein, aber Cephalothorax ist vorn. \venn auch nicht stark, so doch unverkeimbar verschmalert , die- Augcn I. Reihe erscheinen in Fliissigkeit unter >ich -leieh \\eit (oder die M . A. ein \venig \veiter unter sich als von den S. A.) eiitfernt, und /war inn ihren I )urchmesser. Abdomen ist unten \vie oben braun mit sclnvachem violettlichen Anl'lui;. ob.-n und an den Seiteii fein und unregelmaflig heller punktiert, mit Andeutung eiues hochst undeutlich helleren, die Riickenmitte nicht ganz erreichenden Haar- streifen und hinter diesem eine dunkle, fast bis zu den Spinmvarzen erkennbare I..in-slinie, beiderseits welcher eine Reihe von fiinf hellen Schragflecken vor- liandeii ist. Pas ziemlich schmale Bauchfeld ist ein wenig dunkler als die Um- -ebuiiL; und \\ird beiderseits von einer breiten weiBHchen Linie begrenzt. Die Mandibeln sind in der Basalhalfte rot, in der Kndhalfte sclnvarz und jedenfalls nieht Hinder als Patella I. Patellen auch hinten ohne Stachel. - Die zu kurze r.r-chriel)unii der Kpigyne von 0. znln stiinmt, abgesehen von der Angahe . .presi|iie ])arallele"; die Form ist hier vielmehr lan^lich herzformig. In Fliissig- keit erscheint sie rotbraun, \-orn \vird sie jederseits von einem grau weifilichen, ellipsenformigen Schraglangsfleck begrenzt und auch hinten jederseits ist ein helk-irv I-Vld erkennbar. Die Langsfurche erscheint tiefscluvarz, die Mittel- -rube dunkelbraun. Letztere ist jedoch nicht bloK in der Mitte des Feldes vor- haiiden. sondern erreicht, allerdings etwas \-erschmalert, fast, aber wahrschein- lich nie ^an/.. den Hinterrand ; ihre urspriingliche geringe Breite hat die Mittel- laii^si'urclie also nur an beiden linden behalten. Der Rand der (irube bz\v. I ; urche ist glatt und stark glanzend, soiist isl das I^eld gestrichelt, fein gerunzelt und daher matt glanzend. Olios ituricus vStrand n. sp. I ; ,in '. von Haute Ituri, Jan. 1908. Kor|)erliin.ne 10.5 mm. Ccphalothorax 7 mm lan^, mm breit. Abdomen ' mm breit. Heine: I Femur 7,5, Patella -f Tibia ((,5, Metatarsus Tarsus i mm; IV bz\\. 7; 8; 7,5 mm. Also: I 20, \\ 22.^ mm. l-.iibun- hell-braunlichgelb mit olivenl'arbi-em Anl'lu-, Au.^en linienschmal M-li \\aiv. uinrin-1, Mandibeln hellrot, Klaue rot braun; Maxillen und Lippenteil hellriitlieh, mit \\eil.JlicherSpilx.e. Abdomen ist dicht mit leineti braunen runkten und I,;inu--1 1 ii-lu'ii oben und an den Seiteii .m'/.i-ielniet , hat in der vordeivn I\U( knilialt'tc Aiic-lu-ll. | :i.n h hinli'ii U-ieht \-i-rsrhniiilerte, x.\vei t'c-ine, nach hinten konvergierende lie Lim-slinien eiiiM-hlii-I.K-nde Uauchfeld isl braun. c bildet eine .i;rol.'.e. l;ini;liehe. i-ntfernt \iereeki-e \\'()lbun-. die- i-1 \\ a 403 2,2 mm lang und hinten 1,6 mm breit, vorn etwas schmaler ist, graugelblich mit einigen olivenfarbigen Wischen jederseits der Mittellinie und hinten mit einer tiefen schwarzlichen Grube, die doppelt so breit wie lang ist, hinten von einer gleichmaBig schwach procurva gebogeiien dicken Randleiste, vorn und beider- seits aber von einem hohen Wulst begrenzt wird, der vorn noch eine weitere, die eigentliche Grube einfassende Quereinsenkung zeigt. In Fliissigkeit erscheint die vordere Augenreihe ganz schwach recurva; die M. A. um ihren Durchmesser vom Clypeusraiide, um fast denselben unter sich und um weniger als denselben von den S. A. entfernt. Die hintere Augen- reihe ist soviel langer als die vordere, daB zwei die vorderen S. A. auBen tan- gierende Parallelen die hinteren S. A. innen kaum beriihren, jedenfalls nicht schneiden wiirden. Gen. Heteropoda Latr. Heteropoda venatoria (L/.). Von dieser kosmotropischen Art liegen Exemplare vor von Awakubi, 22. bis 25. April 1908, 0*0*99 und unreife, sowie iQ von Mawambi (Haute Ituri), April 1908. Gen. Palystes L. K. Palystes pilipodus Strand n. sp. Em 9 vom Kiwu-See, Nordufer, Kissenji, Sept. 1907. Epigyne erinnert an die von Palystes spenceri Poc. (in Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 17, 1896, t. VIII, f. 3). Korperlange 21 mm. Cephalothorax 10,5 mm. Patella + Tibia I 14,5, IV 12 mm. Cephalothorax und Extremitaten rotlich-braungelb, auf dem Cephalo- thorax am starksten gerotet, die Mittelritze und schmale Augenringe schwarz. Mandibeln schwarz, an beiden Endeii sowie die Klaue rot. Seitenrand leicht geschwarzt. Maxillen und Lippenteil schwarz mit schmalem weiBlichen Vorder- rand. Sternum schwarz mit gelber Vorderrandbinde und gelber Hinterspitze. Coxen in der Vorderhalfte schwarz, unten mitten mit hellgelber Langsbinde. Femoren in der Basalhalfte unten und vom angeschwarzt, was an den beiden Vorderpaaren am deutlichsten ist, am IV. Paar kaum noch erkennbar. Alle Tibien unten mit dunklem Fleck an der Basis und in der Mitte. Scopula, ins- besondere apikalwarts, geschwarzt. Die lange, feine, abstehende, goldgelbliche Behaarung der Beine erscheint goldgelblich bis weiBlichgelb. Abdomen hell- graugelblich, die Begrenzung des dunkelbrauneii, hinten in erne scharfe, die Spinnwarzen fast erreichende Spitze endenden Riickenfeldes weiBlich; vor der Riickenmitte ist dies Feld verloschen und daselbst ist em lanzettformiger, jeder- seits ein- oder zweimal scharf gezahnter Herzstreifen vorhanden. Die Bauchseite wird groBtenteils von einem schwarzen, leicht rotlich angeflogenen, scharf, aber 26* 404 .in den Seiten un re-el ma l.iig begrenzten Pelcl eingenommen. Epigaster zeigt der I-'.pi^yne eine tiefsclnvarze, et\va trapezformige Querzeichnung. In Flu-Mgkeit erseheint Epigyne als ein 2,2 mm lunges, mitten 2 mm breites, etwa ellipsenformiges, rotbraunes Keld, dessen hinteres Drittel durch eine quer- ellipsenformige Grube ausgefiillt \vird, die vorn einen \veiJ3en Querstreifen zeigt. Nonst al>er rot gefiirbt ist mid hinten mitten den Hinterrand hockerfdnnig iiber- ragt. Her Rand der Grubc erseheint tiefsehwarz. Trocken erscheint die Epi- gvnengrube \'orn als eine tiefe Ouerfurche, zeigt in der Mitte z\vei kleine, sehief -tellte. bohnenformige Hocker, jederseits einen ahnlichen, aber groBeren mid lar.. llteii H(icker mid hinten mitten einen den Rand der Grube iiber- nden (Juerh(')cker ; alle vier glatt mid glanzend. I lei einem weiteren von Kissenji stammenden Exemplar, das ziemlich stark ab^crieben ist, treten die beschricbenen Zeielmungen zum Teil undentlieh hervor. Z\\ei ' von der Insel K\vidsch\vi (Kiwu-See), Sept. 