^i^ v ^ v t •£ ~* *-* £*w ■■*? ^s. V* ^ . * ;4 : .4**« ^ *r, *• • j 1 === ru ___« ii r^ _-; CT _ mm ^^ m "^ m (~M X CD mmmm o j TDED I IM ■L l_J 1 Dr. L. Rabenhorst's Kryptogamen - Flora von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz. Zweite Auflage vollständig neu bearbeitet von Andr. Allescher, Prof. Dr. A. Fischer, Prof. Dr. Ed. Fischer, Dr. F. Hauck, G. Limpricht, Prof. Dr. Ch. Luerssen, Prof. Dr. W. Migula, Dr. H. Rehm, P. Richter, Dr. G. Winter. Erster Band Pil *3*8*£- Leipzig. Verlag von Eduard Kummer. 1903. Die Pilze *> Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz. VIT. Abtheilung: Fungi imperfecti: Gefärbt - sporige Spliaerioideen, sowie Nectrioideen , Leptostromaceen , Excipulaceen und Familien der Ordnung der Melanconieen, mit Haupt-Register der VI. und VIT. Abtheilung bearbeitet von Andreas Allescher. Mit einem Begieitworte von Professor Dr. Freiherr v. Tubeuf. Mit zahlreichen in den Text gedruckten Abbildungen. ♦^■Hs- Leipzig. Verlag von Eduard Kummer. 1903. 2f 3 Alle Rechte vorbehalten. Andreas Allescher wurde im Jahre 1828 in München ge- boren und starb in seiner Vaterstadt am 10. April 1903 nach kurzer Krankheit, betrauert von seiner Wittwe, zwei Kindern, einer Pflege- tochter und seinen Freunden! Als der Verfasser den letzten Federstrich an seinem Werke gethan, legte er das Haupt zur ewigen Ruhe. Uns aber, denen er mit der Bearbeitung der „Fungi imperfecta" ein kostbares Erbe hinterliess, bleibt sein Andenken lebend und gar oft werden die Mykologen mit dem Gefühle der Dankbarkeit sein Buch in die Hand nehmen, um sich Raths zu erholen. Kaum eine andere Gruppe des Pilzreiches bietet der Bestimmung so mannig- faltige Schwierigkeiten wie die Fungi imperfecti und es gehörte ein besonderes Mass von begeistertem Interesse und unermüdlicher Ausdauer dazu, diesen mühsamen Theil der Rabenhorst'schen Kryp- togamenflora zu bearbeiten. Die frühere Auflage des Werkes bot keine Vorarbeit und es musste am meisten Anlehnung an Saccardo gesucht werden. Die mangelhaften Kenntnisse über das Vorkommen der Fungi imperfecti in den einzelnen Ländern Europas und ihre die Gebietsgrenzen oft überschreitende Verbreitung liess es bei dieser Gruppe weit mehr denn bei anderen wünschenswerth er- scheinen, die Flora nicht auf das gestellte Gebiet zu beschränken, sondern die Nachbarländer gebührend zu berücksichtigen. Auf diese Weise sind in die Flora gar manche Arten aufgenommen, die aus Italien oder Frankreich bekannt, im Gebiete höchst wahr- scheinlich auch vorkommen, aber bisher weder gefunden, noch gesucht wurden. Hätte der Verfasser nur die in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz beobachteten Species berücksichtigt, so würde die Bestimmung für das Gebiet neuer Arten nicht möglich sein. Wenn der Verfasser sich auch naturgemäss auf die Literatur stützen musste, so würde ihm die Arbeit kaum geglückt sein, hätte YI er nicht über ein selbst gesammeltes Herbar verfügt und sich durch Decennien mit dem Sammeln und Bestimmen der Pilze beschäftigt. Den Anfang hierzu machte er in seiner ersten definitiven Lehrer- stellung in Engedey bei Berchtesgaden. Dorthin kam er im Jahre 1859, nachdem er das Lehrerseminar Freising schon 1844 absolvirt und eine Thätigkeit als Hilfslehrer in Haag und am Institut für krüppelhafte Knaben in München hinter sich hatte. In dem einsam und idyllisch liegenden Gebirgsschulhause verbrachte Allescher seine freien Stunden mit dem Studium der Natur und legte den Grund zu seinen werthvollen Sammlungen*). Als er dann im Jahre 1862 nach München zurückgekehrt, an der Universität Collegien hörte und in den botanischen Kreisen Anregung und Anerkennung fand, vertiefte er seine Studien und beschränkte sie mehr und mehr auf das mykologische Gebiet, wenn auch seine 1872 erfolgte Anstellung als Lehrer für Naturkunde am k. Kreis-Lehrerinnen-Seminar, der städtischen Handelsschule, sowie der höheren Töchterschule in München sein Interesse auf allen Gebieten der Naturwissenschaft wach erhielt. 26 Jahre war er hier als naturwissenschaftlicher Lehrer thätig und es bedurfte seines ganzen Fleisses und der oft bewunderten Ausdauer, um neben dem anstrengenden Berufe sich mit so viel Erfolg dem mühsamen Stu- dium der Pilze hinzugeben. Erst seine im 70. Lebensjahre erfolgte Pensionirung brachte ihm Müsse, die ganze Kraft seinem mykologischen Hauptwerke, der Bearbeitung der Fungi imperfecti zu widmen. Und wirklich hat er bis zum Frühjahre 1903, seinem 75. Lebensjahre, alle Be- friedigung in der Arbeit, seine ganze Beschäftigung in dem Studium dieser Pilzgruppe gesucht und gefunden. Yon seiner unermüdlichen und erfolgreichen Thätigkeit zeugen die zahlreichen Veröffentlichungen in den Jahren 1884 — 1903. Zuerst trat Allescher 1884 mit einem im Verlage der Kellerer- schen Buchhandlung in München erschienenen Verzeichniss in Süd- bayern beobachteter Basidiomyceten hervor. Diesem folgten fort- laufend Verzeichnisse in Südbayern beobachteter Pilze in den Berichten des Botanischen Vereins in Landshut, und zwar 1885 „Basidiomyceten", 1887 „Gymnoasci" und „Pyrenomyceten" , 1889 „Peronosporaceen" , 1892 „Sphaeropsideen" , „Melanconieen" und *) Das mykologische Herbar ist an die botanische Abtheilung der k. forst- lichen Versuchs-Anstalt in München übergegangen. VII . „Hyphomyceten", 1898 „Hysteriaceen", „Discomyceten" und „Tube- raceen". Die neuesten Resultate seiner Pilzforschungen pflegte Allescher im Botanischen Verein in München mitzutheilen , dessen Vorstand- schaft er lange Jahre und bis zur Auflösung des Vereins angehörte. Die Berichte des Vereins erschienen im Botanischen Centralblatte und enthalten Mittheilungen von Allescher in den Jahrgängen 1885 bis 1898. Später veröffentlichte Allescher seine neuen Funde, Beobach- tungen und Diagnosen in der 1890 gegründeten Bayerischen bo- tanischen Gesellschaft, und zwar in Band I 1891, Band II 1892, Band IV 1896 und Band V 1897. Beide Vereine, die Baverische botanische Gesellschaft und der Botanische Verein in Landshut, die Allescher's Feder so Adele, be- sonders für die bayerische Flora, werthvolle Beiträge verdankten, ernannten ihn zum Ehrenmitgliede. Die Mykologen bezeigten ihm ihre Anerkennung durch Aufstellungen der Gattungen Allescheria, Allescherina und Allescheriella. Einige mykologische Mittheilungen Allescher's finden sich in der Hedwigia im Jahrgange 1894 und 1895, darunter Beiträge zur Pilzflora von Halle und über einige weniger bekannte Pilze aus den Gewächshäusern des Münchener botanischen Gartens. Zu erwähnen ist noch eine „Bemerkung zu Diaporthe tessela" in der Allgemeinen botanischen Zeitschrift 1896 und „Pilze aus dem Umanadistrict u von Allescher und Hennings in der Bibliotheca botanica 1897. Die Beobachtungen Allescher's Avaren nicht nur floristischer und systematischer Art, sondern gaben oftmals auch Hinweise über die Lebensweise und besonders auch den Parasitismus der Pilze, so betonte er zuerst die Gefährlichkeit von Cryptomyces maximus und zahlreichen anderen Pilzen. Auch ein paar phytopathologische Ab- handlungen „Zur Blattfleckenkrankheit des Epheus" und „Zwei ge- fährliche Parasiten der Gattung Codiaeum", veröffentlicht in der Zeitschrift für Pflanzenkrankheiten, Bd. V, 1896, geben hiervon Zeugniss. Mit Schnabl zusammen gab Allescher eine Exsiccaten- Samm- lung heraus, „Fungi bavarici", von der sieben Centimen erschienen. Leider ist nach dem Tode der beiden Herausgeber kein Mykologe mehr hier, der die Fortsetzung dieser Sammlung übernähme. VIII Die anspruchslose Bescheidenheit und die Rücksicht auf sein Alter Hessen Allescher lange zögern, die Bearbeitung der Fungi imperfecti zu übernehmen. Seinem gewissenhaften Charakter wider- strebte es, ein Werk zu beginnen, dessen Vollendungsmöglichkeit ihm unsicher erschien. Es bedurfte mancher Zuspräche, ihn dazu zu bewegen; dass er die Arbeit übernahm — und vollendete — , wird den Mykologen lange von Nutzen sein. München, im Juni 1903. v. Tuben/. -<«5i=~=*»>- Fungi imperfecti. I. Ordnung. Spliaeropsideeu. (Siehe Allesch., Fung. imperf. 1. p. 5, "VI. Abtheilung.) I. Familie. Sphaerioideae Sacc. (a. Sphaerioideae mit hyalinen Sporen. Siehe VI. Abtheilung.) b. Sphaerioideae mit stets dunkelgefärbten Sporen. Y. Abtheilung. Phaeosporae Sacc. Sporen kugelig, elliptisch, eiförmig oder länglich, ohne Querwand, oliven- oder russfarbig. Uebersicht der Gattungen dieser Abtheilung. I. Unterabtheilung. Ohne Stroma, mit getrennten Fruchtgehäusen. (Einfache Pilze.) A. Fruchtgehäuse kahl, a. Fruchtgehäuse sitzend, fast kugelig. 1. Fruchtgehäuse kugelig oder fast kugelig, mit Mündungs- papille, ziemlich gross, fast kohlig; Sporen langgestielt, länglich, meist über 15 /t lang Spkaeropsis. 2. Fruchtgehäuse kugelig oder niedergedrückt, ziemlich klein, typisch fast häutig ; Sporen sehr kurz oder undeutlich gestielt, kugelig oder eiförmig, klein, meist unter 15 /t lang Coniotliyrium. 3. Fruchtgehäuse einzeln, bedeckt oder fast oberflächlich, häutig-kohlig, geschnäbelt; Sporen eiförmig-länglich Naeinospliaera. Winter, die Pilze. VII. Äbth. 1 2 4. Fruchtgehäuse hervorbrechend - oberflächlich , fast kugelig oder hysterium-artig, kohlig-häutig, schwarz, endlich unregelmässig aufreissend; Sporen kugelig, kettenförmig verbunden, klein; Sporenträger einzellig, bündelweise Sirotliecium. b. Fruchtgehäuse gestielt -keulenförmig. 5. Fruchtgehäuse frei, vertikal abstehend, gestielt- keulig, kohlig, starr, endlich am Scheitel spaltenförmig aufreissend; Sporen durch die Sporenträger gestielt Lerieuxia. ß. Fruchtgehäuse mit Borsten besetzt 6. Fruchtgehäuse oberflächlich- oder sehr kurz-gestielt, mün- dungslos, überall mit Borsten besetzt; Sporen gestielt, stiel- rund-spindelförmig, russfarbig Ckaetoinella. II. Unterabtheilung. Fruchtgehäuse dicht gedrängt-rasenförmig vereinigt oder mit Stroma. 7. Fruchtgehäuse rasenweise hervorbrechend, dicht ge- drängt oder mehrkammerig Haplosporella. 8. Stroma halbkugelig, kohlig, frei; Fruchtgehäuse (Kammern) einreihig mit gemeinsamer Mündung; Sporen ziemlich gross Weinmaimodora. 9. Stroma polsterförmig, dann zusammenfliessend und ausgebreitet (ergossen) knotenförmig, mit einreihigen Kammern; Sporen meist klein, erst in Ketten, dann frei, mit Paraphysen Cytoplea» 10. Im äusseren Ansehen ganz deniRhytisma acerinum gleichend; Sporen kugelig oder eiförmig, braun . . Discomycopsis.. Illustrationen einiger Species von yorstehenden Gattungen. ,/ m. Sphaeropsis fabaeformis (Pass. Sphaeropsis Syringae (Fries) et Thüm ) Sacc. Peek etc. Sporen nach Thümen „Die Pilze des Sporen nach Currey on the fructific. of Weinstocks", p. 141, Tab. Y, Fig. 15. simple Slipaeriae. p. 329, Tab. 59. Fig. 116. mnnumuiuinimimfflnffii. Sphaeropsis Ulmi Sacc. et Eoum. a. Ein Eindenstückchen von Ulmus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach vergrössertes Fruchtgehäuse. c. Drei sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. Nach Sacc. et Eoum., Eeliq. Libert. Ser. IV in Eev. niycol. 1884, p. 33, Tab. 43, Fig. 15. Sphaeropsis Mori Berlese. a. Ein stark vergrössertes,^ senkrecht durchschnittenes Fruchtgehäuse." =. b. Sehr stark vergrösserte Sporen und Sporenträger. Nach Saccardo in G. Lindau, Fungi imperfecti, p. 363 in Engler, Natür- liche Pflanzenfamilien. Sphaeropsis Yisci (Sollm.) Sacc. a. Ein Zweig von Viscum album mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Senkrechter Durchschnitt durch ein Fruchtgehäuse in derEinde eines Zweiges. c. Senkrechter Schnitt durch die Basis eines Fruchtgehäuses mit Sporen, Sporenträgern , dem unteren Theile der Fruchtgehäusewand und Mycelhyphen. Nach Sollmann in Hedwigia II, No. 19, p. 187, Tab. 18, Fig. 1-3. 1* Co niothyrium Crepinianum Sacc. et Eoum. ct. Ein Stückchen eines Stengels von Brassica mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Drei senkrecht durchschnittene, schwach vergrösserte Fruchtgehäuse. c. Stark vergrösserte Sporen. Nach Sacc. et Eoum., Eeliq. Libert. Ser. IV in Eevue mycol. 1884, p. 32, Tab. 43, Fig. 18. Coniothrium fallax Eolland. a. Ein Blattstückchen von Carex ripa- ria mit dem Pilze in natürl. Grösse. b. Ein vergrössertes Fruchtgehäuse von der Seite gesehen. c. Ein vergrössertes Fruchtgehäuse von oben gesehen mit dem entleerten Schleiminhalte, in dem die Sporen eingehüllt sind. d. Stark vergrösserte Sporen. Nach Eolland in Eev. mycol. 1892, p. 167, Tab. 128, Fig. 16—19. Coniothyrium Palmarum Corda. a. Ein Stückchen einer Blattfieder von Chamaerops humilis mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. cd. Einzelne Fruchtgehäuse, schwach vergrössert. e. Sporen, sehr stark vergrössert. f. Ein Stück Haut des Fruchtgehäuses. Nach Corda, Icones etc. IV, p. 38. Tab. VIII, Fig. 106. Coniothyrium Hederae (Desm.) Sacc. a. Ein Stückchen eines Epheuzweiges mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Fruchtgehäuse im Querschnitt, ver- grössert. c. Sehr stark vergrösserte Sporen und Sporenträger. Nach Saccardo in Dr. G. Lindau, Fungi imperfecta p. 363 in Engler's Natürl. Pflanzenfamilien. Coniothyrium Populi Oudem. Sporen (1000 mal vergrössert) , nach Oudem., Contr. de la Fl. myc. des Pajs-Bas. XIII. p. 44, Tab. 9, Fig. 25. Naemosphaera tabacina (Berlese). a. Sechs schwach vergrösserte Frucht- gehäuse. b. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Saccardo in Dr. G. Lindau, Fungi imperfecti, p. 363 in Engler's Natürl. Pflanzenfamilien. Chaetomella Brassicae (Schw.) Starb. a. Ein Stück eines Brassica- Stengels mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein ebensolches Stück mit dem Pilze, schwach vergrössert. c. Ein stark vergrössertes Fruchtgehäuse. d. Sehr stark vergrösserte Sporen. Alles nach Starbaeck, Stud., p. 79, Fig. 58. Naemosphaera rostellata (Grove) Sacc. a. Ein ziemlich stark vergrösser- tes Fruchtgehäuse. b. Ein Stückchen Gewebe des Fruchtgehäuses , sehr stark vergrössert. c. Stark vergrösserte Sporen. Nach Grove in Journ. of Botan., 1886, p. 135, Tab. 266, Fig. 2. 6 ib d Cytoplea subconcava (Schw.) Starb. a. Ein Zweigstückchen von Viburnum dentatum mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein ebensolches mit dem Pilze, schwach ver- größert. c. Verschieden reife Sporen mit Paraphysen. d. Keife, sehr vergrösserte Sporen. Nach Starbäck, Stud., p. 82, Fig. 60. Haplosporella Francisci Dom. Sacc. a. Ein senkrecht durchschnit- tenes, vergrössertes Stroma mit drei Kammern. b. Zwei sehr stark vergrösserte Sporen auf den Sporenträgern. Nach Saccardo in Gr. Lindau, Fungi imperfecti in Engler's Natürl. Pflanzenfamilien, p. 365. Discomycopsis rhytismoides Jul. Müller. a. Ein Ahornblatt mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Jul. Müller in G. Lindau, Fungi imperfecti der Natürlichen Pflanzenfamilien. Sphaeropsis 7 Ahies LYIII. Spliaeropsis Lev. in Demicl. Yoy. p. 112 emend., Sacc, Mich. IL p. 115; Syll. III. p. 291. Syn. Podosporium Bon., Handb. p. 227 non Schweinitz. Macroplodia Westend., V. Not. p. 19, Note 2. Aplosporella Speg., Fang. Arg. Pug. IV. No. 299 pr. p. Gyratylium Preuss., Fang. Hoyersw. p. 102, No. 325. Microtheciam Corda sec. Preuss., Fang. Hoyersw. p. 73. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut hervorbrechend, kugelig, mit Mündungspapille, häutig-kohlig, schwarz; Sporen eiförmig oder länglich, einzellig, russfarbig; Sporenträger meist stäbchenförmig. Saccardo unterscheidet drei Untergattungen: 1. Eu-Sphaeropsis mit rinden- bewohnenden Fruchtgehäusen, in denen Sporen ohne Schleinihülle gebildet werden, 2. Macroplodia mit grossen von Schleim umhüllten Sporen, 3. Sphaeromma mit holzbewohnenden Fruchtgehäusen; die beiden letzten Untergattungen umfassen nur wenige Arten. Von den 167 Arten, welche Saccardo bisher aufführt, sind verhältnissmässig nur wenige in Mitteleuropa (überhaupt in Europa) nachgewiesen, während weitaus der grössere Theil der Arten bisher nur aus Nordamerika bekannt ist. Diese Gattung unterscheidet sich von der folgenden (Coniothyrium) besonders durch die Grösse der Sporen. Es werden jedoch von Saccardo mehrere Arten aufgeführt, die eben so kleine Sporen haben wie jene der Gattung Coniothyrium; diese sind' hier zur letzteren Gattung gestellt worden. Einige Arten mit dicht- gedrängten, rasenförmigen , oder auch mehrkammerigen Fruchtgehäusen wurden in die Gattung Haplosporella versetzt. Der Name kommt von Sphaeria = Sphärie und opsis = äusseres Ansehen, weil ihr Habitus ganz demjenigen der Sphaeria gleicht. Abies 2874. Spk. Ellisii Sacc, Syll. III. p. 300. Syn. Sph. Pinastri C. et Ellis in Grevillea. Fruchtgehäuse wärzchenförmig , von der Epidermis umgeben, hier und da fast herdenweise; Sporen verlängert elliptisch, braun, 30 u lang, 12 ti dick oder 35—40 li lang, 15 ,« dick. An berindeten Aesten von Pinus silvestris, bisher nur aus Nordamerika bekannt, Var AMetis Fautr., Kevue mvcol. 1897, p. 55. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 922. Ton der typischen Art verschieden durch 36—40 li lange, 12—14 li dicke Sporen und durch die Nährpflanze. An Zapfen von Abies pectinata in Frankreich. Die nordamerikanische Art musste aufgenommen werden, weil sonst die sehr unvollständige Beschreibung der Varietät ganz unverständlich geblieben wäre. Acer ö Sphaeropsis Acer 2875. Spli. minuta Bei. et F. Saccardo, Contr. Myc. Lusit. p. 7 Sacc., Syll. X. p. 253. Fruchtgehäuse klein, auf der Blattoberseite, 150 — 200 ß im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, in einem ausbleichenden, ocherfarbigen Flecken etwas zerstreut, von weitzelligem , paren- chymatischeni , ocherfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig-länglich, beidendig abgerundet, 18 — 22 /n lang, 8 — 9 fi dick, ocherfarben- gelblich, mit 1 — 2 Oeltropfen oder in der Mitte getheiltem Proto- plasma. An Blättern von Acer Pseudoplatanus in Portugal - Alnus 2876. Spli. Ahn C. et Ell. in Grevillea Y. p. 50. Sacc, Syll. III. p. 299. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 847. Fruchtgehäuse hervorbrechend, 3—4 miteinander verbunden, braun, eiförmig, fast häutig; Sporen gross, elliptisch, braun, 25—30 u lang, 10—16 u dick. An lebenden Aesten von Alnus in Sachsen (Krieger); von Alnus serrulata in Nordamerika. Wegen der 3 — 4 mit einander verbundenen Fruchtgehäuse wäre diese Art besser in die Gattung Haplosporella zu bringen. Ammophila 2877. Spli. lugubris Bomm., Rouss. et Sacc, Contr. Myc Belg. IY. p. 81. Sacc, Syll. X. p. 258. Fruchtgehäuse fast kugelig, kohlig, von der geschwärzten Epi- dermis bedeckt, 240—300 u im Durchmesser, mehr oder Aveniger gehäuft, mit einem Porus ^ufreissend ; Sporen elliptisch -spindel- förmig, flach, russfarbig, zuweilen mit zwei Oeltropfen, 18 — 21 fu lang, 9 — 10 fi dick. An Halmen und Blättern von Ammophila arenaria bei Ostende in Belgien mit dem Schlauchpilze Anthostomella lugubris Sacc. Arundo 2878. Spli. doiiaeina Moni, Cent. YI. No. 39, p. 51 et SylL No. 962. Sacc, Syll. III. p. 304. Fruchtgehäuse einzeln oder gehäuft, von der Oberhaut be- deckt, kugelig, schwarz, innen aschgrau, endlich am Scheitel mit einem weiten Porus geöffnet; Sporen länglich oder eiförmig, erst Sphaeropsis 9 Arundo hyalin, endlich gelblich, 15 // lang, 10// dick; Sporenträger 10 bis 30 // lang. An trockenen Scheiden von Arundo Donax in Frankreich. Bambiisa 2879. Sph. Passerinii Brun., Champ. Saintes V. p. 5. Sacc, Syll. X. p. 258. Fruchtgehäuse hervorbrechend, fast kugelig oder länglich, kohlig, ziemlich hart; Sporen elliptisch oder fast eiförmig, erst hyalin, dann kastanienbraun, 20 — 25 // lang, 10—12,5 // dick, mit fast kugeligen oder eiförmigen , viel kleineren Sporen untermischt ; Sporenträger stäbchenförmig, hyalin. An abgestorbenen Halmen von Bambusa arundinacea bei Saintes in Frankreich. Betula 2880. Sph. Betulae Cooke in Grevillea XIY. p. 4. Sacc, Syll. X. p. 256. Fruchtgehäuse fast herdenweise, zuweilen zerstreut, von der aufgetriebenen Cuticula bedeckt, niedergedrückt-kugelig, mit un- scheinbarer Mlindungspapille ; Sporen elliptisch, beidendig abgerundet, einzeilig, gelblich, 30— 32 /< lang, 9 // dick. An Zweigen von Betula alba bei Kew in Grossbritannien. Careoc 2881. Sph. caricina Passer, in Journ. Hist. Xatur. Bordeaux 1885, p. 136. Brunaud, Liste Sphaerops. p. 28. Sacc, Syll. X. p. 258. Fruchtgehäuse zerstreut, klein, kugelig, schwarz, bedeckt, mit der Mündung die Epidermis durchlöchernd; Sporen elliptisch oder eiförmig, russfarbig, einzellig (ob immer?), 18—22 // lang, 10 bis 12,5 // dick; Sporenträger kurz, etwas ungleich, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Carex riparia bei Saintes in Frankreich. Cavpinus 2882. Sph. carpinea Sacc. et Br., Syll. III. p. 299. Fruchtgehäuse hier und da rasenförmig- hervorbrechend, sehr schwarz, kugelig-kegelförmig, 1 / 4 — 1 / 3 mm im Durchmesser; Sporen länglich-elliptisch, 32 // lang, 16 u dick, gestielt, anfänglich hyalin, mit Oeitropferj, dann gelbbraun, einzellig. An abgestorbenen Aesten von Carpinus Betulus bei Troyes in Frankreich. Carpinus 10 Sphaeropsis Der Pilz neigt zur Gattung Haplosporella , aber die Fruchtgehäuse sind getrennt, wenn auch rasenweise. Castanea 2883. Spli. Castaneae Togn., Seconda Contr. Micol. Tose, p. 10. Sacc., Syll. XL p. 513. Fruchtgehäuse bedeckt, 225 u im Durchmesser, schwarz; Sporen 22 — 27 « lang, 9 — 12 /* dick, russfarbig, mit einem Oeltropfen oder Kern ; Sporenträger fast so lang wie die Sporen. An Aesten von Castanea vesca in Toscana in Italien. Cercis 2884. Spli. Cercidis Brun., Champ. Saint p. 338. Sacc, Syll. X. p. 255. Fruchtgehäuse der Einde gänzlich eingesenkt, erst bedeckt, dann kaum hervorbrechend, abgestutzt -kegelförmig, am Scheitel durchbohrt, schwarz, innen fast grau; Sporen länglich, schwach olivenfarbig, einzellig, mit zwei Oeltropfen oder körnig, 17 — 18 [i lang, 7 ,u dick. An abgestorbenen Aesten von Cercis Siliquastrum bei Saintes in Frankreich. Citrus 2885. Spli. Citri (Garov. et Catt.) Penz., Mich. IL p. 442. Sacc, Syll. III. p. 296. Syn. Sphaeronaema Citri Garov. et Catt. in Rendiconti E. Istit. Lomb. Ser. II. Vol. VHL p. 119. Catt., Mic. Agrum. p. 11. Fruchtgehäuse zerstreut, einzeln, selten gehäuft und zusammen- fliessend, häutig, fast rundlich - zitzenförmig , matt, sehr schwarz, 500 /t im Durchmesser, mit brustwarzenförmiger Mündung ; Sporen elliptisch, gelblich, im Centrum mit einem Oeltropfen, 40 /u lang; Sporenträger undeutlich. An der Rinde und an morschem, entrindetem Holze von Citrus- Arten in Italien. 2886. Spli. Henriquesii Thüm., Contr. acl Flor, mycol. Lusit. Ser. III. Xo. 320. p. 39. Sacc, Syll. III. p. 296. Fruchtgehäuse kegelförmig, erhöht, hervorragend, glänzend schwarz, einfach; Sporen eiförmig, einzellig, beidendig zugespitzt, ohne Oeltropfen, grau - olivenfarbig , 10 — 12 fi lang, 6 — 7 fi dick; Sporenträger lang, bündelweise, gekrümmt, gegliedert, farblos. An abgestorbenen Zweigen von Citrus Aurantium in Portugal. Spliaeropsis 1 1 Coriaria Coriaria 2887. Sph. Coriariae Pollacci Atti Jst. botan. Pavia, 2. Ser. Vol. Y. 1896. p. 13 extr. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 921. Fruchtgehäuse zerstreut, fast kugelig, von der Epidermis be- deckt, 450 u lang, 335 u breit, von häutigem, parenchyniatischem, oliven-russfarbigem Gewebe; Sporen elliptisch- cylindrisch, einzellig, 20—25 (a lang; 10 — 12 u dick; Sporenträger kürzer als die Sporen. Auf Coriaria myrtifolia im botan. Garten zu Genua in Nord- italien. Cor ii us 2888. Sph. atra (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 296. Syn. Gyratylium atrum Preuss, Fung. Hoyersw. No. 335. Fruchtgehäuse häutig, unter der Epidermis eingewachsen, flach, breit, schwarz; Sporen hervortretend, fast eiförmig, in Schleim ge- hüllt, sehr zahlreich, halb durchsichtig, dunkelbraun, mit festem Kerne und Oeltropfen; Sporenträger stielförmig, gehäuft. An Zweigen von Cornus sanguinea bei Hoyerswerda (N.-Lausitz). Crataegus 2889. Sph. demersa (Bonord.) Sacc, Syll. III. p. 293. et Syll. X. p. 255. Syn. Podosporium demersum Bonord., Handbuch p. 227. Fruchtgehäuse kugelig, ziemlich hart, schwarz, eingewachsen- hervorbrechend, mit Mündungspapille ; Sporen verlängert -eiförmig, ziemlich gross, schwach-bräunlich, 20 — 25 /i lang, 10—12 /t dick; Sporenträger verlängert. An berindeten Zweigen von Crataegus, Sorbus Aria, Prunus spinosa und virginiana in Deutschland; auch bei Montpellier in Frankreich. Var. foliicola B erlese et Roum., Rev. mycol. 1887. p. 163. Sacc, Syll. XL p. 511. Fruchtgehäuse fleckenbewohnend, schwarz, kugelig-kegelförmig, mit Mündungspapille, klein ; Sporen 25—30 t u lang, 10 — 14 t a dick ; Sporen träger 10 /u lang, 3—4 /n dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Crataegus Oxyacantha bei Coimbra in Portugal. 2890. Sph. crataegicola Cavara, F. Longob. exs. No. 187 c icone. Sacc, Syll. XI. p. 511. Crataegus 12 SpJiaeropsis Fruchtgehäuse fleckenbewohnend; Sporen 20 — 22 /.c lang, 8 bis 10 [x dick, och erfarbig. An lebenden Blättern von Crataegus Oxyacantha bei Como in Norditalien. Ist mit der vorhergehenden Sph. demersa (Bon.) Sacc. Yar. foliicola Berl. et Roum. zu vergleichen. Dracaena 2891. Spli. Dracaenaruni Penz. et Sacc, F. Mortol. No. 30, tav. V. fig. 15. Sacc, Syll. III. p. 304. Fruchtgehäuse zerstreut, unter der Oberhaut, ziemlich gross, 220—240 fi im Durchmesser, sehr schwarz, von parenchyrnatischem Gewebe, kohlig, kugelig, nicht niedergedrückt; Sporen kurz-ellip- tisch oder eiförmig, braun, mit einem hyalinen Oeltropfen im Centrum, glatt, 16—20^* lang, 10—14^1 dick; Sporenträger kurz- cylindrisch, 10 — 15 /i lang, 5— 6 ini-Betulae Sacc, 1. c. p. 306. Sporen 6 u lang, 3 u dick. An Zweigen von Carpinus Betulus in Deutschland etc. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Cassia 2951. C. cassiaecolum Cooke in Grevillea XIII. p. 96. Sacc, 3yll. X. p. 264. Fruchtgehäuse herden weise, kugelig, von der erhöhten Ober- haut bedeckt, endlich hervorbrechend; Sporen oval, ohne Oeltropfen, durchsichtig, blassbraun, 6 u lang, 4 /* dick, einzellig. An Stengeln von Cassia marylandica, Kew in Grossbritannien. Catalpa — C. olivaeeuiu Bon. in Fuckel, Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Catalpae-syringifoliae Sacc. 1. c p. 306. Sporen 6 — 7 /t lang, 3,5 ^t dick. An trockenen Zweigen von Catalpa syringifolia. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Cedrus o'l Coniothyrium Cedrus 2952. C. Cedri Rolland, Bull. Soc. Myc. de Er. 1886, p. 7, tab. I, fig. 8. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 924. Fruchtgehäuse herdenweise, schwarz, häutig, kugelig, 1 l 10 — 1 l b mm breit, mit hervorragender -Mündungspapille; Sporen olivenfarbig, eiförmig, oft mit Oel tropfen, 4 — 6 /a lang, 2—4 fi dick. An Zapfen von Pinus Cedrus, in Frankreich. Celtis 2953. C. Celtidis Brun., Suppl. Sphaerioid. p. 2. Sacc, Syll. X. p. 265. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, bedeckt, dann hervor- brechend, schwarz, fast kugelig, am Scheitel durchbohrt; Sporen sehr zahlreich, fast kugelig; 5 — 1 [i lang, 4 — 5 fi dick, oft mit einem bis zwei Oel tropfen, braun. An abgestorbenen Aesten von Celtis australis bei Saintes in Frankreich. — C. olivaceuin Bon. in Fuckel, Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Celtidis-australis Sacc 1. c p. 306. Sporen 6 [i lang, 2,5 — 3 ii dick. An Zweigen von Celtis australis im Gebiete etc. Siehe Nähr- pflanze Arauja, p. 26. Cercis 2954. C. Siliquastri Brun., Champ. Charente infer. 1892, p. 35. Sacc, Syll. XL p. 514. Fruchtgehäuse zerstreut oder gedrängt, fast kugelig, schwarz, klein, hervorbrechend; Sporen länglich, braun, 7 u lang, 4,5 /t dick, mit einem Oel tropfen. An abgestorbenen Aesien von Cercis Siliquastrum, Charente- infer. in Frankreich. Chenopodium 2955. C. mediellum Karst., Symb. Myc. Fenn. XXIII. p. 10. Sacc, Syll. X. p. 262. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, oberflächlich, mit der Basis leicht eingesenkt, kugelig-kegelförmig, ziemlich stumpf, mit ziemlich breiter Durchbohrung, schwarz, 0,4 mm im Durchmesser; Sporen breit-elliptisch, ohne Oeltropfen, gelblich, durchsichtig, 4 — 6 a lang, 2 — 5 a dick. An abgestorbenen Stengeln von Chenopodium album bei Mustiala in Finnland. Coniothyrium 33 Chenopodium Steht gleichsam in der Mitte zwischen Conioth. Crepinianum und C. conoi- deum ; von ersterem unterscheidet es sich vorzüglich durch die blasseren Sporen, von letzterem durch die herdenweise stehenden, oberflächlichen, grösseren Frucht- gehäuse. Citrus 2956. C. fusco-atrimi Penz. in Sacc, Mich. IL p. 440; Syll. III. p. 311. Fruchtgehäuse zerstreut oder weitläufig herdenweise, erst von der Epidermis bedeckt, endlich hervorbrechend, kugelig, schwarz, ziemlich gross, 360 — 420 a im Durchmesser; Mündungspapille kaum hervorragend; Sporen meistens vollkommen kugelig oder kurz- elliptisch, schwarzbraun, ohne Oeltropfen, 5 — 7 a lang, 4,5 — 5 /li dick. An trockenen Zweigen von Citrus Aurantium in den Kalt- häusern des botanischen Gartens zu Padua in Norditalien. — C. olivacemii Bon. in Fuckel, Synib. p. 377, Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Hesperidum Sacc. 1. c. p. 306. Fruchtgehäuse mit unscheinbarer Mündungspapille; Sporen 5 — 8 a lang, 2—4=a dick. An Zweigen von Citrus etc. Siehe Nährpflanze Ar auja, p. 26. — C. Fuckelii Sacc, Syll. III p. 306. Sporen 2,5—3 a lang, 1,5 — 2,5 u dick, oliven- oder schwach- russfarbig. An trockenen Blättern von Citrus-Arten in Deutschland und Oesterreich; auch in Italien und Frankreich. Siehe Nährpflanze Ampelop sis, p. 25. Comus 2957. C. Yagabunduni Sacc, Fungi Yenet. nov. v. crit. Ser. IL p. 318, No. 61 ; Syll. III. p. 310. Fruchtgehäuse mit schwarzem Kerne, fast kugelig oder etwas eckig, eingesenkt; Sporen länglich, 4 a lang, 1,5 a dick, olivenfarbig. An Aesten von Cornus sanguinea bei Selva nächst Treviso in Norditalien. Ist die Pycnidenform von Leptosphaeria vagabunda Sacc. Cfr. Winter, Pilze etc. 2. p. 465. 2958. C. suspectum (Yestergren.). Syn. Shaeropsis suspecta Vestergren, Oefv. K, Vet. Acad. Förh. 1897, No. 1, pag. 39. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 919. Winter, die Pilze. VII. Abth. 3 Cornus 34 Coniothyrium Fruchtgehäuse zerstreut, von dem schwarz glänzenden, fast schildförmigen Periderm bedeckt, dann etwas hervorragend, 250 bis 300 fjt im Durchmesser, schwarz, am Scheitel durchbohrt, von häu- tigem, parenchymatischem, gegen das Innere (Lumen) des Frucht- gehäuses weniger deutlichem Gewebe ; Sporen mehr oder weniger unregelmässig-eiförmig-elliptisch, 12— 14 u lang, 7 — 8 /i dick oder fast kugelig, 9 — 10 fx im Durchmesser, immer einzellig, dunkel- braun, sehr oft in der Mitte mit einem ziemlich grossen Oeltropfen; Sporenträger gerade, einfach, 6 — 8 /u lang, 2 u dick, einzellig, hyalin. An berindeten, abgestorbenen Zweigen von Cornus sanguinea im botanischen Garten zu Upsala in Schweden. Der Diplodia mamillana (Fries) Sacc. , welche mit dem Pilze zugleich vor- kommt, im Habitus ähnlich, aber Meiner; durch die immer einzelligen, kleineren Sporen, sowie durch das gegen das Innere des Fruchtgehäuses undeutliche Gewebe von jener Species gut zu unterscheiden. Cycas — C. olivaceuin Bon. in Fuckel, Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Sporen 5 — 8 /u lang, 2 — 5 /u dick, braun-olivenfarbig. An Zweigen, seltener an Blättern von Cycas etc. in Deutsch- land etc. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Cydonia 2959. C. Cycloniae Brun., Champ. Charente-infer. 1892, p. 35. Sacc, Syll. XL p. 514. Fruchtgehäuse zerstreut, kugelig, schwarz, hervorbrechend; Sporen kugelig oder elliptisch, russfarbig, 5 — 6 fx im Durchmesser oder 5 — 6 /n lang, 4 ,u dick. An abgestorbenen Zweigen von Cydonia vulgaris, Charente- infer. in Frankreich. Cytisus 2960. C. spkaerosperniuin Fuckel, Symb. myc p. 377. Sacc, Syll. III. p. 308. Syn. Phoma sphaerosperma Fuckel in Fungi rhenani. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1945 Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, in einem vertrockneten Flecken hervorbrechend, kugelig, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen einzellig, kugelig, zahlreich, ca. 2 — 3 /* im Durchmesser, gelb. An trockenen Stengeln von Cytisus sagittalis, selten, im Rhein- gau und im Jura in der Schweiz. 2961. C. cytiselhim (Pass. et Thüni.) Sacc, Syll. III. p. 308. Syn. Phoma cytisella Pass. et Thüm., Contr. Myc. Lusit. No. 361. Coniothyrium 35 Cytisus Fruchtgehäuse herdenweise, zuweilen zusammenfliessend , erst bedeckt, dann schildförmig -hervorbrechend, sehr schwarz; Sporen breit oblong, an den Enden mit undeutlichen Oeltropfen, schwach bräunlich, durchsichtig, 4,5—5,5 [i lang, 3 fi dick; Sporenträger lang. An trockenen Zweigen von Cytisus albus, Villa Franca bei Coimbra in Portugal (Moller). Dasylirion 2962. C. concentricum (Desm.) Sacc, Mich. I. p. 204; Syll. III. p. 317. Syn. Phoma concentrica Desm., Ann. Sc. nat. 1840, XIII. p. 189. Exe. Babenhorst, Fungi europ. No. 2356., Timmen, Myc. univ. No. 1680. Fruchtgehäuse linsenförmig, fast mündungslos, von paren- chymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen kugelig-eiförmig, 4 bis 5 fA. lang, 3 — 4/t dick, anfänglich hyalin, dann gelblich, endlich russfarbig, meistens mit einem Oeltropfen. An Blättern von Dasylirion, Fourcroya excelsa, Yucca aloifolia, filamentosa, gloriosa im Gebiete; auch in Italien, Frankreich, Bel- gien, Portugal, Grossbritannien und Nordamerika. Die Fruchtgehäuse sind nicht immer concentrisch angeordnet und bald von der geschwärzten, bald von der unveränderten Epidermis bedeckt. Yar. Agaves Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse zerstreut herdenweise, hervorbrechend - ober- flächlich, kugelig. An Blättern von Agave americana in Oesterreich; auch in Italien und Portugal. Siehe Nahrpflanze Agave, p. 24. 2963. C. Dasylirii Celotti, Mic. Montpell. p. 22. Sacc, Syll. X. p. 267. Fruchtgehäuse hervorbrechend, kugelig-elliptisch, 1 I 4 mm lang, schwarz; Sporen kugelig, 5 — 6^ im Durchmesser, russfarbig. An abgestorbenen Blättern von Dasylirion gracile in Italien und Frankreich. Elaeagnus — C. Montagnei Ca st. in Ann. Sc. nat. 1849, p. 304. Sacc, Syll. III. p. 310. Sporen kugelig, olivenfarbig-umbrabraun, 10 p im Durchmesser, mit dickem Epispor. An abgestorbenen Zweigen von Elaeagnus angustifolius bei Montaud les Miramas in Frankreich. Siehe auch Nährpflanze Bupleurum, p. 30. 3* Equisetum 36 Coniothyrium Equisetum 2964. C. Equiseti Lamb. et Fautr., Eev. mycol. 1896, p. 142. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 924. Fruchtgehäuse ziemlich gross, länglich, stumpf, bedeckt; Sporen länglich, stumpf, gelbbraun, mit einem ziemlich grossen oder zwei bis fünf kleineren Oeltropfen, 8 — 10 u lang, 4—5 a dick. An Stengeln von Equisetum Telmateja in Frankreich. Eucalyptus — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. myc. p. 377. Sacc, Syll. III, p. 305. Sporen 5—8 u lang, 2 — 5 u dick; braun-olivenfarbig. An Zweigen, seltener an Blättern von Eucalyptus etc. in Deutschland. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Euphorbia 2965. C. silvaticuin Sacc. et Malbr., Mich. IL p. 624: Syll. III. p. 316. Fruchtgehäuse zerstreut, eingewachsen, etwas hervorbrechend, kugelig, Vs mm i m Durchmesser, mit kurzer, stumpfer Mündung; Sporen kugelig -elliptisch, 3,6 — 4,5/* im Durchmesser, russfarbig, mit einem Oeltropfen. An Stengeln von Euphorbia silvatica in Frankreich. 2966. C. Eupliorbiae (Eoum.) Berl. et Yogi., Add. Syll. No. 4394; Sacc. Syll. X. p. 261. Syn. Phyllosticta Euphorbiae Eoum. in Eev. mycol. 1885, p. 26. Flecken auf der Blattoberseite, kreisförmig, rothbraun, zerstreut oder zusarnmenfliessend, oft am Bande der Blätter; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz, 1 / 10 mm im Durchmesser; Sporen elliptisch, 5 — 6 fx lang, 2,5 li dick, olivenfarbig. An lebenden Blättern von Euphorbia silvatica bei Fontaine- bleau in Frankreich. Evonymus — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. myc. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Var. Evonymi-japonici Sacc. 1. c. p. 306. Sporen 6 — 7 li lang, 5 li dick. An Zweigen von Evonymus japonicus etc. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Coniothyrium 37 Ficus Ficus 2967. C. syconophilum Schulz. etSacc, Microm. Slavoniae No. 27. Schulz., Illustr. F. Slavon. No. 54. Sacc, Syll. III. p. 312. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut, kugelig, mit der Mündungs- papille hervorbrechend, 1 J i — 1 / 3 mm im Durchmesser, mit schwarzem Kerne; Sporen elliptisch-läDglich, mit einem Oeltropfen, 5 — 6 p, lang, russfarbig; Sporenträger stäbchenförmig, doppelt so lang als die Sporen. An berindeten Aesten von Ficus Carica bei Yincovce in Sla- vonien. — C. anserinuiii Sacc, Fungi Yen. Ser. IY. p. 19; Syll. III. p. 313. Sporen elliptisch, russfarbig, 5 — 5,5 fi lang, 2,5 fi dick. An entrindeten Aesten von Ficus Carica bei Selva nächst Treviso in Norditalien; auch in Frankreich. Siehe Nährpflanze Broussonetia, p. 30. Fourcroya 2968. C. Henriquesii Timm., Contr. Myc. Lusit. JSTo. 338. Sacc, Syll. III. p. 318. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, gross, halbkugelig-hervor- tretend oder kaum kegelförmig, erst von der Epidermis bedeckt, hernach von der aufgerissenen Oberhaut umgeben, schwarz, in einer kreisrunden, grossen, erhöhten Scheibe herdenweise angeordnet oder meistens einzeln und ohne Ordnung; Sporen stäbchenförmig oder lang-elliptisch, gerade oder zuweilen etwas gekrümmt, beid- endig fast stumpf, einzellig, dunkelbraun, 7 — 8 p lang, 3 « dick. An abgestorbenen Blättern von Fourcroya Sellowii im bota- nischen Garten zu Coimbra in Portugal (Moller). 2969. C. Mforme Winter, Contr. Myc Lusit. No. 790. Sacc, Syll. III. p. 318. Fruchtgehäuse bald eingesenkt, endlich hervorbrechend, bis zu 300^ im Durchmesser, bald oberflächlich, 130 — 140 /t im Durch- messer, fast kugelig , glänzend, schwarz , häutig , unter dem Mikro- skop schwarz -violett; Sporen kugelig -eckig, dunkelbraun, 5 — 7 jh im Durchmesser. An abgestorbenen Blättern von Fourcroya im botan. Garten zu Coimbra in Portugal. — C. concentricum (Desm.) Sacc, Syll. III. p. 317. Fruchtgehäuse linsenförmig; Sporen kugelig- eiförmig, 4 — 5 ^ lang, 3 — 4 p dick, erst hyalin, dann gelb, endlich russfarbig. Fourcroya 38 Coniothyrium An Blättern von Fourcroya excelsa etc. in Deutschland etc. Siehe Nährpflanze Da sy Urion, p. 35. Fragaria 2970. C. Fragariae Oudeni., Yersl. en Med. der K. Akad. van Wet. 2. XVI1L, 37 et Aanw. IX— X. p. 27. Sacc, Syll. X. p. 261. Fruchtgehäuse häutig, russfarbig, am Scheitel unregelmässig aufreissend; Sporen russfarbig, breit elliptisch, 11,6 /*, lang, 9,3 /* dick, an beiden Enden oder an einem zugespitzt und an der Basis oft mit einem kleinen Stückchen des Sporenträgers als Anhängsel. An reifen Kelchen (receptacula) von Fragaria vesca, Amster- dam in Holland. Galega — C. fuscidulum Sacc, Mich. 1. p. 205; Syll. III. p. 307. Siehe Xährpflanze Sambucus, p. 53. Forina Gralegae Sacc, Syll. III. p. 308. Sporen 5—6 u lang, 3 p dick, olivenfarbig. An Stengeln von Galega in Frankreich. Genista 2971. €. Genistae (Koum.) Berlese et Vogl., Add. Syll. No. 4391. Sacc, Syll. X. p. 264. Syn. Septoria Genistae Koum. in Eev. mycol. 1884, p. 230. Fruchtgehäuse eingewachsen - hervorbrechend , hervorragend, ungleich - kugelig , mit sehr kurzer Mündungspapille , herdenweise, zuweilen zusammenfliessend , fast lederartig, schwarz, 3 / 4 mm im Durchmesser; Sporen elliptisch, ungleichseitig, braun. An abgestorbener Binde von Genista tinctoria in Frankreich. Gleditschia — C. insitivuni Sacc, Mich. I. p. 206; Syll. III. p. 306. Sporen länglich - eiförmig oder ei-nierenförmig, 4,5 — 7 fi lang, 2,5 — 4 f.i dick, oliven-russfarbig. An Zweigen von Gleditschia etc. in Deutschland etc. Siehe Nährpflanze Ailanthus, p. 24. Gyrieriiim 2972. C. inconspicuum Cooke, Grevilla XYI. p. 8. Sacc, Syll. X. p. 266. Fruchtgehäuse sehr klein, mit blossem Auge nicht wahrnehm- bar, in kurzen Beihen, eingewachsen; Sporen elliptisch, einzellig, braun, 10^ lang, 4— 5 fi dick; Sporenträger kurz. An Blättern von Gynerium argenteum in Grossbritannien. Coniothyrium 39 Heder a Hedera 2973. C. Hederae (Desm.) Sacc, Mich. I. p. 204; Syll. III. p. 307. Syn. Phoma Hederae Desm., Cooke, Handb. p. 418. Melanconium Hederae Preuss, Fang. Hoyersw. p. 717, No. 312. Exs. Eabenh.-Winter, Fung. europ. No. 2985. Fruchtgehäuse linsenförmig, ziemlich gross, von der geschwärzten Epidermis bedeckt ; Sporen fast kugelig-eiförmig, 6 — 8 fi lang, 4,5 bis 6 ja dick, oft etwas eckig, mit 1 — 2 Oeltropfen, olivenfarbig-braun, mit ziemlich grossen, blasseren Oeltropfen, anfänglich kurz gestielt. An Zweigen und Blättern von Hedera Helix in Deutschland (Hoyerswerda in der Mederlausitz) ; auch in Norditalien, Frankreich und Grossbritannien. — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. myc. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Hederae Sacc. 1. c. p. 306. Sporen 5 — 8 ß lang, 4 /n dick, braun - olivenfarbig. An Zweigen von Hedera Helix in Deutschland etc. Siehe Nähr- pflanze Arauja, p. 26. Helleborus 2974. C. Hellebori Cooke et Mass., Grevillea XY. p. 108. Sacc, Syll. X. p. 261. Auf beiden Blattseiten; Flecken kreisrund, schmutzigbraun, 1 — 1,5 mm im Durchmesser, concentrisch gezont ; Fruchtgehäuse klein, meistens im Centrum des Fleckens sitzend, lange bedeckt, mit Mündungspapille ; Sporen eiförmig, blassbraun, 4 — 5 /li lang, 2 — 3 f.i dick. An welkenden Blättern von Helleborus niger, Kew bei London. 2975. C. Delacroixii Sacc, Syll. X. p. 261. Syn. Conioth. Hellebori Delacroix in Bull. Soc. Myc. de Fr. 1890 p. 183 nee C. et Mass. Flecken gross, auf beiden Blattseiten, schmutzig -dunkelviolett, oval oder fast eckig ; Fruchtgehäuse eingesenkt, 150 — 200 /< im Durch- messer, fast rund, an der Basis leicht abgeplattet, mit der 35 /t breiten Mündungspapille die Epidermis durchlöchernd ; Sporen oval, erst hyalin, dann dunkel -kastanienbraun, 7 /i lang, 3,5 fi dick; Sporenträger fehlend. Auf der Oberseite der Blätter von Helleborus viridis bei Saint- Emilaud (Saöne et Loire) in Frankreich. Helleborus 40 Coniothyrium 2976. C. olynipicuin Allescher, Hedwigia 1897, p. (162). Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 922. Flecken gross, fast kreisförmig oder unregelmässig, braun, nach Yertrocknung verblassend, unbestimmt, auf beiden Blattseiten, oft zusammenfliessend und das ganze Blatt tödtend; Fruchtgehäuse auf der ßlattoberseite, eingewachsen, etwas hervorragend, dann hervor- brechend, schwarz; Sporen oval, beidendig gerundet, einzellig, erst hyalin, dann olivenfarbig, ca. 4 — 6 p lang, 2—2,5 /t dick. An lebenden und welken Blättern von Helleborus olympicus im botan. Garten zu Berlin in Deutschland (Sydow). Helianthemiim, — C. Fuckelii Sacc, Fung. Yen. nov. v. crit. Ser. Y. p. 200; Syll. III. p. 306. Sporen 3 — 3,5 fi lang, 2 f.i dick, olivenfarbig oder schwach russfarbig. An abgestorbenen oder welken Aesten von Helianthemum etc. in Deutschland etc. Siehe Xährpflanze Ampelopsis, p. 25. Humulus 2977. C. hipulimmi Bresadola, Malpighia XL 1897, p. 311. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 924. Fruchtgehäuse punktförmig, kugelig, schwarz, dicht herdenweise, unter der Oberhaut, mit der ziemlich spitzen Mündungspapille hervorbrechend ; Sporen fast kugelig, gelblich, 3 a lang, 2 u dick. An Ranken von Humulus Lupulus in Norditalien (Carestia). Jasmimmi 2978. C. Jasmini (Thüm.) Sacc, Syll. III. p. 309. Syn. Phoma Jasmini Thüm., Contr. Myc. Lusit. No. 152. Fruchtgehäuse dicht hordenweise, klein, kugelig, schwarz, in einem unregelmässigen, nach Yertrocknung weisslichen, dunkelbraun gerandeten, grossen, meistens zusammenfliessenden Flecken ; Sporen kugelig-elliptisch, beidendig abgerundet, ohne Oeltropfen, sehr zahl- reich, bräunlich, 6 — 8 // im Durchmesser. An lebenden Zweigen von Jasminuni officinale bei Lissabon in Portugal. 2979. C. Castagnei Sacc, Syll. III. p. 509. Cfr. Fuckel, Symb. myc Nachtr. IL p. 24. Exs. Fuckel, Fungi rhen. No. 2649. Fruchtgehäuse unecht, im oberen Theile der vertrockneten Zweige zerstreut, unter der Epidermis nistend, punktförmig, kreis- Coniothyrium 41 Jasminum rund, schildförmig, schwarz, endlich mit dem Scheitel hervorragend nnd dort regelmässig durchbohrt oder unregelmässig aufreissend; Sporen meistens eiförmig oder länglich, einzellig, dunkelbraun, 6 — 8 fi lang, 5 — 6 in dick. An den oberen, trockenen Zweigen von Jasminum fructicans im Rheingau. Soll nach Fuckel die Conidienform zu Pleospora Jasmini (Cast.) Fuckel = Leptosphaeria Jasmini Sacc. sein. Inibricavia 2980. C. Iinbricariae All es eher in Bericht, der Bayer. Botan. Gesellschaft, Band Y. 1897, p. 18. Sacc et Sydow, Syll. XIV. p. 925. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, kugelig, hervor- brechend, etwas glänzend, schwarz, in der geschwärzten Frucht- scheibe der Apothecien; Sporen sehr klein, kugelig, gelblich-braun, 2,5 — 3 u im Durchmesser. An den Apothecien von Imbricaria aspidota bei München in Oberbayern (Schnabl). Juglans 2981. C. foedans Sacc, Mich. I. p. 95; Syll. III. p. 308. Fruchtgehäuse herdenweise oder hier und da gehäuft, in der Rinde nistend, schwarz, vollgestopft, dann hohl; Mündung ein- gedrückt, klein; Gewebe des Fruchtgehäuses parenehymatisch, oliven-russfarbig, deutlich ; Sporen massenhaft, meistens vollkommen kugelig, 2 — Su im Durchmesser, seltener kugelig - elliptisch , 4 u lang, 3 // dick, anfänglich sehr kurz gestielt, hyalin, hernach oliven- farbig, mit einem Oeltropfen, endlich austretend und die Rinde breit olivenfarbig besudelnd. An berindeten Aesten von Juglans regia in Norditalien, an berindeten Aesten von Robinia, Morus alba und Quercus in Frankreich. — C. incriistans Sacc, Fungi Yen. Ser. IY. p. 14; Syll. III. p. 313. Sporen eiförmig, anfänglich hyalin, gestielt, dann dunkelbraun, 5 u lang, 3 — 4 u dick. An berindeten Aesten von Juglans regia in Norditalien. Siehe Nährpflanze Albizzia, p. 25. flulibrissin — C. incrustans Sacc, 1. c Sporen 5 u lang, 3— 4 u dick. Siehe Nährpflanze Albizzia, p. 25. Kerria 42 Coniothyrium Kerria 2982. C. Kerriae Le Breton in Rev. mycol. 1891, p. 169. Sacc, Syll. X. p. 264. Fruchtgehäuse nicht beschrieben; Sporen fast kugelig, braun, 4 — 6 u lang, 4,5 u dick. An abgestorbenen Zweigen von Kerria japonica bei Rouen in Frankreich, vergesellschaftet mit Phoma japonica und Diplodia Kerriae. Laurus — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Lauri-noMlis Brun. in Rev. mycol. 1886, p. 193. Sacc, Syll. X. p. 265. Sporen 6 — 8 (.i lang, 4 ft dick. An abgestorbenen Zweigen von Laurus nobilis bei Saintes in Frankreich. Siehe auch Nährpflanze Arauja, p. 26. Ligustrum 2983. C. Ligustri Brun. , Champ. Charente-infer. 1892, p. 35. Sacc, Syll. XL p. 515. Fruchtgehäuse hervorbrechend, zerstreut, kugelig, schwarz; Sporen länglich, einzellig, russfarbig, 8 — 10 /* lang, 4 — 5// dick. An abgestorbenen Aesten von Ligustrum ovalifolium, Charente- infer. in Frankreich. Loiiicera — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. myc p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Lonieerae - Xylostei Sacc. 1. c 306. Sporen 6 — 7 u lang, 5 f,i dick. An abgestorbenen Zweigen von Lonicera Xylosteum im Ge- biete etc. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Lupinns 2984. C. suholivaceimi Sacc, Syll. III. p. 316. Syn. Clisosporium olivaceum Bonord., Abhandl. p. 140. Fruchtgehäuse kugelig oder fast kugelig, rauh, an der ein- fachen Mündung durchbohrt, erst blass, dann olivenfarbig-schwarz, von der Epidermis bedeckt; Sporen eiförmig, olivenfarben-grünlich ; Sporenträger fehlend ; das weisse Mycel unter der Epidermis kriechend. An Stengeln von Lupinus in Deutschland. Coniothyriwm 43 Lycium Lycium 2985. C. Lycii Brun., Sphaerops. nonv. in Bull. Soc. Bot. de Fr. 1893, p. 223. Sacc., Syll. XL p. 515. Fruchtgehäuse zerstreut, schwarz, etwas hervorbrechend, kugelig; Sporen kugelig, 4,5 — 6 u im Durchmesser, russfarbig, mit einem Oeltropfen. An Zweigen von Lycium barbarum bei Saintes in Frankreich. Magnolia — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. myc. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Magnoliae-gTandiflorae Sacc. 1. c. p. 306. Sporen 5 — 7 u lang, 3 — 4 u dick. An Blättern von Magnolia grandiflora im Gebiete etc. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Mespilus — C. australe Sacc, Mich. I. p. 206; Syll. III. p. 311. Siehe Xährpflanze Paliurus, p. 44. Yar. Mespili Pass. in Journ. Hist. Xat. Bordeaux p. 136. Brun., Liste Sphaerops. p. 29. Sacc, Syll. X. p. 264. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend; Sporen eiförmig, braun, in der Mitte mit einem Oeltropfen, 12,5 bis 15 // lang, 8 — 10 u dick. An abgestorbenen Aesten von Mespilus germanica bei Pessines in Frankreich. Morus — C. foodans Sacc, Mich. I. p. 95; Syll. III. p. 308. Sporen vollkommen kugelig, 2 — 3 u im Durchmesser oder kugelig-elliptisch, 4 ii lang, 3 u dick, erst hyalin, dann olivenfarbig. An berindeten Aesten von Morus alba in Frankreich. Siehe Xährpflanze Juglans, p. 41. Ononis — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Ononidis Alle seh. in Ber. d. Bayer. Botan. Gesellsch. Band Y. p. 18. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 923. Fruchtgehäuse zerstreut, von der Epidermis bedeckt, hervor- brechend, mit Mündungspapille, kugelig, ca. 100 — 150 u im Durch- messer; Sporen länglich oder elliptisch-länglich, ohne Oeltropfen, einzellig, 5 — In lang, 2 - 3 /< dick, schwach olivenfarbig. Ononis 44 Coniothyrium An abgestorbenen Stengeln von Ononis spinosa bei München in Bayern (Schnabl). Oryza 2986. C. Oryzae Cav., Mat. Lomb. p. 19. Sacc., Syll. X. p. 267. Fruchtgehäuse zerstreut, eingesenkt, kugelig, braun, an der hervorragenden Mündungspapille durchbohrt; Sporen aus einer fruchttragenden Basalschicht entspringend, cylindrisch oder elliptisch, beidendig stumpf, mit zwei Oel tropfen, schwach olivenfarbig, 11 bis IS /Li lang, 5 — 6 u dick. An Blättern von Oryza sativa bei Pavia in Norditalien. Paliurus 2987. C. australe Sacc, Mich. I. p. 206; Syll. III. p. 311. Fruchtgehäuse in der Rinde nistend, die Epidermis kurz pustel- artig erhebend, aus den veränderten Fasern der Rinde gebildet (daher unecht), ocherfarbig; Sporen länglich, 12 u lang, 1 u dick, an der Basis keilförmig, am Scheitel ungleich abgestumpft, mit drei oder mehreren Oeltropfen , erst gelblich, dann blass ocherfarbig; Sporenträger kurz, bündelweise. An Zweigen von Paliurus aculeatus bei Yittorio in Norditalien. Yar. Tiliae Sacc, Mich. II. p. 624; Syll. III. p. 311. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, unter der Oberhaut ; Sporen breit eiförmig, 12 — 14 /< lang, 7 — 9 /n dick, mit einem Oeltropfen, schwarz-russfarbig. An Aesten von Tilia europaea bei Rouen in Frankreich. Yar. Mespili Pass. in Journ. Hist. Nat. Bordeaux p. 136. Brun., List. Sphaerops. p. 29. Sacc, Syll. X. p. 264. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend; Sporen eiförmig, braun, mit Oeltropfen im Centrum, 12,5 — 15 /j, lang, 8 — 10 /i dick. An abgestorbenen Aesten von Mespilus germanica bei Pessines in Frankreich. Siehe auch Nährpflanze Mespilus, p. 43. — C. olivaceimi Bon. in Fuckel, Symb. myc p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Paliuri - aculeati Sacc. 1. c p. 306. Fruchtgehäuse rasenförmig; Sporen 6 — 8 fLi lang, 3 — 4 fi dick. An Aesten, seltener an Blättern von Paliurus. Siehe Nähr- pflanze Arauja, p. 26. Coniothyrium 45 Palmae Palmae 2988. C. Paliuarum Cor da, Icon. Fung. IV. p. 38, tab. 8. flg. 106. Sacc, Syll. III. p. 318. Exs. Kabenhorst -Winter, Fungi europ. No. 2986. Thümen, Myc. univ. No. 1482. Herdenweise ; Fruchtgehäuse länglich, convex, gefaltet, schwarz, glänzend, in einem dunkelbraunen, am Rande oft röthlichen Flecken sitzend; Sporen elliptisch, trocken kaffeebohnenförmig, halb durch- sichtig, 8 — 10 f.i lang, 4 f.i dick, mit zwei dicken Oeltropfen, dann dunkel-russfarbig. An welken oder abgestorbenen Blättern von Chamaerops humilis in Italien; an Blättern von Phoenix dactylifera im botan. Garten zu Coimbra in Portugal. 2989. C. Ghamaeropis Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 925. Syn. C. Palmarum Cooke et Mass. in Grevillea XYI. p. 7. nee Corda. Sacc., Syll. X. p. 266. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut, zerstreut, klein, fast kugelig, die Epidermis erhebend, aber kaum durchlöchernd ; Sporen eiförmig, einzellig, braun, 8 fi lang, 4 — 5 fx dick. An abgestorbenen Blättern von Chamaerops humilis, Kew in Grossbritannien. Wahrscheinlich nicht verschieden von Coniothyrium Palmarum Corda (Sacc, Syll. in. p. 318). Cfr. Sacc, Syll. X. p. 266. JParietaria 2990. C. Parietariae Sacc. et Speg., Mich. I. p. 204; Syll. III. p. 317. Fruchtgehäuse nach Verschwinden der Einde oberflächlich, fast halbkugelförmig, 200 — 300 fi im Durchmesser, genabelt, kohlig; Sporen kugelig - eiförmig , 4 — 5 \i lang, 2—3,5 f.t dick, gelblich- olivenfarbig. An abgestorbenen Wurzeln von Parietaria officinalis bei Cone- gliano in Norditalien. Parmelia 2991. C. liehenicolum Karst., Symb. Myc. Fenn. XX. p. 104. Sacc, Syll. X. p. 268. Fruchtgehäuse auf der geschwärzten Oberfläche der Apothecien, mit der Basis eingesenkt, kugelig oder kugelig-kegelförmig, schwarz, 100 — 200^ im Durchmesser; Sporen eiförmig - länglich oder fast keulenförmig, an der Basis verschmälert, einzellig, russfarbig, halb- Parmelia 46 Coniothyrium durchsichtig, 5 — 7 u lang, 3 — 4 fi dick; Sporenträger stäbchenförmig, die Sporen fast länger. An den Apothecien von Parmelia-Arten in Finnland. Phalaris 2992. C. Phalaridis Fautr. et ßoum. in Kevue mycol. 1891 p. 169. Sacc, Syll. X. p. 267. Fruchtgehäuse kaum bedeckt, mit der Mündung hervortretend, grau, fast kugelig; Sporen massenhaft, gehäuft liegend gelblich- schwarz, einzeln gelblich, spindelförmig, 8 — 10 fi lang, 2 u dick ? mit zwei Oeltropfen. An Scheiden, vorzüglich bei den Knoten der Halme von Pha- laris arundinacea bei Noidan (Cöte d'Or) in Frankreich. Yon Coniothyrium arundinaceum gut zu unterscheiden. JPhiladelphus — C. olivaceuni Bon. in Fuckel, Symbol, myc. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Var. Pliiladelplii-coronarii Sacc. 1. c. p. 306. Fruchtgehäuse kugelig, ziemlich gross, anfänglich bedeckt, dann fast frei, schwarz, mit kegelförmiger Mündungspapille ; Sporen eiförmig-länglich, 6 u lang, 3 fi dick, dunkel-olivenfarbig. An Zweigen von Philadelphus coronarius. Siehe Nährpflanze Ar au ja, p. 26. Pinus 2993. C. oospermum (Fuckel) Sacc, Syll. III. p. 314. Syn. Phoma oosperraa Fuckel, Symb. p. 161. (Fuckel schreibt Phoma ovispermum.) Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1946. Fruchtgehäuse zerstreut, fast frei, punktförmig, wenig zusammen- gedrückt, halbkugelig, schwarz, an der sehr zarten Mündung zu- sammengedrückt ; Sporen eiförmig, einzellig, 7 // lang, 4 u dick, gelb. An faulem Holze von Pinus im Rheingau in Deutschland. Pycnidenform zu Teichospora brevirostris Fuckel = Strickeria brevirostris (Fuckel) Winter, Pilze etc. 2. p. 283. 2994. C. dispersellum. Karsten, Hedwigia 1884, p. 41. Sacc, Syll. III. p. 314. Fruchtgehäuse zerstreut, zwischen den Fasern des Holzes frei, gerundet, mündungslos, dann weit geöffnet, weich, sehr dünn, schwärzlich, 0,2 mm im Durchmesser; Sporen eiförmig oder elliptisch, Coniothyrium 47 Pinus oft ungleich, hyalin, etwas ins Olivenfarbige oder Dunkeloliven- farbige übergehend, 5 — 8 /< lang, 3 — 4,5 p dick. An Holz von Pinus in Finnland. Pisum 2995. C. hortense Sacc. et Malbr., Mich. IL 624; Syll. III. p. 315. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, unter der Oberhaut, nieder- gedrückt-kugelig, punktförmig, 80 — 100 « im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, mit der Mündung kaum hervorbrechend ; Sporen elliptisch, 12 — 14 u lang, 7—8 « dick, einzellig, schwarz -russfarbig. An abgestorbenen Stengeln von Erbsenarten bei Rouen in Frankreich. Plantago — C. scapisedimi Sacc et Speg., Mich. I. p. 204; Syll. III. p. 316. Sporen kugelig- eiförmig, 2-3,« lang, 1,5—2// dick, blass- russfarbig. An abgestorbenen Schäften von Plantago lanceolata bei Coneg- liano in Norditalien. Siehe Nährpflanze Armeria, p. 28. Platanus 2996. C. Platani Sacc, Mich. 1. p. 206; Syll. III. p. 313. Fruchtgehäuse fast kugelig, unter der Oberhaut, kaum hervor- brechend, mit schwarzem Kerne erfüllt; Sporen länglich-eiförmig, 3 u lang, 1,5 « dick, olivenfarbig; Sporenträger cylindrisch, einfach und ästig. An berindeten Aesten von Platanus orientalis bei Conegliano in Norditalien. 2997. C. mixtum Fuckel, Symb. myc. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 313. Syn. Phoma mixta Puckel in Fungi rhenani. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1947. Fruchtgehäuse etwas eingesenkt, zerstreut, kugelig und zu- sammengedrückt , mit Mündungspapille, schwarz ; Sporen einzellig, theils eiförmig, theils kugelig, klein, 7 « lang, 4 // dick. An entrindeten faulen Aesten von Platanus orientalis im Kheingau. Polyporus 2998. C.epimyces Sacc et Speg., Mich. Lp. 203; Syll. III. p. 319. Fruchtgehäuse zerstreut und herdenweise, kugelig-linsenförmig, 150 — 200 « im Durchmesser, anfänglich hervorbrechend, am Scheitel Polyporus 48 Coniothyrium durchbohrt; Sporen länglich-eiförmig und stumpfeckig, 4 — 6 u lang, 2,5 — 3 u dick, mit 1 — 2 Oeltropfen, olivenfarbig-bräunlich. An der Haut von faulendem Polyporus squamosus bei Coneg- liano in Norditalien. Populus — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Syrnb. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Popnli-nigrae Sacc. 1. c. p. 306. Sporen elliptisch-länglich, ohne Oeltropfen, 6 — 7 u lang, 3,5 u dick, braun-olivenfarbig. An Zweigen von Populus nigra. S. Nährpfl. Arauja, p. 26. Yar. oboYOideuin Karst, Hedwigia 1880, p. 61. Sacc, Syll. III. p. 306. Fruchtgehäuse verkehrt - eiförmig, gedrängt, fast oberflächlich; Sporen kugelig-elliptisch, 4—6 u lang, 3 — 4 u dick, oder 3 — 5 u im Durchmesser. An der Rinde und dem Holze von Aesten von Populus tre- mula in Finnland. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. 2999. C. scutatum (Preuss) Sacc, Syll. III. p 312. Syn. Dirimosperma scutatum Preuss, Fung. Hoyersw. No. 303. Fruchtgehäuse linsenförmig, eingewachsen, dünn, häutig, mit Mündungspapille ; Sporen eiförmig, intensiv braun; Sporenträger einzellig. An der Rinde von Populus bei Hoyerswerda in der N.-Lausitz. 3000. C. populinnm Schulz, et Sacc, Microm. Slavon. Nb. 28. Schulz., Illustr. Fung. Slav. No. 9. Sacc, Syll. III. p. 312. Fruchtgehäuse zerstreue, niedergedrückt-kugelig, klein, dann im Centrum mit einem unregelmässigen Porus aufreissend ; Sporen kugelig, ocherfarbig, 5 — 8 u im Durchmesser; Sporenträger nicht beobachtet. An entrindeten Aesten von Populus bei Eperjes in Slavonien. 3001. C. Ibotryosphaerioides Sacc. et Br. , Syll. III. p. 312. Fruchtgehäuse in hervorbrechenden , dicken , 1,5 — 2,5 mm im Durchmesser haltenden Rasen dicht gehäuft, schwarz, kugelig, mit undeutlicher Mündungspapille, 1 / 5 mm im Durchmesser; Sporen eiförmig, 5 — 6 p lang, 4 /u dick, russfarbig. An abgestorbenen Aesten von Populus bei Troyes in Frankreich. Coniothyrium 49 Popitlus 3002. C. Populi Oudein, Contr. Mycol. des Pays-Bas XIII. p. 44, tab. 8, %. 25. Sacc, Syll. X. p. 268. Fruchtgehäuse häutig, zerstreut, zwischen den Fasern des Holzes hervortretend, fast kugelig, oft mehr oder weniger zusammengedrückt, kammförmig, glänzend, schwarz, 7s— Va mm lang; Sporen bräunlich, sehr zahlreich, elliptisch oder länglich, 8—12^/ lang, 4—5^* dick, beidendig mit einem Oeltropfen. An Holzfragmenten von Populus nigra bei Scheveningen in den Niederlanden. Prunus — C. insitiTum Sacc, Mich. I. p. 206; Syll. III. p. 306. Sporen länglich - eiförmig oder ei-nierenförmig, 4,5 — 7 u lang, 2,5—4 u dick, oliven-russfarbig. An Zweigen von Prunus Padus im Gebiete etc. Siehe Nähr- pflanze Ailanthus, p. 24. 3003. C. Cerasi Passer., Ancora della Nebbia dei Gelsi etc. p. 3. Sacc, Syll. III. p. 307. Fruchtgehäuse sehr klein, zerstreut, kugelig, von der Epidermis bedeckt, am Scheitel kaum entblösst oder endlich nach ver- schwundener Epidermis oberflächlich, schwarz; Sporen fast kugelig oder länglich, 5—10 u lang, 5 m dick, olivenfarbig. An rasch vertrockneten Zweigen von Prunus Cerasus bei Parma in Norditalien. Es kommen auch hier und da zerstreute, viel grössere, mit ähnlichen Sporen angefüllte Fruchtgehäuse vor. Quercus — C. foedans Sacc, Mich. I. p. 95; Syll. III. p. 308. Sporen zahlreich, meist vollkommen kugelig, 2—3 u im Durch- messer oder kugelig-elliptisch, 4 u lang, 3/i dick, anfänglich sehr kurz gestielt, hyalin, endlich olivenfarbig. An berindeten Zweigen von Quercus etc. in Frankreich. Siehe Nährpflanze Juglans, p. 41. 3004. C. microscopicum Sacc, Mich. I. p. 49 ; Syll. III. p. 311. Fruchtgehäuse punktförmig, herdenweise, oberflächlich, bis zur Hälfte abgeplattet, im Umfange unregelmässig, mündungslos; Sporen kugelig oder stumpf-eckig, 7 — 8 u im Durchmesser, anfänglich mit einem Oeltropfen, hyalin, dann ocher-russfarbig. Auf der Unterseite welker Blätter von Quercus pedunculata im Walde Montello in Norditalien. Pycnidenform von Cookella microscopica Sacc, Mich. I. p. 407; Syll. I. p. 71. Winter, die Pilze. VII. Abth. 4 Quercus 50 Coniothyrium 3005. C. quercinum (Bonord.) Sacc, Syll. III. p. 312. Syn. Clinterium quercinum Bonord., Abhandl. IL p. 145. Fruchtgehäuse kugelig, halbeingesenkt, erst von der Epidermis bedeckt, herdenweise, schwarz, immer geschlossen; Sporen kugelig, schwach-braun, innen körnig; Sporen träger einfach oder wenig ästig. An Aesten von Quercus in Deutschland. 3006. C. quercellum P. Brun., Act. Soc. Linn. Bordeaux 1898. p. 14 extr. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 924. Fruchtgehäuse klein, kugelig, schwarz, hervorbrechend; Sporen eiförmig, russfarbig, 7 — 7,5 a lang, 2,5 p dick, mit zwei Oeltropfen, einzellig. An jüngeren Aesten von Quercus pedunculata bei Saintes in Frankreich. C. truncisednm Yestergr., Oefv. K. Vet. Acad. Förh. 1897, No. 1. p. 40. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 924. Fruchtgehäuse längs der Holzfasern mehr oder weniger deutlich reihenweise, vorzüglich die Spalten einnehmend, fast oberflächlich, mit der Basis leicht eingewachsen, abgeplattet -kugelig, schwarz, 150 /u im Durchmesser, am Scheitel mit Mündungspapille, fast kohlig, von undeutlich parenchymatischem , fast undurchsichtigem Gewebe; Sporen eiförmig oder fast cylindrisch, beidendig abgerundet, gelblich, einzellig, 4 — 7 p lang, 3 /tt dick, zuweilen an beiden Enden mit einem sehr kleinen Oeltropfen versehen; Sporenträger nicht deutlich. An Stämmen von Quercus in Gotland in Schweden. Mesina (Harz) 3007. C. Resinae Sacc. et Berl., Mise. Myc. II. Na. 130, tab. IX. fig. 17; Sacc, Syll. X. p. 269. Fruchtgehäuse oberflächlich, fast kugelig, schwarz, fast ohne Mündungspapille, 7s — 1 li mm i m Durchmesser, mit schwarzem, Coniothecium artigem Subiculum, von zelligem, schwärzlichem Gewebe; Sporen kugelig, mit einem Oeltropfen, 1,5 — 2 fi im Durchmesser; Sporenträger stäbchenförmig, 15 « lang, 1,5 — 2 /n dick, schwach- olivenfarbig, bündelweise. An abgefallenem Harze im botan. Garten zu Padua in Norditalien. Von der Pycnide zu Tromera resinae durch das schwarze Gewebe des Frucht- gehäuses sofort zu unterscheiden. Coniotliyrium . 51 Rhamnus Rhamnus — C. iiisitivum Sacc, Mich. I. p. 206; Syll. III. p. 306. Sporen länglich-eiförmig oder ei-nierenförraig, 4,5 — 7 u lang, 2,5 — 4 u dick, oliven-russfarbig. An Zweigen von Rhamnus catharticus etc. im Gebiete etc. Siehe Nährpflanze Ailanthus, p. 24. Rhododendron — C. olivaceum Bon. in Fiick., Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. pliyllogonum Sacc. in Rev. mycol. 1886, p. 140. Sacc, Syll. X. p. 265. Sporen verkehrt- eiförmig, 7 fi lang, 4 fi dick, russfarbig. An lebenden Blättern von Rhododendron bei Fontainebleau in Frankreich. Siehe Nährpflanze Ar au ja, p. 26. Rhus — C. incrustans Sacc, Fung. Yen. Ser. IY. p. 14. Syll. III. p. 313. Sporen eiförmig, anfänglich hyalin, kurz gestielt, dann dunkel- braun, 5 u lang, 3 — 4 a dick. An berindeten Aesten von Rhus typhina in Norditalien. Siehe Nährpflanze Albizzia, p. 25. — C. oliraceum Bon. in Fuck., Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Rbois-radicantis Sacc. 1. c p. 306; Sporen 6 — 1 a lang, 3,5 — 4 u dick. An Zweigen von Rhus radicans. S. Nährpfl. Arauja, p. 26. Ribes 3008. C. ßibis Brun., Champ. Saint, p. 338. Sacc, Syll. X. p. 263. Fruchtgehäuse herdenweise oder fast herdenweise, hervor- brechend, kugelig, schwarz; Sporen länglich, ohne Oeltropfen, braun, 8 — 10 [i lang, 3 — 3,5 /n dick. An abgestorbenen Aesten von Ribes Grossularia bei Ober- ammergau in Südbayern ; von Ribes floridum bei Saintes in Frankreich. Dem Coniothyrium olivaceum Bon. sehr verwandt; Bäumler bringt den Pilz auf Eibes Grossularia überhaupt zu C. olivaceum Bon. Cfr. Bäumler, Beitr. zur Kryptog.