WISSEXSC'H A FTTjril r: KJi(i KH^ IS.SK I>E1{ St'HWEDIöCHEX ZOOLOOISCIIEN EXPEDITIOX DEM KILIMANDJARO, DEM MERU DEN UMaEBENDEN MASSAISTEPPEN DEÜTSCH-OSTAFRIKAS 1905—1906 UNTER LEITUNG VON PROF. DR. YNGVE SJOSTEDT HEUAUSGEGEBEN MIT UNTERSTÜTZUNG DER KÖNIGL. SCHWEDISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 3. BAND ABTEILUNG 15—22 MIT 37 TAFELN; 636 SEITEN. A y Nicht im Buchhandel. (1 WISSENSCHAFTLICHE EEGEBNISSE DEK SCinVEDIStUIEN ZOOLOGISCHEN EXrEDITION XACIt DEM KILIMANDJARO, DEM MERU UND DEN UMGEBENDEN MASSAISTEPPEN DEUTSOH-OSTAFRIFvAS 1905—1906 UXTKR l.f:lTUNG VON PROF. DR. YNGVE SJOSTEDT : ° ; a ; m ; a ](I^UAUSGEGEBEN MIT UNTERSTÜTZUNG VON ÜEU KONIGL. SCHWEDISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 3. BAND ABTEILUNG 15—22 SIIT 37 TAKELN; 636 SEITEN. TRYCKT HOS r. PM.MQl'ISTS AKTIEDOI.ACi, STOCKIIÜI.M 1010 8. Band. INHALT. 15. t'oirodentia. mit 7 Tafeln, S. 1—70. ., . Seite. /. TcniiitidfC, von Ynhvk S.iöstkijt, Tat". 1 — 4 1 — 28 i*. CopccHinaihii, von (»ünthku Enijkki-kin, Tat', ö 29 — 40 0. EniliiiiUc. auctore Fii.iiM'o Sii.vkstki, Tat. (_> 41 — 42 4. MuUopliaijit. liy Veknon \, 1\ ki.i.ogo, Taf. 7 43- -DO Tafelerkläruiigen 14 1(>. IMijsapoda. mit 2 Tafeln. S. X'i'l. 1. l'lu/yapoilM. voll Vu.iv Ti;viinji, Taf. 1—2 1—22 17. Oithopteia, mit 7 Tafeln. S. 1-214. 1. Ih-rmatopleyn, by Mai.coi.m Bükr, Taf. 1 1 — 12 i>. Blattodm. by R. Shelford, Taf. 2—3 13— 48 H. MautoäfU, von Yngve Sjöstedt, Taf. 4 49 — 74 4. Phasmoäea, von Yngve Sjöstedt, Textfig. 1 — 9 In — 90 ,-■;. (ifi/Uodia. VDH Yngve Sjüstebt, Taf. f) 91 — 124 fj. Lncuslodt'd. viin Yngve Sjöstedt, Taf. G 12.Ö — 14S 7. Acridiodvd. von Yngve Sj(")stkdt, Taf. 7 149 — 200 Tafelerklärungen 14 1—214 IS. Apterygogeuoa. mit 3 Tafeln, S. 1-20. 1. Culleinfxihi. von Eix.\r Wahi.ohen. Taf. 1 1—10 V. Thiisminra. auetore Fii.ii'i'o Sii.vkstki, Taf. 2 — 3 11-14 Tafelerklärnngen ti 1 — 20 10. Myriopoda. mit G Tafeln, S. 1-04. 1. Jlfifiiopoilii. von (_'aki, (jiF Attems, Taf. 1 — (j 1— (i4 20. Araclnioidea, mit S Tafeln. S. 1 — IN«. 1. Pcdipalj)!, Scoipioncs. So]ifi((//r. Clwlnnclhi. von Ai.n. Tuij.gken. Taf. 1 1 — 1(5 .y. I.rodidrP. par L. G. Neumann 1' '^0 .7. Acari, by Ivak Thag.Ikdh. Taf 2—3 31—58 4. Opiliunes, by William Sörensen, Taf. 4 "^ ^^ ->. Tartarkles, by H. J. Hansen ?^~"^^ c. Aranca; von Alb. Tulloren, Taf. Arane» 1—4, Textfig. 1-3 (ex parte) 85—172 Tafelerklärungen 14 1-lSG 31714 21. Cnistacea, mit 2 Tafeln, S. 1—24. g^;^^ 1. Decapoda, von Yngve Sjöstedt 1 — 2 S. Isopoda, by G. Budde-Lund, Taf. 1—2 3—20 Tafelerkliirungen 4 1—24 22. Teriues, mit 2 Tafeln, S. 1—36. 1. Oligochceta, von W. Michaelsen, Tal. 1 1—10 2. Cestodes, von Otto Tuhemann, Taf. 2, Texttig. 1 11 — "22 3. Nematodes, by Robert T. Leipee, Textfig. 1 — 9 23 — 26 4. Gordiid(B, par Loeenzo Cameeano, Textf. 1 — 4 27 — 28 5. Hirudinea, von Ludwig Johansson, Textfig. 1 — 3 29 — 32 Tafelerklärungen 4 1—86 15. CORRODENTTA. 1. Teniiitid» c von YNaVE SJÖSTEDT. Mit 4 Tafeln. Innerhalb des Gebietes — die Berge Kilimandjaro und Meru nebst der sie am nächsten umgebenden Massai-Steppe — , welches den Gegenstand der durch diese Reise bezweckten zoologischen Untersuchungen bildete, war die termito logische Fauna mit einer einzigen Ausnahme (Termes goliafh Sjöst.) bisher völHg unbekannt; ja über- haupt war Deutsch-Ostafrika daraufhin sehr wenig untersucht, denn innerhalb dessen weitgedehnten Grenzen waren unter den aus Afrika bekannten über 130 Species bisher nur 1 1 hierhergehörige Arten verzeichnet. Ich wandte mich denn auch deshalb sofort nach meiner Ankimft in diese Berge daran, mir durch eine orientierende Untersuchung einen Eindruck des allgemeinen Charakters jener Fauna zu verschaffen. Lange blieb es mir nun nicht verborgen, dass die Termitenfauna dieser Gegenden sich keineswegs messen konnte mit dem reichen Termitenleben der warmen, feuchten, westafrikanischen Wälder, deren Natur und Klima schlechterdings eben für diese Tierchen geschaffen zu sein scheinen. Seiner Natur nach ein vulkanischer Kegel ragt der Kilimandjaro mit seinem ewig eisbedeckten Haupt bis zur Höhe von 6010 M. empor, an der Basis einen Durchmesser von 60—80 Kilometern darbietend. Es liegt auf der Hand, dass ein Berg, welcher, fast gerade auf dem Äquator gelegen, sich von der flachen, heissen Steppe bis zur Region das ewigen Schnees und Eises erhebt, eine Reihe verschie- dener und in verhältnismässig rascher Anfeinanderfolge sich ablösender Vegetations- bilder nebst damit im Zusammenhang stehende Wechselungen der Fauna besitzen muss, da ja die Tierwelt sich in der Pflanzenwelt spiegelt und mit ihr verändert. Dem ist denn auch hier so, und wir werden deshalb diese Zonen — die Steppe, den Mischwald, die Kulturzone, den Regenwald, die Bergwiesen und die Flechtenregion — kurz erwähnen lun nachzusehen, von welchen vorauszusetzen sein möchte, dass sie vorzugsweise jene wärmeliebenden Insekten hegen. Ringsum die Berge verbreitet sich die Steppe. Sjönlecllii Kilimainljaro-Meru Erpedition. 15. 1 2 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. l5: 1. Die einfachste Steppenart ist die Grassteppe, wo ganze Ebenen von hohem oder niederem Grase ohne nennenswerte Einmischung von darüber hinausragenden Bäumen und Büschen bedeckt sind. Auch auf der tyjiischen Grassteppe gewahrt man wohl mitunter ein gekrümmtes Dorngestrüpp, hie und da sogar einen Baum, eine Akazie oder dgL ; sie finden sich aber so zerstreut, jedes einzehi für sich, dass sie dem öden, kahlen Gepräge der Landschaft keinen Einhalt zu thiui vermögen. Inmitten dieser kahlen Grassteppe oder an Plätzen, wo die Bäume sich zu grösseren oder kleineren Partien zusammen- gefunden haben, trifft man bisweilen die zerstreuten, weithin sichtbaren, nackten Hügel des Termes bellicosns an, mitunter in so grosser Zahl, dass sie der Landschaft auf gewissen Gebieten ein typisches Gepräge verleihen. Eine überaus charakteristische Steppe ist die Akaziensteppe mit ihren vereinzelt unter dem Grase zerstreuten und darüber hinausragenden Akazien mit deren öfters ausgebreitet flachen Baumkronen und grell hellgrünem Laub. Dergleichen fanden sich allgemein z. B. im Norden in den Niederungen des Meru am Flusse Ngare na nyuki, und diese bargen gleichfalls vereinzelte Termitenhaufen. Eine seltsame Form der Akaziensteppe ist jene Fleutakaziensteppe, welche durch die kastaniengrossen, hohlen, fast stets von Ameisen {Crema.slogasfer tricolor G^RST.y be- suchten Gallen der Akazien charakterisiert wird, und welche besonders im Nordwesten und Norden des Kilimandjaro grosse, zerstreute Baumsteppen bildet. Hier sind Termitenhaufen sparsam. In gewissen Gegenden treten unter dem dann öfters ziemlich hohen Grase Gebüsch inid niedrige Bäume auf, die sich, aus dem Grase in die Höhe ragend, zu grösseren oder kleineren, oft dichten Gruppen vereinen, demnach eine Gebüschsteppen- Formation schaffend. In solchen Gegenden trifft man dagegen oft Termitenbauten, gern in der Schatte der Bäume oder des Gebüschs. Eine sonderbare Form der Baumsteppe ist die »Obstgartenste];)pe», die ihren Namen der auffälligen Ähnlichkeit mit einem alten, in Verfall geratenen Obst- garten verdankt. Die aus dem bald niederen, bald hohen Grase emporragenden, ohne jegliche Ordnung vereinzelt, aber in ziemlich gleichen Abständen hingestellten Bäume ähneln alten, knorrigen Apfelbäumen. Mehr an Pflaumenbäume erinnern hingegen jene anderer GJegenden, z. B. im Süden am Fusse des Berges bei Kibonoto, im Süd- osten vom Meru u. s. w. Auch hier sind Hügel von Termes bellicosus bisweilen allgemein. Den Übergang zur Kulturzone des Berges bildet öfters ein Mischwald, dessen Benennung davon herrührt, dass einige der typischen Steppenbäume, vor allem Akazien und Kandelabereuphorbien, für die oberen Regionen des Berges cha- rakteristischen Bäumen hier begegnen. Oberhalb dieses Mischwaldes, der bisweilen undeutlich ist, beginnt die fruchtbarste Zone des Berges, das Kulturland. Dieser Gürtel, der die Stätte der Hütten und Ansiedelungen der Einwohner ist, scheint früher von Wald bedeckt gewesen zu sein, dessen iTberreste noch hie und da, ins- besondere in den weniger angebauten Teilen, zu finden sind, und zwar sind sie hier von einer Schönheit und Üppigkeit, die nirgends sonst auf dem Kilimandjaro ihres ' Die mitgebrachteil Ameisen sind von D:r G. Maye bearbeitet worden. SJOSTEPT, TKRMITID.E. 3 Gleichen hat. IMit eiiioi- durchschnittlicher Temperatur von etwa 18—20° C — jene niedrigere im iluli- August, die letztere im Februar, — mit einem absoluten Maximum von etwa 30,f)'' C und einem iMinimum von 7,''>'' C bietet diese Zone bereits ein zumeist recht kühles, keineswegs im eigentlichen Sinne tropisches Klima. Oberhalb der Kulturzone erstreckt sich zwischen 1700-1900 bis 2600— 3000 M. bei steilerem Anstieg des Berges ein waldiger Gürtel, der Regen- oder tJürtelwald benannt; weiter oben dehnt sich die offenen .Bergwiesen und die Flechtenzone aus, an welche sich die bis an den Schnee und Eis gehende karge Natur von Moränen, Sand und Felsen anscliliesst. Wie zu erwarten war, zeigte es sich, dass die wärmeliebenden Termiten die niederen Teile des Berges und die weiter unten gelegene Steppe bewohnen; die oberen Teile der Kultm-zone (1700—1900 M.) überschreiten sie kaum, oder jedenfalls nicht gerne. Ihr eigentliches Ausdehnungsgebiet sind die Steppe und der Mischwald, aber auch die unteren Teile der Kulturzone. Abgesehen von Termes hellicosus, dessen gewöhnlich 1 — 3 M. hohe, bisweilen noch grössere, öfters lieuschoberförmige oder unregelmässige, mit Spitzen und Hörnern versehene Hügel hie und da über die Grassteppe, die Obstgartensteppe und den Älischwald zerstreut sind, seltener in der Kulturzone, die anstatt dessen von dem nahestehenden, grösseren und stattlicheren Termes golialh bewohnt wird, dessen Nester hier gewöhnlich aus grossen, recht flachen, aus rotbraunem Laterit erbauten, jeglicher charakteristischen Architektur ermangelnden Erdhaufen bestehen, welche Hügel an mehreren Orten, z. B. auf den Steppen bei Ngare na nyuki unter den nordöstlichen Abhängen Meru's und am Kware-Flusse wenige Stunden südwärts von Kibonoto so zahlreich waren, dass sie öfters den einzelnen Teilen der Landschaft ein eigenes Ge- präge verliehen — , abgesehen von diesen sind die Termiten, wie schon angedeutet worden, in jenen Gegenden gar nicht allgemein. Hie und da gewahrt man im Misch- walde kleine fusshohe, schwarze, an der Basis wohl Va — 1 Meter grosse Hügelchen, welche von kleineren Arten bevölkert sind; hier wurden recht häufig angetroffen: Nasuti (grössere und kleinere) der bisher unbekannten Art Eulermes segelli, ferner, bisweilen zusammen mit einander, E. haslatus, E. massaicus, E. parvns und E. bilohaius. Unter dem Elephantendreck wurde der zur hadius-Qv\\^])Q gehörende Termes stercorivorus entdeckt, der kleinste der bisher bekannten afrikanischen Vertreter dieser Gruppe, In die Kulturzone hingegen gehörte Termes badius, welcher dort als der Feind der Wohnhäuser, in Proviantkisten, Balken u. dgl. auftrat, ein Gegenstück zum west- afrikanischen Ettteniies funyifaber, wenn schon nicht so zahlreich und demzufolge in seiner Vorkommnis weniger zerstörend. Eben diese Art ist es, welche mit Vorliebe von den grossen schwarzen Räuberameisen {Megaponera foetens Fabr.) ent- führt wird, deren zumeist gemächlich, in weniger dichten Reihen hinschreitenden Zügen man bisweilen auf den Wegen in der Kulturzone und in der Niederung begeg- nete, wo sie gerade von ihren Raubzügen heimkehrten, die getöteten Ameisen — sowohl Soldaten als Arl^eiter — im Gebiss mitschleppend. 4 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1. Die zerstreuten Akazienwäldchen am Flusse Ngare na nyuki bargen gleichfalls. Termiten und zwar sowohl in alten, umgefallenen Akazienstämmen und -ästen, wo der kleine gelbköi^fige Etdermes haslatus recht allgemein vorkam, und wo die einzige im Gebiete angetroffene Calotertnes- Art, vieruensis, entdeckt wurde, als auch in jenen in den Wäldern und noch mehr in der sie umgebenden Steppe zerstreuten Hügeln des Termes beUicosus. Hier, an der Steppe, waren in der Regel alle Hügel nackt und offenbar bevölkert; ein ganz anderes Bild erboten die über die Steppe unfern der Natronseen zerstreuten, heuschoberförmigen Termitenhügel, welche mit Gras oder einzelnen Büschen oder buschähnlichem Pflanzengestrüpp überwachsen an die häufig vorkommenden vulkanischen Hügel jener Gegend erinnerten, und von denen viele durch ihr verfallenes Äussere andeuteten, dass sie von den Termiten verlassen waren. Wenn die Steppe infolge der Dürre gelb und verwelkt daliegt, leuchten diese Hügel öfters weithin durch ihr saftiges Gräsgrün, da die von den Termiten gelockerte Erde, Avohl auch infolge ihrer Tiefe, die sie nicht so rasch durchtrocknen lässt, zumeist ein reicheres Wachstum abgibt als die umgebende Steppe mit ihrer oft dünnen Erdschicht über dem vulkanischen Grund. Hie und da in der Kulturzone, öfters an freieren Plätzen, zwischen den Bana- nenfarmen, unter schattigen Bäumen, finden sich die an der Basis im Durch- messer 10 — 15 Fuss oder mehr betragenden grossen, aber verhältnismässig recht nied- rigen, ihrem äusseren Baue nach kunstlosen, gewöhnlich flacheren Heuschobern ähn- lichen, braunroten Erdhaufen des Termes goliath, welche Art eben von dieser Gegend zuerst beschrieben worden. Während der regnerischen Monate März bis Mai war ihre Schwarmzeit, und es wurden dann Ausgrabungen unternommen, um Teile ihrer kunstvollen Wohnungen mit deren Pilzkulturen und dazu gehörigen Kammern, mit der Königinzelle u. s. w. nach Hause zu bringen. — Der 11. April iiatte mit bewölktem Himmel getagt, grau lagen die Wolken über der ganzen Steppe. Die bereits früher begonnene Arbeit mit dem Ausgraben der Termitenpräparate sollte nun fortgesetzt werden; die Bürden werden auf die schwarzen Träger verteilt und wir begeben uns auf den Marsch, bald dem durch den nächtlichen Regen schlüiifrig gemachten Wege folgend, bald ihn verlassend, um in den angrenzenden Bananenfarmen festeren Boden für den Fuss zu gewinnen. Das Wasser tröpfelt beständig von den hoch über uns in die Luft ge- reckten Bananenblättern auf uns herab. Nach einer zweistündigen Wanderung langen wir an einem grösseren Termitenhaufen an, welcher einen flachen Hügel von unbeträchtlicher Höhe aber etwa 20 Fuss Breite an der Basis ausmacht. Nun fängt das Eröffnen des Hügels an; es ist dies eine mühsame Arbeit mit Spaten und Hacken. Die Erde ist, nachdem man durch die lockeren, wennschon zähen, durch den Regen erweichten äusseren Partien ge- langt ist, so hart wie fester Ton und lässt sich nur schwierig mit dem. Messer schneiden ; stundenlang erklingen die Hackenschläge, und immer tiefer werden die Höhlungen ringsum den zentralen, aufragenden Teil, bis endlich das grosse schöne Präparat, ein ganzes System von Pilzkulturen mit all deren grossen, über einander gelegenen und durch dünne, zerbrechliche Erdscheiben von einander getrennten, ofenähnlichen Kam- mern und Zellen blossgelegt ist. Hie imd da, oft ziemlich häufig, werden in den durchbrochenen Erdwänden in Höhlungen eingeschlossene Pilzkulturen einer anderen SJOSTEDT, TERMITJD.B. 5 bisher unbekannten Terniitenart {Termes vadschaggte) angetroffen, und zwar in der ({rcKsse einer Haselnu.ss bis zu der einer Wahiuss ; von diesen gehen feine, nach verschie- denen Richtungen hin verlaufende Gänge, bisweilen mit Erweiterungen, welche von geflügelten Tmagines vollge])froj>ft waren, die sämtlich mit den Köpfen in einer Rich- tung hin und zwar ganz dichtgedrängt an einander liegend wie ein heller Büschel aus der geöffneten Zelle herausragten. Die Entdeckung dieser Form in den Wänden der Wohnungen jener Art war von besonderem Interesse. Bekanntlich lebt bei dem dem Termes goliath sehr nahe- stehenden, aber vor allem durch die unbeträchtliche Grösse der Imagines gut unter- scheidbaren T. beUicosns unter ähnlichen Verhältnissen der T. incertus, mit dem der T. radschaggce sehr nahe verwandt, obschon davon deutlich unterscheidbar ist. Somit hegt jede der beiden nahe zu einander stehenden Arten goliath und hellicosus als Schmarotzer ihre eigene Termitenart, welche beide wiederum unter einander äusserst nahe alliiert sind. Noch andere Höhlungen finden sich in diesen Zellen in den dicken Wänden des Termitenhügels, und zwar von einer gelbroten, winzigen Ameise mit deren Larven und Puppen gänzlich angefüllt, so dass, wenn die betreffende Zelle vom Spaten durchschnitten wird, eine wimmelnde milchfarbene oder gelbrote Masse auf den Erd- boden gekehrt wird. Es zeigen sich auch lebhafte Geophiliden, zentimeterlange schwarze Staphy- liniden (Philonthus peregrinus) kriechen schnell über den Erdboden zwischen den heriungestreuten Hügelbröckelchen umher, verkriechen sich in die Gänge oder fliegen in der Luft herum, wo ferner auch eine bisher nicht observierte Forficulide (eine Chelidura- Art) gewahrt wurde. Hier fand sich auch die termitophile Staphylinide Tennitobia gastrophysa mit ihrem schwarzen, ungeheuer angeschwollenen, in obiger Ansicht fast runden, nach hinten etwas verjüngten, nach vorn mit seinem freien Teil weit über den Thorax hinausragenden Abdomen, dessen breite Bauchschilde beiderseits über die Ränder der Rückenschilde emporragen. Lebhaft und rasch läuft sie unter den zerbröckelten Stücken umher, in der Gestaltung an eine Cimex erinnernd. Still, nahezu vnilebendig, sitzt in einem geschlossenen Kämmerchen eine Solifuge — Ceroma ornatum Karsch — man wundert sich, wie sie überhaupt dorthin gekommen. Während dem schreitet die Arbeit immer fort, die gleichmässigen Hacken- schläge dröhnen gegen den harten Boden, immer wieder wird das spitze Eisen mit erneuerter Wucht in die zähe rotbraime Erde eingeschlagen, grosse und kleine Stücke springen ab, die rückständige grosse Mittelpartie wird immer mehr isoliert, bald ist man an den luiteren Fächern vorbei und die Arbeit an der unteren Isolierung des Blockes beginnt. Es wird immer spannender; das ganze Tagesresultat hängt von diesen letzten Schlägen ab: ein einziges unvorsichtiges Aufbrechen, und das Ganze wird zusammenstürzen, im Falle die schöne Wohnung mit den wunderbaren Kam- mern, Gängen und Pilzkulturen zertrümmernd. Endlich ist der untere schmale Teil losgebrochen, der rollsteinähnliche Block ist frei; jetzt wird noch die überflüssige 6 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1. Erde von ihm entfernt, um sein Gewicht zu vermindern, mit dem breiten, dünnen. Messer wird Stück nach vStück weggeschnitten, als sei es harter Ton; die Richtungen der Kammern werden festgestellt, damit überall genügend dicke Wände um die zen- tralen Teile herum zurückgelassen werden. Wir gehen nun abermals daran, den beträchtlich abgemeisselten Block abzuheben, es gelingt mit vereinten Kräften ihn in die Höhe und nach einem offenen Platze hin zu bringen, wo er mit grösster Behutsamkeit niedergesetzt wird — um trotz Aliens im nächsten Augenblick als ein zertrümmerter Erdhaufen vor uns zusammenzufallen. Erst nach 11-tägiger Arbeit, gelang es schliesslich eine Königinzelle mit den sie umgebenden Pilzkulturen in un- beschädigtem Zustande zu isolieren und späterhin glücklich nach Hause zu schaffen. Eines Tages, als ich damit beschäftigt war, hinderliche Teile mit der Axt zu behauen, kam, aus der Mittelpartie des Präparates hervorlugend, eine massive und gleichmäs- sig ovale Partie zum Vorschein; mit dem Messer wird behutsam ein Schnitt durch die harte, braunrote, thonige Materie gemacht, und der äusserste Rand der grossen, ofenähnlichen Königinzelle mit dem gewölbten Dache und dem platten Boden wurde geöffnet. Im nächsten Moment wimmelte die ganze Öffnung von Arbeitern und kleinen Soldaten, überall, vom Dache wie vom Boden her, strecken sie die zum Angriff bereiten Kiefer vor, und weiter nach innen gewahrt man schwach die grosse Gestalt der Königin und auch diejenige des Männchens, des »Königs», welcher sich flügellos unter den Arbeitern und kl. Soldaten hin und herbewegt ; auch von letztern befanden sich mehrere in der geräumigen Zelle. Es war von Interesse, demgemäss die Gegenwart eines Männchens nebst der Königin in deren Zelle zu bestätigen, m'^o es ihm zweifellos oblag, die zahlreichen Eier, je nachdem sie gelegt worden, zu befruchten. Wiederholte Male wurde während der Arbeit in den Termitenhaufen die Eigen- tümlichkeit beobachtet, dass die herausgetriebenen Arbeiter des Termes goliath begierig von den blossgelegten Pilzkulturen der kleinen, in den Erdwänden ihrer Wohnung schmarotzenden Art vadschaggce frassen, obschon sie reichlichen Zutritt zu ihren eigenen hatten, um die sie sich aber, wenigstens bei dieser Gelegenheit, gar nicht zu kümmern schienen. Dichtgedrängt scharten sie sich indes um jene, eifrigst die daliegenden runden Kulturen benagend. Sie lebten übrigens in offener Feindschaft mit ihren Schmarotzern. Die kleinen Soldaten des T. goliath griffen die Soldaten und Nymphen des T. vadschaggie rasend an; blitzesschnell stürzten sie sich über ihre kleinen Gegner, kniffen sie mit ihren schwarzen Mandillen, und zogen sich dann im nächsten Moment einige Schritte zurück. Die kleinen vadschaggce-Arheiter versuchten es ihrerseits so oft wie möglich sich an den Beinen jener anzuklammern und sie zu beissen; die Feindseligkeit war demnach, wie man sieht, gegenseitig. Die Eingebornen verzehrten begierig die Imagines der grossen und hüb- schen goliath-Art, und da während der Arbeit immer viele geflügelte Termiten mehr oder weniger zerdrückt wurden, sammelten die Eingebornen sich in Haufen um uns herum, um die weggeworfenen Tierchen zu erhaschen. Vorzugsweise waren es ältere Weiber, die mit besonderem Eifer die auf den durchnässten Boden hingeschleuderten Termiten ergriffen und sie sofort verschlangen, ohne gar die von der Erde beschmutzten SJOSTEDT, TERMITID.IS. 7 Fliis;el abzureissen; auch jüngere Mädchen verzelirten davon, nicht aber die Männer, welche, den Angaben der Leute zufolge, nur in jüngeren Jahren diese Tiere essen dih-fen. Ich wollte nun den Leckerbissen auch prüfen, steckte ein lebendiges Tier- chen als ob es eine Auster wäre in den Mund, zermalmte das kalte fette Insekt und fand zu meinem Erstaunen, dass es einen sehr guten, wennschon ein wenig öligen, Geschmack besass, welcher auffallend an den des Hanfsamens erinnerte, wobei das zwischen den Zähnen knirschende Chitin die Illusion noch erhöhte. Während der Flugzeit werden die Imagines von den Wadschagga folgendermassen eingefangen: Ringsum einige unfern von einander ausmündende, gewöhnlich ein wenig halbmond- förmig gebogene, 4—7 Cm. breite, recht niedrige, über die vom Regen weiche Oberfläche des Hügels zerstreute Löcher, aus denen die schwärmenden Insekten aus dem Inneren heraus- kommen, nachdem die Arbeiter die die Löcher sonst verschliessenden Propfen entfernt haben, wurden in der weichen Erde mit einem Stock ein Kreis gezeichnet, in dem in geeigneten Abständen schmale Ruten eingesteckt und mit dem anderen Ende in ein gegenüber gemachtes Loch festgesteckt werden, wodurch schhesslich ein grossma- schiges, korbähnliches, gewölbtes Gerüst geschaffen wird. Dieses wird mit Blättern, Gras u. dgl. zugedeckt, vorne aber eine öfters handgrosse Öffnung freigelassen, vor der eine Grube gegraben wird. Die aus den verschiedenen Löchern hervorkriechenden Imagines, welche sich zuerst in dem überdeckten Räume ansammeln, stürzen dann aus der einzigen Öffnung hinaus und werden von dem dort Wache haltenden Wad- schagga vermittels eines Büschels erschlagen. Die so in die Grube gebrachten In- sekten werden dann mit der Hand aufgesammelt und entweder sofort verzehrt oder in ein mitgebrachtes Gefäss gelegt. Nur die Imagines werden gegessen, nie aber Soldaten oder Arbeiter. An einem grossen Haufen werden bisweilen mehrere solche Fangstellen aiigelegt. Von schon bekannten, im Gebiet wiedergefundenen Termiten ist Entermes hastatus besonders zu erwähnen, da er bisher nur von den südlichsten Teilen Afrikas, von der Kapkolonie, bekannt war und somit eine grosse Verbreitung dartut. Wie zu erwarten, wurden Hodotermes mossambicus, Termes belUcosus und hadius, alle aus Usambara bekannt, sowie auch der vom Sudan und Natal beschriebene Eutermes hllobaliis am Kilimandjaro oder in den Niederungen des Berges wiedergefunden; aber auch Eulermes usamharensis, von Derema in Usambara von mir beschrieben und jetzt nicht weit von diesem Platz bei Mombo beobachtet, sowie auch die von Tanga nach- gewiesenen Tennes rcdenianus imd Etiiermes rapulum dürften hier vorkommen. Bhlnolermes piilorivs, bekannt von der Westküste und nach innen bis an das Lunda-Reich, lebt wohl ohne Zweifel auch in den Niederungen der Berge, wurde aber erst unterwegs nach der Küste bei Mombo angetroffen. Die nachstehenden Seiten liefern eine Übersicht des etwa 4050 Individuen um- fassenden Materiales. SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 15: 1. Übersicht der ans dem Kilimaiidjaro, dem Merii und den umgebenden Massaisteppen bisher bekannten Termiten. (iipflüijelte Iniiigo. A. Radialfeld geädert. f a. Fühler mehr als 20-gliedrig; Prothorax schmäler als der Kopf. Hodotermes. jf b. Fühler mit nicht mehr als 20 Gliedern; Prothorax breiter als der Kopf. Calofennes. AA. Randfeld nngeadert. f Stirn mit deutlicher, zirkelrunder Fontanellenöffnung und einer von dort über das mehr oder weniger ausgezogene Epistom gehenden deutlichen Rinne. Bhinotermes. ff Stirn ohne solche Fontanellenöffnung oder -Rinne. $ Fühler 17 — 19-gliedrig' Termes. 5$ Fühler 12— 16-gliedrig. Eutermes. Gen. Hodotermes. Spannweite über 50 mm. Flügel hyalin; Schienen mit Seiten- dornen versehen; Körper mit dem Kopf 15 — 17 mm. H.vwssamhicus. Gen. Calotermes. Die geflügelte Imago der hingehörenden Art ist aus dem Gebiet noch nicht bekannt. Gen. Bhinotermes. Randfeld mit Querbalken; Flügelmembran narbig; Fühler 20-gliedrig; Körper rotgelb; Spannweite 21 — 22, Länge der Flügel 12 — 13 mm. R. putorms. Kommt olmo Zweifel in den Niederungen des Gebiets vor, obgleich noch nicht nachgewiesen. Bekannt sowolil von der Westküste Afrikas als von der Ostküste, von niii- in Usnmbara bei Mombo angetroffen. Gen. Termes" A. Mediana und Submediana der Vorderflügel nicht an der Basis des eigentlichen Flügels vereinigt sondern gehen getrennt von der Schuppe aus. Flügel fast hyalin, nicht dunkel. f Spannweite 83 — 88, Länge der Vorderflügel 37—40 mm. T. goliafh. ff Spannweite 54 — 68, Länge der Vorder flügel 26 — 32 mm. T. hellicosus. ' Der in die »'«ccr^jis-Gruppe gehörende Termes radschaggce hat 15-gliedrige Fühler. - Behufs kritischer Bestimmung ist mit den ausführlichen Beschreibungen hier und in der • Mono- graphie der Termiten Afrikas» näher zu vergleichen. SJOSTEDT, termitid;e. 9 AA. Mediana und Submediana der Vorderflügel nach unten an den Flügeln selbst vereinigt. f Fühler 19-gliedrig; grössere Arten. $ Spannweite 67, Länge der Vorderflügel 32 mm. Flügel hyalin, schwach gelblich angehaucht. T. hadhis. $$ Spannweite 59—63,5, Länge der Vorderflügel 27—29 mm. Flügel sehr dunkel, undurchsichtig, schwarzbräunlich. T. Palniquisti. f\ Fühler 15-gliedrig; kleinere Art; Körper rotbraun, Flügel fast hyalin, nicht dunkel. Spannweite 25—29 mm. Lebt oft in den Wänden von Hügeln des Termes goliath. T. vadscliagqoi. Gen. Eutermes. Die hier angeführten sind alle kleinere Arten mit dunklen Flügeln und schwärz- lichem Körper. j- Fühler 15-gliedrig. O Die zwei ersten Zähne der Mandibeln ganz oder ziemlich gleich gross. * Spannweite 26—30 mm. E. kiliniandjaricus. ** Spannweite 19—20 mm. E. hastatus. OO Die zwei ersten Zähne der Mandibeln viel grösser als die anderen. * Spannweite 23—27 mm. E. hüohatus. ** Spannweite 20—22 mm. E. massaicus. •ff Fühler 14-gliedrig. Kleine Art. Spannweite 13 mm. E. imwus. Soldaten. A. Facettenaugen vorhanden. f Facettenaugen sehr deutlich, schwarz; Kopf abgerundet qua- dratisch. Hodotermcs. ff Facettenaugen nur als weisse fein facettierte Flecke vor- handen; Kopf rektangulär. Calotermes. AA. Facettenaugen fehlen vollständig. f Von der Fontanellenöffnung bis zur Spitze der Oberlippe eine tiefe Rinne. Bhinofermes. ff Keine solche Rinne vorhanden. Termes, Eutermes. Gen. Hodotermes. Grosse Art; Kopf 3,r.— 5 mm breit, mit den Mandibeln ß 7 mm. lan» ^' mossamhicus. *o Gen. Calotermes. Kopf braungelb, "U so breit wie lang, mit den Mandibeln 5 mm. ^'- vneruensis. Sjösledls Kih'maiirijaro-Merit Expedition, lö. 10 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1. O * ** *** Gen. Rhinotermes. Rechte Mandibel mit einem, die linke mit zwei Zähnen; hell rotgelb; Kopf mit den Mandibeln bei grösseren Sol- daten 2,2 bei kleineren 1," mm. R. j)utorius. Gen. Termes und Eutermes A. Mit gut entwickelten Mandibeln. •j- Oberlippe zungenförmig, abgerundet. $ Beide Mandibeln am Innenrand ohne Zähne. Grössere Formen, Kopf mit den Mandibeln 5,5 — 11 mm. Kopf mit den Mandibeln 10—11 mm., gr. Sold. T. Kopf mit den Mandibeln 9 mm., gr. Sold. T. Kopf mit den Mandibeln 6,5 mm., kl. Sold. T. Kopf mit den Mandibeln 5,5 — 6 mm., kl. Sold. T. OO Kleinere Art. Kopf mit den Mandibeln 1,3 mm. T. ?? Beide Mandibeln am Innenrand mit einem deutlichen Zahn. O Kopf rotgelb, Mandibeln ziemlich gerade mit eingebogenen Spitzen. * Kopf mit den Mandibeln 4,5 — 5,i mm. T. ** Kopf mit den Mandibeln 2,7 — 3 mm. T. OO Kopf hellgelb, mit den Mandibeln 1,8 mm. Mandibeln sehr stark gebogen. E. $5$ Beide Mandibeln am Innenrand wellig oder mit mehreren Zähnchen; Kopf rektangulär, mit den Mandibeln 2 — 2,2 mm. E. ff Oberlippe gabelförmig. $ Kopf mit den Mandibeln über 3 mm. 5$ Kopf mit den Mandibeln unter 3 mm. AA. Mit verkümmerten Mandibeln: »Nasuti». f Kopf mit den Mandibeln 1,85—2,2 mm., »grössere Nasuti», O Fühler 12-gliedrig; das 3. Fühlerglied so lang wie das 4 Kopf 2,2 mm. Fühler 13-gliedrig; das 3. Fühlerglied viel grösser als das 4 Kopf 1,85 mm. Kopf mit den Mandibeln 1,25—1,50 mm.; äusserst klein und schmächtig, »kleinere Nasuti» Das 4. Fühlerglied kürzer als das 2., Kopf 1,25 — 1,30 mm. E. Das 4. Fühlerglied länger als das 1., Kopf 1,6 mm. E OO tt o OO E. E. E. E. cjoliath. hellicosus. goliath. hellicosus. vadschaggce. hndius. stercorivorus. hastatus. parvus. hilobatus. massaicus. segeln, getnellus. gemellus. segeln. SJÖSTKDT, TEEMITin.T;. 11 llodotcnues inossaiulnfus. Hag. Sjöstcdf, Moiiogr. ' p. 24—27; Naclitr. p. 7. Biologie. Die Beobachtungen, die ich betreffend diese von Deutsch Ostafrika nach dem Kaplande bekannte Art, welche unter dem Marsche von der Küste durch Usambara sowie während der Rückreise nicht weit von Kahe in der Kilimandjaro- Niederung angetroffen wurde, machen konnte, stimmen im grossen und ganzen mit den Obervationen von D:r Haviland (vergl. 1. c.) über sie von Natal überein. An der Seite des Weges oder auf offenem mit zerstreutem Gras bewachsenem, troc- kenem Terrain, wo sie sich lebhaft auf den zwischen dem Gras befindlichen grös- seren oder kleineren offenen Teilen bewegten, wurden sie am Tage beobachtet, am meisten in der glühenden Mittagssonne, Stückchen von Blättern, Gräsern u. dergl. gewöhnlich von 2 — 4 cm. Länge tragend, welche in die hie und da auf der Ober- fläche befindlichen, in ihre unterirdischen Gänge leitenden Löcher eingeschleppt wurden. Auch Soldaten wurden bisweilen mit solchen Lasten beobachtet. Auf dem Kili- mandjaro und dem Meru selbst habe ich keine Hodotermes- Arten beobachtet, da sie offenes, sonniges Terrain vorziehen. Dass diese Art in jenen Gegenden anzutreffen war, war vorauszusehen, da sie von Tanga und dem Manjara-See in Deutch Ostafrika bekannt war. Fundorte etc. — Kilimandjaro-Niederung, nicht weit von Kahe, Juni 1906; zahlr. Sold, und Arb. Usambara, Juni 1905, 16 Sold., 50 Arb., Mus. Stockholm. Calotermcs meruensis n. sp. Geflügelte Imago — Unbekannt. Soldat — Taf. 4 Fig. C. — Ko2)f braungelb, nach vorn kaum dunkler, rektan- gulär, etwas mehr als '/a so breit wie lang (4: 5,5), etwas flachgedrückt, etwas mehr als ',4 niedriger denn breit; Stirn von der Seite gesehen fast bis von der Mitte des Kopfes schräg abgestutzt, vorn in der Mitte flach ausgehöhlt und deutUch fein quergerunzelt; auch an den Seiten oberhalb des Vorderrands der Stirn sind einige feine Querwellen vorhanden; Mandibeln etwas mehr als von der halben Länge des Kopfes, (2,7: 5,-'), ziemlich gerade, von der Seite gesehen schwach nach oben gebogen, mit eingebogener scharfer Spitze, schwarz, nur an der Basis etwas rötlich; die linke ausserhalb der Mitte mit zwei gleichgrossen, schräg nach oben gerichteten Zähnchen, unterhalb derselben ein niedriger, längerer, bisweilen etwas unebener Zahn und tief unten ein grosser, scharfer Höcker; die rechte Älandibel mit zwei grösseren scharfen Zähnen in der Basalhälf te ; Oberlijype ziemlich kurz, breit zungenförmig, an der Spitze ' »Monogi-.» = Sjöstedt, Monogi-aphic der Termiten Afrikas: Koiigl. Vct. Akatl. Haudl. Bd 34, N:o 4, 1900. »Nachtr.» = o. c Bd. 38, N:o 4, 1904. 12 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERÜ EXPEDITION. 15: 1. mit einzelnen ziemlich kurzen Haaren; Fühler 15-gliedrig, das Basalglied am grössten, kaum so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 3. Glied deutlich grösser als das 2. und nach aussen allmählich verdickt, die folgenden Glieder ziemlich gleich- gross, das Endglied kleiner; die Ränder der Fühlergruben tubenähnlich abstehend, dunkel gesäumt; hinter den Fühlergruben ein erst bei stärkerer Vergrösserung deut- hcher, länglich-ovaler, heller Fleck, der das Auge repräsentiert; Protliorax quer-rekt- angulär, deutlich breiter als der Kopf, mit herabgebogenen Seiten ; die Vorderecken stark, fast cirkelförmig abgerundet, die Hinterecken freilich auch sehr abgerundet aber etwas mehr stumpfwinkelig, die Seitenränder mehr flach gebogen; Vorderrand des Prothorax stark eingebuchtet, mit feinem dunklem Rand, Hinterrand gerade; Meso- und Metathorax bedeutend kleiner, kürzer und schmäler mit geradem Hin- terrand und ziemlich geraden Seitenrändern, Metathorax nach hinten etwas breiter; Beine kurz und kräftig mit sehr dicken Oberschenkeln, dünn und fein behaart, wie der übrige Körper blass gelbweiss. Totallänge etwa 12, Kopf mit den Mandibeln 5, Breite der Kopfes 2,ö mm. Diese Art steht C. Voeltzhoivi (vergl. Sjöstedt, Monogr. p. 47 und Nachtrag p. 10) am nächsten, unterscheidet sich aber durch kürzeren und breiteren Kopf (Kopf mit den Mandibeln bei Voeltzhoivi 5,2: 2,2 mm. gegen 5: 2,5 mm bei mcriiensis), die Mandibeln sind nur unten an der Basis etwas rötlich, sonst ganz tief schwarz, der Kopf ist etwa ^'u niedriger als breit (4: 2,9), der Vorderrand des Prothorax ist tiefer eingebuchtet mit dunklem feinem Rand. Von Caloteriiies cryptops (1. c. pag. resp. 48 und 10) unterscheidet sich die Art durch kleineren Kopf (resp. 5 u. 6,2 mm.) und rel. bedeutend grössere Breite desselben; das 3. Fühlerglied ist deutlich grösser als das 2. und nach aussen dicker, bei cryptops sind diese Glieder etwa gleich gross. Calotermes jlavicollis, madagascaricnsis und maroccanus (o. c.) sind alle bedeu- tend kleiner, Calotermes Desneuxi hat einen bedeutend sclimäleren und längeren Kopf (5,3: 2 mm. gegen 5: 2,5 bei meruensis) und feinere Mandibeln, Calotermes auriceps (o. c.) hat auch längeren und schmäleren Kopf (5,5: 2,3 gegen 5: 2,5 hier), und die rechte Mandibel hat oberhalb der basalen grossen Zähne Andeutung von noch z^^'ei anderen, die hier nicht vorhanden sind. Von Calotermes howa (o. c.) unterscheidet sich die vorliegende neue Art durch kürzeren aber rel. breiteren Kopf (6,5: 2,6 mm gegen hier 5: 2,5), durch die an der Basis etwas rötlichen, nicht ganz schwarzen Man- dibeln und durch das 3. Fühlerghed, das bei howa kleiner als das 2. ist, hier dagegen deutlich grösser; die Fühler bei howa 17-gliedrig, hier 15-gliedrig. Auch eine Menge gelbweisser Larven liegen vor. Biologie — In den lichten Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki unter- halb der nordöstlichen Teile des Meru-Berges wurden diese Termiten in einem alten, vermoderten, auf dem Erdboden liegenden Stamm angetroffen. Die Erde war recht trocken und am Tage heiss. Sonst wurden Calotermes- Arten nicht im Gebiete gesehen, wo sie recht sparsam zu sein scheinen. In anderen solchen Stämmen in der Nähe wurden auch Eutermes hastatus angetroffen. SJÖSTEDT, TEEMITID.13. 13 Fundort etc. — il/ertt-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, 24. Nov. 1905; 13 Sold., 29 Larv. Rhiuotermos putorins Sjöst. Sjöstedt, Monogr. p. 50—54. Biologie — Diese bisher aus West- resp. Centralafrika bekannte Art wurde bei Mombo in Usambara und zwar in auf einem Baumstamm gehenden, dunklen, von vermodertem Holz gemachten Gängen angetroffen. Wie gewöhnlich mit dieser Ter- mite wurden kleinere Soldaten zalilreich beobachtet, während die grösseren spärlich und nur bei näherem Suchen zu finden waren. Die ostafrikanischen Exemplare stimmen mit den westafrikanischen fast völlig überein, sind aber vielleicht nach vorn ein wenig breiter, jedenfalls nicht viel. Fundort etc. — Usambara: Mombo, Juni 1906; 6 gr. Sold., 45 kl. Sold., 30 Arb., Mus. Stockholm. Termes goliath Sjöst. Sjöstedt, Monogr. p. 94, Nachtr. p. 50. Kleinerer Arbeiter — Kopf hell rotbraun, etwas länger als breit, Epislom ganz von der Farbe des übrigen Kopfes, oval, vorn abgeplattet, die Seiten vorn schwach zugedrückt ; an der Kieferbasis jederseits ein dunkler Fleck ; Scheitel mit einem deut- lichen, hellen Fleck ; hinter dem Epistom die Stirn abgeplattet ; die zwei ersten Zähne der Mandibeln gleich gross; Fühler 17-gliedrig, braun, hellgeringelt, das Basalglied am grössten, heller, etwa so lang wie die zwei folgenden zusammen; das 2. und 3. Glied ziemlich gleich lang, das 3. eher ein wenig grösser ; nach aussen die Glieder nur wenig grösser; Prothorax ^'n schmäler als der Kopf, Vorderlappen etwa von der Länge des Hinterlappens, aber bedeutend schmäler, Vorderrand in einem gleichmässigen Bogen, in der Mitte nicht ausgeschnitten ; Hinterlappen hinten breit eingebuchtet, die Seiten schräg nach hinten gehend, ziemlich gerade. Vorderecken tief, rund ausgehöhlt und abgerundet; Mesothorax von derselben Breite wie der Prothorax, schmal, oval, Hinterrand fast gerade, bisweilen unbedeutend eingebuchtet; Metaihorax viel kürzer, so breit wie der Kopf; durch alle Thoracalschilder eine helle Linie; Körper weissgrau, die dorsalen Schilde des Hinterleibes braun. Länge 6 — 8, Breite des Kopfes 2 mm. Der kleinere Arbeiter dieser Art war bisher unbekannt. Biologie — Taf. 3. — Das Aussehen der Hügel, Schmarotzer u. s. w. sind in der Einleitung kurz erwähnt worden. Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, etwa 1,300 m. 27. Mai 1906; 1 Königin, 14 gefl. Imag., 14 gr. Sold., 15 kl. Sold., 25 Arb., Mus. Stockholm. — 10. April 1906,-^ 1 Königin, 2 gefl. Imag., 86 gr. Sold., 267 kl. Sold., 216 Arb., Mus. 14 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1. Stockholm. — 14. April 1906; 1 Königin, 27 gefl. Imag. 33 gr. Sold., 22 kl. Sold., 74 gr. Arb., 40 kl. Arb., Mus. Stockholm; — Königinzelle nebst 25 gr. Sold., 30 Arb., Mus. Stockholm. Teniies hclIicosHS Smeath. Sjöstedt, Monogr. p. 96, Nachtr. p. 50. Biologie — Taf. 1 und 2. — Hügel von dieser hie und da auf der Steppe, im Mischwald, in den Akazienwäldern und in der Obstgartensteppe vorkommenden Art sind auf den Tafeln 1 und 2 mit umgebendem charakteristischem Terrain abgebildet. Sie waren bisweilen, z. B. am Kware-Flusse, südlich von Kibonoto, und auf der Steppe bei Ngare na nyuki so zahlreich, dass sie gewissen Gegenden ein charakteristisches Aussehen verliehen. Fundorte etc. — ilfer»,-Niederung, Ngare na nyuki 10. Oct. 1905; 1 gefl. Imag., 211 gr. Sold., 52 kl. Sold., 80 Arb., Mus. Stockholm. Kilimmidjaro-Wiederxmg, am Kware-Flusse, zahlr. Hügel. — Kibonoto, Obstgartensteppe, Aug. 1905; 2 kl. Sold., 30 Arb., Mus. Stockholm. Termes transvaaleiisis Sjöst. Sjöstedt, Monogr. Nachtr. p. 33 und 54. Biologie — Soldaten und Arbeiter dieser Art lebten in den bekannten Mkulumusi-IIöhlen nicht weit von Tanga im feuchten, kalten Boden besonders unter altem Mist von in den Höhleu lebenden Klipiischliefern. Usamham: Tanga, Juli 190C; 16 Sold., 2 Arb., Mus. Stockholm. Termes badius Hav. Sjöstedt, Monogr. p. 110—113, Nachtr. 56. Biologie — Vertritt in diesen Gegenden als Zerstörer in den Wohnhäusern £'%- termes fungijaher Westafrikas, ist aber nicht so schädlich Avie dieser. In unserem Haus am Kilimandjaro war er gewönhlich, wo seine langen, roten Erdgänge hie und da längs den Balken, zwischen den Bananenblättern des Daches, auf und unter Kisten u. s. w. gingen, ohne dass die Insekten besonderen Schaden verursachten. Wurde massenhaft von in langen, zerstreuten Zügen wandernden, grossen, schwarzen Räubera- meisen (Megaponera foetens) weggeschleppt, welche die getöteten Termiten — sowohl Soldaten wie Arbeiter, am meisten aber Arbeiter — zwischen den Mandibeln trugen. Solche Züge wurden nicht selten besonders in der Kulturzone beobachtet. Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone 1300 — 1400 m. 27. Aug. 1905; 37 Sold., 27 Arb., Mus. Stockholm. - 19. April 1906; 114 Sold., 140 Arb., Mus. Stockholm. — 1300 m. 24. Aug. 1905; 40 Sold., 100 Arb., Mus. Stockholm. SJÖSTRDT, TERMITID^. 15 Termcs stereorivonis n. sp. Geflügelte Imago — Unbekannt. Soldat — Taf. 4 Fig. D. — Kopf fast glatt, nur mit einzelnen Haaren, gelbrot oder rotgelb, langgestreckt, rektangulär mit schwach gebogenem Hinterrand, abgerun- deten Hinterecken und geraden Seiten, vom Vorderrand des Kopfes an der Kieferbasis gemessen ^la länger als breit, sehr flach gewölbt, Stirn abgeplattet, an den Seiten etwa in der Höhe der Fühler jederseits mit einem inmktförmigen Eindruck; Kopf von der Seite gesehen ziemlich oval, oben abgeplattet, vorn schräg abfallend, unten gebogen, ",7 niedriger als die Breite des Kopfes; Mentum gleichbreit, etwas breiter als die anliegenden Seitenteile, etwas mehr als ^/s von der Breite des Kopfes, hinten in eine kurze, abgerundete Spitze ausgezogen, nach vorn kurz, etwas verengt, Vorder- rand gerade abgeschnitten; Oberlippe zungenförmig mit einzelnen Haaren; Mandihehi kurz und kräftig, ziemlich gei'ade mit eingebogener Spitze, etwas mehr als von der halben Länge des Kopfes (*/ii), schwarz, an der Basis rötlich; sowohl die rechte als die linke INIandibel an der Innenseite mit einem deutlichen Zahn, an der linken höher gelegen; Fühler 16-gliedrig, das 2. Glied etwa so lang wie die zwei folgenden zusam- men, das 4. ein wenig kleiner als das 3.; die Glieder nach aussen allmählich etwas grösser, ziemlich kugelig, das Endglied etwas grösser als das vorletzte, oval, nach aussen kaum bemerkbar verengt; Prothorax etwa ^ja, von der Breite des Kopfes, sattel- förmig, mit tief ausgeschnittenem Vorderrand und eingebuchtetem Hinterrand ; Körper mit den Beinen weisslich, ziemlich dicht und lang behaart. Totallänge 5—6, Kopf mit den Mandibeln 2,7 — 3, Breite des Kopfes 1,2 — 1,3 mm. Steht T. transvaalensis (Monogr. Nachtr. p. 33 u. 54) am nächsten, ist aber bedeutend kleiner und mit mehr rechteckigem Kopf. Ist die kleinste bisher bekannte afrikanische Art der ftafZms-Gruppe. Arbeiter — Kopf ziemlich rund, Vs länger als breit, die Seiten etwas zusam- mengedrückt, hell bräunlich gelb, poliert, mit einzelnen kurzen Haaren; Stirn weiss durchleuchtend, einen triangulären Fleck bildend ; hinter der Spitze desselben ein deut- licher punktförmiger Eindruck, luid von diesem nach hinten eine feine, helle Linie; Epistom oval, von der Farbe des übrigen Kopfes ; jederseits von einem braunen Fleck begrenzt; Fühler 17-gliedrig, das 3. Glied sehr klein, das Basalglied so lang wie die drei folgenden zusammen, das 2. so lang wie das 3. und 4.; das 4. und 5. Glied gleich lang; Prothorax sattelförmig, Vorderlappen viel schmäler als der Hinterlappen, trian- gulär mit ziemlich geraden Seiten, in der Mitte tief ausgeschnitten; Körper mit den Beinen ziemlich dicht behaart. Länge 4, Breite des Kopfes 1—1,8 mm. Biologie — Baut kleine Erdhügel. Wurde auch im Mischwald unter Elefanten- losiing zahlreich gefunden. 16 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERF EXPEDITION. 15: 1. Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, 27. Juli 1905; 54 Sold., 40 Arb., Mus. Stockholm. — Kibonoto-Niederung, Nov. 1905; 5 Sold,, 17 Arb., Mus. Stockholm. Termes Palmquisti n. sp. Imago alata: brunneo-nigra, epistomate paulo modo dilutiore ; ventre flavo- brunneo, segmentis superioribus medio albidis; capite rotundato, magno, prorsum an- gustiore, paulo longiore quam inter apices oculorum lato; vertice carina vix cons])icua; oculis modicis, f ere rotundis; ocellis late ovalibus, diametro longiore ab oculis remotis; spatio inter oculos et marginem inferiorem capitis angustiore quam diametro longiore ocellorum; antennis 19-articulatis, articulo basali maximo, longitudine fere trium sequentium, articulo tertio vix minore quam secundo et quarto, ceteris medium versus paulo majoribus; prothorace semicirculari, latitudine capitis cum oculis, antice paulo elevato et medio paulo emarginato, postice applanato et paulo incurvato; alis obscuris, mediana et submediana alse anticse basi alse ipsius junctis; pedibus sordide flavidis, tibiis superiore parte paulo obscurioribus. Exp. alar. 59 — 63,5, long. c. alis 33 — 34, long, alse 27 — 29, lat. alse 7 — 7,e, corp. c. cap. 12—13 mm. Geflügelte Imago — Taf. 4. Fig. A. — Oben braunschwarz mit gelbbräunlichen Fühlern und Mundteilen ; Kopf ziemlich gross, zwischen den Augenspitzen 3 mm, hinten kreisrund, nach vorn triangulär verengt, Vio länger als die Breite zwischen den Augenspitzen; Scheitel ohne Einbuchtung, mit Andeutung eines flachen Kieles und mit einem kaum angedeuteten Fontanellpunkt, vorn etwas abgeplattet; Epistom kaum heller als der übrige Kopf, ziemlich klein und wenig aufgeblasen, langge- streckt quer-oval, vorn ziemlich gerade, in der Mitte mit einer feinen Linie; Aiigen von mittel massiger Grösse, fast kreisrund, kaum höher als breit imd etwas mehr als doppelt so hoch wie der Durchmesser der Ocellen, (8: 19); Ocellen sehr kurz oval, fast kreisrund, ziemlich gross, mit der Länge ihres Durclimessers von den Augen entfernt; die Leiste zwischen den Augen und dem Unterrand des Kopfes ^/s schmäler als der Durchmesser der Ocellen; Fühler 19-gliedrig, das Basalglied am grössten, fast so lang wie die drei folgenden zusammen, das 3. Glied nur wenig kleiner als die anliegenden, nach aussen sind die Glieder allmählich grösser und gegen die Spitze wieder etwas kleiner, das Endglied gestreckt oval; Prothorax braunschwarz, so breit wie der Kopf zwischen den Augenspitzen, doppelt so breit als lang, halbkreis- förmig, Vorderrand von oben gesehen ziemlich gerade, Hinterrand an der Mitte etwas eingebuchtet; Vorderrand sehr kurz aufgebogen, an der Mitte ein wenig ausgeschnitten, Vorderwinkel abgerundet, etwas ausgehöhlt und mit einem runden Eindruck, an der Mitte des Prothorax ein deutlicher, schmaler, längsgehender Eindruck und hinter demselben jederseits ein nacktes, glänzendes Fleckchen; Hinterrand des Meso- und Metathorax abgerundet eingebuchtet, der des letzteren nur wenig; Flügel dunkel, un- durchsichtig schwarzbräunlich, im Spiritus etwas rötlich angehaucht, die Aderung sehr deutlich, Costa und Subcosta kräftig und viel dunkler. Mediana und die äusseren Zweige der Submediana schwächer; in der äusseren Hälfte des Subcostalfeldes zahl- SJüSTEDT, TERMITID/E. 17 reiche, kurze, feine, schräg nach innen gerichtete, an der Basis kräftigere Äderchen, die Membrane hier etwas mehr roströtlich angehaucht; Mediana und Submediana der Vorderfhigel an der Basis des eigentlichen Flügels vereinigt; Bauchschilder dunkler oder heller gelbbraun, die oberen an der Mitte weisslich ; Beine bräunlich oder schmut- zig gelblich, die Schienen oben unter dem Gelenk bisweilen etwas dunkler. Spannweite 59 — 63,6, Länge mit den Flügeln 33 — 34, Länge und Breite der Vorderflügel resp. 27 — 29 und 1—1, r> Körper mit dem Kopf 12 — 13 mm. Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, 20. Febr. 1906; 35 gefl. Imag., Mus. Stockholm. 