1907. \Vird das ( ' zn der oben besehriebenen vveiblichen I'orm sein. Die I-'arbmii; ist dunkler und die Zeielmungen undentlicher, die Beine seheineii fast einfarbig dunkel-rotlichbraun mid das Riickenfeld des Abdomen ist \'on den fast ebenso dunklen Seiten nur undeutlieh begrenzt. Die Bauchseite /eigt eine selnvar/.e Querbinde auf dem Epigaster \vie beim V; hinter der Spalte verliinft eine schmale, tiefschwarze Querbinde mid zwischen dieser und den Spinnwarzen ist ein schwarzes, hinten verschmalertes Bauchfeld, das schmaler ist als l)eim <. mid helle, zum Teil zu Langsbinden zusamnienfliel.k-nde Fleeke /eigt. Sternnni ist bei einem Exemplar \vie beim V. beim anderen ist die schwarze Partie n-duziert und braunlich. Clv])eus weiU. Das Tibialglied tragt am Ende auBen einen Fortsatz von etwa derselben 1 "nn \vie derjenige \-on I'alvstcs Spenceri Poc. (vgl. Ann. Mag. Nat. Hist. "') 17. pi. ">. f. 3 a), er erscheint jedoch an der Basis dicker, gegen die scharfe Spitze ganz allmahlich verschmalert sowie ein \venig mehr abstehend. An der inneren ICc-ke der Spitze dieses Gliedes ist ein kleiner Zahnluicker erkennbar. K(")rperl;inge 17 mm. Cephalothorax 8 mm lang und 6,5 mm breit. Patella 4- Tibia I i |. IV 1 1 mm. Fam. Agelenidae. Gen. Hahnia C. L. K. H;ihni;i Schubot/.i Strand n. sp. Ein 1'arc-lieii \-oii X. Ruanda, X'nlkan Karissimbi. ;o<>(i ',500 m, 17. Nov. [907; an der betret'teudeii Lokalilat wurde ,,in feiichtein Moos und in dirhtein Kraut" gesammelt. Am untereii I ; al/.rande drei oder vier ganz kleine, dicht beisamiiH-n stehende. Klaueneinlenkung \vi-it entfernte /-ihne; am oberen Rande ist eine krenulierte (,'arina. sonst selieint dieser Rand unl)e\velirt zu sein, ab- 4 ( >5 gesehen von kraftigen Borsten. Die Mandibeln des cf sind parallelseitig und unter sich aui3en ganz, innen fast parallel, 2 1 / 2 mal so lang wie breit und nicht gewolbt. Beim 9 sincl sie kraftiger und am oberen Falzrande stehen auffallend lange, kraftige und stark gekriimmte Borsten, die zum Teil von der Carina ent- springen und beim vorliegenden < ' teilweise abgerieben sein mogen. Vordere Augenreihe procurva, so daI3 eine die M. A. unten tangierende Gerade die S. A. in oder oberhalb des Zentrums schneiden wiirde; eine diese vier Augen oben tangierende Gerade wiirde fast gerade, nur ganz leicht procurva, sein, weil die M. A. viel kleiner sind; letztere sind unter sich um etwa ihren Durch- messer, von den S. A. um weniger entfernt und diese sind vom Clypeusrande um weniger als ihren Durchmesser entfernt. Die hintere Augenreihe langer als die vordere, so daI3 zwei die vorderen S. A. aui3en tangierende Geraden die hinteren S. A. innen tangieren oder kaum schneiden wiirden. Die hinteren M. A. sind etwa so groi3 wie ihre S. A., unter sich um ihren Durchmesser, beim 9 um reich- lich denselben, entfernt, von den S. A. um weniger als ihren Durchmesser ent- ernt; die Reihe ist leicht procurva. Das Feld der M. A. ist hinten viel breiter als vorn und breiter als lang. S. A. getrennt. Das cf 1st 3,4 mm lang und zwar so lang wie Patella + Tibia + Metatarsus + Tarsus des IV. Beinpaares. Cephalothorax und Extremitaten braungelb bis hellbraun. Sternum gelb, Abdomen grau, die Riickenseite jederseits von einer schwarzlichen Langsbinde begrenzt, wahrend die Mitte des Riickenfeldes vorn eine schwarzliche L,angs- binde und dahinter und seitlich von dieser fiinf feine schwarzliche, mitten winklige Ouerlinien, die zum Teil mitten verdickt sind, zeigt. Patellargliecl unten aufien mit einem feinen, abstehenden, stielformigen, am Ende hakenformig gekriimmten Fortsatz, das Tibialglied mit einem ahnlichen, noch langeren, peitschenfortnigen Fortsatz, Tarsalglied muschelformig, einfach; der Palpus entspricht ziemlich gut der Abbildung Fig. 282 D, p. 273, in SIMONS Histoire naturelle, T. II, von Hahnia tabulicola Sim. aus Kapland (vgl. die Originalbeschreibung in Ann. Soc. ent. Belgique 1898, p. 10). Von dieser Art weicht aber die unsrige durch be- deutendere Gr6J3e, abweichende Farbung usw. ab. Beim 9, das in Gr613e und Farbung von dem ' nur insofern abweicht, als die ganze Riickenflache des Abdomen schwarz ist, bloiB mit 56 hellen, recurva gebogenen Querbinden, von denen die vordere mitten unterbrochen ist, ist das Genitalfeld gro!3, braungelblich, am Hinterrande mit einer schmalen, procurva gebogenen, ein wenig dunkleren Ouerbinde und iiber die Mitte mit einer aim- lichen, subparallelen, an den Enden hakenformig gekriimmten ebensolchen ; hinter dieser, also zwischen den beiden Binden, ist ein grauwei!31iches Feld und vor der Binde sind zwei braune runde Samentaschen erkennbar. Hahnia macrovulva Strand n. sp. Ein 9 von Karissimbi Urwald, 2500 m, Nov. 1908. 406 Cephalothorax braungelb mit Andeutung dunklerer Strahlenstreifen und mit >eh\\ar/ei Seiteiirandlinie auf clem Brustteile, schwarzer Mittelritze und einem -chwarx.en Strieh hinten in den Kopffurchen. Augenfeld leicht geschwarzt, die Airmen in je einem linienschmalen schwarzen Ring. Mandibeln und Lippen- teil wie Cephalothorax. I'nterseite des Thorax und die proximalen Glieder der Kxireniitatcii ein wenig heller. Abdomen grauschwarx.. der Riicken mit sieben ^laiiueil.'iliehen (Juerbindeii, von deiien die drei vorderen in je zwei Flecken .m!'-4eli"t sind. und /war sind 'ne erscheint in Fliissigkeit abgerundet drei- eekig. hinten am breitesten und zwar breiter als lang; der Hinterrand wird ge- bildet von einem braungelben, an beiden Enden enveiterten und etwas vorwarts gekriimmten Querband, in der Mitte des Feldes findet sich eine etwas dunklere, mitten winkelfonnig gebrochene und daselbst ganz oder fast ganz unterbrochene Querbinde, deren beiden Half ten etwa doppelt erscheinen und schwach recurva -ebogeii -ind; das \'orderende des Feldes wird gebildet von zwei braungelben, nebeneinander gelegenen und sich beriihrenden rundlichen Flecken. Die hinteren M. A. sind unter sich 11111 ihren Durchmesser. \-on den S. A. um ihren Radius entfernt. Korpcrlange ca. /, mm. Cephalothorax 1,5 mm lang. Yon S\Y-Ruanda. i ne ini hinteren Drittel bei weitem am tiefsten, weil sie in den zwei vorderen Dritteln ihriT I,an-e zwei langliche, etwa birnenformige, nach hinten leicht divergierende. unter ^ieh durch eine schmale und seichte furchenformige Einsenkun- gi-frennte \\'("lbungi-n einseldiel.it, die glatt und gliinzend erscheinen. Der Yorderrand ist rur-trichell und matt, der Zahn ents])ringt von der Mitte des Seitenrandr^. kiirzer und robusti-r als bei der vorigen Art und parallel zuni dahinter bct'iiKk-nden Seiti-nrand gerichtet ; dieser ist verdickt und gewcilbt, glatt. -tark glan/.end. nach innen und unten sclnvaeh kon\'ex gekriimmt. Der Hinter- land ist M hart' leistenl'onni-. ganz schwaeli. fast unmerklich, nach hinten konvex ^fl.'