-Flor. des Pressburger Commitates p. 12. 4* Hibes 52 Coniothyrium 3009. C. ribicolum P. Brun., Act. Soc. Linn. Bordeaux 1898, p. 14 extr. Sacc et Syd., Syll. XIY. p. 923. Fruchtgehäuse kugelig, fast kugelig oder kugelig-kegelförmig, bald oberflächlich, bald bedeckt und dann hervorbrechend, schwarz ; Sporen eiförmig oder eiförmig-länglich, russfarbig, einzellig, 3 — 4 u lang, 1,75 — 2 ^ dick, selten mit ein bis zwei Oeltropfen. An abgestorbenen Aesten von Kibes nigrum bei Saintes in Frankreich. Robinia et Rosa — C. Fuekelii Sacc, Fungi Yenet. Ser. Y. p. 200; Mich. I, p. 207; Syll. III p. 306. Sporen massenhaft, fast kugelig oder kurz -elliptisch, 2,4—5 u lang, 2 — 3,5 u dick, olivenfarbig oder schwach-russfarbig. An abgestorbenen oder welken Aesten von Eobinia und Rosa etc. in Deutschland etc. Siehe Nährpflanze Juglans, p. 41. 3010. C. Leguminis Sacc, Mich. IL p. 105; Syll. III. p. 309. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Epidermis bedeckt, nieder- gedrückt-kugelig, 100 /li im Durchmesser, mit weitem Porus ge- öffnet; Sporen länglich-elliptisch, 6 — 7 /t lang, 4 /.t dick, mit zwei Oeltropfen, dunkel-olivenfarbig. An abgefallenen Hülsen von Robinia Pseudacacia bei Rouen in Frankreich. Rubus — C. Fuekelii Sacc, Syll. III. p. 306. Forma RuM. Sporen 3 — 4 u im Durchmesser, olivenfarbig oder schwach-russfarbig. An abgestorbenen Aesten von Rubus etc. in Deutschland etc. Siehe Nährpflanze Ampelopsis, p. 25. 3011. C. eurotioides Sacc, Mich. IL p. 105; Syll. III. p. 312. Fruchtgehäuse herdenweise, fast kugelig, 1 / 10 mm im Durch- messer, oberflächlich, blass, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich- eiförmig, 7—9 /li lang, 5 a dick, beidendig abgerundet, mit zwei Oel- tropfen, bräunlich. An Aesten von Rubus, Salix, vergesellschaftet mit Letendrea eurotioides Sacc, Syll. II, p. 538, dessen Pycnidenform der Pilz sicher ist, bei Rouen in Frankreich (Letendre). Nach Saccardo wäre dieser Pilz besser bei den nectria-ähnlichen Sphaeropsideen unterzubringen. Coniothyrium 53 Salix Salix — C. eurotioides Sacc. Siehe vorhergehende Art 3012. C. fuligineum (Karst.) Sacc., Syll. X. p. 266. Syn. Spbaeropsis fuliginea Karst., Sphaerops. Fenn. p. 70. Fruchtgehäuse herdenweise, oberflächlich, verkehrt- eiförmig, mit Mündungspapille, russfarbig, 0,2 — 0,3 mm im Durchmesser; Sporen kugelig-elliptisch, mit oder ohne einen Oeltropfen, durchscheinend- russfarbig, 6 — 8 /<, lang, 4 — 5 fi dick. An entrindeten Zweigen von Salix Caprea bei Abo in Finnland. 3013. C. iiiiiatiiin Karst., Symb. XVII. p. 162. Sacc, Syll. X. p. 269. Fruchtgehäuse fast herdenweise, zuweilen in Keinen geordnet, eingewachsen, mit dem Scheitel hervortretend, kegelförmig -ver- schmälert, abgerundet oder fast elliptisch, kahl, schwarz, 0,3 mm im Durchmesser; Sporen elliptisch, russfarbig, 10 — 14 fi lang, 5 bis 7 fi dick. An altem Holze von Salix in Finnland. Sambacus — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Sporen elliptisch-länglich, ohne Oeltropfen, einzellig, 5 — 8 u lang, 2 — 5 {.i dick. An Aesten, seltener an Blättern von Sambucus racemosa etc. in Deutschland etc. Siehe Xährpflanze Arauja, p. 26. 3014. C. fuscidulum Sacc, Mich. I. p. 205; Syll. III. p. 307. Exs. Thümen, Mvc. univ. No. 1981. Fruchtgehäuse herdenweise, in den Fasern des Holzes nistend, hervorbrechend, fast kugelig, schwarz; Sporen kugelig -eiförmig, 4 — 5 fx lang, 2 — 3,5 fi dick, mit einem Oeltropfen, olivenfarbig. An entrindeten Aesten von Sambucus nigra in Deutschland, Norditalien und Frankreich, oft vergesellschaftet mit Melanomma fuscidulum Sacc, dessen Pvcnide der Pilz zu sein scheint. Forma ftalegae Sacc, Syll. III. p. 307. Sporen 5— 6 (i lang, 3 /li dick. An Stengeln von Galega officinalis in Frankreich. 3015. C. subeorticale Karsten, Hedwigia 1888, p. 104. Sacc, Syll. X. p. 264. Fruchtgehäuse zerstreut oder weitläufig-herdenweise, von der Epidermis bedeckt und derselben mit der Mündung angewachsen, Sambucus 54 Coniothyrium niedergedrückt-kugelig, zerbrechlich, glatt, kahl, schwarz, mit der Mündungspapille durch das Periderm hervorbrechend, ca. 0,2 mm breit; Sporen kugelig-elliptisch oder elliptisch, ohne Oeltropfen, erst hyalin, dann schwach russfarbig, 4—6 /t lang, 3 /x dick. An abgestorbenen Aesten von Sambucus racemosa im botan. Garten zu Mustiala in Finnland. Von Coniothyrium fuscidulum sicher verschieden; der Calosphaeria vibratilis ähnlich. Die Fruchtgehäuse bleiben an dem losgelösten Periderm hängen. 3016. C. clandestinum Karsten, Revue mycol. 1888, p. 150. Sacc. Syll. X. p. 265. Fruchtgehäuse zerstreut, von der Rinde bedeckt und derselben anhaftend, gewöhnlich kugelig, schwarz, etwas glänzend, kahl, mit kleiner, durchbohrter Mündungspapille, ca. 0,3 mm breit; Sporen kugelig-elliptisch oder eiförmig, ohne Oeltropfen, sehr schwach-russ- farbig, durchscheinend, 5 — 7 /n lang, 3 — 4 jli dick. An abgestorbenen Aesten von Sambucus racemosa im botan. Garten zu Mustiala in Finnland. Die letzten beiden Arten scheinen sicher identisch zu sein. Saponaria 3017. C. Saponariae Sacc. et Speg., Mich. I. p. 204; Syll. III. p. 316. Fruchtgehäuse kugelig-linsenförmig, 200 /< im Durchmesser, von parenchymatischem, um den ziemlich breiten Porus dichterem, russfarbigem Gewebe; Sporen sehr kurz - cylindrisch , beidendig stumpf, 4 — 4,5 fx lang, 2 u dick, erst hyalin, dann schwach russfarbig. An abgestorbenen Stengeln von Saponaria officinalis bei Cone- gliano in Norditalien. Savothamnus C. oliyaceum Bon. in Fuck., Symb. 377. Sacc; Syll. III. p. 305. Var. Sarotliamni Sacc. 1. c. p. 306. Fruchtgehäuse anfänglich bedeckt, dann fast frei, kugelig, ziemlich gross, schwarz, mit kegelförmiger Mündungspapille; Sporen 5 — 6 /t lang, 3 /i dick, dunkel- olivenfarbig. An Zweigen von Sarothamnus scoparius in Deutschland etc. Siehe Nährpflanze Ar au ja, p. 26. Conioihyrium 55 • Sarothamnus 3018. C. Saccardiana (Speg.). Syn. Sphaeropsis Saccardiana (Speg.) Sacc, Syll. III. p. 292. Diplodia Saccardiana Speg., Nov. Add. No. 161 et Mich. II p. 270. Fruchtgehäuse kugelig, herdenweise, öfter linienförmig an- geordnet, erst von der Epidermis bedeckt, dann frei, klein, Vs ms V 7 mm im Durchmesser, schwarz, fast kohlig, an der kleinen, ein- gedrückten Mündung durchbohrt; Sporen elliptisch oder eiförmig, zuweilen ungleichseitig, beidendig ziemlich stumpf, einzellig, blass- oliven-russfarbig, erst glatt, dann der Länge nach mit einem Streifen und bei demselben aufreissend, 12 — 14 /n lang, 5 — 6 fx dick. An abgestorbenen, abgefallenen Zweigen von Sarothamnus scoparius in Krain; auch in Norditalien. 3019. C. Sarothamiii (Thüm.) Sacc, Syll. III. p. 308. Syn. Plioma Sarothamni Thüm. in Mycotheca universalis. Exs. Thümen, Mycoth. univers. No. 576. Fruchtgehäuse herdenweise, kugelig, von der Epidermis bedeckt, dann frei, abgeplattet, schwarz; Sporen eiförmig oder. fast eiförmig, einzellig, ohne Oeltropfen, 5,5 — 7 p lang, 3—3,5 t u dick, durch- sichtig, schwach bräunlich. An dünnen, abgestorbenen Zweigen von Sarothamnus scoparius, selten, bei Bayreuth in Bayern. 3020. C. sublineatuiii Sacc. et Malbr., Mich. IL p. 624; Syll. III. p. 308. Fruchtgehäuse längs der Stengelkanten fast reihenweise, kugelig, unter der Oberhaut, schwarz, 1 / 6 mm im Durchmesser, mit der ziemlich stumpfen Mündnngspapille hervorbrechend; Sporen länglich oder fast spindelförmig, beidendig ziemlich spitz, 12 — 13 p lang, 3,6 — 4 (M dick, russfarbig. An abgestorbenen Zweigen von Sarothamnus scoparius bei Brienne in Frankreich. 3021. C. Leguniinum (Rabenh.) Sacc, Fung. herb. Bruxell. No. 30; Syll. XI, p. 514. Syn. Sphaeropsis Leguminuin Kabenh. in Fungi europaei. Exs. Kabenh , Fungi europaei No. 1039. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, hervorbrechend, schwärzlich- olivenfarbig, fast kugelig, 90—100 fi im Durchmesser, mit einem kleinen Porus geöffnet; Sporen elliptisch - länglich , zuweilen ge- Sarothamnus 56 Coniothyrium krümmt, beidendig abgerundet, 4 — 5 fi lang, 2—2,5 u dick, dunkel- olivenfarbig; Sporenträger nicht sichtbar. An abgestorbenen Hülsen von Sarothamnus scoparius, bei Münster in Westphalen in Deutschland (Nitschke). Scirpus 3022. C. Scirpi (Boy. et Jacz.). Syn. Sphaeropsis Scirpi Boy. et Jacz., Mat. mycol. Montpellier, p. 39. Sacc, Syll. XI, p. 514. Fruchtgehäuse hervorbrechend, klein; Sporen sehr klein, 4« lang, 3 ja, dick, eiförmig, blassbraun. Auf Scirpus und an trockenen Blättern von Acorus Calamus bei Montpellier in Frankreich. Scrophularia — C. conoideum Sacc, Mich. I. p. 203; Syll. III. p. 316. Sporen kugelig-elliptisch, 3,5 /u lang, 2,5 (i dick, mit einem Oeltropfen, gelblich. An Stengeln von Scrophularia etc. in Frankreich. Siehe Nähr- pflanze Angelica, p. 26. 3023. C. Scrophulariae (Fuckel) Sacc, Syll. III. p. 316. Syn. Phoma Scrophulariae Fuckel, Symb. myc. p. 112. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 2127. Fruchtgehäuse klein, herdenweise, niedergedrückt, schwarz, mit der sehr kleinen Mündungspapille hervorbrechend; Sporen fast kugelig, sehr klein, gelb. An Stengeln von Scrophularia Ehrharti im Kheingau in Deutschland. Solidago 3024. C. vile Karst, et Har., Kev. mycol. 1890, p. 130. Sacc, Syll. X. p. 262* Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend, gerundet, am Scheitel durchbohrt, schwarz, klein ; Sporen elliptisch oder länglich, schwach russfarbig, 4 — 6 u lang, 2,5 — 3,5 (a. dick. An faulenden Stengeln von Solidago glabra, Mery sur Seine (Aube) in Frankreich. Sophora — C. olivaceum Bon. in Fuckel, Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Yar. Sopliorae Sacc 1. c p. 306. Sporen 6 — 7 p lang, 3 — 3,5 u dick, dunkel-olivenfarbig. Coniothyrium 57 Sophora An Zweigen von Sophora japonica im Gebiete etc. Siehe Nähr- pflanze Arauja, p. 26. Syringa — C. insitivuiii Sacc, Mich. I. p. 206; Syll. III. p. 306. Sporen länglich- eiförmig* oder ei-nierenförmig, 4,5 — 7 u lang, 2,5 — 4« dick, oliven-russfarbig ; Sporenträger (der Form auf Syringa) stäbchenförmig, 15 — 16 u lang, 2 fi dick, hyalin. An Zweigen von Syringa in Deutschland etc. Siehe Nähr- pflanze Ailanthus, p. 24. Tamarix 3025. C. caespitulosum Sacc, Mich. I, p. 206; Syll. III. p. 311. Exs. Kabenh.-Pazschke, Fungi europaei No. 3780. Dothidien-förmig; Fruchtgehäuse kugelig, mit kleiner Mündungs- papille, hervorbrechend, in Rasen dichtgehäuft und durch gegen- seitigen Druck oft eckig, schwarz, von weitzelligem, rostfarbigem Gewebe; Sporen kugelig- eiförmig , öfter an der Basis mit undeut- lichem Anhängsel, 8—9 u lang, 6 — 8 u dick, erst hyalin, dann schwach gelblich. An Zweigen von Tamarix gallica in Ungarn, auch bei Yerona und Conegliano in Norditalien und in Frankreich. 3026. C. tamaricellum P. Brun., Act. Soc. Linn. Bordeaux 1898, p. 14 extr. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 923. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, kugelig-kegelförmig, schwarz; Sporen fast kugelig oder fast eiförmig, intensiv oliven- farbig, 2,5 — 6 u im Durchmesser, zuweilen mit einem Oeltropfen. An abgestorbenen Zweigen von Tamarix anglica bei Rochefort in Frankreich. Tecoma — C. Fuckelii Sacc, Fung. Yen. Ser. Y. p. 200; Mich. I. p. 207; Syll. III. p. 306. Sporen 3 — 4^ lang, 2,5 — 3 u dick, olivenfarbig oder schwach russfarbig. An abgestorbenen oder welken Aesten von Tecoma im Gebiete etc. Siehe Nährpflanze Ampelopsis, p. 25. Tubercularia 3027. €. Tulberculariae Passer., Diagnos. d. F. N. Nota Y. in Atti R. Accad. dei Lincei (Roma). Rendiconti, Band VII. 2. 1891, p. 48, Sacc, Syll. X. p. 268. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, klein, punktförmig, dunkelbraun, hervorbrechend, von zelligem, kastanienbraunem Gewebe; Sporen Tubercularia 58 Coniothyrium kugelig oder oval, bräunlich, 2,5—3 u im Durchmesser oder 3 « lang, 2,5 u dick. An den Fruchthäufchen von Tubercularia an einem Aeste von Calycanthus praecox bei Parma in Norditalien. Typlia 3028. C. typhicola (Fautr. et Lamb.). Syn. Sphaeropsis typhicola Fautr. et Lamb., Key. myc. 1897, p. 55. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 922. Fruchtgehäuse klein, schwarz, eiförmig, weitläufig-herdenweise, eingewachsen; Sporen zahlreich, unter dem Mikroskop in Banken hervortretend, oval, regelmässig, einzellig, gelbgrau, 10 — 12 fx lang, 5 — 6 ju. dick. An Blättern von Typha latifolia in Frankreich. Ulmus — C. insitiyuni Sacc, Mich. I. p. 206; Syll. III. p. 306. Sporen länglich-eiförmig oder ei-nierenförmig, 4,5 — 7 fi lang, 2,5 — 4 [x dick, oliven-russfarbig. An Zweigen von Ulmus campestris etc. im Gebiete etc. Siehe Nährpflanze Ailanthus, p. 24. 3029. C. Karstenii (Sacc. et Sydow). Syn. Sphaeropsis Karstenii Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 922. Sphaeropsis Ulmi Karst., Symb. Fenn. XXVIII. p. 42. Sacc, Syll. X. p. 257. Fruchtgehäuse herdenweise, oberflächlich, kugelig oder ab- gestutzt eiförmig, an der Basis abgeflacht, kohlig, gebrechlich, fast mündungslos, schwarz, 0,3 mm im Durchmesser; Sporen elliptisch- länglich, hyalin- olivenfarbig, 10 u lang, 4 u dick, ohne Oeltropfen. An abgefallenen, entrindeten Zweigen von Ulmus im botan. Garten zu Mustiala in Finnland. 3030. C. ulmeimi Karsten, Hedwigia 1884, p. 63. Sacc, Syll. III. p. 313. Fruchtgehäuse durch die Rinde hervorbrechend, rasenweise, unförmlich, ungleich, schwarz, mündungslos, 0,4 mm im Durch- messer; Sporen elliptisch, gelblich, 6— 7 /t lang, 3—4^ dick. An abgestorbenen Aesten von Ulmus bei Abo in Finnland. Unbestim tute Nah t pfla nzeti 3031. C. Cookeanum Alle scher nov. norm Syn. Sphaeropsis herbarum Cooke et Mass. in Grevillea XVI. p. 78. Sacc. Syll. X p. 251. Fruchtgehäuse klein, herdenweise, schwarz, punktförmig, an- fänglich bedeckt, dann nach Verschwinden der Epidermis frei; Coniothyrium 59 Unbestimmte Nährpflanzen Sporen breit-elliptisch, einzellig', purpurbraun, 7 — 10 u lang, 5 bis 6 /* dick. An Stengeln von Conipositen und Umbelliferen in Gross- britannien. 3032. C. ligiiorum (Fries) Sacc, SylL III. p. 315. Syn. Clisosporium lignorum Fries, Syst. myc. III. p. 332 und in Hedwigia 1864, p. 74. Fruchtgehäuse sehr klein, braunschwarz, hervorbrechend, häutig, niedergedrückt-kugelig, an der etwas papillenförmigen Mündung durchbohrt; Sporen sehr klein, fast kugelig oder eiförmig, bei Feuchtigkeit in langen, russfarbigen Ranken austretend; Sporen- träger nicht sichtbar. An hölzernen Balken in Deutschland und Schweden. Die fast zusammenhängenden Fruchtgehäuse sitzen hier und da in einem sehr dünnen, schwarzen Flecken (dem Mycel ohne Zweifel). 3033. C. myriocarpuin (Fries) Sacc, Syll. III. p. 315. Syn. Sphaeria myriocarpa Fries, Syst. myc. IL p. 459. Gedrängt, schwarz, glänzend ; Fruchtgehäuse sehr klein, kugelig, glatt, mündungslos ; Sporen eiförmig oder eiförmig- länglich, ein- zellig, ziemlich gross, dunkelbraun. An auf der Erde liegenden Hölzern in Deutschland; auch in Schweden und Frankreich. Gänzlich oberflächlich, bald gedrängt, bald zerstreut, sehr glatt, im ver- alteten Zustande leicht eingesunken ; die undeutliche Mündungspapille endlich durchbohrt. Yar. ß aMetinuin Karst, Symb. myc. XY. p. 156. Sacc. 1. c. Sporen eiförmig, zuweilen ungleichseitig, russfarbig, ohne Oel- tropfen, 11 — 15 /u lang, 5 — 8 fu dick. Auf Holz von Abies bei Mustiala in Finnland. Urtica — C. conoideimi Sacc, Mich. I. p. 203; Syll. III. p. 316. Sporen kugelig-elliptisch, 3,5 fi lang, 2,5 /t dick, mit einem Oeltropfen, gelblich. An Stengeln von Urtica etc. in Frankreich. Siehe Nähr- pflanze Angelica, p. 26. Vinca 60 Coniothyrium Tinea 3034. C. plioiuoides (Crouan) Sacc, Fung. herb. Bruxell. No. 31; Syll. XL p. 515. Syn. Spliaeria phomoides Crouan in Roum., Fung. Gall. No. 88 ex parte (in Herb. Bruxell.). Fruchtgehäuse weitläufig -herden weise, eingewachsen - hervor- brechend, schwarz, niedergedrückt-kugelig, 200 f.i im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen kugelig-elliptisch, honig- dann russ- farbig, 5 — 6 [i lang, 4 /ll dick. An abgestorbenen Stengeln von Vinca major bei Toulouse in Frankreich. Vitis 3035. C. Diplodiella (Speg.) Sacc, Syll. III. p. 310. Syn. Phoma Diplodiella Spegazz., Amp. No. 4. Flecken schwach-aschgrau, mit fast russfarbigen Bändern, ge= rundet oder unregelmässig-länglich, 2 — 8 mm gross, im Centrum ziemlich dicht schwarz punktirt: Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Epidermis, kugelig-linsenartig, mit eingedrückter, durchbohrter Mündung, von dünnhäutigem, russfarbigem Gewebe, 100 — 150^ im Durchmesser; Sporen elliptisch oder eiförmig, zuweilen fast kahnförmig, russfarbig, mit einem bis zwei Oeltropfen, beidendig ziemlich stumpf, 7 — 11 t* lang, 5,5 u dick; Sporenträger hyalin, fadenförmig. An reifen Beeren von Vitis vinifera, vorzüglich der Varietät „Babosa" bei Conegliano in Norditalien. 3036. C. Yitis Delacr., Bullet. Soc. Myc. 1890, p. 141. Sacc, Syll. X. p. 263. Fruchtgehäuse zerstreut, fast oberflächlich, kugelig, schwarz, mit Mündungspapille, klein, 60 fi im Durchmesser; Sporen oval, dunkelbraun, ohne Oeltropfen, 4,5 fi lang, 2,5 /< dick; Sporenträger nicht sichtbar. An abgestorbener Binde von Vitis vinifera in Frankreich. Von Coniothyrium olivaceum Bon. und C. Fuckelii Sacc. vorzüglich durch die viel kleineren Fruchtgehäuse verschieden. Wistaria C. olivaceum Bon. in Fuck., Symb. p. 377. Sacc, Syll. III. p. 305. Sporen länglich-elliptisch, ohne Oeltropfen, einzellig, 5 — 8 u lang 2,5 p dick, braun- olivenfarbig. Coniothyrium 61 Wistaria An Zweigen, seltener an den Blättern von Wistaria in Deutsch- land etc. Siehe Nährpflanze Arauja, p. 26. Yucca — C. concentrieum (Desm.) Sacc., Mich. I, p. 204; Syll. III. p. 317. Sporen kugelig-eiförmig, 4 — 5 u lang, 3 — 4 u dick, anfänglich hyalin, dann gelblich, endlich russfarbig, mit einem Oeltropfen. An Blättern von Yucca aloifolia, filamentosa, gloriosa etc. in Deutschland etc. Siehe Nährpflanze D a s y 1 i r i o n , p. 35. Unsichere oder auszuschliessende Art. 3037. C. I Populi Richon, Catal. Champ. Marne No. 1647. Sacc, Syll. X. p. 265. Unter der Oberhaut; Sporen braun, mit einem Oeltropfen. An Aesten von Populus, St. Lumier (Marne) in Frankreich. LX. Naemospliaera Sacc, Syll. III. p. 198 (als Subgenus). Karsten, Sphaerops. Fenn. p. 68. Sacc, Syll. X. p. 259. Fruchtgehäuse getrennt, bedeckt oder fast oberflächlich, schwarz, häutig-kohlig, mit geschnäbelter Mündung; Sporen einzellig, eiförmig-länglich, gefärbt. Von den Gattungen Sphaeropsis und Coniothyrium ist diese Gattung* vor- züglich durch die schnabelartige Verlängerung der Mündungspapille verschieden. Der Name Naemosphaera ist eine Umkehrung des Namens Sphaeronaema. Von den neun bisher beschriebenen Arten sind sieben aus Europa, davon nur eine aus Deutschland bekannt. Acer 3038. X. rudis Karsten, Symb. myc Fenn. XXVIII, p. 43. Sacc, Syll. X. p. 260. Fruchtgehäuse herdenweise zerstreut, oberflächlich, ei-kegel- förmig, blass, dann bräunlich, spärlich graubehaart, 100 — 140 u im Durchmesser, mit cylindrischer, blassbrauner, fast so langer oder etwas längerer Mündungspapille als das Fruchtgehäuse; Sporen eiförmig, breit elliptisch oder fast kugelig, russfarbig, ohne Oel- tropfen, 12 — 24 p lang, 7 — 8 u dick oder 10 — 12 u im Durchmesser. An der inneren Rinde von Acer Psendoplatanus im botan. Garten zu Mustiala in Finnland. Hedera 62 Naemosplwera Hedera 3039. N. Helicis (Cooke et Mass.). Syn. Sphaeropsis Helicis Cooke et Mass. in Grevillea XVI. p. 8. Sacc, Syll. X. p. 252 Fruchtgehäuse ziemlich gross, schwarz, halbeiugesenkt, kohlig, mit langer, hervorragender Mündungspapille (also geschnäbelt): Sporen eiförmig, einzellig, 12 t u lang, 8 u dick, anfänglich kurz gestielt, endlich matt-schwärzlich. An Aesten von Hedera Helix bei Kew in Grossbritannien. Auch Saccardo scheint der Ansicht zu sein , dass der Pilz besser hierher gehurt. Morus 3040. N. tabacina (B er lese). Syn. Sphaeropsis tabacina Berl., Fung. raoric. fasc. I, tab. 9, fig. 12 — 15. Sacc, Syll. X. p. 259. Fruchtgehäuse oberflächlich, zerstreut oder dünn herdenweise, einem schwarzen, knotenförmigen Stroma eingelagert, kugelig, schwarz-glänzend, in eine cylindrische oder cylindrisch-kegelförmige, zuweilen ziemlich lange Mündungspapille endigend, 1 / 5 — x / 4 mm im Durchmesser; Sporen eiförmig, mit ziemlich dickem Epispor und Oel tropfen, einzellig, hellzimmtfarben, Sporen träger fehlend oder undeutlich. An faulendem Holze von Morus alba bei Fiumicello in Nord- italien. An dem sehr geschwärzten Holze, den Fruchtgehäusen mit verlängerter Mündungspapille, sowie an den ocherfarbigen-gelblichen Sporen sofort zu erkennen. Wegen der cylindrischen oder cylindriseh-kegelförmigen, zuweilen ziemlich langen Mündungspapille musste diese Art in die Gattung Naemosphaera ge- bracht werden. 3041. N. rostellata (Grove) Sacc, Syll. X. p. 260. Syn. Coniothyrium rostellatum Grove in Journ. of Botan. 1886, p. 135. Fruchtgehäuse kugelig, mit kurzem, cylindrischem Schnabel ver- sehen, oder eiförmig, mit zusammenfliessenclem, 1 / 6 — 1 / b mm hohem Schnabel, oberflächlich, schwarz, runzelig, zerstreut oder zuweilen halb zusammengewachsen, von parenchymatischem, olivenfarbigem, etwas durchsichtigem Gewebe; Sporen zahlreich, eiförmig oder fast kugelig, olivenfarbig, 4 /n lang, 2p — 3 u dick. An der inneren Oberfläche der Zapfenschuppen von Pinus sylvestris in Grossbritannien. Von Coniothyrium dispersellum durch den Schnabel deutlich verschieden. Naemosphaera 63 Symphoricarpus Symphoricarpus 3042. N. subtil issima Karst, Sphaerops. Fenn. p. 68. Sacc, Syll. X. p. 259. Fruchtgehäuse zerstreut oder h erden weise, oberflächlich, breit kegelförmig, schwarz, von parenchymatösen em Gewebe, 0,1 mm im Durchmesser, mit cylindrischem, steifem, schwarzem, aus zusammen- gewachsenen fadenförmigen Fasern gebildetem, 0,4 mm langem, 20« dickem Schnabel; Sporen kugelig-elliptisch, sehr schwach olivenfarbig, 6 — 7 ,« lang, 5 — 6 u. dick. An abgestorbenen Aesten von Symphoricarpus racemosus im botan. Garten zu Mustiala in Finnland. Auf nicht pflanzlichen Substraten. Kaninchen- Koth 3043. X. anomala (March.) Sacc, Syll. X. p. 260. Syn. Sphaeronaema anomala March., Champ., copr. VI. p. 10. Fruchtgehäuse weitläufig-herden weise, mit der Basis in das vom Kaninchenkoth beschmutzte Holz eingesenkt, halbkugelig, zuerst fast kugelig, von oben oft niedergedrückt, schwarzbraun, von sehr dichtem, mattem, parenehymatischem, etwas gebrechlichem Ge- webe, 179 — 220 u im Durchmesser; Mündungspapille cylindrisch, von prosenehymatischem, schwarzbraunem Gewebe, 460 — 550 u hoch, 12 — 15 u dick, gerade oder gewunden, am Scheitel mit pinsel- förmigen, weissen Fasern versehen und eine weissliche Sporenkugel hervorstossend; Sporen eiförmig, gerade, sehr selten etwas gebogen, an dem unteren Ende leicht verschmälert- abgestutzt, im jugend- lichen Zustande russfarbig-hyalin , mit zwei, seltener mit einem Oeltropfen, endlich dunkelbraun, fast undurchsichtig, 11,5 — 12,5 a lang, 6,5 — 8 u dick; Sporenträger sehr kurz. An entrindetem, vom Kaninchenkothe beschmutztem Holze bei Brüssel in Belgien. Knochen — N. ossis (Preus s) Sacc, Syll. X. p. 259. Syn. Sphaeronaema ossis Preuss, Fang. Hoyersw. No. 287. Sacc, Syll. III. p. 198. An faulenden Knochen bei Hoyerswerda in der Xiederlausitz. V Siehe die Beschreibung in Allesch., Fang, imperf. 1. Abth. p. 442, No. 1317. LX1. Sirotlieciuni Karst , Symb. XX, p. 105. Sacc, Syll. X. p. 270. Fruchtgehäuse hervorbrechend-oberflächlich, fast kugelig oder in die Länge gezogen, kohlig-häutig, kahl, schwarz, endlich unregel- Pinus 64 Sirothecium massig aufreissend; Sporen kugelig, einzellig, russfarbig in kleinen Ketten an einzelligen Sporenträgern bündelweise entstehend. Entspricht der Gattung Sirococcus mit hyalinen Sporen. Der Name kommt von seira = Kette und thecium = Gehäuse. Von dieser Gattung ist bisher nur eine Art bekannt. Pinus 3044. S. sepiaruin Karst. 1. c. Sacc. 1. c. p. 271. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend -oberflächlich, fast kugelig, oder hysteriurnförmig (in die Länge gezogen), zuweilen tonnenförmig-niedergedrückt, 0,2 mm im Durchmesser; Sporen zu 4 — 6 kettenförmig verbunden, kugelig oder gerundet cubisch, ein- zellig, kaum sich trennend, schwach russfarbig, 4 — 6 fi lang, 3 — 5 p dick oder 5 — 6 tu im Durchmesser, zu einfachen, cylindrischen, 18 — 24 [i langen, auf einzelligen, kugeligen, fast hyalinen Sporen- trägern bündelweise entstehenden Ketten verbunden. Auf altem Holze von Pinus bei Mustiala in Finnland. LXII. I^evieuxia Fries, Fung. Natal. p. 32 et Summa veg. Scand. p. 415. Sacc, Syll. III. p. 321. Fruchtgehäuse frei, vertikal, gestielt-keulenförmig, koh- lig, starr, mündungslos, endlich oben spaltenartig aufreissend und dann stückweise abfallend; Sporen gestielt, dunkelgefärbt, in eine endlich pulverige Scheibe zusammengedrängt. Durch die vertikalen, gestielt-keulenförmigen Fruchtgehäuse von den übrigen Gattungen verschieden. Die in Eede stehende Gattung ist dem bekannten französischen Mycologen Levieux zu Ehren benannt. Von den bisher bekannten zwei Arten kommt die eine in Europa, die andere in Afrika vor. JPlilllS 3045. L. borealis Karst, in Hedwigia 1887. p. 126 und in „Sphaeropsideae hucusque in Fennia observatae" (1890) p. 68. Sacc, Syll. X. p. 271. Fruchtgehäuse hervorbrechend, bald oberflächlich, vertikal, eiförmig, verkehrt- eiförmig, keulenförmig oder cylin drisch, kahl, kohlig, starr, oben endlich rillig aufreissend, schwarz, 0,2 mm hoch; Sporen elliptisch, ei- oder spindelförmig-länglich, gelbgrün-hyalin, mit dunklem Epispor, gerade, ohne Oeltropfen, 3— 4 /t lang, 1 bis 2 (ii dick. An altem Holze von Pinus in Finnland. Chaetomella 65 Ärundo LXIII. Cliaetoinella Fuckel, Symb. myc. p. 402. Sacc, Syll. III. p. 321. Fruchtgehäuse oberflächlich oder sehr kurz gestielt, lnündungslos, überall mit zerstreuten Borsten besetzt; Sporen an der Spitze einfacher oder ästiger Sporenträger abgeschnürt, einzellig, cylindrisch oder fast spindelförmig, etwas gekrümmt, gefärbt. Der Name kommt von Chaetomium, weil die Arten dieser Gattung einen ähnlichen Hahitus haben. Saccardo gliedert diese Gattung in zwei Untergattungen, nämlich Eu-Chae- tomella mit olivenfarbigen Sporen und Melochaeta mit hyalinen Sporen. Letztere Untergattung kann, wenn die Sporen wirklich stets hyalin sind, naturgemäss nicht bei den gefärbtsporigen bleiben, sondern die wenigen Arten dieser Abtheilung sind dann am besten als neue Gattung Melochaeta zu den hyalinsporigen Sphae- rioideen in die Nähe der Gattung Pyrenochaeta zu stellen. Da jedoch diese Pilze im reifen Zustande vielleicht doch gefärbte Sporen bekommen, wie viele als Staganospora beschriebene Arten, lasse ich sie unter Vorbehalt vorläufig hier stehen und füge nur eine diesbezügliche Bemerkung bei. Arundo, Carex 3046. Ch. atra Fuck., Symb. myc. p. 402. Sacc, Syll. III. p.32L Syn. Chaetomium paucisetum Fuckel in Fungi rhenani. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1572. Timmen, Myc. univ. No. 1685. Fruchtgehäuse oberflächlich, schwarz - olivenfarbig , kugelig, dann genabelt oder fast tonnenförmig, mit wenigen, steifen, sparsam septirten, 110 fi langen, 8 p dicken Borsten bekleidet, mündungslos, von deutlich strahlenförmig -parenehymatischem, grünlich - oliven- farbigem Gewebe; Sporen massenhaft, cylindrisch - spindelförmig, 12—15 u lang, 2 — 3 fi dick, mit zwei kleinen Oeltropfen, oliven- farbig; Sporenträger fadenförmig, oft bis 60 /t lang, 1 f.t dick. An Halmen, Blättern und Scheiden von Arundo, Carex, Phragmites, Zea in Deutschland; auch in Italien und Frankreich. Var. lignicola Sacc, Mich. I, p. 97; Syll. III. p. 321. Fruchtgehäuse zuletzt tonnenförmig, im Uebrigen der typischen Art ähnlich; Sporen spindelförmig oder fast keulenförmig, 12 — 15 /ut lang, 2,5 fi dick, öfter mit zwei Oeltropfen, olivenfarbig, mit faden- förmigen, 60—70 fi langen, 1 f.i dicken Paraphysen (Sporenträgern?) untermischt. An verschiedenen entrindeten Aesten bei Selva und Conegliano in Norditalien. Winter, die Pilze. VII. Abtli. 5 Catalpa 66 Chaetomella Catalpa 3047. Cli. hraeliyspora Sacc. et Speg. in Sacc, Mich. I. p. 260; Mycoth. Yen. Xo. 1229; Syll. III. p. 322. Fruchtgehäuse zerstreut, fast oberflächlich, niedergedrückt- kugelig, kaum 7 2 mm im Durchmesser, mündungslos, schwarz, überall mit steifen, wenig septirten, 100 — 150^ langen, 8 — 10 fi dicken, dunkelbraunen, aufwärts blasseren und am Scheitel ziemlich stumpfen Borsten bekleidet; Gewebe des Fruchtgehäuses weitzel% parenchymatösen, dunkelbraun; Sporen eiförmig-länglich, beidendig abgerundet oder fast abgestutzt, 5 — 6 /t lang, 3 ,« dick, mit zwei undeutlichen Oeltropfen, olivenfarbig, aus einer zelligen, fast hyalinen Basalschicht entspringend. An härterer Kinde von Catalpa syringifolia bei Conegliano in Norditalien. JPhragmites — Cli. atra Fuckel, Symb. myc. p. 402. Sacc, Syll. III. p. 321. Sporen cylindrisch- spindelförmig, 12 — 15 u lang, 2 — 3u dick, mit zwei kleinen Oeltropfen, olivenfarbig. An Halmen, Blättern und Scheiden von Phragmites in Deutsch- land. Siehe Xährpflanze Arundo p. 65. Pisum 3048. Cli. lon§iseta üelacr., Bull. Soc. Myc. 1891, p. 106, tab. YII, fig. d. Sacc, Syll. X. p. 271. Fruchtgehäuse dünn herdenweise, schwarz, mündungslos, 170 u breit, lang borstig, mit Mycelunterlage aus gewundenen, dunkel- braunen, 5 u dicken Hyphen; Borsten gerade, starr, einzellig, dunkelbraun, am Scheitel verschmälert, 4,5 — 6 p dick, bis zu 430 u lang; Sporen eiförmig, mit Oeltropfen, erst hyalin, dann dunkel- braun oder olivenfarbig-bläulich; Sporenträger bündelweise, leicht gewunden, wolkig, 20 — 25 u lang. An keimendem Samen von Pisum sativum bei Paris in Frankreich. Populus 3049. Cli. tortilis Delacroix, Bull. Soc. Myc. 1891, p. 106. Sacc, Syll. X. p. 272. Fruchtgehäuse mündungslos, herdenweise, mit blossem Auge nicht wahrnehmbar, einen schwarzen Flecken bildend, fast halb- kugelig, 150 u im Durchmesser, mit gewundenen, einfachen, dünn septirten, dunkel - olivenfarbigen , 300 u langen, 4,5 — 5 u dicken Borsten bekleidet; Sporen eiförmig, beidendig zugespitzt, mit zwei Cliaetomella 67 Populus Oeltropfen, schwarz-violett , 12,5 u lang, 6,5 a dick; Sporenträger bündelweise, nadeiförmig, hyalin, 20 u lang. An etwas faulem Holze von Populus bei Rigny sur Arroux in Frankreich. Wahrscheinlich die Pycnidenform von Perisporium funiculatum, mit dem der Pilz fast stets vergesellschaftet ist. Unbestimmte Xährpflanzen — Cli. atra Fuckel, Symb. myc. p. 402. Sacc, Syll. III. p. 321. Var. lignicola Sacc, Mich. I. p. 97. Syll. 1. c. Sporen spindelförmig oder fast keulenförmig, 12 — 15 u lang, 2,5 u dick, oft mit zwei Oeltropfen; olivenfarbig. An verschiedenen, entrindeten Aesten bei Selva und Conegliano in Xorditalien. Siehe Nährpüanze Arundo p. 65. Zea — Ck. atra Fuckel 1. c. Sporen 12— 15 /t lang, 2 — 3u dick. Siehe Xährpflanze Arundo p. 65. Anhang. Ch. Brassicae (Schw.) Starb., Stud. p. 79, fig. 58. Sacc, Syll. XL p. 516. Syn. Sphaeria Brassicae Schweinitz. Sacc, Syll. II. p. 432.. Fruchtgehäuse 300 u im Durchmesser; Sporen 5 — 10 u im Durchmesser, dunkel-olivenfarbig, eckig. An Stengeln von Brassica, bisher nur in Nordamerika. In Ermangelung einer Abbildung einer europäischen Art war ich gezwungen, die Abbildung dieser amerikanischen Art zu geben, um den Habitus der Gattung im Allgemeinen zu zeigen. Anmerkung. Die beiden nächsten Arten gehören nach den bisherigen Beschreibungen nicht zu den gefärbtsporigen Sphäropsicleen , sondern sind wahrscheinlich als neue Gattung Melochaeta in der Nähe von Pyrenochaeta bei den hyalinsporigen Sphaerioideen einzureihen. 3050. Ch. (Melochaeta) raripila (Mont.) Sacc, Syll. III. p. 322. Syn. Chaetomium raripilium Mont., PL Cell. Cent. VII. p. 339. Hervorbrechend, zerstreut, frei; Fruchtgehäuse kugelig - halb- kugelförmig, fast häutig, dunkelbraun, von quadratisch netzförmigem, am Scheitel einsinkend - niedergedrücktem , endlich zerreissendem, von spärlichen, kurzen Borsten rauhem Gewebe; Kern flockig gela- ■» a. O " Pölygonum 68 Cytoplea tinös; Sporen länglich - linienfönnig , 13 — 14 /li lang, 2 u dick, hyalin. An abgestorbenen Stengeln von Pölygonum aviculare in Frankreich. Quercus, Mosa > 1. Ch. (Melochaeta) ofolonga Fuckel, Synib. myc. p. 402, tab. III. fig. 3. Sacc., Syll. III. p. 322. Exs. Fuckel, Fungi rhen. No. 1962. Fruchtgehäuse zerstreut, Vs Linie lang, länglich, an der Basis ausgehöhlt, so dass sie, von der Seite gesehen, nierenförniig erscheinen, sehr kurz schwarz gestielt, schwarzbraun, mit wenigen, einfachen, septirten, fast keulenförmigen, steifen, gleichfarbigen, mit dem Querdurchmesser des Fruchtgehäuses fast gleichlangen Borsten besetzt; Sporen cylindrisch, sehr wenig gekrümmt, 11 u lang, 2 u dick, hyalin; Sporenträger wiederholt gabeltheilig, 40 a lang. An faulenden Blättern von Rosa rubiginosa; selten, im Rheingau. Yar. major Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse grösser; Sporen wie vorher. An der inneren Rinde von Quercus bei Münster in Westphalen in Deutschland. LXIY. Cytoplea Bizz. et Sacc. in Flor, critt. Yen.; Sacc, Syll. III. p. 325. Stroma fast oberflächlich-polsterförmig, durch Zusammenfliessen ausgebreitet-krustenförmig, innen einreihig- vielkammerig ; Kammern fast kubisch; Sporen eiförmig -länglich, einzellig, oliven - russfarbig, anfänglich zu Ketten verbunden, gestielt, mit fadenförmigen Para- physen zwischen den Sporenträgern und Sporen. Der Name kommt von cytos = Zelle, Kammer, und pleon = mehr (also melirkammeriges Fruchtgehäuse). Von den zwei bekannten Arten kommt eine in Europa, die andere in Nord- amerika vor. Arundo 3052. C. arimdinicola Bizz. et Sacc. 1. c. Sacc, Syll. III. p. 325. Stroma wie oben beschrieben; Kammern dichtgedrängt, schwarz, 250 — 260 f.i lang, 190 — 200 fx breit, an der inneren Wand überall sporentragend; Sporenträger stäbchenförmig, einfach, hyalin, 14 bis 18 /x lang, Paraphysen fadenförmig, 40 — 60 li lang, 1,2 — 2 fi dick; Haplosporella 69 Arunclo Sporen mit zwei Oeltropfen, anscheinend mit einer (unechten) Quer- wand, massenhaft, 4—5 jli lang, 3 u dick, oliven-russfarbig, An faulen und von der Erde bedeckten Halmen von Arundo Donax im botan. Garten von Padua in Norditalien. Anhang. C. siibconeara (Schw.) Starb., Stud. p. 82, fig. 60. Sacc, Syll. XL p. 596. Syn. Sphaeria subconcava Schweinitz. Sacc, Syll. IL p. 370. Stroma 3 mm lang; Sporen 15—19 u lang, 5 — 7 fi dick, bräunlich. An Aesten von Yiburnum clentatum in Nordamerika. In Ermangelung einer Abbildung der europäischen Art, war ich gezwungen, die Abbildung der nordamerikanischen Art zu geben, um den Habitus der Gattung zu zeigen. LNV. Haplosporella Speg., Fungi Argent. III. p. 34. Sacc. Syll. III. p. 323. Syn. Podosporium Sacc. et Schulz., Fungi Slavon. No. 29 non Bon. nee Schwein. Fruchtgehäuse in Easen hervorbrechend und auf einem Stroma gehäuft, schwarz, fast kohlig, mit Münclungspapille oder einem warzenförmigen Stroma eingesenkt ; Sporen eiförmig oder länglich, einzellig, russfarbig; Sporenträger stäbchenförmig. Ist gleichsam eine Dothiorella mit gefärbten Sporen oder eine traubenartig gehäufte Sphaeropsis. Der Name kommt von haploos = einfach und spora = Spore. Aesculus 3053. H. Aesculi Cooke et Mass. in Grevillea XVI. p. 9, 1887. Sacc, Syll. X. p. 273. Fruchtgehäuse klein, schwarz, in elliptischen oder eckigen Rasen hervorbrechend, 5 mm lang, dicht gehäuft, ganz einer Cucurbitaria gleichend, mit einem kleinen Porus geöffnet; Sporen elliptisch, ein- zellig, blass olivenfarbig, 5 — 7 u lang, 3 jll dick. An Aesten von Aesculus bei Kew (London) in Grossbritannien. 3054. H. Faiitreyaiiuin Alle seh er nov. nom. Syn. Sphaeropsis Aesculi Fautr. et Eoum.. Eev. mycol. 1892. p. 113. Sacc, Syll. XL p. 512. Fruchtgehäuse bedeckt, schwarz, niedergedrückt, dann hervor- brechend, mehrkammerig ; Sporen erst hyalin, dann braun, 28 — 32 fi lang, 16 — 20 a dick, einzellig, kurz gestielt. Aesculus 70 Haplosporella An der Kinde von Aesculus Hippocastanum, Noiclan (Cöte d'Or) in Frankreich. Wegen der mehrkammerigen Fruchtgehäuse wurde diese Art in die Gattung Haplosporella gebracht. AilantJtus 3055. H. sociata (Leveille). Syn. Sphaeropsis sociata Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 295. Sacc, Syll. III. p. 294. Fruchtgehäuse rasenweise vereinigt, hervorbrechend, kugelig, einzellig, runzelig, schwarz, in einem gemeinschaftlichen, von der Kinde gebildeten, schwarzen Behälter eingelagert, mit papillen- oder kegelförmiger, abfallender Mündung; Sporen eiförmig - elliptisch, gross, etwas gefärbt, mit einem Kerne. An der Rinde von Ailanthus glandulosa im botan. Garten zu Paris in Frankreich. Wegen der rasenweise zusammenhängenden Fruchtgehäuse und des unechten Stroma wurde der Pilz in diese Gattung gebracht. Ampelopsis 3056. H. viticola Cooke et Mass. in Grevillea XYI. p. 9. Sacc, Syll. X. p. 273. Hervorbrechend, mehr oder weniger in Längsreihen geordnet, elliptische, aus zehn oder mehreren, ziemlich grossen, fast kugeligen, mattschwarzen, kaum durchbohrten Fruchtgehäusen zusammengesetzte Pusteln bildend, ganz einer Botryosphaeria gleichend; Sporen ziemlich gross, eiförmig oder breit elliptisch, einzellig, gelbbraun, 30—35 ii lang, 10 — 15 fi dick; Sporenträger dick, den Sporen fast gleich. An Ranken von Ampelopsis bei Kew in Grossbritannien. Befühl 3057. H. conglobata (Sacc). Syn. Sphaeropsis conglobata Sacc, Syll. III. p. 299. Fruchtgehäuse quer hervorbrechend, dicht rasen weise und zusammenfliessend, schwarz, runzelig, mit unscheinbarer Mündungspapille, klein; Sporen eiförmig, einzellig (sehr selten mit 1 — 2 Querwänden), dunkelbraun, 12 — 15 /* lang, 5 — 6 /« dick. An abgelöster, faulender Rinde von Betula alba im Rheingau (Fuckel). Nach Fuckel, Symb. myc. p. 171 ist dieser Pilz die Pycnidenform zu Cucur- bitula conglobata Fuckel = Eosellinia conglobata (Fuckel) Sacc. Cfr. Winter Pilze etc. 2; p. 233. Wegen der dicht rasenförmigen und zusammenfliessenden Fruchtgehäuse muss der Pilz in diese Gattung gestellt werden. Haplosporella 71 Bouivardia Bouwardia 3058. H. Bouwardiae Passer., Diagn. cli F. K Note IV. in Atti R. Accacl. dei Lincei (Roma). Rendiconti, Bd. TV. 2. 1888, p. 100. Sacc, Syll. X. p. 273. Fruchtgehäuse in Pusteln oder in linienförmigen , von der Epidermis umgebenen Reihen gehäuft, hervorbrechend, kugelig, mit Münclungspapille , schwarz , mit weisslichem Kerne ; Sporen elliptisch, lange hyalin, endlich olivenfarbig, immer einzellig, mit ziemlich dickem Epispor; Sporenträger den Sporen fast gleich. An trockenen Aesten von Bouwardia versicolor im botan. Garten zu Parma. Castanea 3059. H. obscura Passer, in Journ. Hist. Natur. Bordeaux. 1885 p. 136. Brun., Liste Sphaerops. p. 29. Sacc, Syll. X. p. 274. Stroma kohlig, polsterförmig, durch die sternförmig aufreissende Epidermis hervorbrechend, aufwärts körnig -runzelig, innen mehr- kammerig; Kammern (Fruchtgehäuse) fast kugelig; Sporen eiförmig, an dem einen Ende spitzig, russfarbig, 10 — 12 ^ lang, 5 jti dick; Sporenträger von verschiedener Länge, oft kurz, fadenförmig, hyalin. An abgestorbenen Aesten von Castanea vulgaris bei Saintes in Frankreich. Corylus 3060. H. Avellanae Oudem., Contr. Flor. Myc. des Pays- Bas. XV. p. 13. Sacc, Syll. XI. p. 517. Gleicht der Haplosporella obscura Passer., unterscheidet sich jedoch durch die an beiden Enden abgerundeten braunen Sporen von nur 5 — 6 p Länge, 2 — 3 ß Dicke. An Aesten von Corylus Avellana in den Niederlanden. Erica 3061. H. Brimaudiana Passer, in Rev. mycol. 1886, p. 140, Sacc, Syll. X. p. 273. Fruchtgehäuse zu 1 — 2 einem polsterförmigen Stroma ein- gesenkt, braun, mit weissem Kerne; Sporen elliptisch, einzellig, 15 — 20^ lang, 9 — 10^ dick, zuweilen mit 1 — 2 Oeltropfen, russfarbig, An abgestorbenen Aesten von Erica scoparia bei Saintes in Frankreich. Gymnocladium 72 Haplosporella Gymnocladium 3062. H. marginata Passer., Diagn. di F. N. Nota IV, in Atti E. Accad. dei Lincei (Roma). Bendiconti, Bd. IV. 2. 1888, p. 100. Sacc, Syll. X. p. 273. Fruchtgehäuse klein, fast kugelig, schwarz, in einem kohligen, unter der Oberhaut hervorbrechenden Stroma; Sporen elliptisch oder verlängert, erst hyalin, dann dunkelbraun, hyalin gerandet, d. h. mit dunkelbraunem Endoplasma und hyalinem Epispor, 17,5 — 20 ß lang, 7,5 — 10 a dick ; Sporenträger nicht sichtbar. An trockenen Aesten von Gymnocladium canadense im botan. Garten zu Parma in Norditalien. Hedera 3063. H. caespitosa (B. et Br.) Sacc, Syll. III. p. 323. Syn. Diplodia caespitosa Berk. et Br , Ann. N. H. No. 409. Rasenförmig, schwarz, hervorbrechend ; Fruchtgehäuse kugelig, mit Mündungspapille; Sporen länglich, gelblich, in Schleim gehüllt, ohne Oeltropfen, einzellig. An Aesten von Hedera in Grossbritannien. Mortis 3064. H. inorioola B erlese, Fungi moricoli fasc. I. tab. 9, fig. 7—11. Sacc, Syll. X. p. 275. Syn. Diplodia Mori, forma gregaria Auetor. Fruchtgehäuse einem kohligen, verlängerten, die Epidermis etwas auftreibenden und endlich dieselbe strahlen- oder linienförmig aufreissenden Stroma eingesenkt, zuweilen deutlich und durch Zusammenfliessen unförmlich, mit weissem Kerne, 1 / 5 — 1 / 4 mm im Durchmesser; Sporen eiförmig, oft an der Basis verschmälert, im unreifen Zustande mit ziemlich dickem Epispor, blass, Oeltropfen führend und durch das zweitheilige Plasma mit einer centralen, unregelmässigen Zelle versehen, 20 — 23 fx lang, 10 (jl dick, reif olivenbraun-russfarbig, einzellig; Sporenträger ziemlich dick, hyalin. An berindeten, dickeren Aesten von Monis alba in Frankreich. Nerium 3065. H. Nerii Sacc, Syll. III. p. 324. Syn. Podospora Nerii Schulz, et Sacc, Fungi Slav. No. 30. Schulz., Illustr. Fung. Slav. No. 930. Stroma warzenförmig, unter der Oberhaut hervorbrechend, schwarz, 0,5 — 1 mm im Durchmesser, innen mit mehreren ei- oder fast kugelförmigen, blassen Fruchtgehäusen oder Kammern ; Sporen eiförmig oder elliptisch, einzellig, 14 — 19 ju lang, 8 /t dick, beid- Haplosporelia 73 Nerium endig- abgerundet, rassig-ockerfarben ; Sporenträger stäbchenförmig, fast zweimal länger als die Sporen, hyalin. An berindeten Aesten von Nerium Oleander bei Yincovce in Slavonien. Rhamnns 3066. H. Francisci Dom. Sacc, Atti della Soc. Ven.-Trent. di Sc. Nat. 2. Ser. 2. Yol. 2. fasc. 1896, p. 476, tab. 1. No. 5 et Bull. Soc. Myc. de Fr. 1896, p. 77. Sacc. et Syd , Syll. XIY. p. 926. Stroma etwas zerstreut, bedeckt, dann hervorbrechend, kegel- förmig, schwärzlich, 0,75 — 1 mm im Durchmesser, innen mit drei bis fünf ungleichen Kammern oder Erachtgehäusen, mit schwarzem Kerne; Sporen elliptisch, beiclendig abgerundet, 20 — 22 ß lang, 10 — 12 fi dick, dunkel-rostfarbig; Sporenträger cyiindrisch, wenig- kürzer als die SporeD, hyalin. An berindeten, abgestorbenen Zweigen von Rhamnus cathar- ticus im botan. Garten zu Padua in Norditalien. Hibes 3067. H. Kibis Sacc, Syll. III. p. 324. Syn. Podospora Kibis Schulz, et Sacc, Fungi Slav. No. 29 nee Fuckel. Stroma polsterförmig, unter der Oberhaut hervorbrechend, am Scheitel hügelig convex, schwarz, 0,5 — 1 mm breit, innen mit mehreren blassen, einreihigen Kammern oder Fruchtgehäusen; Sporen verkehrt eiförmig, beidendig ziemlich stumpf, 12 — 18 t a lang, 6,5 — 10 [i dick, einzellig, russfarbig; Sporenträger stäbchenförmig, wenig kürzer als die Sporen. An berindeten Aesten von Ribes rubrum bei Yincovce in Slavonien. Gleicht ganz der Fuckelia Bibis; aber die Fructification ist eine andere. Salix 3068. H. Briosiana Tognini, Contr. Mic. Tose. p. 11. Sacc, Syll. XI. p. 517. Stromata unter der Oberhaut hervorbrechend, schwarz, papillös ; Fruchtgehäuse sehr zahlreich, 100 fi im Durchmesser, mit russ- farbigem Kerne ; Sporen elliptisch, 4,5 /li lang, 2,5 \x dick, hell-oliven- farbig ; Sporenträger zuweilen ästig, bis 26 fi lang, 2,5 \i dick. An abgestorbenen Aesten von Salix in Toscana in Italien. Tilia 3069. H. subradiealis (Karsten). Syn. Coniothyrium subradicale Karst, in Hedwigia 1884, p. 18. Sacc, Syll. III. p. 311. Tilia 74 Weinmannoäora Fruchtgehäuse rasen weise, durch die Epidermis hervorbrechend, fast kugelig, fast mündungslos oder mit Mündungspapille, schwarz, sehr klein; Sporen elliptisch, beiden dig oft verschmälert, einzellig, gerade, gelblich, 12 — 20 /t lang, 7 — 8,5 /t dick. An blossgelegten Wurzeln von Tilia ulmifolia bei Abo in Finnland. Der rasenweise vereinigten Fruchtgehäuse wegen ist der Pilz besser in diese Gattung zu stellen. Unbestimmte Nährpflanzen 3070. H. Baxteri Cooke et Mass. in Grevillea XVI. p. 8. Sacc, Syll. X. p. 275. Fruchtgesäuse ziemlich gross, verlängert verkehrt-kegelförmig, hervorbrechend, zu Rasen vereinigt, am Scheitel durchbohrt ; Sporen elliptisch, gerade oder etwas gekrümmt, einzellig, beidendig abge- rundet, braun, 22— 30 fi lang, 8— 10 ß dick. An abgestorbenen Aesten bei Oxford in Grossbritannien. 3071. H. cuinulata Alle seh er in Ber. der Bayer. Botan. Gesellsch. Bd. Y, 1897, p. 18. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 927. Fruchtgehäuse rasenförmig oder dicht gehäuft, hervorbrechend, von der aufgerissenen Epidermis umgeben, fast kugelig, runzelig, ziemlich gross, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen von sehr verschiedener Grösse, eiförmig oder kugelig, einzellig, erst fast hyalin, endlich dunkelbraun, 15 — 30 fi lang, 12 — 20 fi dick; Sporen- träger lO—20/i lang, 4 — 5 p, dick, erst hyalin, dann dunkelbraun. An abgeschnittenen Zweigen eines Laubbaumes bei Ober- ammergau in Oberbayern, ipse legi. LXYI. Weinmaimodora Fries, Summa veg. Scand. p. 409. Sacc, Syll. III. p. 325. Stroma halbkugelig, frei, kohlig, am Scheitel von einer ein- fachen Mündung durchbohrt; Kern von dem centralen, weissen Säulchen strahlenförmig von der Mitte in verlängerte, kreisständige, halbirte Zellen getheilt; Sporen kugelig, einzellig, schwarz, ziem- lich gross. Die Gattung wurde dem russischen Botaniker und Mycologen J. A. Wein- raann zu Ehren benannt. 3072. TiS\ ruthenica Fries. 1. c. Sacc. 1. c. Charakter der Gattung. An Hölzern in Bussland. Ein sehr ausgezeichneter,, holzbewohnender Pilz, der ganz einer Kapsel von Silene gleicht und im Innern fünf Kammern besitzt. Discomycopsis 75 Acer Acer LXYII. Discoiiiycopsis Jul. Müller im Botan. Centralbl. 1894, Yol. 57, p. 347. Sacc, Syll. XL p. 517. Stroina den Blättern eingewachsen, mit Kammern im Innern; Sporen kugelig oder eiförmig, einzellig, dann braun. Diese Gattung zeigt ganz den Habitus von Khytisma acerinum, jedoch ist die Fructification eine andere. Sie scheint noch einer genauen, eingehenderen Untersuchung zu bedürfen. Der Name kommt von Discomvces = Scheibenpilz und opsis = Ansehen. 3073. D. rlivtisiuoicles J. Müller 1. c. Stromata auf der Blattoberseite, seltener auch am Blattstiel und auf der Blattunterseite, 2 cm und mehr lang, schwarz, innen fast netzförmig; Sporen 27 p im Durchmesser oder 19 — 35 (i lang, 17 — 25 li dick, erst hvalin, dann braun. An Blättern von Acer Pseudoplatanus in Deutschland. Die Stromata erscheinen im Herbst, die Sporen reifen jedoch erst im Frühjahre. VI. Abtheilung. Phaeodldyinae. Sporen elliptisch, eiförmig oder länglich, mit einer Querwand, dunkelgefärbt. üebersicht der Gattungen dieser Abtheilung. A. Fruchtgehäuse getrennt, a, Fruchtgehäuse bedeckt, hervorbrechend, oft fast oberflächlich. 1. Fruchtgehäuse kahl; Sporen ohne Schleimhülle, bis zu 15 fi lang Microdiplodia. 2. Fruchtgehäuse kahl ; Sporen ohne Schleimhülle, meist über 15 fi lang Diplodia. 3. Fruchtgehäuse kahl; Sporen von einer Schleimhülle umgeben, gross Macrodiplodia. 4. Fruchtgehäuse behaart; Sporen ohne Schleimhülle Ckaetodiplodia. 76 b. Fruchtgehäuse holzbewohnend, meist oberflächlich. a. Fruchtgehäuse ungeschnäbelt. 5. Fruchtgehäuse oberflächlich, fast kohlig, mit Mündungs- papille Diplodiella. ß. Fruchtgehäuse geschnäbelt. 6. Fruchtgehäuse oberflächlich, fast kohlig, mit kegel- förmiger, schnabelartiger Mündung .... Pellionella. B. Fruchtgehäuse rasenförmig vereinigt. 7. Fruchtgehäuse traubenartig gehäuft mit basilarem Stroma Botryodiplodia. Illustrationen zu obigen Gattungen, jede Gattung durch eine Species vertreten.*) ■ ■ 9 * Microdiplodia microsporella (Sacc). a. Ein Aststückeben von Corylus Avellana mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Drei schwach vergrösserte, senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. c. Ein Theil des Hymeniums mit unreifen Sporen und einer reifen. d. Eeife Sporen, sehr stark vergrössert. Nach Saccardo, Fungi italici, Tab. 99. Diplodia Georginae (Corda) Lev. a. Ein Stückchen eines Dahlienstengels mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein Stück des Stengels sammt dem Pilze, seitlich durchschnitten und schwach vergrössert. c. Sporenträger mit Sporen, vergrössert. d. Sehr stark vergrösserte Sporen. e. Ein Stückchen der Fruchtgehäuse- wand von aussen gesehen, sehr stark vergrössert, Nach Corda, Icon.fung.III,Tab.IV,No.64. '-) Weitere Illustrationen sind bei den betreffenden Species eingestellt. 77 a neu Macrodiplodia Curreyi Sacc. et Koum. a. Ein Kindenstückchen von Tilia euro- (( paea mit dem Pilze in natürlicher &< Grösse. c b. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach vergrössertes Fruchtgehäuse. ( j c. Zwei sehr stark vergrösserte Sporen ß mit Sporenträgern. Nach Sacc. et Komm, Eeliq. Liberi IV in Kev. mycol. 1884, p. 33, Tab. 42, No. 10. ^ I t Chaetodiplodia chaetomoides (Ces.) Sacc. Der Pilz in natürlicher Grösse. Vergrösserte Fruchtgehäuse. Ein Theil des Hymeniums mit ver- grösserten Sporenträgern und Sporen. Unreife Sporen mit Sporenträgern. Sehr stark vergrösserte, verschieden reife Sporen. Alles nach Cesati in Hedwigia I, Tab. V, Fig. 2. Diplodiella Camphorae Domin. Saccardo. a. Ein Aststückchen von Camphora offi- cinalis mit dem Pilze in natürlicher Grösse auf der Schnittfläche. b. Drei schwach vergrösserte Frucht- gehäuse von der Seite gesehen. . Iiubi Fries, Summa Yeg. Scand. p. 417. Sacc, Syll. III. p. 339. Fruchtgehäuse zerstreut, von der Epidermis bedeckt, etwas hervorragend, fast kugelig, schwarz; Sporen elliptisch, schwarz- braun, mit einer Querwand, sehr eingeschnürt, 18 — 20 ^ lang, 8 bis 10 fi dick. An abgestorbenen Ranken von Rubus fruticosus in Deutsch- land und Südtirol; auch in Italien, Frankreich, Schweden und Nord- amerika. Pycnidenform zu Didymosphaeria diplospora (Cooke) Rehm. Cfr. Winter Pilze 2, p. 420. Yar. Rubi-ldaei Brun., Rev. mycol. 1886, p. 141. Sacc, Syll. X. p. 278. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, oft in Reihen an- geordnet und dann zuweilen zusammenfliessend, bedeckt, schwarz, fast kugelig; Sporen elliptisch, länglich, braun, 25 fi lang, 12 ß dick, mit einer Querwand, bei derselben eingeschnürt. An abgestorbenen Ranken von Rubus Idaeus bei Saintes in Frankreich. 3317. D. ruMcola Sacc, Mich. I. p. 256; Syll. IIL p. 339. Fruchtgehäuse herdenweise, kugelig, mit deutlicher Mündungs- papille, schwarz, anfänglich bedeckt, dann hervorbrechend; Sporen verkehrt-eiförmig, 25 — 28 /a lang, 12 fx dick, lange einzellig, oliven- russfarbig; Sporenträger fadenförmig, 10—12 {jl lang, 3 (i dick, hyalin. An faulenden Aesten von Rubus fruticosus bei Padua in Xord- italien. Von Diplodia Rubi Fries durch grössere, hervorragende Fruchtgehäuse, durch grössere, lange einzellige Sporen verschieden. 3318. D. seriata de Notar., Microm. Ital. Dec IV. No. 6. Sacc, Syll. III. p. 339. Fruchtgehäuse klein, öfter reihenförmig- herdenweise, nieder- gedrückt-kugelig, mit Mündungspapille , durchbohrt, von der Epi- dermis bedeckt, dann fast frei; Sporen kurz - gestielt , elliptisch, länglich, beidendig abgerundet, hyalin, dann braun-russfarbig, mit Rubus 158 Diplodia zweitheiligem Plasma und einer undeutlichen Querwand, 17 — 18 u lang, 7 — 9 a dick. An trockenen Ranken von Rubus fruticosus bei Turin in Nord- italien. 3319. D. Prcussii Sacc, Syll. III. p. 339. Syn. Sporocadus Bubi Preuss, Fung. Hoyersw. No. 151. Herden weise, rasenförmig oder einzeln hervorbrechend; Frucht- gehäuse schwarz, länglich oder zitzenförmig, mit Mündungspapille, etwas hervorragend; Sporen länglich, in der Mitte eingeschnürt, zweitheilig, schwarz - braun , 21 — 28 u lang, 10 — 12 u dick (nach Karsten). An abgeworfenen Ranken von Rubus Idaeus bei Hoverswerda in der Niederlausitz. Ruscus 3320. B. Pollacciana All es eher nov. nom. Syn. Diplodia (Microdiplodia) Eusci Sacc. et Th. var. macrospora Pollacci, Atti Ist. bot. Pav. II. Ser. V. 1896 p. 13 extr. Sacc. et Syd., Syll. XIV. p. 938. Fruchtgehäuse nicht beschrieben ; Sporen 20 — 23 fi lang, 10 bis 11,5 jli dick, mit einer Querwand, russfarbig. An Blättern. von Ruscus Hypoglossum im botanischen Garten zu Genua in Norditalien. Da der Autor die Fruchtgehäuse nicht besonders beschreibt, werden sie höchst wahrscheinlich mit jenen von Microdiplodia Eusci (Sacc. et Th.) überein- stimmen. Siehe dieselbe p. 94. Dieser Pilz steht wahrscheinlich mit der bezeichneten Microdiplodia in genetischem Zusammenhange. JRuta 3321. D. rutaecola Thüm., Contr. Fung. Litor. No. 141, tab. I. flg. 11. Sacc, Syll. III. p. 367. Fruchtgehäuse klein, dicht herdenweise, von Aussehen des Schiesspulvers, etwas hervorragend, kugelig, zuweilen zusammen- fliessend, schwarz; Sporen cylindrisch-eiförmig, beidendig abgerundet, mit einer Querwand, bei derselben nicht oder nur leicht eingeschnürt, die untere Zelle zuweilen wenig breiter, undurchsichtig, dunkel- braun, 20 u lang, 8 — 10 u dick. An abgestorbenen Zweigen von Ruta graveolens bei Görz in Istrien. Diplodia 159 Salix Sali.r 3322. D. salicella Sacc, Mich. IL p. 270; Syll. III. p. 361. Fruchtgehäuse zerstreut, von der Epidermis bedeckt, etwas hervorragend oder hervorbrechend, fast kugelig, mit unscheinbarer Mündungspapille , sehr schwarz; Sporen länglich, 22 — 25 u lang, 12 u dick, zuweilen etwas gekrümmt, mit einer Querwand, nicht oder kaum eingeschnürt, sehr schwarz. An faulenden Blättern von Salix vitellina bei Selva in Nord- italien. Von Diplodia salicina Lev. vorzüglich durch die grösseren, sehr schwarzen Sporen verschieden. 3323. D. salicina Lev. in Ann. Sc. nat. (Bot.) 1846, p. 292. Sacc, Syll. X. p. 286. Exs. Babenhorst, Fungi europaei No. 450. Fruchtgehäuse herdenweise, eingewachsen, kugelig, schwarz, hervorbrechend, von der Epidermis bedeckt, mit endlich abfallender Mündungspapille; Sporen elliptisch-länglich, 21 — 24 fi lang, 8 — 11 u dick, leicht eingeschnürt, russfarbig, hyalin-gestielt. An Aesten von Salix alba in Deutschland, Italien, Frankreich und in den Niederlanden. 3324. D. oMonga Har. et Br., Rev. mycol. 1891, p. 16. Sacc, Syll. X. p. 286. Fruchtgehäuse eingewachsen, schwarz, länglich oder lanzettlich, längs der Fasern des Holzes angeordnet, 0,5 — 1 mm lang, 1 / 6 bis V 5 mm breit; Sporen länglich, beidendig abgerundet, mit einer Querwand, nicht oder kaum eingeschnürt, kastanienbraun, 24 bis 2S fi lang, 9 — 10 u dick, in jeder Zelle mit einem Oeltropfen. An entrindeten Weiden, London, Yienne in Frankreich. Vielleicht eine Diplodiella-Species ? (Sacc. 1. c.) 3325. D. caerulescens Passer. , Diagn. di F. N. Nota IV. in Atti R. Accad. dei Lincei (Roma). Rendiconti, Bd. IV. 2. 1888, p. 101, No. 112. Sacc, Syll. X. p. 286. Fruchtgehäuse linsenförmig, die Epidermis pustelartig erhebend und die Pustel am Scheitel durchbohrend, von dunkel -bläulichem Gewebe; Sporen elliptisch, erst hyalin, dann mehr oder weniger blau oder hyalin, einzellig, endlich in der Mitte mit einer Quer- wand, etwas eingeschnürt, grau-braun, 22,5 /* lang, 10 u dick. Sanibucus 160 Diplodia An trockenen Zweigen von Salix virninalis bei Yigbeffio nächst Parma in Norditalien. Sanibucus 3326. D. sambucina Sacc, Mich. IL p. 268; Syll. III. p. 345. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Epidermis, endlich hervorbrechend und oberflächlich, klein, fast kugelig, mit Mündungs- papille, sehr schwarz; Sporen eiförmig -länglich, 18 (ii lang, 11 /i dick, leicht eingeschnürt, russfarbig. An diesjährigen Zweigen von Sambucus nigra, Selva in Nord- italien und in Frankreich. Sarothamnus 3327. B. Oudemansii Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 939. Syn. Diplodia Sarothamni Oudem. , Contr. Flor. myc. Pays-Bas. XV. p. 13. Sacc, Syll. XL p. 519. Fruchtgehäuse fast kugelig, schwarz, etwas kohlig, rasenweise, oft reihenförmig, hervorbrechend, mit kleiner Mündungspapille; Sporen elliptisch oder verkehrt -eiförmig, zuweilen ungleichseitig, beidendig abgerundet, lange einzellig, endlich mit einer Querwand, blass oliven-russfarbig, 17 — 18 fl lang, 8 — 10 u dick. An Zweigen von Sarothamnus scoparius, Loosduinen in den Niederlanden. Besitzt ganz den Habitus von Coniothyrium (Sphaeropsis) Saccardiana (Speg.). Scorzonera 3328. D. Scorzonerae Passer, in Brun., Champ. nouv. VI. p. 2. Sacc, Syll. X. p. 290. Flecken fast scheibenförmig, auf beiden Blattseiten, braun, un- regelmässig zusammenfliessend, die Epidermis zerreissend; Frucht- gehäuse punktförmig, her den weise , kaum hervorragend; Sporen elliptisch, kastanienbraun, mit einer Querwand, nicht eingeschnürt, in jeder Zelle mit einem grossen Oeltropfen, 15 — 20 f u lang, 7 bis 8 \i dick. An welken Blättern von Scorzonera humilis, bei Pessines nächst Saintes in Frankreich. Smilaoc 3329. D. smilacina Berk., North Amer. Fung. p. 67 (nomen). Sacc, Myc. Ven. No. 1027; Syll. III. p. 370. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Oberhaut hervorbrechend, etwas hervorragend, mit kugeliger Mündungspapille, schwarz, von Diplodia 161 Smilax der geschwärzten, glänzenden Oberhaut bedeckt oder umgeben; Sporen kurz, zweitheilig, 20 fi lang, 14 [i dick, russfarbig. An abgestorbenen Banken von Smilax alpina im botanischen Garten zu Padua in Norditalien , von Smilax rotundifolia und thamnoides in Nordamerika. Smymium 3330. D. Henriquesii Thüm., Mycoth. univers. Sacc, Syll. X. p. 290. Exs. Timmen, Mycoth. univers. No. 2087. Fruchtgehäuse zerstreut, oft linienförmig angeordnet, aber immer fast einzeln und nicht selten zusammenfliessend , zuweilen gehäuft, kugelig, fast frei, klein, hervorragend, glänzend - schwarz ; Sporen cylindrisch, immer fast gerade, beidendig abgerundet, in der Mitte mit einer Querwand, nicht eingeschnürt, dunkel- oder rauchfarbig- braun, matt, 20 u lang, 7 — 8 /< dick. An trockenen Stengeln von Smyrninm Olusatrum, Coimbra in Portugal. Solanum 3331. D. Dulcainarae Fuckel, Symb. myc. p. 175. Sacc, Syll. III. p. 366. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1956. Eabenhorst, Fungi europaei No. 2231. Fruchtgehäuse reihenweise angeordnet, zusammenfliessend, hervorbrechend, von mittlerer Grösse, kugelig oder unregelmässig, schwarz, mit Mündungspapille ; Sporen eiförmig oder länglich, dunkelbraun, von verschiedener Grösse (nach Karsten bei der Quer- wand eingeschnürt, 22 — 25 ^ lang, 12 — 13 ^ dick). An trockenen Zweigen von Solanum Dulcamara bei Hattenheim im Rheingau, bei Jakobstad in Finnland und bei Coimbra in Portugal. Nach Fuckel Pycnidenform zu Cucurbitaria Dulcamarae (Kunze u. Schm.) Fries. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 328. 3332. D. Saccardiana F. T a s s i , Atti R. Acc. dei Fisiocr. Siena, 4. Ser. VIII. 1896, p. 64 et Rev. myc. 1896, p. 167, tab. 171, flg. 11. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 932. Diplodia Saccardiana F. Tassi. ü. Ein Zweigstückchen von Solanum jasminoides mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durchschnittenes d Fruchtgehäuse. c. Eine sehr stark vergrösserte reife Spore. Nach F. Tassi in Eevue raycol. 1896, p. 167, tab. 171, fig. 11 Winter, die Pilze. VII. Abth. \\ Solanum 162 Diplodia Fruchtgehäuse zerstreut, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, fast kugelig, von russfarbigem Gewebe, 100—120 u im Durchmesser; Sporen elliptisch, gerade, mit einer Querwand, kaum eingeschnürt, anfänglich hyalin, kurz -gestielt, innen körnig, erst gelb, dann dunkel-russfarbig oder schwärzlich, 18—20^ lang, 8 — 9 fx dick. An trockenen Zweigen von Solanum jasminoides im botanischen Garten zu Siena in Italien. Sophora 3333. D. Sopliorae Speg. et Sacc, Mich. I. p. 485 et IL p. 268; Syll. III. p. 335. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut, von der pusteiförmigen, ge- schwärzten Epidermis bedeckt, dann halb hervorbrechend, herden- weise oder hier und da wenig gehäuft, kugelig, von mittlerer Grösse, schwarz, an der kleinen Mündung durchbohrt, runzelig, mit zuerst weisslichem Kerne ; Sporen länglich, lange hyalin, 24 (i lang, 10 u dick, kurz -gestielt, endlich eingeschnürt-zweith eilig, 20 fu lang, 12 li dick, blass-russfarbig. An Aesten von Sophora japonica bei Conegliano, Susegana und Padua in Norditalien. 3334. D. SorM Sacc, Mich. I. p. 518; Syll. III. p. 342. Fruchtgehäuse niedergedrückt -kugelig, fast zerstreut, bedeckt, kaum hervorbrechend, 1 / 2 mm im Durchmesser; Sporen eiförmig- länglich, 24 fx lang, 13 u dick, lange einzellig und hyalin. An Aesten von Sorbus domestica bei Saintes in Frankreich. Spartium 3335. B. Spartii Cast. in sched. in Herb. Brux. Sacc, Fungi herb. Bruxell. No. 33; Syll. XL p. 519. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, fast kugelig, mit kleiner Mündungspapille, schwarz, herdenweise oder reihenförmig ; Sporen verkehrt- eiförmig, mit einer Querwand, bei derselben eingeschnürt, honigfarben, dann schwarz -russfarbig, 22 — 24 [i lang, 8 — 9 fi dick; Sporenträger ziemlich stielrund, kürzer als die Sporen. An abgestorbenen Aesten von Spartium junceum, Montaud-les- Miramas in Frankreich, gesellig mit Phoma Spartii Sacc. Spiraea 3336. D. spiraeina Sacc, Syll. III. p. 342. Syn. Diplodia Spiraeae Sacc. Eeliq. Libert. IV. No. 139 in Eev. mycol. 1884, p. 33. Diplodia 163 Spiraea Fruchtgehäuse unter der Oberhaut hervorbrechend, fast kugelig, herdenweise, mit unscheinbarer Mündungspapille, schwarz; Sporen eiförmig-länglich, mit einer Querwand, kaum eingeschnürt, 20—22 fi lang, 10 u dick, russfarbig; Sporenträger stäbchenförmig, um die Hälfte kürzer als die Sporen, hyalin. D Diplodia spiraeina Sacc. a. Ein Zweigstückchen von Spiraea salicifolia mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Zwei senkrecht durchschnittene, schwach ver- größerte Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte Sporenträger mit Sporen. Nach Saccardo in Eeliq. Libert. IV. in Eev. mycol. p. 33, tab. 42, No. 11. An berindeten Zweigen von Spiraea salicifolia in den Ardennen (Libert). Pycnidenform zu Otthia Spiraeae Fuck. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 314. Forma major Brun. in Kev. mycol. 1886, p. 141. Sacc, Syll. X. p. 277. Sporen 22 — 30 fi lang, 12 — 14 \i dick, in der Mitte eingeschnürt. An abgestorbenen Zweigen von Spiraea crenata bei Saintes in Frankreich. 3337. D. Spiraeae Thüni., Contr. F. Litor. No. 143, tab. I. fig. 9. Sacc, Syll. III. p. 342. Fruchtgehäuse ziemlich gross, oft zusammenfliessend, hervor- brechend, herden weise, fast scheibenförmig, abgeplattet, schwarz; Sporen eiförmig-keulig, undurchsichtig, dunkel-kastanienbraun, 14 bis 20 fi lang, 8 u dick. An trockenen Zweigen von Spiraea salicifolia im Winter bei der Stadt Görz in Istrien. 3338. D. sparsa Fuck., Symb. myc p. 395. Sacc, Syll. III. p. 368. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1705. Fruchtgehäuse bedeckt, dann durch die aufgerissene Epidermis hervorbrechend, ziemlich gross, zerstreut oder zu zwei bis vier gehäuft, kugelig, schwarz, glänzend, mit kleiner, papillenförmiger Mündung; Sporen eiförmig oder verlängert, zweitheilig, dunkelbraun. An trockenen Stengeln von Spiraea Ulmaria im Kheingau. 11* Staphylea 164 Diplodia Staphylea 3339. D. Stapliyleae Sacc. et Penz. in Mich. IL p. 632; Syll. III. p. 333. Fruchtgehäuse herdenweise, niedergedrückt - kugelig , stumpf, unter der Oberhaut, kaum mit der Mündungspapille hervorbrechend, V 5 mm im Durchmesser; Sporen länglich, mit einer Querwand, kaum eingeschnürt, 25—27 p lang, 10 — 11 u dick, beidendig abgerundet, mit Oeltropfen, russfarbig. An berindeten Zweigen von Staphylea pinnata bei Saintes in Frankreich. Styrax 3340. D. Bresadolae F. Tassi, Atti E. Accad. dei Fisiocr. Siena, 4. Ser. Till. 1896, p. 7 extr. et in ßev. mycol. 1896, p. 165, tab. 170, fig. 10. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 934. Syn. Diplodia Styracis F. Tassi in Hedwigia 1896, p. XLIIL Fruchtgehäuse dicht zerstreut, etwas hervorragend, hervor- brechend, breit durchbohrt, Vs — Va mm i m Durchmesser; Sporen Diplodia Bresadolae F. Tassi. a. Ein Zweigstückchen von Styrax officinalis mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Zwei schwach vergrösserte, senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach F. Tassi in Kevue mycol. 