13. März 1906; 130 gefl. Liiag., Mus. Stockholm. — 7. Mai 1906; 8 gefl. Imag., Mus. Stockholm. Biologie — Mitte März war die Schwarmzeit dieser bisher unbekannten Art. Grauer Himmel und herabgiessender Regen begegneten meinen Blicken, als ich eines Morgens bei Sonnenaufgang über den von der Station gelegenen Plan hinaus- schaute. Nach und nach hört der Regen auf, die Luft ist jedoch grau und gries- grämig und die ganze Natur verstimmt. Plötzlich haftet das Auge an einigen in der Luft umherschwirrenden Gegenständen, deren Zahl schnell wächst; alle steuern sie von den niederen Teilen des Berges aufwärts, und bald ist die Luft überall weithin von zerstreuten schwarzen Punkten erfüllt, — dies sind die schwärmenden dunklen Ter- miten, welche langsam und flatternd, etwa wie geflügelte Ameisenlöwen, in einer Richtung hinsteuern um sich dann und wann dem Erdboden zuzusenken. Mit in einem fort schwirrenden Flügeln — offenbar um sie zu zerbrechen und sich von ihnen zu befreien: es liegen denn auch schon massenhaft solche auf dem Boden — sitzen sie auf Blättern, Gräsern u. dgl. Überall gewahrt man diese kleinen schwirrenden Tierchen, und eben nahe bei mir hat sich eins auf den Boden gesenkt; immerwährend flatternd hat es sich unten an einem der Hauspfähle festgesetzt und bemüht sich von den dunklen Flügeln zu befreien. Dabei folgen kleine, dunkle, flinke Ameisen {Pfeidole 'punctulata) jeder seiner Bewegungen mit raubgierigen Blicken, jetzt sind sie zu ihm hinaufge- entert und beissen sich an den Flügeln, Beinen und am Körper fast ; der wehrlose Ko- loss macht nicht einmal den Versuch sich zu verteidigen gegen diese kleinen tüchtigen Pygmeen; aus allen Richtungen eilen sie her, die mordgierigen kleinen Räuber, immer zahlreicher stürzen sie sich über den Wehrlosen, an welchem sie zerren und ziehen, bis nach einer Weile jede Bewegung des Körpers aufhört. Auch auf der Steppe hatte derselbe Termite an jenem Morgen vor Sonnenaufgang die L\;ft durchschwärmt, und einige von der Bewachung einer Nilpferdhaut von dort zuiTÜckkehrende Schwarze brachten ihrer massenhaft mit. Einige eingesammelte Exemplare wurden auf einem offenen hartgetretenen Plätzchen des Stationsplanes ausgeschüttet. Dort spazierten sie anfänglich regellos umher, bald fanden sie sich aber zu zweien zusammen, und zwar ^ und $, indem jedes c? ein ? aufsuchte und ihm ununterbrochen nachging, seinen Hinterkörper mit dem Kopfe berührend; bisweilen schlössen sich mehrere an imd bildeten zusammen eine mehr oder weniger langgestreckte Reihe, welche je nach dem Marsche des an der Spitze gehenden Tierchens in Biegungen hier und herschwankte. Sjöatedt« KiUmandjaro-Meru ExpeiHtion. 15- 3 18 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1. Diese am Kilimandjaro entdeckte Art ist zu Ehren des freigebigen Mäcenats der Expedition Herrn Direktor Gustaf Palmquist benannt. Euterines kiliniandjarieus n. sp. Imago alata: supra nigricans; capite ovali, antrorsum paulo angustato, medio paulo excavato et carina brevi prominula ornato ; epistomate vix dilutiore quam fronte, magno, modico inflato, postice curv^ato, antice truncato; oculis prominentibus; ocellis minus diametro ab oculis remotis; ante ocellos fossa parva; dentibus duobus primis mandibularum fere magnitudine eadem ; antennis 15-articulatis, articulo basali magnitudine duorum sequentium, tertio minimo, secundo majore quam quarto ; pro- thorace semicirculari, postice non applanato, antice medio non exciso, paulo angu- stiore quam capite cum oculis ; meso- et metathorace postice bifidis, processibus bre- vibus, acuminatis; alis valde fusco-brunneo adumbratis, venis partim indistinctis; pedibus flavo-albidis, fusco adumbratis; segmentis ventralibus fusco-brunneis, superio- ribus medio pallidis. Exp. alar. 26 — 30, long. c. alis 15—16, long, alfe 12—14, lat. alse 3—3,2, corp. c. cap. 6 — 7 mm. Geflügelte Imago — Oben braunschwarz; Koff kurz oval, nach vorn etwas verengt, Vis länger als zwischen den Augenspitzen breit ; Stirn etwas ausgehöhlt und mit einem kurzen, deutlichen, erhabenen Fontanellkiel versehen ; Epistom ziemlich gross aber nicht besonders hoch, halbkreisförmig, vorn abgeplattet, kaum heller als die Stirn, in der Mitte mit einer dunklen Linie; die zwei ersten Zähne der Mandibeln gleich oder fast gleich gross; Augen rund, ziemlich vorspringend; Ocellen kreisrund, weniger als um die Länge ihres Durchmessers von den Augen getrennt; vor denselben, schräg nach innen, ein sehr deutlicher eingedrückter kleiner Fleck; Fühler 15-gliedrig, das Basalglied so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 3. am kleinsten, das 2. grösser als das 4., nach aussen die Glieder etwas grösser und so wieder etwas kleiner, das Endglied oval, etwas verengt, so lang wie das vorletzte; Prothorax halb- zirkelförmig. Vis schmäler als der Kopf mit den Augen, hinten nicht abgeplattet, ziemlich klein, in der Mitte nicht ausgeschnitten; Vorderlappen ziemlich kurz, wenig aufgeworfen, hinten von einer glatten, kurzen Rinne begrenzt, die jederseits mit einer eingedrückten helleren Vertiefung endet, ohne die Vorderecken zu erreichen; Vorder- ecken ziemlich breit abgerundet, kaum ausgehöhlt, etwas herabgedrückt; Hinterrand des Meso- und Metathorax mit zwei deutlichen, kurzen, zugespitzten Prozessen; Hin- terleib oben schwarzbraun; Flügel schmal, vier Mal so lang wie breit, im Spiritus stark dunkelbräunlich angehaucht, die Aderung teilweise undeutlich, die Costaladern, be- sonders die Subcosta, und die inneren Zweige der Submediana deutlich; das Submedi- anfeld, nach aussen allmählich etwas breiter, nicht heller als die übrige Membrane; Mediana an der Spitze mit mehreren Zweigen; unter der Subcosta läuft eine schmale, nach avissen schärfere pomeranzengelbe Strieme; die Bauchschilder fast eben so dunkel wie die dorsalen, in der Mitte hell, die letzten am Männchen oft ganz dunkel, sowie SJOSTEDT, TERMITID.«;. 19 aiich der breite Hinterrand des letzten grossen Schildes am Weibchen; Beine gelb- weiss, deutlich dunkel angehaucht, Schenkel und Schienen von derselben Farbe. Spannweite 20 — 30, Länge des Körpers mit den Flügeln 15—16, Länge und Breite des Flügels resp. 12 — 14 und 13 — 3,;^, Körper mit den Kopf 6—7 mm. Diese Art unterscheidet sich von E. Zenker i (vergl. Nachtr. p. 28—29) durch etwas kleinere Grösse, die Flügel sind bedeutend schmäler, die Aderung ist teilweise nicht deutlich hervortretend; die zwei ersten Zähne der Mandibeln sind etwa gleich gross, der erste nicht riel grösser, und die Fühler sind 15-, nicht I6-gliedrig. Von E. latifrons, der wie sie 15-gliedrige Fühler und etwa gleich grosse Zähne hat, unterscheidet sie sich durch die Flügelmembrane, die kein helleres Medianfeld besitzt, das 3. Fühlerglied ist hier kleiner, nicht grösser als die anliegenden, das Epi- stom ist kaum heller als die Stirn, nicht gelblich, und letztere hat einen kleinen erhabenen Fontanellpunkt. E. alhotarsalis und jumjijabcr haben u. a. 16-gUedrige Fühler und sehr deutliche Aderung bis an die Spitze, die zwei ersten Zähne viel grösser als die anderen. E. bilobatus ist gewöhnlich kleiner, die zwei ersten Zähne der Mandibeln sind viel grösser als die anderen, Stirn ohne Fontanellkiel. Die übrigen von dieser Gruppe sind alle kleiner. Biologie — Wurde in einem vermoderten Baumstamm in der Kulturzone bei Kibonoto gefiuiden. Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, 1300 m., 17. Juli 1905; 15 gefl. Imag., Mus. Stockholm. Termes vadschaggae n. sp. Imago alata: supra rufo-brunnea, capite valde obscuriore; capite ovali prorsum angustato, paulo longiore quam latitudine capitis cum oculis, puncto prominulo ornato; epistomate valde inflato, flavo, late-ovali, antice truncato; oculis rotundis parvis; ocellis rotundis, diametro circiter ab oculis remotis; dentibus duobus primis mandi- bularum magnitudine fere eadem; antennis 15-articulatis, articulo basali longitudine trium sequentium, tertio paulo minore quam secundo et quarto; prothorace paulo an- gustiore quam capite cum oculis, semicirculari, postice truncato, antice paululum curvato medio paulo exciso, T albido ornato, angulis puncto pallido; meso- et metatho- race postice bifidis, processibus metathoracis vix brevioribus; alis in spiritu h3'alinis, paulo flavescente adumbratis, venis costalibus obscurioribus; mediana et submediana alöe anticse basi ala? ipsius separatis; pedibus pallidis, fusco adumbratis, segmentis ventrahbus abdominis multo pallidioribus quam dorsalibus, medio albidis; tibiis tar- sisque valde hirsutis. Exp. alar. 25—29, long. c. alis 13,5 — 16, long, alse 12—13, lat. alje 3,2 — 3,5, corp. c. cap. 7—9 mm. Geflügelte Imago — Oben rotbraun mit deutlich dunklerem Kopf, Prothorax heller, aber nicht gelb, sondern von der Farbe der dorsalen Hinterleibschilder; Koff 20 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERD EXPEDITION. 15: 1. oval, nach vorn v^erengt, Vs länger als zwischen den Augenspitzen breit, glänzend, ziemlich dicht, kurz behaart, ziemlich flach mit einem kleinen erhabenen Fotanell- punkt; Epistom hellgelb, ziemlich gross und wulstig, breit oval, hinten stark gebogen, vorn abgeschnitten, in der Mitte mit einer dunklen Linie; Augen rund, ziemlich klein und wenig vorspringend; Ocellen kurz oval, fast kreisrund, um die Länge ihres Durch- messers von den Augen getrennt; die zwei ersten Zähne der Mandibeln ziemlich von derselben Grösse; Fühler hell gelb, etwas bräunlich angehaucht, 15-gliedrig, das Ba- salglied so lang wie die drei folgenden zusammen aber nur wenig dicker als diese, das 3. Glied kleiner als die anliegenden, das 2. vielleicht etwas grösser als das 4., nach aussen die Glieder allmählich etwas grösser, das Endglied oval, nach aussen etwas verengt; Prothorax glänzend, fein, ziemlich spärlich behaart, inibedeutend schmäler als der Kopf zwischen den Augenspitzen, halbkreisförmig, hinten abgeplattet aber nicht ausgeschnitten; Vorderwinkel breit abgerundet, schwach herabgedrückt, kaum etwas ausgehöhlt; Vorderlappen sehr klein und wenig markiert; Vorderrand von oben gesehen schwach gebogen, in der Mitte etwas ausgeschnitten; Prothorax mit einem deutlichen, weiss- lichen, an der Mitte ausgeweiterten T, das sich nicht völlig an den Hinterrand erstreckt; in den Vorderwinkeln jederscits ein heller, runder Fleck; Hinterrand des Meso- und Metatho- rax läuft in zwei kurze aber deutliche, ziemlich zugespitzte Prozesse aus, die des Meta thorax nur wenig kleiner als die anderen; i^Zw^eZ schmal, im Spiritus hyalin, schwach braun- gelblich angehaucht, nur die Costaladern stark markiert; Mediana und Submediana der Vorderflügel gehen getrennt von der Schuppe aus; BauchschiJder heller braun als die dorsalen, alle längs der Mitte weisslich; Beine gelblich weiss, dunkel angehaucht, reichen nach hinten gestreckt etwas hinter die Mitte des Hinterleibes; Schenkel spär- lich. Schienen und Tarsen dickt behaart. Spannweite 25 — 29, Länge mit den Flügeln 13,5—16, Länge und Breite der Flügel resp. 12—13 und 3,2—3,6, Körper mit dem Kopf 7—9 mm. Diese neue der i«ce/Y».s-Gruppe angehörende Art steht zwischen T. incertus und T. Trägärdhi (vergl. Monogr. Nachtr. p. 23). Von incertus unterscheidet sie sich durch die 15-gliedrigen Fühler, der Kopf ist kleiner und dunkler, der Prothorax nicht gelb sondern gelbbräunlich oder graubräunlich, die Stirn zwischen den Augen hat einen klei- nen aber deutlichen erhabenen Fontanellpunkt, Prothorax ist schmäler, nicht breiter als der Kopf und das ganze Tierchen etwas kleiner. Wie bei diesem ist indessen der Prothorax am Vorderrand ausgeschnitten. Von T. Trägärdhi unterscheidet sie sich durch kleineren Prothorax, der schmäler, nicht breiter als der Kopf ist, und durch den Vorderrand des Prothorax, der hier deutlich obgleich nicht tief ausgeschnitten ist; Scheitel mit erhabenem Fontanellpunkt, der bei Trägärdhi nicht vorhanden ist. Weiter ist das 2. Glied vielleicht etwas länger als das 4. nicht gleich lang wie bei der anderen. Dagegen ist wie bei 'Trägärdhi die Fühler 15-gliedrig und der Prothorax nicht gelb sondern dunkler und mit einer weissen Zeichnung. Die auf Seite 23 im Nachtrag der Monographie gegebene Examinationstabelle wäre für diese drei Arten folgendermassen zu vervollständigen. SJÖSTEDT, TERM1TID.9E. 21 * T. crucifer. ** Spannweite 30—32, Länge der Vorderflügel 14—15 mm. Fühler 16-gliedrig, Prothorax rotgelb, ohne helle Zeichnung. T. incertus. *** Spannweite 25 — 29, Länge der Vorderflügel 12 — 13,5 mm. Fühler 15-gliedrig, Prothorax dunkler, graubraun, mit heller Zeichnung. I Prothorax am Vorrand ausgeschnitten, schmäler als der Kopf mit den Augen; Stirn mit erhabenem Fontanell- punkt; Flügel hyalin, schwach gelblich angehaucht. T. vadschaggce. ft Prothorax am Vorderrand nicht ausgeschnitten, breiter als der Kopf mit den Augen; Stirn ohne erhabenen Fonta- nelljjunkt; Flügel hyalin. T. Trägärdhi. Königin — Hinterleib weiss, gelbbräunlich angehaucht, die ganze Oberfläche fein knollig. Länge und Breite des Hinterleibes resp. 23 und 5 mm. Soldat — Die vorliegenden Soldaten sind von denjenigen des T. Trägärdhi kaum zu unterscheiden ; Die Fühler sind 13-gliedrig, das 3. Glied ist kleiner als die anlie- genden, Farbe, Form und Grösse etwa dieselben. Länge des Kopfes 1,3 mm. Arbeiter — Kopf hell braungelblich, Vs länger als breit, kurz rektangulär mit flach gebogenem Hinterrand, abgerundeten Hinterecken und geraden Seiten; drei nicht besonders stark hervortretende, etwas eingedrückte hellere Linien vereinigen sich in der Mitte; Epistom von der Farbe des übrigen Kopfes, nicht besonders gross, oval, jederseits mit einem braunen Fleck; die zwei ersten Zähne der Mandibeln gleich gross; Fühler 13-gliedrig, das 2. Glied so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 3. am kleinsten, das 4. etwas kleiner als das 5.; nach aussen die Glieder viel grösser, das Endglied am grössten, nach aussen abgerundet verengt; Vorderrand des Prothorax in der Mitte deutlich ausgeschnitten. Länge 3 — 3,5; Breite des Kopfes 0,6—0,7 mm. Biologie — Taf. 4. Fig. E. — Die runden Pilzgärten dieser Art von der Grösse einer Haselnuss bis einer Walnuss wurden in den Erdwänden des Termes goliath allge- mein und regelmässig angetroffen. Wie Termes hellicosus, bei dem T. incertus unter ähnlichen Verhältnissen lebt, mit T. goliath sehr nahe verwandt, aber besonders durch die geringere Grösse der Imagines von ihm gut unterschieden ist, so steht auch der bei ihm lebende T. incertus dem bei T. goliath vorkommenden T. vadschaggce sehr nahe. Jede dieser grossen unter einander sehr verwandten Arten haben also als Schma- rotzer eine besondere aber unter einander sehr nahestehende Art. Schwärmten eines Abends im Mai aus Erdlöchern am harten Pfad ausserhalb der zoologischen Station bei Kibonoto in der Kulturzone. Gleichzeitig kamen auch eine Menge von Arbeitern sowie einzelne Soldaten heraus und bildete weisse Schaaren am Erdboden rings um die Löcher. SchAvärmten auch in zerstreuten Massen auf der Massaisteppe im Mischwald am Abend den 17. März in regnerischem Wetter sowie auch unter hellem Wetter 22 SJÖSTEDTS KTLIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 15: 1. in den Obstgartensteppe eines Nachmittags etwa zu derselben Zeit. Sie fliegen ziem- lich langsam und flatternd, sich allmählich emporhebend. Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 1300 m., 22. Mai 1906; 1 Königin, 27 gefl. Imag., 2 Sold., 20 Arb., Mus, Stockholm. — 10. April 1906; 60 gefl. Imag., 2 Sold., 40 Arb., Mus. Stockholm. - 12. April 1906; 42 gefl. Imag., 10 Sold., 40 Arb., Mus. Stockholm. — Mischwald, 17. März; 25 gefl. Imag., Mus. Stock- holm. EHternies bilobatus (Hav.). Sjöstedt, Monogr. p. 151, Nachtr. p. 76. Königin — Bisher war nur ein nicht völlig ausgebildetes Exemplar bekannt. Die vorliegende ausgebildete Königin hat eine Länge des Hinterleibes von 22 mm; Breite desselben 5 mm. Biologie — Obgleich diese Art dem Eutermes jungifaher sehr nahe steht und nach Haviland auf der Erde stehende Nester, deren Aussehen bisher nicht bekannt war, baut, sind diese nicht, wie man vermuten könnte, von derselben Form wie die des jungifaher sondern, wie ich am Kilimandjaro fand, ziemlich flache Erdhügel von einer Höhe von etwa einem Fuss. Solche wurden im Mischwald auf der Massai- steppe hie und da beobachtet. Wurde zusammen mit E. gemellus angetroffen. Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Mischwald* Sept., Okt. 1905; 1 Köni- gin, 50 Sold., 190 Arb., Mus. Stockholm. J/erH-Niederimg, in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki, 24. Nov. 1905; Sold., Arb., Mus. Stockholm. Eutermes massaicus n. sp. Imago alata: supra fusco-brunnea; capite parvo, rotundato, prorsum triangu- lariter angustato, obscuriore quam corpore, sine puncto prominulo, medio linia brevi pellucida; fronte applanato, punctis duobus impressis; epistomate infjato dilutiore quam fronte; ocuhs modicis, ocellis fere rotundis, ab oculis diametro vel paulo minus remotis; dente primo mandibularum maximo; antennis 15-articulatis, articulo basali maximo paulo modo robustiore quam sequentibus, longitudine fere duorum sequentium, se- cundo longiore quam tertio, breviore quam tertio et quarto junctis; tertio et quarto fere magnitudine eadem, ceteris apicem versus paulo majoribus, quadrato-rotundis; prothorace semicirculari, lateribus paululo compressis, antice breviter elevato, medio non emarginato, postice applanato medio vix incurvato; scutia dorsalibus meso- et metathoracis postice bifidis, processibus brevissimis, acuminato-rotundatis; alis fuli- ginosis, venis distinctis, mediana apicem versus furcata, ramulis duobus-quinque; pe- dibus pallidis, paulo fusco-adumbratis; segmentis ventralibus brunneis, medio magis minusve pallidis. Exp. alar. 20—22, long. c. alis 11—13, long, alae 9,3—9,7, lat. alse 2,5—3, corp. c. cap. 6—7 mm. SJÖSTEDT, TERMITID,E. 23 Geflügelte Imago — Oben dunkelbraun, Kopf und Prothorax besonders der erstere dunkler; Mundteile bräunlich gelb; Kopf klein, rund, nach vorn abgerundet triangulär ausgezogen, in der Mitte etwas konkav, ohne Fontanellpunkt aber in der Stelle mit einer etwas durchleuchtenden, feinen, kurzen Strieme mitten zwischen den Augen; Stirn ein wenig abgeplattet und mit zwei punktförmigen Vertiefungen; Epi- stom ziemlich gross, deutlich heller als der Scheitel, halbkreisförmig, vorn gerade ab- geschnitten, in der Mitte mit einer hellen Linie, behaart wie der übrige Kopf; der erste Zahn der Mandibeln viel grösser als die übrigen; Augen ziemlicli gross; Ocellen fast kreisrund, etwa um die Länge ihres Durchmessers von den Augen getrennt; Fühler fast einfarbig, bräunlich gelb, 15-gliediig, das Basalglied kaum dicker als die folgenden, kaum so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 2. nur wenig länger als das 3., aber viel kürzer als das dritte und vierte zusammen, die unter einander ziemlich gleich gross sind; die folgenden allmählich etwas grösser, abgerundet, quadra- tisch, das Endglied oval, nach aussen kaum bemerkbar verengt; Prothorax ziemlich glatt, glänzend, halbkreisförmig, so breit wie von der Spitze des einen Auges bis an die Basis des anderen, die Seiten etwas zusammengedrückt. Hinterrand breit abgeplattet aber kaum eingebuchtet, Vorderrand kurz aufgeworfen, von oben gesehen schwach gebogen, in der Mitte nicht ausgeschnitten; Vorderecken breit abgerundet und etwas hei'ab- gebogen; Hinterrand des Meso- und Äletathorax mit zwei kurzen aber gerundeten Prozessen, die des letzteren sehr klein; Flügel schwarzbraun, im Spiritus halb durch- sichtig, bräunlichgiau, nicht so viel als vier Mal länger denn breit, die Aderung bis an die Spitze deutlich; Mediana an der Spitze gegabelt, bisweilen mit vier bis fünf Zwei- gen; die Nebenzweige der Submediana nach innen immer deutlicher; Bauchschihler dunkelbraun, in der Mitte oft etwas heller; beim Männchen sind nur die oberen Schilder in der Mitte heller, beim Weibchen geht das Helle oft durch alle Bauchschilder, der letzte grosse jedoch oft ganz dunkel; Beine hell, etwas schmutzgelblich angehaucht. Spannweite 20 — 22, Länge mit den Flügeln 11— 13, Länge und Breite der Flügel 9,3 — 9,7 und 2,5—3, Körper mit dem Kopf 6 — 7 mm. Diese Art steht Euter mes arhoricola (Monogr. p. 169, Nachtr. p. 30) am näch- sten, hat wie diese den ersten Zahn der Mandibeln viel grösser als die anderen und 15-gliedrige Fühler, ist etwa von derselben Grösse etc. Die Flügel sind jedoch viel breiter (resp. 2,2 und 2,5 — 3), die Aderung, obgleich deutlich, nicht so scharf nach aussen, das Basalglied der Fühler kaum so lang wie die zwei folgenden zusammen, bei arhoricola so lang wie die drei folgenden; das 3. und 4. Glied ziemlich gleich lang, bei arhoricola das 3. viel kleiner als das 4. Von Eutermes capricornis unterscheidet sie sich durch die gegabelte, mit 2 — 5 Zweigen versehene Mediana, die bei capricornis oft unverzweigt ist; die Ocellen sind um die Länge ihres Durchmessers oder etwas weniger von den Augen entfernt, bei capricornis sind sie kaum um ein Drittel der Länge ihres Durchmessers von ihnen getrennt. Das 3. Glied der Fühler bei ca- pricornis sehr klein, und das Basalglied so lang wie die vier folgenden zusammen. Dagegen sind die Prozesse der Meso- und Methothorax bei beiden sehr klein, besonders die des Metathorax. Eutermes socialis, der zu derselben Gruppe gehört, ist viel kleiner. 24 SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 15: 1. Grösserer Soldat — Taf. 4. Fig. B. 1—3. Körper weiss, etwas gelblich ange- haucht, langgestreckt, ziemlich gleichbreit, viel schmäler als der Kopf; Kopj von oben gesehen ziemlich quadratisch mit abgerundeten Ecken und vorn etwas verengt, hell rotgelb, glatt und glänzend, von der Kieferbasis Vj länger als breit, von der Seite gesehen ziemlich hoch, nach vorn allmählich höher, nach vorn oben in einen kurzen, abgerundeten Prozess endend; unten eine mit feinen Haaren versehene Fonta- nellhöhle; Mandibeln '/' länger als der Kopf, fein, stab- oder nadeiförmig, von oben gesehen zuerst gerade, gegen die Spitze kaum bemerkbar gebogen, mit feiner etwas eingebogener Spitze, von der Seite gesehen fein, nadeiförmig gleichmässig schwach nach unten gebogen; gegen einander gelegt stossen sie etwas vor der Spitze zusammen um sich dann wieder ein wenig zu trennen und mit den feinen eingebogenen Spitzen einen kleinen schmalen Raum zu bilden; liegen oft X-förmig gekreuzt; Oberlippe hell gelblich, breit rektangulär, die beiden feinen Ecken in feine kurze Spitzen aus- laufend, der Rand zwischen denselben bogenförmig; nach innen ist die Oberlippe deutlich verengt und dünner; Fühler 14-gliedrig, etwa von der Farbe des Kopfes, vier Glieder länger als die Mandibeln, das Basalglied am grössten, etwas kürzen als die zwei fol- genden zusammen aber nicht besonders dicker; das 3. Glied etwas länger als die anliegenden; an der Mitte der Fühler sind die Glieder etwas länger, etwa doppelt so lang wie breit, dann wieder etwas kürzer; Prothorax klein, von der halben Breite des Kopfes, Vorderlappen viel grösser als der Hinterlappen, in der Mitte nicht oder kaum bemerkbar ausgeschnitten. Totallänge 5, Kopf mit den Mandibeln 2,6, Mandibeln 1,36, Breite des Kopfes 1 mm. Kleinerer Soldat — Taf 4. Fig. B 4 — 6. Klein und schmächtig; Kopf braunrot, kurz qvadratisch mit abgerundeten Hinterecken, nach vorn allmählich etwas breiter und nachdem verengt, von der Seite gesehen hoch, vorn abgeschnitten und oben in einen strumpfen, dicken Prozess herausgezogen, der deutlich höher als der übrige Kopf ist; unterhalb desselben eine grosse mit feinen Haaren versehene Fontanell- grube; Oberlippe wie beim grossen mit herausgezogenen Vorderecken, nach unten ver- engt; die Mandibeln von derselben Form wie beim grossen, von der Seite gesehen gleichmässig nach unten gebogen; Fühler 14-gliedrig, das 3. und 4. Glied am kleinsten, unvollständig getrennt, zusammen so lang wie das 5., das BasalgHed am grössten, so lang wie die drei folgenden zusammen, das 2. etwas gröber als die folgenden und etwa so lang wie das 3. und 4 zusammen; nach aussen die Glieder kaum bemerkbar länger, die zwei äussersten etwas grösser, das Endglied langgestreckt oval; die Fühler reichen mit einem Glied ausserhalb der Mandibeln; Mentum fast quadratisch, etwas breiter als lang, gewölbt, nach vorn mit seinem freien Rand etwas hervorschiebend; der untere Rand des Mentums von der Seite sichtbar; Körper luid Beine weisslich. Länge 4., Länge der Kopfes mit den Mandibeln 1,6, Breite des Kopfes 0,66 mm. Arbeiter — Kopf oval, rotgelb; Epistom von derselben Farbe wie der übrige Kopf, ziemlich gross, vorn abgeschnitten, wie der Kopf sehr spärlich behaart; der SJÖSTEDT, TERMITID,^. 25 erste Zahn der Mandibelii viel grösser als die anderen; Fühler hell, gelblich ange- haucht, 14-gliedrig, das Basalglied so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 2. so lang wie das 3., das 4. kleiner; vom 5. an die Glieder allmählich grösser, die ersten nach luiten etwas verengt, das Endglied gestreckt oval, doppelt so lang wie breit; Prothorax von der Farbe des Körpers, Vorderlappen grösser als der Hinter- lappen, in der ÄTitte nicht ausgerandet. Länge 4, Breite des Kopfes 0,8 mm. Bei Euter mes arboricola und capricornis sind das 3. und 4. Fühlerglied gleich lang, hier das 4. etwas kleiner als das 3. Fundort etc. — Kilhnandjaro: Kibonoto, Mischwald; 11 gefl. Imag., 13 gr. Sold., 1 kl. Sold., 3 Arb., Mus. Stockholm. Eutermes parvus (Hav.). Sjöstedt. Monogr. p. 183—185, Nachtr. 82—83. Biologie — Mehrere Soldaten dieser Art wurden bei Kibonoto zusammen mit E. hastatus in einem niedriegen, etwa zwei Fuss breiten Erdhügel gefunden. Zahlreiche geflügelte Imagines, Soldaten und Arbeiter in einem vermoderten Baumstamm in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki. Auch in einem Erdhügel zusammen mit E. hilohatus im Mischwald angetroffen. Die niedrigen Hügel waren innen mit dunk- ler Holzmasse, aussen mit Erde bedeckt. Fundorte etc. — Kilimandjaro : Kibonoto, im Mischwald, Nov. 1905; 14 Sold., Mus. Stockholm. ilferit-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki; 10 gefl. Imag., 40 Sold., 300 Arb. — 14 Nov. 1905; 103 gefl. Imag., 5 Sold., 56 Arb. Euterines liastatus (Hav.). Sjöstedt, Monogr. p. 190, Nachtr. p. 84. Geflügelte Imago — Die vorliegenden geflügelten Imagines haben nur die Schie- nen dunkel schattiert, sowie den unteren Teil der Schenkel. Der übrige Teil der letz- teren heller. Das 2. und 3. Glied der Fühler sind etwa gleich gross, und der breite Hinterrand des Prothorax ist ein wenig eingebuchtet. Soldat — Diese stimmen mit denjenigen aus dem Kaplande völlig überein. Biologie — Zusammen mit E. jmrvns in einem niedrigen Erdhügel von einem Durchmesser an der Basis von etwa zwei Fuss im Mischwald bei Kibonoto ange- troffen. Die Art war bisher nur vom Kaplande bekannt. Wurde auch in den Akazien- Wäldern am Flusse Ngare na nyuki unter auf dem Boden liegenden alten Stämmen gefunden. Sjöstedta Kilimandjaro- Meru Expedition. 15. * 26 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 15: l. Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, im Mischwald, Nov. 1905; 14 gefl. Imag., 18 Sold., etwa 50 Arb., Mus. Stockholm. Kulturzone 1300—1900 M. 2 Sold., Mus. Stockholm. ilfef?(-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, 24. Nov. 1905; 67 gefl. Imag., 95 Sold., 96 Arb., Mus. Stockholm. Euterines gemellus Sjöst. Sjöstedt, Monogr., Nachtr. p. 98. Der grössere Nasutus stimmt mit den Typen aus Südafrika fast vollständig überein. Der kleinere hat auch die charakteristische Form der kleineren derselben Art, die Fühler sind aber etwas verschieden, indem das 2. Glied deutlich kleiner als das 4. ist, nicht ebenso gross wie dieses, und das 4. und 5. gleich lang, das 4. nicht kürzer als das 5. Lebt zusammen mit E. bilobatus. Fundort etc. — ilfent-Niederung, in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki, 24. Nov. 1905; 7 gr. Nasuti, 1 kl. Nasutus, 5 Arb., Mus. Stockholm. Eutermes segelli n. sp. Geflügelte Imago — Unbekannt. Grösserer Nasutus — Kopf braunrot mit fast schwarzer, an der äussersten Spitze roter Nase, welche mit dem Kopf eine fast völlig gerade Linie bildet; Nase nach hinten verhältnismässig ziemlich breit, gerade; Fühler 12-gliedrig, das Basal- glied etwas dicker als die folgenden, so lang wie das 3., das 2. am kleinsten, wenig mehr als halb so lang wie das 3., das so lang wie das 4. erscheint, das 5. bedeutend kleiner als das 4. aber viel grösser als das 2.; das 6. und 7. Glied gleich lang: nach aussen die Glieder dann gleich gross, oval, das Endglied etwas kleiner; Kopf vom Hinterrand der Fühlergraben 7« länger als die Nase vom selben Punkt; von oben der Kopf ziemlich rund, von den Seiten kaum bemerkbar zummengedrückt und nach vorn verengt; Oberrand des Prothorax in einem ziemlich flachen Bogen, in der Mitte etwas eingebuchtet; Vorder- und Hinterlappen gleich gross; Körper mit den Beinen weiss, gelbbräunlich angehaucht ; die dorsalen Schilde des Hinterleibes dunkelbraun. Totallänge 4 — 5, Länge und Breite des Kopfes resp. 2,2 und 1. mm. Kleinerer Nasutus — Ähnelt in der Form sehr dem kleineren Nasutus des E. rapulum (vergl. Monogr. Nachtr. j). 38) ist aber bemerkbar kleiner, und der Kopf ist mehr braunrot; die Fühler 12-glieclrig, das 3. und 4. Glied rel. etwas kürzer, sonst die Glieder wie beim Grossen. Totallänge 3,5 Länge des Kopfes 1,5 mm. Die einzige bisher bekannte afrikanische Art, deren grössere Nasuti 12-gliedrige Fühler hat. Von E. laticeps imterscheidet sich der grössere Nasutus übrigens durch seinen nicht so breiten Kopf und längere, gröbere Nase; das 3. Fühlerglied ist fast SJOSTEDT, TERMITIDiE. 27 doppelt so lang A\ie das 2., niclit gleich lang oder ein wenig länger. Prothorax ist am Vorderrand ein wenig eingebuchtet. Von E. canaliculatus ist er durch Mangel der Längsfurche am Hinterkopf unterschieden. E. terricola hat den Kopf blassgelb, die Nase ist viel kleiner, von oben gesehen fast bis an den Scheitel gleich schmal, hier ist sie nach innen deutlich breiter und gröber, imd das 3. Fühlerglied ist fast doppelt so lang wie das 4., nicht gleich lang wie hier. E. gemellus, dem er sonst recht viel ähnelt, ist etwas kleiner und hat das 3. Fühlerglied etwa doppelt so lang wie das 4., nicht gleich lang wie hier. E. arborum ist viel kleiner, das 4. Glied ist kleiner als das 5., hier länger, und hat den Vorderrand des Prothorax ohne Ein- buchtung in der Mitte. E. salebrilhorax hat eine viel schmälere Nase, fast gleich schmal bis an die Stirn, Vorderlappen des Prothorax ist dunkel, der Kopf ist kleiner und rel. breiter, von hinten gesehen viel niedriger, oval, nicht rund, und das 3. Glied ist viel länger als das 4. E. usambarensis ist viel kleiner und hat das 2. Glied gleich lang oder etwas länger als das 4., hier ist es viel kürzer. E. dispar, dem er sonst in der Form sehr ähnelt, hat eine niclit so schwarze sondern mehr rötliche Nase, und das 3. Fühlerglied ist viel länger als das 4.; er hat auch ganz andere kleinere Nasuti. E. latifrons und viaculiventris sind beide kleiner. Grösserer Arbeiter — Kopf kurz oval, 7io länger als breit, von der Seite etwas zusammengedrückt, rotbraun, mit vier in der Mitte zusammenstossenden weissen Li- nien; die Längslinie setzt sich nämlich von der Mitte weiter bis an das Epistom fort; Epistom gross und wulstig, hellgelb, oval, nach vorn abgeplattet, \^on vorn nach hinten '/a so lang wie breit, jederseits von einem braunen Fleck begrenzt; die zwei ersten Zähne der Mandibeln gleich gross; Fühler weisslich, schwach braungelb ange- haucht, 14-gliedrig, das 4. Glied am kleinsten, das 3. nur ganz wenig länger als das 2. und nach vxnten verengt; vom 5. an die Glieder allmählich ganz unbedeutend grösser und dann wieder etwas kleiner; bisweilen ist das 3. Glied unten eingeschnürt, ein unvollständiges Gliedchen bildend: die Fühler werden dann 15-gliedrig; Vorderlappen des Prothorax breit bogenförmig, nach unten deutlich verengt, in der Mitte deutlich ausgeschnitten, bedeutend grösser als der Hinterlappen. Länge 5, Breite des Kopfes 1,3 mm. Ähnelt sehr dem Arbeiter des Eutermes salebrithorax (Nachtr. p. 45) unterschei- det sich aber durch ein viel grösseres und mehr wulstiges Epistom, das in der Rich- tung von vorn nach hinten ^/a so lang wie breit ist, bei salebrithorax nur ^/s. Der letzteren Art fehlt auch die helle Linie von der Mitte des Kopfes, wo die hellen Linien zusammenstossen, an das Epistom, und der Vorderlappen des Prothorax ist nach unten nicht verengt, wie bei E. segelli. Kleinerer Arbeiter — Breite des Kopfes l,i mm. Biologie — Baut flache Erdhügel von etwa ^a M. in Durchschnitt. Solche wurden bisweilen im Mischwald zwischen Kilimandjaro und Meru unterhalb Kibonoto gesehen. Zusammen mit dieser Art wurden auch E, hastatiis und E. massaicus ange- troffen. 28 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEIT EXPEDITION. 15; 1. Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto-Niederimg, Mischwald, 28. Aug. 1905; 22 gr. Nasuti, 23 kl. Nasuti, 4 Arb.; Mus. Stockholm. — 46 gr. Nasuti, 8 kl. Nasuti, 70 gr. u. kl. Arb., Mus. Stockholm. — Obstgartensteppe 20. Juli 1905; 66 gr. Nasuti, 12 kl. Nasuti, 105 Arb., Mus. Stockholm. Liste der aus dem Kiliiiiaiidjaio, dem 3leni und den umgebenden Massai-Sleppen bisher bekannten Termiten. 1. Ifoddfcniirs iiio^sioiihii'iis IIag. ') Calotcnni'S iiicniciifAf'HL. 1S72. 1.3. iridescens Enderl. 1906. 14. montamis Enderl. 1902. Pterodela Kolbe 1880. l'i. j)edicularia (L.) var. netbiopita En- derl. 1902. Subfam. Peripsociiuie. Peripsocns Hay. 186fi. 16. africanus Enderl. 1902. Farn. Mesopsocidae. Mesopsocns Kolbe 1880. 17. diopsis Enderl. 1902. 18. montiniis nov. spec. Farn. Aiiipliientoiiiidae. Subfam. Amphicntominae. Stimnlopalpus Enderl. 1906. 19. africanus uov. speö. Heiuiseopsis Enderl. 1906. 20. Fiilleborni (Enderl. 1902.) Fam. Troctidse. Subfam. Troctinae. Troefes Burm. 1839. 21. diviuatorius (Müll. 1776). Fam. Psocidae. Psociis Sjoestedti nov. spec. Taf. 5, Fig. 1, 6 und 7. — Kopf sehr blass. Scheitel dicht mit kleinen eckigen blass-gelbbräunlichen Flecken besetzt. Mitte der Stirn braun. Ocellen sehr dicht ge- drängt, schwarz. Clypeus massig stark gewölbt mit blass-gelbbräunlichen Längs- streifen, die beim J' etwas mehr braun sind. Clypeolus und Labrum sehr blass, ebenso der Maxillarpalpus, dessen Endglied ockergelb mit schwärzlicher äusserster Spitze. Fühler schwärzlich, die 3 ersten Glieder blass; beim ? viel blasser. Pubescenz des männlichen Fühlers sehr lang und gerade abstehend, beim ? sehr kurz, spärlicher und anliegend. Augen schwarz, beim d nur wenig grösser als beim ?. Thorax oben dunkelbraun mit blassen Suturen. Abdomen schwärzlich braun, Vorderdrittel jedes Segmentes ungefärbt. Genitalsegment ungefärbt, ebenso Telson. Beine blass ockergelblich. Schienen und Tarsen durch die schwärzliche Pubescenz grau. 1. Hintertarsenglied beim cf mit ca. 20, beim ? mit ca. 22 Ctenidiobothrien. 2. Hintertarsenglied mit ca. 4 Ctenidiobothrien. Ctenidiobothrien schwarzbraun mit kräftigen Zähnen. Klaue braun, Spitzenhälfte gelb, Zahn vor der Spitze lang und spitz, schräg nach der Spitze zu gerichtet. Hinterschiene mit 4 Endspornen. Seitenklappe des Telson mit grossem Sinnesfeld, beim c? mit zahnartigem Klammer- organ (Fig. 6). Subgenitalplatte des J" (Fig. 8 sg) unten mit zwei Längsstreifen win- ziger dornförmiger Höckerchen. Penis (Fig. 7 p) breit, hinten in eine Spitze ausge- zogen, von dieser unten mit zwei rundlichen schuppenförmigen Anhängen. Länge der Hintertarsenglieder . Paoriifi l.-ibnfirjwenftia ExuEin,. ii. sp. 4. Hemipsofii!< afrmnnia Enderl. n. sp. Fam. Caeciliid*. 5. CarrUUiti haxidcnfdtiis Fapeki.. ii. sp. 6. Caeciliiis sifiiiafipcnn/s Enperi.. ii. sp. Fam. Mesopsocidii^. 7. Mfsopuoriif: mnntinuK Enderi,. n. sp. Fam. Aiiipliieiitonii»li«'. 8. SfiiiiKlojial/iiig afriramis Endebi.. n. sp. 15. CORRODENTTA 8. Embiidae auetore FILIPPO SILVESTRI. Cum tabula una (6). Cl. Dr. Yngve Sjöstedt in Germanorum Africa orientali Embiidariiin specimina quatuor (1 ? 3 cT) legit, quae ad speciein unam scientiae novam et in honorem cl. entomologi appelatam refero. Emhia Sjöstedti sp. n. Syn.? Emhia solieri Verh. ex p. Acta Ac. Germ. LXXXII, N:o 2, p. 202. cT. Niger, pedibus nigro-castaneis, tarsis castaneo-rufescentibus, cercorum arti- culo primo terreo-rufescente, articulo seciindo castaneo rufescente. Caput (Fig. 1) vix longius quam latius (longitudine a clypei margine postico et latitudine pone oculos sumptis), angulis posticis rotundatis, in superficie setis pluribus brevissimis instructum. Antennae articulis 18 ad? (partim fractae) compositae, articulo primo (Fig. 1) magis quam Vn longiore quam latiore, ceteris crassiore, articulo secundo quam primus magis quam duplo breviore, articulo tertio quam secundus fere duplo longiore, arti- culo quarto secandum longitudine subaequante, articulo quinto quam quartus parum longiore, articulis ceteris gradatim quajn articulus praecedens parum longioribus, articulo decimo fere duplo longiore quam latiore, articulis omnibus setis pluribus brevibus instructis. I.abrum subtus sublaevigatum. Mandibulae (Fig. 2) longae, duplo longiores quam ad basim latiores, dextera dente apicali sat magno, dente altero minore et parva mola instructa, laevis dente apicali, dentibus duobus aliis minoribus et parva mola bidentata. Palpi maxillares (Fig. 3) sat breves et sat crassi, articulo secundo quam ceteri breviore et quam primus fere duplo breviore, articulo tertio quam secundus Vs longiore, articulo quarto quam tertius fere \U longiore et quinto quam quartus fere '/a longiore. Sjöatedt» Kilimayidjaro-M rru Expeililion. 15. 6 42 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 3. Palpi labiales (Fig. 4) sat breves et sat crassi, apicem versus pauUuluin attenua- tis, articulis primo et secundo inter sese longitudine subaeqalibus, articulo tertio quam secundus parum magis quam 's longiore. Thorax quam abdomen (in exemplis in spiritu vini asser vatis) 7? brevior, setis brevissimis numerosis vestitus. Pronotum parte antica a postica sulco profundo et sat lato distincta, sulco transversali sat arcuato convexitate antrorsum vergente et parum pone marginem anticum pertinente nee non sulco mediano a parte centrali sulci transversali incipiente exarata; parte postica, sulco mediano sat profundo exarata. Mesonotum et metanotum, alis destituta, scutis detectis liaud sulcatis, foveis tantum nonnullis supra muscolorum insertionem sistentibus. Sterna setis sat numerosi in-structa. Pedes primi paris (Fig. 5) femore parum magis quam duplo longiore quam latiore, infra ad basim seta longa subtili aucto, tibia quam tarsi articulus primus Vio longiore, articulo primo tarsali duplo longiore quam latiore, infra sat concavo, setis minimis vestito et setis nonnullis, glandularum ductibus, instructis, articulo secundo frevissimo, articulo tertio quam secundus aliquantum longiore, praetarsi un- guibus brevibus robustis. Pedes paris secundi (Fig. 6) femore fere Vio longiore quam latiore, tibia quam articulus primus tarsalis fere */ii longiore, articulo primo tarsali infra setis pluribus brevioribus, sat robustis, peniculum formantibus instructo et quam tarsus ceter magis quam ^h longiore, in apice infero ut articulus secundus parum inflato et subnudo. Pedes paris tertii (Fig. 7) femore crassiore, supra convexo, duplo longiore quam latiore, tibia quam tarsi articulus primus */i3 longiore, articulo primo tarsali quam tertius parum breviore, infra setis sat numerosis brevioribus, in dimidia parte eius- dem area subovali parum producta et in apice aliquantum inflato, producto, articulo secundo brevissimo in parte apicali infera parum producto. Pedes omnes praeter armaturam descriptam setis pluribus ut figurae demonstrant aucti. Abdomen setis numerosis brevissimis instructum. Abdominis partis postremae forma a segmento nono nee non cercorum in figuris 8^ — 9 bene cernitur. Long. corp. mm. 15; long, thoracis 5, abdominis 7; lat. thoracis mm. 2. ?. Rufo-castanea. Antennae articulis 22 ad? (partim certe fractae) compositae, articulo tertio (Fig. 10) quam quartus magis quam duplo longiore. Abdominis pars postrema in figura 11 delineata est. Cerci (Fig. 12) sat breves setis pluribus longis instructi, articulo primo quam secundus aliquantum crassiore et paullulum breviore. Long. corp. mm. 15,6, long, thoracis 5,6 abdominis 8, lat. thoracis 2; long, an- tennarum (22 articulis) mm. 4. Habitat. Exempla 3 cT et 1 ? Dr. Sjöstedt ad il/efw-Niederung, Ngare na nyuki, Africa orientali, Jan. 1906 in Acaciae nemoribus legit. Observatio. Species haec ad E?nbia Solieri Ramb. proxima, sed maris abdominis partis postremae et cercorum forma, nee non magnitudine et characteribus minoribus distinctissima. 15. COllRODENTIA. 4. Mallopliagji by VERNON L. KELLOGG. With 1 ])late. A collection of Mallophaga (biting lice ot birds and inammals) taken from East African liosts was sent me in Marcli, 1907, by Dr. Yngve Sjöstedt. These speci- niens are part of the zoological collections made by his expedition to the region of Mts. Kiliniandjaro and Meru, and constitiite the first collection of Mallophaga made in tliis region. Twentyfour species of bird hosts and two species of mammal liosts are represented in the collection, which includes altogether 34 species of Mallo- phaga of which 13 are described herewith as new species. The most interesting forms in the collection are Trichodectes colobi n. sp., from Colohus caudatus, the first Mallo- phagan parasite to be recorded from a monkey, and Colpocephalum sjoestedti n. sp. from Corvus scapulatus, an aberrant Colpocephalum of the type of Carriker's Col- pocephalum extraneum, from a Costa Rican night-jar. The finding of these two simi- larly aberrant parasitic species on such widely distinct host and from such widely separated regions is of curious interest. For the two species a new genus should probably be established, but as this would only be the beginning in a much needed revision of one of the largest and most overloaded of Mallophagan genera which I cannot undertake at present, I simply follow Caeriker in assigning the stränge new type to Colpocephalum. Until more hosts from this East African region are investigated and the number of Mallophagan species from this region largely augmented by assiduous collection, it is not worth while to attempt any general remarks concerning the host or geogra- phic relationships of the East African Mallophaga. Nor is it hardly worth while to formnlate synoptic tables of the few species so far known. From the decriptions and ilhistrations, coupled with the accurate host determinations (determ. Sjöstedt), students who may come into possession of Mallophaga from this region should have no difficulty in knowing what species have been already found and recorded. A complete list. with descriptions of all the new forms of the species in the collection, follows: — 44 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MBRU EXPEDITION. 15: 4. Suborder Ischnocera. Tricliodectidae. Tricliodectes colobi n. sp. (PI. 7, tig. 1.) Many specimens, males, females, and young from the monkey Colobus caiidatus. The first Mallophagan specjes to be recorded from the Quadrnmana. Male. Body, length 1.8 mm., width 0.66 mm.; pale, abdominal marklngs few and weak, head as long as broad and with emargmate clypeus. Head, length 5.3 mm., width 0.57 mm.; rather markedly hexagonal with anterior (clypeal) margin distinctly emarginate though not deeply; antennse with first segment very large and strong; no well-defined markings, the Ught brown mandibles showing through, and the antero-lateral margins chitinized althongh not colored. Prothorax narrow and short; quadrangular with posterior margin straight. Metathorax wider than protho- rax with well marked projecting medio-lateral angles reaching laterally nearly as far as postero-lateral angles of first abdominal segment; posterior margin flatly rounded. No thoracic blotches or other distinct markings. Abdomen elongate elliptical to ovate, with crenulated lateral margins, and narrow uncolored, translucent borders, but without blotches or other distinct markings; posterior segment narrowly rounded; a sparse covering of short spinous hairs over body but no long hairs; a row of very small stiff spines along the posterior margin of each of Segments 2—6. Female. Slightly larger than male, with the abdomen broadly truncate behind, and the crenulation of the lateral margins more pronounced. The antennae are slender with the first segment no larger than 2^<^ or 3'''^. No distinct markings. Kilimand'jaro : Kibonoto, rain-forest, 2000 m. Tricliodectes iuibciualls Piaget. Numerous specimens, males, females and young, from Mungos {Herpestes) caffcr Gm. Piaget's specimens were taken from Herpestes ichneunwri, Zool. Garden of Rotterdam. Kilimandjaro : Kibonoto. Pliilopteridae. üocopliorus episcoi»! n. sp. (J'l. 7, tig. 2.) One female from Herodias alba, five females from Ephippiorhynchus and numerous males and females from Dissoura episcopus or microscelis. A well marked form of the group sefosi, characteristic of storks, distinguished by the curious fused double signature with its strongly chitinized protuberant posterior tips, and the very distinct straight clypeal suture. Much Uke, and evidently closely allied to Piaget's D. indicus from Tantalus lacteus (Java) and D. unijasciatus coUected from Polyborus vulgaris but considered by Piaget as undoubtedly a straggler from some species of stork or egret. The African specimens differ from unijasciatus in being of smaller size, having the abdominal blotches markedly larger, and the vulvar appendages not apparent. KELLOGG, MALLOI'HAOA. 46 Female. Body, length 3 mm., wiclth 1.2 mm., strangely marked, the lateral abdominal blotches projectiiig well inward, and the wliole head and thorax dark brown. Head, length 0.8- mm., width O.nt mm.; thus being a little wider at the temples than long, but forming nearly an equilateral triangle with rounded angles; clypeus rounded and filled, except for very narrow clear anterior margin, by the large Signa- tare with two strongly chitinized processes projecting from the postero-lateral angles; six or seven prominent liair« arranged at regulär intervals on temporal margins. All head dark brown, the occipital bands distinct. Prothorax, short quadrangular, with straight posterior margin, all colored brown with narrow clear median longitudinal line; a long and short hair in each postero-lateral angle. Metathorax but little wider than prothorax, with posterior margin nearly straight; a group of three long hairs rising from an uncolored space in each postero-lateral angle; whole segment dark brown except an uncolored median longitudinal line. Abdomen elliptical with broad ends; first segment all brown; 2"'' to ß*-'^ each with strong large lateral blotches, blackish at margins, and bearing rather indistinct pustulations along posterior mar- gin; 7"' segment with complete transverse band narrower in middle than at ends; posterior segment slightly emarginate; a double transverse series of hairs on dorsum of each abdominal segment, the ones rising from the colored regions with more or less distinct pustulations. Male, smaller but otherwise similar except as regards the posterior end of abdomen, which is slightly narrowly protuberant and rounded; the lateral abdominal blotches project farther toward the center. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. Docophonis icterodes Nitzsch. Males and females from Nyroc.a {Fuligula) capensis. The specimens are all markedly paler than typical icferodes, and with the temples less flatly rounded, thus giving the head a noticeably different shape. They might well be regarded as a new variety of the species. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. Docopliorus phitystoiuus Nitzsch. Males and females from BiUeo augur. The marked difference in the genital blotch of the male from that of typical plaiyslomus with other slight differences might well constitute a varietal distinction for the African specimens. Kilimandjaro : Kibonoto. Doeoiihonis splieiioithoru^ Nrrzscn. Typical males and females of this Docophorus of the spoon bill recorded from Platalea alba and also from an owl, Asio nisuella. The specimens from the owl are almost certainly stragglers. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. 