.-en mid nii-drigi-r als rdl. vom Ki\vu-See, vSabinjo, 3000 m (Bambus-Wald), Nov. 1907, licgt fin unreifcs vor, das \\alirschcinlich derselben Art angehort. Kin dunkk-s ' und ein belles V vom Kixvu-See. Xordufer, Niragnngo. ca. m. 4. Okt. 1907. 1 >rei ( A'ad. und ein \subad. von n<")rdl. x'om Albert-Bdward-See, Riuvenzori \VcstM-ite. 2500 m. Febr. 1908. V s r elena sp. Yon nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori, Westseite, 2500 m, Febr. i<)o,s. liegen vier unreife Exemplare vor, die jedenfalls mit den beiden vorigen Arten xx-rxvandt sein diirften, sich aber durch die scharf markierte, helle, durch- laufende Langsbinde des Abdominalriickens auszeichnen ; ferner sind die vor- dereii M. A. kleiner als die ,S. A. us\v. Die Farbung und Zeichnung stimmt gut mit derjenigen von A. agelcnoidcs Walck., jedoch sind sowohl Femoren als Ti- bieii geringelt. Das langste, ebenfalls unreife Exemplar ist cj mm lang. Ajjelena littoricola Strand n. sp. Z\\c-i <^^> \-orn Nordufer des Kiwu-Sees. Kissenji, Sept. 1907. Mil den vorhergehenden Arten verwandt, aber die Epigyne al)\veichend. 1 >ic- (irube erseheint in Fliissigkcit einfarbig dunkelbraun und verhaltnismafiig \-iel gn")I.!er. indem sie das ganze Oenitalfeld 1>is auf einen nicht breiten Rand einnimml ; sic ist etvva i mm lang und \ - orn 0,8 mm breit, hinten ein \venig schmaler. Der Rand erseheint hell-braunlichgelb; der Zahn ist kurz und ver- liiut't nalu- an und parallel zum dahinter gelegenen Teil (k-s Seitenrandes. Der \"'irdci rand der (irube sclnvach reeur\ - a gebogen. Zwischen den Hinterenden der Seitenriinder verlauft eine gerade tiefschwarze Linie, die von dem ])rocur\-a m-bd-i-nen Hinterrande des braunen I 'el des deutlieh entfernl lii-gt. - In troeke- iii-m Zuslande unterseheidet sieh die (irube von der der \-orhergehenden Arten hauptsachlich, aul.'er durch obcn angeliihrte Merkmale. soxveit diese sich auch, wenn l ; .pigync- tmckc-n ist. erkcnnen lassen, durch i'olgendes: ein Unterschied hen dcr \-orderen und hinteren Halfte der IC])igyue ist nur undeiitlich er- kcnnbai. indem die lu-idcn l^rlicUiun-en der vordi-ren in dcr Tat sich fast bis /urn Hintcrraiidc crstn-ckcn und -an/, niedrig sind, xvahrend die \'ertiefung liinlen nnr -an/, sricht isl ; Id /.ten- isl malt, die Erholningcn glatt und glanzend. I-i n, i ist drr Ilinti-rrand der (irube (die obige tiefschwarze I,inie) als eine scharfe Leiste, die sogar h<">hcr als dcr X'onk-rrand ist. erkennbar. Im Profil tritt dcr wolbte, hin1c-ic Tcil .U-s Scilcnrandes am stiirksten hervor. arbun- und Zeichmin- x-ou dcm gewohnlichen /Jt;<'/<';w-Typus. Die helle Mittellangsbinde des Cephalothorax 1st auf der Mitte des Kopfteiles breiter als das Augenfeld, verschmalert sich nach vorn und schlieCt daselbst die hinteren Augen ein, die jedoch in einem etwas dunkleren Wisch gelegen sind; auf dem Brustteile ist sie gleichbreit, mil Ausnahme einer schwachen Einschniirung vor der Mittelritze, dann verschmalert am Anfang der hinteren Abdachung, um sich am Hinterrande wieder zu erweitern und mit der Randbinde des Brustteiles, die fast so breit wie die Mittelbinde desselben ist, zusammenzuflieBen. Der Kopf dunkel-rotlichbraun, vorn geschwarzt. Mittelritze mit breitem schwarzem Langs- strich bezeichnet. Beine dunkelrotlich, braungelb, die Tibien mit hellem Basal- und Mittelring, die Femoren mit einem deutlichen ebensolchen und Andeutung eines zweiten; die Metatarsen I II dunkel-rotbraun und so sind auch Tibial- und Tarsalglied der Palpen, ersteres jedoch mit hellerem Basalring. Mandibeln schwarz mit schwachem rotlichen Anflug; Lippenteil und Maxillen schwarz- lich mit weiBlicher Spitze. Sternum braun, am Vorder- und Seitenrande ge- schwarzt. Coxen hellgelblich. Abdomen oben und an den Seiteii grauschwarzlich, an der Basis des Riickens mit zwei grauweiBlichen, 2 3 mm langen, nach hinten leicht divergierenden Langsstreifen, zwischen denen und weiter nach hinten Andeutung eines grau- lichen Langswisches erkennbar ist. Die untere Halfte der Seiten und der Bauch graugelblich, erstere mit oder ohne schwarze Flecke, letzterer mit zwei tief- schwarzen Seitenlangsbinden, die weder Spalte noch Spinnwarzen erreichen. Vordere Augenreihe procurva, so dai3 eine die M. A. unten tangierende Gerade die S. A. oben tangieren wiirde; die M. A. kaum groBer, unter sich und von den S, A. um kaum ihren Radius entfernt; letztere vom Clypeusrande um ihren anderthalben Durchmesser entfernt. Hintere Augenreihe procurva, so dafi eine die M. A. vorn tangierende Gerade die S. A. hinten schneiden wiirde (alles in Fliissigkeit gesehen). Korperlange 1112 mm. Cephalothorax 5 mm lang, 3-5 mm breit - A1> domen 3,5 mm breit. Beine: I Femur 4, Patella + Tibia 4,8, Metatarsus + Tar- sus 4,8 mm; II bzw. 3,7; 4,3; 4,6 mm; III bzw. 3,5; 3,8; 4-5 mm; IV bzw. 4; 5; 5,8mm. Totallange: I 13,6; II 12,6; III 11,8; IV 14,8 mm. Also: IV, I, II, III. Agelena zorica Strand n. sp. Ein Q vom Ruwenzori, Westseite, ca. 4000 m, 12. Febr. 1908. Ist auch Epigyne derjenigen der vorhergehenden Arten sehr ahnlich, so zeigt sie doch mehrere Eigentiimlichkeiten : In Fliissigkeit erscheint die ganze Grube, die hinten nicht wenig breiter als lang ist, im Grunde gelb, nur die hintere, vertiefte Halfte derselben ist fast linienschmal schwarz umrandet. Der vordere Rand ist (mit den Zahnen) halbkreisformig gebogen und die Grube ist vorn viel schmaler als am Hinterrande. Die bei den verwandten Arten vorhandenen beiden Langserhohungen sind hier kaum zu erkennen, indem vom Vorderrande ab die Grube sich stark schrag, fast senkrecht, einsenkt, so dafi keine langliche horizontal^ . wohl aber zwei fast senkrecht gestellte, undeutliche Langserhohungen . die (lurch eine seichte Furche unter sich getrennt werden und kaum ein Drittel tier ('.rube- einzunehmen scheinen, vorhanden sind. Die Zahne sind ungewohn- lich lang. iiberragen die Mitte der Grube und sind