1896, p. 165, tab. 170, fig. 10. anfänglich hyalin, einzellig, kurz-gestielt, dann zweitheilig, eiförmig- länglich, beidendig abgerundet, eingeschnürt, intensiv- olivenfarbig, 16 — 22 (x lang, 8 — 10 jli dick. An trockenen Zweigen von Styrax officinalis im botanischen Garten zu Siena in Italien. Symphoricarpus 3341. D. Symplioricarpi Sacc, Myc. Yen. No. 336; Fungi Yen. Ser. Y. ]\ T o. 362 (1876); Syll. III. p. 345. Cooke et Harkn. in Grevillea 1880—1881, p. 83. Karst., Sphaerops. p. 41. Fruchtgehäuse bald zerstreut, bald zu kleinen Häufchen fast vereinigt, anfänglich von der etwas aufgetriebenen Epidermis bedeckt, dann von der zerrissenen umgeben, fast kugelig, leicht einsinkend, mit kleiner Mündungspapille, schwarz ; Sporen eiförmig, 20 — 24 u lang, 11 — 12 u dick, lange einzellig, endlich zweitheilig und gelblich-russfarben, zuletzt sehr eingeschnürt. a Diplodia 165 Syringa An Zweigen von Symphoricarpus racemosus in Norditalien, bei Mustiala in Finnland; auch in Californien. Syringa 3342. D. Liealis West, in Bull. Acad. ßruxell. 1852, III. p. 119. Sacc., Syll. III. p. 346. Syn. Diplodia Syringae Auerswald in Fackel, Syrab. p. 395 (1869). Exs. Fackel, Fangi rhenan. No. 1950. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, mit kugeliger Mün- dungspapille, oft von der linienförmig aufreissenden Oberhaut bedeckt; Sporen elliptisch, dann mit einer Querwand, leicht eingeschnürt, russ- farbig, 22—28 u lang, 8—10 u dick. An abgestorbenen, berindeten Aesten von Syringa in Deutsch- land, Oesterreich, Italien, Frankreich, Belgien und Grossbritannien. Tamarix 3343. D. Tamaricis Rabenh. in Hedwigia 1873, p. 141. Sacc, Syll. III. p. 343. Exs. Kabenli., Fungi europaei No. 1640. Fruchtgehäuse nicht beschrieben; Sporen länglich, beidendig breit- abgerundet, dunkelbraun, mit einer Querwand, 14 — 16 u lang, 8—10 pi dick. An Zweigen von Tamarix in Deutschland. 3344. D. tamaricina Sacc, Syll. III. p. 343. Syn. Diplodia Tamaricis Sacc, Mich. I. p. 518, sed non Rabenh. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Oberhaut hervorbrechend, mit kugeliger Mündungspapille, 1 / 3 mm im Durchmesser, schwarz; Sporen eiförmig -länglich, eingeschnürt -zweitheilig, 20 u lang, 12 f.t dick, gestielt, russfarbig. An Aesten von Tamarix anglica bei Saintes in Frankreich (Brunaud). Taxus 3345. I). Taxi (Sow.) de Notar., Microin. Ital. Dec IV, fig. 9. Sacc, Syll. III. p. 359. Syn. Sphaeria Taxi Sowerby, fig. 394. Fries, Syst. myc. II. p. 500. Herdenweise, von der aschgrauen Epidermis bedeckt; Frucht- gehäuse etwas eingesenkt, convex, schwärzlich, endlich die Epi- dermis mit einem Porus durchbohrend; Sporen elliptisch -länglich, beidendig abgerundet, gestielt, mit einer Querwand, nicht oder wenig eingeschnürt, 20 — 22 a lang, 10 u dick, russfarbig. Taxus 166 Diplodia Auf beiden Blattseiten von Taxus baccata in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Schweden und Grossbritannien. 3346. D. Foucaudii Brun., Esp. Sphaerops. p. 2. Sacc, Syll. X. p. 287. Fruchtgehäuse zahlreich, zerstreut oder einander genähert, von der geschwärzten Epidermis bedeckt, von einem Porus durchbohrt, kugelig, schwarz, innen schwärzlich; Sporen länglich, beidendig stumpf, erst einzellig, fast gelblich, im Innern körnig, dann mit einer Querwand, bei derselben eingeschnürt, russfarbig, 25 — 30 /.t lang, 11 — 15 [a dick. An abgestorbenen Aesten von Taxus rnacrophylla im botan. Garten zu Kochefort in Frankreich. Tecoma 3347. D. Tecomae Passer, in Hedwigia 1877, p. 119. Sacc, Syll. III. p. 347. Exs. Eabenh., Fungi europaei No. 2248. Fruchtgehäuse fast kugelig, hervorbrechend, schwarz, runzelig, mit Mündungspapille, einzeln oder rasenförmig; Sporen mehr oder weniger länglich, nicht eingeschnürt, zweitheilig, kastanienbraun. An berindeten Zweigen von Tecoma radicans bei Parma in Norditalien. ß affinis Sacc. 1. c. p. 348. Fruchtgehäuse mit kugeliger Mündungspapille, ziemlich gross; Sporen eingeschnürt, zweizeilig, 20 — 23 u lang, 10 (.t dick, schwarz- russfarbig, gestielt. An Ranken von Tecoma, Toulouse in Frankreich. Thalictrum — D. lierbarum (Corda) Lev. Siehe Nahrpflanze Cam- panula p. 110. An Stengeln von Thalictrum etc. in Deutschland etc. Thuja 3348. D. Ottliiana Allescher nov. nom. Syn. Diplodia Thujae Otth, Berner Mittheii. 1868 p. 59, nee West. Sacc., Syll. XI. p. 521. Fruchtgehäuse eingewachsen, fast kugelig, mit Mündungspapille, von mittlerer Grösse, mit dunkelgrauem Kerne; Sporen 20 ii lang, 9 fi dick, dunkelbraun, mit einer Querwand, gestielt. Diplodia 167 T/iuja An trockenen Aesten von Thuja occidentalis bei Bern in der Schweiz. 3349. D. Thujae Westend, in Bull. Acad. Belg. IL Ser. Tom. XII. No. 7. Sacc, Syll. III. p. 359; Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 938. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, sehr klein, zerstreut, von der geschwärzten Epidermis bedeckt; Sporen im reifen Zustande oval, beidendig abgerundet, mit einer Querwand, russfarbig, 18 bis 20 u lang, 9 — 10 (.i dick; die unreifen Sporen sind oval, einzellig, innen körnig, hyalin, dann etwas russfarbig, 20 — 22 ix lang} 8 bis 10 fi dick. An abgestorbenen Blättern von Thuja spec. bei Berlin, auch bei Xamur in Belgien. 3350. D. thujana Peck et C, Repert. on the St. Mus. K Y. Sacc, Syll. III. p. 356. Forma Thujae -orientalis Sacc, Syll. III. 1. c Syn. Diplodia Thujae Sacc. in Mich, nee West. Fruchtgehäuse herdenweise oder fast gehäuft, unter der Ober- haut hervorbrechend; Sporen eiförmig-länglich, 20 — 2h /li lang, 10 ^ dick, russfarbig. An der Rinde und dem Holze von Thuja orientalis in Nord- italien. Tilia 3351. D. Tiliae Fuck., Symb. mye p. 394. Sacc, Syll. III. p. 330. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1953. Fruchtgehäuse zerstreut, bedeckt, von mittlerer Grösse, kugelig, schwarz, mit Mündungspapille, hervorbrechend; Sporen in sehr langen, schwarzen, zierlichen Ranken hervortretend, länglich, zweitheilig, in der Mitte kaum eingeschnürt, schwarzbraun, 22 /* lang, 9 u dick. An trockenen Aesten von Tilia parvifolia im Rheingau und in den Yogesen. 3352. D. Sckeidweileri (West.) Sacc, Mich. IL p. 349; Syll. III. p. 330. Syn. Sphaeropsis Scheidweileri West, in Kickx, Flor, crypt. Fland. I. p. 401. Fruchtgehäuse fast niedergedrückt-kugelig, unter der Oberhaut, nach Hervorbrechen etwas hervorragend, mit Mündungspapille, dann Tilia 168 Viplodia am Scheitel ringsherum aufgerissen; Sporen lange einzellig, hyalin, endlich zusammengeschnürt -zweizeilig, 25 u lang, 15 u dick, russ- farbig, kurz-gestielt. An abgestorbener Einde von Tilia in Belgien und Frankreich. 3353. D. pustulosa Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 291. Sacc, Syll. III. p. 330. Fruchtgehäuse zerstreut oder gedrängt, kugelig, mit Mündungs- papille, unter der Oberhaut hervorbrechend, mit kegeliger, abfallender Mündung; Sporen länglich -elliptisch, stumpf, mit einer Querwand, russfarbig, mit zwei Oeltropfen; Sporenträger fadenförmig, kurz. An abgestorbener Kinde von Tilia in Frankreich und Belgien. Ulex 3354. D. ITlicisSacc. et Speg., Mich. I. p. 353; Syll. III. p. 337. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Oberhaut, dann hervor- brechend, kugelig, V5 mm i m Durchmesser, mit sehr kurzer Mündungspapille; Sporen eiförmig oder elliptisch, beiden dig ziemlich stumpf, meist einzellig, 20 — 25 fi lang, 10 — 11 (a, dick, oliven-russ- farbig, öfter mit 1 — 2 Oeltropfen ; Sporenträger fadenförmig, 5 fx lang, 1 a dick, hyalin. An faulenden Zweigen von Ulex europaeus bei Susegana in Norditalien. TJlmus 3355. D. melaena Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 292. Sacc 5 Syll. III. p. 349. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 1299. Kabenliorst, Fungi europaei No. 348 et 255. Fruchtgehäuse eingewachsen, von der Epidermis bedeckt, herdenweise, kugelig, mit undeutlicher Mündung; Sporen länglich, 20 — 22 [i lang, 8 — 10 fi dick, mit einer Querwand, russfarbig, bald austretend und das Substrat schwarz besudelnd. An berindeten Aesten von Ulrnus campestris in Deutschland; auch in Italien und Frankreich. Nach Fuckel die Pycnidenform zu Cucurbitaria naucosa (Fries) Fuck. Cfr. Winter, Pilze 2, p. 325. 3356. D. tephrostoma Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 291. Sacc, Syll. III. p. 350. Fruchtgehäuse zerstreut oder gedrängt, kugelig, schwarz, von der lappenförmig aufgerissenen Epidermis umgeben, mit der durch- Diplodia 169 Ulmus bohrten Mündungspapüle eine aschgraue Scheibe durchbrechend; Sporen mit einer Querwand, russfarbig. An berindeten Aesten von Ulmus campestris in Norditalien und Frankreich. Unbestimmte Nährpflanze 3357. D. subglobata (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 357. Syn. Sporocadus subglobata Preuss, Fung. Hoyersw. No. 337. Fruchtgehäuse eiförmig, hornartig, dann mit Mündungspapüle, erst der Rinde, deren Epidermis emporgehoben wird, eingesenkt, mit dunkler Pulpa; Sporen länglich, ungleich, undeutlich-zweizeilig, dunkelbraun, mit intensiv dunkelbraunem Epispor und schwach- braunem Kerne mit Oeltropfen; Sporenträger fadenförmig. An der Rinde der Laubbäume bei Hoyerswerda in der Nieder- lausitz. Vaccinium 3358. D. Yaccinii Berl. et Roum., Rev. mycol. 1887, p. 163. Sacc. Syll. XL p. 520. Fruchtgehäuse zerstreut, auf der Blattunterseite, bedeckt, mit etwas hervorragender Mündung; Sporen mit einer Querwand, bei derselben eingeschnürt, 12 — 18 u lang, 7 — 9 t a dick, eiförmig, russfarbig. An abgestorbenen Blättern von Vacciniuni Titas Idaea in Frank- reich und Portugal. Veronica 3359. D. Yeronieae Fautr., Rev. mycol. 1891, p. 131. Sacc, Syll. X. p. 282. Fruchtgehäuse ziemlich gross, kohlig, abgeplattet, zwischen den Spalten der Rinde etwas hervorragend; Sporen länglich, abgerundet, mit einer Querwand, russfarbig, 26 u lang, 10 u dick. An einer holzigen, exotischen Veronica, Noidan, Cöte d'Or, in Frankreich. Vibumum 3360. D. Lantanae Fuck., Symb. myc. p. 395. Sacc, Syll. III. p. 346. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1949. Fruchtgehäuse ziemlich gross, zu 8—12 in ein Häufchen zu- sammenfliessend , kugelig oder unregelmässig, schwarz, oben glatt, nach abwärts zart behaart, mit Mündungspapüle, durch die Risse der Rinde pustelartig hervorbrechend; Sporen zweitheilig, länglich, dunkelbraun, 24 u lang, 8 u dick. Viburnum 170 Diplodia An trockenen Aesten von Yiburnum Lantana in Deutschland (Rheingau in Preussen, bei München in Bayern) ; auch in Norditalien. 3361. D. Opuli Pass., Diagn. di F. N. Nota IY. in Atti R, Accad. de Lincei (Roma). Memorie, Bd. VI. 1889, p. 465, No. 57. Sacc, Syll. X. p. 281. Fruchtgehäuse fast reihenweise angeordnet, die Epidermis durch- bohrend, kugelig, schwarz, mit kurzer, kegelförmiger Mündungs- papille, von zelligem, dunkelblauem Gewebe, ringsherum aufreissend und ausfallend; Sporen elliptisch, lange einzellig, hyalin, endlich mit einer Querwand , schmutzig gelblich , nicht eingeschnürt , 20 u lang, 10 — 12 ju dick. An abgestorbenen Aesten von Yiburnum Opulus im botan. Garten zu Parma in Norditalien. 3362. D. viburnicola Brun., Fung. Gall. nov. in Journ. d'Hist. Natur. 1885, No. 4, p. 55. Sacc, Syll. X. p. 281. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, klein, kugelig, schwarz, bedeckt, endlich hervorbrechend, von der spaltenförmig aufgerissenen Oberhaut umgeben; Sporen länglich, beidendig ab- gerundet, mit einer Querwand, in der Mitte eingeschnürt, 23 u lang, 12 — 13 /Li dick, russfarbig. An trockenen Aesten von Yiburnum Tinus bei Saintes in Frankreich. Von Diplodia Tini, var. ramulicola Sacc. unterscheidet sich diese Art durch die in der Mitte eingeschnürten Sporen. 3363. D. Tini Sacc, Mich. IL p. 269; Syll. III. p. 359. Fruchtgehäuse unter der Epidermis, endlich hervorbrechend, kugelig-kegelförmig, klein, sehr schwarz; Sporen eiförmig -länglich, 22 /li lang, 12 /li dick, mit einer Querwand, nicht eingeschnürt, russfarbig. An Blättern von Yiburnum Tinus bei Selva in Norditalien, seltener. Var. ramulicola Sacc, Syll. III. p. 360. An Aesten von Yiburnum Tinus in den Ardennen (Libert). Forma minor P. Brun., Act. Soc. Linn. Bordeaux 1898, p. 15 extr. Sacc et Sydow, Syll. XI Y. p. 932. Sporen eiförmig-länglich, 17 — 18 /li lang, 10 /< dick. Diploäia 171 Vinca An abgestorbenen Aesten von Yiburnuni Tinus bei Saintes in Frankreich. Tinea 3364. D. vincaecola Brun. in Rev. mycol. 1886, p. 141. Sacc., Syll. X. p. 285. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, fast kugelig, bedeckt, mit der papillenförmigen Mündung hervorbrechend, schwarz; Sporen eiförmig- länglich, braun, mit einer Querwand, bei derselben ein- geschnürt, 22 — 35 u lang, 12 — 15 u dick. An abgestorbenen Stengeln von Tinea major bei Saintes Fontcouverte in Frankreich. Ob Diplodia Vincae Eich., Catal. Champ. Marn. No. 1682 hierher gehört, ist bei der gänzlich fehlenden Diagnose nicht zu entscheiden. Viscmn 3365. D. Yisci (DC.) Fries, Summa Veg. Scand. p. 417. Fuckel, Symb. p. 168. Sacc, Syll. X. p. 282. Syn. Sphaeria Visci DC, Flor. Fr. VI. p. 146. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 528. Fruchtgehäuse herdenweise, bedeckt, grünlich-schwarz, kugelig, mit stumpf - kegelförmigem Scheitel ; Sporen eiförmig , zweitheilig, selten einzellig, dunkelbraun, klein, aber von verschiedener Grösse. An berindeten Zweigen und Blättern von Yiscum album in Deutschland und Frankreich. Nach Fuckel ist dieser Pilz die Pycnidenform zu Gibberidea Yisci Fuckel. Cfr. Winter, Pilze 2, p. 318. Ob diese Art nicht besser in die Gattung Micro- diplodia zu stellen wäre, kann bei dem Mangel der Angabe der Sporendimensionen nicht entschieden werden, obwohl es sehr wahrscheinlich ist, da Fuckel die Sporen „klein" nennt und den Pilz als Microstylosporen-Form zu seiner Gibberidea Visci bringt. Titex 3366. D. Agni-casti Passer, in Erb. Critt. Ital. Ser. IL No. 1479. Sacc, Syll. X. p. 282. Fruchtgehäuse der Einde eingesenkt, napfförmig, dicht und breit zerstreut, bedeckt, dann, nach Aufreissen der Epidermis, am Scheitel nackt, schwarz; Sporen elliptisch, in der Mitte leicht ein- geschnürt, dunkel-kastanienbraun, von verschiedener Grösse, meistens 15 u lang, 7 u dick. An erfrorenen Zweigen von Yitex Agnus-castus bei Parma in Norditalien. Vitis 172 Biplodia Vitis 3367. D. Baeclii Passer, et Thüm., Pilze des Weinstockes, Wien, 1878, p. 140. Sacc., Syll. III. p. 332. Fruchtgehäuse gross, herdenweise, erst von der Epidermis bedeckt, endlich hervorbrechend, frei, einzeln oder zusamnien- fliessend, kugelig, rauh, matt-schwarz ; Sporen länglich oder elliptisch, beidendig breit-abgerundet, in der Mitte mit einer Querwand, nicht eingeschnürt, ohne Oeltropfen, 16 — 20 f.i lang, 8 — 12 ju dick, schwach dunkelbraun, undurchsichtig. An trockenen Ranken von Yitis vinifera bei Parma in Nord- italien (Passerini). 3368. D. interrogativa Thiim. et Passer, in Thüm., Pilze des Weinst., 1878, p. 139. Sacc, Syll. III. p. 332. Fruchtgehäuse klein, einzeln, meistens linienförmig angeordnet, hervorragend, kugelig, schwarz; Sporen von verschiedener Form, elliptisch, beidendig abgerundet, selten eiförmig oder kugelig, meistens einzellig, aber auch mit einer Querwand, bei derselben nicht eingeschnürt, dunkelbraungrau, 16 — 22 /u lang, 8 — 12 u dick. An trockenen Ranken von Yitis vinifera bei Parma in Norditalien. 3369. D. viticola Desmaz., Ann. Sc. nat. 1838, p. 311. Sacc, Syll. III. 1. c Exs. Eabenh .-Winter, Fungi europaei No. 2546. Fruchtgehäuse zerstreut oder in Reihen herdenweise, fast kugelig, mit kleiner Mündungspapille , fast mündungslos, schwarz; Sporen eiförmig - elliptisch oder länglich, 20 — 22 u lang, 10 — 12 ^ dick, endlich mit einer Querwand, bei derselben eingeschnürt, russfarbig, mit zwei Oeltropfen. An Aesten von Yitis vinifera in Deutschland, Italien, Frank- reich, Belgien, Grossbritannien und Nordamerika. Wistarla 3370. D. Wistariae P. Brun., Rev. mycol. IY. 1882, p. 226. Sacc, Syll. III. p. 335. Fruchtgehäuse zerstreut oder gedrängt, fast kugelig oder nieder- gedrückt-kugelig, bedeckt, dann allmählich hervorbrechend, schwarz, glänzend, am Scheitel durchbohrt, 1 / 4 mm im Durchmesser; Sporen länglich, beidendig abgerundet, mit einer Querwand, oft mit zwei Oeltropfen, in der Mitte eingeschnürt, russfarbig, 20 — 22 u lang, 8 — 9 fx dick. Diplodia 173 Zea Aii abgestorbenen Zweigen von Wistaria sinensis bei Saintes in Frankreich. Zea 3371. D. Maydis (ßerk.) Sacc, Syll. III. p. 373. Syn. Sphaeria Maydis Berk., Lond. Journ. 1847, p. 326. Sphaeria Zeae Curr., Sirapl. Sphaer. No. 358, fig. 128. Diplodia Zeae Lev., Ann. Sc. nat. 1848, p. 258. Fruchtgehäuse herdenweise, eingewachsen, eiförmig, innen und aussen schwarz, von der geschwärzten Epidermis bedeckt, mit der spitz -kegelförmigen Mündung hervorbrechend; Sporen cylindrisch- elliptisch, beidendig ziemlich stumpf, zuweilen fast keulenförmig, gerade oder etwas gekrümmt, mit einer Querwand, kaum ein- geschnürt, 25—30 jit lang, 6 u dick, russfarbig. An zuweilen blass geneckten Halmen von Zea Mays in Nord- italien, Frankreich, auch in Nordamerika. Unsichere oder auszuschliessende Arten. Linaria 3372. D. Linariae Rabenh. in Hedwigia 1873, p. 141 (nomen). Sacc, Syll. III. p. 365. Exs. Kabenhorst, Fungi europaei No. 1640 a. An trockenen Stengeln von Linaria vulgaris, vorzüglich in weisslichen Flecken derselben, in Deutschland. 3373. D. caulicola Fuck., Symb. mycol. p. 392. Sacc, Syll. III. p. 368. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 545. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Grösse der Pleospora herbarum, kugelig, bedeckt, schwarz, mit der cylindrischen , sehr kurzen, stumpfen, durchbohrten Mündungspapille die Epidermis durchbrechend; Sporen länglich. An trockenen Stengeln von Tanacetum vulgare im Rheingau. Da mir leider die Exsiccaten der beiden Arten nicht zugänglich sind, kann ich nicht entscheiden, ob sie wirklich der Gattung Diplodia angehören. LXX. Macrocliplodia Sacc, Syll. III. p. 374. Fruchtgehäuse bedeckt, rindenbewohnend,ziemlichgross,Massaria- ähnlich, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich, mit einer Quer- wand, russfarbig, von einer hyalinen Schleimschicht überzogen, kurz- gestielt, verhältnissmässig sehr gross. Diese Gattung stellt die Pvcnidenformen der Gattung Massaria dar. Der Name kommt her von macros = gross und Diplodia. Tilia 174 Macrodiplodia Tilia 3374. M. Curreyi Sacc. et Eoum., Reliq. Libert. IY. No. 138 in Rev. mycol. 1884, p. 33, tab. 42, fig. 10. Sacc, Syll. III. p. 374. Fruchtgehäuse herden weise, Massaria-ähnlich, fast kugelig, be- deckt; Sporen länglich, beidendig ziemlich stumpf, 60^ lang, 18 u dick, in der Mitte mit einer Querwand, kaum eingeschnürt, russ- farbig, von einer hyalinen Schleim Schicht überzogen, dann nach Macrodiplodia Curreyi Sacc. et Roum. a. Ein Rindenstückchen von Tilia europaea mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach ver- grössertes Fruchtgehäuse. c. Zwei sehr stark vergrösserte Sporen mit Sporen- trägern. Nach Sacc. et Eoum., Eeliq. Libert. IV in Eev. mycol. 1884, p. 33, Tab. 42, fig. 10. SMTHilQinil Austreten das Substrat besudelnd; Sporenträger stäbchenförmig, 10 u lang, hyalin. An berindeten Aesten von Tilia europaea in den Ardennen (Libert). Pj-cnidenform zu Massariella Curreyi (Tul ) Sacc. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 339. Tjlyn.fM.ft 3375. M. rimi Sacc, Syll. III. p. 374. Fruchtgehäuse im oberen Theile der Einde nistend, dreimal kleiner als die des dazu gehörigen Schlauchpilzes, mit schmutzig- weisseni Kerne; Sporen länglich -lanzettförmig, in der Mitte mit einer Querwand, mit sehr schmaler, hyaliner Schleimschichte, 64 u lang, 26 ^ dick. An berindeten Aesten von Ulmus campestris im Kheingau in Deutschland. Pycnidenform zu Massaria Ulmi Fuck. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 547. LXXI. Chaetodiploclia Karsten, Hedwigia 1884, p. 62. Sacc, Syll. III. p. 374. Fruchtgehäuse borstig oder behaart, hervorbrechend oder fast oberflächlich, mit kugeliger Mündungspapille, schwarz, häutig-kohlig; Sporen länglich, mit einer Querwand, dunkel gefärbt. Der Name ist zusammengesetzt aus chaete = Borste und Diplodia. Saccardo führt 9 Arten auf, wovon aber bisher nur 2 Arten in Deutschland gefunden wurden. Chaetodiplodia 175 Chenopodium Chenopodium 3376. Cli. caulina Karsten, Hedwigia 1884, p. 62, Sacc, Syll. III. p. 374. Exs. Allescher et Schnabl, Fungi bavarici exsicc. No. 374. Fruchtgehäuse herdenweise, fast oberflächlich, etwas kohlig, eiförmig, mit kleiner Mündungspapille, schwarz , mit etwas steifen, divergirenden , septirten, schwarzen Borsten besetzt, 0,3 mm im Durchmesser; Sporen länglich oder fast elliptisch, gerade, beidendig stumpf, mit einer Querwand, nicht oder kaum eingeschnürt, gelblich, 12 — 17 u lang, 5—6 ,(t dick. An abgestorbenen, geschwärzten Stengeln von Chenopodium album bei München in Bayern und bei Mustiala in Finnland. Larix 3377. Cli. arachnoidea (Ces.) Sacc, Syll. III. p. 375. Syn. Diplodia arachnoidea Ces. in Hedwigia I. p. 41, tab. V. fig. 1. Fruchtgehäuse einem punktförmigen, strahligen, baumwoll- artigen, verschwindenden Stroma eingelagert, bald, auch im reifen Zustande, sehr klein und dann dicht gehäuft, bald von der Grösse eines Senfkornes und mehr zerstreut, immer regelmässig, aus a Chaetodiplodia arachnoidea (Ces.) Sacc a. Der Pilz in natürlicher Grösse. b. Drei vergrösserte Frucht- gehäuse. c. Ein Theil des Hymeniums mit stark vergrösserten Sporen- trägern und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte reife Sporen. Alles nach Cesati in Hedwigia I. tab. V. fig. 1. M i, breiter Basis ei- oder kegelförmig, schwarz, aber mit einer dichten, spinngewebartigen , grauen Hülle bedeckt und nur die stumpfe, schwarze Mündungspapille hervortretend; Sporen zweitheilig, matt, olivenfarbig; Banken sehr schwarz. An mit Firniss überzogenem Lärchenholze in Norditalien. Larix 176 Chaetodiplodia 3378. Ch. chaetoinoides (Ces.) Sacc, Syll. III. p. 375. Syn. Diplodia chaetomoides Ces. in Hedwigia I. tab. V. fig. 2 a — f (sine Diagn.). Fruchtgehäuse dicht herdenweise, fast oberflächlich, ungleich, kugelig- länglich, am Scheitel stumpf, abgerundet oder fast kegel- förmig, schwarz, mit ausgebreiteten, kurzen Haaren besetzt; Sporen Chaetodiplodia chaetomoides (Ces.) Sacc. Der Pilz in natürlicher Grösse. Vergrösserte Fruchtgehäuse. Ein Theil des Hymeniums mit ver- größerten Sporenträgern und Sporen. d. Unreife Sporen mit Sporenträgern. e. Sehr stark vergrösserte, verschieden reife Sporen. Alles nach Cesati in Hedwigia I, Tab. V, Fig. 2. C £ v' O f*' a. b. c. f. . 346. Sacc, Syll. III. p. 435. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten zerstreut oderfasl herden- weise, hervortretend, linsenförmig, sehr schwarz, in ausgebleichten Stellen der Blätter; Sporen cylindrisch- elliptisch, beidendig ab- Fraxinus 208 Hendersonia gerundet, mit Tier Querwänden, gerade, dunkelbraun, 10 fi lang, 6 fit dick; Sporenträger hyalin, gerade, kurz. An trockenen Blättern von Fourcroya gigantea, Coimbra in Portugal. Fraxinus 3462. H. vagans Fuck., Symb. niyc. p. 392. Sacc, Syll. III. p. 419. Syn. Hendersonia Piri Fuck., Enum. Fung. Nassov. No. 415 cum icone. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 525. Fruchtgehäuse länglich, die Epidermis hernach durchbrechend, schwarz; Sporen lang-gestielt, länglich-elliptisch, vierzellig, gelb. An Kinde der Aeste mehrerer Bäume, vorzüglich Fraxinus, Pirus communis, Prunus domestica, Salix, Sorbus in Deutschland und Norditalien. 3463. H. kapalocystis Cooke, Grevillea XYIII. p. 74. Sacc, Syll. X. p. 321. Fruchtgehäuse zerstreut, eingesenkt, kaum wahrnehmbar; Sporen ziemlich gross, 45 — 50 ß lang, 18 /< dick, vierzellig; die mittleren Zellen breiter, hervorragend, schwarz-braun, fast schwarz, die End- zellen klein, hyalin, oft anhängselförmig. An dünnen Aesten von Fraxinus bei Bristol in Grossbritannien. Der Sporengrösse nach gehört der Pilz zum Subgenus Sporocadus Sacc. 3464. H. epixyla Malbr. et Brun., Sphaerops. p. 3. Sacc, Syll. X. p. 321. Fruchtgehäuse klein, fast kugelig, einsinkend, oberflächlich, schwarz, an der undeutlichen Mündung durchbohrt, gehäuft und einen schwarzen Flecken bildend; Sporen elliptisch -länglich, beicl- endig stumpf, mit zwei, selten drei Querwänden, bei denselben kaum eingeschnürt, 15 — 20 u lang, 3,5 — 4« dick, russfarbig. An entrindetem Holze von Fraxinus excelsior bei Saintes in Frankreich. Wegen der oberflächlichen, holzbewohnenden Fruchtgehäuse würde der Pilz in das Subgenus Hendersoniella zu stellen sein. Galega — H. sarmentorum West. Sacc, Syll. III. p. 420. Siehe Nährpflanze Acer, p. 191. Sporen 10 — 12 u lang, 4 — 5 u dick. An Aesten von Galega etc. Galium — H. sarmentorum AVest. Sacc, Syll. III. p. 420. Siehe Nährpflanze Acer, p. 191. Hendersonia 209 Galiläa Var. galiicola Passer., Diagn. di F. N. Nota IV. in Atti R. Acc. dei Lincei (Roma). Memorie, Bd. YI, 1889, p. 466. Sacc, Syll. X. p. 321. Fruchtgehäuse zerstreut, unter der Oberhaut, dunkelbraun; Sporen elliptisch, bräunlich, mit drei Querwänden, 12 /< lang, 5 u dick; Sporenträger nicht sichtbar. An trockenen Stengeln von Galium Aparine bei Parma in Norditalien. — H. pnlckella Sacc, Syll. III. p. 430. Siehe Nährpflanze Sambucus, p. 235. Var. Graliorum Sacc, Syll. III. p. 431 et Bull. Soc. Bot. Fr. 1893 p. 224 et Syll. XIV. p. 956. Sporen mit sieben Querwänden, 30—40 fi lang, 5 — 6 u dick, russfarbig. Auf Galium Mollugo in Norditalien und bei Saintes in Frankreich. Gladiolus 3465. H. Grladioli Brun. in Rev. mycol. 1881, p. 14. Sacc, Syll. III. p. 435. Fruchtgehäuse eingewachsen oder hervorbrechend, schwarz, fast kugelig, niedergedrückt; Sporen gelb, cylin drisch oder cylindrisch- spindelförmig, verlängert, mit 10—12 Querwänden, 45—50 u lang, 2—3 u dick, mit Oeltropfen. An abgestorbenen Stengeln von kultivirtem Gladiolus bei Saintes in Frankreich. Qlediisch ia 3466. H. Gleditschiae Kickx, Flor, crypt. Flandr. I. p. 368. Sacc, Syll. III. p. 420. Fruchtgehäuse schwarz, hervorbrechend, zu 2—8 gehäuft, von einem Porus durchbohrt; Sporen elliptisch, stumpf, braun, mit drei Querwänden; Sporenträger fadenförmig. An Zweigen und Dornen von Gleditschia Triacanthus in Belgien. Oiyceria 3467. H. atramentaria Schroeter, Hedwigia 1878, p. 173. Sacc, Syll. III. p. 439. Exs. Rabenhorst-Winter, Fungi europaei No. 2437. Fruchtgehäuse fast kugelig, ca. 150 (i im Durchmesser, ein- gesenkt, mit der Mündung hervorbrechend und etwas hervorragen«!, Winter, die Pilze. VII. Abth. Glyceria 210 Hendersonia in einem schwärzlichen, elliptischen oder verlängerten, unregel- niässigen , 1 — 3 mm langen , 1 — 2 mm breiten falschen Stroma ein- gebettet; Sporen lanzettförmig oder ei-spindelförmig, 14 — 18 u lang, 4,5 — 5,5 jli dick, braun-olivenfarbig, mit 3 — 6 Oel tropfen (ob endlich mit Querwänden ?) ; Sporenträger stäbchenförmig, 60 // lang, hyalin. An Blättern von Glyceria aqnatica und Glyceria flutians in Deutschland. Hedera — H. sarmeiitoruin West. Sacc, Syll. III. p. 420. Siehe Nährpilanze Acer, p. 191. Sporen braun, mit drei Querwänden, 10 fx lang, 5 u dick, russ- farbig. An Kanken von Hedera etc. — H. Fautreyi Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 958. Siehe Nährpflanze Fagus, p. 206. Syn. H. hedericola Fautr., Eev. mycol. 1890, p. 166. Sacc, Syll. X. p. 319. Sporen mit 9 — 10 Querwänden, 35 — 48 /i lang, 4 — 6 fi dick, reif olivenfarbig. An Holz von Hedera Helix in Frankreich. Heracleum 3468. H. Heraclei Sacc, Mich. I. p. 213; Syll. III. 432. Fruchtgehäuse zerstreut, unter der Oberhaut hervorbrechend, kugelig, mit ziemlich grosser Mündungspapille , schwarz; Sporen cylindrisch, beidendig abgerundet, 20 — 22 jti lang, 5 /* dick, ziemlich gerade, anfänglich mit vier Oeltropfen, dann mit drei Querwänden, nicht eingeschnürt, gelblich-olivenfarbig. An faulenden Stengeln von Heracleum Sphondylium bei Selva in Norditalien, vergesellschaftet mit Acrothecium caulium Sacc. Humulus 3469. H. Lupuli Moug. et Lev. in Ann. Sc. nat. 1846, p. 289. Sacc, Syll. III. p. 434. Fruchtgehäuse gedrängt, hervorbrechend, kugelig, schwarz, mit endlich abfallender Mündungspapille; Sporen verlängert- spindel- förmig, mit 3 — 4 Querwänden, meistens gekrümmt; Sporenträger ziemlich lang. An Kanken von Humulus Lupulus in den Yogesen in Frankreich. — H. pulekella Sacc, Syll. III. p. 430. Siehe Kährpflanze Sambucus, p. 235. Hendersonia 211 Hwnului Yar. Lupuli Sacc. 1. c. p. 431. Sporen mit 9—11 Querwänden, 35 /i lang, 5// dick, gelb- russfarbig. An Stengeln von Hunmhis Lupulus etc. in Frankreich. tTagminum 3470. H. biseptata Sacc., Mich. L p. 95; Fung. ital. tab. 96; Syll. III. p- 419. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Oberhaut hervorbrechen'!, 80 — 90 u im Durchmesser, fast kugelig, mit Mündungspapille, schwarz, von häutig-kohligem, deutlich parenchymatischem Gewebe; Hendersonia biseptata Sacc. a. Ein Aststückchen von Jasminum officinale mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrößertes , senkrecht durchschnittenes Fruchtgehäuse. c. Ein Stück der Fruchtgehäusewand, sehr stark vergrössert. d. Stark vergrösserte, unreife Sporen mit den Sporenträgern. e. Sehr stark vergrösserte, reife Sporen von H. biseptata. f. Sehr stark vergrösserte Sporen der Form Capparidis Sacc. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 96. Sporen elliptisch, anfänglich kurz-gestielt, einzellig, dann dreizellig, kaum eingeschnürt, die mittlere Zelle zuweilen kürzer, 10—12 n lang, 5—6 fi dick, russfarbig. An Zweigen von Jasminum officinale bei Vittorio in Norditalien. — Forma Capparidis Sacc. 1. c. Sporen bei den Querwänden mehr eingeschnürt, 14-15 u lang, 7-7,5 u dick. An Zweigeo von Capparis bei Conegliano in Norditalien. — Forma Pruni-domesticae Sacc. L c Sporen Leicht ein- geschnürt, 10 p lang, 4-5 u dick, blasser. An Zweigen von Prunus domestica bei Padua in Norditalien. 14* Jasminuni 212 Henderscmia — H. sariuentoruiii West. Sacc. , Syll. III. p. 420. Siehe Nährpflanze Acer, p. 191. Sporen 10 — 12 ß lang, 4—4,5/* dick, mit drei Querwänden, braun. An Zweigen von Jasminuni officinale etc. — H. pulcliella Sacc, Syll. III. p. 430. Siehe Nährpflanze Sambucus, p. 235. Yar. Jasmini P. Brun., Bull. Soc. Sc. Nat. Nantes IY. 1894, p. 36. Sacc. et. Syd., Syll. XIY. p. 957. Sporen verlängert - spindelförmig oder fast keulenförmig, mit 8 — 10 Querwänden, nicht eingeschnürt, braun, gerade, 38 /n lang, 6 ^ dick. An abgestorbenen Aesten von Jasminum officinale, Saintes in Frankreich. Juncus 3471. H. Junci Boy. et Jacz., Mat. mycol. Montpell. p. 44. Sacc, Syll. XL p. 531. Fruchtgehäuse fast kugelig, eingewachsen; Sporen stielrund- länglich, mit drei Querwänden, 12,5 /n lang, 5 fi dick, olivenfarbig. An Halmen von Juncus bei Montpellier in Frankreich. — H. crastopliila Sacc, Syll. III. p. 438. Siehe Nährpflanze P.hragmites, p. 220. Subspecies H. juncicola Sacc, Mich. IL p. 112; Syll. III. 1. c Yon der typischen Art verschieden durch schmälere Sporen; diese sind nämlich 30 — 35 {i lang, 3,5 fi dick, besitzen ebenfalls sieben Querwände und sind gelblich; Fruchtgehäuse hervor- brechend, niedergedrückt- kugelig, mit unscheinbarer Mündungs- papille, schwarz, 1 / s mm im Durchmesser. An Halmen von Juncus effusus bei Saintes in Frankreich. Juniperus 3472. H. notha Sacc. et Briard, Fung. Gall. No. 2239; Syll. III. p. 430. Fruchtgehäuse herdenweise, niedergedrückt-kugelig, fast ober- flächlich, warzig, mündungslos, 1 / 10 — 1 j' 8 mm im Durchmesser, von wenig deutlichem Gewebe; Sporen länglich - cylindrisch , 10 — 12 u lang, 4 fi dick, beidendig abgerundet, gerade, mit drei Querwänden, bei denselben eingeschnürt, oliven-russfarbig. Hendersonia 213 Juniperua Auf der Unterseite der Blätter von Juniperus communis bei Troyes in Frankreich (Briard). 3473. H. foliicola (Berk.) Fuck., Symb. myc. p. 391. Sacc., Syll. III. p. 430. Syn. Podisoraa foliicolum Berk in Smith, Flor. Brit. V. p. 362 ? Exs. Fackel, Fungi rhenani No. 414. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, braun-schwarz, fast kugelig, etwas elliptisch oder unregelmässig; Sporen elliptisch oder keulen- förmig, stumpf, mit 3 — 5 Querwänden; Sporenträger fadenförmig, strahlig, verklebt. An lebenden Blättern von Juniperus communis in Deutschland und Grossbritannien. Lagi naria 3474. H. lagenaria Sacc, Mich. I. p. 212; Syll. III. p. 433; Fungi ital. t. 1478. Fruchtgehäuse herden weise, fast kugelig, ziemlich gross, von der Epidermis bedeckt, mit niedergedrückter Mündungspapille, an der Basis mit Hyphen bekleidet; Sporen länglich-spindelförmig, anfanglich Hendersonia Lagenaria Sacc. a. Ein Theil der Frucht von Lagenaria mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrößertes, senkrecht durchschnittenes Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte Sporen mit Sporenträgern. d. Sehr stark vergrösserte, reife Sporen. e. Ein Theil eines Fruchtgehäuses mit den Hyphen an der Basis. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1478. •^^gmmnBn kurz-gestielt, einzellig, hyalin, dann mit drei, selten mit zwei Quer- wänden, 20-22/, lang, 1 u dick, russfarbig, die beiden Endzellen wenig blasser An faulenden Früchten von Lagenaria vulgaris bei Padua in Norditalien. Wahrscheinlich gehört hierher auch Sphaeria mucosa ku-kx, Flor. er. llandr. I. p. 345, No. 48 (non Pers. nee. Fuck.) Lauras 214 Henäersonia Laurus — H. sarinentoruni West. Sacc, Syll. III. p. 420. Siehe Nährpflanze Acer, p. 191. Sporen 10 — 12 /< lang, 4,5 — 5 /n dick. An Zweigen von Lanrus nobilis etc. Yar. laurina Cooke in Grevillea. Sacc, Svll. X. p. 321. Sporen 18 ^t lang, 5 u dick. Auf Laurus nobilis, Kew in Grossbritannien. Wahrscheinlich eine eigene Species, denn die Sporen sind viel länger als bei der typischen Form. 3475. H. massarioides F. Tassi, Atti E. Accad. dei Fisiocr. Siena, 4. Ser. Yol. YIIL 1897 p. 5. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 957. Fruchtgehäuse etwas zerstreut, eingewachsen - hervorbrechend, stumpf, schwarz, am Scheitel durchbohrt, ca. 1 / 2 mm im Durch- messer, von russfarbigem Gewebe ; Sporen länglich oder fast keulen- förmig, gross, gerade, zuweilen gekrümmt, anfänglich einzellig, dann mit mehreren (7 — 9) Querwänden, 30—36 u lang, 5 — 6,5 a dick, ohne Oeltropfen, goldgelb, öfter die beiden Endzellen blasser. An trockenen Zweigen von Laurus nobilis in öffentlichen An- lagen in Siena in Norditalien. Die Sporen scheinen anfänglich in eine Schleimschicht eingehüllt zu sein. Lecidea 3476. H. lichenicola (Corda) Fries, Summa Yeg. Scand. p. 416. Kickx, Flor. er. Flandr. I. p. 391. Sacc, Syll. III. p. 439. Syn. Sporocadus lichenicola Corda, Icon. III. p. 24, fig. 65. Sporocadus rosicola Kabenh., Botan. Zeit. 1848, p. 294. Hendersonia lichenicola (Corda) Fries. a. Ein Stückchen eines mit Flechten besetzten Astes von Eosa canina mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Mehrere schwach vergrösserte Fruchtgehäuse. c. Ein senkrecht durchschnittenes, vergrössertes Fruchtgehäuse. d. Ein Stück des Hymeniums mit Sporen und Sporenträgern. e. Sehr stark vergrösserte , reife Sporen. Nach Corda, Icones III. p. 24, tab. IV, fig. 65. fe^i£?^:\!«=t£; Henclersonia 215 l, Fruchtgehäuse zerstreut, bedeckt, schwarz, glatt, fast kugelig, dann niedergedrückt, klein, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich- spindelförmig, mit drei Querwänden, bei denselben eingeschnürt, dunkelbraun; Sporenträger stäbchenförmig, hyalin, Länger als die Sporen. An den Apothecien von Lecidea luteola bei Grand in Belgien und an Aesten von Eosa canina, die von einer Flechte befallen waren, in Böhmen. I. Hin in 3477. H. pura Sacc, Mich. I. p. 211; Syll. III. p. 435. Fruchtgehäuse entfernt-herdenweise, unter der Oberhaut, nieder- gedrückt-kugelig, mit kleiner Mündungspapille , schwarz; Sporen eiförmig - länglich , anfänglich kurz -gestielt, einzellig, hyalin, dann mit zwei, selten drei Querwänden, 16—18/« lang, 7 u dick, die beiden Endzellen fast hyalin, die mittlere oder die mittleren Zellen russfarbig, bei den Querwänden kaum eingeschnürt. An faulenden Stengeln von Lilium candidum, Selva in Nord- italien. Lirist mm — H. Sabaleos (Ces.) Sacc, Syll. III. p. 434. Siehe Nähr- pflanze Sabal, p. 233. Var. LMstona Sacc, Fl. myc Lusit. p. 19; Syll. XI. p. 531. Fruchtgehäuse eingewachsen-hervorbrechend, schildförmig, \ 3489. H. arundinacea (Desm.) Sacc, Mich. I. p.211; Syll. 111. p. 436. Syn. Spbaeria arundinacea Desm., Observ. sur le Sphaer. arund, et Godini 1846, p. 46. Fruchtgehäuse reihenweise, ziemlich zusammengedrückt, hervor- brechend; Sporen spindelförmig, gerade oder etwas gekrümmt. 28—30// lang, 3,5// dick, oliven-russfarbig, mit 3— 5 Querwänden. An Halmen von Phragmites communis in Frankreich. — H. culiniseda Sacc, Syll. III. p. 437. Siehe Nährpflanze Ammophila, p. 193. Sporen mit drei Querwänden, 15 u lang, 5 /t dick. Auf Phragm. comm. in Grossbritannien. 3490. H. Pkragmitis Desm., 22. Not. p. 12. Sacc, Syll. III. p. 437. Fruchtgehäuse eingewachsen, sehr klein, 170// im Durch- messer, zahlreich, zerstreut, kugelig, schwarz, von der Epidermis bedeckt, mit der Mündung hervorbrechend: Mündungspapüle von einem braunen Hofe umgeben, zuletzt abfallend; Sporen eiförmig- länglich, 15-20 fi lang, 1 u dick, mit drei Querwänden, dunkel- braun. An alten Scheiden von Phragmites communis in Frankreich. Phragmites 220 Hendersonia 3491. H. Fuckelii Sacc, Syll. III. p. 437. Fruchtgehäuse eingewachsen - hervorbrechend , oft rasenförmig, mit Mündungspapille; Sporen spindelförmig, gekrümmt, mit 3 bis 4 Querwänden und 4 — 6 Oeltropfen, 26 — 56 u lang, 6 u dick, gelb. An Halmen von Phragmites communis im Rheingau. Nach Fuck., Symb. p. 137 Pycnide zu Leptosphaeria arundinacea (Sow.). 3492. H. Arimdinis (Lib.) Sacc. Syll. III. p. 437. Syn. Sporocadus Arimdinis Libert in Koum., Eev. mycol. II. 1880, p. 23. Fruchtgehäuse eingesenkt, zerstreut, sehr klein, kugelig, schwarz, an der Basis behaart, mit punktförmiger Mündung; Sporen länglich, schwarz, mit 1 — 3 Querwänden, rankenförmig hervortretend. An trockenen Halmen von Phragmites communis bei Malmedy in Eheinpreussen. 3493. H. graininicola Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 288. Sacc, Syll. III. p. 438. Fruchtgehäuse herdenweise, klein, eingewachsen, kugelig, innen schwarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen verlängert, mit 2 — 3 Quer- wänden, dunkelbraun, 22 u lang, 5 [i dick. An Blättern von Phragmites bei Neufchätel in der Schweiz, bei Treviso in Norditalien und an Blättern von Arundo Epigejos in Frankreich. 3494. H. vaginae (Rabenh.) Kalchbrenner, Szepesi Gomb. p. 268, tab. IL fig. 6. Sacc, Syll. III. p. 438. Syn. Sphaeropsis vaginae Kabenh., Botan. Zeitung 1858, p. 303. Fruchtgehäuse klein, punktförmig, etwas eingewachsen, mit dem Scheitel hervorragend, zerstreut; Sporen gipfelständig, lang und fadenförmig gestielt, vierzellig, bei den Querwänden wenig ein- geschnürt, fast halbmondförmig, beidendig ziemlich spitzig, hyalin, endlich dunkelbraun. An den Scheiden von Phragmites in Deutschland und Ungarn. 3495. H. crastopliila Sacc, Mich. Lp. 211; Syll. III. p. 438. Fruchtgehäuse zerstreut, eingewachsen -hervorbrechend, fast kugelig, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen stäbchenartig- spindelförmig, beidendig abgerundet, 35 /( lang, 5,5 u dick, mit 7 bis 8 Querwänden, ohne Oeltropfen, russfarbig. An Halmen von Phragmites communis in Norditalien. Hendersonia 221 Phragmites Var. Cynodontis-Dactyli Sacc, Syll. III. 1. c. Sporen jenen der typischen Art ähnlich, 35 // lau-. 4 u dick. An Halmen von Cynodon Dactylon in Norditalien. Subspecies H. juncicola Sacc, Mich. II. p. 112; Syll. III. I. c. Yon der typischen Art verschieden durch schmälere Sporen, nämlich von 30—35« Länge, 3,5 u Dicke, mit gleichfalls sieben Querwänden und gelber Farbe. Fruchtgehäuse hervorbrechend, niedergedrückt-kugelig, mit unscheinbarer Mündungspapille, schwarz, 1 j s mm im Durchmesser. An Halmen von Juncus effusus bei Saintes in Frankreich. 3496. H. heterospora Passer., Diagn. di F. X. Xota IV. in Atti R Accad. dei Lincei (Roma). Memorie, Bd. YI. 1889, p. 466. Sacc, Syll. X. p. 327. Fruchtgehäuse zerstreut, oft reihenweise angeordnet, zuerst bedeckt, eingewachsen, dann hervorbrechend, fast kugelig, schwarz, von häutigem, zelligem, bräunlichem Gewebe; Sporen kastanien- braun, von verschiedener Länge, die kürzeren kahnförmig, mit drei Querwänden, 12 f.i lang, 5« dick, gemischt mit längeren, spindel- förmigen Sporen, mit drei bis fünf, selten sieben Querwänden, 18 — 20 p Länge, 5 p Dicke. An abgestorbenen Scheiden von Phragmites communis bei Vigheffio nächst Parma. 3497. H. leptospora Trail, Trans. Crypt. Scot. 1889, p. 45. Sacc, Syll. X. p. 328. Fruchtgehäuse eingewachsen, zerstreut, mit kurzer Mündun papille; Sporen keulig-spindelförmig, 10—13 p lang, 2 /t dick, blass- braun, mit drei Querwänden, ohne Oeltropfen. An abgestorbenen Blättern von Phragmites communis in Schottland. l'iliKS 3498. H. conoruin De Lacr., Bot. Zeit. 1863, p. 229. Sacc, Syll. III. p. 430; X. p. 324. Exs. Eabenhorst, Fungi europaei No. 540. Fruchtgehäuse fast kugelig, mit kurzer Mündung, herdenweise, unter der Oberhaut, die Epidermis etwas erhebend ; Sporen länglich- eiförmig, mit drei Querwänden, dunkelbraun, die unterste Zelle fast hyalin (15—18 ,« lang, 6—8 // dick nach Celotti). An Zapfen von Pinus silvestris und Abies etc. in Frankreich. Pinus 222 Hendersonia 3499. H. acuuiu Karst, Symb. XYII. p. 162. Sacc, Syll. X. p. 324. Fruchtgehäuse zerstreut, oberflächlich, elliptisch, fast mündungs- los, schwarz, 0,2 mrn laug; Sporeu länglich-eiförmig, gewöhnlich in der Mitte verengt und am Scheitel verschmälert, mit drei Quer- wänden, bei denselben nicht eingeschnürt, 15 — 16 /t lang, 6 {.i dick, schwach russfarbig, die unterste Zelle fast hyalin; Sporenträger etwas ästig, fadenförmig, 46 u lang, 1,5 u dick. An abgestorbenen Blättern von Pinus silvestris bei Abo in Finnland. 3500. H. Hiontaiia Yuill., Bull. Soc. Nancy 1896, p. 23. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 958. Fruchtgehäuse fast kugelig, schwarz-russfarbig, lange von der Oberhaut bedeckt, in schwach gefärbten, weitläufig zerstreuten Hyphen sitzend; Gewebe aus länglichen, russfarbigen Zellen be- stehend; Sporen unregelmässig gekrümmt, mit drei, seltener mit zwei bis vier Querwänden, russfarbig, an der Basis abgestutzt, am Scheitel fast kegelförmig, mit körnigem Protoplasma, 29 — 34, seltener 35 — 42 u lang, 3,5 — 4 fi dick; Sporenträger gerade, dünn, fast hyalin, einfach, 10 /li lang. In braunen Flecken lebender Blättern von Pinus montana bei Sens in Frankreich. Pirus — H. vagans Fuck. Sacc, Syll. III. p. 419. Siehe Xähr- pflanze Fraxinus, p. 208. Sporen mit drei Querwänden, gelb. An der Rinde der Aeste von Pirus communis. 3501. H. piricola Sacc, Fungi Yen. Ser. IL p. 311; Syll. III. p. 428. Exs. Allescher et Schnabl, Fungi bavarici No. 578. Kabenhorst-Winter, Fungi europaei No. 2145. Flecken auf der Blattoberseite, von verschiedener Grösse, eckig, weisslich- aschgrau; Fruchtgehäuse kugelig -linsenförmig, klein, schwarz, zerstreut; Sporen eiförmig, mit 2—3 Querwänden, oliven- farbig, 10 u lang, 5 jtt dick. An welkenden Blättern von Pirus communis in Deutschland und Norditalien. Hendersonia 223 /> 3502. H. Mali Thüm., Contr. F. Litor. Xo. 138, tab. I. fig. 27. Sacc, Syll. III. p. 428. Fruchtgehäuse schildförmig, auf der Blattoberseite, gross, zer- streut, flach, schwarz, in einein vertrockneten, aschgrauen, kreis- runden, von einem violetten Hofe umgebenen Flecken; Sporen keulenförmig, am Scheitel gerundet, an der Basis leicht verschmälert zugespitzt, mit 2— 3 Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, durchsichtig, schwach aschgrau, 12—15 u lang, 4—5 u dick. An lebenden Blättern von Pirus Malus bei Görz in [strien. 3503. H. subcorticia Passer., Diagn. di F. N. Nota V. in Atti K. Accad. dei Lincei (Roma). Rendiconti, Bd. VII. 2, 1891, p. 50, JSTo. 40. Sacc, Syll. X. p. 319. Fruchtgehäuse oberflächlich, zerstreut, klein, fast kugelig, schwarz; Sporen verlängert -spindelförmig, mit drei Querwänden, bei denselben leicht eingeschnürt, erst hyalin, dann gelb-braun, die vorletzte Zelle hier und da aufgeblasen, 17,5 u lang, 3,5—4 u dick; Sporenträger nicht sichtbar. An sich zersetzender, bisher stehender Rinde von Pirus Mains bei Baganzola in der Provinz Parma. Flanera 3504. H. Planerae Cooke et Mass., Grevillea XVI. p. 78. Sacc, Syll. X. p. 323. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend, fast kugelig, schwarz. von dem hernach aufreissenden Periderm lange bedeckt; Sporen elliptisch, beidendig abgerundet, mit drei Querwänden, leicht ein- geschnürt, braun, 30 u lang, 10 — 12 u dick. An Aesten von Planera, Kew in Grossbritannien. Steht der Hendersonia vagans Flick, am nächsten. Tlatanus 3505. H. Desinazieri Moni, Cent VI. Xo. 92. Sacc, Syll. III. p. 440. Syn. Stagonosporium Platani Preuss, Fang. Hoyersw. No. 336 1 v Hendersonia Platani Peck (später) sec. Saccardo. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 804. I. Ed. Kabenhorst- Winter, Fungi europaei No. 3590. Fruchtgehäuse eingesenkt, von der Rinde immer bedeckt und derselben anhaftend, dick, niedergedrückt-kugelig, zusammenfliessend, schwarz, innen grau, anfänglich mit Mündungspapille, endlich mit centralem Porus geöffnet; Sporen verkehrt-eiförmig, endlich braun, 40—45 ii lang, 20 u dick, mit vier Oeltropfen und drei Querwänden. Platanus 224 Hendersonia zuletzt austretend und das Substrat schwarz besudelnd; Sporen- träger länglich oder kegelförmig, hyalin. An berindeten Aesten von Platanus orientalis und Platanus occidentalis in Deutschland; auch in Norditalien, Frankreich und Südamerika. Pycnidenform zu Massaria Platani Ces. Cfr Winter, Pilze etc. 2, p. 548. Polygonum 3506. H. Polygoni Rabenh. in Bot. Zeit. 1851, p. 455. Sacc, Syll. III. p. 434. Hervorbrechend; Fruchtgehäuse am Scheitel durchbohrt; Kern ausfliessend ; Sporen cylindrisch oder keulenförmig, mit 3— 4 Quer- wänden, gestielt, oiivenfarbig. An Stengeln der Polygonum-Arten bei Triest in Istrien. Populus — H. sarmentorum West. Sacc, Syll. III. p. 420. Siehe Nährpflanze Acer, p. 191. Sporen 10 — 11 u lang, 5 u dick, mit drei Querwänden, braun. An Aesten von Populus nigra etc. 3507. H. vulgaris Desmaz., 22. Not. p. 12. Sacc, Syll. III. p. 427. Auf der Blattoberseite; Fruchtgehäuse klein, eingewachsen- hervorbrechend , niedergedrückt - kugelig- oder eiförmig, schwarz, glänzend, dann am Scheitel aufreissend, in einem verschieden geformten, weisslichen oder grauen, vertrockneten Flecken fast herdenweise; Sporen elliptisch, stumpf, 15 u lang, 6,5 /j, dick, mit drei Querwänden, bräunlich. An welkenden Blättern von Populus und Kubus in Frankreich. — H. folioruiii Fuck., Sacc, Syll. III. p. 427. Siehe Nähr- pflanze Cydonia, p. 204. Sporen 15 /n lang, 6 — 7 fi dick, mit drei Querwänden, gelb. An Blättern von Populus nigra etc. 3508. H. Aleides Sacc, Mich. I. p. 215; Syll. III. p. 429. Flecken der Blätter nach Yertrocknung weisslich, braun um- geben, fast kreisrund; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, punkt- förmig, schwarz; Sporen länglich -elliptisch, beidendig, abgerundet, Hendersonia 225 Popuius 11 /t lang, 6 — 7 ( ct dick, mit drei Querwänden, bei denselben etwas eingeschnürt, russfarbig. An Blättern von Popuius nigra, Vittorio in Norditalien. Der Hendersonia piricola Sacc. verwandt. 3509. H. populina Passer., Diagn. di F. X. Nota IV. in Atti E. Acc. dei Lincei (Roma). Memorie, Bd. VI. 1889, p. 466, No. (5'.'. Sacc, Syll. X. p. 324. Flecken auf der Blattoberseite, scheibenförmig, grau-weisslich, zuweilen zusammenfliessend ; Fruchtgehäuse zerstreut, bedeckt, kugelig; Sporen elliptisch, beidendig fast spitzig, mit drei Qu< wänden, nicht eingeschnürt, bräunlich, 12,5 /n lang, 5 n dick. An w r elken Blättern von Popuius alba beiVigheffio nächst Parma. 3510. H. Candida Passer., Diagn. d. F. N. Nota V. in Atti R. Accad. dei Lincei (Roma). Rendiconti, Bd. VII. 2, lb91, p. 50, No. 41. Sacc, Syll. X. p. 324. Flecken auf der Blattoberseite, scheibenförmig, nach Tertrock- nung w^eisslich; Fruchtgehäuse punktförmig, mit dem Scheitel hervorbrechend; Sporen zahlreich, spindelförmig, mit 7—9 Quer- wänden, olivenfarbig, 33 — 44 fi lang, 5—6 fjt dick. An welkenden Blättern von Popuius alba, vergesellschaftet mit Septoria Candida (Fuck.?) Sacc bei Tigheffio nächst Parma in Norditalien. Prunus — H. Mseptata Sacc, Syll. III. p. 419. Siehe Nährpflanze Jasminum, p. 211. Yar. Pruni-doinesticae Sacc I.e. Sporen leicht eingeschnürt, 10 li lang, 4—5 n dick, schwach russfarbig. An Zweigen von Prunus domestica bei Padua in Norditalien. — H. vagans Fuck. Sacc, Syll. III. p. 419. Siehe Nähr- pflanze Fraxinus, p. 208. An der Rinde der Aeste von Prunus domestica etc. in Deutsch- land etc. — H. folioruni Fuck. Sacc, Syll. III. p. 127. Siehe Nähr- pflanze Cydonia, p. 204. Sporen mit drei Querwänden, gelb, 15 a lang, 6— 7 u dick. An Blättern von Prunus domestica im Gebiete. Winter, die Pilze. VH. Abth. 1^ Prunus 226 Hendersonia 3511. H. fructigena Sacc, Mich. I. p. 212; Syll. III. p. 428. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend, niedergedrückt-kugelig, mit Mündungspapille , von kleinzellig -parenchymatischem, schwach russfarbigeni Gewebe; Sporen cylindrisch, anfänglich kurz -gestielt, 23—25 u lang, 6 u dick, mit drei Querwänden, bei denselben leicht eingeschnürt, mit kleinen Oeltropfen, schwach russfarbig: Sporen- träger kürzer als die Sporen. An vertrockneten Früchten von Prunus Cerasus bei Padua in Norditalien. 3512. H. conspurcata Sacc, Bornm. et Kouss. , Flor. rnyc. Belg. IL p. 37. Sacc, Syll. X. p. 320. Fruchtgehäuse fast kugelig, schwarz, 730 — 790 /.i im Durch- messer, der Kinde eingesenkt und stets bedeckt, mit einem Porus geöffnet; Sporen eiförmig oder länglich-elliptisch, etwas gekrümmt, sehr ungleich, mit 1 — 3 Querwänden, 18 — 45 u lang, 7 — 10 p dick, russfarbig, körnig, bei den Querwänden nicht eingeschnürt; Sporen- träger ? hyalin, einfach, 15 - 27 fi lang, 4 /u dick. An Zweigen von Prunus Padus in Belgien in Gesellschaft von Massaria conspurcata (Wallr.) Sacc, dessen Pycnidenform dieser Pilz sicher ist. Der beschriebene Pilz gehört in das Subgenus Sporocadus Sacc. 3513. H. cerasella Prill. et Delacr., Bull. Soc Myc 1891, p. 21, tab. III. fig. VII. Sacc, Syll. X. p. 320. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut, dunkelbraun, circa 135 u im Durchmesser, kugelig, mit 15 u weitem Porus durchbohrter Mündungspapille und endophyllem, spärlichem, hyalinem Mycel; Sporen schwach braun, mit vier Querwänden, beidendig abgerundet, gerade oder etwas gekrümmt, bei den Querwänden eingeschnürt, 22 — 24 u lang, 9 — 10 u dick; Sporen träger klein. An abgestorbenen Blättern von Prunus Avium, die sterilen Flecken von Coryneum Beijerinckii bewohnend, Beaune, Cöte d'Or in Frankreich. JPunica 3514. H. Puni'cae Passer., Diagn. di F. X. Xota IV. in Atti K Acc dei Lincei (Roma). Memorie, Bd. VI. 1889. p. 466, Xo. 76. Sacc, Syll. X. p. 320. Fruchtgehäuse zerstreut oder fast herdenweise, kugelig, schwarz, durch die der Länge nach aufreissencle Oberhaut hervorbrechend; Hendersonia •2'27 Pw Sporen elliptisch oder birnförmig, mit drei Querwänden, bei den ziemlich dicken Querwänden dunkelbraun, im übrigen rauchfarbie 12,5 u lang, 5 ,« dick; Sporenträ-er fadenförmig, hyalin, länger als die Sporen. An abgestorbenen Zweigen von Punica Grranatum bei Vigheffio nächst Parma in Norditalien. Quercus — H. maculans (Corda) Lev. Sacc, Syll. III.. p. 427. Siehe Xährpflanze Camellia, p. 198. Sporen 22 t u lang, 6-7« dick, rnssfarbig. An Blättern von Quercus Hex etc. in Böhmen. — H. foliorum Fuck. Sacc, Syll. III. p. 427. Siehe Nähr- pflanze Cydonia, p. 204. Sporen 15 u lang, 6 — 7« dick, mit drei Querwänden, gelb. An Blättern von Quercus etc. 3515. H. eininens Desmaz., 19. Not. p. 9. Sacc, Syll. III. p. 429. Auf der Blattunterseite, fast frei; Fruchtgehäuse klein, 200 /t im Durchmesser, fast kugelig, braun - schwarz , weich, mit endlich abfallender Mündungspapille ; Sporen eiförmig-länglich, stumpf, blass- olivenfarbig, mit drei Querwänden, 15 u lang, 7 ii dick. An trockenen Blättern von Quercus Hex in Frankreich. 3516. H. quercina Sacc, Mich. I. p. 213; Syll. III. p. 441; Fungi ital. t. 1477. Fruchtgehäuse dem Holze eingesenkt, fast kugelig, schwarz: Sporen cylindrisch - länglich , beidendig abgerundet, 16 — 18 n lamr. Hendersonia quercina Sacc. a. Ein Stückchen Eichenholz mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Vier schwach vergrösserte , senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte, reife und un- reife Sporen. Nach Saccardo, Eungi italici dehn, tab. 1477. 3,5-4 u dick, gerade oder leicht gekrümmt, anfänglich einzellig, mit Oeltropfen, dann mit drei Querwänden, nicht eingeschnürt. 15* Quercus 228 Hendersonta braun-olivenfarbig, endlich aus dem Fruchtgehäuse ausgestossen und das Holz olivenfarbig besudelnd. An faulendem Holze von Quercus, Selva in Norditalien, seltener. Subspecies Viminis Koll. et Fautr., Rev. myc 1894, p. 73, tab. 141, fig. 6. Sacc, Syll. XI. p. 530. Fruchtgehäuse sehr klein, locker herdenweise, oberflächlich, häutig, mit Mündungspapille; Sporen cylin drisch oder cylindrisch- kegelförmig, d. h. am Scheitel breiter und abgerundet, hell ocher- Sporen von Subspecies Hendersonia Viminis Kolland et Fautrey. Nach Rolland et Fautr. in Eevue mycolog. 1894, p. 73, tab. 141, fig. 6. gelb, dann leicht russfarbig-grünlich, mit drei Querwänden, bei den- selben wenig oder nicht eingeschnürt, gerade oder leicht gekrümmt, 16 — 20 {.i lang, 3 — 4 u dick. An alten, entrindeten Aesten von Salix viminalis, Cöte d'Or in Frankreich. Diese Form unterscheidet sich von der typischen Art durch die Form der Sporen und ihre viel weniger dunkle Farbe. 3517. H. traMcola Sacc, Syll. III. p. 441. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 60 pr. p. Fruchtgehäuse herdenweise, hervorbrechend, kugelig, ziemlich gross, stumpf, schwarz, mit undeutlicher Mündung; Sporen länglich, beidendig stumpf, zuweilen gekrümmt, mit drei Querwänden, dunkel- braun, 14 /li lang, 4 ß dick. An eichenen Weinbergspfählen im Kheingau. Nach Fuckel Pycnidenform zu Teichospora trabicola Fuck., Symb. p. 161 = Strickeria trabicola (Fuck.) Winter, Pilze etc. 2, p. 283. Var. stercorea Mar eh., Champ. copr. VI. p. 11. Sacc, Syll. X. p. 329. Sporen kleiner, olivenfarbig-hyalin, 9 fi lang, 3,7 /t dick, seltener 12 f.i lang, 3,7 /m dick, mit 1—3 Querwänden. Auf von Mist beschmutztem Holze in Belgien. Hendersonia 229 Bhamntu Ulm m n hs 3518. H. mammillana (Fries) Curr., Linn. Trans. XXII. 1859, fig. 85. Sacc, Syll. III. p. 420. Syn. Sphaeria mammillana Fries, Syst. Myc. II. p. 487. Fruchtgehäuse fast zerstreut, schwarz, niedergedrückt -kugelig, von der schildförmig geschwärzten Epidermis bedeckt: Sporen braun, mit drei Querwänden oder mit viertheiligem Inhalte von ver- schiedener Grösse, 12 — 18 p lang. An Aesten von Khamnus in Schweden und Grossbritann im. 3519. H. rhamnicola Cooke, Praecursor Monogr. Henders. p. 21. Sacc, Syll. III. p. 421. Fruchtgehäuse nicht beschrieben; Sporen verlängert -elliptisch, mit drei Querwänden, dunkelbraun, 20 u lang, 9 fi dick. An Aesten von Rhamnus in Grossbritannien. Rhododendron 3520. H. Rkododendri Thüm., Contr. Funghi Litor. Xo. 310. Sacc, Syll. III. p. 429. Fruchtgehäuse zerstreut, auf der Blattoberseite, fast kugelig, schwarz, in einem sehr unregelmässigen, nach Yertrocknung braun- grauen, von einer dunkleren Zone umgebenen Flecken; Sporen lanzettlich-cylindrisch, beidendig etwas verschmälert-abgerundet, mit 3 — 4 Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, gerade, dunkel- braun, 8 — 12 (Li lang, 4 fi dick. An Blättern von Rhododendron hirsutum bei Plezzo im Litorale. 3521. H. Oudemansii Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 960. Syn. Hendersonia Khododendri Oudem., Contr. Fl. myc. d. Pays-Baa W. p. 15. Sacc, Syll. XL p. 530. Fruchtgehäuse nicht beschrieben; Sporen elliptisch, violett, mit drei Querwänden, oben abgerundet, unten verschmälert, die unterste Zelle hyalin, 14 p lang, 7 t a dick. An Zweigen von kultivirtem, baumartigem Rhododendron, in Gesellschaft von Apiosporum Rhododendri, Haag in den Niederlanden. Der Autor (Prof. Oudemans) bemerkt, dass die Fruchtgehäuse infolge des Alters schon ausgefallen gewesen seien. Kioes 3522. H. Malvacei Brun., Fl. myc Saint, et Pour. in BulL Soc Sc. Nat. de l'Ouest, p. 219. Sacc, Syll. XL p. 529. Fruchtgehäuse schwarz, fast kugelig, bedeckt, längs der Holz- fasern angeordnet; Sporen mit drei Querwänden, russfarbig, 15 p lang, 3 fi dick. Bibes 230 Hendersonia An abgestorbenen Aesten von Ribes malvaceuni bei Saintes in Frankreich. 3523. H. IUMs - alpini Fautr., Rev. inycol. 1892, p. 171. Sacc., Syll. XL p. 529. Fruchtgehäuse locker herdenweise, schwarz, von der Oberhaut bedeckt, länglich, kaum hervorbrechend; Sporen mit drei Quer- wänden, dunkelbraun, spindelförmig, stumpf, 18 u lang, 6^ dick, die unterste Zelle fast hyalin und etwas spitzig; Sporenträger 18 u lang, 2 u dick. An lebenden Aesten von Ribes alpinum in den Felsen von Noidan, Cöte d'Or in Frankreich. 3524. H. Grossulariae Oudem., Konink. Akad. Wetensch. Amsterdam 1897, p. 88. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 954. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, niedergedrückt- linsenförmig, häutig, russfarbig, mit einem kleinen, centralen Porus geöffnet; Sporen spindelförmig, honigfarben, mit drei Querwänden, beidendig stumpf, 14 — 17 u lang, 4 — 4,6 u dick. An Aesten von Ribes Grossularia in Holland. JRobinia 3525. H. fusarioides Sacc, Mich. 1. p. 213; Fung. ital. del. tab. 1475; Syll. III. p. 426. Fruchtgehäuse durch das weissliche Periderm hervorbrechend- oberflächlich, schwarz, fast kugelig oder durch Einsinken fast tonnen- förmig, ohne Mündungspapille; Sporen spindelförmig, 35—38 p. lang, Hendersonia fusarioides Sacc. a. Ein Aststückchen von Eobinia Pseuda- cacia mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Vier schwach vergrösserte Frucht- gehäuse. c. Stark und d. sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1475. Hendersonia 231 Bdbii 4—5 u dick, etwas ungleich, gekrümmt, mit 3—5 Querwänden, blase oliven-russfarbig, die beiden Endzellen hyalin; Sporenträger ästig oder gabeltheilig. An härterer Rinde von Robinia Pseudacacia bei Conegliano in Norditalien und an Quercus Suber in Algier. Von Hendersonia Arcus B. et Br. durch das russfarbige (nicht blaue) Gewebe und durch die fast olivenfarbigen Sporen mit öfter fünf Querwänden verschieden. 3526. H. obscura Passer, in Brun., Miscell. myc. p. 18. Sacc., Syll. X. p. 319. Fruchtgehäuse klein, hervorbrechend, mit unscheinbarer Miin- dungspapille , zuweilen genabelt, hier und da gehäuft und einem russfarbigen, aus fadenförmigem Gewebe bestehenden Struma ein- gesenkt; Sporen elliptisch oder fast spindelförmig, mit 3 — 5 Quer- wänden, bei denselben mehr oder weniger eingeschnürt, braun. 12 — 17 fi lang, 5 — 7 fi dick; Sporenträger fadenförmig, lang, rasch verschwindend. An abgestorbenen Aesten von Robinia Pseudacacia, Clermont- Ferrand in Frankreich. Rasa 3527. H. Heiiriquesiana Sacc. et Roum., Reliq. Libert. IV. Nb. 148 in Rev. mycol. 1884, p. 34, tab. 42, fig. 7. Sacc, Syll. III. p. 427. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, niedergedrückt- kugelig, schwarz, 7 4 mm im Durchmesser; Sporen spindelförmig, beidendig ziemlich spitzig, gerade, 14— 18 p lang, 4—6// dick, Hendersonia Henriquesiana Sacc. et Eoum. fo j |f^C3P[? a. Eine faulende Frucht von Eosa villosa mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrößertes, senkrecht durchschnittenes Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. Nach Saccardo et Koumeguere, Keliq. Libert. Ser.IT. in Eev. mycol, 1884, p. 34, tab. 42, fig. 7. mit drei Querwänden, honig-russfarbig, die unterste Zelle hyalin; Sporenträger fadenförmig, bündelweise, hyalin, 20 — 22 >< lang, 2 fi dick. Rosa 232 Hendersonia An faulenden Früchten von Eosa villosa bei Malmedy in den Ardennen in der preussischen Rheinprovinz. Nähert sich der Hendersonia Fiedleri West. 3528. H. Rosae Kickx, Flor, crypt. Flandr. I. p. 389. West., 5. Xot. p. 15. Sacc, Syll. X. p. 319. Fruchtgehäuse öfter zerstreut, in einem blassen Flecken sitzend, Mein, schwarz, etwas hervortretend, von der Epidermis bedeckt; Sporen elliptisch, mit drei Querwänden, bei denselben leicht ein- geschnürt, braun. An abgestorbenen Zweigen von Rosen in Belgien. 3529. H. ruMginosa P. Brun., Act. Soc. Linn. Bordeaux 1898, p. 16 extr. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 955. Fruchtgehäuse klein, zerstreut, kaum hervorbrechend-, Sporen länglich oder fast spindelförmig, russfarbig, mit drei Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, alle Zellen gleichgefärbt, 10 bis 10,5 ß lang, 5 ** dick. An trockenen Früchten von Rosa rubiginosa bei Saintes in Frankreich. 3530. H. canina P. Brun., 1. c. Sacc. et Sydow, 1. c. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, fast kugelig, bedeckt, zuweilen kaum hervorbrechend; Sporen verlängert-länglich oder fast spindelförmig, mit drei Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, russfarbig, 12 — 15 t a lang, 4,5 — 5 \i dick, die unterste Zelle hyalin. An abgestorbenen Aesten von Rosa canina bei Saintes in Frankreich. ttubus 3531. H. RuM (West.) Sacc, Mich. I. p. 214; Syll. III. p. 424. Syn. H. sarmentorum West. var. Kubi West. sec. Sacc. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, niedergedrückt- kugelig, mit kleiner Mündungspapille, schwarz, unter der Oberhaut hervorbrechend; Sporen elliptisch, 12 — 18 fi lang, 5—6 u dick, mit drei Querwänden, russfarbig, die unterste Zelle durchsichtig. An Ranken von Rubus fruticosus in Xorditalien, Frankreich und Belgien. Forma Lonicerae Brun. in Rev. myco!. 1886, p. 141. Sacc, Syll. X. p. 321. Sporen 18—20 fi lang, 6 — 8^ dick, gerade oder kaum gekrümmt, bei den Querwänden eingeschnürt. Hendersonia 233 jfai An abgestorbenen Banken von Lonieera Caprifolium bei Saintes in Frankreich. Forma Vitis ßrun. 1. c. Sacc. 1. c. Sporen 15 — 18 «lang, 8 « dick, bei den Querwänden eingeschnürt An abgestorbenen Reben von Vitis vinifera bei Saintes in Frankreich. Forma RuM-Idaei Brun. 1. c. Sacc. 1. c. Sporen elliptisch oder fast länglich-keulenförmig, 18—20 u lai 8 a dick, bei den Querwänden eingeschnürt. An abgestorbenen Ranken von Rubus Idaeus bei Saintes in Frankreich. Forma EupkorMae Brun., Miscell. niyc. IL p. 37. - Syll. XL p. 530. Fruchtgehäuse wie bei der typischen Art; Sporen 15 « Lai 4 fi dick, russfarbig, mit drei Querwänden, unterste Zelle hyalin. An abgestorbenen Stengeln von Euphorbia amygdaloides, Le Breuil-Magne in Frankreich. — H. vulgaris Desni. Sacc, Syll. III. p. 427. Siehe Xaln- pflanze Populus, p. 224. Sporen 15 ,« lang, 6,5 fi dick, mit drei Querwänden, bräunlich. An welken Blättern von Rubus. RU8CU8 3532. H. ruscicola (Raben h.) Sacc, Syll. III. p. 436. Syn. Sporocadus ruscicola Kabenh., Hedwigia 1852, p. 287. Fruchtgehäuse nicht beschrieben; Sporen gerade, cylindrisch oder spindelförmig, mit drei Querwänden, kurz -gestielt, dunkel- braun; Stiel (Sporenträger) hyalin. An Aesten oder Cladodien von Ruscus in Deutschland. Sabal 3533. H. Sabaleos Ces., Hedwigia 1882, p. 10. Sacc. Syll. 111. p. 434. Exs. Kabenhorst, Fungi europaei No. 2661. Fruchtgehäuse von der hernach sternförmig aufreissenden Ober- haut bedeckt, punktförmig, von körnigem Gewebe; Sporen cylin- drisch, mit drei Querwänden, beidendig sehr stumpf, 12—16 ,« lang, 5 u dick. An trockenen Fiedern der Blätter von Sabal Adansonii, öüd- italien. Vielleicht eine Stagonospora? Sacc. 1. c. Sabal 234 Hendersonia Var. Plioenicis Sacc, Syll. X. p. 326. Sporen cylindrisch-länglich, beidendig abgerundet, mit drei Quer- wänden, leicht eingeschnürt, russfarbig, 12 fi lang, 4 jli dick. An Blättern von Phoenix dactylifera, Coimbra in Portugal. Var. Livistonae Sacc, Flor. Myc. Lusit. p. 19; Syll. XL p. 531. Fruchtgehäuse eingewachsen- hervorbrechend, scheibenförmig, V 8 nim im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen stielrund- spindelförmig, beidendig, etwas spitzig, 14 — 15 u lang, 4 fi dick, oliven-honigfarbig. An Blättern von Livistona sinensis im botanischen Garten von Coimbra in Portugal. 