40 SJÖSTBDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 4. Nirinus kilimaiidjareiisis n. sp. (n. 7, fig. 3.) One female recorded from Buteo augur but is more likely a straggler from Colymhus caiyensis which the collector notes as l^'ing near the skin of Buteo. The parasite obviously belongs to the group ohscurosuturati of Nirmi characteristic of water bh'ds. Female. Body, length 2.i mm.; width 0.4 mm.; a handsome, slender, well mark- ed form. Head, length O.s mm., width 0.34 mm., long, narrow, flatly-rounded front, three longish hairs on each temporal margin behind the eye; Signatare with anterior part distinctly colored, but fading out posteriorly; antennal and clypeal bands strongly colored, and also temporal margins. Prothorax quadrangular with posterior margin straight; well-marked blackish-brown sub-marginal bands. Metathorax angulated on abdomen with five or six pustulated hairs along each postero-lateral margin. Abdo- men long, slender, snb-paralled sided; blackish, segmental snb-marginal bands and dorsum of segments pale brown due to fusing, or nearly fusing, along median line of brownish, quadrangular lateral transversal abdominal blotches; indieations of a median, longitudinal, uncolored line especially on segments 2 — 4; pair of small but distinct pustulations in middle of posterior margin of each segment; posterior Seg- ment narrow and with entire, narrowly-rounded margin; longish single hairs in postero-lateral angle of each segment except first and second. Kilimancljaro-Meni : Natron Lakes. Nirinus opisthotomiis n. sp. (PI. 7, tig. 4.) Males and females from Himantopus himantopus (two individuals). A new form well marked and distinguished by the character of the abdominal blotches and the truncate male abdomen but otherwise much resembling typical furvus and others of the group ohscurosuturati characteristic of wading birds. Male. Body 1.44 mm., width 0.4 mm.; with well defined lateral transverse abdominal blotches and head and thorax brown with darker lateral margins. Head length 0.4 mm., width 0.38 mm., rather broad truncate clypeal front, suture behind clypeus fairly distinct, one very long and one long hair in temperal angles, trabe- culae rather prominent; whole head brown, with well-marked, blackish-brown margi- nal bands. Prothorax nearly quadrangular with one longish hair in each postero- lateral angle; clear brown with sharply marked, blackish-brown lateral marginal bands. Metathorax with flatly rounded posterior margin; two long hairs in each postero- lateral angle, and three hairs successively smaller from outer one to inner one on posterior margin each side of the middle; segment clear brown with sharp blackish brown lateral margins. Abdomen, narrow elliptical with blackish-brown segmental lateral margins and well defined paler brown large lateral transverse blotches cove- ring most of surface but not meeting at middle and hence leaving distinct rather broad uncolored median longitudinal line; uncolored lateral Spaces at the sutnres; the lateral blotches on segments 6 — 8 narrower and hence leaving wider uncolored KELLOGG, MALLOrHAGA. 47 sutural Spaces, biit nearly or quite ineeting on iniddle and hence obliterating median longitudinal lino; posterior segment distiuctly broadly truncate, even a little concave. Fcnutle, leiigth 1.7 mm., widili Ü.t:! mm., lilce the male except larger and with dorsal transverse abdominal blotches not narrower on segments 6 — 8 but covering nearly the wliole surface of each segment; posterior segment rather broadly rounded, with very slight emargination. Kiliinandjaro-Meru: Natron Lakes. Ninnns siffiiatns Piaget. Niimerous males and females from Becurinrostra avocetta, Himmitopus himan- topus, Herodias alba and Phalacrocorax africantis. These specimens all agree in differing from Piaget's typical signatus (taken from Recurvirostra avocetta), by having the genital blotches of the female curved instead of approximately straight. Kilimandjaro-Meni : Natron Lakes. Niriinis pileus Nitzsch. Numerous males and females (in Company with N. signatus) from Recurvirostra avocetta. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. Lipeurns afer n. sp. (PI. 7, fig. 5.) Males and females from PJialacrocorax africanus and Aplopelia larvata, a dove. The specimens from Aplopelia may be stragglers as the Lipeurus belongs to the group clypeati peculiar to maritime birds, and especially well represented on cormorants. The new species is quite distinct from any form heretofore recorded, especially in the characters of the male. Male, length 2.20 mm., width O.ss mm., narrow-bodied with crenulate margins and strongly marked kidney-shaped segmental lateral blotches. Head, length 0.47 mm., width, O.34 mm., clypeus rounded in front with distinct signature and distinct suture; antennae with first and second segments enlarged but much less than usual iti male Lipeuri and with no projecting process on any segment; third segment very small; head brown with well marked antennal bands and eye spots; temporal mar- gins without long hairs. Prothorax square, brown with darker well-marked lateral borders; no long hairs in postero-lateral angles. Metathorax a little longer and wider, also quadrangular, but with slightly projecting antero-lateral and postero-lateral angles; four or five long hairs in circular uncolored space in postero-lateral angles; posterior margin flatly concave on the abdomen; whole segment brown with well- marked darker lateral borders. Abdomen long and slender, sides sub-parallel as far back as segment 6, then tapering to tip: first segment narroAver and larger than second, single longish liair in postero-lateral angle of each segment; all segments brown, with paler sutures especially laterally and on segments 3 to 7 and in less degree on 8, distinct lateral shining blotches of curious auricular or reniform outline, each blotch some distance mesad from the margin but connected \\ith it by more 48 SJOSTEDTS KILIMANDJARO-MERtr EXPEDITION. 15: 4. or less distinct stem or pedicel; last segment with narrow truncate posterior margin, bearing several short, separated spiny hairs. Female, lengtli 2.4 mm., width 0.67 mm., thus a little longer, and with body twice as wide as male; head also wider and heavier; abdomen not siib-parallel-sided but elongate elliptical and with broad terminal segment with flatly roimded posterior margin; whole body strongly colored, the abdomen with large lateral transversa blot- ches, and only slight indications near the margins and just behind the anterior edge of each segment of the ciirious shining blotches characteristic of the male. Kilimayidjaro-Meru : Natron Lakes. Liyeiiriis secretarius Giebel. One female from Pseudogyps africanus. This specimen I refer to secretarius with some doubt, but in the face of the lack of other specimens, especially males, I do not care to establish a new species for it. The species secretarius is recorded only from Serfentarius serpentarius. Kilimandjaro-M eru : Steppe. Lipounis plataleaniiii Giebel. One male and one female from Platalea alba. Originally described from Platalea leucorodia. Kilimandjaro-M eru: Natron Lakes. Lipeunis liebrivus Nitzsch. One male and two females from Balearica regulorum gibbericeps. Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes. Lipeiirns hifasciatus Piaget. Males and females from Pelecanus roseus. These specimens differ from typical bifasciatus in having the female provided with only very slight abdominal markings. Kilitnandjaro-Meru: Natron Lakes. Lipeiirus versicolor Nitzsch. Males and females from Ephippiorhynchus senegalensis. Kilivtandjaro-M eru : Natron Lakes. Liotlieida^. Triiiotoii luridiim Nitzsch. Specimens from Anas erythrorhyncha and one young individual from H ydrochelidon leucoptera. Kilimandjaro-M er ti : Natron Lakes. Lieniobothrium titaii Piaget. Specimens from Circus ranivorus, Buteo augur and Colymbus capensis. One of the largest Mallophaga yet recorded, exceeded in size only by L. gypsis (10.5 mm.) from a Griffon Vulture (Transvaal). This forms differs from the Transvaal species by having the whole head a little broader (across the temporal angles) than long, KELLOOO, MAlJ.nniAfiA. 49 and by having the clypeal front short and broad; also by not having tlie dorsal abdo- minal blotches dividod in the middle by uncolored spaces. Size of a Kiliniandjaro specMHien: length 10 mm., width 2.ii'> mm., head lengtli 1.i'"> mm., width I.t mm. KUimavdjaro-Merii: Steppe and the Natron Lakes. Licnioholliriuni iifVicninini n. sp. (I'l. 7. ti«. (i.) A Single individnal male from Ardea pwpurea and t\AO males from Fseudogyps (ifricdinis. A well marked small Lcemohothrium distinctly differing from any other species so far described. Characterized by the short, broad, blunt head with straight occipital margin, by the numerous unusually long hairs of the body, and by the sharply- marked black bands and blotches. Male. Length 5 nnn., width \M mm., robust-bodied, long-haired and sharply- patterned. Head, length 1 mm., width l mm., clypeal front short, broad and squareh' truncate, with numerons spiny hairs; anterior lateral protuberances strong and temporal angles not projecting and pointed but blunt and obliquely truncate, occipital margin straight, the head being thiis square-locking with a short broad anterior pi'ojection; numerous long hairs rising from antero-lateral protuberances and froTU temples; eyes small but distinct; strong, sharply delimited, narrow, black, lateral blotches and occipital border. Prothorax square in front but narrower behind with angular margins; no marked lateral concavities; three long hairs on each side; strong narrow black blotch, narrowly divided in center, on middle of each lateral margin; narrow mesial longitudinal uncolored line. Metathorax also with narrow mesial uncolored longitudinal line and with narrow% sharply marked black lateral borders expanding into a pair of small angular blotches in antero-lateral angles; long hairs rising from lateral margins, but none along posterior margin. Legs all sharply mar- ked with black, most conspicuous as a black margin on outer side of femur and a black ring around distal end of femur. Abdomen, with central brownish blotches, traversed on Segments 2 — 4 and on part of segment ,5 by narrow mesial longitudinal uncolored line; segments 2—4 with series of long hairs, rising from pustulations, along posterior margins; on other segments hairs but not pustulated; in postero-lateral angle of each of segments 2 — 8 a very distinct circular pustulation bearing a long hair; along each side a narrow clear sub-marginal longitudinal line; small short hairs rising from lateral margins; posterior margin segment flatly rounded with short hairs. The description has been made from the specimen fonnd on Ardea purpurea. The two individuals taken from Pseudogyps do not show the pustulations so distinctly nor the sub-marginal longitudinal uncolored line, and are a little larger, each being about 6 mm. long instead of 5 mm. Kiliniandjaro-3Ieru: Steppe and the Natron Lakes. Livmobotlu'iuni setiicfM-iiiu Piaget. Notes from the Leyden Museum, vol. XI, p. 35, pl. 2, fig. 2, from Ibis cayen- nensis. A male, a female and a young specimen from Theristicus hagedash. Kilimandjaro-Meru : Natron T^akes. Sji'i.ildlls KiliiiiatiiljiiroMern E.i-pirl!lir>n. lü. 7 50 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 4. (.!oli»oepi>lialiim irraiuliceps Piaget. A male and a female from Himanto'pus himantopus. The type specimens were taken by Piaget from Hcematopus ostralegns. Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes. Colpooeplialuni »'iicareinim Nitzsch. Two females from Pelecanus roseus. Nitzsch' s type was taken from PrJcrconis onocrotahis. Kilitnafidjaro-Meru: Natron Lakes. C'olj)oce|)hahnn lyracilc Piaget. Male and female from Platalea alba. Type specimen taken from I\ Iriirorodia. Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes. Colpoceplialuni seniiciiictuni Rudow. Numerous males and females from Corvus scapulatns. Kiliynandjaro : U^seri. ColpoeephalHiii siil»iiMiiiale Nitzsch. Males and females from Corvultur albicollis. Type specimens are from f'orvvs corax and C. frtujilegus. Kilimandjaro : Kibonoto. Colpocephaluni sj(este(lti n. sp. (I'l. 7, tig. 7.) Several females from Corvus scapuhtits and Corvultur albicollis. An extraordi- nary form of Colpocephalma of the general type of Carriker's curious and abberant C. extraneum , taken from a night-jar, Nyctidromus albicollis, Costa Rica. These two species are strangely widely separated both in host relation and geographically and yet they agree so closely in the characteristic, namely, the extraordinary extension of the metathoracic dorsum and its curious shape, tliat separates tliem froni all other species of the genus that they should probably be set apart in a distinct genus. For the present, however, we may let them stand in Colpocephalum. The African spe- cimens from the crows differ from the Single Costa Rican female from the night-jar in the presence of pustulations on the temples, an all brown metathorax, and the median abdominal blotches; the metathorax is also truncate or even emarginate on the abdomen. Female, length 2.2ö m.m., width 0,« m.m., large for, Colpocephalum, strongly marked and characterized by the great posterior extension of the dorsum of the metathorax, with its deep angular median emargination. Head, length {).5i mm., width 0.78 m.m; temples strongly projecting and rounded with fonr long pustulated hairs and other shorter ones; well marked fringe of short curved hairs on lateral margin behind eye; head pale translucent brown with strong large triangulär ocular blotches and narrow black temporal and occipital border. Prothorax hexagonal with produced lateral angles furnished with Single spine. Mesothorax distinct from meta- Ki;i.LÜGU, MALLOl'IIAGA. 51 tliorax witli flatly coiivex sicles \\itliout hairs except tvvo long ones in eacli postero- lateral angle; other haivs along the nearly sti'aight posterior niargin; entire segnicnt black brown. Metathorax with dorsuni extending as a sort of flap or lobe posteriori}- over the first part of second^ abdominal segment; this lobe deeply angularly emargina- ted at middle of posterior margin; postero-lateral angles each with group of four or five short spines and two or three long hairs, a single long hair rising from each of the two postero-median angles madc by the emargination; entire segment blackish- brown. Abdomen with nearly parallel sides from first to eight Segments; Segments 2 to 6 with many short strong spines along lateral margins and in postero-lateral angles : segments 7 to last with very long hairs rising from postero-lateral angles ; all Segments except last tAvo with lateral and separate median transverse brown blotches last two Segments almost whoUy brown. KiUmandjaro : Kibonoto and Useri. ('i)l|M>('e|)liiiluiu orcas ii. sp. (I'l. 7. ti- ,s.) Numerous males and fcmales from Herodias alba, EphippiorliijncJius sencgdlcu.sis and the dove AplopeUa larvata (straggler?). In shape and general markings much like Piaget's zehra from Ciconia alba, biit male with posterior end of abdomen tjuite dif- ferent and female with noticeable diffei'ences in the markings. Male, length 2.i m.m., width O.hi; m.m.; rather long liead, body verj^ narrow at suture between pro- and mesothorax, posterior margin of abdomen broadly truncate, even a little concave, and body nearly whoUy cov^ered and colored by the dark-brown transverse abdominal bands. Head, length 0.5 mm., width Om mm.; clypeal front flatly rounded, ocular emarginations deep. temples broad and angular, occipital margin concave; strong black ocular blotches connected by broad black-brown longitudinal bands with larger black occipital blotches. Prothorax with strongly produced lateral angles bearing three spines; two strong hairs on each postero-lateral angle; whole segment pale brown; sutiire between pro- and mesothorax very narrow. Metathorax with sides rapidly di verging posteriorly, and bearing a series of about 8 short spines; one strong spiny hair in each postero-lateral angle; whole segment brown, paler anteriorly. Abdomen tapering a little posteriorly, with last segment broadly truncate, even a little concave behind; numerous spiny hairs along lateral and posterior margins of Segments, and single very long hairs arising from postero-lateral angles; all Seg- ments broadly banded transversely with brown, leaving only the sutural Spaces uncolored. Fetnale, with head and thorax like male, but abdomen tapering more sharply from before back; widest at segment 3; posterior segments very narrow, the whole abdomen giving the Impression of great slenderness and of being pointed posteriorly; transverse abdominal bands entirely crossing segments 1 and 2, but bx'oken in two in the middle on segments 3—8 leaving an uncolored space in the center of which appears a small quadrangular blotch, paler than the lateral blotches; last segment with narrovvly rounded posterior margin thickly set with spines and short hairs. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. 52 SJOSTEUTS KILIMAN DJ ARO-MERU EXPEDITION. 15: 4. ('<(ll)<)C(>iilialiiiii vcratruni n. sp. (l'l. 7, tty. '.).) A male, a female and two young from Ardea {Htrodias) alba. In maikings and general appearance this species approaches C. Irochioxum Nitzsch from Ardea (Botaurus) stellaris, but the dimensions and shape of head are markedly different. Male, length I.06 mm., widtli O.es mm., abdomen nearly wholly colored by the broad transversal bands darkest at ends as in trochioxum but head much longer in Proportion to width than in this species; the body one-fourth smaller than trochioxuiii. Head, length O.34 mm., width 0.58 mm.; wider than broad but with füll rounded clypeal portion flatly rounded anteriorly; temples rather thin and narrowly rounded; hairs with rather weak pustulations in temporal angles and along occipital margin ; distinct brown ocular blotches and narrow blackish occipital border fading out on temples; in front of strong antennal blotches a paler brown rather indistinct band extending anteriorly to a pair of small clypeal blotches. Prothorax with jirominent lateral angles each bearing a short spine and a longish hair ; two longish hairs in postero- lateral angles; whole segment translucent brown. Metathorax with rapidly diverging sides, all brown with clearer sutural space at junction of meso- and metasegments; longish non-pustulated hairs in postero-lateral angles and on posterior margin. x4b do- rnen ovate, with longish non-postulated hairs along posterior margins of segments, and Single long hairs in postero-lateral angles; all segments crossed by broad brown transverse bands leaving only narrow sutural lines uncolored; lateral ends of the transverse bands darker ; posterior margin of last segment rounded. Female, length 2 mm., width 0.8 mm.; head length O.37 mm., width O.03 mm. Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes. Colpocephsiliim xeiiicuni n. sp. Males and females from Ardea {Ardetta) sturmi. A curious form of Colpocephalnm quite distinct from any described species. Characterized by the long, slender, sub- parallel side crenulate body, almost unpatterned, and the elongate head with odd- shaped swoUen backward projecting temporal lobes. Male, length l.i» mm., width O.0 min.; slender, abdomen hardly wider than head, body with sub-pai"allel sides and all pale. Head, length 0.4 mm., width 0.4" mm.; head thus nearly as long as wide across temples; palpi and especially antennse projecting conspicuously ; ocular margin deep and long, the swoUen heavy temporal regions with long sloping anterior face, and projecting well behind occipital margin; the temples with several long, non-pustulated hairs, and many very small spines on antero-lateral angles; small blackish ocular blotches and pale brown antennal bands, but otherwise uncolored. Prothorax small, much narrower than head; lateral angles small but conspicuous with long hair and spine; also several hairs along posterior margin; pale color. Metathorax with numerous longish hairs in postero-lateral angles and along po- sterior margin; color pale translucent brown like head and prothorax. Abdomen slender, sides sub-parallel tapering gradually posteriorly; lateral margins somewhat crenulate; strong spinous hairs, and longer weaker hairs in postero-lateral angles and scattered over surface of segments ; whole abdomen nearly uniformly pale translucent brownish. KELLOCO, iM.\l,L-Mrru : Natron Lakes. ('ol|MK'*>p]ialuiii iiiiaiKlriiiin ii. sp. (IM, 7. ti,ir. 10.) Many males and feniales from ßalearica regulormii (jibbericeps. A rernarkable s|iecies with the inales distinctly larger than the females, in tliis corresponding to C. iitacilentiini of NiTZCii which Giebel described as liaving the male larger than the female much to Piaget's astonishment and unbelief. There is no doubt Avhatever of the matter in this present African species. The extremely slender Lipeurus-\ike legs, the long narrow Tiipeuriforni body, and the Lipeuri(S-\[ke markings make the species a very interesting case of parallelism or convergence. There is an unusual amount of Variation in the intensity and character of the markings, especially on the inales. Male, length 3.^4, width O.o mm ; long, slender, long legs, strong abdominal markings, larger than female. Head, length 0.55 mm., width 0.8 mm., narrow forehead with a shallow rounding emargination just where palpi project beyond the margin; front parabolic ; ocular emarginations pronounced with eye distinctly emarginated ; temples quadrangular and noticeably projecting and with strong brown spinous hairs, 3 longish, 2 shorter, rising, non-pustulated, from just within the lateral margins; occipital margin strongly concave ; head translucent brown with f uliginous finge, and well-marked black occipital and antennal blotches not connected by bands. Prothorax as long as broad, with conspicnous, sharp-pointed lateral angles bearing four or five short spinous hairs along postero-lateral margins; color more sraoky brown than head with narrow blackish bands, one near each side. Metathorax with the fused short mesothoracic segment indicated by darker color and slight lateral emarginations; late- ral margins and postero-lateral angles with spinous hairs; segment concolorous with head and prothorax with darker lateral angles and posterior border. Legs unusually long and slender, hindmost pair very long. Abdomen elongate, slender, but little wider than head, and tapering posteriorly, two transverse rows of short brown spinous hairs across each segment; shorter spinous hairs along lateral margins and longer ones in postero-lateral angles; each segment with a narrow submarginal brown line all around thus forming a quadrilateral figure ; rest of segment pale f uliginous brown like thorax and head. In many specimens the chitinized genitalia with two distinct strong posterior hooks show plainly. Posterior margin of last segment is narrowly but flatly rounded with many short and fine, and several longer hairs. Female, body, length 2.i; mm., width 0.5n mm., head, length O.u mm., width 0.53 mm.; tluis being markedly smaller than the male; body all over strong opaque brown except transverse pale sutural lines on the abdomen, and a narrow uncolored median longitudinal line extending from abdominal segment 3 along the thoracic Seg- ments and to middle of head where it forks, the two branches going as straight diago- nal lines to the anterior angle of each ocular emargination. Posterior margin of last abdominal segment evenly rounded. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. 34 SJÖSTKDTS KILIMÄNDJARO-MERU EXI-EUITIÜN. 15:4. Mpiioj)»!! crociitiiin Nitzsch. One specimen from Himantopus himantopus. Küimandjaro-Meni: Natron Lakes. Meiioiioii titaii Piaget. Many specimens froni Pelecanus roseus. Some of tliese specimens, niales, fenia- les and young, were taken from the inside of the host's poucli, wliere they sat very strongly fixed at the skin. This African form should really be described as a variety of iitan, differing noticeably by lack of complete transverse black-brown bars on the abdominal segments, these bars being broken into lateral and median portions. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. MeiioiKdi culiisiiis 11, sp. (PI. 7. fig. 11.) One specimen from Phalacrocorax africanus. Male, bod,v lengtli Lös mm., width O.tö mm., robust, hairy, abdoinen mostly covered by the small transversal brown bands. He ad, length 0.4 mm., width O.w mm.; half again as wide as long; front flatly rounded, temples with several conspicuous long hairs; six long hair-s along occipital margin; no strong head markings. Pro- thorax large with conspicuous long hairs in produced lateral angles and all along rounding posterior margin. Metathorax with numerous 'strong hairs along straight posterior margin; no strong markings any where on thorax. Abdomen short and broadly elliptical, with very long hairs from postero-lateral angles of segments and a transverse row of closely set shorter hairs along posterior margin of each segment; also numerous still shorter hairs scattered irregularly over dorsum of segments 4 to 8 more abundant on the niore posterior segments; bi'oad pale-brown transverse bands on all Segments covering all of the dorsum except narrow uncolored sutural Spaces. Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes. Meiiopon biicerotis n. sp. (PI. 7. tig. 12.) Many specimens, males and females, from the hornbill Bycanisles crislalus. Only one Menopon has been heretofore recorded from the hornbills, viz., M. forci- patum, figured but not described by Giebel. This african species is quite distinct from the figures given by Giebel of male and female jorcipatum. Is a Menopon of unusual form and general appearance. Male, length 2 mm., width 0.8 mm.; abdomen with crenulated lateral margins, last two abdominal segments mucli narrower than preceding ones, head short and wide with narrow angulated laterally projecting temples. Head, length O.sa mm., width 0.6Ö mm., thus being twice as wide as long; front with longish, spinous hairs and temples and occipital margin with numerous very long conspicuous hairs giving the whole head an unusual spiny and hairy appearance; the ocular emarginations are fairly distinct thus making it difficult to refer this species with certainly to Menopon ; it might perhaps with equal right have been referred to Colpocephalum ; the temples KRI,I,()UG. MALLOTHACiA. 55 are strongly produced laterally and are narrow and so narrowly rounded as to be almost pointed; a pair of distinct black ocular s])ot,s, but no distinct bands. Pro- tliorax with the lateral angles prominent and projecting distinctly beyond the an- terior part of the segment; a spine and longish hair in each lateral angle and several longish hairs along posterior margin. Äletathorax with straight posterior niargin beset with strong long hairs; postero-lateral angles with three or l'our short, strong spines and a longish hair. Abdomen widening to segment 7, segment 8 very little narrower and then segment 9 suddenly strongly constricted; segment 10 (last segment) still narrower and with a parabolic posterior margin; all the segments projecting laterally beyond the sutnral Spaces, tlms producing a distinctly crenulate appearance of the lateral margins; all the dorsinn of the abdomen very hairy and spiny, the hairs arising from the postero-lateral angles being very long, indeed the strongly-chitinized and iinusually formed genitalia show through indistinctly. Female, length 2.8 mm., width Li mm.; head, length 0.4 mm., width 0.7'i mm.; general shaj)e and appearance of the male though larger; lateral margins of the abdomen more conspicuously crenulate and posterior maj'gin of last abdominal seg- ment flatly rounded; whole last segment appearing like a protuberance. Host Cololms laiuliitus. Trichodectes colobi Keixogg. Colymbiis capeiisis. Nirinus kilimandjarensis Kellogg. Lcemobothrium titati Piaget. Uydroclielidou leucoptora. Trinotoii luridum Xitzsch. Plialiicrocorax afrieaiuis. MenopoH eiilasiug Kellogg. Lipeurus afer Kellogg. Xirmus signatns Piaget. Pclecaiius roscus. Lipeurus hifasciatus Pl\GET. Colpocephalum eucarennm Xitzsch Menopon iitan Piaget. Anas erjtlirorlijiielia. Trinoton luridum Nitzsch. Njroca eaiipiisis. Docophorits icterodes Nitzsch. Phitalea alba. Docophorus sphenophoru.s NiTZSCH. Lipeurus platahannii (Uebel. ('oliJocej)halu)n gracile Piaget. list, with parasitos. Mammals. Mungos cafftT. Trichodectes inceqvalis Piaget. Birds. IJalearica rcfjuhtrnni ürihhericcits. Lipeurus hebraeus Nitzsch. Colpoceplmlum miandrium Kellogg, Dissonra microseelis. Docophorus episcopi Kellogg. Kplii|)|ii(>rliyiielius senea^alensis. Docophorus episcopi Kellogg. Lipeurus versicolm- Nitzsch. Colpocephalum oreas Kellogg. Tlieristicns liairedasli. La'mobothriuiri seticjerutti Piaget. Henxlias alba. Nirinus signalus Piaget. Colpocephalum oreas Kellogg. Colpocej)hali(ui veratrum Kellogg. Docophorus episcopi Kellogg. .\r(l«»tta stürm i. Colpoce phalutn xenicuin Kellogg. .\nlea pnrpnri'a. Lirinohothriinii nfrictiii utn Kellogg. 5fi S.rÖSTEDTS KII,IMANP.7.VRO-MERTT EXTKniTfi IN. 15: 4. Hecurvirostra avocetta. Nirmus signatus Piaget. Nirm/iis jnlens Nitzsch. HiiuaiitoiMis liimaiitopiis. Nirmvs signatus Piaget. Nirmus opisthotomus Kellogg. Colpocephalum grandiceps Piaget. Menopo7i crocatum. Nitzsch. Aplopplia larvata. Lipeurus secretariiis Giebel. l*spueiitariiis, Lipeurus secretarius Giebel. Circjis raiiivonis. Loßmohothrium titan Piaget. Buteo augur. Docophorus platystomus Nitzsch. Nir7)ius kilimandjarensis Kellogg. L(B7nohothriuw titan Piaget. Asio iiisiiella. Docophorvs sphenophorus Nitzsch. Bycanistes cristatiis. Menopon hiicerotis Kellogg. ('(»rvultur alliicollis. Colpocephalutn sjoestedti Kellogg. Col pocejjhalum subceqnale Nitzsch. Corvns scapulatiis. Col]iocep]iahim sjoestedti Kellogg. Colpocephalum semicinrtum Rudow, List of 3rallo]>li}i£;a liitlicrto kiiOAVii tVoiii tlio Kiliiuaiidjaro-Merii district. (U' niaiiinials. 1. Ty'irhnitrrtrü rnhilii KEl.l.nnii ii. s]i. 2. 'l'rhliiiiJccfcR i)ifrijiiidis T'lAOKT. 3. 4. s. 9. 10. 11. 12. 13. 14. If). Iti. 17. IS. Diiciijilioyiis i'pi-irnpi Kelliuk! n. sp. irtcrodes Nitz.sch. » plaf)/sfnmiis Nitzsch. ^pliennpliorus NiTz.^irH. Xininiii kilimiitidjarenms KEi.Loiiii ii. s) (ijiistlu)tomus KEi.iiOoii 11. sp. » signatus Piaüet. jidcns Nitzsch. Lijjciirns ufrr Kelloiiu ii. s]). » secretarius Giebel. /datalenrum Giehel. Iirhraus Nitzsch. Iiifasciatus Piaget. rcrsirnjor Nitzsch. 'rriiin/iiii liiriihnti Xirzscii. LdiHiitiiilln'iinn /'ifiiii I'iacet. Of l»ir( s. 19. Lfeiiiolin fjiriiiiii iifrii'iii/iiDi Kf.i.i,iii;i; n. sj) 20. üc/ii/rriiiu I'iacft. 21. ( 'iiti nrri Jinliiiii (/i'diidicfjiü I'iacet. 22. cucarrunm Nitzsch. 23. i/raiilc Piaget. 24. üemicinctum üitkiw. 25. ftiihceqiifdr Nitzsch. 2(i. s/rrftfritfi Kellucc h. sp. 27. iircas IvEi.i.iMa; ii. s]i. 28. rcratruni Kei.lijih; h. sj). 29. xrnirum KEi,i.iMi(i n. sji. 30. iiiiaudrinm Kei.i.iihc ii. sp 31. Mm (t/'OU rriiCft tinii NiTzs(ii. 32. litini I'lAllET. 33. i'ii/diiiis KEl.l.iMii: 11. s|i. 34. Iiiirrnifis Kf.i,t.(i(;i; n. -ip. TAFEL 1 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MERTT EXPEDITION. 15: 1. Tafel 1. Termiteiiliügel (TiT>iir:i hr1licoat. Gross. Die Königinzelle ist nach innen bedeu- tend höher, backofenförmi.i;-, wenn sie nur aussen am Rande geöffnet worden; ihre nat. Breite 16 Cm. Oben ist die Zelle fast frei \on den umgebenden Tartien. Das Original aus der Kulturzoue des Kilimandjaro im Reichs- museum zu Stockhohn. Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 15. Corrodentia. Taf. 3. Axel Ekbloin foto. Ljustr. Justus Ccderquist. Sthlm. Sjöstedt : Termiliäae. TAFEL 4 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERXT EXPEDITION. 15: 1. Tafel 4. A. Termes Palmquisti Sjöst. n. sp.. in nat. Gr. B. Eufermeti wassairiis Sjüst. n. s]). Bi Grösserer Soldat in nat. Gr. Bi Kopf desselben von oben, vergr. ('Vi)- Bm » » » der Seite, vergi-. (''Vi). Bi Kleinerer Soldat in nat. Gr. Yi;, Kopf desselben von oben, vergr. ('-'/i)- Hii » » » der Seite, vergr. ('''/i)- C Calotermcs meruensis S.nisx. n. sp. Gl Soldat in nat. (4r. Ca Kopf des Soldaten, vergr. (5, 5/1). B. Termes stercorivorus Sjöst. n. sji. Dl Soldat in nat Gr. Di> Kopf, des Soldaten, vergr. ("/i)- E. Termes vadschaggm Sjöst. n. sp. Unten: Pilzknltur dieser Art in der iMdwniid dos Hügels eines Irrmca r/oliafh eingeschlossen. Xat. Gr. Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 15. Corrodentia. Taf. 4. Axel Ekblom delin. et foto. Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm SjOstedt: Termitidee. TAFEL 5. SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 15 : 2. Tafel 5. Fig. 1. F.<()rus Sjocstedti iiov. s]>. x. Flügel. Ycrgr. 1(1:1. Fig. 2. Pgoriis kihoschociisiig uov. sjj. 2. Flügel. Vergi'. lii:l. Fig. o. Hcmipsociia nfncmtu^ iiov. sji. ^. Flügel. Vergr. Kiil. Fig. 4. ?fr.'^()psocH!i )iii)i/fiiiiis iiov. sj). (J . Ycviiv. 10: 1. Fig. Tl. Desgl. $. Vergr. Iti : 1. Fig. (1. l'^driifi Sjocüicdti iiov. sj). o'- Liiil."):!. Fig. S. l's()C)if> J:iliiinrjiii('i/>iis nov. .s]i. $. Abdominalspitze in die Fliene auM'iiuinilcr ;;<'lcgt. ^'el■gl•. Hr> : 1. sfj+g = 7. nnil ."-i. Stenüt. ;y<,, = Gouopode des 8. Segmentes, h/ji.j = LateralgonoiKnle des 9. Seg- mentes. (/((/j;i,| = Medialgonoporte des 9. Segmentes. /(/s+,, = Verseliniolzenes s. nnd 9. Tergit. dte = Dorsalplatte des Telson. 1fr = Linke Latei'alplatte des Telsctn (niit stiletfönnigem Anhange als Hilfs- api)aiat der (lvipo.sitoreii). .-i/' ^ Sinnesfcld der Seitenklappe des Telson. Fig. 9. Mcsopsociis monfinus iiov. sp. 5. Al)doniinals])itze in die Ebene auseinander gelegt. Vergr. o5 : 1. s.f- = 7. Sfernit. M^ = 8. Sternit. Uj^ = !s. Tergit. f/i, = 9. Tergit. Die übrigen Bezoiehmingen wie l)ei Fig. iS. Fit;. 1<|. CiieciJiii^ liiisiiJi-iifiifKs nov. si). Klaue vdin Tlinterliein M7():l. Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 15. Coirodenüa. Taf. 5. Aiicior delin. Lith. O. Tholander, Slockliolm. tnderlein -. Copeognatha. TABULA 6. SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEBU EXPEDITION 15: 3. Tabula 6. Fig. 1 Emhici SjosfccUi: ^T caput supra inspectum. s 2 > >■ mamlilmUie (ilextera quac in talmlii iacvis et laevi> (luat- in talmla ilcxtira est) » 3 » » maxilla. » 4 » » >/ labiuin. » 5 » » >' pes prinii paris. » (i » » » secundi paris. » 7 » » » » tertii paris. » 8 » » » alxloniinis pars iwstreiiui siipra insjK'rta. » y » » » » subtiis inspecta. » 10 » »5 antcnnac articuli 1 — .5. »11 » » : abdominis pars postrenia supra inspecta. »12 » » » ecrciis alter. Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition, 15. Corrodentia. Taf. 6. Auetor delin. Juslus Cederquist, Stlilin. Silvestri: Hmbiidce. PLATE 7. SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 15: 4. Plate 7. Fig. 1. Trichodectes colobi KEi,Liiii(i n, sp. 2. Docophorus eiiiscopi Kelloiih ii. s]). 3. Niniius kilimaiuljarensis Keluiüh ii. sji. 3a. „ „ „ abd. segm. J'. 4. .. opisthotomus Kellogc ii. sp. 5. I.ipeurus afer Kellogg n. sp. 6. I,;finobotlirium africanuni Kellugg n. sji. 7. t'olpocephalum sjoestedti Kellugg ii. sj). 8. „ oreas Kellogg n. s\). 9. ,, veratrum Kellogg n. sp. 10. ,, niiandrium Kellogg n. sp. 11. Meiinpon eulasius Kellogg u. sp. 12. ., bucei'otis Kellogg ii. sp. Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 13. Corrodentia. Taf. 7. \^:y^ ff ;^ 11 s -i^ \m ,< t n \^\ 10 12 ^7i ^- " ^ ' I fJ3 C^ 5 a kH.^^ Axel Ekblom delin. Kellogg: Mallophaga. Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm. 1(>. PHYSAPODA. Von FILIP TRYBOM. Mit 2 Tafeln uiiA'crmögen» im Jahre 1893 (Ent. Tidskr. S. 57 und 58) als misslungenen Versuch zu fliegen, ehe die Wimpern gespreitet und für den Flug noch geordnet sind, beschrieben. Hinds hat im Jahre 1902 (Contr. to a monogr. of the ins. of the Order Thysopoptcfu etc. P. 104) diesem Verfahren die bezeichnende Benennung »taking flight» gegeben. TRYBOM, PHYSAPODA. 5 inneren Qiicrbinde an, gleichniässig mit vielen Borsten besetzt. Die Ader der Hinter- flügel sehr deutlich hervortretend. Der Hinterleib von mittlerer Länge und Breite, sein Ende nicht auffallend verengt. Der Legebohrer (Ovipositor) lang gestreckt und schmal; seine grösste Höhe oder Breite macht nur etwa 16 Procent seiner Länge aus. Die vorderen oder unteren Gräten mit zahlreichen, eng stehenden Querstreifen oder Leisten versehen. Die Körperfarbe ist schwarzbraun, bei mehreren, besonders bei kleineren Exem- plaren lichter (die Chitinisierung schwächer), und zwar ist dann der Hinterleib grau- braun. Das dritte Fühlerglied und die Tarsen sind graugelblich. Die Vorderschienen heller als die Schenkel. Vorderflügel dunkel mit einer lichten (durchscheinenden) Querbinde gegen die Basis hin, oder mit beinahe ganz lichter Basis. Eine verwischte Binde in der Nähe des Endes etwas lichter als die Mitte der Flügel. Hinterflügel hell, nur an der Basis, und besonders die Stützschuppe, etwas getrübt. Die Körperlänge beträgt 1,4 bis 1,95 mm, gemessen an Spiritus- Exemplaren, die nur sehr wenig oder beinahe nicht ge- quollen zu sein scheinen. Mätmchen. Das vorletzte Segment des Hinterleibes auf der Rückenseite ausser kleineren Borsten mit vier Stacheln versehen, von denen die zwei mittleren die kräftigsten sind. Die beiden äusseren sitzen etwas länger nach hinten zu. x-^uf der Haupt- ader eines Vorderflügels, an dessen Ende, befinden sich 3 Borsten. (Nur ein Individuum var vorhanden.) Die Färbung wie bei dem Weibchen, nur die Vorderflügel etwas lichter. S^^te dS HillleiS Körperlänge scheint etwa 1,4 mm zu betragen. (In Spi- des Weibchens, von oben. ritus gequollen 1,7 mm.) Larve. Achtzehn Larven, in der Länge von 0,7 bis 1,5 mm, die mit den Inia- gines dieser Art zusammen vorkamen, gehören gewiss derselben Art an. Auf die Fig. 14 hinweisend, möchte ich nur anführen, dass die Länge des Kopfes einer grösseren Larve (nicht der abgebildeten) sich zur grössten Breite desselben, und die Länge des Prothorax zur Länge des Kopfes, etwa wie 4 zu 3 verhalten. Die beiden grösseren Borsten zwischen den Augen sind bei den Larven schon vorhanden. Bei den grös- seren Larven verhalten sich die Länge und die grösste Breite der sechs Fühlerglieder in mm wie folgt. *&* 2 3 4 5 6 0,0'jo 0,047 0,057 0,013 0,018 0,024 0,023 0,021 0,Ü12 0,011 Glied 1 Länge 0,o2i Grösste Breite . . . 0,02g Die sehr deutlichen Absätze mit den Haarkräuzclien sind an dem vierten Gliede sechs, das Kränzschen in dem Vorderende nicht mitgerechnet. Die GHederung zwischen dem vierten und fünften Gliede nicht immer deutlich. Bei kleineren Larven ist das dritte Glied sehr kurz, etwa von derselben Länge wie das zweite Glied. Die Körperfärbung gelblich weiss, etwas getrübt; nur die Augen roth odei' gelbroth. (i SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16. Von dieser Art wurden 135 Weibchen, 1 Männchen und 18 Larven am 5. Aug. 1905 aus Blüten einer strauchartigen Papihonacee bei Kibonoto, etwa 1,300 m hoch ü. d. Meere auf dem KiUmancljaro von Herrn Prof. Sjöstedt gesammelt. Physopus luenieiisis n. .sp. (Taf. 2, Fig. 15—20.) Weihchen. Die Länge des Kopfes kleiner oder etwa ebenso wie die grösste Breite des Kopfes hinter den Augen. Nach hinten ist der Kopf ein wenig verengt, und die Wangen sind etwas gewölbt. Augen hervorgequollen; ihre Länge grösser als der Abstand zwischen ihrem Hinterrande und dem Hinterrande des Kopfes. Ocellen vorhanden. Keine längere Borsten zwischen den Augen. Das mittlere Glied der Ma- xillartaster um etwa die Hälfte kürzer als das Basalglied, welches fast gleich lang oder etwas länger (inzwischen etwas kürzer) ist als das Endglied' — beispielsweise: das Basalglied 0,o2o, das mittlere Glied 0,ü12 und das Endglied 0,020 mm. Die Labialtaster von der Länge des Basal- oder Endgliedes der Maxillartaster. Fühlerglieder langge- streckt; das dritte Glied gegen das Ende etwas, das vierte kaum, halsförmig verengt. Das dritte, vierte und sechste Glied fast gleich lang, das fünfte Glied bedeutend kürzer. Der zweigliederige Stylus nicht halb so lang als das zweite Glied. Die Länge und die grösste Breite der einzelnen Glieder in mm verhalten sich bei einem Weibchen mittlerer Grösse wie folgt: GUed 1 2 3 4 5 6 7 8 Länge 0,03i 0,042 0,068 0,oii2 0,o4;i 0,ii7ii 0,ou8 0,oo:i Grösste Breite . . 0,(i29 0,02!» 0,026 0,ü2i 0,oi8 0,u2i O,ö06ö 0,oü66 Prothorax etwa von derselben Länge wie der Kopf; die Länge des Prothorax verhält sich zu seiner grösste Breite etwa wie 7 zu 10, die Hinterecken desselben ziemlich abgerundet. Keine längere Borste an der Vorderecken, zwei längere Borsten an jeder Hinterecke des Prothorax. Die Schenkel und Schienen der Vorderfüsse ziemlich dick ; die grösste Breite der letzteren ein Drittel, der ersteren etwas mehr als ein Drittel ihrer Länge. Der Kamm an der inneren Seite der Schienen des dritten Fusspaares besteht aus 12 bis 15 Dornen, die beiden sehr kräftigen Enddornen mitgerechnet. Auf der Hauptader der Vorderflügel, hinter oder aussen vor den drei Borsten, die sich über jener Stelle, wo die Nebenader anfängt, befinden, folgt eine längere Lücke ; dann gegen das Ende der Flügel hin folgen 6 bis 11 Borsten.^ Die Nebenader der ganze Länge nach, von dem hellen Querbande an gerechnet, mit vielen gleichmässig verteilten Borsten besetzt. Der Hinterleib von mittelmässiger Länge und Breite, sein Ende nicht auffallend verengt. Legebohrer schmal und langgestreckt, seine grösste Breite macht nur 10 * Bei Ph. (itrntd ist das ^Mittelglied der Maxillartaster mir uin etwa ein Sechstel kürzer als jedes der lieideii übrigen Glieder. ^ Bei einem Weibchen fanden sich auf dem einen Flügel i), auf dem anderen 1 1 Borsten in dieser Reihe. TRYBOM, PHYSAPODA. Fifi. B. Die (li'ei letzten Segmente iles Hinter- leibes des Weibchen. Von oben. bis 13 Prozent seiner Länge aus. Keine merkbaren Querstreifen oder Leisten an der Aussenseite der vorderen oder unteren Gräte. Körperfarbe dunkelbraun oder schwarzbraun; bei einigen kleineren Exemplaren im Ganzen heller. Das dritte Fühlerglied, bisweilen auch der äusserste Teil des zweiten Gliedes, und immer die Tarsen graugelblich. Die Vordenschienen heller als die Schenkel. Die Vorderflügel sehr dunkel, nur mit einem hellen Querbande gegen die Basis, innerhalb der drei auf der Hauptader stehenden Borsten an der Stelle, wo die Nebenader entspringt. Die Hinter- flügel nur schwach getrübt. Körperlänge l,i-' bis 1,t mm. Männchen. Die Augen stärker hervorgequollen als beim Weibchen. Alle Exemplare geflügelt. Das vorletzte Segment des Hinterleibes auf der Rückenseite, ausser kleineren Borsten, mit vier kräftigeren Stacheln versehen, von denen die beiden äusseren sich mehr nach hinten zu befinden. Vier von den Seitenborsten des neimten und besonders zwei der Endborsten des zehnten Segmentes sehr lang und kräftig. An dem 3.-7. Abdominalsegmente, unten, eine in der Querrichtung länglich elliptische, lichte Vertiefung oder eine Verdünnung der Bauchplatte, welche sich in dem vorderen Teile dieser Platte befindet und an den dunkleren Exemplaren sehr deutlich ist. Die Körperfärbung fast dieselbe wie bei dem Weibchen. Die Basis des vierten Fühlergliedes meistens hell. Kleinere männliche Individuen sind oft noch heller als kleinere Weib- chen. Die Körperlänge l,i bis 1,5 mm. Am 21. — 25. Dec. 1905 wurden von dieser Art 67 Weib- chen und 123 Männchen nebst einer sehr kleinen Larve, in Blüten einer Orchidee im Regenwalde des Meni in einer Höhe von etwa 3,000 m über dem Meere von Herrn Prof. Sjösteüt gesammelt. Im Januar 1906 sannnelte er etwa 500 m höher in demselben Walde 19 Weibchen und 3 Männchen aus mir unbekannten Blumen. Fkj. C. Die drei letzten Ali- dominalsegmente des Männ- cjiens. Von oben. Die Grenze zwisclien dem 9. und 10. Segmente undeutlich. Physopiis tuinosa n. sp. (Taf. 2, Fig. 21—27.) Die Länge des Kopfes nur ein wenig (etwa 10 bis 15 Procent) kürzer als die grösste Breite desselben hinter den Augen. Die Wangen etwas gewölbt. Augen her- vorgequollen, ihre Länge grösser als der Abstand zwischen ihrem Hinterrande und dem Hinterrande des Kopfes. Ocellen deutlich. Keine längeren Borsten zwischen den Augen. Von den kürzeren aber kräftigen Borsten hinter den Augen steht die obere jederseits auf der Rückenseite des Kopfes. Das mittlere Glied der Maxillartaster, wie bei Ph. meruensis, um etwa die Hälfte kürzer als jedes der beiden übrigen Glieder. 8 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16. Fühlerglieder langgestreckt, das dritte und das vierte Glied gegen das Ende ein wenig halsförmig verengt, das dritte, vierte und sechste Glied fast gleich lang, das fünfte bedeutend kürzer. Der zweigliederige Stylus um mehr als die Hälfte kürzer als das zweite Glied.' Die Länge und die grösste Breite der einzelnen Fühlerglieder eines Weibchen mittlerer Grösse verhielten sich wie folgt (die Masse in mm) : Glied 1 2 3 4 5 6 7 8 Länge 0,026 0,036 0,060 0,06fl 0,040 0,062 0,00116 0,008 Grösste Breite . . 0,02ii 0,i>2k 0,o24 0,02i 0,oi8 0,02i 0,Oüy 0,oo6 Prothorax etwa von derselben Länge wie der Kopf; die Länge des ersteren verhält sich zu seiner grössten Breite etwa wie 5 zu 6 oder 7. An jeder Hinterecke des Prothorax zwei, an den Vorderecken desselben keine längeren Borsten. Die Schenkel und Schienen der Vorderfüsse ziemlich dick, fast wie bei Ph. meruensis. Der Kamm an der inneren Seite der Schienen des dritten Fusspaares wie bei jener Art. Die Vorderflügel auf der Hauptader mit einer grösseren Lücke^ hinter oder nach aussen zu von den drei'^ Borsten, die über jener Stelle stehen, wo die Nebenader ihren Ur- sprung nimmt. Hinter dieser Lücke folgt eine Reihe von 7 bis 11 Borsten. Die äusserste Borste oder die zwei äussersten Borsten sind bei mehreren Weibchen von den anderen etwas entfernt. Gegen die Basis der Vorderflügel, innerhalb der er- wähnten drei Borsten, ist ein kleiner, heller fensterähnlicher Flecken vorhanden,^ über welchem auf der Hauptader bei den meisten Weibchen eine kleine Lücke in der Borstenreihe vorkommt. Die beiden Borsten, in welchen die Ader der Stützschuppe ausläuft, sind, wie gewöhnlich bei den PJiysopus- Arten, beinahe glashell. Die stark hervortretende Hauptader der Hinterflügel ist, wie bei den anderen, hier neu be- schriebenen Physopus-Arten, an dei' entsprechender Stelle, wo der Fensterflecken der Vorderflügel sich befindet, mit zwei m förmig gebogenen, immer nach innen gerichteten Borsten besetzt, welche bei Ph. fumosa besonders kräftig und dunkelgefärbt sind. Der Hinterleib von mittlerer Länge und Breite. Die beiden Endsegmente breit und kurz ; die Länge und die Breite an der Basis des zehnten Segmentes fast gleich. Der Legebohrer breit, seine grösste Breite macht 20 bis 30 Procent seiner Länge aus. Die Oberseite der hinteren oder oberen Gräten seiner ganzen Länge nach stark gekrümmt. Die Leisten oder Streifen gegen die untere Seite der vorderen oder unteren Gräten sehr kurz und fein, doch Fig. B. Die drei letzten bei stärkerer Vergrösserung wahrnehmbar. "^ISil'^'^Vorobelr Körperfärbung dunkelbraun, bei einigen, besonders bei klei- neren, Weibchen heller. Die Schienen etwas heller als die Schenkel. ^ An einem Fühler eines Weibchens wai-en das sechste Glied und die beiden Glieder des Stylus ganz zu- sammengewachsen, - In der Mitte dieser Lücke kam bei einem mit 1 1 liorsten hinter der Jiücke verseheneu Weibchen eine Borste vor. ^ Bei einem Weibchen 4 Borsten an dieser Stelle. ^ Wie bei Euthrips minutus Düdl. Moultün. TRYBOM, PHVSAPODA. 9 Die Tarsen noch heller, nicht aber gelblich. Nur der Basalteil des dritten Ghedes der rauchbraunen Fühler mehr oder weniger hell. Die Vorderflügel, nebst ihrer Stützschuppe dunkel rauchtarbig, nur an dem genannten Fensterflecken durchsichtig. Die Hinterflügel schwach rauchfarbig; ihre Hauptader dunkler. Körperlänge 1,;; bis l/> mm. Männchen. Nur das dritte Fühlerglied gegen das Ende etwas verengt, an den Doppeltrichomen. Die sechs Stachel auf der Rückenseite des vorletzten Segmentes des Hinterleibes nehmen dieselbe Stellung ein wie bei Ph. mernensis (siehe Fig. C). Diese Stacheln, und überhaupt die Borsten, sind bei Ph. jumosa nicht so kräftig wie bei Ph. meruensis. Keine merkbare Vertiefungen an den Bauchplatten des 3. — 7. Ab- dominalsegmentes. Statt des genannten fensterähnlichen Fleckens auf den Vorderflügel der Weibchen kommt bei den Männchen, die alle geflügelt waren, ein kleines, un- deutlich begrenztes, etwas helleres Gebiet an entsprechender Stelle vor. Bei einigen Männchen findet man vier anstatt drei Borsten auf der Hauptader der Vorderflügel über der Stelle, wo die Nebenader entspringt. Die Körperfärbung im Allgemeinen heller als beim Weibchen ; die meisten klei- neren ^Männchen, mit Ausnahme der Augen, fast ganz graugelb; grössere Exemplare nur ein wenig heller als die Weibchen. Die Fühler, besonders das zweite und dritte Glied, doch immer ausgeprägt heller beim Männchen. Die Flügelfärbung wie beim Weibchen. Körperlänge l,i — 1,3 mm. Herr Prof. Sjöstedt fand diese Art mit Ph. meruensis zusammen im Regen- walde des Meru im Januar 1906, etwa 3,500 m über dem Meere in mir unbekannten Blüten. 