starker schrag nach innen ge- richtet als bei den \-orhergehenden Arten. Der hinter clem Zahn gelegene Teil des Seitenrandes der Epigyne erscheint in Fliissigkeit stark nach innen konvex -ekriimmt und die Grube ist am Hinterrande viel breiter als am Vorderrande tier hinteren subtrapezformigen Halfte; der Hinterrand selbst erscheint schwach pmcurva gebogen. In Fliissigkeit fallt, insbesondere wenn die umgebende Be- haarung nicht entfernt ist. nur die hintere trapezformige Halfte der Grube auf. \\\-nn trocken. erscheint der Boden der Epigynengrube nach hinten sehr steil abfallend und der Hinterrand viel niedriger als der \ T orderrand. I >ie Art ist keine ganz typische Agelena ; auBer durch die kleineren vorderen .M. A. \veicht sie dadurch ab, daB das Endglied der oberen Spinnwarzen ein vvenig kiirzer als das Basalglied ist (beschadigt scheint das Endglied nicht zu sein!). Immerhin ist die nahe Verwandtschaft der Art mit den Arten der agelenoides-Giuppe unverkennbar. Zur Unterscheidung von agelenoides mogen, au!3er der Hpigyne, fulgeiide Merkmale dienen : Die Spinnwarzen am Basalgliede nicht oder kaum geschwiirzt, Tibialglied der Palpen bei weitem nicht doppelt so lang wie da^ Patellarglied, diese beiden Glieder zusammen viel kiirzer als das Tarsalglied, alle Femoren unten mit drei schwarzen Halbringen, alle Tibien mit hellgelbem l'>asalring, mit oder ohne Andeutung eines hellen Mittelrings. - - Ferner weichen die Dimensionen ein \venig ab: Korperlange 10,5 mm, Cephalothora\ 4,5 mm lang, ; mm breit. Abdomen 5,5 mm lang, 3,3 mm breit. Beine: I Femur 3,7, Patella Tibia 4,3, Metatarsus -f Tarsus 5,1 mm; II bzw. 3,3; 3,7; 5 mm; III ' )7 - w - j.J; j.8; 5 mm; IV bzw. 4; 4,7; 6,1 mm. Totallange: I 13,1; II 12; III [2,1; IV 14, ic hinleren .M. A. unter sich um wenigcr als ihren I Hirchmesser, \'<>n di-n .S. A. um ta-l ilt-n Durchme^er entfernt. Die kleiiu-n-n hinteren S. A. von den vor- deren um - ., ihres I hirrhnicssrrs nil fi-rnt. mil . 1 . / (Ty])e!). l \\iedi-rum keine gan/. IvpiM-lu- .lclcmi, denn die- vorderen M. A. sind 413 kleiner als die S. A. mid das Endglied der oberen Spinnwarzen 1st kaum so lung wie das Basalglied. Farbung und Zeichiiung von dem gewohnlichen Agelena-Typu*. Die braun- gelbe Mittellangsbinde des Cephalothorax ist vorn so breit wie das Augenfeld und verschmalert sich von da an nach hinten bis zum Rande und ist also weder auf der Mitte des Kopfteiles noch um die Mittelritze besonders erweitert. I >if Submarginalbinde des Brustteiles ist regelmaBig, scharf markiert und ist so breit wie die Mittelbinde um die Mittelritze; der Rand mit einem tiefschwarzen Strich bezeichnet. Augenfeld schwarz, auch Clypeus geschwarzt. Mandibeln rotbraun. Sternum schwarzlich mit Andeutung eiiies helleren Mittellangs- streifens. Coxen unten hellgelb mit schwarzer Spitze. Maxillen braungelb mit hellerer Spitze, Lippenteil geschwarzt, am Ende heller. Beine hellbraun mit je zwei helleren Ringen an Femoren, Tibien und Metatarsen. Tarsalglied der Palpen braun mit hellerem Basalring, die iibrigen Glieder gelblich mit brauner Spitze. Abdomen oben und an den Seiten schwarzlich mit undeutlicher hellerer Punktierung, oben mit einer hochst undeutlichen rotlichen, ca. i mm breiten, vorn undeutlich heller begrenzten Mittellangsbinde, die b'ei frischen Exemplaren wahrscheinlich bis zu den Spinnwarzen erkennbar ist. Nach unten zu werden die Seiten heller und die Seitenrandpartien des Bauches sind gelb, wahrend die Mitte derselben und des Epigasters von einer 1,3 mm breiten schwarz- lichen Langsbinde eingenommen wird, die kurz vor den Spinnwarzen ein wenig verschmalert ist und daselbst mit einer die Basis der Spinnwarzen umgebenden Ringbinde zusammenflieBt. Spinnwarzen einfarbig dunkelbraun bis schwarz. Epigyne weicht von derjenigen der vorhergehenden Arten insbesondere dadurch ab, da/3 der Vorderrand der Grube sich in der Mitte nach hinten und ein klein wenig nach oben als eine dachformig die Basis der Grube bedeckende, abgerundete, reichlich so breite wie lange Platte verlangert, die an der Basis von dem Seiten rande der Grube nur clurch eine schmale Furche getrennt ist; ferner ist der Seitenrand der Grube nicht gezahnt. Letztere ist hinten breiter als lang und der Hauptsache nach von dem Typus derjenigen der vorigen Arten; zwei Langserhohungen lassen sich undeutlich erkennen und der Seitenrand ist, obendrein ziemlich stark, erhoht und gewolbt, wahrend der Hinterrand als eine feine niedrige Querleiste erscheiiit. Die Grube befindet sich in der hinteren Halfte einer starken, fast halbkreisformigen, schwarzen, matten Wolbung, die i mm breit ist. Vordere Augenreihe so stark procurva gebogen, dati eine die M. A. unten tangierende Gerade die S. A. oben kaum tangieren wiirde; die M. A. kleiner, unter sich um reichlich ihren Radius, von den S. A. vielleicht ein wenig weiter entfernt; letztere vom Rande des Clypeus um ihren langsten Durchmesser ent- fernt. Hintere Augenreihe so schwach procurva, da!3 eine die M. A. vorn tangie- 414 rcndc dcrade die S. A. fast im Zentrum schneiden wiirde; die M. A. unter sich urn - ., ihres Durehmessers, von den S. A. um den Durchmesser entfernt. B Korperlange 7 mm. Cephalothorax 3,1 mm lang. Abdomen 4,5 mm lang, -; mm breit. Beinc: I Femur 2,4, Patella -t- Tibia 3, Metatarsus -f Tarsus ;,5 mm; IV bz\\ . 2,6; .;; 4 mm. Totallange: I 8,9, IV 9,6 mm. Fain. Pisauridae. Gen. Euprosthenops Poc. l:uprosthenops bayaonianus (Br. Cap.) (?) var. pedatus Strand n. var. l ; .in < 4 > von der Insel Kwidschwi (Kiwu-See) Sept. 1907. V . I his mittlere Augenfeld hinten (zwischen den AuBenperipherien gemessen) ein wciiig breitcr als lang. Das von den vier Vorderaugen gebildete Trapez ist viel breiter als lang (bzw. 2,2 und 1,4 mm), wahrend SIMON in Histor. nat. d. Ar. II. p. 283 dies als (bei der Gattung Euprosthenops iiberhaupt) ,,presque '<|iiilateral, rarement tin peu plus large que long (/:. /u'laris Cambr.)" charak- u-risiert; seine eigenen Figuren (Fig. A und B p. c.) zeigen aber zur Geniige, wie unrichtig diese Beschreibung ist. Die vordere Breite des mittleren Augen- t'eldes ist viel mehr als die Halfte derjenigen der hinteren (bz\v. 0,85 und 1,2 mm), was mit POCOCKS Angaben (in: Ann. Mag. Nat. Hist. [7] 10. p. 18) iiber die Augen von /:. (instriilis vSim. nicht gut iibereinstimmt. Aber wie bei letzterer sitid die vorderen M. A. viel kleiner als die hinteren und letztere unter sich und von der Basis der Hooker der hinteren S. A. um weniger als iliren Durch- messer entfernt; das von den vier hinteren Augen gebildete Trapez ist 2,2 nun breit und 1.2 mm lang. Von /:. niistrtilis Sim. weicht dies Exemplar auBerdem durch ein wenig ringere (Vrol.'e ab: Korperlange 20 mm, Lange des Cephalothorax 7 mm (bei iin^/rtilis sec. Pocock bzw. 24 und 9111111). dagegen erscheint wie bei dieser ,,Ce- phalathorace fere omnio niveo-pubescenti", d. h. wenn trocken. Der Langsleil ehaarung und Far- bung df- Abdomen gebeii wenig Anhaltspuiikte, zumal Abdomen meiiies F.xem- l>lars nicht ^iii erhallen i^t . 