3534. H. uionspeliensis Celotti, Mic. Montpell. p. 27. Sacc, Syll. X. p. 326. Fruchtgehäuse zerstreut, kugelig, oberflächlich, schwarz, mit kurzer Mündung, 0,3 mm im Durchmesser; Sporen cylindrisch, beid- endig spitzig, mit 6 — 7 Querwänden, 25 — 28 u lang, 5 — 1 u dick, mit Oel tropfen, braun. An trockenen Blättern von Sabal Palmetto, Montpellier in Frankreich. » Salix 3535. H. salicina Sacc, Syll. III. p. 425. Fruchtgehäuse unecht, unter der Oberhaut, schildförmig und zusanimenfliessend , 2 mm im Durchmesser, grau, innen dunkel- braun, compact; Sporen sehr lang gestielt, mit bald abfallendem Stiele, länglich, oben stumpfer, mit drei Querwänden, gelb, 16 bis 18/i lang, 6 /n dick. An berindeten Aesten von Salix aurita im Bheingau. Vielleicht ein Coryneum? Sacc. 1. c. Nach Fuckel Pycnidenform zu Cucur- bitaria Hendersoniae Puck., Symb. myc. p. 172 = Melanomma Hendersoniae Sacc. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 243. — H. ragans Fuck. Sacc, Syll. III. p. 419. Siehe Xähr- pflanze Fraxinus, p. 208. Sporen länglich -elliptisch, vierzellig, gelb. An der Rinde der Aeste von Salix. — H. foliorum Fuck. Sacc, Syll. III. p. 427. Siehe Nähr- pflanze C y d o n i a , p. 204. Sporen 15 u lang, 6 — 7 u dick, mit drei Querwänden, gelb. An Blättern von Salix Caprea etc. Hendersonia 235 Salix — H. (iiiercina Sacc, Syll. III. p. 441. Siehe ISTährpflanze Qu ercu s, p. 227. Subspecies H. Yiminis Roll, et Fautr., Rev. myc. 1894, p. 73, tab. 150, %. 6. Sace., Syll. XI. p. 930. Diese Form unterscheidet sich von der typischen An durch die Gestalt und viel weniger dunkle Farbe der Sporen. An alter Salix vhninalis, Cote d'Or in Frankreich. Satnbui <> § — H. sarinentorum West. Sacc, Syll. 111. p. 420. Siehe Nährpflanze Acer, p. 191. Yar. Sanibuci Sacc. 1. c. Sporen 12 — 14 u lang, 6 u dick. An Aesten von Sambucus in den Ardennen. 3536. H. Sanibuci Müller in Herb. Sacc?, Mich. I. p. 21:;: Syll. III. p. 422. Fruchtgehäuse herdenweise, klein, mit kugeliger Mündun papille, schwarz, anfänglich von der Epidermis bedeckt, dann frei; Sporen länglich -spindelförmig, 10—12 a lang, 3 u dick, mit 1 bis 3 Querwänden, oliven-russfarbig. An berindeten Aesten von Sambucus nigra in Deutschland, Oberitalien und Sibirien. Yar. deteeta Sacc. 1. c. Sporen 16—18^ lang, 2— 2,5 u dick, mit drei Querwänden, oliv en farbig. An entrindeten Aesten von Sambucus in Frankreich (Letendre). 3537. H. hirta (Fries pr. p.) Curr., Simpl. Sphaer. p. 324 Sacc, Syll. III. p. 422. Syn. Sphaeria hirta Pries, Syst. myc. IL p. 483 pr. p. Fruchtgehäuse bedeckt, klein, niedergedrückt, etwas unregel- mässig, zart behaart, schwärzlich, mit der Mündung hervorbrechend; Sporen länglich, mit drei Querwänden, braun, 12—15 ;i lau-. 1 bis 5 fi dick. An abgestorbenen Aesten von Sambucus raenn-sa in Dcutsrh- land und Schweden. Wahrscheinlich Pycnidenform zu Massaria hirta (Fries) Fack., Bymb. p. L55. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 549. Sambucus 236 Hendersonia 3538. H. pulchella Sacc, Mich. I. p. 112; Syll. III. p. 430. Syn. H. macrospora Sacc, Mycol. Ven. p. 199, tab. XVII. fig. 24 (non B. et Br.). H. Saccardiana Cooke, Praecurs. Monogr. Henders. p. 21. Fruchtgehäuse eingewachsen - etwas hervorragend, fast kugelig, mit kurzer Mündungspapille, schwarz; Sporen verlängert- spindel- förmig, gerade oder etwas gekrümmt, mit 7 — 9 Querwänden, 30 ( u lang, 6 in dick, gelblich, dann dunkler. An Zweigen von Sambucus nigra in Norditalien. Yar. G-aliorum Sacc. 1. c. ; Syll. XIY. p. 956. Sporen mit sieben Querwänden, 30 — 40 fi lang, 5 — 6 u dick, russfarbig. An abgestorbenen Stengeln von Galium Mollugo in Xorditalien und bei Saintes in Frankreich. Yar. Jasiiiini P. Brun., Bull. Soc. Sc. Nantes IY. 1894, p. 36. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 957. Sporen verlängert -spindelförmig oder fast keulenförmig, mit 8 — 10 Querwänden, nicht eingeschnürt, braun, gerade, 38 fi lang, 6 fi dick. An abgestorbenen Aesten von Jasminum officinale bei Saintes in Frankreich. Yar. Lupuli Sacc, Syll. III. p. 431. Sporen mit 9 — 11 Querwänden, 35 w lang, 5 u dick, gelb- russfarbig. An abgestorbenen Stengeln von HumulusLupulus in Frankreich. Yar. Lyclmidis-clioicae Sacc. 1. c. Sporen mit 9 — 10 Querwänden, 45 /n lang, 4,5 fi dick, russfarbig. Im nördlichen Italien. Yar. Saponariae Sacc. 1. c. Sporen mit 9 — 10 Querwänden, 40 /t lang, 5 /x dick, oliven- russfarbig. Im nördlichen Italien. Yar. Xylostei Sacc. 1. c. Sporen mit 9 — 11 Querwänden, 45 /t lang, 4 // dick, russfarbig. Auf Lonicera Xylosteum im nördlichen Italien. Sappnaria — H. pulchella Sacc, Syll. III. p. 430. Siehe Nährpflanze Sambucus. Hendersonia 2^61 Saxifraga Saxifraga 3539. H. Saxifragae Fautr. et Roll, Rev. mycol. 1894, p. 160, tab. 150, fig. 5. Sacc, Syll. XL p. 52!'. Fruchtgehäuse 100 u im Durchmesser, fleckenbewohnend; Sporen mit 2—3 Querwänden, 12—16 a laug, 3—4 n dick, schwach gefärbt. Sporen von Hendersonia Saxifragae Fautr. et Rolland. Nach Fautrey et Eolland in Revue Mycol. 1894, p. 160, tab. 150, fig. 5. An trockenen Blättern von Saxifraga crassifolia, Cöte d'Or in Frankreich. Scirpus 3540. H. sessilisMont., Centur. TL Xo.31; Syll. crypt.No. 936. Sacc, Syll. III. p. 436. Fruchtgehäuse reihenweise, klein, kugelig, aus den Ritzen der Halme hervorbrechend, punktförmig, schwarz, mit einem Perus geöffnet; Sporen länglich, stumpf oder an beiden Enden zuweilen verschmälert, mit drei Querwänden, fast sitzend, endlich bräunlich, 10 u lang, 3 fi dick. An trockenen Halmen von Scirpus Holosclioenus in Frankreich. Forma major P. Brun., Act. Soc. Linn. Bordeaux 1^88 p. 18 extr. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 959. Sporen oval oder oval -länglich, bei den Querwänden leicht eingeschnürt, 15 — 18 u lang, 4 — 4,5 u dick. An abgestorbenen Halmen von Scirpus Holosclioenus bei Fouras in Frankreich. Solanum 3541. H. Solani Karst, Hedwigia 1884, p. 19; Sphaerops. Fenn. 1890, p. 36, No. 7. Sacc, Syll. III. p. 433. Fruchtgehäuse fast herdenweise, durch die Rinde hervorbrechend, fast kugelig, mit Mündungspapille, schwarz, von mittlerer Grösse; Sporen länglich, beidendig sehr stumpf, gerade oder gewunden, mit 3—7, meistens 3 Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, schwach russfarbig, 12—22 a lang, 4,5—6,5 // dick. An trockenen Stengeln und Aesten von Solanum Dulcamara bei Abo in Finnland. Solanum 238 Hendersonia 3542. H. Dulcamarae Sacc, Mich. I. p. 215; Syll. III. p. 433; Fungi ital. t. 1479. Flecken nach Yertrocknung weisslich, fast kreisrund; Frucht- gehäuse punktförmig, wenige, linsenförmig, schwarz; Sporen cylin- Hendersonia Dulcamarae Sacc. a. Theil eines Blattes von Solanum Dulcamara mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Zwei schwach vergrösserte, senkrecht durch- schnittene Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte reife Sporen. Nach Saccardo , Fungi italici delin. tab. 1479. drisch, 14 u lang, 4 u dick, ziemlich gerade, mit drei Querwänden, nicht eingeschnürt, olivenfarbig. An Blättern von Solanum Dulcamara bei Selva in Norditalien. — H. amlbigua Brun. Sacc, Syll. X. p. 319. Siehe Nähr- pflanze Amelanchier, p. 193. An abgestorbenen Zweigen von Solanum Dulcamara bei Saintes, Pons in Frankreich. Sorbits 3543. H. Torminalis Sacc, Fung. Yen. Ser. Y. p. 207; Syll. III. p. 429. Flecken auf der Blattoberseite, braun, vertrocknet, breit; Frucht- gehäuse (unecht?) linsenförmig, schwarz, 1 / ö mm im Durchmesser, ziemlich entfernt; Sporen länglich, 12— 15 p lang, 6 p dick, sechs- zellig, die unterste Zelle hyalin, die übrigen braun; Sporen träger fadenförmig, 12 /u lang, hyalin. An welken Blättern von Sorbus Torminalis im Walde bei Montello in Norditalien. Verwandt der Hendersonia foliorum Fuck. Var. Ariae Briard et Har., Rev. mycol. 1891, p. 17. Sacc, Syll. X. p. 320. Flecken auf der Blattoberseite, unregelmässig, fast kreisrund, kastanienbraun, nicht begrenzt, 5 — 7 mm im Durchmesser; Frucht- Hendersonia 239 Sorl im gehäuse zerstreut, linsenförmig, sparsam, schwarz, 180 200 /n Durchmesser; Sporen eiförmig -länglich, ziemlich stumpf, mit drei Querwänden, nicht oder kaum eingeschnürt, die beiden mittleren Zellen braun, die beiden Endzellen fast hyalin. 11 IC „ lang, 5 — 6 fi dick. An der Oberseite der Blätter von Sorbus Aria bei Trenay Aube, in Frankreich. Sorgh um 3544. H.eustomaSacc.,Fung.Yen.Ser.II.p.319;Syll.III.p.436. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend -oberflächlich, klein; Sporen verlängert -spindelförmig, etwas gekrümmt, 30// lang, 3 /j dick, mit drei Querwänden, gelblich. An Halmen und Blattstielen von Sorghum vulgare bei Treviso in Norditalien. Pycnidenform zu Leptosphaeria eustoma (Fries) Sacc. Cfr. Winter, Pilz« p. 445. Sparga/nium 3545. H. Sparganii Niessl, Vorarbeiten z. Cryptog. Fl. von Mähren lind Oesterr. Schlesien, p. 34. Sacc, Syll. III. p. 435. Fruchtgehäuse klein, zerstreut, halbkugelig, schwarz, ein- gewachsen-etwas hervorragend, mit Mündungspapille; Sporen zylin- drisch, gerade oder gekrümmt, beidendig ziemlich stumpf, mit drei Querwänden, 19 u lang, 3 u dick. An trockenen Blättern von Sparganium ramosum, Brunn in Mähren. Da die Sporenfarbe nicht angegeben, ist diese Art unsicher; sie könnte auch zu Stagonospora gehören. Spinn im botanischen Garten zu Upsala in Schweden. Hendersonia platypus Ell. et Ev. unterscheidet sich durch die weit Flecken und die länglich-elliptischen Sporen ohne Cilien von Cr. ludibunda. Vitis 254 Cryptostictis Vitis 3594. Cr. hysterioides Fuck. inFungi rhenani. Sacc, Syll. III. p. 443. Syn. Hendersonia hysterioides Fuck., Symb. myc. p. 392, tab. IV, fig. 24. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1838. Fruchtgehäuse unecht, herdenweise, eingewachsen, elliptisch, eine Linie lang, schwarz, parallel angeordnet, endlich mit einer länglichen, linearen Spalte aufreissend, mit einer fleischigen, aus- gehöhlten Scheibe; Sporen gestielt, eiförmig, fast ungleichseitig, Sporen von Cryptostictis hysterioides Fuck. Nach Fuckel, Syrab. mycol. p. 392, tab. IV. fig. 24. beidendig verschmälert, meistens am oberen Ende stumpfer, mit drei, seltener 1—2 Querwänden, gelb, 16 /li lang, 7 jti dick, die beiden Endzellen blasser, beidendig mit einer seitlichen Cilie von der Länge der Sporen. An trockenen, berindeten Reben von Yitis vinifera bei Buden- heim im Rhein gau. LXXX. Kriosporina Tognini, Seconda Contr. Micol. Tose. p. 13. Sacc, Syll. XL p. 532. Fruchtgehäuse kohlig, am Scheitel durchbohrt, schwarz; Sporen cylindrisch, mit mehreren Querwänden, olivenfarbig, zu Bündeln vereinigt, mit einem gemeinschaftlichen, kurzen, dicken Stiele. Der Name ist gebildet aus erion = Wolle und spora = Spore. Triticum 3595. E. Tritici Tognini 1. c. Sacc, 1. c. Fruchtgehäuse 100 u im Durchmesser, hervorbrechend, schwarz ; Sporen mit 5 — 6 Querwänden, schwach, russfarbig, zu 8 — 10 auf einem Stiele, 20 — 28 /t lang, 3 u dick; Stiel fast kugelig, 5 ^ im Durchmesser. An trockenen Halmen von Triticum vulgare in Toscana. Prosthemium 255 Ah LXXXL Prostlieiniuiii Kunze, Mvkol. Hefte I. p. 17, tab. I. %. 10. Sacc., Syll. III. p. 444. Fruchtgehäuse bedeckt, kohlig, niedergedrückt-kii-pli- schwarz; Sporen ziemlich stielrund, mit mehreren Querwänden, zu stern- förmigen Köpfchen vereiniget, gefärbt; Sporenträger undeutlich oder fadenförmig. Onus 3596. Pr. stellare Riess in Botan. Zeit. 1853, p. 130, tab. IN fig. 28-31. Sacc, Syll. III. p. 445. Fruchtgehäuse fast linsenförmig, schwarz, mit einem Porua geöffnet, bedeckt; Sporen stielrund-verkehrt-keulig, mit 3—4 Quer- Prosthemium stellare Eiess. a. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durch- et schnittenes Fruchtgehäuse. b. Drei noch unter sich verwachsene, vom eigent- lichen Sporenbüschel getrennte Sporen, sehr stark vergrössert. ß c. Sporenbüschel, sehr stark vergrössert. d. Paraphysen und Sporenträger. Nach Eiess in Botan. Zeitung. 1853, p. 130, tab. HI. fig. 28—31. wänden, russfarbig, am Scheitel blasser, zu 12—20 an der Basis sternförmig verbunden, 26—28 ,u lang, endlich in Ranken austretend. An berindeten Äesten von Alnus glutinosa in Deutschland und Grossbritannien. BefaUa 3597. Pr. foetulimmi Kunze Mykol. Hefte I. p. 17, tab. I. fig. 10. Corda, Icon. fung. p. 24, tab. IT. fig. 6. Sacc, Syll. III. p. 444. Fruchtgehäuse fast einzeln, linsenartig, in der Kinde nistend, mit einem Porus geöffnet; Sporen verkehrt- keulenförmig, 40 bis 50 fi lang, 15 /t dick, zu 2 — 4 an der Basis sternförmig verbunden, schwach-russfarbig, mit 3—4 Querwänden, mit blassen Oeltropfen; Sporenträger fadenförmig, 6—7^ dick, an der Basis mit Oeltropfen versehen, in der Mitte länger, stielförmig, zuweilen mit Paraphysen untermischt. Tilia 256 Prosthemium Prosthemium betulium Kunze. retemrarmHMi^roTnmremfTUTHRa a. Ein Aststückchen von Betula alba mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein senkrechter Durchschnitt durch ein Fruchtgehäuse, stark vergrössert. c. Sehr stark vergrösserte Sporen und Sporenträger. d. Sehr stark vergrösserte Sporenwirtel. Nach Corda, Icon. III. p. 24, tab. IV, fig. 67. An berindeten Aesten von Betula alba in Deutschland, Italien, Frankreich und Grossbritannien. Pycnidenform zu Massaria siparia Ces. et De Net. = Pleomassaria siparia Sacc., Syll. II. p. 239. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 553. Tilia 3598. Pr. Tiliae Otth., Berner Mittheil. 1868, p. 58. Sacc, Syll. XL p. 533. Fruchtgehäuse kugelig, weich, bedeckt, mit Mündungspapille ; Sporen fünfzellig, mit fünf Oeltropfen, braun, 35 — 37 p lang, 7 bis 8 [i dick, zu acht oder weniger sternförmig verbunden; Sporen- träger lang. An abgestorbenen Aesten von kultivirter Tilia spec. in der Schweiz. LXXXIL Heiidersonula Spegazz., Fungi Arg. Pugil. IL No. 127. Sacc, Syll. III. p. 445. Stroma eingewachsen oder hervorbrechend, schwarz, mit punkt- förmigen Mündungen, nicht oder kaum erkennbar, kreisförmig oder verschieden geformt, innen mit blasseren, Sporen tragenden Zellen Hendersomda 257 Salix verseben; Sporen elliptisch, mit mehreren Querwänden, gefärbt, typisch-gestielt. Ist gleichsam eine Hendersonia mit dothideenförmigem Stroma. Der Name kommt von Hendersonia, deren Sporen sie zei Von den wenigen Arten dieser Gattung findet sich nur eine in Europa. Der Gattungstypus ist in Ermangelung einer Abbildung von II. macrosperma Cav. durch die der ostindischen Art H. Cerberac F. Tassi p. lViO gegeben. Salix 3599. H. macrosperma Cav., Fung. Long. Exs. III. p. 140. cum icone. Sacc. Syll. XL p. 533. Stroma bedeckt, abgeplattet-kegelförmig, schwarz : Fruchtgehäuse zu 12 — 20 in den einzelnen Stromaten, birnförmig, mit einer gemein- schaftlichen Mündung sich öffnend, innen weisslich; Sporen 35 bis 38 fi lang, 12—14 fi dick, dunkel-olivenfarbig, mit drei Querwänden. nicht eingeschnürt, das Substrat schwarz besudelnd; Sporenträg sehr lang, hyalin, fadenförmig. An berindeten Pfählen aus Weidenholz bei Pavia in Xorditalien. YIIL Abtlieilung. DictyOSporaC Sacc. Sporen eiförmig oder länglich, mit zwei oder mehreren Querwänden, manerförmig (d. h. auch durch Längswände getheilt) oder strahlen- oder kreuzförmig getheilt, russ- oder olivenfarbig. (Bei den hyalinsporigen Sphaerioideen fehlt eine diesen Sporen- verhältnissen entsprechende Abtheilung.) Uebersicht der Gattungen dieser Abtlieilung. A. Fruchtgehäuse getrennt, ohne Stroma. 1. Fruchtgehäuse rindenbewohnend, unter der Oberhaut oder hervorbrechend Camarosporium. 2. Fruchtgehäuse holzbewohnend, fast oberflächlich Cytosporium. B. Fruchtgehäuse mit Stroma. 3. Fruchtgehäuse einem dothideenförmigen Stroma eingesenkt Dichomera. Winter, die Pilze. VII. Abth. 17 258 Camarosporium a A. Illustrationen zu obigen Gattungen*) (mit Ausnahme von Cytosporium). TOmffim^na B. A. Camarosporium incrustans Sacc. a. Ein Aststückchen von Ehus typhina mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Vier schwach vergrösserte, senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. c. Zwei unreife und vier reife Sporen, sehr stark vergrössert. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1482. B Dichomera Saubinetii (Mont.) Cooke. a. Ein Zweigstückchen von Quercus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Vier schwach vergrösserte, in das Stroma eingesenkte Fruchtgehäuse. c. Vier schwach vergrösserte, senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. d. Stark vergrösserte, unreife Sporen mit den Sporenträgern. e. Eeife Sporen, sehr stark vergrössert. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1481. LXXXIII. Camarospoi'iiim Schulz., Mykol. Beitr. 1870, p. 649. Sacc, Mich. II. p. 8; Syll. III. p. 459. Syn. Dichomera Cooke pr. p. Staurosphaeria Eabenh. pr. p. Fruchtgehäuse uuter der Oberhaut hervorbrechend, getrennt, fast kugelig, schwarz, öfter mit Mündungspapille, häutig oder fast leder- artig; Sporen eiförmig, länglich oder spindelförmig, mit zwei oder mehreren Querwänden, mauerförmig, russ- oder olivenfarbig. Der Name der Gattung ist gebildet aus kamara = Kammer, Zelle und spora = Spore. Saccardo führt ungefähr 125 Arten auf, von denen jedoch nur gegen 80 in Europa überhaupt vorkommen. *) Weitere Illustrationen sind im Texte untergebracht. Camarosporium 259 Abtes Abii 9 3600. C. Pini (West.) Sacc, Syll. III p. 465. Syn. Hendersonia Pini Westend., Bull. Acad. Bei«;. Sör. 2. T. II. No. 7. Fruchtgehäuse rindenbewohnend, zerstreut, klein, schwarz, ein- geseukt, von der leicht erhöhten, von der kleinen Mündung durch- bohrten Epidermis bedeckt; Sporen oval, braun, mit drei Querwänden und 1 — 2 vertikalen Scheidewänden. An der Einde von Abies excelsa in Deutschland: auch bei Mons in Belgien. 3601. C. stroMlinum Bomm., Rouss. et Sacc, Syll. \. p. 344. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut hervorbrechend, schwarz- 1 »raun, gehäuft, zuweilen zusammenfliessend, 0,3 — 0,5 mm im Durchmesser, mit compactem Kerne; Gefüge des Fruchtgehäuses unecht; Sporen fast kugelig - elliptisch , 27 — 36^ lang, 21 — 24^ dick, oliven-ru farbig, dann fast undurchsichtig, an der Basis mit einem fast dreieckigen, stumpfen, fast hyalinen Anhängsel oder dem sehr kurzen, 6« langen, 3—3,5^ dicken, gekrümmten Sporenträger, dicht mauerförmig getheilt, mit fast concentrischen Theilungswänden. An Schuppen der Zapfen von Abies excelsa auf dem Berge Rigi in der Schweiz. Wegen der wenig entwickelten Fruchtgehäuse neigt der Pilz zu den Melan- conieen. Acer 3602. C. Pseudoplatani Brun., Miscell. Myc. p. 18. Sacc, Syll. X. p. 342. Fruchtgehäuse hervorbrechend, fast rasenweise, kugelig- kegel- förmig, fast kugelig, zuweilen niedergedrückt, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen verlängert -länglich, in der Mitte zuweilen ein- geschnürt, mit 5—7 Querwänden, mit drei der Länge nach ge- theilten Zellen, gelb-russfarbig, 25—36 ,u lang, 15—17 // dick. An abgestorbenen Aesten von Acer Pseudoplatanus in Frankreich. AilanthuS 3603. C. Berkeleyanum (Lev.) Sacc, Syll. 111. p. 464. Syn. Hendersonia Berkeleyana Lev. in Ann. Sc. Nat. L846. p. 289. Exs. Sydow, Mycotheca marchica No. 4869. Fruchtgehäuse rasenförmig, kugelig, kahl, schwarz, hervor- brechend, in einem von der Kinde gebildeten, verbreiteten, schwarzen, fleckenförmigen Stroma sitzend, mit Mündungspapille; 17* Aüanthus 260 Camarosporium Sporen cylindrisch- elliptisch, beidendig stumpf, mit 3 — 4 Quer- wänden und 1—2 Längswänden, etwas undurchsichtig. An abgefallenen Aesten von Ailanthus glandulosa in Frank- reich und Nordamerika. Nach Farlow, Fung. Bost. p. 252, kaum verschieden von Camarosporium subfenestratum (B. et C.) Sacc. Ammophila 3604. C. metaMeticuiii Trail, Suppl. Myc Scot. No. 3074. Sacc, Syll. X. p. 347. Fruchtgehäuse eingewachsen, zerstreut, fast kugelig, circa 250 ß im Durchmesser, mit sehr kurzer Mündung; Sporen russ- farbig, eiförmig, elliptisch oder trapezoidisch , in der Mitte nicht oder kaum eingeschnürt, beidendig zugespitzt oder abgerundet, ca. 26 — 30 fi lang, 12 — 13 fi dick, mit 3—7 Querwänden, die mittleren 1 — 4 Zellen mit einer Längswand, selten mit zwei solchen. An abgestorbenen Blättern vonAmmophila arenaria bei Aberdeen in Schottland. Araucaria 3605. C. pityuin Sacc, Rouss. et Bomm., Miscell. Myc. F. Belg. No. 12; Syll. III. p. 467. Fruchtgehäuse fast zerstreut, kugelig -linsenförmig, anfänglich von der Epidermis bedeckt, 1 / 2 mm im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich - elliptisch , mit drei Querwänden und etwas mauerförmig, bei den Querwänden nicht eingeschnürt, 18 bis 20 a lang, 8 — 10 t a dick, russfarbig ; Sporenträger sehr kurz, hyalin. An Blättern von Araucaria imbricata, öfter auf der Blatt- oberseite, bei Brüssel in Belgien. Von C. suseganense verschieden durch die wenig grösseren Fruchtgehäuse und den Mangel des Fleckens der Nährpflanze. Artemisia 3606. C. aecxuivocuiu (Pass.) Sacc, Syll. III. p. 467. Syn. Dichomera aequivoca Passer., Erh. Critt. Ital. Ser. II. No. 1391. Fruchtgehäuse getrennt, oberflächlich, von zelligem Gewebe; Sporen klein, dunkelbraun, fast kugelig, meistens 7 — 8 a im Durch- messer, mit einer oder zwei Querwänden oder öfter strahlenförmig septirt, oder auch elliptisch mit drei Querwänden, mauerförmig und dann 10 fi lang, 5 a dick. An trockenen Stengeln von Artemisia camphorata bei Vigheffio nächst Parma in Norditalien. Camarosporium 261 Artem 3607. C. affine Sacc, Boinra. et Rouss., F. myc. Belg. IL p. 38 (1887); SylL X. p. 345. Fruchtgehäuse unter der Epidermis, dann hervorbrechend, zer- streut, fast kugelig, mit papillenförmiger Mündung, 20 — 30 /u im Durchmesser; Sporen fast kugelig, russfarbig, 12—21 u lang, mauer- förmig getheilt. An Stengeln von Artemisia vulgaris bei Nbnce\vau\ in I J^l-i« -n. Dem C. compositarum (C. et Harkn.) Sacc. und C. aequivocum (Pass.) Sacc verwandt. 3608. C. Rostmpii Sacc, SylL X. p. 346. Syn. Camarosporium alpinum Eostr., Bidr. Ascom. Dovr. p. 11, nee 8p Fruchtgehäuse getrennt, ziemlich gross, 0,3 mm im Durch- messer, kugelig, mit deutlichem Porus geöffnet; Sporen anregel- mässig -eiförmig -länglich, mit vielen Querwänden, mauerförmig, 16 — 28 fi lang, 9 — 10 fi dick, dunkelbraun. In der Infloreseenz von Bartsia alpina bei Dovre in Norwegen. Berberis 3609. C. Berlberidis Cooke in Grevillea XIII. p. 97. Sacc. SylL X. p. 341. Herdenweise; Fruchtgehäuse klein, fast kugelig, von der leicht erhöhten Oberhaut bedeckt, jenen einer Phoma ähnlich; Sporen von verschiedener Grösse, erst hyalin, mit einer Querwand, elliptisch, nicht eingeschnürt, endlich mit drei Querwänden, bei denselben eingeschnürt, die zwei centralen Zellen mit einer Längswand getheilt, blassbraun, 22 — 25 ß lang, 6 — 9 fi dick. An Zweigen von Berberis, Kew in Grossbritannien. 3610. C. berheridicolum Delacr., Bull. Soc. Myc. 1890, p. 141. Sacc, SylL X. p. 341. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, abgeplattet- hall >- kugelig, 160— 180 ,u lang, 75— 80 fi breit, von einem kleinen Porus durchbohrt; Sporen eiförmig oder elliptisch, dunkelbraun, mit drei Querwänden und einer Längswand in der oberen Zelle, 13—14 fi lang, 7—Sf.i dick; Sporenträger sehr klein. An Zweigen von Berberis vulgaris, Seine et Oise in Frankreich. Dem C. alpinum Speg. verwandt, von C. Berberides Cooke durch viel kürzere Sporen verschieden. Ob C. Berberidis Eich., Cat. Champ. Mara. No. 1728 auch hierher gehört, ist bei dem Mangel einer Diagnose nicht zu entscheiden. Calycanthus 26% Camarosporium Calycanthus 3611. C. Calycantki Sacc. , Bomm. etKouss. , Contr. Myc Belg. IV. p. 86; Syll. X. p. 340. Fruchtgehäuse fast kugelig, zerstreut, klein, schwarz, hervor- brechend, am Scheitel durchbohrt ; Sporen elliptisch oder länglich, braun, mit 3 — 4 Querwänden, dann mauerförmig getheilt, 15 — 20 fi lang, 7 — 9 fi dick, nicht eingeschnürt. An Zweigen von Calycanthus bei Watermael in Belgien. Camphorosma 3612. C. Cainpliorosinae (Cast.) Sacc, Syll. III. p. 468. Syn. Spliaeria Camphorosmae Cast. Cat. Mars. p. 172. Hendersonia Camphorosmae Mont. in Cast. Cat. Mars. p. 46 et Syll. er . No. 938. Fruchtgehäuse bedeckt, etwas hervorragend, niedergedrückt- eiförmig, zerstreut, schwarz, mit einem Porus geöffnet; Sporen länglich- verkehrt-eiförmig, kurz, dunkelbraun, mit fast je drei Quer- und Längswänden getheilt. An Stengeln von Camphorosma Monspeliaca in Südfrankreich. Capparis 3613. C. suseganense Sacc. et Speg. in Syll. III. p. 468. Syn. Hendersonia suseganensis Sacc. et Speg. in Mich. I. p. 209. Blattbewohnend; Flecken weiss, buchtig; Fruchtgehäuse kugelig- linsenförmig , auf beiden Blattseiten, 100 — 150 a im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von parenehymatischem, schwarz -braunem Gewebe; Sporen eiförmig, ungleich, 15 — 20 a lang, 8 — 10 u dick, mit 2 — 4 Querwänden und mauerförmig getheilt, russfarbig. An Blättern von Capparis rupestris bei Susegana in Norditalien. Caragana 3614. C. Caraganae Karsten in Hedwigia 1885, p. 74. Sacc, Syll. X. p. 338. Fruchtgehäuse herdenweise, seltener zerstreut oder zusammen- wachsend, oberflächlich, von verschiedener Form, oft ungleich, schwarz, kahl, 0,3 — 0,4 mm im Durchmesser; Sporen elliptisch, oft ungleich, mit 3—5 Querwänden und einer, selten zwei Längs- wänden, dunkelbraun, 14—22 fi lang, 9 — 12 /? dick. An entrindeten Aesten von Caragana arborescens in den Isar- anlagen bei München (ipse legi), bei Abo in Finnland. Wahrscheinlich Pycnidenform zu Cucurbitaria Caraganae Karst. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 320. Camarosporium 263 Cercis 3615. C. cercidicolum Brun., Champ. Charente-Infer. 1892, p. 36. Sacc, Syll. XL p. 536. Fruchtgehäuse zerstreut oder gedrängt, fast kugelig, schwarz, bedeckt, dann hervorbrechend; Sporen eiförmig-länglich, russfarb an den Enden schwächer gefärbt, mit drei Querwänden, 18—22 u lang, 12—15 fi dick. An abgestorbenen Zweigen von Cercis Siliquastrum bei Sainl in Frankreich. Cistus 3616. C. cistinum Cooke in Grevillea XIV. p. 5. Sa Syll. X. p. 338. Herdenweise, der inneren Einde eingesenkt; Fruchtgehäuse kugelig, schwarz, mit kegeliger, die Rinde durchbohrender Mündung versehen, zuweilen in unregelmässigen Linien angeordnet; Sporen elliptisch, verlängert, mit drei Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, zuweilen die mittlere Zelle durch eine Längswand getheilt, braun, 15 — 18 fi lang, 5 — 7 u dick. An Zweigen von Cistus laurifolius, Kew in Grossbritannien. Citrus 3617. C. Limoniae Cooke in Grevillea XIII. p. 97. Sacc, Syll. X. p. 340. Herdenweise; Fruchtgehäuse von der erhöhten, später auf- reissenden Epidermis bedeckt, niedergedrückt, braun, mit unschein- barer Mündungspapille ; Sporen elliptisch, beidendig abgerundet, mit drei Querwänden, zuweilen eine Zelle der Länge nach getheilt, leicht eingeschnürt, kastanienbraun, 22— 28 (.i lang, 7--10 ,u dick, anfänglich kurz-gestielt. An Zweigen von Citrus trifoliata, Kew in Grossbritannien. Cneorum 3618. C. Cneori Passer., Diagn. di Funghi Nuov. Nota IV. in Atti E. Accad. dei Lincei (Roma). Memorie 1889, Bd. VI. p. 466, No. 72. Sacc, Syll. X. p. 344. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, der Rinde eingesenkt, klein, schwarz, von zelligem, russfarbigem Gewebe; Sporen elliptisch oder eiförmig, erst einzellig, dann mit 1—3 Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, einige Zellen mit einer Längswand oder schief getheilt, gelb, 10— 12 ^ lang, 5 fi dick; Sporen träger kurz, hyalin. Colutea 264 Camarosporium An trockenen Zweigen von Cneoruni tricoccum im botanischen Garten zu Rom. Colutea 3619. C. Coluteae (P. et C.) Sacc, Syll. III. p. 460. Syn. Hendersonia Coluteae Peck et Cooke, 33. Eep. St. Mus. p. 23. Fruchtgehäuse hervortretend, dann hervorbrechend, halbkugelig oder fast kegelförmig, fest, mit schwarzer, papillenförmiger Mündung; Sporen länglich, stumpf, gefärbt, mit 3 — 6 Querwänden, zuweilen auch der Länge nach getheilt, 20 — 25 u lang. An abgestorbenen Aesten von Colutea arborescens in einem Garten zu München in Bayern (Schnabl). Bisher nur aus Nordamerika bekannt. Von C. Coronillae Sacc. et Speg. var. Coluteae Sacc. durch die Grösse und Theilung der Sporen verschieden. Cornus 3620. C. incriistaiis Sacc, F. ital. t. 1482; Syll. III. p. 463. Syn. Hendersonia incrustans Sacc, Mich. I. p. 208. Fruchtgehäuse in der Kinde nistend, zerstreut oder öfter gehäuft, kugelig, mit kleiner Mündungspapille, schwarz, dickhäutig; Sporen eiförmig, anfänglich einzellig, mit Oeltropfen, gelblich, dann mit drei Querwänden, mauerförmig getheilt, 15 — 17 /n lang, 8 u dick, bei den Querwänden nicht oder kaum eingeschnürt, dunkel-russfarbig. Siehe Abbildung p. 258. An berindeten Aesten von Cornus sanguinea bei Selva und von Khus typhina bei Padua in Norditalien. Coronilla 3621. C. Coronillae Sacc. et Speg., Syll. III. p. 460. Syn. Hendersonia Coronillae Sacc. et Speg., Mich. I. p. 208. Fruchtgehäuse zerstreut oder gehäuft, hervorbrechend, schwarz- olivenfarbig, fast kugelig, mit Mündungspapille, endlich genabelt; Sporen länglich, beidendig abgerundet, gerade oder etwas gekrümmt, 15 — 18 /i lang, 6 — 8 /n dick, mit 3—5 Querwänden und mauer- förmig getheilt, seltener bei den Querwänden eingeschnürt, schwach russfarbig. An Zweigen von Coronilla Emerus bei Susegana nächst Parma in Norditalien in Gesellschaft von Cucurbitaria Coronillae (Fries) Sacc. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 323. Camarosporium 265 Cölutea Yar. Coluteae Sacc. Reliq. Libert. IV. No. 143 in Rev. mycol. 1884, p. 34; Syll. III. 1. c. Sporen 16—18 a lang, 6 — 7 u dick, mit drei Querwänden, lnauerföraiig getheilt, russfarbig. An Zweigen von Colutea bei Malmedy in den Ardennen (Libert). Yar. Lauri Sacc., Mich. I. p. 516; Syll. III. 1. c. Fruchtgehäuse herdenweise, eingewachsen- hervorbrechend; Sporen eiförmig-länglich, 20 u lang, 8 \i dick, mit drei Querwänden, mauerförmig, oliven-russfarbig. An Zweigen von Lauras nobilis bei Ronen in Frankreich (Letendre). Yar. Spiraeae Bäumler, Beitr. z. Crypt. Flor. d. Pressbnr^. Comitates, p. 17. Sacc, Syll. X. p. 340. Fruchtgehäuse gehäuft, seltener zerstreut, unter der Epidermis nistend, fast kugelig, schwarz, mit papillenförmiger, die Epidermis durchbohrender Mündung; Sporen länglich, beidendig abgerundet. 16 — 20/i lang, 6— 8 u dick, mit drei Querwänden, mauerfbrm russfarbig. An trockenen Zweigen einer holzigen Spiraea spec. in Gesell- schaft von Dothidea Sambuci? bei Pressburg in Ungarn. Wahrscheinlich nicht verschieden von Camarosporium Spiraeae Cooke. Cydonia 3622. C. multiforme Sacc. et Schulz., Illustr. Fung. Sla- voniae No. 87; Syll. III. p. 462. Fruchtgehäuse nach Verschwinden der Rinde oberflächlich, fast kugelig, mit stumpfer Mündungspapille, sehr klein, V 10 — l , nun im Durchmesser, schwarz, dünn; Sporen länglich oder bündelartig (?), kreuzförmig oder mauerförmig getheilt, mit 1— -'5 Querwänden, russfarbig, bei den Querwänden eingeschnürt, 9— 12 p dick, bis 18 u lang. An Zweigen von Cydonia vulgaris bei Vinckovce in Slavonien. ( i/tisus 3623. C. lalnirnicuiu Sacc, Syll. X. p. 339. Syn. Camarosporium Laburni Sacc. etKoum., Mich. II. p. 630; Syll. III. p. 4G0. Fruchtgehäuse rindenbewohnend, herdenweise, kugelig, V4 bis l /a mm im Durchmesser, mit kurzer Mündungspapille und schwarzem Cytisus 2vb Camarosporium Kerne; Sporen länglich, beidendig abgerundet, mit 7 — 9 Quer- wänden und mauerförmig getheilt, 30 — 32^ lang, 9 — 10 fi dick, bei den Querwänden kaum eingeschnürt, russfarbig, kurz- und hyalin-gestielt. An Aesten von Cytisus Laburnum in Frankreich. Nach. Sacc. Pycnidenforin zu Cucurbitaria Laburni (Pers.) Ces. et De Not. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 320. 3624. C. Laburni (West.) Sacc, Syll. X. p. 339, nee Sacc. Syn. Hendersonia Laburni West., 5. Not. quelque Hyp. Belg. p. 13, fig. 2. Exs. P. Sydow, Mycotheca marchica No. 4868. Fruchtgehäuse klein, braun, zerstreut, eingesenkt, das Periderm sehr auftreibend, mit der papillenförmigen Mündung hervorbrechend, von den Lappen der aufgerissenen Oberhaut umgeben; Sporen zahlreich, braun, eiförmig, mit 2 — 4 Querwänden und durch eine Längswand getheilt, 20 — 25 fn lang, 8—12 t a dick. An Aesten von Cytisus Laburnum bei Courtrai in Belgien. 3625. C. Cytisi Berl. et B res ad., Microm. Tridentini p. 74, tab. YI. fig. 8. Sacc, Syll. X. p. 339. Fruchtgehäuse traubenartig- herdenweise, durch gegenseitigen Druck eckig, selten zerstreut, 1 / s — 1 / 2 mm im Durchmesser, mit erst weissem, dann schwarzem Kerne, kugelig-kegelförmig, von der Epi- dermis bedeckt, dann nach Zerreissen derselben pustelartig hervor- ragend; Sporen verlängert-eiförmig, mit 4—7 Querwänden, bei den- Camarosporium Cytisi Berlese et Bresadola. a. Horizcntalschnitt durch einen Käsen von Frucht- gehäusen, schwach vergrössert. b. Sehr stark vergrösserte, reife Sporen. Nach Berlese et Bresadola, Micromyc. Tridentini p. 74, tab. IV. fig. 8. selben nicht eingeschnürt, gerade oder etwas gekrümmt und dann fast cylindrisch, beidendig abgerundet, 1—3 Zellen, zuweilen fast alle durch eine oft schiefe Längswand getheilt, 20 — 23 fi lang, 9 bis 10 u dick, gelb-olivenfarbig. An abgestorbenen Aesten von Cytisus alpinus, Isaranlagen bei München in Bayern, Val di Sole bei Trient in Südtirol. Cam arosporium 267 Dapli > 1 1 "Daphne 3626. C. Laureolac Br. etHar., Journ. de Bot. 1891, p. 171. Sacc, Syll. X. p. 343. Fruchtgehäuse zerstreut, auf beiden Blattseiten, hervortretend; oberflächlich, fest, zizenförmig, 0,3— 0,ö mm im Durchmesser, mit papillenförmiger, mit freiem Auge wahrnehmbarer Mündung; Sporen länglich-eiförmig oder länglich, stumpf, mit 3 — 5 Querwänden und von einer oder mehreren Längswänden durchzogen, anfänglich hyalin, endlich braun - olivenfarbig , durchsichtig, 20 — 26 u lai 9—10 fi dick. Ali abgestorbenen Blättern von Daphne Laureola bei Clermonl in der Auvergne (Heribaud). EHymua 3627. C. arenariniii Sacc, Bomm. et Rouss., Conti-. Mycol. Belg. III. p. 20. Sacc, Syll. X. p. 347. Fruchtgehäuse zerstreut, fast kugelig, V 4 nim im Durchmesser, unter der Oberhaut, dann hervorbrechend, etwas hervorragend; Sporen länglich, fast spindelförmig, olivenfarbig, mit sieben Quer- wänden und mauerförmig getheilt, 24—36/* lang, 10—14// dick. An Halmen von Elymus arenarius bei Ostende in Belgien. Ephedra 3628. C. Ephedrae Cooke et Mass., Grevillea XVI. p. 9. Sacc, Syll. X. p. 345. Fruchtgehäuse zerstreut, unter der Oberhaut, endlich hervor- brechend und oberflächlich, fast kugelig, schwarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen elliptisch, mit drei Querwänden, eine oder zwei Zellen durch eine Längswand getheilt, braun, 20 t u lang, 8 bis 10 f.i dick. An Zweigen von Ephedra andina, Kew in Grossbritannien. Evonytnus 3629. C. Evonyini Bresad., Rev. mycol. 1891, p. 29, tab. 114, fig. 7. Sacc, Syll. X. p. 342. Fruchtgehäuse herdenweise, sehr klein, unter der Oberhaut, niedergedrückt -kugelig, schwarz, von parenchymatischem Gewebe, an der kaum hervorragenden Mündung durchbohrt: Sporen Länglich- eiförmig, mit drei Querwänden, mauerförmig getheilt, bei den Quer- Euonymus 268 Camarosporium wänden etwas eingeschnürt, 18 — 20 /a lang, 10 ,u dick; Sporen- träger kurz. Camarosporium Evonymi Bresad. a. Ein Zweigstückchen von Evonymus europaeus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Sporen mit den Sporenträgern, stark vergrössert. c. Eine reife Spore, sehr stark vergrössert. Nach Bresadola, Eev. mycol. 1891, p. 29, tab. 114, flg. 7. An Aesten von Evonymus europaeus bei Leutschau in Un- garn (Greschik). Geitonoplesium 3630. C. (xeitonoplesii Passer., Diagn. di F. N. Nota IV. in Atti K. Accad. dei Lincei (Koma). „Memorie" 1889, Bd. YI. p. 467. Sacc, Syll. X. p. 346. Fruchtgehäuse dem Holze angewachsen, einzeln, kugelförmig, oft linienförmig angeordnet oder auch zusammenfliessend, hervor- brechend, dann nach Yerschwinden der Kinde nackt, schwarz; Sporen elliptisch oder eiförmig, erst einzellig, dann mit 1 — 3 Quer- wänden, nicht eingeschnürt, einige Zellen mit einer Längswand oder schief getheilt, gelb, 10 — 15 u lang, 5 — 6 /t dick. An trockenen Stengeln von Geitonoplesium angustifolium in Gesellschaft von Sphaeropsis und Diplodia^ im botanischen Garten zu Rom. Gleditschia 3631. C. Triacantlii Sacc, Syll. III. p. 460. Syn. Hendersonia Triacanthi Sacc, Mich. I. p. 507. Fruchtgehäuse hervorbrechend, oft rasenförmig, kugelig, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen länglich, 20 /li lang, S /i dick, mit 4 — 7 Querwänden und mauerförmig getheilt, russfarbig. An faulenden Aesten von Gleditschia Triacanthus in Cadore (Belluno) in Norditalien. ß minus Sacc, Fungi Gallici No. 2173; Syll. III. 1. c Sporen öfter mit drei Querwänden und mauerförmig getheilt, 16 — 18 li lang, 8 — 10 /li dick, russfarbig. An den Hülsen von Gleditschia Triacanthus bei Saintes in Frankreich. Camarosporium 269 litschia — C. Gleditschiae Oudem., Contr. Flor. Myc. «1. Pays-Bas XV. p. 16. Sacc, Syll. XL p. 536. Ohne Diagnose. Yielleicht mit C. Triacanthi Sacc. identisch? An den Zweigen von Gleditschiae Triacanthus zwischen den Fruchtgehäusen der Diplodia Gleditschiae und Phoma occidentalis in den Niederlanden. Hedera 3632. C. sarmenticium Sacc, Mich. I. p. 96; Syll. III. p. 463. Sjn. Hendersonia sarraenticia Sacc. Fungi italici tab. ( .»7. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend-oberflächlich,fast kohlig, kugelig, ziemlich gross, schwarz, in eine kurze, cylindrische Mündn verschmälert; Sporen kugelig-elliptisch, ungleich, 22 u lang, L2 bis Camarosporium sarmenticium Sacc. a. Ein Aststückchen von Hedera Helix mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein ebensolches, schwach vergrössert. c. Sehr stark vergrösserte, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 97. 14 ß dick, oft an der Basis keilförmig, mit drei Querwänden und mauerförmig getheilt, bei den Querwänden kaum eingeschnürt, dunkel russfarbig, die Endzellen blasser. An berindeten Aesten von Hedera Helix bei Padua in Nord- italien. HelicJwyautn 3633. C. Heliclirysi Passer, in Brun., Champ. nouv. VI. p, 3. Sacc, Syll. X. p. 345. Fruchtgehäuse fast herdenweise, der Rinde eingesenkt, bedeckt oder endlich nackt, schwarz, niedergedrückt -kugelig, mit wenig entwickelter Mündung; Sporen eiförmig oder elliptisch, schwarz- kastanienbraun, mit drei Querwänden, bei denselben Dicht ein- geschnürt, eine Zelle mit einer Längswand, 10 — 12 it lang, 5 bis 6 u dick. An abgestorbenen Stengeln von Helichrysum Stoeehas bei Fouras nächst Saintes in Frankreich. Heliclirysum 270 Camarosporium Wahrscheinlich mit dem beschriebenen Pilze identisch ist: C. Helichrysi Passer., Diagn. di Funghi Nuovi Nota IV. in Atti E. Accad. dei Lincei (Koma). Memor. 1889, Bd. VI. p. 467. Sacc, Syll. X. 1. c. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend, schwarz, kugelig, von undeutlich zelligem, russfarbigem Gewebe; Sporen elliptisch, mit drei Querwänden, bei den- selben nicht eingeschnürt, sämmtliche Zellen in der Mitte durch eine Längswand getheilt, 12,5 /li lang, 5 — 6 /n dick. An trockenen Stengeln von Heliclirysum Stoechas bei Vigheffio nächst Parma in Norditalien. Humulus 3634. C. cauliuin P. Brun., Sphaerops. Charente 1889, p. 69. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 966. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend, schwarz, an der kaum hervortretenden Mündung durchbohrt; Sporen länglich, russfarbig, mit drei Querwänden, bei denselben eingeschnürt, 1 — 2 Zellen mit einer Längswand, 18 — 20 /«, lang, 10—12 /u dick. An abgestorbenen Kanken von Humulus Lupulus bei Saintes in Frankreich. Kennedia 3635. C. Kennediae Allescher spec. nov. Fruchtgehäuse zerstreut, von der Epidermis bedeckt, mit der Mündung hervorbrechend, mittelgross, schwarz, von zelligem, russ- farbigem Gewebe; Sporen länglich, beidendig abgerundet, mit drei Querwänden, nicht eingeschnürt, einige Zellen durch eine Längs- wand getheilt, braun, 12 — 20 fi lang, 6 — 8 u dick; Sporenträger fast fadenförmig, hyalin, 25 — 30 n lang, 1,5 — 2 a dick. An Zweigen von Kennedia Stillingii im botanischen Garten zu Berlin (P. Hennings). Kocht a — C. Roimieguerii Sacc, Syll. III. p. 469. Siehe Nähr- pflanze Salicornia, p. 283. Yar. Kocliiae Sacc, Mich. IL p. 351; Syll. III. 1. c. Sporen 12 — 15 u lang, 8 — 10 u dick, mit 2 — 4 Querwänden, mauerförmig, russfarbig; Sporenträger fadenförmig, einfach oder ästig, 20 — 25 [x lang. An Stengeln von Kochia in Frankreich. IAgustrum 3636. C. Lignstri Berl. et Destr. in Ned. Kruitk. Arch. 2. Ser. IV. 4. 1895, p. 17 extr. Sacc et Sydow, Syll. XIY. p. 965. Fruchtgehäuse zu 2 — 5 traubenartig gehäuft, von der Epidermis bedeckt, dem Periderm eingesenkt, klein, innen schwarz, durch Camarosporium 271 Ligustrum gegenseitigen Druck eckig; Sporen eiförmig, beidendig ziemlich spitzig, mit drei Querwänden, eine oder die beiden mittleren Zellen oft durch eine gerade oder schiefe Längswand getheilt, schwarz- russfarbig, die beiden Endzellen wenig blasser, 14—16 u lang, 7 bis 8 t a dick; Sporenträger kurz, hyalin. An trockenen Zweigen von Ligustrum vulgare in Belgien. I.onirt i a 3637. C. polymorpkum (De Notar.) Sacc., Syll. III. p. 461. Syn. Hendersonia polymorpha Sacc, Mich. I. p. 208 Diplodia polymorpha De Notar., Microm. Ital. IV. fig. :,. Fruchtgehäuse zerstreut, fast kugelig, mit kleiner Mündung papille, aus den Holzfasern hervorbrechend; Sporen elliptisch, an- fänglich einzellig, kurz-gestielt, dann mit 3—4 Querwänden, mauer- förmig getheilt, nicht oder kaum eingeschnürt, russfarbig, 10 u lai 8 u dick. An Aesten von Lonicera Xylosteum in Norditalien. Var. Rutae Sacc, Fung. Gall. No. 2255; Syll. III. 1. c. Sporen kugelig-eiförmig, mit 2—3 Querwänden, mauerförmig, zuweilen kreuzförmig getheilt, russfarbig, 10 — 15 u lang, 8 bis 10 u dick. An Stengeln von Euta graveolens bei Saintes in Frankreich. 3638. C. Xylostei Sacc, Syll. III. p. 461. Fruchtgehäuse zerstreut, in der Kinde unter der Epidermis nistend, endlich fast frei, klein, kugelig -kegelförmig, schwarz, mir sehr kleiner Mündungspapille ; Sporen länglich -eiförmig, beidendig verschmälert, etwas stumpf, mit 3 — 5 Querwänden und tnauer förmig, bei den Querwänden zusammengeschnürt, dunkelbraun, 18 — 20 u lang, 8 ß dick. An berindeten, lebenden oder abgestorbenen Aesten von Lonicera Xylosteum bei Hattenheim im Rheingau. Nach Fuckel Macrostylosporenform zu Didymosphaeria Xylostei Fmk.. Symb. p. 141 = Anthostoma Xylostei Sacc, F. ital. tab. 162. Cfr. Winter, Pil 2, p. 755. 3639. C. Caprifolii Brun., Champ. Saint. 1887, p. 430. Sacc., Syll. X. p. 343. Fruchtgehäuse längs der Fasern des Holzes reihenweise oder herdenförmig, hervorbrechend, zusammengedrückt, schwarz: Sporen elliptisch oder kugelig-elliptisch, mit drei Querwänden, bei denselben Lonicera 272 Camarosporium nicht eingeschnürt, mit einer Längswand, 12 — 15 /t lang, 5 — 6^ dick, rnssfarbig; Sporenträger sehr klein, hyalin. An abgestorbenen Banken von Lonicera Caprifoliurn bei Saintes in Frankreich. Lycium 3640. C. Lycii Sacc, Syll. III. p. 467. Syn. Henclersonia spec. Hazslinsk., Sphaer. Lyc. p. 449, tab. XV. fig. 19 — 21. Fruchtgehäuse hier und da gedrängt, hervorbrechend, mit kugeliger Mündungspapille, mit ziemlich weichen Haaren bekleidet, mit ziemlich langer Mündung geöffnet; Sporen elliptisch, beid- en dig abgerundet, mit drei Querwänden, mauerförmig getheilt, bei den Querwänden nicht eingeschnürt, russfarbig; Sporenträger stäbchenförmig, wenig länger als die Sporen. An Zweigen von Lycium barbarum in Ungarn. Pycnidenform zu Karstenula varians (Hazsl.) Sacc. 3641. C. quaternatum (Hazsl.) Sacc, Syll. III. p. 467. Cfr. Sacc, Syll. IL p. 329. Syn. Clinteriuni Lycii Hazsl., Sph. Lyc. p. 451, tab. XIV. fig. 9 — 12. Exs. Kabenhorst -Winter, Fungi europaei No. 3779. Fruchtgehäuse kugelig -kegelförmig, durchbohrt, etwas rauh; Sporen elliptisch-kubisch, oft kreuzförmig getheilt oder verschieden mauerförmig , dunkelbraun ; Sporenträger stäbchenförmig - keulig, gegliedert, hyalin. An Zweigen von Lycium barbarum in Deutschland, z. B. bei Ossendorf nächst Halle a. d. S. (Prof. Dr. Zopf); in Ungarn in Gesellschaft von Fenestella Lycii (Hazsl.) Sacc. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 795. Die von Herrn Prof. Dr. Zopf bei Halle a. d. Saale gesammelten und von mir untersuchten Exemplare hatten 10—14^ lange, 9— 10 fx dicke Sporen, welche bei den Querwänden nicht eingeschnürt waren. 3642. C. Hazslinszkii Sacc, Syll. III. p. 468. Syn. Stilbospora spec. Hazsl., Sph. Lyc. p. 449, tab. XV. fig. 13—18. Fruchtgehäuse hier und da fast gehäuft oder etwas zerstreut, niedergedrückt -kugelig, hervorbrechend, am weisslichen Scheitel ziemlich breit durchbohrt, mit ziemlich steifen Borsten überall bekleidet; Sporen stielrund-spindelförmig, ziemlich spitzig, mit drei Querwänden, mauerförmig getheilt, bei den Querwänden endlich ein- Camarosporium 213 Moru8 geschnürt, russfarbig; Sporenträger stäbchenförmig, fast mit deo Sporen gleichlang, gegliedert, hyalin. An Zweigen von Lycium barbarum in Ungarn. ZtforiM 3643. C. Mori Sacc, Syll. III. p. 404: Pungi ital. t. L4£ Syn. Hendersonia Mori Sacc, Mich. I. p. 208. Exs. Kabenh., Fungi europaei No. 939. Fruchtgehäuse hervorbrechend, herdenweise oder gehäuft, fast kugelig, mit kurzer Mündungspapille, sehr schwarz, 70D paren- chymatischem , dunkelbraunem Gewebe; Sporen länglich - eiförmig, Camarosporium Mori Sacc. u. Ein entrindetes Aststückchen mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Drei schwach vergrösserte Fruchtgehäuse. c. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durch- schnittenes Fruchtgehäuse. d. Stück der Fruchtgehäusewand, sehr stark vergrössert. e. Sehr stark vergrösserte, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1483. 22 u lang, 10 ß dick, zuweilen ungleich, mit 3—5 Querwänden und mauerförmig getheilt, bei den Querwänden nicht eingeschnürt, ru — farbig". An Aesten von Monis alba bei Conegliano in Nbrditalien (Spegazzini). Nach Saccardo gehören wahrscheinlich auch hierher Caraarosporium Mori Schulz., Myk. Beiträge 1870, p. 649, in Slavonien, und Hendersonia Mori Kalchbr., Hedw. 1866, p. 191, in Ungarn. 3644. C. Passerinii Sacc, Syll. X. p. 344. Syn. C. affine Pass., Diagn. di F.N.Not;. IV. Memorie, 1-'.'. IM. VI. p. 467, nee Sacc, Bomra. et Eouss. Fruchtgehäuse gehäuft, hervorbrechend, kugelig, mit unschein- barer Mündungspapille, von der aufgerissenen Epidermis umgeben, schwarz, fast glatt; Sporen öfter vollkommen elliptisch , anfänglich hyalin, mit einer Querwand, endlich kastanienbraun, mit drei Quer- Winter, dio Pilze. VII. Abth. 18 JMorus 274 Camarosporium wänden, die mittleren Zellen oder zuweilen auch die Endzellen durch eine Längswand getheilt, 10 — 15 /n lang, 5 — 6 p dick. An abgestorbenen Zweigen von Morus alba in Gesellschaft einer Sphaeropsis bei Parma in Xorditalien. Durch die kleineren, niemals mit 5 — 7 Querwänden versehenen Sporen von dem verwandten Camarosporium Mori Sacc. verschieden. — C. cruciatimi (Fuck.) Sacc, Syll. III. p. 464 et Syll. X. p. 344. Siehe Nährpflanze Ulmus, p. 287. Fruchtgehäuse mit kegelförmiger Mündungspapille , bedeckt, glänzend; Sporen 8 — 10« lang, S fi dick; Sporenträger sehr kurz oder fast fehlend. An abgestorbenen Aesten von Morus alba bei Florenz in Italien. Nanditia 3645. C. Nantlinae F. Tassi, Atti E. Accad. dei Fisiocr. Siena, 4. Ser. VIII. 1896 (Microm. III. p. 7) et Kev. mycol. 1896, p. 170, tab. 173, fig. 1. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 964. Fruchtgehäuse kugelig, von der etwas aufgetriebenen Epidermis bedeckt, 1 l 6 — i U mm i m Durchmesser, zerstreut, breit durchbohrt? von dunkel - russfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig, anfänglich Camarosporium Nandinae F. Tassi. a. Ein Zweigstückcken von Nandina domestica mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach ver- grössertes Frachtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte, reife Sporen. d. Eeife und unreife Sporen mit Sporenträgern t st?rk vergrössert. Nach F. Tassi in Eev. mycol. 1896, p. 170, tab. 173, fig. 1. gelblich, kurz-gestielt, dann schwarz-russfarbig, mit 2 Querwänden und mauerförmig-getheilt, nicht eingeschnürt, 10 — 13 u lang, 6 bis 9 u dick. An abgestorbenen Zweigen von Xandina domestica im botan. Garten zu Siena in Italien. Nyssa 3646. C. Nyssae All es eher spec. nov. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut hervorbrechend, kugelig, mit Mündungspapille, schwarz, mittelgross; Sporen länglich oder länglich- Camarosporium 275 v eiförmig, beidendig abgerundet, mit drei, seltener rier Querwänden eine oder die andere Zelle mit einer Längswand, dunkelbraun^ 12—20/1 lang, 5-6 |W dick; Sporenträger kurz, stäbchenförmig, hyalin. V An abgestorbenen Zweigen von Nyssa aquatica im botanischen Garten zu Berlin (Hennings). Die Sporen sind anfänglich hyalin, einzellig, färben sich bald bräunlich and bekommen erst eine, dann die beiden anderen Querwände, endlich treten einzelne Längswände auf. In manchen Fruchtgehäusen finden ßich oft nur wenige, mit Längswänden versehene Sporen, dagegen alle anderen Kntwickelungsstadien. Palitvrus 3647. C. Paliuri Berl., Pugill. Fungh. Fior. p. 24 et in ßlicrom. Tose, in N. G. Bot. ital. 1892, p. 168. Sacc, Svll. X. p. 342 ei Syll. XL p. 536. Fruchtgehäuse zerstreut oder gehäuft, von der sehr hervor- tretenden Oberhaut bedeckt, gross, 400—700 fi im Durchmesser, von weitzelligem, parenehymatischem, dünnem Gewebe, mit schwarzem Kerne; Sporen elliptisch, mit fünf Querwänden, die mittleren 1 bis 2 Zellen, zuweilen auch die Endzellen durch eine Längswand getheilt, 14 — 16 ^ lang, 10 — 12 ^ dick, schwarz-russfarbi An trockenen Aesten von Paliurus australis bei Florenz in Italien. Dem C. polymorphum verwandt, aber durch Grösse und Anordnung der Fruchtgehäuse verschieden. Papier 3648. C. cliarticolmn (Speg.) Sacc, Syll. III. p. 469. Syn. Hendersonia charticola Speg. in Mich. I. p. 483. Fruchtgehäuse eingewachsen, linsenförmig oder fast kugelig, erst bedeckt, dann hervorbrechend, 120 — 150// im Durchmesser, von häutigem, dicht parenehymatischem, russfarbigem, fast undurch- sichtigem Gewebe; Sporen länglich-elliptisch, zuweilen keulenförmig, mit vier Querwänden, bei denselben leicht eingeschnürt, zuweilen mit einer Längswand versehen, 40 u lang, 15— 16 /< dick, < rauchig-hyalin, dann fast bräunlich. An mit Mist beschmutztem, faulendem Papier an schattigen Stellen bei Conegliano in Norditalien. Parottia 3649. C. Parottiae Alle scher spec. nov. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, kugelig, schwarz; Sporen länglich oder fast eylin- 18* Parottia 276 Camarosporium drisch, beidendig abgerundet, mit drei Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, meist eine Zelle durch eine Längswand getheilt, kastanienbraun, öfter die beiden Endzellen blasser, 12—18 i< lang, 5 — 7 /li dick. An abgestorbenen Zweigen von Parottia persica im botanischen Garten zu Berlin (P. Hennings), in Gesellschaft von Phoma Parottiae Hennings. Philadelphias 3650. C. macrosporuni (Berk. et Br.) Sacc., Syll. III. p. 461. Syn. Hendersonia macrospora Berk. et Br., Ann. of Nat. Hist. Ser. II. Vol. V. p. 373. Hendersonia pulchella Sacc, Myc. Ven. spec. p. 200, tab. XVII. %. 22 — 23. Exs. Kabenhorst-Pazschke, Fungi europaei No. 3978. Fruchtgehäuse bedeckt, zerstreut, schwarz, kugelig-halbkugelig, mit kleiner Mündungspapille, 1 / 2 mm im Durchmesser; Sporen lanzett- förmig, 20 ß lang, 7 /.e dick, erst mit einer, endlich mit 4 — 5 Quer- wänden, bei denselben eingeschnürt, etwas mauerförmig getheilt, dunkelgelblich. An Zweigen von Philadelphus coronarius und Ph. inodorus in Deutschland, Oesterreich, Norditalien und England. Thragmites 3651. C. Pkragniitis Brun. in Kev. mycol. 1886, p. 142. Sacc, Syll. X. p. 347. Fruchtgehäuse zerstreut oder fast herdenweise, zahlreich, fast kugelig, von der wenig geschwärzten Epidermis bedeckt, mit der Mündung hervorbrechend; Sporen länglich, russfarbig, erst mit drei Querwänden, bei denselben eingeschnürt, endlich eine oder zwei Zellen durch eine Längswand getheilt, 18 — 22 fi lang, 7 — 8 fi dick. An Scheiden von Phragmites communis bei Saintes in Frankreich. Vielleicht eine reife Hendersonia Phragmitis Desm., die dann zu streichen wäre. Pinus 3652. C. picastrum (Fries) Sacc, Syll. III. p. 465. Syn. Sphaeria picastra Fries, Syst. myc. II. p. 463 pr. p. Curr., Simpl. Sphaer. p. 320. Zerstreut, schwarz, matt; Fruchtgehäuse elliptisch, nieder- gedrückt-kegelförmig, eingewachsen, runzelig, genabelt; Sporen dunkelbraun, mit Querwänden, mauerförmig getheilt, 20 /n lang, 6 — 7 /i dick. An hartem, harzigem Holze von Pinus silvestris in Deutschland. Camarosporium 217 j> n I'ilitS 3653. C. Karstenii Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 966. Syn. C. multiforme Karst, Sphaerops. Penniae p. 31. 8* IL X p. 339. Fruchtgehäuse herdenweise oder ^vdran^t, mit der Basis ein- gesenkt, länglich oder abgerundet, verschieden geformt, mündiin: los, schwarz, 0,3 mm im Durchmesser; Sporen fast elliptisch oder eiförmig, ungleich, mit 3 — 5 Querwänden und einer Längswand, gelb-russfarbig, durchsichtig, 15—21 u lang, 8—10 u dick. An entrindeten Aesten von Pirus Malus bei Ab<» in Finnland. Poteriutn 3654. C. Poterii Passer., Diagn. di Fungh. Nuovi Nota IV. in Atti -K. Acc. dei Lincei (Roma). Memorie, 188'.'. Bd. VI. p. 467. Sacc, SyU. X. p. 345. Fruchtgehäuse zerstreut oder fast herdenweise, bedeckt, die Epidermis etwas erhebend, mit der spitzen Mündung hervorbrechend, von kleinzelligem, russfarbigem Gewebe; Sporen unregelm elliptisch, mit 5 — 7 Querwänden, bei denselben eingeschnürt, mauer- förmig, 25—37 /a lang, 10— 12 u dick, gelb; Sporenträger hyalin. kurz, gewunden. An Zweigen von Poterium sanguisorba, Yigheffio bei Parma in Norditalien. Wahrscheinlich Pycnidenform zu Pleospora Passeriniana Berl. "Prunus 3655. C. Pcadi Brun. in Rev. mycol. 1881, p. 14. Sa< SyU. III. p. 462. Fruchtgehäuse schwarz, klein, herdenweise, oft linienförmig angeordnet, von der Rinde bedeckt; Sporen braun, oval, verlängert, beidendig leicht abgerundet, mit fünf Querwänden, die mittlereD Zellen durch eine Längswand getheilt, eingeschnürt, 18—20 // hu 5 — 6,5 /Li dick. An abgestorbenen Aesten von Prunus Padus bei Saintes in Frankreich. 3656. C. varium (Pers.?) Starb., Stud. p. 89, hg. 67. Sacc, SyU. XL p. 537. Syn. Sphaeria varia Pers., Synops. p. 52? Sacc, Syll. II. p. 389. Fruchtgehäuse zusammenfliessend-gehäuft, in Rasen durch die lockere Rinde hervorbrechend, kugelig, eiförmig oder kugelig-kegel- förmig, durch gegenseitigen Druck eckig, mit unscheinbarer, glatter, Prunus 278 Camarosporium glänzender Mündungspapille, schwarz-braun oder schwarz, von leder- artigeni, pseudoparenchymatischem Gewebe, sehr gross, 1 / 2 — 1 mm im Durchmesser, von einem rothbraunen, pulverigen Filz bekleidet, der an der Basis in eine weitläufige, unter der Rinde nistende Unterlage übergeht; Sporen verschieden geformt, fast kugelig, kreuzförmig getheilt, 10 — 12,5 /< lang, 8 — 10 in dick, oder auch eiförmig oder elliptisch, mit 3—8 Querwänden und mit schiefen Längswänden versehen, dunkel -olivenfarbig, 17,5 — 27,5 u lang, 12—15 u dick. Nach Persoon an Aesten von Prunus Cerasus in Deutschland und Amerika, nach Fries in Schweden bei Upsala. Ob der Fries'sche Pilz mit dem Persoon'schen wirklich identisch ist, scheint noch etwas zweifelhaft. JPteris 3657. C. Stepkensii (B. et Br.) Sacc, Syll. III. p. 469. Syn. Hendersonia Stephensii Berk. et Br., Ann. N. H. No. 502. Fruchtgehäuse unregelmässig, länglich, häutig, linienförmig an- geordnet, von der braunen, dann der Länge nach aufreissenden Epidermis bedeckt; Sporen breit, eiförmig, mit drei Querwänden und dicht netzartig-mauerförmig getheilt. An Stielen von Pteris aquilina, Bristol .in England. Quercus 3658. C. Quercus Sacc. et Koum. , Reliq. Libert. IY. No. 142, tab. 42, flg. 8 ; Syll. III. p. 464. Fruchtgehäuse rasenförmig, hervorbrechend, fast kugelig, mit stumpfer Mündungspapille, 1 / 3 mm im Durchmesser, schwarz ; Sporen /^s^^, - Camar osporium Quercus Sacc. et Eoum. WiKIJPlipI ci- Ein Eindenstückchen von Quercus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Vier senkrecht durchschnittene, schwach ver- grösserte Fruchtgehäuse. c. Drei stark vergrösserte Sporen mit den Sporen- trägern. Nach Saccardo et Eounieguere, Eeliq. Mycol. Libertianae, Ser. IV. in Eev. mycol. 1884, p. 34, tab. 42, fig. 8. länglich, beiden dig abgerundet, mit fünf Querwänden, mauerförmig getheilt, nicht eingeschnürt, 25 — 28 fi lang, 8 — 10 /* dick, russ- farbig; Sporenträger nur den vierten Theil der Sporenlänge messend, fadenförmig. Camarosporium 279 An berindeten Aesten von Quercus bei Malmedy in Rhein- prenssen. Wahrscheinlich Pycnidenform zu Otthia Quercus Puckel. Cfr Winter Pilze etc. 2, p. 315. 3659. C. oreades (Dur. et Moni) Sacc, Syll. III. p. 466. Syn. Hendersonia oreades Dur. et Moni, Flor. Alger. p. 571. Sphaeria oreades Fries in Duby, Bot. Gall. II. p. 696. Dichomera oreades Cooke, Praecurs. Monogr. Henders. p. 24. Fruchtgehäuse sehr klein, kugelig, mündungslos, schwarz, innen weiss, in einem auf beiden Blattseiten sichtbaren kreisförmigen, vertrockneten, erhöhten, abgeplatteten, grau -gelblichen Flecken gehäuft oder ringförmig angeordnet; Sporen ziemlich gross, eiförmig oder länglich, quer und der Länge nach zwei- bis dreimal getheilt; Sporenträger kurz. An halb lebenden oder welken Blättern von Quercus coccifera und Quercus pubescens in Frankreich, Belgien und Grossbritann i«n. Rhtimniis 3660. C. Rliainni Allescher, Hedwigia 1894, p. 72. Sacc, Syll. XI. p. 536. Fruchtgehäuse rindenbewohnend, hervorbrechend, dicht herden- weise oder reihenweise angeordnet, kugelig oder durch gegensei tigen Druck eckig; Sporen länglich, beidendig abgerundet, mit 3 — 4 Quer- wänden, mauerförmig, 16— 20 ,u lang, 10 — 12 fx dick, russfarbig. An Zweigen von Bhamnus Frangula bei München in Bayern (ipse legi), auch im Rheingan. Nach Fuckel, Symb. myc. Nachtr. I. p.,21 (309) Macrostylosporenform zu Cucurbitaria Ehamni Fries. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 325. Khua — C. incrustans Sacc, Syll. III. p. 463. Siehe Nährpflanze Cornus, p. 264. Camarosporium incrustans Sacc. a Ein Aststückchen von Ehus typhina mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Vier schwach vergrösserte, senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. c. Zwei unreife und vier reife Sporen, sehr stark vergrössert. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1482. An berindeten Aesten von Rhus typhina bei Padua in Nord- italien, in Gesellschaft von Thyridaria incrustans Sacc. Eibes 280 'amarosporium Itibes 3661. C. Grossulariae Briard et Hariot, Eev. mycol. 1889, p. 16. Sacc., Syll. X. p. 341. Fruchtgehäuse zerstreut, schwarz, fast kugelig, 1 / 3 mm im Durchmesser, vou der durchscheinend geschwärzten Epidermis be- deckt; Sporen länglich - elliptisch, mit fünf Querwänden, die Zellen mit einer Längswand, bei den Querwänden eingeschnürt, braun- olivenfarbig, 28 fi lang, 10 fi dick. An lebenden Zweigen von Kibes Uva-crispa in Gesellschaft von Diplodina Grossulariae, Aube in Frankreich. 3662. C. ßibis Briard, Flor, crypt. Aub. p. 402. Sacc, Syll. X. p. 341. Fruchtgehäuse kugelig, zerstreut, 1 / 2 — 3 / 4 mm im Durchmesser, schwarz, innen weisslich-aschgrau, die Epidermis durchbohrend und von derselben umgeben, mit Mündungspapille; Sporen eiförmig- läuglich, stumpf, mit 3 — 5 Querwänden, mauerförmig, braun-oliven- farbig, 20 — 22 fi lang, 7 — 9 ,u dick. An Zweigen von Eibes rubrum, Yillebertin in Frankreich. Camarosporium Eibis Sacc., Bomm. et Kouss. , Contr. Myc. Belg. IV. p. 86 an Aesten von Eibes rubrum in Belgien ist kaum durch 15 — 18 t u lange, 7,5 bis 10 ix dicke, von einer dünnen, hyalinen Schicht umgebene, meist mit drei Quer- wänden versehene Sporen verschieden. Robinia 3663. C. Robiniae (West.) Sacc, Syll. III. p. 459. Syn. Hendersonia Eobiniae West., Crypt. class. p. 375. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 794. Fruchtgehäuse fast kugelig, braun, der Kinde eingesenkt, an- fänglich zerstreut, dann in linienförmigen Keinen die Epidermis durchbohrend, mit etwas papillenförmiger Mündung; Sporen ver- längert-oval, braun, mit 6 — 8 Querwänden, mauerförmig, 15 — 16 jli lang, 7 jx dick. An abgestorbenen Zweigen von Kobinia Pseudacacia in Deutsch- land, Oesterreich, Italien, Frankreich, Belgien und Grossbritannien. "Wahrscheinlich Pyenidenform zu Cucurbitaria elongata (Fries) Grev. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 322. 3664. C. suMenestratuin (B. et C.) Sacc, Syll. III. p. 459. Syn. Hendersonia subfenestrata B. et C. North Americ. Fung. No. 427(bis). Fruchtgehäuse zerstreut oder gehäuft; Sporen mit 5 — 7 Quer- wänden, vertikal getheilt, länglich, beidendig stumpf, 15—25 fx laug, 5,5—7 fji dick. Camarosporium 281 Eobinia An Aesten von Robinia in Carolina sup. in Nfordamerika. Vielleicht nicht verschieden von C. Eobiniae und C. Berkeleyanum. Nach Farlow gehört hierher auch Sphaeria pubens Schweinitz. 3665. C. Pseudacaciae Bran., Miscell. myc. p. 1!». Sacc., Syll. X. p. 339. Fruchtgehäuse bedeckt, dann hervorbrechend, schwarz, kugelig, in einem russfarbigen, fädigen, von der Epidermis bedeckten Stroma herdenweise; Sporen länglich-elliptisch, mit 3—5 Querwänden, 20 bis 28 fi lang, 6 — 8 ,« dick, bei den Querwänden eingeschnürt, ein ler zwei Zellen durch eine Längs wand getheiJt. An abgestorbenen Zweigen von Robinia Pseudacacia, Clennont- Ferrand in Frankreich. Rosa 3666. C. Kosaruiu (West.) Sacc, Syll. III. p. 462. Syn. Staurosphaeria Eosarum "West , 4. Not. p. 22. Exs. No. 1371. Kickx, Fl. er. Flandr. I. p. 399. Fruchtgehäuse klein, zerstreut, eingesenkt, schwarz, mir der papillenförmigen Mündung die Epidermis durchbohrend; Sporen zahlreich, gerundet, braun, mit drei Querwänden; die schiefen Wände gegen das Centrum convergirend ; Sporenträger fadenförmig, kurz, einfach. An abgeworfenen Aesten der Kosen bei Gand in Belgien. Die Sporen gleichen den Dichoraera- Sporen; aber die Fruchtgehäuse sind getrennt. 3667. C. aculeoruin Passer., Diagn. diF. X. Nota IV. in Atti R. Acc. dei Lincei (Roma). Memorie, 1889, Bd. VI, p. 466. Sacc, Syll. X. p. 340. Fruchtgehäuse zerstreut, unter der Epidermis, linsenartig, schwarz, 175—200 fi im Durchmesser, an der Basis von russfarbigen Hyphen umgeben; Sporen elliptisch oder keilförmig, mit vier Quer- wänden, etwas gekrümmt, einige Zellen durch eine Längswand getheilt, 18—22,5 u- lang, 9—11 p dick. An Stacheln von Rosa canina, Vigheffio bei Parma in Nord- italien. 3668. C. flssuin (Pers.) Starb., Studier etc. I. p. 87, tab. IV. fig. 68 a— c. Sacc, Syll. XL p. 537 No. 11. Syn. Hendersonia fissa (Pers.) Sacc, Syll. III. p. 424. Sphaeria fissa Fries. V. A. H. 1817, p. 252 et Syst myc. II. p. 424 pr. p. Hazsl., Sph. Eos. p. 215, fig. 21-22. Bosa 282 Cam arosporium Fruchtgehäuse reihenweise, gehäuft oder rasenförmig-zusamnien- fliessend, zuweilen einzeln, der Kinde eingewachsen, hervorbrechend, kugelig-kegelförmig oder durch gegenseitigen Druck eckig, mit Mün- dungspapille, schwarz-braun, mit mausbrauner Mündung, pulverig- runzelig, von pseudoparenchymatischem, lederartig-weichem Gewebe, Vs — V2 mm * m Durchmesser, mit der Basis einer dunkelbraunen, unter der Kinde sich weit verbreiteten Unterlage aufsitzend, welch S*sV Sit Camarosporim fissum (Pers.) Starb. a. Ein Stückchen eines Kosenstämmchens mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Dasselbe, schwach vergrössert. c. Sehr stark vergrösserte, reife Sporen. Nach Starbaeck, Studier etc. p. 78, tab. IV. fig. 68. letztere auch zwischen den nicht zusammenfliessenden Frucht- gehäusen ein weiches, netzartiges Geflecht bildet; Sporen eiförmig oder elliptisch, mauerförmig getheilt, mit 4 — 5 — 7 Querwänden und einer oder zwei Längswänden, dunkel -oliven farbig, 17 — 25 ( u lang, 7,5 — 10 fi dick; Sporenträger kaum wahrnehmbar, kurz - spindel- förmig. An Aesten von Kosa in Ungarn. Kubus 3669. C. ruMcoluin Sacc., Syll. III. p. 462. Syn. Hendersonia rubicola Sacc, Mich. I. p. 209. Fruchtgehäuse zerstreut, fast kugelig, klein, hervorbrechend; Sporen länglich - eiförmig oder fast eckig, beidendig abgerundet, 12 — 14 fi lang, 6 fi dick, mit 3 — 4 Querwänden, mauerförmig getheilt, bei den Querwänden nicht eingeschnürt, russfarbig, an- fänglich einzellig, kurz-gestielt. An Zweigen von Rubus fruticosus bei Padua in Norditalien. — C. polymorph um (De Not.) Sacc, Syll. III. Siehe Nahrpflanze Lonicera, p. 271. Rata p. 461. Camarosporium 283 Ruta ß Rutae Sacc, Fung. Gall. No. 2255; Syll. III. 1. c. Sporen kugelig - eiförmig , mit 2—3 Querwänden, mauerförmig, zuweilen mit kreuzförmigen Quer- und Längswänden , russfarbig, 10 — 15 /i lang, 8 -10 u dick. An Stengeln von Kuta bei Saintes in Frankreich. Salicornia 3670. C. Roumeguerii Sacc, Mich. IL p. 112; Syll. III. p. 469. Fruchtgehäuse zerstreut, niedergedrückt -kugelig, mit kleiner Mündungspapille , von der Epidermis bedeckt, Vio mm mi Durch- messer, von zelligem, ocherfarbigem Gewebe; Sporen fast eckig- eiförmig, sehr ungleich, 18 — 20 fi lang, 8 /i dick, mit 3—4 Quer- wänden, mauerförmig, honigfarben. An nocb lebenden Zweigen von Salicornia herbacea in Frank- reich (Roumeguere) und von Salicornia peruviana in Patagonien. Yar. Kockiae Sacc, Mich. IL p. 351; Syll. III. p. 469. Sporen 12 — 15 ^ lang, 8— 10 /li dick, mit 2—4 Querwänden, mauerförmig, russfarbig; Sporenträger fadenförmig, einfach oder ästig, 20 — 25 ja lang. An Stengeln von Kochia in Frankreich. Salix 3671. C. propinquiim Sacc, Syll. III. p. 4(54. Syn. Hendersonia propinquum Sacc, Mich. I. p. 516. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut hervorbrechend, herdenweise, mit kugeliger Mündungspapille und schwarzem Kerne, Vs mm im Durchmesser; Sporen länglich- eiförmig, 15—16// lang, 8 /i dick, mit drei Querwänden, mauerförmig, nicht eingeschnürt, russfarbig; Sporenträger kurz, ziemlich dick. An Zweigen von Salix vitellina, Rouen in Frankreich (Letendre). 3672. C. saliciniini Sacc, Rouss. et Bonim., MisceU. myc. F. Belg. No. 13; Syll. III. p. 465. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut hervorbrechend, mit kuge- liger Mündungspapille, schwarz, weitläufig -herdenweise, l U mm im Durchmesser; Sporen elliptisch, mit drei Querwänden und mauer- förmig getheilt, bei den Querwänden eingeschnürt, beidendig ab- gerundet, 18-20 u. lang, 8—10// dick, russfarbig; Sporenträger nicht sichtbar. Sambucus 284 Camarosporium An berindeten Aesten von Salix in Gesellschaft von Diplodia salicella Sacc. bei Brüssel in Belgien. Dem Camarosporium propinquum Sacc. sehr nahe stehend. Sambucus 3673. C. dickoineroides Brnn., Suppl. Sphaeroid. p. 3. Sacc, Syll. X. p. 343. Stroma valseenartig, hervorbrechend, fast kreisrund, polster- förmig, braun-schwärzlich, innen blasser oder röthlich, aus der Rinde gebildet; Sporen länglich, mit drei Querwänden und einer Längs- wand in den mittleren Zellen oder nur in einer Zelle, braun, die Endzellen blasser, 18 p lang, 5 /n dick. In der Rinde abgestorbener Zweige von Sambucus racemosa bei Saintes in Frankreich. Hat den Habitus einer Tubercularia. Sarothamnus 3674. C. alpininii (Speg.) Sacc, Mich. IL p. 166; Syll. III. p. 461. Syn. Hendersonia alpina Speg, Dec. Mycol. 112. Fruchtgehäuse rasenweise, seltener fast zerstreut, hervor- brechend, kugelig, mit kleiner Mündungspapille, schwarz, von sehr dicht -parenchymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen elliptisch oder eiförmig, 12 — 15 /u lang, 5 — 6 ( u dick, beidendig ziemlich stumpf, mit 3—4 Querwänden und einer oder zwei Längswänden olivenfarbig. An Zweigen von Sarothamnus scoparius in Bayern, z. B. auf der nördlichen Hügelreihe bei Dachau (ipse legi), in den Alpen von Krain und Norditalien. Weicht von der Macrostylosporenform zu Cucurbitaria Spartii, welche von Fuckel in Symb. myc. Nachtr. I. p. 20 et II. p. 32 beschrieben wird, sehr ab. Sorbits 3675. C. Ariae Oudem., Contrib. Flor. myc. Pays-Bas XY. p. 15. Sacc, Syll. XL p. 537. Fruchtgehäuse undeutlich, unter der Oberhaut, abgeplattet; Sporen gemischt, einige den Diplodia-, andere den Hendersonia- Sporen ähnlich, andere elliptisch, mit drei Querwänden, die mittlere Zelle durch eine Längswand getheilt, umbrabraun, an den Enden abgerundet, 14—16 in lang, 7 /i dick. An Zweigen von Sorbus Aria in den Niederlanden. Camarosporium 285 Spiro* Spircu << 3676. C. Spiraeae Cooke in Grevillea XIII. p. ü7. Sacc., Syll. X. p. 340. Zerstreut; Fruchtgehäuse ziemlich gross, von der erhöhten Epidermis bedeckt, kugelig, schwarz, hervorbrechend; Sporen ellip- tisch, meist mit drei Querwänden, 1 — 2 Längswänden, nicht ein- geschnürt, blassbraun, 18 // lang, 7,5 u dick. An Zweigen von Spiraea callosa und Spiraea opulifolia, Kew in Grossbritannien. — C. Coronillae Sacc. et Speg., Syll. III. p. 460. Siehe Nährpflanze Coronilla, p. 264. Var. Spiraeae Bäumler, Beitr. z. Crypt. Flor. d. Pressbu Comitates, p. 17. Fruchtgehäuse gehäuft, seltener zerstreut, unter der Epidermis nistend, fast kugelig, schwarz, mit der papillenförmigen Mündung die Epidermis durchbohrend; Sporen länglich, beidendig abgerundet. 16 — 20 m lang, 6-8^ dick, mit drei Querwänden, mauerförmig russfarbig. An trockenen Zweigen einer holzigen Spiraea-Species in Gesell- schaft von Dothidea Sambuci bei Pressburg. Vielleicht von der vorhergehenden Art nicht spezifisch verschieden. St<(}>h !f/< Grevillea VI. p. 72, tab. 97, flg. 17. An alten Aesten von Salix in Grossbritannien. Sambueus — D. Saubinetii (Mont.) Cooke. Sacc, Syll. III. p. 471. Siehe Nährpflanze Quercus, p. 292. An Aesten von Sambucus etc. in Frankreich etc. Tilia 3702. D. Tiliae (Therry) Sacc, Syll. III. p. 472. Syn. Staurosphaeria Tiliae Therry, Eev. mycol. V. 1883, p. 30. Sacc, Syll. III. p. 472. Stromata von der Epidermis bedeckt und nach Aufreissen von derselben umgeben, pusteiförmig, zahlreich, gehäuft, drei- bis sieben- kammerig, die Kammern mit papillenförmiger Mündung; Sporen zahlreich , anfänglich kugelig , körnig , hyalin , dann braun , mit 1 — 3 Querwänden, oval oder eiförmig, kreuzförmig getheilt. An Zweigen von Tilia in Frankreich (Therry). Unbestimmte Nahrpflanze 3703. D. stroinatica (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 472. Syn. Hercospora stromata Preuss, Fungi Hoyersw. No. 20. Stroma schwarz, in der ßinde sitzend; Fruchtgehäuse sehr zahlreich, kugelig, schwarz, eingeschlossen; Sporen länglich, mit Quer- und Längswänden, kleinzellig, braun. In der Rinde von Laubbäumen bei Hoyerswerda in der Nieder- lausitz. Die Sporen sollen in kugeligen Massen austreten. 295 IL Familie. Nectrioideae Sacc. Fruchtgehäuse und Stroma, wo ein solches vorhanden ist, etwas fleischig oder wachsartig, hellfarbig (weisslich, gelb, roth, orange), kugelig oder seltener zweilippig (hysterienförmig) oder anch fasl schüsseiförmig. Sporen verschieden, hyalin oder gefärbt. Saccardo theilt diese Familie in 2 Unterfamilien: I. Zythieae Sacc, II. Pate- lineae Sacc. (Olluleae Lindau). Da jedoch keine Gattung der zweiten Dnterfamilie bisher in Europa beobachtet wurde, will ich auch auf diese Eintheilung nichl weiter eingehen. Die meisten Arten dieser Familie gehören höchst wahrscheinlich in den Entwickelungskreis von Hypocreaceen. Uebersicht der Gattungen dieser Familie. I. Abtheilung. Hyalosporae Sacc. Sporen kugelig, eiförmig oder länglich, einzellig, hyalin. A. Fruchtgehäuse ungeschnäbel t. a. Fruchtgehäuse kahl. 1. Fruchtgehäuse fast kugelig, mit enger, meist papillenförmiger Mündung, kahl Zvthia. 2. Fruchtgehäuse mit weiter, kraterförmiger, verschieden-gefärbter Mündung Libertiella. 3. Fruchtgehäuse unregelmässig aufreissend; Sporen anfänglich zu Ketten verbunden Koiimeuuciiclla. 4. Fruchtgehäuse mit umschriebenem Deckel sich öffnend Pleosporopsis. b. Fruchtgehäuse behaart. 5 Fruchtgehäuse oberflächlich, eiförmig, mündungslos, behaart, auf Pflanzen (hacto/ythia. 6. Fruchtgehäuse fast kugelig, behaart, auf thierischer Substanz Collaeystis. 296 B. Fruchtgehäuse geschnäbelt, 7. Fruchtgehäuse mit schnabelartig verlängerter Mündung Sphaeronaemella. II. Abtheilung. Didymosporae Sacc. Sporen elliptisch oder länglich, mit einer Querwand, fast hyalin. 8. Fruchtgehäuse wachsartig-fleischig, bald mit weiter Mündung geöffnet; Sporen schwach-olivenfarbig .... Pseudodiplodia. III. Abtheilung. Hyalophragmiae Sacc. Sporen länglich oder spindelförmig oder kurz-cylindrisch, mit zwei oder mehreren Querwänden, hyalin. A. Sporen einfach, nicht vier strahlig. 9. Fruchtgehäuse fast oberflächlich oder hervorbrechend Stagonopsis. 10. Fruchtgehäuse eingesenkt, von den Lappen der aufgerissenen Epidermis umgeben Pseudostictis. B. Sporen vierstrahlig. 11. Sporen kreuzweise vierstrahlig; Strahlen cylin drisch , un- gleich, mit Querwänden Chiastospora. IV. Abtheilung. ScoleCOSporae Sacc. Sporen faden- oder stäbchenförmig, einzellig oder mit mehreren Querwänden, hyalin. A. Ohne S t r o m a. 12. Fruchtgehäuse ungeschnäbelt Trichocrea. 13. Fruchtgehäuse geschnäbelt Rkyiichomyces. B. Mit Stroma. 14. Stroma scheibenförmig, etwas erhaben, roth-orange, innen mehrkammerig Polystigmina. 297 Illustrationen*) zu obigen Gattungen. Zythia Brassicae Sacc. et Eoum. a. Ein Stück eines Brassica-Stengels mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrösserter Käsen der Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte , freie Sporen. Nach Sacc. et Eoum., Eeliq. Libert. IV. in Eev. mycol. 1884, p. 32, tab. 43, fig. 14. a Pleosporoj' - i - i robili na (Alb. et Schweinitz) Oerst. (i. Zwei Zapfen schuppen von Abies excelsa mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Eine vergrösserte halbe Zapfen- schuppe mit theils entdeckelten Fruchtgehäusen. c. Ein durchschnittenes, ein ganzes und ein entdeckeltes Fruchtgehäuse. Nach Albertini et Schweinitz, Consp. fung. tab. VI. fig. 3. Sphaeronaemella Mougeotii (Fries) Sacc a. Ein Aststückchen von Hedera Helix mit dem Pilze in natür- licher Grösse. h. Sechs schwach vergröss. Frucht- gehäuse. c. Ein stärker vergrössertes , senk- recht durchschnittenes , frisches Fruchtgehäuse. d. Ein vertrocknetes, der Länge nach eingesunkenes Fruchtgehäuse, ver- grössert. c. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici delin., tab. 1497. Chiastospora parasitica Eiess. Vergrösserte Sporen. Nach Fresenius, Beitr. p. 43, tab. V. fig. 18. ^ *) Weitere Illustrationen sind im Texte untergebracht. 298 A r ■vv e Mmk ü r / ■< Polystigmina rubra (Desm.) Sacc. a. Ein Blattstück von Prunus domestica mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach vergrössertes Stroma mit sieben Fruchtgehäusen. c. Ein vergrössertes Stück des Hymeniums mit Sporenträgern und unreifen Sporen. d. Vier sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici delin., tab. 1496. I. Abtheilung. Hyalosporae Sacc. LXXXVI. Zythia Fries, Summa Veg. Scand. p. 407 ex p. Sacc, Syll. III. p. 614. Syn. Phomopsis Sacc, Michelia II. p. 272. Fruchtgehäuse hervorbrechend oder fast oberflächlich, kugelig, mit mehr oder weniger deutlicher Mündungspapille, ziemlich weich- wachsartig, weisslich, rosenroth, röthlich oder orange; Sporen eiförmig oder länglich, einzellig, hyalin; Sporenträger verschieden. Der Name dieser Gattung ist abgeleitet von zyo oder zeo = scateo = ich sprudele oder quelle hervor, vielleicht wegen der hervortretenden Sporen. Die Arten dieser Gattung zeigen ganz den Habitus der Nectria -Arten, in deren Entwickelungskreis sie ohne Zweifel gehören. Saccardo führt ungefähr 20 Arten auf, von denen die nachstehenden theils im Gebiete bereits gefunden wurden, theils dort vermuthet werden können. Zythia 299 /;, /,, Beta 3704. Z. leucoconia (Berk. et Br.) Sacc., Syll. III. p. 615. Syn. Spbaeronaema leucoconium Berk. et Broome, Ann. of Natural Historj IL Ser., Vol. V. p. 371. Herdenweise; Fruchtgehäuse hyalin, flach- conves . nieder- gedrückt, sehr unregelmässig, mit einfacher Durchbohrung, ab- gestutzt, in einer flockig-ästigen, weissen Unterlage sitzend; Sporen klein, elliptisch. An verdorbener Wurzel von Beta, King's Cliffe in Groß- britannien. Brassica 3705. Z. Brassicae Sacc. et. Koum., Syll. III. p. 615. Syn. Phomopsis Brassicae Sacc. et Koum., Eeliq. Libertianac Ser. IV. in Eev. mycol. 1884, p. 32, tab. 43, fig. 14. Fruchtgehäuse oberflächlich, sehr dicht herdenweise, ungleich- kugelig, mit undeutlicher Mündungspapille, gelb-honigfarben, 1 j 3 mm im Durchmesser, von weitzelligem und undeutlich-parenchymatischeni. fast ocherfarbigem Gewebe; Sporen verlängert- stielrund, 10 — 11 u lang, 2,5 — 3 a dick, hyalin; Sporenträger nicht sichtbar. In der inneren Kinde von faulenden Brassica-Stengeln in den Ardennen (Libert). Vielleicht Spermogonienform der Nectria Keitbii (B. et Br.) Sacc. Syll. II. p. 452. Carex 3706. Z. inaxima Fautr., Kev. mycol. 1896, p. 71. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 988. Fruchtgehäuse kugelig, schön rosenroth, von schwarzen Flecken bedeckt; Sporen hyalin, einzellig, spindelförmig, nadelartig, mit 5 bis 6 Oeltropfen, 14— 16 a lang, 4-4,5 « dick; Sporenträger einfach. 20 fji lang. An Blättern von Carex maxima in Frankreich. Vielleicht nichts anderes als eine Form von Xeottiospora Caricum, bei der die Anhängsel der Sporen übersehen wurden. Sacc. 1. c. Gutfium 3707. Z. Gralii Oudeni., Contr. Flor, mycol. d. Pays-Bas XL p. 34. Sacc, Syll. X. p. 405. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, Vio mm breit < nieder- gedrückt - kugelig , lange unter der Epidermis verborgen, häutig, sehr dünn, von sehr schwachgelber Farbe, endlich mit einfacher Galium 300 Zythia Mündung geöffnet; Sporen sehr zahlreich, einzellig, hyalin, 8 — 10 ii lang, 2 fi dick. An Blättern von Galium Mollngo bei Putten in Holland. So lange die Fruchtgehäuse unter der Epidermis verborgen sind, erscheinen die Blätter fast durchsichtig punktirt. Mercurialis 3708. Z. Mercurialis (Lib.) Kickx, Flor, crypt. Flandr. I. p. 449. Sacc, Syll. III. p. 615. Syn. Sphaeronaema Mercurialis Lib., Exs. No. 264. Fruchtgehäuse zerstreut oder gehäuft, schmutzig -gelb, dann rostfarbig, endlich braun - schwärzlich , fast kugelig, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich oder eiförmig, sehr klein, bald als eine gelbliche Sporenkugel austretend. An Blättern, Blattstielen und Stengeln von Mercurialis peren- nis in den Ardennen und in Belgien. Pinus 3709. Z. Finastri Karst, in Kev. mycol. 1885, p. 106. Sacc, Syll. X. p. 404. Fruchtgehäuse hervorbrechend, fast rasenförmig oder zerstreut, kegelförmig oder gerundet, trocken verschieden geformt, ungleich, zuweilen mit Mündungspapille versehen, orangefarbig, kahl, 0,2 bis 0,3 mm im Durchmesser; Sporen verlängert oder länglich- spindel- förmig, ohne Oeltropfen, hyalin, 2—3,5 fi lang, 0,5 — 0,6 ;li dick, bei Feuchtigkeit in goldgelben Ranken austretend; Sporen träger faden- förmig, ca. 15 fi lang, 1 — 1,5 p, dick. An abgefallenen Blättern von Pinus silvestris bei Abo in Finnland. 3710. Z. resinae (Ehrenb.) Karst., Symb. Mycol. Fenniae XXI. p. 104. Sacc, Syll. X. p. 404. Syn. Cytospora resinae Ehrenberg. Tubercularia resinae (Ehrenb.) Timmen, in Sacc, Syll. IV. p. 649. Fruchtgehäuse herdenweise oder zerstreut, oberflächlich, eiförmig- oder fast kugelig, glatt, schmutzig - roth oder orange - ziegelfarbig, endlich mit einem undeutlichen Porus geöffnet, von häutigem Gewebe, 0,2 — 0,3 mm im Durchmesser; Sporen kugelig, hyalin, 1,5 — 2 in im Durchmesser. An frischem Harze von Pinus silvestris, P. austriaca in Deutsch- land, Oesterreich und Finnland. Zijthia 301 Punica "Punica 3711. Z. Versoniana Sacc, Syll. III. p. 614; Fun?. Ltal. del. tab. 1498. Syn. Phomopsis Versoniana Sacc, Mich. II. p. 272. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, eingewachsen-hervorbrechend, kugeüg, fast mündungslos, röthlich, 7 8 mm im Durchmesser, von parenchymatischem, innen röthlichem, aussen olivenfarbigem I tewebe ; Zythia Versoniana Sacc. a. Ein Theil eines unreifen Granatapfels (JFrucht von Punica Granatum) mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Durchschnitt eines vergrösserten Fruchtgehäuse-Rasens. c. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. d. Vier sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. e. Ein sehr stark vergrössertes Stück des Gewebes der Fruchtgehäusewand. Nach Saccardo, Fungi italici dclin. tab. 1498. Sporen spindelförmig, 18— 20 /t lang, 2— 4 ,« dick, hyalin; Sporen- träger stäbchenförmig, bündelweise, 18 — 20 /< lang, 1,5 fi dick. An unreifen, abgefallenen Früchten von Punica Granatum bei Torreglia nächst Padua in Norditalien, in Gesellschaft von Nectriella Yersoniana, deren Spermogonienform der Pilz sicher ist. ( nbcstinuntr N&hrpflanze 3712. Z. elegans Fries, Summa Yeg. Scand. p. 408. Sacc., Syll. III. p. 615. Syn. Perisporium elegans Fries, Sclerom. Suec. No. t60. Sphaeronaema elegans De Not., Microm. ital. Dec. III. No. 3. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Oberhaut hervorbrechend, kugelig-kegelförmig, stumpf, mit einem Porus geöffnet ; bei Trocken- heit einsinken d-genabelt. anfänglich fast fleischfarbig, endlich dunkel- Rhinanthus 302 Zytlüa braun; Sporen cylindrisch, zuweilen leicht gekrümmt, gelbgrün- hyalin, sitzend, beidendig abgestutzt, bald in Ranken austretend, 6— 7 fx lang, 1,4 u dick. An Stengeln grösserer Kräuter in Schweden und in Italien. Unsichere oder zweifelhafte Art. Rhinant7ius 3713. Z. ßliinantlii (Lib.) Fries, Summa Yeg. Scand. p. 408. Kickx, Flor, crypt. Flandr. I. p. 447. Sacc, Syll. III. p. 615. Syn. Spliaeronaema Khinanthi Lib. Exs. No. 263. Fruchtgehäuse zerstreut, schwarz, niedergedrückt-kugelig, ohne Mündungspapille; Sporenkugel klein, weiss. An Stengeln und Kapseln von Rhinanthus Crista-galli in den Ardennen und in Belgien. Hat den Habitus von Phoma complanata. Saccardo bemerkt: „Wenn die Fruchtgehäuse stets schwarz sind, scheint der Pilz eher eine Phoma-Species zu sein. LXXXYII. Ubertiella Speg. et Roum. , Rev. mycol. 1880, p. 21. Sacc, Syll. III. p. 616. Fruchtgehäuse etwas fleischig, weiss oder lebhaft gefärbt, mit weiter Mund Öffnung versehen, fast oberflächlich; Sporen an den Sporenträgern acrogen, elliptisch oder eiförmig, hyalin. Die Gattung ist zu Ehren der sehr verdienten Kryptogamenforscherin der Ardennen, Madame A. Libert, benannt. Peltigera 3714. L. maliiiedyensis Speg. et Roum. 1. c, p. 22. Sacc, Syll. III. p. 617. Syn. Zythia Peltigerae Lib. in Herbar. et Cooke in Grevillea VIII. p. 83. Fruchtgehäuse herdenweise, auf der Blattunterseite, weich, etwas fleischig, kugelig - kegelförmig , weiss, um die weitgeöffnete, krater- förmige Mündung dunkelbraun, mit der Basis dem Substrat ein- gesenkt und dort etwas behaart, bei Trockenheit schüsseiförmig einsinkend, mit weisser Sporengallerte erfüllt, 0,2 — 0,3 mm im Durch- messer; Sporen hyalin, einzellig, elliptisch oder eiförmig, innen körnig, 5—6 fi lang, 2 — 2,5 u dick; Sporenträger fast cylindrisch, 10 fi lang, 2 /u dick. Auf der Unterseite des Thallus von Peltigera polydactyla bei Malmedy in den Ardennen in Rheinpreussen (Libert). Eoumegueriella _ __ 303 Unbestimmte Nährpfi. LXXXVIII. Roumegueriella Speg. in Rev. mycol. 1880, p. 18. Sacc, Syll. III. p. 616. Fruchtgehäuse kugelig, knorpelig-häutig, weiss oder hellforbig, unregelmässig aufreissend; Sporen sehr zahlreich, kugelig, zu einem vom Fruchtgehäuse getrennten Schleimtropfen zusammen- geballt; Sporenträger bald verschwindend oder nicht wahrnehmbar. Nach Spegazzini eine merkwürdige Gattung, die zwischen den Sphaeropaideen und Hyphomyceten strittig ist. Diese Gattung ist zu Ehren des ausgezeichneten französischen Kryptogamen- forschers C. Koumeguere benannt. ( r nbestim tute Näh rpfla n :< 3715. ß. muricospora Speg. 1. c. Sacc, Syll. III. p. 616. Syn. Eurotium album Libert in Herbar. et Cooke in Grevillea VIII. p. 87. Fruchtgehäuse kugelig, im Mittelpunkte dem Substrat angeheftet, 0,3 — 0,4 mm im Durchmesser, ziemlich zäh -häutig, von ziemlich dickem, häutig-parenchymatischem Gewebe , rosenroth-gelbweisslich, unregelmässig aufreissend; Sporen zu einem gallertartigen Kern verklebt, kugelig, mit ziemlich dicker Haut, überall sehr dicht stachelig-rauh, blassgelb, 20 /a im Durchmesser. An Blättern und faulenden Aststückchen bei Halrnedy in den Ardennen (Rheinpreussen) (Libert), auf Blättern von Salix Caprea bei Oberammergau in Bayern (1901 ipse legi), bei Toulouse in Frankreich (Roumeguere). Nach Cooke in Grevillea 1. c. sind die Sporen anfänglich kettenförmig ver- bunden, dann frei. LXXXIX. Pleosporopsis erst, System der Pilze, p. 55. Sacc, Syll. III. p. 693. Fruchtgehäuse niedergedrückt -kugelig, anfänglich hellfarbig,, dann dunkelbraun, fast oberflächlich, papierartig, dann am Scheitel mit umschriebenemDeckel sich öffnend, von sechseckig- zelligem, parenchymatischem , durchsichtigem Gewebe; Sporen ein- zellig, eiförmig, ziemlich gross, blassgelb. Der Name dieser Gattung ist zusammengesetzt aus Plcospora = Name einer Ascomyceten-Gattung und opsis = äusseres Ansehen. Saccardo bemerkt: „Eine zweideutige Gattung; vielleicht nicht verschieden von Mycogala." Cfr. Allesch., Fang, imperf. I. p. 419. Coniferae ^^ Pleosporopsis Coniferae 3716. PI. stroMlina (Albert, et Schweinitz) Oer st. 1. c. Sacc 1. c. Syn. Licea strobilina Alb. et Schweinitz, Consp. p. 109, tab. VI. fig. 3. Perichaena strobilina (Alb. et Schweinitz) Fries, Corda, Icones fung. V. p. 56, fig. 30. Fruchtgehäuse herdenweise, zimmtbraun, dann schmutzig-dunkel- braun, kahl, mit schmutzig - gelbem , staubartigem Kerne; Sporen eiförmig, fast durchsichtig, aussen etwas körnig, 22—26 ß lang. Auf der inneren Seite der Zapfenschuppen von Pinus- und Abies- Arten in Deutschland, Böhmen, Frankreich und Gross- britannien. Diese Art scheint mir allerdings sehr zweideutig zu sein. Saccardo führt dieselbe bei den zweifelhaften oder auszuschliessenden Gattungen der Sphaerop- sideen (Syll. III. p. 693) auf. Dr. G. Winter reiht sie bei den Uredineen als Aecidium strobilinum (Alb. et Schw.) ein, führt aber als synonym nur Licea strobilina Alb. et Schw., Consp. p. 109, nicht aber auch den Oerstedt'schen Namen Pleosporopsis strobilina, auch nicht den Fries'schen Namen Perichaena strobilina (Alb. et Schw.) Fries auf. (Cfr. Winter, Pilze etc. 1. p. 260). Im X. Band der Sylloge führt jedoch Saccardo bei den Hyalosporae der Familie Nectrioideae eine zweite Art dieser Gattung auf abgestorbenen Blättern von Heteromele in Californien auf, nämlich Pleosporopsis Heteromeles Cooke et Harkn. in Grevillea XIII. p. 111. Dr. G. Lindau, führt daher in den Fungi imperfecti in Englers Natürl. Pflanzenfamilien p. 383 beide Arten dieser Gattung bei den Hyalosporae der Familie Nectrioideae auf, ohne jedoch auf die abweichende Ansicht Dr. G. Winter's bezugzunehmen. Sind vielleicht die angeführten Synonyma nicht identisch? XC. Cliaetozythia Karst., Syinb. Myc. Fenniae XXYIII. p. 41. Sacc, Syll. X. p. 406. Fruchtgehäuse oberflächlich, eiförmig, mündungslos, häutig, weich, orange, mit feinen Borsten bekleidet; Sporen elliptisch, einzellig, goldgelb. Der Name ist gebildet aus chaete = Borste und Zythia. Syringa 3717. Cli. pulchella Karst. 1. c. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse zerstreut oder fast rasenweise, oberflächlich, eiförmig, glatt, rosenroth-orange, überall, mit Ausnahme des Scheitels, mit feinen, divergirenden , steifen, einzelligen, weissen, 30 — 50// langen, 2 — 4 u dicken Borsten besetzt, ca. 0,2 mm im Durchmesser; Sporen kugelig-elliptisch oder oval, einzellig, goldgelb-hyalin, 10 bis 13 /t lang, 7—9 u dick. Auf dem Baste abgestorbener Zweige von Syringa vulgaris im botanischen Garten zu Mustiala in Finnland. Collacystis 305 XCL Collacystis Kunze in Güntz, D. Leichn. I. p. 212. Fries, Summa Veg. Seand. p. 407. Sacc., Syll. III. p. 61 350^ langem, 20-25 ,« dickem Schnabel und grossem, rundem, weissgelblichem Sporenballen; Sporen elliptisch, meistens mit einem oder zwei Oeltropfen, in Schleim gehüllt, hyalin, 7—13// lang, 4 — 6 fA dick. Auf halb abgestorbener Helvella infula in Finnland. harix 3723. Sph. diaphana (Fuck.) Sacc, Syll. III. p. 617. Syn. Sphaeronaema diaphanum Fuck., Symb. myc. p. 399. Exs. Fackel, Fungi rhenani No. 2146. Fruchtgehäuse herdenweise, kegelförmig, olivenfarbig, von der Grösse eines Mohnkornes, durchscheinend, dann schwarz, mit grosser, gelatinöser, schmutzigfarbiger Sporenkugel am Ende des Schnabels ; Sporen elliptisch, gerade, 12 « lang, 4 /.i dick, hyalin. Auf faulenden Zapfenschuppen von Larix europaea bei Oestrich im Eheingau. Magnclia — Sph. rufa (Fries) Sacc, Syll. III. p. 617. Siehe Nahr- pflanze Clethra, p, 306. Auf Magnolia etc. in Schweden und Nordamerika. Mist 3724. Sph. fiiuieola March., Champ. copr. "VT. p. 12. Sacc, Syll. X. p. 407. Fruchtgehäuse zerstreut, selten herdenweise, oberflächlich, kugelig, 150—250 ß im Durchmesser, häutig, weich, gelblich, kahl, in eine pfriemenförmig-cylindrisch-kegelförmige, an der Spitze hyalin- pinselförmige, 700—820 ,u lange Mündung vorgezogen; Sporen elliptisch, hyalin, leicht gekrümmt oder gerade, 7—7,5 fjt lang, 2 bis 2,5 /Lt dick, in Schleim gehüllt, an der Spitze endlich austretend und einen weisslichen, eiförmigen, 130« langen, 85 u breiten Sporen- ballen bildend. Auf Koth von Hasen, Hunden und Füchsen, bei Boitsfort, Spa, Recogne, Montbliart in Belgien (Ap. Hardy). Verwandt der Sphaeronaemella Helvellae Karst.; aber durch die Mündung und Sporen leicht zu unterscheiden. Var. minor March. 1. c. Sacc, Syll. X. p. 408. Fruchtgehäuse weniger entwickelt, mit flach -kegelförmiger Mündung. Auf Mist von Kaninchen bei Limelette in Belgien. 20* Pinus 308 — Spli. rufa (Fries) Sacc, Syll. III. p. 618. pflanze Clethra, p. 306. Auf Holz von Pinus etc. in Schweden. Sphaeronaernella Pinus Siehe Nähr- 3725. Spli. cincta (Corda) Sacc, Syll. III. p. 618. Syn. Sphaeronaema cinctum Corda, Icones fung. IV. p. 39, fig. 113. Fruchtgehäuse einzeln, ziemlich gross, kegelförmig, glatt, roth- braun, nach oben in einen langen Hals verschmälert , unten von J JÜL L- _ j_ — -jb- CL y^ujz — ■II V ' ,rr i lu'iiHI ! i ilillF Sphaeronaernella cincta (Corda) Sacc. a. Ein Stückchen Nadelholz mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. u. c. Zwei ganze, schwach vergrösserte Fruchtgehäuse. d, Grundtheil eines zerbroclienen Frucht- gehäuses. Nach Corda, Icones fung. IV. p. 39, tab. VIII. fig. 113. einem basilaren, blassbraunen, stacheligen Ringe umgeben: Sporen nicht beschrieben. An fichtenen Pfählen bei Prag in Böhmen. Ouercus 3726. Sph. acieularis (Fries) Sacc, Syll. III. p. 617. Syn. Sphaeronaema aciculare Fries, Syst. myc. II. p. 536. Sphaeria dubia Tode, Fung. Meckl. flg. 118. Fruchtgehäuse cylindrisch- verschmälert, grau -schwärzlich, ab- wärts gelb, mit weissgelblicher Sporenkugel. Auf Holz von Quercus und Pinus in Deutschland. ,.Der Sphaeronaernella rufa (Fries) Sacc. verwandt, aber von derselben durch die fast cylindrische Form, die graue, halbdurchsichtige, vom Scheitel abwärts gelbe Farbe und die gelatinöse, gelbliche Sporenkugel verschieden. Die Basis ist zuweilen verdünnt." Sacc. 1. c. Salix — Sph. flavo -viridis (Fuck.) Sacc, Syll. III. p. 618. Siehe Xährpflanze Carpinus, p. 305. An faulem Holze von Salix etc. im Khein^au. Sphaeronaemella 309 Vicia Faba 3727. Sph. Wentii Oudem., Contr. a la Flor. myc. des Pa Bas XVII. p. 279. Fruchtgehäuse fast kugelig, häutig, dünn, weich, anfänglich weiss, hernach mehr oder weniger ocherfarben, hohl, 300 /< im Durchmesser, zerstreut, eingesenkt, versehen mit einem gleich- farbigen Hals in der Form eines kleinen Schnabels von 900 u Länge. Sporen hyalin, elliptisch, einzellig, 1 u lang, 3—4// dick, endlich als eine weisse, mehr oder weniger glänzende Sporenkugel von 250 ii Durchmesser austretend. An faulenden Stengeln von Vicia Faba in den Niederlande]). Diese Art ist vom Autor dem Herrn Dr. F. A. F. C. Went, Professor der Botanik an der Universität Utrecht, gewidmet. IL Abtheilung. Didymosporae Sacc. XCIIL Pseudodiplodia Karsten, Synib. myc. Fenn. XV. p. 156 (als Subgenus). Sacc, Syll. III. p. 621. Fruchtgehäuse fast oberflächlich, fast kugelig, wachsartig- fleischig, bei Feuchtigkeit russfarbig, bald mit weiter Mündung geöffnet; Sporen elliptisch, mit einer Querwand, schwach - olivenfarbig. Der Name ist zusammengesetzt aus pseudo = falsch oder unecht and Diplodia, bedeutet also eine unechte Diplodia. Acer 3728. Ps. COrticis Grrove, Journ. of Bot. 1886, p. 197. Sacc. Syll. X. p. 409. Weit ausgebreitet; Fruchtgehäuse herdenweise oder zu kurzen Linien oder Flecken zusammengestellt, 1 — 1,4 mm im Durchmesser, fast kugelig oder länglich, glatt, glänzend, von wachsartigem, sehr weichem, olivenfarbigem, kleinzelligem Gewebe, hervorragend, endlich halb- oberflächlich, bei Trockenheit schwarz-braun, mit einem engen, dann sich schnell erweiternden Porus geöffnet, zuweilen phacidienförmig oder hvsterienförmig aufreissend, bald im oberen Theile gänzlich verschwindend; Kern olivenfarbig, im Alter fast schwarz; Sporen länglich, fast spindelförmig, beidendig stumpf oder an der Basis oder am Scheitel zugespitzt, seltener etwas gekrümmt, lange einzellig, dann im Alter mit einer dünnen Quer- wand, kaum eingeschnürt, mit unscheinbaren Oeltropfen, einzeln hyalin, aber wenn gehäuftliegend schwach-olivenfarbig, 10—14// Acer 310 Pseudodiplodia lang, 3 — 4 u dick; Sporenträger etwas ästig, bündeiförmig, zwei- bis dreimal länger als die Sporen. Auf der unteren Seite der Kinde oder auch am Holze von Acer Pseudoplatanus bei Birmingham in Grossbritannien. Von Pseudodiplodia ligniaria Karsten verschieden durch schmälere Sporen und vorzüglich durch die Grösse der Fruchtgehäuse, die fünf- bis siebenmal grösser sind. Nach Saccardo bleibt es zweifelhaft, ob dieser Pilz wirklich zu den Nectri- oideen gehört. I unbestimmte JVä hi 'pflanze 3729. Ps. ligniaria Karsten, Symb. Myc. Fenn. XY. p. 156. Sacc, Syll. III. p. 621. Fruchtgehäuse weitläufig herdenweise oder zerstreut, hervor- brechend, fast oberflächlich, abgeplattet, kreisrund oder elliptisch, bei Feuchtigkeit russ- oder rostfarbig, bei Trockenheit schwärzlich, anfänglich geschlossen, bald mit einem kreisrunden oder länglichen Munde geöffnet, innen (Scheibe) verblassend, 0,2 mm breit; Sporen elliptisch, beidendig stumpf, mit einer Querwand, nicht oder kaum eingeschnürt, 10 — 13 u lang, 6 — 8 u dick, mit zwei Oeltropfen, schwach olivenfarbig. An altem Holze in Finnland. III. Abtheilung. Hyalopliragmiae Sacc. XCIY. Stagonopsis Sacc, Syll. III. p. 621. Fruchtgehäuse hervorbrechend oder fast oberflächlich, wachsartig -weich , hellfarbig (fleischfarbig etc.), fast kugelförmig; Sporen länglich oder fast spindelförmig, mit zwei oder mehreren Querwänden, hyalin. Mehrere Species dieser Gattung sind von den Autoren als Entwickelungs- stadien der Nectria- oder Calonectria-Arten gelegentlich beschrieben worden. Der Gattungsname ist zusammengesetzt aus Stagon für Stagonospora und opsis = Aussehen, d. h. also ein der Stagonospora analoges Genus. Angeliid 3730. St. virens Mout., Ascom. Lieg. IL p. 8. Sacc, Syll. X. p. 410. Fruchtgehäuse zerstreut, am Stengel grünliche, ausgebreitete Flecken verursachend, niedergedrückt - kugelig , l / ß mm im Durch- messer, am Scheitel durchbohrt, von angenehm-grünlichem Gewebe; Stagonopsis 311 Angelica Sporen an den stäbchenförmigen, einzelligen, sehr kurzen Sporen- trägern gipfelständig, lang -spindelförmig, mit 7-8 eubischen 0< tropfen und unechten Querwänden, oft etwas gekrümmt, hyalin, 35 — 40 fi lang, 5 u dick. An Stengeln von Angelica und Spiraea Qlmaria in Belgien. Peltigera 3731. St. Peltigerae Karsten, Symb. &£yc. Fenn.XX. p.106. Sacc, Syll. X. p. 410. Fruchtgehäuse weitläufig herdenweise, fast oberflächlich, wachs- artig, nackt, kugelig, dann oft schüsseiförmig-niedergedrückt, hernach mit einem Porus geöffnet, scherbenfarbig, endlich, vorzüglich bei Trockenheit, gelblich, 300— 400 u im Durchmesser; Sporen länglich, beidendig stumpf, etwas gekrümmt, selten gerade, mit 3 — 4 un- echten Querwänden, 16—22 ^i lang, 4,5 — (> u dick An welkendem Thallus von Peltigera canina bei Mustiala in Finnland. Gehört in den Entwickelungskreis von Nectria crythrinella oder Nectria lecanodes. l'luisi ohis 3732. St. Phaseoli Erikss. in Botan. Centralbl. 1891, No. 36, p. 298. Sacc, Syll. X. p. 410. Flecken kreisförmig, 6 — 12 mm im Durchmesser, braun; Frucht- gehäuse auf der Blattoberseite, vorzüglich in den äusseren Theilen des Fleckens, weitläufig herdenweise oder zerstreut, blass- fleisch- farbig, mit Mündungspapille, 60— 80 u im Durchmesser; Sporen fast spindelförmig, mit 1—3 Querwänden, hyalin, 17—24// lang, 3 — 4 /i dick. An Blättern von Phaseolus vulgaris in Schweden. Spiraea — St, virens Mout., Sacc, Syll. X. p. 410. Siehe Nähr- pflanze Angelica, p. 310. An Stengeln von Spiraea Ulmaria etc. in Belgien. XCV. Pseudostictis Fautr., Kev. mycol. 1890, p. 119. Sacc, Syll. XI. p. 553. Fruchtgehäuse eingesenkt, von den Lappen der aufgerissenen Epidermis umgeben, blass oder lebhaft gefärbt, wachsartig; Sporen stielrund-länglich, mit zwei oder mehreren Querwänden, hyalin. Der Name dieser Gattung ist zusammengesetzt aus pseudos = falsch und Stictis. Aspidium 312 Pseudostictis Aspidium — Ps. Filicis Fautr. et Lamb., Rev. Mycol. 1894, p. 76, tab. CL, flg. 2. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse gelblich , zerstreut , klein , kreisförmig aus der Epidermis hervortretend, nicht geöffnet; Schläuche cylin- drisch, 45—50 fx lang, 10 fi dick; Sporen hyalin, stumpf, mit Pseudostictis Filicis Fautr. et Lamb. a. Ein vergrösserter Schlauch mit den Sporen. b. Eine sehr stark vergrösserte Spore. Nach Fautrey et Lamb. in Kev. mycol. 1894, p. 76, tab. 150, fig. 2. a drei Querwänden, in der Mitte sehr eingeschnürt, 18—20// lang, 4 u dick. An trockenen Stengeln von Aspidium Filix mas, Cöte d'Or in Frankreich. Dieser Pilz, der nach der Beschreibung und Abbildung in Rev. mycol. 1. c. Schläuche mit sieben (wahrscheinlich acht) Sporen besitzt, kann doch un- möglich zu den Fungis imperfectis gehören, sondern muss unbedingt bei den Ascomyceten eingereiht werden. Weshalb Saccardo und Lindau denselben auch hierher stellten, ist mir unerfindlich. Bis ihm die passende Stelle bei den Ascomyceten, und zwar bei den Discomyceten angewiesen ist, mag er vorläufig hier ohne Nummer stehen bleiben, damit er nicht ganz unbeachtet bleibe. Pastinava 3733. Ps. silyestris Fautr., Kev. mycol. 1890, p. 119. Sacc, Syll. XI. p. 553. Fruchtgehäuse schmutzig gelb, von 3 — 5 Lappen der auf- gerissenen Epidermis umgeben, fast elliptisch; Sporen 16—22^ lang, 5 — 6 [jl dick, mit viertheiligem Plasma, hernach mit drei Querwänden. An trockenen Stengeln von Pastinaca sativa, var. silvestris, Charny, Cöte d'Or in Frankreich. XCVI. Cliiastospora Riess in Fresen. , Beitr. z. Mykol. p. 43. Sacc, Syll. III. p. 621. Fruchtgehäuse fast linsenförmig, weich, blass, mit runder Mündung sich öffnend; Sporen kreuzweise vierstrahlig (in Chiastospora 313 Ma88t ■in der Form einer römischen X), hyalin, in den ungleichen Strahlen mit Querwänden; Sporenträger einsporig, mit Querwänden, hyalin. Der Gattungsname ist gebildet aus chiastos = kreuzweise (in IWm des Andreaskreuzes) und spora = Spore. Massaiia 3734. Ch. parasitica Kiess in Fres. I. c. t. V. fig. 13—21. Sacc 1. c. Fruchtgehäuse linsenförmig, blass, gelblich oder schwach-braun, 1 io— Vs mm im Durchmesser; Sporenträger cylindrisch - keulen- förmig, mit Querwänden, bündelweise, hyalin; Sporen vierstrahlig, Chiastospora parasitica Riess. n E> Vergrösserte Sporen. Jp" ^*> 1( a^ Nach Fresenius, Beitr. p. 43, tab. V. fig. 18. ora March. 1. c. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse zerstreut, kahl, blass ocherfarbig, 500 700 u lang, 250— 380 u breit; Sporen gerade, oft innen kleinkörnig oder mit Oeltropfen, beidendig abgerundet, bei der Querwand nicht ein- geschnürt, 16,2—18 [i lang, 1,7 — 1,9 u dick. Auf altem Miste der Damhirsche, Tervueren in Belgien. Mist 314 Rhynclwmyces Wegen der lang-fadenförmigen und dicht bündelweisen Sporenträger erinnert der Pilz an die Gattung Tubercularia; aber es ist ein vollständiges Fruchtgehäuse vorhanden. XCVIII. Rliyncliomyces Sacc. et March., Champ. copr. p. 28. Sacc, Syll. X. p. 411. Fruchtgehäuse fast kugelig, in einen pfriemenförmigen Schnabel verschmälert, ziemlich weich, hellgefärbt (ocher- farbig-röthlich) ; Sporen spindelig-stäbchenförmig, spitzig, mit einer Querwand, hyalin, abwärts in eine feine, spitze Borste (Sporen- träger?) allmählich verschmälert. Der Gattungsname ist zusammengesetzt aus rhynchos = Schnabel und mvces = Pilz. 31ist 3736. Kh. Marclialii Sacc. in March. Champ. copr. p. 28. Syll. X. p. 411. Fruchtgehäuse herdenweise oder fast gehäuft, oberflächlich, fast kugelig-eiförmig, aussen mit hyalinen Wärzchen, gelblich, von weit- zelligem Gewebe, 140 — 160 u lang, 110 — 125 u breit, mit pfriemen- förmig geschnäbelter, 255 — 265 /t langer, 35 — 45 /u dicker, dichter, kahler, ocherfarbiger Mündung, deren Gewebe aus wurmförmigen, fast parallelen Zellen besteht; Sporen aus der Spitze des Schnabels endlich austretend und einen weisslichen, elliptischen Sporenballen bildend, spindelig-stäbchenförmig, gerade oder leicht gekrümmt, am Scheitel zugespitzt, abwärts allmählich borstenförmig gestielt, 65 bis 70 fi lang, 5,4 — 5,6 li dick, mit einer Querwand, nicht eingeschnürt, hyalin, öfter in eine durchsichtige Schleimschicht gehüllt. Auf Koth von Füchsen in den Ardennen. Eine undeutliche kleine Scheidewand ist in der Nähe der unteren Grenze der Sporen gegen den Stiel oder der Borste vorhanden. Der Pilz erinnert an Eleutheromyces longisporum; aber er besitzt keine Schläuche. IC. Polystigmina Sacc, Syll. III. p. 622. Stroma blattbewohnend, fast scheibenförmig, flach-convex, etwas fleischig, angenehm röthlich, innen mehrkammerig; Sporen faden- förmig, etwas hakig, einzellig, hyalin. Der Name kommt von Polystigma, einer Pilzgattung, der die vorgenannte analog ist und in deren Entwickelungskreis sie gehört. Polystigmina 315 Prunus l'rti uns 3737. P. rubra (Desm.) Sacc, Sylt. III. ,,. 622. Syn. Septoria rubra Desm., 10. Not. p. 8. Libertella rubra (Desm.) Bonorden sec. Saccardo. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 529, Auf der Blattunterseite ; Stroma fast kreisrund, fleischig, ziemlich flach oder convex, roth, endlich rötblich braun; Fruchtgehäuse sehr Mein, zahlreich, dunkler, eingesenkt, mit punktförmiger Hfünduiur Polystigmina rubra (Desm.) Sacc. a. Ein Blattstück von Prunus domestica mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach vergrößertes Stroma mit sieben Fruchtgehäusen. c. Ein vergrössertes Stück des Hymeniums mit Sporenträgern und unreifen Sporen. d. Vier sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici dehn., tab. 1496. Sporen linien förmig, gerade, gekrümmt oder hakig, mit (i — !» Oel- tropfen, 25 — 30 u lang, 1—1,5 u dick, in weissen Ranken austretend. An Blättern von Prunus domestica und Prunus spinosa in Deutschland und Oesterreich, auch in Italien und Frankreich. (Amygdalus) Yar. amygdaliiia Desm. 1. c. Sacc. 1. c. Flecken braunschwärzlich, im Umfange orange. An lebenden Blättern von Amygdalus in Frankreich und Italien. Spermogonienform zu Polystigma rubrum DC. Cfr. Winter, Pilze etc. '_'. ]-. 1 1 1. Von Polystigma ochraceum (Wahlenb.) Sacc. auf Prunus Padus scheint bisher keine Spermogonienform bekannt zu sein. 316 III. Familie. Leptostromaceac Sacc. (Dimicliatoscutatae Sacc, Mich. II. p. 8.) Fruchtgehäuse mehr oder weniger deutlich halbirt, schildförmig, mündungslos oder mit Mündung oder hysterien- ähnlich- spaltig, häutig oder kohlig, schwarz, hervorbrechend oder oberflächlich. Uebersicht der Gattungen dieser Familie. I. Abtheilung. Hyalosporae Sacc. Sporen kugelig, elliptisch oder länglich, einzellig, hyalin. I. Ohne Stroma. A. Fruchtgehäuse mit deutlich par enchymatischem Gewebe. a. Fruchtgehäuse mündungslos oder verschieden aufreissend, aber nicht der Länge nach spaltig geöffnet. 1. Fruchtgehäuse schildförmig-niedergedrückt, meistens leicht zerfallend Leptothyrium. 2. Fruchtgehäuse unregelmässig, niedergedrückt, nicht zerfallend, oft sternförmig getheilt; Sporenträger säulenförmig . Piggotia. 3. Fruchtgehäuse schildförmig oder sternförmig - spaltig , oft wirklich in hysterienförmige, lanzettliche, gefurchte Strahlen getheilt: Sporenträger undeutlich Actiiiotheciiiin. b. Fruchtgehäuse deutlich oder undeutlich der Länge nach spaltig, fast hvsterienähnlich sich öffnend. V 4. Fruchtgehäuse lanzettlich oder verlängert, oft zerfallend, fast kohlig Leptostrouia. 5. Fruchtgehäuse fast kreisrund, nicht zerfallend, oft unecht Labrella. 317 B. Fruchtgehäuse ohne deutliches Gewebe, punktirt (nicht wirklich-zellig). 6. Fruchtgehäuse schildförmig; Sporen kugelig, elliptisch oder länglich Sacidium. IL Mit Stroma. 7. Fruchtgehäuse unregelmässig; Stroma pflanzenbewohnend Melasmia. 8. Auf Thierhaaren Trichophila. IL Abtheilung. Phaeosporae Sacc. Sporen fast kugelig oder elliptisch, einzellig, braun. 9. Fruchtgehäuse schildförmig, im Centrum genabelt, durchbohrt Pirostoma. III. Abtheilung. Hyalodklymae Sacc. Sporen spindelförmig oder länglich, mit einer Querwand, hyalin. 10. Fruchtgehäuse halbirt, schildförmig; Sporen mit einer Quer- wand, hyalin Leptothyrella. IV. Abtheilung. Phaeodidyiliac Sacc. Sporen spindelförmig oder länglich, mit einer Querwand. dunkelbraun. 11. Fruchtgehäuse halbirt, schildförmig; Sporen mit einer Quer- wand, braun Diplopeltis. V. Abtheilung. Hyalophragllliae Sacc. Sporen länglich oder spindelförmig, mit zwei oder mehreren Quer- wänden oder kreuzweise viertheilig, hyalin. 12. Sporen spindelförmig, mit zwei oder mehreren Querwand«]), beidendig mit je einer Cilie Diseosia. 13. Sporen kreuzweise viertheilig, jede Zelle mit einer Cilie Entomosporium. VI. Abtheilung. Pliaeophragmiae Sacc. Sporen länglich, vierzellig, beidendig mit je einer Cilie, kastanienbraun. 14. Sporen wie oben beschrieben Labridium. 318 VII. Abtheilung. Scolecosporae Sacc. Sporen faden- oder stäbchenförmig, einzellig oder septirt, hyalin. A. Fruchtgehäuse kahl. a. Fruchtgehäuse am Rande gewimpert. 15. Fruchtgehäuse schildförmig, fast mündungslos Actinotliyriuiii. b. Fruchtgehäuse am Rande nicht gewimpert. 16. Fruchtgehäuse schildförmig, fast mündungslos, einkammerig Melophia. 17. Fruchtgehäuse meist mehrkammerig, mit mehreren Oeffnungen Brunchorstia. 18. Fruchtgehäuse verlängert, mit einem Längsspalt sich öffnend Leptostroniella. B. Fruchtgehäuse behaart. 19. Fruchtgehäuse halbirt, häutig, zellig, behaart; Sporen .-tabellenförmig, mit mehreren Querwänden . . . Chaetopeltis. Illustrationen*) zu obigen Gattungen. Leptothyrium macrothecium Fuck. a. Ein Blatt von Potentilla Torrn entilla mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durchschnittenes Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. d. Vier sehr stark vergrösserte freie Sporen. NachSaccardo,Fungi ital. del.tab. 1489. Piggotia astroidea Berk. et Br. a. Ein Blattstückchen von Ulmus cam- pestris mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Zwei schwach vergrösserte , senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. c. Ein sehr stark vergrössertes Stückchen des Gewebes der Fruchtgehäusewand. d. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. e. Vier sehr stark vergrösserte, reife, freie, Sporen. Nach Saccardo, Fungi ital. del. tab. 1492. Weitere Illustrationen sind im Texte untergebracht. C 319 Actinotheeium caricicolum Ces. a. Ein Blattstückchen von Carex nion- tana mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. u. c. Fünf vergrösserte Fruchtgehäuse von verschiedener Form d. Ein stärker vergrössertes Frucht- gehäuse. e. Ein stark vergrössertes und ein noch stärker vergrössertes Stückchen des Gewebes des Fruchtgehäuses. /'. Verschieden stark vergröss. Sporen. Nach Cesati in Hedwigia I. p. 80, tab. XI. fig. 3. Labrella Eosacearum Corda. a. Ein Zweigstückchen mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Zwei schwach vergrösserte Fruchtgehäuse von oben gesehen. c. Ein stärker vergrössertes, senkrecht durch- schnittenes Fruchtgehäuse. d. Ein stark vergrösserter Theil des Hyme- niums mit unreifen Sporen auf den Sporenträgern. e. Vier sehr stark vergrösserte, reife Sporen. Nach Corda , Icon. fung. III. p. 30, tab. V. fig. 80. Sacidium Spegazzinian um Sacc. a. Ein Blattstück von Aristolochia Clematitis mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein vergrössertes Fruchtgehäuse von der Seite gesehen. c. Ein vergrössertes Fruchtgehäuse von oben gesehen. d. Ein sehr stark vergrössertes Stück des strukturlosen, punktirten Ge- webes der Fruchtgehäusewand. e. Sehr stark vergrösserte , reife und unreife Sporen. Nach Saccardo, Fungi ital. delin. tab. 92. 320 * M e 1 a s m i a acerina- Lew a. Stück eines Blattes von Acer Pseudoplatanus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Sehr stark vergrößerte Sporen. Nach der Natur. Pirostoma conio thyrioides Sacc. a. Der Pilz in natürlicher Grösse. b. Ein vergrössertes Fruchtgehäuse von oben. c. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Saccardo in Bull. Societ. mycolog. de France, Tom. XII. 2. Fase. 1896. p. 64 extr. tab. XII. pl. VI. Leptothy rella Mouge otia na Sacc. et Roum. a. Ein sehr stark vergrössertes Stück des Gewebes des Fruchtgehäuses. b. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. c. Sehr stark vergrösserte, reife, freie Sporen. Nach Saccardo und Eoumeguere in Rev. mycol. 1885 p. 160, tab. 55, fig. 5. 321 Discosia Artocreas (Tode) Fries. a. Ein Blattstück mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b Ein vergrössertes, durchschnittenes Fruchtgehäuse. c. Zwei schwach vergrösserte Frucht- gehäuse von oben gesehen. d. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. e. Drei sehr stark vergrösserte. freie Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1488. Actinothyrium Graminis Kunze. a. Ein Stückchen eines Grashalmes mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Schwach vergrösserte Fruchtgehäuse von oben, von unten und im Durchschnitte. c. Ein schwach vergrösserter Theil eines Fruchtgehäuses mit den beim Zerdrücken heraustretenden Sporen. d. Schwach vergrösserte Sporen. Nach Kunze, Mykolog. Hefte IL p. 81, tab. II. fig. 3. h Leptostromella hysterioides (Fr.) Sa<<-. a. Ein Stengelstückchen von Cynanchuin Vincetoxicum mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein ebensolches, schwach vergrössert. c. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträger n. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici del. tab. 1493. Winter, die Pilze. VII. Abth. 21 322 Leptothyrium Entomosporium Mespili (DC.) Sacc. Eine sehr vergrösserte , vierzellige Spore. Nach Fuckel, Symb. mycol. tab. II. fig. 24. I. Abtheilung. HyalOSporae Sacc. C. I^eptotliy rin 111 Kunze et Schm., Mykol. Hefte II. p. 79 eniend. Sacc., Mich. II. p. 114, No. 955; Syll. III. p. Q26. Fruchtgehäuse halbirt, schildförmig, häutig -kohlig, schwarz, rnündungslos oder verschieden sich öffnend, dann ringsherum sich loslösend, meist von deutlich strahlig-zelligem Gewebe, zuweilen auch unecht und aus der veränderten, geschwärzten Epidermis gebildet; Sporen eiförmig-länglich oder spindelförmig, einzellig, hyalin. Der Name dieser Gattung ist gebildet aus leptos = dünn und thyreos = Schild. a Leptothyrium acerinum (Kunze) Corda. Ein Blattstück von Acer cam- pestre mit dem Pilze in natür- licher Grösse. Ein ebensolches, schwach ver- grössert. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach vergrössertes Frucht- gehäuse. Ein schwach vergrössertes Fruchtgehäuse von oben ge- sehen. Ein sehr stark vergrössertes Stück des Gewebes der Frucht- gehäusewand. Sehr stark vergrösserte Sporen. Ein Blattstückchen von Acer platanoides mit dem Pilze in natürlicher Grösse. , Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. Sehr stark vergrösserte, freie Sporen. Nach Saccardo, Fungi ital. delin. tab. 1490. ,1. e. f- h i. Leptothyrium 323 j^ cer Acer 3738. L. acerinum (Kunze) Corda, Icon. fang. IL p. 25, tab. XII. fig. 92. Fuckel, Symb. myc. tab. IL fig. 30. Sacc, Syll. III. p. 630; Fungi ital. del. tab. 1490. Syn. Pilidium acerinum Kunze, Mykol. Hefte IL p. 92, tab. IL fig. 5. Fruchtgehäuse unecht, auf der Blattunterseite, abgeplattet, klein, schwarz, endlich mit 3—5 Zähnen lappig aufreissend, innen weiss- lich; Sporen cylindrisch-spindelförmig, sichelförmig gebogen, 10 bis 14^ lang, 1,5—2« dick, hyalin, anfänglich auf fadenförmigen, 10 — 12 fi langen, 1 u dicken Sporenträgern. An Blättern von Acer campestre und Acer platanoides in Deutschland, Oesterreich, Italien, Frankreich und Grossbritannien. 3739. L. Platanoidis Passer, in Brun., Champ. nouv. VI. p. 4. Sacc, Syll. X. p. 413. Flecken etwas vertrocknet, blassbraun ; Fruchtgehäuse zahlreich zerstreut, auf der Blattunterseite, punktförmig, niedergedrückt, braun; Sporen stäbchenförmig, hyalin, 5 — 7,5 /t lang, 1,5 ,u dick. An Blättern von Acer platanoides bei Saintes in Frankreich. 3740. L. Pseudoplatani P a s s e r. in litt. Brun., Liste Sphaerops., p. 54. Sacc, Syll. X. p. 414. Syn. Melasmia Perisporium Pass., Fungi Gall. nov. in Journ. d'Hist. nat. 1885, No. 4, p. 55. Flecken fehlend ; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, fast halb- kugelig, am Scheitel hernach wenig niedergedrückt, schwarz, ober- flächlich, niemals zusammenfliessend; Sporen würstchenförmig, gerade oder etwas gekrümmt, 8 — 12 fi lang, 1,5 — 2 jli dick, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Acer Pseudoplatanus bei Saintes in Frankreich (Brunaud). 3741. L. maculiforme Fautr., Rev. mycol. 1892, p. 171. Sacc, Syll. XL p. 553. Fruchtgehäuse 60—100 u im Durchmesser, aufgewachsen, strahlenförmig -zellig, auf der Blattoberseite; Sporen cylindrisch, in der Mitte verengt, mit zwei Oeltropfen, 4—5 ß lang, 1 // dick. An Blättern von Acer Pseudoplatanus, Cöte d'Or in Frankreich. Achillea 3742. L. Ptarmicae (Desm.) Sacc, Mich. IL p. 114; Syll. III. p. 635. Syn. Labrella Ptarmicae Desm., Exs. No. 149 ex parte. '? Exs. Rabenhorst-Winter, Fungi europaei No. 1568 und 1714. 21* Achülea 324 Leptothyrium Fruchtgehäuse flach - schildförmig, kreisförmig -elliptisch, 300 u im Durchmesser, mündungslos, von buchtig -kleinzellig -parenchy- matischem , russfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig - länglich, 10 a lang, 6 — 1 u dick, wolkig, zuweilen mit undeutlich zweitheiligem Plasma, hyalin; Sporenträger stielrund, kürzer als die Sporen. An Stengeln von kultivirter Achillea Ptarmica in Deutschland ; auch in Frankreich. Vielleicht Spermogonienform zu Schizothyrium Ptarmicae Desm. Cfr. Eehm, Discom. etc. 3. p. 75. Aconitum 3743. L. vulgare (Fries) Sacc, Mich. IL p. 113; Syll. III. p. 633. Syn. Leptostroma vulgare Fries, Syst. myc. II. p. 599. Exs. Kabenhorst, Fungi europaei No. 342 und 2979. Fruchtgehäuse herdenweise, fast kreisförmig, flach, glänzend, 300 — 400 li im Durchmesser, leicht zerfallend, von parenchy- matischem, undeutlich-strahligem Gewebe; Sporen würstchenförmig, beidendig ziemlich stumpf, etwas gekrümmt, 7 tu lang, 1,5 — 2 ^i dick, hyalin. An abgestorbenen Stengeln von Aconitum, Actaea, Aquilegia, Bupleurum longifolium, Cimicifuga, Clematis, Cornus suecica, Lunaria, Senecio, Teucrium in Deutschland; auch in Italien, Frank- reich, Portugal, Schweden und Sibirien. Yar. Angelicae Karst., Symb. myc. Fenn. XIII. p. 13. Sacc. I.e. Sporen verlängert, beidendig ziemlich stumpf, gerade oder leicht gekrümmt, 5 — 6 u lang, 1 — 1,5 u dick. An Stengeln von Angelica, bisher nur auf einer Insel des nördlichen Eismeeres. Acorus 3744. L. Calami Karsten, Hedwigia 1883, p. 180. Sacc, Syll. III. p. 635. Fruchtgehäuse zerstreut, verlängert oder verschieden geformt- länglich, ziemlich flach, schwarz, glänzend, 0,2 — 0,4 mm lang; Sporen verlängert oder spindelförmig , hyalin , ziemlich gerade, 3 u lang, 0,5 ja dick. An faulenden Blättern von Acorus Calamus bei Abo in Finnland. . i etaea L. vulgare (Fries) Sacc, Syll. III. p. 633. Siehe Nähr- pflanze Aconitum, p. 324. An abgestorbenen Stengeln von Actaea etc. in Deutschland etc. Leptothyrium 325 Units tfims 3745. L. aliieum (Lev.) 'Sacc, Mich. I. p.202; Syll. III. p. 627. Syn. Melasmia alnea Lev., Ann. sc. nat. 1848, p. 252. Exs. Allesch. et Sehn., Fund bavar. exs. No. 381 (unter Gloeosporium). Krieger, Fungi saxonici No. (549. Fruchtgehäuse schildförmig, flach-convex, schwarz, dann fasl strahlenförmig -gefaltet; Sporen würstchenförmig , etwas gekrümmt, 8 — 9 fi lang, 1,5—2 /i dick, hyalin. An welkenden Blättern von Alnus glutinosa, A. incana und A. serrulata in Deutschland (Bayern, bei Oberammergau etc.): auch in Italien, Frankreich, Grossbritannien und Nordamerika. Diese Species ist jedenfalls passender zu Leptothyrium als zu Melasmia zu stellen. (Sacc. 1. c.) Vielleicht nur ein weiter vorgeschrittener Keifezu stand von Gloeosporium cylindrospermum Bonorden ? Cfr. Sacc. 1. c. und „Mykologische Mittheilungen aus Süd- Bayern' 1 in Hedwigia 1895, p. 275, No. 73. Aquilegia — L. vulgare (Fries) Sacc, Syll. III. p. 633. Siehe Xähr- pflanze Aconitum, p. 324. An abgestorbenen Stengeln von Aquilegia etc. in Deutschland etc. Aster 3746. L. asterinuni Berk. et Broom., Ann. of Xat. History, No. 1901, tab. III. flg. 1. Sacc, Syll. III. p. 632. Fleckenförmig, verdickt, rothgerandet; Sporen länglich, gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 25 — 38 // lang; Sporenträger stäbchenförmig. An Blättern von Aster Trifolium, Fleetwood in Grossbritannien (A. Bloxam). Sambusa 3747. L. culmigenum Sacc. et Brun., Champ. Saint, p. 340: Syll. X. p. 416. Fruchtgehäuse zerstreut oder einander genähert, scheibenförmig, etwas convex, schwarz, fast mündungslos ; Sporen eiförmig-länglich, hyalin, 3 u lang, 1,5 u dick. An Halmen von Bambusa arundinacea bei Saintes in Frankreich. 3748. L. Angelae Sacc in Rev. mycol. 1885, p. 160, tab. 55, fig. 5 bis. Sacc, Syll. X. p. 416. Fruchtgehäuse oberflächlich, herdenweise, flach, fast kreisförmig, von strahligem Gewebe, am Rande gewimpert, 1 / A — V2 mm i m Durch- Bambusa 326 Leptothyrium messer; Sporen spindelförmig, klein, beidendig ziemlich spitzig, 7—8 u lang, 1 ja dick, hyalin. Leptothyrium Angelae Sacc. a. Ein sehr stark vergrößertes Stück des Fruchtgehäuse- gewebes. b. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durchschnittenes Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte, freie Sporen. =äü5*= (j C Nach Saccardo in Eev. mycol. 1885, p. 160, tab. 55, fig. 5 bis. An einem Halme von kultivirter Bambusa mitis in Südfrankreich (Angele Roumeguere). Herberts 3749. L. Berberidis Cooke et Mass. in Grevillea XYI. p. 9. Sacc, Syll. X. p. 413. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, klein, punktförmig, schwarz, zerstreut, scheibenförmig; Sporen cylindrisch, beidendig abgerundet, einzellig, hyalin, 8 — 9 /t lang, 1,5 — 2 fi dick. An dürren Blättern von Berberis vulgaris bei Oxford in Gross- britannien. Wahrscheinlich mit diesem Pilze identisch ist: Leptothyrium Berberidis Eich., Cat. Champ. Marn. No. 1776. Fruchtgehäuse auf der ßlattunterseite , halbkugelig, dann im Centrum ein- sinkend, schwärzlich; Sporen nicht beschrieben. An abgestorbenen Blättern von Berberis vulgaris bei Aulnay-l'Aitre, Marne in Frankreich. Betula 3750. L. Betulae Fuck., Symb. myc. p. 383. Sacc, Syll. III. p. 627. Fruchtgehäuse (unecht?) herdenweise, punktförmig, schildartig, kreisrund, glänzend- schwarz; Sporen sehr klein, cylindrisch, ge- krümmt, ca. 4 (a lang, 1 u dick, hyalin, an der Spitze einfacher Sporenträger. An faulenden Blättern von Betula alba im Mittelheimer Walde im Rheingau. Brassica 3751. L. Brassicae Preuss, Fungi Hoyersw. No. 19. Sacc, Syll. III. p. 632. Hervorbrechend, halbkugelig, runzelig; Fruchtgehäuse kohlig, schwarz, innen schwach-dunkelbraun, zerfallend ; Sporen verlängert, beidendig abgerundet, hyalin, durchsichtig, einzellig. An Blättern von Brassica oleracea bei Hoyerswerda in der Niederlausitz. Leptothyrium 327 Bupleuru m JBupleurum — L. vulgare (Fries) Sacc, Syll. III. p. 633. Siehe Nähr- pflanze Aconitum, p. 324. An dürren Stengeln von Bupleurum longifolium etc. Buxua 3752. L. Buxi Passer, in litt, Brun., Liste Sphaerops. p. 64. Sacc, Syll. X. p. 413. Flecken weiss oder weisslich, halbkreisförmig, randständig, auf beiden Blattseiten sichtbar, von einer schwarzen Linie begrenzt: Fruchtgehäuse zerstreut, auf der Blattunterseite, punktförmig, schwarz, kreisrund, abgeplattet, erst bedeckt; Sporen kugelig, hyalin, 2,5 — 4 u im Durchmesser. Auf Blättern von Buxus sempervirens bei Saintes in Frankreich- Dieser Pilz scheint mit Phyllosticta limbalis Pers. (cfr. Allesch.Fung. imperf. I. p. 24) identisch zu sein. Ob er besser bei Phyllosticta oder Leptothyrium unter- zubringen ist. will ich nicht entscheiden. Cala m agrost is 3753. L. crastopbilum Bomm., Rouss. et Sacc, Contr. Myc. Belg. IV. p. 290. Sacc, Syll. X. p. 416. Fruchtgehäuse zerstreut, schildförmig -abgeplattet, kreisförmig, mattschwarzbraun, 210 — 250 u im Durchmesser, endlich einsinkend, von strahligem Gewebe; Sporen cylindrisch, gewöhnlich gerade, hyalin, an beiden Enden mit je einem Oeltropfen, 9 — 10 // lang, 2 fi dick. An Halmen und Blättern von Calamagrostis arundinacea, Poix in Frankreich. Carpinus 3754. L. Carpini Brun., Champ. Saint, p. 340. Sacc, Syll. X. p. 412. Fruchtgehäuse zerstreut, auf beiden Blattseiten, punktförmig, niedergedrückt-kugelig, schwarz, glänzend, mündungslos, leicht zer- fallend: Sporen länglich, hyalin, 5—7// lang, 3// dick, mit zwei Oeltropfen. An den Bracteen der Früchte von Carpinus Betulus bei Saintes in Frankreich. 3755. L. carpinicolum Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 993. Syn. Leptothyrium Carpini Roum. et Fautr.. Rev. myc. 1MI_\ p. 112. Sacc, Syll. XL p. 554. Flecken auf beiden Blattseiten, röthlich ; Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, abgeplattet, aufgewachsen, unter der Lupe bläulich ; Carpinus j^5 Leptothyrium Sporen 8 — 10 u lang, 1 u dick, an beiden Enden mit je einem Oeltropfen. An Blättern von Carpinus ßetulus, Oöte d'Or in Frankreich. Castanea 3756. L. Castaneae (Spr.) Sacc, Mich. Lp. 631 ; Syll. III. p. 628. Syn. Leptostroma Castaneae Spr., Syst. Veg. IV. p. 538. Xylonia geographicum Pers. sec. Saccardo. Sphaeria eastaneicola DC. pr. p. Fruchtgehäuse fast kreisrund oder eckig, flach, schwarz, glänzend, klein ; Sporen cylindrisch, 5 — 6 a lang, 0,7 ^ dick, hyalin. An abgefallenen Blättern von Castanea vesca in Deutschland, Italien und Portugal. Spermogonienform zu Coccomyces dentatus (Kunze et Schm.) Sacc forma Castaneae Sacc. Yar. Nucifoliae Massal., Nuov. Conti*-. Micol. Yeron. p. 47. Sacc, Syll. XL p. 554. Yon der typischen Art verschieden durch kaum glänzende Fruchtgehäuse und wenig kleinere Sporen von 3 — 4 u Länge, 1 t u Dicke. An abgefallenen Blättern von Juglans regia bei Tregnago nächst Yerona in Norditälien. — L. medium Cooke, Sacc, Syll. X. p. 412. Siehe Xähr- pflanze Quercus, p. 339. Yar. castanicola Cooke in Grev. XIII. p. 98. Sacc. 1. c Fruchtgehäuse zweimal kleiner als bei der typischen Art; die Fruktifikation ist aber die gleiche. An Blättern von Castanea vesca, Darenth in Grossbritannien. Cereus 3757. L. parasitieum Pollacci, Atti Ist. bot. Pavia, 2. Ser. Y. p. 4 extr. tab. YJI. fig. 8, 9 a. Sacc. et Sydow, Syll. XIY, p. 992. Flecken gross, grau - ocherfarben , anfänglich auf der lebenden Pflanze, mehr und mehr sich verbreitend; Fruchtgehäuse gross, herdenweise, kohlig, schildförmig; Sporen hyalin, eiförmig-länglich, mit zwei Oeltropfen, 8— 10 u lang, 3—4 a dick; Sporenträger 22,5 /* lang. An lebenden Stengeln von Cereus triangularis und stellatus im botanischen Garten zu Pavia in Xorditalien. Leptothi/riiim 329 Ghamaerope Chamnerops 3758. L. Peuzigii Pollacci, Atti Ist. botan. Pavia, 2. Ser. Y. 1896, p. 15, tab. III. fig. 2a et b. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 993. Fruchtgehäuse schildförmig, kohlig, dicht zerstreut, von deutlich strahligem Gewebe; Sporen einzellig, hyalin, eiförmig-länglich, 9 bis 10 fi lang, 2,25 fn dick, mit einem Oeltropfen ; Sporenträger lang. An Blattstielen von Chamaerops im butanischen Garten zu Genua in Norditalien. ( imieifuga — L. vulgare (Fries) Sacc, Syll. III. p. (io;>. Siehe Xäln- pflanze Aconitum, p. 324. An abgestorbenen Stengeln von Cimicifuga etc. in Deutsch- land etc. Coniferae 3759. L. Pini (Corda) Sacc, Syll. III. p. 627. Syn. Sacidium Pini (Corda) Fries, Summa Veg. Scand. p. 420. Coniothyrium Pini Corda, Icon. fung. IV. p. 38, fig. 105. Auf der Blattunterseite, sehr klein; Fruchtgehäuse warzen- förmig dunkelbraun, zellig, dann ringsherum aufreissend oder gelappt; Sporen gross, eiförmig- lau glich, hyalin, mit dünnem Epispor, 16 — 18 jte lang. An Blättern von Pinus und Abies in Deutschland, Oesterrei]1artii Passer. 1. c. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse dicht zerstreut oder fast herden weise, klein, schildförmig, schwarz, matt, mit etwas glänzendem Buckel, am Rande etwas ausgefressen; Sporen fast elliptisch, in der Mitte mit einer Querwand, bei derselben nicht oder nur leicht eingeschnürt, dunkelbraun, 8 — 10 ju lang, 5 /li dick. An entrindeten, abgefallenen Zweigen von Spartium junceum bei Yigheffio nächst Parma in Norditalien. Pycnidenform zu Seynesia Caronae Passer. Sacc, Syll. IX. p. 1066. V. Abtheilung. Hyaloplmigllliae Sacc. CXI. IMscosia Libert, Exs. No. 345. Fries, Summ. Yeg. Scand. p. 423. Sacc, Syll. III. p. 653. Fruchtgehäuse halbirt, scheibenförmig, fast oberflächlich, leicht zerfallend, schwarz, oft etwas glänzend, mit oder ohne Mündung, Discosia 377 Abi es häutig; Sporen länglich - wurstförmig, mit zwei bis mehreren Quer- wänden, öfter mit drei Querwänden, an beiden Enden mit einer Cilie, hyalin oder gelbgrünlieh ; Sporenträger stäbchenförmig. Der Name dieser Gattung- ist abgeleitet von discos = Scheibe, wegen dei Gestalt des Fruchtgehäuses. Abi es 3890. D. Artoereas (Tode) Fries, Summa Veg. Scand. p 423 Sacc, Syll. III. p. 653. Syn. Sphaeria Artoereas Tode, F. Meckl. II. p. 77. Fruchtgehäuse herdenweise , eingewachsen - frei , kreisförmig, schwarz, glänzend, erst convex, glatt, bald um die punktförmige Mündung niedergedrückt, endlich einsinkend, runzelig -gefaltet; Discosia Artoereas (Tode) Fries. a. Ein Blattstück mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein vergrössertes, durchschnittenes Fruchtgehäuse. c. Zwei schwach vergrösserte Frucht- gehäuse von oben gesehen. d. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. e. Drei sehr stark vergrösserte. freie Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici delin. tab. 1488. ,C Sporen würstchenförmig, an beiden Enden unter der abgerundeten Spitze eine Borste tragend, mit drei Querwänden, hyalin oder gelblich, 14 — 22 /u lang, 2—3,5 ii dick; Borsten 10 — 15 fi lang. An Blättern der meisten Bäume und Kräuter: Abies, Acer, AraJia, Betula, Cercis, Corylus. Crataegus, Fagus (Disc. Fagi Lib.), Fraxinus, Laurus, Ligustrnm, Magnolia, Paeonia, Pirus, Platanus, Populus, Prunus, Pteris, Quercus (Disc. quercicola De Not), Ranunculus, Robinia, Rosa, Rubus, Sorbus, Vitis etc. in Deutschland, Italien, Frankreich, Grossbritannien und Nordamerika, sehr gemein. Eine Sammelart, die bei genauerer Untersuchung höchst wahrscheinlich in mehrere selbstständige Arten zerlegt werden muss. Abies, Cumpliora 378 Discosia Forma Camphorae Sacc, Mich. IL p. 281; Syll. III. p. 653. Sporen länger, nämlich 30 ß lang, 3,5 fi dick, gekrümmt -stiel- rund, mit drei Querwänden, grünlich -hyalin, an beiden Enden mit je einer 10 u langen, 3 / 4 t u dicken Borste versehen. An Blättern von Camphora officinarum bei Florenz in Mittel- italien. 3891. D. strobilina Lib., Exs. No. 346. Fresen., Beiträge p. 68, tab. VIII. fig. 7—8. Sacc, Syll. III. p. 656. Fruchtgehäuse schildförmig, fast oberflächlich, 1 / b — 1 / 2 mm im Durchmesser, schwarz, fast kreisrund, glatt, im Centrum an der sehr kurzen Mündungspapille durchbohrt; Sporen stielrund-spindel- Discosia strobilina Libert. a. Fruchtgehäuse, 20 mal vergrössert. b. Sporen, 400 mal vergrössert. Nach Fresenius, Beitr. zur Mykologie, p. 68, tab. VIII. fig. 7 und 8. förmig, ziemlich gerade, unterhalb der beiden Enden mit je einer schiefen, die halbe Sporenlänge überragenden Borste versehen, mit drei Querwänden, nicht eingeschnürt, 18 — 20 a lang, fast hyalin. An abgefallenen Zapfen von Abies in den Ardennen. — D. Artocreas (Tode) Fries. Sacc, Syll. III. Siehe Nährpflanze Abies, p. 377. An Blättern von Acer etc. in Deutschland etc. Acer p. 653. Alnas 3892. D. alnea (Fers.) Berk., Outl. p. 318. Sacc, Syll. III. p. 654. Syn. Dothidoa alnea Fries, Syst. myc. II. p. 564. Xyloma alneum Pers., Synops. p. 108. Phlyctidium nitidum Wallr. sec. Sacc. Discosia nitida Lev. sec. Sacc. Exs. Rabenhorst, Fungi europaei No. 539. Auf beiden Blattseiten, zerstreut, fast rund, schwarz, glänzend, anfänglich flach convex, dann niedergedrückt, einsinkend, runzelig- gefaltet; Sporen mit drei Querwänden, 20 [a lang, beidendig mit einer schiefen Cilie. Discosia 379 Abi us An noch lebenden und welken Blättern von Alnus glutinosa, A. incana, Magnolia in Deutschland, Schweden, Grossbritannien und Nordamerika. Saccardo 1. c. bemerkt: Wahrscheinlich eine weitere Form von D. Artocreas (Tode) Fries. Aralia — D. Artocreas (Tode) Fries. Sacc., Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abi es, p. 377. An Blättern von Aralia etc. in Deutschland. Arbutus 3893. D. vagans De Not., Att. Acc. Tor. 1899, p. 354, fig. 5. Sacc, Syll. III. p. 654. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite oder auch auf der Ober- seite, zerstreut oder herdenweise, convex- schildförmig, kreisrund, länglich oder nierenförmig , an der kurzen Mündungspapille durch- bohrt; Sporen ziemlich stielrund, fast gerade, beidendig ziemlich spitzig, mit drei Querwänden, nicht eingeschnürt, an beiden Enden mit je einer abstehenden Borste, welche die halbe Sporenlänge kaum erreicht, versehen, 24—2(5 /t lang, 3 — 3,5 u dick. An Blättern von Arbutus Unedo und Laurus nobilis in Nord- italien. Betula, Cerds, Corylus — D. Artocreas (Tode) Fries. Sacc, Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abi es, p. 377. An Blättern von Betula, Cercis, Corylus etc. in Deutschland etc. Crataegus 3894. D. clypeata De Notar., Microm. Dec. III. No. 7. Fresen., Beitr. p. 68, tab. VIII. flg. 4. Sacc, Syll. III. p. 654. Discosia clypeata De Notar. a. Fruchtgehäuse, 20 mal vergrössert. b. Ein Theil des Hymeniums mit Sporen und Sporenträgern. c. Sporen, 400 mal vergrössert. Nach Fresenius, Beitr. zur Mykologie, p. (58, tab. VIII. fig. 4, 5 und 6. Fruchtgehäuse schildförmig, ziemlich gross, 7 a mm im Durch- messer, fast kreisrund, schwarz, endlich runzelig; Sporen spindel- förmig, beidendig spitzig und mit einer aus der Spitze selbst hervor- Crataegus 380 Discosia tretenden Borste fast von der Länge der Sporen versehen, mit drei Querwänden, nicht eingeschnürt, fast hyalin, 16 — 17 fi lang. An abgefallenen Blättern von Crataegus, Fagus, Populus, Quercus, Rosa in Deutschland und Italien. Nach Fresenius von Discosia Artocreas durch die grösseren Fruchtgehäuse und die aus der Spitze der Spore selbst hervortretenden Borsten leicht zu unter- scheiden. Epilobium 3895. D. Passerinii Sacc, Mich. I. p. 491 ; Fung. ital. tab.435 ; Syll. III. p. 656. Fruchtgehäuse scheibenförmig, endlich concav, schwarz, klein; Sporen sichelförmig-gekrümmt, 20 a lang, 4 [i dick, vierzellig, die zwei mittleren Zellen olivenfarbig, die zwei Endzellen mit den 20 ^ langen, l j % fi dicken Cilien, hyalin. An Stengeln von Epilobium Dodonaei beiYigheffio nächst Parma in Norditalien. Fagus, Fraximis, Lauras — D. Artocreas (Tode) Fries. Sacc, Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abies, p. 377. An Blättern von Fagus, Fraxinus, Laurus etc. — D. clypeata De Notar. Sacc, Syll. III. p. 654. Siehe Nährpflanze Crataegus, p. 379. An abgefallenen Blättern von Fagus etc. in Deutschland etc. — D. vagans De Not. Sacc, Syll. III. p. 654. Siehe Nähr- pflanze Arbutus, p. 379. An Blättern von Laurus nobilis etc. Ligustrum, Magnolia, Paeonia, Pirus — D. Artocreas (Tode)Fries. Sacc, Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abies, p. 377. An Blättern von Ligustrum, Magnolia, Paeonia und Pirus Malus etc. in Deutschland etc. — D. alnea (Pers.) Berk. Sacc, Syll. III. p. 654. Siehe Nährpflanze Alnus, p. 378. An noch lebenden und welken Blättern von Magnolia etc. Platcmus 3896. 1>. ignoMlis Fautr., Kev. mycol. 1890, p. 47. Sacc, Syll. X. p. 426. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, zerstreut oder ziemlich breit-herden weise, scheibenförmig, glänzend -schwarz, punktförmig, Biscosia 381 Platamts Sporen cylindrisch, gerade, mit drei Querwänden, bei denselben nicht eingeschnürt, hyalin, 19— 26 /t lang, 2,5—3,5// dick, inner- halb der beiden Enden mit je einer Cilie von der halben Länge der Sporen. An faulenden Blättern von Platanus Orientalis bei Noidan, Cöte d'Or in Frankreich. 3897. 1). Platani Otth, Berner Mittheil. 1868, p. 61. Sacc, Syll. XI. p. 557. Fruchtgehäuse klein, oberflächlich, glänzend -schwarz; Sporen 14—18 fx lang, 2,5 fi dick, stumpf, kaum gefärbt, mit undeutlichen Q.uerwänden, an beiden Enden je eine Cilie. An abgefallenen Blättern von Platanus bei Bern in der Schweiz. — D. Artocrcas (Tode) Fries. Sacc, Syll. 111. p. 653. Siehe Näbrpflanze Abi es, p. 377. An Blättern von Platanus etc. in Deutschland etc. 3898. D. Julia Spegazz., Mich. IL p. 281. Sacc, Syll. III. p. 654. Fruchtgehäuse zerstreut, gross, 1 j 2 — l l / 2 mm im Durchmesser, scheibenförmig, linsenartig, bei Trockenheit runzelig, schwarz; Sporen cylindrisch - spindelförmig, ungleichseitig, beidendig ziemlich spitzig- abgerundet, an beiden Enden mit je einer etwas seitlichen CiJie, körnig, einzellig, klein, 5 — 6 u. lang, 1,5 /* dick; die obere Cilie 2 fi lang, die untere 3 — 4 u lang. An Blättern von Populus Tremula in den Bergen bei Belluno in Norditalien, sehr selten. Eine gut unterscheidbare, mündungslose Species. — D. Artocreas (Tode) Fries. Sacc, Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abies, p. 377. An Blättern von Populus etc. in Deutschland etc. Prunus, Pteris, Queren s, Ranunculus, Robinia, Itosa, Iiubus — D. Artocreas (Tode) Fries. Sacc, Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abies, p. 377. An Blättern von Prunus, Pteris, Quercus, Ranunculus, Robinia, Rosa, Rubus etc. in Deutschland etc. Pojmlus, Quercus, Eosa etc. 382 Discosia — D. clypeata De Not. Sacc. , Syll. III. p. 654. Siehe Nährpflanze Crataegus, p. 379. An Blättern von Populus, Quercus, Rosa etc. in Deutschland etc. Saline 3899. D. elliptica Fresen., Beitr. z. Mykol. p. 67, tab. VIII. fig. 9-11. Sacc, Syll, III. p. 656. Fruchtgehäuse fast oberflächlich, schildförmig, elliptisch, V 2 mm lang, schwarz, glatt, im Centrum durchbohrt; Sporen stielrund- spindelförmig, gerade, mit drei Querwänden, bei denselben nicht Discosia elliptica Fresen. a. Fruchtgehäuse, 20 mal vergrössert. b. Sporen, 400 mal vergrössert. Nach Fresenius, Beitr. zur Mykologie, p. 67, tab. VIII. fig. 9 und 10. eingeschnürt, hyalin, innerhalb der beiden Enden mit je einer Borste von der halben Länge der Spore versehen, 15 u lang (ohne die Cilien). Auf der inneren Seite der Rinde von Salix Caprea bei Cassel in Deutschland. Smilaoc 3900. D. siuilaciiia De Not., Atti Accad. Tor. 1849, p. 354, fig. VI. Sacc, Syll. III. p. 656. Fruchtgehäuse fast oberflächlich, schildförmig, in der Mitte etwas concav und undeutlich durchbohrt, 1 j A mm im Durchmesser; Sporen ziemlich stielrund, fast gerade, beidenclig stumpf lieh und unter der Spitze mit je einer Cilie von der halben Länge der Spore versehen, mit 3 — 4 Querwänden, fast hyalin, 25 u lang, 3—3,5 ,« dick. An trockenen Blättern von Smilax aspera bei Genua in Nord- italien. D. maculicola Gerard in Ellis, North. Am. Fungi No. 1175 ist von der be- schriebenen Art sicher verschieden. Sorbus — 1). Artocreas (Tode) Fries. Sacc, Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abies, p. 377. An Blättern von Sorbus etc. in Deutschland. Discosia 383 Sparganium Sparganium 3901. D. aquatiea Fautrey, Revue mycol. 1893, p. 17. Sacc, Syll. XL p. 557. Fruchtgehäuse zerstreut, aufgewachsen, schwarz, in der Mitte von einem Porus durchbohrt, zerbrechlich; Sporen mit 1—3 Quer- wänden, 20 u lang, 2 ,u dick, cylindrisch, hyalin, beidendig mit je einer Cilie von 10 ,« Länge, 0,2 fi Dicke. Auf Sparganium erectum, Cöte d'Or in Frankreich. Thea 3902. B. Tkeae Cav., Mar. Lomb. p. 20, tab. IL flg. 2. Sacc, Syll. X. p. 427. Fruchtgehäuse zerstreut, oberflächlich, abgeplattet, matt-schwarz, runzelig, an der etwas hervorragenden Mündung durchbohrt; Sporen cylindrisch, leicht- gekrümmt, an beiden Enden stumpf und mit je einer schiefen Cilie versehen, mit drei Querwänden, die mittleren Zellen schwach gelb-grünlich, die Endzellen hyalin, 18—20// lang, 2—3 fi dick; die Cilien 6— 8 /u, lang. An welken Blättern von Thea viridis im botanischen Garten zu Pavia in Norditalien. Ob genügend verschieden von D. Artocreas (Tode) Fries ? Sacc. 1. c. Unbestim mte Näh rpfla n Zi 3903. B. niinuta Ges. in Klotzsch, Herb, mvcol. Sacc, Svll. 111. p. 655. Exs. Klotzsch, Herb, mycol. No. 1961. Fruchtgehäuse herdenweise, ziemlich flach, auf der Blattober- seite; Sporen cylindrisch, undeutlich gekrümmt, mit mehr aus der Spitze der Sporen entspringenden, der Axe der Sporen parallelen Cilien, von der Länge der Sporen. An Blättern im nördlichen Italien. Vitis 3904. B. Yitis Schulz, in Pirotta, Fungh. Vit. p. (54 Sacc, Syll. III. p. 656. Fruchtgehäuse einfach, fast kugelig, oben schwarz, hart ; Sporen ei-spindelförmig, etwas gekrümmt, mit drei Querwänden, bei den- selben wenig eingeschnürt, 22 u lang, 5 u dick, die beiden End- zellen mit je einer Cilie versehen, hyalin; Sporenträger einfach, hyalin. An Aesten von Yitis vinifera etc. in Ungarn. Vitis 384 Discosia — D. Artocreas (Tode) Fries. Sacc, Syll. III. p. 653. Siehe Nährpflanze Abi es, p. 377. An Blättern von Yitis vinifera etc. in Deutschland etc. CXII. Eiitomosporiuni L e v. in Moug., Stirp. Vog. No. 1457. Sacc, Syll. III. p. 657. Syn. Morthiera Fuck., Symb. myc. p. 382. Fruchtgehäuse abgeplattet- halbkugelig, mündungslos, schwarz, unecht?; Sporen kreuzförmig-vierzellig, denn an den zweizeiligen Mitteltheil schliessen sich noch zwei seitliche Zellen an, alle vier Zellen mit Borsten; Sporenträger bald abfallend. Der Name ist gebildet aus entoma (Insecten) und spora = Spore. Cotoneaster 3905. E. Mespili (DC.) Sacc, Mich. II. p. 115; Syll. III. p.657. Syn. Entomosporium brachiatum Lev. in Moug., Stirp. Vog. No. 1457. Xyloma Mespili DC. Flor. Fr. VI. p. 158. Morthiera Mespili Fuck., Symb. mye. p. 382, tab. II. fig. 25. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 557. Krieger, Fungi saxonici No. 993. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, abgeplattet, schwarz, fast mündungslos; Sporen vierzellig, 25 fi lang, 15 f.i dick, die seitlichen Entomosporium Mespili (DC.) Sacc. Eine sehr vergrösserte , vierzellige Spore. Nach Fuckel, Symb. mycol. tab. II. fig. 24. Zellen grösser und gerundeter als jene der folgenden Art; Stiel 20 u lang, 2,5 fjt dick ; die seitlichen Borsten kürzer. An Blättern von Cotoneaster tomentosa, C. vulgaris und Pirus silvestris in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich. Pirus 3906. E. maculatum Lev. in Moug., Stirp. Vog. No. 1458. Sacc, Syll. III. p. 657. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, abgeplattet, schwarz, fast mündungslos; Sporen vierzellig, 18 — 20« lang, 12^ dick, hyalin, die seitlichen Zellen klein, niedergedrückt; Stiel fadenförmig, 20 ju lang, 3 / 4 fi dick; die seitlichen Borsten sehr lang. An Blättern von Pirus communis in Deutschland z. B. bei Weihenstephan nächst Freising (Prof. Dr. Weiss), auch in Frankreich. Entomosporium 385 Me^püus ß doinosticum Sacc, Mich. IL p. 115; Syll. III. p. 657. Morthiera Mespili Sacc, Myc. Ven. No. 525. Sporen 18 u lang, 8 u dick, die seitlichen Zellen ziemlich zu- sammengedrückt; Stiel 15 (x lang, ö / 4 /< dick; die seitlichen Borsten sehr lang. An Blättern von Mespilus germanica in den Ardennen und in Norditalien. VI. Abtheilung. Phaeophragmiae Sacc. CXIII JLabridiutu Vestergren, Oefv. K. Vet. Acad. Förh. 1897, No. 1. p. 43. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 997. Fruchtgehäuse halbirt, hysterienähnlich- spaltig, endlich weit geöffnet, häutig-kohlig, schwarz; Sporen mit mehreren Querwänden, braun, beidendig mit je einer Cilie; Sporenträger fadenförmig. Der Name ist gebildet aus labrum = die Lippe, wegen der Form des Fruchtgehäuses. Durch die weitgeöffneten Fruchtgehäuse erinnert diese Gattung an die Exeipulaceen. Potent U In 3907. L. liians Vestergr. 1. c. Sacc. et Sydow 1. c. Fruchtgehäuse an den weisslichen Stengeln zerstreut, mehr oder weniger verlängert, länglich -elliptisch oder spindelförmig, hysterienförmig, durch einen anfänglich sehr schmalen, dann mehr oder weniger weit-klaffenden Längsspalt geöffnet, halbirt, l l 2 — 2 l3 mra lang, 1 j 3 — l l 2 mm breit, häutig-kohlig, schwarz, von ziemlich dichtem, aber nicht deutlich parenchymatischem , fast undurchsichtigem, schwarz-braunem Gewebe; Zellen gerundet, klein, ca. 3 u im Durch- messer; Sporen länglich, ungleichseitig oder etwas gekrümmt, mit drei Querwänden, bei denselben eingeschnürt, erst hyalin, dann kastanienbraun, beidendig unter der Spitze mit je einer hyalinen, bis 9 // langen Cilie versehen, 11 — 14 u lang (ohne die Cilien), 4 bis 5 (Li dick; die beiden Endzeilen ziemlich blass, gerundet, kleiner; Sporenträger einfach, von verschiedener Länge, bis ^0 u lang, hyalin einzellig. An trockenen Stengeln von Potentilla reptans in Gotland (Schweden). Winter, die Pilze. VII. Abth. 25 Holcus, Mölinia 386 Actinothyrium VII. Abtheilung. ScoleCOSporae Sacc. CXIV. Actinothyrium Kunze, Mykol. Hefte IL p. 81. Säcc, Syll. III. p. 658. Fruchtgehäuse halbirt, schildförmig, etwas zerfallend, nicht oder kaum geöffnet, häutig, mit deutllich strahlenförmig-gewimpertem Kande, schwarz: Sporen fadenförmig, hakig-gebogen, hyalin. Der Name dieser Gattung ist zusammengesetzt aus actin = Strahl und thyreos = Schild. Sacc. führt sechs Arten auf, wovon nur zwei aus Europa, die übrigen aus Amerika bekannt sind. Holcus, Molinia 3908. A. Graminis Kunze, Mykol. Hefte p. 81, tab. II. fig. 3. Sacc, Syll. III. p. 658. Exs. Kabenhorst, Fungi europaei No. 1178. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, halbirt, flach, fast kreisrund, im Centrum etwas gebuckelt, am Bande deutlich strahlig- Actinothyri um Graminis Kunze. a. Ein Stückchen eines Grashalmes mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Schwach vergrösserte Fruchtgehäuse von ^'Z' J oben, von unten und im Durchschnitte. %\i}itze kaum ablösend; Sporen wie bei der vorgenannten Art. An trockenen Halmen von Scirpus Holoschoenus bei Parma in Norditalien. Melophia 387 Quercus CXY. Melopliia Sacc., Syll. III. p. 658. Syn. Melasmia Lev. pr. p. Fruchtgehäuse abgeplattet-etwas convex, halbirt, ziemlich weich, schwarz oder grau -braun, endlich runzelig, mündungslos oder un- regelmässig aufreissend ; Sporen verlängert-schlangenförmii:, einzellig, hyalin. Der Name ist gebildet aus melas = schwarz und ophis = Schlange* er soll andeuten, dass Melophia gleichsam eine Melasmia mit schlangenförmigen Sporen ist. Saccardo führt 13 Arten auf, von denen nur eine bisher in Europa beobachtet wurde, während die übrigen meist Bewohner der Tropen sind. Quercus 3910. M. opliiospora (Lev.) Sacc, Syll. III. p. 659. Syn. Melasmia ophiospora Lev., Ann. Sc. nat. 1848, p. 253. Fruchtgehäuse herdenweise, fast reihenförmig , aufgewachsen, mit abgeplatteter Basis, convex, glatt, endlich niedergedrückt, runzelig, innen und aussen schwarz; Sporen verlängert, einzellig, beidendig stumpf, gekrümmt oder schlangenförmig. An der Einde von Quercus Suber auf Corsica und in Süd- frankreich. CXYI. Bruncliorstia Erikss. in Bot. Centralbl. 1891, No. 36, p. 298. Sacc, Syll. X. p. 431. Fruchtgehäuse hervorbrechend, warzenförmig, mit unregelmässig gefalteter Oberfläche, die kleineren einkammerig, die grösseren durch Scheidewände mehr oder minder vollkommen mehrkammerig, erst mündungslos, endlich mit einer Pore oder mehreren unregel- mässigen aufreissend ; Sporen fadenförmig, mit Querwänden, hyalin ; Sporenträger fast gerade, mit Querwänden, gedrängt. Diese Gattung wurde dem norwegischen Botaniker Dr. J. Brunchorst, dem Entdecker dieses Pilzes, zu Ehren benannt. I'huis 3911. Br. destruens Erikss. 1. c Sacc, Syll. X. p. 431. Syn. Brunchorstia Pini Allesch. in v. Tubeuf, Pflanzenkrankh. 1895, p. 495. Fruchtgehäuse einzeln oder zwei bis drei, selten zu vier bis sieben gehäuft, 1—2 mm breit; Sporen fadenförmig, gekrümmt, beidendig verschmälert und stumpf abgerundet, mit 3—4 Quer- wänden, 33—50 jii lang, 3 /* dick. Am untern Theile lebender Blätter von Pinus austriaca, den- selben sehr schädlich, in Norwegen. Nach Dr. G. Lindau, Fung. imperf. in Englers Natürl. Pflanzenfam. sind auch schon ähnliche Krankheitserscheinungen in Deutschland beobachtet worden. 25* Agrostis 388 Leptostromella CXVII. Iieptostromella Sacc, Mich. IL p. 632; Syll. III. p. 659. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, dann fast ober- flächlich, verlängert, niedergedrückt -convex, etwas kohlig, schwarz, mit einem mehr oder weniger deutlichen Längsspalt sich öffnend; Sporen Stäbchen- oder fadenförmig, einzellig oder mit Querwänden, hyalin; Sporenträger stäbchenförmig. Der Name ist abgeleitet von Leptostroma, von welcher Gattung sich die in Rede stehende besonders durch die stäbchenförmigen Sporen unterscheidet. Saccardo führt 17 Arten auf, von denen nur die folgenden bisher aus Europa bekannt sind. Agrostis 3912. L. anccps Passer., Diagn. di Fungh. Nuovi Nota IV. in Atti R. Acc. dei Lincei (Roma). Rendiconti, 1888, Bd. IV. p. 104. Sacc, Syll. X. p. 431. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, fast reihenweise, eingewachsen- hervorbrechend, länglich, mit einem dünnen Längsspalt sich öffnend; Sporen stäbchenförmig-keulig, gerade oder gekrümmt, mit mehreren Querwänden, bei denselben endlich eingeschnürt und zuweilen zer- fallend, hyalin, 45—50 u lang, 2,5—3,5 fx dick. An dem Rhizom und den Ausläufern von Agrostis vulgaris bei Vigheffio nächst Parma in Norditalien. Carex 3913. L. caricina Brun., Flor. myc. Saint, et Four. in Bull. Soc. Sc. natur. de l'Ouest, p. 220. Sacc, Syll. XL p. 558. Fruchtgehäuse hervorbrechend, lanzettförmig, schwarz, mit schmalem Spalte; Sporen mit mehreren Oeltropfen, 50 — 65« lang, 3 — 3,5 u dick, hvalin. An trockenen Blättern von Carex muricata bei Saintes in Frankreich. Caryophyllacea 3914. L. orMcularis Berl., Exe. Frioul. p. 25. Sacc, Syll. X. p. 430. Fruchtgehäuse zerstreut, kreisförmig, schwarz, oben abgeplattet- convex, faltig-gestreift, 0,3 mm im Durchmesser, mündunglos; Sporen cylindrisch, etwas gekrümmt, 24- 26 u lang, 3 /i dick, beidendig abgerundet, mit Oeltropfen, wolkig, hyalin; Sporenträger halb so lang wie die Sporen. An abgestorbenen Stengeln einer Caryophyllacee, bei Osopo im Friaul. Leptostromella 389 Cynanchum Cynanchum 3915. L. hysterioides (Fries) Sacc, Svll. III. p. 659; Fung. ital. del. tab. 1493. Syn. Leptostroma hysterioides Fries, Syst. mye. IL p. 599. Länglich, schwarz, verschieden geformt, im Centrum etwas aufgetrieben, runzelig -gestreift, zerfallend; Sporen eylindrisch, u ;: Leptostromella hysterioides (Fr.) Sacc. a. Ein Stengelstückchen von Cynanchum Vincetoxicum mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein ebensolches, schwach vergrössert. c. Sehr stark vergrösserte Sporen mit den Sporenträgern. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici del. tab. 1493. gekrümmt, 20—25 f.i lang, 2 jli dick, mit mehreren einreihigen Oel- tropfen, hyalin. An welken oder abgestorbenen Stengeln von Cynanchum, Cytisus, Dianthus, Paeonia, Peucedanum in Deutschland, Italien und Schweden. Var. graiiiiiiicolum De Not, Micr. ital. III. fig. 6. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse länglich, kleiner als in der typischen Art, beid- endig ziemlich stumpf, niedergedrückt, schwarz, leicht zerfallend, gefurcht; Sporen spindelig-stäbchenförmig, gekrümmt, 16 — 18 u lang. An Scheiden und Halmen von Molinia caerulea in Norditalien. Diese Form ist immer länglich , elliptisch oder verlängert, mit sehr dünnen Längsfurchen, aber nicht überall runzelig. Die Farbe ist meistens matt. Cytisus, Dianthus — L. hysterioides (Fr.) Sacc, Syll. III. p. 659. Siehe oben Nährpflanze Cynanchum. An Stengeln von Cytisus und Dianthus etc. in Deutsch- land etc. Grammeae 390 Leptostromella Gramineae 3916. L. septorioides Sacc. et Roum., Mich. II. p. 632; Syll. III. p. 660. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, parallel herdenweise, ein- gewachsen -hervorbrechend, länglich, 1 / 3 — 3 / 4 mm im Durchmesser, mit einem kleinen Spalt geöffnet, schwarz, kohlig ; Sporen stäbchen- förmig, leicht gekrümmt, 40 — 45 /u lang, 0,6 — 1 fx dick, hyalin, ein- zellig; Sporenträger bündelweise, halb so lang als die Sporen. An trockenen Blättern von Gräsern (Festuca?) in den Ardennen. tTwybcus 3917. L.jmicina (Fries) Sacc, Mich. IL p. 352 ; Syll. III. p. 660. Syn. Leptostroma juncinum Fries, Syst. myc. IL p. 598. Fruchtgehäuse flach, verlängert, schildförmig, glänzend-schwarz, mündungslos, mit einem kleinen, wenig deutlichen Spalte geöffnet; Sporen cylindrisch, etwas gekrümmt, 25 — 30 /u lang, 2 fn dick, mit mehreren Oeltropfen, hyalin ; Sporenträger sehr kurz, ziemlich dick. An Halmen von Juncus effusus, J. conglomeratus etc. in Deutschland, Italien, Frankreich, Grossbritannien und Schweden. Lepidium 3918. L. tenuis Sacc. Syll. III. p. 660. Syn. Leptostroma tenuis Sacc, Mich. IL p. 282. Fruchtgehäuse herdenweise, eingewachsen, hervorbrechend, ver- längert, massig niedergedrückt, klein, 1 / 5 — 1 / 2 mm im Durchmesser, mündungslos, von parenchymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen cylindrisch, etwas gekrümmt, 20 — 22 /n lang, S 1 /,^ /li dick. An Stengeln von Lepidium graminifolium bei Padua in Norditalien. Molinia — L. hysterioid.es (Fries) Sacc, Syll. III. p. 659. Siehe Nährpflanze Cynanchum, p. 389. Tai*, graminicolum De Not. Micr. ital. III. fig. 6. Sacc. 1. c. Sporen stäbchenartig-spindelförmig, gekrümmt, 16 — 18 p lang. An Scheiden und Halmen von Molinia caerulea in Norditalien. Paeonia, Peucedanuni Siehe Nährpflanze Cynanchum, p. 389. Phragmites 3919. L. Phragmitis Brun., Flor. myc. Saint, et Four. in Bull. Soc. Sc. nat. de l'Ouest, p. 220. Sacc, Syll. XL p. 558. Fruchtgehäuse linear -länglich, in parallelen Reihen, schwarz, mit schmalem Spalte; Sporen einzellig, mit Oeltropfen, hyalin, 20—22 fi lang, 3—3,5 ^ dick. Leptostromella 391 Fhragmites An trockenen Blättern von Phragmites communis bei Fouras in Frankreich. Populus 3920. L. umtoellata Vestergr., Oefv. K. Yet. Acad. Förh. 1897, No. I. p. 44. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 998. Fruchtgehäuse in der Längsrichtung entrindeter Zweige längs der Holzfasern reihenweise oder zerstreut, oberflächlich, nur mit der Basis eingewachsen, verlängert, stielrund-spindelförmig, hysterien- artig, halbirt, mit einem sehr deutlichen Längsspalt geöffnet, 1 bis 3 mm lang, 0,3 — 0,5 mm breit, kohlig, schwarz, von braunem, paren- chymatischem Gewebe; Sporen fadenförmig, sehr gebogen, 17 — 25 u lang, 1 u dick, einzellig, ohne Oeltropfen, hyalin; Sporenträger den Sporen ähnlich, aber gerade, 20 — 30« lang, zu 6—8 an der Basis verwachsen, aus einem 7 u langen, 3 /< dicken, gemeinschaftlichen Sporenträger entspringend. An entrindeten Zweigen von Populus Tremula in Gotland (Schweden). Eine ausgezeichnete Art, welche wegen der unten dicken, einzelligen, auf- wärts doldenförmig -verästeten Sporenträger vielleicht den Typus einer neuen Gattung darstellt. Saccardo und Sydow bringen diese Art in das neu aufgestellte Subgenus Vestergrenia Sacc. et Sydow mit ziemlich dicken, an der Spitze dolden- förmig- verästelten Sporenträgern. Pteris 3921. L. aquilina C. Mas sah, Mat. Mic. Veron. p. 99, tab. III. fig. 17. Sacc, Syll. X. p. 431. Fruchtgehäuse halbirt-schildförmig, unter der Oberhaut, länglich, abgeplattet, mit häutigen Wänden, schwarz, oft unvollständig, von undeutlich -zelligem Gewebe, hysterienartig- spaltig; Sporen faden- förmig, fast schlangenartig -gekrümmt oder bogenförmig, 50 — 80 u lang, 2 ß dick, hyalin, einzellig, mit sehr kleinen Oeltropfen. An den Aesten trockener Wedel von Pteris aquilina bei Treg- nago nächst Verona in Norditalien. Auf Pteris aquilina ist noch aus Algier beschrieben: L. pteridina Sacc. et Koum., Syll. III. p. 660, welche sich durch 80// lange, V/. 2 /x dicke, mit 5—6 Quer- wänden getheilte Sporen von der vorbeschriebenen Art unterscheidet. 3922. L. cladopoda Sacc. in Grevillea XXI. p. (37: Syll. XI. p. 558. Fruchtgehäuse locker-reihen weise, fast oberflächlich, verlängert, etwas convex, mattschwarz, 0,5—0,7 mm lang, 0,2 mm breit, von einem dünnen Spalte durchzogen; Sporen schmal - spindelförmig, Tunka 3$ 2 Leptostromella gerade oder etwas gekrümmt, 20—22// lang, 3 /i dick, wolkig, hyalin; Sporenträger stäbchenförmig, 15-20 u lang, 2-4// dick, meistens an der Basis gabeltheilig, selten verschieden-ästig, schwach- honigfarben, wenn gehäuft liegend fast russfarbig. An abgestorbenen Blättern von Typha angustifolia bei Saintes in Frankreich. Von Leptostromella hysterioides (Fr.) Sacc. var. graminicolum De Notar, vor- züglich durch die wenig dickeren Sporen und die gefärbten, deutlich gabeltheiligen Sporenträger verschieden: von Leptostroma nitidum Wallr. , dessen Sporen un- bekannt sind, weicht sie durch die matten, nicht glänzenden Fruchtgehäuse ab. CXVIII. Cliaetopeltis Sacc, Bull, del Lab. Bot. d. R Univ. Siena, 1898, fasc. I. p. 14. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 998. Fruchtgehäuse halbirt, häutig, zerfallend, kleinzellig, mündungs- los, kreisförmig, schwarz, endlich zerbrochen, mit steifen, septirten, schwärzlichen Borsten bekleidet; Sporen stäbchenförmig, fast sitzend, mit mehreren Querwänden, hyalin, leicht in Glieder zerfallend. Der Name dieser Gattung ist gebildet aus chaete = Borste und pelte = kleiner Schild. Der Name Chaetopeltis dürfte jedoch geändert werden müssen, da G. Berthold schon im Jahre 1878 in seiner Arbeit: Untersuchungen über die Verzweigungen einiger Süsswasseralgen in Nova Acta d. Leop. Carol. Akad. Bd. 40, No. 5 den Namen Chaetopeltis an eine Algengattung vergeben hat. Allerdings ist inzwischen von G. v. Lagerheim für diese Algengattung der Name „Bertholdia" in Vorschlag gebracht worden. Laurus 3923. Ch. laurina (Tassi) Sacc. 1. c. tab. XI. fig. 6; Syll. XIV. p. 999. Syn. Volutellaria laurina F. Tassi, Atti d. E. Accad. dei Fisiocr. Siena, 4. Ser. VIII. 1897, p. 5, -fig 6. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, oberflächlich, halbkugelig- scheibenförmig, zuweilen abgeplattet, sitzend, polsterartig, grau- schwarz, 2 / 3 — 1 mm im Durchmesser, am Rande mit geraden, etwas abstehenden, 200 — 250 n langen, drei- bis fünfmal septirten, auf- wärts verschmälerten, schwärzlichen Borsten versehen; Sporen 45 bis 52^ lang, 2 /n dick, hyalin, mit 4—6 Querwänden, leicht in Glieder zerfallend, an der Basis stielförmig verdünnt. An faulenden Blättern von Laurus nobilis im botanischen («arten zu Siena in Italien. 393 IV. Familie. Excipulaceae Sacc. Fruchtgehäuse tief Schüssel-, teller- oder fast becherförmig, oder auch öfter hysterienartig, anfänglich zuweilen etwas kugelig, aber bald weit geöffnet, häutig oder kohlig, schwarz, hervorbrechend oder oberflächlich, kahl oder behaart; Sporen verschieden gestaltet. Uebersicht der Gattungen dieser Familie. I. Abtheilung. Hyalosporae Sacc. Sporen kugelig, elliptisch oder länglich, einzellig, fast hyalin. A. Fruchtgehäuse kahl. a. Fruchtgehäuse napf- oder schüsseiförmig, sich mit einem Spalte öffnend. a. Fruchtgehäuse aus verklebten, dunklen Hyphen bestehend. 1. Fruchtgehäuse anfänglich kugelig, geschlossen, bald mit ganz- randiger Mündung weit geöffnet, fast wachsartig . Godroniclla. ß. Fruchtgehäuse mit zelligem Gewebe. 2. Fruchtgehäuse becher- oder napfförmig; Sporen trag er einfach Excipula. 3. Fruchtgehäuse becher- oder napfförmig; Sporen träger ästig Heteropatella. 4. Fruchtgehäuse anfänglich fast kugelig, geschlossen, dann unregelmässig aufreissend und einsinkend . . Dotliichiza. 5. Fruchtgehäuse napf- oder krngförmig, fleischig oder häutig, purpurfarbig oder gelblich Lomal is. 6. Fruchtgehäuse stielrund-kegel- oder napfförmig, fast leder- artig oder hornig, schwarz (Jatinula. 7. Fruchtgehäuse scheibenförmig, oft unvollständig, von der Epidermis bedeckt Discula. 394 b. Fruchtgehäuse spaltig oder zweilappig aufreissend. 8. Fruchtgehäuse zweilappig aufreissend; Sporenträger stäbchenförmig, typisch verästelt .... Sporonema. 9. Fruchtgehäuse zweilappig aufreissend; Sporen träger un- deutlich oder einfach Pleocoeeum. 10. Fruchtgehäuse breit spaltenartig (hysterienförmig) sich öffnend Psilospora. B. Fruchtgehäuse behaart oder borstig. 11. Fruchtgehäuse napfförmig; Sporen beidendig abgestutzt Ainerosporimn. 12. Fruchtgehäuse wie vorher; Sporen beidendig mit je einer Cilie Dinemasporium. 13. Fruchtgehäuse wie vorher; Sporen an der Spitze mit mehreren Cilie n Polynema. IL Abtheilung. Phaeosporae Sacc. Sporen elliptisch, russfarbig, einzellig. 14. Fruchtgehäuse flach- scheibenförmig, am Rande glatt Phaeodiseula. III. Abtheilung. Hyalodidymae Sacc. Sporen länglich oder eiförmig, mit einer Querwand, hyalin. 15. Fruchtgehäuse Scheiben- oder tellerförmig, bedeckt, oft un- vollständig; Sporenträger einfach Discella. 16. Fruchtgehäuse kugelig, hernach dick -schüsseiförmig, fast oberflächlich; Sporenträger ästig Pseudopatella. IV. Abtheilung. Hyalophragniiae Sacc. Sporen länglich oder verlängert, mit zwei oder mehreren Quer- wänden, hvalin. 17. Fruchtgehäuse fast napfförmig, kahl; Sporen zuweilen etwas geschnäbelt Exeipulina. 18. Fruchtgehäuse ungleich -scheibenförmig, kahl, mit gezahnt- u<'schlizteni Rande Pilidium. 395 V. Abtheilung. Phaeophragmiae Sacc. Sporen länglich oder verlängert, mit zwei oder mehreren Quer- wänden, dunkelgefärbt. 19. Fruchtgehäuse hervorbrechend, kahl; Sporen vierzellig, länglich, spindelförmig, kettenartig verbunden, russfarbi- Taeniophora. 20. Fruchtgehäuse fast tellerförmig, mit Borsten bekleidel Excipularia. VI. Abtheilung» Scolecosporae Sacc. Sporen fadenförmig, lang, seltener kürzer, einzellig oder mit Querwänden, zuweilen in Glieder zerfallend. A. Fruchtgehäuse ohne Stroma. 21. Fruchtgehäuse fast halbkugelig, dann lappenförmig auf- reissend; Sporen bald in Glieder zerfallend . . Schizothyrella. 22. Fruchtgehäuse Scheiben artig, anfänglich bedeckt: Sporen schmal fadenförmig, einzellig Protostegia. 23. Fruchtgehäuse oberflächlich, kugelig, erst geschlossen, dann weit geöffnet Peudocenanginm. B. Fruchtgehäuse einem Stroma eingesenkt. 24. Fruchtgehäuse pezizenartig, einem verbreiteten, sklerotien- artigen Stroma eingesenkt Ephelis. Illustrationen zu obigen Gattungen*) Heteropatella lacera Fuck. a. Sehr stark vergrösserte Sporenträger mit Sporen. b. Eine sehr stark vergrösserte, freie Spore. Nach Fuckel, Syrab. myc. Nachtr. IL p. 54. fig. 21. *) Weitere Illustrationen sind im Texte untergebracht. 396 Sehr stark vergrösserte Sporen von Discula Kosae Oudem. Nach Oudem ans in Contr. a la Flor, mycol. des Pays-Bas XIII. p. 54, fig. 35. Amerosporium chaetostroma (Berk. et Br.) Sacc. Eine Frucht von Fraxinus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. Ein sehr vergrössertes Stück des Hyme- niums mit drei Borsten, dann Sporen- trägern und Sporen. Ein sehr stark vergrösserter Bündel von Sporenträgern mit Sporen. d Noch stärker vergrösserte, freie Sporen. Nach Berkeley et Broome in Ann. and Magaz. of Natural History. IL Ser. Tom.V. p. 456, tab. XL fig. 2. D in emasporium hispidulum (Schrad.) Sacc. a. Ein Aststückchen mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes Frucht- gehäuse. c. Ein stark vergrösserter Theil des Hyme- niums mit Borsten, Sporenträgern und Sporen. d. und e. Sehr stark vergrösserte, freie Sporen. f. Eine sehr stark vergrösserte Spore von Dinemasporium graminum Lev. Nach Saccardo, Fung. ital. del. tab. 1494. Discella Centaureae Koll. et Fautr. a. Sporenträger mit Sporen, stark vergrössert. 6. Keife und unreife Sporen, stark vergrössert. Nach Kolland et Fautrey in Kev. mycol. 1894, p. 72, tab. 161, fig. 1. 397 Pseudopatella Tulasnei Sacc. a. Fünf schwach ver- grösserte, senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. b. Ein sehr stark ver- größertes Stück des Hymeniums. Nach Tulasne in Lindau, Fung. imperf. in Englers Natürlichen Pflanzenfamilien, p. 396, fig. 205, C. und D. I. Abtheilung. HyalosporaG Sacc. CXIX. Crodroniella Karst, Symb. niyc Fenn. XV. p. 158. Sacc, Syll. III. p. 665. Fruchtgehäuse oberflächlich, kugelig, geschlossen, bald an der Spitze mit ganzrandiger Mündung geöffnet, aus bräunlichen, ver- klebten Hyphen bestehend, schwarz, kahl, fast wachsartig, trocken etwas hornig; Sporen verlängert, einzellig, hyalin; Sporenträger fadenförmig, ästig. Der Name ist abgeleitet von Godronia, einem Discomyceten-Genus, dem vor- beschriebene Gattung gleicht. JuriCUS 3924. Gf. jnncigena Karst. 1. c. Sacc, Syll. III. p. 66."). Syn. Excipula juncigena Karst., Hi-dwigia 1884, p. 5. Fruchtgehäuse weitläufig herdenweise, fast kugelig, kahl, schwarz, mit kleiner, gleichfarbiger Scheibe, 0,5— 0,8 mm im Durch- messer; Sporen verlängert, beidendig ziemlich stumpf, gerade oder sehr leicht gekrümmt, 8 — 14 m lang, 2 /t dick; Sporenträger ästig, 30 fi lang, 2 a dick. An trockenen Halmen von Juncus conglomeratus bei Abo in Finnland. Linnaea 39 8 Godroniella Linnaea 3925. 0. Linnaeae Starb., Bih. K. Sv. Vet. Ak. Handl. XXI. 1895, III. No. 5, p. 22. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 999. Fruchtgehäuse zerstreut, fast flach-oberflächlich, zuerst ge- schlossen, kugelig oder eiförmig, hernach mit aufgerissener Mün- dung kreisförmig geöffnet, von fast gänzlich undeutlichem Gewebe; Sporen stäbchenförmig- cylindrisch, beiden dig stumpf, wirteiförmig end- oder seitenständig, hyalin, einzellig oder in der Mitte mit einer unechten Querwand, 8 — 12 fi lang, 1,5 fn dick; Sporenträger fadenförmig, sehr ästig, oft bündelweise verbunden. An Stengeln von Linnaea borealis bei Dröbak in Norwegen. CXX. Excipula Fries, Syst. myc. IL p. 190 et p. 596 et Summa Yeg. Scand. p. 403 emend. Sacc, Syll. III. p. 665. Fruchtgehäuse eingewachsen -hervorbrechend, schüssel- oder napfförmig, häutig oder fast lederartig, von zelligem Gewebe, schwarz, kahl, mit ganzrandiger, rander Mündung; Sporen länglich oder verlängert, einzellig, hyalin, verschieden gestielt. Diese Gattung enthielt anfänglich sehr abweichende Arten , welche aber später ausgeschieden wurden; so wurden jene Arten mit kahlem Fruchtgehäuse und mehrzelligen Sporen in die Gattung Excipulina, jene Arten mit be- haartem Fruchtgehäuse und einzelligen Sporen in die Gattung Amerosporium, jene mit behaartem Fruchtgehäuse und mehrzelligen Sporen in die Gattung Excipularia gestellt. Es sind jedoch in dieser Gattung immerhin noch viele Arten enthalten, welche, da ihre Fruktifikation noch unbekannt ist, gänzlich zweifelhaft bleiben. Der Name dieser Gattung ist von excipulum = Gefäss gebildet, da die Frucht- gehäuse napf- oder schüsseiförmig sind. Als Untergattung Melanophaea unterscheidet Saccardo eine Art, die an beiden Enden der Sporen einen Büschel Anhängseln trägt. Abies 3926. E. nielaiiopliaea Fries, Syst. myc. IL p. 199. Sacc, Syll. III. p. 667. Syn. Peziza melanophaea Kunze sec. Sacc. Phlyctidiurn melanophaeum Wahr., Flor, crypt. No. 2324. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 2149. Fruchtgehäuse eingewachsen -hervorbrechend, schwarz, erst geschlossen, convex, dann zu einer concaven, verbreiteten Scheibe geöffnet, Sporen schmal- spindelförmig, gekrümmt, beidendig mit sehr zarten Bündeln von Anhängseln versehen. An den Schuppen der Zapfen von Abies excelsa in Thüringen und im Rheingau. Vorstehend beschriebene Art ist die einzige der Untergattung Melanophaea. Excipula 399 A cer Acer 3927. E. ramicola Cooke et Mass. in Grevillea XVI. p. 9. Sacc., Syll. X. p. 432. Fruchtgehäuse oberflächlich, zerstreut oder herden weise, scheiben- förmig, convex, ziemlich klein, 1 / i mm im Durchmesser; Sporen cylindrisch, stumpf, 25— 30 /i lang, 4 /< dick, hyalin, mit mehreren Oeltropfen (vielleicht später mit mehreren Querwänden?); Sporen- träger einfach, kurz. An Aesten von Acer obtusatum, Kew bei London in Gross- britannien, Sollten die Sporen wirklich endlieh mehrere Querwände bekommen, so würde der Pilz nicht hierher, sondern in die Abtheilung Hyalophragmiae gehören. Carex 3928. E. dispersa Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 273. Sacc, Syll. III. p. 666. Fruchtgehäuse zerstreut, kugelig, nackt, innen und aussen schwarz, mit kleiner, endlich erweiterter Mündung; Sporen fast spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, fast hyalin. An Blättern von Carex plantaginea im botanischen Garten zu Paris in Frankreich. Oynanchum 3929. E. Zoplii Allesch., Hedwigia 1894, p. 125. Sacc, Syll. XL p. 559. Fruchtgehäuse eingewachsen-hervorbrechend, erst fast kugelig, dann elliptisch oder länglich, napfförmig, weit geöffnet, mit ganz- randiger Mündung, kahl, glänzend-schwarz; Sporen länglich-cylin- drisch oder etwas eiförmig, beidendig stumpf, einzellig, ohne Oel- tropfen, hyalin, 10 — 15 fi lang, 3,5 — 5 u dick. An abgestorbenen Stengeln von Cynanchum Vincetoxicum in Preussen (Dr. Zopf). VhaseolllS 3930. E. Pkaseoli Karst, et Har., Rev. myc 1890, p. 47. Sacc, Syll. X. p. 432. Fruchtgehäuse eingewachsen, etwas hervortretend, rundlich, geschlossen, bald aufreissend und eine blasse Scheibe biossiegend, mit hervortretendem, bräunlichem Rande, klein; Sporen cylindrisch, beidendig stumpf, etwas gekrümmt, ohne Oeltropfen, hyalin, 12 bis 19 u lang, 2 — 2,5 fi dick; Sporenträger sehr kurz. An Hülsen von Phaseolus, Noidan, Cöte d'Or in Frankreich (F. Fautrey). Empetrum 400 Excipula Zweifelhafte Arten, von denen die Fruktifikation nicht bekannt ist. Empetrum, 3931. E. Empetri Fries, Syst. myc. IL p. 190. Sacc., Syll. III. p. M8. Fruchtgehäuse hervorbrechend -oberflächlich , blattbewohnend, punktförmig, mattschwarz, endlich mit schwarzer Scheibe geöffnet. An Blättern von Empetrum nigrum in Deutschland und Schweden. „Zuerst kegelig-convex, dann cvlindrisch, endlich verkehrt-eiförinig-cylindrisch, glatt, im Winter mit eingebogenem Eande geöffnet." Sacc. 1. c. Galium 3932. E. Galii Lasch in Klotzsch, Herb. myc. Botan. Zeit. 1845, p. 68. Fuckel, Symb. myc. p. 401 et Nachtrag I. p. 41 (329). Sacc, Syll. III. p. 669. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 794. Klotzsch, Herb, mycol. No. 678. Hervorbrechend, elliptisch oder länglich, runzelig, schwarz, mit weisslicher Scheibe. An abgestorbenen Stengeln von Galium Mollugo, G. silvaticum bei Driesen in der Neumark (Sachsen) und im Rheingau. Nach Fuckel wurden bei diesem Pilze noch keine reifen Schläuche beobachtet, daher scheint der Pilz vielleicht ein Discomycet zu sein. Ob Fuckel unreife Schläuche beobachtet hat, sagt er jedoch nicht ausdrücklich. Osmunda 3933. E. aspera Fries, Syst. myc. IL p. 597. Sacc, Mich. IL p. 83; Syll. III. p. 670. Fruchtgehäuse napfförmig, fast kugelig, gerippt, am Rande von verklebten Borsten etwas rauh, mit fast geschlossener Mündung; Scheibe aus fadenförmigen Paraphysen bestehend; Schläuche fehlend oder unreif. An der Basis von Stengeln der Osmunda regalis in den Yogesen und in Belgien. „Wahrscheinlich eine Trichopeziza-Species aus der Nähe der Trichopeziza Pteridis (Alb. et Schw.)." Sacc. 1. c. Pin tis 3934. E. StroM (Pers.) Fries, Syst. mycol. IL p. 190. Sacc, Syll. III. p. 668. Syn. Peziza Pini-Strobi Pers., Mycol. europ. I. p. 326. Fruchtgehäuse napfförmig, tief ausgehöhlt, hervorbrechend, klein, mattschwarz. An Aesten von Pinus Strobus in Deutschland. Excipula 401 Plant ago Plantago 3935. E. nervisequia (Pers.) Fries, Elench. II. p. 147. Sacc, Syll. III. p. 668. Syn. Peziza nervisequia Pers., Mycol. europ. I. p. 308. Fruchtgehäuse fast kugelig, schwarz, endlich napfförmig, dem Blattnerv eingewachsen, der sich als ein schwarzer, endlich freier Faden abhebt. An welken Blättern von Plantago lanceolata in Deutschland, Frankreich und Italien. 3936. E. petiolicola Fuck., Symb. myc. p. 400. Sacc, Syll. III. p. 667. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1963. Fruchtgehäuse zerstreut, klein, halbkugelig oder länglich, trocken napfförmig, schwarz. An Blattstielen von Populus tremula im Rheingau und von Tilia in Grossbritannien. S(t/t.r 3937. E. spliaeroides (Pers.) Fries, Syst. myc. II. p. 1!»1 (sect. Cenangii). Sacc, Syll. III. p. 667. Syn, Xyloma spliaeroides. Pers., Synops. p. 106. Phlyctidium spliaeroides (Pers.) Wallr., Flor, crypt. No. 2322. Fruchtgehäuse eingewachsen- oberflächlich, auf der Blattunter- seite punktförmig, schwarz, niedergedrückt - krugformig , mit ein- gebogenem Bande und blasser Scheibe. An abgefallenen, faulenden Blättern von Salix Caprea in Deutsch- land und Frankreich. Nach Wallroth eine schlechte und zweifelhafte Species. Stellaina 3938. E. Stellariae Lasch in Flora 1849 p. 86; Botan. Zeit. 1849, p. 294. Sacc, Syll. III. p. 669. Hervorbrechend, runzelig-faserig, mit eingebogenem, etwas t: faltetem Rande und länglicher, gelblich-blasser Scheibe. An Stengeln von Stellaria graminea bei Driesen in der Neumari in Deutschland. Typha 3939. E. Typliae Lasch in Klotzsch, Herb, mycol; Botan. Zeit. 1845, p. 67. Sacc, Syll. III. p. 670. Exs. Klotzsch, Herb. myc. No. 677. Fast rund oder länglich, eingewachsen, schwarz, flach -concav, mit ganzrandiger Mündung. Winter, die Pilze. VII. Abth. 26 Typha 402 Excipulo An Blättern von Typha latifolia bei Driesen in der Neumark in Deutschland. Unbestimmte Nährjtflanze 3940. E. integerriina Fries, Syst. myc. IL p. 596. Sacc. Svll. HI. p. 669. Kreisförmig, angeschwollen, schwarz, mit gelblicher, geöffneter Scheibe. An Stengeln von Kräutern in Schweden. Verbascum 3941. E. levigata Fries, Elench. II. p. 148. Sacc, Syll. III. p. 669. Syn. Peziza levigata Fries, Syst. myc. IL p. 153. Heterosphaeria levigata Fries. Summa Veg. Seand. p. 365. Eingewachsen, kreisrund, dünn, glatt, schwarz, mit dünnem Rande, zerstreut oder herden weise, dem Stengel angedrückt, im jugendlichen Zustande kugelförmig, dann abgeplattet, fast unförm- lich, ganzrandig. An Stengeln von Kräutern, vorzüglich von Verbascum Tapsus in Frankreich und Schweden. Arten, von denen bisher nur der Namen bekannt ist. 1. E. Fagi Kirchner, Lotos 1856, p. 204. Im südlichen Böhmen. Sacc, Syll. III. p. 670. 2. E. Grallarum Kirchner, Lotos 1856, p. 204. Im südlichen Böhmen. Sacc, Syll. III. p. 670. 3. E. Impatientis Kirchner, Lotos 1856, p. 204. Im süd- lichen Böhmen. Sacc, Syll. IIL- p. 670. 4. E. patelliformis Kirchner, Lotos 1856, p. 204. Im süd- lichen Böhmen. Sacc, Syll. III. p. 670. CXXI. Heteropatella Fuck., Symb. myc Nachtr. II. p. 54. Sacc, Syll. IIL p. 670. Fruchtgehäuse sitzend, bauchig, mit zusammengezogener, lappiger Mündung, lederartig ; Scheibe concav, fleischig, verschieden- farbig; Sporen an der Spitze ästiger Sporenträger, gestielt, spindel- förmig, einzellig, an den Spitzen mit langen Anhängseln, hyalin. Der Name dieser Gattung ist zusammengesetzt aus heteros = verschieden, unecht und patolla = Schale, Schüssel oder Teller. Heteropatella 403 Bupleurvm Bupleurum 3942. H. kendersonioides Fautr. et Lamb., Rev. mycol. 1896, p. 143. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 999. Sporenhäufchen (Fruchtgehäuse?) unter der Oberhaut, sehr klein; Sporen gekrümmt, hyalin, mit zwei Querwänden, an der Spitze mit einer schiefen Borste, an der Basis mit drei diver- girenden Borsten versehen, 20—25 fi lang, 3—4 /i dick. An trockenen Stengeln von Bupleurum in Frankreich. Ob dieser Pilz mit seinen zwei Querwänden in den Sporen hierher gehört, erscheint mir sehr zweifelhaft, da alle übrigen Arten dieser Gattung einzellige Sporen besitzen, zumal auch das Fruchtgehäuse zu fehlen scheint. Daucus 3943. H. lacera Fuckel, Symb. myc. Nachtr. II. p. 54, fig. 21. Sacc, Syll. III. p. 670. Exs. Fuckel, Fungi rhenani ed. I. No. 2565 et ed. II. Fruchtgehäuse oberflächlich, weitläufig -herden weise oder zer- streut, V-2 — 1 mm breit, bauchig, glatt, sehr kahl, schwarzbraun, lederartig, mit zusammengezogener Mündung, meistens in sechs, fast regelmässige, dreieckige, offene, wenig blassere Lappen auf- reissend, mit concaver, fleischiger, schmutzfarbener Scheibe, trocken Heteropatella lacera Fuck. a. Sehr stark vergrösserte Sporenträger mit Sporen. b. Eine sehr stark vergrösserte, freie Spore. Nach Fuckel, Symb. myc. Nachtr. II. p. 54. fig. 21. geschlossen; Sporenträger sehr dicht vertikal angeordnet, ästig, an der Spitze je eine einzelne Spore tragend; Sporen spindelförmig, gekrümmt, einzellig, mit vielen Oeltropfen, hyalin, gestielt, 26 ,u lang, 4 ili dick, an der Spitze mit seinem langen, fadenförmigen An- hängsel von 26—30^ Länge; Stiel meistens 16 u lang. An trockenen, faulen Stengeln von Daucus, Linaria in Deutsch- land und Frankreich. 26* Gentiana 404 Heteropatella Forma umMlicata (Pers.) Sacc, Mich. II. p. 116; Syll. III. p. 671. Syn. Peziza umbilicata Pers. sec. Sacc. Sporen 25 n lang, 3 p, dick, beidendig spitzig, sichelförmig, an stielrimden, etwas ästigen Sporenträgern seitenständig. An Stengeln von Gentiana in den Yogesen. Euphorbia 3944. H. palustris (Brnn.) Sacc. in Mich. II. p. 630; Syll. III. p. 671. Syn. Heterosphaeria palustris Brunaud in Eev. myeol. III. 1881, p. 41. Fruchtgehäuse niedergedrückt-kugelig, mündungslos, dann weit genabelt, schwarz-glänzend, 1 / 2 — 3 / 4 mm im Durchmesser, von paren- chymatischem , ziemlich festem Gewebe; Sporen träger fadenförmig, bündelweise, 20—30,« lang, 1 fi dick, kurz -ästig; Sporen spindel- förmig, gekrümmt, beidendig ziemlich spitzig, mit zwei Oeltropfen, 8 — 10 jli lang, 1,5 — 2 /u dick. An trockenen Stengeln von Euphorbia palustris bei Saintes in Frankreich. Gentiana — H. lacera Fuck. Forma umMlicata (Pers.) Sacc, Syll. III. p. 671. Siehe Nährpflanze Daucus, p. 403. An Stengeln von Gentiana in den Yogesen. IAnaria — H. lacera Fuck. Sacc, Syll. III. p. 670. Siehe Nährpflanze Daucus, p. 403. An Stengeln von Linaria in Deutschland und Frankreich. CXXII. Dotliicliiza Lib. in Herb. Roum. et Speg., Reliq. Lib. I. No. 627. Sacc, Syll. KI. p. 671. Fruchtgehäuse hervorbrechend, fast gerundet, getrennt, erst geschlossen, endlich unregelmässig aufreissend, fast napfförmig; Sporen länglich oder stielrund, einzellig, hyalin. Der Name ist gebildet aus Dothidea, deren Habitus diese Gattung zuweilen besitzt. Die Arten dieser Gattung sind meist Pycnidenformen zu Cenangium-Species. Eupatorium 3945. D. ? Eupatorii C. Massal., Contr. Micol Yeron. p. 99, tab. III. flg. 18. Sacc, Syll. X. p. 432. Frachtgehäuse oberflächlich, ausgebreitet, schwarz, oft zusammen- tliessend, abgeplattet-convex, häutig, erst geschlossen, dann mit einer Doihichiza 405 Eupatorium Längsspalte oder oben unregelmässig aufreissend , fast scheiben- förmig; Sporen träger dick, 12—14/4 lang, 2 -BfA dick, cylindrisch, einfach, seitlich sich dicht berührend, mit Querwänden, oben bei denselben fast gliederartig eingeschnürt, an der Spitze stumpf: Sporen gelblich-grün, 4— 5 ,u lang, 1/, dick, länglich, beiden dig ab- gerundet stumpf. An abgestorbenen Stengeln von Eupatorium cannabinum bei St. Pancrazio bei "Verona in Norditalien. Vielleicht mit Leptostroma Eupatorii Allescher (Sacc. et Sydew, Syll. XIV. p. 994) identisch. Pin irs 3946. D. ferruginosa Sacc, Syll. III. p. 672. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 2064? Fruchtgehäuse herdenweise, hervorbrechend, klein, etwas gestielt, kreisförmig, flach und genabelt, schwarz, erst geschlossen, endlich aufgerissen; Sporen eiförmig - länglich , einzellig, hyalin, 8 /i lang, 4 li dick. An berindeten Aesten von Pinus silvestris im Rheingau und in Bayern (ipse legi). Nach Fuckel Spermogonienform von Cenangium ferruginosum Fries. Fuck., Symb. mycol. p. 269 = Cenangium Abietis (Pers.) Eehm. in Kabenh. Crypt, Flor. III. p. 227. Populus 3947. D. populina Sacc, Syll. III. p. 672. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1839 (unter Cenangium populeum Fuck.). Fruchtgehäuse hervorbrechend, herdenweise, zahlreich, klein, kreisrund, schwarz, lebend geöffnet, mit russfarbiger Scheibe, welche von einem erhöhten, rauhen, schwarzen Kande umgeben ist, trocken meistens mit einfachem Längsspalt fast geschlossen; Sporen eiförmig, zahlreich, klein, hyalin, 8 a lang, 3 u dick. An berindeten Aesten von Populus tremula und Populus pyramidalis im Rheingau. Nach Fuckel Spermogonienform zu Cenangium populinum Fuck., Symb. p. 268. 3948. D. populea Sacc. et Briard, Syll. III. p. 672. Fruchtgehäuse weitläufig-herden weise, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, fast lederartig, schwarz, niedergedrückt-kugelig, 3 / 4 — 1 mm im Durchmesser, bald unregelmässig aufreissend und napfförmig geöffnet; Sporen kugelig-elliptisch, zuweilen mit kleinem Anhängsel, 10—12 a lang, 8 — 10 li dick, hyalin ; Sporenträger nicht beobachtet. Populus 406 DothicMza An abgestorbenen Aesten von Populns in Deutschland, z. B. bei München in Bayern (ipso legi) und bei Troyes in Frankreich. Prunus 3949. I). Padi Sacc. et Ronm., Miscell. niyc ; Fung. Gall. No. 2251. Sacc, Syll. III. p. 671. Fruchtgehäuse fast oberflächlich, herdenweise, abgeplattet, dann niedergedrückt -pezizenartig, schwarz, fast lederartig, 7a — V2 mm im Durchmesser; Sporen länglich, 6 m lang, 1 fi dick, hyalin; Sporenträger verschiedenästig, cylindrisch, vier- bis sechsmal länger als die Sporen. An berindeten Aesten von Prunus Padus bei Malmedy in den Ardennen (Rheinpreussen). Wahrscheinlich Spermogonienform zu Cenangium Padi Fries. Rhamnus 3950. D. Passeriniana Sacc. et Roum., Reliq. myc. Lib. IV. No. 119. Sacc, Syll. III. p. 671. Fruchtgehäuse rasenweise hervorbrechend, durch Einsinken schildförmig, schwarz, 1 / i mm im Durchmesser; Sporen cylindrisch, etwas gekrümmt, 8 — 10 /a lang, 2 — 2,5 /t dick, hyalin ; Sporenträger (Paraphysen ?) fadenförmig, mit Querwänden, hyalin, 40 — 50 fi lang, 2 /li dick. An der Rinde der Aeste von Rhamnus Alaternus bei Malmedy in den Ardennen (Rheinpreussen). Sorbus 3951. D. Sorbi Lib er t in Roum. et Spegazz., Reliq. Libert. I. No. 627. Sacc, Syll. III. p. 671. Syn. Micropera Sorbi Thüm. in Hedwigia. Fruchtgehäuse zahlreich, dicht herdenweise, aber immer einzeln, nie zusammenfliessend, unter der Epidermis nistend, abgeplattet, hervorbrechend, kreisrund oder länglich, erst geschlossen, endlich von der aufreissenden Epidermis regelmässig umgeben und auf- reissend, schwarz; Sporen cylindrisch, fast gerade oder gebogen, beidendig etwas abgestutzt, einzellig, ohne Oeltropfen, hyalin, 3—4 u lang, 1 — 1,5 jtt dick. An der Rinde von Sorbus Aucuparia bei Malmedy in den Ardennen und bei Oberammergau in Bayern (ipse legi). Vibumum 3952. 1). Yiburni Karst., Sphaerops. Fenn. p. 83. Sacc, Syll. X. p. 432. Fruchtgehäuse hervorbrechend, einfach oder rasenweise ver- bunden, gerundet, häutig, geschlossen, bald unregelmässig auf- Doihichiza 407 Vibumum reissend, schwarz, mit scheibenförmigem, convexem, weichem, blassem Kerne, ca. 1mm breit; Sporen elliptisch -länglich, beid- endig gewöhnlich mit einem Oeltropfen, einzellig, hyalin, 6—8.« lang, 2 — 3 /t dick. An trockenen Aesten von Viburnum Opulus bei Mustiala in Finnland. CXXIII. Lemalis Fries, Summa Veg. Scand. p. 360 (non Moni Ann. Sc. nat. 1840, p. 207). Sacc, Syll. III. p. 672. Fruchtgehäuse oder Behälter napf- oder krugförmig, etwas fleischig oder häutig, gerandet, purpurn - aschfarbig oder goldgelb; Sporen kugelig oder länglich. Der Name der Gattung ist gebildet aus lerne = Triefäugigkeit. Alisma 3953. L. Alismatis (Pers.j Fries 1. c. Sacc, Syll. III. p. 672. Syn. Peziza Alismatis Pers., Mycol. europ. I. p. 301. Klein, kahl, sitzend, etwas fleischig, aus dem Grauen ins Purpurfarbige übergehend; Fruchtgehäuse napt'formig, nieder- gedrückt, mit fast ebenem Rande; Scheibe hier und da mit einem röthlichen Staube bedeckt; Sporen nicht beschrieben. An trockenen, vorjährigen Stengeln von Alisma Plantago, die bisher im Wasser verblieben waren, in Deutschland und Skandi- navien. JPinus 3954. L. aurea (Lev.) Sacc, Syll. III. p. 672. Syn. Catinula aurea Lev., Ann. Sc. nat. 1848, p. 248. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, cylindrisch- krug- förmig, etwas klein, häutig, goldgelb, mit breitem Rande geöffnet; Sporen kugelig, gleichfarbig; Sporenträger parallel. An alten Strünken von Pinus -Arten bei Paris und im süd- lichen Frankreich. ,,l)er Pilz nimmt nach Austrocknung den Habitus von Calloria chrysocoma an und wäre daher zu den Nectrioideen zu stellen; vielleicht ist er aber dw Godro- niella näher verwandt.'" Sacc. 1. c. CXXIV. Catinula Lev., Ann. Sc. nat. 1848, p. 247. Sacc, Syll. III. p. 673. Fruchtgehäuse kugelig-eiförmig oder ziemlich stielrund, häutig- lederartig, schwarz, ziemlich fest, im feuchten Zustande etwas fleischig, an der Spitze mit weiter Mündung aufreissend, mit Corylus 408 Catinula ziemlich concaver, oft lebhaft gefärbter Scheibe; Sporen kugelig- öder länglich, einzellig, fast hyalin. Der Name ist gebildet aus catinus = Schüssel oder Napf, wegen der Gestalt der Fruchtgehäuse. Die dünneren Arten dürften mit dem Genus Godroniella besser überein- stimmen. Corylus 3955. C. turgida (Fries) Desrn., Exs. No. 1818; 20. Not. p. 20. Sacc., Mich. IL p. 573; Syll. III. p. 673. Syn. Excipula turgida Fries, System, rayc. II. p. 189. Tympanis turgida (Fries) Wallr., Flor. crypt. p. 424. Fruchtgehäuse stielrund -verkehrt -kegelförmig, zuweilen zu- sammengedrückt, herdenweise, schwarz, mit weiter Mündung- geöffnet, ziemlich fest, glänzend gerandet, von parallel -zelligem, braun-olivenfarbigem Gewebe, mit grauer Scheibe; Sporen länglich- elliptisch, beidendig abgerundet, 18 — 20 u lang, 8 — 9/t dick, mit Oeltropfen, hyalin oder gelblich; Sporenträger stielrund, 16 — 18 /(• lang, 3 — 4 u dick, hyalin. An berindeten Aesten von Corylus Avellana in Deutschland, Italien, Frankreich, Finnland und Nordamerika. Pycnidenform zu Cenangium Coryli Corda. Juglans 3956. C. melaleuca Lev., Ann. Sc. natur. 1848, p. 248. Sacc, Syll. III. p. 673. Fruchtgehäuse herdenweise, klein, fast hornig, kugelig- kegel- förmig, glatt, schwarz, an der Mündung zusammengezogen, im feuchten Zustande weit geöffnet, innen weiss; Sporen eiförmig, einzellig, fast hyalin. An entrindeten Strünken von Juglans regia bei Paris. Unbestimmte Nährpflanze 3957. C. leueophthalma Lev., Ann. Sc. nat. 1848, p. 248. Sacc, Syll. III. p. 673. Fruchtgehäuse zwischen den Holzfasern hervorbrechend, sitzend, napfförmig, hornig, schwarz, weit geöffnet; Sporen fast kugelig, hyalin. An entrindeten Aesten im Boulogner Wäldchen bei Paris in Frankreich. Discula 409 Crataegus CXXY. »iscula Sacc, Syll. III. p. 674. Syn. Discella Auct. pr. p. Fruchtgehäuse schalenartig -scheibenförmig, oft unvollständig und gleichsam aus dem veränderten Substrat gebildet, von der endlich oft lappenförmig aufreissenden Oberhaut bedeckt; Sporen elliptisch, länglich oder ziemlich stielrund, einzellig, hyalin. Der Name ist aus Discella gebildet, welcher Gattung die vorbezeichnete analog ist. Einige Species stehen der Gattung Oncospora, andere der Gattung Pleococ- cum nahe. Crataegus 3958. D. Crataegi Oudem, Contr. Flor. myc. des Pays-Bas. XII. p. 30. Sacc, Syll. X. p. 438. Fruchtgehäuse durch eine 1 / 2 mm lange, 1 /. 1 mm breite Spalte des Periderms hervortretend, von sehr dünnem Gewebe; Sporen sehr zahlreich, einzellig, hyalin, gerade oder kaum gebogen, schmal- länglich, 9 — 12 u lang, 3—4 u dick. An den Internodien der Aeste von Crataegus in einem Ge- sträuche bei Oberammergau in Südbayern (ipse legi), im Walde bei Haag in den Niederlanden (Destree). Vagus 3959. D. Fagi Oudem., Contr. Flor. myc. des Pays-Bas. XIII. p. 53. Sacc, Syll. X. p. 433. Fruchtgehäuse zwischen dem Periderm und dem Parenchym der Rinde nistend, unvollständig; Sporen eiförmig, länglich-eiförmig oder birnförmig, beidendig ziemlich stumpf oder spitzig, manchmal mit zwei Oeltropfen, 8— 14 /< lang, 3— 4,5 n dick. An Zweigen von Fagus silvatica im Walde bei Haag in den Niederlanden (Destree). Platanus 3960. D. Platani (Peck) Sacc, Syll. III. p. 674. Syn. Discella Platani Peck, Eep. on the St. Mus. New York. Discella Platani Oudem., Aanw. 1876—77, p. 9. Pusteln klein; Fruchtgehäuse hervorbrechend, blass; Sporen fast elliptisch oder länglich, glatt, abfallend, hyalin, 8 — 14 /; lang, 3,5 — 6 u dick. An Aesten von Platanus occidentalis bisher nur bei Bethlehem in Nordamerika, an Aesten von Platanus orientalis bei Amsterdam in Holland (Oudem.). Platanus 410 Discula Die Sporenträger bleiben selten an den Sporen haften und sind nicht so körnig, wie bei Discula platyspora (Berk. et Br.). Die Oudemans'sche Species ist von der Peck'schen nach Saccardo nicht ver- schieden. 3961. D. platyspora (Berk. et Br.) Sacc, Syll. III. p. 674. Syn. Discella platyspora Berk. et Broome, Ann. and Magaz. of N. H. Vol. V. IL Ser. p. 378. Fruchtgehäuse klein, im oberen Theile unvollständig, etwas an- geschwollene Pusteln bildend; Sporen länglich, stumpf, einzellig, körnig, 30 — 35« lang, 12« dick; Sporenträger, kurz, stumpf, einfach, zuweilen mit den Sporen abfallend. An abgestorbenen Aesten von Platanus, Batheaston in Gross- britannien. Das körnige Plasma bewirkt, dass beim ersten Anblick auch das Epispor aussen körnig erscheint. Quercus 3962. D. qnercicola Oudem., Contr. Flor. myc. des Pays- Bas. XL p. 34. Sacc, Syll. X. p. 433. Fruchtgehäuse zerstreut, unvollständig, unter der Epidermis nistend, nach Aufreissen derselben hervortretend; die das Frucht- gehäuse erfüllenden Sporen bilden, in Masse gesehen, eine kleine, schwarze Scheibe, sind verlängert- elliptisch, einzellig, hyalin, 9 bis 12 /( lang, 3,5 a dick. An Aesten von Quercus rubra beiNaaldwyk in den Niederlanden. Steht der Discula quercina (Cooke) Sacc. sehr nahe, unterscheidet sich aber von derselben durch kleinere Sporen. Rosa 3963. D. Rosae Oudem., Contr. Flor. mvc. des Pavs-Bas. XIII. p. 54, fig. 35. Sacc, Syll. X. p. 434. Fruchtgehäuse elliptisch, schwärzlich, zerstreut, unter der Epidermis verborgen, fast ohne deutliches Gewebe; Sporen spindel- Sehr stark vergrösserte Sporen von Discula Eosae Oudem. Nach Oudemans in Contr. a la Flor, mycol. des Pays-Bas XIII. p. 54, fig. 35. förmig, 10— 14 /< lang, 4— 5 ,« dick, hyalin, einzellig; Sporenträger so lang wie die Sporen. An Aesten von Rosa spec im Walde bei Haag in den Nieder- landen (Destree). Discula 41 1 ü a n x Salix 3964. I). microsperma (Berk. et Br.) Sacc, Syll. III. p. 675. Syn. Discella microsperma Berk. et Br., Ann. and Magaz. of Nat. Hyst. Vol. V. Ser. IL p. 378, tab. XU. fig. s, e. Fruchtgehäuse schwarz, unter der Lupe blasser, im Centrum oft geöffnet; Sporen klein, länglich, einzellig, dann oft austretend. Discula microsperma (Berk. et Br.) Sacc. V\ Vergrösserte Sporen. i e Nach Berk. et Broome, Ann. and. Magaz. of Natur, ffist. Vol. V. II. Ser. p. 378, tab. XII. fig. 8, e. An abgestorbenen Aesten von Salix in Deutschland und Gross- britannien. Von Discella carbonacea (Fries) Berk. et Br., der sie ähnlich ist, rorzöglich durch die vielmal kleineren, einzelligen Sporen und die oft grösseren Pusteln ver- schieden. CXXYI. Sporonenia Desm., 14. Not. p. 182 (1847). Sacc, Syll. III. p. (577. Syn. Clinterium Pries, Summa Veg. Scand. p. 418 (1849). Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, anfänglich geschlossen, dann vom Centrum gegen den Umfang in mehrere Lappen aufreissend; Kern scheibenförmig, ziemlich weich, oft verschiedenfarbig; Sporen eiförmig oder cylindrisch, hyalin, ein- zellig; Sporenträger fadenförmig, öfter ästig. Der Name ist gebildet aus spora = Spore und nema = Faden (oder Sporenträger). Abies 3965. Sp. stroMlinimi Desm., 20. Not. p. 14. Sacc, Syll. III. p. 678; Syll. X. p. 435. Syn. Phoma strobilinum Sacc, Mich. II. p. 97. Fruchtgehäuse klein, fast kugelig, sehr dünn, schwarz, herden- weise, zuweilen zusammenfliessend, in mehrere ungleiche Lappen auf- reissend; Kern (oder Scheibe) convex, grau, etwas opalisirend; Sporen zahlreich, spindelförmig, hyalin, 10 — 15 /< lang, 2 1 l 2 — 3// dick; Sporenträger Stäbchen- oder fadenförmig, öfter gabeltheilig, 20 fi lang, 2,5 u dick, hyalin. In Syll. X p. 435 sagt Saccardo von diesem Pilze: Fruchtgehäuse anfänglich geschlossen, dann mit schmaler, unregelniässiger Spalte aufreissend; Sporenträger einfach oder wirtelig ästig; die älteren Sporen durch das zweitheilige Plasma mit einer unechten Scheidewand. — Stagonospora strobilina (Curr.) Sacc, Syll. III. Abies 412 Sporonema p # 450 = Sphaeria strobilina Curr., Sirapl. Sphaer. p. 329 ist wahrscheinlich der gleiche Pilz. An Schuppen der Zapfen von Abies excelsa in Deutschland und Prankreich. Subspecies Sp. accedens Sacc., Mich. I. p. 617. Sacc. Syll. III. p. 679. Syn. Phoma strobilina Peck et Clint. in Kep. on St. Mus. N. Y. Diese Subspecies unterscheidet sich von der typischen Art durch wenig kleinere Sporen; dieselben sind nämlich nur 8 — 11 fi lang, 2—2,5 u dick. An Zapfen von Abies excelsa und Pinus Strobus in Frankreich und Nordamerika. Var. mierosporiuii Allesch. in Ber. d. Bayer. Bot. Gesellsch. IV. 1896, p. 40. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1001. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici No. 476. Fruchtgehäuse hervorbrechend, dann oberflächlich, runzelig, oft zusammenfliessend, erst geschlossen, endlich in mehrere ungleiche Lappen aufreissend, schwarz; Sporen zahlreich, eiförmig oder länglich, beidendig stumpf oder abgerundet, ohne Oeltropfen, hyalin, 5—8 a lang, 2,5—3,5 u dick; Sporenträger nicht gesehen. An Zapfenschuppen von Abies excelsa, Oberfranken in Bayern (Fritz Rohnfelder). — Subspecies Sp. rainuloriini Vestergr., Oefv. K. Vet. Ak. Foerh. 1897, No. I. p. 45. Sacc. et Sydow, Syll. X1Y. p. 1000. Fruchtgehäuse durch einen Längsspalt der Rinde hervorbrechend, anfänglich geschlossen, mündungslos, fast kugelig, ziemlich runzelig, 0,5 — 0,7 mm im Durchmesser, bald durch 4 — 5 mehr oder minder deutliche Lappen schalenförmig geöffnet, 1 — 1,5 mm im Durchmesser, lederartig, schwarz, von parenchymatischcm , russig- olivenfarbigem Gewebe, mit 9 — 13 /< im Durchmesser haltenden Zellen und russ- farbigen, sparsam septirten Hyphen; Sporen spindelförmig, beidendig abgerundet, 11-- 16/* lang, 3— 5 /i dick, einzellig, ohne Oeltropfen, hyalin ; Sporenträger undeutlich. An abgestorbenen Zweigen von Pinus silvestris in der Um- gebung von Upsala in Schweden. Arbutns 3966. Sp. oMuratuni (Fries) Sacc, Syll. III. p. 678. Syn. Clinteriura obturatum Pries, Summa Veg. Scand. p. 418. Sphaeria obturata Fries, Syst. myc. IL p. 495. Curr., Simpl. Sphaer. p. 341. Sporonema 413 Arbutus Fruchtgehäuse hervorbrechend, fast frei, flach, eiförmig, schwarz, dann einsinkend, spaltig aufreissend; Sporen etwas gekrümmt, hyalin, 10 /< lang. An Aesten von Arbutus in Schweden. Yar. epipliylluni (Fries) Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse fast gerundet. An Blättern von Yaccinium Oxvcoccos und Erica in Schweden und Grossbritannien. Fruchtgehäuse zuweilen mit dem Kudimente eines Stieles versehen, mit keiner hervorragenden Mündung, sondern mit sehr kleinen Spalten aufreissend, woher die Aehnlichkeit mit Phacidium dem Habitus nach rührt. Castanea 3967. Sp. Castaneae C. Massal., Contr. Mic. Yeron. p. 101, tab. III. fig. 21. Sacc, Syll. X. p. 435. Fruchtgehäuse kastanienbraun oder fast thonfarbig, auf der Blattunterseite, unregelmässig ausgestreut, fast oberflächlich, linsen- artig, 1 / a oder kaum 1 mm im Durchmesser, sich berührend, innen mit weissem Kerne ausgefüllt, mit fast häutigen, undeutlich-zelligen Wänden, erst geschlossen, dann vom Centrum gegen den Umfang mit drei, ein- bis zweimal dichotom getheilten Spalten in mehreren Lappen aufreissend; Sporenträger einfach?, 1,5 t u dick; Sporen fast gelb-grünlich, kettenförmig verbunden, einzellig, spindelförmig, etwas gekrümmt, 12 — 15 u lang, 2 — 2,5 ii dick, beidendig spitzig. An trockenen, abgefallenen Blättern von Castanea yesca, oft in Gesellschaft von Stagonospora Castaneae bei Tregnago nächst Yerona in JSTorditalien . 3968. Sp. 2 (hl hl um C. Massal., Contr. Mic. Yeron. p. 100, tab. III. fig. 19. Sacc, Syll. X. p. 435. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, glänzend, fast kreisförmig, linsenartig, fast oberflächlich, von der Epidermis bedeckt, mündungs- los (dann vom Centrum gegen den Umfang aufreissend?), von un- deutlich- parenchymatischeni , schwarzem Gewebe, bis zu 1 mm im Durchmesser, innen mit fast weissem Kerne erfüllt; Sporenträger linienförmig, einfach, 1 ja dick; Sporen gipfelständig, kettenförmig verbunden, sehr zahlreich, hyalin, kaum gelb-grünlich, länglich, beid- endig schief zugespitzt oder kahnförmig, 6—8 ," lang; 2- 2,5 u dick. An abgestorbenen, abgefallenen Blättern von Castanea vesca bei Marcenigo nächst Tregnago in der Umgegend von Yerona in Norditalien. Erica 414 Sporonemo Erica — Sp. obturatuin (Fries) Sacc, Syll. III. p. 678. Siehe Mhrpflanze Arbutus, p. 412. — Var. epipliyllum Sacc. 1. c. An Blättern von Erica etc. in Schweden und Grossbritannien. Medicago 3969. Sp. phacidioides De sin., Ann. Sc. nat. 1847, VIII. p. 182. Sacc, Syll. III. p. 677. Fruchtgehäuse massenhaft, klein, fast rund, akgeplattet, schwarz- braun, bald in 4—5 ungleiche, stumpfe Lappen aufreissend, mit ziemlich flacher, zimmtfarbiger Scheibe; Sporen eiförmig - länglich, 5 fi lang, mit zwei Oeltropfen. An Blättern von Medicago maculata in Frankreich und Gross- britannien. Mesjrilus 3970. 