41 Weibchen und 24 Männchen wurden gesammelt. Genus Thl'ips (Linne) Uzel, Reuter, Hinds. Species. Zwischen den zahlreichen Exemplaren von Physopus Sjösfedti, die Prof. Sjöstedt wie gesagt, am 5. aug. 1905 in Blüten einer strauchartigen PapiHonacee bei Kibonoto, etwa 1,300 m hoch ü. d. Meer auf dem Kilimandjaro sammelte, befand sich ein Männchen einer Thripsart, die ich weder zu identifizieren noch zu benennen wage. Überhaupt hat es ja seine Schwierigkeiten die Thripsarten nur nach dem Männchen zu bestimmen. Da ich nur ein Exemplar zu meiner Verfügung habe, will ich dasselbe auch nicht zerlegen, um die einzelnen Organen näher iintersuchen zu können. Unter den zu der Familie Thripidce gehörenden, mit siebengliederigen Fühlern versehenen Gattungen hat Uzel ein Genus Stenothrips beschrieben, dessen Maxillar- taster zweigliederig sind und sich von den drei anderen Gattungen, die solche Ma- xillartaster besitzen, durch das Fehlen von schwarzen Querbinden an den Oberflügeln und durch den schmalen Körper unterscheidet. Uzel hebt (Seite 209) hervor, dass das lange zweite Glied der Maxillartaster offenbar aus zwei ursprünglichen Gliedern zusammengewachsen ist. Nun, was dieses IMännchen aus Kibonoto betrifft, habe ich, da ich die Maxillartaster nicht zu zergliedern wagte, keine Grenze zwischen den beiden Sjöstedts Kilimandjaro-Merii Expediti'in. 16. "^ 10 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16. äusseren Glieder desselben entdecken können. Es scheint, als ob eine solche Grenze nicht vorhanden sei. Von der Gattung Stefwthrips unterscheidet sich dieses Männchen allerdings unter anderem durch die Form des Kopfes, der bei Stenothrips »um ein Viertel länger als breit», bei dem in Rede stehenden Männchen ausgeprägt breiter als lang ist. Meiner Auffassung nach macht die An- oder Abwensenheit einer Grenze zwischen dem zweiten und dritten Gliede der Maxillartaster kein genügendes Gattungsmerkmal aus. Icli habe deshalb das hier erwähnte Männchen aus Kibonoto zu der Gattung Thrips gerechnet. Ich habe dieses um so mehr getan, als ich unter lichtgefärbten Männchen von Thrips physapus L. aus Schweden einige gesehen habe, an deren Maxillartastern ich keine Grenze zwischen den beiden äusseren Gliedern wahrnehmen konnte. Unter den Arten, die zu dem Genus Thrips zu rechnen sind, und deren Kopf deutlich breiter als lang ist, nähert sich das Männchen aus Kibonoto den lichtge- färbten Männchen von Thrips physapus durch den hinten ein wenig verengten Kopf, die Grösse, die Borsten an der oberen Seite des neunten Abdominalsegmentes u. s. w. Durch die ausgeprägt kleineren Augen, die Farbe des 4. — 6. Fühlergliedes unterscheidet es sich aber von letzteren. Da man die Farbenmerkmale nur wenig benutzen kann, ist es schwierig, das Kibonoto-Männchen von einigen der übrigen Arten der Gattung Thrips zu unterscheiden. Diese Arten gehören zu denjenigen, bei welchen der Hin- terleib nicht auffallend breit, das Pronotum länger als der Kopf, das fünfte Fühler- glied deutlich kürzer als das vierte, die Nebenader der Vorderflüger mit zahlreichen und die Hauptader derselben Flügel in ihrer äusseren Hälfte mit 3 Borsten besetzt ist, d. h. Thrips valida Uzel, adusta Uzel, linearia Uzel, flava Schr., alni Uzel, albopilosa Uzel und piceicornis Reuter. Von adusta, bei welcher Art immer die beiden letzten Abdominalsegmente dunkel sind, alni mit dem eigentümlich geformten 5. Fühler- gliede, flava, bei der nach Uzel das 5. Fühlerglied auch beim Männchen »im letzten Drittel plötzlich schwarzgrau (sehr charakteristisch)» ist, und von piceicornis, deren Fühlerglieder alle dunkel sind, kann das Kibonoto-Männchen unterschieden werden. Die innere Borste von den drei auf der zweiten Hälfte der Hauptader der Vorder- flüger sitzenden ist bei flava, albopilosa und jnceicornis von den beiden übrigen ent- fernt, welches Verhältnis ein Unterscheidungsmerkmal von dem Kibonoto-Männchen bietet; wie bei Thrips physapus kann es sich aber vielleicht so verhalten, dass dieses nur eine individuelle Variation ist. Ob es ausreichende Charaktere gibt, durch welche das vorliegende Männchen von dem bis jetzt unbeschriebenen Männchen der Thrips linearia zu unterscheiden ist, wage ich nicht zu entscheiden. Männchen. Kopf breiter als lang (die grösste Breite verhält sich zur Länge wie 5 zu 4), nur sehr wenig nach hinten verengt (seine grösste Breite 0,iio die Breite am Hinterrande 0,i05 mm). Die Länge des Prothorax und die Breite des kopfes sind gleich; die grösste Breite das ersteren verhält sich zu seinen Länge wie 11 zu 9. Die Wangen ein wenig gewölbt. Der Durchmesser der Augen der Länge des Kopfes nach nicht länger als die Hälfte der Länge des Kopfes. Ocellen vorhan- den. Die beiden zwischen den Augen befindlichen Haare sehr klein. Die Fühler- TRYßOM. PHYSAPODA'. 11 glieder gedrungern wie bei Thrips fhymqms, das dritte und vierte Glied fast gleich lang, das fünfte ausgeprägt kürzer als das vierte. Die Länge der einzelnen Glieder in nun verhält sich wie folgt: Glied 12 3 4 5 6 7 (=Stylus). Länge 0,01fs, HiNDS. sind durch den sehr breiten Hinterleib von Anthothrips verschieden. Ent- wickelte Flügel sind bei der Gattungen Compsothrips, Eurythrips oder Malacothrips noch nie bemerkt worden. Die von Karny beschriebene Gattung Anthemothrips kommt durch die Anw^esenheit von anliegenden Schuppen jederseits am Grunde des Tubus der Gattung Zygothrips nahe. Die Gattung Gigantothrips Zimmebm. soll durch die Form des Kopfes sich der Gattung Megalothrips, Uzel nähern. Durch das sehr langgestreckte 3. — 6. Fühlerglied und die beinahe riesenhafte Grösse erinnert diese Zimmermann'sche Gattung an Idolo- thrips, Hal. Mit der unten beschriebenen Art Idol, africa ist Gigantothrips nicht zu verwechseln. Phloeothrips hicasseni Krüger, eine Art Avelche der Gattung Phloeothrips (Hal.) Uzel nicht angehört, kommt durch die Form der Flügel den Gattungen Anthothrips und Zygothrips nahe. Von der unten von mir beschriebenen Art Anlhothrijjs kili- ' Körper an dieser Gattung ohne Bor.sten. TRYBOM. PHYSAPOUA. 13 mandjarica unterscheidet sich Ph. lucasseni durch den auch bei dem Weibchen grös- seren Zahn der Vordertarsen und durch die hellen Schienen aller Fusspaare. Anthoihrips kilimaiidjarica dürfte vielleicht eine besondere Gattung sein; da ich aber keine ausgeprägten Gattungsnierkmale für diese Art angeben kann, ziehe ich es vor, dieselbe bis auf weiteres der Gattung Anthothrips anzureihen, obschon z. B. der Kopf ein wenig länger im Verhältnis zu seiner grössten Breite ist als bei anderen AufhotJirips-Avten. Dieses Verhältnis beträgt bei Idlimandjarica etwa 72 (bis 75), bei slalices etwa 80 Procent. Über die von van Deventer erwähnte Art Phloeothrips ampkicmcta Zehntner, ist mir leider keine Beschreibung zugänglich gewesen. Genus Aiitliothrips Uzel. (Die von Uzel und Reuter in ihren Arbeiten aufgenommenen Arten, nebst der neubeschriebenen Art). Abdominaltubus nur um etwa ein Fünftel kürzer als der Kopf. Die Flügel mehr oder weniger graubraun getrübt. A. slatices Halid. Abdominal tubus um ein Viertel oder mehr kürzer als der Kopf. Flügel hell I. I. Tubus um 40 Procent kürzer als der Kopf. A. aculeata (Fabr.) Tubus um 25 — 33 Procent kürzer als der Kopf. II. II. Die grösste Breite das Kopfes hinter den Augen M'enigstens 80 Procent von dessen Länge. A. distinguenda, Uzel. Die grösste Breite des Kopfes hinter den Augen nicht mehr als 75 Procent von dessen Länge. A. kilimandjarica, n. sj). Die von Bergroth beschriebene Art Phloeothrips sangtiinolenhis gehört sicher zu einer anderen Gattung als Anthothrips. Die beiden nordamerikanischen Arten Anthothrips nigra und verhasci Osborn sind durch ihren kurzen Kopf (»approximativ as long as broad» and »but slightly, if any longer than wide») und durch den ver- hältnismässig sehr kurzen Prothorax von A. kilimandjarica leicht zu unterscheiden. Die japanischen Arten A. oryza; und A. yfl/po?iica, Matsumura haben den Kopf »some- what quadrate». Sie stehen A. statices und A. frumentaria nahe, und können mit A. kilimandjarica nicht verwechselt werden. A. crassa Karny ist auch mit A. sta- tices nahe verwandt; die Form des Tubus ist bei diesen beiden Arten gleich. A. mi- nor Karny soll auch der A. Statices nahe stehen, »ist jedoch durch die auffallende Form des Abdominalendes von dieser Art leicht zu unterscheiden.» 14 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 16. Aiitliotlirips kiliinaiidjarieii n. sp. (Taf. 1 Fig. 34, Taf. 2 Fig, 28—33) Weibchen. Die giösste Breite des Kopfes beträgt etwa 72 Procent von dessen Länge. Kopf hinten ein wenig verengt; die Breite am Hinterrande etwa 02 Pr. von der grössten Breite hinter den Augen. Die Länge der Augen in der Körperrichtung beträgt etwa ein Drittel von der ganzen Kopflänge.' Wenigstens die beiden hinteren Ocellen vorhanden. Hinter jedem Auge eine ziemlich lange Borste." Der Rüssel kurz, an dem Ende nicht auffallend verengt, bis zur Mitte des Prosternums reichend. Fi(/. E. Die drei letzten Fig. F. Die drei letzten Segmente des Hinter- Segmente des Hinterleibes leibes des Weibchen. des Mcäunclien. Von Von unten. oben. Maxillartaster mit vier Tastborsten besetzt. Fühlerglieder ziemlich gedrungen. Bei einem Weibchen mittlerer Grösse verhalten sich die Länge und die grösste Breite in mm wie folgt: GUed 12 3 4 5 6 7 8 Länge 0,025 0,0U 0,044 0,040 0,041i 0,047 0,042 0,02ö Grösste Breite 0,o29 0.02ß 0,o29 0,03i 0,o2!i 0,026 0,o2i 0,üi.3 Von der Seite gesehen ist das 8. Glied, Avie bei den Phloeothripiden gewöhnHch, nicht zugespitzt sondern breit zungenförmig, d. h. dieses Glied ist seitlich abgeplattet. Das 4. Glied weniger abgerundet als bei A. statices und acideata.^ Prothorax um 80 bis 85 Pr. so lang wie der Kopf.* Die Breite des Prothorax an der Vorderrande macht etwa 60 Pr. von der grössten Breite gegen die Basis aus. Diese letzte Breite kommt etwa 80 bis 90 Pr. der Länge des Kopfes gleich. An jeder Hinterecke des Prothorax sitzt, ausser kleineren Borsten, eine verhältnismässig ' Die Masse des Kopfes und des Protliorax sind die Mittelmasse von zehn Weibchen. ^ Bei einigen Exemplaren habe ich dennoch diese Borst nicht, finden können. ' Bei einem Weibchen waren die Glieder 6 und 7 eines Fühlers zusammengewachsen; bei einem anderen Weibchen fehlte das 5. Glied des rechten Fühlers gänzlich. * Bei der Gattung Zi/(jothrips ist der Protliorax fast um 0,4 kürzer als der Kopf, TRYBOM, PHYSArODA. 15 grosse Borste, die meistens niclit zugespitzt ist, sondern wie abgebrochen aussieht, jedoch ohne merkbare Erweiterung. Schenkel des ersten Fusspaares kräftig, seine grösste Breite etwa halb so lang als seine Länge. Vordertarsen bei einigen Weibchen mit einem Zähnchen versehen. Flügel in der Mitte verengt, gestreckt sohlenförmig. Vorderflügel auffallend breiter in der inneren als in der äusseren Hälfte. Der Hinterleib von mittlerer Länge und Breite. Tubus um etwa ein Drittel kürzer als der Kopf und beinahe um ein Drittel kürzer als das 9. Abdominalsegment ; am Grunde um etwa ein Drittel breiter als am Ende. Die Breite des Tubus an seiner Basis beträgt 44 bis 50 Pr. seiner Länge. Körperfärbung schwarzbraun bis kastanienbraun. Die Tarsen des vorderen Fusspaares düster graugelb, wie auch die Vordertibien gegen ihr Ende. Die beiden ersten Fühlerglieder dunkelbraun: das zweite Glied jedoch oft heller in seinem äus- seren Teile. Alle folgenden Glieder grau gelblich, nur das achte Glied bräunlich tingiert. Flügel hell, nur die Stützschuppe der Vorderflügel bräunlich und die Basis dieser Flügel in der Nähe der Schuppe rauchfarbig. Körperlänge 1,5—1,0 mm. Männchen. Vorderschenkel kaum mehr erweitert als beim Weibchen. Vorder- tarsen mit einem ziemlich mächtigen Zahne. Flügel vorhanden. Die beiden, verhält- nismässig kurzen Stachel an den Hinterecken des neunten Abdominalsegmentes kräftig. Keine anliegenden Schuppen an der Basis des Tubus. Körperlänge 1,4—1,7 mm. Von dieser Art wurden 22 Weibchen und 9 Männchen aus den grossen gelben Blüten eines Compositee im Mischwald bei Kibonoto am Kilimandjaro am 20. Juli 190.5 von Herrn Prof. Sjöstedt gesammelt. Genus Idolotlirips Haliday. Von dieser Gattung hat Haliday drei Arten beschrieben, die später aber W. W. Froggatt als zwei Variationen des Männchens und als Weibchen einer inid der- selben Art (7. specfrum) identifiziert hat. Eine von Heegee beschriebene Art stammt aus Brasilien; eine dritte Art, die Newman beschrieben hat, ist in Ostindien eine vierte, von Ashmead beschriebene Art auf den Philippinischen Inseln, und eine fünfte von Pergande beschriebene Art in den Vereinigten Staaten entdeckt worden. Idolothrips ScJiotti, Heeger, zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Au- gen »nicht vorn, sondern an den Seiten, von der Mitte des Kopfes» sitzen, und ist wahrscheinlich einer besonderen Gattung zuzuzählen. Die australische Art Idolo- thrips spectrum, Hal., hat eine riesenhafte Grösse und ist mit roten Punkten oder Flecken an dem Thorax, den Beinen und den Seiten des Hinterleibes versehen. Idolo- thrips Halidayi, Newman unterscheidet sich von der unten beschriebenen afrikanischen Art durch den längeren Kopf (»Head three times as long as broad») und durch das viel längere dritte Fühlerglied. Idolothrips tihialis, Ashmead hat auch den Kopf »verv nearly three times as long as Avide», ihre Tibien und Tarsen sind alle weiss- 16 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEKU EXPEDITION. 16. gelb. Sollte Phloeolhrips anacardii, Newman, auch eine bei Mysore in Ostindien ge- fundene Art, wie es vielleicht der Fall ist, der Gattung Idolothrips angehören, so unterscheidet sich diese Art durch die strohgelbe Farbe aller Tarsen von der afrika- nischen Art. Am nächsten mit dieser letzten Art verwandt scheint Idolofhrips conifemnnn Perg. zu sein. Idolothrips africaua n. sj). Weihchen. Die grösste Breite des Kopfes macht etwa zwei Fünftel seiner Länge aus. Die Seiten in ihren hinteren Hälfte ein wenig erweitert; am Grunde ist der Kopf etwas zusammengezogen. Die Vertex, wie gewöhnlicli bei Idolothrips- Arten, zwischen die Basalglieder der Fühler weit vorragend. Mehrere ziemlich lange Borsten auf der Oberseite des Kopfes gegen die Seiten, eine noch längere Borste hinter jedem Auge. Keine Wärzchen oder Stacheln auf den Seiten des Kopfes. Augen hervorge- quollen, ihre Länge etwa ein Viertel von der Länge des Kopfes. Ocellen wie bei Idolothrips coniferarwn. (Das vordere habe ich doch nicht deutlich sehen können.) Fühler etwas mehr als ein Viertel länger als der Kopf, ihr drittes Glied etwas länger als jedes der zwei folgenden Glieder, auffallend länger als das erste und zweite Glied zusammen. Bei dem kleineren Weibchen verhalten sich die Fühlerglieder in mm gemessen wie folgt: Glied. . . 1 2 3 4 5 7 8 Länge . . 0,040? 0,ü6o 0,125 0,110 0,iou 0,072 0,i)65 0,062 Die grösste Breite der vier ersten Glieder beträgt etwa 0,035 bis 0,04n mm. Da das Weibchen in getrocknetem Zustande aufbewahrt war, konnte die Breite der Füh- lerglieder nicht mit Genauigkeit gemessen werden. Die Länge des Prothorax ist etwa gleich der Hälfte der Länge des Kopfes. Die grösste Breite das Prothorax am Hinterrande zwei mal grösser als die Breite am Vorderrande. An jeder Hinterecke befindet sich eine lange Borste. Vorderschenkel kräftig, ihre Länge der Länge des Kopfes hinter den Augen gleich. Vordertarsen mit einem kleinen stumpfen Zahne versehen. Flügel hell, bis an das 8. Segment des Hinterleibes reichend (nachdem das Tierchen eingetrocknet gewesen war). Der Hin- terleib mit beinahe parallelen Seiten, bis er sich am siebenten »Segmente zu verengen und an den Seiten abzurunden beginnt. Tubus etwa von der I^änge des Kopfes hinter den Augen, am Grunde ein Drittel so breit wie lang, gegen das Ende zu in- mer schmäler werdend. Die Borste der hinteren Abdominalsegmente ziemlich zart und hell. Körperfärbung schwarzbraun, beinahe schwarz. Die zwei ersten Fühlerglieder dunkelbraun, das zweite jedoch etwas lichter am Ende. Das dritte Glied weissgelb mit brauner Schattierung im äusseren Drittel. Das vierte Glied licht in der inneren, braun in der äusseren Hälfte. Das fünfte Glied braun, nur im inneren Drittel gelb. Das 6. — 8. Glied dunkel braun. Bei dem kleineren Exemplare waren die Vorder- schienen und Tarsen etwas lichter als die Schenkel. TRYROM, PHYSArODA. 17 Körperlänge 2,7& und 3 mm. Zwei Weibchen dieser Art wurden von Herrn Prof. S.töstedt in Blüten nicht angegebener Art bei Kibonoto auf dem Kilimandjaro entdeckt; das eine am 24. Sept., das andere am 7. Okt. 1905, das letztere im Regenwald zwichen 2,000 und 3,000 m Höhe u. d. Meere. Dank der Liebenswürdigkeit des Herrn Theo. Pergande, der mir mehrere Exemplare (Weibchen und Männchen) von der von ihm beschriebenen Art Idolothrips coniferarum geschenkt hat, habe ich Gelegenheit gehabt, diese Art mit Id. africana vergleichen zu können. Einen auffallenden Unterschied zwischen diesen beiden Arten bietet der Tubus. Der schmälere Tubus von Id. coniferarum ist am Grunde nur um etwa ein Fünftel so breit als lang. Literatiirverzeicliiiis. Ausser älteren Verfassern liahe irli beim Ausarbeiten dieser Beschreibungen mich hauptsächlicli von den folgenden Arbeiten benutzt. 1862. E. Heeü:er: Beiträge zur Naturgeschichte der Physapoden. Sit/niig>ili. d. ni.ith. iiatiirw. Cljiss »1. kais. Akademie d. Wiss. VIII S. 123—141, Taf. XVIII. Yorgetr. 17 .Tiiiii 1S51. 1888. K. Jordan: Anatomie und Biologie der Physapoda. Zeitschrift für Wiss. Zoolog-ie. XLVIl. S. 541 —020. Tat. XXXVl — XXXVIIl. 1804. F. Tryltoiii: lakttagelser om Bläsfotingar (Physapoder) frän sommaren 1893. Enfomol. Tidskrift. Ärsr. 15. H. 1 (ISM). Stockholm. S. 41—58. 1895. Alice M. BeacJi: Contrilmtions to a knowledge of the Thripidw of Iowa. Proc. of the Iowa Acad. of Sciences ISOS. Vol. 111, ISJKi. S. 214—227. 189G. E. Berg:roth: Nouvelle espece de Thysanoptferes. Kxtrait des Ann. de la societe Ent. de IJelgrique. T. XL, 1896. P. 1—2. 1896. Theo. Pergande: Description of a new species of Idolothrips. Entoin. »ws for Febriiary 18iKi. P. tm. 64. 189(5. F. Tryboni: Einige neue oder unvollst, beschriebene Blascnfüsse (Physapoden). Öfversigt af Kon^i. Vetenskaps-Akademiens Förh. 18JHJ. >':o 8. Stockholm. S. «13—626. 1899. M. Matsnnmra: On two new species of PMoeothrips. Annotationes Zool. .lapanenses. III, 18iM». P. 1—4. PI. 1. 1899. 0. M. Reuter: Thysanoptera fennica. Acta Soeietatls jiro Fauna et Flora fenuica, XVll, N:o 2. 18!»il. Sep. S. 1—69. 1900. A. Zinunerniann: Ueber einige javanische Thysanoptera. IJnll. de l'institnt hot. de Hnitenzorg-. N:o VII, 1900. S. 6—1». 1901. A. Oiard: Sur un Thrips {Phi/sopus ruhrocinta n. >ip.) nuisible au Cacaoyer. Bull, de la Soc. Ent. de France. An. UtOl. P. 2(KJ— 2(«>. 1901. 0. M. Renter: Thysanoptera tria mediterranca. Öfvertryck af Finska Vet. Soc. Förhandlingrar, B. XI.III, S. 214—216. 1902. W. E. Hinds : C'outrib. to a Mouograph of the Insects of the order TJii/sanopfcya inhabiting North Ajnerica. Proc. of the U. S. National Miiseuui, Vol. XXVI. P. 79—242, PI. I— XI (N:o 1.310), 1802. Sjöstedts Kilimandjaro- M er II Expedition. 16. 3 18 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16. 1904. S. M. Daniel: New Califonia Thysanoptera. Ent. News, PhilaiU-lpliia. Vol. XV. 1904. N:o }». . P. 293—297. 1904. Walter W. Froggatt: Studies on australian Tlii/sanoptera; The geuus Idolothrips, Haliday. Proc. of the Liiiiiean Society of New South Wales li»04, pait 1, March SOtli. Pag. 54—57. PI. HI. 1905. W. H. Ashinead: A uew Thrips from the Philippine Islanrl. Ent. News, Philad. Vol. XVI, N:o 1. P. 20. 1906. W. vail Deveiiter: De dierlijke Vijanden vau het Suikerriet en hunne Parasieten. Haiulhoek teii Dienste vau de Siiik.-Cult. en de Rlets.-Fabr. of Java. II. I). Amsterdam 190«. S. 275 — 282. PI. 37 und 38. 1907. Pietro Buffa: Treutuna Specie di Tisanotteri italiani. Est. deg:ll Atti della Societü Toscana di Sciense Nat. res. in Pisa. Meraorie, Vol. XXIII. P. 1—79. Tav. I, H. l907. H. Kariiy: Die Ortliopterenfauna des Küstengebietes von Österreicli — Ungarn. Berl. Entern. Zeit- schrift. Band I, II, .lahr^. 1907. Ordo Thysanovtera Seiten 44—52. 1907. Dndley Moultoii: A contribution to our knowledge of the Thyscmptera of California, r. S. Dep. of Agriciilture. Bureau of Entomology. Technical series. Part. III, N:o 12. P. 36 — (58. PI. I— VI. Liste der aus dem Kiliiuaiidjaro und dem Meiu bisher beliaiiuten Pliysapoden. 1. Phijsopus Sjösfedti Tryb. n. sp. 2. » meruensis Tryb. n. sp. 3. » fiimosa Tryb. n. sp. 4. TJirips sp. 5. Antliothrips kiUmaiuljarica Tryb. n. sp. 6. IdoJothrips africana Tryb. n. sp. TAFEL 1. 20 SJOSTEDTS KILIMAND.IARO-MERIT EXPEDITION. 16. Tafel 1. FiR. 1 — 1. » 2. 3. » 4. 5. » 6, » 9. » 10 » 12. » 13. » U. » 34. Plii/sopus SjösfedU Tryb. n. .sp. Abbildung eiues Spiritus-exemplares. Vergrösserung "y". Kopf und Prothorax, von oben. Vergr. '^''. Kojif und Prothorax, von der Seite. Fühler, von oben. Vergr. ^^^. und Hinterbein. Vergr. Vergr. Mittel- 1)0 T ■ Y, Rüssel, von oben. 7 und 8. $. Vorder- 5 . Vordertarsus. und 11. $. Vorder- und Ilintertiügel. Vergr. etwa V'- $. Die zwei letzten Abdoniinalsegmeute mit dem Legebohrer, von $. Legebohrer, von der Seite. Vergr. 2|.s. Larve. Vergr. ■*/. Aiithotrips MUnmndJarica Teyb. n. sp. J". Vorderbein, Vergr. etwa der Seite. Vei-gr. ^-^. ] to T • Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 16. Pliysapoda. Taf. 1. Axel Ekblom delin. Trybom: Physnpoda. Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm. TAFEL 2. 22 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16. Tafel 2. H". 2 .T T • lon_ Fig. 15 — 20. Physopus mcruensis Tryü. n. sji. Kopf und Prothorax, von oben. Vergr. ^''. Fülller, von unten. Vergr. -f'". 18. $. Vorder- und Hinterbein. Vergr. etwa Vorderflügel. Vergr. '"i». Legebohrer, von der Seite. Vergr. Physopus fmnosa Tryb. n. sp. Kopf und Prothorax. Vergr. etwa Fühler, von unten. Vergr. "^-f-". Vorderbein. Vergr. etwa ^f^". Vorderflügel. Vergr. ''^ . Stützsclmppe des ^'orderflügels. Proximaler Teil des Hinterflügels. Vergr. Die zwei letzte Abdoniinalsegmentc mit dem Legebohrer, ein wenig schief von der Seite. Vergr. etwa 1^5 _ AntJiothrips kilimandjarica Tryb. n. sp. Kopf und Prothorax, von oben. Vergr. ^-J^". Fühler, « von oben. Vergr. -y". h Die zwei äusscrsten Glieder, von der Seite. Rüssel mit Maxillar- und Labialtasteru, von unten Vergr. -f. h Labialtaster, noch stärker vergrössert. und 32. 5- Vorder- und Hinterbein. Vergr. etwa '^f . $. Vorderflügel. Vergr. ^-f^. ir, ,i T Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 16. Physapoda. Tat. 2. Axel Ekblom delin. Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm. Trybom: Physapoda. 17. ORTHOPTERA. 1. Rorinatoptera by MALCOLM BURR. With 1 plate. The coUection of Dermatoiitera made by Dr. Yngve Sjöstedt in Kilimandjaro and Merii is some respects quite reniarkable. It contains fifteen species, representing eleven genera; three of the species are new to science, and probably a fourth, which I refrain from desciibing, as it is only represented by a solitary female. Excluding a few which it is impossible to name, owing to immaturity or bad condition, the collection consists of 794 specimens, of which no less than 447, or considei'ably more than half, are all examples of one new species. Of the other two new species, there are 52 and 57 specimens respectively; of two other species which are not new, but hitherto very insufficiently known, there are 93 and 65 specimens each. Of the remainder, there are one or two specimens of well known and widely distributed forms which call for no remark; there are eleven of Forficula rodziankoi Sem., which seems to be rjye, and is not well known, and there are 20 specimens of Spongiphora quadrimaculala Stäl, and 35 of Echinosoma ivahlbergi Dohrn, neither of which are numerous in collections and museums. There are only two cases which are poorly represented, but yet of such interest that it is to be regretted that specimens are not more numerous; one of these is a Single female of what is certainly a new species of Pseudochelidura, and the other case is that of Pijgidicrana bettoni Kirby, of which there are two females and a very young larva; this species is probably not rare, but it has been only comparatively recently discoved and is not yet generally known. We may arrange the species known to occur in the region of Kilimandjaro and Meru as follows: A. Uiiivprsally distributed Species. Chelisoches morio Fabr. Anisolabis annulipes Luc. Aplerygida arachidis Yers. Sjöatedia Kilimandjuro-Mvni Exiiediliviu 17. \ 2 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1. IJ. Species widely distribiited tlirouj^li Africa. Echinosoma ivahlhergi Dohrn. Diaperasticus erythrocephalus Oliv. Spongiphora quadrimaculata Stal. Forficula senegalensis Sbrv. C. Species probahly occiirriiiff widely in East Afriea. Pygidicrana hettoni Kirby. Forficula rodziankoi Sem. Diaperasticus sansibaricus Karsch. Chaetospania rodens n. D. Species probahly pi-eciuctive, i. e., coiifiiied to tlie district in question. Anisolahis laeta Gerst. Bormansia africana Verh. Anisolabis felix n. Bormansia impressicollis Verh. Forficula sjösiedti n. Leptisolahis usamharana Verh. Pseudochelidu7'a sp. Leptisolahis theoriae Verh. These four last species were not captured by Dr. Sjöstedt. It is worthy of note that all these precinctive species are incapable of flight. Our knowledge of the Dermatoptera-iauna, of the country round Kilimandjaro and Meru has been hitherto very meagre. Gerst^cker published an account of the insects of the neighbourhood of Zanzibar, in 1869 (Arch. für Naturg. 1), based on material accumulated by van der Decken, in which he deseribed tvvo species of earwigs; one of these is Anisolabis laeta, which was taken in niunbers by Dr. Sjöstedt, and the other Forficula (Apterygida) gravidnla, which is synonymous with ^ . arachidis Y^ns., and is now universally distributed throughout the world. Apart from this paper, I know of no aiticle dealing with the subject, and in Order to find any notes supplementary to the material obtained by Dr. Sjöstedt, it has been necessary to search for references to this district scattered through the literature of this group of insects. The reniarkable geniis Bormansia was not found by Dr. Sjöstedt; it contains two species which occnr in East Africa. B. africana Verh. was taken by Oscar Neumann in German East Africa, but the author gives no more precise locality; B. impressicollis Verh. was found at Taita by Hildebrandt, who brought home a solitary female, and I have several specimens, including males, from Kilimandjaro in my own coUection, bought from a German dealer. Pygidicrana caffra Dohrn is deseribed from specimens found at Zanzibar by Hildebrandt (teste Karsch op. cit.) and is probably widely distributed through Eastern and South-eastern Africa. The wingles genus Leptisolahis Verh. (Sitzungsbericht der Ges. Naturf. -Freunde, 1901,No.T.p.l2), contains two species, L. usambaranaVERn., knownfrom a single male taken by KoNRADT at an elevation of 850 metres in December 1891, at Derema in Usambara, and L. theoriae Verh., represented in European coUections by two males in the Berlin BURR, DERMATOl'TERA. 3 Museum, from Mikindani in German East i\frica; both these species may occur in the region round Kiliniandjaro. In my collection 1 have a single male of an apparently undescribed species of Pygidicrana from Manou in German East Africa, which probably extends its distribution to the district in question. Labia »largiiisUs Thunb. {ochropus Stäl) is recorded from various scattered localitics in Africa, and probably occurs also in the neighbourhood of Kiliniandjaro. It is worthy of not that althougli Dr. Sjöstkdt has brought home such inter- esting forms in such numbers, bis collection includes no specimens of either Leptisolabis nor Bormansia, which is to be regeretted, as with one exception they are only known from the descriptions of Verhoeff, which is far from being sufficient, more especially as no drawings of them have as yet been published. It is also noteworthy that Dr. Sjöstedt's collection is unique in one respect; he it includes no specimens of Lahidura riparia, but a single larva of Apterygida arachidis, and of Anisolabis anmdipes there are seven specimens of a distinct race, which may possibly deserve specific rank. In most collections, from any country, these species easily out number all others. There are also various mountain forms, at present little known, from Abyssinia; perhaps some of these may extend their ränge as far south as the Alpine regions of Central Africa. Gen. Pygidicraiia Serville. Ann. Sei. nat. XXII, p. 30, 1831. Pygidicraua bettoiii Kirby. Ann. Mag. N. H. (7) XI, p. 61, 1903. Kili7nandja.ro: Kibonoto, cultivated zone, 1,300—1,900 m., 17.11.05, 2 females. PI. I, fig. 1. This species was first taken at Samburu and Voi, in British East Africa, by Mr. C. S. Betton, whose specimens are in the British Museum, with also an immature specimen from Nyassa. It is probably widely distributed, through perhaps not numerous, through central East Africa. Gen. EchillOSOina Serville. Orth. p. 34, 1839. Ecliiiiot^onia walilbergi Dohrn. Stett. ent. Zeit. XXIV, p. M, 1863. Kiliniandjaro: Kibonoto. 25. VII. 05. 6 males, 13 females and 9 larvae; 1,300—1,900 m. also 1. III., 2 males and 4 females. i¥er«<-Niederung: River Ngare na nyuki. 23. XI., one male. PI. 1, fig. 2. These specimens are remarkably fine, the males being 16 mm. long, as compared with 12 mm., the length quoted by de Bormans for specimens from Southern Africa and Zanzibar; it also occurs on the West Coast, and is recorded from Fernando Po. 4 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17:1. Gen. Aiiisolabis Fieber. In Lotos, III. p. 257, 1853. Aiüsolabis laeta Geest. In Arch. f. Naturg., XXXV. p. 221 (18G9). Kilimandjaro : Kibonoto. 31 males, 39 females and 22 laTvae. August to No- vember. Some taken under dead Banana leaves. One male from Kibonoto (12. IV. 06) was taken in a nest of Termes goliath Sjöst., with a smaller species of Termes Termes vadschaggae Sjöst. n. sp. on the walls. PI. 1, fig. 3. This species was discovered by Dr. Kersten, who took a Single female on November 30th, 1862 at an elevation of 8,000 ft, (about 3,200 m.) on Kili- mandjaro; it was described and figured by Gerstaecker (1. c.) in bis work upon the results of van der Decken's travels in East Africa. Since then it has not been re- corded. A somewhat similar species was taken by Fea in Tenasserim, and recorded by de Bormans as A. laeta, l)ut Kirby has shown this to be quite distinct. The male closely resembles the female; it is of the same size (14 — 16 mm.), the dimensions given by de Bormans (Tierreich. Forf. p. 46, 1900), (28 mm.) being those of A. dubronii, the totally distinct species from Tenasserim, confused by de Bormans with A. laeta, but separated by Kirby. The forceps of the male hardly differ from those of the female; they are slightly more slender and more curved, the right brauch particularly being more strongly curved at the apex, so that it distinctly overlaps the left branch; the most notable character is the form of the sides of the dorsal plates of the abdomen; when seen from the side, these plates are convex posteriorly, that is, their posterior border is not vertical but produced into an angle pointing posteriorly and this angle is more acute in the apical segments; each segment is also provided with a small but quite distinct horizontal carina which runs along to the apex of the convex portion. This structure is seen to a ccrtain extent in A. felixn., which is described later. Aiüsolabis auimlipes Lucas. Ann. Soc. ent. Fr. ser. 2. v. Bull. 841, 1847. Kilimandjaro: Kibonoto. 1.300 — 1,900 m. 2 males and 5 females, wliich all seem to beJong to this species; in the i'inged feet and antennae, and general appea- rance they agree, but differ in build; they are longer and more slender than any true L. annulipes that I have examined, and the forceps are more slender and longer; they are perhaps a local race of this universally distributed species. Aiiisolahis fellx n. sp. (PI. 1, fig. 4.) Statura majore; colore atro; caput rufum; antennae fusco-testaceae; elytra nulla; pronotum lateribus sat reflexis; pedes testacei; abdomen glabrum, laeve; segmenta BUBR, DERMATOPTBRA. abdoniinis lateribus convexis, et apicalibus rugulosis; pygidium brevissimum, obtusum; forcipis braccliia iiiaris basi triquetra et fortiter dentata; dehinc attenuata, bracchio sinistro sensim, dextro fortiter et angulatini, incurva; feminae triquetra, subsinuata, m argine interno crenulato. Long, corporis . . . . 16—19,5 mm. . . . 19- -22 mm » forcipis . , , . 3-3,5 . . .. 4 » Stout, and fairly large; smooth and shining, jet black except tlie red head and yellow feet. Antennae dirty testaceous, paler at the base, then darker, with 20 Segments, all pubescent; 3 is long and cylindrical, 4 and 5 together equalling 3 in length, nearly cylindrical; the rest lengtliening, cylindrical. Head clear brick-red, the movith-parts darker, or nearly black. Pronotum broadened posteriorly, the margins straight but posterior angles rounded, lateral borders almosfc concave as the margin itself is tiirned up, thus making a small triangulär depression; the disc is flat and smooth. I\Ieso- and nietanota smooth, aiad ample. Feet clear testaceous. Abdomen smooth, duU black, the last 3 segments somewhat rugulose; seen from the side, the segments are convex, the convexity being more apparent in each Segment towards the apex of the abdomen; in the last four segments, the sides are also rugulose. Ventral segments smooth. The last abdominal segment in the male is large and quadrate, but distinctly broader than long, with a faint median depression, and finely rugulose, the pattern being formed by rows of shallow and very small punctulations. Penultimate ventral segment of the male is ample, quadrate and rugulose. Last dorsal segment of the female resembles that of the male, but is somewhat narrower apically. Pygidium in both sexes is only a fold in the chitin between the forceps. Forceps of the male with the branches stout and triquetre at the base, where there is a strong depressed tooth on the inner margin; the two branches are curved differently, as in the typical species; the left branch is gently curved inwards through- out its length; the right branch is suddenly beut inwards at an almost acute angle before half its length and after this bend quite straight; the branches are attenuate after the basal third and unarmed after the base. In the female the branches are triquetre and stout, attenuate about half way down, contiguous, denticulate on the inner margin und subsinuate. The larvae are quite different from the adult insect; the head is dull black like the rest of the body; the feet are dirty yellow, with a distinot fuscous ring; the build is more slender and the forceps are more slender unarmed and nearly straight. Kilimandjaro: Kiboscho. »Im obersten Teil des Gürtel waldes an der Grenze 6 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 17: 1. ZU den Bergwiesen; ca. 3,000 m., unter Moos auf Bäumen. » II. 06. 18 males, 17 females, and 22 immature specimens. This is a very distinct species; in the black body and read liead it resembles A. laeta Gerst., but is considerably larger and the characteristic forceps easily distinguish it; it resembles that species in having the sides of she dorsal abdominal plates terminating in a convexity towards the apex of the abdomen, but this convexity is less pronounced than in that species, and instead of being furnished with one horizontal carina, the sides of these rings are rugulose. The forceps are bent as in the typical species of the genus, A. maritima, but the bend is much more abrupt; the shape of the forceps and the tooth near the base recall A brunneri, from Australia, but in that species the coloration is different, the basal tooth of the forceps is blunt, not sharp, and the branches are bent and not abruptly angled. It is undoubtly allied to a hitherto undescribed species from Nyassa, in niy collection, of which I append the description for purposes of comparison. It also resembles A rufescens Kirby, from West Africa, but the coloration is different and the forceps are not the same. Anisolabifs iiifelix n. sp. Statura majore; colore nigi'o; capite fusco-castaneo: antennae segnientis 4 et 2 brevibus, conicis, ceteris ronico-cylindrii'is; pro-, raeso- et nietanota ininctulata; abdomen glabrum, miuute puiirtulatiim; J" segmentis apicalibiis lateribus convcxis et rugulosis; forcipis braccliia subeontigua, valida, apice atteuuata et incurva. ^ ? Long, corporis ... 20 mm. 21 mm. » forcipis ... 3 » 4,5 » Large; decj) black. head dark reddisb cbestmit. Antenuae with (V) segments, deeji reddisb bhirk: 3 not so long as in other species; 4 and 6 together equal in lengtb to H, conical; the rest longer, passing iium conical to cylindrical. Head smooth, deep chestnut, almost black. Pronotum subquadrate, punctulate, sligbtly broader posferiorly than anteriorly, the lateral margins exceedingly narrowly retlexed and reddisb. Meso- and metanotum ample, flat, deeii dull black, and punctulate. Feet dirty yellow, with yellow pubescence; femora and tibiae rather slun-t. Abilomen dark reddish black, entirely [mnctulate: in the J" dorsal .segments at the sides gently conve.x in the basal segments, distinctly convex in the a\nca\ .segments : tbc convex part distinctly rugulose in the apical segments. Venter shining, rauch more fiuely punctulate. Last dorsal segment, ample, subquadrate, with rows of exceetlingly minutc punctulations. P^orceps with the branches sliort, very stout, and triquetre at the base, nearly contiguous, gently curved inwards and upwards, attenuate apically, not toothed. Hab: — Nya.ssa (one ])air in my collection, brought from a Gennan dealer). I describe this species here in order to compare it with the allied species from Kilimandjaro; in the structurc of tlie sides of the ajncal dorsal abdominal segments it approacbes .4. lacfa, as also somewhat in the shape of the forceps, but it is much larger and of a stouter build. The female resembles the male in every respect except that the convexity of the sides of the abdominal segments is far less pronounced, and they are less rugulose; is also the case in A. laeta. BURR, DERMATOPTERA. 7 Gen. ClliPtospclllia Karsch. ßerl. ent. Zeit. XXX, p. 87. 1886. C'luftos|»iiiiia rodens n. sp. (PI. 1, fig. 5.) Caput, pronotum, elytra, alae atra; pedes, abdomen forceps rubra; pygidium maris breve, obtusum, trianguläre, apice margine depresso, lobulo subquadrato depresso instructo; pj'gidiuni feniinae breve, subquadratum, inerme; forcipis brachia elongata, depressa, fere recta; niaris margine interno basi fortiler dentata, dente secundo in tertia parte apicali sito, deliinc denticulato, apice incurva; feminae dente basali obtuso, in dimidio apicali denticulata, et subincrassata. Long, corporis . . . 7 — 10 mm. . . . 7 — 9 mm. » forcipis . . . 2 — 3,5 » ... 1,75 — 3 » Antennae dark testaceous, with 12 segments, the second very small and short, tlie rest gradually lengthening, all cylindrical. Head smootli, black, the hinder margin slightly emarginate. Pronotum subquadrate, anterior border convex, the posterior gently rounded, the sides parallel; prozona somewhat tumid, metazona depressed, \vith a faint median carina. Elytra flattened, black, covered with very fine and minute punctulations, not very dense; the lateral borders clothed with short stiff bristles. Wings long, black, of the same texture as the elytra. Feet clear yellowish, with fine yellowisch pubescence; the femora not notably short nor very much incrassate. Abdomen red, blackish at the base, with the lateral tubercles fairly distinct; finely and densely punctulate above; the venter more coarsely punctulate; the first four ventral segments are paler in colour and less densely punctulate than the others. Pygidium of the male short, in the form of a blunt and stumpy triangle, thick at the base and depressed as well as narrowed; the apex is depressed into a very small flattened lobe, on the edge of which three very minute tubercles are just distinguishable with a streng glass; in the female the pygidium is short and nearly Square, not narrowed, nor depressed and quite smooth. The forceps of the two sexes have the branches elongate, nearly straight, incurved at the apex itself, and very distinctly flattened, of a deep red colour; at the base itself on the lower side of the inner margin there is a strong but blunt tooth in both sexes; in the male the inner margin is smooth beyond this tooth to about the second third of their length where there is a sharp tooth; beyond this tooth the margin is denticulated; in the female, the inner margin is smooth in the first third, and then somewhat incrassate and denticulate to the apex. The forceps are clothed with a long fine pale pubescence in both sexes. Kiliviandjaro: Kibonoto (cultivated zone) under dead leaves of banana and between the sheaths of Papyrm, 1,300 — 1,900 metres, 20 males, 27 females and 8 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1. 5 immature; 6.— 20. IX. 05, 3. X. 05, 1.— 3. XI. 05, 30. XII. 05, and 12. IV. 06. One from a rest of Termes goliath. Of those which are dated, the niost numerous appear to liave been taken from September to November; in April, a solitary male. This species has a distinct resemblance to Ch. feae, Ch. confusa and the other red and black species, but the stumpy triangulär form of the pygidium is distinetive; the three little points at the end are so minute as to be scarcely visible. Gen. Spoiigipliora Servillk. Ann. Aci. nat. XXII. p. 31, 1831. Spoiigipliora quadriiuaculata Stäl. Öfv. Vet. Ak. Förh. XII. p. 348, 1855. Kilimandjaro: Kibonoto. 4 males, 12 females and 4 larvae. XI. 05. PL 1, fig. 6. This species is probably widely distribnted inAfrica; it is recor- ded from Natal and Cape Colony, and there are specimens from Fernando Po in the Paris Museum and in my own collection. Gen. CllClisOClieS ScUDDER. Proc. Boston Soc. N. H. XVIII. p. 292, 1876. Clielisodies morio Fabe. Syst. Ent. 270, 1775. Usanibara: Tanga, one male. Not yet recorded from the inferior of Africa; it is imiversally distribnted through the islands of the Pacific and is frequently taken on the east coast of Africa, but it is probably not indigenous on that continent. Gen. Dinpei'jisticus Burr. Tr. ent. Soc. London 1907, p. 98. Diaperastit'us erjtlirocepliahis Oliv. (nee. Fabr.). Enc. Meth. VI. p. 468, 1791. Usanibara: Tanga, one male. This species is common throughout tropical Africa, including Madagascar, and is always represented by numerous specimens in all coUections. Diaperasticus sansibarica Karsch. Berl. ent. Zeit. XXX. p. 90, pl. 3. fig. 8, 1886. Apterygida mackinderi Burr. Ann. Mag. N. H. (7) VI. p. 83. pl. IV. fig. 3, 3a, 1900. Kilimandjaro: Kibonoto, 24 males, 35 females and six larvae, in September, between the sheaths of the Papyrus. The insect described by Karsch was taken at Zanzibar (a single specimen) by J. M. Hildebrandt; a few specimens were known to exist in museums and collections. fiURR, DERMATOPTERA. ö Tlie type of A. machinderi Burr was taken by ]\Ir. H. J. Mackinder in Jiily 1S99 at Nairobi, about 5,500 ft, in tlic Kikuyu country, in British East Afrika ; in appearance it is very different from what appears to be the typical form described bv Karsch; but Dr. Sjöstedt has brought hoine such a good series that I have been able to examine a large niimber of specimens, and I can find no structural difference, and so feel obliged to sink the name mackinderi as a synonym; it may liowever be conveniently employed to denote the larger and paler coloured specimens, wiiich seem at first so different; but the two form pass insensibly into oue another, and of the specimens brought home by Dr. Sjöstedt I have been unable to draw tlie Une where the small dark form begins and the large paler form ends. There are specimens in the British Museum and my collection which have the elytra almost black; these are from Port Natal; in those taken by Betton in British East Africa (Mbuyuni), they are uniform deep chestnut, as they are in many of Dr. Sjöstedt's specimens, while in others they are chestnut in the centre, bordered with dark brown; the two forms appear to occur together, as there are specimens of both varieties noted by Dr. Sjöstedt from the same locality at the same date. Gen. Apterygida Westwood. Introd. Mod. Class. Ins. II. p. 44, 1840. Apterygülii Jiracliidis Yers. Ann. Soc. ent. Fr. (a) VIII. p. 509, figg. 33— .3.5, ISßO. KiUmandjaro : Kibonoto, 25. VII. 05. This is a cosmopolitan species, having been distributed almost throughout the world by commerce and ships. It has been preväously recorcled ])y Gerstaecker from the district of Mombasa, unter the name of Forficula (Apterygida) gravidula (Arch. f. Naturg. XXV. (1) p. 221, 1869. It will probably be removed from this genus, but I retain here at least provisionally for the sake of convenience. Gen. Foi'fieiila Linnaeus. Syst. Nat. ed. X, vol. 1, p. 423, 1758. Forficula senegalensis Serville. Orth.p. 39, 1839. il/fr^t-Niederung, Ngare na nyuki, 2 males. Widely distributed through Africa, from Senegal to Kordofan, from the Sudan to Cape Colony, but variable in coloring and the form of the forceps; perhaps it will be shown to really consist of two species confused together. Forficula rodziankoi Semenov. Rev. ruspc d'Ent. p. 48, 1901. ilferM-Niederung, west from the mountain, 27. XTI., .3 male, 4 females. KiUmandjaro: Kibonoto, 1,300 — 1,900 m. under dead leaves of banana etc., 2 males and 2 females. Sjr'islerlln Kilininnrljnro-Mcru Expedition. 17. 2 10 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1. PL 1, fig. 7. Originally described by Semenov from Harar; I have a specimen from Kilimandjaro labelled »Bornemisza» and in the Paris Museum there are speci- mens from Abyssinia; probably it occurs in all the mountains of East Africa iip to about 2,000 feet, where it is apparently replaced by the following species. Forficula sjöstedti n. sp. (PI. 1, % 8.) Statura mediocri, minus fortiori; antennae 12-segmentatae; segmenta subconica, fusco-testacea; caput laeve; pronotum sublatius quam longius, postice rotundatum; elytra brevia, unicoloria; alae abortivae; pedes testacei; abdomen typicum, fusco- testaceum castarieum, minutissime punctulatum; segmentum ultimum rectangnlare, punctulatum: pygidium J" elongato-productum, linguaeforme, angustum, apice attenuatum etobtusum; $ breve, angustatum, apice truncatum: forcipis J bracchia gracilia, per tertiam partem basalem margine interno deplanato ac dilatato, margine ipso crenulato, hac parte dente parvo obtuso terminata; dehinc attenuata, inermia, arcuata: $ recta, simplicia. pti.solal)i.s usanibarana Vehu. 18. ForKcula sjöstedti Bum;. n. >\>. 9. Leptisolabis tlieoriae Vekh. 1'.'. Pseudodielidiira .sp. 10. Chaetosiiaiüa rodens Bukk. ii. sji. ' Since the above was writteu Borelli lias described uudcr tlio uaiiie of Aplurinjkla vuralli a t^iKlltl(•s^ fiiriii tiiat iiiay be referable to tliis gonus. (v. Boll. Mu.s. Toriiio. XXI. N:o 541 from the Ruwenzori district takcn by the Diilie of the Abruzzi). 17. ORTHOPTERA. 2. Blattodea by R. SHELFORD. The number of species of Blattodea previously recorded from the region traversed by Dr. Yngve Sjöstedt's expedition is quite insignificant. Gerst.