1 >ie Originalbeschreibung \<>n /.. bayaonianus*) Br. Cap.) (in: Mem. Ac. Real d. Sciciu-. I.i-lioa. Cl. math. ])h\>. nat. N. S. T. I\'. ]>arte i) weicht ab durch die Fai-bun- des AbdoiiH'ii (die aber bei nieinein l'',\enii)lar \-ielleichl kiinstlich criiudert ist); t.-rin-r sind liier die I '.eine ein wenig liinger : I Femur I 2.5. I'atella "' l''il.li/n-i I jsl die Art .ils .. I',. i\-. ,111.11111:1" (suit I '< >]>llt ll:illll;i ), da .sir ;I!HT n.-icli Hnrii unit isl. s,, inuli sir \vnlil .,l>,iv.M>ni.iiiii>" (in I'iiipnistlii-niiji.s} licil.U-n. 415 Tibia 15,5, Metatarsus 11,5 Tarsus 5,5 mm; II bzw. 12; 14,5; ii; 5,5 mm; III bzw. 10 ; 10,5; 8; 4mm; IV bzw. 13; 14,5; 13 ; 5 mm. Also: I 45; II 43; III 32,5; IV 45,5 mm oder: IV, I, II, III. - Diese Originalbeschreibung ist aber zur Unterscheidung von so nahe verwandten Arten wie bayaoniamis mid liilaris ziemlich ungeniigend. Epigyne erscheint in Flussigkeit als ein rotbraunes, abgerundetes, 1,3 mm breites und 1,2 mm langes Feld, das eine doppelt kreuzformige oder umgekehrt kelchformige Figur einschliefit, die durch ihre, insbesondere hinten deutliche schwarze Begrenzungslinie markiert ist, sonst aber kaum von der iibrigen Flache der Epigyne in Farbung abweicht. Diese Figur, die von dem Septum der Epigyne gebildet wird, erscheint in der Mitte, unmittelbar vor dem Querseptum, am stark- sten verschmalert, die etwa dreieckige vordere Erweiterung ist ein wenig kiirzer als die hintere (das Querseptum) und an den Enden zugespitzt, wahrend die Enden des Querseptums breiter abgerundet erscheinen; die zwischen den beiden Ouersepta gelegene zungenformige Einbuchtung von der helleren Umgebuiig der Septa ist kaum so breit wie die Enden des einen Querseptum. Cephalothorax erscheint in Flussigkeit im Grunde hell braunlichgelb, langs der Mitte des Clypeus und des Kopfteils hellgelb, der Seitenrand des Brustteils init einer schwarzen Linie bezeichnet und dariiber ist letzterer mit einigen dunkel- braunen Flecken versehen, Augen, auch die vorderen, gestielten, Augen in je einem schwarzen Fleck gelegen. Cephalothorax an den Seiten mit weifler Be- haarung, die jederseits eine breite, aber wenig markierte Langsbinde bildet, oben ist auch weifle Behaarung vorhanden, aber noch mehr dunkle Behaarung, so daB in nicht abgeriebenem Zustande die ganze Riickenflache dunkel erschei- nen wiirde. Mandibeln braungelb, vorn aufien mit einer dunkelbraunen Langs- binde. Lippenteil schwarz mit weifier Spitze. Maxillen dunkelbraun mit grau- licher Spitze. Sternum braungelb mit Andeutung einer schwarzen Mittellangs- binde, die hinten am deutlichsten ist. Coxen braungelb. Beiiie dunkelbraun. Femoren mit einer 2 2,5 mm breiten schwarzen Endbinde, die innen von einer schmalen gelblichen Binde begrenzt wird. Tibien an beiden Enden schmal schwarz geringt, an den gegeneinander gekehrten Seiten dieser Ringe mit je einem gelblichen, unbestimmten, breiteren Ring versehen. Metatarsen mit An- deutung eines hellen Ringes an der Baiss. Palpen braungelb mit schwarzen Zeichnungen, die am Femoralgliede als Langsbinden auftreten. Abdomen erscheint fast einfarbig braun, an den Seiten jedoch mit schwacher Andeutung weiBlicher Behaarung, wodurch die dunkle, die ganze Oberseite be- deckende, am Seitenrande scharf gezahnte Riickenlahgsbinde begrenzt wird; diese weifie Behaarung tritt fleckenartig hervor und wird bei frischen Exem- plaren wahrscheinlich viel deutlicher sein. Leider sind die existierenden Beschreibungen der (dem Namen nach) be- kannten afrikanischen Euprosthenops-Arten in diesem Falle zur sicheren Be- stimmung ganzlich ungeniigend. 4 x6 i iiprnslheiiops annulipes Strand n. sp. Kin unreifo "" voin S\\". vom Albert-See, Route Irumu Mawambi (Ur- \\ahl) April KI< \cit nach dein unreiien Exemplar zu urteilen ist, eine gute neue Art. Cephalothorax oben hell braunlichgelb mit schmaler schwarzer Linie in Kopffurchen und hinter den Augen mit Andeutung einer helleren Mittel- laii^slinie. Augen in schmalen tiefschwarzen, nur um die vorderen M. A. zu- v.iinnienflieL'enden Ringen. Die Mitte des Clypeus und eine etwa I mm breite Seiteiibindc ist hellgelb und \veitf behaart; der Rand des Brustteiles breit sch\varz. Mandibeln und Kxtremitaten hell braunlichgelb; letztere mit undeutliehen diinkU'ii Ringen und zwar 3 an den Femoren, i am Ende der Patellen, 2 3 an den Tibien und dunkel ist ferner die aui3erste Spitze der Metatarsen. Ster- num dunkel mit schmaler gelber Mittellangsbinde und Andeutung heller Seiten- flecke. Abdomen scluvarz. oben vorn etwas heller und mit folgenden hellen Zeieh- nungen : ein blaugrauer Herzstreif, der nicht ganz die Riickenmitte erreicht, in der Mitte so breit \vie die Patellen ist und von der Mitte jederseits einen nach vorn und aul.'en gerichteten, helleren, schmalen Schragstreif entsendet; durch dieS]>it/.e dieses Herzstreif s zieht eine graubraunliche, schwach recurva gebogene 'juerlinie und hinter dieser linden sich in gleichen Abstanden drei weitere eben- solche Linien; das Rtickenfeld wird jederseits von einer schmalen, hell graubraun- lieheii, anregelmafiigen geraden Langsbinde, die sich zwischen den beiden hinteren 'jiu-rlinien nach innen zu fleckformig erweitert, begrenzt; an der Innenseite sind Langsbinden stellenweise tiefschwarz begrenzt, wahrend sie von der Aui3en- je einen nach unten und hinten gerichteten gelblichweiOen Schragstreif Bauchseite schwarzlich mit braunlichem Anflug, jederseits von einem undeutlichen, gelblichen, vor den Spinnwarzen erweiterten Liings- begrenzt und mit einem ahnlichen, aber vorn viel deutlicheren langs der Mitte, auch des Kpigasters. S])innvvarzen braungell), oben geschuarzt. Die \-orderen und hinteren M. A. in Fliissigkeit gleich grotf oder die \-orderen em \\eni'^ grower erscheinend (da die hinteren von einem breiteren scluvar/.en King uni-eben sind, kcMintc-n sie leicht fiir gniUer gehalten \verden); die vorde- ren unter sieh nin nicht i^anz ihren \-ollen I Hirchmesser, die hinteren um reich- densell)eii entteini , das I : eld di-r M. A. liinger als breit und nur vorn ganx. naU-r aN liinten. Die Augen der hintersten Reihe \venigstens so grofi hinieien M. A. Da- -anze Augeiil'eld ist vorn 1.5. hinten 1,7 nun breit i nun Ian-. Die vorderen M. A. \-orn CK-jteusrande um ihren doppclten der nicht \-iel weiter als \-oii den hinteren M. A. entfernt. Sla< heln der 1-Viiiorcn kiir/er oder jedent'alls nicht liinger als der Durch- "trellenden C.lii-dcs. die der Tibien mid Metatarsen meistens viel 417 Korperlange (NB. das Exemplar ist unreif !) 