8p. prOYinciale Mont. PL Cell. Cent. VIII. p. 304. Sacc, Syll. III. p. 778. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, herdenweise, punktförmig, fast gerundet -buchtig, abgeplattet, schwarz, im feuchten Zustande convex, bei Trockenheit schüsseiförmig -einsinkend, unregelmässig strahlig aufreissend; Sporen linienförmig-länglich, gerade, 5 ju lang, lu dick, hyalin; Sporenträger aufrecht, bündelweise, 40 p, lang, 5 fa dick, an der Basis sehr ästig; Aeste fadenförmig, 1 fi dick. An abgestorbenen, abgefallenen Blättern von Mespilus germanica in der Provence in Frankreich (Castagne). Nymphaea 3971. Sp. Guepinii (Mont.) Sacc, Syll. III. p. 678. Syn. Clinteriura Guepinii Mont., PI. Cell. Cent. VIII. p. 306. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, hervorbrechend-frei, dunkel- braun, dann einsinkend, fast schüsseiförmig, im Centrum zizenartig. im feuchten Zustande abgeflacht- halbkugelig, gebuckelt, endlich spaltig-aufreissend, mit hyalinem Kerne; Sporen spindelförmig, 10 fi lang, 3 fi dick; Sporenträger sehr dünn, ästig, gegen das Centrum convergirend, 15 // lang. An Blättern von Nymphaea bei Angers in Frankreich (Guepin). JPirus 3972. Sp. Wallrothii Mont., PL Cell. Cent. VIII. Sacc, Syll. III. p . 679. Syn. Sphaeria hians Wallr., Flor. Crypt. No. 3742. Sporonema 415 I'irus Fruchtgehäuse sehr klein, zerstreut, eingesenkt, schwarz, mit dem Scheite] etwas hervorragend, convex, bald mit unregelmässiger Mündung geöffnet, napfförmig, das Substrat rauh machend; Spoivn cylindrisch, einzellig, gerade, 15// lang; Sporenträger ge^en das Centrum convergirend, ästig, 20—30 u lang. An unreifen, auf dem Boden faulenden Birnen in Thüringen in Deutschland. Flatanus 3973. Sp. Flatani Bäum ler, Mycol. Not. III. p. 1 in Oesterr. bot. Zeitschr. 1889. Sacc, Syll. X. p. 435. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, erst unter der Oberhaut, dann hervorbrechend-frei, geschlossen, dunkelbraun, "200—300 // im Durchmesser, von dick-parenchymatischem Gewebe, endlich spaltig aufreissend ; Scheibe weiss, im feuchten Zustande gelatinös, convex ; Sporen zahlreich, länglich-eiförmig oder spindelförmig, 7 — 11 fx lang, 3 — 4 fi dick, hyalin; Sporenträger 6* — 10// lang, 2 // dick, einfach. An abgestorbenen Blättern von Platanus occidentalis bei Press- burg in Ungarn. Quercus 3974. Sp. Memale Desmaz, 19. Not. p. 25. Sacc, Syll. III. p. 677. Auf der Blattunterseite, klein, zerstreut oder locker herden- weise, gerundet oder länglich, in zwei bis fünf unregelmässige (Epidermis-)Lappen aufreissend; Scheibe convex, blass oder thon- farbig; Sporenträger einfach oder gabeltheilig, septirt, in Sporen- ketten übergehend; Sporen sehr zahlreich, hyalin, gerade, fast länglich, abgestutzt, 6 /i lang, 2 fx dick. An halbfaulenden Blättern von Quercus in Frankreich. 3975. Sp. quercicolum C. Massal., Contr. Mic. Veron. p. 101, tab. III. fig. 20. Sacc, Syll. X. p. 434. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, kreisrund, linsenförmig, thonfarbig, zerstreut, fast oberflächlich, von der Epidermis bedeckt, kaum Vi mm im Durchmesser, mit häutigen Wänden, von zelligem Gewebe, zuerst geschlossen, dann vom Centrum gegen den Umfang in Lappen spaltig aufreissend; Sporenträger sehr dünn, fadenförmig, einzellig, 1// dick; Sporen sehr zahlreich, gipfelständig, zu Ketten verbunden, länglich, fast gelb-grünlich, einzellig, etwas gekrümmt, beidendig schief zugespitzt oder kahnförmig, 5—7 ji lang, 2 // dick. Querbus , 416 Sporonema An faulenden Blättern von Quercus Robur in Gesellschaft von Discosia Artocreas bei Tregnago nächst Yerona in Norditalien. Sambucus 3976. Sp. ramcale Desinaz., 19. Not. p. 25. Sacc, Syll. III. p. 678. Zahlreich, dicht zerstreut, von der Epidermis bedeckt, sehr klein, gerundet oder länglich, in drei bis vier ungleiche (Epidermis?) Lappen aufreissend; Scheibe weisslich oder röthlich, convex; Sporen hyalin, gerade, cylindrisch- länglich, stumpf, 10— 15 u lang, 2,ö fi dick, mit 2 — 3 kugeligen, zuweilen fast dunklen Oeltropfen. An trockenen Aesten von Sambucus nigra in Frankreich. Vaccinium Sp. oMuratimi (Fries) Sacc, Syll. III. p. 678. Siehe Nährpflanze Arbutus, p. 412. Var. epiphyllum Sacc. 1. c. An Blättern von Vaccinium Oxycoccos und Erica in Schweden und Grossbritannien. CXXVII. Pleococcum Desm. et Moni, Ann. Sc. natur. 3, XI. p. 53. Sacc, Syll. III. p. 679. Fruchtgehäuse hervorbrechend, halbirt, dünnhäutig, flach-convex, schwarz, mit 2 — 4 (öfter mit 3) Lappen sich öffnend, welche im trockenen Zustande sich schliessen, bei Feuchtigkeit jedoch aus- einandertreten; Kern schleimig, opalisirend, bei hinzutretender Feuchtigkeit schnell zerfliessend; Sporen eiförmig-länglich, hyalin. Der Name ist gebildet aus pleon = mehr und coccum = Kern, Beere. Saccardo bemerkt am Schlüsse der Gattungsdiagnose: „Scheint mir vom Genus Sporonema kaum verschieden." Fagus 3977. PI. harposporiuii Bomm., Rouss. et Sacc, Contr. Myc ßelg. IV. p. 89. Sacc, Syll. X. p. 436. Fruchtgehäuse oberflächlich, erst braun, dann fast röthlich, 270—300 a im Durchmesser, an der Oberfläche bei ungleicher Trockenheit mit 3—5 Lappen breit -aufreissend; Sporen spindel- förmig, etwas gekrümmt, hyalin, 15—18 u lang, 2,5 n dick. An Holzfragmenten von Fagus silvatica bei Stoumont in Belgien. Pleococcum 417 Juncus Juncus 3978. PI. Robergei Desm. et Moni, Cent VI. No. 44 et Ann. Sc. nat. 3, XL p. 54. Sacc., Syll. III. p. 679. Klein, punktförmig, glänzend - schwarz , an Halmen und ver- färbten Blättern herdenweise; Sporen zahlreich, eiförmig -länglich, hyalin, 5 p lang; Sporenträger fehlend oder undeutlich. An Halmen von verschiedenen Juncus- Arten, an trockenen Blättern von Gräsern und Cyperaceen, vorzüglich von Carex arenaria in Frankreich (Roberge). Scirpus 3979. PI. Holoschoeni Passer., Diagn. di F. N. Nota V. in Atti R. Accad. dei Lincei (Roma). Rendiconti, Bd. VII. 2, 1891, p. 50. Sacc, Syll. X. p. 436. Hervorbrechend, schwarz, hysterienförmig, länglich; Frucht- gehäuse lappig -aufreissend, halbirt; Kern rosenroth; Sporen ver- längert -spindelförmig, beidendig zugespitzt, einzellig, hyalin, mit 2 — 3 Oeltropfen, 12,5—15^ lang, 2,5^ dick; Sporenträger faden- förmig, fast so lang wie die Sporen. An abgestorbenen Halmen von Scirpus Holoschoenus bei Vig- heffio nächst Parma in Norditalien. CXXVIII. Psilospora Raben h., Herb. myc. et Hedw. I. p. 107. Sacc, Syll. III. p. 679. Fruchtgehäuse eingewachsen - oberflächlich , länglich oder un- gleich, fast zweilippig, schwarz, öfter an der noch lebenden Rinde des Substrats dicht herdenweise, häutig -kohlig; Sporen elliptisch oder länglich, einzellig, fast hyalin; Sporenträger stäbchenförmig. Cfr. auch Stagonospora strobilina (Curr.) Sacc, Syll. III. No. 2456 oder Psilospora strobilina Sacc, Syll. IL No. 771. Der Name ist gebildet aus psilos = nackt und spora = Spore (d. h. Spuren ohne Schläuche). Fagus 3980. Ps. faginea (Pers.) Rabenh., Herb. myc. et Hedw. I. p. 107. Sacc, Syll. III. p. 680. Syn. Hysterium fagineum Pers., Synops. Hysteriura rugosum form. Fagi Fries, Elench. II. p. 141 ex p. Dichaena rugosa (faginea) Fries, Summ. Veg. Scand. p. 402. Exs. Allescher et Schnabl, Fungi bavarici No. 284. Eabenhorst, Herb, mycol. IL No. 450. Fruchtgehäuse ziemlich gross, hervorbrechend, länglich, endlich zu verbreiteten, runzeligen Flecken zusammenfliessend; Sporen ellip- Winter, die Pilze. VII. Abth. 27 Fagus 418 Psüospora tisch, 18 — 20 fi lang, 14— 15 fj dick, hyalin, oft mit Oel tropfen: Sporenträger fadenförmig, 50—60 fi lang, 2 fi dick. An lebender Rinde von Fagus silvatica in Deutschland, Oester- reich, Frankreich, Italien und Schweden. Pycnidenform zu Dichaena faginea (Pers.) Fries. Cfr. Rehm , Discom. in Winter, Pilze III. p. 50. Quercus 3981. Ps. Quercus Rabenh. in Fuck., Symb. myc. p. 401. Sacc, Syll. III. p. 680. Syn. Dichaena quercina Fries, Summ. Veg. Scand. p. 402 ex p. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 1966. Moug. et Nestl. Stirp. vog. 205. P. Sydow, Mycoth. march. No. 384. Fruchtgehäuse wenig kleiner und flacher als bei der vorigen Art; Sporen länglich, 22—25^ lang, 8 — 10 fi dick, mit vier Oel- tropfen, hyalin. An lebender, glatter Rinde von Quercus pedunculata, sessiliflora und Suber in Deutschland, Italien, Frankreich, Portugal u. Schweden. Pycnidenform zu Dichaena quercina (Pers.) Fries, Elench. II. p. 142. CXXIX. Am-erosporium Speg. Fung. Argent. Pug. IV. No. 306. Sacc, Syll. III. p. 680. Fruchtgehäuse fast napfförmig, borstig; Sporen cylindrisch- elliptisch, abgestutzt. Der Name ist gebildet aus a = ohne, meros = Theil, Anhängsel, und spora = Spore, weil die Sporen keine Anhängsel besitzen, also abgestutzt sind. Adenostyles 3982. A. phaeotriclium (Rabenh.) Sacc, Syll. III. p. 681. Syn. Excipula phaeotricha Eabenh., Botan. Zeit. 1857, p. 405. Herdenweise, hervorbrechend, endlich fast frei -oberflächlich; Fruchtgehäuse kugelig-kreiselförniig, braunschwarz, mit rothbraunen Haaren bekleidet, erst geschlossen, dann napfförmig geöffnet ; Sporen klein, cylindrisch, einzellig. An abgestorbenen Stengeln von Adenostyles albifrons in den Sudeten. Carex 3983. A. Caricum (Lib.) Sacc, Syll. III. p. 682. Syn. Excipula Caricum Libert in Herb. (sub. Vermicularia). Cooke in Grevill. VIII. p. 83. Amerosporium 419 Carex Zerstreut, eingewachsen, schwarz; Fruchtgehäuse kugelig, mit sehr langen Haaren bedeckt, pezizenartig -geöffnet; Sporen spindel- förmig, gerade, beidendig verschmälert. An Blättern von Carex-Arten in den Ardennen. Nach Cooke kleiner als Dinemasporium graminum und die Sporen ohne Anhängsel. Euphorbia 3984. A. congTegatum (Cooke) Sacc, Syll. III. p. 681. Syn. Excipula congregata Cooke in Grevillea. Herdenweise, kleine, schwarze Flecken an den Stengeln bildend; Fruchtgehäuse eingesenkt, mit aufrechten, schwärzlichen , die Cuti- cula durchbohrenden Borsten bekleidet; Sporen linienförmig, stumpf, etwas gekrümmt. An abgestorbenen Stengeln von Euphorbia silvatica in Gross- britannien. Fraxinus 3985. A. chaetostroiua (Berk. et Br.) Sacc, Syll. III. p.682. Syn. Excipula cliaetostroma Berk. et Broome, Ann. and Magaz. of Nat. Hist. Vol. V. II. Serie, p. 456, tab XI. fig. 2. Herdenweise, klein, convex, schwärzlich-aschgrau ; Scheibe von langen , einzelligen , die Cuticula durchdringenden Borsten rauh ; Amerosporium chaetostroma (Berk. et Br.) Sacc. a. Eine Frucht von Fraxinus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. o. Ein sehr vergrössertes Stück des Hyme- niums mit drei Borsten, dann Sporen- trägern und Sporen. c. Ein sehr stark vergrößerter Bündel von Sporenträgern mit Sporen. d. Noch stärker vergrösserte, freie Sporen. Nach Berkeley et Broome in Ann. and Magaz. of Natural History. II. Ser. Tom. V. p. 456, tab. XI. fig. 2. Sporen halbmondförmig -spindelig, beidendig spitzig, blass, mit körnigem, gelb -grünlichem Plasma; Sporenträger ziemlich lang, bündelweise oder zusammengewachsen. An abgestorbenen Früchten von Fraxinus bei Somerset in Grossbritannien. 27 * Menispermum 420 Amerosporium Menispevrtumi 3986. A. Menispermi Passer., Diagn. d. Funghi Nuovi Nota IY. in Atti K. Acc. dei Lincei (Eoma). Memorie, Bd. VI. 1889, p. 468. Sacc, Syll. X. p. 436. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, oberflächlich, schwarz, im trockenen Zustande fast kugelig oder eiförmig, bei Feuchtigkeit schüsseiförmig ausgebreitet, von zelligem Gewebe, mit steifen, ein- zelligen, verschieden langen, russfarbigen, am zugespitzten Scheitel durchsichtigen Borsten bekleidet; Sporen spindelförmig, gekrümmt, beidendig spitzig, abgestutzt (d. h. ohne Anhängsel), einzellig, hyalin, 15 — 20 fii lang, 3 — 3,5^ dick; Sporenträger fadenförmig, bündel- weise, gelblich, 25 — 32 fi lang. An trockenen Zweigen von Menispermum canadense im botanischen Garten zu Parma in Norditalien. Hub us 3987. A. aterriinum Karst., Hedwigia 1892, p. 298. Sacc, Syll. XL p. 559. Fruchtgehäuse oberflächlich, kreiseiförmig, mit bleifarbener Scheibe, überall mit steifen, schwarzen, einzelligen, 50 — 150 a langen, 6 /t dicken Haaren versehen; Sporen 15—18 u lang, 1,5 bis 2 ,« dick, cylindrisch, spitzig, mit 5 — 6 Oeltropfen; Sporenträger sehr dünn. An faulenden Ranken von Rubus im botanischen Garten zu Mustiala in Finnland. Sedum 3988. A. Sedi Karst., Rev. mycol. 1888, p. 75. Sacc, Syll. X. p. 436. Fruchtgehäuse herdenweise, oberflächlich, schwarz, mit ein- fachen, steifen, aufrechten, einzelligen, schwarzen, ca. 220 a langen Borsten bekleidet, ca. 0,5 mm breit; Sporen verlängert - spindel- förmig, etwas gekrümmt, einzellig, ohne Oeltropfen, hyalin, 24 bis 26 u lang, 2,5 — 3 a dick. An welkenden Blättern von Sedum Telephium in der Umgegend von Abo in Finnland. Ulex 3989. A. macTOtrichuiu (Berk. et Br.) Sacc, Syll. III. p. 681. Syn. Excipula macrotricha Berk. et Br. , Ann. and Magaz. Nat. Hist. Bd. V. IL Se'r. p. 456. Fruchtgehäuse ziemlich gross, mit langen, aufrechten Horsten bekleidet, welche mit zwei Häuten versehen sind, die innere Haut Amerosporium 421 Ükx ist von der äusseren leicht zu trennen; Sporen klein, halbmond- förmig. An Aesten von Ulex in Grossbritannien. Zweifelhafte Arten, da die Fructification nicht bekannt ist. I r nbestimmte NÜh rpflan :< 3990. A. corvinum (Pers.) Sacc., Syll. III. p. 682. Syn. Excipula corvina (Pers.) Fries, Summ. Veg. Scand. p. 40:;. Peziza corvina Pers., Myc. europ. I. p. 248. Fast hervorbrechend, auf beiden Seiten schwarz, fast nieder- gedrückt, aussen behaart. An Aesten und auf Holz in Deutschland. „Klein, weit geöffnet; bei einigen ist ein fleckenförmiges , schwarzes Subicu- lum (Unterlage) vorhanden/' Sacc. 1. c. Vergleiche Excipiüaria lignicola Karst. — A. hysteriiforme Passer, in litt. Sacc, Syll. X. p. 437. Syn. Excipula hysteriiformis De Not. in Passer., Primo Elenco Fung. Parm. p. 442 (nomen). Exs. Passer, in Erb. critt. ital. I. No. 1478. An Pfählen von Salix bei Parma in Norditalien. In Sylloge XI. p. 559 spricht Saceardo die Vermuthung aus, dass der be- zeichnete Pilz wahrscheinlich nur ein Alterszustand von Dinomasporium hispidu- lum sei. CXXX. IMiieiiiasporium Lev., Ann. Sc. natur. 1846, p. 274. Sacc, Syll. III. p. 683. Syn. Polynema Fries et Fuck., nee Lev. Fruchtgehäuse napfförmig, oberflächlich, schwarz, mit dunklen, etwas steifen Borsten bekleidet; Sporen länglich oder wurstförmii:. einzellig, hyalin, beidendig mit je einer Cilie versehen; Sporen- träger stäbchenförmig, seltener ästig. Der Name dieser Gattung ist zusammengesetzt aus dis = zweimal, nema = Faden und spora = Spore (Sporen mit zwei Fäden). Saceardo gliedert dieses Genus in zwei Untergattungen : 1. Eu-Dmem*- sporium, deren Sporen beidendig je eine Cilie tragen, 2. Stauronema Sacc, deren Sporen vier kreuzförmige Cilien besitzen: von letzter Untergattung ist keine Art aus Europa bekannt. Andropogon, irmufo 3991. D. jrramiiium Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 274. Sacc, Syll. III. p. 683. Syn. Excipula graminum Berk. Corda, Icon. III. p. 29, tab. V. fig. 79. Andropogon, Arundo 422 Dinemasporium Fruchtgehäuse zerstreut, mit einfachen, schwarzen, an der Spitze blasseren, 200—400 a langen, 8 — 12 a dicken Haaren besetzt, fast napfförmig, klein; Sporen sichelartig -spindelförmig, ca. 15 a lang, 2,5—3 a dick, hyalin, beidendig mit je einer 15 a langen, schiefen Borste (Cilie) versehen. Dineinasporium graminum Lev. a. Ein Halm Stückchen mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes Fruchtgehäuse. c. Ein senkrecht durchschnittenes, schwach vergrössertes Fruchtgehäuse mit der Sporengallerte. d. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Corda, Icones fung. III. p. 29, tab. V. fig. 79. An welkenden und abgestorbenen Halmen und Blättern von Andropogon und Arundo, sowie von anderen Gräsern und Carex- Arten in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Grossbritannien, Amerika und Ostindien. Var. strigosulum Karst.. Hedwigia 1884, p. 21. Sacc, Syll. III. 1. c. Unterscheidet sich von der typischen Art durch kleinere Sporen von 9—12 fx Länge, 2 — 3 u Dicke und durch 6—8 fi lange Cilien an beiden Enden. An Halmen und Blättern von Phragmites, Poa und Seeale bei Mustiala in Finnland. JBantbusa D. graininum Lev. Forma Bambusae Roll., Bull. Soc. Myc. de Fr. 1896, p. 8, tab. IL fig. 9. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 1001. [Fruchtgehäuse häutig, schwarz, trocken gerundet, feucht mit weiter Mündung geöffnet, V 4 — V« mm breit, mit steifen, spitzigen, Dinemasporiiim 4:2a Bambusa einzelligen, sehr schwarzen, 120—200 fi langen, 5 fi dicken Borsten besetzt; Sporen wurstförmig, hyalin, 10 u lang, 2 ^ dick, beidendig mit einer schiefen, der Spore an Lange gleichen Cilie versehen, an den Enden zuweilen mit je einem Oeltropfen. Dinemasporiiim graminum Lev. Forma Barabusae Eoll. a. Ein schwach vergrössertes Fruchtgehäuse. b. Sehr stark vergrösserte, freie Sporen. Nach Eolland, Bull. Soc. Myc. de Fr. 1896, tab. IL fig. 9, in Lindau, Fung. imperfecti p. 394, fig. 204, F. G. An abgestorbenen Blättern von Bambusa , . Golfe Juan in Frankreich. JBetula 3992. D. Betulae (Fuck) Sacc, Syll. III. p 686. Syn. Excipula Betulae Fuck., Enum. Fung. Nassov. p. 496. Polynema Betulae Fuck., Symb. myc. p. 367. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 205. Herdenweise, sitzend, abgeplattet, concav, aussen mit langen, aufrechten, schwarzen Borsten bekleidet, mit blasser Scheibe ; Sporen klein, cylindrisch, gekrümmt, beidendig mit je einer langen Cilie. An entrindetem, auf dem Boden liegendem Holze von Betula bei Eberbach im Kheingau. Der ganze Pilz ist nur 2 mm breit. Careoc — D. graminum Lev. Sacc, Syll. III. p. 683. Siehe Nähr- pflanze Andropogon, p. 421. An Halmen und Blättern von Carex- Arten etc. in Deutschland etc. Carpinus 3993. D. decipiens (De Not.) Sacc, Mich. IL p. 282; Syll. III. p. 685; Fungi ital. tab. 1495. Syn. Excipula decipiens De Notar. Atti Accad. Tor. Ser. IL X. p. 170. Fruchtgehäuse herdenweise, napfförmig, klein, schwarz, von etwas steifen, schwarzen , geraden Borsten rauh; Sporen spindel- förmig-wurstartig, 6—7 fi lang, 2—2,5 fi dick, beidendig mit einer fadenförmigen, 6—7 u langen, 1 /x dicken, schiefen Cilie versehen; Sporenträger (in jungen Fruchtgehäusen beobachtet) fadenförmig, sehr lang, dichotom verästelt, zuweilen einfach, bald verschwindend. Carpinus 424 Dinemasporivth Dinemasporium decipien.^ (De Not.) Sacc. a. Ein Stückchen Holz von Carpinus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Drei schwach vergrösserte Frucht- gehäuse. c. Ein verästelter, sehr stark ver- grösserterSporenträger mit Sporen. d. Drei stark vergrösserte Borsten des Fruchtgehäuses. e. Vier sehr stark vergrösserte freie Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici dehn, tah. 1495. Auf Holz von Carpinus, Castanea, Quercus, Rhamnus, Kobinia in Oesterreich und Norditalien. Nach Starbaek, Studier etc. gehört hierher auch Sphaeria nigrita Schw. Sacc, Syll. IL p. 430. Var. Citri C. Massal., Mic. nuovi Veron. No. 19. Sacc, Syll. X. p. 438. Sporenträger etwas dichotoni getheilt, 20 — 25 f.i lang; Sporen spindelartig-wurstförmig, 5 — 6 f.i lang, 2 — 2,5 [a dick, beidendig mit je einer 2 a langen Cilie versehen. Auf entrindetem, trockenem Holze von Citrus Limonum bei Tregnago nächst Verona in Norditalien. Castanea 3994. D. hispiduiniu (Schrad.) Sacc, Mich. II. p. 281: Syll. III. p. 685: Fungi ital. tab. 1494. Syn. Peziza hispidula Schrad., Journ. Botan. 1799, II. p. 64. Polynema hispidulum (Schrad.) Fries, Summ. Veg. Sc. p. 367. Sacc. Spec. Ven. p, 189, tab. XVII. fig. 16. Fruchtgehäuse herdenweise oder zerstreut, ziemlich gross, napf- förmig, schwarz, mit steifen, langen, geraden, etwas septirten Borsten bekleidet, mit grünlich -grauer Scheibe; Sporen verlängert- spindel- förmig, etwas gekrümmt, 14— 18 /i lang, 2—2,3^ dick, mit 3 bis 1 öeltropfen, beidendig mit kurzer, schiefer Cilie versehen. Dinemasporiuw 425 Castanea D i n e m a s p o r i u m h i s p i d u 1 u m (Schrad.) Sacc. a. Ein Aststückchen mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes Frucht- gehäuse. c. Ein stark vergrößerter Theil des Hyme- niums mit Borsten, Sporenträgern und Sporen. d. und e. Sehr stark vergrösserte , freie Sporen. f. Eine sehr stark vergrösserte Spore von Dinemasporium graminum Lev. Nach Saccardo, Fung. ital. del. tab. 1494. Auf faulendem Holze von Castanea, Corylus, Quercus,Eobinia etc., seltener an Halmen von Donax in Deutschland, Italien, Frankreich und Belgien. Var. herbarum Cooke, Fung. Brit. IL No. 28. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse oft wenig grösser als in der typischen Art; Sporen 11 — 14 ti lang, 2,5 — 3 /f dick, mit kurzen Cilien. An Stengeln von Labiaten, Silene und Urtica in Italien und Grossbritannien. — 1). deeipiens (De Notar.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Carpinus, p. 423. An Holz von Castanea etc. in Oesterreich etc. ( 'itrus — D. deeipiens (De Notar.) Sacc. 1. c. Siehe Nährpflanze Carpinus, p. 423. Yar. Citri C. Massal., Sacc, Syll. X. p. 438. An entrindetem, trockenem Holze von Citrus Limonum bei Tregnago in Norditalien. Corylus 426 Dinemasporium Corylus — 1). hispidulum (Schrad.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Ca st an ea, p. 424. An faulendem Holze von Corylus etc. in Deutschland etc. Dianthus 3995. I). JManthi (West.) Oudem., Botan. Zeit. 1875, p. 591. Sacc, Syll. III. p. 684. Syn. Phyllosticta Dianthi West. Not. Crypt. ined. 1851 ex p. Flecken fast kreisrund, dann etwas zusammenfassend, weisslich; Fruchtgehäuse klein, zahlreich, auf beiden Seiten etwas hervor- ragend, von schwarzen, cladosporienartigen Borsten umgeben, durch Einsinken niedergedrückt, schwarz, oben strohfarben; Sporen ver- längert, hyalin, 14 — 16 /n lang, 3,5 u dick, beidendig in je eine kurze Cilie vorgezogen, mit einer undeutlichen Querwand. An welken Blättern von Dianthus barbatus in Belgien. Gramina 3996. I). strigosum (Fries) Sacc, Mich. IL p. 281; Syll. III. p. 683. Syn. Peziza strigosa Pries, System, myc. IL p. 103. Vermicularia strigosa Libert, Exs. No. 349. ? Fruchtgehäuse eingewachsen-sitzend, abgeplattet, concav, mager ; Scheibe blass; Sporen sichelartig- spindelförmig, 25 — 30 [i lang, 3 — 4= fu dick, beidendig spitzig, mit Oeltropfen, hyalin, an beiden Enden mit je einer 4 — 5 /li langen Borste versehen. An Blättern und Halmen von Gräsern in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und Cuba etc. In Sylloge XI. p. 560 sagt Saccardo bei Dinemasporium strigosum (Fries) Sacc. , Syll. III. p. 683 . Grev. XXI. p. 68 : Nach De Notaris in Mem. Accad. Tor. X. p. 168 ist diese Species identisch mit Excipula strigosa ß hysteriiformis Pries Syst. myc. II. p. 103 = Vermicularia strigosa Libert = Excipula strigosa Corda = Excipula hysteriiformis De Not. I.e.; während Dinemasporium graminum (Lib.) Lev. Sacc. 1. c. der Typus von Excipula strigosa Fries 1. c, = Vermicularia graminum Lib. = Excipula graminum Corda = Excipula strigosa De Not. 1. c. ist. Var. leptosporuni Sacc, Mich. II. p. 600; Syll. III. p. 683. Sporen gekrümmt-spindelförmig, 16 — 18 u lang, 1,5—2 fi dick, an beiden Enden mit kurzer Borste, mit vier Oeltropfen, hyalin. An Halmen und Gräsern in Frankreich. 3997. D. ciliatum (Bon.) Sacc, Syll. III. p. 684. Syn. Chaetomium ciliatum Bonord., Handb. d. Mykol. p. 226. Fruchtgehäuse eiförmig, weich, an der Basis mit langen, chwarzen, nicht septirten Haaren versehen und von einem Dinemasporium 427 Gramina kriechenden Mycel umgeben; Sporen cylindrisch, beidendig mit je einer kleinen Borste geschmückt. An Grashalmen zwischen Moosen in Westfalen. — D. graminum Lev. Sacc, Syll. III. p. 682. Siehe Nähr- pflanze Andropogon, p. 421. An Halmen und Blättern von Gräsern in Deutschland. Labiatae — D. hispidulum (Sehr ad.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Castanea, p. 424. Yar. lierbarum Cooke. Sacc. 1. c. An Stengeln von Labiaten etc. in Italien, Grossbritannien und Nordamerika. Lippia 3998. D. Lippiae F. Tassi, Atti B. Accad. dei Fisiocr. Siena, 4. Ser. VIII. 1896 (Microin. III. p. 8) et Rev. mycol. 1896, p. 171, tab. 173, fig. 9. Sacc. et Sydovv, Syll. XIY. p. 1001. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, oberflächlich, pezizenartig, durch Einsinken niedergedrückt, schwarz, 1 / 3 — 1 / 2 mm im Durchmesser, von einfachen, schwarzen, 150 — 200 fi langen, 3 — 4 u dicken Haaren Dinemasporium Lippiae F. Tassi. a. Stückchen eines Stengels von Lippia citriodora mit dem Pilze m natürlicher Grösse. b. Ein vergrössertes Fruchtgehäuse. c. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Fl. Tassi in Rev. mycol. 1896, p. 171, tab. 173, fig. 9. rauh; Sporen verlängert, etwas gekrümmt, 8 — 10 ,u lang, 2—3 /.i dick, ohne Oeltropfen oder seltener wolkig, hyalin, an beiden Enden mit je einer fadenförmigen, 2 — 4^ langen, schiefen Borste versehen; Sporenträger fadenförmig. An entrindeten Aesten von Lippia citriodora im botanischen Garten zu Siena in Italien. Kaninchen-Mist 3999. I). fimeti Plowr. et Phill. in Grevillea IV. p. 119, tab. 62, fig. 1. Sacc. Syll. III. p. 686. Fruchtgehäuse fast gerundet, oberflächlich, schwarz; Sporen beidendig mit Anhängseln (Cilien), 7 (i lang (ohne Cilien). Kaninchen-Mist 428 Dinemasporiuw Dinemasporium fimeti Plowr. et Phill. (f US Schwach vergrösserte Sporen. j/f j Nach Plowright und Phillips in Grevillea IV. ^l-^^ p. 119, tab. 62, fig. 1. Auf Mist von Kaninchen, Kings Lynn in Grossbritannien. Von D. graminum Lev. unterscheidet sich diese Art durch kleinere und com- pactem Fruchtgehäuse und kleinere Sporen. Phragmites 4000. 1). rhodophaeum Speg. in Mich. I. p. 480. Sacc, Syll. III. p. 683. Fruchtgehäuse napfförmig, dem Parenchym eingesenkt, die Ober- fläche der Scheibe nicht oder kaum (bei Feuchtigkeit) hervortretend, niemals bedeckt, weitläufig herden weise, fast parallel, in keinem oder fast keinem Flecken sitzend, scheibenförmig oder durch Druck der Blattnerven fast quadratisch, klein, 1 / 4 — L / 3 mm im Durchmesser: Gewebe des Bechers parenchymatisch, russfarbig, am Kande schwarz, glänzend und mit sehr kurzen, 20—40^ langen, 5 fx dicken, ein- zelligen, gleichfarbigen Haaren locker besetzt: Scheibe schön rosen- oder orange-roth ; Sporen elliptisch, gerade, mit zwei Oeltropfen, 9 n lang, 3 /li dick, hyalin, an beiden Enden mit je einer ziemlich steifen, geraden Borste von der Länge der Spore versehen. An abgestorbenen, lange der Witterung ausgesetzten Blättern von Phragmites communis auf der Insel Lido bei Venedig. 4001. D. microsporum Sacc. Mise, Myc Fung. Helv. Xo. 17: Syll. III. p. 684. Fruchtgehäuse zerstreut, fast oberflächlich, etwas napfförmig. Vs mm im Durchmesser, schwarz, mit steifen, zugespitzten, 250 bis 280 fx langen, meist einzelligen, schwarzen Borsten besetzt : Sporen cylindrisch, gekrümmt, 7—9 ju lang, 2— 3 ,u dick, beidendig mit je einer schiefen Cilie versehen; Cilien 10 — 12 « lang, hyalin : Sporen- träger bündelweise, fadenförmig, 40 u lang, 1—1,5 u dick. An abgestorbenen Blättern von Phragmites am See bei Neu- chatel in der Schweiz. I>. graminum Lev. Sacc, Syll. III. p. 683. Siehe Nähr- pflanze Andropogon, p. 421. Var. strigosulum Karst. Sacc. 1. c. Sporen 9—12 ^ lang, -3 f< dick, an beiden Enden mit je einer 6—8 m langen Cilie. Ad Halmen und Blättern von Phragmites bei Mustiala in Finnland. Dinemasporium 429 Prunus Prunus 4002. B. inimersnm (Desm.) Sacc, Syll. X. p. 439. Syn. Excipiüa immersa Desmaz., 24. Not. p. 11. Fruchtgehäuse auf der Ober- und Unterseite der Blätter, klein, häutig, tief eingesenkt, fast kreisrund, zerstreut, wenige, fast einzeln, schwarz, rauh, pezizenartig geöffnet, mit zahlreichen, sehr langen, geraden, schwarzen, fast undurchsichtigen, septirten Borsten besetzt; Kern weisslich, bei Befeuchtung zerfliessend; Sporen zahlreich, eylindrisch, gerade oder etwas gekrümmt, hyalin, 15 — 20 /* lang, 2,5 u dick, beidendig mit je einem fadenförmigen, durchsichtigen, sehr dünnen Anhängsel versehen. An alten Blättern von Prunus lusitanica und Quercus in Nord- frankreich. Quercus B. hispidiilum (Sehr ad. ) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Castanea, p. 424. An faulendem Holze von Quercus etc. in Deutschland etc. — B. deeipiens (De Not.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Carpinus, p. 423. Auf Holz von Quercus etc. in Oesterreich etc. — B. imniersuni (Desm.) Sacc, Syll. X. p. 439. Siehe oben Nährpflanze Prunus. An alten Blättern von Quercus etc. in Nordfrankreich. Hhamniis — B. deeipiens (De Not.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Carpinus, p. 423. An Holz von Bhamnus etc. in Oesterreich etc. Robinia — B. liispidiiliiiii (Schrad.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Castanea, p. 424. Auf faulendem Holze von Robinia etc. in Deutschland etc. — B. deeipiens (De Notar.) Sacc, Syll. IIF. p. 685. Siehe Nährpflanze Carpinus, p. 423. Auf Holz von Robinia etc. in Oesterreich etc. Salix 4003. B. purpnrascens Rieh., Cat. Champ. Marn. No. 1801. Sacc, Syll. X. p. 438. Fruchtgehäuse weit geöffnet, mit schwarzen Haaren bedeckt, im jüngeren Zustande violett, innen rosenroth; Sporen kurz. Salix 430 Dinemasporium An abgestorbenen Zweigen von Salix bei St. Amand in Prankreich. Seeale — D. graniinum Lev. Sacc., Syll. III. p. 683. Siehe Nähr- pflanze Andropogon, p. 421. Var. strigosulum Karst. Sacc. 1. c. An Halmen und Blättern von Seeale etc. bei Mustiala in Finnland. Silene — D. Mspidulum (Sehr ad.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Castanea, p. 424. Var. herl)aruin Cooke. Sacc. 1. c. An Stengeln von Silene etc. Unbestimmte Nährpflanze 4004. D. epixylon Fautr. in Rev. mycol. 1889, p. 152. Sacc, Syll. X. p. 438. Fruchtgehäuse gleichsam ausgestreut, ziemlich gross, ungleich becher- oder napfförmig, mit kurzen, schwärzlichen Borsten be- kleidet; Sporen stielrund - spindelförmig , mit mehreren Oeltropfen, 24 — 28 fi lang, 3 — 4 u dick, etwas gekrümmt, beiden dig mit 2 bis 4 fi langen, 0,5 a dicken Borsten versehen. Auf fast entrindetem Holze bei Noidan, Cöte d'Or in Frankreich. TJvtiea — D. hispidulum (Schrad.) Sacc, Syll. III. p. 685. Siehe Nährpflanze Castanea, p. 424. Var. lierlbaruni Cooke. Sacc 1. c An Stengeln von Urtica etc. CXXXI. Polynema Lev., Ann. Sc. nat. 1846, p. 274. Sacc, Syll. III, p. 687. Syn. Excipula De Not. Fruchtgehäuse napfförmig, oberflächlich, schwarz, mit steifen Borsten bekleidet; Sporen länglich, einzellig, hyalin, gestielt, an der Spitze mit meistens 4 freien Cilien versehen. Der Name dieser Gattung ist zusammengesetzt aus polys = viel und nema = Faden (Cilie). Castanea 4005. P. ornatum (De Notar.) Lev., Ann. Sc nat. 1846, p. 274. Sacc 1. c. Syn. Excipula ornatum De Notar., Atti Accad. Tor. 1845, VII. Dec. III. No. 2. Fruchtgehäuse napfförmig, oberflächlich, schwarz, klein, trocken zusammengezogen, bei Feuchtigkeit geöffnet, zottig; Borsten gedrängt, Polynema 431 Castanea gewunden, steif, ziemlich lang, dunkelbraun; Scheibe aschgrau; Sporen länglich oder länglich-keulenförmig, gelbgrünlich-hyalin, an der Spitze mit vier offenen Cilien versehen, 8—10 /* lang, 2—2,5 fi dick; Sporenträger borstenförmig; Cilien und Sporenträger 5 bis 6 fi lang. Auf der weisslichen Epidermis eines Stammes von Castanea vesca bei Genua in ^orditalien. II. Abtheilung. Phaeosporae Sacc. CXXXII. Pliaeodiscula Cub. in N. G. Bot. Ital. 1891 y p. 577. Sacc, Syll. X. p. 639. Fruchtgehäuse schalenartig -scheibenförmig, häutig, innen aus fast hyalinen, verklebten Hyphen zusammengesetzt, aussen schwarz; Sporen elliptisch, einzellig, russfarbig; Sporenträger fadenförmig, einfach. Der Name ist zusammengesetzt aus phaeos = schwarz und Discula. Eine Discula mit dunklen Sporen. Jlorus 4006. Pk. Celotii Cub. in K G. Bot. Ital. 1891 1. c. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse oberflächlich, zerstreut, schwarz, zuerst fast geschlossen, endlich ausgebreitet, mit eingebogenem Rande, 0,6 bis 0,8 mm im Durchmesser, an der Basis mit schwach -russfarbigen, mehrfach septirten Haaren versehen; Sporen elliptisch, schwarz- russfarbig, 10 — 12^1 lang, 4 — 5« dick; Sporenträger schwach-russ- farbig, 35 — 40 /Li lang. An entrindetem Holze von Morus alba bei Conegliano in Nord- italien (Luigi Celotti). III. Abtheilung. Hyalodidymae Sacc. CXXXIIL Discella Berk. et Br., Ann. and Mag. K H. Yol. Y. Ser. IL p. 376, No. 426 ex p. Sacc, Syll. III. p. 687. Fruchtgehäuse scheibenförmig-schalenartig, oft unvollständig und gleichsam aus dem veränderten Substrat gebildet, von der endlich verschieden aufreissenden Epidermis lange bedeckt; Sporen spindel- förmig oder länglich, mit einer Querwand, fast hyalin. Eine aus heterogenen Elementen zusammengesetzte Gattung; einige Species, die kein eigentliches Fruchtgehäuse besitzen, wären nach Saccardo besser bei den Melanconieen einzureihen. Acer 432 Discella Der Name dieser Gattung ist gebildet von Discos = eine runde, flache Scheibe: wegen der Gestalt der Fruchtgehäuse so genannt. Acer 4007. 1). Pseudoplatani Oudem., Contr. Myc. des Pays-Bas XIII. p. 55. Sacc, Syll. X. p. 440. Die Beschreibung der Fruchtgehäuse fehlt; Sporen spindelförmig, hyalin, mit einer Querwand, 11 — 17 /.i lang, 2 — 3 u dick. An Zweigen von Acer Pseudoplatanus im Walde bei Haag in den Niederlanden. JBerberis 4008. D. Berberidis Oudem. , Contr. Myc. des Pays-Bas XVII. p. 288. Syn. D. Grossulariae Oudem., Contr. Myc. des Pays-Bas XIII. p. 54, fig. 37. Sacc, Syll. X. p. 440. Flecken sehr klein, sehr schwarz, 1 / 10 — 1 / 5 mm im Durchmesser; Fruchtgehäuse schildförmig, am Scheitel aufreissend; Sporen zahl- Discella Berberidis Ouderu. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Oudemans in Contr. a la Flor, des Pays-Bas XIII. p. 54, fig. 37. reich, stäbchenförmig, gerade oder etwas gekrümmt, beidendig ab- gerundet, mit einer Querwand, wenn einzeln liegend hyalin, wenn gehäuft liegend honigfarben, 7 — 10 /ul lang, 2 — 3 fi dick. An jüngeren Zweigen von Berberis vulgaris bei Scheveningen in den Niederlanden (Destree). Centaurea 4009. I). Centaureae Koll. et Fautr., Rev. myc. 1894, p. 72, tab. 161, fig. 1. Sacc, Syll. XL p. 560. Fruchtgehäuse klein, 200 a im Durchmesser, scheibenartig oder verlängert-eiförmig, mit ungefärbter Scheibe mit häutigem, etwas hervorstehendem Rande, russfarbig; Sporen länglich, 8 — 12 a lang, Discella Centaureae Roll, et Fautr. a. Sporenträger mit Sporen, stark vergrössert. b. Keife und unreife Sporen, stark vergrössert. Nach Rolland et Fautrey in Eev. mycol. 1894, p. 72, tab. 161, fig. 1. 4 // dick, an der Spitze abgerundet, an der Basis verschmälert, oft körnig, mit einer Querwand; Sporenträger fadenförmig, hyalin einfach, kurz, 4—5 a lang. An Stengeln von Centaurea amara, Cöte d'Or in Frankreich. Biscella 433 Rosa Rosa 4010. D. ßosae Lamb. et Fautr., Rev. myc. 1896, p. 143. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 1002. Fruchtgehäuse oft reihenweise längs der Fasern oder Ritzen des Substrates angeordnet, häutig, oval, verlängert, anfänglich ge- schlossen, dann weit napfförmig geöffnet, mit schwarzem Rande, im Centrum blasser; Sporen zahlreich, länglich, cylindrisch, unregel- mässig, beidendig abgerundet, hyalin, mit einer Querwand, bei der- selben leicht eingeschnürt, 10 — 13 u lang, 3 — 4 // dick. An trockenen Zweigen von Rosa canina in Frankreich. Sali.* 4011. D. carbonacea (Fries) B er k. ed Br., Ann. and Magaz. ofN.H. Yol.Y. Ser. IL p. 377, tab. XII. fig. 8d. Sacc, Syll. III. p. (587. Syn. Phacidium carbonaceum Fries, Syst. myc. II. p. 574. Nemaspora Mougeotii de Lacr. sec. Saccardo. Exs. Kabenhorst, Fungi europaei No. 844. Fruchtgehäuse Scheiben- oder schalenförmig, zerstreut, schwarz, anfänglich von der Epidermis bedeckt, dann dieselbe lappig zer- reissend und hervorbrechend; Sporen spindelförmig, gerade, 18 /ti Discella carbonacea (Fries) Berk. et Br. <=^ Schwach vergrösserte Sporen. ^ ^ Nach Berkeley et Broome in Ann. and Magaz. of Natur. $ Hist. II. Ser. Vol. V. p. 377, tab. XII. fig. 8d. lang ,6 fi dick, mit einer Querwand, bei derselben nicht eingeschnürt, hyalin oder gelb-grünlich; Sporenträger stielrund, halb so lang als die Sporen. An berindeten Aesten von Salix Caprea, Salix alba etc. in Deutschland, Frankreich, Portugal, Grossbritannien und Nordamerika. Sambucus 4012. D. abnormis Berk. et Br., Ann. and. Magaz. of N. H. Yol. V. II. Ser. p. 378. Sacc, Syll. III. p. 688. Fruchtgehäuse unecht, kugelig, mit einem runden Porus geöffnet, gänzlich bedeckt, und mit dem Substrat fast verschmolzen; Sporen kurz-spindelförmig, mit einer Querwand, gelb-braun. An Zweigen von Sambucus bei Batheaston in Grossbritannien. Neigt zum Typus der Gattung Diplodia. Winter, die Pilze. Vn. Abth. 28 Sorbus 434 Discella Sorbus 4013. D. Ariae Oudem., Contr. Flor. myc des Pays-Bas XV. p. 17. Sacc, Syll. XL p. 560. Fruchtgehäuse abgeplattet, halbirt, zerstreut, schwarz, zuerst unter der Epidermis, dann hervorbrechend; Sporen lanzettlich, in der Mitte mit einer Querwand, hyalin, 10—16 /u lang, 3 /< dick. An Zweigen von Sorbus Aria in den Niederlanden. CXXX1Y. Pseudopatella Sacc, Syll. III. p. 688. Fruchtgehäuse anfänglich kugelig, dann schalenartig-pezizen- förmig, etwas angeschwollen, last lederartig, kahl, fast oberflächlich, schwarz, mit blasserer Scheibe; Sporen länglich, mit einer Querwand, fast hyalin, auf langen, ästigen, gewundenen Sporenträgern gipfel- und seitenständig. Der Name ist gebildet aus pseudo = unecht, falsch und patella = Schale, Schüssel, Platte. Castanea 4014. Ps. Tulasnei Sacc, Syll. III. p. 688. Charaktere der Gattung; Sporen länglich, kaum etwas gekrümmt, beidendig abgerundet, mit einer Querwand, bei derselben kaum ein- geschnürt, 8 — 11 }i lang, 3,5 u dick. 0® 02 9J. Pseudopatella Tulasnei Sacc. a. Fünf schwach ver- größerte, senkrecht durchschnittene Fruchtgehäuse. b. Ein sehr stark ver- größertes Stück des Hymeniums. Nach Tulasne in Lindau, Fung. imperf. in Englers Natürlichen Pflanzenfamilien, p. 396, %. 205, C. und D. Pseudopatella 435 Castanea Auf nacktem, bearbeitetem Holze von Castanea und Quercus bei Paris und Versailles in Frankreich. Nach Tulasne stellt dieser Pilz die Spermogonienform zu Durella compressa dar. Cfr. Tulasne, Select. Fung. Carpol. III. p. 177, tab. XX. fig. 9—11. Corylus 4015. Ps. corticalis Bomm. , Rouss., Sacc, Contr. Myc. Belg. IV. p. 89. Sacc, Syll. X. p. 441. Fruchtgehäuse becherförmig, gerandet, hervorbrechend, leder- artig, in trockenem Zustande schwarz, zu zwei bis drei gehäuft; Sporen hyalin, spindelförmig, mit einer Querwand, 10 — 11 /a lang, 3 /n dick; Sporen träger wirtelästig. An Aesten von Corylus Avellana in Belgien. Quercus — Ps. Tulasnei Sacc, Syll. III. p. 688. Siehe Xährpflanze Castanea, p. 434. An nacktem, bearbeitetem Holze von Quercus in Frankreich. IV. Abtheilung. Hyalophraginiae Sacc. CXXXY. Excipulina Sacc, Syll. III. p. 688. Syn. Excipula Auetor. pr. p. Fruchtgehäuse teller- oder fast napfförmig, hervorbrechend- oberflächlich , schwarz , ziemlich kahl ; Sporen verlängert - spindel- förmig, mit zwei oder mehreren Querwänden, hyalin. Der Name ist abgeleitet von Excipula, der diese Gattung ähnlich ist. Saccardo zählt fünf Arten auf, von denen vier in Nordamerika vorkommen. Alopecurus 4016. E. graminum Karst., Symb. myc. Fenn. XXI. p. 106. Sacc, Syll. X. p. 441. Fruchtgehäuse zerstreut, eingewachsen, von der Oberhaut bedekt, dann nach Aufreissen derselben hervortretend, anfänglich geschlossen, dann mit weiter Mündung geöffnet, kreisförmig oder hysterienartig, weich, schwarz, mit blasser Scheibe, von parenehymatischem, russ- farbigem Gewebe, ca. 0,3 mm breit; Sporen verlängert- spindelförmig, beidendig verschmälert, gerade, niemals ungleichseitig, mit 3 bis 5 Querwänden, gelbgrünlich - hyalin oder hyalin, 51—75,« lang, 28* Mpeewrus 436 Excipulina 12—15// dick, an der Spitze mit einer fadenförmigen, hyalinen, ca. 60/* langen, 1,5 a dicken Borste versehen. Auf faulenden Blättern von Alopecurus pratensis bei Mustiala in Finnland. CXXXYI. Pilidiuin Kunze, Mykolog. Hefte II. p. 92 emend. Sacc, Syll. III. p. 689. Fruchtgehäuse hervorbrechend, scheibenartig- schildförmig, un- gleich, häutig, schwarz-russfarbig, endlich mit etwas gelapptem Rande und blasserer Scheibe; Sporen länglich oder sichelartig-spindelförmig, mit zwei oder mehreren .Querwänden, hyalin. Der Name kommt von pilidion = Hütchen. Saccardo führt vier Arten auf, von denen aber nur zwei bisher in Europa vorkommen. JPastinaca • P. silvestre (Fautr.) Sacc, Syll. X. p. 442. Svn. Pseudostictis silvestris Fautrey , Eev. mycol. 1890, p. 119. Sacc, Syll. XI. p. 553. Hymenium von der Epidermis umgeben, in drei oder vier Theile getheilt, fast sternförmig, elliptisch, gelblich; Sporen cylindrisch- langlich, später . mit drei Querwänden und vier Oeltropfen, von verschiedenen Dimensionen, meistens 16 — 22 t a lang, 5 — 6 u dick. An trockenen Stengeln von Pastinaca sativa, Cöte d'Or in Frankreich. Vergleiche Pseudostictis silvestris Fautr. p. 312 in diesem Bande. Im X. Bande der Sylloge p. 442 führt Saccardo bei der Gattung Pilidium der Familie Excipulaceae die Art Pilidium silvestre (Fautr.) Sacc. = Pseudostictis silvestris Fautrey, Eev. mycol. 1890, p. 119 auf. Im XL Bande der Sylloge p. 553 wird jedoch bei der Familie der Nectrioideae die Gattung Pseudostictis Fautrey mit zwei Arten aufgeführt, nämlich Pseudostictis Filicis Fautrey et Lamb., Eev. mycol. 1894, p. 76, tab. CL, fig. 2 und Pseudostictis silvestris Fautrey, Eev. mycol. 1890 (Sacc. giebt 1892 an, was unrichtig ist) p. 119, ohne dass auf das Citat in Syll. X. p. 442 hingewiesen wird. Pilidium silvestre (Fautre}') Sacc. und Pseudo- stictis silvestris Fautrey sind jedoch identisch und können daher nicht in zwei verschiedene Familien gehören. Obwohl nun die Beschreibungen in Sacc, Syll. X. p. 442 und Syll. XL p. 553 nicht gleichlautend sind, aber doch in jeder gesagt wird , dass die Fruchtgehäuse gelb oder gelblich, also hellfarbig sind, so scheint es, dass der Pilz besser bei den Nectrioideen unterzubringen ist, wie auch Saccardo in Sylloge XL gethan hat. hs wäre also dann die vorstehende Art Pilidium silvestre (Fautrey) Sacc. zu streichen, weshalb ich dieselbe ohne Nummer hierher gestellt habe. idostietis Filicis Fautrey et Lamb. (cfr. p. 312 dieses Bandes) gehört '1' '1 Ascomycet überhaupt nicht zu den „Fungi imperfecta. Püidium 4o7 Salix Sali.*- 4017. P. fiiliginosum (Fries) Auerswald, Heclwigia 1866, p. 191. Sacc, Syll. III. p. 689. Syn. Cenangium fiiliginosum Fries, Elench. IL p. 23. Pilidium carbonaceum (Lib.) ßerk. et Br., Ann. and Magaz. of N. H. Vol. V. Ser. II. p. 456. Exs. Kabenh., Fungi europaei No. 938. Fruchtgehäuse unregelmässig, schwarzbraun, zu breiten Flecken gehäuft und von einem weitverbreiteten Subiculum (Unterlage) um- geben und demselben eingewachsen; Sporen fadenförmig, sichel- artig-gebogen, mit drei Querwänden, hyalin. An Zweigen von Salix, vorzüglich von Salix Caprea in Deutsch- land, Frankreich und Grossbritannien. v. Abtheilung. Phaeophragmlae Sacc. CXXXVII. Taeniopliora Karst, Symb. myc. Fenn. XYII. p. 163. Sacc, Syll. X. p. 443. Fruchtgehäuse hervorbrechend, ungleich, lappig oder unregel- mässig aufreissend, häutig-kohlig, schwarz, nackt; Sporen mit drei Querwänden russfarbig, kettenartig-verbunden. Der Name ist gebildet aus taenia = Band, Binde, Gurt und phoreo = trage. Acer 4018. T. aeerina Karst. 1. c. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse hervorbrechend-oberflächlich, gewöhnlich in Reihen gehäuft, oft zusammenfliessend,polsterförmig oder abgeplattet, schwarz, mit fast gleichfarbiger oder bräunlich - schwarzer Scheibe, 300 bis 400 fi breit; Sporen länglich- oder elliptisch -spindelförmig, gerade, mit drei, seltener mit 2 — 4 Querwänden, bei denselben eingeschnürt, kettenartig verbunden, erst hyalin, dann schwach russfarbig, 18 bis 26 u lang, 9 fx dick. An abgestorbenen Zweigen von Acer platanoides bei Abo in Finnland. CXXXYIII. Excipularia Sacc, Syll. III. p. 689. Syn. Excipula Auctor. pr. p. Fruchtgehäuse schalenförmig, schwarz, borstig; Sporen spindel- förmig, mit zwei oder mehreren Querwänden, bräunlich - hyalin ; Sporenträger kurz. Der Name ist abgeleitet von Excipula, der diese Gattung ähnlich ist. Clematis 438 Excipularia Clematis 4019. E. fusispora Berk. et Br., Ann. and Magaz. ofKH. No. 814, tab. IX. fig. 1. Sacc, Syll. 111. p. 689. Exs. Rabenh., Fang, europ. No. 155. Fruchtgehäuse klein, schwarz, mit einzelligen, steifen Borsten dicht bekleidet; Sporen schmal-spindelförmig, mit 6—7 Querwänden, gekrümmt, 50 ,u lang, die Endglieder hyalin, die übrigen bräunlich und mit Oeltropfen; Sporenträger stäbchenförmig, kurz. An der inneren Kinde von Clematis Yitalba in Grossbritannien. Syringa 4020. E. lignicola Karst, et Malbr., Syrub. Mycol. Fenn. XX1Y. p. 18. Sacc, Syll. X. p. 442. Sporen spindelartig- stäbchenförmig, mit 1 — 3 dünnen Quer- wanden, etwas gekrümmt, 12 — 15 fi lang, 2 w dick. Auf Holz von Zweigen von Syringa vulgaris bei Abo in Finnland. Karsten 1. c. fügt die Bemerkung bei: „Wir befürchten, dass diese Form dasselbe sei, was Amerosporium corvinum (Pers.) Sacc, Syll. III. p. 682." (Ver- gleiche No. 3990, p. 421.) VI. Abtheilung. ScoleCOSporae Sacc. CXXXIX. Scliizotliyrella Thüin., Mycoth. univ. No. 1684. Sacc, Syll. III. p. 690. Syn. Schizothyrium Lib. Herb, et in Roum. Fungi Gallici No. 612. Fruchtgehäuse eingewachsen oder oberflächlich, häutig, erst geschlossen, dann vom Centrum gegen den Umfang mit vom Kerne getrennten Lappen aufreissend; Kern wachsartig, gefärbt; Sporen cylindrisch - fadenförmig , mit Querwänden, dann in beidendig ab- gestutzte Glieder zerfallend, hyalin oder blass. Die Glieder selbst, in welche die Sporen leicht zerfallen, können auch, wenn man lieber will, wie kettenförmig verbundene Sporen betrachtet werden. Der Name ist gebildet aus schizo = spalte, theile und thyreos = Schild. Saccardo zählt sechs Arten auf, von denen aber bisher nur eine in Europa gefunden wurde. Quercus 4021. Sek. quercina (Lib.) Thüm., Mvcoth. univ. Sacc, Syll. III. p. 690. Syn. Schizothyrium quercinum Lib. in Roum., Fung. Gallici No. 612. Exs. Timmen, Mycothcca univ. No. 1684. Schizothyrella 439 Quercus Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, eingewachsen, halb- kugelig, schwarz, in 4 — 6 Lappen aufreissend; Becher von paren- chymatischem, russfarbigera, deutlichem Gewebe; Kern gelbröthHch ; Sporen fadenförmig oder zu sehr langen Ketten verbunden, cylin- drisch, beidendig stumpf, 15 /i lang, 1,5 fi dick, vierzellig, die Zellen selbst endlich sich trennend, 4 fi lang, 1,5 // dick, hyalin oder blass- hon igfarben. An erfrorenen Blättern von Quercus bei Malmedy in den Ardennen. Der einzelne Pilz nähert sich bezüglich der Fructification der Blennoria Buxi Fries und dem Leptothyrium ? botryoides Sacc. Spegazzini fügt der Beschreibung der Sporen in Roum., Eev. mycol. 1890, p. 16 noch die Bemerkung bei, es seien auch zuweilen etwas verästelte, knotige, septirte, ziemlich dicke, hyaline Hyphen vorhanden. CXL. Protostegia Cooke in Grevillea IX. 1880/81, p. 19. Sacc, Syll. III. p. 690. Fruchtgehäuse zuerst bedeckt, dann nackt, scheibenförmig, mit gelapptem, gezahntem oder gewimpertem Rande und gelatinöser Scheibe; Sporen fadenförmig, einzellig, gestielt, dann frei. Der Name ist gebildet aus protos = der Erste und Stegia, d. h. der Anfang der Stegia. ■"a* Galium 4022. Pr. autumnalis Sacc. in Rev. mycol. 1886, p. 6 (?); Syll. X. p. 413. Fruchtgehäuse scheibenförmig, der Schlauchform von Pseudo- peziza autumnalis sehr ähnlich, schwarz, hervorbrechend; Sporen stäbchenförmig, 20—22 /< lang, 1 /t dick, ziemlich gerade, hyalin. An Stengeln von Galium -Arten in Gesellschaft von Pseudo- peziza autumnalis, dessen Spermogonienform der Pilz ist, in Frank- reich (Angele Roumeguere). CXLI. Pseudocenaiigiuiii Karst., Symb. XVII. p. 163. Sacc, Syll. X. p. 445. Fruchtgehäuse oberflächlich, frei, fast kugelig oder verkehrt- eiförmig, geschlossen, dann mit weiter, zerrissener Mündung geöffnet, dünn -häutig- kohlig, schwarz, kahl; Sporen fadenförmig, einzellig, hyalin, zu Ketten verbunden. - 440 Pxeudocenanqium Larix J Lavl.r 4023. Ps. Hartigiamiiu Alle scher in Berichte der Bayer. Bot. Ges. IV. 1896, p. 36. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1003. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend -oberflächlich, nieder- Irückt- kugelig, in trockenem Zustande fast napfförinig, häutig, schwärzlich - oliven&rbig, erst geschlossen, dann weit geöffnet, mit lappigem Rande der Mündung, 100—150 ,u im Durchmesser; Sporen zahlreich, fadenförmig, gerade, beidendig ziemlich stumpf, mit kleinen Oeltropfen, hyalin, 40—60,«. lang, Sporenträger fehlend oder sehr kurz. An faulenden Nadeln von Larix europaea bei Freising in Ober- bavern (Rob. Hartig). JPimis 4024. Ps. Pinastri Karst, Symb. XYII. p. 163. Sacc, Syll. X. p. 445. Fruchtgehäuse herdenweise oder zerstreut, kugelig oder verkehrt- eiförmig-kugelig, später weit geöffnet, mit lappigem, zuweilen ge- wimpertem Rande, schwarz, kahl, mit blasserer Scheibe, 0,2 mm im Durchmesser; Sporen fadenförmig, einzellig, gerade, 21—25 ^lang, 0,5 — 1 /Li dick ; Sporenträger kurz, fadenförmig. An alten Nadeln von Pinus silvestris bei Mustiala in Finnland. CXLIL. Eplielis Fries, Fungi Mex. in Berk. et C, Cub. Fungi Xo. 567 et Summ. Yeg. Scand. p. 370. Sacc, Syll. III. p. 691. Stroma etwas verbreitet, Sklerotien- ähnlich, schwarz; Frucht- gehäuse pezizenförmig geöffnet, dem Stroma eingesenkt; Sporen eylindrisch oder fadenförmig, einzellig, hyalin. Der Name ist gebildet aus epi = oben, oberwärts, und helos = Nagel, Warze, auch Tuberkel. Saccardo zählt sieben Arten auf, die mit Ausnahme einer einzigen in den Tropen heimisch sind. Poa 4025. Eph. Poae .(Lib.) Sacc, Fungi Arduenn. No. 207; Syll. X. p. 445. Syn. Dacryomyces Poae Lib., Cryptog. II. No. 135 (1832). Fruchtgehäuse halb-kugelig-scheibig, klein, anfänglich weiss, in einem fast quadratischen, schwarzen Flecken sitzend, durch Ein- sinken conoav, grünlich, von dunklem, strahlig- parenchymatischem \ <'!m'; Sporen fadenförmig, etwas gekrümmt, dicht bündelweise, -•>— 30 /< lang, 1 u dick, hyalin; Sporenträger kurz und schmal. An abgestorbenen Blättern von Poa sudetica in den Ardennen. 441 Anhang. Zweifelhafte Gattungen der Sphaeropsideen. I. Ampliisporium Link, Observ. IL p. 40, tab. I. fig. 6. Wallr. Flor, crypt. No. 266. Sacc., Syll. III. p. 692. Fruchtgehäuse bleibend; Sporen von zwei Formen, die einen kugelig, die anderen spindelförmig, nackt. 1. A. versicolor Link. 1. c. Wallr. 1. c. No. 2083. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse convex, blass, etwas schleimig; Sporen gleich- farbig, zw eiförmig. An Zwiebeln von Hvacinthus, welche während der Winterszeit im Wasser eingesenkt waren. „Fruchtgehäuse von veränderlicher Farbe, zuerst weiss, dann gelblich, endlich blass aschgrau. 1 ' Sacc. 1. c. J e* IL Coccobolus Wallr., Flor, crypt. No. 359. Sacc, Syll. III. p. 692. Fruchtgehäuse dünnhäutig, schwarz, verborgen, eingesenkt und im Lager gedrängt, einfach, mit gelatinöser, flüssiger Sporenmasse angefüllt und dieselbe dann durch den geöffneten, etwas hervor- ragenden und dann von neuem zusammengezogenen Scheitel als helle, oberflächliche, nach Yertrocknung blasenförmige Kugel hervor- stossend; Sporen (nach Wallroth „Schläuche") sehr klein, kugelig, in einer Gelatine liegend. Fagus 1. C. aeneus Wallr., Flor, crypt. No. 3649. Sacc, Syll. III. p. 692. Sporenkugel hervortretend, erst weinroth, dann roth-grün, schwärzlich, klein. An Holzstückchen von Fagus in Thüringen. Fraxlnus 2. C. castaneus Wallr., Flor, crypt. No. 3648. Sacc, Syll. III. p. 692. Sporenkugel hervortretend, zuerst hellblass, dann gesättigter dunkelbraun, glänzend, ziemlich gross. An entrindetem Holze von Fraxinus in Thüringen. 442 Endotrichum III. Eiiclotriclmni Corda, Anl. p. 147 et Icon. IL p. 25, fig. 94. Sacc., Syll. III. p. 692. Fruchtgehäuse kohlig, eingewachsen oder eingesenkt, dann mit einem Längsspalt oder seltener unregelmässig aufreissend, innen mit gefärbtem Sporenkern, mit einzelligen Flocken untermischt; Sporen träger unecht, dann zerfallend, einsporig; Sporen heterogen, einzellig, unregelmässig eingesprengt. 1. E. xylogrammicum Corda I.e. Sacc. I.e. (Einzige Species) Sporen 3—4 u lang, elliptisch, dunkelbraun. Auf Holz in Böhmen. &x?o Endotrickum xylogrammicum Corda. a. Ein Stückchen Holz eines Laub- baumes mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein solches schwach vergrössert. c. Ein schwach vergrössertes, offenes, senkrecht durchschnitten. Frucht- gehäuse. d. Sehr vergrösserte Flocken und Sporen. e. Noch stärker vergrösserte Sporen. Nach Corda, Icon. fung. II. tab. XII. fig. 94. IV. Microsticta Desm., Ann. Sc. nat. 1849, p. 360. Sacc, Syll. III. p. 693. Der Name ist gebildet aus micros = klein und stictos = punktirt. Eine Gattungsdiagnose hat der Autor nicht gegeben. 1. M. vagans Desm. 1. c. Sacc. 1. c. Syn. Perisporium speireum Fries, Syst. myc. .IL p. 350. Depazea speirea Corda IL p. 27, fig. 98. Fruchtgehäuse aufgewachsen, ziemlich flach, kreisrund, matt, schwarz, übrigens oberflächlich. Auf der Unterseite von Blättern verschiedener Pflanzen in Deutschland, Frankreich und Schweden etc. Microsticta 443 Microsticta vagans Lev. a. Ein Blattstück mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein Blattstückchen mit der Lupe gesehen. c. Ein stark vergrössertes Frucht- gehäuse auf der Epidermis des Blattes. d. Ein Durchschnitt des Fruchtgehäuses mit dem Blatte, sehr stark ver- grössert. Nach Corda, Icon. fang. II. tab. XIII. fig. 98. Nach Saccardo stellt dieser Pilz fast zweifellos den Jugendzustand von Microthyrium microscopicum Desm. dar. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 52 und 80. 2. M. Poini (Mont.) Desm. 1. c. Sacc. 1. c. Syn. Labrella Pomi Mont, Ann. Sc. nat. 1834, p. 347. Flecken fehlend; Fruchtgehäuse elliptisch, sehr klein, runzelig, glänzend, dann (nach Thümen) schalenförmig geöffnet; Sporen fast kugelig, schwach grau, 7 u im Durchmesser (nach Thümen). An dem Epicarp von Pirus Malus in Deutschland, Italien, Frankreich und Nordamerika. 444 IL Ordnung. llelailCOIlieae Berkeley. Mikroskopische Pilze ohne eigentliches Fruchtgehäuse und ohne Schläuche, deren Sporenlager gewöhnlich unter der Epidermis oder unter dem Periderm angelegt sind, bisweilen bedeckt bleiben, meist aber hervorbrechen und von den zerrissenen Lappen der Oberhaut umgeben werden, hell- bis schwarzgefärbt erscheinen ; Sporen oder Conidien auf verschieden gestalteten, zuweilen undeutlichen Sporen- trägern oder aus einer mehr oder weniger entwickelten fruchtbaren Basalschichte entstehend, verschieden gestaltet und gefärbt, einzeln oder kettenweise verbunden. Einzige Familie. Melanconieae. Charakter der Ordnung. I. Abtheilung. Hyalosporae Sacc. Sporen kugelig, eiförmig, länglieh oder kurz-cylindrisch, einzellig, hyalin oder seltener ganz schwach gefärbt. üebersicht der Gattungen dieser Abtheilung. A. Sporen ohne Anhängsel. a. Sporenlager ohne Borsten. c<. Sporen einzeln, nicht kettenweise verbunden. 1. Sporenlager bald hervorbrechend, lebhaft gefärbt, fast gelatinös, blattbewohnend Hainesia. 2. Sporenlager lange bedeckt, grau oder blassgefärbt, etwas chsartig, blatt- oder stengelbewohnend . . . Gloeosporium. 445 3. Sporenlager lange bedeckt, grau oder hellgefärbt, etwas wachsartig, an den Aesten der Bäume parasitirend Myxosporium. 4. Sporenlager hervorbrechend, fast hornig, schwarz, scheiben- artig; Sporen blass, zahlreich Melanostroma. 5 Sporenlager verschieden geform t,oft hell gefärbt, saprophytisch ; Sporen würstchenförmig, ziemlich kurz, gekrümmt Naemaspora. ß. Sporen kettenförmig verbunden. 6. Sporenlager länglich, hysterienförmig, schwarz, ziemlich hart Hypodermium. 7. Sporenlager scheibenförmig, lebhaft gefärbt, ziemlich weich Myxosporella. 8. Sporenlager scheibenförmig, dunkelbraun, ziemlich compact; Sporenträger typisch gabeltheilig verästelt; Sporen kurz - stäbchen- förmig, fast hyalin Blennoria. 9. Sporenlager niedergedrückt-polsterförmig, glänzend schwarz; Sporenträger ästig, mit wirteligen Zweigen, die an den Enden kopf- förmig die Sporen tragen; Sporen kurz-cylindrisch . Agyriella. 10. Sporenlager niedergedrückt -kegelförmig, schwarz, frucht- gehäuseartig, bald hervorbrechend; Sporenträger ziemlich kurz, einfach oder wenig ästig; Sporen länglich oder würfelförmig, hyalin oder schwach gefärbt Trullula. 11. Sporenlager Scheiben artig- schildförmig, olivenfarbig oder grau; Sporen länglich - cylindrisch , durch schmale Brücken ketten- förmig verbunden Myxorinia. 12. Sporenlager abgestutzt, unten schwarz und fest, an der Spitze blass und etwas vergänglich ; Sporen fast würfelförmig Bloxamia. b. Sporenlager am Kande mit Borsten. 13. Sporenlager wie bei Gloeosporium, am Rande von schwarzen Borsten umgeben Colletotrichum. B. Sporen mit Anhängseln. 14. Sporenlager klein, fast Phyllosticta-ähnlich ; Sporen an der Spitze mit ästigen Anhängseln Pestalozziella. Illustrationen zu obigen Gattungen umstehend. Weitere sind bei den betreffenden Species eingestellt. 446 Hainesia tremellina Sacc. a. Ein Blatt von Acer campestre mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein senkrecht durchschnittenes Sporenlager, schwach ver- grössert. c. Ein schwach vergrössertes Sporenlager von oben. d. Sehr stark vergrösserte Sporenträger mit Seiten- und gipfelständigen Sporen. e. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1039. Gloeosporium depressum Penz. a. Ein Theil eines Blattes von Citrus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes, senk- recht durchschnittenes Sporen- lager. c. Ein sehr stark vergrösserter Theil des Hymeniums mit Sporen- trägern und Sporen. Nach Saccardo , Fungi italici tab. 1185. 447 Myxosporium populinum Sacc. a. Stückchen eines Astes von Populus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes , senkrecht durch- schnittenes Sporenlager. c. Ein sehr stark vergrösserter Theil des Hyme- a niums mit Sporenträgern und Sporen, d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1075. Naemaspora croceola Sacc. a. Ein Aststückchen mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durch- schnittenes Sporenlager. c. Ein wirtelig- ästiger Sporenträger mit Sporen, sehr stark vergrössert. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1086. Trullula olivascens Sacc. a. Ein Aststückchen von Yitis vinifera mit dem Pilze in natürlicher Grösse. a b. und c. Fünf schwach vergrösserte Sporenlager. d. Sehr stark vergrösserte, bündel- weise-ästige od. gabelth eilige Sporen- träger, die an der Spitze Sporen abschnüren. e. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 91. e 448 g ^fll^^i^g T^j^P^^^FÜIpJilEJ Myxosporella miniata Sacc. ct. Ein Zweigstückchen von Platanus occidentalis mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Zwei schwach vergrösserte, senkrecht durchschnittene Sporenlager. c. Ein sehr stark vergrößerter Theil des Hymeniums mit den ketten- förmig verbundenen Sporen. d. Vier sehr stark vergrösserte, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tah. 1072. Colletotrichum Lineola Corda. a. Ein Blattstückchen von Andropogon mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein ebensolches, schwach vergrössert. c. Ein sehr stark vergrösserter Theil des Hymeniums, mit Borsten, Sporen- trägern und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1500. CXLIIL Hainesia EU. et Sacc, Syll. III. p. 698. Syn. Gloeosporium Sacc. pr. p. Sporenlager unter der Oberhaut, bald hervorbrechend, polster- förmig, klein, blattbewohnend, hellgefärbt, öfter gelbröthlich , fast gallertartig; Sporen länglich oder würstchenförrnig, einzellig, hyalin, an dichtstehenden, fadenförmigen, oft ästigen Sporenträgern gipfel- und seitenständig. Diese Gattung wurde dem amerikanischen Botaniker W. J. Haines zu Ehren benannt. Von den wenigen Arten finden sich vier in Europa. Acer 4026. H. tremellina Sacc, Mich. II. p. 169; Fungi italici tab. 1039; Syll. III. p. 699. Sporenlager auf der Blattunterseite, convex-scheibenartig, bald oberflächlich, bernsteinfarbig, Ve mm i m Durchmesser; Sporen Hainesia 449 Acer förnrig-spindelartig , beidendig spitzig, 8 — 9 u lang, 1,25 u dick, hyalin, an fadenförmigen, 45 u langen, 1 u dicken Sporen trägem gipfel- und seitenständig. An abgestorbenen Blättern von Acer campestre bei Conegliano in Norditalien (Spegazzini). (Siehe Abbildung p. 446.) Ein sehr dünnes, strahliges Gewebe ist um das Sporenlager zu sehen. Epilobium 4027. H. EpiloMi Elias son, Fungi Upsalienses in Bitr. K. Sv. Yet. Akad. Handl. Band XXII. Afd. III. Xo. 12, 1897, p. 16. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1004. Sporenlager auf beiden Blattseiten, zerstreut, oberflächlich, kreis- förmig, etwas gallertartig, niedergedrückt- halbkugelig, orangefarbig, bis 350 fi im Durchmesser, am Bande von einer schwarzen Linie umgeben; Sporen 6—9 fx lang, 1,5 u dick, fast würstchenförmig, leicht gekrümmt, einzellig, hyalin; Sporen träger fadenförmig, sehr ästig, bündelweise, 1 fx dick, bis zu 115 ja lang. An welkenden Blättern von Epilobium angustifolium im kgl. Walde Äsen in Schweden. Rh us 4028. H. rlioina Ell. et Sacc, Syll. III. p. 699. Syn. Gloeosporium ? rhoinum Sacc, Fungi ital. tab. 1035. Hainesia rhoina Ell. et Sacc. a. Ein Blattstückchen von Ehus glabra mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Zwei schwach vergrösserte, senkrecht durchschnittene Sporenlager. c. Ein stark vergrösserter Theil des Hy- meniums mit Sporenträgern. d. Ein sehr stark vergrösserter, ästiger Sporenträger mit Sporen. e. Ein sehr stark vergrösserter, wirtelig verzweigter Sporenträgerast. /. Sehr stark vergrösserte , reife , freie Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1035. Flecken auf der Blattunterseite, fast kreisförmig, verbleichend, schwarzgerandet ; Sporenlager eingewachsen -hervortretend, polster- förmig, fast bernsteinfarbig; Sporen fast würstchenförmig, etwas ge- Winfcer, dio Pilze. VII. Abth. 29 Uhus 450 Hainesia krümmt 10—12 u lang, 3 // dick; Sporenträger zahlreich, einfach- oder zweitheilig ästig, 56—70 /t hoch, mit zuweilen wirteligen T stäbchenförmigen Zweigen, hyalin, gehäuft liegend jedoch gelblich. Auf der Unterseite der Blätter von Rhus glabra bei Treviso in Korditalien und in New Jersey in Kordamerika. Rubus 4029. H. Rubi (Westend.) Sacc, Syll. III. p. 699. Syn. Gloeosporium ? Rubi West., Exs. No. 980. Sacc, Fung. ital. tab. 1024. Tremella foliicola Fuck., Symb. mycol. p. 402. Sporenlager unter der Oberhaut, bald fast oberflächlich, auf der Blattunterseite, seltener auf der Oberseite, röthlich, polsterförmig, Hainesia Eubi (West.) Sacc. a. Zwei Blättchen von Kubus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes Sporenlager, senkrecht durchschnitten. c. Zwei schwach vergrösserte Sporenlagcr von oben. d. Sehr stark vergrösserte Sporenträger mit den Sporen. e. Sehr stark vergrösserte, reife, freie Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1024. dann bräunlich und einsinkend; Sporen länglich, 6 — 10 « lang r 2—3,5^ dick; Sporenträger stäbchenförmig, gabeltheilig oder etwas ästig, fünf- bis sechsmal länger als die Sporen. An Blättern von Rubus -Arten in Gesellschaft von Phragmidium und Uredo in Deutschland, Italien, Frankreich und Belgien. Die Diagnosen der Autoren differiren bedeutend; doch scheinen sie die gleiche Species darzustellen. CXLIV. (»locosporium Desmaz. et Mont. in Ann. Sc. nat. 1849, p. 295, emend. Sacc, Mich. IL p. 10; Syll. III. p. 699. Sporenlager oder Kern unter der Epidermis der Blätter oder Stengel nistend, scheibenförmig oder polsterartig, öfter endlich her- Gloeosporium 451 Abies vorbrechend , blass oder dunkelbraun; Sporen eiförmig -länglich, seltener verlängert, einzellig, hyalin, oft endlich zu Kanten oder Sporenballen verklebt und hervorbrechend; Sporenträger typisch Stäbchen- oder nadeiförmig, bündelweise. Der Name dieser Gattung ist gebildet aus dem griechischen Worte gloios = klebrig und spora = Spore. Saccardo sagt im „Schlüssel zur Bestimmung der Gattungen" (Syll. III. p. 696) bei der Gattung Gloeosporium: „blatt- und stengelbewolmend" 1 und bei der Gattung Myxosporium: ,,an Aesten der Bäume schmarotzend". Es sind dies also wichtige Anhaltspunkte bei Bestimmung der Gattungen. Dessen ungeachtet sind bei Gloeosporium neun Arten aufgeführt , die auf Zweigen und Aesten von Bäumen oder überhaupt Holzgewächsen leben. Dieselben sind in Nachfolgendem von der Gattung Gloeosporium ausgeschieden und zur Gattung Myxosporium ge- stellt worden, um jede Verwirrung zu vermeiden. Diese neun Arten sind: 1) Gl. obtusipes Sacc. an jüngeren Aesten von Bauhinia; 2) Gl. Pseudophoma Penz. et Sacc. an trockenen Zweigen von Calycotome spinosa; 3) Gl. Riessii Schulz, et Sacc. an berindeten Aesten von Cydonia vulgaris; 4) Gl. valsoideum Sacc. au Zweigen von Platanus occidentalis; 5) Gl. Suberis Eoll. an der Rinde von Quercus Suber; 6) Gl. subfalcatum Bomm., Eouss. et Sacc. an abgestorbenen Zweigen von Sarothamnus scoparius; 7) Gl. phaeosorum Sacc. an berindeten Ranken von Rubus- Arten; 8) Gl. tortuosum (Thüm. et Pass.) Sacc. und 9) Gl. sarmenticium Mont., beide Arten an Reben von Yitis vinifera. Aus dem gleichen Grunde musste aus der Gattung Myxosporium folgende Art zur Gattung Gloeosporium gebracht werden : Myxosporium dracaenicolum Berk. et Broome an Blättern von eultivirter Dracaena in Grossbritannien. Myxosporium Yiciae Fautrcy an trockenen Stengeln von Vicia Cracca (cfr. Sacc, Syll. X. p. 466) ist mit Gloeosporium Yiciae Fautr. et Roum. (cfr. Sacc, Syll. X. p. 459) identisch und gehört, weil stengelbewohnend, zu Gloeosporium und ist also bei Myxosporium zu streichen. Die Arten dieses Genus finden sich meist parasitisch auf lebenden Pflanzen und verursachen oft gefährliche Krankheiten der Culturgewächse. Saccardo führt ca. 300 Arten auf, von denen die folgenden im Gebiete schon aufgefunden wurden oder wenigstens da vermuthet werden können. Abies 4030. Ol. conigeiium Sacc. et Roum., Mich. IL p. 633; Syll. TU. p. 720. Sporenlager unter der Oberhaut, endlich durch einen Spalt der- selben wenig hervorbrechend, innen fast olivenfarbig; Sporen fast kugelig, 5 — 6 /n lang, 4/t dick, an der Basis etwas verschmälert, hyalin; Sporenträger stielrund, 15 /i lang, 3 — 3,5 u dick, an der Spitze abgerundet, aus einer zelligen, schwach gelblichen ßasal- schichte entspringend. An Zapfenschuppen von Abies excelsa in den Ardennen (Liberi). 