^cker described in 1869 the coUection of insects made by Baron C. C. von der Decken in the Kilimandjaro district, but scarcelj^ more than a dozen of these were cock- roaches. A few species from Mombasa and adjacent localities on the East African coast have been described from tinie to time by various authors, but in the absence of really representative collections no general review of the East African Blattid fauna has been possible, as in the case of South Africa, Abyssinia, Madagascar, the Cameroons and Angola. This group of insects is usually much neglected by coUec- tors, but this reproach cannot be laid to Dr. Sjöstedt's charge, for his collection is a very considerable one, including fifty-one species — about 677 specimens — many of which are represented by long series of individuals of both sexes; in fact the collec- tion niay be safely regarded as thoroughly representative of the region in which it was made. The species are referable to 29 genera, four of which are new to science, and of the 51 species, 26 or more than half, are new. In the foUowing account of the collection the species are enumerated and described, species recorded by other authors from the same region — which may be conveniently defined as lying between the equator and 5°S. and between the 35*'» and 40*^^ parallels of longitude — are also noted and finally an analysis of this Blattid fauna and its comparison with the cor- responding faunas of other regions of Africa is attempted. 14 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 17: 2. Farn. Ectobiid*. Gen. Tliegaiiopteryx Br. Thegaiiopteryx africaiia Saüss. Eclobia ajricana Saussuke, Abh. Senckenb. Ges. vol. 21 p. 50!) (1899) Küimandjaro: Kibonoto 1000 — 1300 metres (April); Lower Meru: Masai steppes; JJsamhara: Mombo (June); 9 J'J', 4 ??. Previously recorded from the East African coast (Voeltzkow); the species super- ficially resembles very closely Ectohius ■perspicillaris Herbst, biit structurally differs in the Separation of the radial and ulnar veins of the tegmina; since this is the A'ery character used to divide the genus Theganopferyx from the genus Edohms the placing of the species in the latter genus is quite iUogical. Thegaiiopteryx saussurei Shelf. Theganopteryx saussurei Shelford, Gen. Insect. Fase. 55. p. 8 (1907). Theganopteryx senegalensis var. Saussiire, Ann. Mus. Civ. Gen. Vol. 35 p. 3 (1895). Küimandjaro: Kibonoto 1300—1900 metres; Lower Meru: Masai steppes. 8 cfj". The species is undoubtedly very closely allied to the West African senegalensis Sauss. and may possibly be shown later to be identical ; at present however I consider it advisable to separate tliem. The two East African species may be separated by their colouration. 1. Testaceous, with scattered fuscous points ajricana Sauss. r. Fuscous, pronotum & tegmina margined with white saussurei Shelf. Gen. Msillotoblatta Saussure & Zehntner. Mallotohlatta kraussi Adel. (Platc 3, fig. 3.) Mallotoblattu Kraussi Adelung, Ann. Mus. Acad. Imp. des Sei. S:t Petersburg vol. IX. p. 12 (1905). cT. Flavo-testaceous. Body with a sparse erect pubescence most niarked on the ventral surface. A transverse band on the frons, the apex of the maxillary paipi and the labrum fuscous. Vertex of head not covered by pronotum. Pronotum trapezoidal, with two longitudinal fuscous vittae. Tegmina equal to the body in length, 15 costal veins, radial vein bifurcate, 7 longitudinal discoidal sectors, posterior uhiar simple. Wings shorter than the tegmina, mediastinal vein 5-ramose, 9 — 10 costals, these and the mediastinal rami incrassated, radial vein bifurcate near apex, median vein sinuate, ulnar vein bifurcate near apex, medio-discal and medio-ulnar areas SHELFORD, BI.ATTOOEA. 15 crossed by transverse nervules, a sinall triangulär apical field. 7*'' abdominal tergite depressed, its posterior bordor emarginate, the scent-glands opening at the bottom of the depression, 8"' tergite widely emarginate posteriorly, 9*'' tergite exposed. Supra-anal lamiua large, quadrate, posterior angles acute. Cerci elongate. Sub-genital lamina asymmetrical, produced. Front femora with several spines on the anterior margin beneath, the distal ones minute, formnla of apical spines t, i, I, no genicular spines on the front femora. Length of body 12 mm; length of tegmina 9,6 mm, pronotum 3 mm X 3,n mm. Meru: Rain forest 3,000 m., 1 $ (January). I belive this to be the male of Adelung's species described from Abyssinia from a female only. Dr. Adelung was not quite certain if this species and brachyptera Adel, also described from a female, were rightly referable to the genus MaUotohlatta. The male of kraussi certainly does not conform quite strictly to the generic type as represented by M. pubescens Sauss. and Zehnt., and ilf. p^/o«e/fe Sauss. and Zehnt. from IMadagascar, for the pronotum is not »chiffonee», the supra-anal plate is pro- duced and quadrate instead of transverse, the form of the dorsal abdominal tergites and scent-gland opening is different and the front-femora are armed according to the type A of Saussure insted of according to type B. Nevertheles in the erect pubescence, and in the venation of tegmina and wings 31. kraussi shows such close affinities to the Mascarene species that for the present it may be allowed a resting- place in the same genus. The discovery of the females of the Mascarene species may occasion the erection of a new genus for the Continental forms in which sexual dimor- phism is a leading characteristic. Gen. Hololaiupr.i Sauss. Two species of this characteristically Palaearctic genus occur in the Kilimandjaro region, one species only is represented by both sexes and the male of this differs from those of all the other representatives of the genus by the length of the wings. The females of the two species may be distinguished as follows:— 1. Testaceous, tegmina and pronotum with brown points . sjöstedti n. sp, 1". Abdomen and head piceous aethiopica n. sp. Hololaiupra aethiopica n. sp. (Plate 2. Fig. 1.) (/. Piceous. Antennae fuscous. Pronotum trapezoidal, margins broadly hyaline, disc with scattered brown points or with dark castaneous blotches syrametrically arranged. Scutellum exposed. Tegmina equal to the body in length, clear testaceous with scatted castaneous points on the veins and minute brown maculations between the veins; 9 — 10 costal veins, 5 — 6 oblique discoidal sectors, anal vein impressed. Wings abbreviated, reaching the 6**^ abdominal tergite, hyaline veins infuscated, 16 SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17:2. 5 — 6 rudimentary costal veins, distal half of median vein alone visible, medio-discal area crossed by transverse nervules, ulnar vein simple, 1^^ axillary triramose. Abdomen above with the first 6 abdominal tergites piceous, the remainder flavo-testaceous, the posterior borders of 6*'^ — 8"i tergites emarginate, opening of scent-glands on 7**^ tergite, supra-anal lamina transverse, slightly produced — Cerci fuscous, 7 jointed. Abdomen beneath piceous, laterally margined with testaceous; sub-genital lamina irregulär, elongate. Femora castaneous, sparsely armed beneath, no genicular spines on the middle pair; tibiae and basal joints of tarsi flavo-testaceous, apical joints of tarsi fuscous. ?. Larger; variable in colour, pronotum with brown points or heavily blotched with castaneous. Tegmina extending to 1^* or 2"'^ abdominal tergite. Wings rudimentary. Abdomen piceous above, with the tergites margined with flavo-testaceous, or with flavo-testaceous spots only on their lateral margins; supra-anal lamina short, transverse; abdomen beneath piceous, laterally margined with testaceous, sub-genital lamina ample. Cerci piceous. Legs as in J". Larvae have all the thoracic tergites testaceous variegated with castaneous, the abdomen piceous; the legs are entirely castaneous. J". Total length 6 mm, length of tegmina 5,'-i mm ; pronotum 2 mm x 3 mm. 2. » » 7,1 ^) » » » 3 » » 2,2 » X3,2 » Kilimandjaro: Rain forest, Kiboscho, 3,000 m (February), 2 J'J', 6 ??, 5 larvae. Hololampra sjöstedti n. sp. 2. Testaceous. Head rufo-testaceous, vertex covered. Pronotum trapezoidal, sides deflexed, lateral margins broadly hyaline, posterior border truncate, exposing the scutellum. Tegmina lanceolate, attaining the sixth abdominal segment, overlapping slightly, 8 costal veins, one ulnar vein with 5 branches, anal vein impressed, reaching the sutural margin at one half of its length; a few brown points occur on the veins. Wings rudimentary. Abdomen above variegated with fuscous, supra-anal lamina short transverse; abdomen beneath variegated with fuscous, disc fuscous, sub-genital lamina ample, its centre rufo-testaceous or castaneous; cerci six-jointed, rufo-testaceous. All the femora with two spines only on the anterior margin beneath, none on the posterior margin, with genicular spines and two apical spines. Total length 6,5 mm; length of tegmina 4 mm; pronotum 2 mm X 3 mm. Kilimandjaro: Kibonoto, zone of culture 1,000—1,900 m (August to December). Lower Meru: Ngare na nyuki (January); Masai steppes (October). 22 ??, 2 larvae. One example has the ootheca projecting from the end of the abdomen; it is chitinous and carried with the suture uppermost, it is not carinate. The species appears to be nearest to H. minuta Shelf. from IVIadagasoar. SHELFORO, RLATTODEA. 17 Farn. Phyllodroiiiiidae. Gen. Isrhiioptcra Bubm. The East African species can readily be distinguished from species of Phyllo- dromia, not only by the wing venation but also by the longitudinal, instead of oblique, discoidal sectors of the tegniina and b}' the asymmetry of the sub-genital lamina and styles in the male sex. The foUowing table will assist in the determination of the known species:— 1. Testaceous or rufo-testaceoiis species. 2. Scent-glands of c^ openingat base of s'upra-anal lamina, which is not much produced bimaculafa Gerst. 2'. Scent-glands of J", not as above, supra-anal lamina produced strigosa Sckavm, r. Rufo-castaneous or rufo-fulvous species. 2. Small neutra Sauss. 2'. Larger incuriosa Sauss. /. strigosa Schaum, is recorded from Mosambique, it cannot be recognized with certainty. /. neutra Sauss. from »Africa meridionalis » is described from a feniale only and appears to differ in size only from /. incuriosa Sauss. Ischiioptera biinaenlata Gerst. (PI. 3, figs. 10 cC- 15.) Phyllodromia himaculata Gerstaecker, Arch. Naturg. XXXV, p. 206 (1869); Von der Decken, Reisen in Ost-Afrika III (2) p. 4 (1873). Gerstaecker's description does not include an account of the wing structure in this species ; the venation is somewhat variable but at least two branches of the ulnar vein fall to reach the outer margin of the wing and are directed towards the dividing vein. On account of this character the species must be placed in the genus Ischnopiera. The 8^1^ abdominal tergite in the male is completely hidden beneath the 7*'' tergite, the 9*'^ tergite is also invisible and the base of the supra-anal lamina is depressed forming a cavity fringed with hairs, the scent glands open on the sides of two chitinous tubercles in this cavity. The sub-genital lamina is very irregulär and notched on the left side, a style being situated in the notch, the right style is stouter and spinöse, the apex of the lamina forms a hirsute lobe. Ootheca as in Phiillodromia germanica L. Kilimandjaro: Kibonoto, lower slopes and 1,300 — 1,900 metres, under dead leaves in banana plantations. 21 ^^, 25 ??. The species was originally recorded from Lake Jipe at Kilimandjaro (von der Decken). Var. sobriua nov. c? and ?. Castaneous, margins of pronotum hyaline its disc castaneous. Wings witli vcins fuscous. Sjöetedts KiliiiKimljaro-Meiu Expeditirm. IT. 3 18 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2. 1 cJ', 21 ?? and numerous larvae. From the same localities as the typical form and also from Usambara. Striicturally these two forms are identical and of similar size. Isehiioi»tcra iiicurlosa Sauss. (PL 3, tigs. 6 & 7.) Ischnoptera incuriosa de Saussure, Abh. Senckenb. Ges. XXI. p. 571 (1899). KiUinandjaro: Kibonoto 1,000 — 1,300 metres (November and December), 2 cTcT. Originally described from East-Africa e coli. Voeltzkow. Gen. Pli j lloilroinia Serv. Key to the East-African species. 1. ulnar vein of wings simple or bifurcate germanica L. r. ulnar vein of wings multiramose. 2. pronotum with two longitudinal fuscous vittae . . . bivittata Serv. 2'. pronotum not as above. 3. tegmina with numerous castaneous points .... zehntneri nom. n. 3'. tegmina not as above. 4. Opening of <^ scent-glands situated on 7*'^ abdominal tergite. 5. Sub-genital lamina in J' with margins inflected, styles flattened stq^elledilium Serv. 5'. Sub-genital lamina in J" not as above, styles not flattened. 6. Frons flattened nigromarginata sp. n. 6'. Frons rounded sjöstecUi n. sp. 4'. Opening of c? scent-glands not situated on 7*'^ abdominal tergite. 5. Opening of ^ scent-glands not visible . . . insignis sp. n. 5'. Opening of <^ scent-glands situated on supra- anal lamina teslacea sp. n. P. trigonalis Saussure from »Africa meridionalis» (Voeltzkow) was described from a female ; the rufous colour, trigonal supra-anal lamina, and front femora with completely armed anterior margin beneath, appear to be the distinctive features of the species. Plijilodromia arermaiiicii L. Blatta germanica, Linnjeus Syst. Nat. (ed. 12) I (2) p. 668 n. 7 (1767). Kilimandjaro: Kibonoto, 1,000 — 1,300 metres; Meru rain-forest; Massai steppes (January & May). 1 cT, 7 ??, 2 larvae. A cosmopolitan species. Phyllodromia biviltaia Serv. is not represented in Dr Sjöstedt's collection but has been recorded from Wanga (von der Decken) ; it is a cosmopolitan species and SHELFORD, BLATTODEA. 19 can be distinguished from P. germanica L., by the castaneous stripe on the tegmina. the ramose lünar vein of the wings, the notched supra-anal lamina of the male and transverse supra-anal lamina of the female and by tlie produced, and laterally com- pressed sub-genital lamina of the male, with finely cleft apex. Pli,vH«»(lronii.i supellectiliuin Serv. (l'l. ?,, fig. 11.) Blaüa supellectilium Serville, Hist. Ins. Orth. p. 114 (1S39). Blatla extenmta Walker, Cat. Blatt. Brit. Mus. p. 221 (1868). BMta figurata Walker, Cat. Denn. Salt. Brit. Mus. V. Suppl. Blatt, p. 24 (1871). Blatta transversalis Walker, Cat. Derm. Salt. Brit. Mus. V. Suppl. Blatt, p. 25 (1871). PhyUodromia ddta Kirby, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) V. p. 280 (1900). KiUmandjaro: Kibonoto 1,000 — 1,300 metres; Massai steppes. Lower Meru. Usambara: Mombo. 5 c^c?. A cosmopolitan species, which is very variable in size; it can however ahvays be recognized by the from of the sub-genital plate of the male. The lateral margins of this are inflected and the two styles are flattened. The supra- anal lamina is almost hidden by the ninth tergite ; in the centre of the seventh tergite is a circular depression from which rises a bifurcate chitinous structure covei-ed with a fine pubescence and the scent-glands open on either side of this. Dr. Sjöstedt's specimens have been compared with three examples in the Oxford ]\luseum determined by Serville himself and though the Kilimandjaro specimens are larger and darker than Serville's specimens {= P. delfa Kirby), I have no hesitation in referring them to supellectilium on account of the identity of structure. The female of P. supellectilium is very different from the male and this sexual dimorphism is a character tliat perhaps entitles this species to generic rank separate from PhyUodromia. Plijilodroniia zelintiieri nom. nov. Theganopteryx (Psevdectobia) puncttdata de Saussure & Zehntner, Grandidier. Hist. Madagasc. Orth. I p. 15 (1895). Usambara: Tanga (June). 1 ?. I now think that I was wrong in referring this species to the genus Thegano- pteryx, sens. strict. (cf. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) XIX. p. 36. 1907); the ulnar vein of the wing is described as »bi-ramose» not as »bifurcate» and its branches vary in number from three to four. The species also can not be referred to the genus Pseudectobia as defined by me (1. c.) but appears to fall quite naturally into the genus PhyUodromia. Unfortunately it is necessary to find a new specific name for it, since punctulata has already been applied to two species of PhyUodromia, viz. P. punctulaia Beatjvois (1805) and P. punctulata Brunner (1893), for the latter species the name brunneri is suggested. P. zehntneri was previously recorded from Madagascar. PhyUodromia nigromargiiiata sp. n. (PI. 3, fig. 12.) c?. Testaceous. Head castaneous, Vertex not covered by pronotum flattened, antennae testaceous. Pronotum transversely elliptical, variegated with castaneous, 20 SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 17: 2. with two oblique sulci on disc, lateral margins hyaline. Tegmina testaceous, .10 to 11 costals, tlie last 3 ramose, anterior ulnar sending 5 oblique branches to the sutural niargin and 2 ramose branches to the apical margin, posterior ulnar simple. Wings hyaline, mediastinal vein unbranched, 10 costals. their apices incrassated, ulnar vein with 5 branches. Abdomen above with the disc testaceous with a central piceous blotch, margins castaneous, the last 4 tergites piceous ; the scent glands open on the 7*"'' tergite by two orifices, a papilla covered with fine setae placed between the openings; 9*'^ tergite concealed; supra-anal lamina trigonal. Abdomen beneath rufo- testaceous broadly margined with dark castaneous; sub-genital lamina produced, no styles; cerci fuscous. Legs testaceous, front femora ar med on the anterior mai'gin beneath with a complete row of spines, the proximal spines being the longer ; each femur with 1 genicular and 2 apical spines. Total length 16 mm.; length of body 11,2 mm.; length of tegmina 14 mm.; pronotum 2,^ mm. X 4,2 mm. Lower Meru: Ngare na nyuki. KiUmandjaro : Kibonoto 1,000 — 1,900 metres, 6 cfc?. rhyllodroniia sjöstedti sp. n. J'. Closely allied to the preceding species but smaller. Rufo-testaceous. Head castaneous, Vertex rounded, not covered by pronotum ; antennae infuscated, testaceous at base. Pronotum transversely elliptical, disc castaneous with a rufo-testaceous, macula on the posterior part, lateral margins broadly hyaline. Tegmina rufo-castaneous 11 costals, the last two ramose, anterior ulnar sending ramose branches to sutural and apical margins. Wings hyaline, suffused with rufo-testaceous on anterior margin, mediastinal vein simple, 9 costals the first 6 incrassated, ulnar vein with 5 branches. Abdomen above castaneous, scent-glands as in preceding species, supra-anal lamina shortly trigonal ; abdomen beneath castaneous with tlie disc rufo-testaceous, sub-genital lamina ample, produced, slightly pubescent, with two styles; cerci elongate, fuscous. I^egs testaceous, front femora armed beneath on anterior margin with a complete row of spines, of which the more distal are the Jonger; formula of apical spines \, f, f. Total length 14 mm.; length of body 10, mm.; length of tegmina 11,8 mm.; pronotum 3 mm. x 4,2 mm. Lower Meru (November), 1 <$. Plijilodromia iiDsigiiis sp. n. (PI. 3, fig. 8.) (T. Castaneous. Antennae fuscous. Vertex of head not covered by pronotum. Pronotum transversely eUiptical, lateral margins broadly hyaline, disc with some ob- scure impressions. Tegmina with costal margin to near apex hyaline, remainder of tegmina not uniformly castaneous but internervular spaces crossed by numerous minute hyaline streaks arranged more or less regularly ; 9 costal veins, radial bif urcate and sending branches both to costal margin and to apex, anterior ulnar with 6 oblique branches, posterior ulnar simple. Wings infuscated, mediastinal vein with 2 branches, 8 costals, their apices incrassated, ulnar vein tri-ramose, the branches bifurcate. SHELFORD, lU,ATT(inKA. 21 Abdomen with the disc above testaceous; supra-anal lamina transverse; svib-genital laniina ciicuUate, deeply notchcd, the flattened styles springing from the borders of the notch; cerci elongate, fuscous. Legs testaceous, front femora armed with pili- forin setae only on the anterior niargin beneath. Total length 12 mm.; length of tegmina 9,6 mm.; pronotum 3 mm. x 3,'» mm. Küimandjaru: Kibonoto 1,000 — 1,300 metres (Sept.), 1 cT. riiyllodromia testacea sp. n. (l'l. 2, fig. li.) cT. Pale testaceous. Head rufo-testaceous, vertex not covered by pronotum. Pronotum transversely elliptical, lateral margins broadly hyaline. Tegmina with marginal area very broad, 9 costal veins, the last ramose, anterior ulnar sending 5 branches to sutural and apical margins, the latter ramose; numerous transverse venulae between the veins. Wings hyaline, mediastinal vein bifurcate, the loAver branch bi-ramose, 6 costal veins their apices not incrassated, end of radial vein ramose, ulnar vein with 4 branches. Abdomen rufo-testaceous towards apex, supra-anal lamina transverse, posteriorly incrassated, a depression occurs in the posterior edge on either side of the middle line and at the base of these the scent glands open. Sub-genital lamina produced considerably beyond tlie supra-anal lamina, cucuUate at apex which is deeply and narrowly cleft, the flattened styles spring from the posterior niargin; cerci long, testaceous. Front femora with piliform setae only on the anterior margin beneath; all the femora witli genicular spines; formula of apical spines -f, i, i- Total length 14 mm.; length of body 11 mm.; length of tegmina 12 mm.; pronotum 3,0 mm. x 5 mm. Usamhara: Tanga (June), I cT. The nearest allies of this species appear to be P. laterifera Wlk., P. projnnqua Wlk, P. majuscula Wlk. from the Indo-Malayan and Indo-Australian regions of the World. The remarkable form of the supra-anal lamina of P, testacea is however a sufficient)}^ distinctive character and should render it easier of Identification than is the case with so many of the obscure species of this large genus. Gen. Ceratiiioptera Brunner. This genus sliould be reserved for those species of Phyllodromiinae characterized by short or reduced tegmina and short or rudimentary wings, the tegmina when reduced are lanceolate, not truncate nor lobiforra, and the wings when present have the ulnar vein bifurcate or simple. In the genus Allacta the wings are well-developed but the ulnar vein is ramose, the median is sometimes absent. The genus Temno- pteryx is characterized — as its name signifies — b}^ the truncate tegmina and rudi- mentary wings. The African species of Ceratinoptera may be distinguished as foUows; 22 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2. 1. Castaneous species. 2. Tegmina not banded nor variegated with paler colour. 3. Pronotum not pale-bordered anteriorly. 4. Tegmina much shorter than the body. 5. Sub-genital lamina of J poste- riorly truncate, angles acute . abbreviata Sauss. (Reunion). 5'. iSub-genital lamina of cT poste- riorly roiinded castanea sp. n. (E. Africa). 4'. Tegmina not or searcely shorter than the body. 5. Larger, legs testaceons . . . madecassa »Sauss. (Madagascar). 5'. Smaller, legs castaneous . . . ovata sp. n. (E. Africa). 3'. Pronotum pale-bordered anteriorly . abyssinica Sauss. (Abyssinia). 2'. Tegmina banded or variegated with paler colour. _ 3. Pronotum with diso rufous. 4. Minute species perpulchra sp. n. (E. Africa). 4'. Larger dimidiata Gerst. (E. Africa). 3'. Pronotum with disc not rufous. 4. Disc of pronotum with testaceous maculae variegata Schulth (E. Africa) = hoUentoia Sauss. (Delagoa Bay) = transvaaliensis Kirby (Transvaal). 4'. Disc of pronotum concolorous . . bolivari Adel. (Gallaland). r. Testaceous or ferruginous species. 2. Pronotum with fuscous markings on disc. 3. Markings on disc of pronotum numerous inscripta Wlk. (Natal). 3'. Markings on disc reduced to two ob- solescent vittae bimaculata sp. n. (E. Africa). 2'. Pronotum without markings on disc. 3. Supra-anal lamina of c? transverse . /errMgrmea Schulth (S.,W. & E. Africa). 3'. Supra-anal lamina of J* produced. 4. Opening of scent-glands at base of supra-anal lamina variabilis sp. n. (E. Africa). 4'. Opening of scent-glands on 1^^ ab- dominal tergite sjösiedti sp. n. (E. Africa). Blatta misella Stäl. from Natal is a species of Hololampra. SHEI.FORD, BLATJODEA. 23 Cpratiiioptora hiniaculiita sp. n. $. Testaceoiis, broad, short. Frons with a castaneous band; apical Joint of niaxillary palpi and antennae except at base, fuscous. Vertex of head almost covered bv the pronotuni. Pronotiuu large, trajiezoida], lateral margins broadly, posterior niargin narrowly hyaline, posterior border slightly obtusely angled, scutellum not ex- posed ; two obsolescent castaneous vittae on the diso. Teginina longer than the body, testaceo-h^'aline, menibranous, 10 costal veins, ulnar, anal and axillary veins obsoles- cent. Wings abbreviated, extending to the 2n<^ abdominal tergite. Abdomen above castaneous, laterally margined with testaceous; supra-anal lamina testaceous, small, triangulär. Abdomen beneath testaceous, with lateral fuscous maculae obsolescent posteriorly; sub-genital lamina very large, semiorbicular. Legs testaceous, front femora with a complete row of long spines on the anterior margin beneath. Total length 9,i mm.; length of body 8 mm.; length of tegmina 6,1 mm.; pro- notuni 3 mm. X 4 mm. Usamhara: Mombo'(June), 2 ??. The broad abdomen and the obsolescent venation of the menibranous tegmina are the charaeteristic features of this species. Obsolescent venation is usually asso- ciated with a corneous and more or less opaque texture of the tegmina, its dis- appearance from delicate menibranous tegmina is niost unusual. Ceratiiioptera castaiiea sp. n. c^. Allied to C. ahbreviafa Sauss. and C. madecassa Saüss. but differing from the former by its larger size and by the different shape of the sub-genital lamina and from the latter by the shorter tegmina. Dark castaneous. Antennae fuscous, month parts testaceous. Pronotuni trape- zoidal, nearly covering Vertex of head lateral margins rufo-castaneous, its posterior margin slightly obtusely angled. Tegmina lanceolate, corneous, extending to the 4*'» abdominal tergite, 10 costals, anal vein impressed, remainder of venation obscured. Wings much reduced, extending to middle of 2"'i abdominal tergite. Supra-anal lamina transverse, slightly produced. Sub-genital lamina broad, transverse, slightly produced, its posterior angles rounded, with two short styles. Legs rufo-testaceous. Length of body 12 mm.; length of tegmina 7 mm.; pronotum 4 mm. x 5 mm. Usamhara: IMombo (June), 1 cT. Ceratiiioptera sjöstedti sp. n. (PI. 3, tigs. 16—17.) c?. Allied to C. ferruginea Schulth but with longer tegmina. Rufo-testaceous. Head castaneous, antennae testaceous at base, remainder infuscated; vertex of head not nearly covered by pronotum. Pronotuni transversely elliptical with lateral margins lu'aline, posterior border truncate, exposing the scutellum. Tegmina extending to penultimate segnient, menibranous; marginal field very broad, 12 costal veins, anterior 24 SJOSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2. ulnar with 6 branches, posterior ulnar simple, 5 axillary veins. Wings redueed, attaining 2"^ abdominal tergite. Opening of scent-glands a circular orifice on the 7*'' abdominal tergite. Supra-anal lamina trigonal, posterior border slightly emarginate: sub-genital lamina broad, produced, apex slightly cleft, with two styles asymmetrically placed. Titillator spinous. Length of body 8,-2 mm.; length of tegmina 7,5 mm.; pronotum 3 mm. x4 mm. Lower Merti: at the river Ngare na nyuki (January), 2 cfc?. Oratinoptera variabilis sp. n. cT. Rufo-testaceoiis. Head with a castaneous band between the eyes and two spots between the antennal sockets ; antennae testaceous at base ; vertex of head not covered by pronotum. Pronotum trapezoidal, sides deflexed, posterior margin obtusely angled, margins hyaline, disc rufo-testaceous or castaneous variegated with rufo- testaceous. Tegmina lanceolate, reaching the 7*'^ segment, mediastinal area hyaüne, mediastinal vein bi-ramose, 6 costals the last ramose, discoidal field with 5 longi- tudinal sectors. Wings minute, extending to 1^' abdominal tergite. Abdomen rufo- testaceous variegated with castaneoixs, 7**^ tergite cucullate & concealiiig the 8*'^ & 9*'' tergites; the scent-glands open at the base of the supra-anal lamina which is coneave at its base with a median carina, the opening of the glands is fringed with hairs; supra-anal lamina produced, sub-quadrate, not exceeding the sub-genital lamina which is asymmetrical, terminating at apex in a rounded hirsute lobe and with two unequal styles. Front femora on anterior margin beneath armed with a complete row of spines, the more proximal the longer. ?. Castaneous. Lateral margins of pronotum hyaline, disc somctimes with two or more testaceous maculae, scutellum exposed. Tegmina abbreviated. obovate, not extending beyond the 4*^'' abdominal tergite, 9 costals, anterior ulnar with 4 oblique branches, posterior ulnar simple, anal vein impressed reaching sutural margin at a point one-third from the apex. Wings extending to third abdominal tergite, apex infuscated, costal veins obsolete, median vein straight prominent, ulnar vein stout, bifurcated at apex, 1^*^ axillary vein 3-ramose, stout, the first brauch with 3 short branches at apex. Abdomen piceous above and below; supra-anal lamina triangulär: apex emarginate, sub-genital plate ample, semi-orbicular. c?. Length of body 9,2 mm.; length of tegmina 5,2 mm.; pronotum 3, i mm. x 4 mm. ?. » !> »11 mm.; » » » 5,5 mm.; >' 3 mm. X 4,2 mm. KiUmandjaro: Kibonoto 1,000—3,500 metres (Sept.— Nov.), 4 d"^', 3 ??, 8 larvae. The apex of the abdomen is very similar in construction to that of Ischnopiera bimaculata Gerst. J*. var. trniicata nov. Simular to above but tegmina and wings shorter, the former transversely truncate. 1 ?. Lower Meru. SlIELFORD, HLATTOni-lA. 25 This low country speciinen may, possibly be a distinct species, but in colour and general appearance it ' reseinbles so closely tlie mountain forms that I hesitate to separate it, at any rate iintil a male froni tlre same habitat is found. Ceratiiiopterca perimlclira sp. n. (PI. 2, Hg. 2; l'l. 3, lig. l;i.) o". Minute, rufo-testaceous, nitid. Head castaneous, rufoiis on Vertex, basal joints of antennae testaceous, reniaiuder fuscous; Vertex covered by pronotiim. Pro- notuni trapezoidal with two longitudinal vittae castaneous. Tegmina coriaceous, just failing to reach end of abdomen, a broad humeral stripe which extends as two narrow lines along the radial and ulnar veins, castaneous; 12 costal veins, anterior ulnar bi- ramose, the reniaining veins not visible. Wings rudimentary. Abdomen above rufo- testaceous with lateral margins and a central patch castaneous; scent-glands oi^ening on 7'^ tergite, at base of two deep depressions ; supra-anal lamina produced, rounded; cerci short, rufo-testaceous; abdomen beneath castaneous, sub-genital lamina rufo- testaceous, rounded, produced, styles asymmetrically placed. Legs testaceous, front femora as in preceding species. ?. Somewhat larger, dark castaneous, the diso of the pronotum and field of tegmina rufous, lateral margins of pronotum and mediastinal field of tegmina pale testaceous; abdomen entirely castaneous, cerci fuscous. Tegmina shorter, wings rudi- mentary, supra-anal lamina triangulär, sub-genital lamina ample, semi-orbicular. Legs testaceous, except the bases of the coxae which are castaneous. c?. Length of body 5,6 mm.; length of tegmina 4 mm. ?. » » !) 7 mm.; » » » 3,8 mm. Kilimandjaro: Kibonoto 1,000 — 1,900 metres (March to May, Sept., Oct.), 5 c?c?, 5 ¥?, 1 larva. This is quite the smallest species of the genus; in colouration it approaches C. ilimidiata Gerst. but it lacks the transverse band on the tegmina. Ceratiuoptera ovata sp. n. 2. Convex, castaneous, nitid. Vertex of head not covered by pronotum, antennae piceous. Pronotum trapezoidal, sides deflexed, posterior margin obtusely angled, lateral margins paler than the disc. Tegmina reaching base of supra-anal lamina, mediastinal area testaceous, 14 costals, anal vein impressed, remaining veins obscure, the part of the right tegmen overlapped by the left reticulated. Wings shorter than tegmina, 8 costals, their apices slightly incrassated, the last and apex of radial vein tri-ramose, ulnar vein bifurcated. Abdomen and cerci piceous, supra- anal lamina triangulär, sub-genital lamina ample, semi-orbicular. Legs riifous. Length of body 9 mm.; length of tegmina 6,4 mm.; pronotum 3 mm. x 3,o mm. Usambara, I ?. C. dimidiata Gerst. is probablj' the nearest ally of the species but it was des- cribed from au imperfect specimen so that certainty on this point is impossible. iSjöstedU Kiliinamljuio-Mcru Expcdilinn. 17. i 26 SJÖSTEDTS KII,lMANDJARO-MERU EXPEniTION. 17: 2. Ceratinoptera dimidiata Gerst. has been recorded from Endara, E. Africa (von DER Decken). Gen. Teiniiopteryx Brunnbr. Key to tlie East African species. 1. Fuscous, pronotum margined with testaceoiis abyssinica Savss. & Zehnt. r. Rufous or testaceous. 2. Testaceoiis. 3. Larger, 9 mm. long ectobioides sp. n. 3'. Smaller, 7 mm. long affinis sp. n. 2'. Rufo-testaceous or rufous. 3. Pronotum with central testaceous vitta caffra Sauss. 3'. Pronotum unicolorous rufa sp. n. Teniuopterj'x abyssinica Sauss. & Zehnt. Temno'pteryx abyssinica Saussuee & Zehntner, Grandidiers Hist. Madagascar Orth. I p. 51 (1896) ^ Temnopieyyx saussurei Bolivar, Ann. Soc. Ent. France, vol. LXVI p. 292 (1897). Kilimandjaro: Kibonoto 1,000—3,500 metres; Masai steppes. Lower Mern (Sept. to Oct.); 10 ??, 5 larvae. These specimens differ very shghtly in colour from the type, which occurs at Massowa; the posterior border of the pronotum is narrowly testaceous. and not prov- ided with a testaceous macula as in the Abyssinian examples, the cerci are testaceous instead of fuscous, and the supra-anal lamina is fuscous instead of testaceous; with these slight differences excepted, the Kilimandjaro examples appear to be identical with the typical specimens. In one example the egg-mass is protruding from the cloaca, the eggs are enclosed in a tliin transparent membrane through which the eyes of the developing embryoes can be distinctly seen ; it is probably the case that this species carries the eggs until they are almost ready to hatch out. Another example is stated to have been found with termites, but the association was probably accidental. Temuopteryx ectobioides sp. n. (PI. 2, fig. 12.) c^. Pale testaceous. Head with a fuscous mark between the eyes and another between the antennal sockets, the area between these two marks, pale pinkish-white and nitid ; antennae testaceous at base, remainder fusco-testaceous. Pronotum very broad, transversely truncate behind, just failing to cover Vertex of head in front; lateral margins broadly hyaline, disc slightly rugulose with a few brown points and with a short fuscous vitta at each posterior angle. Tegmina quadrate just covering the first abdominal segment, with a few brown points between the veins, anal vein ' Temnopteryx abyssinica Sauss. (ileiii. Soc. üeiieve. XXIII p. OM. 187.4) liaviiig ln'on i-oiii()\t(1 to tlip gcnus CcrafiiKipfera (vidc atiteal. tliis >iiecics iiiay be alKiweii tu rctaiii its (iriffiiial iiaiiic. SUKLFOUD, BLATTODEA. 27 not markt'd. \\'iu_u!S iniuute. Abcloinen variegated vvitli rufous and t'uscous, inoie licavily marked below; cerci testaceous spotted with fuscous; supra-anal lamiua tri- angulär, apex notclied ; sub-genital lamiua large, trigonal. a median cariua, apex deeply cleft, two symmetrically disposed styles, which are beut dowuwards at right angles to tbe plane of the lamiua. I^egs testaceous ; front femora armed on the anterior niargin beneath with minute piliform spines; formula of apical spines, f, 1, ■}. ?. Darker than male. Head similar but with a triangulär castaneous spot at base of clypeus. Prouotum with an iucomplete fuscous vitta on eaeh side of the disc and continued on the meso- and metanotum ; metanotum with a central fuscous vitta. Tegmina as in the male. Abdomen almost entirely dark castaneous variegated with testaceous; cerci fuscous, tipped with testaceous; supra-anal lamina triangulär, apex emarginate : sub-genital lamina ample, semi-orbicular, posterior margin triangularly notched. cf. Length of body 9 mm.; length of tegmina 2,i mm:; pronotum 2,'.i mm. x 4,i< mm. ?. » »9 mm.; » 3 mm. x 4,6 mm. 3 dV, 2 ?. Lower 3Iem (December). The nearest allies of the species are T. nana Sauss. from Senegal and T. brachyptera BoL. from North Africa, from both it may be distinguished by the form of the supra-anal and sub-genital plates. Teinuopteryx afttiiis sp. n. ?. AUied to the preceding species, but smaller and entirely pale testaceous with only a few brown points on prothorax and tegmina. Tegmina quadrate, not extending beyond metanotum, mediastinal vein nearly reaching outer posterior angle, 4 costals, anal vein not marked. Abdomen above with four obscure longitudinal fuscous vittae. supra-anal lamina slightly produced, rounded, sub-genital lamina semi- orbicular, ample. Length of body 1,2 mm.; length of tegmina 2 mm.: pronotum 2 mm. ■: 3,"' nnu. Meru rain-forest, 3,000—3,500 metres; 1 ?. Teiniiopterj'x ruta sp. n. $. Rufous, nitid. Vertex of head not covered by pronotum ; antennae fuscous, except basal joints which are rufous. Pronotum with sides deflexed, posterior margin very slightly angulated. Tegmina truncate, reaching 2'^^ abdominal segment, medi- astinal vein sending two branches to outer margin, 10 costals, marginal field very broad, discoidal field narro^^•, anal vein nearl}^ reaching apex of tegmina. Wings a little shorter than tegmina. Abdomen rufo-castaneous, supra-anal lamina trigonal produced, cerci castaneous, sub-genital lamina ample. Legs rufo-testaceous, front femora with anterior margin beneath armed throughout with spines, the distal shorter than the proximal; aU the femora with genicular spines, formula of apical spines |, 1, i. Total length 13 mm.; length of tegmina 5 mm.; pronotum 4 mm. x 5,2 mm. Kilhiiftndjnro: Kibonoto 1,300 — 1,900 metres (November); 1 ?. 28 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2. T. phalerata Sss. from S. Africa is perhaps the nearest ally of this species, which however caii be distinguished by its smaller size and different colour. Gen. Loboptera Br. Loboptera nitida sp. n. ?. Rufo-castaneous. Antennae with basal half testaceous, apical half fuscous. Vertex of head just covered by the pronotum. Pronotum transversely elüptical, posteriorly truncate, lateral niargins broadly hyaline; tegmina hyaline, lobiforin ; lateral margins of nietanotnm hyaline. Abdomen broad, above castaneous, variegated with testaceous, beneath rufo-testaceous, darker on the sides; penultimate tergite with posterior margin prodnced in the middle, supra-anal lamina triangulär, apex slightly carinate, emarginate, sub-genital lamina ample; cerci rufo-testaceous. Legs testaceous; front femora armed on the anterior margin beneath with piliform spines, formula of apical spines y, \, i, no genicular spine on front femora. Length of body 8 mm.; lengtli of tegmina 1,b mm.; pronotum 3,8 mm. x 4 mm. Usamhara: Mombo (Jan. and June), 2 ??. One of the two specimens is very much darker than the other, being entirely castaneous both above and beneath. The species recorded by Adelung from Abyssinia, L. ras has no arolia between the tarsal claAvs and therefore falls into the genus Paralohoptera Sauss. Gen. Apteroblatta nov. AUied to Loboptera Br. but tegmina entirely absent in both sexes. Eyes rather small, Vertex very broad. Supra-anal lamina in both sexes triangulär, produced, sub- genital lamina of male shghtly produced with two symmetrical styles. Ootheca chit- inous, carried with the suture uppermost. Front femora with anterior margin beneath with piliform setae, bind femora heavily armed with spines. Arolia present between tarsal claws. Apteroblatta perplexa sp. n. (PI. 2, fig. 3 and 13.) cf. Rufo-testaceous. Vertex of head not covered by pronotum. Thoracic tergites variegated with rufo-castaneous. Abdomen above with disc dark castaneous, marginal castaneous spots on tergites 2 — 6. Cerci castaneous. Abdomen beneath rufo-testaceous; sub-genital lamina with apex cleft. Legs testaceous; all the femora with genicular spines; formula of apical spines i, i, i. ?. Simular to cT but larger. Castaneous markings on thoracic tergites forming a definite pattern. Abdomen above castaneous with a submarginal rufo-testaceous vitta on either side, not extending beyond 6*^'^ tergite, terminal tergites castaneous; supra-anal lamina with apex slightly notched. Cerci testaceous. Abdomen beneath rufo-castaneous, sub-genital lamina ample, semi-orbicular. Ootheca as in Loboptera. SHELFOBD, BLATTODKA. 29 <^. Length 6 nun.; pronotum 2 nun. x 2,5 mm. $. » 7 — 8 mm.: » 2,2 mm. x 3,i mm. Küimandjaro: Kiboscho, » Bergwiesen s 3,000 metres. ilfer« rain-forest, 3,500 ni. 5 abdominal tergite almost entirely hiding the 7*'' tergite is perhaps the most distinctive feature of the latter genus, giving the insects a peculiar truncate SllELFORD. Rr,ATTOnEA. 31 appearance when viewed froni the side. It is probable that the genus Blatia will have to be further subdivided, Orientalin L., conciHua Haan, and assiniensis Boi,. to take three exainples, do not a]ipear to be congeneric. Gen. Faraiiietliaiia nov. Differs from Darylaca ' Stäl in the size of the second pulvilhis of the posterior tarsi which covers the whole second Joint, and differs froni Methana Stal in the reduction of the tegmina and wings which do not extend beyond the fifth abdominal tergito. 'I'hird antennal Joint nearly three tinies as long as the second. Faranu'thaiiii robiistii sp. n. (PI. i. fis. 7.) ?. Dark castaneous, nitid, broadly elliiitical. Head castaneous, clypeus and niouth-parts rufo-testaceous, eyes less remote than antennal sockets, antennae fuscous, except the two basal joints which are rnfo-testaceous ; Vertex of head not covered by pronotuni. Pronotum broad, trapezoidal, sides deflexed, posterior niargin siniiate, castaneous with a central rufo-castaneous mark, or rufo-castaneous with darker castaneous marks. Tegmina short and broad, overlapping considerably, semi-corneous, veins well-marked, mediastinal vein bifurcate, 9 costals, the last three ramose, anal vein deeply impressed, reaching sutural margin at a point one-third from apex. Wings a little shorter than tegmina. flavo-hyaline, apex slightly infuscated. Abdomen piceous above, castaneous below, posterior angles of penultimate tergite strongly pro- duced, its posterior margin slightly produced, sinuate ; supra-anal lamina produced, tri- angulär, apex emarginate and deeply cleft. Cerci long, subacuminate, of thirteen joints. Legs rufo-castaneous, front femora with a complete row of spines on anterior margin beneath; tibial spines in three rows; posterior metatarsus exceeding remaining joints in length, bi-spinulose beneath, pulvilli of remaining joints large occupying the whole extent of the under surface of the joints. Total length 23 mm.; length of tegmina 13 mm.; pronotum 7 mm. x 10,i mm. Lower Meru (November); 4 ??. Gen. Blatta L. Blatta propiiiqua sp. n. AUied to B. flavilatera Sauss. but tegmina in both sexes sub-lobiform. o'. Dark castaneous. Head with clypeus flavid, ocelli not visible, antennae rufo-castaneous. Pronotum with a broad semicircular band of rufous on each lateral ' The type of tlic genus J)oiijlafii is hriniiteri Stäl. a specics closely allied to /laricincfa Haan; botli species arc rharacterizod by peculini- iiiaxillary paljii auil liy the small size of the seeoiul pulvillus of the posterior tarsi; tliese are gooil geiierif characters. In liiol. t'entr. Amer. Ortli. I. p. 69. 1S93, ile Saussure and Zeiintxek re-detiue the genus JJori/laen and transfer to it tlie apterous species rhomhifoUa Stoll. which is certaiuly not congeneric witli flaiirincfu Haan and hnniiicri StAi.. This procedure is quite unneccssary. rhomhifoUa is a characteristic species of the genus Stiilopyyit. no useful purpose is served liy fon-ini;- it intn a genns that already inchides two species niarkod by dittVrcnt generic cliaracters. S2 SJÖSTEDTS KTLIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: '2. margin. Tegmina nearly as broad as long, extending to middle of metanotum, their sutura] margins failing to meet by half the breadth of tlie tegnien. Wings absent. Abdomen piceous above, 7*'^ tergite slightly prodnced, its posterior margin simiate. supra-anal lamina subquadrate, its posterior margin notched; abdomen beneath castan- eous at base, piceous at apex, sub-genital lamina broad, extending a little beyond the supra-anal lamina, with two symmetrically disposed styles. Cerci piceous, acu- minate. Legs rufous; j^i^lvilli minute, apical. $. Resembles cT but piceous instead of castaneous. Tegmina relatively shorter and narrower, sub-triaiigular in shape. Seventh abdominal tergite, more produced ; supra-anal lamina produced, cucullate, apex broadly emarginate. Legs darker. c^. Total length 15 mm,; tegmina 3 mm. x 2,9 mm.; pronotum 5 mm. x 6,i mm. 2. » » 18,4 mm.; » 3 mm. x 3 mm.; » 5,i mm. x 7 » Kilimandjaro : Kibonoto 1,000 — 1,300 metres. Lower Meru: Masai steppes; 1 cT, 1 ?, 4 larvae. The species closejy resembles BlaUa flavilatera Sauss. but can at onee be distinguished by the very reduced tegmina. The variety castanea Adel, is probably a distinct species, the male has a prominent scent-gland opening on the \^^ abdominal tergite as in the genus Pseudodero peius Krauss. B. propinqua affords a passage from the genus Blatta to the genus Stylopyya Fiscii. Bhitta at present may be reserved for those species in which the tegmina are not squamiform in both sexes and Slylo- pyga for those species with the tegmina squamiform or absent in both sexes but the discovery of a few more species like propinqua would cause this generic distinction to break down. Gen. Stylopyga Fisch. Stjiopyffa liotteiitota Sauss. Dorylaea hottentota de Saussure, Abhandi. Senckenb. Ges. XXL p. 578 (1899). Lower Meru (November); 1 $. The species was previously recorded from East Africa e coli. Voeltzkow. The specimen before me differs slightly from de Saussure's description but I believe tliat it must be referred to that species. There are eight species of Stylopyga occurring in Africa which can only be distinguished from one another with great difficulty and I believe that some of the species can be sunk as synonymous with others. The species are : 1. S. aethiopica Sauss. Gaboon. 2. *S'. manca Gerst. Cameroons. 3. *S'. anthracina Gerst. Cameroons. 4. S. spinulijera Krauss. San Thome, W. Africa. 5. S. hoUentota Sauss. E. Africa. 6. S. brancsiki n. n. (= S. anthracina Brancs.) Zambesi. 7. S. senecta Rehn. Zululand. 8. .V. tetra Wlk. Natal. SHELKOKD, BLATTODKA. 33 Slylopijga spinulifem Kr. and senecta Rehn can be distinguished by the form of the supra-anal lamina from all the other species; it is probable however that senecla Rehn is synonymous \vith letra Wlk.; anthmcina Cerst. is possibly the male of manca C4erst. In aethiopica Sauss. the posterior angles of the last four segments are produced to form backvvardly projecting teeth and the two last of these are reflected upwards; in manca Gerst. the posterior margins of the abdominal tergites are furnished with a row of fine tiibereles or plications, bot both these characters may be present in both species. Adelung has recorded manca Gerst. from Abyssinia with some doiibt, the occurrence of West African species of insects in East Africa is not unknown and I shoiild not be surprised to learn that the number of African species of StyJopyga could be reduced to two or three widely distributed forms. 8. rhomhijolia Stoll. has been recorded from Wanga, East Africa (von der Decken). Gen. Cai'toblatta nov. J allied to Periplaneta Burm. but the pronotum transversely elliptical, anterior border truncate, posterior border slightly produced. Tegmina and wings considerabh' longer than the bod3^ Mesonotum and meta- notiim without long backwardly-directed processes. No scent-gland opening on first abdominal tergite. 