10,5 mm, Cephalothorax 4,5 mm lang, 3,5 mm breit, vorn 2,2 mm breit. Beine: I Femur 8,3, Patella 2,4, Tibia 7,5 Metatarsus 7, Tarsus, 3,1 mm; IV bzw. 8, Patella + Tibia 8, Metatarsus + Tarsus 9,5 mm. Also: I 28,3; IV 25,5 mm. Euprosthenops armatus Strand n. sp. Bin Parchen vom Albert-See, Kassenje. Marz 1908. Ebenda ein wahr- scheinlich zugehoriges unreifes Q. 9. Mit E. pulchellus Poc. 1902 (in Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 10 p. 18) ver- wandt, aber durch folgendes abweichend: Cephalothorax erscheint (in Fliissig- keit) nicht eben ,,deep brown", die weiBe Langslinie fangt zwischen den vor- deren M. A. an und ist auch auf dem Brustteile vorhanden, eine gekrummte weiBe Linie auf dem Augenfelde ist nicht erkennbar, die hellen Seitenbinden treten hinten als eine Randbinde auf, die sich in der Mitte spitz dreieckig (die Spitze nach vorn) erweitert, der Brustteil mit wenig helleren Strahlenstreifen ; Mandibeln braungelb und iiberall, schneeweiB oder dunkler, behaart; Coxen einfarbig hell- gelb, Sternum kaum dunkler und zwar ungezeichnet ; Riickenfeld des Abdomen schwarz mit Andeutung feiner hellerer Schraglinien, an der Basis mit drei kurzen, weiBen, parallelen Langslinien, der Seitenrand wellenformig, jederseits 5 6 seichte Einbuchtungen bildend; Seiten und Bauch gelb, erstere oben mit einem undeutlichen dunklen Langsstreifen, letzterer scheint Andeutung zweier hellerer Langsbinden zu haben. Augenstellung von derjenigen von E. pulchellus nicht wesentlich verschieden. Epigyne ist so von den langen umgebenden Haaren bedeckt, daB ihre Struktur schwer zu erkennen ist, ohne daB diese beseitigt werden. In Fliissig- keit zeigt sie zwei tiefschwarze, subparallele, auBen gerundete, innen quer- geschnittene, wenig langer als breite, unter sich um etwa ihre Breite entfernte Flecke, deren Innenrand sich als eine schwarze L,inie nach vorn verlangert, die etwa so lang wie der Fleck selbst ist. In diesen Flecken lassen sich kleinere, tiefschwarze Querflecke unterscheiden. - - In Profil erscheint Epigyne ( in Fliissig- keit gesehen) als eine etwa kreisformige Wolbung ohne auffallende Struktur. Korperlange n 12 mm. Cephalothorax ca. 4,5 mm. Beine: I Femur 6, Patella + Tibia 7, Metatarsus + Tarsus 8 mm; IV bzw. 6,5; 7,5; 9 mm. Also: I 21; IV 23 mm. d* ist wie das 9 gefarbt und gezeichnet und hat dieselbe KorpergroBe, aber langere Beine: I bzw. 7; 9; 10,5 mm; IV bzw. 7,5; 9; Metatarsus 9, Tarsus 4 mm. Also I 26,5; IV 29,5 mm. - - Die Palpen sind vor alien Dingen charakteristisch durch einen kraftigen Fortsatz von der AuBen- (und Unter-)seite des Tibial- gliedes, der von oben und etwas von hinten gesehen vom Gliede gerade abste- hend, am Ende breit quergeschnitten mit der vorderen Ecke als ein feiner Zahn ausgezogen, nach hinten konvex gebogen und zwar beide Seiten parallel, nicht doppelt so lang als breit, hellgefarbt, die Hinterseite jedoch dunkel und ein we- nig vor der Mitte des Gliedes entspringend erscheint. Von oben gesehen er- Deutsche Zentralafrika-Expedition. IV. 27 4 i8 scheint die Spitze des Tibialgliedes ganz schwach schraggeschnitten mit der auBereii in dicker, Mumpier. kraftiger, vorn und ein wenig nach auBen gerichteter /aim. \\ahivnd die inncre. breit gerundete ,,Ecke" einen viel kleineren und spitze- ieii /aim aul'weist. Im Profil erscheint Bulbus \-oni Gliede recht deutlich ab- t/t. am Kmle abge.-tut/t und daselbst mit zwei Zahnfortsatzen, einen klei- neren, dcr nach obeli und einen groBeren, der iiach vorn gerichtet ist. I>a> unreife v, das nichtsdestoweniger so groB wie die reifen Exemplare i>t. \\eicht in dcr Zeichnung dadurch ab, daB der Bauch mit vier dunklen Langs- bindcn \ei>ehen ist, von denen die beiden mittleren allerdings linienschmal sind; die dunklc Scitenbinde ist viel deutlicher als beim reifen Exemplar. Ein be- xoiidcrer dunklcr Fleck hinter den Lungendeckeln ist nicht vorhanclen, vielmehr die auBeren I,angsbiiiden an der betreffenden Stelle. Gen. Pisaura Sim. Pisaura insula .Strand n. sp. Ein ( J von der Insel Kwidschwi (Kiwu-See) Sept. 1907 (Type!). Eins vom Albert-See, Kassenje, Marz 1908. Cci)halothorax braunschwarz, mit scharf markierter, grauweiBer RiAcken- liings})inde, die um die Mittelreihe i mm breit ist, nach vorn ganz schwach und all- iniihlich verschmalert, mit einer schwachen Einschniirung vcr dem vorderen ICndc dcr Mittclrit/.c,\vo auch Andeutung eines dunklen, mitten unterbrochenen Querstriches \-(jrhanden sein kaiin; der Seitenrand der Binde mit einem tief- - J -ch \\aryx-n Strich bezeichnet, wenigstens in der hinteren Halfte. Mandibeln und Kxtn-mitaU-ii dunkelbraun, erstere am Ende innen ein wenig heller. Sternum und Co\i-ii dnnkel, fein heller gesprenkelt, ersteres mit einem weiBlichen Mittel- liin-s^trich. Li]>])cntcil sclnvarzlich mit weiBlicher Spitze. Ahdonu-n ct\\a wie der Cephalothorax gefar1)t und gezeichnet, jedoch i^t die Riickenbinde rostgelblich angeflogen, aber mit einem helleren, hinten fein Mittellangsstrich, sowie mit einer weiBlichen Grenzlinie; am Ende Drittels schlieBt cliese Binde zwei schwarzliche, langlichrunde, in Quer- u-ihc aii-cordnctc- I'K-ckc ein, die unter sich ein wenig weiter als vom Seiten- r.iiidc der I'.iude eiitfernt sind. Bauchseite mit einer vorn das ganze Epigaster eiiiM liliel.'