29* Acacia 452 Gloeosporium Acacia 4031. 0-1. sphaerelloides Sacc, Mich. I. p. 92; Fung. ital. tab. 85; Syll. IIL p. 709. Sporenlager auf beiden Blattseiten, punktförmig, anfänglich von der Epidermis bedeckt, schwarz; Sporenträger dicht bündelweise, fadenförmig, mit einigen Querwänden, fast einfach, 40 — 50 fi lang, Gloeosporium sphaerelloides Sacc. a. Tlieil eines Blattes von Hoya carnosa mit dem Pilze in natürlicher Grösse. h. Ein schwach vergrössertes , senk- recht durchschnittenes Sporenlager. c. Ein sehr stark vergrössertes, dichtes Bündel von Sporenträgern mit den Sporen. d. Zwei einzelne, sehr stark ver- grösserte Sporenträger mit den Sporen. e. Sehr stark vergrösserte , freie , reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 85. 3 — 5 /t dick, ocher- russfarbig, aufwärts lryalin; Sporen eiförmig- länglich, 10 — 12 in lang, 5—6 u dick, mit Oeltropfen oder wolkig, hyalin. An vertrockneten Blättern von Acacia Melanoxvlum bei Coim- bra in Portugal und an solchen von Hoya carnosa im botanischen Garten zu Padua in Norditalien. Yar. niajus Penz., Mich. IL p. 449. Sacc, Syll. III. 1. c. Sporenlager auf beiden Blattseiten, punktförmig, anfänglich von der Epidermis bedeckt, schwarz ; Sporenträger dicht bündelweise, fast einfach, fadenförmig, buchtig, mit einigen Querwänden, russfarbig, 40 — 50 ((dang, 3 — 3,5,1t dick; Sporen verlängert-cylindrisch, beidendig abgerundet, hyalin, mit Oeltropfen, 16 — 20 ,u lang, 4 — 4,5 p dick. An abgefallenen Blättern von Citrus Aurantium in den Kalt- häusern des botanischen Gartens zu Pavia in Norditalien (Penzig). Acer 4032. Ol. acerinum "West, Exs. No. 979. Kickx, Flor. crypt. Flandr. IL p. 94. Sacc, Syll. IIL p. 703. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 1138. Spoivnlager auf der Blattunterseite, dunkel -röthlich, zerstreut, Gloeosporium 453 Acer die blassgelbliche Epidermis durchbohrend; Sporen fast cylindrisch, als blassröthliche Banken hervortretend. An Blättern von Acer Pseudoplatanus in Deutschland (Krieger) und Belgien, von Acer platanoides bei Gürz im österreichischen Litorale. 4033. Ol. eaiupestre Passer., Diagn. di F. X. ^Nota IV in Atti B. Acc. dei Lincei (Borna). „ITemorie", 1889, Bd. YI. p. 468, No. 86. Sacc, Syll. X. p. 4r>2. Flecken scheibenförmig, gelb, nicht gerandet, im Centrum die stets bedeckten Sporenlager tragend; Sporen elliptisch, einzellig, ohne Oeltropfen, hyalin, 6 — 7.5 /n lang, 2,5 — 3 // dick. An lebenden Blättern von Acer campestre bei Yigheffio nächst Parma in Xorclitalien. 4034. Ol. acericoluiii Allesch. nov. spec. Exs. Allesch. et Schnabl, Fung. bavarici Xo. 682. Flecken auf beiden Blattseiten, kreisrund oder auch unregel- mässig, grünlich, aschgrau oder bräunlich, kaum dunkler gerandet, oft zusammenfliessend; Sporenlager meist auf der Blattunterseite, selten auf der Oberseite, bedeckt, hernach hervorbrechend, sehr klein, blassgelblich; Sporen fast cylindrisch, einzellig, oft ohne Oeltropfen, beidendig abgerundet oder stumpf, hyalin, 6 — 12 /e lang, 2 — 2,5,« (selten 3 ,«) dick; Sporenträger fadenförmig, kurz. An noch lebenden oder -welken Blättern von Acer platanoides in der kgl. Baumschule zu Weihenstephan bei Freising in Ober- bayern (Prof. Dr. AYeiss). Alnus 4035. Ol. cylindrospermimi (Bonord.) Sacc, Fung. ital. tab. 1027; Syll. III. p. 715. Syn. Leptothyrium cylindrospermum Bon. in Kabenh., Fangi europ. Fuckel, Symb. myc. p. 120. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici Xo. 381. '? Fuckel, Fungi rhenani Xo. 452. Eabenh., Fungi europaei Xo. 678. Flecken auf der Blattoberseite, dunkel-kastanienbraun; Sporen- lager punktförmig, schwarz, abgeplattet; Sporen cylindrisch-spindel- förmig, 10 — 15 fjt lang, 2,5—3 u dick, gerade oder leicht gekrümmt, hyalin. An noch lebenden oder welken Blättern von Alnus glutinosa in Deutschland und in Italien. Alnus 454 Glocosporium Gloeosporium cylindrospermum (Bon.) Sacc. a. Ein Blattstück von Alnus glutinosa mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein sehr stark vergrösserter Theil des Hy- meniums mit den sehr kurzen Sporen- trägern und Sporen. c. Sehr stark vergrößerte, freie Sporen. Xach Saccardo, Fungi italici tab. 1027. er 4036. Gl. alneum West. Exs. No. 977. Lamb., Mycol. Bei III. Sacc., Mich. II. p. 563; Syll. III. p. 715. Sporenlager auf der Blattunterseite, punktförmig, fast ocher- farbig, die Epidermis unregelmässig röthlich befleckend; Sporen eiförmig -länglich, etwas gekrümmt, 4—6 ,u lang, 2 — 2,5 /i dick; Sporenträger verkehrt -keulenförmig, 8 — 10 /t lang, 1,5 — 2 u dick, hvalin. An welken Blättern von Alnus glutinosa, A. incana in Belgien und Xorditalien. Alocasia 4037 GL Thttmenii Sacc, Syll. III. p. 721. Syn, Gl. concentricum Thüm., Üontr. Fungh. Lit. No. 258 (nee. Berk. et Br.). Sporenlager auf der Blattoberseite, concentrisch angeordnet, herdenweise, linsenförmig, graubräunlich, ziemlich gross, in einem mehr oder weniger buchtigen, nach Yertrocknung schwach ocher- farbigen, undeutlich gezonten, breit grünlich - grau umgebenen Flecken; Sporenträger bündelweise, kurz, gewanden, cy/lindrisch- keulenförmig, an der Spitze stumpf, hyalin; Sporen keulenförmig, beidendig abgestutzt -gerundet, am Scheitel verschmälert, mit zwei grossen Oeltropfen, 12—15 p lang, 5 — 6 /ti dick, hyalin. An lebenden Blättern von Alocasia cucullata in den Warm- häusern zu Stratzig im österreichischen Litorale. Gloeosporium 455 Aloe Aloe 4038. GL luaeropus Sacc, Mich. I. p. 217; Fung. ital. tab. 1033; Syll. III. p. 703. Flecken fehlend; Sporenlager zerstreut, punktförmig, schwärz- lich; Sporenträger bündelweise, verlängert, einfach, einzellig, hyalin, an der Basis russfarbig, 48 — 60 u lang, 3,5 — 5 . Zwei schwach vergrösserte , senkrecht durchschnittene Sporenlager. e. Ein sehr stark vergrössertes Stück des Hymeniums mit Sporenträgern und unreifen Sporen. d. Sehr stark -vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1059. JPiiius 4132. Ol. leptostromoides Sacc. etPenz., Mich. IL p. 633; Syll. III. p. 715. Sporenlager parallel, linienförarig , 1—2 mm lang, schwarz, dann spaltig geöffnet; Sporen ziemlich stielrund, sehr leicht ge- krümmt, beidendig ziemlich stumpf, 35 — 40 u lang, 1,5 — 2 u dick, mit mehreren Oeltropfen, hyalin; Sporenträger fadenförmig, kurz- unregelmässig- ästig. An abgefallenen Nadeln von Pinus maritima bei Rouen in Frankreich. Pirtis 4133. Gfl. fructigenum Berk., Gard. Chron. 1856, p. 245, c. icon. Sacc, Fungi italici tab. 1042; Syll. III. p. 718. Sporenlager concentrisch angeordnet, schmutzig rosenroth, bald mit einem einfachen Porus, bald lappig- hervorbrechend, polster- mig; Sporen länglich oder cylindrisch, oft etwas gekrümmt, -30^ lang, 5 — 6^ dick, körnig, hyalin; Sporenträger fast so wie die Sporen, einfach, seltener gabeltheilig, einzellig. Gloeosporium 493 Piras Gloeosporium fructigenum Berk. a. Eine faulende Birnfrucht (Pirus com- munis) mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes , senk- recht durchschnittenes Sporenlager. c. Ein sehr stark vergrößerter Theil des Hymeniums mit Sporenträgern und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Pungi italici tab. 1042. An faulenden Früchten von Pirns communis in Italien und Grossbritannien. Siehe die Bemerkung bei Gloeosporium laeticolor Berk. p. 488. 4134. Ol. pirinum Pegl., Note Patal. veg. p. 4, Contr. mic. Avell, p. 26. Sacc, Syll. XL p. 564. Flecken roth umgeben; Sporenlager 150 — 300 fu im Durch- messer, hervorbrechend, grünlich -olivenfarbig; Sporen stielrund- eiförmig, 6 /ti lang, 4^i dick, hyalin; Sporenträger 20— 25 u lang, 4 ß dick, erst hyalin, dann russfarbig. An Blättern von Pirus communis bei Avellino in Italien. Poinsettia — Grl. intermedium Sacc, Syll. III. p. 702. Siehe Nähr- pflanze Citrus, p. 465. Yar. Poiiisettiae Sacc, Syll. III. p. 703. Sporen länglich, beiden dig abgerundet, 18 — 20 fi lang, 5— 6 /.«- dick; Sporenträger ziemlick dick, kurz, 12 — 15 a lang, 4 ^ dick. An Aesten von Poinsettia pulcherrima in Warmhäusern in Prankreich. Poli/portitita 4135. Grl. Phegopteridis Passer., Microm. Ital. bor. No. 17 in Koum., Kev. mycol. 1880, p. 36. Sacc, Syll. III. p. 721. Flecken unregelmässig, schmutzig-gelb; Sporenlager sehr klein, auf der Oberseite, weisse, lange, rankenförmige Fäden auswerfend; Sporen länglich, dick- spindelförmig, verschmälert -gestielt, gerade oder an der Basis gekrümmt, einzellig, hyalin, mit dünnem Epispor Polypodium __ 494 Gloeosporium und deutlich körnigem Endoplasma, 28 — 40 u lang, 10—11 p dick (<»hne Stiel). An den Wedeln von Polypodium Phegopteris in den Apen- ninen bei Parma (Lago santo) in Norditalien. 4136. 0-1. Frankii Alle seh. nov. nom. Syn. Gl. Phegopteridis Frank, Krankh. d. Pfl. p. 611. Sacc, Svll. p. 463. Flecken unregelmässig, braun; Sporenlager auf der Unterseite; Sporen in weisslichen Massen heraustretend, fast ungleichseitig, eiförmig, unten abgestutzt, oben fast sichelförmig gebogen, kegelig- zugespitzt, einzellig, hyalin. An Wedeln von Polypodium Phegopteris in der sächsischen Schweiz in Deutschland. Der Name rausste geändert werden, da Passerini sein Gloeosporium Phegopteridis früher aufgestellt hat. Vielleicht sind doch beide identisch, obwohl Passerini die Sporenlager auf der Oberseite der Wedel, Frank dagegen auf der Unterseite derselben angiebt. Paul Sydow führt in Sacc. et Sydow, Syll. XII. p. 272 sowohl Gloeosporium Phegopteridis Passer, in Sacc, Syll. III. p, 721 wie Gloeosporium Phegopteridis Frank in Sacc, Syll. X. p. 463 vereinigt unter dem Namen Gloeosporium Phego- pteridis Frank auf, was wohl nicht richtig sein dürfte, da Passerini den Namen für seinen Pilz schon viel früher (1880) angewendet hat. Uebrigens möchte hier auch Protomyces ? filicinus Niessl = Uredo Polypodii Pers. Forma Phegopteridis Winter in Eabenhorst's Kryptog. Flora, Band I. Abth. 1, p. 253 = Uredinopsis filicina (Niessl) P. Magnus in Atti del Congresso Botanico Internazionale 1892 ebenfalls in "Vergleich zu ziehen sein. Populus 4137. Grl. Treniulae (Lib.) Passer, in Kabenh., Fungi europ. et in Hedwigia 1874, p. 187. Sacc, Syll. III. p. 712. Syn. Leptothyrium Tremulae Libert, Exs. No. 161. Gloeosporium Populi albae ß Tremulae Sacc, Mich. I. p. 219. Depazea frondicola Fries, Öbserv. IL p. 365. ? Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici No. 688. Krieger, Fungi saxonici No. 1147 und 1148. Eabenhorst, Fungi europaei No. 1880 und 3191. Flecken aschgrau, länglich oder fast kreisförmig, dunkelbraun umgeben; Sporenlager auf der Blattober- oder Unterseite, zerstreut, zuweilen concentrisch angeordnet, wegen der geschwärzten Epidermis fruchtgehäuse - ähnlich, abgeplattet, oliven -dunkelbraun, runzelig, endlich ringsherum losreissend und ausfallend; Sporen spindelig- würstchenförmig, etwas gekrümmt, 10—15 fi lang, 1,7 — 2 u dick; Sporenträger fadenförmig, kaum 5—6 /i lang. . Gloeosporium 495 Populus An Blättern von Popnlns Tremula in Deutschland, Oesterreich, Italien, Frankreich und Schweden. 4138. Ol. Popiüi-albac Desm., 24. Not. (1857) p. 3. Sacc., Syll. III. p. 712. Syn. Leptothyrium circinans Fuck., Symb. myc. p. 383, tab. II. fig. 26. Gloeosporium circinans (Puck.) Sacc, Myc. Ven. No. 966. Exs.. Fackel, Fungi rhenani No. 554. Sporenlager von der schwarzen Oberhaut bedeckt, zuweilen fruchtgehäuse- ähnlich, glänzendschwarz, gerundet, oft zusammen- fliessend, trocken faltig -runzelig, flach, in einem grossen, sich stufenweise erweiternden Kreise angeordnet und einen vertrock- neten Flecken zurücklassend; Sporen spindelförmig, etwas ge- krümmt, einzellig, hyalin, 12 — 16 u lang, 3 — 4 ^t dick. Auf der Oberseite der Blätter von Populus alba in Deutsch- land, Italien, Frankreich und Portugal. 4139. Grl. cytosporcuiii Passer, in Erb. critt. ital. IL No. 1182. Sacc, Syll. X. p. 456. Exs. Rabenhorst -Winter, Fungi europaei No. 2980. Auf der Blattoberseite; Flecken kreisrund, braun; Pusteln (Sporenlager) kaum etwas hervorragend, fast kreisständig, weiss- lich ; Sporen sehr klein, cylindrisch, einzellig, hyalin. An welken Blättern von Populus canescens im botanischen Garten zu Parma. Totentilla — GL Fragariae (Lib.) Moni, Sacc, Syll. III. p. 705. Siehe Xährpflanze Fragaria, p. 476. An Blättern von Potentilla etc. in Deutschland. Quercus 4140. Grl. qnercinmn West,, Exs. ]S T o. 981. Kickx, Flor, crypt. Flandr. II. p. 95. Sacc, Syll. III. p. 714. Exs. Allesch. et Schnabl, Fand bavarici No. 585. Flecken auf der Blattunterseite, braun- grünlich; Sporenlager braun -röthlich, die Epidermis blasig auftreibend; Sporen eiförmig- länglich, in gelb- orangefarbigen Ranken austretend, hyalin, 5 — 6 ß lang, 2,5 /t dick; Sporenträger stäbchenförmig, so lang wie die Sporen. An welken Blättern von Quercus in Deutschland, Belgien und Frankreich. Quercus 496 Gloeosporium 4141. Gl. umlirinellum Berk. et Br., Ann. of Nat. Hist. 1866, No. 1144, tab. III. fig. 5. Sacc, Syll. III. p. 714. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 1150. Flecken unregelmässig, eckig, klein, braun; Sporen länglich, 10 — 15 u lang, mit zwei Oeltropfen, fast hyalin, in blassen, un- regelmässigen Ranken endlich hervorbrechend; Sporenträger lang, oft gabeltheilig. An abgefallenen Blättern von Quercus in Deutschland (W. Krieger) ; Batheaston in Grossbritannien. Nach Kickx und Lamb. nicht verschieden von Gloeosporium quercinum; Saccardo hält jedoch Gl. quercinum West, und Gl. umbrinellum B. et Br. nicht für identisch. 4142. Gl. Gallarum Ch. Rieh, in Roum., Rev. mycol. 1880, p. 91. Sacc, Syll. III. p. 720. Flecken unregelmässig, breit, zusammenfliessend, schwarz, glän- zend, runzelig; Sporenlager kegelförmig, punktartig; Sporenranken schneeweiss; Sporen weiss, cylindrisch, beidendig stumpf, 14 u lang, mit 3 — 5 Oeltropfen ; Sporenträger ungleich. An Gallen von Quercus bei St. Amand in Frankreich. ttanunculus 4143. Gl. Ficariae (Berk.) Cooke, Handb. No. 1413. Sacc, Syll. III. p. 700.. Syn. Cylindrosporium Ficariae Berk., Ann. of Natur. Hist. No. 135. Sporenlager klein, weiss; Sporen ungleich länglich, leicht ge- krümmt, in weissen Sporenranken oder kleinen Massen auf den bisher noch grünen Blättern hervortretend. An Blättern von Ranunculus Ficaria, häufig in Grossbritannien. Soll durch die Sporen von Cylindrosporium Ficariae gänzlich verschieden sein. Rhitianthus 4144. GL ßliinanthi Karst, et Har., Journ. Botan. 1890, p. 361. Sacc, Syll. X. p. 460. Sporenlager zerstreut, von der Epidermis bedeckt, dann nach Zerreissen derselben hervorbrechend, verlängert oder eiförmig, schwärzlich, im Umfange russfarbig, mit blassem Kerne, ca. 0,2 mm breit; Sporen verlängert -spindelförmig, gerade, mit Oeltropfen, hyalin, 9 — 15 f.i lang, 2 — 3 u dick; Sporenträger fadenförmig, bündelweise, einfach, gekrümmt, 21—30 u lang, 0,5—1 [i dick. An Stengeln von Rhinanthus hirsutus, Mery sur Seine in Frankreich. Gloeosporium 497 Rhododendron "Rhododendron 4145. Gl. Rliododendri Briosi et Cav., Fung. paras. No. 198. Sacc,, Syll. XL p. 565. Flecken sehr gross, unregelmässig, vertrocknet, gezont; Sporen- lager schwarz, runzelig, glänzend, concentrisch angeordnet, schwarz gerandet; Sporen länglich, cylindrisch, gerade oder etwas gekrümmt, beidendig stumpf- oder schief abgestutzt, 15—20 /n lang, 4—5 fi dick. An Blättern von cultivirtem Rhododendron ponticum und ver- wandter Arten im botanischen Garten zu Pavia in Norditalien. Rhiis 4146. Gl. Rhois (West.) Kickx, Flor, crypt. Fland. IL p. 96. Sacc, Syll. III. p. 704. Syn. Leptothyrium Ehois West., Exs. II. No. 544. Flecken grau-braun, dann fast bleifarbig; Sporenlager auf der Blattoberseite, braun, etwas gerundet oder ungleich; Sporen keulen- förmig, gerade oder etwas gekrümmt; Sporenranken weisslich, un- deutlich. An Blättern von Rhus spec. im botanischen Garten zu Gand in Belgien. ß Fuckelii Sacc, 1. c. Syn. Leptothyrium Ehois Fuck., Symb. myc. p. 383, tab. II. fig. 27. Sporen schmal-spindelförmig, 14 — 15 fi lang, 2 /u dick. An abgestorbenen Blättern von Rhus Cotinus und Carpinus Betulus im Rheingau. Ribes 4147. Gl. tubereularioides Sacc, Mich. I. p. 130; Fungi italici tab. 1041; Syll. III. p. 706. Flecken fehlend; Sporenlager sehr klein, herdenweise, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, fleischfarbig; die frucht- bare Schichte ziemlich dick, aus fast rundlich -eckigen, schwarz- ocherfarbigen Zellen mit 1 — 2 Oeltropfen zusammengesetzt; Sporen- träger cylindrisch , einfach oder kurz - wirtelästig , an der .Spitze verdickt oder seltener verschmälert, mit entfernten Querwänden, hyalin ; Sporen auf der Spitze der Sporenträger oder Zweige gipfel- ständig, eiförmig -länglich, 12— 15 /i lang, 5 — 8^ dick, einzellig, gerade oder etwas gekrümmt, hyalin. Auf der Unterseite welkender Blätter von Ribes aureum bei Berlin (P. Magnus). Die Sporen stehen einzeln an den Aestchen, fast köpf förmig an der Spitze der Sporenträger. Winter, die Pilze. VII. Abth. 32 Bibes 498 Gloeosporium Gloeosporium tuber- cularioides Sacc. a. Ein Blattstück von Eibes aureum mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein sehr stark vergrösserter Theil des Hymeniums mit Sporenträgern und Sporen. c. Sehr stark vergrösserte , freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1041. 4148. Gl. KiMs (Lib.) Mont. et üesm. in Kickx, Flor. crypt. Flandr. II. p. 95. Sacc, Mich. IL p. 117; Fung. ital. tab. 1036; Syll. III. p. 706. Syn. Leptothyrium Eibis Libert, Exs. No. 258. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici No. 97. Eabenhorst-Winter, Fungi europaei No. 1353. Eabenhorst-Pazschke. Fungi europaei etc. No. 4284. Gloeosporium Eibis (Lib.) Mont. et Desm. a. Ein Blattstück von Eibes rubrum mit dem Pilze in natürlicher Grösse. h. Zwei schwach vergrösserte. senkrecht durchschnittene Sporenlager. c. Ein sehr stark vergrösserter Theil des Hymeniums mit Sporenträgern und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1036. Gloeosporium 499 Ribes Flecken kreisrund, klein, zusamnieniliessend, braun; Sporen- lager auf der Blattoberseite, wegen der schwarzen Cuticula frucht- gehäuse- ähnlich, abgeplattet, rothbraun, innen weisslich; Sporen länglich, etwas gekrümmt, 10 /t lang, 5 — 6 fe dick, an der Spitze fast geschnäbelt, hyalin. An Blättern von Ribes rubrum , R. nigrum , R. acicularis in Deutschland, Oesterreich, Italien, Frankreich, Belgien, Gross- britannien, in Sibirien und Nordamerika. In der amerikanischen Form auf Eibes nigrum finden sich 15—20 ii lange Sporen, zuweilen auch dicker, wenig gekrümmt, oder bcidendig gleich und mehr gekrümmt und dann 25 { u lang. 4149. Ol. curvatum Oudem., Mat. Flor. Xeerl. II. p. 28. Sacc, Syll. III. p. 707. Flecken auf der Blattunterseite, dunkelbräunlich; Sporenlager etwas hervortretend, klein; Sporen erst in Schleim gehüllt, endlich in der Form von kurzen , dicken , weissen Sporenranken hervor- tretend, länglich, stark gekrümmt oder sichelförmig, beidendig stumpf, 14 — 20 a lang, 5 — 7 a dick, mit zwei Oeltropfen, hyalin. An Blättern von Ribes nigrum, Putten in Holland. Robin ia 4150. Ol. Leguniinis Cooke et Hark n. in Grevillea 1880, p. 7. Sacc, Syll, III. p. 717. Bedeckt, zerstreut; Sporen oval, hyalin, als eine gallertige Masse austretend, 12 u lang, 6 fi dick. An Hülsen in Californien. Var. Robiniae Karst, et Hariot, Journ. Bot. 1890, p. 360. Sacc, Syll. X. p. 451. Sporen länglich, gerade, beidendig verschmälert, 10 — 12^ lang, 3— 4/x dick, ohne Oeltropfen. An Hülsen von Robinia in Neustrien in Frankreich (Lenormand). Rtlbus 4151. GL Yenetuni Speg., Mich. I. p. 477. Sacc, Syll. III. p. 706. Flecken randständig, verschieden geformt, sehr gross oder auch in der Mitte des Blattes auftretend, rund, klein, honig- oder ocher- farben, von einer dunkel purpurfarbigen Linie umgeben; Sporen- lager klein, etwas hervorragend, herdenweise oder einzeln, schwarz ; Sporen cylindrisch-elliptisch, 7—8 ^ lang, 2—2,5 fi dick, körnig und mit Oeltropfen, hyalin. 32* Mubus 500 Gloeosporium An lebenden und welken Blättern von Rubus Chamaemorus bei Belluno und Conegliano in Norditalien. Salix 4152. Ol. Salicis West, Herb, crypt. Belg. No. 1269. Sacc, Syll. III. p. 711. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 799. Rabenhorst-Pazschke, Fungi europaei No. 4083. Auf der Blattoberseite; Sporenlager bedeckt, zusammenfliessend, in schwarzen Flecken sitzend ; Sporenranken kurz, gekrümmt, weiss ; Sporen länglich, leicht gekrümmt, einzellig, an beiden Enden mit je einem Oeltropfen. An lebenden Blättern von Salix alba in Deutschland (Krieger) und in Belgien und bei Parenzo in Istrien. 4153. Grl. Beckiaiium Bäum ler, Zur Pilzflora Niederösterr. VI. p. 100. Sacc, Syll. XL p. 566. Sporenlager unter der Oberhaut, anfangs klein, später jedoch über die ganzen Kätzchen- und Kapselstiele sich ausbreitend, bald hervorbrechend und zusammenfliessend und feucht einen gelati- nösen, blassen, trocken jedoch einen fleischrothen , harten Ueber- zug bildend, aus dem die grünen Carpellen hervorragen; Sporen 13 — 15 ß lang, 4 — 6 [i dick, hyalin, an einem Ende stets zugespitzt, am anderen entweder abgerundet oder zugespitzt; Sporenträger 15 — 20 fn lang, 2 ,u dick, hyalin, einfach, einem fast ström a- artigen Lager entspringend, sehr dicht gestellt, die Sporen an der Spitze abschnürend. An den- weiblichen Kätzchen, auch an den Blüthenstielchen von Salix aurita zwischen Edlitzberg und Kronhof in Nieder- österreich. 4154. Ol. Capreae Allesch., in Berichte der Bayer. Botan. Gesellsch., Bd. V. 1897, p. 20. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1010. Flecken auf der Blattoberseite, gross, unbestimmt, fast das ganze Blatt einnehmend, braungrau, dann ausbleichend; Sporen- lager auf der Blattoberseite, klein, dicht herdenweise, verschieden geformt, von der Epidermis bedeckt, öfter zusammenfliessend, schwarz; Sporen länglich, gerade oder wenig gekrümmt, beidendig stumpf oder fast abgerundet, einzellig, hyalin, von verschiedener Grösse, 6 — 18 u lang, 2— 4,5 p dick, oft mit Oeltropfen; Sporen- träger aufwärts verschmälert, hyalin, einzellig, 15—20 u lang, 1 bis 1,25 /n dick. Gloeosporiam 501 Salix An noch hängenden und abgefallenen Blättern von' Salix Caprea bei Grün wald nächst München (ipse legi) und bei Nunspeet in den Niederlanden (Mr. Beins). Cfr. Oudem., Gontr. a la Flor. myc. des Pays-Bas XVII. p. 2S9. Sanguisorba 4155. Gl. Sanguisorbae Fuck., Syinb. myc. p. 368, tab. I. fig, 34. Sacc, SylL III. p. 706. Anf der Blattunterseite; Sporenlager hervorbrechend, herden- weise, in einem dunkelbraunen Flecken, punktförmig, halbkugelig, trocken concav, dunkelbraun; Sporen länglich, einzellig, 8 u lang, 4 u dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Sanguisorba officinalis im Rheingau und in Sibirien. Senecio 4156. Grl, Seil eci Olli s-cordati Allesch., Hedwigia 1895, p. 276. Sacc. et Sydow, Syll. X1Y. p. 1007. Flecken gross, unregelmässig, auf beiden Blattseiten, auf der Oberseite ocherfarben, auf der Unterseite ocher-grau, dunkler ge- randet, oft zusammenfliessend, endlich das ganze Blatt einnehmend; Sporenlager auf der Blattoberseite, unter der Oberhaut, klein, zahl- reich, erst gleichfarbig, dann weisslich; Sporen länglich oder cylin- drisch, gerade oder leicht gekrümmt, oft ungleichseitig, beidendig stumpf oder abgerundet, einzellig, hyalin, von verschiedener Grösse, ca. 9 — 18 a lang, 3 — 5 ß dick, mit Oeltropfen oder wolkig. An noch lebenden und welken Blättern von Senecio cordatus bei Oberammergau in Oberbayern, oft in Gesellschaft von Phyllo- sticta Senecionis-cordati Allesch. (ipse legi). Spinacia 4157. Gl. Spinaciae Ell. et Ev., Bull. Torr. Bot. Gl. 1897, p. 466. Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 1009. Flecken fast kreisrund, fast unbestimmt, 2 — 3 mm im Durch- messer, bald zusammenfliessend, einen grossen Theil der Blätter einnehmend und tödtend; Sporenlager punktförmig, auf beiden Blattseiten, von der zu kegelförmigen Pusteln erhöhten Epidermis bedeckt, anfänglich blass, bald schwarz; Sporen länglich, stumpf, 5 — 10 u lang, 2 — 2,5 ß dick, hyalin, einzellig. An lebenden Blättern von Spinacia oberacea, Cöte d'Or in Frankreich (Fautrey). Spiraea 502 Gloeos pari tun Spiraea 4158. Ol. Spiraeae Bresadola in Hedwigia 1897, p. 381. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1006. Hecken bräunlich- umbrafarben, auf beiden Blattseiten, rand- ständig, unbestimmt, auf der Mitte der Blätter verkehrt -eiförmig, kaum gerandet; Sporenlager herdenweise, punktförmig, auf beiden Blattseiten, unter der Oberhaut, etwas pusteiförmig hervorragend, 90—100^ breit; Sporen verlängert, oft ungleichseitig, 10—14^ lang, 3—4 /u dick; Sporenträger einfach, cylindrisch, 12 — 14 fi lang, 2-3 (t dick. An Blättern von Spiraea opulifolia beim Prebischthor in Böhmen. Stanhopea 4159. GL Stanliopeae Alle seh. in Hedwigia 1895, p. 219. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1011. Flecken fehlend; Sporenlager auf beiden Blattseiten, klein, fast rundlich oder länglich, von der Epidermis bedeckt, blass oliven- farbig, von verschiedener Grösse; Sporen eiförmig, länglich oder fast cylindrisch, beidendig abgerundet, mit zwei Oeltropfen oder wolkig, fast hyalin, einzellig, 10 — 20 w lang, 4 — 6^ dick; Sporen- träger sehr kurz oder ganz fehlend. An welken oder abgestorbenen Blättern von Stanhopea spec. in den Warmhäusern des botanischen Gartens zu München in Bayern. Syringa 4160. GL Syringae Allesch. in Hedwigia 1895, p. 276. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1008. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici No. 478. Flecken unregelmässig, etwas ocherfarben, unbestimmt, zuerst den Band der Blätter befallend, endlich sich über das ganze Blatt verbreitend und dasselbe tödtend; Sporenlager meist auf der Blatt- unterseite, zahlreich, von der Epidermis bedeckt, fast ocherfarben; Sporen eiförmig -länglich oder fast cylindrisch, gerade oder ungleich- seitig, oft wolkig, beidendig stumpf, einzellig, hyalin, von verschie- dener Grösse, ca. 6—15 u lang, 3 — 6 p dick; Sporenträger fast so lang wie die Sporen, nadeiförmig, hyalin. An noch lebenden Blättern von Syringa alba und Syringa vul- is in den Anlagen zu München in Bayern, wo der Pilz im Jahre 1895 epidemisch auftrat. Gloeosporium 503 Taocus Taxus 4161. Grl. Taxi (Duby) Karst et Har. in Journ. Bot. 1890, p. 361. Sacc., Syll. X. p. 456. Syn. Sphaeria Taxi Duby, Bot. Gall. IL p. 705. Sporenlager auf beiden Biattseiten, herdenweise, zerstreut oder parallel, hervortretend, gerundet, eiförmig oder verlängert , von der geschwärzten Epidermis bedeckt, dann spaltig geöffnet, mit blasser oder röthlich- blasser Scheibe, ca. 0,3 mm im Durchmesser; Sporen cylin drisch , hyalin, 3-4 « lang, 0,5,« dick; Sporenträger fast fehlend. An Blättern von Taxus in Frankreich (De Candolle). 4162. GL taxicolum Alle seh. in Hedwigia 1896, p. (34). Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1011. Sporenlager zerstreut, von der hernach aufreissenden Oberhaut bedeckt, linsenförmig, aschgrau; Sporen elliptisch oder länglich, beidendig stumpf, einzellig, 10 — 16 « lang, 5 — 8 « dick, wolkig oder mit Oeltropfen, hyalin; Sporenträger cylindrisch, hyalin, 25 bis 30 fi lang, 2,5 — 3,5 [i dick. An abgestorbenen Blättern von Taxus baccata bei Muskau in der Niederlausitz (P. Sydow) und in den Anlagen zu München (ipse legi). Von Gloeosporium Taxi (Duby) Karst, et Har. gänzlich verschieden, auch von Macrosporium Taxi (Berk.) Berlese et Yoglino durch die fehlenden Frucht- gehäuse und viel kleineren Sporen. Tili« 4163. GL Tiliae Oudem., Mat. Myc. Neerl. II. p. 31, tab. X. fig. 20. ' Sacc, Fungi ital. tab. 1054; Syll. III. p. 701. Exs. Krieger, Fungi saxonici No. 1149. Kabenhorst-Pazschke, Fungi europaei No. 4190. Gloeosporium Tiliae Oudem. a. Ein Blattstück von Tilia gran- difolia mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein ebensolches, schwach ver- grössert. c. Ein sehr stark vergrösserter Theil des Hymeniums mit Sporenträgern und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte , freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1054. Tilia 504 . Gloeosporium Flecken fehlend oder undeutlich; Sporenlager sehr klein, dunkel- braun, endlich an der Spitze aufbrechend: Sporen eiförmig-länglich, beidendig zugespitzt oder stumpflich, hyalin, einzellig, 11 — 14 /t lang, 4 — 7 dick, wolkig oder mit Oeltropfen, hyalin; Sporenträger fast spindelförmig, die halbe Länge der Sporen übertreffend. An Blättern von Tilia grandifolia, Tilia uimifolia etc. in Oester- reich, Italien und Holland. Var. maculicolum Allesch. Syn. Gloeosporium tiliaeeolum Allesch. in Berichte der. Bayer. Bot. Gesellsch. Bd. V. 1897, p. 20. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1005. Flecken deutlich, auf beiden Blattseiten, blass ooherfarben, dunkler gerandet, fast kreisrund oder unregelmässig, 4 — 8 mm breit, oft zusammenfliessend; Sporenlager klein, kreisrund oder länglich, bedeckt, blass ocherfarbig, etwas convex ; Sporen eiförmig oder ellip- tisch, einzellig, wolkig oder mit Oeltropfen, beidendig stumpf, hyalin, 8 — 14 f.i lang, 4—6^ dick; Sporenträger kurz. An lebenden Blättern von Tilia parvifolia bei Freising in Ober- bayern (Prof. Dr. Weiss) und bei Langheim nächst Lichtenstein in Oberfranken (Fritz Rohnfelder). Der Pilz scheint ausser durch die deutliche Fleckenbildung von Gloeosporium Tiliae Oudem. nicht specirisch verschieden zu sein. Ulmus 4164. Grl. inconspicüum Cav., Fung. Longob. V. Xo. 24 ( J. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1010. Flecken fast kreisrund, ocherfarben, gross, auf welken und ver- färbten Blättern; Sporenlager selbst unter der Lupe nicht wahr- nehmbar, niedergedrückt - kegelförmig oder abgeplattet, wacbsartig- hyalin; Sporenträger fadenförmig, dicht gedrängt, aus einer frucht- baren Basalschichte entspringend ; Sporen sehr klein , bakterien- förmig, elliptisch, 1—2 in lang, hyalin. An Blättern von Ulmus americana, welche der Pilz tödtet, in Norditalien. Faccinium 4165. Grl. truncatum (Bon.) Sacc, Reliq. Libertianae IV. Xo. 175; Syll. III. p. 708. Syn. Micropera truncata Bon., Abhandl. p. 133. Sporenlager hervorbrechend, von der dunklen Epidermis eng umgeben, mit röthlich- blasser Scheibe; Sporen ziemlich stielrund, 12 — 13 u lang, 2,5—3 /< dick, hyalin; Sporenträger fast fehlend. Gloeosporium 505 Vaccinium An Blättern von Vaccinium Yitis Idaea in den Ardennen und in Westfalen. 4166. Cl. Myrtilli Allesch. in Berichte der Bayer. Botan. Gesellsch. Bd. V. 1897, p. 21. Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1008. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici Xo. 685. Flecken verschieden, fast kreisrund oder unregelmässig, oft zu- sammenfliessend, endlich das ganze Blatt tödtend, ocherbraun, auf beiden Blattseiten sichtbar, auf der oberen Blattseite dunkler, sel- tener violett gerandet; Sporenlager herden weise, blass oder weiss- lich, sehr klein, etwas convex oder üach, von der aufgerissenen Epidermis umgeben, auf beiden Blattseiten; Sporen länglich oder cylindrisch, beidendig ziemlich stumpf, 6 — 10 fi lang, 1,5 — 3 u dick, oft mit Oeltropfen, einzellig, hyalin ; Sporenträger fadenförmig, hyalin, 12 — 15 fi lang, 1 fi dick. An noch lebenden oder welken Blättern von Vaccinium Mvr- tillus in Bayern, z. B. im Walde bei Grosshesselohe nächst München (ipse legi) und bei Schmilka in Sachsen (Wagner). J 7 anilla •4167. Grl. Vanillae Cooke in Grevillea XV. p. 18. Sacc, Syll. X. p. 462. Auf der Blattober- und Unterseite; Sporenlager herdenweise, klein, punktförmig, von der geschwärzten Epidermis bedeckt; Sporen verlängert- elliptisch, beidendig abgerundet, gerade, innen körnig, 18 — 25 ii lang, 5 — 6 t a dick. An abgestorbenen Blättern von Vanilla planifolia im botanischen Garten zu Berlin (P. Hennings). An dem Exemplar meines Herbars fand ich die Sporen 14 — 22 (jl lang, 5 bis 6 t u dick, im Innern körnig oder mit mehreren grösseren und kleineren Oeltropfen, meist gerade, oft aber auch leicht gekrümmt. — Ol. affine Sacc, Syll. III. p. 709. Siehe Xährpflanze Hoya, p. 479. Sporen cylindrisch -länglich, beidendig abgerundet, 14—20/* lang, 4 — 6 u dick, wolkig. An Blättern von Vanilla etc. im botanischen Garten zu Padua. Wahrscheinlich gehört hierher auch Gloeosporium Vanillae Cooke. Veratrwm 4168. Grl. veratriiiiim Allesch., Verzeichn. in Süd -Bayern beobacht. Pilze III. p. 72. Sacc, Syll. X. p. 462 et Syll. XL p. 567. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici Xo. 190. Veratrwm ^6 Gloeosporium Flecken fehlend; Sporenlager auf der Blattoberseite, von der Epidermis bedeckt, zerstreut, herdenweise oder in Reihen geordnet, braun: Sporen cylindrisch, gerade, beidendig stumpf, fast abgestutzt, ca# is — 25/11 lang, 2,5—3,5^ dick, meist mit vier Oeltropfen, ein- zellig, hyalin. An welken Blättern von Yeratrum Lobelianum in Gesellschaft von Phyllostieta melanoplaca Thürn., Oberammergau in Oberbayern (ipse legi). Veronica 4169. Gl. arvense Sacc. et Penz, Mich. IL p. 633; Syll. III. p. 710. Sporenlager auf der Blattunterseite, etwas zerstreut oder herden- weise, bedeckt, fast ocherfarbig, 1 j 4 mm im Durchmesser; Sporen länglich, beidendig abgerundet, 8 — 9 jti lang, 3,5 — 4 u dick, gerade, mit drei Oeltropfen. hyalin; Sporenträger bündelweise, stäbchen- förmig, 9 — 10 // lang, 2 — 3 ,« dick. Auf der Unterseite welkender Blätter von Teronica hederifolia bei Genf in der Schweiz (Therry). 4170. Grl. pruinosuin Bäumler, Micol. Not. in Oesterr. bot. Zeitschr. 1889, Bd. 39, p. 172. Sacc, Syll. X. p. 460. Flecken aschgrau bestäubt, dunkelbraun umgeben; Sporenlager auf der Blattunterseite, 0,2 — 1 mm im Durchmesser; Sporen heraus- tretend und die Oberfläche der Flecken sehr dicht mit aschgrauem Reif überziehend, gerade oder fast gerade, beidendig abgerundet, 14 — 18 a lang, 3 — 4^ dick, mit Oeltropfen oder wolkig, hyalin; Sporenträger 10 /< lang, 2 /* dick, hyalin. An lebenden Blättern von Veronica officinalis bei Pressburg in Ungarn. 4171. Grl. Yeronicarum Ces. in Rabenh., Fung. europ. et in Botan. Zeitg. 1859, p. 629. Sacc, Syll. III. p. 710. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 198. Kabcnhorst, Fungi europaei No. 97. Sporenlager unter der Haut; Ranken leicht vergänglich; Sporen von sehr dünnem Schleime zusammengeklebt. An lebenden Blättern von Veronica officinalis, V. hederifolia im Rheingau, auch in Italien und Belgien. Gloeosporium 507 Viburnum Viburnum 4172. OL tineuin Sacc, Mich. I. p. 219; Fungi ital. tab. 1055; Syll. III. p. 707. Flecken nach Yertrocknung blass, verschieden geformt ; Sporen- lager auf der Blattunterseite, fast ocherfarben, von der Epidermis G 1 o e o s p o r i u m t i n e u m Sacc. a. Ein Blatt von Viburnum Tinus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes , senk- recht durchschnittenes Sporenlager. c. Ein sehr stark vergrößerter Theil des Hymeniums mit Sporenträgern und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte , freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1055. bedeckt; Sporen cylindrisch, gekrümmt, 20—25 u lang, 2,5 — 3,5 u dick, mit Oeltropfen, hyalin; Sporenträger fadenförmig, 15 // lang, bräunlich. An Blättern von Viburnum Tinus bei Selva (Treviso) in Nord- italien. TT* * ICH! 4173. OL Yiciae Fautrey et Roum., Rev. mycol. 1890, p. 168. Sacc, Syll. X. p. 459. Sporenlager unter der Oberhaut, lebhaft rosenroth; Sporen gleichfarbig, unregelmässig, ca. 16// lang, 12 /li dick; Sporenträger nicht beobachtet. An trockenen Stengeln von Yicia Cracca, Xoidan, Cöte cl'Or in Frankreich (F. Fautrey). Derselbe Pilz wird in Sacc, Syll. X. p. 466 als Myxosporium Yiciae Fautr. aufgeführt, wohin er aber als stengelbewohnend nicht gehört. Vincetoxicum — OL alantosporuiii F. Fautr. Sacc, Syll. XL p. 563. Siehe Nahrpflanze Althaea, p. 455. Sporen 32 — 35 u lang, 3 — 4 ti dick. An alten Stengeln von Yincetoxicum etc. in Frankreich. Viola 508 Gloeosporium Viola 4174. Grl. Violae Berk. et Br., Ann. of Nai. Hist. Xo. 1703. Sacc, SylL III. p. 701. Flecken blass, endlich weiss; Sporenlager sehr klein, einzeln: Sporen orangefarben, endlich über das Blatt verbreitet. An Blättern von Viola odorata, Glamis in Grossbritannien. Visen in 4175. Gl. liarposporum Bresad. et Sacc. in Berlese et Bresad., Microm. Trident. p. 79. Sacc, SylL X. p. 454. Sporenlager herdenweise, niedergedrückt -kugelig, 0,2 mm im Durchmesser, von der später wenig aufreissenden Epidermis be- deckt, blass; Sporen sichelförmig, beidendig spitzig, 18 — 20 u lang, 4-5 u dick, körnig, hyalin; Sporen träger undeutlich. An abgestorbenen Blättern von Yiscum album in Tal di Sole bei Trient in Südtirol. Vitis 4176. Gl. ampelophagum (Passer.) Sacc, Mich. I. p. 217; Syll. III. p. 719; Eung. ital. tab. 1030. Syn. Kamularia ampelophaga Pass., Nebbia Moscat. 1876. Pltoma uvicola Arcang. pr. p. non Berk. et Br. Elecken oder Pusteln fast kreisrund , oft zusammenfliessend, die Epidermis und die Rindenschicht der Beeren einnehmend, r ■ • ' Gloeosporium a m p e 1 o - £ phagum (Pass.) Sacc. a. Ein Blattstück und zwei Beeren von Vitis vinifera mit dem Pilze in natür- licher Grösse, auch am Zweigstück. 1). Ein sehr stark ver- größertes , senkrecht durchschnittenes Sporen- lager. c. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Pungi italici tab. 1030. durch Yertrocknung erhärtend, röthlich- oder russfarbig, schwärz- lich, in der Mitte von den austretenden Sporen grau oder rosen- Gloeosporium 509 Vitis roth bereift; Sporenlager unter der Epidermis nistend, klein, dicht herdenweise, mit einer fruchtbaren, polsterförmigen, kleinzellig- parenchyrnatischeu , hyalinen oder schwach rauchfarbigen Basal- schichte, deren oberflächliche Zellen am Scheitel an einem kleinen Vorsprung die Sporen tragen; Sporen erst länglich, dann elliptisch oder eiförmig, 5—6// lang, 2,5 — 3,5// dick, mit zwei Oeltropfen, hyalin. An noch lebenden Beeren, seltener an Blättern und Reben der meisten Varietäten, besonders der weissfrüchtigen Form von Vitis vinifera, welche der Pilz fleckig macht, deformirt und verdirbt, in Deutschland, Oesterreich, Italien und Frankreich. Saccardo beobachtete zuweilen in den Pusteln dieses Gloeosporiums auch Fusisporium Zavianum Sacc. , Fungi ital. tab. 44 und auch Tuberoularia ampelo- phila Sacc, Vaj. Vit. 1 c. p. 494, welche beide wahrscheinlich mit Gloeosporium ampelophagum in denselben Entwickelungskreis gehören. 4177. (jl. crassipes Speg., Amp. Ital. p. 405. Sacc, Fungi ital. tab. 1020; Syll. X. p. 448. Flecken gross, fast kreisrund, oft die ganze Oberfläche der Beeren einnehmend und nach Vertrocknung der Epidermis und der zelligen Bindenschichte von russiggrauer, am Rande schwarzer Farbe; Sporenlager unter der Epidermis, erst abgeplattet, dann fast Gloeosporium crassipes Speg. a. Eine kranke Beere von a >-^ Vitis vinifera mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Zwei schwach vergröss., senkrecht durchschnit- tene Sporenlager. c. Ein sehr stark ver- grösserter Theil des Hy- meniums mit den dicken Sporenträgern und den Sporen. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici, tab. 1020. Ä^Ä d kegelförmig und mit dem Scheitel die Epidermis durchbohrend, mehr oder weniger dicht herdenweise, 150 — 250 (ii im Durchmesser; Sporen verschieden gestaltet, elliptisch oder fast kahnförmig, einzellig, hyalin, zuweilen durch das zweitheilige Plasma mit einer unechten Vitis 510 Gloeosporium Querwand. 20—30 u lang, 7—8 ,u dick, an sehr dicken, einzelligen, seltener ein- bis zweimal septirten, körnigen, einer polsterförmigen Basalschichte aufsitzenden, 40—50 a langen, 5—6,5 fi dicken, hyalinen Sporenträgern gipfelständig. An Beeren von Yitis vinifera, var. Schiava an feuchten Orten um Conegliano in Norditalien. 4178. Grl. Physalosporae Cav., Kev. mycol. 1888, p. 99. Sacc., Syll. X. p. 448. Flecken unregelmässig, bleifarbig, vertrocknet; Sporenlager wachsartig, unter der Oberhaut, etwas kegelig, hervorbrechend, 140— 180 u im Durchmesser; Sporen cylindrisch oder spindelförmig, gerade oder etwas gekrümmt, hyalin, mit gleichartigem Plasma aus- gefüllt, 14—20 |W lang, 4—6 a dick; Sporenträger fadenförmig, 25 bis 30 ,u lang. An Beeren von Yitis vinifera, in Gesellschaft von Physalospora baccae, dessen Conidienform wahrscheinlich der beschriebene Pilz ist, bei Stradella in Norditalien. — Grl. allantosporum F. Fautr. Sacc, Syll. XI. p. 460. Siehe Nährpflanze Althaea, p. 455. An Beben von Yitis vinifera, Cöte d'Or in Frankreich. Yucca 4179. Grl. victoriense Domen. Sacc, Mycoth. Ital. No. 177. Sacc et Sydow, Syll. XIY. p. 1012. Sporenlager herdenweise, auf beiden Blattseiten, etwas gerundet, 1 3 mm im Durchmesser, im Centrum blass, im Umfange schwarz, immer unter der Oberhaut; Sporen elliptisch oder länglich-elliptisch, beidendig stumpf, 18—20 f.i lang, 5 — 7 fi dick, körnig, hyalin; Sporenträger bündelweise, cylindrisch, meist an der Spitze stumpf, 35 fi lang, 6 ^t dick, körnig, hyalin, an der Pheripherie viel länger, 80 — 90 (jl lang, 6 — 1 u dick, undeutlich septirt, bräunlich. An welken Blättern von Yucca gloriosa, Yittorio in Nord- italien. Von Gloeosporium yuccogenum Ell. et Ev. unterscheidet sich vorstehende Species durch die schwarz umgebenen Sporenlager, sehr deutliche Sporenträger und kürzere Sporen. Anmerkung. Gloeosporium Nymphaearum Allescher in Hedwigia 1895, !•• 276 et in Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1005 ist, wie ich mich durch Einsicht- nahme eines durch die gefällige Liebenswürdigkeit des Herrn Abbate Bresadola erhalteneu, in schönster Ausbildung stehenden Exemplars aus Berlin überzeugen 511 konnte, kein Gloeosporium, aber auch keine Kamularia, sondern eine Ovularia, die ich als Ovularia Nymphaearum Bresadola et Allescher zu benennen vorschlage, da ich den Pilz auf verschiedenen Nymphaea- Arten gesammelt habe. Meine Exem- plare aus dem botanischen Garten zu München waren leider schon zu sehr ver- altet und daher zur richtigen Bestimmung untauglich. Einige andere von mir beschriebene Gloeosporium -Arten haben sich bei Untersuchung weiterer Exemplare als zu Colletotrichum gehörig herausgestellt. da sie deutliche Borsten um die Sporenlager aufweisen, so Gloeosporium Anthurii Allescher in Hedwigia 1895, p. 218 et Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p 1011; Gloeo- sporium Ornithidii Allescher in Hedw. 1. c. et Sacc. et Sydow. 1. c. ; Gloeosporium pallidum Karst, et Har. Forma Physosiphonis Loddigesii Allescher in Sacc. et Sydow, Syll. XIV. p. 1011. Meine zuerst untersuchten Exemplare, die ich aus dem botanischen Garten zu München durch Herrn Dr. J. E. Weiss zur Unter- suchung erhalten hatte, waren mehr oder weniger noch unreif und die Borsten entweder noch nicht vorhanden oder wenigstens noch nicht gefärbt. CXLV. JIj xosporinni Link, Spec Plant. Fungi II. p. 99. Sacc, Syll. III. p. 722. Sporenlager unter dem Periderm oder der Oberhaut von Holz- pflanzen nistend, ohne Fruchtgehäuse, im feuchten Zustande ziem- lich weich, blass oder röthlich; Sporen eiförmig, hyalin oder blass- gefärbt; Sporenträger typisch stäbchenförmig. Der Gattungsname ist gebildet aus myxa = Schleim, Eotz und spora = Spore. Saccardo führt ungefähr 70 Arten auf, von denen die folgenden bereits im Gebiete gefunden worden sind oder doch da vermuthet werden können. Acer 4180. iL Tulasnei Sacc, Syll. III. p. 723. Cfr. Syll. I. p. 609. Sporenlager trocken, einzellig, unter der Epidermis der Einde nistend, endlich hervorbrechend, aussen und innen schmutzig weiss; Sporen linienförmig- länglich, etwas gekrümmt, 18 — 25 « lang, 2,5—3 u dick, ohne Oeltropfen. An dickeren, berindeten Aesten von Acer Pseudoplatanus in Deutschland und Frankreich. Sacc. fügt die Bemerkung bei: Vielleicht ein Cryptosporium. 4181. M. Spaetliiaiium Allesch., Hedw. 1897, p. (163). Sacc. et Sydow, Syll. XIY. p. 1014. Sporenlager zerstreut, zahlreich, hervorbrechend, von der auf- gerissenen Epidermis umgeben, aussen dunkelbraun -schwärzlich, innen grau; Sporen länglich, beidendig stumpf oder stumpf lieh, meistens gerade, seltener leicht gekrümmt oder ungleichseitig, ein- Acer 512 Myxosporium zellig, hyalin, 8—11// lang, 2—3,5 fi dick; Sporenträger faden- förmig, bündelweise, wenig länger als die Sporen. An abgestorbenen Zweigen von Acer crispurn in Gesellschaft mit Diplodia subtecta bei Berlin (P. Sydow). Ahn is 4182. M. bellulum (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 727. Syn. Nemaspora bellula Preuss, Fungi Hoyersw. No. 33. Sporenlager kegelförmig, die Kinde erhebend; Stroma einfach, in der Mitte ein grosses, kegelförmiges, dunkelbraunes, an der Spitze schwarzes Säulchen bildend; Sporenkern weiss; Sporen- träger einzellig, fadenförmig, oft gabeltheilig; Sporen länglich, durchsichtig, weiss; Epispor hyalin, an der Basis mit einem Nabel versehen. An Aesten von Alnus bei Hoyerswerda in der Xieclerlausitz in Deutschland. — M- tumidum (Bon.) Sacc, Syll. III. p. 727 et Syll. X. p. 465. Siehe Nährpflanze Betula, p. 513. Sporen (nach Oudemans) cylindrisch , beidendig abgerundet, gekrümmt, mit 2—3 Oeltropfen, 16—20 (i lang, 3—3,5 fi dick. An Aesten von Alnus glutinosa im Walde bei Haag in den Niederlanden. Cfr. Oudem. , Contr. Myc. d. Pays-Bas XIII. p. 56. Ampelopsis 4183. M. Pholus Fautrey et Lamb., ßev. mycol. 1894, p. 161. Sacc, Syll. XL p. 568. Sporenlager hervorbrechend, ungleich, rosenroth, dann schwärz- lich; Sporenranken weisslieh; Sporen gipfel- und seitenständig, 6— 8 u lang, 2,5— 3 ,u dick, mit Oeltropfen; Sporenträger einfach oder ästig. An trockenen Ranken von Ampelopsis hederacea, Cöte d'Or in Frankreich. Bauhinia 4184. M. obtusipes (Sacc.) Syn. Gloeosporium obtusipes Sacc, Fung. Rom. No. 75, fig. 14; Syll. X. p. 451. Sporenlager dicht herdenweise, unter der Oberhaut, dann her- vorbrechend, erst ocherfarbig, endlich schwärzlich, V 3 mm im Durch- messer, niedergedrückt-kugelig; Sporen elliptisch-länglich, beidendig stumpf, 12 — 15 /t lang, 5— 6 /« dick, hyalin; Sporenträger dicht Myxosporium 513 Baulünia bündelweise, pfahlförmig , kurz, 8 — 12 u lang, 4 — 5 /li dick, an der Spitze stumpf abgerundet, einzellig, gelblich-kyalin. Myxosporium obtusipes (Sacc.) a. Ein Aststückchen von Bauhinia glandulosa mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein sehr stark vergrössertes Stück des Hy- meniums mit Sporenträgern und Sporen. c. Sehr vergrösserte, reife, freie Sporen. Nach Saccardo, Fungi aliquot Mycologiae Eomanae addendi, fig. 14. An jüngeren Aesten von Bauhinia glandulosa im botanischen Garten zu Kom in Italien. Betula 4185. M. Lanceola Sacc. et Kouni., Kev. mvcol. 1884, p. 36 in Eeliq. Libert. IY. No. 168, tab. 45, fig. 48; SylL III. p. 726. Sporenlager herdenweise, unter der Oberhaut hervorbrechend, polsterförmig, 1 mm im Durchmesser, mit fast fleischigem, dunkel- braun umgebenem Kerne und blasser Scheibe; Sporen spindelförmig, MyxosporiumLanceola Sacc. et Eoum. a. Ein Kindenstückchen mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durchschnittenes Sporenlager. c. Ein schwach vergrössertes Sporenlager von oben gesehen. d. Sehr stark vergrösserte Sporenträger und Sporen. e. Zwei sehr stark vergrösserte, reife, freie Sporen. Nach Sacc. et Eoum., Eev. mycol. 1884, p. 36, tab. 45, fig. 48 in Eeliq. Libert. IV. No. 168. a OI,| K b £ beidendig spitzig, gerade oder etwas gekrümmt, 20 — 22 (i lang, 4 u dick, innen körnig, hyalin; Sporenträger stäbchenförmig, halb so lang als die Sporen. An berindeten Aesten von Betula und Quercus in den Ardennen (Libert). Winter, die Pilze. VII. Abth. 33 Betula 514 Myxosporium 4186. M. ovatum (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 727. Svn. Xaemaspora ovata Preuss, Fungi Hoyersw. No. 328. Stroma getheilt, schwarz, hornig, unregelmässig -kegelförmig, mit schwarzer Papille; Fruchtgehäuse (Kern?) labyrinthförmig, zu- sammenfliessend, weiss; Sporenkern weiss; Sporenträger fadenförmig; Sporen eiförmig, oft mit Anhängseln, hyalin. An der Rinde von Betula bei Hoyerswerda in der Nieder- lausitz in Deutschland. 4187. M. tumidum (Bonord.) Sacc, Syll. III. p. 727 et Syll. X. p. 465. Syn. Achroomyces tumidus Bonorden, Handb. p. 135, fig. 231. Sporenlager weisslich, etwas fleischig, 2 mm dick, niedergedrückt, erst von der Epidermis bedeckt, dann nach Aufreissen der Lappen von derselben umgeben; die sporentragende Basalschichte klein- M'yxosporium tumidum (Bon.) Sacc. a. Ein Aststückchen von Be- tula mit dem Pilze. b. Zwei schwach vergrösserte senkrecht durchschnittene Sporenlager. c. Drei sehr stark vergrösserte freie Sporen. d. Sehr stark vergrösserte Sporenträger mit noch un- reifen Sporen. Nach Bonord en, Handbuch p. 105, fig. 231. zellig; Sporen träger anfänglich bündelweise, mit Querwänden, mehr- fach ästig, an den Spitzen gerundet, hernach zugespitzt und (nach Oudem.) cylindrische, beiden dig abgerundete, gekrümmte, mit zwei bis drei Oel tropfen versehene, 16 — 20 u lange, 2 — 3,5 ^ dicke Sporen tragend. An Aesten von Betula in Deutschland (Bonorden), von Alnus glutinosa im Walde bei Haag in den Niederlanden. Cfr. Oudemans, Contr. Myc. des Pays-Bas XIII. p. 56. Myxosporium 515 Betala 4188. 31. derastans Rostr. in Botan. Centralbl. 1894, Yol. LYIL p. 184. Sacc, Syll. XI. p. 569. Sporenlager eingewachsen -hervorbrechend, convex, hellbraun, dann schwarzbraun, scheibenförmig; Sporen 7 — 9 « lang, 3 — 4 a dick, hyalin, mit zwei Oeltropfen; Sporenträger ästig. An Aesten und Stämmen von Betnla alba und B. verrucosa, welche der Pilz zu Grunde richtet, in Dänemark. Cali/cotome 4189. M. Pseiulo-plioina (Penz. et Sacc). Syn. Gloeosporium Pseudo-phoraa Penz. et Sacc. , Funghi Mortol. No. 42, tab. V. fig. 25; Syll. III. p. 704. Sporenlager herden weise, unter der Oberhaut, endlich hervor- brechend, mit unechtem, sehr schwarzem Fruchtgehäuse von paren- chymatischem Gewebe, ohne Mündung, 180 — 220 ß im Durch- messer; Sporen kurz-elliptisch, beidendig abgerundet, hyalin, 13 bis 16 (i lang, 7 — 8 /n dick, reichlich in Schleim gehüllt, den Wänden des unechten Fruchtgehäuses selbst eingefügt; Sporenträger fehlen. An trockenen Zweigen von Calycotome spinosa, Mortola in Norditalien (0. Penzig). Carpinus 4190. M. deplanatuin (Lib.) Sacc, Mich. II. p. 354; Syll. III. p. 725. Syn. Didymosporium deplanatum Lib., Exs. ined. Sporenlager kreisrund, unter der Epidermis, etwas fleischig, fast olivenfarbig, schwarz begrenzt; Sporen stielrund-elliptisch, beidendig ziemlich stumpf, 10 — 14 a lang, 3 — 4 // dick, einzellig (sehr selten mit einer Querwand), rauchfarbig-hyalin. An abgestorbenen Zweigen von Carpinus Betulus und Corylus Avellana in den Ardennen (Libert). Vielleicht die, Conidienform von Anthostomella nitidula Sacc. Castanea 4191. M. lmnutiiliini Sacc, Syll. III. p. 726. Syn. Micropera minutulum Sacc, Fung. Venet. Ser. V. No. 269. Sporenlager aus der Kinde in Querspalten hervorbrechend, kaum 0,5 mm breit, blass- fleischfarbig, unten gelblich; Sporen spindelförmig, beidendig spitzig, 15 — 16 u lang, 4 a dick, gerade oder seltener sehr leicht gebogen, mit 2—4 Oeltropfen, hyalin, an fadenförmigen, kurzen Sporenträgern gipfelständig. An der Kinde von Castanea vesca bei Selva (Treviso) in Nord- italien. 33* Cocculus 516 Myxosporiwm Cocculus 4192. M. Mollerianum Bresadola, Fung. Lusit. p. 7. Sacc, Syll. X. p. 465. Sporenlager dicht herdenweise, V 4 — 1 mm breit, scheibenförmig oder verkehrt-eiförmig, verschieden geformt, abgeplattet, erst rosen- roth, dann fast dunkelpnrpurfarbig; Sporen cylindrisch, an den Seiten etwas zusammengedrückt, unten papillenartig verschmälert, 14—18 fx lang, 5 — 6 li dick, mit zwei Oeltropfen; Sporenträger bündelweise, keulig, gerade, selten etwas gekrümmt, 10 — 12 ti lang, 3,5 — 4 li dick. An Zweigen von Cocculus laurifolius im botanischen Garten zu Coimbra in Portugal (Moller). Cornas 4193. M. Corni Allesch., Hedwigia 1894, p. 73. Sacc, Syll. XI. p. 568. Sporenlager herdenweise, von der erst pusteiförmig aufge- triebenen, dann aufreissenden Epidermis bedeckt, etwas hervor- brechend, dunkelbraun, innen blass; Sporen länglich, beidendig fast abgerundet, einzellig, gerade, 10 — 14 ß lang, 4 — 6 ii dick, hyalin, ohne Oeltropfen. An abgestorbenen Aesten von Cornus sanguinea und C. alba bei München in Bayern (ipse legi). Corylus 4194. M. sulphureum Sacc, Syll. III. p. 725. Cfr. Fuck., Symb. Kachtr. I. p. 30 (318), No. 12. Sporenlager unter der Epidermis der Rinde nistend, sehr breit- kegelförmig, kreisrund, 2 — 2,5 mm breit, mit grauer, gleichartiger Gallerte angefüllt und mit einer centralen, hervorbrechenden, kreis- runden, abgeplatteten oder sehr convexen, bestäubten, angenehm gelben, endlich durchbohrten Scheibe, aus der eine gallertige, durch- scheinende, braune Masse heraustritt; Sporen breit -spindelförmig, zuweilen ungleichseitig, einzellig, 12—16 ii lang, 5 — 6 u dick, mit 1—2 Oeltropfen, hyalin. An berindeten Aesten von Corylus Avellana in Deutschland, in der Schweiz, in Italien und Frankreich. Nach Fuckel Conidienform zu Diaporthe sulphurea Fuck.. Symb. p. 205. Sacc, Syll. I. p. 625. Cfr. Winter, Pilze etc. 2, p. 663. Myxosporium 517 Corylus 4195. M. fuscum Bonord., Abhandl. Gebiet d. Mykol. IL p. 128. Sacc, Syll. III. p. 725. Sporenlager etwas convex, mit einfacher Mündung geöffnet; Sporensäckchen rund, linsenförmig, schwach - braun , mit blassem Schleime ausgefüllt, mit der kegeligen Papille die Epidermis durch- bohrend; Sporen eiförmig, kleinere und grössere gemischt. An trockenen Aesten von Corylus in Deutschland. 4196. M. Marckandianuin Sacc. et Roum., Reliq. myc. Libert. Ser. IY. No. 169, in Rev. mycol. 1884, p. 36, tab. 46, fig. 54. Sacc, Syll. III. p. 725. Sporenlager herdenweise, unter der Oberhaut hervorbrechend, innen schmutzig rosenroth, 1 mm im Durchmesser; Sporen länglich- elliptisch, beidendig abgerundet, 12 — 13 u lang, 4 \i dick, hyalin. Myxosporium Marchandianum Sacc. et Roum. a. Ein Aststückchen von Corylus (?) mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrößertes, senkrecht durchschnittenes Sporenlager. c. Sehr stark vergrösserte, reife, freie Sporen. Nach Sacc. et Roum. in Reliq. Libert. IV. in Rev. mycol. 1884, p. 36, tab. IV. fig. 54. läüüi £ An berindeten Aesten von Corylus (wie es scheint) in den Ardennen (Libert). ß quercinum Sacc. et Roum. 1. c. Sporenlager aussen dunkelbraun, innen schmutzig- rosenroth; Sporen 12 — 14 fi lang, 3 fx dick. An Aesten von Quercus in den Ardennen (Libert). 4197. M. albuiu (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 726. Syn. Naemaspora alba Preuss, Fungi Hoyerswerd. No. 323. Sporenlager (Fruchtgehäuse?) verschieden geformt, dünn-häutig, am Scheitel mit Papille, durchbohrt, in die Rinde eingesenkt; Kern weisslich; Sporenträger kurz; Sporen eiförmig, mit Oeltropfen. Corylus 518 Myxosporium An trockenen Aesten von Corylus bei Hoyerswerda in der Niederlausitz in Deutschland. Saccardo bemerkt: Vielleicht ein Fusicoccum. 4198. M. griseum (Pers.) Sacc, Syll. III. p. 726. Syn. Cytispora grisea Pers., Synops. p, 110. Corda, Icon. III. p. 26, fig. 68. Sporenlager unter der Oberhaut, niedergedrückt -kegelförmig, fleischig, blass; Sporen länglich, hyalin, körnig, 22—25^ lang, # — 9 M dick • Sporenträger fadenförmig, etwas ästig, einzellig, hyalin. An trockenen Aesten von Corylus Avellana in Deutschland, Böhmen und England. — M. deplanatum (Lib.) Sacc, Syll. III. p. 725. Siehe Nährpflanze Carpinus, p. 515. An abgefallenen Aesten von Corylus Avellana etc. in den Ar- dennen (Libert). Crataegus 4199. 31. tumescens Bomm., Rouss. et Sacc, Contr. Mycol. Belg. IY. p. 90; Syll. X. p. 464. Sporenlager unter der Epidermis, dann hervorbrechend, einzeln oder zu zwei bis drei herdenweise, polsterförmig, schwärzlich; Sporen hyalin, cylindrisch- elliptisch, 10 — 12 fi lang, 4 — 5,5 /n dick, mit zwei Oeltropfen, oft in einer grauen Sporenranke austretend. An Zweigen von Crataegus Oxyacantha in Gesellschaft von Phacidium verecundum, dessen Conidienform vielleicht der be- schriebene Pilz ist, bei Groenendael in Belgien. — M. incarnatum (Desm.) Bon. Sacc, Syll. III. p. 722. Siehe Nährpflanze Gleditschia, p. 520. Forma Crataegi Alles eh. in Berichte d. Bayer. Bot. Gesellsch. Bd. IY. 1896, p. 40. Sacc, et Sydow, Syll. XIY. p. 1014. Sporen länglich, verkehrt-ei- oder verkehrt-birnförmig, beidendig abgerundet oder stumpf, 15 — 24 ix lang, 8—10 fi dick, erst hyalin, dann schwach -fleischfarbig, endlich olivenfarbig?, körnig oder mit Oeltropfen ; Sporenträger bündelweise oder rasenförmig, fast cylin- drisch, meistens kürzer als die Sporen, 14 — 20 /t lang, 3 ^ dick. An berindeten Aesten von Crataegus Oxycantha bei Ober- iimmergau in Südbayern (ipse legi). Cydonia 4200. M. Kiessii (Schulz et Sacc). ■Syn. Gloeosporium Riessii Schulz, et Sacc., Microm. Slav. No. 62; Schulz., Illustr. fang. Slav. No. 99. Sacc, Syll. III. p. 715. Jlyxosporium 519 Cydonia Sporenlager von der Epidermis bedeckt, endlich hervorbrechend, abgeplattet -polsterförmig, 1 / ß — V3 mm i m Durchmesser, weisslich, innen fast ocherfarbig; Sporen würstchenförmig , beidendig abge- rundet, stark gekrümmt, 18 — 25 fi lang, 4 /li dick, hyalin; Sporen- träger stäbchenförmig, fast so lang wie die Sporen, hyalin. An berindeten Aesten von Cydonia vulgaris bei Yinkovce in Slavonien. Üytisus — 31. incarnatum (Desm.) Bon. Sacc, Syll. III. p. 722. Siehe Nährpflanze Gleditschia, p. 520. . Subspecies 31. Rouinegueri Sacc, Mich. IL p. 354; Svll. III. 1. c. Sporen länglich-elliptisch, 25 — 27 /< lang, 8 — 10 u dick, wolkig- hyalin ; Sporenträger 20 fi lang, 2 u dick. In der Kinde von Cvtisus Laburnum, Nerac in Südfrankreich. Cfr. Sacc, Fung. ital. tab. 1074. Unterscheidet sich von der typischen Art vorzüglich durch die nicht birn- förmigen und wenig längeren Sporen. Fagus 4201. 31. carneum Libert, Exs. ined. No. 882. Thüm., Hedwigia 1880, p. 180. Sacc, Fungi ital. tab. 1076; Syll. III. p. 726. Myxosporium carneum Libert. a. Ein Aststückchen von Fagus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durchschnitte- nes Sporenlager. c. Ein sehr stark ver- grösserter Theil des Hy- meniums mit Sporen- trägern und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici / :^^EII^^^^ tab. 1076. " =S==s== Sporenlager unter der Oberhaut hervorbrechend, polsterförniig, fast rosenroth, ziemlich gross, endlich von der aufgerissenen Epider- Fagus 520 Myxosporium mis umgeben; Sporen spindelförmig, beidendig stumpflieh, zuweilen ungleichseitig, 15—17 fi lang, 3,5—4,5 ß dick, hyalin, mit zwei Oel- tropfen; Sporenträger nadeiförmig, abwärts verdickt, 15 jli lang, 2,5 — 3 fi dick. An berindeten Aesten von Fagus in den Ardennen (Libert). ß sticticum Karst., Synib. XV. p. 159. Sacc, Syll. III. p. 726. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici No. 481. . Sporenlager verlängert, seltener elliptisch oder kreisrund, von dem endlich spaltenartig - aufreissenden Periderm bedeckt, abge- plattet, gelblich; Sporen verlängert oder länglich, gerade, 9 — 11 u lang, 2 — 3 u dick. An Aesten und Zweigen von Fraxinus excelsior bei Gross- hesselohe nächst München (Schnabl) und bei Mustiala in Finnland. 4202. 31. croceum (Pers.) Link, Spec. Plant. Fungi IL p. 99. Corda, Icon. I. p. 1, flg. 6. Sacc, Syll. III. p. 727. Syn. Naemaspora crocea Pers., Synops. p. 109 ? Desmaz. Naemasp. tab. VI. fig- 3- Sporenlager hervorbrechend oder nackt, orangefarbig, glänzend; Sporenranken gedrängt, ungleich, gelb-safranfarbig; Sporen fast rund, gleichfarbig, durch Schleim verklebt, 20—24^ im Durchmesser, innen körnig. An abgefallenen, be- und entrindeten Zweigen von Fagus, Quercus lusitanica und in der Rinde verschiedener Bäume in Oesterreich, Italien, Frankreich, Portugal, Grossbritannien und Süd- amerika. Saceardo bemerkt: Diese Species ist mir zweifelhaft, wenigstens die italie- nische ; es scheint nichts anderes als ein unreifer Zustand eines Enteridium zu sein. Fraxinus — M. carneum Lib. Sacc, Syll. III. p. 726. Siehe Nähr- pflanze Fagus, p. 519. ß sticticum Karst. Sacc. 1. c. Sporen verlängert oder läng- lich, 9 — 11 u lang, 2 — 3 in dick. An Aesten und Zweigen von Fraxinus excelsior in Deutsch- land und bei Mustiala in Finnland. Gleditschia 4203. 31. incarnatuin (Desm.) Bonord. , Handbuch, p. 56. ;c, Mich. I. p. 116; Fung. ital. tab. 1073; Syll. III. p. 722. Syn. Naemaspora incarnata Desm., Naemasp. tab. VI. fig. 2 (1830). Myxosporium 521 Gleditscltia Sporenlager von der Epidermis bedeckt, verschieden ausgedehnt, abgeplattet oder kaum etwas aufgetrieben, fleischfarbig; Sporen ver- kehrt- ei- oder verkehrt - birnförmig , 15 — 20 /i lang, 8—10// dick. Myxosporium incarnatum (Desm.) Bon. a. Ein Aststückchen von Gle- ditschia Triacanthus mit dem Pilze in natürlicher Grösse. b. Ein schwach vergrössertes, senkrecht durchschnittenes Sporenlager. c. Sehr stark vergrösserte Spo- renträger und Sporen. d. Sehr stark vergrösserte, freie, reife Sporen. Nach Saccardo, Fungi italici tab. 1073. körnig, schwach -fleischfarbig; Sporenträger fadenförmig, 20—24 /( lang, 2 u dick. An berindeten Aesten von Gleditschia Triacanthus, Populus alba, P. fastigiata, Khamnus, Salix alba in Deutschland, Italien, Frankreich und Belgien. Forma Crataegi Alles eh., Sacc. et Sydow, Syll. X1Y. p. 1014. Siehe Nährpflanze Crataegus, p. 518. Sporen 15 — 20 in lang, 8 — 10 /t dick, schwach-fleischfarbig. An berindeten Aesten von Crataegus Oxyacantha bei Ober- am mergali in Südbayern (ipse legi). Subspecies M. Iloumegueri Sacc, Syll. III. p. 722. Siehe Nährpflanze Cytisus, p. 519. Sporen länglich-elliptisch, 25 — 27 u lang, 8 — 10 Naemospora crocea (Bon.) Sacc. a. Ein Aststückchen von Crataegus mit dem Pilze in natür- licher Grösse. b. Ein stark vergrössertes, senkrecht durchschnittenes Sporen- lager mit Sporenträgern und Sporen. c. Sehr stark vergrösserte, freie Sporen. Nach Bonorden, Handb. p. 57, flg. 63, a, b und c. Naemospora 539 Crataegus 4250. N. crocea (Bonord.) Sacc, Syll. III. p. 747. Syn. Libertella crocea Bonord., Handb. p 57, tab. III. fig. 63 nee Alictorum. Libertella aurea Fries sec. Bonord., Abhandl. II. p. 127. Exs. Kabenhorst, Fungi europaei No. 863. Sporenlager weitläufig -herdenweise, unter der Oberhaut, ziem- lich convex, safranfarbig, hernach sternförmig hervorbrechend; Sporen würstchenförmig , ziemlich kurz, etwas gekrümmt; Sporen- träger bündelweise, doppelt so lang als die Sporen. An berindeten Aesten von Crataegus in Westfalen. 4251. N. plimibea (Bonord.) Sacc, Syll. III. p. 748. Syn. Libertella plumbea Bonord., Abb. a. d. Gebiet d. Mykol. II. p. 127. Sporenlager linsenförmig, dunkelbraun; Pusteln convex, blei- farbig; Sporen cylindrisch, gekrümmt, sehr klein, hyalin, kurz. An Aesten von Crataegus in "Westfalen. Cucurbita 4252. N. lateritia Fresen., Beitr. p. 33. Sacc, Syll. III. p. 749. Sporenlager braun, fast kugelig, unter der Oberhaut, die Epider- mis mit