2 with the tegmina short, quadrate, not covering the first abdominal tergite. Sixth and seventh abdominal tergites slightl,y declivous, seventh tergite not covered by the sixth. Cartoblatta pulclira sp. n. (ri. 2. tig. 4.1 J". Head pale testaceous, the Vertex, a curved band between the eyes, a band at base of clypeus castaneous, antennae fuscous. Pronotum joale testaceous, a complex lyrate mark on the diso and a few points on the lateral margins piceous; disc with an anterior and two lateral impressions. Tegmina, anterior part of the wings and the veins castaneous. Abdomen above flavo-testaceous with fusco-castaneous markings laterally, beneath testaceous heavily marbled with fusco-castaneous; supra-anal lamina quadrate, posterior angles rounded; sub-genital plate produced beyond the supra-anal lamina, posterior angles rounded, styles long, curved, arising from notches in the sides of the sub-genital plate. Cerci moderate. Legs testaceous, blotched Avith fusco- castaneous; posterior metatarsus equal in length to the remaining joints. o^"^ Joint not spined, pulvilli apical but rather large. ?. Similar to etropliila sp. n. (PI. 2, tig. n— 6.) Allied to P. saussurei Adel. cT. Differs from P. saussurei Adel." in the fol- lowing points: Head entirely black, nitid, except for the testaceous ocelli and rufous clypeus. Pronotum with the lateral yellow fasciae rather broader and extending to the posterior margin. Tegmina and anterior part of the wings dark castaneous. Abdomen above piceous, castaneous at base, beneath, entirely piceous, nitid. ?. Nitid, piceous ornamented with yellow; allied to P. spectabilis Adel.'' ( = P. saussurei ?) but head entirely black, except for ocelli and clypeus, which are as ' Ann. Mus. Civ. Ca'W. XXXIX p. lliT pl. 2, f. 1 (1898). - Ann. Mus. Zool. St. Peter.sbourg VIII, p. yi4 (1003). = Ann. Mus. Zool. de VA("\(\. hn]>. Sei. S:t Petci-^lKiuri; VIII. ]i. :U6 (1903). ' 1. c. IX, p. Ki? (190.')|. SHELFOKI). BLATTODEA. .'$5 in the male; vertex ratlier flattened, rugose, face with two depressions between tlie antennal sockets, lower face transversely wrinkled. Pronotum with lateral vittae and two niarks on the posterior fifth of the diso yellow, these niarks are in some speci- mens joined to the lateral vittae. Tegmina piceous, lobifonn, only just extending beyond the niesonotuni, their apicos rounded. Mesonotuni with two irregulär yellow marks on the diso. Metanotum with an irregulär transverse yellow band. The five basal abdominal tergites each with a broad yellow band occupying the greater part of their surfaces ; 6^^^ tergite enlarged, concavely depressed yellow ; 7"' tergite short, tri- angularly produced. yellow; supra-anal lamina tectiform, carinate, apex emarginate, \ellow with a black line on the margin. Cerci and abdomen beneath piceous. Measurements of types : '-f. Total length 31 mm.; length of body 2.3 mm.; length of tegmina 26 mm.; pronotum 5,|^^ mm. x 7 mm. ?. Length of body 22 mm.; length of tegmina 3,5 nun.; pronotum 7 mm. X 10 mm. A very long series (115 specimens) of both sexes in all stages of growth from Kibonoto 1,300 — 2,000 metres, Masai steppes and Lower Meru in the acacia forest; the youngest larvae were taken in August and September, older larvae in September and October, the adults in November and December. The females and larvae were found in great quantities under stones bestrewing the steppe-country. Two males from Lower Meru exhibit slight variations, in one the yellow fasciae of the pronotum are reduced to short and narrow stripes, in another they are absent altogether; the size of the latter specimen is considerably less than that of the type, but I can find no other characters entitling it to separate specific rank and it may safely be regarded as an extreme Variation. With this valuable and important series of specimens be- fore me it is now possible for the first time to distinguish the females of the genus Pseudoderopelfis from the females of allied genera with certainty; as already stated their characteristic feature is the enlarged sixth abdominal tei'gite, which is concavely depressed and declivous so that the posterior part of the body in profile view appears as if it was obliquely truncated. The species described by me fi'om British E. Africa as Blafta rothscJiiJdi'^ must be referred to PseudoderopelHs, the female exhibits all the characters of the genus and the male is possibly an abnormal specimen, for the tegmina are reduced but the right tegmen is shorter than the left; the other male characters such as the form of the meso- and metanotum and the opening of the scent-gland on the 1®* abdominal Segment conform to the Pseudoderopeltis type. Shjlopycja guttata Sauss.'^ from Galla- land is possibly also a ? Pseudoderopeltis. ' Ami. Maf,'. Xat. llist. (7i XIX. \k .i'.i (llKiT). - Ann. .AFus. Civ. (ipii. XXXV. p. T'i (ISO.-i). 36 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2. Gen. Pei'iplaiieta Burm. No examples of this cosmopolitan genus occur in Dr. Sjöstedt's collection bat two species have been previoiislj'' recorded from Eastern Africa, viz: P. americana L. (von der Decken) and P. atricoUis Sauss. (Voeltzkow). Gen. Dcropeltis Burm. DeiHtpeltis iiielaiiophila Wlk. Ischnoplem inelanophüa Walker, Cat. Blatt. Brit. Mus. Suppl., p. 146. 18H9. Dewpeltis madecassa de Saussure, Soc. Ent. VI, p. 17 (1891); de Saüssure and Zehntner Grandidier's Hist. de Madagascar, Orth. I, p. 77, pl. 3, ff. 28, 29 (1895). Lower Meru: Meru rain-forest 3,000 m. (Oct.— Dec). Usambara: Tanga; 4 ,^c^, 2 ?? larvae. Also recorded froin Madagascar, Zanzibar and East Africa. Deropeltis iiitegerriina Br. ~ DeropeHis integerrima Brunner, Nouv. Syst. des Blatt, p. 245 (1865). Lower Meru: Ngare na nyuki (November — January); 2 J'J', 6 ??. Previously recorded from Zanzibar ; there is a specimen in the Paris IMuseum from Mombasa. üeropeltis autriiniaiia Sauss. Deropeltis aulraniana Saussure, Ann. Mus. Civ. Gen. XXXV, p. 78 (1895). A long series (96 specimens) from Lower Meru, the steppe country and acacia forest (Sept. to Dec.) and Kilimandjaro : Kibonoto LOÜO — 1,300 metres. Abundant under stones. The species is very variable in size in both sexes and the smaller species are less nitid than the larger. There are specimens in the Hope Museum, Oxford from Nairobi, British East Africa and the species was recorded by de Saussure from Gallaland and West Africa; it is very close to D. icahlbergi Stal from S. Africa and may eventually prove to be identical witli it. The determination of the species of the genus Deropeltis is attended with considerable difficult}^ as the number of forms is considerable and a good proportion have been described from one sex alone. The foUowing tables will perhaps render more easy the tedioiis task of hunting through literature, whenever one of the more obscure species of the genus has to be identified. Males. (32) 1. Fuscous or piceous species. (13) 2. Head and legs or legs alone different in coloiir to rest of body. (8) 3. Head and legs rufous or castaneous. SHELFORD. B7.ATTÜDEA. 37 (5) 4. Outer margin of tegmina sinuate erythrocephnla Fab. (S. Africa). (4) ."). Outer margin of tegmina not sinuate. (7) (5. Large species dniitriewl Adel. (Abyssinia). (6) 7. Small species gmciiis Burm. (S. Africa). (3) 8. Legs only different in coloin- to rest of body. (10) 9. Large species erythro-peza Adel. (Abyssinia). (9) 10. Small species. (12) 11. Legs red intermedia Br. (Natal). (11) 12. Legs testaceous scidpturata Krauss. (Guinea). (2) 13. Head and legs concolorous with rest of body. (15) 14. Densely pubescent iniegerrima Br. (Zanzibar, E. Africa). (14) 15. Not densely pubescent. (21) 16. Small species, body-length not exceeding 20 — 22 mm. (20) 17. Tegmina considerably exceeding the body. (19) 18. Pronotum opaque, finely punctate .... wahlbergi 8tal,.[=^ atra BR.\(ii. Africa). (18) 19. Pronotum nitid autraniana Sauss. (Gallaland, E. and W. Africa). (17) 20. Tegmina scarcely exceeding the body . . . kachovskii Adel. (Abyssinia). (16) 21. Larger species. (29) 22. Tegmina considerably exceeding the body. (24) 23. Pronotum relatively very small adelungi noni. n. [= gracilis, Adel.] (Abyssinia). (23) 24. Pronotum relatively larger. (26) 25. Posterior margin of mesonotum with long tri- angulär processes palUdipennis ÄDEL-iAbyssiniei). (25) 26. Posterior margin of mesonotum without these processes. (28) 27. Body-length 22 mm nigrita Sauss. (Somaliland). (27) 28. Body-length 29 mm we7a«.opÄ?'fe Wlk. (Madagascar. E. Africa). (22) 29. Tegmina not exceeding body by much. (31) 30. Body-length 23 mm barbeyana Savss. (Somaliland). (30) 31. Body-length 36, .5 mm fullbergi Borg (Cameroons). (1) 32. Ferruginous or testaceous species. (34) 33. Pronotum piceous bueana Karsch. (Cameroons). (33) 34. Pronotum not piceous. (36) 35. Pronotum with three impressions on disc . . Uiimpressa Krauss. (Guinea). (35) 36. Pronotum not as above negus Adel. (Abyssinia). 38 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17:2. Females. (24) 1. Fuscous or piceous species. (23) 2. Without rufous fasciae on the pronotum. (8) 3. Head and legs castaneous or rufous. (5) 4. Castaneous erythropeza Adel. (4) 5. Rufous. (7) 0. 6*^'^ and 7*'' abdominal tergites with a fulvous macula on either side dicliroa Gerst. (Gold Coast). (6) 7. Abdominal tergites uniformly coloured . . . erythrocephala Fab. (3) 8. Head and legs concolorous with rest of body. (10) 9. Densely pubescent integerrima Br. (9) 10. Not densely pubescent. (20) 11. Angles of thoracic tergites strongly produced backwards. (19) 12. Species exceeding 24 mm. in length. _ (18) 13. Posterior margin of pronotum straight. (17) 14. Posterior angles of abdominal tergites spini- form. (16) 15. 38 mm. in length robusta Gerst. (Cameroons). (15) 16. 25 mm. in length gaboonica Rehn (Gaboon). (14) 17. Posterior angles of abdominal tergites not spiniform melanophila Wlk. [== speisen Brancs.] (13) 18. Posterior margin of pronotum sinuate. . . . schweinfurthi Sauss. (SomaH- land). (12) 19. Smaller species nigrifa Sauss. (11) 20. Angles of thoracic Segments not strongl}^ pro- duced backwards kachovskii Adel. (22) 21. Posterior margin of pronotum sinuate . . . harheyana Sauss. (21) 22. Posterior margin of pronotum straight . . . carhonaria Gerst. (W. Africa). autraniana Sauss. (2) 23. With rufous fasciae on the margins of tlie pronotum paulinoi Bol. (Angola). (1) 24. Ferruginous species triimpressa Krauss. As our knowledge of the genus extends, it will probably be found that some of these names are synonjnnous, e. g. D. robusta Gerst. may prove to be the female of D. tullbergi Borg. De Saussure gives the ränge of D. autraniana as West Africa (Abetifi), Somaliland and Gallaland; from the descriptions alone I find it impossible to distinguish de Saussure's species from D. carbonaria Gerst. The following species which have been recorded by various authors as of the genus DeropeUis, either belong to other genera or eise are of uncertain position : SHELFORD. BLATTonHA. 39 Blafta capensts Thunb. Euryzosteria dehtlondii Sauss. Perisphaeria rerticdJi.'i Burm. Periplaneta orha Stäl. Periplaneta albilatera Stäl. Periplaneta caffra Stäl. Kakerlac hrevicolUs Serv. Isclinoptera longipennis Wlk. Ischnoptera juncea Sauss. Ischnoptera similis Sauss. Deropehis longipennis Sauss. DeropeUis antennata Sauss. Pohjzoäeria capeyisis Sauss. ( [=Deropeltis flavomarginaia Br.]J Polyzosteria meridionalis Sauss. i r== DeropeUis bivittata Br. "I , L= DeropeUis dislanti KirbyJ I Ischnoptera macra Stäl. DeropeUis burmeisteri Sauss. \ DeropeUis peringueyi Sauss. " ) DeropeUis erythrocephala Fab. DeropeUis erythrocephala Fab. ? DeropeUis. Pse udoderopeUis. Psendoderopeltis. ■ Periplaneta caffra. ■■ ? Pseudoderopeltis. Pseudoderopeltis Pseudoderopeltis. = Blatta. = Perisphaeriince. ? nomina nuda, only mentioned in a synoptical key (Ann. Mus. Civ. Gen. vol. XXXV, p. 77 (1895). Farn. Panchloridae. Gen. Leucoph.aea Br. Leucophaea sp. Kilimandjaro : Kibonoto 1,300—1,900 (November). 9 larvae (J and ?). These are not the larvae of L. surinamensis L. being considerably larger; it is in the highest degree probable that they belong to an undescribed speoies. Surina- mensis has been recorded from Wanga (von der Decken). Gen. Panclilora Burm. Paiiclilora caineruneiisis Borg. Panchlora camerunensis Borg. Bih. K. Svenska Vet. Akad. Afd. IV, No. 10, p. 24, 1902. Kilimandjaro: Kibonoto 1,000—1,900 metres (November, March), 8 J^cT, 8 ??, l larva. This appears to be the same species as that described by Borg from the Cameroons, also collected by Dr. Sjöstedt; the East African specimens are a trifle larger bnt otherwise appear to be identical. 40 S.IÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: '1. Gen. Naiiphoeta Burm. Naiiphoeta cinerea Oliv. Blatta cinerea Olivier, Enc. Meth. Ins. IV. p. 314. n. 3, 1789. Küimandjaro (Sept.); Kibonoto 1.000 — 1,900 metres (May): Vsamhnra : ^foinbo (.June): 2 c/cf, 4 ??, 3 larvae. A A\idely distributed species. Gen. Gyiia Br. Gyna retula Br. Gyna vetula Brunner v. Wattenwyl, Nouv. Syst. des Blatt, p. 267 (1865). In the MkiJumusi-caves at Tanga (July), 1 cT, 1 ?, 17 larvae. Previously recorded from Mombasa (von der Decken) and the East coast of Africa. It seenis quite certain that the genera Trichomera Kirby^ and Apotrogia Kirby^ are founded on immature specimens of species of Gyna. Tlie larvae collected by Dr. Sjöstedt are certainly most closely alhed to Trichomera insignata Kirby; they are preserved in alcohol together with one adult male in bad condition and were probably taken altogether from under one shelter. The backwardly produced angles of the meso- and metanotum proclaim the immature condition of these specimens as well as of T. insignata Kirby and Apotrogia angolensis Kirby. I find moreover that the structiire of the maxillarv and labial palpi, the form of the coxae and the arrange- ment of speines on the tibiae is identical in the larvae and adults. The palpi in tlie genus Gyna are highly cliaracteristic, being very slender and ratlier long, and the coxae are provided with a peculiar ciirved f lange, situated on the outer posterior angle ; the front tibiae in the larvae are shorter than they are in the adults, but this feature is probably associated with fossorial habits, abandoned when the insects become Avinged adults. The arolium between the tarsal claws does not develop until the larvae are nearly full-grown and it is then smaller than in the adult. The pronotum is far less backwardly produced in the larvae than in the adults, as is also the case with larval Epilamprides, larvae of Panchlora and of Rhyparobia. Finally the larvae are much more heavily marked with castaneous than are the adults and there are rows of minute tubercles on the dorsal tergites. Gen. Pheiitacisina Karsch. The type of the genus, P. peltaia Karsch has been recorded from Mombasa. Ann. :Mag. Xat. Hist. (tj) XVIII. |j. -l'ü (\^W<). iliidcm (7) V. \\. 2ftl (1000). SHKLKORl), HLATTODKA. 4l Fain. Corydiida^. Gen. AiUKOiupsa nov. Finely pubescent. Eyes approximate. Antennae filiform, shorter than body. Pronotum cucullate, covering vertex of head, small, sides deflexed, posterior border areuate. Tegmina and wings elongate, extending considerably beyond tlie apex of the abdomen ; costal veins few and irregulär, discoidal area of tegmina reticulated, axillary veins obsolescent ; posterior part of wing ample, median vein simple, ulnar vein ramose at extremity. Supra-anal lamina of J" transverse. Cerci moderate. Tibiae weakly armed, spines on posterior pair triseriate with 4 apical calcaria, 4 apioal calcaria on front pair. Tarsal claws with arolia. In general appearance the genus resembles Latindia Stal but is distinguished from that and its allies, Hemilatindia Sauss. and Paralatindia Sauss. by the triseriate arrangement of the tibial spines. From Holocompsa BuRM. and Hypercompsa Sauss. it is distinguished by the long tegmina of uniform texture; Ipisoma BoL. is charac- terised inter ah'a by the reduced tegmina. It is probable that a considerable nnmber of species of these fragile little cockroaches are still unknown to science, they are rare in coUections but probably because they have been neglected by most coUectors in favour of larger and more conspicuous forms. Aiiaconipsa cuoullata sp. n. (PL 12. fig. 10 and 11. PI. 3. fig. 9.) J". Head dark castaneous, mouth parts testaceous; frons not swollen, ocelli large. Antennae fuscous, filiform, of 30 joints, joints longer than broad and increasing in length distally. Pronotum rufo-testaceous, disc with two oblique impressions. Tegmina long, overlapping strongly, finely pubescent, membranous, rufo-testaceous with a broad humeral vitta extending to half the total length, fuscous; mediastinal vein with a few incomplete branches, 6 costal veins, their ends not reaching the anterior margin of the teguien, anterior ulnar ramose at its a^^ex, posterior ulnar ramose, transverse anastomoses uniting the branches, anal vein curved reaching the sutural margin at a point one-fifth of the total length, axillary veins obsolescent. Wings hyaline, fla^ o-testaceous on the sutural margin, mediastinal vein simple, 6 irregulär costals, ulnar vein ramose at its extremity, posterior field ample larger than the anterior field. Abdomen castaneous, flavo-testaceous at base, supra-anal lamina transverse, sub-genital small, right style absent, left style represented by a flattened lobe, the origin of which is hidden by the penultimate sternite. Cerci moderate, testa- ceous, segmentation obscure. Legs testaceous ; front tibiae with only 4 spines on the anterior border, 2 being apical, 3 on the posterior border, 2 being apical; spines on mid- and hind-tibiae triseriate; front femora with no genicular spine, formula of apical spines i, ^, ■}. Sjöstcdls Kilimnndjaro-Meru Expedition. 17. 42 SJÖSTEDTS KILIMANDJAßO-MERU EXPEDITION. 17: 2. Total length 10,5 mm.; length of body 7,ö mm.: lerigth of tegmina 9 mm.; pronotum 2 mm. x 2,9 mm. Lower Meru: Ngare na nyuki (January); 2 J'J'. Gen. Spliecopliila Shelf. Sphpcopliila termitium sp. n. (PI. 8, figs. 1—2.) t^. Fulvous, rufo-fimbriate. Head with vertex not covered by pronotum, an- tennae consisting of 30 joints, similar in structure to those of S. polyhiarum mihi,' frons swollen, ocelli minute, eyes much leduced. Body above with a minute recum- bent pubescence, margins rufo-fimbriate. Posterior margins of pronotum and of mesonotum slightly obtusely angled, postero-lateral angles of meso- and meta-notum backwardly produced. Ten abdominal tergites visible, S^'^ and 9*'' very narrow almost concealed beneath the 1*'^, supra-anal lamina quadrangularly produced, angles rounded, posterior margin slightly excised; cerci short, one-jointed, acuminate; seven abdominal sternites visible, subgenital lamina sub-triangularly produced, rounded, with a pair of slender styles, podical plates prominent, tumid. Legs as in (S*. polyhiarum, except that there is an anterior apical spine on the front femora, genicular spines of first and second femora very stout and long. Total length 7,i mm.; pronotum 2,i mm. x 4,i mm. Kilimandjaro: Kibonoto, March 1906. 2 J'J" from nest of Termes beUicosus. It is certainly surprising to find a species of cockroach symbiotic with termites in E. Africa, congeneric with a South American species living in a wasp's nest; I have utterly failed to find, however, any characters entitling the former species to separate generic rank from the latter. The large size and the brilliant fulvous colour of the African species readily serve to distinguish it from S. polyhiarum, but in botli species the structure of the head, eyes, mouth-parts, form of the body, armature of the legs, shape of the terminal abdominal scutes is closely similar. Dr. Sjöstedt's specimens have been preserved in alcohol and the abdominal Segments have become somewhat distended, so that the podical plates appear very prominently, but they are also clearly visible in dried specimens of polyhiarum and their protninence may possibly be regarded as a character of the genus. Further collections of cockroaches symbiotic with other insects will reveal perhaps some day the wide distribution of this genus. At present the species described here is the only cockroach living in Company with social insects that has yet been recorded from the Old World. Gen. Euthyri'haplia Burm. The cosmopolitan species E. pacifica CoQ. has been recorded from Wanga (von DEE Decken). '■ Trans. Kiit. Sot-. l.dinloii HioO. |i. .')18. SHELFORD, BLATTODEA. 43 Farn. Oxylialoidii^. Gen. Oxylinloa Br. Key to E. African species. 1. Tegmina smooth O. ferreti Reiche and Fairm. V. Tegmina with minute reciunbent pubescence. 2. Tegmina attaining end of abdomen .... 0. deusla Thunb. 2' Tegmina not attaining end of abdomen. . . 0. variabilis Shelf. Oxyhaloa variabilis Shelf. Oxyhaloa variabilis Shelford, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) vo]. 19, p. 41, 1907. KiUmandiaro: Kibonoto 1,000—1,300 metres (Feb., Apr., Nov.); 3 ?. Previ- ously recorded fiom the interior of Djibouti. The species is very close to O. deusla Thunb. {= fulviceps Burm.), which together with 0. ferreti Reiche and Fairm. has been recorded from Lake Jipe at KiHmandjaro (von der Decken). Farn. Perispliaeriidae. Gen. Gyiiopeltis Gerst. Oyiiopeltis cryptospila Wlk. Polijphaga cryptospila Walker, Cat. Blatt. Brit. Mus., p. 15 (1868). Gynopeltis picta Gerst.\ecker, Arcli. Naturg. XXXV, p. 208 (1869); Von der Decken 's Reisen in Ost- Afrika, III (2), p. 9, pl. 1, ff. 1, 2 (1873). KiHmandjaro »Mischwald»; Kibonoto 1,000 — 1,900 metres; Steppe country. ikferit 3,000 metres. 4 J'c?, 10??. Previously recorded from Endara and Mosambique. Gen. Derocalyiiima Burm. The two East African species can be distinguished as foUows: Males. 1. Body-length 19 nnn., antennae entirely fuscous porcellio Gerst. r. Body length 15 mm., antennae with broad pale annulus . . lampyriria Gerst. Females. 1. Length of pronotum : breadth of pronotum : : 550 :935; antennae enterely fuscous porcellio Gerst. r. Length of pronotum : breadth of pronotum : : 550 : 1050; anten- nae with broad pale annulus at base and at apex . , , . . lanipyrina Gerst, 44 SJÖSTEDTS KJLIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 17: 2. Uerocalymnia porcellio Gerst. Derocalymwa forcellio Gerstaecker Arch. Natuig. XXXV, p. 207 (1869); Von der Decken'« Reisen in Ost-Afrikn, ITI (2), p. 7. pl. 1, f. 3 (1873). Lower Meru: Ngare na nyuki. Kilimandjaro: Kibouoto 1,000 — 1,300 metres (Sept. to Jan.); 19 ?? adult and larval. Previously recorded from Lake Jipe at Kili- raandjare and Urn, East Africa. Derocalj'iniHii lampyriiia Gerst. DerocalytiDna lanipyrina Ger.staecker, 11. ec. p. 207 (1869); p. 8 (1873). Usambara: Mombo (Jnne); 3 ??. Previously recorded from between Lake Jipe and the Bura Mts. Gen. Cyrtotria Stäl [= Stciiopileina Sauss.] Dr. Sjöstrdt has kindly sent to me for examination a number of Stäl's types of Blattid». Amongst these are the male and female types of Gyrloiria yihhicollis Stäl and tliey prove to be congeneric with the species included by de Saussure and Zehntner (Rev. Suisse Zool. III, p. 25 (1895) in the genus Stenopilema. In the genus Cyrtotria the distinguished Swiss orthopterists place Derocalymma dis-par Burm. Cyrtotria macra Stäl and with some doubt Pensphaeria affinis Burm. ; the first of these is certainly not congeneric with C. gibbicoUis Stäl and a new genus must be created for its reception; the type is in Brltnner's collection and has been well described so that it is easily recognisable, the other two sjiecies are of uneertain systematic position. Stenopilema Sauss. of course sinks as a synonjan of Cyrtutn'a Stäl. It may be noted here that Perisphaeria linearis Walk, is synonymous with Cyrtotria gibbicoUis Stäl. Cyrtotria capiicina Geest. Derocalymma capucina Gerstaecker, Arcli. Natuig. XXXV, p. 207 (1869); Von der Decken"« Reisen in Ost-Afrika, III (2), p. 8, pl. 1, f. 4 (1873). c?. Piceous. Eyes contiguous; antennae fuscous, basal joints paler; ocelli and mouth parts testaceous. Pronotum with margins castaneous, disc strongly punctate with a few smooth interspaces, anteriorly carinate. Tegmina dark castaneous in basal fourth, remainder testaceous, marginal area at base testaceous, eight longitiidinal discoidal sectors. Wings hyaline, veins testaceous, ulnar vein sending one brauch to apex of wing, six incomplete branches to dividing vein. Supra-anal lamina quadrate, its posterior margin slightly concave; sub-genital lamina irregulär, laterally margined with testaceous; cerci and styles testaceous. Coxae castaneous, outwardly margined with testaceous; legs testaceous. Total length 18,7 mm.; length of body 14 mm.; length of tegmina I5,^j mm.; pronotum 4 mm. x 4 mm. SHELFORD, BLATTODKA. 45 CijrUiliiit (/ibbicoUia Stäl is very near this species. Kilimandjavo: Kibonoto 1,000 — 1,900 metres, Masai steppes (Aug. to Nov.). Lower Mein. 2 cTo", 33 ?? adult and larval. Previously recorded froni Aruscha, E. Africa. ('jrtotria tiilKMCulatii sp. n. 9. AUied to C. capiicina Uerst. but the pronotum anteriorly with small scat- tored tubercles, posteriorly rugose with a few fine punctiires. Head more rufous. Total length 15 mm.; pronotum 5 mm. X 5 mm. KiUmandjaro : Lower Kibonoto (Feb.), 1 ?. Gen. Parasplmeiin Br. Parasidiiiei'iii ^ luarinorata «p. n. (PI. 2, %. 8.) ?. Testaceous, marbled with fuscous. Head only half covered by pronotum; ej'es rather small and wide apart, ocelli absent, antennae fu.scous, equal to half the body-length; frons rufo-castaneous, face with dark markings. Pronotum trapezoidal, anterior and posterior margins truncate, lateral margins hyaline, diso with a few shallo\\' punctures and with a dark lyrate marking. Tegmina lobifoim, testaceo- hyaline; mesonotum and metanotum with scattered punctures and dark markings synunetrically arranged, lateral margins hyaline. Abdominal tergites with scattered shallow punctures laterally bordered with testaceous, their posterior margins broadly olive brown, a central row of fuscous spots and a sub-marginal row on each side of similar markings, in addition some irregulär fuscous markings between the central and submarginal rows; l^t to 7*'' tergite divided by a transverse suture into a narrow anterior half and a broader posterior half. Supra-anal lamina slightly produced, trigonal; cerci very short, of four joints. Abdominal sternites with submarginal row of castaneous spots, an irregulär transverse row of markings on each sternite, except the last which is castaneous on the disc ; each sternite exeept the last is divided like the tergites ; sub-genital lamina ample, semiorbicular, extending beyond the supra-anal lamina. Legs short, testaceous, a fuscous line on the outer side of thefemora; tibial spines in three rows: posterior metatarsus not equal to the remaining joints; arolia large. Length L5 mm.; pronotum 3 mm. x 4,5 mm. Lower Meru. (Nov.); 1 ?. I have been unwilling to place this species in the Neotropical genus Famsphaeria, but the unique female specimen certainly presents no features whereby it can be separated therefrom; the exposed head, lobiform tegmina, tibial spines and short tarsi are the distinctive characters of Parasphaeria and until the male sex is discovered this species must be allowed a place in that genus. 4« SJOSTEDTS KILIMANDJABO-MERU EXPEDITION. Table showing the distribution in other parts of Africa of the species of the Kilimandjaro- Meru district. KilimaiKljaro-Meni district Cosmo- politnn Ah\'SsiniH E. Africa Somali - i'roin land 5" S. to Zambezi Africa S. of Zambezi \V. Africa llada- gascar 1. Theganopteryx a/ricana . . 2. Theganopicryx naussurei . . 3. MallotohhiUa krausxi .... 4 Hololampra aetliiopica . . . 5. Hololampra sjüatcdti .... 6 Ischnoptera himaculata . ■ . 7. Ischnoptera incuriosa . . . 8. Ischnoptera neutra 9. I'hyUodromia germanica . . Ul. Phyllodromia biviltata . . . 11. I'hyUodromia supellectilium . \i. fhyllodromia zehntneri . . . 13. Phi/Uodroinia nigrotnarginata 14. Phyllodromia sjöstedti . . . \Tt. Phyllodromia insignis . . . 10. Phyllodromia festacea . ■ . 17. PJiyllodro}uia frignnali-s . . . 18. Ceratinoptera bimaculata . . lit. Ceratinoptera castanea . . . ÜO. Ceratinoptera sjöstedti . . . 21. Ceratinoptera variabilis . . 22. Ceratinoptera perpulchra . . 23. Ceratinoptera ferruginea . . 24 Ceratinoptera ovata .... 25. Ceratinoptera variegata . ■ ■ 20. Ceratinoptera dimidiata . . 27. Tcmnopteryx abyssinica . . 28. Temnopteryx ectobioides . . 29. Temnopteryx caffra .... 30. Temnopteryx ajiinis .... 3 1 . Temnopteryx rufa 32. Loboptera nitida 33. A pteroblatta perplcxa .... 34. Calolampra aptera 35. Eustegasta obsoleta 30. Eustegasta pcvcila 37. Paramcthana robusta .... 38. Blatta propinqua 39. iStylopyga hottentota .... 40. Slylopyga rhombifolia . . . 41. Cartoblatta pulchra -5f ■X- X * if * X' ^ An cross (Xj deuotes a closely allied species or topuiiiuiijlj «HELFORD, lU.ATTODEA. kiliiiitiitiljiii'd-Mmi l>is( riet politan Alivssinia Soniali- Innd E. Al'ric» flOlll -,' S. to 7.nni\>vyA 42. l'aeiiilodiiojHlUs fuli-oniaUi 43- Pseudoderopeltis pctrophiln 44. PeriplaneUt aynniccinn * 45. PeriplaneUi attkollia 46. Deropcllis melanophila I 47. Deropeltit in'cgerrimn 48. Deropcllis autraniana 49. Panchlora cinneruncnnU . • . • . -K- 50. Nauplweta cinerea -H- öl. Gyna vehiln 52. Phenacisma pcllnla 53. Aiiacompsa cticvllata 54. Sphecophila termitium 55- Euthyrrhapha paci/ica ¥r ß6. Oxyhaloa deitsta 57. OjTifhnlna ferreti 58. Oxyhaloa variabilis 5!). Uynopeltia cryptospila . . . -5f 60. Derocalymmii porcelUo 61. Derocalymmn lainpyroides 62 Cyrtolria capucina (>S. Cyrtolria tuberculala 64. Paraxphafrifi (.') manvnrata .... The above table includes 64 species^ and a glance at their distribution shows as might have been safely predicted that the closest affinity of this Blattid fauna is found in East Africa between the 5^'^ degree of latitude and the Zambezi River; 20 of the species are common to these two areas and I have little doubt that the number would be increased if our knowledge of the cockroaches of the latter area was greater than it is. 7 of the species are cosmopolitan or nearly so and consequently afford no evidence worth taking into consideration. The relationship with the Abys- sinian fauna is rather surprisingly remote, bnt can perhaps be accounted for by the Intervention of the xerothermic area of Somaliland and Gallaland between the damp moist regions of Abyssinia and Kilimandjaro ; it is significant that there is a muoh closer relationship between the faunas of these two regions in the case of insects capable of sustained flight such as the Lepidoptera Rhopalocera. Only 4 of the species occur also in Africa south of the Zambesi and the entire absence from the Kilimandjaro region of certain liighly characteristic South African genera is in sharp contrast to the fact that all the Abyssinian genera save two° are represented in the Kilimandjaro region. The connectioii with the West African and jNfascarene faunas ' All iiumature and undetenaiiR'd species of L(^/icopliarii is oiiiitted. - One ,6 » Usambdra: Älombo, Jimi 1906. Diese neue Art untersrliciilet sirli von der nahesteiiendeu T. media ScHULTH. vom Somalilande dun-ii kürzere Flügel, dur<-li die schwarze l'arlje an fast der ganzen Innenseite der Vorderliüften und -Schenkel und dureh die Farbe des Prosternum, das liinter den Hüften ganz seinvarz ist, nur mit hellen Seitenteilen und breitem, hellerem Hinterrand; hinter den Hüftgelenken geht die schwarze Farbe bis an den Aussenrand hinaus. T. media hat Prosternum nut drei schwarzen Querbändern. T. SmitJd P.EHN vom nördlichen Somali hat den Scheitel gerade abgeschnitten, Pronotum mit einem breiten, schwarzen Querband und nur die vier ersten Hinterleibsegmente oben in der Mitte mit abstehenden 51- SJÖSTEDTS KIIjIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 3. I.obt'ii. — \'im T. mnda Sauss. uiilersflu'icU't sie sich ilurcli die innen liellen Voi'derliüften, die bei imamharica, mit Ausnahme nac/h oben an der Spitze und am Troehanter, ganz und gar glänzend schwarz sind. T. a'siuans Sauös. hat bedeutend längere Hinterflügel, welche völlig die zwei ersten Segmente decken (bei usamharira reichen sie nur etwas hinter der Mitte des 1. und die Vorderbeine sind innen rotgelb, ungefleekt. T. ohtnsiceps StÄL hat wie sancia helle Innenseite der Vorderhilften, und Prosternum nur mit einer dunklen Querbinde. T. KarscM Wern. hat Prosternum nur mit einem grossen, schwarzen Fleck. In seiner trefflichen Übersicht der Taracliodes-kviexi (o. c. 1907, p. 192) unterscheidet Dr. Werner die Arten perloides BuRM. und T. maura StÄl folgendermassen : 1. Femora antica vitta nigra apicem haud attingente, bicuspidata, ornata (abdomen subtus immaeu- latuni) T. perloides. 2. Femora antica vitta nigra usque ad apicem prolongata (abdomen subtus in omnibus segmentis maculis duabus nigris marginem lateralem segmenti attingentibus ornalum). T. maura. Die drei im hiesigen Reichsmuseum stehenden, von StÄl bestimmten 9 der maura haben aber alle die Innenseite der Vorderschenkel unterhalb des Längskieles, bez. dessen Oberseite, ganz schwarz bis etwas vor der Spitze, wo das Schwarze tief eingebuchtet ist, sodass zwei schmale, die Spitze nicht völlig errei- chende, schwarze Processe entstehen. Bei dem einem, das Dr. Werner (vergl. o. c. p. 210) zur Ansicht gehabt (ex. Gaffraria), ist der Endteil der Vorderschenhel dunkler, aber auch hier kann man bei näherer Untersuchung leicht die tiefe, helle Einbuchtung sehen. Wenigstens an vier Bauchsegmente haben alle Exem- plare einen grossen, schwarzen, den Seitenrand erreichenden Fleck. Die einfarbige Unterseite des Abdomens und die geringere Grösse unterscheidet perloides von maura, nicht aber die schwarze Zeichnung an der Innen- seite der Vorderschenkel. AcliliBua Kuhlgatzi Ween. Werner, S. B. Akad. Wiss. Wien, mat. nat. Kl., CXVI, Jahrg. 1907, p. 223, Taf. 2, Fig 8, 8 a. Durch die Entdeckung des $ dieser in ihrem allgemeinen Aussehen einem Galepsus sehr ähnlichen Art, das am Pronotum mit zwei grösseren Höckern und am Scheitelrand, wie das cf , innerhalb der Augen mit zwei deutlichen Processen ver- sehen ist, hat sich dieselbe als eine echte Acldwna erwiesen, welche Gattung, oder jeden- falls Untergattung, mir sehr gut charakterisiert erscheint. Da Dr. Werner's Beschreibung ziemlich kurz ist, will ich die vom Äleru mitgebrachten Exemplare etwas näher be- schreiben. (f: Scheitelrand mit zwei Paar durch eine tiefe Furche getrennten Höckern, lieide höher als das Niveau der Augen, die inneren viel grösser, höher und mehr abgerundet; der Scheitelrand zwischen den inneren ist ziemlich gerade und liegt deutlich höher als die Spitzen der äusseren Höcker; Ocellen sehr gross, viel näher als um die Länge ihres Durchmessers aneinander gestellt; Stirnplatte ohne schwarze Querbänder, fast quadra- tisch mit gebogenem Oberrand, abgerundeten oberen Ecken und schwach eingebogenem Unterrand; Kopf und Pronotum auf ockerbräunlichem Grund oft fein dunkel punktiert und gefleckt, bisweilen oben ziemlich einfarben. Pronotum etwa 27: Mal so lang wie breit, glatt, ohne Höcker oder Warzen, nach hinten etwas schmäler, über der Einlenkung der Hüften kaum breiter als nach vorn; die Ränder aufgebogen, glatt, die Querfurche tief, an der iMitte durch eine seichte Längsrinne abgebrochen; hinter der Querfurche an bei- den Seiten zwei Vertiefungen, die eine gleich hinter der Furche, die andere etwas weiter 8JÖSTEDT, MANTODKA. 55 nach liinten; gleich vor dein Hinterrand zwei flache Beulen. Proslernum etwas hinter der Mitte mit einem grossen, tiefschwarzen, seitlich bis an den hellen Rand sich strecken- den Fleck, der längs des Mittelkiels sich etwas nach vorn verlängert; die ganze Innen- seite der Vorderbeine horngeli), schwach bräunlich schattiert, ohne schwarze Flecke; Unterrand der Hüften ziemlich gerade, scharf, ohne Dornen; Innenrand der Vorderschenkel mit 12 kleinen, ziemlich gleichgrossen Dornen, die unteren mehr getrennt, der Zwischenkiel mit 4, die mittleren grösser, der Aussenrand mit 5; Aussenseite der Schenkel glatt, ohne Warzen und wie die Schienen etwas dunkel geflammt; Schienen an beiden Seiten mit 12 Sägezähnchen, am Aussenrand ziemlich gleich gross, am Tnnenrand nach unten all- mählich etwas grösser; Enddorn nach aussen schwarz, Tarsalglieder mit schwarzer Spitze; Mittel- und Hinterbeine sehr fein dunkel gefleckt und punktiert, die Tarsalgheder derselben mit dunkler Spitze. Deckflügel graulich hyalin mit dunkler Aderung, Hinterflügel mit einem grossen, rauchbraunen, mit weissen, feinen Quer- und Längsadern zwischen den dunklen, eigentlichen Längsadern versehenen Fleck. Cerci flach, bandförmig, das Endglied etwas kürzer als die zwei vorhergehenden zusammen. Fühler gelblich, nach aussen etwas dunkler. Das bisher unl)ekannte $: Kopf wie beim c/' gebaut, Stirnschild dunkel punktiert, Augen braungelblich und schwarz gestreift; Pronotum etwas gröber, an der Mitte mit zwei zugespitzten, an der Basis getrennten Höckern; die Oberfläche nicht glatt sondern mit zerstreuten kleinen Warzen versehen, die fast zusammengeschmolzenen Beulen vor dem Hinterrand etwas grösser als beim (f, nur die Seitenränder dicht mit kleinen War- zen besetzt. Innenseite der Vorderhüften und -schenket schwarzbraun, der untere Teil der Hüften, Trochanten und die Spitze der Schenkel hell; Prosternum wie beim cf; Aus- senseite der Vorderschenkel glatt, nur längs dem abgerundeten, etwas oberhalb der Mitte laufenden Kiel mit zerstreuten Warzen, der aufgebogene Rand granuliert; Deckflügel ein wenig abgerundet zugespitzt, hinter der Spitze schwach eingebuchtet, kurz, erreichen nur den ersten Hinterleibring, die helle Narbe etwas hinter der Mitte gelegen; Hinterflügel dunkelblau, am Aussenrand gelbl^räunlich; vom 2. Segment an die Hinterleibringe oben in der Mitte mit einer Lobe versehen, die mittleren viel höher, mit gerade abgeschnittenem Hinterrand; Cerci breit, bandförmig, Endglied oval, nach aussen abgerundet verschmälert, etwas länger und schmäler als das vorletzte. & ? Küipt'i- mit Kopf 27 — 30 25 — 27 mm. Spannweite 40 — 44 11 — 12 » Länge und Breite der Dec-kfliigel 20 — 21 X 5 5x2,5 » Länge und Breite der Hinterflügel 18 — 19x10 3,5X "? » Länge und Breite des Pronotum ü — 6,4X2,2 — 2,4 6,5X2,8 » Länge der V^orderschenkel 5 5 » if(?n(-Niederung, Ngare na nyuki, Nov., Dez., Jan. ; 10 cT, 3 $. — Leben von Fliegen etc. Galepsus capitatus Sauss. Werner o.e. 1907, p. 221, (222, 225, mit Übersicht der Arten!). — KiUmandjaro: Kibonoto, Steppe, untere Kulturzone, März, Sept., Nov. — J/e;'«-Niederung, Flusspferd- 56 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MEEU EXPEDITION. 17: 3. Seen und Ngare na nyuki, Dez., Jan.; 5 cf, 5 $. Eine im Gebiete häufige Art. Lebt im Grase. Pyrgomantis singularis Gehst. V. d. Decken's Reise in 0. Afr. p. 18.; Kirb. Cat. Mant. p. 217. — Ein $ von der Kulturzone bei Kibonoto, KilimaiKljaro, Nov., L. 45, Kopf ll,r., Pronolum 9 mm. Innenseile der Vorderhüften und Vorderschenkel rosarötlich. Mantidae. Entella lueriiensis n. sp. Steht E. aliena Werner (Jahresb. Ver. Vat. Nat. Württemberg, Jahrg. 62 (1906), p. 363 — 364) aus Tanga und Bagamoyo am nächsten, ist aber etwas grösser; die grösste Breite des Pronotum liegt nicht an, sondern etwas vor der Mitte, und die Schienen sind am Aussenrand mit 7 (nicht 10) Dornen bewaffnet. Die Vorderschienen sind verhält- nismässig lang und schmal, wie bei aliena und nelndosa. Pronotum ist einfarben horn- braun mit zwei ziemlich schwach und undeutlich markierten dunklen Längsbinden, am Rande glatt, an der Erweiterung breit abgerundet, nicht winkehg. Die Farbe ist hell hornbraun, die Flügel sind hyalin, schwach graubräunlich angehaucht, Deckflügel am Vorderrand bis etwa an die Mitte schmal weiss gesäumt, dahinter nur schwach, schmal dunkel schattiert. Länge mit dem Kopf 26, Länge u. Breite des Pronotum 6x2,7, Länge u. Breite der Deckflügel 23,5x5, Länge der Vorderschienen ohne Trochanter 7 mm. il/(Pr«-Niederung, Ngare na nyuki, Dez.; 1 rf. E. nebulosa Serv., die, von Stäl bestimmt, aus der Kapkolonie vorliegt, hat kür- zere und viel schmälere Deckflügel (resp. 20x3,7 mm.), Pronotum ist fein dunkel punktiert und marmoriert, ohne deutliche Längsbinden, und die Erweiterung des Pronotum ist an der Mitte gelegen. Vordertibien am Aussenrande mit 7 Dornen, Vorderrand der Deck- flügel bis etwa an die Mitte fein weiss gesäumt. Entella vitticeps n. .sp. Von Kigonsera im .südl. D. 0. -Afrika liegt eine neue, der meruensis .sehr nahestehende Art vor. Zwischen den Augen geht hier am Seheitelrand ein deutliches, gelbweisses Band, und auch im (iesicht gehen zwei solche, .sowohl ülier als unter den Ocelien, die jedoch etwas schwächer sind; das mittlere reicht nur an die herablaufende Scheitelfurche; Oberrand der Vorderschenkel ist nicht fast gerade wie bei meruensis, sondern etwas mehr gebogen, wie die Unterseite; Pronotum ist etwas breiter und der breiteste Teil liegt ziemlich ganz an der Mitte ; Pronotum horngelblich mit zerstreuten, dunklen, wie in zwei Doppelreihen geordneten Pünktchen, Beine und Körper von derselben bräunlichgelben Farbe, fast ungefleckt, nur die hinteren vier Tarsen nach aussen etwas dunkler; Flügel hvalin, Deckflügel und die Spitze der Hinterflügel schwach gelbbräunlich angehaucht; Clostalfeld der Deckflügel bis etwa an die Mitte schwarz- braun mit deutlichem, gelbweissem Band vor der dunklen Farbe. L, 26, Pronotum 6x3, Deckfliigel 22x5,5, Vordersehenkel 7 mm. Entella kilimandjarica n. sp. c/: Vorderschenkel kurz, Pronotum mit ebenem Rande, ganz wenig vor der Mitte mit grosser, herabhängender, breit abgerundeter Lobe, derer Rand hinten an der Einschnü- SJÖSTEDT, Mz\NTODEA. 57 rung einen geraden, oder kaum l)einerkbar stumpfen aber scharfen Winkel liildel; Vorder- scliienen am Aussenrand mit 7 Dornen. Olierlippe, Epistom und Stirnplatte einfarbig ledergelb, Kieferbasis mit einem deutlichen, glänzend schwarzen Fleck; Stirnplatte mit gebogenem Oberrand, eingebuchtetem Unlerrand und schwach gebogenen Seiten; Scheitel mit drei breiten, etwas abgebrochenen, schwarzen Bändern, sein Oberrand vor den Spitzen der Augen in einem gleichmässigen, ziemlich schwachen Bogen; Fühler schwarz, die ba- sale Hälfte des 3. Glieds gelb; Pronotum ledergelb, etwa Va länger als breit (11 : 16), die grossen, abgerundeten Seitenloben dunkel schattiert, Vorderrand breit abgerundet; Hinterteil des Pronotum etwas schmäler und länger als der Vorderteil, hinten mit einer durch eine flache Piinne geteilten, flachen Beule, unten am Winkel eingedrückt; die Ränder des Pronotum glatt, längs der Ähtte eine bisweilen undeutliche, schwarze Linie; Vorder- hüften scharf dreieckig, die Ränder äusserst fein gesägt, ohne Dornen, die Innenseite mehr oder weniger schwarz ; Vorderschenkel, wie Hüften, an der Aussenseite mehr oder weniger dunkel punktiert, an der Innenseite gelbbräunlich, oft etwas dunkel schattiert, besonders nach ol)en beim schwarzen Trochanter; der Dorn unten am Innenrand am Vorderrand der l)ehaarten Partie gross, viel grösser als die anliegenden Dornen, auch grösser als der oberste Dorn am Rande der Dornenfurche; Innenrand der Vorderschienen mit 8, Aussenrand mit 7 Dornen; das 2. und 3. Beinpaar braungelb, die letzten Tarsal- glieder dunkel; Deckflügel hyalin, schwach aber deutlich bräunlich angehaucht, die Haupt- nerven dunkel gefleckt; Hinterflügel hyalin, nur am Vorderrand und an der Spitze dunkel schattiert; Hinterleib braunschwarz, die ventrale Endplatte etwa so breit wie lang, breit abgerundet; Styli schwarz, Cerci etwas heller, das Endglied viel schmäler als die anderen. Körpw' mit dem Kopf r-:a 20 mm. Länge des Pronotum ■. 2,7 > Breite » > 1,9 » Länge der Deckflflgel 19 — 20 » (irösste Breite der Deekflügel 5 — 6 » Länge der Vordersciienkel olme Trochanter... i » Küinwndjdro: Leitokitok, nördlich vom Berge, Steppe, Mai, Juni; 5 (f. Enteila flavicoruis u. sp. cj" : Ähnelt sehr der vorgehenden Art, ist aber etwas kleiner und dunkler, die Füh- ler vom 3. Glied an hellgelb, nach aussen dunkler, der Dorn unten am Innenrand der Vorderschenkel, am Vorderrand der behaarten Scheibe, ziemhch klein, grösser als die anliegenden, aber nicht grösser als der oberste Dorn am selben Rand; Oberlippe, Epistom und Stirnplatte dicht dunkel gefleckt und marmoriert wie der Scheitel; oberer Scheitel- rand an den Querfurchen etwas abgesetzt; das ganze Pronotum dunkel gefleckt und ge- flammt wie der Kopf, oft stärker längs der Mitte; Deckflügel hyalin, dunkel schattiert; ein wenig mehr als bei der vorigen Art, die schwarzen, schmalen Flecke längs den Hauptnerven oft etwas kräftiger. Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 17. 8 58 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERÜ EXPEDITION. 17: 3. KTirpcr mit dem Kopf c:a l(i mm. Länge des Pronotum 2,6 » Breite > » 1,6 » Länge der Deckflügel 1(5,5 — 17 » Grös.ste Breite der Deckflügel 5 » Länge der Vordersclienkel oline Troehanter 3,5 » Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Mai, Aug.; 4 (f. Entella fiiscipes ii. sp. ö^: Diese Art bildet eine Zwischenform zwischen hüimandjaricd und ßavicornis. Der ersteren ähnelt sie in der Farbe der Fühler, welche ganz schwarz, nur mit gelbem unterem Teil des 3. Glieds, sind; der Dorn unten am Innenrand der Vorderwinkel ist etwas grösser als der oberste am selben Rand. Auch sind Oberlippe, Epistom und Stirn- platte wie bei Tiilimandjarica einfarben gelblich und die Kieferbasis schwarz. E. fus- cipes ist aber kleiner, und die Innenseite der Vorderschenkel ist grösstenteils schwarz. In der Grösse ähnelt diese neue Art dagegen ßavicornis; letztere hat aber gelb- liche, nach aussen dunklere Fühler, Epistom, Oberlippe und Stirnplatte sind nicht leder- gelb sondern auf ledergelbhchem Grunde dicht dunkel punktiert und gefleckt; der unterste Dorn am Innenrand der Vorderschenhel, der bei ßavicornis etwas kleiner als der oberste an demselben Rand ist, ist hier grösser oder wenigstens gröber als der oberste Dorn, und die Innenseite der Vorderschenkel ist bei fuscipes fast ganz schwarz. Farbe der Flügel wie bei flavicornis; Aussenrand der Vorderschenkel mit 7 Dornen; Länge der Deckflügel 17 mm. Meru-l^iederung, Ngare na nyuki, Jan.; 1 (f. Die kleine E. Widenmanni Werner, die neulieh vom Küimandjaro (Moselii) bescln-ieben worden, (Werner, o. c. 1906, p. 364), liegt mir aus Natal (colleg. TrägÄrdh) vor. Pronotum ist hier einfarbig braunrötlich, und auch die Vorderbeine, wie die Mittel- und tiinterbeine, ungebändert. Deckflügel li mm. Entella iisaiubarica u. sp. Taf. i, Fig. 8. — Sehr dunkel; Seitenlappen des Pronotum in einen kurzen Zahn winkelig ausgezogen. Oberrand des Scheitels von den Augenspitzen in einem gleichmäs- sigen, schwachen Rogen ; Oberlippe, Epistom und Stirnplatte schwarzbraun, ein Band zwi- schen den hellgelben, oben mit einem dunklen Fleck versehenen, grossen Rasalgliedern der Fühler gelblich, der übrige Teil der Fühler dunkel, nach unten etwas heller; Ocellen klein; Scheitel vorn und hinten stark dunkel marmoriert, längs dem Oberrand mit einer scharf markierten, gelben Linie ; die Erweiterung des Pronotum liegt etwas vor der Mitte ; der Zahn an der Spitze der Seitenloben ziemlich klein aber sehr deutlich winkelig; Pro- notum vor der Querrinne höher als der hintere Teil, die Form wie bei Tiilimandja- rica u. a. ; Vorderhüften stark dunkel gefleckt, an der Oberseite mehr zusammenflies- send, unten schwarz; Innenseite der Vorderschenkel pechschwarz, am Oberrand gelblich, an der Aussenseite dicht dunkel punktiert und gefleckt; Vorderschienen an beiden Seiten S.TÖRTKPT, BtANTODEA. 59 mit drei grossen, dunklen Flecken; Tarsen dunkel; die zwei untersten Dornen am Innen- rand der Vorderschenkel gleich gross, grösser als die folgenden, etwa so gross wie der vor- letzte am selben Rand; Hiilten und Schenkel des 2. und 8. Beinpaares dicht und oft scharf dunkel punktiert und gefleckt, Schienen mehr geflammt, die Tarsen mit dunklen Spitzen oder (am 3. Paar) von der Spitze des 1. Glied dunkel; Bauch braunschwarz, Endplatte und die hinteren Seitenteile ledergelb, dunkel punktiert; Deckflügel fast un- durchsichtig, graubraun mit feinen, abgebrochenen schwarzen Linien längs den Haupt- adern; Hinterllügel stark rauchbraun angeflogen. Körper mit dem Kopf f:a 20 mm. Länge des Proiioliim 4,5 » Breite » » 2,3 » Länge der Deckflügel 19 — 20 » Breite > » 5 » Länge der Vordersolienkel ohne Troelianter ... 4,5 » Usamlxira: Mombo, Juni; 2 (f. — Scheint E. Lamprrti Werner ($) 1. c. am nilchsten zu stehen. Übersicht der d" der bisher bekaiiuteii Enteila- Arten. ^ /. Seitenloben de.s Pronolum abgerundet. a. Grö.sser, Deckflügel 27 mm. E. Delalandn Sauss. aa. Kleiner, » unter 27 mm. *. Vorderschenkel ziemlich lang und sehmal, 5 — 7 mm. Vorderrand der Deckflügel z. T. fein, weisslich gesäumt. a. Vorderschienen am Aussenrand mit 9 — 10 Dornen. 1. Deckflügel 21,5 mm. E. aliena VVern. 2. » 16 » E. marginella" Thunb. fl«. V^orderrand am Aussenrand mit 7 Dornen. 