.endeii, nach hinten sich allmahlich \-erschmalernden, undeutlich helleren Mittellangsbinde, die \-on i-inem schmalen weiBlichen, am Hinterende erweiterlcn M-lunal M-huarx. .m-elegten Mittellangsstrich durchzogeii \\ird. I ; .li^yne bildet cine /iemlich tiefe, fast kreisformige oder etwas liingi-n- breili ''.rul.e. die hinten \ on i-inem hohcn, leisten!'(")rmii;en, ticfschwarx.cn Kaiicl l.e-ren/.i wird, der an den Seiteii der (jrube in eine niedrigere, stark und /.\\;n kiei-ir.inii- i-rweilerte, oben abgcflachte ICrhcihuiii; iibergeht, die von einer tten, kn i-tormi^en. tieKeh \\arx.en Furche begrenzt wird, die innen allerdings ;hcn sein kaiin und die insbcsonderc in I^lussigkcit scharf hervortritt un men mit dem Hinterrand cine charaklei istische brillenah nliche Figur bildet. Die Grube und die von den Brillenringen eingeschlossenen Flachen erscheinen in Fliissigkeit braungelb. Zwischen den hintereii M. A. stehen zwei nach vorn gerichtete, lange, weiBe, parallele Haarborsten. Die vordere Augeiireihe procurva, so daB eine die M. A. unten tangierende Gerade die M. A.'oberhalb des Zentrums schneiden wiirde; die M. A. viel kleiner, unter sich um 2 / 3 ihres Durchmessers, von den S. A. um reichlich den ganzen Durchmesser entfernt; letztere vom Clypeusrande um nur ganz wenig mehr als um ihren Durchmesser entfernt und Clypeus somit fiir eine Pisaura niedrig. Korperlange 10 mm. Cephalothorax 5 mm lang, 4 mm breit. Beine: I Fe- mur 5, Patella + Tibia 6,5, Metatarsus -f- Tarsus 7 mm; IV bzw. 5; 6; 7,2 mm. Also: I 18,5 ; IV 18,2 mm. Pisaura ducis Strand n. sp. Ein r/ 1 von der Insel Kwidschwi (Kiwu-See) Sept. 1907. Cephalothorax und Extremitaten rotlich braungelb, ersterer mit fast linien- schmaler, wei!3er, den Hinterrand nicht erreichender, scharf markierter Mittel- langsbinde, die zwischen den beiden Augenreihen endet, auf dem Brustteile dunklere Strahlenstriche, die Seiten derselben ein wenig heller als die Riicken- seite. Mandibeln rot mit dunkleren Langsbinden. Lippenteil dunkelbraun mit hellerer vSpitze. Maxillen braunlichgelb. Sternum hellbraun mit blaBgelber, parallelseitiger Mittellangsbinde und ahnlichen Seitenrandbinden. Coxen unten gelblich mit dunkleren Punkten. Unterseite der Femoren angeschwarzt. Ab- domen graulichbraun mit dunkel braunlichgelber Mittellangsbinde, die in der groBeren hinteren Hafte in 5 6 winkelformige, je zwei schwarze Punkte ein- schlieBende, undeutliche und unvollstandig getrennte Querflecken zerfallt. Von den etwas helleren Seiten wircl das Riickenfeld durch eine noch hellere Langs- linie jederseits getrennt und zwar so, daB dasselbe aus drei fast gleichbreiten Binden besteht: der helleren Mittel- und zwei dunkleren vSeitenbinden. Der Bauch ein wenig heller mit drei schmalen, undeutlichen gelblichen Langsbinden. Palpen. Femoralglied oben in der Endhalfte mit 2.4 Stacheln; Patellar- glied oben an der Spitze und innen mitten mit je einem Stachel, oben an der Basis mit einer Stachelborste und das Glied ist nur unbedeutend langer als breit. Das Tibialglied erscheint von oben gesehen wenig langer als das Patellarglied, aber an der Basis schmaler, am Ende schrag geschnitten mit der auBeren Ecke am starksten vorstehend und zwar bildet sie einen nach vorn und auBen gerich- teten, nach auBen konvex gekriimmten und gegen die scharfe Spitze allmahlich verjiingten Hakenfortsatz, der fast so lang wie das Glied am Ende breit ist und vorn mitten ein ganz kleines, aber scharfes Zahnchen tragt; am Innenrande der Spitze des Gliedes, nach unten zu, steht ein dickerer, heller gefarbter, nach vorn und unten gerichteter Fortsatz. Im Profil (von auBen und ein wenig von oben) erscheint Bulbus als ein in der Basalhafte kreisbogenformig begrenzter 27* 420 l. di ' so breit \vie die grofite Breite der Lamina tarsalis ist, nur etwa /.ur Mitte der letzteren reicht und am Ende einen breit dreieckigen, kurz und -eliail /uge:pitzteii. nach unten und ein \venig nach vorn gerichteten Zahn- fort^at/ /eigt. \\ahreiid vor cliesem noch ein ringformiger, dem Gliede fast an- liegeiuler I'ortsatz vorhanden ist. Korperliinge i _' nun. Cephalothorax 5 mm lang. 3,5 mm breit. Beine: I I'Ymur 5.5, Patella Tibia 6,;,, Metatarsus - Tarsus 7 mm; IV bz\v. 5,5; 6; 7. 3 mm. Also: I 18,8; IV 19 mm. I'isaura rothiformis Strand v. orientalis Strand n. v. Kin ' von nordl. vom Albert-Kdward-See, Ruwenzori Ful3, Westseite. I-Ybr. 1908. - Kbenda ein unreifes Exemplar. \'<>n der Originalbeschreibung nur durch folgendes abweichend: Mandibeln in der Basalhalfte mit dunkleren Langsbinden; die Mittelbinde des Sternum ist seharf markiert, und ziemlich deutliche helle Seitenrandbinden sind vorhan- den ; das Patellarglied der Palpen ist am Ende leicht gerundet; die vorderen M. A. unter sich und \ - on den S. A. um reichlich ihren Radius entfernt (trocken gesehen); die I-'einoren I\' haben hinten unweit der Spitze i.i Stacheln, auch die Patellen I\' haben beiderseits eine Stachelborste; Cephalothorax ist 4mm lang, 3,3 mm breit und die Beine sind dementsprechend ebenfalls ein wenig langer. Gen. Thalassius Sim. Thalassius ruwenzoricus Strand n. sp. Kin n \-on nordl. vom Albert-Edward-See, Ruwenzori Westseite, 2 ooo m. I-'ebruar 1908. \'on der Beschreibung und A'bbildung von Tlutlassins rcgalis Poc. (in: Proc. /"asis bis zu den S])inn\varzen sich erstreckenden Mittellangsbinde und jederseits dieser ist eine undeutliche und \\enig regelmaBige Reihe \ T OU etwa iunklen I-'K-rken, die durch undeutliche dunkle Linien ]>aarweise \-erbunden oberhalb der Spinnwarzen erweitert die Langsbinde sich /,ur Bildung eines langlichen N'ien-cks; Kpigasler gelblich. I-U-iiu- \vie bei regalis gefarbt und ge- i-iclnu-t. jrdorh nehmen die- dunklen Ringe der Metatarsen nur je ein Sechstel -in: ' ;iii-dcs rin, (li r Tarsen sind in der Mitte heller als an beiden Endeii siiintlichf duiikle Ring*- der I-.xtreiniliitc-n sind braun statt schwarz. 