1. Länge u. Breite der Deckflügel 22x5,5 mm; zwischen den Augen ein gelbweisses Scheitelband. E. vitticeps Sjöst. ' Neulich ist eine neue Entella- Ari (rhomhocMr) , »ausgezeichnet durch die sehr blattförmig erweiterten, im Umriss etwas rhombischen Vorderfeniora» von Werner (Ber. Senck. nat. Ges. Krankt, a. M. 1908, p. 48) beschrieben worden. Fundort? Grösse? ^ Entella marginella, die von Thunberg ziemlich kurz beschrieben worden, und deren Typus vor- liegt, ist eine kleine und schmächtige Art; der Oberrand des Scheitel ist fast gerade, nur sehr schwach gebogen, oben fast ohne den geringsten Einschnitt an den Scheitelfurchen; Pronotum ist völlig glatt mit ebenen Rändern, die Erweiterung fast ganz an der Mitte gelegen, die Erweiterung nicht lappig herabhängend sondern gerade ausstehend; Beine ledergelb, ungefleckt; Vorderhüften ohne Dornen; Vorderschenkel an der Innen- seite zwischen dem Trochanter und der Dornengrube etwas dunkel, am Innenrand mit 12, alternierend etwas grösseren und kleineren, Dornen, und länger heraus am Gelenk noch einem ; Schienen am Aussen- und Innen- rand mit 9 Dornen. Hinterleil) schmal; Deckflügel hyalin mit etwas dunkleren Nerven, schwach graulich angehaucht, sehr schmal, nach aussen allmählich etwas breiter, an der Spitze breit abgerundet; Vorderrand etwa an der Mitte schmal, weiss gesäumt; Länge und Breite des Pronotum 4,8, u. 2, Breite des Kopfes 3, Vordersehenkel 5, Hinterschenkel lang, 8,8, Länge und Breite der Deckflügel 16 und 3 mm. (iO SjÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEtT EXPEDITION. 17: 'i. 2. Liinge und Breite! iler Dcrkfliigul 23x5; koin helles ScIieilclhiiiKl V(irliancl(>n. E. merneiwis SjösT. 3. Länge und Breite der Dec-kflügel 20x3,7 mm. E. tiebulosa Serv. .].. > ,. » » » 19x4,5 mm. E. (?) gracilipes Sauss. **. Vorderschenkel klein, uielit über -i mm. a. Länge der Deekfliigel 19 — 20 mm. Fühler schwarz mit gelbem nnleren Teil des 3. Fühlerglieds. E. kilimandjarka SjöST. aa. Länge der Deckflügel 12,5 — 17 mm. 1. Fülller gelblieh, nach aussen dunkler, (iesiehl dichl diiidiel punktiert und gefleckt. E. flavicornis Sjöst. 2. Fühler pechschwarz mit gelbem unterem Teil des 3. Fühlerglieds; Gesicht einfarbig ledergelb mit schwarzer Kieferbasis. E. fusciceps SjÖST. 3. Deckflügel 14 mm., Vordertibien am Aussenrande mit 10 — 11 Dornen. E. Wtde7iniamii Werk. 4. Deckflügel 12,5 nun., Vordertibien am Aussenrand mit 6 Dornen. E. minima Wern. 11. Seitenloben des Pronotum in einen Zahn ausgezogen. Deckflügel fast umlurchsichtig, schwarzbraun, llinlerflügel stark rauchl.iraun angeflogen. E. usambarica Sjöst. Taf. i, Fig. 8. Tenodera superstitiosa Fabr. Westwood, Rev. Mant. 1889, p. 13. — Diese in Afrika, Asien und Australien weit verbreitete Mantide scheint im GeLiiete nicht häufig zu sein und wurde nur einmal, und zwar in der Kulturzone des Küimandjaro, bei Kibonoto, am -i. Nov. dort beobachtet. Polj.spilota variegata (Iliv. Mantis variegata Olivier, Enc. Meth. VII, p. 638, No. 68 (1792). — M. striata Stoll, Spectres et Mant. 1813, Taf. XI, Fig. 41, p. 78 ($). — M. pustulata Stoll, 0. c. Taf. XX, Fig. 73, p. 78 ((/). — Etwa 50 Exemplare nebst zahlreichen Larven. Von diesen, die gemischt unter einander besonders in den Bananen farmen der Wadschaggas in der Kulturzone, und zwar am häufigsten im April, angetroffen wurden, sind 16 $ bräunlich, mit gelbbraunem, braungeflammtem Vorderrandfeld der Deckflügel (striata); 10 $ haben grösstenteils grüne Grundfarbe der Deckflügel. Von den ^^ haben 20 das Vorderrand feld der Deckflügel grün (pustulata), bei einem ist die grüne Farbe hier be- deutend blasser und z. T. mit Braunem gemischt, um wieder bei einem anderen gelb- braun, braungeflammt wie bei striata zu werden. Die (/ haben also fast immer das Vorderfeld der Deckflügel grün, nur selten bräunlich, die $ die Deckflügel sowolfl am Vorderfeld w'ie übrigens grösstenteils entweder grün oder bräunlich. Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Älärz — Mai, im April sehr häufig, Nov.; Larven zahlreich (30 Ex.) im Jan. — Meru: Regenwald, 3,000 m., Jan. — Usamhara: Mombo, Juni. In der Übersicht meiner aus Kamerun mitgebrachten Mantodeen (Bih. Svenska Vet. Akad. Handl. Bd. 25, Afd. IV, N:o 6, 1900, p. 13) habe ich das bisher unbekannte 9 flande deutlich gezähnt, oben mit deutlich hervortretendem Kiel, der Kopf ist grösser, der Hinterleib kürzer, mehr eiförmig und das Costalfeld der Deckfh'igel breiter, wodurch diese Art mit Hierodula sehr übereinstimmt. Herr Dr. Werner hat aber später S.TÖSTKIVl', MANTODIOA. 61 (Jaliresb. Vor. vat. Natnrk. W'iiillciiihcrü-, C>2. Jalirj,'., I !)()(), p. 3()ö) "nielit den Icisosten Griiml gpfundcn, die Art zu Hierodula zu stellen", obgleich er jedoch weiter luUen diese Meinung etwas modifiziert, indem er zngieht, dass die Breite des Closlalfeides der Vord(n'lliigei "ininierhin noeh branehbar" sei, um die Art zu Hierodula zu t'iiliren. l']iu näheres Veri;h'iclien zwischen (h'n von StÄL (lüh. Svensiia Vet. Akad. Ilandl. Bd. 4, N:o 10, p. 38, 1877) gegel)enen aiisfülirlicben Diagnosen der beiden (iattungen Poli/spilota und Hierodula sclieint je(U)cii, wii- t'ulg(>nde Fuidvte ih'r wicliligslen Charaktere näiier zeigen, (hnitlicii dafür zu sprechen, dass die iieli-elTende Art, die eine /wisclienforni der ltei(h'n (Iattungen liildel, insofei'n man näiiilicli plastischen ( 'liarakleren eiiwn liTilieren Werl als l''arbencharakleren giebt, eher zu Hierodula zu riiliri'n isl. 1) Polijspilofa : "elvlra ahecpu' sexuum subcunforniia, apud feminas quauj apud mares noniiihil lati(ii-a". 1) Hierodula: "elytra et ahv sexuum dislinclius difformia, apud feminas latiora, canipo eostali elyt- raruni feminarum longe ultra nu'diuin lato", wie b(>reils angegeben Charaktere, die bei j>(V'/« vorhanden sind. 2) Polyspiloia : "clypeus frontalis fere duplo latior quam longior". 2) Hierodula: "clypeus frontalis vix vel leviter transversus". Am vorliegenden Typus des 9 ^'on picta isl der elypeus 2,3x2,9 mm., oder nur wenig breiter als hoch, wogegen wir für Pohjspilota juit derselben Höhe des clypeus zu einer Breite von fast 4,6 (statt 2,9) konnncn würden. Auch wenn dieser (Iharakter etwas sclnvankt, deutet di(> Form d(\s elypeus, wie es scheint, jedoch eher auf Hierodula als Pohjspnlola hin. B'» Hierodula: "sinus temporalis oculorum nullus vel obtusissimus". Dieses stimmt auch mit picta im (iegensalz zu z. I!. vorliegenden Exemplaren von Poli/spilota variegata überein, w'o dieser sinus deutlich hervortritt, und ist sogar schwächer als bei z. B. Hierodula lineola. In der Farbe ähnelt ^"fto dagegen mehr einer Polyspiloia, und kommt in dieser Hinsicht P. calabarira ziemlich nahe. Wenn man also plastische Charaktere luiher als Farbencharaktere stellt, wie ich a. a. 0. getan, konunt di(>se Zwischenform, wie aus dem Angeführten hervorgeht, viel näher der Hierodula als der Pohjspilota; in der Farbe ähnelt sie dagegen typisch gewissen Polijspilofa-Ayh'n. Spliodromantis lineola Burm. iS'. gastrica Stäl. Werner, Ber. Senck. nalurf. Ges. Frankf. a. M. 1908, p. 33—36. — Drei $, alle vom KiJ'nuandjdro, Kibonoto, KuUurzone, April, Aug.; Pronotum 18 mm. Mantis natalensis Stäl. KiRB., Cat. Mant., p. 251. — Ein schönes Paar (cf^) von der i/f/-((-Niederung, Ngare iia nyuki, Jan. Die Art ist auch von der Kihmandjaro-Steppe (Werner, Jahresb. Ver. vaterl. Naturk. Württemh., Jahrg. 62 (1906), p. 367) verzeichnet. Hoplocorypha galeata Geest. Taf. 4-, Fig. 10, 10 a, 10 b. — Arch. f. Nat. XXXV, p. 210 (1870); v. d. Deckens Reisen in 0. Afr., p. 16 (1873), $. — Diese Art, die fast immer mit ))i,icm Stäl (Öfv. Sv. Vet. Akad. Förh. 1856, p. 169 und 1871, p. 388) vermischt worden, ist 1. c. von Gerst.I'C.ker nach zwei vom See Jipe (Djipersee) am Kilimandjaro stammenden $ be- schrieben worden. "Neben denselben'" hatte Gerst^ecker "zum Vergleich" auch ein $ aus dem Kaffernlande und ein Pärchen vom Kap gehal:)t, die Typen der Art sind jedoch die genannten Weibchen vom Djipersee. 62 SJÖSTEDTS KILIMAKDJABO-MERU EXPEDITION. 17: 3. Die Vermischung beginnt damit, dass Saussure, dem wahrscheinlich der Fundort "Jipe" unbel^annt war, nach der Beschreibung der galeata (Mem. Soc. Geneve XXI, p. 135, 1871) nach dem $ vom Kaffernlande, das Gerst.^iCKER zum Vergleich gehabt, "la Caffrerie" als Vaterland für galeata angab, und ferner hinzusetzt: 'Teut-etre la meme que de la suivante?" (= macra). Später (o. c. XXIII, 1873, p. 63) wird von Saussure "TAfrique meridionale et occidentale" für galeata angegeben, wobei nochmals die Vermutung ausgesprochen wird, dass macra und galeata identisch seien. KiRHY hat auch (Cat. Mant., p. 257) macra mit galeata vereinigt und dabei die erstere, obgleich ältere, Art (1856) als Synonym unter galeata (1870) gestellt. Auch Werner hält die Arten für identisch ("Ich kann zwischen dieser Art und macra Stäl keinen Unterschied finden"; S.-B. Akad. Wiss. Wien, Jahrg. 1907, p. 239), behält aber den jüngeren Namen galeata. Mir liegen sowohl die Typen der macra Stäl aus dem Kaffernland als mehrere cf der echten galeata vom Kilimandjaro, wie angeführt, dem Fundort der galeata Gerst., wo die Art gemein war, vor. Die $ stimmen völlig mit Gerst.eckers Beschreibung der galeata überein, die cT sind der macra freilich im ganzen sehr ähnlich, aber etwas dunkler, und unterscheiden sich ferner deutlich durch folgende Charaktere: 1) macra Stäl (Taf. 4, Fig. 11, IIa, Hb), (f: Supraanalplatte langgestreckt, deut- lich länger als breit, nach aussen allmählig verengt, zungenförmig, von hinten gesehen an der Mitte etwas geliogen; Subgenitalplalte an der Basis so breit wie die vorhergehen- den Segmente, dann triangulär verengt, Styli an der Spitze der Seitenränder; längs den Rändern die Platte deutlich breit ausgehöhlt. 2) galeata Gerst. (Taf. 4, Fig. 10, 10 a, 10 b), cf: Supraanalplatte ziemhch so lang wie breit, nach aussen nur wenig verengt, am Ende von oben gesehen breit, ziemlich gerade, kaum abgerundet, mit breit abgerundeten Ecken, von hinten gesehen an der Mitte etwas winkelig gebogen; Subgenitalplalte bis an die Seitenränder gleichmässig ge- wölbt, ohne konkave Seitenteile, zungenförmig, niclit deutlich triangulär verengt. Pronotum der beiden Arten gleich, der Vorderteil desselben mit 6 (resp. 7), der Hinler- teil mit 3 Längskielen. Die Supraanalplatte des $ von galeata ähnelt der des (f, ist aber viel mehr dachförmig zusammengedrückt, und dadurch von oben gesehen nach aussen mehr verengt, am Ende etwas eingebuchtet, von hinten gesehen die Seiten gerade und winkelig gegen einander gestellt, nicht wie beim cf nur in der Mitte etwas winkelig gebogen. — Körper mit dem Kopf 34—36 (cf), 35—43 (?), Pronotum 11—11,5 {(f), 12—15 ($), Deckflügel 18—19 (3^), Vorderschenkel ohne Trochanter 7—8 (cf), 9—11,5 ($) mm. Kilimandjaro: Kibonoto, Steppe-Kulturzone, Sept. — Nov., gemein; lebt besonders unter trockenem Gras im Mischwald und in der Buschsteppe. 6 c/', 6 §. Hoplocoryplia nana n. sp. Von der Meru-Niederung habe ich eine Hoplocoryplta (cf) mitgebrachl, die mit galeata innig verwandt, aber von derselben doch ohne Zweifel verschieden ist. Sie ist S.lilSPKDI', MANTODKA. 63 viel kleiner, dio OcclltMi sind S(>lir niedrig, und gerade von der Seife des Kopfes gesehen kaum bemerkbar, wogegen bei galeatd von dieser Riclitung ihre Spitzen deuUich zu sehen sind; alle Adern der Deckflügel sind einfacb, nie gegabell, die Supraanalplatte ist kurz zungenförmig, fast rund, nach hinten ein wenig verengt, Subgenitalplatte gewölbt, länger als breit, nach hinten verengt; Fronotum vorn mit 6 (resp. 7), hinten mit 3 Längskielen, der mittlere am grösslen. L. 26, Pronotum 9x1,5, Deckfliigel 12x2, Vorderschenkel ohne Tr. (),ö mm. il/e /-«-Niederung, Ngare na nyuki, Nov.; 1 cf. Miomantis qiiadriininctata Sauss. Rev. Suisse Zool. V, p. 188 (1898). — cf- Die vier schwarzen Punkte an der Innenseite der Vorderschenkel, von denen der eine auf Trochanter liegt, sind klein aber deutlich. Sowohl grünliche als bräunliche Exemplare liegen vor. Das $ hat grüne Grundfarbe, Schienen und Tarsen der Vorderbeine, wie bei den grünen (f, braungelblich, Pronotum dicht und fein gekörnelt, am Rande, mit Ausnahme vorn und hinten, dicht und fein gezähnt. Hinterflügel hellgelb mit grüner Spitze, die vordere Partie ziemlich hyalin. a" ? Körper mit dem Kopf 34 32 mm. Länge des Pronotum 9 10 » Breite » » 2 3 » Länge der Deckflügel 26 8 » » der V^orderschenkel ohne Troeh. ... 7,2 8,8 » Jfern-Niederung, Ngare na nyuki, Okt., Nov., Jan. — Küimandjaro: Kibonoto, Obst- gartensteppe, Dez.; 5 o^, 1 $. Miomantis affiuis n. sp. Mehrere der vorliegenden Miomanfis-ExempldLi'e ähneln im allgemeinen Aussehen fast völlig der vorigen Art, sind aber durchgehend bemerkbar grösser und bilden ohne Zweifel eine selbständige Art. Die JMännchen, von denen sowohl die grünliche als die bräunliche Form vorliegt, haben alle an der Innenseite der Vorderschenkel, wie quadri- puncidta, vier deutliche, schwarze Punkte, und die Augen sind abgerundet, nicht konisch ausgezogen. Das 5 hat grösseres Pronotum als quadripundata, das wie dort an der Oberfläche dicht, fein gekörnelt, am Rande gezähnt, erscheint, die Hüften sind wie beim (f ohne Flecke, am Rande dicht mit Dörnchen versehen. Deckflügel grün oder hell bräunlich mit hellen Streifen längs den Nerven, die besonders an den bräunlichen Exem- plaren sehr deutlich hervortreten. Hinterflügel rotgelb, die Spitzen wie an den Deckflügeln gefärbt. d" ? Körper mit dem Kopf ea. 37 35 mm. Länge des Pronotum lU — 10,5 11 — 12 » Breite » » 2,2 3,3 » Länge der Deekflügel 28—30 l-i,5— 17 » Breite » » 6 — 6,5 4,5 — 5 » Länge der Vordersehenkel ohne Trooli. ... 8 9,6 — 10 » fj-i SJÖSTEUTS KILIMANDJABOMEKU EXrEDITION. J7: 3. Küimünäjuro: Kibonoto, Kulturzone-Niederung, Sept., Nov., Dez.; 4 cf, 5 ?• Miomantis kilimandjarica n. sp. (f: Ähnelt sehr der 31. quadripiinctata, unterscheidet sich aber durch die vollständige Abwesenheit der 4 schwarzen Flecke an der Innenseite der Vorderschenkel. Die lu'äun- liche Form hat Pronolum, Hüften, Schenkel und Körper mit staubfeinen, dunklen Pünkt- chen dicht bestreut; quer über das Gesicht zwei helle Bänder, das untere über die Fühler- basis, das zwischenliegende, bräunliche Band über die oberen Ocellen. Augen von der Seite gesehen oval, nach oben etwas verengt, Oberrand des Scheitels schwach gebogen; Stirnplatte niedrig, dessen Oberrand an der Mitte aufgebogen; Pronotum glatt mit ebenen Rändern, schmal, an den Hüften nur wenig erweitert, nach hinten etwas verengt und dann wieder etwas breiter, hinten ziemlich so breit wie an den Hüften; Beine hell, einfarben, wie erwähnt ohne schwarze Flecke an der Innenseite der Vorder- schenkel; Flügel hyalin mit weissgrünlicher Aderung und grünlichem Längsband längs den Hauptadern. Das $ steht durch seine kleinen, fast rudimenteren Flügel der M. hrevipennis Sauss. am nächsten, unterscheidet sich aber durch etwas bedeutendere Grösse und längeres Pronotum (resp. 7 u. 9 — 10 mm.). Der Scheitelrand ist wie dort etwas gebogen, der Stirnschild nie- drig, mit an der Mitte gebogenem Oberrand, die Augen abgerundet, von der Seite oval, nach oben etwas verengt, aber nicht konisch ausgezogen; Vorderschenkel wie am cf ohne schwarze Flecke; Pronotum wie beim cT aber oben dicht, fein gekörnelt, am Rande dicht und fein gezähnt; Vorderhüften am Vorderrand mit feinen Dörnchen. Deckflügel sehr kurz und klein, halb durchsichtig, liräunlich oder grünlich angeflogen, oval, Vorderrand ziemlich gerade, Ilinterrand stärker gebogen, am Ende rund zugespitzt. Steht auch der M. Mtnelihn Borm. (Sauss. o. c, p. 194) nahe, dieselbe soll aber einen oben glatten ("prothorace levi") und etwas kürzeren (resp. 7,5 u. 9 — 10 mm.) Pro- thorax haben. cf ? Körper mit dum Kopf ca. 32 3U mm. Länge des Pronotum 9 — 10 9 » Breite » » 2 2 » Länge der Deckflügel 21—22 ö— 8 » Breite » » 4 — 4,5 3 » Länge der Vordersclieiikel olme Troch 6,5 — 7 (^ » Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 9 9) Sept.; Kulturzone-Niederung, 50 cf, von denen 33 der bräunlichen, die übrigen der grünen Form angehören, die meisten vom Sept., ferner vom Jan., März, April, Älai, Okt. Miomantis plauivcrtex n. sp. Von der J/er^-Niederung liegen o^ und $ einer der M. kilüuaiuljariea äusserst nahestehenden, aber getrennten Art vor. RJÖSTEDT, MANTODEA. 65 Der obere Sclieitelrand ist liier iiiclit gebogen sondern gerade. Pronotum des cf ist etwas kürzer (6,7 — 8 rnrn.) Innenseile der Vorderschenkel ohne oder, an der braunen Form, mit vier schwarzen Meckchen. Der Kopf ist etwas breiler als an der hüimandja- n'ai, i,.3 mm. Die HiiilerlUigel der $ $ sind orangegelb. J/i!V«-Niederung, Ngure na nyuki, Jan., 0kl., Nov., Dez.; 3 ^, 2 $. Isclmoinaiitis usaiubarica n. sp. Taf. 4, Fig. 1. — (f: Der ganze Körper mit Fühlern und Beinen rotbraun, Pro- nolum hinler der Erweiterung am Rande mit schwarzen Wärzchen; Oberrand des Scheitels in derselben Hohe wie die Augen, ziemlich gerade, nur schwach gewölbt; Ocellen gross, von der Seite fast kreisrund; Fühler fadenförmig, hell rotbraun, an der Spitze etwas dunkler, die Glieder nach den zwei grossen Basalgliedern zuerst kurz, ringförmig, dann allmählich länger und schmäler; Vorderhüften scharf dreieckig. Aussen- und Hinterrand fein gesägt, Vorderrand mit etwa 9 geraden, kurzen Dornen und zwischen diesen An- deutung zu noch einigen anderen; Vorderschenkel lang, am Aussenrand, wie für die Gattung kennzeichnend ist, mit 5 Dornen, am Innenrand mit 14; hinler der Dornenfurche 3 schwarze, vor der Spitze rote Dornen, der vorderste viel grösser und länger als die anderen, von denen der hintere kleiner erscheint; hinter diesen ist der Innenrand mit höckerartigen Dörnchen besetzt; Innenrand der Schienen mit 15, Aussenrand mit 7 — 8 Dornen; Hinterbeine lang und schmal, Schenkel ziemlich glatt. Schienen mehr behaart, unten an beiden Rändern fein und dicht sägezähnig; Pronotum lang und schmal, an den Hüften etwas erweitert, hinter der folgenden Einschnürung nach hinten allmählich etwas breiter und am Rande dicht mit schwarzen, warzenartigen, niedrigen, abgerundeten Dörnchen versehen; der Vorderteil ohne solche dunkle Fleckchen, die Wärzchen hier hell und mehr zugespitzt; vorn und hinten ist der Pronotumrand eben; Dorsalkiel sehr deut- lich, vor der Querfurche sehr fein, in einer zuerst ziemlich breiten, nach vorn allmählich schmäleren und seichteren, dann verschwindenden Rinne eingesenkt; an der Querfurche unten am Rande, wie bei /. fatiloqua, ein kleiner Dorn. Deckflügel hyalin, deutlich bräunlich und z. T. ziegelrot angehaucht, ohne Flecke; Vorderrand weiss, rötlich ange- haucht, Analfeld ohne dunkle Flecke; Hinterflügel rauchbraun mit feinen, weissen Quer- adern, vorn mit zerstreuten, hellen Fleckchen, auch die Spitze hyalin, etwas vor der Spitze ein grosser, heller, etwas rötlicher Fleck. Hinterleib am Ende abgebrochen. Länge des Pronotum 2-i mm. Breite » » an den Hüften -4 » » » » nach hinten 3 » Länge der Vorderhüften 13 » » » Vordersehenkel init Trochanter 17 » » " Deckflügel 47 » Breite » » 8,5 » Länge » ilinterschienen '28 » Usamhara, Juni 1906. Sji)sti-dts KiUinniiitjdro-Mi'ra E.TpfiJilinn. 17. 9 Ö6 SJÖSTEDTS KILIMANDJaRO-MESTT EXPEDITION. 17: 3. Diese schöne Mantide ähnelt am meisten der Mantis perfida Guer. (Lefebvre, Voy. Abyss. VI, p. 334, pl. 6, iig. 1, 1848), die als cf des Eremoplana Guerini Reiche & Fairm. $ angesehen wird, hat aber kürzere Flügel, längeres Pronoturn und nicht so viele helle Flecke an den Hinterflügeln. Parasplieiulale agrionina Gekst. Mantis (Plwt'nui) agrionina Gerst., Arch. Nat., XXXV, p. 209, d" (1869). — V. DER Deckens Reisen in Ost-Afr., Ins. p. 13, cf (1873). — Solijgia agrionina Kirb., Cat. Mant., p. 263, cf (1904). — Mantis vincta Gerst., v. d. Decken 1. c, p. 14, Taf. 1, Fig. 6, $. — Carvilia vincta Kirb., Cat. Mant., p. 266, $. — Paraspltendale vincta, ScHULTH., Ann. Mus. Genova, XXXIX, p. 177, $ (1898); Werner, Jahresb. Ver. vat. Nat. Württemberg, Jahrg. 62, p. 368, (/"$ (1906). — Ein typisches, mit der in v. D. Deckens Reisen angegebenen Abbildung übereinstimmendes $ liegt aus Usamhara, Mombo, Juni, vor. Die Art ist 1. c. 1873 auch vom Djipesee am Kilimandjaro angegeben. Parasphentlale costalis Kirb. Taf. 4, Fig. 2 u. 3. — Mantis vincta var. a, Gerst. o. c. 1873, p. 15, $. — Carvilia costalis Kirb., Ann. Mag. Nat. Hist. (7) XIII, p. 85, $ (1904). — Fünf vom Kilimandjaro mitgebrachte $ stimmen miteinander völlig überein und gehören alle dieser dunkleren Art an. Die Deckflügel sind, mit Ausnahme des scherbengelben Randfeldes, ganz schwarzbraun, vielleicht kaum bemerkbar violett angehaucht, nur an der Mitte mit einem kleinen, quer über die Flügel gehenden hellen Fleck, die Hinterflügel sind ganz einfarben, nicht an der Spitze hefler, und die Deine, besonders das 1. Paar, viel kräf- tiger und schärfer quergebändert als bei voriger Art. Zusammen mit diesen 5 5 sind auch 3 o^ mitgebracht, welches Geschlecht bisher unbekannt war, und von denen 2 am selben Tag (23. April resp. 3. Mai) mit 2 der 5, '-^nd zwar wahrscheinlich in copula, gefangen worden. Sie sind u. a. etwas kleiner als das (f der agrionina (Pro- notum resp. 12—12,5 und 10,5 — 10,8 mm.), und die Deckflügel sind ohne dunkle Flecke. cf: Kopf mit nach Art der Agrionen stark hervortretenden Augen; Scheitelrand in derselben Linie wie die Augen, ziemlich gerade, nur schwach gewölbt, zwischen den Augen und den Scheitelfurchen ein grosser, gelber Fleck; oben ist der Scheitel ziemlich schmal, abgerundet; Gesicht oberhalb des wulstig hervortretenden Ocellenhöckers zwischen den Scheitelfurchen flach; Oceflen sehr gross, fast kreisrund, etwa um die halbe Länge — die oberen um die Länge — ihres Durchmessers voneinander getrennt; Fühler braungelb, nach aussen allmählich pechbraun; Stirnplatte schmal, oben und an den Seiten mit abstehenden Rändern, Oberrand gebogen, unter demselben eine dunkle, flache Rinne; Epistom breiter als hoch, nach unten verschmälert, mit geraden Seiten, Unterrand gerade abgeschnitten, in der Mitte mit einer feinen Rinne, Ecken abgerundet; Pronoturn schmal, an den Hüften erweitert, hinten etwas eingeschnürt und nach hinten allmählich wieder so breit wie nach vorn; Querfurche tief, der nach vorn gehende Zweig in einen geraden, abgerundeten Winkel gestellt; der vor der Querrinne liegende Teil des Pronoturn S.IÖSTEDT, MANTODEA. 67 gewölbt, warzig, miL zicmlicli brcilen Rändern, von der Miüo nach hinten eine seichte Rinne, die sich etwas länger jenseits der Querrinne fortsetzt; Vorder- und nochmehr der Hinterrand des Pronotuni breit aligerundet, die Ränder, besonders am breitesten Teil, zerstreut, kurz gezähnt, nach hinten allmählich glatt; kurz vor dem Ilinterrand jederseits eine schräg gestellte, ziemlich tiefe, schmale Vertiefung; Oberrand, und bisweilen auch die Oberseite der Vorderhüften fein gesägt, Aussenrand glatt, Unterrand deutlich gedornt; vier der Dornen grösser und an der Innenseite schwarz; Innenseite hellgelb mit zwei breiten, schwarzen Bändern, das hintere breiter; an einem Stück sind diese, wie auch oft die übrigen Zeichnungen, undeutlich, das Tier mehr einförmig gefärbt; Aussen- und Oberseite der Vorderhüften, sowie die der Schenkel und Schienen, braungelblich, dunkel geflammt; Innen- seite der Schenkel gelb, nach oben mit drei grossen, dunklen Flecken, Innenrand mit 6 grösse- ren, schwarzen, mit etwas kleineren, hellen, alternierenden Dornen; zwischen den zwei untersten sind zwei kleinere vorhanden; hinter der Klauenfurche drei schwarze Dornen, der unterste zwei — drei mal so lang wie die anderen; Aussenrand der Schenkel mit 4 Dornen, Aussenrand der Schienen mit 7, Innenrand derselben mit 11 Dornen; das erste Tarsal- glied etwas länger als die übrigen Glieder zusammen, schwarz, nach oben hell, die übrigen schwarz, an den Gelenken schmal gelb; das 2. und 3. Beinpaar bräunlich, mit hellen, bisweilen undeutlichen Ringen; das erste Tarsalglied des 2. Beinpaares ziemlich so lang wie die drei folgenden zusammen, das des 3. wie die übrigen Glieder mit Klauen; Deck- flügel hyalin mit weissem Vorderrand und rauchbraun schattiertem, hellgeflecktem Disk- feld, das nach hinten allmählich heller wird; Hinterflügel hyalin mit dunklem Vorderrand und dunkler Spitze ; die ventrale Endplatte länger als lireit, nach aussen allmählich ver- schmälert, an der Spitze abgeschnitten; Cerci rund, nach aussen verschmälert, reichen etwas hinter die Endplatte. Körper mit dem Kopf 38 ■ — 40 mm. Länge des Pronotum 10,5 — 10,8 » Grö.sste Breite des Pronotum 2,5 — 2,8 » Länge der Deckflügel 29 — 31 » Breite » » 6,5 — 7 » Länge » Hinterfiügel 26 — 28 » Länge » Vorderschonkel mit Trochanter ... 9 — 9,5 » Länge » Hinterschienen 7,4 » Küimamljaro: Kibonoto, Obstgartensteppe-Kulturzone; April, Mai, Sept.; 5 cT, 3 $, 2 Larven. Creobotridae. Oxjpiliis mcrueusis n. sp. Taf. 4, Fig. 9. — ?: Steht O. capensis $ (Subimago?) [Soc. Phys. Geneve XXI (1871), p. 169] sehr nahe, die Vorderhüflen sind aber an der Innenseite ganz schwarz mit einigen feinen, längsgehenden, z. T. abgebrochenen, hellen Leisten und auch die Aussenseite grösstenteils schw^arz; Vorderschenkel an der Innenseite gelblich mit zwei 68 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEÜ EXPEDITION. 17: 3. srharf markierten, schwarzen Flecken am Oberrand; Stirnfortsatz unten flach ausgehöhlt, nicht tief gefurcht. Die Ocellen, die für capensis $ nicht angegeben werden, sind bei meruensis äusserst fein, punktförmig. Stirn triangulär ausgezogen, vom Nacken her Vs kürzer als die Breite des Kopfes zwischen den Augenspitzen (2 resp. 3 mm.), an der Spitze ziemlich seicht, aber sehr deutlich gespalten, mit abgerundeten Processen, an beiden Seiten mit zwei Paar Tuberkeln, das hintere Paar grösser und etwas höher hinauf gestellt, in Linie mit dem 3. Paar oberhalb der Augen; unten ist der Stirnfortsatz abgeplattet, etwas vor den zwei schräg nach vorn gerichteten Ocellenhöckern bis an die Spitze der zwei Stirnprocesse seicht rinnenförmig vertieft; Ocellen sehr klein, punktförmig, hinten und an den Seiten der Ocellenhöcker gelegen ; Epistom mit Mittelkiel, Stirnplatte mit oben in einen kleinen Zahn aus- gezogenen Mittelkiel und Seitenkielen; das dicke Basalglied der Fühler, sowie die Ocellen- höcker, hinten schwarz; Fühler fadenförmig, hell, nach aussen schwärzlich; Thorax durch zwei Querrinnen in drei Partien geteilt, die vordere mit zwei Paar dicht zusammen gestellten Beulen und einem Paar getrennter, konischer Tuberkel ; Mittelpartie in der Mitte mit einem Paar grosser, weit getrennter Tuberkel, an jeder Seite mit noch einem ähn- lichen, hinter dem grossen Mittelpaar ein viel kleineres Paar; die schmale Ilinterpartie am Hinterrand mit einem Paar niedriger, durch eine seichte Rinne getrennter Tuberkel; Seitenränder vorn gelblich, hinten fein dunkel gefleckt, mit 8—9 Dornen versehen; die Älittelpartie an den Seiten hinter den grösseren Tuberkeln gelblich, ungefleckt; Meso- notum fast kreisrund, hinten etwas winkelig ausgeschnitten, mit niedrigem Längskiel. Flügel nur als kleine Seitenloben angedeutet; Vorderhüften dreieckig, Innenseite ganz schwarz mit einigen hellen, z.T. abgebrochenen Längslinien; Aussenseite schwarz, hinten fein schwarz gefleckt, oben gelblich; Hinterseite gelblich, unten gefleckt; Aussenrand fein gesägt, Vorderrand mit 6 — 7 weissen, geraden Dornen und zwischen diesen feine Säge- zähne; Trochanter an der Innenseite mit einem grossen, schwarzen Fleck; Vorder- schenkel an der Innenseite gelblich, nur mit zwei grossen schwarzen Flecken am Ober- rand, an der Aussenseite dunkel geflammt und mit einem scharf markierten, kleinen, mond- förmigen, schwarzen Fleck etwas ausserhalb der Mitte; äusserer Unterrand mit 4 (resp. 5), innerer mit 9 Dornen; hinter dem letzten der vier Mitteldornen, hinten am Vorder- schenkel, ein schwarzer Fleck; Tarsalglieder an der Spitze scharf schwarz, das 1. Glied auch mit einem schwarzen Halbring höher hinauf; Schenkel der Mittel- und Hinter- beine ohne Loben und Dornen, mit drei scharf markierten, schwarzen Ringen; Schienen mit zwei schwarzen Flecken an der Innenseite; Tarsen gelblich; Hinterleib kurz, dick, oben gelbhch, nur mit feinen, abgebrochenen, dunklen Querhnien; am Hinterrand der Segmente wie kleine, harte, in der Mitte viel grössere Processe; unten dicht glänzend schwarz gefleckt und punktiert; Genitalsegment gelblich, nur mit einem grossen, glänzend schwarzen Fleck jederseits an der Basis. L. etwa 18, Länge und Breite des Thorax 4,5X3, Länge und Breite der Vorderschenkel 5,6 X 2, i mm. Jlferw-Niederung, Ngare na nyuki, Dez.; 1 $. SJÖSTKl)'!', MANTdDEA. 69 Junodia amooiia Schulth. Bull. Soc. Vaud. XXXV (1899), p. 199. — Ein mit dieser von Delagoa beschrie- benen, eigentümlichen Art im ganzen gut übereinstimmendes Exemplar liegt aus Usambara, Mombo, Juni, vor. Es ist nur ein wenig grösser (Länge 19, Pronotum 4,.^, Elytra 7 mm.), und die Dornen der Hinterschenkel kleiner, der hintere kaum bemerkbar, der mittlere am grössten. riijilocrania paradoxa Burm. DiSTANT, Ins. Transv. Pt. II, p. 4.^0, flg. 3. — Kirby, Cat. Mant., p. 290. Eine ausgebildete Imago von der il/er^-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, Dez., und eine grössere Larve vom Kilhnandjaro. Pseiidocreol)otra sp. Eine am 23. April gefangene, kleinere Larve dieser Gattung liegt aus dem Misch- walde bei Kibonoto, KiJimandjaro, vor. Sie ähnelt im ganzen P. Waldbergi Stäl und (imanc Rehn, das Stirnhorn ist aber nicht in der Spitze gespalten. Die Unterränder der Vorderhüften, die bei Waldbergi, besonders am Innenrand, stark bedornt sind, sind hier, mit Ausnahme eines einzigen kleineren Dorns nach oben am Innenrand, glatt; auch bei P. (Duarce sind solche Dornen vorhanden: "the lower margin (of the anterior coxae) with both large and small spines to the number of 6 or 7" (Rehn, Proc. Akad. Philad. 1901, p. 286). Die Ocellen nicht ausgebildet, nur durch kaum bemerkbare Erhabenheiten an- gegeben. Farbe blass strohgelb mit grünen und rosafarbigen Zeichnungen, die letzteren am Pronotum, Gesicht, an der Spitze der Schenkel, der Vorderschienen und, obgleich schwächer, am Trochanter. Kopf und Augen oben, sowie auch der Vorderrand des Pro- notum, grösstenteils schwarz. Hinterleib oben mit drei schwarzen Querbändern, welche die Seiten nicht erreichen. Länge 14, Pronotum 3, Vorderschenkel 5,2 mm. Da kein ausgewachsenes Stück vorliegt, habe ich das Exemplar nicht mit einem speziellen Namen belegt. Dasselbe zeigt jedoch, dass die Gattung, was ja auch zu er- warten war, am Kilimandjaro vertreten ist. Oaliiithias merneusis u. sp. Taf. 4, Fig. 7. — cf: Grün mit breitem, schwarzem Band längs der Mitte des schmalen, vorn löffelartig erweiterten Pronotum und hyalinen Flügeln, die Deckflügel sind leicht grünlich angehaucht, mit grüner Aderung, die hinteren vorn mit leicht grünen, sonst mit rötlichen Adern; an der Innenseite der Vorderschenkel ein schwarzer Fleck. Augen kurz al)gerundet zugespitzt; Stirnschild glatt, pentagonal mit — besonders an den Seiten — abstehenden, grünen Rändern, die zwei oberen miteinander einen ab- gerundeten Winkel bildend; unten der Stirnschild offen, vom Epistom begrenzt; Epistom breiter als hoch mit längsgehendem Mittelkiel, Oberrand in der Mitte rinnenförmig, die Seitenpartien konkav, Unlerrand etwas eingebuchtet; Ocellen sehr gross, der Ocellen- höcker oben rotbraun, nach vorn in eine kurze, breit abgerundete, oben konkave Spitze 70 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MEEU EXPEDITION. 17: 3. ausgezogen; nach innen ist der Höcker etwas verengt; er ist ziemlich kurz und ereicht nur etwa bis zur halben Länge der Augenspitzen; die Augen bilden, von oben gesehen, mit der Scheitelpartie einen hinten eingebuchteten Halbmond; die zwei — drei Basalglieder' der Fühler grün, die folgenden schwarzbraun; Pronotum grün mit breitem, schwarzem Band längs der Mitte, langgestreckt, am ersten Drittel löffeiförmig erweitert mit breiten Rändern, nach vorn etwas schmäler und in der Spitze breit abgerundet, nach hinten zuerst ziem- lich gleichbreit, schmal, gegen die Spitze wieder etwas breiter, am Ende breit abgerundet mit aufgeworfenen Rändern, schräg nach oben gerichtet; die Ränder des Pronotum fast glatt, nur spärlich mit winzig kleinen Dornen versehen; Hüften der Vorderbeine glatt, ohne Dornen, die Schenkel an der Innenseite mit einem schwarzen Fleck, am Aussen- rand mit 4 (5 mit dem an der Spitze), am Innenrand mit 12 und hinter der Furche mit nocli 3 Dornen; Vorderschienen am Innenrand mit 12 nach aussen allmählich grösseren Dornen; am Aussenrand liegen die Dornen nach unten gedrückt; Schenkel des 2. und 3. Beinpaares unten am Aussenrand mit einer abgerundeten, ziemlich niedrigen Lobe; auch die Schienen unten etwas lobenartig erweitert; das 1. Tarsalglied des 2. Beinpaares etwa so lang, das des 3. etwas länger als die folgenden Glieder zusammen. Deckflügel hyalin, kaum bemerkbar grünlich angehaucht, mit grüner oder am Analfeld rosafarbener Aderung; Hinterflügel hyalin, vorn mit einigen grünlichen Adern, die Aderung sonst rosa- farben. Länge des Körpers mit dem Kopfe 19,5 mm. Länge » Pronotum 6,2 » Breite » » 2,2 » Länge der Deckflügel 1-i » Breite » » 3 » Länge » Hinterflügel 7,5 » Meru-Mederung, Ngare na nyuki, Jan. 1 Expl. Diese Art ist kleiner als G. hijalina Sauss. (Abb. Senckenb. Ges. XXI, p. 598, (f) aus Delagoa-Bay und G. amcena Sauss. (vergl. Westw., Rev. Mant., pl. 3, (f) aus Cap- Zanzibar. Ich halte es für sehr möglich, dass diese Art das cf der unten beschriebenen G. usambarica $ ist. Galiiitliias usainl)arica u. sp. Taf. 4, Fig. 6. — $: Augen kurz und abgerundet zugespitzt; Stirnschild pentagonal, glatt, mit grünen, abstehenden Rändern, die zwei oberen in einen abgerundeten Winkel gestellt, fast bogenförmig, in der Älitte mit einem kaum bemerkbaren, aligerundeten Höcker, der Schild unten offen, vom Epistom begrenzt; Epistom in der Mitte mit einem erhabenen Längskiel, an jeder Seite desselben zwei Gruben, die obere schmäler, quergestellt, an der Seite offen, die untere ziemlich quadratisch; Spitze der Oberlippe und Mundteile grünlich ; Ocellenhöcker etwa bis an die Mitte gespalten, kurz, reichen nur etwa bis zum ersten Drittel der Höhe der Augenspitzen; Basalglieder der Fühler grün, die Fühler dann grün und schwarz geringelt, nach aussen die Glieder länger und schmäler, ganz schwarz. Pro- SJÖSTEDT, MANl'ODEA. 71 notum lang und schmal, etwa am ersten ünllel löffelartig enveilert, nach vorn abgerundet verengt, der Hinterteil etwa gleichbreit, gegen die Spitze wieder etwas breiter, am Ende breit bogenförmig mit Ilachen Rändern; der Hinterteil des Pronotum schräg nach oben gerichtet, höher als der übrige Teil; gleich vor dem Hinterrand oben eine in der Mitte ge- stielte Beule; die Farbe des Pronotum ziemlich fleischrot, vor der tiefen Querfurche dunkler; die flachen Ränder des Vorderteils grihilich, die Ränder, mit Ausnahme vorn und hinten, dicht mit feinen Dornen besetzt; Beine grünlich; Vorderrand der Vorderhüften mit zer- streuten, sehr kleinen Dornen ; an der Innenseite der Vorderschenkel ein schwarzer Fleck, Innenrand mit 12 und hinter der Dornenfurche mit noch 3 Dornen, Aussenrand mit 4 und an der Spitze mit noch einem kleineren Dorn; Innenrand der Vorderschienen mit 12, nach aussen allmählich grösseren Dornen; am Aussenrand liegen die Dornen niedergedrückt, nur der letzte frei; die Schenkel des 2. und. 3. Beinpaares unten am Aussenrand mit einer ziemlich grossen, abgerundeten Lobe, auch die Schienen unten etwas erweitert; erstes Tarsalglied viel länger als die folgenden zusammen; Deckflügel hellgrün, halb durchsichtig, nur um Vorderrand, aber nicht in den Spitzen, hyalin, Analfeld schwach rosafarben; Hinterflügel wie bei G. amcena (vergl. Brunner, Betracht, über die Farben- pracht der Ins. 1897, PI. 6, Fig. 68) rot mit breitem, schwarzem Band oder Fleck, der bis an den Flügelrand geht, ohne von diesem durch einen breiten, hellen Saum getrennt zu sein; nur die Flügelspitzen oberhalb des schwarzbraunen Fleckes hyalin; Ränder des Hinterleibes eben. Körper mit dem Kopf 25 mm. Länge des Pronotum 9,5 » Grüsste Breite des Pronotum 3 » Länge der Deckflügel 16,3 » Breite >> » 5 » Usamhani: Mombo, Juni. 1 Expl. Ähnelt sehr G. amcena Sauss., ist aber etwas kleiner, die Deckflügel sind ganz grün, ohne hyaline Spitzen, unten, mit Ausnahme des Analfeldes, ohne Rosafarbe und ohne Weiss am Vorderrand; der schwarzbraune Fleck reicht bis an den Hinterrand der Hinterflügel. Vatidaß. Popa spurca Stal. Öfv. Sv. Vet. Akad. Förh. XIII, p. 169, 1856. — o. c, p. 387, 1871. — Sauss. & Zehnt., Grand. Orth. Mad., p. 235. — Ein cP von der Kulturzone des Kilimandjaro, wo es am 18. April in einer Farm bei Kibonolo angetroffen wurde. Es ist bemerkbar kleiner als ein vorliegendes (/ (typus) dieser Art von Natal, und die hellen Bänder der Hinterflügel sind deutlicher ; auch ist der kleine Höcker oben am äusseren Teil der Vorder- schenkel hier durch einen scharfen, deutlichen, vorn abgestutzten Zahn ersetzt. Sonst scheinen sie in Farbe und Struktur keine eigentlichen Verschiedenheiten zu zeigen. Körper mit dern Kopf 49, Deckflügel 34, Pronotum 11, Vorderschenkel 9 mm. 72 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 3. In seiner Diskussion über die Gaüung Dantiria (o. c. 1900, p. 374) nennt Dr. Werner als Grunil- charakter zwischen Danuria StÄl und Popa StAl, dass die Vorderhüften der letzteren Gattung an der Spitze nicht erweitert seien: "coxa anlicte apice haud dilatatae". In der Diagnose der Gattung Popa (typus spurca) sagt indessen StAl ausdrücklieh "coxis anticis . . . supra apice . . . dilatatis", gerade der Gharakfer, den Ür. Werner dieser Gattung abspricht. Der Hauptcharakter zwischen den genannten Gattungen liegt in der verschiedenen Form des Kopfes und in der Form und Länge der Beine. Damiria kilimaiidjarica u. sp. Taf. 4, Fig. 4, -ia, 4b. — §: Kleine Pliasma-ähnliche, gelbbräunliche Art; Kopf ziemlich wie bei D. Thtnhergi gebildet, mit vier abgerundeten Wülsten am Scheitelrand, zwischen den beiden hohen, kegelförmigen, über den Augen stehenden Höckern, die äusseren breiter und flacher, die mittleren schmäler und deutlicher abgesetzt; Ocellen sehr klein; Fühler fein, fadenförmig, reichen nach hinten gebogen wenigstens an die Mitte des Pro- notum; Pronolum oben dicht mit hohen, an der vorderen Hälfte oft etwas grösseren, Warzen bestreut; Pronotum an der Älitte etwas verengt, der vordere Teil deutlich breiter als der hintere; längs der Mitte ein deutlicher, schmaler Kiel, der sich, obgleich feiner, nach vorn etwas über die Querfurche verlängert, ohne den Vorderrand des Pronotum zu erreichen, hinten endet derselbe etwas vor dem Hinterrand; die Ränder des Pronotum fast ringsum fein, deutlich bedornt, vorn glatt; Vorderhüften mit vier scharfen abstehen- den Kanten, Oberseite breiter, granuliert, mit fein gesägten Rändern; Unterseite glatt, schmäler, und mit einer Reihe dunkler, grosser Flecke, Aussenrand derselben an der Spitze lappenartig erweitert, am Rande mit mehreren Zähnchen; Trochanter gross, glatt, unten gebogen; Schenkel ziemlich schmal, Aussenseite granuliert, flach mit ziemlich glatten Rändern und längsgehenden, seichten Rinnen; Innenseite konvex mit einer längsgehenden, flachen Rinne unter dem Oberrand, vereinzelt granuliert, besonders an den Rändern; Aussenrand mit 4 grösseren Dornen nebst einem fünflen kleineren am Gelenke, Innenrand unterhalb der Einbuchtung mit 14 grösseren und kleineren Dornen, hinter derselben mit 3, der vorderste am grössten; Schenkel am Ende in drei Spitzen ausgezogen, die obere am längsten; Metatarsus reicht nach hinten gebogen fast an die Spitze der Schienen; an den Seiten des Meso- und Metathorax sind die Flügel unter der Hautdecke deutlich mar- kiert; Schenkel und Schienen der Mittelbeine mit einer Lobe, die der ersteren grösser, zwei — drei-zähnig, die letztere kleinei', niedriger, abgerundet; Hinterbeine ohne Loben, das erste Tarsalglied der Hinterbeine etwas länger als die folgenden zusammen; Hinterleib wie Thorax zerstreut granuliert; am Ende der Hinterleibringe oben ein abstehender, etwas nach hinten gerichteter Dorn, an den vier letzten viel kleiner und zusammen gleichsam einen Kiel bildend; Supraanalplatte quer rektangulär mit abgerundeten Ecken; Subgenitalplatte abgerundet, am Vorderrand tief gespalten; Cerci kurz, breit, am Ende zugespitzt. Körper mit dem Kopf 36 — -46 mm. Länge des Pronotum 10 — 13 » Breite » » an den Hüften 2,3 — 3 » Länge der Vordersehenkel (ohne Trochanter)... 8 — 10 » Länge » Hintersehienen 9,6 — 11,5 » S.JÖSTKm-, M.VNTODEA. 73 Küimaiidjuro: Kiboiioto, Kullurzone — Sleppe, Sept., Okt.; 7$. Diese Art ist mit D. superciUnris Gerst. (v. d. Deckens Reise in O.-Afr. p. 15, Tal'. 1, Fig. 7, 7 a, b), das als $ von D. Z*o/cnfr/»r/ Sauss.' c/^ angegeben wird, sebr nahe verwandt, ist aber kleiner mit verscbieden geformtem Kopf, vier abgerundeten Höckern am Scheitelrand zwischen den beiden hohen, kegelförmigen Höckern an den Augen, die äusseren breiter und flacher, die mittleren schmäler und deutlicher abgesetzt. Loben sind am 2. Beinpaar nicht nur an den Schenkeln, sondern auch an den Schienen vorhanden. Ferner ist nicht nur der vordere Teil des Pronotum, oberhalb und an den Seitenrändern, sondern das ganze Pronotum dicht mit schwarzen Warzen besetzt. Einpusidae. HemiciiipHsa fronticornis Stoll. Spectr. iMant. p. 63, pl. 21, fig. 79, 1813. — Kirby, Cat. Mant., p. 313. — Zwei Exemplare vom KUimandjaro, Kibonoto, Obstgartensteppe, und von der i/f;-«-Niederung, beide im Dezember erbeutet. ^ Diese Art gehört nicht, wie KiRBY in seinem Kataloge (p. 309) angiebt, der Macrodanuria an, die u. a. den hohen, kegelförmigen Höcker nhcx den Augen entbehrt. September 1908. Sjöstedts EüimandjaroMcru Expedition. 17. )0 Übersicht der aus dem Kilimandjaro-Meru-Oebiet bisher bekannten Mantodeen. EreiuLapliilidae. 1. Elma Marchali (CoQ., Reich. & Fairm.). 2. Achlcena Kuhlgatzi Wern. 3. Galepstis meridionalis var. monfaiia Wern. 4. 5. 6. Enteila meruensis SjÖst. n. sp. 7. » Jcüimandjarica SjÖst. n. sp. 8. » flavicornis Sjöst. n. sp. 9. » fiiscipes Sjöst. n. sp. 10. » Widenmanni Wern. 11. > minima Wern. 12. Tenodera superstitiosa Fabr. 13. Polijspilota variegata Oliv. 1-4. Cilnia femoralis Wern. 15. Sphodromantis lineola Burm. 25. Oxypilus meruensis Sjöst. n. sp. 26. Phyllocrania paradoxa Burm. 29. Popa sjmrca Stäl. Maiitidae. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. Galepsus capHafits Sauss. Pyrgomantis singidaris Gerst. Mantis natalensis Stäl. Hoplocorypha galeaia Gerst. » nana SjÖST. n. sp Miomantis quadripunctata Sauss. » affinis Sjöst. n. sp. » kilimandjarica Sjöst. » planivertex Sjöst. n. Parasphendale agrionina Gerst. » costalis Kirb. n. sp. sp. Creobotridae. I 27. Pseudocreobotra sp. [ 28. Galintliias meruensis Sjöst. n. sp. Vatidae. I 30. Danuria kilimandjarica Sjöst. n. sp. Empnsidae. 31. Hemiempusa frontieornis Stoll. 17. ORTHOPTERA. 4. Phasiuodea von YNGVE SJOSTEDT. Mit 9 Textfimiren. In dem grossen, neulich erschienenen Werk "Die Insektenfamilie der Phasmiden", Leipzig, 1907, von Hofrat K. Brunner v. Wattenwyl und Prof. Jos. Redtenbacher wer- den neun Phasmodeenarten aus dem Kilimandjaro angeführt, wogegen der IMeru in dieser Hinsicht bisher unerforscht geblieben. Wie die Mantodeen, gehören auch die Phasmodcen der Kulturzone, dem Mischwald, der Gras- und Obstgartensteppe und den Akazienwäldern an und gehen nicht gern höher auf die Berge hinauf. Jedoch findet man sie sparsam bis an die oberste Grenze des Regenwaldes bei 3,000 m., wo Xylica Mlmandjarica und Gratidia montivaga entdeckt wurden, und von wo sie sich ohne Zweifel auch auf die freien Bergwiesen verbreiten. Auch die charakteristische Gratidia silvo'phiviah's bewohnt den Regenwald, sonst sind schon die oberen Teile der Kulturzone, wo Xißica cedemafosa bei 1,900 m. beobachtet wurde, an diesen Insekten arm, und erst in den unteren Teilen derselben und ferner herunter bis an die Steppe befindet sich ihr eigentliches Verbreitungs- gebiet. Das mitgebrachte Material umfasst 270 Exemplare, die 20, darunter 16 neue, Arten repräsentieren. Äusserst charakteristisch für diese Gegenden ist die Gattung Gra- tidia, die in nicht weniger als 17 Arten vorliegt, wozu noch i von dort bekannte Species kommen. Da die hier beschriebenen neuen Arten leicht in die trefflichen Examinationstabellen des angeführten Werks, wo ihr Platz immer angegeben ist, eingeordnet werden können, habe ich für diese Gruppe keine Tabelle aufgestellt. Wie bekannt, zeichnen sich diese Insekten mehr als andere durch ihre schützende Ähnlichkeit, ihre auffaflende Übereinstimmung mit umgebenden Zweigen, Blättern oder Gräsern aus, und besonders unter vergillitem Gras hatte ich Gelegenheit, frappante Bei- spiele hiervon zu sehen. Aus meinem Tagebuch will ich einige Aufzeichnungen hierüber 76 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERr EXPEDITION. 17: 4. von einem Ausflug in die nächste Umgebung des Kilimandjaro, anfangs Oldober, anführen, wobei ich mich beim Suchen nach Phasmiden und anderen Insekten eines für solche Untersuchungen seltenen Mittels, nämlich des Feuers, bediente, das hier auch ein ganz ausgezeichnetes Resultat ergab. Die Sonne strahlte von einem klaren Himmel nieder, als ich mich mit den Schwarzen nach der Obstgartensteppe, dem Ziele unserer heutigen Untersuchungen, begab. Die Fauna erwies sich jedoch hier als arm; längs den Seiten des Pfades, auf dem wir mar- schierten, zeigten sich nur Heuschrecken einiger gewöhnlichen Arten, hier und da ein Schmetterling, ein gelber Terias Desjardinsi, weiss- und schwarzgeflügelte Pieriden, die gelbliche, für Pfade charakteristische Freds oenone v. cehrene mit ihren grossen, blauen Flügelflecken u. a. ; viele Arten waren aber nicht da. Von dem Pfade bahne ich mir einen Weg durch den spärlichen Busch und das gelbe Gras, das bald bis zu den Knien reicht, bald, mannshoch, über die Büsche hervorragt, forschend streift der Blick über Gräser und Blätter, um dort befindliche hisekten zu entdecken; aber trotz der tropischen Sonne, die auf unsere Häupter niederbrennt, scheint die Insektenwelt arm zu sein. Da kommt mir ein Gedanke, zu dem ich die Anregung von einem früheren Vorfall erhalten habe. Einige Wochen vorher hatten die Massais auf einem Älarsche durch die Busch- und Baum- steppe gerade da, wo der Pfad entlang ging, lange Strecken angezündet, um für ihre Herden frisch aufspriessendes Gras zu bekommen, und schon aus weiter Ferne sehen wir Rauchwirbel emporsteigen. Bald sind wir mitten im Flammenmeer, von allen Seiten steigen zwischen Gras und Gebüsch rote Flammen auf, verkohltes Gras tanzt mit dem Rauch hoch über den wenigen Baumwipfeln, wirbelt infolge des Luftdruckes im Kreise umher, verbreitet sich weiter und fällt schliesshch, wie ein Regen, auf den Boden nieder. Es knistert und knastert, die Flammen strecken begierig ihre Zungen nach allem aus, was sie verzehren können, hüpfen längs der trocknen Zweige auf andere Büsche und Bäume hinüber, um, wenn ein Windstoss hier und da die schwüle Luft durchzieht, zischend in die Luft zu steigen, Russ und glühende Kohlen mit sich führend, die sich, gleich ver- heerenden Brandfackeln, nach allen Seiten verbreiten. Endlich haben wir uns, wenn auch nicht olme Schwierigkeit, durch den Feuerherd hindurchgebrochen, dessen hervor- quellende Rauchmassen uns zuweilen zu ersticken drohten, und können nun in Ruhe das Feuer betrachten, das schon lange Strecken als schwarze Felder hinterlassen hat, tausende und abertausende Leben vernichtend. An der einen Seite des Pfades hüpfen noch die Flammen entlang, und hier fesseln einige dahineilende Insekten meine Aufmerk- samkeit, als sie eiligst das auf der anderen Seite des Pfades befindliche Gras zu erreichen suchen. Dies ist das Signal zu einer näheren Untersuchung aller der zahlreichen Insek- ten, die, vor der verheerenden Feuerlinie einherlaufend, Rettung aus ihrem feurigen Busen suchen, und bald sind afle Fangbüchsen bis an den Rand gefüllt. Phasmiden, diese sonst so unbeweglichen Geschöpfe, kommen mit aufgehobenem schmalem Abdomen aus dem trocknen Grase über den Pfad gekrabbelt, Heuschrecken kriechen und hüpfen hier und dort, und auch Manüden mit ihrem dreieckigen, charakteristischen Kopf und ihrem wachen Bück zeigen sich. Die besten Fundorte waren jedoch nicht auf dem Pfade, son- SJÖSTKIIT, PIIASMODTOA. 