'HUT i '.lalothorax reic-hlich so lang uie Tibia I, wiihrend er bei regalis kiirzei --ein soil, <,o\vic- um die Iliilfte des Tarsus langer als der Meta- lb /s mil ' , ilev Tarsus), nicht kiirzer als Tibia IV und fast 421 so lang wie Metatarsus IV. Auch weitere Abweichungen in den Dimensionen sind vorhanden: Korperlange 15 16 mm. Cephalothorax 7 mm lang, 6 mm breit. Beine: I Femur 7,3, Patella + Tibia 10, Metatarsus + Tarsus 9 mm; II gleich I; III bzw. 7; 8,5; 8 mm; IV bzw. 8,2; 9,5; n mm. Totallange: I = = II 26,3; III 23,5; IV 28,7 mm, oder: IV, I = II, III. Epigyne hat die allergroBte Ahnlichkeit mit der von regalis, aber ,,the de- pression in front of the lobes" ist nicht ,, marked with two posteriorly con- verging black ridges", die beiclen Vorderecken des Hiigels erscheinen deutlicher dreieckig zugespitzt, und die dazwischen gelegene abgerundete Flache reicht, in Fliissigkeit gesehen, deutlich weiter nach vorn als die vor dem Hugel gele- genen beiden Seitenfelder und als es in der zitierten Abbildung angedeutet ist. Thalassius Schubotzi Strand n. sp. Ein 9 von W. vom Albert-See, Mawambi a. Ituri. April 1908. Cephalothorax und Extremitaten rotlichbraun, ersterer mit drei weiBen, eckigen, wenig regelmaBigen Haarflecken jederseits auf dem Brustteile, von denen der vordere mehr oder weniger deutlich sich mit dem Seitenrande verbindet, ferner eine weiBe Binde von den S. A. bis zu den Ecken des Clypeus. Femoren mit je zwei weiBen Halbringen, Patellen mit einem ebensolcheii an der Spitze, die Tibien mit einem breiten Halbring in der Mitte und einem schmaleren, undeutlichen nahe dem Ende, die Metatarsen mit zwei gleichdeutlichen weiBen Halbringen; samtliche diese Halbringe unten unterbrochen. Palpen im Grunde heller als die Beine und wie diese weiBgeringelt. Mandibeln rot, am Ende innen gelblich. Coxen braun mit gelblicher Basis, Sternum heller braun mit gelbem SpieBfleck langs der Mitte. Lippenteil und Maxillen im Grunde wie Sternum, ersterer jederseits an der Basis mit einem schwarzen Fleck. Abdomen braun, oben jederseits mit drei weiBen Haarflecken und ebensol- chen Punkten und ebensolche lassen sich an den Seiten erkennen. Feld der M. A. langer als breit, vorn und hinten gleich breit, alle 4 Augen gleich groB. Die vorderen M. A. unter sich und von den S. A. urn ihren Durch- messer entfernt. Epigyne hat die groBte Ahnlichkeit mit derjenigen von Th. ruwenzoricus m., unterscheidet sich aber dadurch, daB die beiden Halften des Hiigels unter sich nur durch eine ganz feine gleichbreite Furche unvollstandig getrennt sind. Korperlange 20 mm. Cephalothorax 8 mm lang, 6,7 mm breit, vorn 4 mm breit. Abdomen 12,5 mm lang, mitten 7, vorn 4 mm breit. Beine: I Femur 8, Patella + Tibia 10, Metatarsus + Tarsus 10,5 mm; II gleich I; III bzw. 7,8; 10; 9,5 mm; IV bzw. 9,5; 12; 12 mm. Totallange: I II 28,5; III 27,3; IV 33,5 mm, also: IV, I -- -- II, III. Thalassius bukobensis Strand n. sp. Ein 9 mit Kokon aus einem Sumpfe bei der Mission Bwanja bei Bukoba. 18. Juni 1907. 422 I-. i>t kugelig. weiU. 12 inin im Durchmesser, filzig, aber fest uncl rreiBen. Inhalt Kier. die eiuen Durchmesser von i mm haben. Mit 'I'll. nnu'l<>r Sim. und s'/Vmvr/ F. Cbr. nahe verwandt (vgl. F. CAM- HKi;"-i" in: 1'roc. Zool. S<>e. i^'i* p. 2<). t. IV, f. 2 |;//Vo/or] und la. ib und 8). \"oii beideii \\eicht sit- abcr durch die Kpigyne ab, indem das Mittelstiick der- -elbcn. welches die beiden Hugel voncinander trennt, in Fliissigkeit als ein lang- lich dreiecki-es. durch zwei schwarze, nach hinten konvergierende Linien be- I.im^I'eld erscheiiit, da> vorn reichlich halb so breit \vie jeder der beiden Hii-el i>t und ei>t am Hinterrande in eine Spitze auslauft, wiihrend es bci den -enannteii . \rteii \'orn \'iel schmiiler (etwa 1 / 5 so breit wic der Hiigel vorn) ist und seine i '.u n/.linien schon in der Mitte zwischen Vorder- und Hinterrand der ilu^el zusammenstofien. Das den beiden Hiigeln vorgelagerte braune Feld -heint in I'liissi-keit als eine fast parallelseitige braune Querbinde, die auch die beiden X'orderecken der Hiigel bei gleicher Breite umfaBt, was weder bei Spcm-cri und noch weniger bei unicolor der Fall ist (vgl. Figg. cit.). In I ehein. Baiich mit gelblicher Querbinde hinter der Spalte, sonst fast so dnnkel wie der Riieken, I{]>igaster hellgraulich, E])igyne heller und dunkler braun. I )ii- vorderen M. A. erscheinen in Miissigkeit ein klein wenig groBer als die A., iinler sic-h MID kaum ihren Durchmesser, \-on den S. A. urn denselben I Me hintern M . A. -rol/K-r al> die- vorderen. orperliinge lit 17 nun. Cephal~ , \ ; I\ - 32,5 mm. als., : IV. I = II, III. |,|). von: Hautr Ituri. Januar K)o8. hart' markierter helK-r Si-ili-nliingsbindr sowohl am Ccphalothorax "n-1 aiisc-heinen;im i,ia ; richtelen (Jnerh(')cker, der am Knde cine kleine zuriickgerich- zeigt. Korperlangc < mm. Cephalothorax 4 mm lang und 3 mm breit. Abdomen nun lang. 2.5 mm breit. Beine : I Femur 3,6, Patella + Tibia 4, Metatarsus Tarsus 5mm; II wie I; III b/.w. 3,5; 3,9; 5.5"""; IV bz\v. 3,5; 5; Metatarsus 5. Tarsus 2,6 mm. Also: I 12,6; II 12,6; III 12,9; IV 16,1 mm. r,;-\\eilen iM die Faibimg viel heller, so datt Cephalothorax und Extremi- taten fast einlarbig hell braunlichgelb erschcinen; der Rand des Cephalothorax und da- Augenfdd erscheinen jedoch immer sclnvarz. Abdominalriicken soldier Fxeinplare zeigl cineii bis zur Mitte reidienden, wenig deutlichen Herzstreifen iiml dahinter 4 blaBgelbe, mchr oder weniger in Fleckeu aufgeloste Querstreifen ; die dunklen Baudibindeii rudimentar. 1 >as V ist ein wenig groBer (Korperlange 12 mm, Cephalothorax 5 mm lang; I'-eiae: I Femur 8. die iolgenden Glieder zusammen 10,5 mm; IV bzw. 5; 14 mm, also: I 14.5. IV 19 mm.) Sonst vom ' nicht wesentlich versdiieden. Epigyne hat die grol.'.te Almlichkeit mit der von H. partita O. Cbr. (Vgl. STRAND: Nord- airikanisehe . . . Lycosiden, in: Archiv f. Naturgesdiichte, Jhrg. 73, I .Bd.. p. 2rmig crweitert und vertieft. Gen. Tarentula Sund. larcntula pulloides vStrand v. irumua Strand n. var. Ivin " \-oni S\\'. vom Albert-See, Route Irumu Mawambi (Urwald). A]>ril [908. Aus der Veruandlschaft \-on /. pctiti v Sim., utraiiicnttitu Karsch, pu/laidcs iml und '/'. rudintu Lair., charakteristisch u. a. (lurch die dunkle, an Hippnsn erimiernde Mittdliingsbinde des Sternum. Die bciden ersten Arten sind auf V V allein aut'gesU-llt , \'on pit/Ionics Strand ' schoii durch die bedeutendere Gnila' leidit /u unterscheiden : K(")rperlange 17 mm. Cephalothorax 8,5 mm lang, mm breit. Heine: I Femur S. Patella - Tibia 10, Metatarsus Tarsus I I mm lang; II b/.w. 7,5; <; 10,5 mm; III bzw. 7; 7,5; 10 mm; IV bzw. 8.5; 10,5; Meta- Tarsus .5 mm. Also: I 29; II 27; III 24.5; IV 33 mm. Mandibdn Tarsen III ' _, Metatarsus I. Tarsalglicd unbedcutend kiirzer als Patellar- Tibialglied. Dii I'alpen haben die allergn'ilat e Almlichkeit mit denjenigcn von T. pnll