77 dem auf dem schwarzen Boden, wo das Feuer gewLUel halte, und auf den hier und da stehen gebliebenen Bäumen. Am gemeinsten waren Hoplocorypha galcata, Miomantis afjhüs II. Ja'/inniii(Ij(inra, von denen die erstere eine grosse ÄhnHfhl Hiilfte ziemlich stark gewölbt, von oben gesehen hinten in einen gleichbreiten, an der Spitze abgeschnittenen, ausgezogen, der oben mit einem hohen Kamm als Fortsetzung von der Seite gesehen bildet das Analsegment mit dem Pro- cess oben einen gleichmässigen, schwachen Bogen; Cerci in- nen von der Mitte des aufgeblasenen Teils des Analsegments ausgehend, gleichmässig einwärts gebogen, an der Basis breiter, nach aussen ziemlich gleichbreit, oben schwach gebogen, an der Innenseite etwas abgeplattet, dicht, sehr kurz, behaart, an der Spitze ein wenig breiter, abgerundet, kaum etwas zugespitzt, die Spitze des Analsegments nur wenig überragend; Operculum etwas aufgeblasen, hinten deutlich ausgerandet. Fühler 17- gliedrig, erreichen etwa "-jz der Vorderschenkel, L. 46, Mesoth. 9, Metath. c. s. m. 7,5 Vorderschk. 20, Hinterschk. 15,5 mm. Küimandjaro : Kibonoto, Regenwald, 2,000 m., Okt.; 1 (f. Gehört der Gruppe 1 1.; 2. 2.; p. 219, Redtenb. o. c. an. Fig. 9. Spitze des Hinterleibs der Gratiilia sih'rvpluvialis; nach oben rechts Analsegment von oben, links Cercus von innen. Gratidia excisa n. sp. Steht Gr. j^rolata Karsch. (Redtb. o. c. 221 u. 228) am nächsten und hat wie diese das 7. ventrale Abdominalsegment stark, obgleich weniger, verlängert, so dass die lange Lobe bis nicht weit vom neunten Segment reicht; dieselbe ist aber hier nicht abgeschnitten, an jeder Seite mit einem Zahn versehen, sondern tief triangulär ausgeschnitten ; defekt, Kopf und Thorax fein grauweiss und braun marmoriert, punktiert und gefleckt, Thorax nur mit Mittelkiel, die Seiten gelblich mit zwei Reihen Warzen, die, obgleich kleiner, auch über die Oberseite vereinzelt zerstreut sind; Hinterleib, besonders nach hinten, mit 5 Kielen; Sternum ohne Kiele, das 7. Ventralsegment mit zwei hohen Kielen; Operculum an der Mitte mit zwei Kielen, am Ende zugespitzt; Miltelschenkel unten ohne Loben. L. 70, Mesoth. M-, Metath. c. s. m. 12, Mittelschk. 13,5 mm. Küimandjaro: Kibonoto-Niederung an den Natronseen, Steppe, 3 Okt.; 1 5- Oktober 1908. Sjöstedts KilimandjaroMcru Expedition. 17. 12 Übersicht der ans dem Kiliiuandjaro-Meru-Grebiet bisher bekannten Phasmodeen. 1. Oenobius lobulatits Redt. 2. Xylica oedomatosa Karsch. Bacillliii. I 3. Xylica kilimandjaripa SjÖst. n. sp. Clitiiiniiiiii. •i. Ciiniailina prodigiosa Karsch. 16. Gr 5. Pachymorpha meruensis Sjöst. n. sp. 17. 6. G}-rt^/(i(rt massaica Sjöst. n. sp. 18. 7. » graminis SjösT. n. sp. 19. 8. > sicca Sjöst. n. sp. 20. 9. » cijlindrica SjÖST. n. sp. 21. 10. » furcata Redt. 22. 11. » albida Sjöst. n. sp. 23. 12. » insula Redt. 24. 13. » kibonofensis SjÖST. n. sp. 25. 14. » moniana Redt. 26. 15. » postspinosa Sjöst. n. sp. Graiida arida Karsch. temiis Sjöst. n. sp. poUta Sjöst. n. sp. flavescens SjöST. n. sp. cecurigera Redt. furcifer Sjöst. n. sp. posfrostrata Karsch. montivaga Sjöst. n. sp. silvceplwvialis Sjöst. n. sp. prolata Karsch. excisa Sjöst. n. sp. 17. ORTHOPTERA. 5. Gryllodea von YNGVE SJOSTEDT. Mit 1 Tafel. Die Gryllodeen- oder Achetodeen-Fauna des Kilimandjaro-Meru Gebiets war bisher wenig bekannt. In v. der Deckens Reise in Ostafril^a beschreibt GersTjECKer (1873) drei hingehörige Arten (Gryllodfs phijsomerus, scenkus und Scapsipedus diadcmatus), und diese sind, soweit ich habe finden Ivönnen, die einzigen bisher vom Kilimandjaro bekannten hingehörigen Arten, während der Meru in dieser Hinsicht bisher ganz un- erforscht geblieben. Die Grillen gehören den unteren Teilen der Berge und nochmehr den umgebenden Busch- und Baumsteppen an, und nur wenige Arten wurden so hoch wie im Regenwald angetroffen, wo Callogrißlus küimundjaricHS, Ectatoderus Mlimandjaricns und Montigrijllm süvaplmialis am Kilimandjaro bei einer Höhe von 2,000 — 2,500 m., oder am Meru bei 3,000 — 3,500 m. entdeckt wurden. Die mitgebrachte Gryllodeensamm- lung umfasst ziemlich 783 Exemplare, welche 40, darunter 24 neuen Arten angehören. Diese sind auf 8 Familien mit 23, darunter 6 neue Gattungen verteilt. Zwei der letzteren sind nach Arten von den höheren Teilen der Berge, dem Regenwald, aufgestellt worden. Werfen wir einen Blick auf die bereits bekannten, im Gebiete wiedergefundenen Arten, so finden wir, dass mehrere derselben eine sehr weite Verbreitung haben, die man also hier wiederzufinden erwarten konnte. Hierhin gehört der kosmopolitische Gryllus domes- ticiis, der aber nicht in Häusern, sondern in der Wildniss weit von Menschenwohnungen angetroffen wurde und ohne Zweifel hier im Freien lebt, ferner die in ganz Afrika, in Asien und Australien vorkommende GnjUotalpa africana, die vom südl. Europa bis nach dem Cap und weiter nach Indien verbreitete Achefa hhnacxdata, die vom Sudan bis nach Zanzibar und Guinea bekannte Acheta morio, der auch nach Indien und Australien hin- übergehende üryllus Bninneri, das von Südeuropa nach Indien und Ceylon, in Afrika 92 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5. sowohl über die Ost- wie die Westküste verbreitete Trigonidium cicmdeloiäes, der vom Sudan bis nach Mauritius und Fernando Po bekannte Euscyrtus bivütatus und der von Europa bis nach Togo in Ober Guinea verbreitete Oecantlms ijellucens. Von den letzteren Ge- genden (Acera) ist der am Kihmandjaro zahlreich vorkommende Acantlwplistus acutus beschrieben worden. Andere waren nur von Ostafrika bekannt, wie Gnjllus xanthoneurus, Gryllus conspersus, Plucophüacris specfrum und Nemohius maeulosus, der letztere von Madagaskar. Von besonderem Interesse war das Antreffen von Repräsentanten der amerika- nischen Gattung Anaxiplia im Gebiete, wie schon vorher die nahestehende Gattung Cyr- ioxipha in beiden diesen Weltteilen Arten besitzt und zwar auch eine n. sp. vom Kihma- ndjaro. Wenig beobachtet scheinen die kleinen Myrmecophiliden gewesen zu sein, indem alle sechs im Gebiete gefundene Arten neu zu sein scheinen. Auch unter diesen be- findet sich eine Art, die einer amerikanischen Gattung fCydoptüusJ äusserst nahe steht, die aber besser eine neue Gattung (CyclopUloides) bildet. Die oft in Höhlen, in alten Termitenhügeln etc. lebenden Phalangopsiden gaben Anlass zum Aufstellen von vier neuen Gattungen, von deren Repräsentanten zwei in den berühmten Mkulumusi-Höhlen bei Tanga entdeckt wurden, wo sie wie Weberknechte im tiefen Dunkel an den Felsenwän- dern sassen, während andere im freien lebenden Formen {Moni igryllus- Arten) bis an die höheren Teilen der Berge hinaufgedrungen waren. Die über die halbe Anzahl umfassenden neuen Arten scheinen für eine grosse Originalität der Gryllodeenfauna dieser Berge zu sprechen. Übersicht der Arten. A-. Mittelglied der Tarsen cylindrisch, klein, compress. a. Vorderbeine zum Graben eingerichtet, mit abgeplatteten, an der Spitze mit 4 Grabkrallen versehenen Schienen. Deckflügel häutig, beim (f ohne Spiegel ; $ ohne Legescheide. GrjilotalpidiP. □• Grösser, etwa .30 mm., einfarben gelbbraun, ähnlich unserer Maulwurfsgrille; Hinterbeine mit groben, abgeplatteten, am Ende mit 7 Sporen versehenen Schienen ; Oeellen 2, gross. Gryllotalpa africana. □ □• Kleiner, nur 7 mm., .schwarz und gelb; Hinterbeine ausgeprägte Hüpfbeine mit schmalen Schienen und 4 Sporen am Ende derselben, die mittleren viel länger als die anderen; Oeellen 3, klein. Tridactj/his usamharicus. ClCl. Vorderbeine zum Gehen eingerichtet (Schreitbeine), mit cylindrisehen, nicht abgeplatteten oder mit Grabkrallen versehenen Schienen; Legescheide des 9 ausgebildet. X. Hinterschienen oben an beiden Seiten nur mit starken Dornen besetzt, zwischen und oben diesen nicht sägezähnig. 0. Pronotum seitlich nicht gekielt. Grjilidae. f. Basalglied der Hintertarsen (Metatarsus) oben ungefurcht und ungesagt; Hinterschienen oben mit langen beweglichen Dornen. Nemobius. O- Palpen dunkel. O. o^, Chorda 1. und 2. frei oder nur tief an der Basis vereinigt. K. maeulosus. OO. cf, » 1. » 2. nach unten lang verschmolzen (gestielt). K. massaicus. GQ. Die zwei letzten Glieder der Palpen schneeweiss. N. niveipalpus. tt- Basalglied der Hintertarsen oben gefurclit, an beiden Rändern sägezähnig; Hinterschienen oben mit unbeweglichen oder wenig beweglichen Dornen. SJÖSTEPT, fiTlTLI.ODKA. 93 a. Spiegel der neekdi'igel des cf deutlicli ausgehildcl. X. Untergesifht perpendikulär; Stirn zwischen den Fühlern nieiit auffallend stark gewölbt. .;/. Körper und licine fast völlig glatt, glänzend schwarz. ACHETA. f. Grösser, Deckfliigel 20 mm., mit gelbem Fleik an der Basis; ven» obliquae 4 — 5; oberer und mittlerer Dorn der llinterschienen innen gleich lang. A. hmaridata. ff. Kleiner, Deckfliigel 12 nnn., glänzend schwarz ohne gelben Fleck an der Basis; vena' obliquse 3; der obere Dorn der Hinterschienen innen länger als der mittlere. A. morio. yi/. Körper und Beine dicht und kurz behaart. A- V'orderschienen an beiden Seiten mit deutlichem Foramen. Gryllus. V . Keine gelbe Querbinde in der Stirn zwischen den oberen Ocellen. *. Schwarz mit rötlicher Basis der Hintersehenkel; Kopf 5,5 mm. breit; Deckflügel des $ sehr kurz, Legescheide deutlich länger als Hinterschenkel; Pronotum gleichbreit; Hinterschenkel 12 — li mm.; Larven ockergelb braun striirt, schattiert und gefleckt, Scheitel mit 6 gelben Strie- men; Fühler schwarzbraun, Mundteile und Gesieht grös.stenteils schwarzbraun. G. meruensis. * * . Rotbräunlich; Kopf 4,5 — 5 mm. breit; Augen längs der Innenseite gelb; Fühler hellbraun oder rotgelb; Pronotum nach vorn etwas verengt; Legescheide viel länger als Hinterschenkel; letztere 14 — 15 mm. G. xanthoneurus. * * *. Kleiner als vorige Art, braungelb mit dunklerem Kopf, Pronotum und Flügeln; Augen längs der Innenseite nicht gelb; Fühler dunkel, Pronotum vorn und hinten gleich breit, depress; Legescheide des 9 wenig länger, oder kürzer, als Hintersehenkel, diese 10 — 11,5 mm. G. Bnmneri. V V ■ Deutliche gelbe Querbinde in der Stirn zwischen den oberen Ocellen. O. Grösser, Deckflügel 11 — 13, Hinterschenkel 11,5 — 12 mm.; Scheitel über den Augen mit breiter, ockergelblicher Querbinde. G. domesticus. 0. Kleiner, Deckllügel 6 — 7, Hinterschenkel 7 — 9 mm. Scheitel ohne Querbinde, aber mit kurzen gelben Längslinien versehen. G. conspersus. A A- Vorderschienen nur aussen mit deutlichem Foramen. Gryllodes. Q. Zwischen den oberen Ocellen eine gelbe Strieme; über dem Scheitel eine breite gelbliche Quer- binde; Hinterschenkel dicht striirt, vor der dunklen Spitze mit einem hellen Ring. G. physomerus. □ □. Keine gelbe Strieme zwischen den oberen Ocellen; Scheitel mit gelblichen Längslinien. O. Vom Scheitel nach vorn über den Augen jederseits eine scharf markierte, gelbliche Strieme; diese beiden nach vorn konvergierenden Supraciliarslriemen an der vorderen Ocelle vereinigt. Cr. superciliosus. O O. Kopf ohne hellen Supraciliarstriemen, schwarz mit gelben Ocellen und 6 kurzen, gelblichen Linien am Scheitel. G. massaiami. XX. Untergesicht stark zurückweichend, Stirn zwischen den Fühlergruben, besonders beim o^, auffällig stark gewölbt; Vorderschienen an beiden Seiten mit Foranien, aussen gross, oval, innen klein, rund. ScAPSiPEDUs. Oberhalb der Fülilergruben eine breite, gelbe Querbinde. Länge 20 — 24, Deckflügel 13 — l-i-,5 mm. S. diaäematus. aa. Deckllügel dos o^ kurz, ohne Spiegel, indem die Diagonalader nicht schräg über den Flügel, son- dern zuerst fast gerade gegen die Spitze desselben ziemlich parallel mit den Chorden geht, um dann in einem breiten, nicht weil vom Hinterrand des Flügels gehenden Bogen wieder nach vorn zu gehen. Callogryllus. Dunkelbraun mit gelbroten Beinen, Kopf glänzend braunschwarz mit gelben Ocellen; Flügel des cf kurz, etwa an die Mitte des Hinlerleibs reicl d, die des 9 ruilinjeiitär. ( '. kilimandjarknf!. Taf. 5, Fiff. 9. 94 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 5. 0. Pronotum seitlich stark gekielt; oben fein und dicht eingedrückt punktiert, glänzend schwarz. Acantlioplistidae. Länge 8 — 11, Deckflügel des c^ 6 — 7, die des $ 4,5 — 6,5 mm. Acanfhoplistus acutus. XX. Hinterschienen oben an beiden Seiten mit zahlreichen feinen Dörnchen, ohne zwischensitzende grössere Dornen (serruliert), nur an der Spitze mit 3 + 3 Dornen (Sporen) versehen. Myrmecoi)hilida\ a. Metatarsus der Hinterbeine viel kürzer als die halbe Länge der Hinterschienen, oben rinnentörmig mit serrrulierten Rändern (cf. Taf. 5, Fig. 5 a). f. cf: Pronotum nach hinten mehr oder weniger schildförmig verlängert, mit etwas abgerundetem Hin- terrand; Interantennalwulst ungeteilt. Ectatoderus. □• Pronotum über mehr als die Hälfte des Hinterleibes verlängert. O. Grösser, Länge mit dem Kopf 8 — 9 mm, Pronotum einfarben gelbrot, 6,5 — 7 mm. Foramen an der Innenseite der Vorderschienen vorhanden. E. Jcilimandjaricus. Taf. 5, Fig. 3, (c^), 4, (9). O O. Kleiner, Länge mit dem Kopf 5 mm., Pronotum gelbbraun, vorn mit zwei schmalen, quer gestellten schwarzen Flecken, 4 mm. E. limaculatus. Taf. 6, Fig. 7. nn. Pronotum nur über ein paar Segmente des Hinterleibes verlängert, 4 mm. Länge mit dem Kopf etwa 8 mm. Vorderschienen an beiden Seiten ohne Foramen. E. ochraceiis. Taf. 5, Fig. 5. ff. Pronotum nach hinten nicht verlängert, mit geradem Hinterrand. Interantennalwulst durch eine ver- tikale, eingedrückte Linie geteilt. — Länge 6, Pronotum 1,7 mm. Ararknoceplialns meruensis. aa. Metatarsus der Hinterbeine länger als die halbe Hinterschiene, oben nicht rinnenförmig ausgehöhlt, nicht serruliert, nur mit äusserst feinen haarähnlichen Dörnchen versehen; Foramen an der Innen- seite der Vorderschienen vorhanden, (cf. Taf. 5, Fig. 15 a, b). Cycloptiloides meruensis. Taf. 5, Fig. 15. XXX. Hinterschienen oben an beiden Rändern sowohl sägezähnig als gedornt. O. Kopf vertikal gestellt, mit nach unten gerichtetem Mund (hypognathi), Hinterschenkel an der Basis dick; Pronotum breiter als lang. Vorderschienen der hier angeführten Arten ohne oder mit einem kleineren Foramen. Phalaugopsida^. a. Vorderschienen an alten Exemplaren innen mit Foramen; Deckflügel des o^ kurz, dick, fast kreis- rund, die des $ fast rudimentär. Montigryllus. □. Scheitel braunschwarz mit mehreren gelben Längsstriemen; Pronotum hinten mit zwei w'cit getrennten, schwarzbraunen Flecken; Ocellen klein, weit getrennt. M. silvcvpluvialis. Taf. f>, Fig. 10, (o^), 11, (?). n D- Scheitel gelblich mit dunklem Querband ; Pronotum hinten mit einem schwarzbraunen, an der Mitte etwas schmäleren Band ; Ocellen gross, etwa durch die doppelte Länge ihres Durchmessers von einander getrennt. M. affinis. Taf. 5, Fig. 12, (?). aa. Vordersehienen ohne Foramen ; Beine sehr lang, was den Tieren ein etwas spindelähnliehes Aus- sehen verleiht, f. Vorderschenkel unten an den beiden Rändern deutlich sägezähnig; Deckflügel des cf flach, ziemlich oval, ohne Tympanum. Beine der vorliegenden Arten gelb und dunkelbraun gebändert und gefleckt. Ph^ophyllacris. O. Pronotum oben mit einer sattelförmigen, winkelig gebogenen Querleiste; Flügel kaum doppelt so lang wie breit. Pli. spednmi. 0. Pronotum oben abgerundet, ohne Querleiste; Flügel etwas mehr als doppelt so lang wie breit. Fh. usamharka. SJÖSTKDT, (iRYLT,ODEA. 95 tf. \'()r(|('rsi-lii'iik('l iiiilcn niil clii'ncn, nur holiiiiirlcn lüindcrn. A- Motatarsns der Hintor))fino längs ilcr Oberseite, besonders nufli iinlen, mit vielen, feinen Dornen besetzt; ^ mit wohl ausgebildeten, etwa an die Mitte des Hinterleibes reichenden, flachen Flügeln, ohne Tympanum, $ flügellos. Speluncacris lucifuga. Taf. 5, Fig. 13. AA- Mefalarsus der Hinterlieine oben ohne Dornen (nur vor der Spitze 2 — .3 St.); o^ ? flügellos. n. Augen gross, länger als das Basalglied der Fühler; Stirngipfel weit über den Oberrand def Fühler- gruben aufsteigend; Hinterleib hart; Beine stark dunkelgefleckt. Opilionacris küimandjarica. □ □. Augen klein, kürzer als das Basalglied der Fühler; Stirngipfel kaum über den Oberrand der Fühler- gruben aufsteigend; Hinterleib weich. Beine fast einfarbig, gelbrötlich. Cavernacris microps. Taf. 5, Fig. 14. OO. Kopf langgestreckt, Mund nach vorn gerichtet (prognathi). Strohgelb mit sehr schlankem Hinter- schenkel und auffällig grossem Foramen an beiden Seiten der Vorderschienen; Deck- und Hinter- flügel wohl ausgebildet, hyalin; Pronotum länger als breit. OecailtMdae. O. Legescheide länger als die Plälfte der Deckflügel, aber kürzer als die Hinterschenkel. O. Hinterflügel des cf' kurz, die Deekflügel kaum oder wenig überragend. Oecanthus pellucens. - - ' G D- Hinterflügel die Deckflügel bis 5 mm. überragend. 0. pellucens forma aqiUiis. O O. Legescheide kürzer als die Hälfte der Deekflügel. 0. brevicauda. AA. .Miltelglied der Tarsen depress, mehr oder minder ausgeprägt herzförmig. a. Hinterschienen oben nicht sägezähnig, nur mit 3 : 3 grossen, bewegliehen, eingelenkten Dornen; End- sporen innen 2, aussen 3. Kleine Arten. Trigonidiidse. □• Vorderschienen ohne Foramen; Deckflügel des cf und $ gleichförmig, striiert, am cj^ ohne Tympanum. Trigonidium. O. Dorsnlfeld der Deekflügel mit zahlreichen erhabenen Längsadern; Vorder- und Mittelbeine schwarz. T. cicindeloides. O O. Dorsalfeld der Deckflügel mit wenigen [5( — 6)] erhabenen Längsadern; Vorder- und Mittelbeine rötlich. T. massaicum. n d- Vorderschienen mit Foramen; Deekflügel des cf und 9 verschieden, am ^ mit Tympanum, am $ striiert, ohne Tympanum, wie bei den vorigen Arten. O. Vorderschienen nur aussen mit Foramen. Anaxipha. A. Dunkel, Basalglieder der Fühler, die 3 äusseren Palpenglieder, die vorderen Schenkel und Schienen schwarz. A. küimandjarica. Taf. 5, Fig. 1, 2. AA- Ganz strohgelb mit schwarzen Augen. A. straminea. Taf. 5, Fig. 16. O O. Vorderschienen an beiden Seiten mit deutlichem, weissem Foramen; Fühler ganz rostrot. Cyrtoxipha vadschaggce. aa. Hinferschicnen oben sowohl mit feineren als mit grösseren Dornen besetzt; Endsporen 3 : 3. Eneopteridae. □• o", Tiit Tympanum; grösser und gröber, Länge 16, Hinterschenkel 11 mm.; fast einfarben, ockergelb. Kilimagri/llus ochraceus. Taf. 6, Fig. 8. DD- cf^ ohne Tympanum; klein und schmal; Länge 9 — 11, Hintersehenkel 7,5 — 8,5; von den Augen nach hinten über Pronotum ein hellgelbes Band. Euscyrtus bivittatus. 96 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 5. Gryllotalpid». Grjilotalpa africana Beauv. IviRB. Cat. Achetidee, p. 6. — Zwei Exemplare dieser in ganz Afrika und Südasien sowie auch in Australien verbreiteten Art von der unteren Kulturzone und dem Misch- walde bei Kibonoto, Küimandjaro, März, Sept. cf $. Tridactjius usambariciis n. sp. Kopf schwarz mit einer feinen, gelben, gebogenen Linie zwischen den oberen Ocellen und von dort drei nach hinten gehende gelbe Linien, welche nicht den Nacken erreichen, die äusseren längs der Innenseite der Augen; Fühler dunkel, 10-gliedrig, das 2. Glied sehr kurz, das 3. länger und schmäler als das Basalglied ; Pronotum ohne Quer- furche, eingedrückt punktiert, etwa so dicht wie bei variegatus, schwarz mit gelber Hinterecke und einem schmalen Saum am Hinterrand; Vorderbeine: Hüften gelb, tief an der Basis schwarz; Schenkel gelb, hinten ausgehöhlt, die nach hinten konvergierenden Seitenränder und ein Strich längs der Oberseite braun; Schienen dunkel schattiert, längs der Mitte der Innenseite mit einer deutlichen Binne, am Aussenrand mit ^ Dörnchen; Mittelbeine schwarz, gelb gefleckt, Hüften und Trochanter gelb. Schienen zuerst ziemlich gleichbreit, nach aussen allmählich etwas verjüngt; Hüften der Hinterbeine gelb, Schenkel aussen braunschwarz mit gelber Basis, gelbem Unterrand und zwei gelben Querrändern, an der Innenseite die dunkle Farbe heller, braun; Hinterschienen dunkel schattiert, ein Ring oben, Lamellen und Sporen blassgelb, an der Spitze aussen mit 4, innen mit 3 Lamellen, oben fast völlig glatt, nur mit 1 — 2 winzig kleinen, kaum sichtbaren Zähn- chen; Metatarsus etwas länger als die anliegenden Sporen, die Hinterseite etwas lamellen- artig erweitert, hyalin, mit gebogenem Rand; Hinterleib schmal, gleichbreit, nach hinten etwas verengt, oben dunkel, gelblich angehaucht, unten gelblich, nach hinten etwas dunkel schattiert, dicht eingedrückt punktiert; Deckflügel dunkelbraun an den Seiten, besonders unten-hinten heller, halb durchleuchtend, mit 3 Adern, die mittlere gerade, die untere zuerst nach unten, dann in einem langen Bogen nach oben geschwungen, die innere zuerst ziemlich lang gebogen, dann fast gerade; Flügel lang, blass, nach aussen dunkel, reichen ein Paar mm. hinter den Hinterleib; Subgenitalplatte cylindrisch, hinten abge- rundet, etwas zusammengedrückt, unten schwach gekielt, die Seitenfeile etwas länger als breit; Endsegment des Hinterleibs gewölbt, ohne Rinne, in nat. Lage ziemlich ebenso lang wie breit, hinten abgerundet, die Seiten an der Basis gerade; das vorletzte Segment vorn, hinten und an den Seiten gerade, breiter als lang; Appendices anales bis etwa an die Mitte verschmolzen, gelb, hinten in zwei cylindrische, dunkle, nach aussen verjüngte Spitzen auslaufend; Mittelglied der Cerci schwarz, cylindrisch, ziemlich so lang wie die Analanhänge, das kurze Basalglied und Stylus gelb. — Länge 7, mit Flügeln 9, Deck- flügel 3, Hinterflügel 7, Hinterschenkel 4,5 mm. — üsamhara: iMombo, Juni; 1 (f. SJÖSTKDT, (JHlhl.UllEA. 97 Steht T. diijitatus Coqueb. (Sauss. Mem. Soc. Geneve, I.S77, p. 52; Rev. Suisse Zool. 1\', 1897, p. •ili) am nächsten, h;it aber andere Farbe; die I.amellen der Ilinter- schenkel sind 4 : 3 statt 4 : 4. Gryllid». Neniobius iiiaculosiis Sauss. Ahh. Senckenb. Ges. XXI, 1899, p. 600. — Die 1. r. aus Madagaskar beschrie- benen cf sind jüngere Exemplare und stimmen gut mit solchen vom Kilimandjaro überein. Die alten sind viel dunkler. Der Kopf ist schwarz mit 6 gelben Striemen, die zwei äusseren jederseits kurz, hinten vereinigt; die zwei mittleren strecken sich bis an die oberen Ocellen; unter diesen Ocellen in der Mitte noch zwei gelbe Striemen, die oft oben und unten vereinigt sind; Pronotum tief schwarz, oben mit einzelnen Flecken und oft einer gelben Strieme längs den Rändern, die Seitenlappen ganz schwarz. Reine dunkel bis schwarz, Hinterschenkel am Oberrand oft mit 2 — 3 gelben Punkten. Dornen oben an den Hinterschienen 3 : 4, dunkel, oben und unten gelb. Deckflügel dunkel, oben gelblich umsäumt und bisweilen gelblich schattiert. 5 von derselben Farbe wie das c/'; die Deckflügel sind kurz, reichen jedoch deut- lich über die Mitte des Hinterleibes, braun und gelbhch oder schwarz mit gelblichem Schulterstrich; Legescheide fast gerade, gegen die Spitze ein wenig breiter, lang zuge- spitzt, mit gerader Oberseite und gebogener Unterseite, so lang wie die Deckfliigel; Hinterflügel fehlen; Hinterleib bisweilen oben mit zwei gelben in Punkte aufgeteilten Längsbändern. Länge 5 — 5,.'?, Pronotum 1,5, Deckflügel 2,^, Hinterschenkel 4, Lege- scheide 2,5 mm. Die gemeinste Nemohius-kvi des Gebiets. Lebt gern unter abgefallenen, vermoderten Blättern, sitzt mit schräg nach oben-hinten gerichteten Hinterbeinen und hüpft recht gut. Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-Steppe, Sept. —Nov. ; 16 (f, 27 $• NemoMus massaicus n. pp. Mehrere vom Kilimandjaro-Meru-Gebiet mitgebrachte Nemobius-cf ähneln so voll- ständig einem vorhegenden Exemplar von N. Heyäenii Fisch (Sauss. Mem. Soc. Geneve, 1877, p. 90) aus Ungarn, dass ich sie, da ja auch der europäische Oecanthus pclluccns in diesen Gegenden wiedergefunden worden, zuerst für identisch hielt. Auch darin stimmen sie überein, dass Chorda 1 und 2 nach unten lang verschmolzen ("gestielt") sind, während sie bei der anderen Art fmaculosnsj ganz frei, oder nur tief an der Basis ver- einigt, sind. Zwei der Meru-Exemplare haben lange, ausgebildete Hinterflügel, die so weit hinter den Deckflügeln wie von diesem Punkt bis an den Scheitel reichen; die übrigen entbehren Hinterflügel. Nur betreffend den Spiegel ist eine gewisse kleine Verschieden- heit von Heijdenii vorhanden. Der Spiegel ist bei massaicus fünfseitig, hinten oft etwas abgerundet, und durch 2 — 3 Zweige, die in einem Winkel oder als ein Y von der hinteren inneren Seite ausgehen, geteilt, und deren innerer Zweig an die Innenseite des Sjöstedts Kilimandjaro-Meni Expedition. IT. 13 98 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5. Spiegels geht, wodurch die vordere-innere Seile ungeteilt erscheint (Typus I, nach de Saussure), wogegen bei Heyäcnii die Querader an die vordere-innere Seite geht, die dadurch geteilt wird (Typus 2). Ferner streckt sich (wenigstens beim vorliegenden- Ex.) der Spiegel mit dem inneren-oberen Winkel fast bis an die 1. Chorda, wogegen bei massaicus diese durch eine ziemlich lange Ader verbunden sind. In der Regel sind die 7)iassiiiriis-Ex. etwas kleiner als Hcjjdenii, eines ist dagegen sogar etwas grösser. Länge 5 — 6 (mit Hinlerflügeln 11 — 12), Deckfliigel 3,.3 — 3,6 (bei einem grösseren mit langen Hinterflügeln 4), Hinterschenkel 4 — 4,5 (bei dem grösseren 5,5) mm. — Küimandjaro: Kibonoto, Mischwald-Steppe. — J/fnt-Niederung, Flusspferdseen; Sept., Nov., Dez.; 9 (f. NemoMus iiiveipalpiis u. sp. Kopf, Thorax, Schenkel der Vorder- und Älittelbeine nebst Körper tief schwarz, Fühler, Schienen und Tarsen der Vorder- und Mittelbeine bräunlich; die zwei letzten Glieder der Palpen vorn schneeweiss, hinten nebst den übrigen Gliedern schwarz; Hinterbeine ledergelb, Schenkel aussen an der Mitte dunkel, etwas gestreift, Schienen oben mit 3:3 Dornen; die Deckflügel reichen etwas über die Mitte des Hinterleibs; Legescheide fast gerade, lang zugespitzt, etwas kürzer als die Deckflügel. Länge 6, Pronotum 6, Deckflügel 3, Hinterschenkel 4,s, Legescheide 2,5 mm. — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Nov.; 2 $. Aclieta morio Fabr. KiRB. Cat. Achet. p. 24; Sauss. Mem. Soc. Geneve XXV, 1877, p. 136, pl. 12, IX, flg. 9 bis; Karny o. c. 1907, p. 290. — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone- Niederung, besonders im Mischwald, Gangasumpf; April, Mai, Nov., Dez.; 8 c/', 20 $ und Larven. Acheta biniaculata De Geek. Kirb. Cat. Achet. p. 26. — Besonders auf der Steppe und im Mischwalde wurde diese über ganz Afrika bis nach Südeuropa verbreitete Art, oft unter zerstreut liegenden Steinen, häufig angetroffen. Sie ist eine ausgeprägte Bewohnerin der Niederung und war schon in der mittleren Kulturzone sparsam. So nahe auch die beiden Berge einander liegen, wurde sie nur einmal in der Äleru-Niederung angetroffen, wo sie durch Gnjllns meruensis ersetzt wurde. — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Mischwald — Obst- gartensteppe — Grassteppe; Natronseen zwischen dem Kihmandjaro und Aleru; 29 cf, 28 $ nebst Larven; Jan., Febr., Sept., Nov., Dez., besonders häufig im Nov. — Dez. Meru, Ngare na nyuki, okt. ; 1 §. Grijllm luguhris Stäl, dessen Typus vorliegt, ist, wie schon de Saussure (Mem. Soc. Geneve 1877, p. 159) vermutet, nur eine Variation von himaculatus, mit gelblichen Deckflügeln und rostbräunlichen Beinen; solche Ex. liegen auch vom Kilimandjaro vor. Gr.vlliis luenicusi.s u. sp. cf: Einfarben, matt schwarz, mit glänzendem, glattem Gesicht; Hinterschenkcl an der Basis rötlich; Mandibeln mehr oder weniger gelbrot, Ocellen gelb, in Dreieck gestellt; SJÖSTEDT, CiRYLI.ODEA. 99 Ccrci oft heller als der Körper, gelbbriiunlicli; Hinterschenkel oben gegen die Spitze mit einem gelltlichen, bisweilen undeutlich begrenzten B'leck, auch die Unlerränder gelblich; Hinterkopf und Fronolum fein und kurz, ziemlich schwach, Beine dichter und länger be- haart; Aussenseite der Ilinterschenkel sehr fein und dicht, seidenartig behaart ; Pronotum längs dem Vorder- und Hinterrand mit t^twas längeren schwarzen Haaren gesäumt; Kopf vorn gewölbt, stärker an alten, grossen Exemplaren, und erinnert dann ;ui Scapsipedus, am höchsten zwischen den Fühlern etwas unterhalb der unteren Ocelle; (iesicht unterhalb der Fülller von der Seite gesehen gerade, oberhalb dersellien etwas gewölbt; Stirn zwischen den Fühlern kaum doppelt so breit wie das abgeplattete, etwas rötlich ange- hauchte Basalglied der braunschwarzen Fühler; Palpen dunkelbraun, z. T. liell ange- haucht, Endglied deutlich länger als das vorletzte; Pronotum gleichmässig breit mit etwas eingebuchtetem Vorderrand und ganz gerade abgeschnittenem Hinterrand; Unterrand der Seilenlappen gerade, etwas schräg nach hinten-oben gerichtet, Vorderwinkel etwas stumpf abgerundet, mit etwas gebogener Vorderseite; Vorderrand des Pronotum, besonders an den Seiten, oft schmal hell gesäumt; Deckflügel grauschwarz, z. T. etwas durchsichtig, grau, reichen ziemlich an die Basis der Subgenitalplatte, die von oben sichtbar ist; Venas obliquce in der Hegel 3, die zwei hinteren oft kräftiger, oben winkelig gebogen; bisweilen sind die drei hinleren kräftig, und manchmal isl vor denselben noch eine 4., oft gefurchte, Ader vorhanden ; an einem Exemplar sind nur die 2 hinteren deutlich zu unterscheiden ; Spiegel ziemlich rhombisch, durch eine bogenförmige Linie geteilt, bisweilen ungeteilt; Apicalfeld mit 4—5 deutlichen Zellenreihen, kürzer als die Breite des Spiegels, ziemhch so lang wie der hintere Spiegel; zwischen Chorda prima und der Diagonalader — 3, zwischen derselben und dem Spiegel 1 — 2 Queradern; Laleralfeld vorn mit weissem Rand und 4- unge- zweigten Adern, Mediastinalader mit 3—4 Zweigen, die Adern des Lateralfeldes mit ab- stehenden Queradern verbunden ; Hinterflügel fehlen ; Foramen der Vorderschienen weiss, an der Aussenseite gi'oss, langgestreckt oval, an der Innenseite sehr klein aber deutlich, rund; Vorder- und Ähttelschienen mit resp. 3 u. 4 Enddornen; Hinterschienen oben mit 5 : 6 Dornen, der mittlere Enddorn (innen) deutlich länger als der obere; Enddornen heller als die übrigen, mehr rötlich; Metatarsus oben rinnenförmig, an den Rändern mit ziemlich kräftigen Zähnclien besetzt; Cerci nach hinten verjüngt, behaart, kürzer als die Hinterschenkel; Subgenitalplatte abgerundet, von den Seiten zusammengedrückt, para- bolisch. Länge lü— 21, Pronotum 4—4,6, Breite desselben 5—6, Deckflügel 8,5 — 11,5, Hinterschenkel 12 — 15, Hinterschienen 9—11 mm. $: Malt schwarz, wie das cf, mit gelben Ocellen und an der Basis rötlichen Hinter- schenkeln, der gelbliche Fleck oben an den Hinterschenkeln nach hinten oft verschwun- den; das ganze Insekt dichter filzig, silberweiss, bisweilen z. T. goldgelblich behaart; Gesicht glatt und glänzend; Deckflügel sehr kurz, schwarz, glänzend, reichen nicht an die Älitte des Hinterleibs; Dorsalfeld mit etwa 7 hohen, hier und da, besonders an der Mitte und nach innen, durch schräg gestellte Nebenzweige verbundenen Adern; Mediastinal- adern mit ü— 2 Zweigen, das übrige Lateralfeld mit 3—4 einfachen Adern; Hinterfiügel 100 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5. rudimentär; Legescheide gerade, so lang wie Körper mit Pronotum, vor der Spitze etwas erweitert, gelbrot, fein zugespitzt. Länge 18 — 20, Pronotum 4 — 4,5, Breite desselben 5 — 6, Deckflügel 4—6, Hinterschenkel 12 — 14, Hinterschienen 9 — 10, Legescheide 14 — 17 mm. An demselben Ort wie diese schwarzen, ausgebildeten Exemplare wurden mehrere Nym- phen gefangen, die, obgleich in Farbe von den anderen ganz verschieden, doch ohne Zweifel derselben Art angehören. Sie sind ockergelb, dunkel gefleckt oder gestreift. Kopf braun- schwarz mit gelben Ocellen; Scheitel mit 6 gelben Striemen, die zwei seitlichen, schräg oberhalb der Augen, vorn und hinten vereinigt, einen dunklen Fleck umfassend, zwischen den zwei mittleren ist der Scheitel bisweilen etwas gelblich; ein gelblicher Fleck unten hinter den Augen; in der Stirn eine feine ^-förmige gelbe Zeichnung, die jederseits an der Ocelle endet; auch unter der unteren Ocelle ein gelber Strich; Pronotum ocker- gelblich, dunkel punktiert und gefleckt, mit zwei von glatten Linien begrenzten pulverhorn- förmigen Flecken, die Seitenlappen grösstenteils dunkel; vier lappenförmige Flügel sind vorhanden; Hinterleib oben ockergelblich mehr oder weniger dunkel gefleckt; Hinter-* schenket aussen deutlich schräg, dunkel gebändert, oben-innen hell, an der Mitte braun, gelblich gefleckt; Legescheide des $ kurz, gerade, etwa 7 mm. Von diesen helleren Formen bilden andere viel dunklere einen Übergang zu den schwarzen, alten. 31 Exemplare, alle von der Jffr^-Niederung, Ngare na nyuki, darunter 15 alte cf und 4 alte $, die alten im Okt. — Nov., alle Nymphen im Jan. angetroffen Diese Art steht in vielen Hinsichten Gryllua afer sehr nahe, die Flügel des c/' und nochmehr des $ sind aber bedeutend kürzer und Pronotum ist hinten gerade abge- schnitten, nicht wie bei afer und himacidatus gebogen, und bisinuiert. Die hier beschrie- benen Nymphen stimmen in der Zeichnung gut mit der unter var. c des afer von DE Saussure (Mem. Soc. Geneve, 1877, p. 160j beschriebenen Form. Grjllus (lomesticns L. Sauss. Mem. Soc. Geneve, XXV, 1877, p. 173. — Diese kosmopolitische Art ist im Gebiete wirklich verljreitet, nicht zufällig eingeschleppt, und wurde in öden, menschen- leeren Gegenden, z. B. in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki, angetroffen. — KilinnDuljarn: Kittonoto. — Jl/e>'»-Niederung, Dez. $$. In seiner Arbeit über die Orthopterenfauna Ägyptens (S. B. K. Akad. Wiss. Wien, mat.-nat. Kl. 114-, 1905, p. 4-32) sagt Dr. Werner betreffend die Verbreitung dieser Art . . . "Sonst noch in ganz Europa mit Aus- nahme Skandinaviens". Hier in Schweden kommt aber die Hausgrille in den Wohnhäusern vom Süden bis nach Stockholm vor, und kann bisweilen recht lästig sein. Im allgemeinen jedoch sparsam. Gryllus xanthoneurus Gerst. v. D. Deckens Reisen Ost-Afr. Ins. p. 22, Taf. 1, Fig. 10, 10 a. — War besonders in der Kullurzone sehr gemein, wo er in den Farmen unter abgefallenen, getrockneten Bananenblätlern und anderen Blättern lebte. SJÖSTEDT, ORYLLODEA. 101 Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-Mischwald, Febr., April, Sept. — Nov.; am häu- figsten im Nov.; 18 o^, 25 $, zahlreiche Larven, die meisten im Sept. erbeutet. Grjilus Bnmiieri Selys. KiRB. Cat. Achet. p. 32. — Gr. contaminatus Gehst., v. d. Deck. Reise p. 26. — Ein altes § und acht Larven liegen von der if(?r?<-Niederung, Ngare na nyuki, Nov. — Dez., vor. Die Larven ähneln sehr denen des Gr. xantlioneurus, das Gesicht ist aber, be- sonders unten an den Mundteilen, viel schwärzer, und die Fühler sind pechschwarz, nicht wie bei xanthoneurus hell, rotgelb. Eine der Larven ist am selben Tag wie das $ ge- fangen, ein paar andere den folgenden Tag am selben Ort und gehören sicher zusammen. Gryllus coiispersus Schaum. KiRB. Cat. Achet. p. 32. — Vielleicht noch allgemeiner als xanthoneurus gehört dieser mehr der Steppe und dem Mischwald an, von wo er, allmählich an Anzahl abneh- mend, durch die Kulturzone geht; höher habe ich sie nicht gefunden. War besonders im Aug. — Nov. häufig. Während von Kibonoto am Küimandjaro über 90 Exemplare mitgebracht worden, habe ich am Meru, Ngare na nyuki, nur 7 Stück, die meisten Larven, antreffen können, ein analoges Verhältnis wie bei Acheta bimaenlata, das auch, wie zahl- reiche ähnliche Beispiele, zeigt, wie streng die verschiedenen Arten oft auf die verschie- denen Orte dieser Berge begrenzt sind. Gryllodes massaicus n. sp. cf- Braunschwarz mit hellgelben, dunkel gefleckten und gestreiften Beinen; Ivopf gewölbt mit etwas schräg abgeschnittenem Gesicht, abgerundet, nach unten verengt, deut- lich länger als breit, glänzend braunschwarz mit einzelnen Haaren und einem kleinen fein behaarten Fleck hinter den Augen ; die triangulär gestellten Ocellen, ein kleiner Fleck an der Basis der Mandibeln und das Epistom, mit Ausnahme von zwei birnenförmigen, braunen Flecken, hellgelb ; Mandibeln und Oberlippe gelblich, die letzteren an der Mitte und jederseits braun; Scheitel mit G kurzen gelblichen Linien, die zwei äussersten jeder- seits oft an der Basis vereinigt; Palpen hellgelb, z. T. bräunlich schattiert, das Endglied am längsten, dunkel mit heller Vorderseite; Pronotum cylindrisch, abgerundet, nach hinten etwas verjüngt, schwarzbraun, oben mit kleinen, wenig stark hervortretenden gelben Zeichnungen, an den Seitenloben mit einem gelben Fleck; Vorderrand gelblich, etwas eingebuchtet, Hinterrand gerade abgeschnitten; Unterrand der Seitenlappen gerade, etwas schräg nach hinten-oben gerichtet; Deckflügel kurz, reichen etwa an die Mitte des Hinterleibs, dunkelbraun, vense obliquae 2, ziemlich gerade, die vordere gegen die Basis etwas gebogen; Spiegel fünfeckig-oval, ungeteilt, empfängt von der chorda prima zwei Zweige, der eine von der Mitte, der andere vom unteren Ende; Lateralfeld der Deck- flügel schwarz mit hellem Saum an der Basis des Aussenrands, Mediastinalader ungeteilt, nach hinten mit der Humeralader verbunden, Lateralader 4, einfach; Vorderschienen aussen mit einem deutlichen, schmal ovalen Foramen; Beine hell gelblich, dunkel gefleckt, 102 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEBU EXPEDITION. 17: 5. Hinterschenkel oben an der Mitte deutlich dunl^el gestreift, gegen die Spitze dunkel ge- fleckt, ol)en dunkel mit einem grösseren und mehreren kleineren gelben Flecken; Hinter- schienen und Tarsen dunkel mit gelben Dornen, die an der Oberseite der Schienen, mit dunkler Basis; Hinterschienen oben mit 5 — 7 : 6 — 7 Dornen; Hinlerleib oben braun- schwarz, unten wie Slernum gelblich; Cerci dunkel. — Länge 11, Pronotum 2,7, Breite desselben 3,5, Deckflügel 4,.';, Hinterschenkel 8, Hinterschienen 6 mm. Eine vorUegende Larve derselben Art ist etwas heller, die zwei äusseren Striemen des Scheitels gehen auch nach vorn zusammen, die Wangen hinter und unter den Augen und unteres Gesicht gelb, Epistom an der Mitte braun, der untere Ocellenfleck setzt sich nach unten in eine gelbe Strieme fort, der untere Teil der Seitenlappen des Pronotum breit weissgelb, oben von einem schwarzen Band begrenzt, das etwas dunkler als die etwas gelb verwachsene Oberseite des Pronotum erscheint; fast die ganze Aussenseite der Hinterschenkel braun und gelb gestreift. Hinterschienen und Tarsen heller als bei dem alten. Scheint dem neuhoWändischen Gr. ßa vi sj) via Sauss. am nächsten zu stehen; diese hat aber längere Deckflügel, entbehrt gelbe Striemen am Scheitel und besitzt dreieckigen, spitzwinkeligen Spiegel. Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Okt., Nov.; 1 c/', 1 $ jun. Grjllodes physomerus Geest. Grißlus ph/ftomerits Gehst., v. d. Deckens Reise, Ins. p. 21; CoplwgrjßHS i^hyao- merm Sauss., Mem. Soc. Geneve, XXV, 1877, p. 233. — Bisher war nur das junge, fast flügellose, vom Djipesee am Kihraandjaro beschriebene cf dieser Art bekannt. Ausser 5 solchen liegen ein altes c/' und zwei $ vor. Das alte cf besitzt nicht nur normal entwickelte Flügel sondern auch ein deutliches, grosses Foramen an der Aussen- seite der Vorderbeine und Andeutung eines solchen an der Innenseite derselben und ist ein typischer Gryllodes. Das alte cf ähnelt in der Farbe dem von Gerst^cker und Saussure 1. c. beschrie- benen jüngeren cf, der Hinterkopf, hinter dem breiten, gelblichen Scheitelband, dunkel- braun, hat aber nicht vier blasse Linien wie Saussure angiebt ("occipite brunneo, lineolis 4 pallidis"), von denen Gerst.'ECKER in seiner Originalbeschreibung auch nicht spricht. Sehr charakteristisch für diese Art ist der schwarze oder braune, nach innen von einem weissgelben Ring begrenzte Fleck oben an der Spitze der Hinterschenkel, der bei so- wohl alten als Larven vorhanden ist. Die Deckhügel des alten cf reichen etwas über den Hinterleib, sie sind licht und durchscheinend braun, gegen die Basis hin etwas dunkler, mit hornbraunen oder horngelben Adern; Arcus geht nahe dem Hinterrand des Pronotum quer über den Flügel bogenförmig hin, vena? obliquse 3, die basale an der Spitze gegabelt, einfach, nicht S-förmig, gel)0gen, Diagonalader an der Mitte scharf stumpf- winkelig gebogen; der Spiegel wie das Älittelfeld stark erhaben gestreift, ziemlich oval mit einer geraden, von der Diagonalader gebildeten rechten, und abgekürzten linken, Innenseite, die Aussenseiten bilden zusammen einen fast gleichmässigen Bogen; die Querader zuerst SJÖSTEDT, GRYLLODEA. 103 ziemlich gerade, vor der Spilzc fasl w inkelreclil abgerundet gebogen, Hinterflügel kürzer als Deckdügel. Die vorliegenden $ scheinen, obgleich etwas grösser als die (/, nicht ausgebildet zu sein; sie entbehren vollständig Flügel und die Vordertibien Foramen. In der Farbe ähneln sie den Alännchen und haben wie diese 6 Paar Dornen oben an den Hinterschienen. ^ Länge 13 — 14, zur Spitze der Hinterschenkel 17 — 18, Pro- notum 3,3 — 3,-.i, Deckflügel 8, Vorderschenkel 3,2 — 3,5, Hinterschenkel 10 — 10,5; 5 Länge 15, zur Spilze der Hinterschenkel 19 — 20, Pronotum -l-, Vorderschenkel 4, Hinter- schenkel 12, Legescheide kurz, gerade zugespitzt, 6 — 7 mm. — J/er»-Niederung, Ngare na nyuki, Jan., Okt.; 6 (f, 2 5- Vom Djipesee am Kilimandjaro beschrieben. Gryllodes superciliosus n. sp. (f: Kopf braunschwarz mit zwei breiten, etwas unregelmässigen, nach vorn kon- vergierenden, gelbweissen, über die Augen, durch die oberen Ocellen gehenden, vorn mit einem ovalen, gelbweissen Stirnfleck zusammenfliessenden Bändern; eigentlich gehen sie nach vorn nicht direkt zusammen, sondern biegen sich hier winkelig zurück und ver- einigen sich an der vorderen Ocelle, wo sie mit dem Oberrand des hellen Stirnflecks zusammenschmelzen oder sie sind durch einen oft unvollständigen, dunklen Strich von ihm getrennt; hinten am Scheitel erweitern sie sich und umschliessen einen kleinen dunklen Fleck; am Scheitel zwischen diesen breiten Bändern zwei feine, oft kurze, durch eine Querlinie H-förmig vereinigte Linien; Wangen, Oberhppe, Epistom und Kieferbasis weisslich, ein grösserer Fleck vor und hinter den Augen, ein kleiner Fleck an der Kiefer- basis, ein Querstrich jederseits oben am Epistom und ein Längsstrich an der Mitte der Oberlippe schwarz ; der grosse, schwarze, dreieckige Fleck vor den Augen vereinigt sich mit den der anderen Seite an der Mitte über dem Epistom; Palpen hell, Endglied dunkel; Pronotum gewöll)t, oben etwas abgeplattet, vorn und hinten gleich breit, die Seiten etwas gewölbt, so dass Pronotum an der Mitte etw-as breiter erscheint; Vorderrand deutlich einge- buchtet, Hinterrand gerade abgeschnitten , Unterrand der Seitenlappen gerade, Vorderwinkel schwach stumpf, abgerundet. Hinterecke ziemlich breit gleichmässig gebogen; Pronotum oben dunkel, etwas hell marmoriert oder gefleckt, längs den Seiten ein breites, oben und unten von einem hell sandgelben Band begrenztes schwarzes Band, das obere zerstreut dunkel punktiert, das untere ungefleckt; die Bänder der Seitenlappen schmal schwarz gesäumt; Vorder- und Miltelbeine stark behaart, gelblich zerstreut, schwarz gefleckt, die Schienen längs der Unterseite schwarz; Foramen nur an der Aussenseite der Vorderschienen, weiss, langgestreckt oval; Endsporen und Krallen rotgelb, auch Tarsen rotgelb angehaucht, Endglied dunkel; Hinterschenkel fein dunkel gebändert, oben dunkel schattiert, vor der Spitze innen mit einem schwarzen, abgerundeten Fleck; Hinterschienen längs der Unter- seite schwarz; Dornen der Hinterschienen 5:6, hornröthch, bisweilen etw^as dunkel an- gehaucht, an der Basis und in der äussersten Spitze dunkel; Mittelsporn der Innenseite ein wenif; länger als der obere; Metatarsus oben breit rinnenförmig, an den Rändern mit 6 — 8 Dornen; Deckflügel etwas kürzer als der Hinterleib, horntärben graubraun, längs dem Aussenrande des Rückenfeldes etwas heUer; Mediastinalader an der Spitze lOi SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 5. gegabelt; Randfeld mit 4 bis an den Vorderrand freien, durch viele Queradern verbun- dene Längsadern; venfe obliquee 4 — 5; Spiegel ziemlich oval mit fast gerader Vorderseite, hinten durch eine gebogene Linie abgeteilt; Apikaifeld ziemlich oder kaum so breit wie der kleinere Spiegel; Bauch von den Seiten zu einem unten flachen, schmalen Kiel, mit winkelrecht abgesetzten Seiten, stark zusammengedrückt; auch die Subgenitalplalte von den Seiten zusammengedrückt, viel höher als breit, gelblich, hinten mit einem schwarzen Längsband, jederseits nach oben mit einem dunklen Fleck. Länge 11 — 13, Pronotum 2,fi — 2,8, Breite desselben 4, Deckflügel 6 — 7, Breite des Dorsalfelds 3,9, Hinterschenkel 9,8 — 10 mm. 5: Alle vorliegenden 5 scheinen Nymphen zu sein, entbehren entweder ganz und gar der Flügel oder die Deckflügel sind als kleine Rudimente vorhanden. Sie ähnelt den cf in der Zeichnung, die zwei feinen hellen Mittellinien des Scheitels sind aber hier oft kräftiger und verbinden sich vorn oft mit den Supraokularbändern, der Hinterleib ist oben sandgelblich, dunkel punktiert und gefleckt. Legescheide kurz, gerade, nur bei einem, wie es scheint, ausgebildet, 8 mm. lang; hier sind die Deckflügel länger und viefleicht ausgebildet, 3 mm.; Dorsalfeld dreieckig, Randfeld breit abgerundet, kaum länger als hoch, mit 5 Längsadern, die vier obersten mit mehreren Queradern verbunden. Länge 11 — 14, Pronotum 2,7 — 3, Breite desselben 3,8 — 4, Hinterschenkel 9 — 10, Legescheide 3 — 8 mm. — Mern-'Niedenmg, Ngare na nyuki, Nov., Jan.; nördlich vom Meru Dez.; 7 cP, 16 ?• Diese Art steht GrijUodes episcopns Sauss. aus Westafrika am nächsten, Pronotum ist aber schmäler, nach vorn verengt, und mit etwas gebogener Seite, oben nicht dunkel punktiert sondern dunkel, hefl marmoriert und gefleckt, die Subgenitalplatte des cf von den Seiten zusammengedrückt, viel höher als breit, gelblich mit schwarzem Längsband und schwarzen Flecken ; ein vorliegendes cT des episcopus aus Guinea hat schalenförmige Subgenitalplatte, etwa doppelt so breit als hoch. Gryllodes aprieus Sauss., dem er auch nahe kommt (vergl. Karny, S. B. Akad. Wien, m. nat. Kl., Jahrg. 1907, Taf. 1, Fig. 6), ist kleiner, der Unterrand der Seitenlappen des Pronotum ist viel schräger, wodurch der Vorderwinkel spitzig, statt hier etwas stumpf, erscheint. Callogryllus n. g. Subgracilis; caput glabrum, globosum, antrorsum angustatum, pronoto paulo latius, infra apicem frontis rotundato-impressum ; frons inter antennas lata, articulo basali an- tennarum circiter duplo latior; ocelli in trigonum dispositi; pronotum prsesertim lateribus pilosum, rotundatum, cylindricum, canthis nullis, retrorsum vix angustatum, antice paulo incurvatum, postice truncatum, lobi laterales truncati, paulo obhqui; tibiae anticee in latere externo foramine instructae, apice calcaribus tribus, intermediae quatuor; tibiarum posticarum calcar superius (intus) intermedio fere eequale vel paulo brevius; femora postica tibise, metatarso addito, aequalia; tibiae postice spinis 6 — 7 : 5 — 9 instructae, meta- tarsus supra sulcatus lateribus serratis; elytra (/ abbreviata, dimidium circiter abdominis attingentia, speculo nullo; vena diagonalis valde late curvata, campus apicalis brevissi- SJÖSTEDT, GRYLLODEA. 105 mns, ven:P obliqua? 2 — 3, paulo curvata^ vena niediastina indivisa, venpe campi lateralis (i) simplices; aus aborlivis; elytra $ stiuamiformia, in dorso distanlia, venie indivisa^, venulis conjungenübus nullis; oviposilor ivctus, longiludine corporis pronoto addilo, ante apiceiii supra valde excisus, acuminalus; alis nullis; femina mare major. Diese Gattung steht Grijllodcs am nächsten, unterscheidet sich aber durch das voll- ständige Fehlen des Spiegels des c^. Die Diagonalader geht nämlich nicht schräg über den kurzen Flügel, sondern zuerst fast gerade gegen die Spitze desselben, ziemlich parallel mit den Chorden, biegt sich dann in einem breiten Bogen, der nicht weit vom Hinter- rand des Flügels geht, und wendet dann nach vorn; das grosse, erhaben striierte, ovale, nach der Basis hin verengte Mittelfeld ist infolgedessen von der ersten vena obliqua und der Diagonalader gebildet. Die Deckflügel des $ schuppenförmig mit einfachen Adern. Callogrjilus kllimaiKljaricus u. sp. Taf. 5, Fig. 9. — o^$: Kopf schwarzbraun mit gelben Ocellen; Oberlippe, Kiefer — mit Ausnahme der schwarzen Spitzen — Wangen unter und z. T. hinter den Augen sowie Palpen gelblich, Epistom oft etwas kastanienbraun; Fühler dunkel mit gelblicher Basis; Pronotum schwarzbraun mit gelbem, breitem, von einem schmalen, schwarzen Saum begrenzten Unterrand der Seitenlappen, oben mit zwei gelbroten oder bisweilen dunkleren birnförmigen Flecken; Beine rotgelb, fein behaart; Deckflügel schwarzbraun, das Dorsalfeld des c/' etwas schmäler als Pronotum, Seitenfeld breit gelblich gesäumt oder oft grösstenteils gelblich, mit 3 — 4 einfachen Adern, Queradern sparsam, wenig deutlich; Deck- flügel des $ schwarzbraun mit gelblich angeflogenem Lateralfeld, kurz, lappenförmig, mit etwa 9 ungezweigten Adern; Hinterleib schwarzbraun, unten gelblich; Subgenitalplatte des (f schalenförmig, etwas zusammengedrückt, an der Spitze stark zusammengepresst. Das $ ist bedeutend grösser als das